Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Wintersemester 2018)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1 Einführung in das Studium der Philosophie und Theologie

Felician Gilgenbach / Helbig-Londo

Anmeldung bitte bis zum 15.10.2018 an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

Ü P0 M0
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Die Übung dient der theoretischen und praktischen Einführung in grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen in Theologie und Philosophie (u. a.: Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitation, Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten, Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis).

Außerdem findet eine Einführung in wichtige philosophische und theologische Themenkomplexe und Fragestellungen statt.

 

Literatur

Auf wichtige Literatur wird in der ersten Sitzung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis (unbenotet) kann erworben werden bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: - Anwesenheit bei und aktive Mitarbeit in den Sitzungen - Anfertigung der Hausaufgaben - ein mediengestütztes Referat inkl. Handout (M0) oder ein Essay von ca. 5 Seiten (P0/ M0)

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 15.10.2018 an gilgenbach@sankt-georgen.de

 

3 Einführung in die gute wissenschaftliche Praxis

R. Beck

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Dr. Beck: beck@iwm.sankt-georgen.de

Ü A
1 st.

Vorbesprechung:

Fr 19.10.2018, 16.15

Weitere Termine an zwei Samstagen nach Vereinbarung

 

In diesem Seminar gewinnen Studierende einen Überblick über grundlegende Normen und Werte der Wissenschaft, sowie über Definitionen von „guter wissenschaftlicher Praxis“ und „wissenschaftlichem Fehlverhalten“. Darüber hinaus werden konkrete hochschulinterne und rechtliche Maßnahmen zur Verhinderung von „wissenschaftlichem Fehlverhalten“ kennen gelernt. Anhand der Diskussion von zentralen Konfliktsituationen, die während des Studiums oder der wissenschaftlichen Arbeit auftreten können, wird den Teilnehmenden Raum gegeben, eigene Überzeugungen und Haltungen beim Studieren und wissenschaftlichen Arbeiten zu reflektieren. Als Seminarziel sollen die Teilnehmenden ethische Kompetenzen zum Treffen angemessener Entscheidungen im Studien- und Forschungsalltag erwerben.

Literatur

Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

In Absprache mit dem Leiter für postgraduale Studien oder dem Moderator / der Moderatorin für das Studium von Lizenziat, Promotion und PhD erforderlich.

Philosophie

 

10 Geschichte der Philosophie der Antike

Westermann

V G P1 M5
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.00

 

In der Vorlesung werden die zentralen Begriffe und Lehrstücke dieser für die abendländische Philosophie im Ganzen prägenden Epoche behandelt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Klassischen Zeitalter (Sokrates, Platon, Aristoteles). Diese Vorlesung ist zugleich als eine Einführung in die Philosophie überhaupt konzipiert: Daher geht es nicht nur um eine korrekte Darstellung bzw. Rekonstruktion dessen, was ein bestimmter Philosoph gelehrt und wie er es begründet hat (schon dieser erste Schritt ist oftmals schwierig), sondern auch um eine genuin philosophische Auseinandersetzung mit den Lehren eines Philosophen.

Literatur

Gill, M. L./Pellegrin, P. (Hg.): A Companion to Ancient Philosophy, Oxford 2008.

 

Horn, C./Rapp, C. (Hg.): Wörterbuch der antiken Philosophie, München 2.Aufl. 2008.

 

Horn, C.: Philosophie der Antike. Von den Vorsokratikern bis Augustinus, München 2013.

 

Ricken, F.: Philosophie der Antike, Stuttgart 4.Aufl. 2007.

 

Ricken, F. (Hg.): Philosophen der Antike, 2 Bde., Stuttgart 1996.

 

Wichtige Handbücher:

 

Horn, C./Müller, J./Söder, J. (Hg.): Platon Handbuch, Stuttgart 2009.

 

Schäfer, C. (Hg.): Platon-Lexikon, Darmstadt 2.Aufl. 2014

 

Rapp, C./Corcilius, K. (Hg.): Aristoteles Handbuch, Stuttgart 2011.

 

Höffe, O. (Hg.): Aristoteles-Lexikon, Stuttgart 2005.

 

Long, A.A./Sedley, D. (Hg.): Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, Stuttgart 2006.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

11 Thomas von Aquin. Wendepunkt der Philosophie im Mittelalter

Berndt

V G P1 M5
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Thomas von Aquin (+ 1274) ist unstrittig nicht nur einer der größten Denker des Christentums, sondern auch der abendländischen Philosophiegeschichte. Sein Werk versammelt in sich die wesentlichen Strömungen vorausgegangener Fragen und Antworten und ordnet sie neu im Kontext seiner Zeit. Die Einführung in die Philosophiegeschichte des Mittelalters möchte ich nicht genetisch-chronologisch strukturieren, sondern historisch-systematisch. Ausgehend von ausgewählten Textpassagen aus dem thomasischen Werk, die zunächst gedeutet werden, werden die von Thomas vorgefundenen, traditionellen Problemstellungen erläutert, so daß der Genius seiner Lösungen bzw. seiner neuen Fragestellungen aufgrund neuer Gesprächspartner unter seinen Zeitgenossen klar hervortritt. Wenn die Zeit es zuläßt, könnte gelegentlich auch ein Wort zur Wirkungsgeschichte gesagt werden. Thematisch wird die Vorlesung etwa die großen Themen Gott, Mensch, Universum, Denken, Tun behandeln.

Zur Vorbereitung empfehlen sich die neuen Einführungen von Jean-Pierre Torrell, und Volker Leppin.

 

Literatur

Jean-Pierre Torrell: Magister Thomas - Leben und Werk des Thomas von Aquin, Freiburg 1995.

Volker Leppin: Thomas von Aquin (Zugänge zum Denken des Mittelalters 5), Münster 2009.

Volker Leppin (Hg.): Thomas-Handbuch, Tübingen 2016.

Alain de Libera: Denken im Mittelalter, München 2003.

Albert Zimmermann: Thomas lesen, Stuttgart-Bad Cannstatt 2000.

Thomas von Aquin: Kommentar zum Trinitätstraktat des Boethius I+II, übersetzt und eingeleitet von Peter Hoffmann (Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters 3), Freiburg 2006, 2007.

 

Leistungsnachweis

M 5: Kommissionsprüfung (20 Min.) über eine Epoche der Philosophiegeschichte (Antike oder Mittelalter) und ein Gebiet der systematischen Philosophie (Erkenntnistheorie oder Sprachphilosophie). Die Prüfungskommission, die zeitgleich prüft, weist unmittelbar vor der Prüfung die Prüfer zu.

 

12 Cicero, De natura deorum (Über das Wesen der Götter)

Watzka

ProS G P1M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 16.15 – 17.45

 

Existieren Götter, und falls ja, was sind ihre Eigenschaften? Greifen sie in das Weltgeschehen ein, oder genießen sie in seliger Selbstgenügsamkeit ihr Glück? Haben wir von den Göttern etwas zu erwarten oder zu befürchten, in diesem Leben oder nach dem Tod? Gibt es eine Vorsehung? Cicero lässt in seinem Dialog „De natura deorum“ Gaius Aurelius Cotta, Anhänger der jüngeren (skeptischen) Akademie und römischer Pontifex, der von Amts wegen ein Interesse an der Einhaltung der religiösen Gebräuche und der öffentlichen Götterverehrung hat, mit C. Velleius, einem glühenden Anhänger Epikurs, und Q. Lucilius Balbus, einem Vertreter der Stoa, diskutieren, wobei unterschiedliche theologische Lehrmeinungen hart aufeinanderprallen. „Es gibt nämlich kein Problem“, so der Autor, „bei dem nicht nur die Laien, sondern auch die Fachleute so gegensätzlicher Meinung sind.“ (I, 5) Die Ansichten sind derart vielfältig und konträr, dass sich herausstellen könnte, „dass keine davon die richtige ist“, wiewohl es unmöglich ist, „dass mehr als eine der Wahrheit entspricht“ (ebd.). Ziel des Dialogs ist, dass die Leser im Pro und Contra der Diskussion ihr eigenes Urteil bilden.

 

Cicero gilt gemeinhin nicht als origineller Philosoph, seine kritische Darstellung der griechischen Lehrmeinungen vermittelt uns aber eine unschätzbare Kenntnis der antiken (außerbiblischen) Theologie.

Literatur

Cicero, De natura deorum. Über das Wesen der Götter. Lateinisch/ Deutsch, übersetzt und herausgegeben von Ursula Blank-Sangmeister, Stuttgart: Reclam 2006

 

A. A. Long / D. N. Sedley, Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, Stuttgart: Metzler 2006

 

Malte Hossenfelder, Stoa, Epikureismus und Skepsis, München: Beck 1985 (Geschichte der Philosophie, hg. v. Wolfgang Röd, Die Philosophie der Antike 3)

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P1, Proseminar Klassikerlektüre): durch aktive Mitarbeit, gründliche Lektüre aller ausgewählten Textabschnitte, ein Kurzreferat zur Einführung in einen Abschnitt und das Verfertigen einer 4-seitigen Hausarbeit kann ein unbenoteter Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden. Magisterstudium Theologie (M 15 oder 23, Hauptseminar Philosophie): durch aktive Mitarbeit, gründliche Lektüre aller ausgewählten Textabschnitte, ein Kurzreferat zur Einführung in einen Abschnitt und das Verfertigen einer 10-seitigen Hausarbeit kann ein benoteter Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden.

Hinweise

Eine Voranmeldung per e-mail an watzka@sankt-georgen.de bis zum 15.10.2018 wäre hilfreich!

 

13 Karl Marx - Das Kapital

Emunds

ProS G P2 M15 M23 P12
2 st. - 4 (für P2 M15 M23) / 6 (für P12) LP

Mi 14.30 – 16.00

 

Aus Anlass des Marx-Jahres (Karl Marx wurde vor 200 Jahren geboren) ist die Lehrveranstaltung der Lektüre des wichtigsten Buchs von Karl Marx, des ersten Bands des Kapitals, gewidmet. Gemeinsam werden wir ausgewählte Kapitel(auszüge) dieses Klassikers lesen, erläutern und auf polit-ökonomische Fragen der Gegenwart beziehen. Abgeschlossen wird der Lektürekurs durch einen Blick auf die Marx-Rezeption in der katholischen Sozialethik. Allen Teilnehmer*innen wird geraten, sich einen ungekürzten Nachdruck der Zweiten Auflage des Kapitals (z.B. einen Nachdruck der Berliner Ausgabe von 1932) oder das pdf des 23. Bands der Marx Engels Werke-Ausgabe (kostenlos im Internet) zu besorgen. Alle Teilnehmer*innen müssen zu jeder Sitzung den vereinbarten Text aus dem Kapital lesen und Fragen zum Text schriftlich beantworten.

Literatur

Marx, Karl: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie (Erstes Buch: Der Produktionsprozeß des Kapitals), unveränderter Nachdruck der Ausgabe Berlin 1932. Ungekürzte Ausgabe nach der zweiten Auflage von 1872. Mit einem Geleitwort von Karl Korsch aus dem Jahre 1932, Köln: Anaconda 2009 (oder ein anderer Nachdruck der 2. Auflage oder Karl Marx - Friedrich Engels Werke Band 23).

Heinrich, Michael: Wie das Marxsche "Kapital" lesen? Leseanleitung und Kommentar zum Anfang des "Kapital", 2 Teile,Stuttgart: Schmetterling Verlag, Teil 1 (3. Aufl.) 2016, Teil 2 2013.

Berger, Michael: Karl Marx "Das Kapital" (utb 2456), 3. Aufl., München: Fink 2013.

Nell-Breuning, Oswald von: Katholische Kirche und Marxsche Kapitalismuskritik, in: Walter Euchner und Alfred Schmidt (Hg.): Kritik der politischen Ökonomie heute. 100 Jahre `Kapital´, Frankfurt/Main: Europäische Verlagsanstalt 1968, S. 81–92.

Leistungsnachweis

Für einen Leistungsnachweis müssen die Teilnehmer*innen wöchentlich Fragen zum Text schriftlich beantworten und abschließend einen Essay schreiben.

Hinweise

Keine Vorbesprechung. Bitte lesen Sie zur ersten Sitzung am 17. Oktober 2018 das Marxsche Vorwort zur Ersten Auflage (2. Aufl.: 34-38; MEW 23: 11-17).

 

14 Grundfragen der Metaphysik

Watzka

V G P4 M7
2 st. - 3 (für P4) / 4.5 (für M7) LP

Do 08.45 – 10.20

 

Metaphysik, auch „Erste Philosophie“ oder „Weisheit“ genannt, versteht sich seit ihren Anfängen nicht als Untersuchung dieser oder jener Gattung des Seienden, vielmehr als Untersuchung des „Seienden als Seienden“ (tò ón he ón, ens inquantum ens), was bei Aristoteles die Untersuchung der Prinzipien und höchsten Ursachen des Seienden einschließt. Metaphysik war stets beides: Theorie von den allgemeinsten Wesensmerkmalen des Seienden (Ontologie) und Theorie vom ausgezeichnet Seienden (Theologie).

 

Ebenso alt wie die Metaphysik ist ihre Bestreitung als wissenschaftlicher Disziplin. Ihre engagiertesten Anhänger hat sie gegenwärtig im Lager der analytischen Philosophie, wobei unter „Metaphysik“ heute in erster Linie „kategoriale Ontologie“ verstanden wird, d.h. Theorie der grundlegenden Kategorien dessen, was existiert (Konkretes, Abstraktes, Einzelding, Universalien, Tropen, Teil und Ganzes, Ursache, Wirkung, Ereignis, …). Auffällig ist, dass gewisse Fragen nicht mehr gestellt werden, z.B. „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“, „Was bedeutet es überhaupt, zu existieren?“, „Was ist der Sinn von Sein?“

 

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die heute diskutierten Fragen der kategorialen Ontologie, aber auch den Versuch, an Fragestellungen anzuknüpfen, die sich mit denen einer philosophischen Theologie überschneiden. Ein Schwerpunkt bildet die Lehre vom Seins-Akt des Thomas von Aquin. Wir werden in der Vorlesung der Frage nachgehen, ob der Begriff des Seins geeignet ist, das Ganze der Wirklichkeit unter Einschluss ihres absoluten Grundes, Gottes, und der Perspektivität unserer Erkenntnis einzuholen.

Literatur

Markus Schrenk (Hg.), Handbuch Metaphysik, Stuttgart: Metzler 2017

 

Markus Gabriel, Sinn und Existenz. Eine realistische Ontologie, Berlin: Suhrkamp 2016

 

Christof Rapp, Metaphysik. Eine Einführung, München: Beck 2016

 

Ludger Honnefelder u.a. (Hrsg.): Metaphysik und Ontologie, Paderborn: Schöningh, 2001

 

Heinrich Schmidinger: Metaphysik. Ein Grundkurs, Stuttgart: Kohlhammer 3. Aufl. 2010

 

Stephen Mumford: Metaphysics. A Very Short Introduction, Oxford: Oxford Univ. Press 2012

 

Alyssa Ney: Metaphysics. An Introduction, London: Routledge 2014

 

Michael Rea: Metaphysics. The Basics, London: Routledge 2014

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P4): Kommissionsprüfung (20 Min.) zusammen mit Philosophischer Theologie. Die regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am vorlesungsbegleitenden Kolloquium ist Bestandteil des Leistungsnachweises! Magisterstudium Theologie (M7): Kommissionsprüfung (20 Min.) gemeinsam mit einem weiteren Stoffgebiet (Exegese, Fundamentaltheologie oder Dogmatik).

 

15 Lektürekurs zur Vorlesung "Grundfragen der Metaphysik"

Watzka

L G P4 M7
1 st. - 2 (nur für P4) LP

Do 13.30 – 14.15

 

Das Kolloquium dient einer Vertiefung der in der Vorlesung behandelten Themen anhand ausgewählter Textabschnitte klassischer Metaphysiker, von Aristoteles über Thomas von Aquin bis Martin Heidegger. Darüber hinaus soll es den Teilnehmern auch Gelegenheit bieten, über die Themen der Vorlesung und die sich daran anschließenden Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Leistungsnachweis

Die regelmäßige (aktive) Teilnahme an diesem Kolloquium ist für Studierende im Bachelorstudiengang Philosophie Bestandteil des Leistungsnachweises im Teilmodul „Metaphysik“ (Modul P4, 5 LP).

 

16 Naturphilosophie

Mutschler

V G P5 M19
2 st. - 3 (für P5) / 4.5 (für M19) LP

Mo 10.35 – 12.10

13.45 – 15.15

Termine: 22.10.2018, 05.11.2018, 19.11.2018, 03.12.2018, 17.12.2018, 14.01.2019, 28.01.2019

 

 

Naturphilosophie stellt Grundfragen, die von der Naturwissenschaft zwar aufgeworfen werden, von ihr allein aber nicht zu beantworten sind. Ziel der Vorlesung ist es, eine qualitative Naturphilosophie zu entwerfen, die natürlich den Naturwissenschaften nicht widersprechen darf, sie aber insofern ergänzt, als dass sie die Frage nach der Stellung des Menschen im Kosmos beantwortet. Wie kommt es, dass der Kosmos ein Wesen produziert, das mit seinen Eigenschaften alles übersteigt, was sonst noch in der Natur vorkommt?

