Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Wintersemester 2019)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1 Einführung in das Studium der Philosophie und Theologie

Felician Gilgenbach / Helbig-Londo

Anmeldung bitte bis 14.10.2019 an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

Ü G P0 M0
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Übung dient der theoretischen und praktischen Einführung in grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen in Theologie und Philosophie (u. a.: Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitation, Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten, Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis).

Außerdem findet eine Einführung in wichtige philosophische und theologische Themenkomplexe und Fragestellungen statt.

Literatur

Auf wichtige Literatur wird in der ersten Sitzung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis (unbenotet) kann erworben werden bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: - Anwesenheit und aktive Mitarbeit in den Sitzungen - Anfertigung der Hausaufgaben - ein mediengestütztes Referat inkl. Handout (M0) oder ein Essay von ca. 5 Seiten (P0/ M0)

Hinweise

Anmeldung bitte bis 14.10.2019 an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

 

2 Rhetorik der Rede (Rhetorik I)

Haag

Anmeldung bitte bis 01.11.2019 an Herrn Haag: haag@sankt-georgen.de

Ü P0 M23
2st (für P0) / 1st (für M23) st. - 2 LP (für P0) / 1.5 LP (für M23)

Fr 08.11.2019, 14.00 – 19.00
Sa 09.11.2019, 09.30 – 18.00
Fr 15.11.2019, 14.00 – 19.00
Sa 16.11.2019, 09.30 – 18.00

 

In diesem Seminar wird die Fähigkeit zum freien Sprechen anhand von Konzept- und Vortragstechniken eingeübt, die Sie bei der Vorbereitung und Durchführung von Referaten und (Kurz-)Vorträgen unterstützen. Ziel ist es, beim Referieren nach Stichwortkonzept frei zu sprechen und überzeugend zu präsentieren - in lebendigem Kontakt zum Thema und zur jeweiligen Zuhörerschaft.

Schwerpunkte:

Sprechdenken und Hörverstehen als kommunikative Basiskompetenzen - Phasen der Referats- und Vortragsvorbereitung - Konzepttechniken - Visualisierungshilfen/Medieneinsatz

Methoden:

Theoretische Impulse - praktische Übungen in Einzel- und Teamarbeit - Erfahrungsaustausch - gegenseitiges, z.T. audio- und videogestütztes Feedback

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme und kleine Präsentationen kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden.

Hinweise

Für Studierende im Magisterstudiengang Theologie ist die Veranstaltung 1stündig; es ist nur die Teilnahme am ersten Block (08./09.11.2019) verpflichtend.

 

3 Einführung in die gute wissenschaftliche Praxis

R. Beck

Anmeldung bitte an Herrn Dr. Beck: beck@iwm.sankt-georgen.de

Ü A
1 st.

Vorbesprechung:
Fr 18.10.2019, 16.00
Weitere Termine an zwei Samstagen nach Vereinbarung

 

In diesem Seminar gewinnen Studierende einen Überblick über grundlegende Normen und Werte der Wissenschaft, sowie über Definitionen von „guter wissenschaftlicher Praxis“ und „wissenschaftlichem Fehlverhalten“. Darüber hinaus werden konkrete hochschulinterne und rechtliche Maßnahmen zur Verhinderung von „wissenschaftlichem Fehlverhalten“ kennen gelernt. Anhand der Diskussion von zentralen Konfliktsituationen, die während des Studiums oder der wissenschaftlichen Arbeit auftreten können, wird den Teilnehmenden Raum gegeben, eigene Überzeugungen und Haltungen beim Studieren und wissenschaftlichen Arbeiten zu reflektieren. Als Seminarziel sollen die Teilnehmenden ethische Kompetenzen zum Treffen angemessener Entscheidungen im Studien- und Forschungsalltag erwerben.

Literatur

Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein Bedingungen: - Die vorbereitende Lektüre der Basisliteratur (Testsammlung über moodle -Die Bearbeitung von Übungsaufgaben zum richtigen Zitieren - Die regelmäßige, aktive Teilnahme an der Diskussion während der Sitzungen

Philosophie

 

10 Philosophiegeschichte der Antike

Herzberg

V G P1 M5
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.10

 

In dieser Vorlesung werden die zentralen Begriffe, Themen und Lehrstücke dieser für die abendländische Philosophie im Ganzen prägenden Epoche behandelt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Klassischen Zeitalter (Sokrates, Platon, Aristoteles). Diese Vorlesung ist zugleich als eine Einführung in die Philosophie überhaupt konzipiert: Daher geht es nicht nur um eine korrekte Darstellung bzw. Rekonstruktion dessen, was ein bestimmter Philosoph gelehrt und wie er es begründet hat (schon dieser erste Schritt ist oftmals schwierig), sondern auch um eine genuin philosophische Auseinandersetzung mit den Lehren eines Philosophen.

Literatur

Überblicksliteratur:

Gill, M. L./Pellegrin, P. (Hg.): A Companion to Ancient Philosophy, Oxford 2008.

Horn, C./Rapp, C. (Hg.): Wörterbuch der antiken Philosophie, München 2.Aufl. 2008.

Horn, C.: Philosophie der Antike. Von den Vorsokratikern bis Augustinus, München 2013.

Ricken, F.: Philosophie der Antike, Stuttgart 4.Aufl. 2007.

Ricken, F. (Hg.): Philosophen der Antike, 2 Bde., Stuttgart 1996.

 

Wichtige Handbücher:

Horn, C./Müller, J./Söder, J. (Hg.): Platon Handbuch, Stuttgart 2009.

Schäfer, C. (Hg.): Platon-Lexikon, Darmstadt 2.Aufl. 2014.

Rapp, C./Corcilius, K. (Hg.): Aristoteles Handbuch, Stuttgart 2011.

Höffe, O. (Hg.): Aristoteles-Lexikon, Stuttgart 2005.

Long, A.A./Sedley, D. (Hg.): Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, Stuttgart 2006.

Leistungsnachweis

M 5: Kommissionsprüfung (20 Min.) über eine Epoche der Philosophiegeschichte (Antike oder Mittelalter) und ein Gebiet der systematischen Philosophie (Erkenntnistheorie oder Sprachphilosophie). Die Prüfungskommission, die zeitgleich prüft, weist unmittelbar vor der Prüfung die Prüfer zu.

 

11 Thomas von Aquin. Wendepunkt der Philosophie im Mittelalter

Berndt

V G P1 M5
2 st. - 3 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Thomas von Aquin (+ 1274) ist unstrittig nicht nur einer der größten Denker des Christentums, sondern auch der abendländischen Philosophiegeschichte. Sein Werk versammelt in sich die wesentlichen Strömungen vorausgegangener Fragen und Antworten und ordnet sie neu im Kontext seiner Zeit. Die Einführung in die Philosophiegeschichte des Mittelalters möchte ich nicht genetisch-chronologisch strukturieren, sondern historisch-systematisch. Ausgehend von ausgewählten Textpassagen aus dem thomasischen Werk, die zunächst gedeutet werden, werden die von Thomas vorgefundenen, traditionellen Problemstellungen erläutert, so daß der Genius seiner Lösungen bzw. seiner neuen Fragestellungen aufgrund neuer Gesprächspartner unter seinen Zeitgenossen klar hervortritt. Wenn die Zeit es zuläßt, könnte gelegentlich auch ein Wort zur Wirkungsgeschichte gesagt werden. Thematisch wird die Vorlesung etwa die großen Themen Gott, Mensch, Universum, Denken, Tun behandeln.

Zur Vorbereitung empfehlen sich die neuen Einführungen von Jean-Pierre Torrell, und Volker Leppin.

Literatur

Jean-Pierre Torrell: Magister Thomas - Leben und Werk des Thomas von Aquin, Freiburg 1995.

Volker Leppin: Thomas von Aquin (Zugänge zum Denken des Mittelalters 5), Münster 2009.

Volker Leppin (Hg.): Thomas-Handbuch, Tübingen 2016.

Alain de Libera: Denken im Mittelalter, München 2003.

Albert Zimmermann: Thomas lesen, Stuttgart-Bad Cannstatt 2000.

Thomas von Aquin: Kommentar zum Trinitätstraktat des Boethius I+II, übersetzt und eingeleitet von Peter Hoffmann (Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters 3), Freiburg 2006, 2007.

Leistungsnachweis

M 5: Kommissionsprüfung (20 Min.) über eine Epoche der Philosophiegeschichte (Antike oder Mittelalter) und ein Gebiet der systematischen Philosophie (Erkenntnistheorie oder Sprachphilosophie). Die Prüfungskommission, die zeitgleich prüft, weist unmittelbar vor der Prüfung die Prüfer zu.

 

12 Platon, "Protagoras"

Westermann

ProS G P1M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 16.15 – 17.50

 

Der die Frage nach der Lehrbarkeit der Tugend (aretē) thematisierende und unterschiedliche Methoden der Gesprächs- und Argumentationsführung reflektierende Frühdialog „Protagoras“ stellt nicht nur eine der wichtigsten Quellen für Platons Auseinandersetzung mit der Sophistik dar. Auch in stilistischer, kompositorischer und dramaturgischer Hinsicht gilt er als Meisterwerk Platons.

Entsprechend verfolgt der Lektürekurs ein doppeltes Ziel. Zum einen soll der Dialog inhaltlich erschlossen und innerhalb des platonischen Œuvres (insbesondere mit Blick auf den „Laches“, den „Menon“ und das erste Buch der „Politeia“) thematisch kontextualisiert werden. Zum anderen sollen wichtige dialoghermeneutische Begriffe eingeführt und dialoghermeneutische Techniken – anhand einer detaillierten Analyse der besonderen literarischen Qualitäten des „Protagoras“ – in praxi eingeübt werden.

Literatur

Textgrundlage: H.-W. Krautz, Platon, „Protagoras“, griechisch – deutsch, übers. und komment., Stuttgart 32000 (Reclamband, zur eigenen Anschaffung empfohlen).

J. Dalfen, „Literarische Techniken Platons. Beispiele aus dem Protagoras“, in: ders., Kleine Schriften, hg. von G. Petersmann/C. Wagner, Salzburg 2001, 157-174.

A. Havlíček/F. Karfík (Hg.), Plato’s Protagoras. Proceedings of the Third Symposium Platonicum Pragense, Prag 2003.

B. Manuwald, „The unity of virtue in Plato’s Protagoras“, in: Oxford studies in ancient philosophy 29 (2005), 115-135.

Leistungsnachweis

B. A. Phil: Proseminar in P 1 Mag. Theol.: M 15 und M 23 Seminar in Philosophie Voraussetzung: wissenschaftliche Hausarbeit

 

13 Thomas Nagel: Das letzte Wort

Wiertz

HS G P2M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 16.15 – 17.50

 

Thomas Nagel gehört zu den einflussreichsten analytischen Philosophen des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts.

In "Das letzte Wort" erläutert er seine Auffassung, dass wenn es Vernunft gibt, diese universal sein muss am Beispiel der Sprachphilosophie, der Logik, Wissenschaft und Ethik und verteidigt sie gegen verschiedene relativistische Infragestellungen.

Literatur

Thomas Nagel: Das letzte Wort, Stuttgart 1999

Thomas Nagel: Der Blick von nirgendwo, Frankfurt/Main 2012

 

 

Richard Rorty: Philosophische Voraussetzungen der akademischen Freiheit? In: Merkur 550 (1995)

Leistungsnachweis

Magisterstudiengang Theologie: Leistungsnachweis für M 15 bzw. M 23 Bachelorstudiengang Philosophie: Leistungsnachweis "Klassikerlektüre" für P 2.

 

14 Metaphysik - kontinental und analytisch

Hanke / Watzka

V G P4
2 st. - 3 LP

Mi 13.30 – 15.05

 

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“, das ist die heißersehnte Absicht von Goethes Faust. Leider verschreibt er sich dazu der Magie, mit durchaus lebensgefährlichen Konsequenzen. – Zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält, darum geht es auch der philosophischen Disziplin namens Metaphysik. Anders als die Einzelwissenschaften, die einen Ausschnitt aus der Welt aus einer bestimmten Perspektive untersuchen, möchte die Metaphysik das Ganze der Wirklichkeit in den Blick nehmen. Metaphysik ist daher klassischerweise zuerst Ontologie, also Lehre von dem, was ist, vom „Sein“ überhaupt, sowie von dem, was einzelnes „Seiendes“ ausmacht. Ebenso ist damit klassischerweise die Frage verbunden, ob es ein höchstes und unendliches Seiendes gibt – Gott genannt –, das Ursache und Grund der endlichen Seienden ist. Teil I der Vorlesung wird diese klassische Form der Metaphysik untersuchen, die insbesondere durch Aristoteles und Thomas von Aquin geprägt ist.

Teil II geht von der modernen Infragestellung und Kritik der klassischen Metaphysik aus. Wie können wir endliche Menschen eine solche übergeordnete Perspektive einnehmen, die das Ganze der Wirklichkeit in den Blick nimmt? Metaphysik wird hier durch das Nadelöhr der „Subjektivität“ geführt, um sie auf ein neues sicheres Fundament zu stellen. Dadurch bekommt sie zugleich eine neue existentielle Bedeutung: Metaphysik wird zur Lehre vom „bewussten Leben“ (D. Henrich). Diese Art von Metaphysik wird manchmal „kontinental“ genannt.

Teil III behandelt metaphysische Entwürfe in der zeitgenössischen analytischen Philosophie. Hier wird – unter erneutem Einsatz aristotelischer Begrifflichkeiten – Metaphysik in erster Linie als „kategoriale Ontologie“ verstanden, d.h. als Theorie der grundlegenden Kategorien dessen, was existiert (Konkretes, Abstraktes, Einzelding, Universalien, Tropen, Teil und Ganzes, Ursache, Wirkung, Ereignis, …). Auffällig ist, dass dabei die „großen Fragen“ oft nicht mehr gestellt werden, z.B. „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“, „Was bedeutet es überhaupt, zu existieren?“, „Was ist der Sinn von Sein?“ – in dieser Vorlesung sollen aber auch diese Fragen diskutiert werden.

Teil I und Teil II (vor den Weihnachtsferien) werden von Prof. Hanke gestaltet, Teil III (im neuen Jahr) von Prof. Watzka.

Literatur

Markus Schrenk (Hg.), Handbuch Metaphysik, Stuttgart: Metzler 2017.

Markus Gabriel, Sinn und Existenz. Eine realistische Ontologie, Berlin: Suhrkamp 2016.

Christof Rapp, Metaphysik. Eine Einführung, München: Beck 2016.

Ludger Honnefelder u.a. (Hg.): Metaphysik und Ontologie, Paderborn: Schöningh, 2001.

Heinrich Schmidinger: Metaphysik. Ein Grundkurs, Stuttgart: Kohlhammer 3. Aufl. 2010.

Dieter Henrich, Denken und Selbstsein. Vorlesungen über Subjektivität, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2007.

Stephen Mumford: Metaphysics. A Very Short Introduction, Oxford: Oxford Univ. Press 2012.

Alyssa Ney: Metaphysics. An Introduction, London: Routledge 2014.

Michael Rea: Metaphysics. The Basics, London: Routledge 2014.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P4): Kommissionsprüfung (20 Min.) zusammen mit Philosophischer Theologie. Die regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am vorlesungsbegleitenden Kolloquium ist Bestandteil des Leistungsnachweises!

 

15 Lektürekurs zur Vorlesung "Metaphysik - kontinental und analytisch"

Hanke / Watzka

L G P4
1 st. - 2 LP

Mi 15.15 – 16.00

 

Das Kolloquium dient einer Vertiefung der in der Vorlesung behandelten Themen anhand der Lektüre und Diskussion ausgewählter Textabschnitte aus der Geschichte der Metaphysik von der Antike bis in die Gegenwart. Auf diese Weise ermöglicht es den Teilnehmenden, über die Themen der Vorlesung und die sich daran anschließenden Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Leistungsnachweis

Die regelmäßige (aktive) Teilnahme an diesem Kolloquium ist für Studierende im Bachelorstudiengang Philosophie Bestandteil des Leistungsnachweises im Teilmodul „Metaphysik“ (Modul P4, 5 LP).

 

16 Geist, Freiheit, Liebe, Tod. Grundzüge einer philosophischen Anthropologie

Herzberg

V G P5 M6
2 st. - 3 LP (für P5) / 4.5 LP (für M6)

Di 16.15 – 17.50

 

Platon lässt Sokrates in seinem Dialog 'Phaidros' sagen, es sei unsinnig, sich mit etwas anderem zu beschäftigen, solange man sich selbst nicht erkannt hat, also weiß, wer oder was man ist. Die grundlegende Frage, "wer wir eigentlich sind, insofern wir Menschen sind" (G. Haeffner), lässt sich nicht durch den Blick in ein Lexikon beantworten, sondern nur in einer Reflexion derjenigen Vollzüge, die den Menschen als Menschen auszeichnen. Angesichts der Unausschöpfbarkeit des menschlichen Seins werden die folgenden Themen im Sinne von 'anthropologischen Miniaturen' behandelt: (1) Selbstverständnis und Aufgabe einer philosophischen Anthropologie. (2) Die Frage nach einer 'Natur des Menschen'. (3) 'Geist in Leib'. (4) Der Begriff der menschlichen Freiheit im Zusammenhang mit dem Streit zwischen Kompatibilismus und Inkompatibilismus. (5) Die Liebe und ihre verschiedenen Formen. (6) Sterblichkeit und Tod. (7) Was ist ein gutes Leben?

Literatur

Zur Einführung:

Haeffner, G.: Philosophische Anthropologie (Grundkurs Philosophie 1), 4. Aufl. Stuttgart 2005.

Bohlken, E./Thies, Chr. (Hg.): Handbuch Anthropologie. Der Mensch zwischen Natur, Kultur und Technik, Stuttgart 2009.

Pieper, J.: Über die Liebe, München 2014.

Williams, B.: Probleme des Selbst, Stuttgart 2001.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M6 Philosophische Anthropologie, Leistungsnachweis durch Modulklausur BA Phil: P5 Philosophische Anthropologie (= altes Modulhandbuch P4), mündliche Prüfung, allein oder zusammen mit Naturphilosophie. Um die von der Prüfungsordnung verlangte Zahl an Leistungspunkten zu erlangen, ist die Teilnahme am vorlesungsbegleitenden Kolloquium verpflichtend

 

17 Kolloquium zur Vorlesung "Geist, Freiheit, Liebe, Tod. Grundzüge einer philosophischen Anthropologie"

Schmitz

Koll G P5 M6
1 st. - 2 LP (nur für P5)

Termine:
17.10.2019, 31.10.2019, 14.11.2019, 28.11.2019, 12.12.2019, 16.01.2020, 30.01.2020

 

Das Kolloquium ist vorlesungsbegleitend. Es werden entsprechende Texte vorzubereiten sein.

