Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Wintersemester 2020)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

3

Einführung in die gute wissenschaftliche Praxis

R. Beck

Anmeldung bitte an: beck@iwm.sankt-georgen.de

Ü A
1 st.

Vorbesprechung:
Do 22.10.2020, 16.00
Weitere Termine an zwei Samstagen nach Vereinbarung

 

In diesem Seminar gewinnen Studierende einen Überblick über grundlegende Normen und Werte der Wissenschaft, sowie über Definitionen von „guter wissenschaftlicher Praxis“ und „wissenschaftlichem Fehlverhalten“. Darüber hinaus werden konkrete hochschulinterne und rechtliche Maßnahmen zur Verhinderung von „wissenschaftlichem Fehlverhalten“ kennen gelernt. Anhand der Diskussion von zentralen Konfliktsituationen, die während des Studiums oder der wissenschaftlichen Arbeit auftreten können, wird den Teilnehmenden Raum gegeben, eigene Überzeugungen und Haltungen beim Studieren und wissenschaftlichen Arbeiten zu reflektieren. Als Seminarziel sollen die Teilnehmenden ethische Kompetenzen zum Treffen angemessener Entscheidungen im Studien- und Forschungsalltag erwerben.

Literatur

Wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Philosophie

 

12

Immanuel Kant: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft

Watzka

ProS G P2 M15
2 st. - 4 LP

Mo 16.15 – 17.50

 

Es ist erstaunlich, dass sich einstmals Philosophen anmaßten, den Inhalt und die Ausdrucksformen „eigentlicher Religion“ unabhängig von gelebter Religiosität und Theologie bestimmen zu können. Die von Kant 1793 veröffentlichte Schrift „Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ knüpft an die Ergebnisse der drei großen Kritiken an (Nichtbeweisbarkeit der Existenz Gottes in der theoretischen Vernunft, Überleben der religiösen Gehalte in Gestalt der Postulate der reinen praktischen Vernunft) und nimmt zugleich Erweiterungen vor. In Teil I finden wir eine philosophische Adaption der Erbsündenlehre („Von der Einwohnung des bösen Prinzips neben dem guten oder über das radikal Böse in der menschlichen Natur“), in Teil II eine philosophische Christologie (der „Sohn Gottes“ als „Ideal der Gott wohlgefälligen Menschheit“), in Teil III eine philosophische Ekklesiologie („Vom Sieg des guten Prinzips über das böse und die Gründung eines Reichs Gottes auf Erden“), in Teil IV die Fortsetzung der Ekklesiologie (Unterscheidung von „natürlicher“, „gelehrter“ und „statutarischer“ [verfasster] Religion). Der vernünftige Kern der Religion ist für Kant die „Moral“ bzw. die „Erkenntnis aller unserer Pflichten als Gebote Gottes“, wobei wir Handlungen nicht deshalb als verbindlich ansehen, weil sie Gebote Gottes sind, sondern wir sie als Gebote Gottes ansehen, weil wir dazu innerlich verpflichtet sind. Die Moral führt „unumgänglich zur Religion“, weil es Menschen sind, die sie erfüllen sollen. Kants Religionsschrift reflektiert auf die anthropologischen Bedingungen des Ethischwerdens der einzelnen und der Rolle der Gemeinschaft (Kirche). Die Überwindung des angeborenen „Hangs zum Bösen“ (religiös gesprochen, „Umkehr“) ist nicht ohne Mitwirken der Gnade und dem Leben der Kirche möglich.

 

In seiner Religionsschrift hält Kant an der Grundidee der Aufklärung fest, wonach es nur eine wahre Religion geben kann, die nicht nur nicht der Vernunft widersprechen darf, sondern durchgängig vernunftbestimmt sein muss. Auf der anderen Seite hat er die Größe anzuerkennen, dass substantielle religiöse Inhalte durch Offenbarung bekannt werden und erst nachträglich einer Prüfung durch die Vernunft unterzogen werden. Für Kant ist die wahre Religion das Christentum. Das hindert ihn nicht, dessen Gehalte bisweilen atemberaubend umzuinterpretieren.

Literatur

Immanuel Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, hg. v. Bettina Stangneth, Hamburg: Meiner 2003

 

Online: www.zeno.org/Philosophie/M/Kant,+Immanuel/Die+Religion+innerhalb+der+Grenzen+der+blo%C3%9Fen+Vernunft

 

Martin Moors, The Fate of Religion within the Boundaries of Mere Reason, in: Matthew C. Altman (Hg), The Palgrave Kant Handbook, London: Palgrave Macmillan 2017, 539-564

 

Claus-Dieter Osthöver, Art. “Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft”, in: Marcus Willaschek u.a. (Hg.), Kant-Lexikon, Band 1, Berlin: De Gruyter 2015, 415-423

 

Claus-Dieter Osthöver, Art. “Religion”, in: Marcus Willaschek u.a. (Hg.), Kant-Lexikon, Band 2, Berlin: De Gruyter 2015, 1953-1961

 

Gerd Irrlitz, Kant-Handbuch. Leben und Werk, Stuttgart: Metzler 3. Aufl. 2015, Kap. XI

 

Georg Essen / Magnus Striet (Hg.), Kant und die Theologie, Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2005

 

Otfried Höffe, Immanuel Kant, Müchen: Beck 7. Aufl. 2007

 

Otfried Höffe (Hg.), Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (Klassiker auslegen Band 41), Berlin: Akademie-Verl. 2011

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Eine Voranmeldung bis spätestens 05.10.2020 ist wünschenswert, ja unerlässlich, weil von der Teilnehmerzahl abhängt, ob das Seminar im Präsenz- oder Onlinemodus stattfinden muss.

 

Anmeldung per e-mail an: watzka@sankt-georgen.de

 

13

Kategoriale Ontologie und Metaphysik

Watzka

V G P4 M7
2 st. - 3 LP (für P4) / 4.5 LP (für M7)

Do 08.45 – 10.20

 

Metaphysik, auch „Erste Philosophie“ oder „Weisheit“ genannt, versteht sich seit ihren Anfängen nicht als Untersuchung dieser oder jener Gattung des Seienden, vielmehr als Untersuchung des „Seienden als Seienden“ (tò ón he ón, ens inquantum ens), was bei Aristoteles die Untersuchung der Prinzipien und höchsten Ursachen des Seienden einschließt. Metaphysik war stets beides: Theorie von den allgemeinsten Wesensmerkmalen des Seienden (Ontologie) und Theorie vom ausgezeichnet Seienden (Theologie).

 

Ebenso alt wie die Metaphysik ist ihre Bestreitung als wissenschaftlicher Disziplin. Ihre engagiertesten Anhänger hat sie gegenwärtig im Lager der analytischen Philosophie, wobei unter „Metaphysik“ heute in erster Linie „kategoriale Ontologie“ verstanden wird, d.h. Theorie der grundlegenden Kategorien dessen, was existiert (Konkretes, Abstraktes, Einzelding, Universalien, Tropen, Teil und Ganzes, Ursache, Wirkung, Ereignis, …). Auffällig ist, dass gewisse Fragen nicht mehr gestellt werden, z.B. „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“, „Was bedeutet es überhaupt, zu existieren?“, „Was ist der Sinn von Sein?“

 

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die heute diskutierten Fragen der kategorialen Ontologie, aber auch den Versuch, an Fragestellungen anzuknüpfen, die sich mit denen einer philosophischen Theologie überschneiden. Ein Schwerpunkt bildet die Lehre vom Seins-Akt des Thomas von Aquin. Wir werden in der Vorlesung der Frage nachgehen, ob der Begriff des Seins geeignet ist, das Ganze der Wirklichkeit unter Einschluss ihres absoluten Grundes, Gottes, und der Perspektivität unserer Erkenntnis einzuholen.

Literatur

Benedikt Paul Göcke / Christian Pelz (Hg.), Die Wissenschaftlichkeit der Theologie. Band 3: Theologie und Metaphysik, Münster: Aschendorff 2019

 

Martin Mahner, Naturalismus. Die Metaphysik der Wissenschaft, Aschaffenburg: Alibri 2018

 

Markus Schrenk (Hg.), Handbuch Metaphysik, Stuttgart: Metzler 2017

 

Markus Gabriel, Sinn und Existenz. Eine realistische Ontologie, Berlin: Suhrkamp 2016

 

Christof Rapp, Metaphysik. Eine Einführung, München: Beck 2016

 

Ludger Honnefelder u.a. (Hrsg.): Metaphysik und Ontologie, Paderborn: Schöningh 2001

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

14

Begleitende Lektüre zur Vorlesung "Kategoriale Ontologie und Metaphysik"

Watzka

Koll G P4 M7
1 st. - 2 (nur für P4) LP

Do 10.35 – 11.20

 

Das Kolloquium dient einer Vertiefung der in der Vorlesung behandelten Themen anhand ausgewählter Textabschnitte klassischer Metaphysiker, von Aristoteles über Thomas von Aquin bis Martin Heidegger. Darüber hinaus soll es den Teilnehmern auch Gelegenheit bieten, über die Themen der Vorlesung und die sich daran anschließenden Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Literatur

Ausgewählte Textauszüge klassischer Autoren werden in den Sitzungen zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

19

In welcher Gesellschaft leben wir und wollen wir leben? Einführung in die soziokulturelle Analyse und Sozialphilosophie

Hainz

Anmeldung bitte an: michael.hainz@jesuiten.org

V G P6
3 st. - 5 LP

Do 16.15 – 17.50
Fr 08.45 – 12.10
Termine:
22./23.10.2020, 05./06.11.2020, 19./20.11.2020, 03./04.12.2020, 17./18.12.2020, 21./22.01.2021,
04./05.02.2021

 

Wie wir uns selbst, unsere Handlungsmöglichkeiten und die Art der Beziehungen zu anderen Menschen verstehen, hängt auch von unserer Vorstellung der Gesellschaft ab, in der wir leben, und des Platzes, den wir in ihr einnehmen: Ist Gesellschaft nur nachträgliches Resultat eines nutzenorientierten Verhaltens rationaler Akteure oder ein symbolisch vermittelter Zusammenhang, den Individuen jeweils interpretativ handelnd miteinander aufbauen? Ist sie ein System, das die an ihr Teilhabenden mit je unterschiedlichen Handlungsanforderungen ihrer Teilsysteme konfrontiert, sie aber als Individuen „außen vor lässt“? Verordnet Gesellschaft ihren Mitgliedern je einen festen Platz in ihrem sozialen Gefüge oder macht sie sie zu AkteurInnen ihres „eigenen Lebens“? Was sind treibende Kräfte gesellschaftlichen Wandels? Wie weit reicht der Einfluss von Gesellschaft und wie lässt sich „Globalisierung“ soziologisch denken? Diskutiert werden ausgewählte Gesellschaftsanalysen namhafter Soziologen (u.a. Herbert Blumer, George H. Mead, Jürgen Habermas, Niklas Luhmann, Pierre Bourdieu, Ulrich Beck, Shmuel N. Eisenstadt, Manuel Castells), die jeweils unterschiedlichen philosophischen und soziologischen Paradigmen zuzuordnen sind und je eigene Akzente setzen. Neben der problemerschließenden Kraft und dem theoretischen Gehalt werden insbesondere die normativen Implikationen ihrer Aussagen herausgearbeitet. Teil der Lehrveranstaltung sind auch Textausschnitte der behandelten AutorInnen, die im Voraus eigenständig zu lesen sind.

Literatur

JOAS, Hans, KNÖBL, Wolfgang (42013): Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen, Frankfurt am Main: Suhrkamp.

MOREL, Julius, BAUER, Eva, MELEGY, Tamás, NIEDENZU, Heinz-Jürgen, PREGLAU, Max, STAUBMANN, Helmut (92015): Soziologische Theorie, München: Oldenbourg

REDER, Michael (2018): Philosophie pluraler Gesellschaftn. 18 umstrittene Felder der Sozialphilosophie, Stuttgart: Kohlhammer

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

20

Analytische Philosophie des Geistes

Watzka

V G P9 M19
2 st. - 3.5 (für P9) / 4.5 (für M19) LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Die analytische Philosophie des Geistes sucht nach Lösungen so genannter Leib-Seele- oder Körper-Geist-Probleme, die ihrerseits Folgeprobleme entweder einer dualistischen oder einer monistischen (materialistischen) Metaphysik sind. Für Dualisten wie René Descartes oder Uwe Meixner stellt sich das Problem so dar, das nicht zu sehen ist, wie der Geist einer (im Prinzip körperlosen) Person auf ihren Körper einwirken kann, oder wie, allgemeiner formuliert, geistige Phänomene im Bereich physischer Phänomene kausal wirksam sein können.