Literatur

Hans-Dieter Mutschler: Naturphilosophie, Kohlhammer-Verlag Stuttgart 2002

Leistungsnachweis

M 19: Der Stoff der Vorlesung kann als Teil der Abschlussprüfung gewählt werden.

 

18 Philosophische Ethik

Westermann

V G P6 M12
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung führt in die Grundlagen der allgemeinen normativen Ethik ein mit einem Schwerpunkt in der Normenbegründung. Es werden die klassischen Ansätze normativer Ethik behandelt: Eudaimonistische Ethik, klassische Naturrechtsethik, deontologische Ethik, Utilitarismus, moderne Tugendethik. Die Positionen werden anhand der einschlägigen Primärtexte genauer vorgestellt und diskutiert.

Literatur

Düwell, M./Hübenthal, Chr./Werner, M.H.: Handbuch Ethik, Stuttgart/Weimar 2002.

 

Frankena, W.K.: Analytische Ethik. Eine Einführung, 2.Aufl. 1975.

 

Horster, D. (Hg.): Texte zur Ethik, Stuttgart 2012.

 

Lutz-Bachmann, M.: Ethik, Stuttgart 2013 (Grundkurs Philosophie Bd. 7).

 

Rhonheimer, M.: Die Perspektive der Moral. Philosophische Grundlagen der Tugendethik, Berlin 2001.

 

Ricken, F.: Allgemeine Ethik, Stuttgart 5.Aufl. 2012.

 

Tugendhat, E.: Vorlesungen über Ethik, Frankfurt a.M. 1993.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

19 Lektürekurs zur Vorlesung "Philosophische Ethik"

Westermann

Koll G P6
1 st. - 2 LP

Di 10.35 – 11.20

 

Literatur

Horster, D. (Hg.): Texte zur Ethik, Stuttgart 2012

 

(Von den Teilnehmenden selbst zu beschaffen vor der ersten Sitzung)

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

20 Sozialtheorie

Emunds

L G P6
3 st. - 5 LP

Mo 15.30 – 17.45

 

Die Lehrveranstaltung "Sozialphilosophie" in Modul P6 wird in diesem Semester zum ersten Mal als Lektürekurs angeboten. Wir lesen gemeinsam das Buch "Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen" von Hans Joas und Wolfgang Knöbl von 2004. Der Kauf des Buches wird allen, die an der Lehrveranstalung teilnehmen, sehr empfohlen. Im Wintersemester 2019/20 wird die Lehrveranstaltung wieder als Vorlesung angeboten (dann zugleich auch im Modul M12 des Magisterstudiengangs Theologie).

Literatur

Joas,Hans/Knöbl, Wolfgang: Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen (stw 1669), Frankfurt am Main: Suhrkamp 2004.

Leistungsnachweis

Mündliche Prüfung (als Kommissionsprüfung gemeinsam mit der Philosophischen Ethik)

 

21 Philosophie des Geistes

Watzka

V G P9 M19
2 st. - 3.5 (für P9) / 4.5 (für M19) LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Die moderne Philosophie des Geistes sucht nach Lösungen so genannter Leib-Seele- oder Körper-Geist-Probleme, die ihrerseits Folgeprobleme einerseits einer dualistischen, andererseits einer monistischen (materialistischen) Metaphysik sind. Für Dualisten wie René Descartes oder Uwe Meixner stellt sich das Problem so dar, das nicht zu sehen ist, wie der Geist einer (im Prinzip körperlosen) Person auf ihren Körper einwirken kann, oder wie, allgemeiner formuliert, geistige Phänomene im Bereich physischer Phänomene kausal wirksam sein können. Materialisten (Physikalisten) haben eine Lösung für dieses Problem. Sie setzen die geistigen Zustände einer Person mit ihren materiellen (physischen) Zuständen gleich. Die Identifikation des Mentalen mit dem Physischen beschwört eine Reihe neuer Leib-Seele-Probleme herauf. Wenn meine geistigen Zustände Zustände meines Körpers bzw. meines Gehirns sind, wie gelingt es diesen Zuständen, sich auf etwas zu beziehen? Wie können diese Zustände die spezifischen Eigenschaften von Erlebnissen haben? Wie ist es möglich, dass ich zu ihnen einen privilegierten Zugang habe? Wie können es meine Erlebnisse sein? Wodurch erlange ich Bewusstsein von mir selbst? Wie kann ich zu unterschiedlichen Zeitpunkten dieselbe Person sein? Wie kann ich in einer Welt, in der nur physische Ursachen wirksam sind, frei sein? Was für ein Ding bin ich? Bin ich mit meinem Körper oder einem seiner Teile, z.B. dem Gehirn, identisch? Überlebe ich meinen eigenen Tod?

 

In der Vorlesung werden einige exemplarische Antworten auf diese Fragen zur Diskussion gestellt.

Literatur

Godehard Brüntrup, Philosophie des Geistes. Eine Einführung in das Leib-Seele-Problem, Stuttgart: Kohlhammer 2018

 

Hans Goller, Das Rätsel Seele. Was sagt uns die Wissenschaft, Kevelaer: Butzon u. Bercker 2017

 

Ansgar Beckermann: Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes, Berlin: de Gruyter, 3. aktualiserte und erweiterte Ausgabe 2008

 

Hans Goller, Das Rätsel von Körper und Geist. Eine philosophische Deutung, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2003

 

Jaegwon Kim, Philosophie des Geistes, Wien: Springer 1998

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P 9): Klausur (90 Min.) zusammen mit Kultur-/ Technikphilosophie und Geschichtsphilosophie Magisterstudium Theologie (M 19): Teil der Abschlussprüfung

 

22 Kultur-/Technikphilosophie

Mößner

V G P9 M19
2 st. - 3.5 (für P9) / 4.5 (für M19) LP

Fr 09.11.2018, 10.00 – 11.30 und 14.00 – 15.30

Sa 10.11.2018, 10.00 – 11.30 und 14.00 – 15.30

Fr 07.12.2018, 10.00 – 11.30 und 14.00 – 15.30

Sa 08.12.2018, 10.00 – 11.30 und 14.00 – 15.30

Fr 18.01.2019, 10.00 – 11.30 und 14.00 – 15.30

Sa 19.01.2019, 10.00 – 11.30 und 14.00 – 15.30

 

Im Rahmen der Veranstaltung werden philosophische Fragen nach dem Wesen technischer Medien diskutiert. In drei inhaltlichen Blöcken werden diese Fragen exemplarisch anhand der Nutzung von Film, Fotografie sowie der neuen Medien thematisiert.

Ziel der Vorlesung ist es, die Studierenden mit philosophischen Diskussionen zu einem moralisch sowie epistemisch verantwortlichen Umgang mit diesen Technologien in der Gesellschaft vertraut zu machen. Sie lernen Medienkompetenz als Kulturtechnik kennen und erhalten so Einblicke in Prinzipien philosophischer Auseinandersetzungen mit Technik im weiteren Sinne sowie einen Überblick über ausgewählte philosophische Problemstellungen, welche den zeitgenössischen Kulturbetrieb betreffen.

Literatur

a) Film

Falzon, Christopher: Philosophy Goes to the Movies: An Introduction to Philosophy. 3. Aufl., New York, NY et al.: Routledge 2015.

 

Liebsch, Dimitri (Hrsg.): Philosophie des Films. Grundlagentexte. Paderborn: Mentis 2006.

 

Livingston, Paisley & Plantinga, Carl (Hrsg.). The Routledge Companion to Philosophy and Film. London et al.: Routledge 2011.

 

Mößner, Nicola: Wissen aus dem Zeugnis anderer – der Sonderfall medialer Berichterstattung. Paderborn: Mentis 2010.

 

Ward, Stephen J. A.: Ethics and the Media: An Introduction. Cambridge et al.: Cambridge University Press 2011.

 

b) Fotografie

Maynard, Patrick: The Engine of Visualization. Thinking Through Photography. Ithaca, NY et al.: Cornell University Press 2000.

 

Nida-Rümelin, Julian; Steinbrenner, Jakob & Lopes, Dominic McIver (Hrsg.): Fotografie zwischen Dokumentation und Inszenierung. Ostfildern: Hatje Cantz 2012.

 

Sontag, Susan: Das Leiden anderer betrachten. Hrsg. von Reinhard Kaiser, München et al.: Hanser 2003.

 

Walden, Scott (Hrsg.): Photography and Philosophy. Essays on the Pencil of Nature. Malden, MA: Blackwell 2008.

 

c) Neue Medien

Floridi, Luciano: The 4th Revolution. How the Infosphere Is Reshaping Human Reality. Oxford: Oxford University Press 2014.

 

Hoven, Jeroen & Weckert, John (Hrsg.): Information Technology and Moral Philosophy. Cambridge et al.: Cambridge University Press 2008.

 

Sunstein, Cass R.: Infotopia. How Many Minds Produce Knowledge. Oxford et al.: Oxford University Press 2006.

Leistungsnachweis

M 19: Der Stoff der Vorlesung kann als Teil der Abschlussklausur gewählt werden.

 

23 Geschichtsphilosophie und Zeitdiagnose

Hanke

V G P9
1 st. - 2 LP

Mo 14.30 – 16.00

Termine: 29.10.2018, 05.11.2018, 12.11.2018, 19.11.2018, 26.11.2018, 03.12.2018, 10.12.2018, 17.12.2018

 

Im Rahmen des Moduls P 9 versteht sich diese Vorlesung als eine konstruktive Partnerin der Vorlesungen zur „Kultur-/Technikphilosophie“ und zur „Philosophie des Geistes“. Das Modulhandbuch betont den Gegenwartsbezug dieses Moduls; entsprechend fragt diese Vorlesung, was es (nach einer Formulierung von Martin Saar) heißen kann, Philosophie sowohl in der eigenen als auch gegen die eigene Zeit zu betreiben.

Teil 1 versucht – inspiriert von Hannah Arendt, Walter Benjamin und der Kritischen Theorie – zu umschreiben, was Geschichtsphilosophie heute noch sein kann. Teil 2 diskutiert – anhand der Stichworte Naturalismus, Fundamentalismus, Ökonomisierung – Signaturen unserer Zeit. Teil 3 entwirft die Perspektive einer Geschichtsphilosophie als einer Theorie über „uns Menschen“, die leibhaft, gesellschaftlich und geschichtlich verfasste Wesen sind und entsprechend argumentieren können und sollten. Auf diese Weise gibt Teil 3 auch einen Hinweis darauf, welche Rolle die Geschichte der Philosophie für eine aktualitätsbezogene Philosophie spielen kann.

 

Literatur

ADORNO, Theodor W., Negative Dialektik, Frankfurt am Main: Suhrkamp, diverse Auflagen (1. Auflage 1966).

 

ARENDT, Hannah, Vita activa oder Vom tätigen Leben, München: Piper, diverse Auflagen (1. Auflage engl. 1958, dt. 1967).

 

BENJAMIN, Walter, Sprache und Geschichte. Philosophische Essays, Stuttgart: Reclam 1992.

 

HABERMAS, Jürgen, Der philosophische Diskurs der Moderne. Zwölf Vorlesungen, Frankfurt am Main: Suhrkamp, diverse Auflagen (1. Auflage 1985).

 

SAAR, Martin, Genealogie als Kritik. Geschichte und Theorie des Subjekts nach Nietzsche und Foucault, Frankfurt am Main: Campus 2007.

 

SAPORITI, Katia, Wozu überhaupt Geschichte der Philosophie? Die Kontingenz philosophischer Probleme und der Nutzen der Philosophiegeschichte für die Philosophie, in: Studia Philosophica – Schweizerische Zeitschrift für Philosophie 76 (2017), 115-136.

 

SCHMIDT, Christian (Hg.), Können wir der Geschichte entkommen?. Geschichtsphilosophie am Beginn des 21. Jahrhunderts, Frankfurt am Main, New York: Campus 2013.

 

SCHMIDT, Sibylle, Ethik und Episteme der Zeugenschaft, Konstanz: KUP 2015.

 

Leistungsnachweis

Modulklausur zusammen mit „Kultur-/Technikphilosophie“ und „Philosophie des Geistes“

 

24 Was ist "angewandte Ethik"?

Westermann

L G P10
2 st. - 4.5 LP

Mi 08.45 – 10.20

 

Wie wird man einer ethischen Situation mit ihren verschiedenen moralisch relevanten Gesichtspunkten gerecht? Wie sind Prinzipien oder allgemeine normative Gesichtspunkte zu spezifizieren und mit einer konkreten Situation zu vermitteln?

 

Wir befassen uns in diesem Lektürekurs nicht mit einer bestimmten Bereichsethik, sondern mit der grundsätzlichen Frage, was angewandte Ethik überhaupt ist. Worin genau liegt das Spezifikum der angewandten Ethik gegenüber der allgemeinen Ethik? Worin besteht die „Anwendung“? Liegt sie darin, dass sich aus allgemeinen Prinzipien, die in der normativen Ethik formuliert und gerechtfertigt werden, zusammen mit empirischen Randbedingungen konkrete moralische Verpflichtungen ableiten lassen? Oder sollte das Verhältnis zwischen konkreten moralischen Urteilen und abstrakten Prinzipien kohärentistisch verstanden werden? Oder sollte man ganz auf Prinzipien verzichten und sich auf die Wahrnehmung der konkreten Situation konzentrieren? Wie ist in diesem Zusammenhang die Annahme von „Prinzipien mittlerer Reichweite“ zu beurteilen?

 

Wir werden uns anhand grundlegender Texte die verschiedenen konzeptionellen Vorschläge erarbeiten, die bisher in die Debatte um das Selbstverständnis, die Aufgaben und die Methoden der angewandten Ethik eingebracht wurden (Deduktivismus, Principlism, Kohärentismus, Kasuistik usw.).

Literatur

Nida-Rümelin, J. (Hg.): Angewandte Ethik: Die Bereichsethiken und ihre theoretische Fundierung. Ein Handbuch, Stuttgart 1996.

 

Stoecker, R./Neuhäuser, Chr./Raters, M.-L. (Hg): Handbuch Angewandte Ethik, Stuttgart 2011.

 

Zu Selbstverständnis und Methoden der angewandten Ethik:

 

Ach, J.S./Runtenberg, Chr.: Bioethik: Disziplin und Diskurs: zur Selbstaufklärung angewandter Ethik, Frankfurt a.M. 2002.

 

Beauchamp, T.L./Childress, J.F.: Principles of Biomedical Ethics, New York 6.Aufl. 2009, Kap. 10.

 

Gesang, B. (Hg.): Biomedizinische Ethik. Aufgaben, Methoden, Selbstverständnis, Paderborn 2002.

 

Jonsen, A./Toulmin, St.: The Abuse of Casuistry. A History of Moral Reasoning, Berkeley 1988.

 

Rauprich, O./Steger, F. (Hg.): Prinzipienethik in der Biomedizin, Frankfurt a.M. 2005.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

25 Ethik der Medizin und des Gesundheitssystems

Koller

V G P11
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Medizinethik ist zweifellos ein zentrales Feld der Angewandten Ethik. Denn ethische Fragen der Medizin stellen sich heute vielfach und betreffen längst nicht nur die ÄrztInnen: Als zumindest potenzielle PatientInnen sind alle von der ethischen Gestaltung der Beziehung zwischen Arzt/Ärztin und PatientIn betroffen. Öffentlich zeigen Diskussionen wie jene um die Sterbehilfe oder um das Finanzierungsproblem im Gesundheitswesen, wie sehr die Gesellschaft herausgefordert ist. Nicht zuletzt beschäftigen sich Ethikkomitees, Ethikkommissionen und andere institutionalisierte Gruppen mit der Frage einer ethischen Entscheidung in konkreten Fällen. Die Vorlesung stellt ausgewählte Themenfelder vor: insbesondere Sterbehilfe, Hirntodkriterium und Organtransplantation, PatientInnenverfügung, medizinisches Enhancement, Forschung am Menschen, Ressourcenverteilung im Gesundheitswesen. Es wird gezeigt, worin die explizit ethischen Probleme liegen und welche ethischen Aspekte für Begründungen bzw. Beurteilungen bedeutsam sind.

Literatur

Maio, Giovanni, Mittelpunkt Mensch: Ethik in der Medizin. Ein Lehrbuch, Stuttgart 2012.

Wiesing, Urban (Hg.), Ethik in der Medizin. Ein Studienbuch, 4. erweit. u. vollständig durchges. Aufl., Stuttgart 2012.