 

Leistungsnachweis

Die Teilnahme ist für den Leistungsnachweis in Philosophischer Anthropologie (P5) verpflichtend.

 

18 Philosophische Ethik

Herzberg

V G P6 M12
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung führt in die Grundlagen der allgemeinen normativen Ethik ein mit einem Schwerpunkt in der Normenbegründung. Es werden die klassischen Ansätze normativer Ethik behandelt: Eudaimonistische Ethik, deontologische Ethik, Utilitarismus, moderne Tugendethik. Die Positionen werden anhand der einschlägigen Primärtexte genauer vorgestellt und diskutiert.

Literatur

Einführende Literatur:

Düwell, M./Hübenthal, Chr./Werner, M.H.: Handbuch Ethik, Stuttgart/Weimar 2002.

Frankena, W.K.: Analytische Ethik. Eine Einführung, 2.Aufl. 1975.

Horster, D. (Hg.): Texte zur Ethik, Stuttgart 2012.

Lutz-Bachmann, M.: Ethik, Stuttgart 2013 (Grundkurs Philosophie Bd. 7).

Rhonheimer, M.: Die Perspektive der Moral. Philosophische Grundlagen der Tugendethik, Berlin 2001.

Ricken, F.: Allgemeine Ethik, Stuttgart 5.Aufl. 2012.

Tugendhat, E.: Vorlesungen über Ethik, Frankfurt a.M. 1993.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 12): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Allgemeiner Moraltheologie und Sozialphilosophie BA Phil (P6) (= altes Modulhandbuch P5): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Sozialphilosophie und Teilnahme am Kolloquium zur Vorlesung. Um die von der Prüfungsordnung verlangte Zahl an Leistungspunkten zu erlangen, ist die Teilnahme am vorlesungsbegleitenden Lektürekurs verpflichtend.

 

19 Lektürekurs zur Vorlesung "Philosophische Ethik"

Wahlberg

L G P6
1 st. - 2 LP

Termine:
24.10.2019, 07.11.2019, 21.11.2019, 05.12.2019, 19.12.2019, 23.01.2020, 06.02.2020

 

.

Literatur

Horster, D. (Hg.): Texte zur Ethik, Stuttgart 2012

(Von den Teilnehmenden selbst zu beschaffen vor der ersten Sitzung)

 

Leistungsnachweis

Die Teilnahme ist für den Leistungsnachweis in Philosophischer Ethik (P6) verpflichtend.

Hinweise

Anmeldung bis spätestens 18.10.2019 per E-Mail an ake.wahlberg@sankt-georgen.de

 

20 In welcher Gesellschaft leben wir und wer sind wir deshalb?

Emunds

V G P6 M12
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Auch wenn wir es gewohnt sind, von autonomen Individuen auszugehen, die gemäß ihrem freien Willen handeln, sind wir in diesem Handeln - und folglich auch darin, wie wir uns handelnd als Personen verwirklichen - in hohem Maße von kulturellen Plausibilitäten und gesellschaftlichen Positionen (Mitgliedschaften, Ressourcenzugänge, Handlungsspielräumen) bestimmt. Auch hängt unser Selbstverständnis eng mit dem Verständnis des Sozialen zusammen, also damit, wie wir glauben, dass Menschen zusammenleben, sich gegenseitig beeinflussen und wechselseitig voneinander abhängig sind. In dieser Vorlesung geht es um Theorien der Gesellschaft. Gefragt wird nach den "Bildern", die in diesen Theorien vom Zusammenleben der Menschen gezeichnet werden. Ist die Gesellschaft primär ein Kooperationssystem, in dem – an sich nicht aufeinander angewiesene – Einzelne individuelle Vorteile realisieren können? Oder sind die Einzelnen verletzlich, auf Kommunikation und Kooperation angewiesen, so dass sie erst in diesem Miteinander ihre Identität gewinnen? Welchen Einfluss haben wir auf großräumige soziale Zusammenhänge wie z.B. das Wirtschaftsystem - oder: haben wir darauf überhaupt einen Einfluss? Welche Chancen haben wir, in politischen oder ökonomischen Interaktionen von gängigen Handlungserwartungen abzuweichen?

Literatur

Hartmut Rosa u.a.: Soziologische Theorien. 3. Aufl. Konstanz 2018.

Markus Schroer: Soziologische Theorien. Von den Klassikern bis zur Gegenwart. Paderborn 2017.

Martin Endreß: Soziologische Theorien kompakt. 3. Aufl. Berlin – Boston 2017.

Julius Morel u.a.: Soziologische Theorie. Abriss der Ansätze ihrer Hauptvertreter. 9. Aufl. Berlin u.a. 2015.

Hans Joas u. Wolfgang Knöbl: Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen. 4. Aufl. Frankfurt am Main 2013.

Wolfgang Ludwig Schneider: Grundlagen der soziologischen Theorie. 3 Bde. 2./3. Aufl. Wiesbaden 2008-2012.

Georg Kneer u. Markus Schroer (Hg.): Handbuch soziologische Theorien. Wiesbaden 2009.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Bestandteil der Kommissionsprüfung, M12 (Sozialphilosophie) BA Phil: Bestandteil der Kommissionsprüfung P6 (In P6 ist die Teilnahme am vorlesungsbegleitenden Kolloquium verpflichtend.)

 

21 Lektürekurs zur Vorlesung "In welcher Gesellschaft leben wir und wer sind wir deshalb?"

Emunds / Degan

L G P6
1 st. - 2 LP

Mo 13.30 – 14.15
12.45 - 13.30

 

Im Kolloquium sollen einerseits Fragen diskutiert und geklärt werden, die in der Vorlesung offen geblieben sind. Andererseits wird der Vorlesungsstoff durch die Diskussion ausgewählter Texte vertieft. Diese sind von allen Teilnehmern/-innen vor jeder Sitzung zu lesen.

Literatur

Vgl. Vorlesung

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Die Teilnahme am Kolloquium ist im Bachelorstudiengang Philosophie verpflichtend. Die Inhalte sind gemeinsam mit denen der Vorlesung Bestandteil der Kommissionsprüfung in P6.

 

22 Erklären und Verstehen: Wissenschaftstheorie und Hermeneutik

Wiertz

V G P7 M19
2 st. - 4 LP (für P7) / 4.5 LP (für M19)

Fr 10.35 – 12.10

 

Nicht erst seit P. Snows berühmter Vorlesung in Cambridge zu den "zwei Kulturen" wird immer wieder das Verhältnis zwischen einer eher literarisch und einer eher naturwissenschaftlich geprägten Kultur bzw. von Geistes- und Naturwissenschaften thematisiert und meistens auch problematisiert - oft unter Rückgriff auf solche angebliche Gegensatzpaare wie Verstehen und Erklären oder Objektivität und Subjektivität. In der Vorlesung soll daher nicht nur in die Hermeneutik und die Wissenschaftstheorie eingeführt werden, sondern es sollen auch Unterschiede und Berührungspunkte zwischen den beiden erörtert werden.

Literatur

A. Bühler (Hg.), Hermeneutik. Basistexte zur Einführung in die wissenschaftstheoretischen Grundlagen von Verstehen und Interpretation, Heidelberg 2008.

M. Carrier, Wissenschaftstheorie zur Einführung, Hamburg 2006.

H.G. Gadamer, Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik, Tübingen 1990.

J. Grondin, Einführung in die philosophische Hermeneutik, Darmstadt 2001.

K. Lambert; G.G. Brittan, An Introduction to the Philosophy of Science, Atascadero 1987.

S. Psillos, Causation and Explanation, Montreal 2002.

P. Ricoeur, Hermeneutics. Writings and Lectures 2, Cambridge 2013.

O.R. Scholz, Verstehen und Rationalität, Frankfurt/Main 2001.

H. Tetens, Wissenschaftstheorie. Eine Einführung, München 2013.

G.H. v. Wright, Erklären und Verstehen, Berlin 2000.

Leistungsnachweis

Bachelorstudiengang Philosophie: Die Vorlesung deckt die Stoffe "Wissenschaftstheorie I und II" ab, die Bestandteil der Kommissionsklausur in P 7 sind. Magisterstudiengang Theologie: Die Vorlesung kann als Grundlage für eine Themenfestlegung zum Stoff "Grundlagenfragen Philosophie und Theologie" (M 19) in die Schlussprüfung benutzt werden.

 

23 Philosophische Ästhetik

Hanke / Watzka

V G P7 M19
2 st. - 3 LP (für P7) / 4.5 LP (für M19)

Do 10.35 – 12.10

 

Warum empfinden wir etwas als schön – oder als hässlich? Kann man Schönheit definieren? Was ist ein Kunstwerk? Welche Rolle spielt die Kunst in unserer Gesellschaft? – Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Disziplin der philosophischen Ästhetik. Da dieser Kurs auch zur Vertiefung für Studierende der Theologie angeboten wird, können weitere Fragen ergänzt werden: Welchen Einfluss hatten/haben philosophische Konzeptionen des Schönen auf die religiöse Kunst und Architektur? Was ist eigentlich das Gemeinsame und was der Unterschied von ästhetischer Erfahrung (z.B. bei einem überwältigenden Konzert) und religiöser Erfahrung (z.B. im Ritus)?

Diesen Fragen geht die Vorlesung nach, indem sie verschiedene Paradigmen ästhetischer Theorie diskutiert:

1. Ontologie der Schönheit und religiöse Kunst: Das platonisch-christliche Paradigma

2. Ästhetisches Erlebnis und ästhetische Beurteilung: Das kantianische Paradigma

3. Philosophie des Kunstwerks und gesellschaftliche Praxis: Das hegelianische Paradigma

4. Ontologie des Kunstwerks

5. Kunsttheorien der Gegenwart

 

Die Thesen 1 bis 3 (vor den Weihnachtsferien) werden von Prof. Hanke gestaltet, Thesen 4 und 5 (im neuen Jahr) von Prof. Watzka.

 

Literatur

Bernhard Braun, Kunstphilosophie und Ästhetik. Bildende Kunst und Architektur von der Urgeschichte bis heute, 4 Bde., Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2019.

 

Günther Pöltner: Philosophische Ästhetik, Stuttgart: Kohlhammer 2008.

 

Maria E. Reicher: Einführung in die philosophische Ästhetik, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2005.

 

Stefan Majetschak: Ästhetik zur Einführung, Hamburg: Junius 2007.

 

Georg W. Bertram: Kunst. Eine philosophische Einführung, Stuttgart: Reclam 2. Aufl. 2011.

 

Juliane Rebentisch: Theorien der Gegenwartskunst zur Einführung, Hamburg: Junius 3. Aufl. 2015.

 

Marco Schüller (Hg.): Texte zur Ästhetik. Eine kommentierte Anthologie, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2013.

 

Stefan Majetschak (Hg.): Klassiker der Kunstphilosophie. Von Platon bis Lyotard, München. Beck 2005.

 

Douglas Hedley: The Iconic Imagination, New York: Bloomsbury 2016.

 

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: P7 Philosophische Ästhetik, Klausur zusammen mit Wissenschaftstheorie I und II Magisterstudium Theologie: M19 Philosophische Grundlagenfragen der Philosophie und Theologie, Bestandteil der mündlichen Schlussprüfung

 

24 Philosophische Logiken (Logik II)

Watzka

Ü G P7
2 st. - 3 LP

Termine:
13.01.2020, 20.01.2020, 27.01.2020, 03.02.2020, 10.02.2020, 17.02.2020

 

Mehr als die klassischen zweiwertigen Logiken (Syllogistik, Aussagenlogik, Prädikatenlogik erster Stufe) sind die Erweiterungen der Logik, z.B. die Modallogik, die deontische Logik, die epistemische Logik, von philosophischen Vorentscheidungen abhängig. So genügt es in der Modallogik nicht, die Verwendung der Modaloperatoren „notwendig“ und „möglich“ in gültigen Schlüssen aufzuzeigen, man muss auch die Semantik dieser Ausdrücke klären. Der bekannteste Lösungsansatz ist die Semantik der möglichen Welten. Die Aussage, dass p, ist in einer bestimmten möglichen Welt, z.B. der aktualen Welt, notwendig wahr, wenn p in allen von dieser Welt aus zugänglichen Welten wahr ist, und die Wahrheit von p ist in einer bestimmten möglichen Welt möglich, wenn p in mindestens einer von dort aus zugänglichen Welt wahr ist. Wie soll man jedoch die Zugänglichkeit zwischen möglichen Welten verstehen? Existieren mögliche Welten? Ist Zugänglichkeit mit Vorstellbarkeit identisch? Sind Welten vorstellbar, in der Gott nicht existiert, in der die Lichtgeschwindigkeit beliebig steigerbar ist, in der das exakte physische Duplikat einer menschlichen Person ein Zombie im Sinne Chalmers ist? Oder um ein anderes Problem zu anzuführen: Ist der Schluss von der Aussage „Es ist gibt möglicherweise ein Individuum, das Wittgensteins Kind ist“, auf die Aussage „Es gibt ein Individuum, dass möglicherweise Wittgensteins Kind“ ist zulässig? Oder sollte man eher dem Aktualismus zuneigen, wonach es in einem ernsthaften Sinn nur die Individuen unserer aktualen Welt gibt? Neben der Erörterung der von der Modallogik aufgeworfenen semantischen und metaphysischen Fragen soll in der Übung genügend Zeit für nutzbringende Anwendungen der „philosophischen“ Logiken bleiben.

Literatur

Winfried Löffler: Einführung in die Logik, Stuttgart 2008

George Edward Hughes / M. J. Cresswell: Einführung in die Modallogik, Berlin 1978

Melvin Fitting / Richard L. Mendelsohn, First-Order Modal Logic, Dordrecht 1998

Xavier Parent / Leendert van der Torre, Introduction to Deontic Logic and Normative Systems, Norcross, Georgia: College Publications 2018

Leistungsnachweis

Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und das korrekte Lösen von Testaufgaben kann ein unbenoteter Leistungsnachweis in Logik II (P 7) erworben werden.

Hinweise

Beginn: Montag, 13. Januar 2020, 8:45 Uhr. Voranmeldung bis zum 10. Januar erbeten an: watzka@sankt.georgen.de

 

25 Biblische Gestalten als Gegenstand philosophischer Reflexion

Wiertz / Gilgenbach

Anmeldung bitte bis 31.10.2019 an Herrn Prof. Wiertz: wiertz@sankt-georgen.de

HS G P12M15 M23
2 st. - 6 LP (für P12) / 4 LP (für M15 und M23)

Sa 14.12.2019, 09.30 – 18.00 (in Sankt Georgen)
Do 05.03.2020
Fr 06.03.2020
(im Erbacher Hof Mainz)

 

Wenn man die Namen von Abraham, Isaak, Hiob, Jesus oder Paulus hört, kommt einem wohl als letztes die Philosophie in den Sinn. Aber diese biblischen Gestalten sind bis in die Gegenwart hinein Gegenstand philosophischer Reflexion. Dabei kommt es oft zu interessanten neuen Perspektiven und aufschlussreichen Einsichten, auch zu ungewohnten und gelegentlich gewöhnungsbedüftigen philosophischen Kommentaren. In dem Lektürekurs sollen Auszüge aus philosophischen Texten der Neuzeit und Moderne zu biblischen Gestalten gelesen und deren philosophische und auch religiöse Relevanz diskutiert werden.

Literatur

Dominik Finkelde, Politische Eschatologie nach Paulus:

Badiou - Agamben - Zizek - Santner, 2007. www.academia.edu/10172849/Politische_Eschatologie_nach_Paulus._Badiou_Agamben_Zizek_Santner)

Sören Kierkegaard, Furcht und Zittern (1843), versch. Ausgaben.

Eleonore Stump, Wandering in Darkness. Narrative and the Problem of Suffering, Oxford, New York 2012.

Leistungsnachweis

Magisterstudiengang Theologie: Leistungsnachweis für Seminar in Philosophie in M 15 bzw. M 23. Bachelorstudiengang Philosophie: Leistungsnachweis in P 12 (für den Wahlpflichtbereich "Religion und Religionen")

Hinweise

Die bei der Anmeldung mitgeteilten Texte sind vor der ersten Seminarsitzung gründlich zu lesen.

Der zweite Teil des Blockseminars findet in der Akademie des Bistums Mainz "Erbacher Hof" am 5. und 6. März 2010 statt.

Anmeldung bis spätestens 31.10.2019 per E-Mail bei Oliver Wiertz: wiertz@sankt-georgen.de

 

26 Sören Kierkegaard, Der Liebe Tun

von Heereman

HS G P12
2 st. - 6 LP

Mo 14.00 – 15.35

 

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist vielleicht der wirkmächtigste Imperativ des westlichen Nachdenkens über das Gute. Kierkegaard unterzieht ihn weitreichenden „Erwägungen in Form von Reden“. Kann Liebe geboten werden? Wie ist das Verhältnis von Selbst- und Nächstenliebe? Was macht den Nächsten zum Nächsten? Der Nächste hat als Nächster je denselben Status; wie verhalten sich dazu die mannigfaltigen Unterschiede zwischen Menschen? Wie lässt sich das allgemeine Gebot konkret verwirklichen, ohne in die Zerreißung zu führen? Was macht das Gebot der Nächstenliebe mit der Vorzugsliebe in Partnerschaft und Freundschaft? Was ist das Verhältnis von Gottes- und Nächstenliebe? – Im Durchdenken dieser Fragen entfalten sich klassische Topoi der Kierkegaardschen Philosophie und Theologie, damit verfolgt das Seminar ein doppeltes Ziel: Einführung in die Philosophie der Liebe und das Denken Sören Kierkegaards.

Literatur

Textgrundlage:

Sören Kierkegaard, Der Liebe Tun. Etliche christliche Erwägungen in Form von Reden, übers. von H. Gerdes, Aachen: Grevenberg 2003

 

Einführende Literatur:

T. Wesche, Kierkegaard. Eine philosophische Einführung, Stuttgart: Reclam 2003.

J. Lippitt, G. Pattison (Hg.), The Oxford Handbook of Kierkegaard, Oxford 2013; darin v.a. Kap. 11 “Ethics” (C. Evans, R. Roberts) und Kap. 17 “Love” (M. Ferreira).

