Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Magister Theologie: Sommersemester 2026)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1

Einführung in das Studium der Philosophie und Theologie

entfällt

Trenk

Ü G M0 PO
2 st. - 3 LP

Mo 14.30 – 16.05

 

In der Übung sollen Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt, eingeübt und vertieft, Methoden der Literaturrecherche in Bibliotheken und darüber hinaus eingeübt sowie weitere theologie- und philosophiespezifische Fähigkeiten erworben werden. Die Vorbereitung von und Feedback zu Referaten, die Erarbeitung von wissenschaftlichen Texten sowie Prüfungsvorbereitungen werden des Weiteren behandelt. Außerdem wird für das Studium in Sankt Georgen notwendiges Werkzeug (Lernplattformen etc.) vorgestellt.

Literatur

Wird in der Übung angegeben bzw. ausgegeben.

Empfehlenswerte Begleitliteratur:  

Jung, Martin: Einführung in die Theologie, Darmstadt 2004.

Lammers, Katharina / von Stosch, Klaus: Arbeitstechniken Theologie, Paderborn 2023.

Raffelt, Albert: Theologie studieren. Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, Freiburg 2008.

Stubenrauch, Bertram: Theologie studieren, Stuttgart 2018.

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme und Präsentation (15 Min. - unbenotet)

 

2

Narrative Rhetorik / Ästhetische Kommunikation

Haag

Ü G M23 PO
1 st. - 1.5 LP

Fr 03.07.2026,  14.00 – 19.00
Sa 04.07.2026, 09.00 – 16.30

 

Beginnend mit den Grundlagen der Rhetorik (Situationsanalyse, sprachliche Gestaltung, Performanz etc.) entwickeln wir Ideen und Konzepte für die narrative Rhetorik resp. ästhetische Kommunikation. Es geht darum, Geschichten begeisternd zu erzählen, Texte ansprechend vorzutragen. Dabei spielt auch Überzeugung in einem spezifischen Sinne eine Rolle. Im Seminar werden Theorie und Praxis eng miteinander verbunden. Eigene Texte für den individuellen Anwendungskontext (übernommen oder selbst verfasst) sind willkommen - bitte einfach mitbringen."

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme und kleine Präsentationen kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden

Philosophie

 

10

Erkenntnistheorie

Wiertz

V G M5 PO
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die menschliche Fähigkeit zur Erkenntnis von Wahrheit wurde und wird in der Philosophie und anderen Disziplinen immer wieder in Frage gestellt. Dagegen soll in dieser Vorlesung dafür argumentiert werden, dass wir prinzipiell dazu in der Lage sind, u.a. durch die Reflexion auf epistemische Gründe, den Wahrheitswert von Propositionen zutreffend zu bestimmen.

Dafür muss allerdings geklärt werden, was unter “Wissen” und “Wahrheit” zu verstehen ist, was einen guten epistemischen Grund auszeichnet und warum relativistische und skeptizistische Positionen trotz ihrer prima facie-Plausibilität nicht überzeugen können. Da Erkenntnis nicht ein rein individuelles, sondern auch ein soziales Phänomen ist, wird auch ein Einblick in die neuere soziale Erkenntnistheorie gegeben.

Literatur

Bernecker, S.; Pritchard, D. (Hg.), The Routledge Companion to Epistemology, New York 2014.

BonJour, L., Epistemology. Classic Problems and Contemporary Responses, Lanham 2002.

Greco, E.; Sosa, E. (Hg.), The Blackwell Guide to Epistemology, Malden, Oxford 1998.

Engel, P., Truth, Montreal, Kingston 2002.

Ernst, G., Einführung in die Erkenntnistheorie, Darmstadt 2007.

M. Grajner; G. Melchior (Hg.), Handbuch Erkenntnistheorie, Stuttgart 2019.

Grundmann, T., Analytische Einführung in die Erkenntnistheorie, Berlin 2007.

Hawthorne. J (Hg.)., Epistemology (Philosophical Perspectives 19), Malden, Oxford 2006.

Keil, G., Wenn ich mich nicht irre. Ein Versuch über die menschliche Fehlbarkeit, Stuttgart2019.

N. Kompa; S. Schmoranzer (Hg.), Grundkurs Erkenntnistheorie, Münster 2014.

Longino, H., The Fate of Knowledge,Princeton, Oxford 2002.

Moser, P.K. (Hg.), Empirical Knowledge. Readings in Contemporary Epistemology, Lanham, London 1996.

Moser, P. (Hg.), The Oxford Handbook of Epistemology, Oxford 2005.

Steup, M.; Sosa, E. (Hg.), Contemporary Debates in Epistemology, Malden, Oxford 2005.

Wiertz, O.J., Was ist Wahrheit? Eine (religions)philosophische Hinführung, in: R. Rothenbusch; O.J. Wiertz (Hg.), Umstrittene Wahrheit(en). Zur Wahrheitsfrage in Philosophie und Religion, Münster 2023, 1-87

Leistungsnachweis

Das Fach Erkenntnistheorie ist Bestandteil der Kommissionsprüfung M 5 und Bestandteil der Prüfung Erkenntnistheorie/Sprachphilosophie für das Philosophische Orientierungsjahrt.

 

 

11

Sprachphilosophie

Wahlberg

V G M5 PO
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung bietet eine breit angelegte Einführung in die gegenwärtige Sprachphilosophie. Ausgehend von Frege und dem frühen Wittgenstein erörtert der erste Teil der Vorlesung das wahrheitskonditionale Verständnis von Satzbedeutung – sowohl in Form einer extensionalen Semantik à la Donald Davidson als auch in Form einer (intensionalen) Mögliche-Welten-Semantik. Danach verschiebt sich der Fokus von der Satzebene hin zur Semantik subsententialer Ausdrücke. Dabei werden markante Worttypen wie zum Beispiel Eigennamen, Beschreibungsausdrücke (definite descriptions) und Natürliche-Art-Begriffe einer eingehenden Analyse unterzogen. Der zweite Teil der Vorlesung behandelt die Sprachpragmatik, das Verhältnis von Semantik und Pragmatik sowie sprechakttheoretische Aspekte der Sprachverwendung. Schließlich wird das so erarbeitete analytische Instrumentar beispielhaft auf einige alltagsnahe Sprachphänomene wie z.B. pejorative Rede, Gendersprache und Metaphern angewendet, die sich im Grenzbereich zwischen Semantik und Pragmatik befinden.

Darüber hinaus werden zentrale allgemeinphilosophische Probleme wie das Verhältnis zwischen Sprache und Gedanke sowie zwischen Sprache und Welt im Laufe des Semesters mitverhandelt – inwieweit werden unsere Gedanken über die Welt und die Welt selbst durch Sprache strukturiert oder sogar erzeugt? Die Vorlesung streift auch theologisch bedeutsame Themen wie die analoge Rede über Gott und die (fehlende?) Sinnhaftigkeit religiöser Sprache.

Literatur

Zur Einführung:

Briesen, Jochen / Wolfgang Schwarz, Sprachphilosophie, Paderborn 2025. 

Lycan, William G., Philosophy of Language. A Contemporary Introduction, New York 2019.

Runggaldier, Edmund, Analytische Sprachphilosophie, Stuttgart 1990.

Watzka, Heinrich, Sprachphilosophie, Stuttgart 2014.

 

 

 

Zur Vertiefung:

Austin, John, Zur Theorie der Sprechakte (Original: How to Do Things with Words), Stuttgart 1972.

Borg, Emma, Minimal Semantics, Oxford 2005

Cappelen, Herman / Ernest Lepore, Insensitive Semantics. A Defense of Semantic Minimalism and Speech Act Pluralism, Malden (Mass.) 2005.

Davidson, Donald / Gilbert Harman, Semantics of Natural Language, Dordrecht 1972.

Davidson, Donald, What Metaphors Mean, in: Critical Inquiry, 5/1 (1978), 31-47.

Evans, Gareth, The Causal Theory of Names, in: Aristotelian Society Supplementary 47 (1973).

Frege, Gottlob, Der Gedanke, in: Logische Untersuchungen, hrsg. von G. Patzig, Göttingen 1966.

Frege, Gottlob, Über Sinn und Bedeutung, in: ders., Funktion – Begriff – Bedeutung, hrsg. von M. Textor, Göttingen 2002.

Grice, Paul, Logic and Conversation, in: P. Cole / J.L. Morgan (Hg.), Syntax and Semantics. Vol. 3: Speech Acts, New York 1975, 41-58.

Hesse, Jacob, Metapher, Kontext und Kognition. Metaphern zwischen Indexikalität und Ähnlichkeit, Berlin/Boston 2023.

Kaplan, David, Dthat, in: P. Cole (Hg.), Syntax and Semantics, Vol. 9: Pragmatics, New York 1978.

Kripke, Saul, Name und Notwendigkeit, Frankfurt a.M. 1981.

Larson, Richard / Gabriel Segal, Knowledge of Meaning. An Introduction to Semantic Theory, Cambridge, MA. 1995.

Putnam, Hilary, Die Bedeutung von „Bedeutung“ (hrsg. u. übersetzt von W. Spohn), Frankfurt a.M. 1990.

Russel, Bertrand, On Denoting, in: Mind 14 (1905), 479-493.

Searle, John, Proper Names, in: Mind 67 (1958), 166-173.

Searle, John, Indirect Speech Acts, in: P. Cole / J.L. Morgan (Hg.), Syntax and Semantics. Vol. 3: Speech Acts, New York 1975, 59-82.

Searle, John, Sprechakte. Ein sprachphilosophischer Essay, Frankfurt a.M. 1990.

(Weitere Literaturhinweise werden zu Beginn und im Laufe des Semesters bekanntgegeben.)

Leistungsnachweis

Magisterstudium Theologie (M 5): Mündliche Prüfung (20 Min.) vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission über eine Epoche der Philosophiegeschichte (Antike oder Mittelalter) und ein Gebiet der systematischen Philosophie (Erkenntnistheorie oder Sprachphilosophie). Die Prüfungskommission, die zeitgleich prüft, weist unmittelbar vor der Prüfung die Prüfer zu. Voraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme an der Übung „Logik“.

 

12

Einführung in die formale Logik

Wahlberg

Ü G M5 PO
1 st. - 1.5 LP

Mi 08.45 – 09.30

 

Die Übung bietet eine Einführung in die moderne Aussagen- und Prädikatenlogik. Neben den Grundlagen der Formalisierung und den basalen semantischen Kalkülen (Wahrheitstafeln für Junktoren) werden die Prinzipien der aussagen- und prädikatenlogischen Deduktion bevorzugt erörtert. Am Ende des Semesters werden auch einige Grundlagen der Modallogik vermittelt. 

Die Anwendung des erlernten Instrumentariums auf philosophisch-theologische Argumente veranschaulicht die Signifikanz formal-logischer Verfahren für die philosophische und theologische Wissenschaft.

Literatur

Brendel, Elke, Logik-Skript 1. Wahrheit und logisches Schließen, Frankfurt am Main 2018.

Ender, Sven, Logik. Eine Einführung für das Philosophiestudium, Paderborn 2023.

Hughes, G. E. / M. J. Cresswell, A New Introduction to Modal Logic, London, New York 1996. 

Löffler, Winfried, Einführung in die Logik, Stuttgart 2008.

Sider, Theodore, Logic for Philosophy, Oxford 2010. 

Leistungsnachweis

Durch die aktive Teilnahme an den Sitzungen und die Verfertigung schriftlicher Hausaufgaben kann ein unbenoteter Leistungsnachweis erworben werden.

 

13

Philosophische Theologie

Wiertz

V G M14
2 st. - 3 LP

Mo 14.30 – 16.05

 

Der theistische Gottesbegriff hat in der Geschichte der philosophischen Reflexion auf den Gottesbegriff eine wichtige Rolle gespielt und ist auch für die philosophische Auseinandersetzung mit der Vielfalt der Religionen bedeutsam.

Die Vorlesung soll mit dem theistischen Gottesbegriff und dessen philosophischer Bedeutung und dessen Problemen bekanntmachen. Dazu wird nach der Möglichkeit von Aussagen über ein transzendentes Wesen gefragt, wesentliche Eigenschaften des theistischen Gottes behandelt, verschiedene Positionen zum Verhältnis zwischen religiösem Glauben und Vernunft vorgestellt und Argumente für und gegen die Wahrheit der Überzeugung von der Existenz des theistischen Gottes behandelt.

Literatur

- Beckermann, A., Glaube, Berlin 2013.

- Craig, W.L. (Hg.), Philosophy of Religion. A Reader and Guide, Edinburgh 2002.

- Gäb, S., Religionsphilosophie, Baden-Baden 2022.

- R. Jaster; P. Schulte (Hg.), Glaube und Rationalität. Gibt es gute Gründe für den (A)Theismus? Paderborn 2019.

- Kreiner, A., Das wahre Antlitz Gottes - oder was wir meinen, wenn wir Gott sagen, Freiburg 2006

- Löffler, W., Einführung in die Religionsphilosophie, Darmstadt 2006.

- Murray, M.J.; Rea, M., An Introduction to the Philosophy of Religion, Cambridge 2008.

- Oppy, G. (Hg.), The Routledge Handbook of Contemporary Philosophy of Religion, New York 2015.

- Perry, J., Dialog über das Gute, das Böse und die Existenz Gottes, Stuttgart 2012.

- Perry, J., Dialog über personale Identität und Unsterblichkeit, Stuttgart 2013.

- Ricken, F., Religionsphilosophie, Stuttgart 2003.

- Sans, G., Philosophische Gotteslehre. Eine Einführung, Stuttgart 2018.

- Schellenberg, J.L., Prolegomena to a Philosophy of Religion. Ithaca 2005.

- Schellenberg, J.L., The Wisdom to Doubt: A Justification of Religious Skepticism. Ithaca 2007.

- Schellenberg, J.L., The Will to Imagine: A Justification of Skeptical Religion. Ithaca 2009.

- Swinburne, R., Glaube und Vernunft, Würzburg 2009.

- Tetens, H., Gott denken: Ein Versuch über rationale Theologie, Stuttgart 2015.

- Wiertz, O.J. (Hg.), Logische Brillanz - Ruchlose Denkungsart? Möglichkeiten und Grenzen der Diskussion des Problems des Übels in der analytischen Religionsphilosophie, Münster 2021.

- Zagzebski, L., The Philosophy of Religion. An Historical Introduction, Malden/MASS, Oxford 2007.

Leistungsnachweis

Die Vorlesung ist Bestandteil von M 14: Kommissionsprüfung (20 Min) mit Fundamentaltheologie (Theologie der Religionen; Weltkirche und Mission)

 

14

Die Ethik des Hl. Augustinus

Herzberg

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 14.30 – 16.05

 

Augustinus (354-430), Bischof von Hippo und Kirchenvater, ist für das christliche Denken über den Menschen, über sein Glück und sein gutes Handeln, von ernormer Bedeutung. Allerdings hat er keine systematische Ethik verfasst, vielmehr finden sich Bausteine einer Individualethik (Glücksbegriff, Willensbegriff, sittliches Gesetz, Tugendlehre, Gewissenslehre, Lehre vom Bösen etc.) sowie einer politischen Ethik (Lehre vom gerechten Staat, Friedensethik etc.) verstreut über das ganze Werk. Wir werden uns anhand der intensiven Lektüre von "De beata vita", "De libero arbitrio" sowie von Teilen aus den "Confessiones" und aus "De civitate Dei" mit den Grundlagen seiner theozentrischen Ethik vertraut machen. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird erwartet, für jede Sitzung größere Textpassagen zu lesen.     

Literatur

Textgrundlage:

Augustinus, De beata vita. Über das Glück. Übersetzung, Anmerkungen und Nachwort von Ingeborg Schwarz-Kirchenbauer und Willi Schwarz, Stuttgart 1982.

Augustinus, De libero arbitrio - Der freie Wille. Eingelietet, übersetzt und herausgegeben von Johannes Brachtendorf, Paderborn 2006.

Augustinus, Confessiones. Bekenntnisse. Übersetzt, herausgegeben und kommentiert von Kurt Flasch und Burkhard Mojsisch, Stuttgart 2009.

Augustinus, Vom Gottesstaat, übers. v. Wilhelm Thimme, München 2007.



Sekundärliteratur:

William S. Babcock (Hg.), The ethics of St. Augustine, Atlanta 1991.  

Johannes Brachtendorf, Augustinus von Hippo, in: Konrad Hilpert (Hg.), Christliche Ethik im Porträt, Freiburg i.Br. 2012, 117-149.

Johannes Brachtendorf, Augustinus: Die civitas dei und der gerechte Staat, in: Dirk Brantl / Rolf Geiger / Stephan Herzberg (Hg.), Philosophie, Politik und Religion. Klassische Modelle von der Antike bis zur Gegenwart, Berlin 2013, 39-53.

Volker Henning Drecoll (Hg.), Augustin Handbuch, Tübingen 2007.

Therese Fuhrer / Michael Erler (Hg.), Zur Rezeption der hellenistischen Philosophie in der Spätantike, Stuttgart 1999.

Christoph Horn, Augustinus, München 1995.

Christoph Horn (Hg.), Augustinus. De civitate dei, Berlin 1997.

Joseph Mausbach, Die Ethik des Heiligen Augustinus, 2 Bde., Freiburg i.Br. 1909.

Cornelius Mayer (Hg.), Augustinus - Ethik und Politik, Würzburg 2009.

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme an allen Sitzungen, die schriftliche Beantwortung von 2-3 Fragen vor jeder Sitzung sowie duch Abfassung einer Hausarbeit kann ein benoteter Schein erworben werden.

 

15

Künstliche Intelligenz als Thema der Sprachphilosophie und der Philosophie des Geistes

Wahlberg

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Fr 29.05.2026, 14.00 – 19.00
Sa 30.05.2026, 09.00 – 16.30
Fr 12.06.2026, 14.00 – 19.00
Sa 13.06.2026, 09.00 – 16.30

 

Kann ChatGPT denken?

ChatGPT selbst verneint dies:

„Ich kann ziemlich gut so tun 😊 — aber im eigentlichen Sinne: nein. Ich habe kein eigenes Bewusstsein, keine Gefühle und keine echten Meinungen. Was ich mache, ist Muster erkennen und auf Basis von Texten, Wissen und Wahrscheinlichkeiten passende Antworten erzeugen.“

Doch vielleicht lügt ChatGPT, oder irrt sich. Denn ist nicht gerade die Tatsache, dass solche Konversationen mit ChatGPT und anderen Large Language Models möglich sind, ein untrügliches Indiz für echtes Denken? Warum sollten übrigens Gefühle und Bewusstsein für Denken notwendig sein? Und was unterscheidet eigentlich die Datenverarbeitung des ChatGPT von den kognitiven Prozessen menschlicher Personen, erkennen diese doch auch Muster und erzeugen passende Antworten auf Basis von Texten, Wissen und Wahrscheinlichkeiten?