Schöne-Seifert, Bettina, Grundlagen der Medizinethik, Stuttgart 2007.

Auf weitere Literatur zu den einzelnen Teilthemen wird in der Lehrveranstaltung hingewiesen.

Leistungsnachweis

P11: Mündliche Prüfung (ausgehend von einer Fallbesprechung aus dem Kolloquium)

 

26 Kolloquium zur Vorlesung "Ethik der Medizin und des Gesundheitssystems"

Koller

Koll G P11
1 st. - 1.5 LP

Di 14.30 – 16.00

Termine: 23.10.2018, 06.11.2018, 20.11.2018, 04.12.2018, 18.12.2018, 22.01.2019, 05.02.2019

 

Ein zentraler Bereich der Medizinethik ist die ethische Urteilsfindung. Im Kolloquium werden konkrete Praxisfälle zu Themenbereichen der Vorlesung besprochen. Das Ziel ist es, die eigene medizin-ethische Argumentationsfähigkeit zu entwickeln. Die Studierenden üben anhand von Falldiskussionen, medizin-ethische Probleme zu identifizieren, Kriterien für eine verantwortungsvolle Beurteilung anzuwenden und eine eigene begründete Entscheidung zu entwickeln.

Literatur

Bebeau, Muriel J., Developing a Well-Reasoned Response to a Moral Problem in Scientific Research, in: dies. u.a., Moral Reasoning in Scientific Research. Cases für Teaching and Assessment, Bloomington (o.V.) 1995, 13-20.

Neitzke, Dörries / Vollmann, Simon (Hg.), Klinische Ethikberatung. Ein Praxisbuch für Krankenhäuser und Einrichtungen der Altenpflege, 2. überarb. u. erweit. Aufl., Stuttgart 2010.

weitere Literatur: siehe Vorlesung

 

Leistungsnachweis

Dieses Kolloquium ist eine Ergänzung zur Vorlesung – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

27 Das Problem des Übels als Thema der zeitgenössischen Religionsphilosophie

Wiertz / Gilgenbach

Anmeldung bitte bis zum 15.10.2018 per E-Mail an Herrn Prof. Wiertz: wiertz@sankt-georgen.de

HS G P12M15 M23
2 st. - .................................... 6 LP (für P12) ....................... 4 LP (für M15 M23) LP

Sa 10.11. 2018, 09.00 – 17.00 (in Sankt Georgen)

Fr 01.02.2019, 09.30 – 21.00

Sa 02.02.2019, 09.00 – 15.00

(im Erbacher Hof Mainz)

 

Wenn die Welt Schöpfung eines Gottes ist, der allmächtig, allwissend und allgütig ist, ist es kaum verständlich, dass es so viele Übel in der Welt gibt. Denn ein allmächtiger Gott kann alles verwirklichen, was er will, ein allgütiger Gott will nur das Gute und ein allwissender Gott weiß, was gut und was böse ist. Also dürfte es nur Gutes in Gottes Schöpfung geben. Das widerspricht aber unserer Erfahrung. Das Problem der Existenz von Übel und Bösem in Welt beschäftigt die Philosophie und Theologie seit ihrem Beginn. In dem Seminar sollen bei dem ersten Treffen zeitgenössische philosophische Texte zu dem sogenannten Problem des Übels behandelt werden. Die Texte werden in Moodle eingestellt werden.

Das zweite Treffen findet in Mainz im Rahmen einer Akademietagung statt zu der Frage im Mittel, ob die biblische Geschichte vom Sündenfall heute noch Inspiration für Antworten auf die Frage nach dem Übel sein kann.

Literatur

Marco Benasso: Evolution und Leid als Herausforderung für den Glauben. Zu den erkenntnistheoretischen und formalen Voraussetzungen zeitgenössischer Argumente aus dem Übel, Wiesbaden 2018.

 

Norbert Hoerster: Der gütige Gott und das Übel. Ein philosophisches Problem, München 2017.

 

Daniel Howard-Snyder (Hg.): The Evidential Argument from Evil,Bloomington 2008.

 

Armin Kreiner: "Gott im Leid". Zur Stichhaltigkeit der Theodizee-Argumente,Freiburg 2005.

 

Marilyn McCord Adams; Robert Merrihew Adams (Hg.) The Problem of Evil (Oxford Readings in Philosophy), Oxford 1990.

 

Marilyn McCord Adams: Horrendous Evils and the Goodness of God, Ithaca 1999.

 

Chad Meister; James K. Dew Jr. (Hg.): God and the Problem of Evil: Five Views, Downers Grove 2017.

 

Eleonore Stump: Wandering in Darkness. Narrative and the Problem of Suffering, Oxford 2012.

 

Klaus v. Stosch: Theodizee, Paderborn 2013.

 

Richard Swinburne: Providence and the Problem of Evil, Oxford 1998.

 

Peter van Inwagen: The Problem of Evil, Oxford 2006.

Leistungsnachweis

Bedingungen für einen Leistungsnachweis sind vorbereitende Lektüre der Texte, Beteiligung an der Diskussion und eine schriftliche Hausarbeit, die benotet wird. BA Phil: P 12 (als Ergänzung der Kommissionsprüfung in P 8: Religion und Religionen) Mag Theol: M 15/23

Hinweise

Zwar sind alle behandelten Texte in deutscher Übersetzung verfügbar, aber da die relevante Sekundärliteratur größtenteils englisch ist, sind Englischkenntnisse hilfreich (aber keine Bedingung).

 

Anmeldung bis spätestens 15.10.2018 per E-Mail bei Oliver J. Wiertz (wiertz@sankt-georgen.de)

 

28 Soziologie

Wagner

Anmeldung bitte bis zum 11.10.2018 per E-Mail an Herrn Dr. Wagner: th.wagner@bistumlimburg.de

L/Ü G P13 M15
2 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.45

 

Der Kurs bietet eine Einführung in zentrale Paradigmen und Begriffe der Soziologie sowie einen Einstieg in die Religionssoziologie.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

63 Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Das Kolloquium möchte zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Hierzu sind auch zahlreiche philosophische Fragen anzusprechen; nicht zuletzt geht es um die Verhältnisbestimmung von Philosophie und Theologie. Dazu werden wir, neben anderen Texten, vor allem Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen, die er vor genau 50 Jahren veröffentlicht hat. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Durch semesterbegleitende Hausaufgaben und aktive Mitarbeit kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium erworben werden.

Einleitung in die Heilige Schrift

 

40 Biblische Einleitungswissenschaften I

Peetz

V G M1
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

In dieser Vorlesung beschäftigen wir uns mit zwei grundlegenden Größen, mit „Geschichte“ und „Literatur“:

Die alttestamentlichen Bücher erzählen die Geschichte des Volkes Israel mit seinem Gott, angefangen von seiner Entstehung, über seine „Staatswerdung“, bis hin zu seiner Exilierung und schließlich seiner Neuetablierung in nachexilischer Zeit.

Die Lehrveranstaltung will die biblischen Darstellungen vor dem Hintergrund archäologischer Funde reflektieren, diskutieren und hinterfragen. Dabei geht es einerseits um eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit biblischen Texten, andererseits darum, für die Eigenart biblischer Literatur zu sensibilisieren.

Nach einem Überblick zur Heiligen Schrift, der sich mit Aufbau und Hermeneutik des jüdischen wie christlichen Bibelkanons befasst, wenden wir uns in chronologischer Abfolge den einzelnen Epochen der Geschichte Israels zu und behandeln dabei einen Teil der Bücher des Alten Testaments (Pentateuch, Geschichtsbücher, Propheten) im Hinblick auf ihre Struktur, ihren Inhalt, ihre literarische Eigenart und ihre Entstehung.

 

Literatur

Lehrbuch:

 

Peetz, Melanie, Das biblische Israel. Geschichte – Archäologie – Geographie (Verlag Herder), Freiburg 2018.

 

 

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

41 Methoden biblischer Exegese

Eckstein

ProS M1
1 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.00

 

Das Proseminar führt in die exegetischen Methoden zur Auslegung der Heiligen Schrift ein. In jeder Sitzung wird eine Methode vorgestellt und diskutiert. In der anschließenden Übung ist Gelegenheit, diese Methode anhand von alt- und neutestamentlichen Textbeispielen einzuüben. Ziel ist es, die passiven und aktiven Kompetenzen zur wissenschaftlich begründeten Auslegung biblischer Texte zu erwerben, wie sie für das weitere Studium und die spätere theologische Praxis gebraucht werden.

Literatur

Becker, Uwe (2008): Exegese des Alten Testaments. 2. Aufl. Tübingen: Mohr Siebeck (UTB, 2664).

 

Hieke, Thomas; Schöning, Benedict (2017): Methoden alttestamentlicher Exegese. Darmstadt: WBG (Theologie kompakt).

 

Steck, Odil Hannes (1999): Exegese des Alten Testaments. 14. Aufl. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener.

 

Utzschneider, Helmut; Nitsche Stefan Ark (2014): Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. 4. Aufl. Gütersloh: Gütersloher.

 

Ebner, Martin; Heininger, Martin (2015): Exegese des Neuen Testaments. 3. Aufl. Paderborn: Schöningh (UTB).

 

Egger, Wilhelm; Wick, Peter (2011): Methodenlehre zum Neuen Testament. 6. Aufl. Freiburg: Herder (Grundlagen Theologie).

 

Schnelle, Udo (2008): Einführung in die neutestamentliche Exegese. 7. Aufl. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht (UTB).

 

Söding, Thomas; Münch, Christian (2005): Kleine Methodenlehre zum Neuen Testament. Freiburg im Breisgau: Herder.

 

Leistungsnachweis

Für einen Leistungsnachweis ist wöchentlich die erlernte Methode eigenständig auf ausgewählte Bibelstellen anzuwenden und das Ergebnis in schriftlicher Form einzureichen.

 

42 Übung zum Proseminar "Methoden biblischer Exegese"

Eckstein

Ü M1
1 st.

17.00 – 17.45

 

In dieser Übung ist Gelegenheit, gemeinsam die im Proseminar vorgestellte und erarbeitete Methode anzuwenden. Dies geschieht anhand ausgewählter Textbeispiele aus dem Alten und dem Neuen Testament. Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der Methoden und Zugänge durch die eigene Praxis zu reflektieren und so zu einem kompetenten Umgang mit der Heiligen Schrift und mit exegetischer Literatur zu finden. Außerdem gibt es Hilfestellungen für die im Proseminar selbstständig zu erbringenden Studienleistungen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Literatur

Becker, Uwe (2008): Exegese des Alten Testaments. 2. Aufl. Tübingen: Mohr Siebeck (UTB, 2664).

 

Hieke, Thomas; Schöning, Benedict (2017): Methoden alttestamentlicher Exegese. Darmstadt: WBG (Theologie kompakt).

 

Steck, Odil Hannes (1999): Exegese des Alten Testaments. 14. Aufl. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener.

 

Utzschneider, Helmut; Nitsche Stefan Ark (2014): Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. 4. Aufl. Gütersloh: Gütersloher.

 

Ebner, Martin; Heininger, Martin (2015): Exegese des Neuen Testaments. 3. Aufl. Paderborn: Schöningh (UTB).

 

Egger, Wilhelm; Wick, Peter (2011): Methodenlehre zum Neuen Testament. 6. Aufl. Freiburg: Herder (Grundlagen Theologie).

 

Schnelle, Udo (2008): Einführung in die neutestamentliche Exegese. 7. Aufl. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht (UTB).

 

Söding, Thomas; Münch, Christian (2005): Kleine Methodenlehre zum Neuen Testament. Freiburg im Breisgau: Herder.

Leistungsnachweis

Exegese des Alten Testaments

 

43 Das Buch der Richter

Böhler

Anmeldung bitte per E-Mail an P. Prof. Böhler SJ: boehler@sankt-georgen.de

HS M16
2 st. - 4 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Erzählungen über die Richter (Ehud, Debora, Gideon, Jiftach, Simson) gehören zu den besterzählten und spannendsten Geschichten des Alten Testaments, an denen hebräische Erzählkunst sehr gut studiert werden kann.

Das Hauptseminar wird die einzelnen Geschichten v. a. narratologisch analysieren. Das wird wesentlich am hebräischen Text geschehen.

Ob neben stundenweisen Hausaufgaben am Ende eine (kurze) Seminararbeit anzufertigen sein wird, ist noch zu entscheiden.

Bei Interesse könnte auch ein Besuch des Städel, in dem z.B. "Simsons Blendung" (Ri 16) von Rembrandt hängt,eingeplant werden.

Literatur

W. Groß, Richter, HThKAT, Freiburg 2009;

D. Böhler, Jiftach und die Tora, ÖBS 34, Frankfurt 2008

Leistungsnachweis

Durch semesterbegleitende schriftliche Übungen (und evtl. eine abschließende Seminararbeit) wird der benotete Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an dem Hauptseminar (M 16) erworben.

Hinweise

M 16 dient der Vertiefung der Exegesestudien. Narratologische Analysen im AT sind ohne Hebräischkenntnisse so problematisch wie Shakespearestudien ohne Englisch.

Wer das Hebraicum noch nicht hat und auch nicht dabei ist, es zu machen, hat kaum Aussicht auf erfolgreiche Teilnahme. Die Teilnahme am Lektürekurs kann denen helfen, die sich unsicher fühlen. Für die, die des Hebräischen nicht mächtig sind: M 16 wird 2019/20 mit einem neutestamentlichen Hauptseminar angeboten.

 

44 Hebräische Lektüre

Böhler

L G
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

Exegese des Neuen Testaments

 

45 Der Gott Israels im Neuen Testament

Wucherpfennig

V G M7
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung konzentriert sich auf die Theo-logie Jesu. Wie hat Jesus von Gott gesprochen? Dies erkundet der erste Teil der Vorlesung in einer kritischen Lektüre der synoptischen Evangelien. Er hat in neuer Weise die Güte des Gottes Israels verkündet. Der zweite Teil der Vorlesung zeigt dann, dass Jesus der einzige Jude seiner Zeit ist, der Gott als Vater angesprochen hat. Der dritte Teil der Vorlesung zeigt, wie die Vater-Anrede Jesu in der Erzählung des Matthäusevangeliums weiter entwickelt worden ist.

 

Modulhandbuch: "Zu Beginn des Semesters werden 3 - 4 Thesen formuliert" - Thesen:

 

(1) Jesu spricht in den synoptischen Evangelien von Gott vor allem direkt (theos, kyrios, patêr). Aus der biblisch-jüdischen Tradition übernimmt er aber auch indirekte Bezeichnungen für Gott (Passiv/Indefinit, Partizipien und Metaphern). Dabei verkündet Jesus in neuer Weise die Güte Gottes.

 

(2) "Vater" existiert als Metapher für Gott auch in der biblischen und hellenistisch-jüdischen Tradition. Jesus ist aber der einzige Jude seiner Zeit, der Gott als Vater angesprochen hat.

 

(3) Das Matthäusevangelium hat die Vater-Anrede Jesu in seiner Jesus-Darstellung erzählerisch entfaltet. Nicht nur dem Vater im Himmel auch Jesus gebührt als seinem Sohn Anbetung.

Literatur

Jaques Schlosser, Le Dieu de Jésus. Étude exégétique, LD 129, Paris 1987.

 

Außerdem:

Joshua E. Leim, Matthew’s Theological Grammar. The Father and the Son, WUNT 402, Tübingen 2015.

 

Georg Schelbert, ABBA Vater. Der literarische Befund vom Altaramäischen bis zu den späten Haggada-Werken, NTOA 81, Göttingen 2011.

 

Darina Staudt, Der eine und einzige Gott. Monotheistische Formeln im Urchristentum und ihre Vorgeschichte bei Griechen und Juden, NTOA 80, Göttingen 2012.

 

Leistungsnachweis

M 7: Mündliche Prüfung über zwei der vier Modulbestandteile Exegese / Dogmatik / Fundamentaltheologie / Philosophie, vgl. dazu die Thesen oben.

 

47 Griechische Lektüre: Einführung in das synoptische Arbeiten

Wucherpfennig / Hühne

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die synoptischen Evangelien gehören zu den wichtigsten Texten für Studierende der Theologie. Sonntags stehen sie im Mittelpunkt jedes Wortgottesdienstes in der Eucharistiefeier, und jeder kennt die Gleichnisse, Gerichtsworte oder auch Wunder Jesu, die sie enthalten. Ihr kritisches Studium gehört aber mit zu den schwierigsten Aufgaben in der Auslegung des Neuen Testaments. Der Lektürekurs soll anhand ausgewählter Beispiele in die Lektüre der Evangelien einführen.

Literatur

Literatur und Material wird im Kurs bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Der Kurs ist ein freiwilliges Angebot zur Ergänzung der NT-Vorlesung in M 7. Er findet nur statt, wenn sich mind. 3 Studierende finden.

Hinweise

Nach Absprache: Nach der NT-Vorlesung in Modul M 7, Montag, 15.10., 10.20 Uhr, Aula der Hochschule.