O. Marquard, Der Einzelne. Vorlesungen zur Existenzphilosophie, Stuttgart: Reclam 2013; darin v.a. Kap. II „Die Krise der Reteleologisierung die Existenzphilosophie Kierkegaards“.

R. Guardini, „Der Ausgangspunkt der Denkbewegung Søren Kierkegaards“, in: H.-H. Schrey (Hg.), Søren Kierkegaard, Darmstadt 1971, 52-80.

Leistungsnachweis

Seminarleistungsnachweis (nach Vereinbarung) Anforderungen: Aktive Teilnahme und Seminararbeit

 

27 Soziologie

Wagner

Anmeldung bitte bis 18.10.2019 an Herrn Dr. Wagner: th.wagner@bistumlimburg.de

L/Ü P13 M15
2 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.50
Beginn: 24.10.2019

 

Der Kurs bietet eine Einführung in zentrale Paradigmen und Begriffe der Soziologie sowie einen Einstieg in die Religionssoziologie.

Leistungsnachweis

P 13: Aktive Teilnahme und Präsentation (unbenotet) M 15: Aktive Teilnahme und Präsentation (benotet)

 

29 G.E.M. Anscombe: Ethische und religionsphilosophische Aufsätze

Herzberg / Wiertz

Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung, entweder bei Prof. Wiertz (wiertz@sankt-georgen.de) oder bei Prof. Herzberg (herzberg@sankt-georgen.de). Anmeldung bis spätestens 15.10.2019

OS A G - 4 LP
 

Gertrude Elizabeth Margaret Anscombe (1919-2001) hat zu fast allen Gebieten der analytisch gesprägten Philosophie der zweiten Hälfte des 20.Jh. zahlreiche originelle Beiträge geliefert und auf viele bekannte Philosophen der Gegenwart einen nachhaltigen Einfluss ausgeübt (z.B. Dummett, Evans, Foot, Kenny). Wir werden einige klassische Aufsätze (z.B. "Causality and Determination", "Modern Moral Philosophy", "On Promising and its Justice and Whether it Need be Respected in Foro Interno") intensiv studieren und diskutieren.

Literatur

Textgrundlage:

The Collected Philosophical Papers, 3 Bde., Oxford 1981.

 

Einige klassische Aufsätze sind übersetzt und kurz erläutert in:

G.E.M. Anscombe, Aufsätze. Hg. v. K. Nieswandt und U. Hlobil, Berlin 2014.

 

 

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende, die aktiv an allen Sitzungen teilnehmen, können auf der Grundlage einer Präsentation einen Leistungsnachweis erwerben.

Hinweise

Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung, entweder bei Oliver Wiertz (wiertz@sankt-georgen.de) oder Stephan Herzberg (herzberg@sankt-georgen.de). Anmeldung bis spätestens 21.10.2019.

 

61 Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Das Kolloquium möchte zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Hierzu sind auch zahlreiche philosophische Fragen anzusprechen; nicht zuletzt geht es um die Verhältnisbestimmung von Philosophie und Theologie. Dazu werden wir, neben anderen Texten, vor allem Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen, die er vor 50 Jahren veröffentlicht hat. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 3: Durch semesterbegleitende Hausaufgaben und aktive Mitarbeit kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium erworben werden.

 

71 "Care-Revolution" – oder keine Zeit mehr für die Sorgearbeit?

Hagedorn

HS G P12M15 M23
2 st. - 6 LP (für P12) / 4 LP (für M15 und M23)

Mo 14.30 – 16.05

 

Formelle und informelle Sorgearbeit, die von der Erziehung der Kinder bis zur Pflege der Älteren reicht, bilden ein Feld, an dem sich aufweisen lässt, wie sich Rollenerwartungen und geschlechtliche Arbeitsteilung über die Jahrzehnte hinweg verändern, wie vormals unbezahlte Tätigkeiten zu bezahlten Dienstleistungen werden, aber auch welche Herausforderungen auf Makro-, Meso- und Mikroebene damit verbunden sind. Die Familien und privaten Haushalte, in denen (nach wie vor mehrheitlich von Frauen) der Großteil der Sorgearbeit geschultert wird, stehen dabei besonders im Fokus und seit geraumer Zeit unter zunehmendem Druck.

Wann und wie ist es überhaupt zur Trennung von familialer Sorgearbeit in der sog. privaten Sphäre und Erwerbsarbeit in der sog. öffentlichen Sphäre gekommen? Wie stabilisiert(e) diese Arbeitsteilung den konservativen Wohlfahrtsstaat deutscher Prägung? Welche normativen Annahmen begleite(te)n sie? Ist gegenwärtig – aufgrund unterschiedlicher Faktoren – eine „Care-Revolution“ im Entstehen begriffen? Wie ist eine mögliche gesellschaftliche Neuaushandlung der Organisation familialer Sorgearbeit ethisch zu bewerten?

Im Hauptseminar soll entlang einschlägiger sozialwissenschaftlicher und theologisch-ethischer Texte ein Licht auf die Entwicklung familialer Sorgearbeit und ihre normative Flankierung geworfen werden. Dabei geraten neben der geschlechtlichen Arbeitsteilung auch die Konstituierung von Generationenverhältnissen (Solidaritätsverhältnissen) und das für den deutschen Wohlfahrtsstaat wirkmächtige Subsidiaritätsverständnis in den Blick. Die abschließende sozialethische Bewertung erfolgt unter Einbezug der drei großen (utilitaristischen, rechtebasierten und partikular-sittlichen) Ethikstränge.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. Seminarnachweis systematische Theologie, M 15 und M 23 Anforderungen: regelmäßige Anwesenheit; Übernahme eines Referats; Hauptseminararbeit (15 Seiten)

 

97 # canticum novum. Eine hymnologische Spurensuche des Kirchengesangs

Föller

Ü G P13 M22
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Musik und Gesang gehören von Beginn an zum Kernbestand des christlichen Gottesdienstes. Zugleich ist der Kirchengesang immer auch Ausdruck eines sich im Singen erneuernden bzw. sich neu vergewissernden Glaubens. Implikationen des eigentümlich "Neuen" in der Entwicklung des geistlichen Liedes finden sich daher von Anfang an. Die Übung # canticum novum bietet einen Überblick über die verschiedenen Stationen innerhalb der Kirchenliedgeschichte und geht anhand einschlägiger Beispiele gezielt Fragestellungen bzgl. der Innovation und Kontinuität musikalisch-liturgischer (theologischer) Parameter nach.

Literatur

Kirchenlied im Kirchenjahr, Tübingen 2002

Geistliches Wunderhorn, München 2003

Die Lieder des Gotteslob, Stuttgart 2017

 

Leistungsnachweis

Kurzreferat, regelmäßige Teilnahme (Teilnahmeschein unbenotet)

Einleitung in die Heilige Schrift

 

30 Biblische Einleitungswissenschaften I

Peetz

V G M1
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Die alttestamentlichen Bücher erzählen die Geschichte des Volkes Israel, angefangen von seiner Entstehung, über seine „Staatswerdung“, bis hin zu seiner Exilierung und schließlich seiner Neuetablierung in nachexilischer Zeit.

Die Lehrveranstaltung reflektiert, diskutiert und hinterfragt die biblischen Darstellungen vor dem Hintergrund archäologischer Funde und außerbiblischer Textquellen. Dabei geht es einerseits um eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit biblischen Texten, andererseits darum, für die Eigenart biblischer Literatur zu sensibilisieren.

Nach einem Überblick zur Heiligen Schrift, der sich mit Aufbau und Hermeneutik des jüdischen wie des christlichen Bibelkanons befasst, wenden wir uns in chronologischer Abfolge den einzelnen Epochen der Geschichte Israels zu.

 

Literatur

Lehrbuch:

Das biblische Israel. Geschichte – Archäologie – Geographie, Freiburg 2018.

 

Hilfsmittel:

Manfred Weippert u.a., Historisches Textbuch zum Alten Testament (= HTAT), GAT 10, Göttingen 2010.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

 

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 1): Mündl. Prüfung Einleitungswissenschaften I und II als gemeinsame Prüfung (eine Teilung des Stoffes ist auf Wunsch der Studierenden möglich)

 

31 Methoden biblischer Exegese

Eckstein

ProS G M1
1 st. - 3 LP

Di 14.30 – 15.15

 

Das Proseminar führt in die Methoden ein, die der Auslegung der Heiligen Schrift dienen. In jeder Sitzung wird eine Methode vorgestellt. Diese wird anschließend in der gemeinsamen Übung oder im eigenständigen Selbststudium eingeübt, und zwar anhand eines alttestamentlichen oder eines neutestamentlichen Textbeispiels. Die in diesem Prozess gesammelten Erkenntnisse werden in der darauffolgenden Sitzung zusammengeführt und diskutiert. Das Ziel besteht darin, die verschiedenen Methoden der historisch-kritischen und literaturwissenschaftlichen Exegese kennenzulernen, sie aktiv und eigenständig auf biblische Texte anwenden zu können, exegetische Literatur kritisch rezipieren zu können sowie biblische Auslegungen anderer Personen einordnen, hinterfragen und theologisch verantwortungsvoll verarbeiten zu können. Diese Kompetenzen wiederum bilden die Grundlage und Voraussetzung für alle weiteren exegetischen Lehrveranstaltungen, für einen fundierten Rückgriff auf die Heilige Schrift in den anderen theologischen Fachdisziplinen, für eine bibelorientierte Homiletik und eine fundierte Bibelpastoral.

Literatur

Becker, Uwe (2008): Exegese des Alten Testaments. 2. Aufl. Tübingen: Mohr Siebeck (UTB, 2664).

Hieke, Thomas; Schöning, Benedict (2017): Methoden alttestamentlicher Exegese. Darmstadt: WBG (Theologie kompakt).

Steck, Odil Hannes (1999): Exegese des Alten Testaments. 14. Aufl. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener.

Utzschneider, Helmut; Nitsche Stefan Ark (2014): Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. 4. Aufl. Gütersloh: Gütersloher.

Ebner, Martin; Heininger, Martin (2015): Exegese des Neuen Testaments. 3. Aufl. Paderborn: Schöningh (UTB).

Egger, Wilhelm; Wick, Peter (2011): Methodenlehre zum Neuen Testament. 6. Aufl. Freiburg: Herder (Grundlagen Theologie).

Söding, Thomas; Münch, Christian (2005): Kleine Methodenlehre zum Neuen Testament. Freiburg im Breisgau: Herder.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 1: Proseminar. Für einen Leistungsnachweis ist wöchentlich die erlernte Methode eigenständig auf eine ausgewählte Bibelstelle anzuwenden und das Ergebnis in schriftlicher Form einzureichen.

Hinweise

Zu jeder Sitzung, auch zur ersten, ist eine beliebige Ausgabe der Heiligen Schrift mitzubringen.

 

32 Übung zum Proseminar „Methoden biblischer Exegese“

Eckstein

Ü G M1
1 st.

Di 15.20 – 16.05

 

Diese Übung bietet die Gelegenheit, gemeinsam die im Proseminar vorgestellte Methode anzuwenden. Dies geschieht anhand ausgewählter Textbeispiele vorrangig aus dem Alten Testament. Das Ziel besteht darin, die Möglichkeiten und Grenzen der Methoden und Zugänge durch die eigene Praxis zu reflektieren und so zu einem kompetenten Umgang mit der Heiligen Schrift und mit exegetischer Literatur zu finden. Außerdem gibt es Hilfestellungen für die im Proseminar selbstständig zu erbringenden Studienleistungen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Literatur

s. Proseminar „Methoden biblischer Exegese“

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 1: Teilnahmeleistungsnachweis ist möglich.

Hinweise

Zu jeder Sitzung, auch zur ersten, ist eine beliebige Ausgabe der Heiligen Schrift mitzubringen.

 

33 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift I

Peetz

V G M14
2 st. - 3 LP

Mi 14.30 – 16.05

 

Der Vorlesungszyklus zur „Umwelt der Heiligen Schrift“ umfasst zwei Lehrveranstaltungen, die den Einfluss der jeweiligen geistigen und religiösen Strömungen auf die biblische Literatur aufzeigen und reflektieren. Wir folgen der Leitfrage: Wie stark waren die biblischen Autoren von den verschiedenen Kulturen und Religionen in ihrer Nachbarschaft (ihrer „Umwelt“) beeinflusst? Welche Auswirkungen haben diese Einflüsse auf die Entstehung des biblischen Juden- und Christentums? Anhand der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den „benachbarten“ Religionen soll das Spezifische des biblischen Juden- und Christentums herausgearbeitet werden. Schließlich soll reflektiert werden, in welchem Beziehungsverhältnis das biblische Judentum zum Christentum selbst steht.

Die erste, in diesem Wintersemester 2019/20 stattfindende, Lehrveranstaltung „Umwelt der Heiligen Schrift I“ gliedert sich in zwei Teile: Der erste führt in die Geschichte und in die Literatur des Vorderen Orients ein. Wir befassen uns mit den ersten Stadtstaaten dieser Welt, nämlich den sumerischen in Mesopotamien, schlagen von dort den Bogen zu weiteren benachbarten Kulturen, wie den akkadischen, babylonischen und assyrischen, und lassen auch die ägyptischen Reiche nicht außer Acht. Im zweiten Teil der Vorlesung wenden wir uns der biblischen Literatur zu. Wir untersuchen die einzelnen Schriften und Schriftkomplexe des Alten Testaments hinsichtlich ihrer Struktur, ihres Inhalts, ihrer literarischen Eigenarten und ihrer Entstehung. Dabei legen wir jeweils abschließend einen besonderen Schwerpunkt auf die Frage, inwieweit die biblischen Schriften von altorientalischen und ägyptischen Vorstellungen beeinflusst sind: Inwiefern greifen die biblischen Autoren und Autorinnen Motive etwa aus dem Gilgamesch Epos, Enuma Elisch oder aus der Lehre des Amenemope auf und transformieren diese?

 

Literatur

Vorlesungsbegleitende Lektüre :

Coogan, Michael D., The Old Testament. A Historical and Literary Introduction to the Hebrew Scriptures, New York, Oxford 2016.

Erich Zenger u.a., Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart 92016.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Magisterstudiengang: mündliche Prüfung, M14 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift

Exegese des Alten Testaments

 

40 Schöpfung und Schechinah

Böhler

V G M6
1 st. - 3 LP

Mi 08.45 – 09.30

 

Die einstündige biblische Vorlesung zu M6 "Mensch und Schöpfung" wird zuerst den priesterschriftlichen Schöpfungsbericht Gen 1 auslegen, für den der Sabbat und der Gottesdienst im heiligen Zelt (Ex 39 - 40) das Ziel der Schöpfung sind. Im neutestamentlichen Teil wird dieselbe Bewegung von der Erschaffung der Welt bis zum Zelten Gottes in seiner Schöpfung in der Auslegung des Johannesprologs nachvollzogen. Gott erschafft die Welt um in ihr Wohnung zu nehmen (Schechinah).

Literatur

Zu Gen 1: vRad, Theologie des AT I, 149-178; 245-292; Seebass, Urgeschichte; Jacob, Genesis.

Zu Joh 1: Wucherpfennig, Tora und Evangelium. Beobachtungen zum Johannesprolog. StZ 221/7 (2003) 486-494; Böhler, Abraham und seine Kinder im Johannesprolog, in Böhler u.a. Hrsg: L'Ecrit et l'Esprit, OBO 214, 15-29.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Bestandteil der Modulklausur M 6

 

41 Genesis: Josef

Böhler

V G M16
2 st. - 4 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

„Die Geschichte Josephs zu bearbeiten, war mir lange schon wünschenswert gewesen. ... Höchst anmutig ist diese natürliche Erzählung: nur erscheint sie zu kurz, und man fühlt sich berufen, sie ins einzelne auszumalen.“ (J.W.v.Goethe, Dichtung und Wahrheit). Die Bewunderung Goethes für die literarische Kunst und tief menschliche Weisheit und Hintergründigkeit der biblischen Josephserzählung teilte später auch Thomas Mann, den „diese reizende Geschichte“ zu seiner monumentalen Roman-Tetralogie „Joseph und seine Brüder“ anregte. Ziel der Vorlesung ist es, die Josephserzählung der Bibel (Gen 37-50) nicht nur als Perle der Weltliteratur, sondern auch als Offenbarungszeugnis sprachlich, literarisch und theologisch zu analysieren, um mit ihr nachzuvollziehen, wie in Liebe und Eifersucht, Verliebtheit und Hass, kleinen Zufällen des Privatlebens und großen politischen Entwicklungen ein Gott, der sich nirgends zeigt, doch permanent gegenwärtig ist, sich mitteilt und im souveränen Zusammenspiel mit der menschlichen Freiheit (und ihren allzu häufigen Ausrutschern, ja Entgleisungen) alles zu dem von Ihm gewollten Ende führt.

Literatur

Die Bibel (Gen 37-50); Seebass, Josephgeschichte (Genesis Bd. 3); Jürgen Ebach, Genesis 37-50 (HThKAT), Freiburg 2007; Thomas Mann, Joseph und seine Brüder, weitere Literatur wird angegeben.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. Bestandteil der Kommissionsprüfung M 16.

 

42 Hebräische Lektüre

Böhler

L G M6 M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

 

43 Exegetisches Oberseminar

Böhler

OS A
1 st. - 4 LP

nach Vereinbarung

 

Die Arbeiten der teilnehmenden Doktoranden werden besprochen.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

Exegese des Neuen Testaments

 

44 Ethik bei Johannes

Wucherpfennig / Sorrentino

HS G M16
2 st. - 4 LP

Mo 16.15 – 17.50

 

Freundschaft ist in der Umwelt des ersten Christentums ein hoher moralischer Wert in der Umwelt. Allerdings stellen sich auch verschiedene Fragen an den Wert der Freundschaft: Freundschaft lebt von der Beziehung. Sie gehört modern verstanden in den Bereich des Privatlebens. Kann Freundschaft auch ein verbindlicher Wert in einer allgemeinen Ethik sein? Wie verhalten sich Frau und Mann in einer Freundschaft? Was verlangt Freundschaft von mir im Vergleich zum Gebot der Nächstenliebe? Wie kann eine Freundschaftsethik gerecht sein?

Das Johannesevangelium ist das eindrucksvollste Beispiel für frühchristliche Freundschaftsethik. Es gibt einen Einblick darin, was Jesus und die urchristliche Verkündigung unter Freundschaft verstanden haben. Während frühere Forschergenerationen bezweifelt haben, dass das Johannesevangelium überhaupt ein ethisches Konzept vertritt, ist die Freundschaftsethik bei Johannes seit einigen Jahren wieder neu in die Diskussion geraten.