In dieser Lehrveranstaltung fragen wir, inwieweit die fortschrittlichsten Instanziierungen künstlicher Intelligenz echte Kognition an den Tag legen, wobei die Frage nach genuiner sprachlicher Bedeutung besondere Beachtung findet: Können Large Language Models bedeutungsvolle Sätze produzieren? Diese Fragen sind zugleich Fragen nach dem Gehalt von Begriffen wie „Sprache“, „Bedeutung“, „Denken“, „Meinen“, „Verstehen“ und „Überzeugung“. Die philosophische Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz zwingt uns, diese Begriffe zu präzisieren und tiefer zu reflektieren, wodurch wir ein besseres Verständnis auch von menschlicher Sprache, Intelligenz und Intentionalität gewinnen.

In der ersten Hälfte des Blockseminars wird die klassische Debatte über künstliche Intelligenz rekapituliert. Von Alan Turings „Imitation game“ (Turing-Test), über John Searles „Chinese Room“ und Ned Blocks „Blockhead“ bis hin zu Emily Benders und Alexander Kollers „Octopus-Test” werden die allerwichtigsten Gedankenexperimente und Grundsatzargumente zu künstlicher Intelligenz aus den letzten 75 Jahren der Philosophiegeschichte analysiert. Dies bereitet die Bühne für den zweiten Teil des Blockseminars, in dem wir uns Einblick in die jüngsten philosophischen Diskussionen über die sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten der neuesten Generation der Large Language Models verschaffen. Dabei steht die Auseinandersetzung mit Herman Cappelens und Josh Devers radikale These zu künstlicher Intelligenz im Vordergrund, wonach Large Language Models „full-blown linguistic and cognitive agents“ sind.

 

Literatur

Bender, E.M. / A. Koller, Climbing Towards NLU: On Meaning, Form and Understanding in the Age of Data, in: Proceedings of the 58th Annual Meeting of the Association for Computational Linguistics (2020) 5185–5198.

Block, N., Psychologism and Behaviourism, in: The Philosophical Review 90, 1(1981) 5-43.

Borg, E., LLMs, Turing tests and Chinese rooms: the Prospect for Meaning in Large Language Models, in: Inquiry (2025), DOI: 10.1080/0020174X.2024.2446241.

Cappelen, H. / J. Dever, Making AI Intelligible, Oxford 2021.

Cappelen, H. / J. Dever, Going Whole Hog: A Philosophical Defense of AI Cognition (im Erscheinen).

Cappelen, H. / J. Dever, A Hyper-Externalist Manifesto for LLMs, in: H. Cappelen / R. Sterken (Hgg.), Communicating with AI: Philosophical Perspectives, Oxford (im Erscheinen).

Grindrod, J., Large Language Models and Linguistic Intentionality, in: Synthese (2024) 204:71.

Hattiangadi, A. / J. Schoubye, The Output of Large Language Models are Meaningless, in: H. Cappelen / R. Sterken (Hgg.), Communicating with AI: Philosophical Perspectives, Oxford (im Erscheinen).

Havlík, V., Meaning and Understanding in Large Language Models, in: Synthese (2025) 205:9.

Mainzer, K (Hg.), Philosophisches Handbuch Künstliche Intelligenz, Wiesbaden 2024.

Millière, R. / C. Buckner, A Philosophical Introduction to Language Models. Part I: Continuity with Classic Debates, 2024, doi.org/10.48550/arXiv.2401.03910.

Millière, R. / C. Buckner, A Philosophical Introduction to Language Models. Part II: The Way Forward, 2024, doi.org/10.48550/arXiv.2405.03207.J.

Rathmann, J. / U. Voigt, Natürliche und Künstliche Intelligenz im Anthropozän, Darmstadt 2021.

Searle, J.R., Minds, Brains, and Programs, in: The Behavioral and Brain Sciences 3 (1980) 417-457.

Turing, A.M., Computing Machinery and Intelligence, in: Mind 59 (1950) 433-460.

 

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme an den Sitzungen, Lektüre angegebener Texte, Anfertigen einer einführenden Textpräsentation sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie erworben werden.

Hinweise

Sämtliche Texte für die Seminarsitzungen werden in Moodle zur Verfügung gestellt.

Da die Texte für das Blockseminar in englischer Sprache verfasst sind, ist eine grundlegende Fähigkeit zur Lektüre von englischsprachigen Texten Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme. Falls Unsicherheit bezüglicher der erforderlichen Englischkenntnisse herrscht, bitte den Kursleiter kontaktieren: ake.wahlberg@sankt-georgen.de 

 

16

Philosophiegeschichte Neuzeit

Wiertz

V G M19 PO
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung führt am Beispiel der Philosophie von René Descartes und John Locke und deren radikalisierende Weiterführungen bei Baruch de Spinoza bzw. David Hume in die Philosophiegeschichte der (frühen) Neuzeit ein. Dabei sollen neben der Beleuchtung des zeit-/ideengeschichtlichen Hintergrundes die zentralen Thesen, Begriffe und Argumente der Philosophen vorgestellt und deren theologische Relevanz gezeigt werden.

Literatur

E. CORETH / H. SCHÖNDORF: Philosophie im 17. und 18. Jahrhundert, Stuttgart 2000.

A. KENNY: Geschichte der abendländischen Philosophie III: Neuzeit, Darmstadt 2014.

W. RÖD: Philosophie der Neuzeit I, München 1978.

W. RÖD: Philosophie der Neuzeit II, München 2004.

Leistungsnachweis

Die Vorlesung "Philosophie der Neuzeit" ist Bestandteil des Moduls M 19. Entweder die Vorlesung "Philosophie der Neueit" oder die Vorlesung "Philosophie der Gegenwart" ist Prüfungsstoff für die Modulprüfung M 19. 

 

17

Lektürekurs Sprachphilosophie

entfällt

Wahlberg

L G Ph
1 st. - 2 LP (nur Ph)

Termine nach Vereinbarung

 

In dieser Lehrveranstaltung werden ausgewählte Teile aus Saul Kripkes "Name und Notwendigkeit" (Original: Naming and Necessity) studiert.

Literatur

Saul Kripke, Name und Notwendigkeit, Frankfurt am Main 1981.

Leistungsnachweis

Durch das selbständige Erarbeiten sämtlicher Textabschnitte sowie die aktive Teilnahme an den Sitzungen kann ein unbenoteter Leistungsnachweis erworben werden.

 

18

Lektürekurs Philosophische Theologie

Wiertz

L G Ph
1 st. - 1.5 LP (nur Ph)

Termine nach Vereinbarung

 

Der Lektürekurs bietet die Möglichkeit, nach Absprache mit den Teilnehmenden, klassische Texte der philosophischen Theologie in Ergänzung zur Vorlesung "Philosophische Theologie" zu bearbeiten.

Literatur

Nach Vereinbarung

Leistungsnachweis

Der Lektürekurs ist Teil des Philosophicums. Ein Leistungsnachweis setzt die regelmäßige aktive Teilnahme und die Lektüre der im Kurs behandelten Texte voraus.

 

19

Lektürekurs Philosophiegeschichte der Neuzeit

Wiertz

L G PO Ph
1 st. - 2 LP (nur PO und Ph)

Termine nach Vereinbarung

 


In dem Lektürekurs werden Auszüge aus wichtigen Texten René Descartes und John Lockes analysiert.



 

Literatur

René Descartes, Meditationen über die Grundlagen der Philosophie, Hamburg 1977.

 

John Locke, Versuch über den menschlichen Verstand, Hamburg 2000.

Leistungsnachweis

Die Veranstaltung ist Teil des Philosophisophischen Orientierungsjahres und des Philosophicums. Durch das selbständige Erarbeiten sämtlicher Texte, sowie die aktive Teilnahme an den Sitzungen kann ein unbenoteter Leistungsnachweis erworben werden.

 

20

Arthur Schopenhauer: Die beiden Grundprobleme der Ethik

Herzberg

OS A
1 st. - 4 LP (nur A)

Termine nach Vereinbarung

 

Gegenstand dieses Oberseminars sind die beiden von Schopenhauer als Preisschriften eingereichten Abhandlungen "Über die Freiheit des menschlichen Willens" (1839) und "Über die Grundlage der Moral" (1840).


Teilnahme nach Anmeldung beim Seminarleiter. Termine nach Vereinbarung.

Literatur

Textgrundlage:

Arthur Schopenhauer, Über die Freiheit des menschlichen Willens. Über die Grundlage der Moral. Herausgegeben und eingeleitet von Philipp Theisohn, Stuttgart 2013.

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme an allen Sitzungen und eine ausgearbeitete Textpräsentation kann ein benoteter Leistungsnachweis erworben werden.

Hinweise

Teilnahme nach vorheriger Anmeldung bis zum 13.04.26: herzberg@sankt-georgen.de

 

21

Natürliche Theologie? Die Debatten von Erich Przywara SJ mit Karl Barth und anderen evangelischen Theologen

Herzberg / Knorn

in Kooperation mit Prof. Dr. Christoph Barnbrock und Prof. Dr. Christian Neddens, LThH Oberursel


→ Anmeldung bitte bis 13.04.2026 an: herzberg@sankt-georgen.de oder knorn@sankt-georgen.de

OS A
1 st. - 4 LP (nur A)

Fr 24.04.2026, 13.30 – 17.30 in der LThH Oberursel
Fr 29.05.2026, 13.30 – 17.30 in der PTH Sankt Georgen
Fr 26.06.2026, 13.30 – 17.30 in der LThH Oberursel
Fr 10.07.2026, 13.30 – 17.30 in der PTH Sankt Georgen

 

Die Frage nach der Möglichkeit einer "Natürlichen Theologie" ist eine der Grundfragen des christlichen Glaubens: Was kann der Mensch von sich aus, in seiner geschöpflichen Natur, von Gott erkennen? Vor genau einhundert Jahren veröffentlichte der Jesuit Erich Przywara dazu einen großen Aufsatz, der mithilfe des Prinzips der Analogia entis eine sehr differenzierte Antwort darauf gab. Für Przywara ist die Analogia entis nicht nur ein erkenntnistheoretisches Hilfsmittel, sondern vielmehr ein Grundprinzip katholischer Religionsbegründung. Der reformierte Theologe Karl Barth nahm dazu die Gegenposition ein und verfocht die Auffassung, dass es in der Welt des Menschen keinerlei Anknüpfungspunkt für eine wahre Gotteserkenntnis gebe, sondern allein das offenbarte Wort Gottes eine solche möglich mache.

Im Oberseminar werden die grundlegenden Schriften dieser beiden Autoren zur Natürlichen Theologie gelesen, philosophie-/theologiegeschichtlich eingeordnet und diskutiert. Auch die Auswirkungen dieses Streits bei späteren Autoren sollen in den Blick genommen werden, so z.B. bei Hans Urs von Balthasar, Eberhard Jüngel und Wolfhart Pannenberg.

Die Teilnahme an den vier Sitzungen des Oberseminars setzt die sorgfältige Lektüre der Quellentexte (à ca. 100–150 S.) voraus.

 

Literatur

Textgrundlage:


Erste Sitzung:

Erich Przywara, Religionsphilosophie katholischer Theologie, in: ders., Religionsphilosophische Schriften, Einsiedeln 1962, 373-511. [Wir lesen schwerpunktmäßig S.376-459]


Zweite Sitzung:

Karl Barth, Kirchliche Dogmatik II/1, Zürich 1940, 86-141 und 263-288. [Ausschnitte aus §§26-27]


Dritte Sitzung:

Hans Urs von Balthasar, Karl Barth, Einsiedeln 1951, 4.Aufl.1976, 276-334. [Das Kapitel "Der Naturbegriff in der Katholischen Theologie"]


Vierte Sitzung:

Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie, Göttingen 1988, Bd. 1, 73-133.


Einführende und weiterführende Literatur:


Benjamin Dahlke, Die katholische Rezeption Karl Barths. Theologische Erneuerung im Vorfeld des Zweiten Vatikanischen Konzils, Tübingen 2010.


Eva Maria Faber, Finden, um zu suchen. Der philosophisch-theologische Weg von Erich Przywara, Münster 2020.


Bernhard Gertz, Glaubenswelt als Analogie. Die theologische Analogie-Lehre Erich Przywaras und ihr Ort in der Auseinandersetzung um die analogia fidei, Düsseldorf 1969. 


Eberhard Mechels, Analogie bei Erich Przywara und Karl Barth. Das Verhältnis von Offenbarungstheologie und Metaphysik, Neukirchen 1974.


Thomas Joseph White (Hg.), The Analogy of Being. Invention of the Antichrist or the Wisdom of God?, Michigan/Cambridge 2011. 



 

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme an allen Sitzungen und eine ausgearbeitete Textpräsentation kann ein benoteter Leistungsnachweis erworben werden.

Hinweise

Teilnahme nach vorheriger Anmeldung bei: herzberg@sankt-georgen.de oder knorn@sankt-georgen.de

Einleitung in die Heilige Schrift

 

30

Biblische Einleitungswissenschaften II

Peetz

V G M1
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Ein erster Teil der Vorlesung rekonstruiert auf der Basis biblischer und außerbiblischer Quellen die Geschichte des Frühjudentums. Es handelt sich hierbei um die Epochen des hellenistischen und römischen Zeitalters von Alexander dem Großen (333 v.Chr.) bis zum Bar-Kochba-Aufstand (135 n.Chr.). Diese Geschichte stellt den Referenz- und Zeitrahmen der Entstehung der Spätschriften des Alten Testaments sowie der neutestamentlichen Schriften dar.

Ein zweiter Teil der Vorlesung führt in die Literatur der Bibel ein. Er behandelt einen Teil der biblischen Schriften, untersucht sie hinsichtlich ihrer literarischen Form und Gattungszugehörigkeit, ihrer Quellen und vermutlichen Entstehungssituationen, ihrer Aussageabsichten und theologischen Grundlinien.

Literatur

Lehrbuch:

Peetz, Melanie, Das biblische Israel. Geschichte – Archäologie – Geographie (Verlag Herder), Freiburg 2021 (zweite Auflage).

Zenger, Erich u.a., Einleitung in das Alte

Testament (Verlag Kohlhammer), Freiburg (9)2016, aktualisierte Auflage herausgegeben von Christian Frevel.

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 1): Mündl. Prüfung Einleitungswissenschaften I und II als gemeinsame Prüfung (eine Teilung des Stoffes ist auf Wunsch der Studierenden möglich)

 

31

Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift II

Peetz

V G M14
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Der Vorlesungszyklus zur religionswissenschaftlichen Umwelt der Bibel umfasst zwei Lehrveranstaltungen, die den Einfluss der jeweiligen geistigen und religiösen Strömungen auf die biblische Literatur aufzeigen und reflektieren wollen: Inwieweit und inwiefern waren die biblischen Autoren von Kultur und Religion ihrer Umwelt beeinflusst und welche Auswirkungen haben diese Einflüsse auf die Entstehung des Juden- und Christentums? Anhand der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den „benachbarten“ Religionen soll das Spezifische des Juden- und Christentums herausgearbeitet und schließlich auch reflektiert werden, in welchem Beziehungsverhältnis das Judentum zum Christentum selbst steht.

Die zweite in diesem Sommersemester stattfindende Lehrveranstaltung „religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift II“ untersucht schwerpunktmäßig die religiösen und kulturellen Transformationsprozesse der Antike, die für die Entstehung des heutigen Juden- und Christentums maßgeblich geworden sind. Das heißt es geht um das spannende Beziehungsverhältnis von Juden, Griechen, Römern und Christen in Anpassung und Abgrenzung von einander: Wie sieht das Frühjudentum zur Zeit Jesu aus und welche Relevanz hat es für die neutestamentlichen Schriften? Welche Rolle spielen hellenistisch- römische Strömungen für das Frühjudentum und für das Neue Testament und wie genau sieht die wechselseitige Beeinflussung aus? Mit Fragen dieser und ähnlicher Art werden wir uns in dieser Lehrveranstaltung beschäftigen, insbesondere auf der Grundlage biblischer und außerbiblischer Textzeugnissen.

Literatur

Wird in der Veranstaltung bekannt gegeben

Leistungsnachweis

Magisterstudiengang: mündliche Prüfung, M14 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift

 

32

Oberseminar Einleitung und Exegese Altes Testament

Peetz

OS A

Termine nach Vereinbarung

 

Das Oberseminar bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, laufende wissenschaftliche Projekte vorzustellen und Thesen zu diskutieren. Es richtet sich an Habilitand*innen, Doktorand*innen und Studierende, die eine Magister- bzw. Magistraarbeit am Lehrstuhl „Einleitung in die Heilige Schrift und Exegese des Alten Testaments“ verfassen oder mit dem Gedanken spielen, dieses zu tun.

Leistungsnachweis

Exegese des Alten Testaments

 

33

Die Psalmen

Nitsche

Ü G M9
2 st. - 3 LP

Mo 18.00 – 19.35
Beginn: 20.04.2026

 


Athanasius von Alexandrien berichtet im Brief an Marcellinus (PG 27,12ff) ein Wüstenvater habe einst zu ihm gesagt: „Ja, in den übrigen Büchern der hl. Schrift, hörst du nur das Gesetz, das anordnet, was du tun sollst und was du nicht tun darfst. Du vernimmst die Prophezeiungen, so dass du lediglich weißt, dass der Heiland kommen wird. … Wer dagegen den Psalter liest, erfährt nicht nur diese Dinge; er lernt in ihm außerdem noch die Regungen seiner eigenen Seele kennen und bekommt über sie Aufschluss. … So wird ein jeder die Erfahrung machen, dass diese göttlichen Gesänge für uns und die Regungen und Befindlichkeiten unserer Seele wie geschaffen sind“. Oder kürzer Rainer Maria Rilke: "... habe schließlich die Psalmen gelesen, eines der wenigen Bücher, in denen man sich restlos unterbringt".

Der Psalter ist das hauptsächliche Meditationsbuch Israels und das wichtigste Gebetbuch der Kirche. Kein Buch wird häufiger im NT zitiert. Es war Jesu Lieblingsbuch.

Ziel der Veranstaltung ist es, durch Übungen (Hausaufgaben) und interaktiven Unterricht Psalterexegese und Psalmenexegese zu verbinden, d.h. die einzelnen Gedichte im Detail zu analysieren und zugleich eine Idee von dem Drama zu bekommen, das sich im Gesamtbuch zwischen Ps 1 und Ps 150 abspielt.