 

Materialisten (Physikalisten) haben eine Lösung für dieses Problem. Sie setzen die geistigen Zustände einer Person mit ihren materiellen (physischen) Zuständen gleich. Die Identifikation des Mentalen mit dem Physischen beschwört eine Reihe neuer Leib-Seele-Probleme herauf. Wenn meine geistigen Zustände nichts anderes als Zustände meines Körpers bzw. meines Gehirns sind, wie gelingt es diesen Zuständen, sich auf etwas zu beziehen? Wie können diese Zustände die spezifischen Eigenschaften von Erlebnissen haben? Wie ist es möglich, dass ich zu ihnen einen privilegierten Zugang habe? Wie können es meine Erlebnisse sein? Wodurch erlange ich Bewusstsein von mir selbst? Wie kann ich zu unterschiedlichen Zeitpunkten dieselbe Person sein? Wie kann ich in einer Welt, in der nur physische Ursachen wirksam sind, frei sein? Was für ein Ding bin ich? Bin ich mit meinem Körper oder einem seiner Teile, z.B. dem Gehirn, identisch? Überlebe ich meinen eigenen Tod?

 

In der Vorlesung werden einige neuere exemplarische Antworten auf diese Fragen vorgestellt.

Literatur

David Papineau, The Problem of Consciousness, in: Uriah Kriegel (Hg.), The Oxford Handbook of the Philosophy of Consciousness, Oxford: Oxford University Press 2020, 14-36

 

Godehard Brüntrup, Philosophie des Geistes. Eine Einführung in das Leib-Seele-Problem, Stuttgart: Kohlhammer 2018

 

Hans Goller, Das Rätsel Seele. Was sagt uns die Wissenschaft, Kevelaer: Butzon u. Bercker 2017

 

Ansgar Beckermann: Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes, Berlin: de Gruyter, 3. aktualisierte und erweiterte Aufl. 2008

 

Hans Goller, Das Rätsel von Körper und Geist. Eine philosophische Deutung, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2003

 

Jaegwon Kim, Philosophie des Geistes, Wien: Springer 1998

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

21

Kultur-/Technikphilosophie

Mößner

V G P9 M19
2 st. - 3.5 (für P9) / 4.5 (für M19) LP

Fr 11.12.2020, 10.35 – 12.10
13.30 – 15.05
Sa 12.12.2020, 10.35 – 12.10
13.30 – 15.05
Fr 29.01.2021, 10.35 – 12.10
13.30 – 15.05
Sa 30.01.2021, 10.35 – 12.10
13.30 – 15.05
Fr 05.02.2021, 10.35 – 12.10
13.30 – 15.05
Sa 06.02.2021, 10.35 – 12.10
13.30 – 15.05

 

Im Rahmen der Veranstaltung werden philosophische Fragen nach dem Wesen technischer Medien diskutiert. In drei inhaltlichen Blöcken werden diese Fragen exemplarisch anhand der Nutzung der neuen Medien, der Fotografie sowie des Films thematisiert.

Ziel der Vorlesung ist es, die Studierenden mit philosophischen Diskussionen zu einem epistemisch sowie moralisch verantwortlichen Umgang mit diesen Technologien in der Gesellschaft vertraut zu machen. Sie lernen Medienkompetenz als Kulturtechnik kennen und erhalten so Einblicke in Prinzipien philosophischer Auseinandersetzungen mit Technik im weiteren Sinne sowie einen Überblick über ausgewählte philosophische Problemstellungen, welche den zeitgenössischen Kulturbetrieb betreffen.

 

Literatur

a) Neue Medien

Floridi, Luciano: The 4th Revolution. How the Infosphere Is Reshaping Human Reality. Oxford: Oxford University Press 2014.

Goldman, Alvin I.: Knowledge in a Social World. Oxford u.a.: Clarendon Press 1999.

Hoven, Jeroen & Weckert, John (Hrsg.): Information Technology and Moral Philosophy. Cambridge et al.: Cambridge University Press 2008.

Lanier, Jarron: Ten Arguments for Deleting your Social Media Accounts right now. New York: Henry Holt and Company 2018.

Pariser, Eli: The Filter Bubble. What the Internet is Hiding from You. London: Penguin Books 2012.

b) Fotografie

Maynard, Patrick: The Engine of Visualization. Thinking Through Photography. Ithaca, NY et al.: Cornell University Press 2000.

Mößner, Nicola: Visual Representations in Science – Concept and Epistemology. London und New York: Routledge 2018.

Nida-Rümelin, Julian & Steinbrenner, Jakob (Hrsg.): Fotografie zwischen Dokumentation und Inszenierung. Ostfildern: Hatje Cantz 2012.

Sontag, Susan: Das Leiden anderer betrachten. Hrsg. und übersetzt von Kaiser, R., Frankfurt/Main: Fischer Taschenbuch Verlag 2005.

Walden, Scott (Hrsg.): Photography and Philosophy. Essays on the Pencil of Nature. Malden, MA: Blackwell 2008.

c) Film

Falzon, Christopher: Philosophy Goes to the Movies: An Introduction to Philosophy. 3. Aufl., New York, NY et al.: Routledge 2015.

Liebsch, Dimitri (Hrsg.): Philosophie des Films. Grundlagentexte. Paderborn: Mentis 2006.

Livingston, Paisley & Plantinga, Carl (Hrsg.). The Routledge Companion to Philosophy and Film. London et al.: Routledge 2011.

Mößner, Nicola: Wissen aus dem Zeugnis anderer – der Sonderfall medialer Berichterstattung. Paderborn: Mentis 2010.

Mulhall, Stephen: On Film. 2. Aufl., London, New York: Routledge 2008.

Wartenberg, Thomas E.: Thinking on Screen – Film as Philosophy. London, New York: Routledge 2007.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

22

Geschichtsphilosophie

Kühnlein

V G P9
1 st. - 2 LP

Do 17.05 – 17.50

 

Die klassische Geschichtsphilosophie denkt in methodisch besonderer Weise über die materialen Inhalte der Geschichte nach. Sie beschäftigt sich vor allem mit Fragen nach dem Sinn, dem Fortschritt und den Gesetzmäßigkeiten der Geschichte - und vice versa natürlich auch mit ihren Rückschritten, Verlusten und Dialektiken. Die Vorlesung versteht sich insofern als eine Einführung in die Geschichte des historischen Denkens. Zentrale philosophische Theorien und Autoren sollen dabei vorgestellt und ihre Ansätze kritisch gewürdigt werden. Die 'Geschichte' meiner Vorlesung führt dabei über Rousseau, Schiller, Kant, Hegel, Marx und Nietzsche über Max Weber und Adorno/Horkheimer bis hin zu den modernen und gegenwärtig intensiv diskutierten Vorstellungen über postsäkulare Wissens- und Entzauberungsgesellschaften (Taylor, Habermas und Hans Joas).

 

 

Literatur

Eine ausführliche Literaturliste mit Primär- und Sekundärquellen liegt zum Beginn der Vorlesung aus.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

24

Ethik der Medizin und des Gesundheitssystems

Koller

V P11
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Medizinethik ist zweifellos ein zentrales Feld der Angewandten Ethik. Denn ethische Fragen der Medizin stellen sich heute vielfach und betreffen längst nicht nur die Ärzt*innen: Als zumindest potenzielle Patient*innen sind – nicht erst seit der Corona-Pandemie – alle von der ethischen Gestaltung der Beziehung zwischen Arzt*Ärztin und Patient*in betroffen. Öffentlich zeigen Diskussionen wie jene um die Sterbehilfe, das Finanzierungsproblem im Gesundheitswesen oder die Triage, wie sehr die Gesellschaft herausgefordert ist. Nicht zuletzt beschäftigen sich Ethikkomitees, Ethikkommissionen und andere institutionalisierte Gruppen mit der Frage einer ethischen Entscheidung in konkreten Fällen. Die Vorlesung stellt ausgewählte Themenfelder vor: insbesondere Sterbehilfe, Hirntodkriterium und Organtransplantation, Patient*innenverfügung, medizinisches Enhancement, Forschung am Menschen, Ressourcenverteilung im Gesundheitswesen. Es wird gezeigt, worin die explizit ethischen Probleme liegen und welche ethischen Aspekte für Begründungen bzw. Beurteilungen bedeutsam sind.

Literatur

Frewer, Andreas (Hg.), Fallstudien zur Ethik in der Medizin. Beratungsbeispiele aus Ethikkomitees, Würzburg 2019.

Kröll, Wolfgang u.a. (Hg.), Die Corona-Pandemie. Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise, Baden-Baden 2020.

Maio, Giovanni, Mittelpunkt Mensch. Ethik in der Medizin. Ein Lehrbuch, Stuttgart ²2017.

Schöne-Seifert, Bettina, Grundlagen der Medizinethik, Stuttgart 2007.

Wiesing, Urban (Hg.), Ethik in der Medizin. Ein Studienbuch, 5. erweit., aktual. u. vollständig durchges. Aufl., Stuttgart 2020.

Auf weitere Literatur zu den einzelnen Teilthemen wird in der Lehrveranstaltung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

25

Kolloquium zur Vorlesung "Ethik der Medizin und des Gesundheitssystems"

Koller

Koll P11
1 st. - 1.5 LP

Di 14.30 – 16.05
Termine:
20.10.2020, 03.11.2020, 17.11.2020, 01.12.2020, 15.12.2020, 19.01.2021, 02.02.2020

 

Ein zentraler Bereich der Medizinethik ist die ethische Urteilsfindung. Im Kolloquium werden konkrete Praxisfälle zu Themenbereichen der Vorlesung besprochen. Das Ziel ist es, die eigene medizin-ethische Argumentationsfähigkeit zu entwickeln. Die Studierenden üben anhand von Falldiskussionen, medizin-ethische Probleme zu identifizieren, Kriterien für eine verantwortungsvolle Beurteilung anzuwenden und eine eigene begründete Entscheidung zu entwickeln.

Literatur

Bebeau, Muriel J., Developing a Well-Reasoned Response to a Moral Problem in Scientific Research, in: dies. u.a., Moral Reasoning in Scientific Research. Cases für Teaching and Assessment, Bloomington (o.V.) 1995, 13-20.

Bormann, Franz-Josef, Ein integratives Modell für die ethische Fallbesprechung, in: Zeitschrift für medizinische Ethik 59 (2013), 117-127.

Neitzke, Dörries / Vollmann, Simon (Hg.), Klinische Ethikberatung. Ein Praxisbuch für Krankenhäuser und Einrichtungen der Altenpflege, 2. überarb. u. erweit. Aufl., Stuttgart 2010.

Weitere Literatur: siehe Vorlesung

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

52

Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Das Kolloquium möchte zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Hierzu sind auch zahlreiche philosophische Fragen anzusprechen; nicht zuletzt geht es um die Verhältnisbestimmung von Philosophie und Theologie. Dazu werden wir Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung sehr empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die Veranstaltung wird nach Möglichkeit in Präsenzlehre durchgeführt.

 

61

Ware, fühlende Wesen, Mitgeschöpfe. Probleme und Ansätze der Tierethik in philosophischer und theologischer Perspektive

Koller / Höhl

Anmeldung bitte bis 10.10.2020 an: hoehl@sankt-georgen.de

HS P12M15 M23
2 st. - 6 (für P12) / 4 (für M15 M23) LP

Mi 14.30 – 16.05

 

Im Zuge des sog. „Animal Turn“ hinterfragen viele Menschen kritisch ihren Umgang mit Tieren: Dürfen sie gegessen, als Haus- und Nutztiere gehalten, gezüchtet und für Experimente benutzt werden? Was unterscheidet eigentlich uns Menschen von anderen Tieren? Können Tiere fühlen, denken, intentional handeln?

Diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir uns im Wintersemester in vier Blöcken widmen. Zunächst geht es darum, wahrzunehmen, wie Tiere uns im Alltag begegnen, wie sie dargestellt werden und welche Fähigkeiten sie – laut aktuellem Forschungsstand – besitzen. Im zweiten und dritten Teil wird es darum gehen, philosophische bzw. theologische Ansätze der Tierethik zu diskutieren und aktuelle Debatten nachzuverfolgen. Im vierten und letzten Block wird es die Gelegenheit geben, verschiedene Einzelfragen der philosophischen Ethik zu diskutieren. Welche genau das – neben der Frage der vegetarischen/veganen Ernährung – sein werden, wird zu Beginn des Seminars gemeinsam festgelegt.

Literatur

Camenzind, Samuel: Neues zu Fragen der Tierethik, in: Philosophische Rundschau 66 (2019) 305-326.

Hagencord, Rainer: Gott und die Tiere. Ein Perspektivwechsel, Kevelaer 2018.

Korsgaard, Christine M.: Fellow Creatures. Our Obligations to the Other Animals, Oxford 2018.

Lintner, Martin: Der Mensch und das liebe Vieh. Ethische Fragen im Umgang mit Tieren, Innsbruck – Wien 2017.

Lintner, Martin: Respect for the Proper Value of Each Creature. An Animal-Ethical Rethinking of the Encyclical Laudato si‘, in: Louvain studies 43 (2020), 26-48.

Mayr, Petra: Das pathozentrische Argument als Grundlage einer Tierethik, Münster 2003.

Remele, Kurt: Die Würde des Tieres ist unantastbar. Eine neue christliche Tierethik, Kevelaer 2019.

Raspé, Carolin: Tiere im Recht, in: Jaeger, Friedrich (Hg.): Menschen und Tiere. Grundlagen und Herausforderungen der Human-Animal Studies, Berlin 2020 (Cultural Animal Studies 9), 153-170.

Rosenberger, Michael: Wie viel Tier darf’s sein? Die Frage ethisch korrekter Ernährung aus christlicher Sicht, Würzburg 2016.

