Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Wintersemester 2019)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1 Einführung in das Studium der Philosophie und Theologie

Felician Gilgenbach / Helbig-Londo

Anmeldung bitte bis 14.10.2019 an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

Ü G P0 M0
2 st. - 3

Di 10.35 – 12.10

 

Die Übung dient der theoretischen und praktischen Einführung in grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen in Theologie und Philosophie (u. a.: Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitation, Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten, Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis).

Außerdem findet eine Einführung in wichtige philosophische und theologische Themenkomplexe und Fragestellungen statt.

Literatur

Auf wichtige Literatur wird in der ersten Sitzung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Anmeldung bitte bis 14.10.2019 an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

 

2 Rhetorik der Rede (Rhetorik I)

Haag

Anmeldung bitte bis 01.11.2019 an Herrn Haag: haag@sankt-georgen.de

Ü P0 M23
2st (für P0) / 1st (für M23) st. - 2 (für P0) / 1.5 (für M23)

Fr 08.11.2019, 14.00 – 19.00
Sa 09.11.2019, 09.30 – 18.00
Fr 15.11.2019, 14.00 – 19.00
Sa 16.11.2019, 09.30 – 18.00

 

In diesem Seminar wird die Fähigkeit zum freien Sprechen anhand von Konzept- und Vortragstechniken eingeübt, die Sie bei der Vorbereitung und Durchführung von Referaten und (Kurz-)Vorträgen unterstützen. Ziel ist es, beim Referieren nach Stichwortkonzept frei zu sprechen und überzeugend zu präsentieren - in lebendigem Kontakt zum Thema und zur jeweiligen Zuhörerschaft.

Schwerpunkte:

Sprechdenken und Hörverstehen als kommunikative Basiskompetenzen - Phasen der Referats- und Vortragsvorbereitung - Konzepttechniken - Visualisierungshilfen/Medieneinsatz

Methoden:

Theoretische Impulse - praktische Übungen in Einzel- und Teamarbeit - Erfahrungsaustausch - gegenseitiges, z.T. audio- und videogestütztes Feedback

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Für Studierende im Magisterstudiengang Theologie ist die Veranstaltung 1stündig; es ist nur die Teilnahme am ersten Block (08./09.11.2019) verpflichtend.

 

3 Einführung in die gute wissenschaftliche Praxis

R. Beck

Anmeldung bitte an Herrn Dr. Beck: beck@iwm.sankt-georgen.de

Ü A
1 st.

Vorbesprechung:
Fr 18.10.2019, 16.00
Weitere Termine an zwei Samstagen nach Vereinbarung

 

In diesem Seminar gewinnen Studierende einen Überblick über grundlegende Normen und Werte der Wissenschaft, sowie über Definitionen von „guter wissenschaftlicher Praxis“ und „wissenschaftlichem Fehlverhalten“. Darüber hinaus werden konkrete hochschulinterne und rechtliche Maßnahmen zur Verhinderung von „wissenschaftlichem Fehlverhalten“ kennen gelernt. Anhand der Diskussion von zentralen Konfliktsituationen, die während des Studiums oder der wissenschaftlichen Arbeit auftreten können, wird den Teilnehmenden Raum gegeben, eigene Überzeugungen und Haltungen beim Studieren und wissenschaftlichen Arbeiten zu reflektieren. Als Seminarziel sollen die Teilnehmenden ethische Kompetenzen zum Treffen angemessener Entscheidungen im Studien- und Forschungsalltag erwerben.

Literatur

Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Philosophie

 

11 Thomas von Aquin. Wendepunkt der Philosophie im Mittelalter

Berndt

V G P1 M5
2 st. - 3

Fr 08.45 – 10.20

 

Thomas von Aquin (+ 1274) ist unstrittig nicht nur einer der größten Denker des Christentums, sondern auch der abendländischen Philosophiegeschichte. Sein Werk versammelt in sich die wesentlichen Strömungen vorausgegangener Fragen und Antworten und ordnet sie neu im Kontext seiner Zeit. Die Einführung in die Philosophiegeschichte des Mittelalters möchte ich nicht genetisch-chronologisch strukturieren, sondern historisch-systematisch. Ausgehend von ausgewählten Textpassagen aus dem thomasischen Werk, die zunächst gedeutet werden, werden die von Thomas vorgefundenen, traditionellen Problemstellungen erläutert, so daß der Genius seiner Lösungen bzw. seiner neuen Fragestellungen aufgrund neuer Gesprächspartner unter seinen Zeitgenossen klar hervortritt. Wenn die Zeit es zuläßt, könnte gelegentlich auch ein Wort zur Wirkungsgeschichte gesagt werden. Thematisch wird die Vorlesung etwa die großen Themen Gott, Mensch, Universum, Denken, Tun behandeln.

Zur Vorbereitung empfehlen sich die neuen Einführungen von Jean-Pierre Torrell, und Volker Leppin.

Literatur

Jean-Pierre Torrell: Magister Thomas - Leben und Werk des Thomas von Aquin, Freiburg 1995.

Volker Leppin: Thomas von Aquin (Zugänge zum Denken des Mittelalters 5), Münster 2009.

Volker Leppin (Hg.): Thomas-Handbuch, Tübingen 2016.

Alain de Libera: Denken im Mittelalter, München 2003.

Albert Zimmermann: Thomas lesen, Stuttgart-Bad Cannstatt 2000.

Thomas von Aquin: Kommentar zum Trinitätstraktat des Boethius I+II, übersetzt und eingeleitet von Peter Hoffmann (Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters 3), Freiburg 2006, 2007.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

12 Platon, "Protagoras"

Westermann

ProS G P1M15 M23
2 st. - 4

Mi 16.15 – 17.50

 

Der die Frage nach der Lehrbarkeit der Tugend (aretē) thematisierende und unterschiedliche Methoden der Gesprächs- und Argumentationsführung reflektierende Frühdialog „Protagoras“ stellt nicht nur eine der wichtigsten Quellen für Platons Auseinandersetzung mit der Sophistik dar. Auch in stilistischer, kompositorischer und dramaturgischer Hinsicht gilt er als Meisterwerk Platons.

Entsprechend verfolgt der Lektürekurs ein doppeltes Ziel. Zum einen soll der Dialog inhaltlich erschlossen und innerhalb des platonischen Œuvres (insbesondere mit Blick auf den „Laches“, den „Menon“ und das erste Buch der „Politeia“) thematisch kontextualisiert werden. Zum anderen sollen wichtige dialoghermeneutische Begriffe eingeführt und dialoghermeneutische Techniken – anhand einer detaillierten Analyse der besonderen literarischen Qualitäten des „Protagoras“ – in praxi eingeübt werden.

Literatur

Textgrundlage: H.-W. Krautz, Platon, „Protagoras“, griechisch – deutsch, übers. und komment., Stuttgart 32000 (Reclamband, zur eigenen Anschaffung empfohlen).

J. Dalfen, „Literarische Techniken Platons. Beispiele aus dem Protagoras“, in: ders., Kleine Schriften, hg. von G. Petersmann/C. Wagner, Salzburg 2001, 157-174.

A. Havlíček/F. Karfík (Hg.), Plato’s Protagoras. Proceedings of the Third Symposium Platonicum Pragense, Prag 2003.

B. Manuwald, „The unity of virtue in Plato’s Protagoras“, in: Oxford studies in ancient philosophy 29 (2005), 115-135.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

14 Metaphysik - kontinental und analytisch

Hanke / Watzka

V G P4
2 st. - 3

Mi 13.30 – 15.05

 

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“, das ist die heißersehnte Absicht von Goethes Faust. Leider verschreibt er sich dazu der Magie, mit durchaus lebensgefährlichen Konsequenzen. – Zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält, darum geht es auch der philosophischen Disziplin namens Metaphysik. Anders als die Einzelwissenschaften, die einen Ausschnitt aus der Welt aus einer bestimmten Perspektive untersuchen, möchte die Metaphysik das Ganze der Wirklichkeit in den Blick nehmen. Metaphysik ist daher klassischerweise zuerst Ontologie, also Lehre von dem, was ist, vom „Sein“ überhaupt, sowie von dem, was einzelnes „Seiendes“ ausmacht. Ebenso ist damit klassischerweise die Frage verbunden, ob es ein höchstes und unendliches Seiendes gibt – Gott genannt –, das Ursache und Grund der endlichen Seienden ist. Teil I der Vorlesung wird diese klassische Form der Metaphysik untersuchen, die insbesondere durch Aristoteles und Thomas von Aquin geprägt ist.