Literatur

D. Böhler, Psalmen 1-50; F.L. Hossfeld/E. Zenger, Psalmen;

L. Alonso Schökel, Salmi; B. Weber, Werkbuch Psalmen.

Leistungsnachweis

aktive Teilnahme und 6 schriftliche Übungen (je ca. 2 Std. – unbenotet)

Hinweise

Beginn: 20.04.2026

 

34

Zefanja und das Zwölfprophetenbuch

Roth

V G M16
2 st. - 4 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung nimmt das Buch Zefanja und den größeren Zusammenhang des Zwölfprophetenbuches in den Blick. In einem ersten Schritt schauen wir uns die Entstehungs- und Redaktionsgeschichte des Zwölfprophetenbuches an. Dazu gehört auch eine kurze Einführung in die Themenkomplexe der einzelnen Bücher und wie sie thematisch miteinander verbunden sind. In einem zweiten Schritt gehen wir das Buch Zefanja Schritt für Schritt durch. Dabei gilt eine besondere Aufmerksamkeit den Aspekten des Zorns und der Barmherzigkeit JHWHs. Außerdem schauen wir uns an, welche Rolle sie in den anderen Büchern des Zwölfprophetenbuchs sowie in weisheitlichen Schriften, wie zum Beispiel in Jesus Sirach spielen. Dies geschieht u.a. anhand der Rezeption und der Aufnahme der Gnadenformel aus Ex 34,6f.

Literatur

Dietrich, Walter, Nahum, Habakuk, Zefanja (IEKAT), Stuttgart 2014.

Frevel, Christian (Hg.), Einleitung in das Alte Testament (Kohlhammer-Studienbücher Theologie 1,1), 9. Auflage, Stuttgart 2016.

Irsigler, Hubert, Zefanja (HThKAT), Freiburg i. Br. 2002.

Jeremias, Jörg, Der Zorn Gottes im Alten Testament. Das biblische Israel zwischen Verwerfung und Erwählung (BThS 104), Neukirchen-Vluyn 2009.

Schwesig, Paul-Gerhard, Die Rolle der Tag-JHWHs-Dichtungen im Dodekapropheton (BZAW 366), Berlin 2006.

Scoralick, Ruth, Gottes Güte und Gottes Zorn. Die Gottesprädikationen in Ex 34, 6f und ihre intertextuellen Beziehungen zum Zwölfprophetenbuch (HBS 33), Freiburg i. Br. [u.a.] 2002.

Leistungsnachweis

Kommissionsprüfung (20 Min.) vor einer Prüfungskommission

 

35

Hebräische Lektüre

Roth

L G
1 st. - 1 LP

Termine nach Vereinbarung

 

Der Lektürekurs Hebräisch baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnisse der Teilnehmenden lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung für die jeweilige Stunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart (vermutlich Zefanja und weitere Texte aus dem Zwölfprophetenbuch).

Literatur

Biblia Hebraica Stuttgartensia, hg. von K. Elliger und W. Rudolph, verkleinerte Ausgabe, Nr. 5219. 5., verbesserte Auflage. Stuttgart 1997.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

Exegese des Neuen Testaments

 

36

Lehre und Person Jesu

C. Müller

V G M8
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung ist auf die Charakterzeichnung Jesu von Nazareth in den Evangelien des NT konzentriert. Neben der historischen Rückfrage nach Jesus und seiner Zeit spielt die Entwicklung christologischer Kennzeichnungen und Titel eine besondere Rolle. Dabei kommt dem Fragen nach Jesus Christus in unterschiedlichen Kontexten eine spezifische Bedeutung zu, wenn Jesus als Lehrer, Beter, Soter, … , als Gesprächspartner, Erzähler oder in seiner Passion vor Augen tritt.

Literatur

Lesetipps:

Becker, E.-M., Wem »gehört« Jesus von Nazareth? Historische und hermeneutische Fragen zur Gegenwart und Zukunft der Jesus-Forschung, in: ThLZ 148 (2023) 3-18.

Ebner, M., Jesus von Nazaret in seiner Zeit. Sozialgeschichtliche Zugänge (SBS 196), Stuttgart 2003.

Frey, J., Der historische Jesus und der Christus der Evangelien, in: J. Schröter – R. Brucker (Hrsg.), Der historische Jesus. Tendenzen und Perspektiven der gegenwärtigen Forschung (BZNW 114), Berlin – New York 2002, 273-336.

Marguerat, D., Jesus aus Nazaret. Heimatloser, Heiler, Poet des Gottesreiches, aus dem Französischen von E. Mainberger-Ruh, Zürich 2022.

Meier, J. P., A Marginal Jew. Rethinking the Historical Jesus (Anchor Bible Reference Li-brary), Bd. 1-3, New York 1991-2001.

Müller, Ch. G., Lukas als Erzähler und Charakter-Zeichner. Gesammelte Studien zum lukanischen Doppelwerk (HBS 69), Freiburg u.a. 2012.

Müller, Ch. G., Der Anblick des Gekreuzigten. Die Facetten der Passionsgeschichten, in: A. Brand – Th. Söding (Hrsg.), Personal Christology. New Testament Positions and Perspectives (BZ. Supplements), Paderborn 2026, 68-91.

Schröter, J., Zur neueren Jesusforschung, in: ThLZ 139 (2014) 388-406.

Theißen, G. – Merz, A., Der historische Jesus. Ein Lehrbuch, Göttingen (1996) 42013.

Leistungsnachweis

Modulklausur (zusammen mit Christologie I und Eschatologie)

 

37

Paulusbriefe

C. Müller

V G M16
2 st. - 4 LP

Mo 14.30 – 16.05

 

Frühchristliche Theologie entwickelt sich bei Paulus im Gespräch mit konkreten Gemeinden. Menschen in Städten wie Thessaloniki, Korinth, Philippi oder Rom werden in ihren jeweiligen Kontexten angesprochen. Dabei gewinnen die Schwerpunkte paulinischer Theologie ein jeweils eigenes Gepräge. An konkreten Beispielen verschiedener Adressaten soll ein Gespür für die Verkündigung des Evangeliums nach Paulus gewonnen werden.

Literatur

Lesetipps: 

Becker, E.-M. – Pilhofer, P. (Hrsg.), Biographie und Persönlichkeit des Paulus (WUNT 187), Tübingen 2005.

Haacker, K., Paulus, Paulus, der Apostel. Wie er wurde, was er war, Stuttgart 2008.

Heininger, B., Der Apostel und seine Gemeinde(n). Variationen von Kirche bei Paulus (2016), in: Ders., Spuren Jesu im frühen Christentum. Akteure und Autoren der Jesusgeschichte, Würzburg 2021, 182-212.

Horn, F. W. (Hrsg.), Paulus Handbuch, Tübingen 2013.

Müller, Ch. G., Frühchristliche Ehepaare und paulinische Mission (SBS 215), Stuttgart 2008.

Schellenberg, R. S. – Wendt. H. (Hrsg.), T&T Clark Handbook Paul, London 2022.

Wischmeyer, O. (Hrsg.), Paulus. Leben – Umwelt – Werk – Briefe (UTB 2767), Tübingen – Basel (2006) 22012.

Leistungsnachweis

Kommissionsprüfung (zusammen mit Exegese AT)

 

38

Flavius Josephus, Vita

C. Müller

Ü G M16
1 st. - 1.5 LP

Mo 18.00 – 19.35
Termine:
20.04.2026, 04.05.2026, 18.05.2026, 01.06.2026, 15.06.2026, 29.06.2026, 13.07.2026

 

Die Autobiographie des Josephus bietet erhellende Einblicke in die Zeitgeschichte Jesu von Nazareth und der Entwicklung jüdischer Gruppierungen im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

Literatur

Textausgaben:

Flavius Josephus, Aus meinem Leben (Vita). Kritische Ausgabe, Übersetzung und Kommentar, hrsg. von F. Siegert – H. Schreckenberg – M. Vogel und dem Josephus-Arbeitskreis des Institutum Judaicum Delitzschianum Münster, Tübingen 2001.

Flavii Josephi opera, hrsg. von B. Niese, 7 Bde., Berlin 1885-1895.

Flavius Josèphe, Autobiographie. Texte établie et traduit par A. Pelletier (CUFr, „Les belles Lettres“), Paris 21983.

Josephus. With an English Translation, hrsg. von H. S. J. Thackeray – R. Marcus – A. Wik-gren – L. H. Feldman, 10 Bde. (LCL), Cambridge, Mass. – London 1967ff.

Lesetipps:

Gerber, Ch., Flavius Josephus und das Neue Testament. Das erste Jahrhundert mit anderen Augen, in: WUB 32 (2004) 18-24.

Freyne, S., Die soziale Welt Galiläas aus der Sicht des Josephus, in: C. Claußen – J. Frey (Hrsg.), Jesus und die Archäologie Galiläas (BThSt 87), Neukirchen-Vluyn 22009, 75-92.

Mason, St., Flavius Josephus und das Neue Testament, aus dem Amerikanischen von M. Vogel, Tübingen – Basel 2000.

Mason, St., An Essay in Character: The Aim and Audience of Josephus’s Vita, in: F. Siegert – J. U. Kalms (Hrsg.), Internationales Josephus-Kolloquium Münster 1997. Vorträge aus dem Institutum Judaicum Delitzschianum (Münsteraner Judaistische Studien; Bd. 2), Münster 1998, 31-77.

Leistungsnachweis

8 Hausaufgaben (je ca. 1–1,5 Std. – unbenotet)

 

39

Neutestamentliches Oberseminar

C. Müller

Anmeldung bitte bis 10.04.2026 an: mueller@thf-fulda.de


→ Einladung zur Teilnahme an Veranstaltung Nr. 38 – Flavius Josephus, Vita

OS A

Termine nach Vereinbarung

 

Leistungsnachweis

Kirchengeschichte

 

40

Grundvollzüge der Kirche in den ersten Jahrhunderten

J. Arnold

V G M9
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.20

 

Die christliche Identität entfaltet sich ausgehend vom Osterereignis und seiner Verkündigung, von seiner liturgischen Vergegenwärtigung und seiner Umsetzung in eine entsprechende Lebenspraxis. Die Vorlesung, die sich mit der Entstehung und Entwicklung des kirchlichen Lebens in den ersten Jahrhunderten befasst, hat dementsprechend folgende Schwerpunkte:

 ● Ausbreitung des Christentums in den ersten Jahrhunderten trotz wiederholter Verfolgung und antichristlicher Polemik; frühkirchliche Theologie und Verkündigung (die Frage nach der Wahrheit in Auseinandersetzung mit Judentum, Philosophie, paganen Religionen, Häresien).

 ● Frühe Formen des christlichen Gebets und Gottesdienstes; christologische Psalmenauslegung; Anfänge des sakramentalen Lebens in der Alten Kirche (v.a. Bekehrung – Katechumenat – Taufe).

 ● Die Praxis christlicher Nächstenliebe in den ersten Jahrhunderten (die Sorge für den Mitchristen; die Sorge für den Mitmenschen).

 ● Der Aufbau von Gemeindestrukturen (Ämter und Dienste; christliche Gemeinden im Römischen Recht).

Literatur

Für einen ersten Überblick:

Ernst Dassmann, Kirchengeschichte I. Ausbreitung, Leben und Lehre der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten (Kohlhammer Studienbücher Theologie; Bd. 10), 3. Auflage, Stuttgart 2012.

Katharina Greschat, Kirchengeschichte I: Von der Alten Kirche bis zum Hochmittelalter (Lehrwerk Evangelische Theologie; Bd. 3), Leipzig 2023.

Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, 3. Auflage, München 2017.

Adolf Martin Ritter, Alte Kirche (Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen; Bd. 1), 12., neu bearbeitete Auflage, Göttingen 2019.

Weitere Literatur wird im Laufe der Vorlesung angegeben.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Mündliche Kommissionsprüfung im Rahmen von M 9 (gemeinsam mit einem der Fächer Dogmatik [Vorlesung „Theologie des geistlichen Lebens“] oder Liturgiewissenschaft [Vorlesung „Sakramentliche Feiern und Tagzeitenliturgie“]). Welche Fächer konkret geprüft werden, wird am Vortag der Prüfung mitgeteilt. Voraussetzung für die Zulassung zur Kommissionsprüfung ist die erfolgreiche Teilnahme an der Übung Exegese AT („Psalmen“).

 

41

Roma christiana – Die Transformation der ewigen Stadt

J. Arnold / Steiner

HS A M15 M23
2 st. - 4 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Die Stadt Rom spielt – neben Jerusalem – für das Christentum vom ersten Jahrhundert an eine zentrale Rolle, bedingt einerseits durch seine politische Bedeutung, andererseits durch die in Rom vorausgesetzten Gräber der Apostel Petrus und Paulus, zu deren Ehren Kaiser Konstantin Basiliken erbauen lässt. Auch nach dem Verlegen der Kaiserlichen Residenz nach Konstantinopel im 4. Jh. und dem Errichten weiterer Residenzen, etwa in Mailand und Ravenna, bleibt Rom Sitz der Päpste – und als „Traditionshauptstadt“ Symbol des ‚alten‘ Römischen Reichs. Die Zerstörung Roms durch die Goten unter Alarich (410 n. Chr.) wird als Katastrophe für das gesamte Reich erfahren. Der Vorwurf, die Christen seien aufgrund ihrer Vernachlässigung der Götter-Verehrung für dieses Desaster verantwortlich, gibt Anlass zu geschichts-theologischen Deutungen (Orosius, Augustinus). Innerkirchlich setzt Rom seine führende Position gegenüber den übrigen Patriarchaten Konstantinopel, Alexandria, Antiochia und Jerusalem durch. An der Schwelle zum Mittelalter setzte Gregor der Große als Erbe altrömischen Selbstbewusstseins nochmals eigene Akzente in der Entwicklung der Stadt und der universalen Kirche.

Nach den dunklen Jahrhunderten wird Rom zunehmend von Pilgerinnen und Pilgern aus der ganzen Christenheit besucht. Ihre Interessen und Deutungen sind sehr verschieden von denen anderer Epochen. Selbst während des Babylonischen Exils der Päpste beibt die Stadt ideeller Mittelpunkt der lateinischen Christenheit, was sich besonders in der Kaiserkrönung Karls IV. 1355 zeigt. Das dann aus Avignon zurückgekehrte Papsttum beginnt, Rom grundlegend im Geist der Renaissance umzugestalten – der Neubau von Sankt Peter wird zum fulminanten Ausdruck dieses Willens. Aber auch an der Schwelle zur Neuzeit gibt es den klassischen Pilger – so beispielsweise den Augustinereremiten Martin Luther im Winter 1510/11. Die Päpste der katholischen Erneuerung nutzen Kunst und Musik, um die kulturelle Überlegenheit Roms zum Ausdruck zu bringen und verändern das Weichbild der Stadt, wie es seit der Antike niemand mehr so planmäßig getan hat. Nach der Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen stellt der Wiener Kongress den Kirchenstaat wieder her. Nun wird die Stadt zaghaft an die Moderne herangeführt und ist mit dem Ersten Vatikanischen Konzil am Ende der päpstlichen Stadtherrschaft noch einmal glanzvoller Mittelpunkt der nun universalen Katholischen Christenheit. 1929 ermöglichen die Lateranverträge Mussolinis eine letzte durchgreifende Transformation des Vatikanischen Viertels durch den Bau der Via della Conciliazione als Ausdruck der Versöhnung zwischen Kirche und italienischem Nationalstaat. Keine Stadt ist – nicht zuletzt in ihrer architektonischen und topographischen Entwicklung – in gleichem Maße der Spiegel von Kirchen-, Ideen-, Theologie- und Weltgeschichte wie das 'ewige' Rom. Diese Stränge durch knapp zwei Jahrtausende offenzulegen und zu verfolgen, ist das Ziel des Seminars.

 

 

Literatur

Brandenburg, Hugo, Die frühchristlichen Kirchen in Rom. Vom 4. bis zum 7. Jahrhundert. Der Beginn der abendländischen Kirchenbaukunst, Regensburg 2013³.

Bredekamp, Horst, Sankt Peter in Rom und das Prinzip der produktiven Zerstörung. Bau und Abbau von Bramante bis Bernini, Berlin 2008.

Fuhrer, Therese (Hg.), Rom und Mailand in der Spätantike. Repräsentationen städtischer Räume in Literatur, Architektur und Kunst, Berlin/Boston 2011.

Goez, Werner: Von Pavia nach Rom. Ein Reisebegleiter entlang der mittelalterlichen Kaiserstraße Italiens, Köln 1980.

Heid, Stefan (Hg.), Petrus und Paulus in Rom: eine interdisziplinäre Debatte, Freiburg 2011.

Hennings, Werner, Faschistische Architektur in Rom. Das antike Zentrum und das Quartier EUR als narrative Orte, Berlin 2025.

Karsten, Arne, Bernini. Der Schöpfer des barocken Rom. Leben und Werk, München 2024³.

Pastor, Ludwig von, Die Stadt Rom zur Zeit der Reformation, Freiburg/Br. 2017.

Rader, Olaf B., Wie Blitz und Donnerschlag. Die Kaiserkrönung Karls IV. nach den Berichten des Johannes Porta de Annoniaco, Berlin 2016.

Wallraff, Martin (Hg.), Martin Luther in Rom. Die Ewige Stadt als kosmopolitisches Zentrum und ihre Wahrnehmung, Berlin 2017.

Zwierlein, Otto, Petrus in Rom: Die literarischen Zeugnisse. Mit einer kritischen Edition der Martyrien des Petrus und Paulus auf neuer handschriftlicher Grundlage, Berlin 2016².

Weitere Literatur wird in den Seminarsitzungen angegeben.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis für die Module 15 oder 23 kann erworben werden durch regelmäßige mündliche Mitarbeit, Referat und Seminararbeit.

 

42

Imitatio Christi – Christliche Lebensformen in zwei Jahrtausenden

Steiner

V A G M17
2 st. - 4.5 LP (in Verbindung mit Nr. 43 Kolloquium)

Mo 08.45 – 10.20

 

Jesu Ruf, ihm nachzufolgen, war schon für die Zeitgenossen eine Herausforderung. Was bedeutet es, ihm nachzufolgen? Wie sieht Nachfolge aus? Welche Formen von Christus-Nachfolge – oder vielleicht doch besser Christus-Nachahmung – haben sich im Laufe der Christentumsgeschichte herausgebildet? Unter welchen sozioökonomischen Bedingungen? Welche Folgen hat die Christus-Nachfolge für den einzelnen Menschen? Der Fokus der Vorlesung soll hierbei nicht nur klassisch auf die priesterliche Existenz oder die Nachfolge in einem Orden gelegt werden, sondern auch andere Formen der Christusnachfolge wie beispielsweise als unverheiratete Person oder in einer Partnerschaft lebende Menschen in den Blick nehmen.

Literatur

Angenendt, Arnold: Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 1997.

Angenendt, Arnold: Ehe, Liebe und Sexualität im Christentum. Von den Anfängen bis heute, Münster 2025².