Kirchengeschichte

 

50 Einführung in die Alte Kirchengeschichte

J. Arnold

V G M2
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.20

(bis zum 14.11.2018)

 

 

In der Vorlesung werden folgende Themen-Bereiche behandelt:

 

(I) Christen und Nichtchristen in den ersten Jahrhunderten (Frühe Kirche und Judentum: Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen / frühe Kirche und pagane Umwelt: unterschiedliches Religionsverständnis und Inkulturation);

 

(II) Frühe Kirche und weltliche Herrschaft (Kaiserliche Religionspolitik; Christentum als Minderheitsreligion, als religio licita, als Staatsreligion);

 

(III) Zentrale Aspekte der Theologiegeschichte der ersten Jahrhunderte (Die frühe Kirche und ihr Verhältnis zur Heterodoxie; das Erste Konzil von Nikaia).

 

Literatur

Ernst Dassmann, Kirchengeschichte I: Ausbreitung, Leben und Lehre der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten, 3. durchges. Auflage, Stuttgart u.a. 2012.

Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, 3. Auflage, München 2016.

 

Leistungsnachweis

M2 Mündliche Prüfung (20 Minuten), zusammen mit Einführung in die Mittlere/Neue Kirchengeschichte.

 

53 Lebensregeln des Mittelalters und der Neuzeit. Studien zu ihrer Ordnung und zu ihrer Theologie

Berndt

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 16.15 – 17.45

 

Für Christen gilt die Heilige Schrift in zwei Teilen als die grundlegende Lebensregel. Alle kirchlichen Vollzüge und der Glaube insgesamt nehmen Maß an diesem normativen Text. Darüber hinaus haben Christen im Verlauf der Geschichte der Kirche für die von ihnen gegründete partikuläre Lebensgemeinschaft (Orden) weitere Regeln entworfen, die die Kirche jeweils angenommen hat.

In diesem Seminar sollen einige dieser Ordensregeln in Ausschnitten studiert und besprochen werden, um die geschichtliche Vielfalt möglicher christlicher Lebensformen kennenzulernen. Insbesondere lesen wir Abschnitte aus der Augustinus- und der Benediktsregel; aus der Carta caritatis der Zisterzienser; den Regeln der Franziskaner; aus der jüngeren Geschichte kommen die Konzeptionen des hl. Ignatius von Loyola sowie der hl. Katharina Kasper zur Sprache.

Die Methode des Seminars besteht grundsätzlich in Quellenlektüre, soweit wie möglich in dt. Sprache.

Literatur

Gert Melville: Die Welt der mittelalterlichen Klöster. Geschichte und Lebensformen, München 2012.

Leistungsnachweis

Durch ein Referat, durch kontinuierliche Beteiligung an den Sitzungen sowie durch eine Seminararbeit kann ein Nachweis in Kirchengeschichte erworben werden. (Module M 15 und M 23).

Fundamentaltheologie

 

60 Theologische Erkenntnislehre

Löffler

V G M3
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung geht der Frage nach, wie die Theologie zu ihrer Erkenntnis kommt. Dazu gilt es einerseits zu klären, in welchem Verhältnis Offenbarung, Glaube und Vernunft zueinander stehen, und andererseits aufzuzeigen, wie die kirchlichen Bezeugungsinstanzen des Wortes Gottes (Heilige Schrift, Tradition, Lehramt, Theologie, Glaubenssinn der Gläubigen etc.) Gottes (v)ergangenes Offenbarungswort so vermitteln, dass es auch heute noch authentisch vernommen und im Glauben angenommen werden kann.

Literatur

WOLFGANG BEINERT, Theologische Erkenntnislehre, in: Ders. (Hg.), Glaubenszugänge. Lehrbuch der katholischen Dogmatik, Bd.1. Paderborn 1995, 47-187.

 

WOLFGANG BEINERT, Kann man dem Glauben trauen? Grundlagen theologischer Erkenntnis. Regensburg 2004.

 

CHRISTOPH BÖTTIGHEIMER, Lehrbuch der Fundamentaltheologie. Freiburg 2009, 21-164.

 

HELMUT GABEL, Inspiriert und inspirierend - die Bibel. Würzburg 2011.

 

DONATH HERCSIK, Die Grundlagen unseres Glaubens. Eine theologische Prinzipienlehre. Münster 2005.

 

HANS-JOACHIM HÖHN, Praxis des Evangeliums, Partituren des Glaubens. Wege theologischer Erkenntnis. Würzburg 2015.

 

PETER HÜNERMANN, Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube - Überlieferung - Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen. Münster 2003.

 

WALTER KERN ET AL. (Hg.), Handbuch der Fundamentaltheologie, Bd. 4 (Traktat Theologische Erkenntnislehre). Tübingen – Basel (2. Aufl.) 2000.

 

WALTER KERN & FRANZ-JOSEF NIEMANN, Theologische Erkenntnislehre. Düsseldorf 1981.

 

BERNHARD KÖRNER, Orte des Glaubens - loci theologici. Würzburg 2014.

 

THOMAS SCHÄRTL, Glaubens-Überzeugung. Philosophische Bemerkungen zu einer Erkenntnistheorie des christlichen Glaubens. Münster 2007.

 

MICHAEL SEEWALD, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln. Freiburg 2018.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 3): Kommissionsprüfung, zusammen mit "Einführung in die Epochen der Theologiegeschichte" (20 min) (Diplomstudiengang: sbL Fundamentaltheologie oder Teil des Diplomprüfungsstoffs [Thesen 4-7])

 

61 Offenbarungs- und Religionskritik

Specker

V G M7
1 st. - 3 LP

Fr 08.45 – 10.20

Termine: 19.10.2018, 02.11.2018, 16.11.2018, 30.11.2018, 14.12.2018, 25.01.2019, 08.02.2019

 

„Um die Religionskritik ist es zu leise geworden“, konnte der Züricher Religionsphilosoph und evangelische Theologe Ingolf Dalferth noch 2007 schreiben. Dies hat sich in den letzten Jahren zweifellos geändert, wenn auch die Qualität der Kritik nicht immer der Lautstärke ihres Vortrags entspricht. Religion ist (wieder) ein umstrittenes Thema: Angefragt wird ihre praktische Umsetzung genauso wie ihr theoretisches Fundament. Oftmals aus Anlass von Gewalterfahrungen gestellt und im Hinblick auf den Islam formuliert, werden dabei auch grundlegende Fragen der Religionskritik diskutiert: So kommt der Monotheismus (Assmann/Sloterdijk), genauso in den Blick wie die kritische Frage nach einem personalen Gott (Dawkins) oder nach der Rationalität von Offenbarungsansprüchen (Beckermann). In der öffentlichen Debatte gewinnt in diesem Kontext zudem ein emphatisch-affirmativer Bezug auf die Aufklärung eine identitätsstiftende Funktion. Insofern lohnt es sich, die Grundlagen der Offenbarungs- und Religionskritik aktuell und neu zu betrachten – nicht zuletzt auch mit dem Ziel, die in der Religion selbst verankerte Religionskritik zur Sprache zu bringen. Die Vorlesung wird sich deshalb exemplarischen Vertretern der aufklärerischen Religionskritik zuwenden.

 

Die Vorlesung wird die Offenbarungs- und Religionskritik zudem „im Angesicht des Islam“ diskutieren. Dies bedeutet, nach der Grundkonstellation von Vernunft und Offenbarung im islamischen Glauben, nach der Parallele zwischen islamischer und aufklärerischer Religionskonzeption und nach Formen einer interreligiösen Religionskritik zu fragen. So ergibt sich – in Grundzügen - ein Gespräch zu dritt zwischen christlicher Theologie, islamischem Denken und neuzeitlicher Religionskritik.

 

Literatur

Religionskritik. Bearb. von Karl-Heinz Weger. Graz (u.a.) 1991.

Herder Korrespondenz Spezial (2014): Gottlos? Von Zweiflern und Religionskritikern.

Weinrich, Michael: Religionskritik. Stuttgart 22012.

Schaeffler, Richard: Religion und kritisches Bewusstsein. Freiburg 1973.

Schulz, Walter: Der Gott der neuzeitlichen Metaphysik. Stuttgart 81991.

Kuschel, Karl-Josef: Vom Streit zum Wettstreit der Religionen. Lessing und die Herausforderung des Islam. Düsseldorf 1998.

Agai, Bekim (u.a.): Islamische Theologie in Deutschland. Herausforderungen im Spannungsfeld divergierender Erwartungen. In: Frankfurter Zeitschrift für islamisch-theologische Studien. 1 (2014), 7-28.

Wielandt, Rotraud: Islam – die vernünftigere Religion? Vorstellungen heutiger Muslime zum Verhältnis ihres Glaubens zur Rationalität. In: Theologie und Philosophie 86 (2011) 73-94.

Rudolph, Ulrich: Islamische Philosophie. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 22008. Schieder, Rolf (Hg.): Die Gewalt des einen Gottes: Die Monotheismusdebatte zwischen Jan Assmann, Micha Brumlik, Rolf Schieder, Peter Sloterdijk und anderen. Darmstadt 2014.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

62 Kolloquium zur Vorlesung "Offenbarungs- und Religionskritik"

Specker

Koll G M7
1 st.

Fr 10.35 – 11.20

Termine: 19.10.2018, 02.11.2018, 16.11.2018, 30.11.2018, 14.12.2018, 25.01.2019, 08.02.2019

 

 

Ergänzende Lektüre und Gesprächsmöglichkeit zur VL.

Leistungsnachweis

Dogmatik

 

63 Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Das Kolloquium möchte zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Dies soll die Grundlage für alle weiteren philosophischen und theologischen Spezialfragen im Studium bilden. Dazu werden wir, neben anderen Texten, vor allem Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen, die er vor genau 50 Jahren veröffentlicht hat. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Durch semesterbegleitende Hausaufgaben und aktive Mitarbeit kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium erworben werden.

 

64 Trinitarische Gotteslehre I

Vechtel

V G M7
2 st. - 4.5 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung konzentriert sich auf das christliche Bekenntnis zu dem Gott, der sich in seiner Offenbarung als der eine Gott in drei Personen erwiesen hat. Im ersten Teil geht es schwerpunktmäßig um die Frage, wie die Trinitätslehre und ihre frühchristliche Ausbildung auf dem Hintergrund des biblisch-alttestamentlichen Glaubens als „konkreter Monotheismus“ verstanden werden kann. In einem zweiten Teil wird eine systematische Begründung der Trinitätslehre und ihrer Bedeutung ausgehend von der biblischen Offenbarung Gottes in Jesus Christus und im Verhältnis Jesu zum Vater angezielt. Im dritten Teil geht es um das Verständnis von Wesenseinheit und Persondreiheit in Gott in Auseinandersetzung mit der Tradition, neueren Entwürfen, aber auch der islamischen Kritik am christlichen Trinitätsglauben.

Modulhandbuch: "Zu Beginn des Semesters werden 3 - 4 Thesen formuliert" - Thesen:

1)Das Wort „Gott“ ist einzigartig, weil es den Menschen vor das Ganze der Wirklichkeit bringt. Im Blick auf den biblischen Monotheismus und die frühchristliche Lehrentwicklung kann die Trinitätslehre als konkreter Monotheismus verstanden werden.

 

2)Eine Begründung der Trinitätslehre geht aus vom Inhalt der Offenbarung Gottes in Jesus Christus und dem Verhältnis Jesu zum Vater. Die ökonomische Trinität ist die immanente Trinität, und umgekehrt (K. Rahner).

 

3)Die Frage nach der Einheit Gottes entscheidet sich am trinitarischen Personbegriff. Die göttlichen Personen sind weder als drei Subjekte noch als drei „Momente“ eines göttlichen Subjekts zu verstehen. Person-Sein kommt Vater, Sohn und Geist durch einen sie übersteigenden „Lebensinhalt“ in den anderen Personen zu.

 

Literatur

Literatur:

Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd.1, Göttingen 1988.

Karlheinz Ruhstorfer (Hg.), Gotteslehre. Theologie studieren – Modul 7, Paderborn 2014.

Walter Kasper, Der Gott Jesu Christi, Mainz 1982.

Klaus von Stosch, Trinität (utb 4855), Paderborn 2017.

weitere Literatur folgt

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

65 Sakramententheologie

Ansorge

V G M11
1 st. - 1.5 LP

Di 10.35 – 12.10

(bis zum 04.12.2018)

 

 

Das Zweite Vatikanische Konzil begreift die Kirche als Sakrament, aus dem sich die einzelnen Sakramente wie Taufe, Firmung, Eucharistie usw. entfalten. Auf dieser Grundlage baut jede zeitgemäße theologische Reflexion über die einzelnen Sakramente der Kirche auf.

Mit Ausnahme der Eucharistie stellt die Vorlesung die Theologie der Sakramente nach katholischem Verständnis dar. Vorausgeschickt werden Überlegungen zum Begriff des "Sakramentalen" und des "Sakraments", wie er sich symboltheoretisch herleiten und religionsgeschichtlich verstehen lässt.

Literatur

Peter McGrail, The rite of Christian initiation. Adult rituals and Roman Catholic ecclesiology, Farnham 2013.

Eva-Maria Faber, Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 2011.

Joseph Ratzinger, Künder des Wortes und Diener eurer Freude. Theologie und Spiritualität des Weihesakramentes, Freiburg (u.a.) 2010.

Krzysztof Gasecki, Das Profil des Geistes in den Sakramenten. Pneumatologische Grundlagen der Sakramentenlehre. Darstellung und Reflexionen ausgewählter katholischer Entwürfe (MBTh 66), Münster 2009.

Franz Courth, Die Sakramente. Ein Lehrbuch für Studium und Praxis, Freiburg u.a. 1995.

Alexandre Ganoczy, Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 3. Aufl. 1991.

Günter Koch, Sakramentenlehre - Das Heil aus den Sakramenten, in: Wolfgang Beinert (Hg.), Glaubenszugänge, Bd. 3, Paderborn u.a. 1995, 309-523.

Gerhard Ludwig Müller, Katholische Dogmatik, Freiburg u.a. 1995, 628-768.

H. Ottmar Meuffels, Kommunikative Sakramententheologie, Freiburg u.a. 1995.

Franz-Josef Nocke, Allgemeine/Spezielle Sakramentenlehre, in: Theodor Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik, Bd. 2, Düsseldorf 1992, 188-225. 226-376.

Franz-Josef Nocke, Sakramententheologie. Ein Handbuch, Düsseldorf 1997.

Herbert Vorgrimler, Sakramententheologie (Leitfaden Theologie) Düsseldorf, 3. Aufl. 1992.

Theodor Schneider, Zeichen der Nähe Gottes. Grundriss der Sakramententheologie (Welt der Theologie), Mainz 7. Aufl. 1998.

Norbert Scholl, Sakramente - Anspruch und Gestalt, Regensburg 1995.

Benedetto Testa, Die Sakramente der Kirche (AMATECTA. Lehrbücher zur katholischen Theologie 9), Paderborn 1997.

Louis-Marie Chauvet, Symbol und Sakrament. Eine sakramentale Relecture der christlichen Existenz, Regensburg 2015.

Hans Boersma / Matthew Levering (Hrsg.), The Oxford Handbook of Sacramental Theology, Oxford 2015.

Leistungsnachweis

Magisterstudium alt (M18): Teil der mündlichen Abschlussprüfung Magisterstudium neu (M11): Mündliche Kommissionsprüfung Diplomstudium: Teil der Fachabschlussprüfung Systematische Theologie (Diplomschlussprüfung)

 

66 Schöpfungstheologie II

Specker

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Do 08.45 – 10.20

Termine: 25.10.2018, 08.11.2018, 22.11.2018, 06.12.2018, 20.12.2018, 17.01.2019, 31.01.2019

 

In dieser Vorlesung geht es um das Ganze. Bringt die Lehre von der Schöpfung doch alles was ist, in seiner unauflöslichen Beziehung zu dem von ihm grundsätzlich unterschiedenen Gott als Geschaffenes in den Blick. In diesem Blick kommen christliche und islamische Theologie überein – und zeigen damit sofort, dass das Ganze niemals in einem Standpunkt allein sich abbilden lässt. So steht die Schöpfungslehre in besonderer Weise für Einheit und Vielfalt: In ihrem Gegenstand – der geschaffenen Wirklichkeit, die in ihrer bunten und divergierenden Unterschiedlichkeit gewürdigt werden muss und doch zugleich niemals in eine vollkommene Unvergleichlichkeit auseinanderfallen darf. In ihren theologischen Konzepten, die die Einheit von Welt und Menschheit in immer neuen Anwegen denken und dabei zugleich die unterschiedlichen Perspektiven aus Natur- und Geisteswissenschaften einbeziehen müssen. Und in ihren interreligiösen Bezügen, in denen Christentum und Islam in besonderer Nähe und mit sich vielfältig überschneidenden Traditionen, aber auch mit unterschiedlichen Interpretationshorizonten deutlich werden. „Nirgends sind Christentum und Islam einander so nahe wie beim Thema der Schöpfung“ (Heine, 108) und zugleich erlaubt gerade die Nähe den tieferen Blick auf den Unterschied, denn „die Wahrnehmung von Unterschieden ist der Königsweg zur Begegnung mit anderen und dafür, sich ernsthaft miteinander zu befassen“ (Heine, 17).