 

Teil II geht von der modernen Infragestellung und Kritik der klassischen Metaphysik aus. Wie können wir endliche Menschen eine solche übergeordnete Perspektive einnehmen, die das Ganze der Wirklichkeit in den Blick nimmt? Metaphysik wird hier durch das Nadelöhr der „Subjektivität“ geführt, um sie auf ein neues sicheres Fundament zu stellen. Dadurch bekommt sie zugleich eine neue existentielle Bedeutung: Metaphysik wird zur Lehre vom „bewussten Leben“ (D. Henrich). Diese Art von Metaphysik wird manchmal „kontinental“ genannt.

 

Teil III behandelt metaphysische Entwürfe in der zeitgenössischen analytischen Philosophie. Hier wird – unter erneutem Einsatz aristotelischer Begrifflichkeiten – Metaphysik in erster Linie als „kategoriale Ontologie“ verstanden, d.h. als Theorie der grundlegenden Kategorien dessen, was existiert (Konkretes, Abstraktes, Einzelding, Universalien, Tropen, Teil und Ganzes, Ursache, Wirkung, Ereignis, …). Auffällig ist, dass dabei die „großen Fragen“ oft nicht mehr gestellt werden, z.B. „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“, „Was bedeutet es überhaupt, zu existieren?“, „Was ist der Sinn von Sein?“ – in dieser Vorlesung sollen aber auch diese Fragen diskutiert werden.

 

Teil I und Teil II (vor den Weihnachtsferien) werden von Prof. Hanke gestaltet, Teil III (im neuen Jahr) von Prof. Watzka.

 

Literatur

Markus Schrenk (Hg.), Handbuch Metaphysik, Stuttgart: Metzler 2017.

 

Markus Gabriel, Sinn und Existenz. Eine realistische Ontologie, Berlin: Suhrkamp 2016.

 

Christof Rapp, Metaphysik. Eine Einführung, München: Beck 2016.

 

Ludger Honnefelder u.a. (Hg.): Metaphysik und Ontologie, Paderborn: Schöningh, 2001.

 

Heinrich Schmidinger: Metaphysik. Ein Grundkurs, Stuttgart: Kohlhammer 3. Aufl. 2010.

 

Dieter Henrich, Denken und Selbstsein. Vorlesungen über Subjektivität, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2007.

 

Stephen Mumford: Metaphysics. A Very Short Introduction, Oxford: Oxford Univ. Press 2012.

 

Alyssa Ney: Metaphysics. An Introduction, London: Routledge 2014.

 

Michael Rea: Metaphysics. The Basics, London: Routledge 2014.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

15 Lektürekurs zur Vorlesung "Metaphysik - kontinental und analytisch"

Hanke / Watzka

L G P4
1 st. - 2

Mi 15.15 – 16.00

 

Das Kolloquium dient einer Vertiefung der in der Vorlesung behandelten Themen anhand der Lektüre und Diskussion ausgewählter Textabschnitte aus der Geschichte der Metaphysik von der Antike bis in die Gegenwart. Auf diese Weise ermöglicht es den Teilnehmenden, über die Themen der Vorlesung und die sich daran anschließenden Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

19 Lektürekurs zur Vorlesung "Philosophische Ethik"

Wahlberg

L G P6
1 st. - 2

Termine:
24.10.2019, 07.11.2019, 21.11.2019, 05.12.2019, 19.12.2019, 23.01.2020, 06.02.2020

 

.

Literatur

Horster, D. (Hg.): Texte zur Ethik, Stuttgart 2012

(Von den Teilnehmenden selbst zu beschaffen vor der ersten Sitzung)

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Anmeldung bis spätestens 18.10.2019 per E-Mail an ake.wahlberg@sankt-georgen.de

 

20 In welcher Gesellschaft leben wir und wer sind wir deshalb?

Emunds

V G P6 M12
2 st. - 3

Mo 10.35 – 12.10

 

Auch wenn wir es gewohnt sind, von autonomen Individuen auszugehen, die gemäß ihrem freien Willen handeln, sind wir in diesem Handeln - und folglich auch darin, wie wir uns handelnd als Personen verwirklichen - in hohem Maße von kulturellen Plausibilitäten und gesellschaftlichen Positionen (Mitgliedschaften, Ressourcenzugänge, Handlungsspielräumen) bestimmt. Auch hängt unser Selbstverständnis eng mit dem Verständnis des Sozialen zusammen, also damit, wie wir glauben, dass Menschen zusammenleben, sich gegenseitig beeinflussen und wechselseitig voneinander abhängig sind. In dieser Vorlesung geht es um Theorien der Gesellschaft. Gefragt wird nach den "Bildern", die in diesen Theorien vom Zusammenleben der Menschen gezeichnet werden. Ist die Gesellschaft primär ein Kooperationssystem, in dem – an sich nicht aufeinander angewiesene – Einzelne individuelle Vorteile realisieren können? Oder sind die Einzelnen verletzlich, auf Kommunikation und Kooperation angewiesen, so dass sie erst in diesem Miteinander ihre Identität gewinnen? Welchen Einfluss haben wir auf großräumige soziale Zusammenhänge wie z.B. das Wirtschaftsystem - oder: haben wir darauf überhaupt einen Einfluss? Welche Chancen haben wir, in politischen oder ökonomischen Interaktionen von gängigen Handlungserwartungen abzuweichen?

Literatur

Hartmut Rosa u.a.: Soziologische Theorien. 3. Aufl. Konstanz 2018.

Markus Schroer: Soziologische Theorien. Von den Klassikern bis zur Gegenwart. Paderborn 2017.

Martin Endreß: Soziologische Theorien kompakt. 3. Aufl. Berlin – Boston 2017.

Julius Morel u.a.: Soziologische Theorie. Abriss der Ansätze ihrer Hauptvertreter. 9. Aufl. Berlin u.a. 2015.

Hans Joas u. Wolfgang Knöbl: Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen. 4. Aufl. Frankfurt am Main 2013.

Wolfgang Ludwig Schneider: Grundlagen der soziologischen Theorie. 3 Bde. 2./3. Aufl. Wiesbaden 2008-2012.

Georg Kneer u. Markus Schroer (Hg.): Handbuch soziologische Theorien. Wiesbaden 2009.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

21 Lektürekurs zur Vorlesung "In welcher Gesellschaft leben wir und wer sind wir deshalb?"

Emunds / Degan

L G P6
1 st. - 2

Mo 13.30 – 14.15

 

Im Kolloquium sollen einerseits Fragen diskutiert und geklärt werden, die in der Vorlesung offen geblieben sind. Andererseits wird der Vorlesungsstoff durch die Diskussion ausgewählter Texte vertieft. Diese sind von allen Teilnehmern/-innen vor jeder Sitzung zu lesen.