Melville, Gert: Die Welt der mittelalterlichen Klöster. Geschichte und Lebensformen, München 2012.

Holzem, Andreas: Christentum in Deutschland 1550–1850. Konfessionalisierung – Aufklärung – Pluralisierung, 2 Bde., Paderborn 2015.

Holzem, Andreas (Hg.): Ehe – Familie – Verwandtschaft. Vergesellschaftung in Religion und sozialer Lebenswelt, Paderborn 2008.

Kirchinger, Johann: Katholische Frauenkongregationen der Moderne, Stuttgart 2022.

MacCulloch, Diarmaid: Niedriger als die Engel. Eine Sexualgeschichte des Christentums. München 2026.

Schwaiger, Georg (Hg.): Orden und Klöster. Das christliche Mönchtum in der Geschichte, München 2008³.

 

Leistungsnachweis

20minütige Kommissionsprüfung mit dem Fachvertreter der Alten Kirchengeschichte.

 

43

Kolloquium zur Vorlesung „Imitatio Christi – Christliche Lebensformen in zwei Jahrtausenden“

Sorrentino

Koll G M17
1 st.

Do 14.30 – 16.05
Termine:
23.04.2026, 07.05.2026, 21.05.2026, 28.05.2026, 11.06.2026, 25.06.2026, 09.07.2026

 

siehe Vorlesung (Nr. 42)

Leistungsnachweis

 

44

Chenu: Le Saulchoir. Eine Schule der Theologie

Ganss

Ü G M17
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Marie-Dominique Chenu OP (1895-1990) war einer der wichtigsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Den auf der Thomasakademie seiner Dominikanerhochschule Le Saulchoir im Jahre 1936 gehaltenen Vortrag erweiterte er anschließend zur Programmschrift Le Saulchoir. Eine Schule der Theologie. Schon kurz nach der ordensinternen Veröffentlichung begeisterten die Ideen des Buches genauso wie sie spalteten. 1942 landete es sogar auf dem römischen Index der verbotenen Bücher. In ihm behandelte er die Frage nach der Genese und Geschichtlichkeit von Dogmen innerhalb der Theologie. Die ‚Modernisten‘ wollten Geschichte und Dogma gleichwertig behandelt und erforscht sehen, was in den Augen der Anti-Modernisten zu einer Relativierung des Dogmas geführt hätte.

Chenu als Mittelalterforscher, Mediävist, Historiker, Theologe und Seelsorger stellte sich den Fragen der Gegenwart und zielte mit dem klassisch-humanistischen „Zurück zu den Quellen“, auf eine historisch präzise Arbeit mit und an den Originaltexten. Seine Impulse inspirierten Theologen und Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils.

In der Übung wird zur Vorstellung seiner Methode und Theologie seine Programmschrift Le Saulchoir. Eine Schule der Theologie als Ideenmanifest gelesen. Ganz im Geist des Aquinaten ist die Theologie für ihn zugleich Wissenschaft und Weisheit.

Ziel der Übung ist es Le Saulchoir in Ausschnitten zu lesen und in seinem historischen Kontext zu verorten und für die Gegenwart fruchtbar zu machen. Seine Ansätze waren inspirierend und wegweisend für Generationen von Theologinnen und Theologen des 20. Jahrhunderts und sind immer noch wichtig zum Verständnis und zur Interpretation des Konzils, zu dessen führenden Theologen Chenu gehörte.

Literatur

Marie-Dominique Chenu, Le Saulchoir. Eine Schule der Theologie, Collection Chenu 2, hg. Institut M.-Dominique Chenu – Espaces Berlin durch Christian Bauer, Thomas Eggensperger/Ulrich Engel, Berlin 2003.

Joseph Famerée, Gilles Routhier: Yves Congar: Leben – Denken – Werk, übersetzt von P. Marcel Oswald OP, Freiburg 2016.

Eine ausführliche Literaturliste wird bei der ersten Sitzung ausgegeben.

Leistungsnachweis

Aktive Mitarbeit und Essay (insgesamt ca. 8 000 Zeichen – unbenotet).

Fundamentaltheologie

 

50

Theologie der Religionen

Herzgsell

V G M14 S4b
2 st. - 3 LP

Mo 16.15 – 17.50
Di 08.45 – 10.20
Termine:
20./21.04.2026, 04./05.05.2026, 18./19.05.2026, 01./02.06.2026, 15./16.06.2026, 29./30.06.2026,
13.07.2026

 

Die Vorlesung wird nach einem (1) Vorschlag zur Definition von Religion einen geschichtlichen Überblick von der (2) christlichen religiösen Offenheit in den ersten Jahrhunderten über die (3) Vorherrschaft des Exklusivismus vom 5. - 20. Jahrhundert bis zu (4) inklusivistischen und pluralistischen Aufbrüchen im 20. Jahrhundert bieten.

Im systematischen Teil wird es dann um die Auseinandersetzung mit dem religionstheologischen (5) Inklusivismus und (6) Pluralismus des 20. Jahrhunderts sowie um die Position eines (7) wechselseitig-inklusivistischen Pluralismus gehen.

Literatur

John Hick: Religion. Die menschlichen Antworten auf die Frage nach Leben und Tod, 1996.

Perry Schmidt-Leukel: Gott ohne Grenzen. Eine christliche und pluralistische Theologie der Religionen, 2005.

Jacques Dupuis: Unterwegs zu einer christlichen Theologie des religiösen Pluralismus, 2010.

Ulrich Dehn / Ulrike Caspar-Seeger / Freya Bernstorff (Hg.): Handbuch Theologie der Religionen. Texte zur religiösen Vielfalt und zum interreligiösen Dialog [= HTR], 2017.

Reinhold Bernhardt: Klassiker der Religionstheologie im 19. und 20. Jahrhundert. Historische Studien als Impulsgeber für die heutige Reflexion, 2020.

Johannes Herzgsell / Cora Duttmann: Grundlagen des Christentums im 21. Jahrhundert I-III, 2025 (als Open Access im transcript Verlag kostenfrei online zugänglich).

Leistungsnachweis

Magisterstudiengang (M14):  Kommissionsprüfung (zusammen mit "Philosophische Theologie" oder "Mission im 21. Jahrhundert") vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission (20 Min.)


Masterstudiengang (S4b):  Die erfolgreiche Lehrveranstaltungsteilnahme wird durch ein Gespräch über Vorlesungsinhalte (15 Min.) nachgewiesen.

 

51

Mission im 21. Jahrhundert. Theologische Fundierung im Horizont interkultureller Kontextualisierung

Luber / Omokanye

V G M14 S4b
2 st. - 3 LP

Mo 16.15 – 17.50
Di 08.45 – 10.20
Termine:
13./14.04.2026, 27./28.04.2026, 11./12.05.2026, 08./09.06.2026, 22./23.06.2026, 06./07.07.2026,
14.07.2026

 

Die theologischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts werden auf ihre Implikationen für eine aktuelles Missionsverständnis befragt. Das geschieht anhand einer Exegese des Konzilsdekrets Ad gentes und in Auseinandersetzung mit nachkonziliaren lehramtlichen Äußerungen. Die Reflexion auf Mission im 21. Jahrhundert verlangt zudem geschichtliche Rückblenden, insbesondere auf den Kolonialismus, und die Berücksichtigung der Verschiedenheit weltkirchlicher Kontexte. 

Literatur

- Michael Sievernich (2009), Die christliche Mission. Geschichte und Gegenwart.

- David Jacobus Bosch (2012), Mission im Wandel. Paradigmenwechsel in der Missionstheologie.

- David B. Hart (2019), That All Shall Be Saved. Heaven, Hell and Universal Salvation.

- Fenella Cannell (Hg.), The Anthropology of Christianity (Einleitung)

- Stephen, Bevans (2013), A century of Catholic mission: Roman Catholic missiology 1910 to the present

- Stephen Bevans (Hg.) (2012), Mission and culture: the Louis J. Luzbetak lectures.

- Klara A. Csiszar (Hg.) (2013), Missio-Logos. Beiträge zu einem integralen Missionskonzept einer Kirche bei den Menschen

- Gmainer-Pranzl, Franz, Judith Gruber, Andreas Heuser, Klaus Hock, Claudia Jahnel, and Anja Middelbeck-Varwick (Hg.) (2024), Handbuch Interkulturelle Theologie: Umbrüche – Zugänge – Horizonte.

- Gruber, Judith (2013), Theologie nach dem Cultural Turn. Interkulturalität als theologische Ressource.

- Bachmann-Medick, Doris (2016), Cultural Turns. New Orientations in the Study of Culture.

- Cerda-Planas Catalina, Kalbarczyk Nora, Luber Markus (2024): Doing Synodality. Empirical and Intercultural Perspectives on the German Synodal Way.

 

Leistungsnachweis

Magisterstudium (M14): Kommissionsprüfung (zusammen mit "Philosophische Theologie" oder "Theologie der Religionen")


Masterstudium Sozialethik (S4b):  Die erfolgreiche Lehrveranstaltungsteilnahme wird durch ein Gespräch über Vorlesungsinhalte (15 Min.) nachgewiesen.

Dogmatik

 

21

Natürliche Theologie? Die Debatten von Erich Przywara SJ mit Karl Barth und anderen evangelischen Theologen

Knorn / Herzberg

in Kooperation mit Prof. Dr. Christoph Barnbrock und Prof. Dr. Christian Neddens, LThH Oberursel


→ Anmeldung bitte bis 13.04.2026 an: knorn@sankt-georgen.de oder herzberg@sankt-georgen.de

OS A
1 st. - 4 LP (nur A)

Fr 24.04.2026, 13.30 – 17.30 in der LThH Oberursel
Fr 29.05.2026, 13.30 – 17.30 in der PTH Sankt Georgen
Fr 26.06.2026, 13.30 – 17.30 in der LThH Oberursel
Fr 10.07.2026, 13.30 – 17.30 in der PTH Sankt Georgen

 

Die Frage nach der Möglichkeit einer "Natürlichen Theologie" ist eine der Grundfragen des christlichen Glaubens: Was kann der Mensch von sich aus, in seiner geschöpflichen Natur, von Gott erkennen? Vor genau einhundert Jahren veröffentlichte der Jesuit Erich Przywara dazu einen großen Aufsatz, der mithilfe des Prinzips der Analogia entis eine sehr differenzierte Antwort darauf gab. Für Przywara ist die Analogia entis nicht nur ein erkenntnistheoretisches Hilfsmittel, sondern vielmehr ein Grundprinzip katholischer Religionsbegründung. Der reformierte Theologe Karl Barth nahm dazu die Gegenposition ein und verfocht die Auffassung, dass es in der Welt des Menschen keinerlei Anknüpfungspunkt für eine wahre Gotteserkenntnis gebe, sondern allein das offenbarte Wort Gottes eine solche möglich mache.

Im Oberseminar werden die grundlegenden Schriften dieser beiden Autoren zur Natürlichen Theologie gelesen, philosophie-/theologiegeschichtlich eingeordnet und diskutiert. Auch die Auswirkungen dieses Streits bei späteren Autoren sollen in den Blick genommen werden, so z.B. bei Hans Urs von Balthasar, Eberhard Jüngel und Wolfhart Pannenberg.

Die Teilnahme an den vier Sitzungen des Oberseminars setzt die sorgfältige Lektüre der Quellentexte (à ca. 100–150 S.) voraus.

Literatur

Textgrundlage:

Erste Sitzung:

Erich Przywara, Religionsphilosophie katholischer Theologie, in: ders., Religionsphilosophische Schriften, Einsiedeln 1962, 373-511. [Wir lesen schwerpunktmäßig S.376-459]

Zweite Sitzung:

Karl Barth, Kirchliche Dogmatik II/1, Zürich 1940, 86-141 und 263-288. [Ausschnitte aus §§26-27]

Dritte Sitzung:

Hans Urs von Balthasar, Karl Barth, Einsiedeln 1951, 4.Aufl.1976, 276-334. [Das Kapitel "Der Naturbegriff in der Katholischen Theologie"]

Vierte Sitzung:

Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie, Göttingen 1988, Bd. 1, 73-133.


Einführende und weiterführende Literatur:

Benjamin Dahlke, Die katholische Rezeption Karl Barths. Theologische Erneuerung im Vorfeld des Zweiten Vatikanischen Konzils, Tübingen 2010.

Eva Maria Faber, Finden, um zu suchen. Der philosophisch-theologische Weg von Erich Przywara, Münster 2020.

Bernhard Gertz, Glaubenswelt als Analogie. Die theologische Analogie-Lehre Erich Przywaras und ihr Ort in der Auseinandersetzung um die analogia fidei, Düsseldorf 1969. 

Eberhard Mechels, Analogie bei Erich Przywara und Karl Barth. Das Verhältnis von Offenbarungstheologie und Metaphysik, Neukirchen 1974.

Thomas Joseph White (Hg.), The Analogy of Being. Invention of the Antichrist or the Wisdom of God?, Michigan/Cambridge 2011. 

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme an allen Sitzungen und eine ausgearbeitete Textpräsentation kann ein benoteter Leistungsnachweis erworben werden.

Hinweise

Teilnahme nach vorheriger Anmeldung bei: knorn@sankt-georgen.de oder herzberg@sankt-georgen.de

 

52

Christologie I

Ansorge

V G M8
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
bis 27.05.2026

 

Das Christentum steht und fällt mit dem Bekenntnis zu Jesus als dem in der Geschichte des Volkes Israel verheißenen Messuas: Ist der Nazarener tatsächlich Gottes Mensch gewordener Sohn, in dem sich der Gott Israels allen Menschen mitgeteilt hat und den dieser Gott von den Toten auferweckt hat? Wie ist es zu verstehen, dass Jesus für die Sünden der Menschen am Kreuz gestorben ist? Die Vorlesung skizziert unterschiedliche Zugänge zu Jesus von Nazareth in Geschichte und Gegenwart und benennt Schwerpunkte des Christusglaubens in unterschiedlichen religiösen und kulturellen Kontexten.

Literatur

Danz, Christian / Essen, Georg (Hg.), Dogmatische Christologie in der Moderne. Problemkonstellationen gegenwärtiger Forschung, Regensburg 2019.

Herzer, Jens / Käfer, Anne / Frey, Jörg (Hg.), Die Rede von Jesus Christus als Glaubensaussage. Der zweite Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses im Gespräch zwischen Bibelwissenschaft und Dogmatik, Tübingen 2018.

Hoping, Helmut, Einführung in die Christologie, Darmstadt 2004.

Hoping, Helmut, Jesus aus Galiläa - Messias und Gottes Sohn, Freiburg - Basel - Wien 2019.

Hünermann, Peter, Jesus Christus, Gottes Wort in der Zeit. Eine systematische Christologie, Münster 1997.

Kasper, Walter, Jesus der Christus, Mainz 1974.

Kraus, Georg, Jesus Christus - der Heilsmittler. Lehrbuch zur Christologie, Frankfurt am Main 2005.

Menke, Karl-Heinz, Jesus ist Gott der Sohn. Denkformen und Brennpunkte der Christologie, Regensburg 2008.

Moltmann, Jürgen, Der Weg Jesu Christi. Christologie in messianischen Dimensionen, München 1989.

Nitsche, Bernhard, Christologie, Paderborn 2012.

Ruhstorfer, Karlheinz (Hg.), Christologie, Paderborn 2018.

Ruhstorfer, Karlheinz, Christologie (gegenwärtig - glauben - denken 1), Paderborn 2008.

Schönborn, Christoph, Gott sandte seinen Sohn. Christologie (AMATECA 7), Paderborn 2002.

Sobrino, Jon, Christologie der Befreiung, Mainz 1998.

Werbick, Jürgen, Gott-menschlich. Elementare Christologie, Freiburg, Basel, Wien 2016.

Wohlmuth, Josef / Bruckmann, Florian / Dausner, René, Jesu Weg – Unser Weg. Kommentierte Neuausgabe der „kleinen mystagogischen Christologie“, Paderborn 2018.

Wüstenberg, Ralf K., Christologie. Wie man heute theologisch von Jesus sprechen kann, Gütersloh 2009.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M8 Jesus Christus und Gottesherrschaft: Teil der Modulklausur.

 

53

Eschatologie

Vechtel

V G M8
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

In der katholischen Eschatologie der letzten fünfzig Jahre hat ein wichtiger Perspektivenwechsel stattgefunden: Die Eschatologie informiert nicht über zukünftige Ereignisse und „letzte Dinge“ aus einer Zuschauerperspektive hinaus. Gegenstand der Eschatologie ist vielmehr das Ende im Sinne der Vollendung der Schöpfung, des Menschen und der Geschichte. Ausgangspunkt der Eschatologie ist das jetzt schon in Jesus Christus realisierte Heil, die mit Christus anbrechende Gottesherrschaft. Eschatologische Aussagen „prolongieren“ gewissermaßen die Aussagen der Christologie auf das Geschehen einer endgültigen Vollendung hin. Aus diesem Grund ist die Eschatologie Bestandteil von Modul 8 „Jesus Christus und die Gottesherrschaft“. Trotz des Perspektivenwechsels werden viele Fragenstellungen und Themen der Eschatologie kontrovers diskutiert: Kann man überhaupt etwas über das Jenseits „wissen“, wie es bestimmte säkulare Hoffnungskonzepte behaupten? Müssen die biblischen Aussagen über das Ende der Welt nicht völlig uminterpretiert werden? Ist die Seele des Menschen Subjekt der Unsterblichkeit? Vollzieht sich die Vollendung des Menschen im Tod oder an einem anderen „Zeitpunkt“, am „Jüngsten Tag“? Kann Gott den Sündern im Gericht vergeben ohne das Einverständnis der Opfer? Diese und andere Fragen werden in der Vorlesung behandelt. In diesem Zusammenhang werden unterschiedliche Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert. Für einen theologisch begründeten Umgang mit eschatologischen Themen sollen Kriterien erarbeitet und eine Auskunftsfähigkeit zu eschatologischen Fragen ermöglicht werden.

 

Literatur

Medard Kehl, Dein Reich komme: Eschatologie als Rechenschaft über unsere Hoffnung, Würzburg 2003.

Hans Kessler, Was kommt nach dem Tod? Kevelaer 2014.

Markus Knapp, Weltbeziehung und Gottesbeziehung. Das Christentum in der säkularen Moderne – eine anerkennungstheoretische Erschließung, Freiburg 2020.

Gerhard Lohfink, Am Ende das Nichts? Über Auferstehung und ewiges Leben, Freiburg 2018.

Johanna Rahner, Einführung in die christliche Eschatologie, Freiburg im Breisgau 2010.

Matthias Remenyi, Auferstehung denken: Anwege, Grenzen und Modelle personaleschatologischer Theoriebildung, Freiburg 2016.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 8 Teil der Modulklausur zusammen mit Christologie I und Exegese NT.