Singer, Peter: Praktische Ethik. Aus dem Engl. übers. v. Oscar Bischoff. 3. rev. u. erw. Aufl., Stuttgart 2013.

Vogt, Markus: Tierethik. Philosophische und theologische Ansätze des gegenwärtigen „animal turn“, in: MThZ 70 (2019) 333—354.

Wild, Markus: Tierphilosophie zur Einführung, 4. erg. Aufl, Hamburg 2019.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Einleitung in die Heilige Schrift

 

31

Methoden biblischer Exegese

Eckstein

ProS G M1
1 st. - 3 LP

Di 14.30 – 15.15

 

Das Proseminar führt in die Methoden ein, die der Auslegung der Heiligen Schrift dienen. In jeder Sitzung wird eine Methode vorgestellt. Diese wird anschließend in der gemeinsamen Übung oder im eigenständigen Selbststudium eingeübt, und zwar anhand eines alttestamentlichen oder eines neutestamentlichen Textbeispiels. Die in diesem Prozess gesammelten Erkenntnisse werden in der darauffolgenden Sitzung zusammengeführt und diskutiert. Das Ziel besteht darin, die verschiedenen Methoden der historisch-kritischen und literaturwissenschaftlichen Exegese kennenzulernen, sie aktiv und eigenständig auf biblische Texte anwenden zu können, exegetische Literatur kritisch rezipieren zu können sowie biblische Auslegungen anderer Personen einordnen, hinterfragen und theologisch verantwortungsvoll verarbeiten zu können. Diese Kompetenzen wiederum bilden die Grundlage und Voraussetzung für alle weiteren exegetischen Lehrveranstaltungen, für einen fundierten Rückgriff auf die Heilige Schrift in den anderen theologischen Fachdisziplinen, für eine bibelorientierte Homiletik und eine fundierte Bibelpastoral.

Literatur

Wird gestellt. Ergänzend zum Selbststudium:

Hieke, Thomas; Schöning, Benedict (2017): Methoden alttestamentlicher Exegese. Darmstadt: WBG (Theologie kompakt).

Becker, Uwe (2008): Exegese des Alten Testaments. 2. Aufl. Tübingen: Mohr Siebeck (UTB, 2664).

Steck, Odil Hannes (1999): Exegese des Alten Testaments. 14. Aufl. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener.

Utzschneider, Helmut; Nitsche Stefan Ark (2014): Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. 4. Aufl. Gütersloh: Gütersloher.

Ebner, Martin; Heininger, Martin (2015): Exegese des Neuen Testaments. 3. Aufl. Paderborn: Schöningh (UTB).

Söding, Thomas; Münch, Christian (2005): Kleine Methodenlehre zum Neuen Testament. Freiburg im Breisgau: Herder.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Zu jeder Sitzung, auch zur ersten, ist eine beliebige Ausgabe der Heiligen Schrift mitzubringen.

Das Proseminar ist grundsätzlich für die Präsenzlehre konzipiert, wird im Wintersemester 2020/21 aber nach jetzigem Stand im Dual-Modus Präsenz/online angeboten. Teilnehmende, die ausschließlich im Online-/Telemodus am Seminar teilnehmen möchten, melden sich bitte bis spätestens 12.10.2020 unter juliane.eckstein(at)sankt-georgen.de.

 

32

Übung zum Proseminar „Methoden biblischer Exegese“

Eckstein

Ü G M1
1 st.

Di 15.20 – 16.05

 

Diese Übung bietet die Gelegenheit, gemeinsam die im Proseminar vorgestellte Methode anzuwenden. Dies geschieht anhand ausgewählter Textbeispiele vorrangig aus dem Alten Testament. Das Ziel besteht darin, die Möglichkeiten und Grenzen der Methoden und Zugänge durch die eigene Praxis zu reflektieren und so zu einem kompetenten Umgang mit der Heiligen Schrift und mit exegetischer Literatur zu finden. Außerdem gibt es Hilfestellungen für die im Proseminar selbstständig zu erbringenden Studienleistungen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Literatur

s. Proseminar „Methoden biblischer Exegese“

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Hinweise, insbesondere zum Online-/Präsenzmodus, s. Proseminar „Methoden biblischer Exegese“

Exegese des Alten Testaments

 

33

Saul und David (1 Sam)

Böhler

Anmeldung an: boehler@sankt-georgen.de

HS M16
2 st. - 4 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die Figur Davids ist neben Mose und Abraham die wichtigste im AT. Da sich der Messias als "Sohn Davids" versteht, ist das Davidbild der Bibel auch von höchster christologischer Bedeutung. Sehr kunstvoll werden die Charaktere von David und Saul, Jonatan und anderen Figuren dargestellt: Liebe, Hass, Eifersucht - und Davids einzigartige Gottesbeziehung. Die Samuelbücher zählen zur besten Erzählprosa der Bibel und sind sozusagen das Prosa-Pendant zu den poetischen Psalmen. Das Seminar gleicht den Psalmenübungen. Die Teilnehmer bereiten für jede Sitzung einen Text aus 1 Sam vor (Gliederung und Strukturierung). Es gibt keine Seminararbeit.

Literatur

Walter Dietrich, 1 Sam, BK, Neukirchen-Vluyn 2003-2017.

Schim'on Bar-Efrat, Das Erste Buch Samuel, Stuttgart 2007.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Hebraicum erforderlich.

Wer das Hebraicum gerade macht, kann auch schon zugelassen werden.

 

34

Hebräische Lektüre

Böhler

L G
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Literatur

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

35

Alttestamentliches Oberseminar

Böhler

OS A
1 st. - 4 LP

nach Vereinbarung

 

Die Arbeiten der teilnehmenden Doktoranden werden besprochen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Kirchengeschichte

 

40

Einführung in die Alte Kirchengeschichte

J. Arnold

V/Koll G M2
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
bis zum 11.11.2020

 

In der Vorlesung werden folgende Themen-Bereiche behandelt:

 

(I) Christen und Nichtchristen in den ersten Jahrhunderten (Frühe Kirche und Judentum: Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen / frühe Kirche und pagane Umwelt: unterschiedliches Religionsverständnis und Inkulturation);

 

(II) Frühe Kirche und weltliche Herrschaft (Kaiserliche Religionspolitik; Christentum als Minderheitsreligion, als religio licita, als Staatsreligion);

 

(III) Zentrale Aspekte der Theologiegeschichte der ersten Jahrhunderte (Die frühe Kirche und ihr Verhältnis zur Heterodoxie; das Erste Konzil von Nikaia).

Literatur

- Ernst Dassmann, Kirchengeschichte I: Ausbreitung, Leben und Lehre der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten, 3. durchges. Auflage, Stuttgart u.a. 2012.

- Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, 3. Auflage, München 2016.

- Andreas Weckwerth, Leitfaden Studium Alte Kirchengeschichte. Praktische Einführung in den Umgang mit spätantiken kirchenhistorischen Quellen, Bonn/Mainz 2015.

(https://www.blogs.uni-mainz.de/fb01-akg/files/2010/12/Leitfaden-Studium-Alte-Kirchengeschichte.pdf)

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

41

Einführung in die Mittlere und Neuere Kirchenegschichte

Steiner

V G M2
1 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.10
ab dem 18.11.2020

 

Die Vorlesung bietet einen ersten knappen Überblick über die Epochen und Hauptthemen der Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit. Dabei wird unter anderem auch auf die Ausbreitung des westlichen Christentums, das Verhältnis von geistlicher und weltlicher Gewalt im Hochmittelalter, die Geschichte der Orden, die Zeit der Konzilien und des Konziliarismus, das Zeitalter der Reformen und Konfessionalisierungen, Kirche in der Epoche der Aufklärung sowie die beiden Vatikanischen Konzilien eingegangen.

Literatur

Bischof, Franz Xaver u.a., Einführung in die Geschichte des Christentums, Freiburg/Br. 2012.

Brox, Norbert (Hg.), Die Geschichte des Christentums. Religion – Politik – Kultur, 14 Bde., Freiburg/br. 1991-2004.

Eder, Manfred, Kirchengeschichte. 2000 Jahre im Überblick, Ostfildern 2017.

Frank, Isnard Wilhelm, Kirchengeschichte des Mittelalters, Düsseldorf 2008.

Jedin, Hubert (Hg.), Handbuch der Kirchengeschichte, 7 Bde., Freiburg/Br. 1962-79.

Jung, Martin H., Kirchengeschichte, Tübingen 2017².

MacCulloch, Diarmaid, A History of Christianity. The First Three Tousand Years, London 2010.

Schatz, Klaus, Kirchengeschichte der Neuzeit. Zweiter Teil, Düsseldorf 2008.

Schmolinsky, Heribert, Kirchengeschichte der Neuzeit. Erster Teil, Düsseldorf 2008.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

42

Methoden der Kirchengeschichte

König

Anmeldung bitte an: koenig@sankt-georgen.de

ProS M2
2 st. - 3 LP

Mi 14.30 – 16.05

 

Das Proseminar richtet sich an Studienanfängerinnen und -anfänger und vermittelt grundlegende wissenschaftliche Methoden der kirchenhistorischen Arbeit. Zunächst stehen Bedeutung und Ziel des Faches „Kirchengeschichte“ (bzw. „Historische Theologie“ oder auch „Christentumsgeschichte“) im Kontext der theologischen Disziplinen im Blickfeld. Darüber hinaus geht es um die Problematik von Epochengrenzen sowie um verschiedene Möglichkeiten eines Zugangs zum kirchenhistorischen Stoff. Anhand der Thematik „Die Christen und der Staat“ werden exemplarisch Quellen unterschiedlicher Gattungen von der Antike bis zur Gegenwart erschlossen, wobei die vier Methodenschritte Heuristik (Quellenfindung), Kritik, Interpretation und Darstellung berücksichtigt werden. Dies ermöglicht zum einen ein tieferes Verständnis der kirchenhistorischen Entwicklungslinien und zeigt zum anderen die bleibende Bedeutung kirchengeschichtlicher Fragestellungen für die Gegenwart auf.

Literatur

Franz Xaver Bischof/Thomas Bremer/Giancarlo Collet/Alfons Fürst: Einführung in die Geschichte des Christentums, Freiburg/Br. 2012.

Christoph Markschies: Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995.

Lenelotte Möller/Hans Ammerich: Einführung in das Studium der Kirchengeschichte, Darmstadt 2014.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Zur besseren Planung wird um eine kurze Voranmeldung per E-Mail an koenig@sankt-georgen.de gebeten.

 

43

Origenes, Über das Martyrium

J. Arnold / Schwarzer

Anmeldung bitte an: arnold@sankt-georgen.de

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 14.30 – 16.05

 

Die Rede von Märtyrerinnen und Märtyrern fordert heraus: Bilder von Frauen und Männern, die im Vertrauen auf Gott trotz größter Qualen dem eigenen Tod freiwillig, mit Gelassenheit oder sogar Freude entgegenblicken, lösen in uns Widerstände bis hin zur Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses Handelns aus. Diese Bilder sind Teil unserer Gegenwart: An vielen Orten der Erde, ob in Pittsburgh, Syrien oder China, bekennen Christ*innen, aber auch Jüd*innen und Muslim*innen im Angesicht des Todes ihren Glauben und legen so das Blutzeugnis ab. Dennoch sind Publikationen zu einer ‚Theologie des Martyriums‘ heute eher selten (vgl. z.B. Eberhard Schockenhoff, Entschiedenheit und Widerstand. Das Lebenszeugnis der Märtyrer, Freiburg i. Br. 2015). Die christliche Antike dagegen hat eine vielfältige Märtyrer-Literatur hervorgebracht. Neben Märtyrerakten, -passionen und -legenden finden sich hier – etwa bei Tertullian, Origenes und Cyprian – Schriften, die nicht nur die Martyriumsbereitschaft propagieren, sondern auch dem Wesen und Sinn des Martyriums selbst nachgehen und bis heute Impulse für die theologische Reflexion geben.

 

Im Mittelpunkt des Hauptseminars steht Origenesʼ um 235 n.Chr. entstandene (später so genannte) 'Exhortatio ad martyrium'. Auf der Basis einer philologischen Analyse ausgewählter Passagen des griechischen Textes werden sowohl die theologischen als auch die zeitgeschichtlichen Implikationen untersucht und diskutiert werden: Im ersten Teil jeder Sitzung liegt der Fokus auf theologischen Themen des Werkes (z.B.: das Martyrium als Konsequenz des Gesetzesgehorsams und Ausdruck ungeteilter Gottesliebe; das Vorbild alttestamentlicher Glaubenszeugen; das Martyrium als zweite ‚Taufe‘; das Martyrium als Teilhabe an der Passion Christi; Gemeinschaft mit Christus oder Gemeinschaft mit den Dämonen; das Sterben für andere; das Martyrium als Weg zu Gott). Im zweiten Teil der Sitzung sollen jeweils der historische Kontext der von Origenes beschriebenen Verfolgungssituation (z.B.: Kaiserkult, Christenverfolgung und Märtyrerverehrung) sowie Anknüpfungspunkte an jüdische wie klassisch-pagane Traditionen des edlen Todes (z.B.: der Tod des Sokrates, die Makkabäischen Märtyrer) im Vordergrund stehen.