Das Seminar untersucht das Johannesevangelium vor allem mit synchronen Methoden (Narratologie und Struktur des Evangeliums). Mit Hilfe der positioning-theory sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Ansatz kennenlernen, der es ermöglicht in den Erzähltexten des Johannesevangeliums ethische Konzepte der Freundschaft zu ermitteln.

 

Literatur

In Auswahl (mehr folgt im Seminar):

Christina Hoegen-Rohls, Uta Poplutz (Hg.), Glaube, Liebe, Gespräch, Göttingen: Vandenhoeck u. Rupprecht 2018.

Ruben Zimmermann, Stephan Joubert, Biblical Ethics and Application: Purview, Validity and Relevance of Biblical Texts in Ethical Discourse, WUNT 384, Tübingen 2017.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. Modul 16: Benoteter Leistungsnachweis Johanneische Schriften als Seminar in Biblischer Exegese. Voraussetzung: aktive Teilnahme an allen Sitzungen und Übernahme von einem Referat und Abgabe einer schriflichen Seminararbeit (etwa 15 Seiten).

 

45 Griechische Lektüre

Wucherpfennig / Hühne

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die kursorische Lektüre soll ausgewählte Textstellen der Evangelien oder der Apostelgeschichte behandeln, könnte jedoch auch, orientiert an den Wünschen der Teilnehmenden, apokryphe Evangelien wie die des Petrus, Nikodemus oder Bartholomäus zum Gegenstand haben.

Literatur

Die notwendige Textgrundlage, soweit sie über die Nestle-Aland -Ausgabe der Bibel hinausgeht, wird in der jeweilige Sitzung zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis

Eine Teilnahmenachweis ist möglich.

Hinweise

Eine Vorbesprechung findet am Montag, dem 21.10.2019, um 14 Uhr in S 5 statt.

Kirchengeschichte

 

50 Einführung in die Alte Kirchengeschichte

Kessler

V G M2
1 st. - 1.5 LP

Do 10.35 - 12.10
Termine:
24.10.2019, 31.10.2019, 07.11.2019, 14.11.2019, 21.11.2019

 

Die klassische Antike bildet den sozialen, politischen, religiös-kulturellen und nicht zuletzt auch intellektuellen Hintergrund, vor dem sich die christliche Botschaft ausbreitet. Dieser spezifische Kontext bestimmt in loyaler Anpassung an und in kritischer Absetzung von der paganen Antike die Entstehung einer christlichen Theologie und die institutionelle Ausgestaltung der Kirche. In den ersten sechs Jahrhunderten wurden viele der bis heute relevanten und geltenden Inhalte und Formen des Christentums grundgelegt: Der ntl. Kanon, die Glaubensbekenntnisse, die Ämterstruktur und die Grundgestalt des christlichen Gottesdienstes.

Anhand ausgewählter Schwerpunkte behandelt die Vorlesung diese Transformationsprozesse in der antiken Welt und analysiert Eckpunkte der altkirchlichen Entwicklung – angefangen von der apostolischen Missionspredigt über die theologische Lehrentwicklung bei den altkirchlichen Konzilien bis zur Ausgestaltung einer spätantiken Reichskirche. Die Vorlesung vermittelt kirchen- und theologiegeschichtliche Grundlagenkenntnisse und zeigt Chancen und Grenzen einer Inkulturation des Christlichen auf. Sie leistet einen Beitrag, das geschichtlich Bedingte der maßgeblichen Anfänge angemessener zu verstehen und einen verantwortlichen Transfer für die aktuellen Herausforderungen von Theologie und Kirche zu initiieren.

Literatur

Hand- bzw. Lehrbücher zur Prüfungsvorbereitung:

Lexikon der antiken christlichen Literatur, ed. S. Döpp, W. Geerlings, Freiburg ³2002.

Karl Suso Frank, Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche, Paderborn ³2002.

Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen und Institutionen, München 2006.

Johannes Hofmann, Zentrale Aspekte der Alten Kirchengeschichte (Theologische Lehr- und Lernbücher 4/1), Würzburg 2012.

Franz Xaver Bischof, Thomas Bremer, Giancarlo Collet, Alfons Fürst, Einführung in die Geschichte des Christentums, Freiburg 2012.

Peter Brown, Der Schatz im Himmel. Der Aufstieg des Christentums und der Untergang des Römischen Reiches, Stuttgart 2017.

Dirk Ansorge, Kleine Geschichte der christlichen Theologie. Epochen, Denker und Weichenstellungen, Regensburg, 2017.

Hartmut Leppin, Die Frühen Christen. Von den Anfängen bis Konstantin, München 2018.

Leistungsnachweis

M2: 20minütige Kommissionsprüfung zusammen mit dem Dozenten der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

 

51 Einführung in die Mittlere und Neuere Kirchengeschichte

Steiner

V G M2
1 st. - 3 LP

Mi 08.45 – 09.30

 

Die Vorlesung bietet einen ersten knappen Überblick über die Epochen und Hauptthemen der Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit. Dabei wird unter anderem auch auf die Ausbreitung des westlichen Christentums, das Verhältnis von geistlicher und weltlicher Gewalt im Hochmittelalter, die Geschichte der Orden, die Zeit der Konzilien und des Konziliarismus, das Zeitalter der Reformen und Konfessionalisierungen, Kirche in der Epoche der Aufklärung sowie die beiden Vatikanischen Konzilien eingegangen.

Literatur

Bischof, Franz Xaver u.a., Einführung in die Geschichte des Christentums, Freiburg/Br. 2012.

Brox, Norbert (Hg.), Die Geschichte des Christentums. Religion – Politik – Kultur, 14 Bde., Freiburg/br. 1991-2004.

Eder, Manfred, Kirchengeschichte. 2000 Jahre im Überblick, Ostfildern 2017.

Frank, Isnard Wilhelm, Kirchengeschichte des Mittelalters, Düsseldorf 2008.

Jedin, Hubert (Hg.), Handbuch der Kirchengeschichte, 7 Bde., Freiburg/Br. 1962-79.

Jung, Martin H., Kirchengeschichte, Tübingen 2017².

MacCulloch, Diarmaid, A History of Christianity. The First Three Tousand Years, London 2010.

Schatz, Klaus, Kirchengeschichte der Neuzeit. Zweiter Teil, Düsseldorf 2008.

Schmolinsky, Heribert, Kirchengeschichte der Neuzeit. Erster Teil, Düsseldorf 2008.

 

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M2: 20minütige Kommissionsprüfung zusammen mit dem Fachvertreter der Alten Kirchengeschichte

 

52 Methoden der Kirchengeschichte

König

ProS M2
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Das Proseminar richtet sich an Studienanfänger/innen und vermittelt die grundlegenden wissenschaftlichen Methoden der kirchenhistorischen Arbeit. Zunächst stehen Bedeutung und Ziel des Faches „Kirchengeschichte“ bzw. „Historische Theologie“ im Kontext der theologischen Disziplinen im Blickfeld. Darüber hinaus geht es um die Problematik von Epochengrenzen sowie um verschiedene Möglichkeiten eines Zugangs zum kirchenhistorischen Stoff. Anhand der Thematik „Die Christen und der Staat“ werden im Anschluss exemplarisch Quellen unterschiedlicher Gattung von der Antike bis zur Gegenwart erschlossen, was sowohl ein tieferes Verständnis der kirchenhistorischen Entwicklungslinien ermöglicht als auch die bleibende aktuelle Bedeutung kirchengeschichtlicher Fragestellungen aufzeigt.

Literatur

Lenelotte Möller; Hans Ammerich, Einführung in das Studium der Kirchengeschichte, Darmstadt 2014.

Christoph Markschies, Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 2: Proseminar. Bedingungen: Aktive Teilnahme, Vorbereitung auf die Sitzungen durch Lektüre der Texte bzw. Bearbeitung kleiner Aufgaben, ggf. Übernahme eines Kurzreferats (ca. 15 min), Proseminararbeit (8-10 Seiten).

Hinweise

Um kurze Anmeldung per E-Mail an phikoe@gmx.de wird gebeten.

 

53 Das Konzil von Trient (1545-1563) – Ringen um die Erneuerung der Kirche

Steiner

Anmeldung bitte an P.Dr. Steiner SJ: steiner@sankt-georgen.de

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 14.30 – 16.05

 

Die Reformatorischen Bewegungen hatten die spätmittelalterliche Lateinische Kirche in einem bisher nie gekannten Ausmaß herausgefordert und sowohl ihre Dogmen als auch ihre Praxis hinterfragt. Erst Jahrzehnte nach dem ersten Auftreten Luthers gelang es, das langersehnte Konzil in Trient zu versammeln. Das Seminar beschäftigt sich mit der Vorgeschichte und dem Verlauf des Konzils in allen drei Sitzungsperioden. Der Fokus ist hierbei v.a. ein theologiegeschichtlicher (Schrift und Tradition, Rechtfertigung, Sakramente). Die Beschlüsse des Konzils prägten und prägen die Katholische (Konfessions)kirche bis heute.

Literatur

Jedin, Hubert: Geschichte des Konzils von Trient; 4 Bde., Freiburg/Br. 1951²–1976.

Lecler, Joseph u. a.: Lateran V und Trient, Mainz 1978 (Geschichte der ökumenischen Kon-zilien 10).

Lecler, Joseph u. a.: Trient II, Mainz 1987 (Geschichte der ökumensichen Konzilien 11).

O’Malley, John W.: Trent and All That. Renaming Catholicism in the Early Modern Era, London u. a. 2000.

Schatz, Klaus: Allgemeine Konzilien. Brennpunkte der Kirchengeschichte, Paderborn 2008², 165-214.

Steiner, Niccolo: Diego Laínez und Alfonso Salmerón auf dem Konzil von Trient. Ihr Beitrag zur Eucharistie- und Messopferthematik, Stuttgart 2019 (Münchener Kirchenhistorische Studien. Neue Folge 8).

 

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M15 u. M23: Seminar in Kirchengeschichte. Mündliche Mitarbeit, Referat und Seminararbeit.

Hinweise

Bitte um Anmeldung an: Steiner@sankt-georgen.de

Fundamentaltheologie

 

60 Theologische Erkenntnislehre

Löffler

V G M3
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung geht der Frage nach, wie die Theologie zu ihrer Erkenntnis kommt. Dazu gilt es einerseits zu klären, in welchem Verhältnis Offenbarung, Glaube und Vernunft zueinander stehen, und andererseits aufzuzeigen, wie die kirchlichen Bezeugungsinstanzen des Wortes Gottes (Heilige Schrift, Tradition, Lehramt, Theologie, Glaubenssinn der Gläubigen etc.) Gottes (v)ergangenes Offenbarungswort so vermitteln, dass es auch heute noch authentisch vernommen und im Glauben angenommen werden kann.

Literatur

WOLFGANG BEINERT, Theologische Erkenntnislehre, in: Ders. (Hg.), Glaubenszugänge. Lehrbuch der katholischen Dogmatik, Bd.1. Paderborn 1995, 47-187.

WOLFGANG BEINERT, Kann man dem Glauben trauen? Grundlagen theologischer Erkenntnis. Regensburg 2004.

CHRISTOPH BÖTTIGHEIMER, Lehrbuch der Fundamentaltheologie. Freiburg 2009, 21-164.

HELMUT GABEL, Inspiriert und inspirierend - die Bibel. Würzburg 2011.

DONATH HERCSIK, Die Grundlagen unseres Glaubens. Eine theologische Prinzipienlehre. Münster 2005.

HANS-JOACHIM HÖHN, Praxis des Evangeliums, Partituren des Glaubens. Wege theologischer Erkenntnis. Würzburg 2015.

PETER HÜNERMANN, Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube - Überlieferung - Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen. Münster 2003.

WALTER KERN ET AL. (Hg.), Handbuch der Fundamentaltheologie, Bd. 4 (Traktat Theologische Erkenntnislehre). Tübingen – Basel (2. Aufl.) 2000.

WALTER KERN & FRANZ-JOSEF NIEMANN, Theologische Erkenntnislehre. Düsseldorf 1981.

BERNHARD KÖRNER, Orte des Glaubens - loci theologici. Würzburg 2014.

THOMAS SCHÄRTL, Glaubens-Überzeugung. Philosophische Bemerkungen zu einer Erkenntnistheorie des christlichen Glaubens. Münster 2007.

MICHAEL SEEWALD, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln. Freiburg 2018.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 3): Kommissionsprüfung, zusammen mit "Einführung in die Epochen der Theologiegeschichte" (20 min) (Diplomstudiengang: sbL Fundamentaltheologie oder Teil des Diplomprüfungsstoffs [Thesen 4-7])

Dogmatik

 

61 Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Das Kolloquium möchte zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Dies soll die Grundlage für alle weiteren philosophischen und theologischen Spezialfragen im Studium bilden. Dazu werden wir, neben anderen Texten, vor allem Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen, die er vor 50 Jahren veröffentlicht hat. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 3: Durch semesterbegleitende Hausaufgaben und aktive Mitarbeit kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium erworben werden.

 

62 Schöpfungstheologie I

Ansorge

V G M6
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Als Papst Franziskus 2015 seine Enzyklika "Laudato Si'" veröffentlichte, war von einer "Generation Greta" noch keine Rede. Inzwischen ist die Ökologie zu einem Lackmustext politischer Programme geworden. Auch theologisch ist "Schöpfung" kein Randthema. Als umfassende, biblisch begründete Interpretation der Welt hat sich die Schöpfungstheologie nicht nur mit ökologischen Herausforderungen, sondern auch mit alternativen Weltdeutungen auseinander zu setzen. Hierzu zählen in erster Linie die Naturwissenschaften, aber auch naturalistische Philosophien und materialistische Anthropologien. Einer Auseinandersetzung mit der Evolutionstheorie kann die Schöpfungstheologie ebenso wenig ausweichen wie Fragen nach dem Verhältnis von Zeit und Ewigkeit. Angesichts des Leidens in der Welt schließlich stellt sich der Schöpfungstheologie die Theodizeefrage.

Literatur

Klaus Krämer / Klaus Vellguth (Hrsg.), Schöpfung. Miteinander leben im gemeinsamen Haus, Freiburg u.a. 2017.

Papst Franziskus, Enzyklika "Laudato si'" über die Sorge für das gemeinsame Haus, Vatikan 2015.

Hermann Stinglhammer, Einführung in die Schöpfungstheologie, Darmstadt 2011.

Alexius J. Bucher (Hrsg.), Evolution im Diskurs. Grenzgespräche zwischen Naturwissenschaft, Philosophie und Theologie, Regensburg 1998.

Konrad Schmid, Schöpfung (Themen der Theologie 4), Tübingen 2012.

Renold Blank, Gott und seine Schöpfung, Zürich 2011.

Ulrich Lüke (Hrsg.), Evolution der Offenbarung – Offenbarung der Evolution (QD 249), Freiburg – Basel – Wien 2012.

Gregor Predel, Schöpfungslehre (Gegenwärtig – glauben – denken, Bd. 4), Paderborn 2015.

Hans Kessler, Evolution und Schöpfung in neuer Sicht, Kevelaer, 3. Aufl. 2010.

Petra Kolmer (Hrsg.), Gott und Natur. Philosophische Positionen zum aktuellen Streit um die Evolutionstheorie, München 2011.

Joseph Ratzinger, Gottes Projekt. Nachdenken über Schöpfung und Kirche, Regensburg 2009, 12-92.

Franz Gruber, Im Haus des Lebens. Eine Theologie der Schöpfung, Regensburg 2001.

Alex Stock, Poetische Dogmatik: Schöpfungslehre, Bd. 1: Himmel und Erde, Paderborn 2010; Bd. 2: Menschen, Paderborn 2013.

Christina Link, Schöpfung. Ein theologischer Entwurf im Gegenüber von Naturwissenschaft und Ökologie, Neukirchen 2012.

Jürgen Moltmann, Gott in der Schöpfung. Ökologische Schöpfungslehre, München 1985.

Medard Kehl, Schöpfung. Warum es uns gibt, Freiburg – Basel – Wien 2010.

Medard Kehl / Dirk Ansorge, Und Gott sah, dass es gut war. Eine Theologie der Schöpfung, Freiburg – Basel – Wien, 3. Aufl. 2018.

Lars Klinnert (Hrsg.), Zufall Mensch? Das Bild des Menschen im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, Darmstadt 2007.

Peter Neuner (Hrsg.), Naturalisierung des Geistes – Sprachlosigkeit der Theologie? Die Mind-Brain-Debatte und das christliche Menschenbild (QD 205), Freiburg – Basel – Wien 2003.

Stephan Otto Horn u.a. (Hrsg.), Schöpfung und Evolution. Eine Tagung mit Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo, 2007.

Bernd Janowski (Hrsg.), Schöpfungsglaube vor der Herausforderung des Kreationismus, Neukirchen 2010.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M6 Schöpfung und Mensch: Teil der Modulklausur.

 

63 Theologische Anthropologie I

Ansorge

V G M6
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
in der zweiten Semesterhälfte (ab dem 11.12.2019)

 

An der Schwelle zum 21. scheint die Menschheit am Beginn des "Anthropozäns" zu stehen: Menschen beeinflussen nicht nur die außermenschliche Natur, sondern greifen auch in die menschliche Natur selbst ein. Eine "theologische Anthropologie" muss dazu Stellung nehmen. Sie befasst sich dazu im Wesentlichen mit Themen, die früher unter dem Stichwort "Gnadenlehre" erörtert wurden. Nicht nur geht es dabei um die Beziehung zwischen Gott und Mensch sowie deren Gefährdung durch die Sünde. Darüber hinaus muss sich die theologische Anthropologie mit philosophischen und naturwissenschaftlichen Menschenbildern und deren praktischen Implikationen auseinandersetzen.

Literatur

Benedikt Paul Göcke, Designobjekt Mensch. Die Agenda des Transhumanismus auf dem Prüfstand, Freiburg - Basel - Wien 2018.

Yuval Noaḥ Harari, 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert, München 2019.

Erwin Dirscherl, Grundriss theologischer Anthropologie. Die Entschiedenheit des Menschen angesichts des Anderen, Regensburg 2006.

Gerhard Ludwig Müller, Katholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg - Basel - Wien 1995, 105-154.

Johannes Paul II., Wer ist der Mensch? Skizzen zur Anthropologie, München 2011.

Gerhard Sauter, Das verborgene Leben. Eine theologische Anthropologie, Gütersloh 2011.