 

 

54

Theologie des Geistlichen Lebens

Vechtel

V G M9
2 st. - 3 LP

Fr 08.45 – 10.20
 

 

Darf Theologie spirituell bzw. fromm sein oder hört sie dann auf Wissenschaft zu sein? Umgekehrt: Wie theologisch darf Spiritualität bzw. Frömmigkeit sein? Ist die Theologie mit ihrem kritischen Bewusstsein nicht für das geistliche Leben hinderlich? Eine Theologie des geistlichen Lebens kann und will nicht die christliche Frömmigkeit und Spiritualität ersetzen. Sie will auch nicht primär erbaulich sein („fromme Soße“). Eine Theologie des geistlichen Lebens versteht sich vielmehr als methodisch reflektierte und systematische Vergewisserung des spirituellen Lebensvollzuges im christlichen Glauben. Dabei geht die Theologie des geistlichen Lebens davon aus, dass Spiritualität und Theologie einander gegenseitig bedürfen. Eine christliche Spiritualität als menschlicher Vollzug sucht das Verstehen. Umgekehrt bedarf die Theologie der Spiritualität: Wenn Gottes Selbstmitteilung im Glauben und der konkreten Nachfolge durch Menschen vergegenwärtigt und bezeugt wird, dann ist die christliche Spiritualität ein theologischer Erkenntnisort. Die Lehrveranstaltung will diese Bedeutung des geistlichen Lebens für die Theologie reflektieren, wobei theologiegeschichtliche Grundformen von Spiritualität und Nachfolge, die theologische Bedeutung von Gebet, Berufung und Wahl einer Lebensform sowie das Weltengagement christlicher Spiritualität behandelt werden.

 

Literatur

Erste einführende Literatur:

Christoph Benke, In der Nachfolge Jesu. Geschichte der christlichen Spiritualität, Freiburg 2018.

Simon Peng-Keller, Einführung in die Theologie der Spiritualität, Darmstadt 2010.

Josef Weismayer, Leben aus dem Geist Jesu. Grundzüge christlicher Spiritualität, Kevelaer 2007.  

 

Leistungsnachweis

Kommissionsprüfung M9

 

55

Was ist Mystik?

Vechtel / Nies

in Verbindung mit der Tagung „Spiritualität in gesellschaftlichen, kirchlichen und theologischen Umbrüchen“ zum hundertjährigen Jubiläum der Zeitschrift Geist und Leben


→ Anmeldung bitte bis 04.04.2026 an: vechtel@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 14.30 – 16.05
bis 20.05.2026

Tagung:
Fr 17.04.2026, 18.15 bis So 19.04.2026, 12.30

 

Die Begriffe Mystik und Spiritualität sind im gegenwärtigen gesellschaftlichen Kontext Chiffren einer nicht-institutionalisierten Religiosität außerhalb der Großkirchen geworden. Was jedoch mit dem Begriff „Mystik“ genau gemeint ist, lässt sich nur schwer sagen. Allgemein anerkannte Definitionen von Mystik gibt es nicht, zugleich spielt das Adjektiv „mystisch“ (verborgen) bereits in der frühen Geschichte des Christentums eine wichtige Rolle und bezeichnet den inneren Sinn der Hl. Schrift. Während die Spätantike von einer „mystischen Theologie“ spricht, ist das Substantiv „Mystik“ vergleichsweise „jung“ und stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert. Weder lassen sich mystische Erfahrung und mystische Theologie (also die Reflexion und Interpretation von Erfahrung) jedoch säuberlich trennen, noch ist der historischen Forschung die mystische Erfahrung direkt zugänglich: Was der (historischen) Theologie zur Verfügung steht, sind die meist schriftlichen Zeugnisse. Das Seminar möchte aus diesem Grund fragen: Wie ist „Mystik“ theologisch verstanden und gedeutet worden? Der Zugang zum Phänomen der Mystik ist also ein systematisch-theologischer. Aus diesem Grund sollen nicht in erster Linie Zeugnisse großer Mystiker und Mystikerinnen gelesen werden (dies geschieht exemplarisch in der Lehrveranstaltung „Theologie des Geistlichen Lebens“). Vielmehr wird anhand einer Auswahl von theologischen Texten gefragt, wie Mystik theologisch interpretiert und erfasst werden kann. Darüber hinaus leitet uns die Fragestellung: welche Bedeutung kann Mystik für die theologische Reflexion haben.

 

Literatur

Folgt auf moodle

Leistungsnachweis

Das Seminar ist ein Hauptseminar in Dogmatik. Zum Erwerb eines qualifizierten Leistungsnachweises erforderlich ist: Die Teilnahme an der Tagung „Spiritualität in gesellschaftlichen, kirchlichen und theologischen Umbrüchen“ (17.-19.04), die regelmäßige aktive Teilnahme an den Seminarsitzungen, die Präsentation eines Textes in einer Seminarsitzung, die Abfassung einer schriftlichen Hausarbeit (ca. 12-15 Seiten).

 

 

56

Contemporary Christology: Contextual and Intercultural Approaches

(online, in English)

Ansorge

Seminar im Rahmen des Kircher-Netzwerks

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 13.45 – 16.10
bis 16.06.2026

 

Contextual Christology is a contemporary approach to understanding and teaching about Jesus Christ. It involves interpreting his significance through the cultural, historical, social, and linguistic lenses of a particular community or people. In African theology, for instance, Jesus is interpreted as a powerful ancestor or healer who addresses issues of community. Liberation theologies focus on Christ as a liberator from oppression, motivating engagement on behalf of the poor and marginalised. In Asia, Christ is considered a teacher of asceticism or an illuminator. These different interpretations demonstrate that all theology, including Christology, is inherently contextual. In order to make faith relevant, contextual theology integrates the Gospel’s message with local tradition and culture. By presenting various contextual approaches to Jesus from different continents, the seminar challenges the abstract or alleged timeless concepts and formulations that characterise traditional Christology. As a result, a fundamental question arises: What unifies the various diachronic and synchronic approaches to Jesus Christ within the Church? Therefore, contextual Christology requires intercultural dialogue and exchange.

Literatur

Volker Küster: The Many Faces of Jesus Christ: Intercultural Christology, revised edition, Orbis-Books, 2023.

Hanna Stahl (ed.): Witnessing Christ: Contextual and Interconfessional Perspectives on Christology, Stuttgart: Kohlhammer 2020.

Leistungsnachweis

Regular attendance, presentation of a topic, coursework (6 - 8 pages): 4 ECTS.

Hinweise

The sessions will be held online and in real time. They will be conducted in English.

 

 

57

Anthropologie II

Specker

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Do 10.35 – 12.10
ab 11.06.2026

 

Kann sich eine künstliche Intelligenz beim Berechnen der Algorithmen langweilen? Kann eine Amsel Zweifel an dem Sinn ihres Lebens haben? Vielleicht ist der Mensch dasjenige Wesen, das sich seiner eigenen Existenz unsicher sein kann – und deswegen Vorlesungen zur Anthropologie besucht. das Spezifikum des Menschen ist aktuell in zweierlei Hinsicht in Frage gestellt: Zum einen durch die ernsthafte Kritik am Speziesismus, die aus vorrangig ethischen Gründen die herausgehobene Stellung der Menschen aus der organischen und lebendigen Umwelt anfragt. Zum anderen durch die rasanten Fortschritte in der Entwicklung der „Künstlichen Intelligenz“, die die Definition des Menschen durch außerordentliche kognitive Leistungen in Frage stellt.

Die Vorlesung verfolgt demgegenüber systematisch das Motiv der Unverfügbarkeit menschlicher Existenz, das sich in der Erfahrung von Andersheit und in der grundlegend sozialen Struktur menschlichen Lebens ausformt. Thematisch vertieft die Vorlesung die theologischen Motive von Sünde und Gnade, beschäftigt sich mit dem Thema von Körper- und Leiblichkeit, widmet sich dem menschlichen Leben in der Beziehung der Geschlechter sowie im Verhältnis von Mensch und Tier und schließt mit einem Blick auf den interreligiösen Kontext.

Literatur

Etzelmüller, Gregor: Gottes verkörpertes Ebenbild: eine theologische Anthropologie. Tübingen 2021.

Isis-Arnautovic, Esma: Vom Menschenbild zum Paradigma. Zur Begründbarkeit einer theologischen Anthropologie im Islam. (Theologie, Bildung, Ethik und Recht des Islam. Band 10) Baden-Baden 2024.

Langenfeld, Aaron/ Lerch, Magnus: Theologische Anthropologie. Paderborn 2018.

Lenzen, Manuela: Der elektronische Spiegel. Menschliches Denken und künstliche Intelligenz. München 2023.

Schoberth, Wolfgang: Einführung in die theologische Anthropologie. Darmstadt 2006.

Leistungsnachweis

 

58

Ekklesiologie II

Knorn

V G M18
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Nicht zuletzt die pastoralen und theologischen Impulse von Papst Franziskus, die eine Erneuerung der Kirche angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anstoßen sollten, haben ekklesiologische Diskussionen angefacht. Ausgewählte aktuelle Streitfragen werden in der Vorlesung theologisch reflektiert. Dazu werden ausgehend vom Kirchenverständnis des II. Vaticanums (Vorlesung Ekklesiologie I) klassische Positionen sowie Neuansätze der Ekklesiologie eingeführt und diskutiert. Die Studierenden sollen damit in den aktuellen Auseinandersetzungen eine begründete und ausgewogene Position vertreten lernen. Die Vorlesung legt außerdem einen Schwerpunkt auf Fragen der Ökumene sowie das Kennenlernen anderer Konfessionen und Kirchen.

Literatur

Literatur zur jeweiligen Thematik wird auf Moodle angegeben.

Leistungsnachweis

Benotete schriftliche Studienreflexion

 

59

Eucharistie II

Vechtel

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Do 10.35 – 12.10
bis 28.05.2026

 

Die Feier der Eucharistie ist für das II. Vatikanische Konzil „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (LG 11). Entspricht diese Aussage der kirchlichen Realität? Die katholische Kirche versteht sich selbst „gleichsam als Sakrament“ (LG1) für die Vereinigung von Gott und Mensch und der Menschen untereinander bzw. als „Volk Gottes“. Wie kann der Feier der Eucharistie eine konstitutive Bedeutung für das Wesen der Kirche und für die Sammlung des Volkes Gottes zugeschrieben werden? Der klassische Substanzbegriff hat im Laufe der Geschichte einen erheblichen Bedeutungswandel durchgemacht. Wie lässt sich angesichts dieser Tatsache die Realpräsenz Christi in den eucharistischen Gaben und die Lehre von der Transsubstantiation verstehen? Welche neueren Deutungsmodelle gibt es? Ist die Eucharistie ein Opfer? Ist das Opfer ein Mahl?  Diesen Fragen soll in Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen ökumenischen Gespräch nachgegangen werden.

 

Literatur

Literatur:

 

Alexander Gerken, Theologie der Eucharistie, München 1973.

Cesare Giraudo, In unum Corporis. Trattato mistagogico sull’ eucaristia, Milano 2011.

Veronika Hoffmann, Christus – die Gabe. Zugänge zur Eucharistie, Freiburg 2016.

Helmut Hoping, Mein Leib für Euch gegeben: Geschichte und Theologie der Eucharistie, Freiburg 2011.

Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd.3, Göttingen 1993, 314–369.

Jan-Heiner Tück, Gabe der Gegenwart, Theologie und Dichtung der Eucharistie bei Thomas von Aquin, Freiburg 2009.  

Ein ausführliches Literaturverzeichnis folgt in der Vorlesung

Leistungsnachweis

Die Studierenden erstellen eine schriftliche Studienreflexion (im Umfang von 28.000–36.000 Zeichen) über einen von drei thematischen Bereichen von M 18 („Gott und

Schöpfung“ – „Kirche und Ökumene“ – „Mensch und Heil“).

 

60

Oberseminar Dogmatik für Lizentiand:innen und Doktorand:innen

Ansorge / Vechtel

auf persönliche Einladung der Lehrenden

OS A

Termine werden zu Beginn des Semesters bekannt gegeben

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

Literatur zur Vorab-Lektüre wird jeweils zur einzelnen Sitzung gesondert bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis kann nicht erworben werden. Für Aufbaustudierende im Fach Dogmatik ist die Teilnahme gleichwohl verpflichtend.

Hinweise

Eine Teilnahme ist nur auf gesonderte Einladung hin möglich. Den Einladungen sind die Sitzungstermine zu entnehmen.

Moraltheologie

 

61

Einführung in die Theologische Ethik - am Beispiel der Umweltethik

Emunds

ProS G M3 S1a
3st (M3) / 2st (S1a) st. - 4.5 LP (M3) / 3 LP (S1a)

Mi 14.30 – 16.05 (ProS)
Di 08.45 – 09.30 (Ü; nur M3)

 

Das Proseminar führt in die Theologische Ethik ein, die in den beiden Fächer "Moraltheologie" und "Christliche Gesellschaftsethik" entfaltet wird. In der Veranstaltung wird ein erster Überblick über Ansätze der Ethik (Aristotelisch-thomistische Ethik, Kantische Ethiktradition, Utilitarismus) vermittelt. Zugleich werden anhand der Umweltethik die unterschiedlichen Perspektiven der beiden theologisch-ethischn Fächer (Moraltheologie und Christliche Gesellschaftsethik) verdeutlicht. Zum Abschluss wird der Frage nach Spezifika christlicher Ethik nachgegangen.

Literatur

* Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

* Müller-Salo, Johannes: Klima, Sprache und Moral. Eine philosophische Kritik, Ditzingen 2020.

* Vogt, Markus: Christliche Umweltethik. Grundlagen und zentrale Herausforderungen, Freiburg/Br. 2021.

* Rosenberger, Michael: Eingebunden in den Beutel des Lebens. Christliche Schöpfungsethik, Münster/Westf. 2021.

* Rinderle, Peter: Grundlinien einer globalen Ethik. Gerechtigkeit, Politik und Kultur im 21. Jahrhundert , Heidelberg 2021.

* Grunwald, Armin/Kopfmüller, Jürgen: Nachhaltigkeit, 3. Aufl., Frankfurt/M. 2021.

* Birnbacher, Dieter: Klimaethik. Eine Einführung, Ditzingen 2022.

* Sparenborg, Lukas/Moellendorf, Darrel (Hg.) Klimaethik. Ein Reader, Berlin 2025.

Leistungsnachweis

M3 in Magister:Magistra Theologiae-Studiengang (4,5 LP): Vorbereitung und aktive Teilnahme an den Einheiten (Proseminar und Übung), Übernahme eines Referats (15 Min.) und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit (ca. 24.000 Zeichen – benotet).

Masterstudiengang Sozialethik im Gesundheitswesen: Modul 1a (3 LP): Vorbereitung und aktive Teilnahme an den Sitzungen (ProS), Übernahme eines Referats (15 Min.)

 

62

Politische Ethik

Koller

V G M20
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Bereits die antiken Philosophen sahen den Menschen als politisches Wesen. In der modernen Gesellschaft gilt die Politik als ein zentrales soziales Teilsystem, mithin als ein Verantwortungsbereich der Menschen und der Gemeinschaft. Unübersehbar sind viele Themen der Politik unausweichlich mit moralischen bzw. ethischen Fragen verbunden, mit einigen dieser Themen werden explizit Institutionen der Ethikberatung befasst, zu denen auch der Deutsche Ethikrat zählt. In der politischen Ethik geht es aber nicht nur um das Feld der politischen Inhalte (policy), sondern auch um Fragen des politischen Systems (polity) und der politischen Verfahren (politics). Dabei widmet sich die Ethik des Politischen auch sehr grundlegenden Klärungen: dem Zusammenhang von Moral/Ethik und Politik, der Begründung des Rechten und Guten in modernen pluralen Gesellschaften, dem Umgang mit Macht und Verantwortung, der systematischen Gewichtung der demokratischen Teilhabe, aber auch der politischen Bedeutung von Religionsgemeinschaften. Einen Schwerpunkt bildet die Friedensethik, die für die Konzeption der politischen Ethik fundamental ist und weiter über die Frage hinausreicht, ob es einen gerechten Krieg geben kann.

Literatur

- Bock, Veronika u.a. (Hg.), Christliche Friedensethik vor den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, Münster 2015.

- Halbmayr, Alois / Mautner, Josef P. (Hg.), Friedensethik der Zukunft. Zugänge, Perspektiven und aktuelle Herausforderungen, Bielefeld 2024.

- Kühnlein, Michael (Hg.), Das Politische und das Vorpolitische. Über die Wertgrundlagen der Demokratie, Baden-Baden 2014.

- Kühnlein, Michael (Hg.), Kommunitarismus und Religion, Berlin 2010.

- Meyer, Thomas, Was ist Demokratie? Eine diskursive Einführung, Wiesbaden 2009.

- Meyer, Thomas, Was ist Politik? 3. akt. u. ergänzte Aufl., Wiesbaden 2010.

- Rawls, John, Politischer Liberalismus, Frankfurt a.M. 1998.

- Reese-Schäfer, Walter, Politische Ethik unter Realitätsbedingungen. Die Welt von Gewalt, Lügen und Skandalisierungen, 2. akt. u. erw. Aufl., Berlin 2017.

- Reese-Schäfer, Walter, Politische Theorie der Gegenwart in achtzehn Modellen, 2. überarb. u. erw. Aufl., München 2012.

- Schaupp, Walter, Gerechtigkeit im Horizont des Guten, Freiburg i.Ue. – Freiburg i.Br. 2003.

- Sturm, Cornelius, Verantwortung, Krieg und Menschenwürde. Die Responsibility to Protect zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Baden-Baden/Münster 2020 (Studien zur Friedensethik, 67).

- Werkner, Ines-Jacqueline / Ebeling, Klaus (Hg.), Handbuch Friedensethik, Wiesbaden 2017.

Leistungsnachweis

Modulabschluss M20. Voraussetzung: Aktive Teilnahme am Kolloquium und am Lektürekurs; Abschluss: Portfolio (zehn Aufgaben im Umfang von je ca. 1.000 Zeichen, Lerntagebuch mit vier Essays im Umfang von je 5.000 bis 7.000 Zeichen).

 

63

Glaube, Ethik und Politik

Koller

Koll G M20
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
Termine:
15.04.2026, 29.04.2026, 13.05.2026, 27.05.2026, 10.06.2026, 24.06.2026, 08.07.2026

 

Das Kolloquium vertieft, erweitert und konkretisiert die Auseinandersetzung zum Themenbereich der Friedensethik und ausgewählter mit ihr verbundener Themen bzw. Herausforderungen. Dabei wird sowohl auf die ethischen und theologisch-ethischen Argumentationen der Kirche als politische Akteurin als auch auf die ethische Herausforderung konkreten Handelns fokussiert.  