 

Literatur

- Theofried Baumeister, Die Anfänge der Theologie des Martyriums, Münster 1980.

 

- Ders., Genese und Entfaltung der altkirchlichen Theologie des Martyriums, Bern u.a. 1991.

 

- Christel Butterweck, „Martyriumssucht“ in der Alten Kirche?, Tübingen 1995.

 

- Arthur J. Droge / James D. Tabor, A noble death: suicide and martyrdom among Christians and Jews in antiquity, San Francisco 1992.

 

- Peter Gemeinhardt/Johan Lemans (Hg.), Christian martyrdom in late antiquity (300–450 AD), Berlin 2012.

 

- Wolfram Kinzig, Christenverfolgung in der Antike, München 2019.

 

- Paul Middleton (Hg.), The Wiley Blackwell companion to Christian martyrdom, Hoboken, NJ 2020.

 

- Katharina Waldner, Die Erfindung des Martyriums. Wahrheit, Recht und religiöse Identität in Hellenismus und Kaiserzeit, Tübingen 2021 (angekündigt für Januar).

 

Weitere Literatur wird im Rahmen der Seminarsitzungen angegeben werden.

 

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Solide Grundkenntnisse des Altgriechischen sind für die Seminar-Teilnahme notwendig.

 

Anmeldungen bitte an: arnold@sankt-georgen.de

 

 

45

Kirchenhistorisches Oberseminar

J. Arnold / Steiner

Teilnahme auf Einladung der Dozenten

OS A
1 st. - 4 LP

nach Vereinbarung

 

The Invention of Tradition(s)

 

1983 legten die beiden britischen Historiker Eric Hobsbawn und Terrence Ranger in der Cambridge University Press einen Aufsatzband mit dem programmatischen Titel 'The Invention of Tradition' vor. Die These der ‚Erfundenen Tradition‘, die in die Vergangenheit zurückprojiziert wird, um in der Gegenwart Strukturen, Bräuche oder Macht zu legitimieren und Identität zu stiften, regte in unterschiedlichen Kultur- und Sozialwissenschaften den intellektuellen Diskurs und unzählige Forschungen an, blieb aber auch nicht unumstritten. Zuletzt trat Hubert Wolf mit der These eines durch Pius IX. ‚erfundenen Katholizismus‘ hervor. Das Seminar will anhand einiger Beispiele der/den ‚Erfundenen Tradition(en)‘ auf dem Feld der Kirchengeschichte nachgehen.

 

 

 

 

 

Literatur

Auswahl:

 

Hobsbawm, Eric, Introduction: Inventing Tradition; in: Hobsbawm (Hg.), The Invention of Tradition, Cambridge 1983, 1–14.

 

Wolf, Hubert, Die Erfindung des Katholizismus? Vom Nutzen und Nachteil des historischen Konzepts der ‚invention of tradition‘ für die katholische Kirchengeschichtsschreibung; in: Krips, Katharina (Hg.), Aufbruch in der Zeit. Kirchenreform und europäischer Katholizismus (MKS.NF 10), Stuttgart 2020, 37–49.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Teilnahme auf Einladung der Dozenten.

 

Termine:

 

Samstag, den 24. Oktober 2020,

Samstag, den 28. November 2020,

Samstag, den 16. Januar 2021.

 

jeweils vor- und nachmittags.

 

 

Fundamentaltheologie

 

50

Theologische Erkenntnislehre

Löffler

V G M3
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung geht der Frage nach, wie die Theologie zu ihrer Erkenntnis kommt. Dazu gilt es einerseits zu klären, in welchem Verhältnis Offenbarung, Glaube und Vernunft zueinander stehen, und andererseits aufzuzeigen, wie die kirchlichen Bezeugungsinstanzen des Wortes Gottes (Heilige Schrift, Tradition, Lehramt, Theologie, Glaubenssinn der Gläubigen etc.) Gottes (v)ergangenes Offenbarungswort so vermitteln, dass es auch heute noch authentisch vernommen und im Glauben angenommen werden kann.

Literatur

WOLFGANG BEINERT, Theologische Erkenntnislehre, in: Ders. (Hg.), Glaubenszugänge. Lehrbuch der katholischen Dogmatik, Bd.1. Paderborn 1995, 47-187.

WOLFGANG BEINERT, Kann man dem Glauben trauen? Grundlagen theologischer Erkenntnis. Regensburg 2004.

CHRISTOPH BÖTTIGHEIMER, Lehrbuch der Fundamentaltheologie. Freiburg 2009, 21-164.

HELMUT GABEL, Inspiriert und inspirierend - die Bibel. Würzburg 2011.

DONATH HERCSIK, Die Grundlagen unseres Glaubens. Eine theologische Prinzipienlehre. Münster 2005.

HANS-JOACHIM HÖHN, Praxis des Evangeliums, Partituren des Glaubens. Wege theologischer Erkenntnis. Würzburg 2015.

PETER HÜNERMANN, Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube - Überlieferung - Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen. Münster 2003.

WALTER KERN ET AL. (Hg.), Handbuch der Fundamentaltheologie, Bd. 4 (Traktat Theologische Erkenntnislehre). Tübingen – Basel (2. Aufl.) 2000.

WALTER KERN & FRANZ-JOSEF NIEMANN, Theologische Erkenntnislehre. Düsseldorf 1981.

BERNHARD KÖRNER, Orte des Glaubens - loci theologici. Würzburg 2014.

THOMAS SCHÄRTL, Glaubens-Überzeugung. Philosophische Bemerkungen zu einer Erkenntnistheorie des christlichen Glaubens. Münster 2007.

MICHAEL SEEWALD, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln. Freiburg 2018.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

51

Religions- und Offenbarungskritik

Specker

V G M7
1 st. - 3 LP

Mi 08.45 – 09.30

 

Aufgeklärt soll eine Religion sein, denn so hat sie einen Platz in der modernen Gesellschaft. Und aufgeklärt ist sie zum Beispiel durch die Betonung von Individualität, durch eine kritische Skepsis gegenüber Tradition und Autorität, durch einen vor der Vernunft gerechtfertigten Gottesbegriff sowie durch die Annahme eines gemeinsamen Kerns aller Religionen. Diese Vorzeichen prägen die aktuellen Debatten um das Verhältnis von Religion und Moderne, in denen die öffentliche Sichtbarkeit von Religion genauso thematisiert wird wie das Gewaltpotential religiöser Traditionen. Sie sind aber alles andere als selbstverstänlich, sondern entspringen einer spezifischen Konfiguration des Religionsbegriffs, der wesentlich seit dem 17. Jahrhundert im europäischen Kontext geprägt worden ist: In ihm treten Offenbarungs- und religionskritische Elemente mit vorausgesetzten christlichen Grundannahmen zusammen.

Die Vorlesung zeichnet anhand von ausgewählten Denkern der (frühen) Aufklärung die Konfiguration des Religionsbegriffs nach. Zugleich setzt er sie in Beziehung zu islamischen Traditionen, in denen ebenfalls das Verhältnis von Vernunft und Offenbarung thematisiert wird. Dies bietet sich an, ist der Islam in Abgrenzung wie in Idealisierung doch bis in die Gegenwart der zentrale Bezugspunkt europäischen Selbstverständnisses.

 

Literatur

Zum (angenehmen) Einlesen:

Croitoru, Joseph. Die Deutschen und der Orient. Faszination, verachtung und die Widersprüche der Aufklärung. München 2018.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Dogmatik

 

52

Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Das Kolloquium möchte zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Dies soll die Grundlage für alle weiteren philosophischen und theologischen Spezialfragen im Studium bilden. Dazu werden wir Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung sehr empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die Veranstaltung wird nach Möglichkeit in Präsenzlehre durchgeführt.

 

53

Trinitarische Gotteslehre I

Vechtel

V G M7
2 st. - 4.5 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Die Frage nach Gott ist die Grundfrage der Theologie. Im Mittelpunkt des christlichen Glaubens steht jedoch das Bekenntnis zu dem Gott, der sich in seiner Offenbarung als der eine Gott in drei Personen erwiesen hat. Die dogmatische Theologie steht vor der Aufgabe, den trinitarischen Gottesglauben als „konkreten Monotheismus“ und als Auslegung der biblischen Offenbarungsgeschichte zu begründen. Dabei soll der trinitarische Gottesglaube als eine mögliche Antwort auf die Gottesfrage des Menschen ausgewiesen werden. Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung stehen Überlegungen zur Erkennbarkeit Gottes, zur biblischen und theologiegeschichtlichen Begründung trinitätstheologischer Aussagen, zum Verhältnis des trinitarischen Gottes zur Welt und zur Geschichte, zur Vereinbarkeit des monotheistischen Glaubens mit dem Bekenntnis zu den drei göttlichen Personen (Wesenseinheit und trinitarischer Personbegriff).

Literatur

Literatur:

Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd.1, Göttingen 1988.

Karlheinz Ruhstorfer (Hg.), Gotteslehre. Theologie studieren – Modul 7, Paderborn 2014.

Walter Kasper, Der Gott Jesu Christi, Mainz 1982.

Klaus von Stosch, Trinität, Paderborn 2017.

Jürgen Werbick. Gott verbindlich. Eine theologische Gotteslehre, Freiburg 2007.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

54

Sakramententheologie

Ansorge

V G M11
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
(ab dem 09.12.2020)

 

Das Zweite Vatikanische Konzil begreift die Kirche als Sakrament, aus dem sich die einzelnen Sakramente wie Taufe, Firmung, Eucharistie usw. entfalten. Auf dieser Grundlage baut jede zeitgemäße theologische Reflexion über die einzelnen Sakramente der Kirche auf.

Mit Ausnahme der Eucharistie stellt die Vorlesung die Theologie der Sakramente nach katholischem Verständnis dar. Vorausgeschickt werden Überlegungen zum Begriff des "Sakramentalen" und des "Sakraments", wie er sich symboltheoretisch herleiten und religionsgeschichtlich verstehen lässt.

Literatur

Peter McGrail, The rite of Christian initiation. Adult rituals and Roman Catholic ecclesiology, Farnham 2013.

Eva-Maria Faber, Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 2011.

Joseph Ratzinger, Künder des Wortes und Diener eurer Freude. Theologie und Spiritualität des Weihesakramentes, Freiburg (u.a.) 2010.

Krzysztof Gasecki, Das Profil des Geistes in den Sakramenten. Pneumatologische Grundlagen der Sakramentenlehre. Darstellung und Reflexionen ausgewählter katholischer Entwürfe (MBTh 66), Münster 2009.

Franz Courth, Die Sakramente. Ein Lehrbuch für Studium und Praxis, Freiburg u.a. 1995.

Alexandre Ganoczy, Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 3. Aufl. 1991.

Günter Koch, Sakramentenlehre - Das Heil aus den Sakramenten, in: Wolfgang Beinert (Hg.), Glaubenszugänge, Bd. 3, Paderborn u.a. 1995, 309-523.

Gerhard Ludwig Müller, Katholische Dogmatik, Freiburg u.a. 1995, 628-768.

H. Ottmar Meuffels, Kommunikative Sakramententheologie, Freiburg u.a. 1995.

Franz-Josef Nocke, Allgemeine/Spezielle Sakramentenlehre, in: Theodor Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik, Bd. 2, Düsseldorf 1992, 188-225. 226-376.

Franz-Josef Nocke, Sakramententheologie. Ein Handbuch, Düsseldorf 1997.

Herbert Vorgrimler, Sakramententheologie (Leitfaden Theologie) Düsseldorf, 3. Aufl. 1992.

Theodor Schneider, Zeichen der Nähe Gottes. Grundriss der Sakramententheologie (Welt der Theologie), Mainz 7. Aufl. 1998.

Norbert Scholl, Sakramente - Anspruch und Gestalt, Regensburg 1995.

Benedetto Testa, Die Sakramente der Kirche (AMATECTA. Lehrbücher zur katholischen Theologie 9), Paderborn 1997.

Louis-Marie Chauvet, Symbol und Sakrament. Eine sakramentale Relecture der christlichen Existenz, Regensburg 2015.

Hans Boersma / Matthew Levering (Hrsg.), The Oxford Handbook of Sacramental Theology, Oxford 2015.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

55

Schöpfungstheologie II

Specker

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Mo 08.45 – 10.20
(bis zum 23.11.2020)

 

In dieser Vorlesung geht es um das Ganze. Bringt die Lehre von der Schöpfung doch das Geschaffene in seiner unauflöslichen Beziehung zu dem "ganz anderen Gott", der niemals ein Teil der Welt ist, in den Blick. In dieser Grundausrichtung kommen christliche und islamische Theologie überein. So ist die Schöpfungstheologie ein besonderer Ort der Nähe zwischen Islam und Christentum.

Zugleich zeigen sich gerade hier auch grundlegende Differenzen, so im Verständnis der Offenbarung, des menschlichen Weltverhältnisses oder des Verhältnisses von Vernunft und Offenbarung.