Die Vorlesung wird im Sinne einer „katholischen Theologie im Angesicht des Islam“ den eigenständigen koranischen und systematisch-theologischen Horizont der Schöpfungslehre umreißen und von ihm her einige spezifische Akzente der christlichen Schöpfungslehre erläutern. Thematisch werden auch Fragen nach dem Zeit- und Geschichtsverständnis mit einbezogen sowie die oft stereotyp verhandelte Frage nach der Ebenbildlichkeit des Menschen als Spezifikum des biblischen Menschenbildes in Auseinandersetzung mit einer koranischen ḫalīfa-Theologie diskutiert. Schließlich sollen auch Fragen zur Evolutionstheorie und zur Ökologie im Kontext des christlich-islamischen Dialogs angesprochen werden.

 

Literatur

Literatur zur ersten Information:

Dirk Ansorge/ Hamideh Mohagheghi: Ursprung und Ziel: Gott als Schöpfer und Richter. In Meißner, Volker (u.a.): Handbuch christlich-islamischer Dialog. Grundlagen – Themen – Praxis – Akteure. Freiburg 2014, 93-106.

Medard Kehl: Christlicher und muslimischer Schöpfungsglaube. In: Ders.: Und Gott sah, dass es gut war. Eine Theologie der Schöpfung. Freiburg 2006, 346-357.

Susanne Heine/ Ömer Özsoy/ Christoph Schwöbel/ Abdulla Takim (Hg.): Christen und Muslime im Gespräch. Eine Verständigung über Kernthemen der Theologie. Gütersloh 2014, v.a. 82-108.

 

Leistungsnachweis

Teil der Abschlussprüfung, die aus Klausur und Kommissionsprüfung besteht.

 

67 Trinitarische Gotteslehre II

Vechtel

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Mi 08.45 – 09.30

 

Als Teil der 3. Studienphase im Studiengang Magister Theologie wird in der Lehrveranstaltung eine vertiefende Auseinandersetzung mit der trinitarischen Gotteslehre erfolgen. Dabei soll nach dem spezifischen Beitrag gefragt werden, den der trinitarische Gottesglaube und die christliche Trinitätslehre zu aktuellen Fragestellungen der Gotteslehre leisten. Im Blick auf das Gott-Welt-Verhältnis stehen die Herausforderungen durch panentheistische, monistische und prozessontologische Gottesvorstellungen im Vordergrund. Die Frage nach dem Handeln Gottes in der Welt wird im Blick auf aktuelle religionsphilosophische Diskussionen sowie die Konzeption eines offenen Theismus skizziert. Schließlich hat sich der trinitarische Gottesglaube im Dialog mit den monotheistischen Weltreligionen Judentum und Islam als spezifisch christliche Form des Monotheismus zu bewähren. In diesem Zusammenhang ist vertiefend auf die Fragen von Wesenseinheit und personaler Verschiedenheit in Gott einzugehen.

Literatur

Literatur:

Julia Enxing, Gott im Werden. Die Prozesstheologie Charles Hartshornes, Regensburg 2013.

Johannes Grössl, Die Freiheit des Menschen als Risiko Gottes. Der offene Theismus als Konzeption der Vereinbarkeit von göttlicher Allwissenheit und menschlicher Freiheit, Münster 2015.

Frank Meier-Hamidi/Klaus Müller (Hg.), Persönlich und alles zugleich. Theorien des All-Einheit und christliche Gotteslehre, Regensburg 2010.

Klaus Müller/Magnus Striet (Hg.), Dogma und Denkform. Strittiges in der Grundlegung von Offenbarungsbegriff und Gottesgedanke, Regensburg 2005.

Bernhard Nitsche, Gott und Freiheit. Skizzen zur trinitarischen Gotteslehre, Regensburg 2008.

Bernhard Nitsche u.a. (Hg.), Gott – jenseits von Monismus und Theismus? Paderborn 2017.

Eckhard Nordhofen, Corpora. Die anarchische Kraft des Monotheismus, Freiburg 2018.

Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd.1, Göttingen 1988.

Karlheinz Ruhstorfer (Hg.), Das Ewige im Fluss der Zeit. Der Gott, den wir brauchen (QD 280), Freiburg 2016.

Elmar Salmann, Neuzeit und Offenbarung. Studien zur trinitarischen Analogik des Christentums, Rom 1986.

Michael Schulz, Sein und Trinität. Systematische Erörterungen zur Religionsphilosophie Hegels im ontologiegeschichtlichen Rückblick auf J. Duns Scotus und I. Kant und die Hegel-Rezeption in Seinsauslegung und Trinitätstheologie bei W. Pannenberg, E. Jüngel, K. Rahner und H.U.v. Balthasar, St. Ottilien 1997.

Roman Siebenrock/Christoph Amor, Handeln Gottes. Beiträge zur aktuellen Debatte (QD Bd. 262), Freiburg 2014.

Magnus Striet (Hg.), Monotheismus Israels und christlicher Trinitätsglaube (QD 210), Freiburg 2004.

Muna Tatari/Klaus von Stosch (Hg.),Trinität – Anstoß für das islamisch christliche Gespräch, Paderborn 2013.

Muna Tatari/Klaus von Stosch (Hg.), Handeln Gottes – Antwort des Menschen, Paderborn 2014.

 

Leistungsnachweis

Als Teil von M 18 gehört der Stoff der Vorlesung zur Abschlussprüfung Magister Theologie.

 

68 Christologie II

Ansorge

V G M18
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.20

Beginn: 24.10.2018

 

 

Letzten Endes lässt sich christliche Theologie insgesamt als Versuch deuten, den Glauben an Jesus von Nazareth als universalen Heilsbringer vernunftgeleitet zu explizieren. Rationalität aber begegnet nie kontextfrei und ungeschichtlich. Auf der Grundlage der patristischen und mittelalterlichen Christologie skizziert die Vorlesung deshalb verschiedene Zugänge zu Person und Werk Jesu und sucht deren Eigenheiten in der Vielfalt kultureller Zugänge zu profilieren.

Literatur

Jens Herzer / Anne Käfer / Jörg Frey (Hrsg.), Die Rede von Jesus Christus als Glaubensaussage. Zwischen Bibelwissenschaft und Dogmatik (UTB 4903), Tübingen 2018.

Jürgen Werbick, Gott-menschlich. Elementare Christologie, Freiburg 2016.

Klaus von Stosch (Hrsg.), Streit um Jesus. Muslimische und christliche Annäherungen (Beiträge zur komparativen Theologie 21), Paderborn 2016.

René Dausner, Christologie in messianischer Perspektive. Zur Bedeutung Jesu im Diskurs mit Emmanuel Levinas und Giorgio Agamben (Studien zu Judentum und Christentum 31), Paderborn u.a. 2016.

Francesca Aran Murphy (Hrsg.), The Oxford handbook of Christology, Oxford 2015.

Helmut Hoping, Einführung in die Christologie, 3. Aufl. Darmstadt 2014.

Florian Bruckmann, In IHM erkannt: Gott und Mensch. Grundzüge einer anthropologischen Christologie im Angesichte Israels (Studien zu Judentum und Christentum 28), Paderborn u.a. 2014.

Christian Danz, Grundprobleme der Christologie, Tübingen 2013.

Bernhard Nitsche, Christologie, Paderborn 2012.

Ralf K. Wüstenberg, Christologie. Wie man heute theologisch von Jesus sprechen kann, Gütersloh 2009.

Karl-Heinz Menke, Jesus ist Gott der Sohn. Denkformen und Brennpunkte der Christologie, Regensburg 2008.

Karlheinz Ruhstorfer (Hrsg.), Christologie (UTB 4942), Paderborn 2018.

Georg Kraus, Jesus Christus - der Heilsmittler. Lehrbuch zur Christologie, Frankfurt am Main 2005.

Christoph Schönborn, Gott sandte seinen Sohn. Christologie, Paderborn 2002.

Peter Hünermann, Jesus Christus, Gottes Wort in der Zeit. Eine systematische Christologie, Münster 1997.

Josef Wohlmuth, Jesu Weg - unser Weg. Kleine mystagogische Christologie (Würzburg 1992), kommentierte Neuaufl. Paderborn 2018.

Klaus Dorn (Hrsg.), Jesus Christus. Geschichte - Überlieferung - Glaube (UTB 4928), Paderborn 2018.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

69 Was ist Wahrheit? Die aktuelle Debatte um den Status menschlicher Freiheit im Heilsgeschehen

Ansorge

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 14.30 – 16.00

 

Eine der heftigesten Debatten innerhalb der gegenwärtigen Theologie wird um den Status menschlicher Freiheit im Bezug auf Wirken und Wirklichkeit Gottes ausgetragen. Dabei werden zentrale theologische Themen wie die Wirksamkeit der Gnade oder die Geltung des Naturrechts berührt. Im Seminar werden grundlegende Beiträge zu dieser Debatte vorgestellt und diskutiert.

Literatur

Basisliteratur (verpflichtend):

 

Goertz, Stephan / Striet, Magnus (Hrsg.), Nach dem Gesetz Gottes. Autonomie als christliches Prinzip, Freiburg im Breisgau 2014.

Menke, Karl-Heinz, Macht die Wahrheit frei oder die Freiheit wahr? Eine Streitschrift, Regensburg 2017.

Striet, Magnus, Ernstfall Freiheit. Arbeiten an der Schleifung der Bastionen, Freiburg 2018.

 

 

Weitere Literatur (hilfreich):

 

Berlin, Isaiah, Zwei Freiheitsbegriffe, in: Freiheit. Vier Versuche, Frankfurt am Main 1995, 197–256.

Breul, Martin, Was ist Freiheit? Ein Versuch zur Klärung begrifflicher Missverständnisse, in: Theologie und Philosophie 92 (2017), 346-370.

Danz, Christian, Gott und die menschliche Freiheit. Studien zum Gottesbegriff der Neuzeit, Neukirchen-Vluyn 2005.

Kasper, Walter, Theonomie und Autonomie, in: Theologie und Kirche, Mainz 1987, 149–175.

Krings, Hermann / Simons, Eberhard, Freiheit als Chance. Kirche und Theologie unter dem Anspruch der Neuzeit, Düsseldorf 1972.

Pröpper, Thomas, Evangelium und freie Vernunft. Konturen einer theologischen Hermeneutik, Freiburg im Breisgau u.a. 2001.

Pröpper, Thomas, Freiheit als philosophisches Prinzip der Dogmatik. Systematische Reflexionen im Anschluß an Walter Kaspers Konzeption der Dogmatik, in: Dogma und Glaube. Bausteine für eine theologische Erkenntnislehre (FS Walter Kasper), hrsg. v. Eberhard Schockenhoff, Mainz 1993, 165–192.

Nissing, Hanns-Gregor, „Was ist Wahrheit?“ Joseph Ratzingers Einsprüche gegen den Relativismus, in: Ders. (Hrsg.), Was ist Wahrheit? Zur Kontroverse um die Diktatur des Relativismus, München 2011, 9–34.

Verweyen, Hansjürgen, Was ist Freiheit? Fragen an Thomas Pröpper, in: Theologie und Philosophie 88 (2013), 510-535.

Ratzinger, Joseph, Freiheit und Wahrheit, in: IKaZ 24 (1995), 527-542.

 

 

Eine erweiterte Literaturliste wird im Seminar bereit gestellt.

 

Leistungsnachweis

Durch regelmäßige Teilnahme, Übernahme eines (Kurz-)Referats und Erstellung einer Hausarbeit zu einem Thema des Seminars kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Systematischer Theologie (Dogmatik) erworben werden.

 

70 Oberseminar für LizentiandInnen und DoktorandInnen

Ansorge / Vechtel

OS A - 4 LP

Termine werden noch bekannt gegeben

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

(wird jeweils zur Sitzung bekanntgegeben)

Leistungsnachweis

Moraltheologie

 

71 Ist die katholische Sexualmoral vernünftig? Moraltheologische Argumentationsmodelle und aktuelle Problemfelder

Koller

Anmeldung bitte bis zum 13.10.2018 per E-Mail an Frau JProf. Koller: koller@sankt-georgen.de

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Do 14.30 – 16.00

 

Viele Menschen – auch so manche Katholikinnen und Katholiken – sehen die Normen der katholischen Lehre zur Sexualmoral als falsch, lebensfeindlich oder zumindest als bedeutungslos für die Lebensführung an. Gleichzeitig ist aber unübersehbar, dass die Kirche beansprucht, im Bereich der Sexualmoral Entscheidendes zu lehren und mit den sexualethischen Normierungen Eckpfeiler eines gelungenen Umgangs mit der Sexualität zu verkünden. Dabei muss das Lehramt auf Einsicht setzen, weshalb es sich um die Begründung der Morallehre bemüht. Aber sind die Argumentationen schlüssig und ethisch vernünftig?

Im Hauptseminar werden die ethischen Grundmodelle der Morallehre und der Moraltheologie im Bereich von Sexual- und Beziehungsmoral vorgestellt und diskutiert. Dabei zeigen sich Entwicklungen in der katholischen Lehre und Moraltheologie. Anhand ausgewählter Herausforderungen, mit denen sich die kirchliche Moralverkündigung gegenwärtig konfrontiert sieht, werden das Verständnis in theologisch-ethische Argumentationsformen und die Begründungskompetenz der TeilnehmerInnen vertieft.

Literatur

Ernst, Stephan, Argumentationsmodelle in der theologischen Sexual- und Beziehungsethik, in: Hilpert, Konrad (Hg.), Zukunftshorizonte katholischer Sexualethik, Freiburg i. Br. 2011 (QD 241), 162-184.

Fraling, Bernhard, Sexualethik. Ein Versuch aus christlicher Sicht, Paderborn u.a. 1995.

Goertz, Stephan / Witting, Caroline (Hg.), Amoris laetitia – Wendepunkt für die Moraltheologie?, Freiburg i. Br. 2016.

Hilpert, Konrad, Ehe, Partnerschaft, Sexualität. Vor der Sexualmoral zur Beziehungs-ethik, Darmstadt 2015.

Lintner, Martin, Den Eros entgiften. Plädoyer für eine tragfähige Sexualmoral und Beziehungsethik, Brixen 2011.

Auf weitere Literatur wird in der Lehrveranstaltung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Christliche Gesellschaftsethik

 

13 Karl Marx - Das Kapital

Emunds

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 14.30 – 16.00

 

Aus Anlass des Marx-Jahres (Karl Marx wurde vor 200 Jahren geboren) ist die Lehrveranstaltung der Lektüre des wichtigsten Buchs von Karl Marx, des ersten Bands des Kapitals, gewidmet. Gemeinsam werden wir ausgewählte Kapitel(auszüge) dieses Klassikers lesen, erläutern und auf polit-ökonomische Fragen der Gegenwart beziehen. Abgeschlossen wird der Lektürekurs durch einen Blick auf die Marx-Rezeption in der katholischen Sozialethik. Allen Teilnehmer*innen wird geraten, sich einen ungekürzten Nachdruck der Zweiten Auflage des Kapitals (z.B. einen Nachdruck der Berliner Ausgabe von 1932) oder das pdf des 23. Bands der Marx Engels Werke-Ausgabe (kostenlos im Internet) zu besorgen. Alle Teilnehmer*innen müssen zu jeder Sitzung den vereinbarten Text aus dem Kapital lesen und Fragen zum Text schriftlich beantworten.

Literatur

Marx, Karl: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie (Erstes Buch: Der Produktionsprozeß des Kapitals), unveränderter Nachdruck der Ausgabe Berlin 1932. Ungekürzte Ausgabe nach der zweiten Auflage von 1872. Mit einem Geleitwort von Karl Korsch aus dem Jahre 1932, Köln: Anaconda 2009 (oder ein anderer Nachdruck der 2. Auflage oder Karl Marx - Friedrich Engels Werke Band 23).

Heinrich, Michael: Wie das Marxsche "Kapital" lesen? Leseanleitung und Kommentar zum Anfang des "Kapital", 2 Teile, Stuttgart: Schmetterling Verlag, Teil 1 (3. Aufl.) 2016, Teil 2 2013.

Berger, Michael: Karl Marx "Das Kapital" (utb 2456), 3. Aufl., München: Fink 2013.

Nell-Breuning, Oswald von: Katholische Kirche und Marxsche Kapitalismuskritik, in: Walter Euchner und Alfred Schmidt (Hg.): Kritik der politischen Ökonomie heute. 100 Jahre `Kapital´, Frankfurt/Main: Europäische Verlagsanstalt 1968, S. 81–92.