Literatur

Vgl. Vorlesung

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

24 Philosophische Logiken (Logik II)

Watzka

Ü G P7
2 st. - 3

Termine:
13.01.2020, 20.01.2020, 27.01.2020, 03.02.2020, 10.02.2020, 17.02.2020

 

Mehr als die klassischen zweiwertigen Logiken (Syllogistik, Aussagenlogik, Prädikatenlogik erster Stufe) sind die Erweiterungen der Logik, z.B. die Modallogik, die deontische Logik, die epistemische Logik, von philosophischen Vorentscheidungen abhängig. So genügt es in der Modallogik nicht, die Verwendung der Modaloperatoren „notwendig“ und „möglich“ in gültigen Schlüssen aufzuzeigen, man muss auch die Semantik dieser Ausdrücke klären. Der bekannteste Lösungsansatz ist die Semantik der möglichen Welten. Die Aussage, dass p, ist in einer bestimmten möglichen Welt, z.B. der aktualen Welt, notwendig wahr, wenn p in allen von dieser Welt aus zugänglichen Welten wahr ist, und die Wahrheit von p ist in einer bestimmten möglichen Welt möglich, wenn p in mindestens einer von dort aus zugänglichen Welt wahr ist. Wie soll man jedoch die Zugänglichkeit zwischen möglichen Welten verstehen? Existieren mögliche Welten? Ist Zugänglichkeit mit Vorstellbarkeit identisch? Sind Welten vorstellbar, in der Gott nicht existiert, in der die Lichtgeschwindigkeit beliebig steigerbar ist, in der das exakte physische Duplikat einer menschlichen Person ein Zombie im Sinne Chalmers ist? Oder um ein anderes Problem zu anzuführen: Ist der Schluss von der Aussage „Es ist gibt möglicherweise ein Individuum, das Wittgensteins Kind ist“, auf die Aussage „Es gibt ein Individuum, dass möglicherweise Wittgensteins Kind“ ist zulässig? Oder sollte man eher dem Aktualismus zuneigen, wonach es in einem ernsthaften Sinn nur die Individuen unserer aktualen Welt gibt? Neben der Erörterung der von der Modallogik aufgeworfenen semantischen und metaphysischen Fragen soll in der Übung genügend Zeit für nutzbringende Anwendungen der „philosophischen“ Logiken bleiben.

Literatur

Winfried Löffler: Einführung in die Logik, Stuttgart 2008

George Edward Hughes / M. J. Cresswell: Einführung in die Modallogik, Berlin 1978

Melvin Fitting / Richard L. Mendelsohn, First-Order Modal Logic, Dordrecht 1998

Xavier Parent / Leendert van der Torre, Introduction to Deontic Logic and Normative Systems, Norcross, Georgia: College Publications 2018

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Beginn: Montag, 13. Januar 2020, 8:45 Uhr. Voranmeldung bis zum 10. Januar erbeten an: watzka@sankt.georgen.de

 

61 Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3
2 st. - 3

Do 14.30 – 16.05

 

Das Kolloquium möchte zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Hierzu sind auch zahlreiche philosophische Fragen anzusprechen; nicht zuletzt geht es um die Verhältnisbestimmung von Philosophie und Theologie. Dazu werden wir, neben anderen Texten, vor allem Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen, die er vor 50 Jahren veröffentlicht hat. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Exegese des Alten Testaments

 

40 Schöpfung und Schechinah

Böhler

V G M6
1 st. - 3

Mi 08.45 – 09.30

 

Die einstündige biblische Vorlesung zu M6 "Mensch und Schöpfung" wird zuerst den priesterschriftlichen Schöpfungsbericht Gen 1 auslegen, für den der Sabbat und der Gottesdienst im heiligen Zelt (Ex 39 - 40) das Ziel der Schöpfung sind. Im neutestamentlichen Teil wird dieselbe Bewegung von der Erschaffung der Welt bis zum Zelten Gottes in seiner Schöpfung in der Auslegung des Johannesprologs nachvollzogen. Gott erschafft die Welt um in ihr Wohnung zu nehmen (Schechinah).

Literatur

Zu Gen 1: vRad, Theologie des AT I, 149-178; 245-292; Seebass, Urgeschichte; Jacob, Genesis.

Zu Joh 1: Wucherpfennig, Tora und Evangelium. Beobachtungen zum Johannesprolog. StZ 221/7 (2003) 486-494; Böhler, Abraham und seine Kinder im Johannesprolog, in Böhler u.a. Hrsg: L'Ecrit et l'Esprit, OBO 214, 15-29.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

41 Genesis: Josef

Böhler

V G M16
2 st. - 4

Mo 08.45 – 10.20

 

„Die Geschichte Josephs zu bearbeiten, war mir lange schon wünschenswert gewesen. ... Höchst anmutig ist diese natürliche Erzählung: nur erscheint sie zu kurz, und man fühlt sich berufen, sie ins einzelne auszumalen.“ (J.W.v.Goethe, Dichtung und Wahrheit). Die Bewunderung Goethes für die literarische Kunst und tief menschliche Weisheit und Hintergründigkeit der biblischen Josephserzählung teilte später auch Thomas Mann, den „diese reizende Geschichte“ zu seiner monumentalen Roman-Tetralogie „Joseph und seine Brüder“ anregte. Ziel der Vorlesung ist es, die Josephserzählung der Bibel (Gen 37-50) nicht nur als Perle der Weltliteratur, sondern auch als Offenbarungszeugnis sprachlich, literarisch und theologisch zu analysieren, um mit ihr nachzuvollziehen, wie in Liebe und Eifersucht, Verliebtheit und Hass, kleinen Zufällen des Privatlebens und großen politischen Entwicklungen ein Gott, der sich nirgends zeigt, doch permanent gegenwärtig ist, sich mitteilt und im souveränen Zusammenspiel mit der menschlichen Freiheit (und ihren allzu häufigen Ausrutschern, ja Entgleisungen) alles zu dem von Ihm gewollten Ende führt.

Literatur

Die Bibel (Gen 37-50); Seebass, Josephgeschichte (Genesis Bd. 3); Jürgen Ebach, Genesis 37-50 (HThKAT), Freiburg 2007; Thomas Mann, Joseph und seine Brüder, weitere Literatur wird angegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

42 Hebräische Lektüre

Böhler

L G M6 M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

43 Exegetisches Oberseminar

Böhler

OS A
1 st. - 4

nach Vereinbarung

 

Die Arbeiten der teilnehmenden Doktoranden werden besprochen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Fundamentaltheologie

 

60 Theologische Erkenntnislehre

Löffler

V G M3
2 st. - 3

Mo 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung geht der Frage nach, wie die Theologie zu ihrer Erkenntnis kommt. Dazu gilt es einerseits zu klären, in welchem Verhältnis Offenbarung, Glaube und Vernunft zueinander stehen, und andererseits aufzuzeigen, wie die kirchlichen Bezeugungsinstanzen des Wortes Gottes (Heilige Schrift, Tradition, Lehramt, Theologie, Glaubenssinn der Gläubigen etc.) Gottes (v)ergangenes Offenbarungswort so vermitteln, dass es auch heute noch authentisch vernommen und im Glauben angenommen werden kann.

Literatur

WOLFGANG BEINERT, Theologische Erkenntnislehre, in: Ders. (Hg.), Glaubenszugänge. Lehrbuch der katholischen Dogmatik, Bd.1. Paderborn 1995, 47-187.

WOLFGANG BEINERT, Kann man dem Glauben trauen? Grundlagen theologischer Erkenntnis. Regensburg 2004.

CHRISTOPH BÖTTIGHEIMER, Lehrbuch der Fundamentaltheologie. Freiburg 2009, 21-164.

HELMUT GABEL, Inspiriert und inspirierend - die Bibel. Würzburg 2011.

DONATH HERCSIK, Die Grundlagen unseres Glaubens. Eine theologische Prinzipienlehre. Münster 2005.

HANS-JOACHIM HÖHN, Praxis des Evangeliums, Partituren des Glaubens. Wege theologischer Erkenntnis. Würzburg 2015.

PETER HÜNERMANN, Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube - Überlieferung - Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen. Münster 2003.

WALTER KERN ET AL. (Hg.), Handbuch der Fundamentaltheologie, Bd. 4 (Traktat Theologische Erkenntnislehre). Tübingen – Basel (2. Aufl.) 2000.

WALTER KERN & FRANZ-JOSEF NIEMANN, Theologische Erkenntnislehre. Düsseldorf 1981.

BERNHARD KÖRNER, Orte des Glaubens - loci theologici. Würzburg 2014.

THOMAS SCHÄRTL, Glaubens-Überzeugung. Philosophische Bemerkungen zu einer Erkenntnistheorie des christlichen Glaubens. Münster 2007.