Themen der Vorlesung sind u.a.:

Einführung in das koranische Schöpfunsgverständnis

Der Mensch als Ebenbild und als Statthalter Gottes

Theologische Deutungen der Evolutionstheorie

Umwelttheologie

 

Literatur

Als einführende Literatur bietet sich an:

ANSORGE, DIRK/ MOHAGHEGHI, HAMIDEH: Ursprung und Ziel: Gott als Schöpfer und Richter. In: Volker Meißner (u.a.) (Hg.): Handbuch christlich-islamischer Dialog. Grundlagen – Themen – Praxis – Akteure. Freiburg 2014, 93-106.

DAVID BURRELL: Creation. In: Timothy Winter (Hg.): The Cambridge Companion to Classical Islamic Theology. Cambridge 2008, 141-160.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

56

Trinitarische Gotteslehre II

Vechtel

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Mo 08.45 – 10.20
(ab dem 30.11.2020)

 

Als Teil der 3. Studienphase im Studiengang Magister Theologie wird in der Lehrveranstaltung eine vertiefende Auseinandersetzung mit der trinitarischen Gotteslehre erfolgen. Dabei soll nach dem spezifischen Beitrag gefragt werden, den der trinitarische Gottesglaube und die christliche Trinitätslehre zu aktuellen Fragestellungen der Gotteslehre leisten. Im Blick auf das Gott-Welt-Verhältnis stehen die Herausforderungen durch panentheistische, monistische und prozessontologische Gottesvorstellungen im Vordergrund. Die Frage nach dem Handeln Gottes in der Welt wird im Blick auf aktuelle religionsphilosophische Diskussionen sowie die Konzeption eines offenen Theismus skizziert. Schließlich hat sich der trinitarische Gottesglaube im Dialog mit den monotheistischen Weltreligionen Judentum und Islam als spezifisch christliche Form des Monotheismus zu bewähren. In diesem Zusammenhang ist vertiefend auf die Fragen von Wesenseinheit und personaler Verschiedenheit in Gott einzugehen.

Literatur

Literatur:

Julia Enxing, Gott im Werden. Die Prozesstheologie Charles Hartshornes, Regensburg 2013.

Johannes Grössl, Die Freiheit des Menschen als Risiko Gottes. Der offene Theismus als Konzeption der Vereinbarkeit von göttlicher Allwissenheit und menschlicher Freiheit, Münster 2015.

Frank Meier-Hamidi/Klaus Müller (Hg.), Persönlich und alles zugleich. Theorien des All-Einheit und christliche Gotteslehre, Regensburg 2010.

Klaus Müller/Magnus Striet (Hg.), Dogma und Denkform. Strittiges in der Grundlegung von Offenbarungsbegriff und Gottesgedanke, Regensburg 2005.

Bernhard Nitsche, Gott und Freiheit. Skizzen zur trinitarischen Gotteslehre, Regensburg 2008.

Bernhard Nitsche u.a. (Hg.), Gott – jenseits von Monismus und Theismus? Paderborn 2017.

Eckhard Nordhofen, Corpora. Die anarchische Kraft des Monotheismus, Freiburg 2018.

Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd.1, Göttingen 1988.

Karlheinz Ruhstorfer (Hg.), Das Ewige im Fluss der Zeit. Der Gott, den wir brauchen (QD 280), Freiburg 2016.

Elmar Salmann, Neuzeit und Offenbarung. Studien zur trinitarischen Analogik des Christentums, Rom 1986.

Michael Schulz, Sein und Trinität. Systematische Erörterungen zur Religionsphilosophie Hegels im ontologiegeschichtlichen Rückblick auf J. Duns Scotus und I. Kant und die Hegel-Rezeption in Seinsauslegung und Trinitätstheologie bei W. Pannenberg, E. Jüngel, K. Rahner und H.U.v. Balthasar, St. Ottilien 1997.

Roman Siebenrock/Christoph Amor, Handeln Gottes. Beiträge zur aktuellen Debatte (QD Bd. 262), Freiburg 2014.

Magnus Striet (Hg.), Monotheismus Israels und christlicher Trinitätsglaube (QD 210), Freiburg 2004.

Muna Tatari/Klaus von Stosch (Hg.),Trinität – Anstoß für das islamisch christliche Gespräch, Paderborn 2013.

Muna Tatari/Klaus von Stosch (Hg.), Handeln Gottes – Antwort des Menschen, Paderborn 2014.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

57

Christologie II

Ansorge

V G M18
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10
Beginn: 20.10.2020

 

Letzten Endes lässt sich christliche Theologie insgesamt als Versuch deuten, den Glauben an Jesus von Nazareth als universalen Heilsbringer vernunftgeleitet zu explizieren. Rationalität aber begegnet nie kontextfrei und ungeschichtlich. Auf der Grundlage der patristischen und mittelalterlichen Christologie skizziert die Vorlesung deshalb verschiedene Zugänge zu Person und Werk Jesu und sucht deren Eigenheiten in der Vielfalt kultureller Zugänge zu profilieren.

Literatur

Jens Herzer / Anne Käfer / Jörg Frey (Hrsg.), Die Rede von Jesus Christus als Glaubensaussage. Zwischen Bibelwissenschaft und Dogmatik (UTB 4903), Tübingen 2018.

Jürgen Werbick, Gott-menschlich. Elementare Christologie, Freiburg 2016.

Klaus von Stosch (Hrsg.), Streit um Jesus. Muslimische und christliche Annäherungen (Beiträge zur komparativen Theologie 21), Paderborn 2016.

René Dausner, Christologie in messianischer Perspektive. Zur Bedeutung Jesu im Diskurs mit Emmanuel Levinas und Giorgio Agamben (Studien zu Judentum und Christentum 31), Paderborn u.a. 2016.

Francesca Aran Murphy (Hrsg.), The Oxford handbook of Christology, Oxford 2015.

Helmut Hoping, Einführung in die Christologie, 3. Aufl. Darmstadt 2014.

Florian Bruckmann, In IHM erkannt: Gott und Mensch. Grundzüge einer anthropologischen Christologie im Angesichte Israels (Studien zu Judentum und Christentum 28), Paderborn u.a. 2014.

Christian Danz, Grundprobleme der Christologie, Tübingen 2013.

Bernhard Nitsche, Christologie, Paderborn 2012.

Ralf K. Wüstenberg, Christologie. Wie man heute theologisch von Jesus sprechen kann, Gütersloh 2009.

Karl-Heinz Menke, Jesus ist Gott der Sohn. Denkformen und Brennpunkte der Christologie, Regensburg 2008.

Karlheinz Ruhstorfer (Hrsg.), Christologie (UTB 4942), Paderborn 2018.

Georg Kraus, Jesus Christus - der Heilsmittler. Lehrbuch zur Christologie, Frankfurt am Main 2005.

Christoph Schönborn, Gott sandte seinen Sohn. Christologie, Paderborn 2002.

Peter Hünermann, Jesus Christus, Gottes Wort in der Zeit. Eine systematische Christologie, Münster 1997.

Josef Wohlmuth, Jesu Weg - unser Weg. Kleine mystagogische Christologie (Würzburg 1992), kommentierte Neuaufl. Paderborn 2018.

Klaus Dorn (Hrsg.), Jesus Christus. Geschichte - Überlieferung - Glaube (UTB 4928), Paderborn 2018.

Christian Danz / Georg Essen (Hg.), Dogmatische Christologie in der Moderne. Problemkonstellationen gegenwärtiger Forschung (Ratio fidei 70), Regensburg 2019.

Helmut Hoping, Jesus aus Galiläa - Messias und Gottes Sohn, Freiburg u.a. 2019.

Walter Homolka / Magnus Striet, Christologie auf dem Prüfstand. Jesus der Jude – Christus der Erlöser, Freiburg u.a. 2019.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

58

Symbol, Sakrament und Ritual: Philosophische und theologische Aspekte

Ansorge

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 14.30 – 16.05
Beginn: 21.10.2020

 

Angesichts der vielerorts diagnostizierten "Krise der Repräsentation" ist auch die sakramentale Praxis der Kirchen "fragwürdig" geworden. Im Seminar werden grundlegende Begriffe und Konzepte des katholischen Sakramentenverständnisses (Symbol, Sakrament, Ritual u.a.) vorgestellt und diskutiert. Aus philosophischer und theologischer Perspektive soll die für katholisches Glaubensverständnis grundlegende Kategorie des "Sakramentalen" dem um sein Selbstverständnis bemühten Glauben erschlossen werden.

Literatur

Andrea Grillo, Einführung in die liturgische Theologie. Zur Theorie des Gottesdienstes und der christlichen Sakramente (Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie 49), Göttingen 2006.

Franz Schupp, Glaube - Kultur - Symbol. Versuch einer kritischen Theorie sakramentaler Praxis, Düsseldorf 1974.

Louis-Marie Chauvet, Symbol und Sakrament. Eine sakramentale Relecture der christlichen Existenz (Theologie der Liturgie 8), Regensburg 2. Aufl. 2017.

Hans-Joachim Höhn, Spüren. Die ästhetische Kraft der Sakramente, Würzburg 2002.

Victor Turner, Das Ritual. Struktur und Anti-Struktur, Frankfurt-New York 2005.

Arnold van Gennep, Übergangsriten, Frankfurt-New York, 3. Aufl. 2005.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

59

Tutorial in English:

Pivotal topics and turning points of Christian Theology

 

Ansorge

V/Koll G
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Theology is a reflection on God and his salvific work guided by human reason. It does not take place unaffected by cultural circumstances, but always in regards to conceptual constellations of a respective time. The lecture provides an overview of the history of Christian theology and presents its magisterial turning points. It presents and discusses fundamental theological questions and answers within the framework of their respective times.

Literatur

Dirk Ansorge, Kleine Geschichte der christlichen Theologie. Epochen, Denker, Weichenstellungen, Regensburg 2017.

Alister E. McGrath, Christian Theology. An Introduction, Blackwell: Hoboken (NJ) 1994.

Alister E. McGrath, Historical Theology. An Introduction to the History of Christian Thought, Blackwell: Hoboken (NJ), 2nd ed. 2012.

John M. Frame, A History of Western Philosophy and Theology, Phillipsburg (NJ) 2015.

Jonathan Hill, The History of Christian Thought, Oxford 2003.

Tony Lane, A Concise History of Christian Thought, Baker-Academic 2006.

William C. Placher / Derek E. Nelson, A History of Christian Theology, Westminster, 2nd ed. 2013.

Diarmaid MacCulloch, Christianity: The First Three Thousand Years, London: Penguin, 2010.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

60

Oberseminar Für Lizenziand*innen und Doktorand*innen

Ansorge / Vechtel

OS A - 4 LP
 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

(wird jeweils zur einzelnen Sitzung gesondert bekannt gegeben)

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

(Termine nach Absprache)

Moraltheologie

 

61

Ware, fühlende Wesen, Mitgeschöpfe. Probleme und Ansätze der Tierethik in philosophischer und theologischer Perspektive

Koller / Höhl

Anmeldung bitte bis 10.10.2020 an: hoehl@sankt-georgen.de

HS M15 M23 P12
2 st. - 4 (für M15 M23) / 6 (für P12) LP

Mi 14.30 – 16.05

 

Im Zuge des sog. „Animal Turn“ hinterfragen viele Menschen kritisch ihren Umgang mit Tieren: Dürfen sie gegessen, als Haus- und Nutztiere gehalten, gezüchtet und für Experimente benutzt werden? Was unterscheidet eigentlich uns Menschen von anderen Tieren? Können Tiere fühlen, denken, intentional handeln?

Diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir uns im Wintersemester in vier Blöcken widmen. Zunächst geht es darum, wahrzunehmen, wie Tiere uns im Alltag begegnen, wie sie dargestellt werden und welche Fähigkeiten sie – laut aktuellem Forschungsstand – besitzen. Im zweiten und dritten Teil wird es darum gehen, philosophische bzw. theologische Ansätze der Tierethik zu diskutieren und aktuelle Debatten nachzuverfolgen. Im vierten und letzten Block wird es die Gelegenheit geben, verschiedene Einzelfragen der philosophischen Ethik zu diskutieren. Welche genau das – neben der Frage der vegetarischen/veganen Ernährung – sein werden, wird zu Beginn des Seminars gemeinsam festgelegt.

Literatur

Camenzind, Samuel: Neues zu Fragen der Tierethik, in: Philosophische Rundschau 66 (2019) 305-326.

Hagencord, Rainer: Gott und die Tiere. Ein Perspektivwechsel, Kevelaer 2018.

Korsgaard, Christine M.: Fellow Creatures. Our Obligations to the Other Animals, Oxford 2018.

Lintner, Martin: Der Mensch und das liebe Vieh. Ethische Fragen im Umgang mit Tieren, Innsbruck – Wien 2017.

Lintner, Martin: Respect for the Proper Value of Each Creature. An Animal-Ethical Rethinking of the Encyclical Laudato si‘, in: Louvain studies 43 (2020), 26-48.

Mayr, Petra: Das pathozentrische Argument als Grundlage einer Tierethik, Münster 2003.

Remele, Kurt: Die Würde des Tieres ist unantastbar. Eine neue christliche Tierethik, Kevelaer 2019.

Raspé, Carolin: Tiere im Recht, in: Jaeger, Friedrich (Hg.): Menschen und Tiere. Grundlagen und Herausforderungen der Human-Animal Studies, Berlin 2020 (Cultural Animal Studies 9), 153-170.