Leistungsnachweis

Für einen Leistungsnachweis müssen die Teilnehmer*innen wöchentlich Fragen zum Text schriftlich beantworten und abschließend einen Essay schreiben.

Hinweise

Keine Vorbesprechung. Bitte lesen Sie zur ersten Sitzung am 17. Oktober 2018 das Marxsche Vorwort zur Ersten Auflage (2. Aufl.: 34-38; MEW 23: 11-17).

 

72 Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

Anmeldung bitte per E-Mail an nbi@sankt-georgen.de

Koll A G
1 st. - 2 LP

Fr 14.09.2018

 

Die Teilnehmer*innen stellen (Kapitel) ihre(r) Qualifikationsarbeiten zur Diskussion.

Leistungsnachweis

Gemeinsam mit der Lehrveranstaltung "Aktuelle Studien der Christlichen Gesellschaftsethik" können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

 

73 Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik: Soziale Menschenrechte

Emunds

Anmeldung bitte per E-Mail an nbi@sankt-georgen.de

OS A G
1 st. - 2 LP

Fr 18.01.2019

Fr 25.01.2019

 

In der Lehrveranstaltung werden wir uns mit theoretischer und stärker programmatisch-praktischer Literatur zum Thema "Soziale Menschenrechte" beschäftigen. Jede(r) der Teilnehmer*innen wählt aus einer Liste einen Titel aus, den sie/er liest und den anderen (u.a. mit einem Handout)vorstellt. Neben zwei ganztägigen Sitzungen am 18. und am 25. Januar 2019 wird es einzelne Abendtermine geben.

Literatur

Benedek, Wolfgang: Menschenrechte verstehen. Handbuch zur Menschenrechtsbildung, Wien - Graz - Berlin: Neuer Wissenschaftlicher Verlag 2017.

Krennerich, Michael: Soziale Menschenrechte. Zwischen Recht und Politik (Politik und Bildung 70), Schwalbach/Ts.: Wochenschau-Verlag 2013.

Hartlieb, Michael: Die Menschenwürde und ihre Verletzung durch extreme Armut. Eine sozialethisch-systematische Relektüre des Würdebegriffs, Paderborn: Schöningh 2013.

Pollmann, Arnd/Lohmann, Georg: Menschenrechte. Ein interdisziplinäres Handbuch, Stuttgart - Weimar: J.B. Metzler 2012.

Stefan Gosepath / Georg Lohmann (Hg.): Philosophie der Menschenrechte, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998.

Leistungsnachweis

Gemeinsam mit der Lehrveranstaltung "Aktuelle Themen" der Christlichen Gesellschaftsethik können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

Pastoraltheologie

 

80 Pastoral der Initiationssakramente

Lohausen

V G M11
2 st. - 3 LP

Fr 14.12.2018, 13.30 – 16.00

Sa 15.12.2018, 09.00 – 17.00

Fr 21.12.2018, 13.30 – 18.00

<s>Sa 22.12.2018, 09.00 – 17.00</s>

Sa 09.02.2019, 09.00 - 17.00

 

Die Sakramentenpastoral kann als eine Art Verdichtungsfeld des kirchlichen Handelns überhaupt gesehen werden: Es zeigt sich zum Beispiel am Umgang mit den Sakramenten besonders deutlich, wie wirksam die Kirche auf Menschen einzugehen versteht, die sich von den Routinen christlicher Lebenspraxis oft weit entfernt oder nie einen Zugang dazu bekommen haben und liturgische Vollzüge und ihre theologischen Grundlagen mit ganz eigenen Fragen, Vorstellungen und Deutungen konfrontieren. Es zeigt sich am Umgang mit den Sakramenten, ob das Leben von Kirchengemeinden von einem solchen Geist getragen ist, dass dabei ohne Einschränkung von einem gemeinschaftlichen Zusammenwirken die Rede sein kann oder ob davon ein pastoraler (eben sakramentaler) Kernbereich ausgenommen ist, in dem Amtsträger mehr oder weniger für sich alleine stehen wollen oder auch müssen. Und es zeigt sich beispielsweise am Umgang mit den Sakramenten, inwieweit kirchlich Handelnde damit rechnen, dass Gott sich wirklich in einer „konkreten Situation … auf eine unwiderrufliche und absolut verlässliche Weise [für einen oder mehr Menschen] engagiert“ (Theodor Schneider) und ob bzw. wie diese Personen dadurch auch für die Kirche neu in den Blick kommen.

Die Veranstaltung geht u. a. den damit angedeuteten Spuren mit Fokus auf die Initiationssakramente Taufe und Firmung exemplarisch nach und diskutiert Grundfragen einer situativ angemessenen professionellen Praxis der Sakramentenpastoral und ihrer Vorbereitung.

Literatur

Fuchs, Ottmar, „Ihr aber seid ein priesterliches Volk“. Ein pastoraltheologischer Zwischenruf zu Firmung und Ordination, Ostfildern 2017.

 

Fuchs, Ottmar, Sakramente – immer gratis, nie umsonst, Würzburg 2015.

 

Höring, Patrick C., Firmung – Sakrament zwischen Zuspruch und Anspruch. Eine sakramententheologische Untersuchung in praktisch-theologischer Absicht, Kevelaer 2011.

 

Höring, Patrick C., Jugendlichen begegnen. Arbeitsbuch Jugendarbeit (Praktische Theologie heute, Band 152), Stuttgart 2017.

 

Höring, Patrick C., Jugendlichen begegnen. Jugendpastorales Handeln in einer Kirche als Gemeinschaft (Praktische Theologie heute, Bd. 41), Stuttgart/Berlin/Köln 2000.

 

Kaul, Bettina, Taufpastoral – zwischen kirchlicher Tradition und menschlicher Erfahrung. Pastoraltheologische und liturgiewissenschaftliche Untersuchungen (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik, Bd. 39), Berlin/Münster 2011.

 

Schneider, Theodor, Zeichen der Nähe Gottes. Grundriß der Sakramententheologie, Ostfildern 92008.

 

Wahl, Heribert, Glaube und symbolische Erfahrung. Eine praktisch-theologische Symboltheorie, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 1994.

 

Wahl, Heribert, LebensZeichen von Gott – für uns. Analysen und Impulse für eine zeitgemäße Sakramentenpastoral (Kommunikative Theologie – interdisziplinär, Bd. 9), Berlin/Münster 2008

 

Leistungsnachweis

M 11 Mündliche Kommissionsprüfung

 

81 Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion

Hoyer

V G M21
2 st. - 4.5 LP

Do 16.15 – 17.45

Fr 08.45 – 12.10

Termine:

18./19.10.2018

22./23.11.2018

13./14.12.2018

31.01./01.02.2019

 

 

Leben wird von Menschen in persönlichen wie gesellschaftlichen Kontexten als kritisch und krisenhaft erfahren. Wenn es "ernst" wird, wenn es um "etwas" geht, gar um das Leben und Überleben, wird Religion relevant. In dieser pastoraltheologischen Veranstaltung untersuchen die Teilnehmenden gemeinsam mit ExpertInnen diese Situationen, in denen Menschen sich in ihrer Existenz verunsichert und gefährdet erleben, und fragen nach den Potentialen der Kirche und des christlichen Glaubens, um Menschen und Gesellschaften in und durch diese kritischen Momente zu begleiten.

 

Die Vorlesung startet am Donnerstag, den 18.10. um 16.15 Uhr im Seminarraum 2. Am Freitag steht die Erkundung des Europaviertel und Pax&People auf dem Programm. In diesem Rahmen ergeht die Einladung, an einer Kurzmeditation „Stille und Espresso“ von 8.00 bis 8.15 Uhr teilzunehmen.

Für eine Hausarbeit in diesem Themenbereich besteht am Samstag, den 19.10.18 die Möglichkeit einer besonderen Feldforschung. Interessierte melden sich bitte in den nächsten Tagen bei Frau Prof. Hoyer: hoyer@sankt-georgen.de.

 

Literatur

Fuchs, Ottmar: Der zerrissene Gott. Das trinitarische Gottesbild in den Brüchen der Welt, Ostfildern 2014.

Hoff, Gregor Maria (Hg.): Zwischen Ersatzreligion und neuen Heilserwartungen: Umdeutungen von Gesundheit und Krankheit, Freiburg-München 2010.

Luther, Henning: Religion und Alltag. Bausteine zur einer Praktischen Theologie des Subjekts, Stuttgart 2014

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die Lehrveranstaltung findet an vier Terminen Donnerstag von 16.15 – 17.45Uhr und Freitag von 08.45 – 12.10 Uhr statt. Die Termine sind:

18./19.10.2018

22./23.11.2018

13./14.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Vorlesung durch ein Kolloquium bei Frau Helbig-Londo ergänzt wird.

31.01./01.02.2019

 

82 Kolloquium zur Vorlesung "Existentielle Krisen in pastoral-theologischer Reflexion"

Helbig-Londo

Koll G M21
1 st.

Do 16.15 – 17.45

Termine: 25.10.2018, 08.11.2018, 29.11.2018, 06.12.2018, 20.12.2018, 17.01.2019, 24.01.2019

 

Das Kolloquium gibt den TeilnehmerInnen der Vorlesung „Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion“ die Möglichkeit, Rückfragen zu Vorlesungsinhalten zu stellen. Es werden begleitend zur Vorlesung ausgewählte Texte gelesen und diskutiert.

Literatur

Wird im Kolloquium angegeben.

Leistungsnachweis

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

84 Die Kunst der Religionsdidaktik

Fröhling

Anmeldung bitte bis zum 05.10.2018 per E-Mail an Herrn Dr. Fröhling: froehling@sankt-georgen.de

Ü M21
2 st. - 4.5 LP

Fr 19.10.2018, 13.30 – 18.00

Fr 09.11.2018, 14.00 – 18.00

Sa 10.11.2018, 09.00 – 18.00

Fr 23.11.2018, 14.00 – 18.00

Fr 18.01.2019, 14.00 – 18.00

 

Religionspädagogik lässt sich als Theorie religiöser Praxis unter der besonderen Berücksichtigung von lehren, lernen und bilden verstehen. Der Gegenstand einer solchen Religionspädagogik ist Religion, wobei dabei – nach Bernhard DRESSLER – zweierlei Propria zu unterscheiden und aufeinander zu beziehen sind: zum einen Religion als „jede kulturelle Praxis, mit der [sich] Menschen zum Unverfügbaren ins Verhältnis setzen“ (DRESSLER 2014), und zum anderen Religion als bestimmte religiöse Praxis. Theologie als Religionspädagogik reflektiert damit zum einen in inhaltlicher Weise auf religiöse Praxis, in der gelehrt und gelernt wird. Zugleich reflektiert sie aber auch jedes Lehren, Lernen und Bilden unter einer formalen Perspektive. Dabei können kulturelle Praktiken (wie Lehren und Lernen) untersucht werden, in denen sich Menschen zum Unverfügbaren verhalten. Dadurch wird nicht jedes Verhalten religiös und damit diffus. Zugleich wird in dieser Konzeption von Religionspädagogik die interdisziplinäre Gleichwürdigkeit mit der Pädagogik gesichert, die sie im Namen trägt.

Religionsdidaktik als ein Bereich der Religionspädagogik ist die Theorie der Vermittlung und der Inszenierung insbesondere im schulischen Religionsunterricht, in dem es um das Arrangement von Methoden, Medien und Inhalten, aber auch um Ziele geht. Die Theorie der Praxis ist von Praxis zu unterscheiden, aber zugleich auf sie bezogen – aber in einer bestimmten Weise. Schleiermacher spricht darum davon, dass „alle Vorschriften der praktischen Theologie nur allgemeine Ausdrücke [sein] können, in denen die Art und Weise ihrer Anwendung auf einzelne Fälle nicht schon mit bestimmt ist, d.h. sie sind Kunstregeln.“ Das Seminar kann also keine Handlungskonzepte vorlegen, die nur noch angewendet werden müssen, sondern umgekehrt: es wird mit den impliziten Handlungskonzepten der Studierenden gearbeitet.

Aus diesem Grund haben Feedback-Verfahren eine zentrale Bedeutung im Seminar. So sind Lehr-Lernsituationen vorgesehen, die die Wirkung der eigenen Äußerungen und Tätigkeiten auf andere erfahr- und kommunizierbar machen. Intention des Seminars ist es, den Studierenden erste Erfahrung im Lehren zu ermöglichen und zu einer experimentellen Haltung gegenüber einer Lehrtätigkeit zu ermutigen. Wie jede Kunst gehört zur Kunst der Religionsdidaktik eigene Erfahrung, Übung und Reflexion. Alles drei wird im Seminar vorkommen. Darum ist die Unterrichtsbeobachtung und das Unterrichten selbst integraler Bestandteil des Seminars. Die Tätigkeiten in der Schule werden in Zweier-Teams durchgeführt, jeweils in Zusammenarbeit mit den begleitenden Lehrern und Lehrerinnen. Es sind vier Blöcke für die Seminartermine festgelegt. Zwischen erstem und drittem Block werden die Hospitationen (8 Stunden) stattfinden. Zwischen drittem und viertem Block wird der eigene Unterricht (3-4 Stunden) gehalten. Neben den Blockterminen sind weitere individuelle Termine an Frankfurter und Offenbacher Schulen einzuplanen. Die Zeit des Seminars erstreckt sich ausschließlich auf das Wintersemester. Alle Anerkennungsfragen müssen bis zur Anmeldung zur Übung abschließend geklärt sein.

Literatur

Bernd SCHRÖDER (2012): Religionspädagogik, Tübingen;

Georg HILGER; Stephan LEIMGRUBER; Hans-Georg ZIEBERTZ; Matthias BAHR (Hg.) (22003): Religionsdidaktik. Ein Leitfaden für Studium, Ausbildung und Beruf, München;

Andreas GRUSCHKA (2002): Didaktik. Das Kreuz mit der Vermittlung, Wetzlar;

Hans SCHMID (2012): Die Kunst des Unterrichtens. Ein praktischer Leitfaden für den Religionsunterricht, München.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

85 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess III

Kießling

OS A
2 st.

Fr 26.10.2018, 14.00 – 21.00

Sa 27.10.2018, 09.00 – 16.00

Fr 25.01.2019, 15.00 – 21.00

Sa 26.01.2019, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

 

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 15. Oktober 2018 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

86 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 30.11.2018, 10.30 – 16.00

Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theologinnen und Theologen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitandinnen und Habilitanden in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscherinnen und Forscher, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2018 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

85 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess III

Kießling

OS A
2 st.

Fr 26.10.2018, 14.00 – 21.00

Sa 27.10.2018, 09.00 – 16.00

Fr 25.01.2019, 15.00 – 21.00

Sa 26.01.2019, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

 

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 15. Oktober 2018 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

86 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 30.11.2018, 10.30 – 16.00

Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theologinnen und Theologen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitandinnen und Habilitanden in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscherinnen und Forscher, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

 

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2018 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

87 Führen mit Verantwortung I

Bernreiter

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Dr. Fröhling: froehling@sankt-georgen.de

HS A
2 st.

Fr 16.11.2018, 16.00 – 21.00

Sa 17.11.2018, 09.00 – 16.00

Fr 30.11.2018, 16.00 – 21.00

Sa 01.12.2018, 09.00 – 16.00

 

Menschen zu führen ist eine überaus komplexe Aufgabe. Es reicht nicht aus, differenzierte Instrumente und Tools zu kennen, sondern diese in verantwortlicher Weise einsetzen zu können(Führungsfähigkeit).

Es braucht Menschen, die aktiv die Verantwortung für Führung übernehmen wollen (Führungsbereitschaft), und die "anderen Mitmenschen" (z.B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) die Chance zukommen lassen, ihre Talente und Fähigkeiten im Sinne der Einrichtung oder Unternehmung einsetzen zu dürfen (Leistungsmöglichkeiten schaffen). Führung heißt immer: Andere erfolgreich machen. Praktische und wirksame Menschenführung nutzt die individuellen Stärken, Er-fahrungen und Interessen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den gemeinsamen Erfolg. Es geht darum Zusammenarbeit zu organisieren, die sich von alleine nicht ergibt.

 

Die Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer lernen Möglichkeiten kennen, Führung zu praktizieren und Führungshandeln zu reflektieren.

 

Im Grundkurs geht es um "Führung und Individuum" im Aufbaukurs um "Führung und Organisation".

 

(1) Führung und Verantwortung

(2) Führung und Vertrauen

(3) Führung und Kommunikation

 

Sie werden für sich neue Wege entdecken, wie sie Menschen wirksam führen und (an)leiten können – zu ihrem eigenen Wohl und Freude und für den Erfolg und den Weiterbestand des Unternehmens.