Thomas Pröpper, Theologische Anthropologie, 2 Bde., Freiburg - Basel - Wien 2011.

Jürgen van Oorschot, Der Mensch als Thema theologischer Anthropologie. Beiträge in interdisziplinärer Perspektive, Neukirchen-Vluyn 2010.

Christian Thies, Einführung in die philosophische Anthropologie (2004), 2. Aufl., Darmstadt 2009.

Erwin Dirscherl (Hrsg.), In Beziehung leben. Theologische Anthropologie, Freiburg - Basel - Wien 2008.

Wolfgang Schoberth, Einführung in die theologische Anthropologie, Darmstadt 2006.

Otto-Hermann Pesch, Frei sein aus Gnade. Theologische Anthropologie, Freiburg - Basel - Wien 1983.

Wolfhart Pannenberg, Anthropologie in theologischer Perspektive, Göttingen 1983.

Ulrich H.J. Körtner, "Lasset uns Menschen machen". Christliche Anthropologie im biotechnologischen Zeitalter, München 2005.

Edith Stein, Was ist der Mensch? Theologische Anthropologie (Gesamtausgabe, Bd. 15), Freiburg - Basel - Wien 2005.

José Comblin, Das Bild vom Menschen (Bibliothek Theologie der Befreiung), Düsseldorf 1987.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M6 Schöpfung und Mensch: Teil der Modulklausur.

 

64 Kirche, Amt und Eucharistie

Vechtel

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 14.30 – 16.05

 

Die Situation der Kirche ist geprägt durch einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel und durch eine Vertrauenskrise, die durch die sexualisierte Gewalt und deren Vertuschung durch Amtsträger der katholischen Kirche ausgelöst wurde. Sowohl die gesellschaftliche Bedeutung und Rolle als auch die Glaubwürdigkeit der kath. Kirche sind fragwürdig geworden. Das Seminar möchte der Frage nachgehen, wie in der Situation des Umbruchs und der Krise das Verständnis der Kirche theologisch bestimmt werden kann: Wie ist die Sakramentalität der Kirche und ihr Selbstverständnis als Volk Gottes zu verstehen; wie die Rolle des Lehramtes? Was bedeutet die offenkundige Sünde (in) der Kirche für die theologisch behaupteten Wesensmerkmale der Heiligkeit und Katholizität? Welche Fragen ergeben sich im Blick auf den ökumenischen Dialog für das Verständnis von Eucharistie und Amt? Diesen und anderen Fragen soll im Seminar nachgegangen werden im Blick auf mögliche theologisch reflektierte Antwortversuche zum Verständnis der Kirche in der gegenwärtigen Situation.

Literatur

Michel de Certeau, GlaubensSchwachheit, Stuttgart 2019.

Michel de Certeau, Der Fremde oder Einheit in Verschiedenheit, Stuttgart 2018.

Julia Enxing, Schuld. Theologische Erkundungen eines unbequemen Phänomens, Ostfildern 2015.

Julia Enxing, Schuld und Sünde (in) der Kirche, Ostfildern 2018.

Gemeinsam am Tisch des Herrn. Votum des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen.

Orientierungshilfe der DBK: Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur. Konfessionsverbindende Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie, 2018.

Johanna Rahner u. Thomas Söding (Hg.). Kirche und Welt – ein notwendiger Dialog (QD 300), Freiburg 2019.

Karl Rahner, Strukturwandel der Kirche als Aufgabe und Chance, Freiburg 1972.

Matthias Remenyi und Saskia Wendel (Hg.), Die Kirche als Leib Christi. Geltung und Grenze einer umstrittenen Metapher (QD 288), Freiburg 2017.

Karlheinz Ruhstorfer, Befreiung des Katholischen. An der Schwelle zu globaler Identität, Freiburg 2019.

Michael Seewald, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln, Freiburg 2018.

Michael Seewald, Reform. Dieselbe Kirche anders denken, Freiburg 2019.

Thomas Söding u. Wolfgang Thönissen (Hg.), Eucharistie – Kirche – Ökumene. Aspekte und Hintergründe des Kommunionstreites (QD 298), Freiburg, 2019.

Christoph Theobald, Christentum als Stil, Freiburg 2018.

 

Weitere Literatur folgt

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 15 und M 23: Seminarnachweis systematische Theologie. Für jede Woche werden Texte vorbereitend gelesen. Zur Sicherung des gemeinsamen Verständnisses fertigen alle Teilnehmenden eine 1- bis 2-seitige Zusammenfassung an. Das Gesamt der Zusammenfassung bildet die Hausarbeit. Regelmäßige Teilnahme und mündliche Mitarbeit gehören zum Erwerb eines Leistungsnachweises dazu.

 

65 Methods and Strategies of Argumentation in Systematic Theology - Seminar in englischer Sprache -

Knorn

Anmeldung bitte an P. Dr. Knorn SJ: knorn@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 14.30 – 16.05

 

This course will discuss various methods and approaches in systematic theology, like Lonergan’s and Rahner’s transcendental methods, contextual methods like those of Liberation theology, or postcolonial approaches. We will analyze the strengths and weaknesses of such classical and modern methods. This will help the students develop their own strategy of argumentation and their own style of theology. Therefore, this course is especially designed for students writing or planning to write a Mag., Lic., or Doctoral thesis. Examples will be taken mostly from systematic theology, but you are also welcome if you are working in another field.

Literatur

Reading assignments on "Moodle".

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 15 und M 23: For receiving a qualified "Hauptseminar" certificate, active participation, one presentation in class, and a written final paper are required. Papers may be written in English, German, French, Spanish, or Italian.

 

66 Oberseminar für Lizentiand*innen und Doktorand*innen

Ansorge / Vechtel

OS A - 4 LP

Termine werden noch
bekannt gegeben

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

(wird jeweils zur einzelnen Sitzung gesondert bekannt gegeben)

Leistungsnachweis

(nach Absprache)

Moraltheologie

 

67 Moraltheologische Fragen einer Theologischen Anthropologie

Koller

V G M6
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Christ*innen sehen sich in den Auftrag gestellt, als Ebenbild Gottes in dieser Welt zu handeln. Doch was heißt das konkret? Antworten auf diese Frage werden auf der Grundlage des Schlüsselkonzepts „Menschenwürde“ mit Blick auf Einzelprobleme aus zwei Bereichen der Moraltheologie erschlossen: Einerseits wird die Lebensethik in den Blick genommen. Denn medizinische Entscheidungssituationen am Beginn und Ende des Lebens führen gegenwärtig unausweichlich zur Frage: Was dürfen wir tun? Kriterien und Begründungen für ethisch gerechtfertigtes Handeln werden für Fragen der künstlichen Befruchtung, des Schwangerschaftsabbruchs und der Sterbehilfe aufgezeigt. Andererseits werden Grundzüge der Sexualethik behandelt. Der Sexualität wird in der gegenwärtigen Gesellschaft eine große Bedeutung für erfülltes Leben beigemessen. Von der kirchlichen Sexualmoral erwarten sich aber viele nichts Positives; die Morallehre der Kirche im Bereich der Sexualität trifft häufig auf Unverständnis und Ablehnung. Auch in der katholischen Kirche ist seit längerer Zeit – und gegenwärtig verstärkt im Kontext der Debatte um die Fälle von sexualisierter Gewalt – die Frage einer Weiterentwicklung der Sexualmoral in Diskussion. Mit Themen wie Gender, Homosexualität und verantwortete Elternschaft werden aktuelle Fragen ausgewählt und moraltheologische Begründungswege aufgezeigt.

Literatur

Bormann, Franz-Josef (Hg.): Lebensbeendende Handlungen. Ethik, Medizin und Recht. Zur Grenze von „Töten“ und „Sterbenlassen“, Berlin – Boston: De Gruyter 2017.

Fraling, Bernhard: Sexualethik. Ein Versuch aus christlicher Sicht, Paderborn u.a.: Schöningh 1995.

Goertz, Stephan / Witting, Caroline (Hg.): Amoris laetitia – Wendepunkt für die Moraltheologie?, Freiburg i. Br.: Herder 2016.

Hilpert, Konrad (Hg.): Zukunftshorizonte katholischer Sexualethik, Freiburg – Basel – Wien: Herder 2011 (QD 241).

Lintner, Martin: Den Eros entgiften. Plädoyer für eine tragfähige Sexualmoral und Beziehungsethik, 2. durchges. u. aktual. Aufl., Brixen – Innsbruck: Weger / Tyrolia 2012.

Römelt, Josef: Christliche Ethik in moderner Gesellschaft. Bd. 2 Lebensbereiche, Freiburg – Basel – Wien: Herder 2009.

Schockenhoff, Eberhard: Ethik des Lebens. Grundlagen und neue Herausforderungen, Freiburg – Basel – Wien: Herder ²2013.

Themenheft „Kinder, Kinder. Ethische Konflikte am Lebensanfang“. Herder Korrespondenz Spezial 1/2017.

Weitere Literaturhinweise zu den einzelnen Teilthemen werden in der Vorlesung gegeben.

Leistungsnachweis

Mag. Theol: Modulklausur M6

 

68 Allgemeine Moraltheologie

Hofmann

V G M12
2 st. - 4.5 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung „Allgemeine Moraltheologie“ präsentiert und diskutiert die philosophischen und theologischen Grundlagen der Moraltheologie: den Handlungsbegriff, den Begriff der menschlichen Freiheit, die Rolle der praktischen Vernunft sowie einige wichtige Aspekte des biblischen Ethos im Alten und im Neuen Testament. Von leitendem Interesse ist dabei die Frage, wie die Moraltheologie ihr biblisches Erbe und die praktische Philosophie zu einem überzeugenden theologischen Ansatz verbinden kann. Welche Standards sollte ein solcher Ansatz erfüllen können? Worin besteht das christliche Proprium einer theologischen Ethik? In diesem Zusammenhang ist auch die Frage nach den Erkenntnisquellen christlicher Ethik von Bedeutung. Mit Naturrecht, Teleologie, Autonomer Ethik und dem Fähigkeitenansatz werden einige vielversprechende Ansätze theologisch-philosophischer Normbegründung vorgestellt und kritisch diskutiert. Dem begründungstheoretischen Schwerpunkt folgt ein Blick auf die Themen Verantwortung, Epikie und Gewissen, um auch der Thematik von „Norm und Einzelfall“ angemessene Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Die Vorlesung schließt mit einer Besprechung der Themen Schuld, Sünde und Vergebung.

Literatur

Aktuelle Einführungen:

Ernst, Stephan, Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009; Fenner, Dagmar, Ethik. Wie soll ich handeln?, Tübingen/Basel 2008;

Marschütz, Gerhard, Theologisch ethisch nachdenken. Grundlagen, Würzburg 22014;

Rosenberger, Michael, Frei zu leben. Allgemeine Moraltheologie, Münster 2018;

Schockenhoff, Eberhard, Grundlegung der Ethik. Ein theologischer Entwurf. 2., überarb. Aufl., Freiburg i.Br. u.a. 2014;

Schockenhoff, Eberhard, Theologie der Freiheit, Freiburg i. Br. 2007;

Timmons, Mark, Moral Theory. An Introduction, Lanham Maryland 22013.

Grundsätzlich ist die Lektüre der moraltheologischen Primärtexte zu empfehlen. Konkrete Literaturhinweise zu den jeweiligen Themen werden in der Vorlesung gegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 12 Kommissionsprüfung (20 Min.), zusammen mit Philosophische Ethik und Sozialphilosophie

 

69 Kolloquium zur Vorlesung "Allgemeine Moraltheologie"

Hofmann

Koll M12
1 st.

Mo 13.30 – 14.15

 

Das Kolloquium dient der Vertiefung der in der genannten Vorlesung besprochenen Themen. Es bietet die Möglichkeit, einige der hierfür wichtigsten Grundlagentexte (v. a. Texte der Pflichtlektüre) zu diskutieren. Es besteht keine Teilnahmepflicht. Allerdings ermöglicht die regelmäßige und aktive Teilnahme die kontinuierliche Aneignung der prüfungsrelevanten Stoffe der Vorlesung. Die Anmeldung erfolgt in der ersten Sitzung.

Leistungsnachweis

Da es sich um ein „Kolloquium zur Vorlesung“ handelt, besteht keine Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

70 „Auftragsmord“ oder Selbstbestimmung? Die Debatte um Schwangerschaftsabbrüche aus moraltheologischer Sicht

Koller / Höhl

Anmeldung erforderlich bis 12.10.2019 per Mail an Herrn Höhl: hoehl@sankt-georgen.de

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Im Oktober 2018 sorgte Papst Franziskus für Schlagzeilen, als er Schwangerschaftsabbrüche mit einem Auftragsmord verglich: „Einen Menschen zu beseitigen ist wie die Inanspruchnahme eines Auftragsmörders, um ein Problem zu lösen“. Der Pontifex erntete für seine Wortwahl viel Kritik – von katholischer wie säkularer Seite. Mit dieser Formulierung übernimmt der Papst eine Rhetorik, die aus öffentlichen Wortmeldungen von Gruppen, die gegen Abtreibungen kämpfen, bekannt ist. Drastische Ausdrücke finden sich aber nicht nur bei diesen. Beim Thema Schwangerschaftsabbrüche herrscht eine Situation vor, in der sowohl Gegner*innen als auch Befürworter*innen vehement völlig konträre Auffassungen öffentlich vertreten und Diskussionen stark emotionalisiert geführt werden. Das ist wenig überraschend, weil es beiden Gruppen um Grundlegendes geht: um Lebensschutz bzw. um Selbstbestimmung. Dabei sind ethische Fragen entscheidend: Ist im Zusammenhang mit Abtreibung die Rede von „Auftragsmördern“ ethisch legitim? Und kann umgekehrt das ethische Argument „Selbstbestimmung der Frau“ eine Rechtfertigung von Schwangerschaftsabbrüchen begründen?

Ziel des Seminars ist die ethische Bewertung der Argumente aus der Abtreibungsdebatte. Dabei werden Kompetenzen vertieft, um Differenzierungen zu ermöglichen und Grauschattierungen hinter einem schlichten Schwarz-Weiß-Denken offenzulegen. Zunächst werden dafür Sprachstile und Positionen innerhalb wie außerhalb der Kirche analysiert. Anschließend werden grundlegende philosophische und moraltheologische Fragen zu Status und Rechten des ungeborenen Lebens sowie zur Autonomie der Frau geklärt, um schließlich einige Spezialfragen zu stellen und Fallunterscheidungen zu diskutieren. Ein Gespräch mit einer Beratungsstellenmitarbeiterin wird die praktische Perspektive auf die Thematik vertiefen.

Literatur

Busch, Ulrike/Hahn, Daphne (Hgg.) (2015): Abtreibung. Diskurse und Tendenzen, Bielefeld: transcript.

DBK (1996): Menschenwürde und Menschenrechte von allem Anfang an. Zur ethischen Beurteilung der Abtreibung. Gemeinsames Hirtenwort der deutschen Bischöfe zur ethischen Beurteilung der Abtreibung. 26. September 1996, hrsg. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.

Lauer, Julia-Maria (2019): Falsches Mitleid, in: HK 73 (3), 4f.

Lenzen, Wolfgang (Hg.) (2004): Wie bestimmt man den „moralischen Status“ von Embryonen? Paderborn: Mentis.

Schockenhoff, Eberhard (2009): Ethik des Lebens. Grundlagen und neue Herausforderungen, Freiburg u.a.: Herder, 476—489, 494—534, 557—560.

Stensvold, Anne (2015): A History of Pregnancy in Christianity. From Original Sin to Contemporary Abortion Debates, New York: Routledge.

Auf weitere Literatur wird in der Lehrveranstaltung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Mag. Theol.: Die Anforderungen für den Erwerb eines Leistungsnachweises über ein Hauptseminar aus Moraltheologie (Systematische Theologie) sind: aktive Teilnahme, Übernahme eines Referats (15-20 Minuten), Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit (15-20 Seiten).

Christliche Gesellschaftsethik

 

71 "Care-Revolution" – oder keine Zeit mehr für die Sorgearbeit?

Hagedorn

HS G P12M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 14.30 – 16.05

 

Formelle und informelle Sorgearbeit, die von der Erziehung der Kinder bis zur Pflege der Älteren reicht, bilden ein Feld, an dem sich aufweisen lässt, wie sich Rollenerwartungen und geschlechtliche Arbeitsteilung über die Jahrzehnte hinweg verändern, wie vormals unbezahlte Tätigkeiten zu bezahlten Dienstleistungen werden, aber auch welche Herausforderungen auf Makro-, Meso- und Mikroebene damit verbunden sind. Die Familien und privaten Haushalte, in denen (nach wie vor mehrheitlich von Frauen) der Großteil der Sorgearbeit geschultert wird, stehen dabei besonders im Fokus und seit geraumer Zeit unter zunehmendem Druck.

Wann und wie ist es überhaupt zur Trennung von familialer Sorgearbeit in der sog. privaten Sphäre und Erwerbsarbeit in der sog. öffentlichen Sphäre gekommen? Wie stabilisiert(e) diese Arbeitsteilung den konservativen Wohlfahrtsstaat deutscher Prägung? Welche normativen Annahmen begleite(te)n sie? Ist gegenwärtig – aufgrund unterschiedlicher Faktoren – eine „Care-Revolution“ im Entstehen begriffen? Wie ist eine mögliche gesellschaftliche Neuaushandlung der Organisation familialer Sorgearbeit ethisch zu bewerten?

Im Hauptseminar soll entlang einschlägiger sozialwissenschaftlicher und theologisch-ethischer Texte ein Licht auf die Entwicklung familialer Sorgearbeit und ihre normative Flankierung geworfen werden. Dabei geraten neben der geschlechtlichen Arbeitsteilung auch die Konstituierung von Generationenverhältnissen (Solidaritätsverhältnissen) und das für den deutschen Wohlfahrtsstaat wirkmächtige Subsidiaritätsverständnis in den Blick. Die abschließende sozialethische Bewertung erfolgt unter Einbezug der drei großen (utilitaristischen, rechtebasierten und partikular-sittlichen) Ethikstränge.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. Seminarnachweis systematische Theologie, M 15 und M 23 Anforderungen: regelmäßige Anwesenheit; Übernahme eines Referats; Hauptseminararbeit (15 Seiten)

 

72 Aktuelle Studien zur Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

Termine werden noch bekannt gegeben. Interessent*innen wenden sich bitte an nbi@sankt-georgen.de.