Rosenberger, Michael: Wie viel Tier darf’s sein? Die Frage ethisch korrekter Ernährung aus christlicher Sicht, Würzburg 2016.

Singer, Peter: Praktische Ethik. Aus dem Engl. übers. v. Oscar Bischoff. 3. rev. u. erw. Aufl., Stuttgart 2013.

Vogt, Markus: Tierethik. Philosophische und theologische Ansätze des gegenwärtigen „animal turn“, in: MThZ 70 (2019) 333—354.

Wild, Markus: Tierphilosophie zur Einführung, 4. erg. Aufl, Hamburg 2019.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

62

Moraltheologisches Oberseminar

Koller

OS
1 st.

nach Vereinbarung

 

Im Oberseminar werden die laufenden Qualifikationsarbeiten und aktuelle Fragestellungen der Moraltheologie diskutiert. Die Termine werden mit den Studierenden, die derzeit eine moraltheologische Magister-, Lizentiats- oder Doktoratsarbeit verfassen, vereinbart.

Literatur

nach Vereinbarung

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Pastoraltheologie

 

70

Pastoral der Initiationssakramente Taufe und Firmung im Kontext einer "Gesellschaft der Singularitäten"

W. Beck

V G M11
2 st. - 3 LP

Fr 08.45 – 12.10
Termine:
23.10.2020, 30.10.2020, 13.11.2020, 20.11.2020, 27.11.2020, 04.12.2020, 11.12.2020

 

Thema der Veranstaltung sind zunächst die Möglichkeiten des Glaubens unter den Bedingungen der postmodernen Moderne. Auf der Basis dieser Überlegungen wird zusammen mit GesprächspartnerInnen aus der pastoralen Praxis der Frage nachgegangen, wie Kinder und Jugendliche mit den Sakramenten Taufe und Firmung in diese Möglichkeiten eingeführt werden können. Die Thematik erfordert eine aktive Mitarbeit in der Veranstaltung.

Literatur

• Haslinger, Herbert, (Hg.), Praktische Theologie. Durchführungen (Handbuch 2), Mainz 2000.

• Kasper, Walter / Biesinger, Albert / Kothgasser, Alois (Hg.), Weil Sakramente Zukunft haben. Neue Wege der Initiation in Gemeinden, Ostfildern 2008.

• Kaul, Bettina: Taufpastoral – zwischen kirchlicher Tradition und menschlicher Erfahrung. Pastoraltheologische und liturgiewissenschaftliche Untersuchungen, Berlin 2011.

• Saberschinsky, Alexander, Wir feiern, was wir glauben. Katechesen im Rahmen der zweistufigen Kindertaufe, Trier 2018.

• Kroth, Jürgen, Dein Reich komme. Studien zu einer politischen Theologie sakramentaler Theorie und Praxis, Würzburg 2018.

• Winger, Philipp, Initiationsritus zwischen Taufe und Eucharistie. Ein liturgiewissenschaftlicher Beitrag zur Theologie der Firmung, Regensburg 2019.

• Höring, Patrick C., Firmung. Sakrament zwischen Zuspruch und Anspruch. Eine sakramententheologische Untersuchung in praktisch-theologischer Absicht, Kevelaer 2011.

• Langenbacher, Jesaja, Firmung als Initiation in Gemeinschaft: Theologie von Firmlingen – eine Herausforderung und Bereicherung für die Lebens- und Glaubenskommunikation in der Kirche, Berlin 2010.

• Lutz, Christian, Firmung Jugendlicher im interdisziplinären Diskurs. Theologie – Ritual – Empirie, Würzburg 2018

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

71

Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion: Zur Neuformatierung pastoralen Agierens während der Covid-19-Pandemie

W. Beck

V G M21
2 st. - 4.5 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung geht grundlegenden menschlichen Erfahrungen als Daseinsrisiken nach: Krisen in Krankheits-, Schuld-, Trauer- und Unsicherheitserfahrungen. Ausgehend von der zentralen pastoraltheologischen Ausrichtung auf die Biographie als theologiegenerativer Ort werden einzelne pastorale Handlungsfelder in den Blick genommen. Ein Fokus liegt dabei auf der pastoraltheologischen Reflexion während der Corona-Pandemie und der empirischen Erhebung pastoraler Erfahrungen.

Literatur

• Schäfer, Julia, Tod und Trauer in der modernen Gesellschaft. Perspektiven einer alternativen Trauer- und Bestattungskultur, Stuttgart 2011.

• Fangerau, Heiner / Labisch, Alfons, Post und Corona. Pandemien in Geschichte, Gegenwart und Zukunft, Freiburg/B. 2020.

• Gmelch, Michael, Refugees welcome. Eine Herausforderung für Christen, Würzburg 2016.

• Luther, Henning, Religion und Alltag. Bausteine zur einer Praktischen Theologie des Subjekts, Stuttgart 2014.

• Gross-Dinter, Ursula / Feuser, Florian / Ramos Méndez-Sahlender, Carmen (Hg.), Zum Umgang mit Migration. Zwischen Empörungsmodus und Lösungsorientierung, Bielefeld 2017.

• Eckholt, Margit, Gast eines Anderen werden. Glaubensanalyse mit Michel de Certeau in Zeiten interkultureller und interreligiöser Begegnungen, Ostfildern 2020.

• Enxing, Julia (Hg.), Schuld. Theologische Erkundungen eines unbequemen Phänomens, Ostfildern2 2015.

• Krämer, Klaus / Vellguth, Klaus (Hg.), Migration und Flucht. Zwischen Heimatlosigkeit und Gastfreundschaft, Freiburg i.B. 2018.

• Krämer, Klaus / Vellguth, Klaus (Hg.), Religion und Gewalt. Konflikt- und Friedenspotential, Freiburg/B. 2018.

• Krieger, Walter / Sieberer, Balthasar (Hg.), Migration und Integration: Pastorale Herausforderungen und Chancen, Linz 2013.

• Wittwer, Héctor, Der Tod. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, Stuttgart 2014.

• Znoj, Hansjörg: Trauer und Trauerbewältigung, Psychologische Konzepte im Wandel, Stuttgart 2012.

• Ströbele, Christian / Gharaibeh, Mohammad / Middelbeck-Varwick, Anja / Dziri, Amir (Hg.): Migration, Flucht, Vertreibung. Orte islamischer und christlicher Theologie, Regensburg 2018.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

74

Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess I

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.10.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

OS A
2 st.

Fr 06.11.2020, 14.00 – 21.00
Sa 07.11.2020, 09.00 – 16.00 Fr 05.02.2021, 14.00 – 21.00
Sa 06.02.2021, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2020 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

75

Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.10.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

Koll A
1 st.

Fr 04.12.2020, 10.30 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2020 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

74

Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess I

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.10.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

OS A
2 st.

Fr 06.11.2020, 14.00 – 21.00
Sa 07.11.2020, 09.00 – 16.00 Fr 05.02.2021, 14.00 – 21.00
Sa 06.02.2021, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2020 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

75

Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.10.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

Koll A
1 st.

Fr 04.12.2020, 10.30 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2020 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

76

Erfahrungsfeld Seelsorge für Menschen mit Behinderung

Beuers

HS A M15 M23
2 st. - 4 LP

verpflichtende Vorbesprechung:

Fr 05.02.2021, 13.30 – 14.15
Kompaktseminar im St. Vincenzstift Aulhausen von

Fr 05.03.2021 bis

So 07.03.2021

 

Seelsorge mit Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen fordert alle in dieser Pastoral Tätigen in besonderer Weise und mit ihrer ganzen Person. Zusätzlich zur praktisch-theologischen Basisqualifikation und der Fähigkeit zur Kommunikation und Kooperation benötigen sie oft eine spezielle Kompetenz, um ihr pastoral-seelsorgerliches Handeln im jeweiligen meist hoch spezialisierten Arbeitsfeld des Sozial- und Gesundheitswesens heilsam zu gestalten und dazu beizutragen, dass Leben und Glauben in Familien, Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie in den Pfarrgemeinden unbehindert geteilt werden kann.

In diesem Kompaktseminar soll es um eine „Felderkundung“ gehen. Ausgehend von Praxisbeispielen werden pastorale Herausforderungen und Handlungsoptionen für die seelsorgerische Arbeit herausgearbeitet. Die unmittelbare Begegnung mit Menschen mit geistiger Behinderung in Alltag und Gottesdienst ist ebenso Bestandteil des Seminars wie die Klärung von Grundlagen einer inklusiven Pastoral, die z.B. Menschen mit (geistiger) Behinderung eine eigene Spiritualität zugesteht und Teilhabechancen eröffnen will. Die Teilnehmer*innen erfahren, dass Behinderung sich in diesen Kontexten zunächst als eine Schwierigkeit nicht-behinderter Menschen zeigt. Die Zusammenarbeit mit der Fachstelle Inklusion des Rheingau Taunus Kreises ist hier vorgesehen. Das Seminar weist nach, dass eine „inklusive Kirche“ keine bloße Idee, sondern schon längst im Werden und vielerorts bereits schon Wirklichkeit geworden ist. Das Evangelium und die Gottesdienste in leichter Sprache machen das ebenso wie die Bischofsworte von Bischof Dr. Georg Bätzing in leichter Sprache sichtbar. Die DBK hat eine Arbeitshilfe (Nr. 308) herausgegeben, in der die kirchliche Pastoral im Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Behinderungen beschrieben wird. Die Pfarrer Marcus Fischer und Michael Pauly bringen ihre Erfahrungen vor Ort mit Gemeindemitgliedern mit Behinderung ein. Sie berichten über das „Brückenmodell“, das kleine Wohneinheiten und die Gemeinde vor Ort mit einander verbindet. Eine Teilnahme an Gottesdiensten im St. Vincenzstift Aulhausen, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, ist ebenfalls vorgesehen.

Die Unterbringung erfolgt in Pensionen in Aulhausen. Die Mahlzeiten werden im St. Vincenzstift eingenommen. Tagungsräume befinden sich im Pfarrzentrum der Pfarrei Hl. Kreuz Rheingau in Geisenheim und im St. Vincenzstift Aulhausen.

 

Literatur

Beuers, Christoph, Menschen mit Behinderung, in: Herbert Haslinger (Hrsg.), Handbuch Praktische Theologie. Durchführungen, Bd. 2, Mainz 1999, 152–163.

Beuers, Christoph & Straub, Jochen, Ins Leben geschrieben. Partnerschaftliche Exerzitien für Menschen mit und ohne Behinderung. Kevelaer 2010.

Beuers, Christoph & Straub, Jochen, Vom Rand die Mitte sehen, Kevelaer 2013.

Beuers, Christoph & Straub, Jochen, Dir kann ich alles sagen. Ein inklusives Gebetbuch, Kevelaer 2018.

Carda-Döring, Claudia, u.a., Berührt – Alltagsgeschichten von Familien mit behinderten Kindern, Frankfurt am Main 2011.

Diözese Rottenburg-Stuttgart (Hrsg.), Unbehindert Kirche leben – Schritte zur inklusiven Kirchengemeinde. Handreichung der Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern (2015), online verfügbar unter www.kirche-am-ort.de/files/Downloads/7_MATERIAL/Kirche%20am%20Ort/Inklusion_Web.pdf.

Eiesland, Nancy L., Der behinderte Gott. Würzburg 2018.

Evangelische Landeskirche Württemberg (Hrsg.), Christliche Spiritualität gemeinsam leben und lernen. Praxisbuch zur inklusiven Arbeit in Diakonie und Gemeinde, Stuttgart: 2007.

Hajek, Jutta, Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten. Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann, München 2019.

Hepp, Peter, Die Welt in meinen Händen. Eine Welt ohne Hören und Sehen, Berlin 2005.

Kurz, Ralph & Liedke, Ulf (Hg.), Handbuch Inklusion in der Kirchengemeinde, Göttingen 2013.

Roebben, Bert, Religion und Verletzbarkeit. Standort und Herausforderung einer integrativen Religionspädagogik, in: Agnes Wuckelt, Annebelle Pithan & Christoph Beuers (Hrsg.), „Was mein Sehnen sucht …“ – Spiritualität und Alltag (Forum für Heil- und Religionspädagogik, Bd. 5), Münster 2009, 37–56.

Schütze, Elsbeth, Der Sprung ins volle Leben, Mannheim 2009.

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.), Leben und Glauben gemeinsam gestalten. Kirchliche Pastoral im Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Behinderungen (Arbeitshilfen; Nr.308), Bonn 2019.

Themenheft „Leichte Sprache“: Katechetische Blätter 142 (2017) Heft 4.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die Unterbringung erfolgt in Pensionen in Aulhausen. Die Mahlzeiten werden im St. Vincenzstift eingenommen. Tagungsräume befinden sich im Pfarrzentrum der Pfarrei Hl. Kreuz Rheingau in Geisenheim und im St. Vincenzstift Aulhausen.

 

78

Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.10.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

Ü A
2 st.

Termine und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das einzelne Supervisand*innen schriftlich oder mündlich einbringen, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleg*innen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei erheben sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisand*innen einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme an der gesamten Übung.