 

Inhalte im einzelnen:

Führung und Verantwortung

• Das anständige Unternehmen als Schlüssel zu erfolgreicher Führung und Leitung verstehen

• Persönliches Führungsverhalten reflektieren und optimieren

• Führungskompetenzen für das tägliche berufliche Handeln erschließen

• Christliche Werte als Kompetenzen verstehen lernen

 

Führung und Vertrauen

• Vertrauen führt: Schluss mit Kontrollsystemen; Vertrauen erfahrbar machen und reflektieren und nutzen

• Salutogenese als praktische Führungsgrundlage erfahren

 

Führung und Kommunikation

• "Worauf es ankommt" damit Führen und Leben gelingt. Das eigene Handeln im beruflichen Alltag reflektieren.

• „Alles ist Kommunikation! – Führung auch!“ Die Grenze meiner Sprache ist die Grenze meiner Welt.

 

Wichtig: Am 16.11.2018 beginnt das Seminar um 17 Uhr

 

Literatur

Bernreiter, Christian., Lummer, Franz., "Worauf es ankommt. Anleitung für gelingende Gespräche", Bonifatius Verlag 2018

Bernreiter, Christian, Persönlichkeitsentwicklung und Supervision, Duschl-Verlag, Winzer 2001

Doppler, Claus & Lauterburg, Christoph, Change Management. Den Unternehmens-wandel gestalten, 11. Auflage, Frankfurt am Main: Campus, 2005.

Sprenger, Reinhard K., Das Prinzip Selbstverantwortung. Wege zur Motivation, Frankfurt am Main: Campus, 2000.

Sprenger, Reinhard K., Vertrauen führt. Worauf es im Unternehmen wirklich an-kommt, Frankfurt am Main: Campus, 2002.

Sprenger, Reinhard K., Das anständige Unternehmen. DVA 2015

Stahl, Steffanie., So bin ich eben. Meine persönliche Gebrauchsanweisung., Ellert und Richterverlag, 2017

 

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

88 Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

Ü A
2 st.

Termin und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das eine Supervisandin, ein Supervisand schriftlich oder mündlich einbringt, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei erheben sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisandinnen und Supervisanden einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme an der gesamten Übung.

 

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3–29.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69–112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Themenhefte Personzentriertes Coaching, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Themenheft Personzentrierte Supervision in der Praxis, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 48 (2017) Heft 1.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis für Pastoralpsychologie und Spiritualität kann erworben werden – zwar nicht im Rahmen der Übung als solcher, jedoch auf der Basis einer zu vereinbarenden schriftlichen Arbeit.

Hinweise

Diese Übung richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche – schriftliche oder mündliche – Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2018 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Homiletik

 

90 Homiletik I (Einführung)

Hoyer / Wolf

Anmeldung bitte bis zum 26.10.2018 per E-Mail an Frau Prof. Hoyer: hoyer@sankt-georgen.de

HS M11
2 st. - 3 LP

Fr 23.11.2018, 14.00 – 18.00

Sa 24.11.2018, 09.00 – 18.00

Fr 01.02.2019, 14.00 – 18.00

Sa 02.02.2019, 09.00 – 18.00

 

„Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht. Diese Sorge entspricht nicht einer oder diplomatischen Haltung, sondern ist zutiefst religiös und pastoral.“ Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ Art. 154/120 zur Homilie.

Nach einer theoretischen Einführung in die „ars praedicandi“ am Freitag, 23.11.2018 werden wir am Samstag, 24.11.2018 aktuelle Lebenssituationen in der Frankfurter Innenstadt erkunden und diese mit unseren Evangelien konfrontieren.

 

ZUR VORBEREITUNG des Seminars bitten Pfarrer Thomas Wolf und ich Sie deshalb: Formulieren Sie in einem Statement von ca. 3 min Ihre Botschaft, was Ihnen persönlich am Evangelium das Wichtigste ist. Jede/r TeilnehmerIn wird im Laufe des Samstagvormittag an einem Standort in Frankfurt seine Botschaft verkünden.

Am 1./2. Februar 2019 predigen Sie vor der Seminargruppe. Sie werden dabei mit einer Videokamera aufgenommen und erhalten direktes Feedback, das Sie in Ihrer Seminararbeit verarbeiten können.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 

Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie/ Grundkurs Homiletik erworben werden. Die Seminararbeit (Umfang 8-10 Seiten) besteht aus drei miteinander verknüpften und aufeinander aufbauenden Teilen: 1. exegetisch/theologische Textarbeit zu ihrer Perikope verknüpft mit dem 2. aktuellen gesellschaftspolitischen Kontext und daraus erarbeitet Ihr 3. Predigttext !!! Wichtig ist, dass Sie in der Arbeit transparent den Weg nachzeichnen, der zu Ihrer Predigt geführt hat. Welche Entscheidungen haben Sie getroffen? Was hat Sie aus Ihrer Textarbeit und angesichts der aktuellen Kontexte in der Erarbeitung Ihrer Predigt geleitet? !!! Dazu empfehlen wir, von Beginn des Seminars an ein Homiletisches Tagebuch zu führen. Ein erster Entwurf der drei Teile ist bis 15.1.2019 vorzulegen. Abgabetermin für die fertige Seminararbeit ist der 1. März 2019.

Hinweise

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 10 Personen begrenzt.

 

Veranstaltungstermine und -orte:

23.11.2018, 14-18 Uhr in der Hochschule

24.11.2018, 9-16.30 Uhr in einem Frankfurter Stadtteil

1./2. Februar 2019 in der Hauskapelle der Jesuiten

 

91 Homiletische Übungen (Homiletik II)

Scholz

Anmeldung bitte bis zum 08.10.2018 per E-Mail an Herrn Dr. Scholz: s.scholz@dom-frankfurt.de

Ü M21
2 st. - 3 LP

Mo 16.15 – 17.45

 

Ziel der Übungen ist die Erarbeitung einer Predigt (keine Statio) zu einer der drei Perikopen eines Sonntags im Kirchenjahr und das Predigen selbst im Dom oder in einer der Kirchen der Domgemeinde.

Die Predigtentwürfe durchlaufen zweimal den Kreis der Teilnehmenden,um ein Gespür zu gewinnen, wie biblischer Text als Wort Gottes, theologische Reflexion, Zeitgeschichte, die Situation der Hörenden und die Biographie des Predigenden

sich in der Predigt im Rahmen der Liturgie als komplexen Kommunikationsgeschehens verschränken.

 

Leistungsnachweis

Mag Theol: Durch kontinuierliche Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung "Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten" erworben werden. (Diplomstudium: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erworben werden.)

Liturgiewissenschaft

 

93 Eucharistie - Die Feier der Messe

Bieringer

V G M11
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Am Beginn der Vorlesung steht ein historisch-genetischer Überblick über die zentralen Entwicklungslinien der Messfeier. Anhand einzelner Etappen der „äußerlichen“ Erneuerung wird gezeigt, wie sich das „innere“ Verständnis der Feier im Lauf der Kirchengeschichte immer wieder geändert hat. Im zweiten Abschnitt der Vorlesung stehen die einzelnen Teile des aktuellen Messritus im Mittelpunkt: Neben historischen und liturgietheologischen Gesichtspunkten wird aus pastoralliturgischer Perspektive nach der sachgerechten Gestaltung gefragt. Der liturgietheologische Fokus der Vorlesung liegt auf dem Eucharistiegebet, in dem sich das ganze Verständnis der Feier bündelt.

Literatur

Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009, 150–226.

Reinhard Meßner, Einige Probleme des eucharistischen Hochgebets, in: ders. u.a. (Hgg.), Bewahren und Erneuern. Studien zur Messliturgie (FS H.B. Meyer = Innsbrucker Theologische Studien 42), Innsbruck 1995, 174–201.

Hans Bernhard Meyer, Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral (Gottesdienst der Kirche 4), Regensburg 1989.

Leistungsnachweis

Mündl. Prüfung vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission.

 

94 Kirchenjahr - Feiern im Rhythmus des Jahres

Bieringer

V G M22
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Das Christentum strukturiert die Zeit und prägt damit bis heute unseren Lebensrhythmus: von der Siebentagewoche bis hin zur Einteilung des Jahres in Festzyklen mit Fastenzeiten und Feiertagen. Die Liturgie der Kirche knüpft dafür an natürliche (Tag, Jahr) wie an soziale (Woche) Zeitrhythmen an, um sie für eine religiöse Sinngebung zu öffnen. So werden anthropologische Grundgegebenheiten mit der Botschaft des Glaubens verknüpft. Auch wenn heute die Bedeutung der kirchlichen Zeitorganisation vielschichtigen Wandlungsprozessen unterworfen ist, kann die kulturelle Prägung des Abendlandes durch diese Verbindung nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Die Vorlesung nimmt ihren Ausgang bei der anthropologischen und kulturellen Fragestellung nach Mensch und Zeit. Im weiteren Verlauf kommt die Entfaltung des Pascha-Mysteriums auf der Ebene der Woche (der Sonntag als christlicher Ur-Feiertag) und des Jahres in den Blick, wobei historische, systematische und pastorale Gesichtspunkte zu betrachten sind. Im Mittelpunkt stehen die beiden großen Festkreise des Herrenjahres (Osterfestkreis, Weihnachtsfestkreis). Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Heiligenfesten und Ideenfesten.

Literatur

Hansjörg Auf der Maur, Feiern im Rhythmus der Zeit I: Herrenfeste in Woche und Jahr (Gottesdienst der Kirche 5), Regensburg 1983.

Thomas J. Talley, The Origins of the Liturgical Year, Collegeville 2. Aufl. 1991.

Hansjörg Auf der Maur, Feste und Gedenktage der Heiligen, in: Feiern im Rhythmus der Zeit II/1 (Gottesdienst der Kirche 6/1), Regensburg 1994.

Adolf Adam, Das Kirchenjahr mitfeiern, Freiburg 1989 5. Aufl. 1991.

Karl-Heinrich Bieritz, Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart (Neu bearbeitet und erweitert von Christian Albrecht), München 9. Aufl. 2014.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 22 Mündliche Prüfung

 

95 Stadt der Gnade - Stadt des Rechts. Exkursionsseminar nach Rom

Bieringer / Meckel

Anmeldung bitte bis zum 31.10.2018 per E-Mail an Herrn Dr. Bieringer (bieringer@sankt-georgen.de) oder Herrn Prof. Meckel (meckel@sankt-georgen.de)

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

18. bis 24.03.2019

Ein Vorbesprechungs-Termin wird nach Anmeldeschluss vereinbart

 

Rom ist das spirituelle und administrative Zentrum der Katholischen Kirche. In der Vergangenheit und Gegenwart setz(t)en die Päpste mit Hilfe ihrer Kurie Recht und gewähr(t)en Gnade. Das Exkursionsseminar blickt aus kirchenrechtlicher und liturgiewissenschaftlicher Perspektive auf das kirchliche Rechts- und Verwaltungssystem und geht der Frage nach, wie Recht und Gnade im päpstlichen Zeremoniell, in der Architektur und in der Urbanistik zum Ausdruck kommen. Benedikt XVI. und Franziskus haben seit der letzten Reform der Römischen Kurie durch die Apostolische Konstitution Johannes Pauls II. Pastor Bonus von 1988 die Römische Kurie weiter reformiert. Dieser Prozess ist weiter im Gang.

In Hintergrundgesprächen mit den Dikasterien (Kongregationen und Päpstliche Räte) werden Einblicke in deren Arbeit gewonnen, um die Arbeitsweise und Reformprozesse unter dem aktuellen Pontifikat von Papst Franziskus und seinen Vorgängern besser zu verstehen. Die bedeutendsten Kirchen und Pilgerstätten werden darüber hinaus liturgie- und spiritualitätsgeschichtlich erschlossen.

Leistungsnachweis

Vorzubereitende Lektüre und schriftliche Hausarbeit

Hinweise

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.

Kirchenrecht

 

95 Stadt der Gnade - Stadt des Rechts. Exkursionsseminar nach Rom

Meckel / Bieringer

Anmeldung bitte bis zum 31.10.2018 per E-Mail an Herrn Prof. Meckel (meckel@sankt-georgen.de)oder Herrn Dr. Bieringer (bieringer@sankt-georgen.de)

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

18. bis 24.03.2019

Ein Vorbesprechungs-Termin wird nach Anmeldeschluss vereinbart

 

Rom ist das spirituelle und administrative Zentrum der Katholischen Kirche. In der Vergangenheit und Gegenwart setz(t)en die Päpste mit Hilfe ihrer Kurie Recht und gewähr(t)en Gnade. Das Exkursionsseminar blickt aus kirchenrechtlicher und liturgiewissenschaftlicher Perspektive auf das kirchliche Rechts- und Verwaltungssystem und geht der Frage nach, wie Recht und Gnade im päpstlichen Zeremoniell, in der Architektur und in der Urbanistik zum Ausdruck kommen. Benedikt XVI. und Franziskus haben seit der letzten Reform der Römischen Kurie durch die Apostolische Konstitution Johannes Pauls II. Pastor Bonus von 1988 die Römische Kurie weiter reformiert. Dieser Prozess ist weiter im Gang.

In Hintergrundgesprächen mit den Dikasterien (Kongregationen und Päpstliche Räte) werden Einblicke in deren Arbeit gewonnen, um die Arbeitsweise und Reformprozesse unter dem aktuellen Pontifikat von Papst Franziskus und seinen Vorgängern besser zu verstehen. Die bedeutendsten Kirchen und Pilgerstätten werden darüber hinaus liturgie- und spiritualitätsgeschichtlich erschlossen.

 

Leistungsnachweis

Vorbereitende Lektüre und schriftliche Hausarbeit.

Hinweise

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.

 

98 Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung

Meckel

V G M11
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.20

(bis zum 05.12.2018)

 

Die Vorlesung nimmt die rechtliche Regelung aller Sakramente außer der Ehe in den Blick (vgl. hierzu M 22 Übung Eherecht). In diesem Semester liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Sakrament der Taufe und der Weihe.

Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt in Art. 1 der Dogmatischen Konstitution über die Kirche “Lumen Gentium“, dass die Kirche nicht nur Sakramente hat, sondern selbst Sakrament ist. Im Horizont der grundlegenden Sakramentalität der Kirche haben alle Einzelsakramente wie auch die Kirche als Ganze zugleich eine rechtliche Dimension. Dem Kirchenrecht geht es um die Gültigkeit und Erlaubtheit der Sakramente, aber auch um die Fruchtbarkeit ihrer Feier und ihres Empfangs. Deshalb kommt im Sinne der actuosa participatio auch die ganze Gemeinschaft der Gläubigen in den Blick, wenn es um die Vorbereitung und die Feier der Sakramente geht. Es wird die ekklesiologische Dimension der Sakramente, insbesondere der Taufe und der Weihe in den Blick genommen. Das Recht der Sakramente ist ein großes Feld der kirchlichen Praxis und damit auch der kirchlichen Rechtspraxis. Daher wird in der Vorlesung der Stoff auch mit Fällen aus der Praxis der Kirche erarbeitet.

 

Literatur

Einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Ecclesia a sacramentis. Theologische Erwägungen zum Sakramentenrecht, hg. v. R. Ahlers – L. Gerosa – L. Müller, Paderborn 1992; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1086-1242; Riedel-Spangenberger, Ilona, Die Sakramente der Initiation in der kirchlichen Rechtsordnung, hg. v. H. Hallermann, Paderborn – München – Wien – Zürich 2009 (KStKR 10). Weitere Literaturangaben erfolgen in der Vorlesung.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: M11 (Sakramentenrecht), Leistungsnachweis durch eine Kommissionsprüfung. Diplomstudium: Teil des FA Kirchenrecht. Wenn man - wie es in Sankt Georgen üblich ist - die Möglichkeit, im Fach Kirchenrecht einen sbL zu erwerben, durch die Übungen im Eherecht ausschöpft, kommt dieser Stoff nur für den FA in Frage. Andernfalls kann auch ein sbL erworben werden, aber nur zusammen mit dem Stoff einer der anderen einstündigen Lehrveranstaltungen im Fach Kirchenrecht. Lizentiat/Doktorat: Es kann ein sbL erworben werden, aber nur zusammen mit dem Stoff einer der anderen einstündigen Lehrveranstaltungen im Fach Kirchenrecht.

 

99 Kolloquium zur Vorlesung "Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung"

Jünger

Koll G M11
1 st.

Zeit und Ort nach Vereinbarung

 

Das Kolloquium bietet den Teilnehmern der Vorlesung „Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung“ die Möglichkeit, Fragen zum Vorlesungsstoff zu stellen. Es können auch sakramentenrechtliche Fälle behandelt werden. Das Kolloquium dient somit der Repetition der in der Vorlesung behandelten Themen sowie einer gezielten Prüfungsvorbereitung.