Literatur

Die Texte werden über Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Modulabschluss M20. Voraussetzung: Aktive Teilnahme am Kolloquium und am Lektürekurs; Abschluss: Portfolio (zehn Aufgaben im Umfang von je ca. 1.000 Zeichen, Lerntagebuch mit vier Essays im Umfang von je 5.000 bis 7.000 Zeichen)

Christliche Gesellschaftsethik

 

61

Einführung in die Theologische Ethik - am Beispiel der Umweltethik

Emunds

ProS G M3 S1a
3st (M3) / 2st (S1a) st. - 4.5 LP (M3) / 3 LP (S1a)

Mi 14.30 – 16.05 (ProS)
Di 08.45 – 09.30 (Ü; nur M3)

 

Das Proseminar führt in die Theologische Ethik ein, die in den beiden Fächer "Moraltheologie" und "Christliche Gesellschaftsethik" entfaltet wird. In der Veranstaltung wird ein erster Überblick über Ansätze der Ethik (Aristotelisch-thomistische Ethik, Kantische Ethiktradition, Utilitarismus) vermittelt. Zugleich werden anhand der Umweltethik die unterschiedlichen Perspektiven der beiden theologisch-ethischn Fächer (Moraltheologie und Christliche Gesellschaftsethik) verdeutlicht. Zum Abschluss wird der Frage nach Spezifika christlicher Ethik nachgegangen.

Literatur

* Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

* Müller-Salo, Johannes: Klima, Sprache und Moral. Eine philosophische Kritik, Ditzingen 2020.

* Vogt, Markus: Christliche Umweltethik. Grundlagen und zentrale Herausforderungen, Freiburg/Br. 2021.

* Rosenberger, Michael: Eingebunden in den Beutel des Lebens. Christliche Schöpfungsethik, Münster/Westf. 2021.

* Rinderle, Peter: Grundlinien einer globalen Ethik. Gerechtigkeit, Politik und Kultur im 21. Jahrhundert , Heidelberg 2021.

* Grunwald, Armin/Kopfmüller, Jürgen: Nachhaltigkeit, 3. Aufl., Frankfurt/M. 2021.

* Birnbacher, Dieter: Klimaethik. Eine Einführung, Ditzingen 2022.

* Sparenborg, Lukas/Moellendorf, Darrel (Hg.) Klimaethik. Ein Reader, Berlin 2025.

Leistungsnachweis

M3 im Magister:Magistra Theologiae-Studiengang (4,5 LP): Vorbereitung und aktive Teilnahme an den Einheiten (Proseminar und Übung), Übernahme eines Referats (15 Min.) und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit (ca. 24.000 Zeichen – benotet).

Modul 1a im Masterstudiengang Sozialethik im Gesundheitswesen (3 LP): Vorbereitung und aktive Teilnahme an den Sitzungen (ProS), Übernahme eines Referats (15 Min.)

 

64

Politische Theologien

Emunds

in Kooperation mit Prof. Dr. Ansgar Kreutzer, Universität Gießen

V G M20
2 st. - 3 LP

Di 14.15 – 15.50

 

In der Vorlesung werden zum einen Anätze der Politischen Theologie (Metz, Lateinamerikanische Befreiungstheologie, Postkolonilae Theologien, Feministische Theologie) vorgestellt, zum anderen Aspekte westlicher Gegenwartsgesellschaften (interreligiöse Konflikte, Geld, subjektivierte Erwerbsarbeit, Klassismus, ökologische Krise) politisch-theologisch reflektiert.

Einen besonderen Akzent erhält die Veranstaltung durch die Kooperation mit Prof. Dr. Ansgar Kreutzer von der Uni Gießen. Die Veranstaltungen finden präsentisch jeweils abwechselnd in Gießen und in Sankt Georgen statt; die Studierenden des anderen Studienortes sind dann jeweils online zugeschaltet. Abgeschlossen wir die Vorlesung durch einen Vergleich zwischen fundamentaltheologischen bzw. politisch-theologischen und christlich-sozialethischen Perspektiven auf gegenwärtige gesellschaftliche Herausforderungen.

Literatur

Bormann, Lukas/Kreutzer, Ansgar (Hg.): Politische Theologien. Aufbrüche und Neukonzipierungen, München 2025.

Althaus-Reid, Marcella: Anstößige Theologie. Kritik theologischer Perversionen in Sex, Gender und Politik, Münster (Westf.) 2023.

Pittl, Sebastian: Geschichtliche Realität und Kreuz. Der fundamentale Ort der Theologie bei Ignacio Ellacuría, Regensburg 2018.

Ansgar Kreutzer: Politische Theologie für heute. Aktualisierungen und Konkretionen eines theologischen Programms, Freiburg/Br. u.a. 2017.

Elizabeth A. Johnson: Der lebendige Gott. Eine Neuentdeckung, Freiburg/Br. u.a. 2016.

Gregor Taxacher: Apokalypse ist jetzt. Vom Schweigen der Theologie im Angesicht der Endzeit, Gütersloh 2012.

Johann-Baptist Metz: Glaube in Geschichte und Gesellschaft. Studien zu einer praktischen Fundamentaltheologie, Freiburg/Br. u.a. 2016 (1. Aufl.: 1977).

Leistungsnachweis

Magister:Magistra Theologiae: Der Leistungsnachweis wird für alle vier Veranstaltungen des Moduls M20 zusammen in Form eines Portfolios erbracht. Dieses besteht aus zehn kurzen Aufgaben (im Umfang von je ca. 1.000 Zeichen) und einem Lerntagebuch mit vier Essays (im Umfang von je 5.000 bis 7.000 Zeichen). Von den Essays wird sich einer auf die Inhalte der Vorlesung "Politische Theologien" beziehen.

 

65

Ethik der Migration

Emunds

L G M20 S4a
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
Termine:
22.04.2026, 06.05.2026, 20.05.2026, 03.06.2026, 17.06.2026, 01.07.2026, 15.07.2026

 

Der Lektürekurs bietet einen Überblick über die philosophisch- und theologisch-ethische Debatte zur Migration. Behandelt werden in der aktuellen Debatte viel zitierte philosophische Positionen (u.a. Joseph H. Carens, David Miller und Sheila Benhabib) sowie neuere theologisch-ethische Positionen. 

Literatur

Benhabib, Seyla: Die Rechte der Anderen. Ausländer, Migranten, Bürger, Ffm 2008.

Dietrich, Frank (Hg.): Ethik der Migration. Philosophische Schlüsseltexte (stw 2215), Berlin 2017.

Heimbach-Steins, Marianne: Grenzverläufe gesellschaftlicher Gerechtigkeit. Migration - Zugehörigkeit - Beteiligung, Paderborn 2016.

Miller, David: Fremde in unserer Mitte. Politische Philosophie der Einwanderung, Berlin 2017.

Walter Lesch, Walter: Europa – Migration – Populismus. Aktuelle Spannungsfelder politischer Ethik, Würzburg.

Schweiger, Gottfried/Reinhardt, Karoline: Migration: Kindheit und die Grenzen der Gerechtigkeit. Was schulden wir minderjährigen Flüchtlingen?, Bielefeld 2025.

Könning, Josef M.: Theologische Menschenrechtsethik angesichts der globalen Flüchtlingssituation. Eine Neuorientierung in der Diskussion um das "Recht, Rechte zu haben", Paderborn 2025.

Leistungsnachweis

Magister:MagistraTheologiae: Der Leistungsnachweis wird für alle vier Veranstaltungen des Moduls M20 zusammen in Form eines Portfolios erbracht. Dieses besteht aus zehn kurzen Aufgaben (im Umfang von je ca. 1.000 Zeichen) und einem Lerntagebuch mit vier Essays (im Umfang von je 5.000 bis 7.000 Zeichen). Fünf der zehn kurzen Aufgaben beziehen sich auf den Lektürekurs "Ethik der Migration". 

Master Sozialethik im Gesundheitswesen: Unbenoteter Leistungsnachweis durch aktive Teilnahme, Lektüre der Texte und das Erledigen kurzer Aufgaben zu fünf der gemeinsam gelesenen Texte

 

66

Aktuelle Studien zur Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

Koll A G
1 st. - 2 LP

Termine werden noch bekannt gegeben

 

Das Doktorandenkolloquium besteht zum einen aus einer Veranstaltung, bei der Aufbaustudierende ihre Projekte vorstellen, zum anderen aus einem drei Mal stattfindenden online-Workshop Sozialethik, bei dem die Professuren für Sozialethik im Rhein-Main-Gebiet kooperieren.

Leistungsnachweis

Gemeinsam mit dem Oberseminar "Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik" können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

Hinweise

Interessent*innen (z.B. Aufbaustudierende mit Qualifikationsarbeiten in anderen Fächern) sind herzlich willkommen und melden sich bitte unter nbi@sankt-georgen.de an.

 

67

Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

in Kooperation mit Prof. Dr. Christoph Mandry, Goethe-Universität Frankfurt


→ Interessierte wenden sich bitte bis 10.04.2026 an: nbi@sankt-georgen.de

OS A G
1 st. - 4 LP (nur A; nur zusammen mit Nr. 66 Aktuelle Studien)

Termine werden noch bekannt gegeben

 

Das Oberseminar findet zusammen mit dem Lehrstuhl Moraltheologie/Sozialethik der Goethe-Universität (Prof. Dr. Christof Mandry) und dem Lehrstuhl "Christliche Gesellschaftslehre" (Prof. Dr. Jonas Hagedorn) statt. Gegenstand des Seminars ist eine gemeinsame Lektüre, die bei den Sitzungsterminen von den Teilnehmer:innen vorgestellt und kritisch diskutiert wird. Diese Lektüre und die Termine des Oberseminars werden noch festgelegt.

Leistungsnachweis

Gemeinsam mit dem Doktorandenkolloquium "Aktuelle Studien der Christlichen Gesellschaftsethik" können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

 

Hinweise

Interessent:innen (auch aus dem Magistra:Magister Theologiae- und dem Bachelorstudiengang) sind herzlich willkommen und melden sich bitte unter nbi@sankt-georgen.de.

Pastoraltheologie

 

70

Grundriss der Pastoraltheologie

Beck / Zimnik

V G M4
1 st. - 1.5 LP

Do 08.45 – 10.20
bis 11.06.2026

 


In der Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" des Zweiten Vatikanischen Konzils hat sich die katholische Kirche lehramtlich zu einer Verschiebung ihres eigenen Schwerpunktes verpflichtet: sie verortet sich nicht mehr bloß als Religionsgemeinschaft im Gegenüber zur Welt, sondern überwindet mit dem Modus der Pastoralgemeinschaft (Hans-Joachim Sander) die verschiedenen Ansätze einer Kontrastidentität. Sie wird Weltkirche im eigentlichen Sinn und findet in ihrem Außen nicht nur ihre GesprächspartnerInnen oder VerkündigungsadressatInnen, sondern vor allem auch sich selbst und ihre eigene Identität. Mit diesem Überschreiten eines konfessionalistisch verengten Kirchenbildes erfolgt eine umfassende Entgrenzung, in der kirchliche und religiöse Praktiken des Volkes Gottes immer wieder pastoraltheologisch zu reflektieren sind. Hier liegen die Grundlagen universitärer Pastoraltheologie, denen in der Vorlesung als Einführung nachgegangen werden soll.

Literatur

Grundlegende Literatur zu den einzelnen Themen der VL wird über Moodle zur Verfügung gestellt.

 

- Bucher, Rainer: Theologie im Risiko der Gegenwart. Studien zur kenotischen Existenz der Pastoraltheologie zwischen Universität, Kirche und Gesellschaft, Stuttgart 2010.

 

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Grundlegungen (Handbuch 1), Mainz 1999.

 

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Durchführungen (Handbuch 2), Mainz 2000.

 

- Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015.

 

- Sander, Hans-Joachim, Glaubensräume. Topologische Dogmatik 1, Ostfildern 2019.

 

- Sander, Hans-Joachim: Theologischer Kommentar zur Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute. Gaudium et spes, in: Hünermann, Peter / Hilberath, Bernd Jochen (Hg.): Herders Theologischer Kommentar zum Zweiten Vatikanischen Konzil, Bd. 4, Freiburg i.B. 2005, 581-869.

Leistungsnachweis

Verfassen eines pastoraltheologischen Essays (ca. 8.000 Zeichen) als Bestandteil des Portfolios für das gesamte Modul.

Hinweise

Die Lehrveranstaltung wird zweistündig in der ersten Hälfte des Semesters angeboten.

 

71

El cuidado de la casa común. La crisis ecológica en reflexión teológica

(online, in Spanisch)

Müßig

Seminar im Rahmen des Kircher-Netzwerks

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 14.30 – 16.05

 

Bitte beachten Sie, dass das Seminar online und in spanischer Sprache stattfindet. 


El cambio climático y la pérdida de biodiversidad representan actualmente «uno de los principales desafíos actuales para la humanidad» (Laudato si´ 25). Así, la crisis ecológica se revela como un signo de los tiempos en el sentido del Concilio Vaticano II., un desafío al cual tenemos que reaccionar como cristian@s. Al mismo tiempo, una conversión ecológica que nos pidió el papa Francisco le brinda a la Iglesia la oportunidad de descubrir nuevos aspectos del mensaje bíblico y de su propia tradición teológica y litúrgica. En ese sentido queremos abordar juntos la ecología como un tema pastoral, preguntándonos qué actitud nos exige un compromiso por la transformación ecológica y social a nivel personal, como Iglesia y como sociedades nacionales, pero también globales.


Der Klimawandel und der Verlust von Biodiversität stellen derzeit „eine der wichtigsten aktuellen Herausforderungen an die Menschheit dar“ (Laudato si´ 25).  Damit erweist sich die ökologische Krise als Zeichen der Zeit im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils. Wenn die katholische Kirche sich solchen Herausforderungen im Außen stellt, kann sie sich selbst und ihren Daseinszweck wiederfinden. Dabei besteht die Möglichkeit, neue Aspekte der biblischen Botschaft und der eigenen theologischen sowie liturgischen Tradition zu entdecken. Im Sinne der Enzyklika Laudato si´ möchten wir uns in der Vorlesung miteinander die Ökologie als Thema der Pastoral erarbeiten. Dabei gilt es zu erkunden, was „ökologische Umkehr“ (LS 217 und 219) konkret bedeutet und welche Haltung sie uns persönlich, als Kirchen sowie als Gesellschaft abverlangt. Schließlich können Ideen entstehen, wie pastorales Agieren in seinen regionalen, aber auch globalen Bezügen und nicht zuletzt im Verbund mit anderen Playern zu mehr Nachhaltigkeit und einem guten Leben für alle beitragen kann.


 

Literatur

Boff, Leonardo: Ecología. Grito de la Tierra, grito de los pobres. Madrid 1996.

Gebara, Ivone: Intuiciones ecofeministas. Ensayo para repensar el conocimiento y la religión, Madrid 2000.

Guridi, Román: Ecoteología. Hacia un nuevo estilo de vida. Santiago de Chile 2018

Pérez Prieto, Victorino: Hacia una ecoteología. Barcelona 2023.

Costadoat, Jorge: EcoCristianismo. Nuevo Horizonte Espiritual. Santiago de Chile 2025.


Durante el seminario se facilitarán más datos bibliograficos por el Moodle.

Weitere Literaturhinweise während des Seminars.

Leistungsnachweis

Schriftliche Hausarbeit im Umfang von ca. 30.000 Zeichen (einschließlich Leerzeichen), mündliche Präsentation der Arbeit sowie aktive Mitarbeit im Seminar.

Ein Seminarschein kann nur für Studierende von Sankt Georgen oder einer anderen Hochschule ausgestellt werden, die dem jesuitischen Kircher-Netzwerk angehört (https://kirchernetwork.org).


Redacción de un trabajo escrito de unos 30 000 caracteres (espacios incluidos), presentación oral de los resultados más importantes de dicho trabajo y participación activa en el seminario.

Nota: Solo estudiantes de una universidad perteneciente a la Red Kircher de los jesuitas (https://kirchernetwork.org) pueden obtener un certificado de seminario.

Hinweise

Das Seminar richtet sich in erster Linie an Studierende der Theologie (Bachelor, Master, Doktorat/PhD) aber auch an Interessierte aus anderen Fächern sowie Berufstätige.


El seminario está dirigido principalmente a estudiantes de teología de diferentes nivels, incluido PhD/doctorado. Sin embargo, también son bienvenidas las personas interesadas en los campos de la filosofía, la sociología y otras ciencias humanas. También pueden participar profesionales interesados en el tema.


 

 

72

Oberseminar Pastoraltheologie

Beck

Teilnahme in Abstimmung mit dem Dozenten. Interessierte wenden sich bitte bis 10.04.2026 an: beck@sankt-georgen.de

OS A
2 st. - 4 LP (nur A)

Termine werden zu Beginn des Semesters festgelegt

 

Literatur

Lektüre:

Michel de Certeau: Der Fremde oder Einheit in Verschiedenheit, Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2018.

Leistungsnachweis

Oberseminar und Kolloquium für Aufbaustudierende in Pastoraltheologie & Homiletik

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

73

Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

Kießling / Sehr

ProS M4
1 st. - 1.5 LP

Fr 10.35 – 12.10
Termine:
17.04.2026, 08.05.2026, 22.05.2026, 05.06.2026, 19.06.2026, 26.06.2026, 03.07.2026
zusätzlich zwei verpflichtende Vor- und Nachbesprechungen von insgesamt 90 Minuten, die im Seminar mit den jeweiligen Arbeitsgruppen individuell vereinbart werden

 

Die Lehrveranstaltung will mit zentralen Fragen zeitgenössischer Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik vertraut machen. Angesichts der Breite des damit gegebenen inhaltlichen Spektrums konzentriert sich das Seminar auf das Kindesalter – unter Verweis auf Mk 10,15: „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind …“

Zu den Seminarthemen gehören:

● Religionspädagogik: Verortung im Fächerkanon Praktischer Theologie

● Empirische Theologie: Menschenbilder und Gottesbilder

● Kindertheologie: Entwicklung in Stufen und / oder in Mustern

● Katechetik: Wege der Initiation

● Didaktik: Religionsunterricht in der Grundschule

Seminarteilnehmer*innen lernen Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik kennen und entwickeln in der Auseinandersetzung damit ihre je eigene Position.

Literatur

Biesinger, Albert, Gottesberührung. Wie Katechese Zukunft hat. Erfahrungen – Modelle – Ermutigungen, Ostfildern 2018.

Boschki, Reinhold, Kießling, Klaus, Kohler-Spiegel, Helga, Scheidler, Monika & Schreijäck, Thomas (Hrsg.), Religionspädagogische Grundoptionen. Elemente gelingender Glaubenskommunikation, Freiburg i.Br. 2008.