MICHAEL SEEWALD, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln. Freiburg 2018.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Dogmatik

 

61 Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3
2 st. - 3

Do 14.30 – 16.05

 

Das Kolloquium möchte zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Dies soll die Grundlage für alle weiteren philosophischen und theologischen Spezialfragen im Studium bilden. Dazu werden wir, neben anderen Texten, vor allem Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen, die er vor 50 Jahren veröffentlicht hat. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

64 Kirche, Amt und Eucharistie

Vechtel

HS M15 M23
2 st. - 4

Mo 14.30 – 16.05

 

Die Situation der Kirche ist geprägt durch einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel und durch eine Vertrauenskrise, die durch die sexualisierte Gewalt und deren Vertuschung durch Amtsträger der katholischen Kirche ausgelöst wurde. Sowohl die gesellschaftliche Bedeutung und Rolle als auch die Glaubwürdigkeit der kath. Kirche sind fragwürdig geworden. Das Seminar möchte der Frage nachgehen, wie in der Situation des Umbruchs und der Krise das Verständnis der Kirche theologisch bestimmt werden kann: Wie ist die Sakramentalität der Kirche und ihr Selbstverständnis als Volk Gottes zu verstehen; wie die Rolle des Lehramtes? Was bedeutet die offenkundige Sünde (in) der Kirche für die theologisch behaupteten Wesensmerkmale der Heiligkeit und Katholizität? Welche Fragen ergeben sich im Blick auf den ökumenischen Dialog für das Verständnis von Eucharistie und Amt? Diesen und anderen Fragen soll im Seminar nachgegangen werden im Blick auf mögliche theologisch reflektierte Antwortversuche zum Verständnis der Kirche in der gegenwärtigen Situation.

Literatur

Michel de Certeau, GlaubensSchwachheit, Stuttgart 2019.

Michel de Certeau, Der Fremde oder Einheit in Verschiedenheit, Stuttgart 2018.

Julia Enxing, Schuld. Theologische Erkundungen eines unbequemen Phänomens, Ostfildern 2015.

Julia Enxing, Schuld und Sünde (in) der Kirche, Ostfildern 2018.

Gemeinsam am Tisch des Herrn. Votum des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen.

Orientierungshilfe der DBK: Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur. Konfessionsverbindende Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie, 2018.

Johanna Rahner u. Thomas Söding (Hg.). Kirche und Welt – ein notwendiger Dialog (QD 300), Freiburg 2019.

Karl Rahner, Strukturwandel der Kirche als Aufgabe und Chance, Freiburg 1972.

Matthias Remenyi und Saskia Wendel (Hg.), Die Kirche als Leib Christi. Geltung und Grenze einer umstrittenen Metapher (QD 288), Freiburg 2017.

Karlheinz Ruhstorfer, Befreiung des Katholischen. An der Schwelle zu globaler Identität, Freiburg 2019.

Michael Seewald, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln, Freiburg 2018.

Michael Seewald, Reform. Dieselbe Kirche anders denken, Freiburg 2019.

Thomas Söding u. Wolfgang Thönissen (Hg.), Eucharistie – Kirche – Ökumene. Aspekte und Hintergründe des Kommunionstreites (QD 298), Freiburg, 2019.

Christoph Theobald, Christentum als Stil, Freiburg 2018.

 

Weitere Literatur folgt

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

65 Methods and Strategies of Argumentation in Systematic Theology - Seminar in englischer Sprache -

Knorn

Anmeldung bitte an P. Dr. Knorn SJ: knorn@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 4

Mo 14.30 – 16.05

 

This course will discuss various methods and approaches in systematic theology, like Lonergan’s and Rahner’s transcendental methods, contextual methods like those of Liberation theology, or postcolonial approaches. We will analyze the strengths and weaknesses of such classical and modern methods. This will help the students develop their own strategy of argumentation and their own style of theology. Therefore, this course is especially designed for students writing or planning to write a Mag., Lic., or Doctoral thesis. Examples will be taken mostly from systematic theology, but you are also welcome if you are working in another field.

Literatur

Reading assignments on "Moodle".

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Moraltheologie

 

67 Moraltheologische Fragen einer Theologischen Anthropologie

Koller

V G M6
2 st. - 3

Do 08.45 – 10.20

 

Christ*innen sehen sich in den Auftrag gestellt, als Ebenbild Gottes in dieser Welt zu handeln. Doch was heißt das konkret? Antworten auf diese Frage werden auf der Grundlage des Schlüsselkonzepts „Menschenwürde“ mit Blick auf Einzelprobleme aus zwei Bereichen der Moraltheologie erschlossen: Einerseits wird die Lebensethik in den Blick genommen. Denn medizinische Entscheidungssituationen am Beginn und Ende des Lebens führen gegenwärtig unausweichlich zur Frage: Was dürfen wir tun? Kriterien und Begründungen für ethisch gerechtfertigtes Handeln werden für Fragen der künstlichen Befruchtung, des Schwangerschaftsabbruchs und der Sterbehilfe aufgezeigt. Andererseits werden Grundzüge der Sexualethik behandelt. Der Sexualität wird in der gegenwärtigen Gesellschaft eine große Bedeutung für erfülltes Leben beigemessen. Von der kirchlichen Sexualmoral erwarten sich aber viele nichts Positives; die Morallehre der Kirche im Bereich der Sexualität trifft häufig auf Unverständnis und Ablehnung. Auch in der katholischen Kirche ist seit längerer Zeit – und gegenwärtig verstärkt im Kontext der Debatte um die Fälle von sexualisierter Gewalt – die Frage einer Weiterentwicklung der Sexualmoral in Diskussion. Mit Themen wie Gender, Homosexualität und verantwortete Elternschaft werden aktuelle Fragen ausgewählt und moraltheologische Begründungswege aufgezeigt.

Literatur

Bormann, Franz-Josef (Hg.): Lebensbeendende Handlungen. Ethik, Medizin und Recht. Zur Grenze von „Töten“ und „Sterbenlassen“, Berlin – Boston: De Gruyter 2017.

Fraling, Bernhard: Sexualethik. Ein Versuch aus christlicher Sicht, Paderborn u.a.: Schöningh 1995.

Goertz, Stephan / Witting, Caroline (Hg.): Amoris laetitia – Wendepunkt für die Moraltheologie?, Freiburg i. Br.: Herder 2016.

Hilpert, Konrad (Hg.): Zukunftshorizonte katholischer Sexualethik, Freiburg – Basel – Wien: Herder 2011 (QD 241).

Lintner, Martin: Den Eros entgiften. Plädoyer für eine tragfähige Sexualmoral und Beziehungsethik, 2. durchges. u. aktual. Aufl., Brixen – Innsbruck: Weger / Tyrolia 2012.

Römelt, Josef: Christliche Ethik in moderner Gesellschaft. Bd. 2 Lebensbereiche, Freiburg – Basel – Wien: Herder 2009.

Schockenhoff, Eberhard: Ethik des Lebens. Grundlagen und neue Herausforderungen, Freiburg – Basel – Wien: Herder ²2013.

Themenheft „Kinder, Kinder. Ethische Konflikte am Lebensanfang“. Herder Korrespondenz Spezial 1/2017.

Weitere Literaturhinweise zu den einzelnen Teilthemen werden in der Vorlesung gegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

70 „Auftragsmord“ oder Selbstbestimmung? Die Debatte um Schwangerschaftsabbrüche aus moraltheologischer Sicht

Koller / Höhl

Anmeldung erforderlich bis 12.10.2019 per Mail an Herrn Höhl: hoehl@sankt-georgen.de

HS M15 M23
2 st. - 4

Do 14.30 – 16.05

 

Im Oktober 2018 sorgte Papst Franziskus für Schlagzeilen, als er Schwangerschaftsabbrüche mit einem Auftragsmord verglich: „Einen Menschen zu beseitigen ist wie die Inanspruchnahme eines Auftragsmörders, um ein Problem zu lösen“. Der Pontifex erntete für seine Wortwahl viel Kritik – von katholischer wie säkularer Seite. Mit dieser Formulierung übernimmt der Papst eine Rhetorik, die aus öffentlichen Wortmeldungen von Gruppen, die gegen Abtreibungen kämpfen, bekannt ist. Drastische Ausdrücke finden sich aber nicht nur bei diesen. Beim Thema Schwangerschaftsabbrüche herrscht eine Situation vor, in der sowohl Gegner*innen als auch Befürworter*innen vehement völlig konträre Auffassungen öffentlich vertreten und Diskussionen stark emotionalisiert geführt werden. Das ist wenig überraschend, weil es beiden Gruppen um Grundlegendes geht: um Lebensschutz bzw. um Selbstbestimmung. Dabei sind ethische Fragen entscheidend: Ist im Zusammenhang mit Abtreibung die Rede von „Auftragsmördern“ ethisch legitim? Und kann umgekehrt das ethische Argument „Selbstbestimmung der Frau“ eine Rechtfertigung von Schwangerschaftsabbrüchen begründen?