Koll A G
1 st. - 2 LP

Termine werden noch
bekannt gegeben

 

Das Doktorandenkolloquium findet gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhard Kruip (Mainz) und Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse (Tübingen) statt. Termine werden noch bekannt gegeben. Interessent*innen wenden sich bitte an nbi@sankt-georgen.de.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende können den Leistungsnachweis für eine Seminarveranstaltung erwerben, wenn sie zugleich am Oberseminar "Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaft" sowie an zwei weiteren Terminen mit Diskussionsrunden teilnehmen und eine schriftliche Leistung erbringen.

 

73 Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds / Hengsbach

Thematik und Termine werden noch bekannt gegeben. Interessent*innen wenden sich bitte an nbi@sankt-georgen.de.

OS G
1 st. - 2 LP

Termine werden noch
bekannt gegeben

 

Das Oberseminar, das zusammen mit dem Lehrstuhl Moraltheologie/Sozialethik der Goethe-Universität (Prof. Dr. Christof Mandry) stattfindet, ist im Wintersemster 2019/20 der Lektüre und Diskussion eines Buchs zu den Ursachen des Rechtspopulismus gewidmet. Es handelt sich um das Buch "Die Gesellschaft des Zorns" von Cornelia Koppetsch. Das Oberseminar findet an zwei Dienstagen im Dezember statt: am 3.12. an der Goethe-Universität und am 10.12. in Sankt Georgen. Interessent*innen melden sich bitte unter nbi@sankt-georgen.de

Literatur

Cornelia Koppetsch: Die Gesellschaft des Zorns. Rechtspopulismus im globalen Zeitalter. Bielefeld 2019.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende können den Leistungsnachweis für eine Seminarveranstaltung erwerben, wenn sie zugleich am Doktorandenkolloquium "Aktuelle Studien zur Christlichen Gesellschaft" sowie an zwei weiteren Terminen mit Diskussionsrunden teilnehmen und eine schriftliche Leistung erbringen.

Pastoraltheologie

 

80 Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion

W. Beck

V G M21
2 st. - 4.5 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung geht grundlegenden menschlichen Erfahrungen als Daseinsrisiken nach: Krisen in Krankheits-, Schuld-, Trauer- und Unsicherheitserfahrungen. Ausgehend von der zentralen pastoraltheologischen Ausrichtung auf die Biographie als theologiegenerativer Ort werden einzelne pastorale Handlungsfelder in den Blick genommen. Dazu gehören kollektiv-kirchliche Krisen auch der gesellschaftliche Umgang mit Krisenerfahrungen, ihre Kommunikation und kirchlich-pastorale Reaktionen.

Literatur

Fuchs, Ottmar: Der zerrissene Gott. Das trinitarische Gottesbild in den Brüchen der Welt, Ostfildern 2014.

Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015.

Haslinger, Herbert (Hg.): Praktische Theologie. Handbuch (Bd.1: Grundlegungen; Bd. 2: Durchführungen), Mainz 1999/2000.

Hoff, Gregor Maria (Hg.): Zwischen Ersatzreligion und neuen Heilserwartungen: Umdeutungen von Gesundheit und Krankheit, Freiburg-München 2010.

Kohl, Bernhard, Die Anerkennung des Verletzbaren. Eine Rekonstruktion der negativen Hermeneutik der Gottebenbildlichkeit aus den Anerkennungstheorien Judith Butlers und Axel Honneths und der Theologie Edward Schillebeeckx', Würzburg 2017.

Luther, Henning: Religion und Alltag. Bausteine zur einer Praktischen Theologie des Subjekts, Stuttgart 2014.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. (M 21): Von den Studierenden ist als Leistungsnachweis eine Hausarbeit zu erstellen. Die Hausarbeit hat den formalen Ansprüchen zu entsprechen, die zu Beginn des Semesters vorgestellt werden (siehe Angaben auf einem Merkblatt). Die Entscheidung für die Themen erfolgt nach eigenen Interessen und in Absprache mit dem Dozenten.

 

81 Kolloquium zur Vorlesung "Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion"

Helbig-Londo

Koll G M21
1 st.

Di 08.45 – 10.20
Termine:
22.10.2019, 05.11.2019, 19.11.2019, 03.12.2019, 17.12.2019, 14.01.2020, 28.01.2020, 11.02.2020

 

Das Kolloquium gibt den TeilnehmerInnen der Vorlesung „Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion“ die Möglichkeit, Rückfragen zu Vorlesungsinhalten zu stellen. Es werden begleitend zur Vorlesung ausgewählte Texte gelesen und diskutiert.

Literatur

Wird im Kolloquium angegeben

Leistungsnachweis

 

82 Tod, Sepulkralkultur und Trauerpastoral der Gegenwart

W. Beck / Helbig-Londo

Anmeldungen bitte bis 14.10.2019 an Frau Helbig-Londo: helbig-londo@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 14.30 – 16.05

 

„… und wie sieht es in Deinem Himmel aus?“ Mit dieser Frage regt ein norddeutsches Bestattungsunternehmen Passant*innen zum Nachdenken über die persönliche Vorstellung vom Jenseits an. Die dazugehörige Schaufensterdekoration erinnert mit bunten Bonbons und Süßigkeiten eher an das Schlaraffenland, als an das Schaufenster einer Pietät. Die Sepulkral- und Trauerkultur hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Eine seit den 1950er Jahren populäre These besagt, dass Tod und Trauer aus der Gesellschaft, aus dem öffentlichen Raum, dem gesellschaftlichen Gespräch verschwinden. Gegen diese These der Tabuisierung des Todes stehen die neuen Formen der Trauerkultur, welche in den letzten Jahren entstanden sind. Das Hauptseminar will beide Theorien diskutieren und auf den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Tod und Trauer eingehen. Dafür sollen traditionelle Formen von Bestattung und Trauerarbeit sowie aktuelle Entwicklungen der gesellschaftlichen Erinnerungskultur analysiert werden.

(Bei Interesse besteht die Möglichkeit einer Exkursion.)

 

Literatur

- Volp, Ulrich (Hg.): Tod, Tübingen 2018.

- Sekretariat der Dt. Bischofskonferenz (Hg.): Tote begraben und Trauernde trösten. Bestattungskultur im Wandel aus katholischer Sicht, Bonn 2005.

- Sparre, Sieglinde: Bestatten in Kirchen. Eine praktisch-theologische Interpretation gegenwärtiger Kirchenkolumbarien und Urnenkirchen, Stuttgart 2018.

- Springhart, Heike: Der verwundbare Mensch. Sterben, Tod und Endlichkeit im Horizont einer realistischen Anthropologie, Tübingen 2016.

- Klie, Thomas / Nord, Ilona (Hg.): Tod und Trauer im Netz. Mediale Kommunikationen in der Bestattungskultur.

- Sebald, Gerd / Döbler, Marie-Kristin: (Digitale) Medien und Soziale Gedächtnisse, Wiesbaden 2017.

- Resing, Volker (Hg.): Komm, süßer Tod. Konflikte am Lebensende. Herder-Korrespondenz Spezial (2/2017).

 

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 15 und M 23: Seminarnachweis Praktische Theologie. Für einen Leistungsnachweis werden aktive Teilnahme am Seminar, ein Impulsreferat sowie eine Hausarbeit erwartet.

Hinweise

Anmeldungen werden bis zum 14. Oktober erbeten an: helbig-londo@sankt-georgen.de

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

84 Die Kunst der Religionsdidaktik

Fröhling

Die Klärung aller Anerkennungsfragen ist vor der Anmeldung notwendig. Anmeldung bitte bis spätestens 04.10.2019 an Herrn Dr. Fröhling: froehling@sankt-georgen.de

Ü M21
2 st. - 4.5 LP

Vorbesprechung:
Mo 14.10.2019, 11.00

Fr 18.10.2019, 14.00 – 19.00
Sa 19.10.2019, 09.00 – 17.00
Sa 09.11.2019, 09.00 – 17.00
Fr 24.01.2020, 14.00 – 19.00
Sa 25.01.2020, 09.00 – 17.00

 

Religionspädagogik lässt sich als Theorie religiöser Praxis unter der besonderen Berücksichtigung von lehren, lernen und bilden verstehen. Der Gegenstand einer solchen Religionspädagogik ist Religion, wobei dabei – nach Bernhard DRESSLER – zweierlei Propria zu unterscheiden und aufeinander zu beziehen sind: zum einen Religion als „jede kulturelle Praxis, mit der [sich] Menschen zum Unverfügbaren ins Verhältnis setzen“ (DRESSLER 2014), und zum anderen Religion als bestimmte religiöse Praxis. Theologie als Religionspädagogik reflektiert damit zum einen in inhaltlicher Weise auf religiöse Praxis, in der gelehrt und gelernt wird. Zugleich reflektiert sie aber auch jedes Lehren, Lernen und Bilden unter einer formalen Perspektive. Dabei können kulturelle Praktiken (wie Lehren und Lernen) untersucht werden, in denen sich Menschen zum Unverfügbaren verhalten. Dadurch wird nicht jedes Verhalten religiös und damit diffus. Zugleich wird in dieser Konzeption von Religionspädagogik die interdisziplinäre Gleichwürdigkeit mit der Pädagogik gesichert, die sie im Namen trägt.

Religionsdidaktik als ein Bereich der Religionspädagogik ist die Theorie der Vermittlung und der Inszenierung insbesondere im schulischen Religionsunterricht, in dem es um das Arrangement von Methoden, Medien und Inhalten, aber auch um Ziele geht. Die Theorie der Praxis ist von Praxis zu unterscheiden, aber zugleich auf sie bezogen – aber in einer bestimmten Weise. Schleiermacher spricht darum davon, dass „alle Vorschriften der praktischen Theologie nur allgemeine Ausdrücke [sein] können, in denen die Art und Weise ihrer Anwendung auf einzelne Fälle nicht schon mit bestimmt ist, d.h. sie sind Kunstregeln.“ Das Seminar kann also keine Handlungskonzepte vorlegen, die nur noch angewendet werden müssen, sondern umgekehrt: es wird mit den impliziten Handlungskonzepten der Studierenden gearbeitet.

Aus diesem Grund haben Feedback-Verfahren eine zentrale Bedeutung im Seminar. So sind Lehr-Lernsituationen vorgesehen, die die Wirkung der eigenen Äußerungen und Tätigkeiten auf andere erfahr- und kommunizierbar machen. Intention des Seminars ist es, den Studierenden erste Erfahrung im Lehren zu ermöglichen und zu einer experimentellen Haltung gegenüber einer Lehrtätigkeit zu ermutigen. Wie jede Kunst gehört zur Kunst der Religionsdidaktik eigene Erfahrung, Übung und Reflexion. Alles drei wird im Seminar vorkommen. Darum ist die Unterrichtsbeobachtung und das Unterrichten selbst integraler Bestandteil des Seminars. Die Tätigkeiten in der Schule werden in Zweier-Teams durchgeführt, jeweils in Zusammenarbeit mit den begleitenden Lehrern und Lehrerinnen. Es sind vier Blöcke für die Seminartermine festgelegt. Zwischen erstem und drittem Block werden die Hospitationen (8 Stunden) stattfinden. Zwischen drittem und viertem Block wird der eigene Unterricht (3-4 Stunden) gehalten. Neben den Blockterminen sind weitere individuelle Termine an Frankfurter und Offenbacher Schulen einzuplanen. Die Zeit des Seminars erstreckt sich ausschließlich auf das Wintersemester.

Alle Anerkennungsfragen müssen bis zur Anmeldung zur Übung abschließend geklärt sein.

Literatur

Bernd SCHRÖDER (2012): Religionspädagogik, Tübingen;

Georg HILGER; Stephan LEIMGRUBER; Hans-Georg ZIEBERTZ; Matthias BAHR (Hg.) (22003): Religionsdidaktik. Ein Leitfaden für Studium, Ausbildung und Beruf, München;

Andreas GRUSCHKA (2002): Didaktik. Das Kreuz mit der Vermittlung, Wetzlar;

Hans SCHMID (2012): Die Kunst des Unterrichtens. Ein praktischer Leitfaden für den Religionsunterricht, München.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 21: Erstellung einer Unterrichtssimulation; Mitarbeit im Seminar; Referat (66%); Erstellung einer Reflexion zu der Schulpraxis oder wahlweise mündliche Prüfung (33%).

Hinweise

Alle Anerkennungsfragen müssen bis zur Anmeldung zur Übung abschließend geklärt sein.

 

85 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

OS A
2 st.

Fr 22.11.2019, 14.00 – 21.00
Sa 23.11.2019, 09.00 – 16.00
Fr 07.02.2020, 15.00 – 21.00
Sa 08.02.2020, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

 

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 14. Oktober 2019 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

86 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 13.12.2019, 10.30 – 16.00
Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 14. Oktober 2019 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

85 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

OS A
2 st.

Fr 22.11.2019, 14.00 – 21.00
Sa 23.11.2019, 09.00 – 16.00
Fr 07.02.2020, 15.00 – 21.00
Sa 08.02.2020, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

 

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 14. Oktober 2019 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

86 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 13.12.2019, 10.30 – 16.00
Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 14. Oktober 2019 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

87 Spirituelle Selbstbestimmung

Kießling / Reisinger

Anmeldung bitte an Frau Reisinger: reisinger@sankt-georgen.de

HS A M15 M23
2 st. - 4 LP

Do 13.30 – 15.05

 

Selbstbestimmung ist ein moralisches und politisches Grundprinzip der Moderne. Lebensvollzüge von Menschen verlaufen in autonomie-orientierten modernen Gesellschaften deutlich anders als in heteronomen Ordnungsvorstellungen vormoderner Zeiten. Das spirituelle Leben moderner Katholikinnen und Katholiken vollzieht sich daher in einer Spannung zwischen einer heteronomen, an einem vormodernen Naturrechts- und Ordo-Denken ausgerichteten katholischen Tradition, die bis heute tief in kirchliche Praxis und persönliche spirituelle Vollzüge hineinwirkt, einerseits, und der Glaubenspraxis selbstverständlich modern denkender Gläubigen, die an eine freiheitliche, das persönliche Gewissen und die Gottunmittelbarkeit des einzelnen Menschen betonende Tradition des Katholizismus anknüpfen, andererseits.

Wir befassen uns in diesem Seminar zunächst mit einem scheinbaren Dilemma: Kann es eine Freiheit des Einzelnen vor Gott geben? Wo ist zwischen Heteronomie und Autonomie Theonomie anzusiedeln? In der Auflösung dieses Dilemmas werden Eckpunkte eines philosophisch, theologisch und moralisch fundierten Konzeptes spiritueller Selbstbestimmung entwickelt. Schließlich werden ausgehend von diesem Konzept Fragen rund um die Erlernbarkeit und pastorale Ermöglichung spiritueller Autonomie erörtert. Wie verhalten sich Prozesse des Lernens und der Selbstwirksamkeit, das Bedürfnis nach Sicherheit und das nach Freiheit in der Entfaltung der eigenen Spiritualität zueinander? Auf dem Seminarplan steht die Bewusstmachung der Vielfalt christlicher Spiritualitäten, die Befassung mit ambivalenten spirituellen Ressourcen ebenso wie Analogien zwischen medizinethischen und pastoraltheologischen Konzepten von Autonomie.

Literatur

Bücher:

Conrad, Ruth und Kipke, Roland (2015). Selbstformung: Beiträge zur Aufklärung einer menschlichen Praxis. Münster.

Dahlgrün, Corinna (2018). Christliche Spiritualität. Formen und Traditionen der Suche nach Gott. Berlin.

Wagner, Doris (2019). Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche. Freiburg i. Br.

 

Aufsätze:

Althaus, Rüdiger (2018). Geistlicher Machtmissbrauch – kirchenrechtliche Aspekte. In: Geist & Leben 91, 159-169.

Bausenhart, Guido. (2016). Nicht, was ich will ... Selbstbestimmung in theologischer Perspektive. In: Geist & Leben, 89, 406-413.

Eyal, Nir, Informed Consent. In: The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Spring 2019 Edition), hg. v. Edward N. Zalta, URL = <https://plato.stanford.edu/archives/spr2019/entries/informed-consent/>.

Jansen, H. (2017). Project-Pitch. Verlebendigter Glaube. Wie Selbstorganisationsprozesse pastorale Innovation ankurbeln. Lebendige Seelsorge, 68(4), 249-254.

Kasper, Walter (1980). Autonomie und Theonomie. Zur Ortsbestimmung des Christentums in der modernen Welt. In: Anspruch der Wirklichkeit und christlicher Glaube. Probleme und Wege theologischer Ethik heute, hg. v. Dietmar Mieth und Helmut Weber. Düsseldorf, 17-41.

Moosbrugger, Mathias (2016). „Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er“? Zur theologischen Entgiftung einer spirituellen Tradition. In: Geist & Leben, 89, 397-405.

Muck, Otto (2016). Pluralität von Spiritualitäten. Eine religionsphilosophische Reflexion über Spiritualität. Zeitschrift für katholische Theologie, 138(2), 159-172.

Werner, Gunda (2019). Bildung und Kontrolle. Historische Rückführung des Narrativs eines ‚gesunden’ Sündenbewusstseins in exemplarischen lehramtlichen Verlautbarungen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. In: Unheilige Theologie! Analysen angesichts sexueller Gewalt gegen Minderjährige durch Priester, hg. v. Magnus Striet und Rita Werden. Freiburg i. Br., 140-174.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 15 und M 23: Seminarleistung Praktische Theologie. Referat und Hausarbeit

 

88 Lehren und Lernen nach der Themenzentrierten Interaktion

Gaus

Anmeldung bitte bis 10.02.2020 an Herrn Prof. Gaus: ralf.gaus@ksh-m.de

HS A
2 st.

Di 18.02.2020, 14.00
bis
Fr 21.02.2020, 12.00

 

Das Seminar soll ermöglichen, die themenzentrierte Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn als Planungs-, Prozess- und Reflexionshilfe für religiöses Lernen im gemeinsamen Arbeiten kennen zu lernen. Im Bereich des RU und der Gemeindearbeit sollen Möglichkeiten und Grenzen von TZI in der Praxis entdeckt und erprobt werden.

Inhaltlicher Schwerpunkt sind Fragen des religiösen Lernens, z.B. was lebendiges Lernen im religiösen Bereich fördert, was es behindert, welche Haltungen und welche Wege sich bei dieser Art von gemeinsamem Arbeiten eröffnen. Indem immer wieder die inhaltliche Ebene, die Person der einzelnen Teilnehmenden, die Gruppe in ihrer Dynamik und Einflüsse von außen miteinander in Beziehung gesetzt werden, können Kontakt und Bewegung entstehen, können Sachlichkeit und Menschlichkeit versöhnt werden, kann Lernen lebendig werden.