 

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3–29.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69–112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Themenhefte Personzentriertes Coaching: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Themenheft Personzentrierte Supervision in der Praxis: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 48 (2017) Heft 1.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Diese Übung richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2020 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Homiletik

 

79

Homiletik 1 (Einführung)

W. Beck

Anmeldung bitte bis 12.10.2020 an: beck@sankt-georgen.de

HS M11
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.50

 

In bemerkenswerter Breite ist Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ auf die Bedeutung der Homilie im Leben der Kirche und die Notwendigkeit einer angemessenen Predigtvorbereitung eingegangen: „Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht. Diese Sorge entspricht nicht einer opportunistischen oder diplomatischen Haltung, sondern ist zutiefst religiös und pastoral.“ (Art. 154/120).

 

Bei der Annäherung an die Homiletik als „ars praedicandi“ und einem ersten Erstellen von Predigtskizzen und -entwürfen gilt es, die Predigt als pastoralen Ernstfall einer Konfrontation von Existenz und Wort Gottes wahrzunehmen und damit das wichtigste Instrument kirchlicher Verkündigung einzuüben, das in Bedeutung und Wirkung in katholischen Kontexten oft unterschätzt wird.

In einem ersten Schritt erfolgt eine Einübung in die Erstellung einer Gemeindepredigt nach Rolf Zerfaß mit dem Erstellen eines Predigttextes.

Insbesondere der Weg vom Predigttext zum Predigen in Form der Freien Predigt liegt im Fokus des Seminars.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

 

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

 

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

 

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

 

 

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

 

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 

 

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 

Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

80

Homiletik 1 (Einführung)

Hoyer

Anmeldung bitte bis 09.10.2020 an: hoyer@sankt-georgen.de

HS M11
2 st. - 3 LP

Fr 16.10.2020, 08.45 – 12.10
13.00 – 16.15
Fr 15.01.2021, 08.45 – 12.10
13.00 – 16.15
Fr 29.01.2021, 08.45 – 12.10
13.00 – 16.15

 

„Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht,“ schreibt Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ Art. 154/120 zur Homilie.

Welche Sprache sollten Predigten heute haben, damit sie ankommen? Wen wollen wir erreichen? Von welchem Gott, welchen Werten, welcher Moral, welchem Glauben sprechen wir?

Gemeinsam mit der Poetry Slamerin Laura Meemann gehen wir in dem Seminar der Frage nach, was es heute heißt, (gut) zu predigen. Welche menschlichen Situationen brauchen das Licht des Wortes? Welche Worte der Botschaft Jesu, welche eigenen Worte lassen sich dafür finden? Das sind die Fragen, denen wir am 16.10.2020 von 8.45 bis 16.30 Uhr nachgehen.

! Das Seminar findet am 16.10.2020 in Pax&People, Pariser Strasse 6-8, 60486 Frankfurt/Main statt. Um 8.15 besteht dort die Möglichkeit zur Teilnahme an Stille&Espresso. Infos unter: pax-und-people.de

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 10 Studierende begrenzt.

Seminartermine:

16.10.2020 8.15 bis 16.30 Uhr: Pax&People

15.01.2021 8.15 bis 16.30 Uhr: Pax&People

29.01.2021 8.15 bis 16.30 Uhr: Pax&People

Weitere Informationen folgen.

 

81

Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten

W. Beck

Anmeldung bitte bis 12.10.2020 an: beck@sankt-georgen.de

Ü M21
2 st. - 3 LP

2 Termine zur Auswahl:
Do 14.30 – 16.05 oder
Do 16.15 – 17.50

 

Ziel der Übung ist die Ausarbeitung einer Predigt für eine Hl. Messe sonntags in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die ÜbungsteilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. In einem zweiten Durchgang haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre ggf. modifizierte Predigt noch einmal zur Diskussion zu stellen. Den Abschluss bildet eine konkrete, praxisorientierte Anwendung.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

 

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

 

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

 

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

 

 

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

 

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

 

 

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 

 

 

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 

 

 

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 

 

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 

 

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Liturgiewissenschaft

 

83

Eucharistie - Die Feier der Messe

Saberschinsky

V G M11
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 17.50
Termine:
10.12.2020, 17.12.2020, 14.01.2021, 28.01.2021, 04.02.2021, 11.02.2021

 

Die Veranstaltung führt in die rituelle Feiergestalt der Eucharistiefeier ein und erschließt deren theologischen Sinngehalt. Neben der heutigen Form und Deutung der Eucharistiefeier sind auch deren geschichtliches Werden und die aktuellen Diskussionen, wie sie durch die Forderung nach einer „Reform der Reform“ oder die Corona-Krise ausgelöst werden, Thema. Die Kenntnisse hierüber sind Grundlage für eine eigene theologische Positionierung der Studierenden.

Literatur

Meyer, Hans Bernhard: Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral (= Gottesdienst der Kirche, Bd. 4), Regensburg 1989.

Stuflesser, Martin: Eucharistie. Liturgische Feier und theologische Erschließung, Regensburg 2013.

Saberschinsky, Alexander: Einführung in die Feier der Eucharistie. Historisch – Systematisch – Praktisch (Grundlagen Theologie), Freiburg i.Br. / Basel / Wien 2009; 2. Aufl. 2015.

Berger, Rupert: Die Feier der Heiligen Messe. Eine Einführung, Freiburg i.Br.–Basel–Wien 2009.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

84

Kirchenjahr - Feiern im Rhythmus des Jahres

Bieringer

V G M22
2 st. - 3 LP

Mi 08.45 – 11.10
(bis zum 16.12.2020)

 

Das Christentum strukturiert die Zeit und prägt damit bis heute unseren Lebensrhythmus: von der Siebentagewoche bis hin zur Einteilung des Jahres in Festzyklen mit Fastenzeiten und Feiertagen. Die Liturgie der Kirche knüpft dafür an natürliche (Tag, Jahr) wie an soziale (Woche) Zeitrhythmen an, um sie für eine religiöse Sinngebung zu öffnen. So werden anthropologische Grundgegebenheiten mit der Botschaft des Glaubens verknüpft. Auch wenn heute die Bedeutung der kirchlichen Zeitorganisation vielschichtigen Wandlungsprozessen unterworfen ist, kann die kulturelle Prägung des Abendlandes durch diese Verbindung nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Die Vorlesung nimmt ihren Ausgang bei der anthropologischen und kulturellen Fragestellung nach Mensch und Zeit. Im weiteren Verlauf kommt die Entfaltung des Pascha-Mysteriums auf der Ebene der Woche (der Sonntag als christlicher Ur-Feiertag) und des Jahres in den Blick, wobei historische, systematische und pastorale Gesichtspunkte zu betrachten sind. Im Mittelpunkt stehen die beiden großen Festkreise des Herrenjahres (Osterfestkreis, Weihnachtsfestkreis). Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Heiligenfesten und Ideenfesten.

Literatur

Hansjörg Auf der Maur, Feiern im Rhythmus der Zeit I: Herrenfeste in Woche und Jahr (Gottesdienst der Kirche 5), Regensburg 1983.

Thomas J. Talley, The Origins of the Liturgical Year, Collegeville 2. Aufl. 1991.

Hansjörg Auf der Maur, Feste und Gedenktage der Heiligen, in: Feiern im Rhythmus der Zeit II/1 (Gottesdienst der Kirche 6/1), Regensburg 1994.

Adolf Adam, Das Kirchenjahr mitfeiern, Freiburg 1989 5. Aufl. 1991.

Karl-Heinrich Bieritz, Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart (Neu bearbeitet und erweitert von Christian Albrecht), München 9. Aufl. 2014.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die Vo findet bis zum 16.12.2020 jeweils am Mittwoch von 08.45 bis 11.10 Uhr statt.

 

Kirchenrecht

 

87

Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung

Meckel

V G M11
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
(bis zum 02.12.2020)

 

Die Vorlesung nimmt die rechtliche Regelung aller Sakramente außer der Ehe in den Blick (vgl. hierzu M 22 Übung Eherecht). In diesem Semester liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Sakrament der Eucharistie.

Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt in Art. 1 der Dogmatischen Konstitution über die Kirche “Lumen Gentium“, dass die Kirche nicht nur Sakramente hat, sondern selbst Sakrament ist. Im Horizont der grundlegenden Sakramentalität der Kirche haben alle Einzelsakramente wie auch die Kirche als Ganze zugleich eine rechtliche Dimension. Dem Kirchenrecht geht es um die Gültigkeit und Erlaubtheit der Sakramente, aber auch um die Fruchtbarkeit ihrer Feier und ihres Empfangs. Deshalb kommt im Sinne der actuosa participatio auch die ganze Gemeinschaft der Gläubigen in den Blick, wenn es um die Vorbereitung und die Feier der Sakramente geht. Es wird die ekklesiologische Dimension der Sakramente in den Blick genommen. Das Recht der Sakramente ist ein großes Feld der kirchlichen Praxis und damit auch der kirchlichen Rechtspraxis. Daher wird in der Vorlesung der Stoff auch mit Fällen aus der Praxis der Kirche erarbeitet.

 

Literatur

Einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, Bde. 1-3, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall, Paderborn 2019-2020; einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, 3 Bde., hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Ecclesia a sacramentis. Theologische Erwägungen zum Sakramentenrecht, hg. v. R. Ahlers – L. Gerosa – L. Müller, Paderborn 1992; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1086-1242; Riedel-Spangenberger, Ilona, Die Sakramente der Initiation in der kirchlichen Rechtsordnung, hg. v. H. Hallermann, Paderborn – München – Wien – Zürich 2009 (KStKR 10). Weitere Literaturangaben erfolgen in der Vorlesung.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

88

Kolloquium zur Vorlesung "Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung"

Meckel / Jünger

Koll G
1 st.

Mi 13.30 – 14.15

 

Das Kolloquium bietet den Teilnehmern der Vorlesung „Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung“ die Möglichkeit, Fragen zum Vorlesungsstoff zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Es dient somit einer Vertiefung der in der Vorlesung behandelten Themen sowie einer gezielten Prüfungsvorbereitung.

Literatur

Vgl. Vorlesung „Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung“.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

89

Was Gott verbunden hat… - Das katholische Ehe- und Eheprozessrecht

Meckel / Jünger

Ü G M22
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.50

 

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen… Die Ehenichtigkeitsverfahren sind keine Scheidungsverfahren, sondern fragen danach, ob eine Ehe gültig geschlossen wurde oder nichtig ist. Die Übung führt in die grundlegenden Fragen des Ehe- und Eheprozessrechts der katholischen Kirche ein. Wann ist eine Ehe aus kirchenrechtlicher Sicht gültig geschlossen? Auf welchen Säulen fußt das Eherecht der katholischen Kirche? Unter welchen Bedingungen ist eine konfessionsverschiedene oder religionsverschiedene Eheschließung möglich? Gibt es eine sogenannte ökumenische Trauung? Warum und wie werden Ehen für nichtig erklärt oder aufgelöst? Die Übung führt durch die Beantwortung der oben beispielhaft genannten und weiterer Fragen in die Grundlagen des katholischen Eherechts, insbesondere in die rechtlichen Regelungen zu den Ehehindernissen, zum Ehekonsens und zur kanonischen Formpflicht sowie in das Eheprozessrecht ein. Anhand der Lösung und Besprechung von eherechtlichen Themen und Fällen wird neben der theoretischen auch in die praktische Anwendung des Eherechts eingeführt.

Literatur

Einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, Bde. 1-3, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall, Paderborn 2019-2020; einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Althaus, Rüdiger – Prader, Joseph – Reinhardt, Heinrich J.F., Das kirchliche Eherecht in der seelsorgerischen Praxis, Essen 5. Auflage 2014; Aymans, Winfried – Mörsdorf, Klaus, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici Bd. 3 Verkündigungsdienst und Heiligungsdienst, Paderborn – München – Wien – Zürich 2007, 325-534; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1243-1432; Lüdicke, Klaus, “Dignitas Connubii“. Die Eheprozessordnung der katholischen Kirche. Text und Kommentar, Essen 2005; ders., Die Nichtigerklärung der Ehe - Materielles Recht, Essen 2012; Müller, Ludger, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex iuris canonici. Das kirchliche Ehenichtigkeitsverfahren nach der Reform von 2015. Ergänzungsband, Paderborn 2017; Reinhardt, Heinrich J. F., Die kirchliche Trauung, Essen 3. Auflage 2014; Sebott, Reinhold, Das neue kirchliche Eherecht, Frankfurt 3. Auflage 2005.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

90

Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

auf persönliche Einladung durch den Dozenten

OS G
2 st. - 4 LP

nach Vereinbarung

 

Das Oberseminar besteht aus zwei Teilen. Zum einen dient es der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten und zum anderen der vertieften Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Griechisch

 

100

Griechisch I

Hühne

SK G
5 st.

Mo 13.30 – 15.05
Mi 13.30 – 14.15
Do 08.45 – 10.20

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil I dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. D. Häußer/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 1. Aufl., 2019 (ISBN 978-3-7655-9356-7).

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

101

Griechisch I b

Hühne

SK G
3 st.