Ziel des Seminars ist die ethische Bewertung der Argumente aus der Abtreibungsdebatte. Dabei werden Kompetenzen vertieft, um Differenzierungen zu ermöglichen und Grauschattierungen hinter einem schlichten Schwarz-Weiß-Denken offenzulegen. Zunächst werden dafür Sprachstile und Positionen innerhalb wie außerhalb der Kirche analysiert. Anschließend werden grundlegende philosophische und moraltheologische Fragen zu Status und Rechten des ungeborenen Lebens sowie zur Autonomie der Frau geklärt, um schließlich einige Spezialfragen zu stellen und Fallunterscheidungen zu diskutieren. Ein Gespräch mit einer Beratungsstellenmitarbeiterin wird die praktische Perspektive auf die Thematik vertiefen.

Literatur

Busch, Ulrike/Hahn, Daphne (Hgg.) (2015): Abtreibung. Diskurse und Tendenzen, Bielefeld: transcript.

DBK (1996): Menschenwürde und Menschenrechte von allem Anfang an. Zur ethischen Beurteilung der Abtreibung. Gemeinsames Hirtenwort der deutschen Bischöfe zur ethischen Beurteilung der Abtreibung. 26. September 1996, hrsg. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.

Lauer, Julia-Maria (2019): Falsches Mitleid, in: HK 73 (3), 4f.

Lenzen, Wolfgang (Hg.) (2004): Wie bestimmt man den „moralischen Status“ von Embryonen? Paderborn: Mentis.

Schockenhoff, Eberhard (2009): Ethik des Lebens. Grundlagen und neue Herausforderungen, Freiburg u.a.: Herder, 476—489, 494—534, 557—560.

Stensvold, Anne (2015): A History of Pregnancy in Christianity. From Original Sin to Contemporary Abortion Debates, New York: Routledge.

Auf weitere Literatur wird in der Lehrveranstaltung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Christliche Gesellschaftsethik

 

72 Aktuelle Studien zur Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

Termine werden noch bekannt gegeben. Interessent*innen wenden sich bitte an nbi@sankt-georgen.de.

Koll A G
1 st. - 2

Termine werden noch
bekannt gegeben

 

Das Doktorandenkolloquium findet gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhard Kruip (Mainz) und Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse (Tübingen) statt. Termine werden noch bekannt gegeben. Interessent*innen wenden sich bitte an nbi@sankt-georgen.de.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

73 Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds / Hengsbach

Thematik und Termine werden noch bekannt gegeben. Interessent*innen wenden sich bitte an nbi@sankt-georgen.de.

OS G
1 st. - 2

Termine werden noch
bekannt gegeben

 

Das Oberseminar, das zusammen mit dem Lehrstuhl Moraltheologie/Sozialethik der Goethe-Universität (Prof. Dr. Christof Mandry) stattfindet, ist im Wintersemster 2019/20 der Lektüre und Diskussion eines Buchs zu den Ursachen des Rechtspopulismus gewidmet. Es handelt sich um das Buch "Die Gesellschaft des Zorns" von Cornelia Koppetsch. Das Oberseminar findet an zwei Dienstagen im September statt: am 3.12. an der Goethe-Universität und am 10.12. in Sankt Georgen. Interessent*innen melden sich bitte unter nbi@sankt-georgen.de

Literatur

Cornelia Koppetsch: Die Gesellschaft des Zorns. Rechtspopulismus im globalen Zeitalter. Bielefeld 2019.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Pastoraltheologie

 

80 Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion

W. Beck

V G M21
2 st. - 4.5

Di 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung geht grundlegenden menschlichen Erfahrungen als Daseinsrisiken nach: Krisen in Krankheits-, Schuld-, Trauer- und Unsicherheitserfahrungen. Ausgehend von der zentralen pastoraltheologischen Ausrichtung auf die Biographie als theologiegenerativer Ort werden einzelne pastorale Handlungsfelder in den Blick genommen. Dazu gehören kollektiv-kirchliche Krisen auch der gesellschaftliche Umgang mit Krisenerfahrungen, ihre Kommunikation und kirchlich-pastorale Reaktionen.

Literatur

Fuchs, Ottmar: Der zerrissene Gott. Das trinitarische Gottesbild in den Brüchen der Welt, Ostfildern 2014.

Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015.

Haslinger, Herbert (Hg.): Praktische Theologie. Handbuch (Bd.1: Grundlegungen; Bd. 2: Durchführungen), Mainz 1999/2000.

Hoff, Gregor Maria (Hg.): Zwischen Ersatzreligion und neuen Heilserwartungen: Umdeutungen von Gesundheit und Krankheit, Freiburg-München 2010.

Kohl, Bernhard, Die Anerkennung des Verletzbaren. Eine Rekonstruktion der negativen Hermeneutik der Gottebenbildlichkeit aus den Anerkennungstheorien Judith Butlers und Axel Honneths und der Theologie Edward Schillebeeckx', Würzburg 2017.

Luther, Henning: Religion und Alltag. Bausteine zur einer Praktischen Theologie des Subjekts, Stuttgart 2014.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

81 Kolloquium zur Vorlesung "Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion"

Helbig-Londo

Koll G M21
1 st.

Di 08.45 – 10.20
Termine:
22.10.2019, 05.11.2019, 19.11.2019, 03.12.2019, 17.12.2019, 14.01.2020, 28.01.2020, 11.02.2020

 

Das Kolloquium gibt den TeilnehmerInnen der Vorlesung „Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion“ die Möglichkeit, Rückfragen zu Vorlesungsinhalten zu stellen. Es werden begleitend zur Vorlesung ausgewählte Texte gelesen und diskutiert.

Literatur

Wird im Kolloquium angegeben

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

82 Tod, Sepulkralkultur und Trauerpastoral der Gegenwart

W. Beck / Helbig-Londo

Anmeldungen bitte bis 14.10.2019 an Frau Helbig-Londo: helbig-londo@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 4

Di 14.30 – 16.05

 

„… und wie sieht es in Deinem Himmel aus?“ Mit dieser Frage regt ein norddeutsches Bestattungsunternehmen Passant*innen zum Nachdenken über die persönliche Vorstellung vom Jenseits an. Die dazugehörige Schaufensterdekoration erinnert mit bunten Bonbons und Süßigkeiten eher an das Schlaraffenland, als an das Schaufenster einer Pietät. Die Sepulkral- und Trauerkultur hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Eine seit den 1950er Jahren populäre These besagt, dass Tod und Trauer aus der Gesellschaft, aus dem öffentlichen Raum, dem gesellschaftlichen Gespräch verschwinden. Gegen diese These der Tabuisierung des Todes stehen die neuen Formen der Trauerkultur, welche in den letzten Jahren entstanden sind. Das Hauptseminar will beide Theorien diskutieren und auf den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Tod und Trauer eingehen. Dafür sollen traditionelle Formen von Bestattung und Trauerarbeit sowie aktuelle Entwicklungen der gesellschaftlichen Erinnerungskultur analysiert werden.

(Bei Interesse besteht die Möglichkeit einer Exkursion.)

 

Literatur

- Volp, Ulrich (Hg.): Tod, Tübingen 2018.

- Sekretariat der Dt. Bischofskonferenz (Hg.): Tote begraben und Trauernde trösten. Bestattungskultur im Wandel aus katholischer Sicht, Bonn 2005.

- Sparre, Sieglinde: Bestatten in Kirchen. Eine praktisch-theologische Interpretation gegenwärtiger Kirchenkolumbarien und Urnenkirchen, Stuttgart 2018.