 

Literatur

Farau, A./ Cohn, R.: Gelebte Geschichte der Psychotherapie. Zwei Perspektiven, Stuttgart 1984.

Langmaack, B.: Einführung in die themenzentrierte Interaktion (TZI). Das Leiten von Lern- und Arbeitsgruppen erklärt und praktisch angewandt, Weinheim – Basel 52011.

Lott, F.: Religionsunterricht als Themenzentrierte Interaktion, Ostfildern 2001.

Scharer, M.: Begegnungen Raum schaffen, Mainz 1995

Eine ausführliche Literaturliste erhalten Sie im Seminar.

 

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein; benoteter Abschluss bei Erstellen einer Seminararbeit. Die genauen Themenabsprache erfolgt in der Veranstaltung.

 

89 Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt, eine Anmeldung daher erforderlich, siehe kommentiertes Vorlesungsverzeichnis.

Ü A
2 st.

Termin und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das einzelne Supervisand*innen schriftlich oder mündlich einbringen, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleg*innen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei erheben sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisand*innen einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme an der gesamten Übung.

 

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3–29.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69–112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Themenhefte Personzentriertes Coaching, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Themenheft Personzentrierte Supervision in der Praxis, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 48 (2017) Heft 1.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis für Pastoralpsychologie und Spiritualität kann erworben werden – zwar nicht im Rahmen der Übung als solcher, jedoch auf der Basis einer zu vereinbarenden schriftlichen Arbeit.

Hinweise

Diese Übung richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche – schriftliche oder mündliche – Anmeldung ist bis spätestens 14. Oktober 2019 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Homiletik

 

91 Homiletik I (Einführung)

W. Beck

Anmeldung bitte bis 14.10.2019 an Herrn JProf. Beck: beck@ankt-georgen.de

HS G M11
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Vielfach erscheint das Predigen im 21. Jahrhundert als kirchliche Karikatur und gesellschaftlicher Anachronismus. In postmodernem Umfeld gilt der Dialog als kommunikative Grundstruktur. Damit entstehen Herausforderungen für ein zeitgemäßes Predigen, als zentrale Form religiöser Kommunikation.

In Orientierung an den Impulsen von Papst Franziskus (Evangelii gaudium) wird in dem Seminar die Predigt in der Begegnung von Evangelium und Existenz (persönlich und gesellschaftlich) bestimmt.

In einem ersten Schritt erfolgt eine Einübung in die Erstellung einer Gemeindepredigt nach Rolf Zerfaß mit dem Erstellen eines Predigttextes. In einem zweiten Schritt erfolgt auch eine eigene Predigtpräsentation in der Gruppe.

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

- Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

- Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

- Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

- Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

- Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

- Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 11: Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Hausarbeit, die aus dem Text einer Gemeindepredigt mit jeweiliger bibeltheologischer Texterarbeitung besteht, kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie / Grundkurs Homiletik erworben werden.

 

92 Homiletik I (Einführung)

Hoyer

Anmeldung bitte bis 18.10.2019 an Frau Prof. Hoyer: hoyer@sankt-georgen.de

HS G M11
2 st. - 3 LP

Fr 15.11.2019, 08.45 – 12.00 /13.00 – 16.30
Ort: Pax&People, Pariser Str. 6-8, 60486 Frankfurt
Fr 17.01.2020, 08.45 – 12.00 / 13.00 – 16.30
Fr 31.01.2020, 08.45 – 12.00 / 13.00 – 16.30

 

„Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht,“ schreibt Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ Art. 154/120 zur Homilie.

Welche Sprache sollten Predigten heute haben, damit sie ankommen? Wen wollen wir erreichen? Von welchem Gott, welchen Werten, welcher Moral, welchem Glauben sprechen wir?

 

Gemeinsam mit der Poetry Slamerin Laura Meemann gehen wir in dem Seminar der Frage nach, was es heute heißt, (gut) zu predigen. Welche menschlichen Situationen brauchen das Licht des Wortes? Welche Worte der Botschaft Jesu, welche eigenen Worte lassen sich dafür finden? Das sind die Fragen, denen wir am 15.11.2019 von 8.45 bis 16.30 Uhr nachgehen.

 

! Das Seminar findet am 15.11.2019 in Pax&People, Pariser Strasse 6-8, 60486 Frankfurt/Main statt. Um 8.15 besteht dort die Möglichkeit zur Teilnahme an Stille&Espresso. Infos unter: pax-und-people.de

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 

Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 11: Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie/ Grundkurs Homiletik erworben werden. Die Seminararbeit (Umfang 8-10 Seiten) besteht aus drei miteinander verknüpften und aufeinander aufbauenden Teilen: 1. exegetisch/theologische Textarbeit zu ihrer Perikope verknüpft mit dem 2. aktuellen gesellschaftspolitischen bzw. sozialen Kontext und daraus erarbeitet Ihr 3. Predigttext !!! Wichtig ist, dass Sie in der Arbeit transparent den Weg nachzeichnen, der zu Ihrer Predigt geführt hat. Welche Entscheidungen haben Sie getroffen? Was hat Sie aus Ihrer Textarbeit und angesichts der aktuellen Kontexte in der Erarbeitung Ihrer Predigt geleitet? Ein erster Entwurf der drei Teile ist bis 8.1.2020 vorzulegen. Abgabetermin für die fertige Seminararbeit ist der 1. März 2020.

Hinweise

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 10 Studierende begrenzt.

Anmeldung bis 18.10.2019 an hoyer@sankt-georgen.de

 

Weitere Informationen folgen.

 

93 Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten (Homiletik II)

W. Beck

Anmeldung bitte bis 14.10.2019 an Herrn JProf. Beck: beck@ankt-georgen.de

Ü G M21
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Ziel der Übung ist die Ausarbeitung einer Predigt für eine Hl. Messe an einem Sonntag in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die ÜbungsteilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. In einem zweiten Durchgang haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre ggf. modifizierte Predigt noch einmal zur Diskussion zu stellen. Den Abschluss bildet das praktische Predigen.

 

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 21: Durch kontinuierliche Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung "Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten" erworben werden.

Liturgiewissenschaft

 

95 Kirchenjahr - Feiern im Rhythmus des Jahres

Bieringer

V G M22
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.10

 

Das Christentum strukturiert die Zeit und prägt damit bis heute unseren Lebensrhythmus: von der Siebentagewoche bis hin zur Einteilung des Jahres in Festzyklen mit Fastenzeiten und Feiertagen. Die Liturgie der Kirche knüpft dafür an natürliche (Tag, Jahr) wie an soziale (Woche) Zeitrhythmen an, um sie für eine religiöse Sinngebung zu öffnen. So werden anthropologische Grundgegebenheiten mit der Botschaft des Glaubens verknüpft. Auch wenn heute die Bedeutung der kirchlichen Zeitorganisation vielschichtigen Wandlungsprozessen unterworfen ist, kann die kulturelle Prägung des Abendlandes durch diese Verbindung nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Die Vorlesung nimmt ihren Ausgang bei der anthropologischen und kulturellen Fragestellung nach Mensch und Zeit. Im weiteren Verlauf kommt die Entfaltung des Pascha-Mysteriums auf der Ebene der Woche (der Sonntag als christlicher Ur-Feiertag) und des Jahres in den Blick, wobei historische, systematische und pastorale Gesichtspunkte zu betrachten sind. Im Mittelpunkt stehen die beiden großen Festkreise des Herrenjahres (Osterfestkreis, Weihnachtsfestkreis). Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Heiligenfesten und Ideenfesten.

Literatur

Hansjörg Auf der Maur, Feiern im Rhythmus der Zeit I: Herrenfeste in Woche und Jahr (Gottesdienst der Kirche 5), Regensburg 1983.

Thomas J. Talley, The Origins of the Liturgical Year, Collegeville 2. Aufl. 1991.

Hansjörg Auf der Maur, Feste und Gedenktage der Heiligen, in: Feiern im Rhythmus der Zeit II/1 (Gottesdienst der Kirche 6/1), Regensburg 1994.

Adolf Adam, Das Kirchenjahr mitfeiern, Freiburg 1989 5. Aufl. 1991.

Karl-Heinrich Bieritz, Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart (Neu bearbeitet und erweitert von Christian Albrecht), München 9. Aufl. 2014.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 22: Mündliche Prüfung

 

96 Liturgie in der Moderne. Rezeption katholischer Liturgie in Literatur und Soziologie

Bieringer

Anmeldung bitte bis 07.10.2019 an Herrn Dr. Bieringer: bieringer@sankt-georgen.de

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Fr 08.45 – 12.30
Termine:
18.10.2019, 08.11.2019, 22.11.2019, 13.12.2019, 24.01.2020, 07.02.2020

 

Während die gesellschaftliche Bedeutung des Gottesdienstes im Rückgang begriffen ist, steigt seit einigen Jahren das Interesse für Liturgie und Ritus in Kunst, Literatur und Soziologie. Das Seminar geht den liturgischen Spuren in der zeitgenössischen Literatur nach und fragt, warum sich ausgerechnet Literatinnen und Literaten sosehr für die Liturgie interessieren und ob diese Affinität auch auf den aktuellen Gottesdienst zurückwirken könnte. Die literarische Lektüre wird von den soziologischen Überlegungen Bruno Latours und Hartmut Rosas begleitet, die sich in ihren Werken ebenfalls mit den Spielformen des Liturgischen auseinandersetzen. Die literarischen Texte stammen von Hanns-Josef Ortheil, Petra Morsbach, Christian Lehnert, Arnold Stadler, Peter Handke, Christoph Ransmayr und Martin Mosebach.

Literatur

Bruno Latour, Jubilieren. Über religiöse Rede, Berlin 2016.

Hartmut Rosa, Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung,

Berlin 2016.

Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009.

Romano Guardini, Vom Geist der Liturgie, Freiburg u.a. 1983.

Die literarischen Werke werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 15 und 23: Seminarnachweis Praktische Theologie. Vorzubereitende Lektüre und schriftliche Hausarbeit

 

97 # canticum novum. Eine hymnologische Spurensuche des Kirchengesangs

Föller

Ü G P13 M22
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Musik und Gesang gehören von Beginn an zum Kernbestand des christlichen Gottesdienstes. Zugleich ist der Kirchengesang immer auch Ausdruck eines sich im Singen erneuernden bzw. sich neu vergewissernden Glaubens. Implikationen des eigentümlich "Neuen" in der Entwicklung des geistlichen Liedes finden sich daher von Anfang an. Die Übung # canticum novum bietet einen Überblick über die verschiedenen Stationen innerhalb der Kirchenliedgeschichte und geht anhand einschlägiger Beispiele gezielt Fragestellungen bzgl. der Innovation und Kontinuität musikalisch-liturgischer (theologischer) Parameter nach.

Literatur

Kirchenlied im Kirchenjahr, Tübingen 2002

Geistliches Wunderhorn, München 2003

Die Lieder des Gotteslob, Stuttgart 2017

 

Leistungsnachweis

Kurzreferat, regelmäßige Teilnahme (Teilnahmeschein unbenotet)

Kirchenrecht

 

99 Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht? - Grundfragen des Verhältnisses von Staat und Religion

Meckel

V G M12
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
in der ersten Semesterhälfte (bis zum 04.12.2019)

 

In diesem Wintersemester wird die Vorlesung einen Schwerpunkt auf die Fragen der Kirchenfinanzierung und des Religionsunterrichts legen. In den letzten Monaten wurde im politischen Raum wieder die Abschaffung der Staatsleistungen, d.h. die Abschaffung von Zahlungen des Staates an die Kirche gefordert. Was genau sind Staatsleistungen und wie begründen sich diese? Wie unterscheiden sich diese von der Kirchensteuer? Der schulische Religionsunterricht wird in Teilen auch in konfessionell-kooperativer Form erteilt. Welche Möglichkeiten bieten hierzu das staatliche und das kirchliche Recht? Neben dieser Fragen sind das kirchliche Arbeitsrecht, die kirchlichen Feiertage, religiöse Symbole im öffentlichen Raum immer wieder Teil der öffentlichen gesellschaftlichen Diskussion. Das Staatskirchenrecht wird nicht selten als Relikt, als Fremdkörper vergangener Zeiten und ungerechtfertigtes Privileg der Kirchen in einem modernen freiheitlichen Staat betrachtet, dessen Aufgabe es sei, seinen Bürgern die Freiheit von Religion im öffentlichen Raum zu sichern. Vor dem Hintergrund der Diskussion von Einzelfragen stellen sich zugleich grundlegende Fragen: Wie gestaltet sich das rechtliche Verhältnis von Staat und Religion in Deutschland? Ist das Staatskirchenrecht auf dem Weg zu einem Religions(verfassungs)recht? Die Vorlesung behandelt Grundfragen des Verhältnisses zwischen Religion und Staat und geht auf Einzelfragen ein, wie etwa die Anstaltsseelsorge, den Religionsunterricht, die Kirchensteuer, den Kirchenaustritt, das kirchliche Dienst- und Arbeitsrecht, den Schutz der Sonn- und Feiertage etc.

Literatur

Campenhausen, Axel von – de Wall, Heinrich, Staatskirchenrecht. Eine systematische Darstellung des Religionsverfassungsrechtes in Deutschland und Europa. Ein Studienbuch, München 4. Auflage 2006; Classen, Claus Dieter, Religionsrecht, Tübingen 2. Auflage 2015; Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland, hg. v. J. Listl – D. Pirson, 2 Bde., Berlin 2. Auflage 1994-1995; Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall Bd. 1, Paderborn 2019; Meckel, Thomas, Religionsunterricht im Recht. Perspektiven des katholischen Kirchenrechts und des deutschen Staatskirchenrechts, Paderborn – München – Wien – Zürich 2011 (KStKR 14); Unruh, Peter, Religionsverfassungsrecht, Baden-Baden 3. Auflage 2015; Winter, Jörg, Staatskirchenrecht der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung mit kirchenrechtlichen Exkursen, Köln 2. Auflage 2008.

Leistungsnachweis

Mag. Theol.: M12 (Religionsrecht), Leistungsnachweis durch eine mündliche Prüfung über diese Vorlesung Diplomstudium: Teil des FA Kirchenrecht. Wenn man - wie es in Sankt Georgen üblich ist - die Möglichkeit, im Fach Kirchenrecht einen sbL zu erwerben, durch die Übungen im Eherecht ausschöpft, kommt dieser Stoff nur für den FA in Frage. Andernfalls kann auch ein sbL erworben werden, aber nur zusammen mit einer der anderen einstündigen Lehrveranstaltungen im Fach Kirchenrecht.

 

100 Kolloquium zur Vorlesung „Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht? - Grundfragen des Verhältnisses von Staat und Religion"

Meckel

Koll G
1 st.

Mi 13.30 – 14.15

 

Das Kolloquium gibt die Möglichkeit, den Stoff der Vorlesung „Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht? - Grundfragen des Verhältnisses von Staat und Religion“ für die Prüfungsvorbereitung zu repetieren und damit zusätzlichen Raum für Fragen und Diskussion.

Es findet vsl. mittwochs 13.30h-14.15h statt. Zeit und Ort der ersten Sitzung und der folgenden Sitzungen werden in der Vorlesung (Mi., 9.35-11.10h) bekannt gegeben.

 

Leistungsnachweis

 

101 Was Gott verbunden hat… - Das katholische Ehe- und Eheprozessrecht

Meckel

Ü G M22
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.50

 

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen… Die Ehenichtigkeitsverfahren sind keine Scheidungsverfahren, sondern fragen danach, ob eine Ehe gültig geschlossen wurde oder nichtig ist. Die Übung führt in die grundlegenden Fragen des Ehe- und Eheprozessrechts der katholischen Kirche ein. Wann ist eine Ehe aus kirchenrechtlicher Sicht gültig geschlossen? Auf welchen Säulen fußt das Eherecht der katholischen Kirche? Unter welchen Bedingungen ist eine konfessionsverschiedene oder religionsverschiedene Eheschließung möglich? Gibt es eine sogenannte ökumenische Trauung? Warum und wie werden Ehen für nichtig erklärt oder aufgelöst? Die Übung führt durch die Beantwortung der oben beispielhaft genannten und weiterer Fragen in die Grundlagen des katholischen Eherechts, insbesondere in die rechtlichen Regelungen zu den Ehehindernissen, zum Ehekonsens und zur kanonischen Formpflicht sowie in das Eheprozessrecht ein. Anhand der Lösung und Besprechung von eherechtlichen Themen und Fällen wird neben der theoretischen auch in die praktische Anwendung des Eherechts eingeführt.

Literatur

Einschlägige eherechtliche Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Althaus, Rüdiger – Prader, Joseph – Reinhardt, Heinrich J.F., Das kirchliche Eherecht in der seelsorgerischen Praxis, Essen 5. Auflage 2014; Aymans, Winfried – Mörsdorf, Klaus, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici Bd. 3 Verkündigungsdienst und Heiligungsdienst, Paderborn – München – Wien – Zürich 2007, 325-534; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1243-1432; Lüdicke, Klaus, “Dignitas Connubii“. Die Eheprozessordnung der katholischen Kirche. Text und Kommentar, Essen 2005; ders., Die Nichtigerklärung der Ehe - Materielles Recht, Essen 2012; Reinhardt, Heinrich J.F., Die kirchliche Trauung, Essen 3. Auflage 2014; Sebott, Reinhold, Das neue kirchliche Eherecht, Frankfurt 3. Auflage 2005.

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis (M 22) wird erworben durch die Teilnahme an und die Mitarbeit in den Sitzungen der Übung und die erfolgreiche Bearbeitung von Hausaufgaben. Diplomstudium: Der Leistungsnachweis (sbL Eherecht) hat dieselben Wirkungen wie ein sbL aufgrund einer Einzelprüfung über das Stoffgebiet Eherecht. Die Übungen zählen also nicht als Hauptseminar. Wer im Februar 2020 den Fachabschluss Kirchenrecht erwerben möchte, kann bei der Anmeldung dazu (obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Fälle behandelt sind) bereits den durch die Eherechts-Übungen zu erwerbenden sbL als stoffvermindernd angeben; er wird daraufhin bedingungsweise zur Fachabschlussprüfung zugelassen.

 

102 Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

Auf persönliche Einladung durch den Dozenten

OS G
2 st. - 4 LP

2st – 4 LP

 

Das Oberseminar besteht aus zwei Teilen. Zum einen dient es der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten und zum anderen der vertieften Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

Leistungsnachweis

Hinweise

Auf persönliche Einladung durch den Dozenten.