Kießling, Klaus, Elementarisierung als Schlüssel zur Katechese, in: Katechetische Blätter 145 (2020) 100–105.

Kießling, Klaus, Konfessioneller Religionsunterricht. Zur VI. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, in: Stimmen der Zeit 149 (2024) 459–469.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Rothgangel, Martin & Schröder, Bernd (Hrsg.), Religionsunterricht in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Neue empirische Daten – Kontexte – Aktuelle Entwicklungen, Leipzig 2020.

Szagun, Anna-Katharina, Glaubenswege begleiten – Neue Praxis religiösen Lernens, Hannover 2013.

Leistungsnachweis

aktive Teilnahme und Gestaltung einer religionspädagogischen Lerneinheit (90 Min.) in einer Gruppe

Hinweise

Beginn am Freitag, 17. April 2026, 10.35 Uhr

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

76

Lebendiges Lehren und Lernen in Schule und Gemeinde nach TZI

Gaus

HS A M15 M23
2 st. - 4 LP

verpflichtende Vorbesprechung:
Mi 01.07.2026, 15.00 – 16.00 (online)
Mo 28.09.2026, 15.00 – 18.15
Di 29.09.2026, 10.00 – 18.15
Mi 30.09.2026, 10.00 – 18.15
Do 01.10.2026, 09.00 – 12.15

 

Das Seminar soll ermöglichen, die themenzentrierte Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn als Planungs-, Prozess- und Reflexionshilfe für religiöses Lernen im gemeinsamen Arbeiten kennen zu lernen. Im Bereich des RU und der Gemeindearbeit sollen Möglichkeiten und Grenzen von TZI in der Praxis entdeckt und erprobt werden.

Inhaltlicher Schwerpunkt sind Fragen des religiösen Lernens, z.B. was lebendiges Lernen im religiösen Bereich fördert, was es behindert, welche Haltungen und welche Wege sich bei dieser Art von gemeinsamem Arbeiten eröffnen. Indem immer wieder die inhaltliche Ebene, die Person der einzelnen Teilnehmenden, die Gruppe in ihrer Dynamik und Einflüsse von außen miteinander in Beziehung gesetzt werden, können Kontakt und Bewegung entstehen, können Sachlichkeit und Menschlichkeit versöhnt werden, kann Lernen lebendig werden.

Literatur

Farau, A./ Cohn, R.: Gelebte Geschichte der Psychotherapie. Zwei Perspektiven, Stuttgart 1984.

Langmaack, B.: Einführung in die themenzentrierte Interaktion (TZI). Das Leiten von Lern- und Arbeitsgruppen erklärt und praktisch angewandt, Weinheim – Basel 52011.

Lott, F.: Religionsunterricht als Themenzentrierte Interaktion, Ostfildern 2001.

Spielmann, Jochen/ Röckemann, Antje (Hrsg.): Handbuch Themenzentrierte Interaktion (TZI), Göttingen 42025.

Eine ausführliche Literaturliste erhalten Sie im Seminar.

Leistungsnachweis

Für Studierende im postgradualen Studium und im Magisterstudium: Seminararbeit im Umfang von ca. 30.000 Zeichen oder aufgeteilt auf mehrere Hausaufgaben im entsprechenden Umfang

Möglichkeit des Erwerbs einer unbenoteten Teilnahmebescheinigung bei aktiver Teilnahme

Hinweise

Das Kompaktseminar arberitet prozessorientiert gemäß der Themenzentrierten Interaktion, verbunden mit vielfältigen Arbeitsformen. Daher ist die Anwesenheit über die gesamte Zeit vorausgesetzt.

Homiletik

 

78

Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten

Beck

Ü M21
2 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.50

 

Ziel der Homiletischen Übungen ist die Ausarbeitung einer Predigt für einen Gottesdienst in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die Teilnehmer:innen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. Den Abschluss bildet das praktische Predigen.

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 - Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 - Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 - Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

 - Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 - Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 - Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 - Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 - Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 - Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 - Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme und Erarbeitung einer Predigt auf der Grundlage einer Predigtskizze (unbenotet)

Hinweise

Zu den Seminarterminen gehören auch Präsenzzeiten an Wochenenden. Diese Zeiten werden jedoch für die gesamte Stundenzahl angerechnet.

 

79

Stimmbildung und Sprecherziehung (Lektor:innen-Grundkurs)

Hoppermann

Ü G M23 Ph
1 st. - 1 LP

Mi 08.45 – 09.30 oder Do 10.35 – 11.20

 

Der Grundkurs befasst sich mit den Grundlagen der Stimme. Ausgehend von funktionalen Übungen nach Matthias Knuth (siehe Literaturhinweis) werden Elemente für ein stimmliches Zirkeltraining erarbeitet, die später eigenständig zum Aufwärmen, zur Stimmpflege und zur technischen Vorbereitung konkreter Sprachaufgaben genutzt werden können:

- Entspannung

- Durchlässigkeit

- Atem

- Registertraining

- Vokalartikulation und -ausgleich

- Fluss statt Druck

- Randkantenverschiebung

- Stimmschluss

- lockere und bewegliche Zunge

- lockerer, offener und beweglicher Kiefer

- Weite, tiefer Kehlkopfstand, Klangfülle durch offene Räume

- Zulassen und Wahrnehmen von Resonanz

- Stimmsitz

- Gaumensegeltraining

Die technischen Übungen werden durch praktische Übungstexte aus Sprechmethoden, Lyrik und Prosa ergänzt.

 

Literatur

- Mathias Knuth (2018) "Zirkeltraining für die Stimme -Funktionale Übungen für mehr Kraft und Belastbarkeit", 2. Auflage 2022, Idstein: Schulz-Kirchner Verlag

- Egon Aderhold/Edith Wolf "Sprecherzieherisches Übungsbuch", 19. Auflage 2023, Leipzig: Henschel

- Anneliese Riesch (1972) "Lebendige Stimme - Stimmbildung für Sprache und Gesang", Neuauflage 2008, Mainz: Schott

- Stefanie Köhler (2016) "Die Stimmkugel - Perfekte Artikulation für Sprecher und Sänger", 1. Auflage, Leipzig:Henschel

Marita Pabst-Weinschenk (Hg.) "Grundlagen der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung", 2. Auflage 2011, München: Reinhardt

 

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (unbenotet) bei mindestens 80% Präsenz

 

Hinweise

Übungsbeispiele und weitere Materialien werden regelmäßig in Moodle eingestellt.

 

80

Stimmbildung und Sprecherziehung (Lektor:innen-Aufbaukurs)

Hoppermann

Ü G M23 Ph
1 st. - 1 LP

Mi 09.35 – 10.20 oder Mi 15.20 – 16.05

 

Ziel des Aufbaukurses sind

- souveränes Auftreten,

- Fortschritte in der Arbeit an Körpersprache und Präsenz

- sicherer Vortrag anspruchsvoller Texte (Bibel, Poesie, Prosa)

- sicherer Umgang mit freier Sprache (Ansagen, Moderationen, liturgische Einleitungen)

 

Literatur

wird regelmäßig in Moodle eingestellt

 

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (unbenotet) bei mindestens 80% Präsenz

Liturgiewissenschaft

 

81

Grundlegung der Liturgiewissenschaft 

Bieringer / Quirin

Ü G M4
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
ab 03.06.2026

 

Die Übung führt in das Fach „Liturgiewissenschaft“ ein, klärt den Begriff „Liturgie“ und erörtert die verschiedenen Themen und Fragestellung der Disziplin. Anhand konkreter Feiern, Orte und Quellen werden im Anschluss die drei Grundausrichtungen der Liturgiewissenschaft (historisch, systematisch, pastoral-praktisch) vorgestellt. Im Zentrum steht ein „anthropologischer Zugang“, der sowohl grundlegende Kategorien religiöser Rituale (Versammlung und Fest, Vergegenwärtigung der Heilsgeschichte, Ritus und Symbol) berücksichtigt als auch den ästhetisch-sinnlichen Vollzug (Zeit und Ewigkeit, Raum und Bewegung, Klang und Stille) in den Vordergrund rückt.

Literatur

- Albert Gerhards/Benedikt Kranemann, Grundlagen und Perspektiven der Liturgiewissenschaft, Darmstadt 2019.

- Alexander Deeg/David Plüss, Liturgik (Lehrbuch Praktische Theologie Bd. 5), Gütersloh 2021.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009.

Leistungsnachweis

Portfolio: Bearbeiten einer liturgiewissenschaftlichen Aufgabe (ca. 10.000 Zeichen)

Hinweise

ACHTUNG! Einschreibung auf der Moodle-Lernplattform unbedingt erforderlich

 

82

Sakramentliche Feiern und Tagzeitenliturgie 

Bieringer

V G M9
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung besteht aus zwei Teilen

I. Sakramentliche Feiern: Zunächst werden die grundlegenden Begriffe „Mysterium“ und „Sakrament“ geklärt. Danach folgen ausgewählte liturgischen Feiern an biographischen Wende- und Krisenpunkten (Buße, Ehe, Ordination, Krankensalbung, Begräbnisliturgie), die unter den Aspekten Geschichte, Theologie und gegenwärtige Formen bearbeitet werden. Im Mittelpunkt stehen aktuelle liturgiepastorale Fragestellung, die im Kontext von sakramentlichen Feiern diskutiert werden.

II. Tagzeitenliturgie: Im Fokus stehen zentrale Stationen der historischen Entwicklung, gegenwärtige Formen sowie Zukunftsperspektiven der Tagzeitenliturgie. Besondere Berücksichtigung finden dabei anthropologische und theologische Grundfragen dieser Gottesdienstform, wie sie seit den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils gestellt werden. Erörtert wird zudem die Frage, wie die erneuerte Tagzeitenliturgie im Leben der Kirche besser verankert werden könnte.

Literatur

Sakramentliche Feiern

- Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft, Bd. 7,2: Sakramentliche Feiern I/2, Regensburg 1992; darin: Reinhard Meßner, Feiern der Umkehr und Versöhnung, 9–240; Reiner Kaczynski, Feier der Krankensalbung, 241–343.

- Bruno Kleinheyer u.a., Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft, Bd. 8: Sakramentliche Feiern II, Regensburg 1984.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009, 366–389.

Tagzeitenliturgie

- Albert Gerhards, „Benedicam Dominum in omni tempore“. Geschichtlicher Überblick zum Stundengebet, in: Martin Klöckener/Heinrich Rennings (Hg.), Lebendiges Stundengebet. Vertiefung und Hilfe, Freiburg i. Br. 1989, 3–33.

- Angelus A. Häußling, Tagzeitenliturgie in Geschichte und Gegenwart. Historische und theologische Studien (LQF 100), Münster 2012.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009, 227–301.

- Liborius Olaf Lumma, Liturgie im Rhythmus des Tages. Eine kurze Einführung in Geschichte und Praxis des Stundengebets, Regensburg 2011.

- Robert F. Taft, The Liturgy of the Hours in East and West. The Origins of the Divine Office and Its Meaning for Today, Collegeville ²1993.

Leistungsnachweis

M9: Kommissionsprüfung

Hinweise

Einschreibung auf der Moodle-Lernplattform unbedingt erforderlich!

 

83

Kunst. Krisenindikatorin – Konflikauslöserin – Handlungsmotivatorin

Scholz

Ü G M22 PO
2 st. - 3 LP

Mi 13.30 – 16.00
Termine:
29.04.2026, 20.05.2026, 27.05.2026, 03.06.2026, 10.06.2026, 17.06.2026,
24.06.2026, 01.07.2026, 08.07.2026

 

Krisen und ihre unkalkulierbaren Folgen sind das Signé unserer Zeit.

Von jeher provozieren sie auch Künstler, ihnen einen ästhetischen Ausdruck zu verleihen.

Unter acht Themenfeldern werden aus Geschichte und Gegenwart Krisen in den Blick genommen, wie sie in den Künsten ihren Niederschlag finden und welche Bedeutung diese für den weiteren Fortgang derselben haben:

Einbruch von Gewalt - Fragwürdigkeit von Identität - Erschütterungen im Weltbild durch neues Wissen - Kollaps theologischer Sinnvermittlung - Das Ende der Kunst - Revolutionäre Umstürze - Ökonomische Verwerfungen - Befreiende Visionen.

Literatur

Literaturempfehlungen:

- Krise. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 4, Darmstadt 2019, 1235 - 1245

- Krise. In: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 20, Berlin-New York 1990, 61 - 65

- Hans Belting, Identität im Zweifel. Ansichten der deutschen Kunst, Köln 1999

- Jutta Held/Norbert Schneider, Sozialgeschichte der Malerei, Köln 2006

- Florian Illies, Gerade war der Himmel noch blau. Texte zur Kunst, Frankfurt am Main 2017

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung (unbenotet)

Voraussetzung: Regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit

 

84

Kantor:innen-Kurs I

Hoppermann

Ü G M23
1 st. - 1 LP

Mi 13.30 – 14.15 oder Do 08.45 – 09.30

 

Der Dienst des Kantors/der Kantorin ist ein doppelter, da er sowohl den kontrollierten und geübten Einsatz der eigenen Stimme verlangt, als auch in der Leitung des Gemeindegesangs andere zum Singen und zur Resonanz bringen soll.

Ziele:

- Vertrautheit und technische Beherrschung der eigenen Singstimme

- Sicheres Anstimmen von Gemeindegesängen, Übungen zur Führung des Gemeindegesangs

- Repertoirekenntnis auf Basis des GOTTESLOB

- Grundfertigkeit im Notenlesen

Bei Bedarf wird die Gruppe nach Leistungsstand geteilt.

Literatur

Hans-Jürgen Kaiser und Barbara Lange (Hrsg.) "Basiswissen Kirchenmusik. Ein ökumenisches Lehr- und Lernbuch in vier Bänden" (Bd.1: Theologie - Liturgiegesang),Stuttgart ³2020

Marius Schwemmer "Kleines Kirchenmusikalisches Kompendium - Ein Begleiter für die kirchenmusikalisch-liturgische Ausbildung und Praxis", Marburg 2006

 

Leistungsnachweis

Leistungsnachweis Teilnahmebescheinigung (unbenotet) bei mindestens 80% Präsenz

Hinweise

Übungsbeispiele und weiterführende Literatur werden regelmäßig in Moodle eingestellt.

 

85

Kantor:innen-Kurs II

Hoppermann

Ü G M23
1 st. - 1 LP

Mi 14.25 – 15.10 oder Do 09.35 – 10.20

 

Der zweite Kurs widmet sich dem Dienst der Psalmistin/des Psalmisten. Grundlage sind die vierteiligen Psalliermodelle nach Heinrich Rohr, je nach Neigung und Leistungsstand können auch durchkomponierte Beispiele (z.B. Münchener Kantorale) oder improvisatorische Ansätze ausprobiert werden.

 

Literatur

Walter Hirt "Antwortpsalmen und Rufe vor dem Evangelium – Lesejahr A/B/C, Eine Handreichung für den Gottesdienst", Paderborn 2021f.

Markus Eham, Bernward Beyerle u.a. "Münchener Kantorale", München 2014-2021

 

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (unbenotet) bei mindestens 80% Präsenz

Hinweise

Aktuelle Übungsbeispiele werden in Moodle eingestellt.

 

86

Aktuelle Fragen der Liturgiewissenschaft

Bieringer

OS A
2 st. - 4 LP (nur A)

Termine nach Vereinbarung

 

Im liturgiewiss. Oberseminar werden aktuelle Arbeiten und Themen aus den Bereichen Liturgiewissenschaft, Hymnologie und christliche Kunst gemeinsam diskutiert und besprochen. Es besteht ausreichend Raum und Zeit, eigene Forschungs- bzw. Qualifizierungsarbeiten vorzustellen und zu besprechen.

Literatur

Alexander Deeg / David Plüss, Liturgik, Gütersloh 2021.

Leistungsnachweis

Kirchenrecht

 

87

Theologische Grundlegung und Einführung in die Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft

Meckel / Giesa

Ü M4
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
bis 27.05.2026

 

Was ist Kirchenrecht? Benötigt die Kirche Kirchenrecht? In welchem Verhältnis steht die Kirchenrechtswissenschaft zu anderen theologischen Disziplinen? Welche Rechtsquellen zieht die Kirchenrechtswissenschaft heran? Wie werden kirchenrechtliche Normen begründet? Mit welchen Grundbegriffen arbeitet das Kirchenrecht? Welche Hermeneutik und Methodik ist bei der Auslegung der Rechtsquellen zu beachten? Die Übung beantwortet diese Fragen und führt in die theologische Grundlegung des Kirchenrechts sowie in die Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft ein. Die Anwendung kirchenrechtlicher Normen wird anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis verdeutlicht, sodass zugleich die Relevanz der kirchlichen Rechtsordnung für das Handeln der Kirche deutlich wird.

Literatur

Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015; Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, 4 Bde., hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall, Paderborn 2019-2021 [LKRR]; Münsterischer Kommentar zum Codex Iuris Canonici unter besonderer Berücksichtigung der Rechtslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz, hg. v. K. Lüdicke, Loseblattwerk, Essen 1985ff. [MKCIC]; Krämer, Peter, Braucht die Kirche eine rechtliche Ordnung? Anthropologische Voraussetzungen und theologische Grundlagen des kirchlichen Rechts: TrThZ 2002, 212-225; Meckel, Thomas, Konzil und Codex – Zur Hermeneutik der Kirchenrechtswissenschaft am Beispiel der christifideles laici, Paderborn 2017 (KStKR 18); ders., Art. Amt, Katholisch: LKRR Bd. 1, 108-111; ders., Art. Communio, Katholisch: LKRR Bd. 1, 518-520; ders., Art. Dienst, Katholisch: LKRR Bd. 1, 618f.; ders., Art. Erlaubtheit, Katholisch: LKRR Bd. 1, 858f.; ders., Art. Hermeneutik des Kirchenrechts, Katholisch: LKKR Bd. 2, 539-541; ders., Art. Interpretation, Auslegung, Katholisch: LKRR Bd. 2, 629-631; ders., Art. Kirchenrecht, Katholisch: LKRR Bd. 2, 859-861; Pack, Heinz, Methodik der Rechtsfindung im staatlichen und kanonischen Recht, Essen 2004 (Beihefte zum Münsterischen Kommentar 38); Pree, Helmuth, Art. Methodenlehre, Katholisch: LKRR Bd. 3, 212f.

Leistungsnachweis

Portfolio mit vier Bestandteilen: Verfassen eines pastoraltheologischen Essays (ca. 8.000 Zeichen); Gestalten einer religionspädagogischen Lerneinheit in einer Gruppe (90 Min.); Bearbeiten einer liturgiewissenschaftlichen Aufgabe (ca. 10.000 Zeichen); Anfertigung einer kirchenrechtswissenschaftlichen Hausaufgabe (12.000–14.000 Zeichen).