- Springhart, Heike: Der verwundbare Mensch. Sterben, Tod und Endlichkeit im Horizont einer realistischen Anthropologie, Tübingen 2016.

- Klie, Thomas / Nord, Ilona (Hg.): Tod und Trauer im Netz. Mediale Kommunikationen in der Bestattungskultur.

- Sebald, Gerd / Döbler, Marie-Kristin: (Digitale) Medien und Soziale Gedächtnisse, Wiesbaden 2017.

- Resing, Volker (Hg.): Komm, süßer Tod. Konflikte am Lebensende. Herder-Korrespondenz Spezial (2/2017).

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Anmeldungen werden bis zum 14. Oktober erbeten an: helbig-londo@sankt-georgen.de

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

84 Die Kunst der Religionsdidaktik

Fröhling

Die Klärung aller Anerkennungsfragen ist vor der Anmeldung notwendig. Anmeldung bitte bis spätestens 04.10.2019 an Herrn Dr. Fröhling: froehling@sankt-georgen.de

Ü M21
2 st. - 4.5

Vorbesprechung:
Mo 14.10.2019, 11.00

Fr 18.10.2019, 14.00 – 19.00
Sa 19.10.2019, 09.00 – 17.00
Sa 09.11.2019, 09.00 – 17.00
Fr 24.01.2020, 14.00 – 19.00
Sa 25.01.2020, 09.00 – 17.00

 

Religionspädagogik lässt sich als Theorie religiöser Praxis unter der besonderen Berücksichtigung von lehren, lernen und bilden verstehen. Der Gegenstand einer solchen Religionspädagogik ist Religion, wobei dabei – nach Bernhard DRESSLER – zweierlei Propria zu unterscheiden und aufeinander zu beziehen sind: zum einen Religion als „jede kulturelle Praxis, mit der [sich] Menschen zum Unverfügbaren ins Verhältnis setzen“ (DRESSLER 2014), und zum anderen Religion als bestimmte religiöse Praxis. Theologie als Religionspädagogik reflektiert damit zum einen in inhaltlicher Weise auf religiöse Praxis, in der gelehrt und gelernt wird. Zugleich reflektiert sie aber auch jedes Lehren, Lernen und Bilden unter einer formalen Perspektive. Dabei können kulturelle Praktiken (wie Lehren und Lernen) untersucht werden, in denen sich Menschen zum Unverfügbaren verhalten. Dadurch wird nicht jedes Verhalten religiös und damit diffus. Zugleich wird in dieser Konzeption von Religionspädagogik die interdisziplinäre Gleichwürdigkeit mit der Pädagogik gesichert, die sie im Namen trägt.

Religionsdidaktik als ein Bereich der Religionspädagogik ist die Theorie der Vermittlung und der Inszenierung insbesondere im schulischen Religionsunterricht, in dem es um das Arrangement von Methoden, Medien und Inhalten, aber auch um Ziele geht. Die Theorie der Praxis ist von Praxis zu unterscheiden, aber zugleich auf sie bezogen – aber in einer bestimmten Weise. Schleiermacher spricht darum davon, dass „alle Vorschriften der praktischen Theologie nur allgemeine Ausdrücke [sein] können, in denen die Art und Weise ihrer Anwendung auf einzelne Fälle nicht schon mit bestimmt ist, d.h. sie sind Kunstregeln.“ Das Seminar kann also keine Handlungskonzepte vorlegen, die nur noch angewendet werden müssen, sondern umgekehrt: es wird mit den impliziten Handlungskonzepten der Studierenden gearbeitet.

Aus diesem Grund haben Feedback-Verfahren eine zentrale Bedeutung im Seminar. So sind Lehr-Lernsituationen vorgesehen, die die Wirkung der eigenen Äußerungen und Tätigkeiten auf andere erfahr- und kommunizierbar machen. Intention des Seminars ist es, den Studierenden erste Erfahrung im Lehren zu ermöglichen und zu einer experimentellen Haltung gegenüber einer Lehrtätigkeit zu ermutigen. Wie jede Kunst gehört zur Kunst der Religionsdidaktik eigene Erfahrung, Übung und Reflexion. Alles drei wird im Seminar vorkommen. Darum ist die Unterrichtsbeobachtung und das Unterrichten selbst integraler Bestandteil des Seminars. Die Tätigkeiten in der Schule werden in Zweier-Teams durchgeführt, jeweils in Zusammenarbeit mit den begleitenden Lehrern und Lehrerinnen. Es sind vier Blöcke für die Seminartermine festgelegt. Zwischen erstem und drittem Block werden die Hospitationen (8 Stunden) stattfinden. Zwischen drittem und viertem Block wird der eigene Unterricht (3-4 Stunden) gehalten. Neben den Blockterminen sind weitere individuelle Termine an Frankfurter und Offenbacher Schulen einzuplanen. Die Zeit des Seminars erstreckt sich ausschließlich auf das Wintersemester.

Alle Anerkennungsfragen müssen bis zur Anmeldung zur Übung abschließend geklärt sein.

Literatur

Bernd SCHRÖDER (2012): Religionspädagogik, Tübingen;

Georg HILGER; Stephan LEIMGRUBER; Hans-Georg ZIEBERTZ; Matthias BAHR (Hg.) (22003): Religionsdidaktik. Ein Leitfaden für Studium, Ausbildung und Beruf, München;

Andreas GRUSCHKA (2002): Didaktik. Das Kreuz mit der Vermittlung, Wetzlar;

Hans SCHMID (2012): Die Kunst des Unterrichtens. Ein praktischer Leitfaden für den Religionsunterricht, München.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Alle Anerkennungsfragen müssen bis zur Anmeldung zur Übung abschließend geklärt sein.

 

85 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

OS A
2 st.

Fr 22.11.2019, 14.00 – 21.00
Sa 23.11.2019, 09.00 – 16.00
Fr 07.02.2020, 15.00 – 21.00
Sa 08.02.2020, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

 

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 14. Oktober 2019 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

86 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 13.12.2019, 10.30 – 16.00
Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 14. Oktober 2019 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

85 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

OS A
2 st.

Fr 22.11.2019, 14.00 – 21.00
Sa 23.11.2019, 09.00 – 16.00
Fr 07.02.2020, 15.00 – 21.00
Sa 08.02.2020, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

 

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 14. Oktober 2019 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

86 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 13.12.2019, 10.30 – 16.00
Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 14. Oktober 2019 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

88 Lehren und Lernen nach der Themenzentrierten Interaktion

Gaus

Anmeldung bitte bis 10.02.2020 an Herrn Prof. Gaus: ralf.gaus@ksh-m.de

HS A
2 st.

Di 18.02.2020, 14.00
bis
Fr 21.02.2020, 12.00

 

Das Seminar soll ermöglichen, die themenzentrierte Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn als Planungs-, Prozess- und Reflexionshilfe für religiöses Lernen im gemeinsamen Arbeiten kennen zu lernen. Im Bereich des RU und der Gemeindearbeit sollen Möglichkeiten und Grenzen von TZI in der Praxis entdeckt und erprobt werden.

Inhaltlicher Schwerpunkt sind Fragen des religiösen Lernens, z.B. was lebendiges Lernen im religiösen Bereich fördert, was es behindert, welche Haltungen und welche Wege sich bei dieser Art von gemeinsamem Arbeiten eröffnen. Indem immer wieder die inhaltliche Ebene, die Person der einzelnen Teilnehmenden, die Gruppe in ihrer Dynamik und Einflüsse von außen miteinander in Beziehung gesetzt werden, können Kontakt und Bewegung entstehen, können Sachlichkeit und Menschlichkeit versöhnt werden, kann Lernen lebendig werden.

 

Literatur

Farau, A./ Cohn, R.: Gelebte Geschichte der Psychotherapie. Zwei Perspektiven, Stuttgart 1984.

Langmaack, B.: Einführung in die themenzentrierte Interaktion (TZI). Das Leiten von Lern- und Arbeitsgruppen erklärt und praktisch angewandt, Weinheim – Basel 52011.

Lott, F.: Religionsunterricht als Themenzentrierte Interaktion, Ostfildern 2001.