Di 08.45 – 10.20
Mi 08.45 – 09.30

 

Dieser Sprachkurs setzt den im Sommer begonnenen Anfängerkurs Griechisch Ia fort (Lehrbuch ab Lektion 14) und kann entweder in dem vierwöchigen Griechisch II Intensivkurs direkt nach dem Wintersemester oder semesterbegleitend als Griechisch II im kommenden Sommersemester abgeschlossen werden.

Literatur

s. Griechisch 1 (Bitte dringend die Neuauflage mit veränderter ISBN beachten!)

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

102

Griechische Lektüre

Hühne

SK G
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die Lektüre soll, auch in Absprache mit den TeilnehmerInnen, anspruchsvollere Texte wie Platons Gleichnisse in der Politeia (Abschluss des Sonnengleichnisses mit Übergang zum Liniengleichnis) oder die Salomonische Weisheit der Septuaginta zum Gegenstand haben.

Die Einzelheiten werden in der ersten Sitzung vereinbart (s.u.).

Literatur

Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Veranstaltung ausgeteilt, ebenso dazugehörige Literatur.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Zeit und Ort nach Vereinbarung (s. Vorbesprechung/Ankündigung im Hochschulgebäude oder per Mail/Tel. zu erfragen).

 

103

Griechisch II Intensivkurs

Hühne

SK G

4 Wochen:
01. bis 25.03.2021
Mo bis Fr 09.00 – 12.30
Schriftliche Prüfung:
Fr 26.03.2021
Mündliche Prüfungen:
Di 30.03.2020

 

Mit diesem Intensivkurs soll es Teilnehmern, die im Wintersemester Griechisch I bzw. Griechisch Ib absolviert haben, ermöglicht werden, im Anschluss an das Wintersemester in vier Wochen die Unterrichtsgegenstände der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben und damit noch vor Beginn des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Der Unterricht wird voraussichtlich im Lehrbuch (s.u.) mit der Lektion 24 (Aorist) beginnen.

Die Übungsintensität und -methodik wird durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt, und die Lesefähigkeit soll durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Zum Lehrbuch siehe Griechisch I.

Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 27. Aufl., Stuttgart: Deutsche Bibelges., 1993 od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Latein

 

104

Latein I

Hühne

SK G
6 st.

Mo 10.35 – 12.10
Di 10.35 – 12.10
Do 14.30 – 17.50 an folgenden
Terminen: 15.10.2020, 22.10.2020, 29.10.2020, 05.11.2020, 12.11.2020, 19.11.2020, 26.11.2020, 03.12.2020

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. Dieser erste Teil dient ausschließlich dem Spracherwerb (bes. Formenlehre und erste syntaktische Konstruktionen) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte. Übungsmaterial, das über die u.g. Hilfsmittel hinausgeht, wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt und weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch) während des Kurses genannt.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

105

Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Do 10.35 – 12.10

 

Es wird zunächst die bereits begonnene Thematik (Ciceros anthropologische Grundlegung der Kardinaltugenden in De officiis I, 15-17) abgeschlossen bzw. zusammengefasst, bevor sich andere Darstellungen entweder zur Anthropologie oder zur Tugendlehre (z.B. der Widerstreit zwischen "utile" und "honestum" im dritten Buch ders. Darstellung) als weitere Themen anbieten.

Literatur

Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Veranstaltung ausgeteilt oder auf Anfrage per Mail zugesandt.

Weiterführende Literatur wird in den jeweiligen Sitzungen genannt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hebräisch

 

106

Hebräisch I

Casagrande

SK G
3 st.

Mo 15.20 – 17.50

 

Der Kurs dient als umfassende Einführung in das Bibelhebräisch. Es werden die Schrift- und Lautlehre, Grundlagen der hebräischen Syntax, zentrale Formen der Pronomen und Partikel und die Konjugation verschiedener Verbklassen im Qal/Grundstamm behandelt. Ziel ist es, den Studierenden die Anfertigung einer Arbeitsübersetzung vereinfachter Prosatexte mit Hilfsmitteln zu ermöglichen und die Argumentation wissenschaftlicher Kommentare zum Alten Testament/Hebräischer Bibel ansatzweise zu verstehen. Dazu dient das Erlernen zentraler Formtabellen und eines Grundwortschatzes.

Dies bildet die Voraussetzung zur vertiefenden Beschäftigung mit der hebräischen Grammatik, den Substantiven mit veränderbaren Vokalen und den Stammesmodifikationen der Verbklassen in Hebräisch II, was die Lektüre und Übersetzung der wissenschaftlichen Standardausgaben des hebräischen Textes ermöglichen soll.

Der dreistündige Kurs wird stets aus einer Einführung in den zu behandelnden Lernstoff, Zeit zu Rückfragen und Übungen (in Gruppenarbeit) bestehen.

Literatur

Lambdin, Thomas O., Lehrbuch Bibel-Hebräisch, hrsg. v. Heinrich von Siebenthal, 8. Aufl. Gießen 2016 [bitte aktuelle Auflage]

Siebenthal, Heinrich von, Bibel-Hebräisch. Lösungs- und Begleitband zum Lehrbuch von Thomas O. Lambdin, 6. Aufl. Gießen 2015 [bitte aktuelle Auflage]

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Anmeldung bitte an Herrn Casagrande: casagrande@sankt-georgen.de

Sanskrit

 

114

Sanskrit

Hühne

SK G
2 st.

Mi 09.35 – 11.10

 

Ausgehend von der Sprache, und da zunächst von der in unserem kulturellen Umfeld doch weitgehend unbekannten Schreibung der Devanāgarī („Götterstadtschrift“) sollen in der Einstiegsphase Schrift und Aussprache des „Kulturträgers“ Sanskrit behandelt werden, dessen sprachliche Ausstrahlung von den altindischen über die mittelindischen (Pali als Sprache Buddhas u.a.) bis in die neuindischen Sprachen (Hindi u.a.) der Gegenwart hinein wirkt; parallel dazu werden zentrale Begriffe der indischen Kultur aus Literatur, Religion und Philosophie vorgestellt, um die ununterbrochene Tradierung und Wirkung einflussreicher Gedankenströme vom Brahmanismus der Veden über den Hinduismus der großen Epen und Puranas und den Buddhismus der Buddhareden und Sutren bis hin zu modernen Denkern aufzuzeigen, die dann auch im Europa der Neuzeit euphorisch aufgenommen wurden – Herder, Forster, Goethe, Schlegel, W.v. Humboldt oder philosophische Systeme wie das des Yoga, um nur einige Beispiele zu nennen – und das nicht zuletzt im Zuge der Entdeckung sprachlicher Verwandtschaftsverhältnisse des Sanskrit und zahlreicher anderer indischer Sprachen mit den europäischen.

Nach dem Erlernen der Devanagari in Schrift und Aussprache und dem Kennenlernen der Sandhi-Regeln sowie erster Konjugations- und Deklinationsschemata soll es um die sukzessive Vertiefung dieser Phänomene gehen, um erste Lektürefrüchte ernten zu können; das soll in diesem Semester anhand des berühmten philosophischen Lehrgedichts Bhagavadgita ("Gotteslied"/"Des Erhabenen Sang") erfolgen.

Anhand der schlüsselartig präparierten Textausgabe von W. Sargeant (s.u.) lassen sich Konjugations- und Deklinationsschemata gut in ihren Formen und Funktionsweisen mit einem anspruchsvollen Inhalt verbinden, der sich nicht nur in Indien der Beliebtheit und Reflexion erfreuen sollte, denn die drei Wege zum Ziel (des pflichtgemäßen Handelns, der Erkenntnis und der Gottesliebe) könnten auch in der westlichen Welt interessante Denkimpulse auslösen.

Literatur

Sprachliche Grundlage des Unterrichts wird neben: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0) vor allem folgendes Kurzlehrbuch sein: Sabine Ziegler, Klassisches Sanskrit, Wiesbaden: Reichert, 2012 (978-3-89500-880-1).

Textgrundlage bildet: The Bhagavad Gita, transl. by W. Sargeant, Rev. Ed. by Chr. Chapple, Albany: SUNY Press, 1994.

Weitere Materialien werden während der Sitzungen genannt bzw. in Kopieform ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Zeit und Ort nach Vereinbarung (s. Vorbesprechung/Ankündigung im Hochschulgebäude oder per Mail/Tel. zu erfragen).

Französisch

 

112

Französisch Grund- und Aufbaukurse

Bruchet Collins

Anmeldung bitte an: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

nach Vereinbarung

 

Niveau A1 und/oder A2 (nach Bedarf)

Literatur

Das Lehrbuch wird zu Beginn des Kurses bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

113

Französisch Konversationskurs

Bruchet Collins

Anmeldung bitte an: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

Mi 13.30 – 15.05

 

Niveau B1-B2

Literatur

Pour rafraîchir votre français et vous entraîner à prendre la parole à partir d'articles de la presse

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Medien und öffentliche Kommunikation

 

122

Seminar 3: Videowerkstatt

U. Fischer

Ü G P13 M23

Mo 15.03.2021, 09.00 – 18.00
Di 16.03.2021, 09.00 – 18.00

 

Seminar 3: (SELFIE-)VIDEOS

Medienformate mit Videoaufnahmen garantieren im Internet eine deutlich höhere Abrufquote und Resonanz. Auch auf den Websites und social media Accounts der Diözesen und kirchlichen Einrichtungen nimmt der Videocontent in schnellem Tempo zu.

Ziel des Workshops ist es den Teilnehmern*innen die Attraktivität einer (eigenen) Botschaft in bewegten Bildern vor Augen zu führen und sie zu befähigen, sich selbst oder andere in entsprechend erfolgreiche Szenen zu setzen oder zu inszenieren.

Die Reflektion klassischer Fernsehprogramme - am Beispiel der Katholischen Kirche - dient dabei zunächst der Grunderfahrung quasi normativer Formate für sowohl TV-Sendungen als auch WebVideos, die auf andere Bereiche (Theologie, Philosophie, Politik, etc.) in gleicher oder ähnlicher Weise umzusetzen ist.

Neben dem theoretischen Teil zu Beginn folgt die Praxis mit Selbsterfahrung vor der Kamera. Das Seminar vermittelt in Form einer Videowerkstatt Tipps und Tricks für kurze, dokumentarische Videosequenzen und die Selbstdarstellung in (Selfie-)Videos mit Smartphones und/oder semiprofessioneller TV-Technik.

Kooperation mit der Arbeitsstelle „Katholische Fernseharbeit“ der Deutschen Bischofskonferenz.

Literatur

Angaben nach Bedarf im Seminar

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 15.02.2021 per E-Mail an ulrich.fischer@gmx.de

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

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Islam und christlich-muslimische Begegnung III: Islamische Theologie

Specker / Eschraghi

V/Koll G P13 M23
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.00
Termine: 23.10.2020, 30.10.2020, 13.11.2020, 27.11.2020, 11.12.2020, 22.01.2021, 05.02.2021

 

Die Vorlesung bildet den dritten Teil des viersemestrigen Zyklus, der als ganzer – zusammen mit den anderen Voraussetzungen, vor allem dem Tutorium – auch zum Erwerb des Zertifikats „Islam und Christlich-muslimische Begegnung“ berechtigt. Studierende können jedes Semester in das viersemestrige Programm einsteigen. Die Vorlesung kann jedoch auch als einzelne belegt werden. Gasthörer sind willkommen. Die Vorlesung wird zunächst einen kurzen Überblick über die Geschichte des islamisch-theologischen Denkens geben. Dabei wird der Entwicklungsprozess dargestellt, der von einer – auch heute noch bestehenden - komplexen Vielfalt von Denkströmungen und –schulen im Verlauf einiger Jahrhunderte hin zur Herausbildung einer bzw. mehrerer konkurrierender “Orthodoxien” geführt hat. Ferner werden die zentralen Textgattungen vorgestellt, die die theologische Auseinandersetzung geprägt haben. Anschließend werden Themen erörtert, die zentrale Momente des systematisch-theologischen Diskurses erschließen. In den Blick kommen z.B. die Frage nach der Willensfreiheit, der Sünde, der Werkgerechtigkeit und dem Gottesverständnis. Leitend ist die These, dass die islamische Theologie als Reaktion auf soziale und politische Konflikte des Frühislam entstanden ist. Abschließend sollen einige Aspekte der islamischen Sicht auf das Christentum thematisiert werden. In den Blick kommen die koranischen Voraussetzungen und einige Akzentsetzungen in der Geschichte der christlich-islamischen Beziehungen.

 

 

 

Literatur

Literatur: Lutz Berger, Islamische Theologie, Wien 2010; Tilman Nagel, Geschichte der islamischen Theologie. Von Mohammed bis zur Gegenwart, München 1994; Johann Christoph Bürgel, Allmacht und Mächtigkeit. Religion und Welt im Islam, München 1991; William Montgomery Watt, A Short History of Islam, Oxford 1996 (Reprint).

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

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Tutorium zum Studienprogramm Islam und christlich-muslimische Begegnung

Specker / Güzelmansur

T G P13 M23

Do 12.11.2020, 18.00 – 19.30
Do 10.12.2020, 18.00 – 19.30
Do 21.01.2021, 18.00 – 19.30

 

Das Tutorium dient der Präsentation und Diskussion der Praxisprojekte der Teilnehmenden sowie der Diskussion aktueller Fragen im christlich-islamischen Dialog.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.