 

88

Das göttliche Recht und ein Grundgesetz der Kirche (Exkursionsseminar – Tagung)

Meckel

Anmeldung bitte bis 30.04.2026 an: meckel@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

21.– 23.09.2026 in Schloss Hirschberg
Vor- und Nachbesprechung werden noch terminiert

 

Das göttliche Recht als Offenbarungsrecht und Naturrecht dient als Begründungskategorie kirchenrechtlicher Normen und spielte bei der Erstellung der letztlich nicht promulgierten Lex Ecclesiae Fundamentalis im Rahmen der Codexrevision auch eine entsprechende Rolle. Das Desiderat nach einem den Gesetzen des CIC und des CCEO übergeordneten Grundgesetz und damit einem wirklichen Verfassungsrecht wird immer wieder diskutiert. Die Tagung möchte die Begründungskategorie des göttlichen Rechts sowie die Geschichte und eine mögliche künftige Gestalt eines Grundgesetzes der Kirche in den Blick nehmen. Dies führt zu den im interdisziplinären Dialog zu behandelnden Themen der Grundrechte der Gläubigen und eines wirksamen Rechtsschutzes, dem Papst- und dem Bischofsamt und den Sakramenten. 

Die Anmeldung ist bis zum 30.04.2026 per E-Mail an meckel@sankt-georgen.de möglich.

Der Termin der Vorbesprechung für das Hauptseminar (2 SWS; 4 ECTS) für die Terminabsprache und Organisation etc. werden nach Anmeldeschluss miteinander vereinbart.

Teilnahme an der wissenschaftlichen Fachtagung „Das göttliche Recht und ein Grundgesetzder Kirche“ (21.09.2026, 14.00 Uhr – 23.09.2026, 13.00 Uhr in Schloss Hirschberg, Beilngries/Altmühltal). Auf der Tagung gibt es speziell auf die Studierenden hin konzipierte Elemente.

Literatur

Bei der Vorbesprechung gibt es Hinweise auf Quellen und Literatur.

Leistungsnachweis

Kein Referat; aktive Mitarbeit und schriftliche Hausarbeit.

 

 

89

Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

Auf persönliche Einladung des Lehrenden

OS A
2 st. - 4 LP (nur A)

Termine werden noch bekannt gegeben

 

Das Oberseminar besteht aus zwei Teilen. Zum einen dient es der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten und zum anderen der vertieften Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

Leistungsnachweis

Postgraduale Studierende können durch mündliche Präsentation und schriftliche Hausarbeit einen Leistungsnachweis erwerben.

 

Hinweise

Teilnahme auf Einladung des Dozenten.

 

Humanwissenschaften

 

90

Psychologie und Pädagogik

Strunk

L G M15 PO S4d
2 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.50

 

„In der Seelsorge sollen nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet und angewendet werden, so dass auch die Laien zu einem reineren und reiferen Glaubensleben kommen.“ (GS 62) Die Botschaft des Zweiten Vatikanischen Konzils scheint klar: Eine Theologie, die den Menschen ihrer Zeit gerecht werden, Glaubensleben fördern und Glaubensvermittlung zeitgemäß betreiben will, tut gut daran, insbesondere mit den Human- und Sozialwissenschaften dieser Zeit in Dialog zu treten. Auch das meint „Verheutigung“. Dieses Unterfangen ist spannend wie spannungsreich: gerade dann, wenn sich Paradigmen und Inhalte der beteiligten Wissenschaften, z. B. der Psychologie oder der Pädagogik, für die Theologie als nicht unmittelbar anschlussfähig bzw. deckungsgleich erweisen. Gleichwohl ist es im Interesse einer echten Begegnung unabdingbar, dass alle beteiligten Disziplinen hier als eigenständige Dialogpartner vorkommen und vom je anderen nicht nur das wahrgenommen wird, was auf den ersten Blick „brauchbar“ erscheint.

Diese Einsicht liegt dem Lektürekurs zugrunde, der Theologietreibenden die Möglichkeit bieten will, anhand ausgewählter Fragestellungen zentrale Perspektiven, Inhalte und Methoden von Psychologie und Pädagogik kennenzulernen: Wie funktioniert Lernen? Warum sind wir nur manchmal motiviert? Was macht Macht? Woher kann ich wissen, wie ein Gegenüber ist? Sind „starke“ Persönlichkeiten „machbar“? Ungebunden und frei – ein erstrebenswerter Zustand? Hält der Glaube gesund? Bildung in Zeiten von KI …

Seitenblicke auf pastoralpsychologische bzw. religionspädagogische Anknüpfungs- oder Reibungspunkte und mögliche, sich daraus ergebende Implikationen sind an geeigneten Stellen intendiert. Die eingehendere Beschäftigung jedes/jeder Studierenden mit einer ausgewählten religionspädagogischen oder pastoralpsychologischen Arbeit soll der Auseinandersetzung mit dem je eigenen Zugang zu interdisziplinärem Arbeiten dienen.


Ein besonderer Schwerpunkt wird innerhalb der Lehrveranstaltung auf der Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch liegen.

Eigens hingewiesen sei darauf, dass auch psychische Erkrankungen und Phänomene wie z. B. Suizidalität zur Sprache kommen (können).

 

Literatur

Orientierende Literatur zur Einführung


Herbert Gudjons & Silke Traub, Pädagogisches Grundwissen (utb-Band Nr. 3092), 13., aktualisierte Auflage, Regensburg 2020.


Klaus Kießling, Agnes Engel, Theresia Strunk & Hermann-Josef Wagener, Grundwissen Psychologie. Lehrbuch für Theologie und Seelsorge, Ostfildern 2021.


Winfried Marotzki, Arnd-Michael Nohl & Wolfgang Ortlepp, Einführung in die Erziehungswissenschaft (Einführungstexte Erziehungswissenschaft; Bd. 1), 3., durchgesehene Auflage, Opladen & Toronto 2021.


Detlef Urhahne, Markus Dresel, Frank Fischer (Hrsg.), Psychologie für den Lehrberuf, 2. Auflage, Berlin 2025.


Philip G. Zimbardo & Richard J. Gerrig, Psychologie, Nachdruck der 18., aktualisierten Auflage, München 2011.


Weitere Literaturangaben erfolgen in der ersten Sitzung.

 

Leistungsnachweis

Magisterstudiengang „Katholische Theologie“:

benotete Teilnahmebescheinigung (Voraussetzung: aktive Beteiligung und Halten einer Präsentation)

 

Masterstudiengang „Sozialethik im Gesundheitswesen“:

unbenoteter Leistungsnachweis (Voraussetzung: aktive Teilnahme und Halten einer Präsentation)

 

Griechisch

 

100

Griechisch II

Hühne

SK G
5 st. - 10 LP (nur bei bestandener Sprachprüfung)

Di 09.45 – 12.15
Do 14.30 – 16.05

 

Ziel des Sprachkurses Griechisch II ist es, die Unterrichtsthemen (bes. den Aorist und die Partizipien) der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben, um mit Abschluss des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Die Übungsintensität und -methodik soll durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt und die Lesefähigkeit durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird weiterhin benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. D. Häußer/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 1. Aufl., 2019 (ISBN 978-3-7655-9356-7)[Ältere Auflagen sind nicht mehr sinnvoll benutzbar].

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt.

Leistungsnachweis

Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Griechisch (nach § 6, 1 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden.

 

101

Griechisch Lektüre

Hühne

SK G
1 st. - 1 LP

Di 13.30 – 14.15

 

Lektüre der Sophokleiischen Antigone in Auswahl.

Literatur

Textvorlagen bzw. die entsprechende Sekundärliteratur werden jeweils nach Bedarf in den einzelnen Sitzungen in Kopieform ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Nachweis.

Hinweise

Zum genauen Termin/Ort der ersten Sitzung siehe Aushang im Hochschulgebäude oder in Moodle unter "Ankündigungen"

(ca. 1-2 Wochen vor Vorlesungsbeginn).

Latein

 

102

Latein II

Hühne

SK G
5 st. - 10 LP (nur bei bestandener Sprachprüfung)

Di 14.30 – 17.00
Fr 10.35 – 12.10

 


Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. In diesem zweiten Teil geht es um die gezielte Einübung komplexer Strukturen der lateinischen Syntax (best. Konstruktionen, Modi, Haupt-/Nebensatzeinteilung u.a.) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte; dafür ist eines der u.g. Wörterbücher notwendig. Ferner werden mit Blick auf die abschließende Prüfung 1-2 Probeklausuren geschrieben.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Wörterbücher von Pons, Langenscheidt oder der „Stowasser“.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 6, 2 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden.

 

103

Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st. - 2 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Gegenstand der Lektüre sollen die Psalmen der Nova Vulgata (mit and. Versionen, insb. LXX) sein.

Literatur

Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Veranstaltung ausgeteilt oder auf Anfrage per Mail zugesandt.

Weiterführende Literatur wird in den jeweiligen Sitzungen genannt.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Nachweis.

 

Hinweise

Zum genauen Termin/Ort der ersten Sitzung siehe Aushang im Hochschulgebäude oder in Moodle unter "Ankündigungen"

(ca. 1-2 Wochen vor Vorlesungsbeginn).

 

104

Latein-Intensivkurs in den Sommerferien

Ortmann

SK G
5 st. - 10 LP (nur bei bestandener Sprachprüfung)

8 Wochen:
03.08. – 25.09.2026
Mo – Fr 09.00 – 14.30 inkl. Mittagspause
Schriftliche Prüfung und mündliche Prüfungen im Anschluss an den Kurs; die Prüfungstermine werden noch bekannt gegeben.

 

Nach Erlernen der Formen- und Satzlehre sowie einer Einführung in die Methodik der Übersetzung lateinischer Texte werden vornehm­lich ausge­wählte prüfungs­relevante Prosatexte, vor allem aus der „Goldenen“ und „Silbernen“ Latinität (z.B. Caesar, Cicero, Seneca), be­handelt.

Literatur

Für den Unterricht wird das Lehrbuch Lingua Latina – Intensivkurs Latein: Lehr- und Arbeitsbuch (Klett-Verlag) benötigt. Neben dem Lehrbuch ist spätestens ab der 2. Kurshälfte ein Lateinisch-Deutsches Wörterbuch zum Intensivkurs mitzubringen: Ideal zu benutzen ist das Wörterbuch für Schule und Studium von Pons oder das Schulwörterbuch von Langenscheidt, wobei darauf zu achten ist, dass Zusatztabellen zur Formenlehre (oft im rückwärtigen Teil) heraustrennbar sein müssen! Auch der Stowasser ist als Wörterbuch geeignet. Zudem ist die Anschaffung einer Schul­grammatik sinnvoll; verschiedene Grammatiken werden von der Lehrkraft zu Beginn des Kurses zur Ansicht bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Mit bestandener Prüfung erwirbt der/die Kursteilnehmer:in den „Nachweis der für das Latinum benötigten Kenntnisse der lateinischen Sprache“. Es wird ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt. Siehe »Sprachprüfungsordnung für Latein, Griechisch und Hebräisch«: www.sankt-georgen.de/hochschule/organisation/satzungen-und-ordnungen/studien-und-pruefungsordnung/sprach-po/

Hinweise

Aufgrund der begrenzten Zeit schreitet der Kurs in hohem Tempo voran; falls zuvor noch keinerlei Lateinkenntnisse erworben wurden, muss mit einem entsprechend erhöhten Lernaufwand gerechnet werden, denn Latein ist eine vokabel- und formenreiche Sprache.

Um den Erfolg des Intensivkurses nicht zu gefährden, wird dringend emp­fohlen, für die Dauer des Kurses keine Nebentätigkeiten oder andere Prüfungen (z.B. Hausarbeiten) einzuplanen.

Hebräisch

 

105

Hebräisch II

Roth

SK G
3 st. - 10 LP (nur bei bestandener Sprachprüfung)

Mi 13.30 – 16.00

 

Dieser Sprachkurs führt den Kurs „Hebräisch I“ des Wintersemesters fort, und zwar beginnend mit Lektion 18 des Lehrbuchs. Neben dem Studium der Grammatik, vor allem der unregelmäßigen Verben, werden nun auch Übersetzungen größerer Lektürestücke hebräischer Texte aus der Biblia Hebraica erarbeitet. Dadurch wird die zuvor gelernte Grammatik angewandt und gesichert. Begleitend soll der Grundwortschatz weiter ausgebaut werden. Ziel dieses Kurses ist es, dass die Studierenden in der Lage sind, mit den üblichen Hilfsmitteln (Wörterbuch, Grammatik) alttestamentliche Texte von mittlerem Schwierigkeitsgrad zu übersetzen und der philologischen Argumentation bibelwissenschaftlicher Kommentare folgen zu können.

Am Ende des Sommersemesters kann damit nach bestandener Sprachprüfung das Hebraicum erworben werden.

Literatur

Neef, Heinz-Dieter, Arbeitsbuch Hebräisch. Materialien, Beispiele und Übungen zum Biblisch-Hebräisch. 8., durchgesehene und erweiterte Auflage. Tübingen 2021.

Biblia Hebraica Stuttgartensia, hg. von K. Elliger und W. Rudolph, verkleinerte Ausgabe, Nr. 5219. 5., verbesserte Auflage. Stuttgart 1997.

PONS Kompaktwörterbuch Althebräisch: Althebräisch-Deutsch, hg. von F. Matheus, 10.000 Stichwörter und Wendungen. Stuttgart 2022.

Leistungsnachweis

Gemäß der Sprachprüfungsordnung besteht der Leistungsnachweis aus zwei Teilen:

1) Eine dreistündige Klausur, in der ca. 160 Wörter eines mittelschweren Textes aus der Biblia Hebraica zu übersetzen und 10 Formen grammatisch zu bestimmen sind (vgl. §6).

2) Eine 15-minütige mündliche Prüfung, in der ca. 50 Wörter eines in „Hebräisch II“ behandelten Textes aus der Biblia Hebraica übersetzt und in einem Prüfungsgespräch besprochen werden (vgl. §7).

Das Bestehen der Klausur ist Voraussetzung für die Teilnahme an der mündlichen Prüfung.

Beide Teile werden gleich gewichtet und ergeben die Gesamtnote.

Hinweise

Bitte melden Sie sich für die Lehrveranstaltung bei Moodle an, auch wenn Sie bereits an „Hebräisch I“ teilgenommen haben.

Bitte besorgen Sie sich rechtzeitig vor Beginn der Lehrveranstaltung ein Wörterbuch (siehe Literaturangaben).

Medien und öffentliche Kommunikation

 

110

Seminar 4: Journalistisches Schreiben

entfällt

Hipp / Prange

Ü G M23 - 1 LP

Fr 08.05.2026, 14.00 – 18.00
Sa 09.05.2026, 09.00 – 18.00

 

siehe unter www.medienprogramm-stgeorgen.de/programm

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung

 

111

Seminar 5: Publizieren im Netz II

Quarch / Schnaubelt

Ü G M23 - 1 LP

Fr 11.09.2026, 14.00 – 18.00
Sa 12.09.2026, 09.00 – 16.00

 

siehe unter www.medienprogramm-stgeorgen.de/programm

Literatur

Teilnahmebescheinigung

Leistungsnachweis

 

112

Extra-Seminar: Wie erstelle ich gute Flyer und Plakate?

N. N.

gesonderte Anmeldung bis spätestens 16.10.2026 erforderlich an: beck@sankt-georgen.de

Ü G M23 - 1 LP

Fr 23.10.2026, 14.00 – 18.00
Sa 24.10.2026, 09.00 – 18.00

 

siehe unter www.medienprogramm-stgeorgen.de/programm

Literatur

Teilnahmebescheinigung

Leistungsnachweis

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

120

Modul 2: Einführung in den Koran

Specker / Eschraghi

V G M23 S4b S4d
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.15
Termine:
08.05.2026, 22.05.2026, 05.06.2026, 19.06.2026, 03.07.2026
Sa 04.07.2026, 09.30 – 17.00

 

Das zweite Modul des Studienganges ist der Einführung in den Koran gewidmet, in „Gottes dramatischen Monolog“, wie der Islamwissenschaftler Reza Aslan formuliert. In einem ersten Schritt wird die islamische Sicht auf den Koran in theologischer, aber auch in alltagspraktischer Hinsicht thematisiert: Die Frage nach dem Koran als „Wort Gottes“ kommt deshalb ebenso zur Sprache wie die Rezitation und der rituelle Umgang mit ihm. In einem zweiten Schritt wird die gläubig-islamische Sicht in Beziehung gesetzt zum historischen Wissen über das Umfeld und Ausbildung des Koran, bevor in einem dritten Schritt auf die strukturellen Charakteristika des Korantextes einzugehen ist. Die Vorlesung schließt mit einem Einblick in exemplarische Themen des Koran ab (Gottesverständnis, Ethik u.a.).

Die Vorlesung besteht aus 5 Einheiten freitags von 16-19 Uhr (hybrid) und einer Tagesveranstaltung am 4. Juli (9.30-17.00 Uhr, in Präsenz), die Vorlesungsimpulse und eine Exkursion verbindet.

 

Literatur

Sinai, Nicolai (2012): Die heilige Schrift des Islams. Die wichtigsten Fakten zum Koran. Freiburg: Herder.

Reinbold, Wolfgang: Koran und Bibel. Ein synoptisches Textbuch für die Praxis. Göttingen 2022.

Wrogemann, Henning: Bibel und Koran. Christen und Muslime in Dialog und Differenz. Leipzig 2022.  

Zirker, Hans (2018): Der Koran. Zugänge und Lesarten. Darmstadt: WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft).

 

Leistungsnachweis

Die Vorlesung ist Teil des Zertifikatsprogramms für das der Besuch aller 4 Module, der Tutorien und die Abschlussarbeit erbracht werden muss.

Da die Lehrveranstaltung jeweils zwei Doppelstunden umfasst, wird darauf hingewiesen, dass zum Erwerb der CP nur ein einmaliges Fehlen möglich ist. 

 

Sie kann aber auch einzeln besucht und geprüft werden (P13 und S4b): Der Leistungsnachweis erfolgt durch eine 15minütige mündliche Prüfung.

 

 

121

Tutorium zum Zertifikatsprogramm „Islam und christlich-muslimische Begegnung“

Specker / Güzelmansur

T G M23 - 1.5 LP (nur für Studierende. die das Abschlusszertifikat erwerben)

Do 21.05.2026, 18.00 – 19.30
Do 18.06.2026, 18.00 – 19.30
Do 02.07.2026, 18.00 – 19.30

 

Leistungsnachweis

In den Tutorien werden die Begegnungs- und Rechercheprojekte der Teilnehmenden vorgestellt sowie ggf. aktuelle Fragen erörtert.

Die Teilnahme an mindestens 2 von 3 Tutorien sowie die Erstellung einer Präsentation ist verpflichtend.