Scharer, M.: Begegnungen Raum schaffen, Mainz 1995

Eine ausführliche Literaturliste erhalten Sie im Seminar.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

89 Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt, eine Anmeldung daher erforderlich, siehe kommentiertes Vorlesungsverzeichnis.

Ü A
2 st.

Termin und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das einzelne Supervisand*innen schriftlich oder mündlich einbringen, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleg*innen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei erheben sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisand*innen einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme an der gesamten Übung.

 

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3–29.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69–112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Themenhefte Personzentriertes Coaching, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Themenheft Personzentrierte Supervision in der Praxis, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 48 (2017) Heft 1.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Diese Übung richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche – schriftliche oder mündliche – Anmeldung ist bis spätestens 14. Oktober 2019 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Homiletik

 

91 Homiletik I (Einführung)

W. Beck

Anmeldung bitte bis 14.10.2019 an Herrn JProf. Beck: beck@ankt-georgen.de

HS G M11
2 st. - 3

Di 08.45 – 10.20

 

Vielfach erscheint das Predigen im 21. Jahrhundert als kirchliche Karikatur und gesellschaftlicher Anachronismus. In postmodernem Umfeld gilt der Dialog als kommunikative Grundstruktur. Damit entstehen Herausforderungen für ein zeitgemäßes Predigen, als zentrale Form religiöser Kommunikation.

In Orientierung an den Impulsen von Papst Franziskus (Evangelii gaudium) wird in dem Seminar die Predigt in der Begegnung von Evangelium und Existenz (persönlich und gesellschaftlich) bestimmt.

In einem ersten Schritt erfolgt eine Einübung in die Erstellung einer Gemeindepredigt nach Rolf Zerfaß mit dem Erstellen eines Predigttextes. In einem zweiten Schritt erfolgt auch eine eigene Predigtpräsentation in der Gruppe.

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

- Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

- Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

- Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

- Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

- Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

- Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

92 Homiletik I (Einführung)

Hoyer

Anmeldung bitte bis 04.11.2019 an Frau Prof. Hoyer: hoyer@sankt-georgen.de

HS G M11
2 st. - 3

Fr 15.11.2019, 08.45 – 12.00 /13.00 – 16.30
Fr 17.01.2020, 08.45 – 12.00 / 13.00 – 16.30
Fr 31.01.2020, 08.45 – 12.00 / 13.00 – 16.30

 

„Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht,“ schreibt Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ Art. 154/120 zur Homilie.

Welche Sprache sollten Predigten heute haben, damit sie ankommen? Wen wollen wir erreichen? Von welchem Gott, welchen Werten, welcher Moral, welchem Glauben sprechen wir?

 

Gemeinsam mit der Poetry Slamerin Laura Meemann gehen wir in dem Seminar der Frage nach, was es heute heißt, (gut) zu predigen. Welche menschlichen Situationen brauchen das Licht des Wortes? Welche Worte der Botschaft Jesu, welche eigenen Worte lassen sich dafür finden? Das sind die Fragen, denen wir am 15.11.2019 von 8.45 bis 16.30 Uhr nachgehen.

 

! Das Seminar findet am 15.11.2019 in Pax&People, Pariser Strasse 6-8, 60486 Frankfurt/Main statt. Um 8.15 besteht dort die Möglichkeit zur Teilnahme an Stille&Espresso. Infos unter: pax-und-people.de

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 

Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 10 Studierende begrenzt.

Anmeldung bis 18.10.2019 an hoyer@sankt-georgen.de

 

Weitere Informationen folgen.

 

93 Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten (Homiletik II)

W. Beck

Anmeldung bitte bis 14.10.2019 an Herrn JProf. Beck: beck@ankt-georgen.de

Ü G M21
2 st. - 3

Di 16.15 – 17.50

 

Ziel der Übung ist die Ausarbeitung einer Predigt für eine Hl. Messe an einem Sonntag in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die ÜbungsteilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. In einem zweiten Durchgang haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre ggf. modifizierte Predigt noch einmal zur Diskussion zu stellen. Den Abschluss bildet das praktische Predigen.

 

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Liturgiewissenschaft

 

95 Kirchenjahr - Feiern im Rhythmus des Jahres

Bieringer

V G M22
2 st. - 3

Mi 09.35 – 11.10

 

Das Christentum strukturiert die Zeit und prägt damit bis heute unseren Lebensrhythmus: von der Siebentagewoche bis hin zur Einteilung des Jahres in Festzyklen mit Fastenzeiten und Feiertagen. Die Liturgie der Kirche knüpft dafür an natürliche (Tag, Jahr) wie an soziale (Woche) Zeitrhythmen an, um sie für eine religiöse Sinngebung zu öffnen. So werden anthropologische Grundgegebenheiten mit der Botschaft des Glaubens verknüpft. Auch wenn heute die Bedeutung der kirchlichen Zeitorganisation vielschichtigen Wandlungsprozessen unterworfen ist, kann die kulturelle Prägung des Abendlandes durch diese Verbindung nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Die Vorlesung nimmt ihren Ausgang bei der anthropologischen und kulturellen Fragestellung nach Mensch und Zeit. Im weiteren Verlauf kommt die Entfaltung des Pascha-Mysteriums auf der Ebene der Woche (der Sonntag als christlicher Ur-Feiertag) und des Jahres in den Blick, wobei historische, systematische und pastorale Gesichtspunkte zu betrachten sind. Im Mittelpunkt stehen die beiden großen Festkreise des Herrenjahres (Osterfestkreis, Weihnachtsfestkreis). Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Heiligenfesten und Ideenfesten.

Literatur

Hansjörg Auf der Maur, Feiern im Rhythmus der Zeit I: Herrenfeste in Woche und Jahr (Gottesdienst der Kirche 5), Regensburg 1983.

Thomas J. Talley, The Origins of the Liturgical Year, Collegeville 2. Aufl. 1991.

Hansjörg Auf der Maur, Feste und Gedenktage der Heiligen, in: Feiern im Rhythmus der Zeit II/1 (Gottesdienst der Kirche 6/1), Regensburg 1994.

Adolf Adam, Das Kirchenjahr mitfeiern, Freiburg 1989 5. Aufl. 1991.

Karl-Heinrich Bieritz, Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart (Neu bearbeitet und erweitert von Christian Albrecht), München 9. Aufl. 2014.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

96 Liturgie in der Moderne. Rezeption katholischer Liturgie in Literatur und Soziologie

Bieringer

Anmeldung bitte bis 07.10.2019 an Herrn Dr. Bieringer: bieringer@sankt-georgen.de

HS M15 M23
2 st. - 4

Fr 08.45 – 12.30
Termine:
18.10.2019, 08.11.2019, 22.11.2019, 13.12.2019, 24.01.2020, 07.02.2020

 

Während die gesellschaftliche Bedeutung des Gottesdienstes im Rückgang begriffen ist, steigt seit einigen Jahren das Interesse für Liturgie und Ritus in Kunst, Literatur und Soziologie. Das Seminar geht den liturgischen Spuren in der zeitgenössischen Literatur nach und fragt, warum sich ausgerechnet Literatinnen und Literaten sosehr für die Liturgie interessieren und ob diese Affinität auch auf den aktuellen Gottesdienst zurückwirken könnte. Die literarische Lektüre wird von den soziologischen Überlegungen Bruno Latours und Hartmut Rosas begleitet, die sich in ihren Werken ebenfalls mit den Spielformen des Liturgischen auseinandersetzen. Die literarischen Texte stammen von Hanns-Josef Ortheil, Petra Morsbach, Christian Lehnert, Arnold Stadler, Peter Handke, Christoph Ransmayr und Martin Mosebach.

Literatur

Bruno Latour, Jubilieren. Über religiöse Rede, Berlin 2016.

Hartmut Rosa, Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung,

Berlin 2016.

Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009.

Romano Guardini, Vom Geist der Liturgie, Freiburg u.a. 1983.