Literatur

vgl. Vorlesung „Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung“

Leistungsnachweis

 

100 Was Gott verbunden hat… - Das katholische Ehe- und Eheprozessrecht

Meckel

Ü G M22
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen… Die Ehenichtigkeitsverfahren sind keine Scheidungsverfahren, sondern fragen danach, ob eine Ehe gültig geschlossen wurde oder nichtig ist. Die Übung führt in die grundlegenden Fragen des Ehe- und Eheprozessrechts der katholischen Kirche ein. Wann ist eine Ehe aus kirchenrechtlicher Sicht gültig geschlossen? Auf welchen Säulen fußt das Eherecht der katholischen Kirche? Unter welchen Bedingungen ist eine konfessionsverschiedene oder religionsverschiedene Eheschließung möglich? Gibt es eine sogenannte ökumenische Trauung? Warum und wie werden Ehen für nichtig erklärt oder aufgelöst? Die Übung führt durch die Beantwortung der oben beispielhaft genannten und weiterer Fragen in die Grundlagen des katholischen Eherechts, insbesondere in die rechtlichen Regelungen zu den Ehehindernissen, zum Ehekonsens und zur kanonischen Formpflicht sowie in das Eheprozessrecht ein. Anhand der Lösung und Besprechung von eherechtlichen Themen und Fällen wird neben der theoretischen auch in die praktische Anwendung des Eherechts eingeführt.

Literatur

Einschlägige eherechtliche Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Althaus, Rüdiger – Prader, Joseph – Reinhardt, Heinrich J.F., Das kirchliche Eherecht in der seelsorgerischen Praxis, Essen 5. Auflage 2014; Aymans, Winfried – Mörsdorf, Klaus, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici Bd. 3 Verkündigungsdienst und Heiligungsdienst, Paderborn – München – Wien – Zürich 2007, 325-534; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1243-1432; Lüdicke, Klaus, “Dignitas Connubii“. Die Eheprozessordnung der katholischen Kirche. Text und Kommentar, Essen 2005; ders., Die Nichtigerklärung der Ehe - Materielles Recht, Essen 2012; Reinhardt, Heinrich .J.F., Die kirchliche Trauung, Essen 3. Auflage 2014; Sebott, Reinhold, Das neue kirchliche Eherecht, Frankfurt 3. Auflage 2005.

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird erworben durch die Teilnahme an und die Mitarbeit in den Sitzungen der Übung und die erfolgreiche Bearbeitung von Testaufgaben. Diplomstudium: Der Leistungsnachweis (sbL Eherecht) hat dieselben Wirkungen wie ein sbL aufgrund einer Einzelprüfung über das Stoffgebiet Eherecht. Die Übungen zählen also nicht als Hauptseminar. Wer im Februar 2019 den Fachabschluss Kirchenrecht erwerben möchte, kann bei der Anmeldung dazu (obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Aufgaben behandelt sind) bereits den durch die Eherechts-Übungen zu erwerbenden sbL als stoffvermindernd angeben; er wird daraufhin bedingungsweise zur Fachabschlussprüfung zugelassen. Lizentiat/Doktorat: sbL Kirchenrecht (Eherecht)

 

101 Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

OS A
2 st. - 4 LP
 

Das Oberseminar besteht aus zwei Teilen. Zum einen dient es der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten und zum anderen der vertieften Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

Leistungsnachweis

Postgraduale Studierende können durch mündliche Präsentation und schriftliche Hausarbeit einen Leistungsnachweis erwerben.

Hinweise

Teilnahme auf Einladung des Dozenten.

Humanwissenschaften

 

28 Soziologie

Wagner

Anmeldung bitte bis zum 11.10.2018 per E-Mail an Herrn Dr. Wagner: th.wagner@bistumlimburg.de

L G P13 M15
2 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.45

 

Der Kurs bietet eine Einführung in zentrale Paradigmen und Begriffe der Soziologie sowie einen Einstieg in die Religionssoziologie.

Leistungsnachweis

aktive Teilnahme und Präsentation M15 und P11

Griechisch

 

47 Griechische Lektüre: Einführung in das synoptische Arbeiten

Hühne / Wucherpfennig

SK G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die synoptischen Evangelien gehören zu den wichtigsten Texten für Studierende der Theologie. Sonntags stehen sie im Mittelpunkt jedes Wortgottesdienstes in der Eucharistiefeier, und jeder kennt die Gleichnisse, Gerichtsworte oder auch Wunder Jesu, die sie enthalten. Ihr kritisches Studium gehört aber mit zu den schwierigsten Aufgaben in der Auslegung des Neuen Testaments. Der Lektürekurs soll anhand ausgewählter Beispiele in die Lektüre der Evangelien einführen.

Literatur

Literatur und Material wird im Kurs bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Der Kurs ist ein freiwilliges Angebot zur Ergänzung der NT-Vorlesung in M 7. Er findet nur statt, wenn sich mind. 3 Studierende finden.

Hinweise

Nach Absprache: Nach der NT-Vorlesung in Modul M 7, Montag, 15.10., 10.20 Uhr, Aula der Hochschule.

 

110 Griechisch I

Hühne

SK G
5 st.

Di 08.45 – 10.20

Mi 13.45 – 16.00

 

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil I dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

 

 

 

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. W. Stoy/K. Haag/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 10. Aufl., 2015 (ISBN 978-3-7655-9312-3)[auch ältere Aufl. sind zu benutzen].

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

111 Griechisch I b

Hühne

SK G
3 st.

Do 13.45 – 16.00

 

Dieser Sprachkurs setzt den im Sommer begonnenen Anfängerkurs Griechisch Ia fort und kann entweder in dem vierwöchigen Griechisch II Intensivkurs direkt nach dem Wintersemester oder semesterbegleitend als Griechisch II im kommenden Sommersemester abgeschlossen werden.

 

Literatur

s. Griechisch 1

Leistungsnachweis

 

112 Griechisch II Intensivkurs

Hühne

SK G

4 Wochen:

04.-29.03.2019

Mo bis Fr 09.00 – 12.30

Schriftliche Prüfung am 30.03.2019

Mündliche Prüfung zwischen dem 01. und 05.04.2019

 

Mit diesem Intensivkurs soll es Teilnehmern, die im Wintersemester Griechisch I bzw. Griechisch Ib absolviert haben, ermöglicht werden, im Anschluss an das Wintersemester in vier Wochen die Unterrichtsgegenstände der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben und damit noch vor Beginn des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Der Unterricht wird voraussichtlich im Lehrbuch (s.u.) mit der Lektion 34 (Part. Präs./Fut.) beginnen.

Die Übungsintensität und -methodik wird durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt, und die Lesefähigkeit soll durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Zum Lehrbuch siehe Griechisch I.

Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 27. Aufl., Stuttgart: Deutsche Bibelges., 1993 od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012.

 

Leistungsnachweis

Zeugnis der durch schriftliche und mündliche Prüfung nachgewiesenen Kenntnis des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt.

Latein

 

113 Latein I

Hühne

SK G
6 st.

Mo 13.30 – 16.30

Do 10.35 – 12.10

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. Dieser erste Teil dient ausschließlich dem Spracherwerb (bes. Formenlehre und erste syntaktische Konstruktionen) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte. Übungsmaterial, das über die u.g. Hilfsmittel hinausgeht, wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt und weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch) während des Kurses genannt.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Leistungsnachweis

 

114 Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Di 10.35 – 12.10

 

Die anstehende kursorische Lektüre von Cicero über Laktanz bis hin zu Senecas Epistulae morales lebt von der Spannung zwischen den anthropologischen Grundlagen in der Theorie und deren Auswirkungen auf die Praxis.

Nach Ciceros berühmtem Abschnitt über die anthropologische Grundlegung der Kardinaltugenden (De officiis I, 11ff.) und seines Rezipienten Laktanz' Definition des Wortes "religio", die bis zu Calvin fast wörtlich rezipiert wird, soll in diesem Semester Seneca mit seinen sentenzenreichen "Epistolae morales" gelesen werden.

 

 

Literatur

Die zuletzt ausgeteilte Textvorlage (m. sprachlichen Hilfen) ist beim Dozenten auf Anfrage erhältlich; weitere werden in den folgenden Sitzungen ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Hebräisch

 

115 Hebräisch I

Casagrande

SK G
3 st.

Mo 13.45 – 16.00

 

Der Kurs dient als umfassende Einführung in das Bibelhebräisch. Es werden die Schrift- und Lautlehre, Grundlagen der hebräischen Syntax, zentrale Formen der Pronomen und Partikel, sowie die Flexion des starken und schwachen Verbs im Qal/Grundstamm behandelt. Ziel ist es, den Studierenden die Anfertigung einer Arbeitsübersetzung vereinfachter Prosatexte mit Hilfsmitteln zu ermöglichen und die Argumentation wissenschaftlicher Kommentare zum Alten Testament/Hebräischer Bibel ansatzweise zu verstehen. Dazu dient das Erlernen zentraler Formtabellen und eines Grundwortschatzes.

Dies bildet gleichzeitig die Voraussetzung zur vertiefenden Beschäftigung mit der hebräischen Grammatik, den Substantiven mit veränderbaren Vokalen und den Stammesmodifikationen der Verbformen in Hebräisch II, was die Lektüre und Übersetzung der wissenschaftlichen Standardausgaben des hebräischen Textes ermöglichen soll.

Der dreistündige Kurs wird stets aus einer Einführung in die zu behandelnden Lektionen, Zeit zu Rückfragen und Übungen (in Gruppenarbeit) bestehen.

Literatur

Lambdin, Thomas O., Lehrbuch Bibel-Hebräisch, hg. v. Heinrich von Siebenthal, 8. Aufl. Gießen 2016 [bitte aktuelle Auflage]

 

Siebenthal, Heinrich von, Bibel-Hebräisch. Lösungs- und Begleitband zum Lehrbuch von Thomas O. Lambdin, 6. Aufl. Gießen 2015 [bitte aktuelle Auflage]

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird in Form einer schriftlichen Klausur und einer mündlichen Prüfung nach Hebräisch II im Sommersemester 2019 erbracht.

Sanskrit

 

116 Sanskrit

Hühne

SK G
2 st.

Mo 10.35 – 12.10

 

Es soll die bereits angefangene Lektüre der zentralen Textpartie der Chandogya-Upanischad VI, 8-16, das berühmte "Zwiegespräch zwischen Uddalaka Aruni und seinem Sohn Shvetaketu".

Zum Inhalt nach W. Slaje, Upanischaden - Arkanum des Veda: "Letzteres verwendet anschauliche Beispiele, die auf Alltagsbeobachtungen aus Natur und Umwelt beruhen und die zum Teil sogar einfachen Experimentalcharakter tragen. Das Beobachtete kann so durch Wiederholung des Experiments nachgeprüft werden: Eine hylozoistische Emanationslehre, wonach die ganze, sich in ihren vielfältigen Erscheinungen manifestierende Welt Produkt eines Umwandlungsprozesses dreier Emanationen aus einem einzigen, belebten Urstoff ist."

Literatur

Grundlage des Unterrichts ist weiterhin: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0), wobei eine kommentierte Textvorlage sowie ergänzendes Material jeweils während der Sitzungen zur Verfügung gestellt wird.

 

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Italienisch

 

117 Italienisch für Anfänger*innen und Fortgeschrittene

Burger

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Burger: CBurgerPiovera@gmx.de

SK G
2 st.

Vorbesprechung:

Fr 19.10.2018, 10.20

Weitere Termine nach Vereinbarung

 

.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Spanisch

 

118 Spanisch für Anfänger*innen und Fortgeschrittene

Arenas

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Arenas: a3arenas@gmx.de

SK G
2 st.

Di 14.30 – 16.00 (Fortgeschrittene)

Do 12.00 – 13.30 (Anfänger*innen)

oder nach Vereinbarung

 

.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Französisch

 

119 Französisch Grund- und Aufbaukurse

Bruchet Collins

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

nach Vereinbarung

 

Grundkurs : A1 oder A2 nach Bedarf

Literatur

Das Buch wird am Anfang des Kurses bekannt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

120 Französisch Konversationskurs

Bruchet Collins

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

Mi 13.30 – 15.00

 

Konversationkurs : B1-B2

Literatur

Pour rafraîchir votre français et vous entraîner à prendre la parole à partir d'articles de la presse.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Chinesisch

 

121 Mandarin – Einführung in die chinesische Sprache

Zhu

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Zhu: lateinisch1@gmail.com

SK G
2 st.

Vorbesprechung:

Mi 17.10.2018, 16.00

Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Deutsch

 

122 Vertiefung der Deutschkenntnisse für das Studium der Theologie und Philosophie

Hopf

Anmeldung bitte bis zum 08.10.2018 per E-Mail an Frau Muth: muth@sankt-georgen.de

SK G
2 st.

Di 18.30 – 20.00

 

- Studienspezifische Inhalte wie z.B. das Lesen und Verfassen von wissenschaftlichen Texten oder die Präsentation von Seminararbeiten.

- Wiederholung und Vertiefung der Grammatik.

 

Die genauen Inhalte werden zwischen den Teilnehmenden und dem Dozenten abgesprochen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Medien und öffentliche Kommunikation

 

132 Videowerkstatt

U. Fischer

Ü G P14 M23

Di 26.03.2019, 09.00 – 18.00

Mi 27.03.2019, 09.00 – 18.00

 

Ziel des Workshops ist es mit den Teilnehmenden die Attraktivität einer (eigenen) Botschaft mit bewegten Bildern (im Bereich social media) vor Augen zu führen. Im ersten Teil des Workshops steht die Analyse entsprechender Videos im Vordergrund. "Do it yourself“ dann im zweiten Teil: Übungen, um um sich selbst oder andere mit vorhandener Technik (Smartphonecameras) in entsprechend erfolgreiche Szenen zu setzen oder zu inszenieren.

Leistungsnachweis

siehe unter: <a href="http://www.medienprogramm-stgeorgen.de/mentoringprogramm.html"/>http://www.medienprogramm-stgeorgen.de/mentoringprogramm.html</a>

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

140 Islam und christlich-muslimische Begegnung. Modul III: Islamische Theologie

Specker / Eschraghi

V/Koll G P14 M23
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.00

Termine: 26.10.2018, 09.11.2018, 16.11.2018, 30.11.2018, 14.12.2018, 18.01.2019, 25.01.2019

 

Die Vorlesung bildet den dritten Teil des viersemestrigen Zyklus, der als ganzer – zusammen mit den anderen Voraussetzungen, vor allem dem Tutorium – auch zum Erwerb des Zertifikats „Islam und Christlich-muslimische Begegnung“ berechtigt. Studierende können jedes Semester in das viersemestrige Programm einsteigen. Die Vorlesung kann jedoch auch als einzelne belegt werden. Gasthörer sind willkommen. Die Vorlesung wird zunächst einen kurzen Überblick über die Geschichte des islamisch-theologischen Denkens geben. Dabei wird der Entwicklungsprozess dargestellt, der von einer – auch heute noch bestehenden - komplexen Vielfalt von Denkströmungen und –schulen im Verlauf einiger Jahrhunderte hin zur Herausbildung einer bzw. mehrerer konkurrierender “Orthodoxien” geführt hat. Ferner werden die zentralen Textgattungen vorgestellt, die die theologische Auseinandersetzung geprägt haben. Anschließend werden Themen erörtert, die zentrale Momente des systematisch-theologischen Diskurses erschließen. In den Blick kommen z.B. die Frage nach der Willensfreiheit, der Sünde, der Werkgerechtigkeit und dem Gottesverständnis. Leitend ist die These, dass die islamische Theologie als Reaktion auf soziale und politische Konflikte des Frühislam entstanden ist. Abschließend sollen einige Aspekte der islamischen Sicht auf das Christentum thematisiert werden. In den Blick kommen die koranischen Voraussetzungen und einige Akzentsetzungen in der Geschichte der christlich-islamischen Beziehungen.

Literatur

: Lutz Berger, Islamische Theologie, Wien 2010; Tilman Nagel, Geschichte der islamischen Theologie. Von Mohammed bis zur Gegenwart, München 1994; Johann Christoph Bürgel, Allmacht und Mächtigkeit. Religion und Welt im Islam, München 1991; William Montgomery Watt, A Short History of Islam, Oxford 1996 (Reprint).

Leistungsnachweis

Mündliche Prüfung (15 Minuten) bei Erwerb eines einzelnen Leistungsnachweises für dieses Modul.

 

141 Tutorium zum Studienprogramm "Islam und christlich-muslimische Begegnung"

Specker / Güzelmansur

T G P14 M23

Do 15.11.2018, 18.00 – 19.30

Do 13.12.2018, 18.00 – 19.30

Do 24.01.2019, 18.00 – 19.30

 

Das Tutorium dient zur Unterstützung einer Begegnung mit gelebtem muslimischem Leben sowie der Reflexion der eigenständig erarbeiteten Sachverhalte.

Leistungsnachweis

Besuch von zwei Tutorien und Vorstellung (10-15 Minuten) der Recherche- udn Begegnungsergebnisse.