Humanwissenschaften

 

27 Soziologie

Wagner

Anmeldung bitte bis 18.10.2019 an Herrn Dr. Wagner: th.wagner@bistumlimburg.de

L P13 M15
2 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.50
Beginn: 24.10.2019

 

Der Kurs bietet eine Einführung in zentrale Paradigmen und Begriffe der Soziologie sowie einen Einstieg in die Religionssoziologie.

Leistungsnachweis

M 15: Aktive Teilnahme und Präsentation (benotet) P 13: Aktive Teilnahme und Präsentation (unbenotet)

Griechisch

 

45 Griechische Lektüre

Hühne / Wucherpfennig

SK G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die kursorische Lektüre soll ausgewählte Textstellen der Evangelien oder der Apostelgeschichte behandeln, könnte jedoch auch, orientiert an den Wünschen der Teilnehmenden, apokryphe Evangelien wie die des Petrus, Nikodemus oder Bartholomäus zum Gegenstand haben.

Literatur

Die notwendige Textgrundlage, soweit sie über die Nestle-Aland -Ausgabe der Bibel hinausgeht, wird in der jeweilige Sitzung zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis

Eine Teilnahmenachweis ist möglich.

Hinweise

Eine Vorbesprechung findet am Montag, dem 21.10.2019, um 14 Uhr in S 5 statt.

 

110 Griechisch I

Hühne

SK G
5 st.

Mo 10.35 – 12.10
Mi 13.30 – 15.55

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil I dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. D. Häußer/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 1. Aufl., 2019 (ISBN 978-3-7655-9356-7).

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

111 Griechisch I b

Hühne

SK G
3 st.

Do 08.45 – 10.20 (bis zum 21.11.2019)
Do 08.45 – 11.55 (ab dem 28.11.2019)

 

Dieser Sprachkurs setzt den im Sommer begonnenen Anfängerkurs Griechisch Ia fort und kann entweder in dem vierwöchigen Griechisch II Intensivkurs direkt nach dem Wintersemester oder semesterbegleitend als Griechisch II im kommenden Sommersemester abgeschlossen werden.

Literatur

s. Griechisch 1 (Bitte dringend die Neuauflage mit veränderter ISBN beachten!)

Leistungsnachweis

 

112 Griechisch II Intensivkurs

Hühne

SK G

4 Wochen:
24.02. bis 20.03.2020
Mo bis Fr 09.00 – 12.30
Schriftliche Prüfung am 23.03.2020
Mündliche Prüfung zwischen dem 30.03. und 03.04.2020

 

Mit diesem Intensivkurs soll es Teilnehmern, die im Wintersemester Griechisch I bzw. Griechisch Ib absolviert haben, ermöglicht werden, im Anschluss an das Wintersemester in vier Wochen die Unterrichtsgegenstände der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben und damit noch vor Beginn des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Der Unterricht wird voraussichtlich im Lehrbuch (s.u.) mit der Lektion 26 (nt-Stämme und Part. Präs./Fut.) beginnen.

Die Übungsintensität und -methodik wird durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt, und die Lesefähigkeit soll durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Zum Lehrbuch siehe Griechisch I.

Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 27. Aufl., Stuttgart: Deutsche Bibelges., 1993 od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012.

Leistungsnachweis

Zeugnis der durch schriftliche und mündliche Prüfung nachgewiesenen Kenntnis des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt.

Latein

 

113 Latein I

Hühne

SK G
6 st.

Mo 14.30 – 16.55
Do 13.30 – 15.55

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. Dieser erste Teil dient ausschließlich dem Spracherwerb (bes. Formenlehre und erste syntaktische Konstruktionen) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte. Übungsmaterial, das über die u.g. Hilfsmittel hinausgeht, wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt und weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch) während des Kurses genannt.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Leistungsnachweis

 

114 Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Do 10.35 – 12.10
Mi 09.35 - 11.20

 

Die kursorische Lektüre von Senecas Epistulae morales wird in diesem Semester fortgesetzt, um nach dem zuletzt gelesenen Sklavenbrief (Ep. 47) weitere Themenschwerpunkte wie beispielsweise "Freundschaft" aufzugreifen. Die Einzelheiten werden voraussichtlich in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.

Literatur

Textvorlagen (m. sprachlichen Hilfen) werden in den jeweiligen Sitzungen ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Ein Teilnahmenachweis ist möglich.

Hebräisch

 

115 Hebräisch I

Casagrande

Anmeldung bitte an Herrn Casagrande: casagrande@sankt-georgen.de

SK G
3 st.

Mo 13.30 – 15.55

 

Der Kurs dient als umfassende Einführung in das Bibelhebräisch. Es werden die Schrift- und Lautlehre, Grundlagen der hebräischen Syntax, zentrale Formen der Pronomen und Partikel, sowie die Flexion des starken und schwachen Verbs im Qal/Grundstamm behandelt. Ziel ist es, den Studierenden die Anfertigung einer Arbeitsübersetzung vereinfachter Prosatexte mit Hilfsmitteln zu ermöglichen und die Argumentation wissenschaftlicher Kommentare zum Alten Testament/Hebräischer Bibel ansatzweise zu verstehen. Dazu dient das Erlernen zentraler Formtabellen und eines Grundwortschatzes.

Dies bildet gleichzeitig die Voraussetzung zur vertiefenden Beschäftigung mit der hebräischen Grammatik, den Substantiven mit veränderbaren Vokalen und den Stammesmodifikationen der Verbformen in Hebräisch II, was die Lektüre und Übersetzung der wissenschaftlichen Standardausgaben des hebräischen Textes ermöglichen soll.

Der dreistündige Kurs wird stets aus einer Einführung in die zu behandelnden Lektionen, Zeit zu Rückfragen und Übungen (in Gruppenarbeit) bestehen.

Literatur

Lambdin, Thomas O., Lehrbuch Bibel-Hebräisch, hg. v. Heinrich von Siebenthal, 8. Aufl. Gießen 2016 [bitte aktuelle Auflage]

Siebenthal, Heinrich von, Bibel-Hebräisch. Lösungs- und Begleitband zum Lehrbuch von Thomas O. Lambdin, 6. Aufl. Gießen 2015 [bitte aktuelle Auflage]

Leistungsnachweis

Schriftliche Klausur und mündliche Prüfung nach Hebräisch II im Sommersemester 2020

Sanskrit

 

120 Sanskrit

Hühne

SK G
2 st.

Mi 16.15 – 17.50

 

Es handelt sich um einen Kurs für Anfänger ohne Vorkenntnisse. Ausgehend von der Sprache, und da zunächst von der in unserem kulturellen Umfeld doch weitgehend unbekannten Schreibung der Devanāgarī („Götterstadtschrift“) sollen in der Einstiegsphase Schrift und Aussprache des „Kulturträgers“ Sanskrit behandelt werden, dessen sprachliche Ausstrahlung von den altindischen über die mittelindischen (Pali als Sprache Buddhas u.a.) bis in die neuindischen Sprachen (Hindi u.a.) der Gegenwart hinein wirkt; parallel dazu werden zentrale Begriffe der indischen Kultur aus Literatur, Religion und Philosophie vorgestellt, um die ununterbrochene Tradierung und Wirkung einflussreicher Gedankenströme vom Brahmanismus der Veden über den Hinduismus der großen Epen und Puranas und den Buddhismus der Buddhareden und Sutren bis hin zu modernen Denkern aufzuzeigen, die dann auch im Europa der Neuzeit euphorisch aufgenommen wurden – Herder, Forster, Goethe, Schlegel, W.v. Humboldt oder philosophische Systeme wie das des Yoga, um nur einige Beispiele zu nennen – und das nicht zuletzt im Zuge der Entdeckung sprachlicher Verwandtschaftsverhältnisse des Sanskrit und zahlreicher anderer indischer Sprachen mit den europäischen.

Nach dem Erlernen der Devanagari in Schrift und Aussprache und dem Kennenlernen grundlegender Sandhi-Regeln sowie erster Konjugations- und Deklinationsschemata soll es um die sukzessive Vertiefung dieser Phänomene gehen, um erste Lektürefrüchte ernten zu können, wozu sich besonders gut die für die indische Kultur typischen prägnanten Sinnsprüche eignen, von denen Otto Böhtlingk nicht ohne Grund über 7500 gesammelt hat.

Literatur

Grundlage des Unterrichts könnte - je nach vereinbarter Vorgehensweise bzw. Interessenlage - folgendes Lehrbuch sein: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0), und zwar von Lektion 4 (S. 25) an. Weitere Materialien werden während der Sitzungen genannt bzw. in Kopieform ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Ein Teilnahmenachweis ist möglich.

Hinweise

Die Vorbesprechung für den Sanskrit Anfängerkurs findet am Montag, dem 21.10.2019, um 13.30 Uhr in S 5 statt.

Italienisch

 

121 Italienisch für Anfänger*innen und Fortgeschrittene

Burger

Anmeldung bitte an Frau Burger: CBurgerPiovera@gmx.de

SK G
2 st.

Anfänger: Fr 12.15 - 13.45
Fortgeschrittene I: Fr 09.15 - 10.45
Fortgeschrittene II: Fr 10.45 - 12.15

 

Italienisch für Anfänger*innen:

Sprachkurs für TN ohne Vorkenntnisse oder mit geringen Vorkenntnissen.

Es wird Wert gelegt auf kommunikative Aspekte der Sprache und Einführung in die Grundlagen der Grammatik.

 

Italienisch für Fortgeschrittene:

Sprachkurs für TN mit Vorkenntnissen, die jetzt vor allem ihre mündliche Sprechfertigkeit entwickeln und Grammatik in Schwerpunkten wiederholen und verfeinern möchten.

 

Literatur

Für den Anfängerkurs: Linea Diretta 1A Hueber Verlag

 

Für den Fortgeschrittenenkurs: Linea Diretta 1B Hueber Verlag / Caccia ai Tesori Livello B1-C1 Loerscher Verlag

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (bei regelmäßiger Teilnahme)

Spanisch

 

122 Spanisch für Anfänger*innen und Fortgeschrittene

Arenas

Anmeldung bitte an Frau Arenas: a3arenas@gmx.de

SK G
2 st.

Anfängerkurs:
Mo 11.00 - 12.30

 

Anfänger*innen:

Die Einteilung der Gruppen erfolgt entsprechend der Niveaustufen A2. Alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden.

 

Fortgeschrittene:

Die Einteilung der Gruppen erfolgt entsprechend der Niveaustufen C1

Längere Redebeiträge und komplexer Argumentation in der Standardsprache sowie Nachrichten verfolgen.

 

 

Literatur

Anfänger*innen:

Con gusto A1-A2, Lehr- und Arbeitsbuch, 247 Seiten, ISBN 978-3-12-514980-9

 

Fortgeschrittene:

Uso Gramática Española Intermedio. EDELSA, 152 Seiten, ISBN: 9788477117124

Vitamina C1 Kursbuch, HUEBER, ISBN 978-3-19-204502-8

Authentische Artikel aus führenden spanischsprachigen Tageszeitungen

Absätze aus Büchern

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (bei regelmäßiger Teilnahme)

Französisch

 

123 Französisch Grund-und Aufbaukurse

Bruchet Collins

Anmeldung bitte an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

Grundkurs:
Mi 15.15 - 16.45

 

Niveau A1 und/oder A2 (nach Bedarf)

Literatur

Das Lehrbuch wird zu Beginn des Kurses bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (bei regelmäßiger Teilnahme)

 

124 Französisch Konversationskurs

Bruchet Collins

Anmeldung bitte an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

Mi 13.30 – 15.05

 

Niveau B1-B2

Literatur

Pour rafraîchir votre français et vous entraîner à prendre la parole à partir d'articles de la presse

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (Voraussetzung: Regelmäßige Teilnahme)

Deutsch

 

125 Vertiefung der Deutschkenntnisse für das Studium der Theologie und Philosophie

Hopf

Anmeldung bitte bis 08.10.2019 an Frau Muth: muth@sankt-georgen.de

SK G
2 st.

Di 18.30 – 20.05
Mi 18.30 - 20.05

 

- Studienspezifische Inhalte wie z.B. das Lesen und Verfassen von wissenschaftlichen Texten oder die Präsentation von Seminararbeiten.

- Wiederholung und Vertiefung der Grammatik.

Die genauen Inhalte werden zwischen den Teilnehmenden und dem Dozenten abgesprochen.

Literatur

Teilnahmebescheinigung (bei regelmäßiger Teilnahme)

Leistungsnachweis

Medien und öffentliche Kommunikation

 

132 Seminar 1: Texte und journalistisches Arbeiten

W. Beck / Hipp / Prange

Ü G P13 M23

Fr 08.11.2019, 15.00 – 18.00
(ab 19.00 Abendveranstaltung im Haus am Dom)
Sa 09.11.2019, 09.00 – 17.00

 

Übersicht journalistischer Darstellungsformen mit praktischen Übungen

Literatur

Walther von La Roche: Einführung in den praktischen Journalismus

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein für 1 von 5 Seminareinheiten. Siehe: www.medienprogramm-stgeorgen.de/organisation.html

Hinweise

Die zweitägige Veranstaltung baut aufeinander auf. Präsenz nur an einem Tag nicht empfehlenswert.

 

134 Seminar 3: Videowerkstatt

U. Fischer

Ü G P13 M23

Mo 23.03.2020, 09.00 – 18.00
Di 24.03.2020, 09.00 – 18.00

 

Seminar 3: (SELFIE-)VIDEOS

Medienformate mit Videoaufnahmen garantieren im Internet eine deutlich höhere Abrufquote und Resonanz. Auch auf den Websites und social media Accounts der Diözesen und kirchlichen Einrichtungen nimmt der Videocontent in schnellem Tempo zu.

Ziel des Workshops ist es den Teilnehmern*innen die Attraktivität einer (eigenen) Botschaft in bewegten Bildern vor Augen zu führen und sie zu befähigen, sich selbst oder andere in entsprechend erfolgreiche Szenen zu setzen oder zu inszenieren.

Die Reflektion klassischer Fernsehprogramme - am Beispiel der Katholischen Kirche - dient dabei zunächst der Grunderfahrung quasi normativer Formate für sowohl TV-Sendungen als auch WebVideos, die auf andere Bereiche (Theologie, Philosophie, Politik, etc.) in gleicher oder ähnlicher Weise umzusetzen ist.

Neben dem theoretischen Teil zu Beginn folgt die Praxis mit Selbsterfahrung vor der Kamera. Das Seminar vermittelt in Form einer Videowerkstatt Tipps und Tricks für kurze, dokumentarische Videosequenzen und die Selbstdarstellung in (Selfie-)Videos mit Smartphones und/oder semiprofessioneller TV-Technik.

Kooperation mit der Arbeitsstelle „Katholische Fernseharbeit“ der Deutschen Bischofskonferenz.

 

Literatur

Angaben nach Bedarf im Seminar

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein für 1 von 5 Seminareinheiten. Videos können auch als Projekte des Mentoringprogramms für das Zertifikat angerechnet werden. Siehe: www.medienprogramm-stgeorgen.de/organisation.html

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 15.03.2020 per E-Mail an ulrich.fischer@gmx.de

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

140 Teil I: Einführung in den Islam und die christlich-islamischen Beziehungen

Specker / Eschraghi

V/Koll G P13 M23
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.00
Termine:
25.10.2019, 08.11.2019, 22.11.2019, 29.11.2019, 13.12.2019, 24.01.2020, 07.02.2020

 

Das erste Modul der Vorlesung dient der Einführung in die Religion des Islam. Hierzu werden ausführlich grundlegende Begriffe geklärt und anhand dieser das Grundwissen über den Islam vermittelt. In den Blick kommen die grundlegenden Quellen, die konfessionelle Gliederung, die Bedeutung des Rechtssystems und die prägende Volksreligiösität.

Der zweite Teil der Vorlesung beginnt, in die Entstehungsgeschichte des Islam einzuführen. Hierzu werden insbesondere die wichtigsten Quellen für deren Erforschung und die damit verbundenen Problemstellungen von Authentizität, Chronologie und Gewichtung diskutiert. Dabei handelt es sich zunächst um die Berichte über das Leben des Propheten Mohammed: Die wichtigsten Werke der „Prophetenbiographie“ (sīra) werden vorgestellt, und deren literarischer Charakter, aber auch Probleme der Überlieferungsgeschichte thematisiert. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung der Prophetenbiographie für Lehre und Praxis des Islam bzw. der Muslime.

Termine:

25.10., 08.11., 22.11., 29.11., 13.12., 24.01., 07.02.

 

Literatur

Einführende Werke zur Religion des Islam und ihrer Geschichte, zur Person Mohammeds sowie zum Koran sind sehr zahlreich. Als erste Orientierung können z.B. die folgenden Werke dienen. Weiterführende Literatur wird im Verlauf der Vorlesung vorgestellt.

Brunner, Rainer (Hg.): Der Islam. Einheit und Vielfalt einer Weltreligion. Stuttgart 2016.

Halm, Heinz: Der Islam. Geschichte und Gegenwart (Beck’sche Reihe), 9. Aufl. 2014.

Schimmel, Annemarie: Die Religion des Islam. Eine Einführung (Reclams Universalbibliothek), div. Auflagen

Schöller, Marco: Mohammed (Suhrkamp Basisbiographien), 2008.

Sinai, Nicolai: Die Heilige Schrift des Islam. Die wichtigsten Fakten zum Islam (Herder Spektrum), 2012.

Leistungsnachweis

Als Teil des Zertifikatsprogramms: Zusammen mit Tutoriumsleistungen und Abschlussarbeit nach vier Modulen Zertifikatserwerb. Eine Einzelprüfung (15 Minuten mündlich) für den Erwerb von Leistungspunkten ist möglich. Bitte beachten: Da die Vorlesungen im Block stattfinden, ist regulär nur eine Fehlzeit möglich, damit die VL angerechnet werden kann.

 

141 Tutorium zum Studienprogramm „Islam und christlich-muslimische Begegnung

Specker / Güzelmansur

T G P13 M23

Do 19.12.2019, 18.00 – 19.30
Do 23.01.2020, 18.00 – 19.30
Do 06.02.2020, 18.00 – 19.30

 

Das Tutorium dient der Vorstellung und Begleitung der Praxisprojekte. Aktuelle Fragen des Dialogs können darüberhinaus besprochen werden.

 

 

Leistungsnachweis

Verpflichtende Teilnahme an zwei Tutoriumssitzungen. Referat (10-15 Minuten) über das eigene Projekt.