Die literarischen Werke werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Kirchenrecht

 

99 Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht? - Grundfragen des Verhältnisses von Staat und Religion

Meckel

V G M12
1 st. - 1.5

Mi 09.35 – 11.10
in der ersten Semesterhälfte (bis zum 04.12.2019)

 

In diesem Wintersemester wird die Vorlesung einen Schwerpunkt auf die Fragen der Kirchenfinanzierung und des Religionsunterrichts legen. In den letzten Monaten wurde im politischen Raum wieder die Abschaffung der Staatsleistungen, d.h. die Abschaffung von Zahlungen des Staates an die Kirche gefordert. Was genau sind Staatsleistungen und wie begründen sich diese? Wie unterscheiden sich diese von der Kirchensteuer? Der schulische Religionsunterricht wird in Teilen auch in konfessionell-kooperativer Form erteilt. Welche Möglichkeiten bieten hierzu das staatliche und das kirchliche Recht? Neben dieser Fragen sind das kirchliche Arbeitsrecht, die kirchlichen Feiertage, religiöse Symbole im öffentlichen Raum immer wieder Teil der öffentlichen gesellschaftlichen Diskussion. Das Staatskirchenrecht wird nicht selten als Relikt, als Fremdkörper vergangener Zeiten und ungerechtfertigtes Privileg der Kirchen in einem modernen freiheitlichen Staat betrachtet, dessen Aufgabe es sei, seinen Bürgern die Freiheit von Religion im öffentlichen Raum zu sichern. Vor dem Hintergrund der Diskussion von Einzelfragen stellen sich zugleich grundlegende Fragen: Wie gestaltet sich das rechtliche Verhältnis von Staat und Religion in Deutschland? Ist das Staatskirchenrecht auf dem Weg zu einem Religions(verfassungs)recht? Die Vorlesung behandelt Grundfragen des Verhältnisses zwischen Religion und Staat und geht auf Einzelfragen ein, wie etwa die Anstaltsseelsorge, den Religionsunterricht, die Kirchensteuer, den Kirchenaustritt, das kirchliche Dienst- und Arbeitsrecht, den Schutz der Sonn- und Feiertage etc.

Literatur

Campenhausen, Axel von – de Wall, Heinrich, Staatskirchenrecht. Eine systematische Darstellung des Religionsverfassungsrechtes in Deutschland und Europa. Ein Studienbuch, München 4. Auflage 2006; Classen, Claus Dieter, Religionsrecht, Tübingen 2. Auflage 2015; Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland, hg. v. J. Listl – D. Pirson, 2 Bde., Berlin 2. Auflage 1994-1995; Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall Bd. 1, Paderborn 2019; Meckel, Thomas, Religionsunterricht im Recht. Perspektiven des katholischen Kirchenrechts und des deutschen Staatskirchenrechts, Paderborn – München – Wien – Zürich 2011 (KStKR 14); Unruh, Peter, Religionsverfassungsrecht, Baden-Baden 3. Auflage 2015; Winter, Jörg, Staatskirchenrecht der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung mit kirchenrechtlichen Exkursen, Köln 2. Auflage 2008.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

100 Kolloquium zur Vorlesung „Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht? - Grundfragen des Verhältnisses von Staat und Religion"

Meckel

Koll G
1 st.

Mi 13.30 – 14.15

 

Das Kolloquium gibt die Möglichkeit, den Stoff der Vorlesung „Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht? - Grundfragen des Verhältnisses von Staat und Religion“ für die Prüfungsvorbereitung zu repetieren und damit zusätzlichen Raum für Fragen und Diskussion.

Es findet vsl. mittwochs 13.30h-14.15h statt. Zeit und Ort der ersten Sitzung und der folgenden Sitzungen werden in der Vorlesung (Mi., 9.35-11.10h) bekannt gegeben.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

101 Was Gott verbunden hat… - Das katholische Ehe- und Eheprozessrecht

Meckel

Ü G M22
2 st. - 3

Mi 16.15 – 17.50

 

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen… Die Ehenichtigkeitsverfahren sind keine Scheidungsverfahren, sondern fragen danach, ob eine Ehe gültig geschlossen wurde oder nichtig ist. Die Übung führt in die grundlegenden Fragen des Ehe- und Eheprozessrechts der katholischen Kirche ein. Wann ist eine Ehe aus kirchenrechtlicher Sicht gültig geschlossen? Auf welchen Säulen fußt das Eherecht der katholischen Kirche? Unter welchen Bedingungen ist eine konfessionsverschiedene oder religionsverschiedene Eheschließung möglich? Gibt es eine sogenannte ökumenische Trauung? Warum und wie werden Ehen für nichtig erklärt oder aufgelöst? Die Übung führt durch die Beantwortung der oben beispielhaft genannten und weiterer Fragen in die Grundlagen des katholischen Eherechts, insbesondere in die rechtlichen Regelungen zu den Ehehindernissen, zum Ehekonsens und zur kanonischen Formpflicht sowie in das Eheprozessrecht ein. Anhand der Lösung und Besprechung von eherechtlichen Themen und Fällen wird neben der theoretischen auch in die praktische Anwendung des Eherechts eingeführt.

Literatur

Einschlägige eherechtliche Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Althaus, Rüdiger – Prader, Joseph – Reinhardt, Heinrich J.F., Das kirchliche Eherecht in der seelsorgerischen Praxis, Essen 5. Auflage 2014; Aymans, Winfried – Mörsdorf, Klaus, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici Bd. 3 Verkündigungsdienst und Heiligungsdienst, Paderborn – München – Wien – Zürich 2007, 325-534; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1243-1432; Lüdicke, Klaus, “Dignitas Connubii“. Die Eheprozessordnung der katholischen Kirche. Text und Kommentar, Essen 2005; ders., Die Nichtigerklärung der Ehe - Materielles Recht, Essen 2012; Reinhardt, Heinrich J.F., Die kirchliche Trauung, Essen 3. Auflage 2014; Sebott, Reinhold, Das neue kirchliche Eherecht, Frankfurt 3. Auflage 2005.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

102 Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

Auf persönliche Einladung durch den Dozenten

OS G
2 st. - 4

2st – 4 LP

 

Das Oberseminar besteht aus zwei Teilen. Zum einen dient es der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten und zum anderen der vertieften Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Auf persönliche Einladung durch den Dozenten.

Griechisch

 

110 Griechisch I

Hühne

SK G
5 st.

Mo 10.35 – 12.10
Mi 13.30 – 15.55

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil I dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. D. Häußer/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 1. Aufl., 2019 (ISBN 978-3-7655-9356-7).

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

111 Griechisch I b

Hühne

SK G
3 st.

Do 08.45 – 10.20 (bis zum 21.11.2019)
Do 08.45 – 11.55 (ab dem 28.11.2019)

 

Dieser Sprachkurs setzt den im Sommer begonnenen Anfängerkurs Griechisch Ia fort und kann entweder in dem vierwöchigen Griechisch II Intensivkurs direkt nach dem Wintersemester oder semesterbegleitend als Griechisch II im kommenden Sommersemester abgeschlossen werden.

Literatur

s. Griechisch 1 (Bitte dringend die Neuauflage mit veränderter ISBN beachten!)

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

112 Griechisch II Intensivkurs

Hühne

SK G

4 Wochen:
24.02. bis 20.03.2020
Mo bis Fr 09.00 – 12.30
Schriftliche Prüfung am 23.03.2020
Mündliche Prüfung zwischen dem 30.03. und 03.04.2020

 

Mit diesem Intensivkurs soll es Teilnehmern, die im Wintersemester Griechisch I bzw. Griechisch Ib absolviert haben, ermöglicht werden, im Anschluss an das Wintersemester in vier Wochen die Unterrichtsgegenstände der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben und damit noch vor Beginn des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Der Unterricht wird voraussichtlich im Lehrbuch (s.u.) mit der Lektion 26 (nt-Stämme und Part. Präs./Fut.) beginnen.

Die Übungsintensität und -methodik wird durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt, und die Lesefähigkeit soll durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Zum Lehrbuch siehe Griechisch I.

Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 27. Aufl., Stuttgart: Deutsche Bibelges., 1993 od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Latein

 

113 Latein I

Hühne

SK G
6 st.

Mo 14.30 – 16.55
Do 13.30 – 15.55

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. Dieser erste Teil dient ausschließlich dem Spracherwerb (bes. Formenlehre und erste syntaktische Konstruktionen) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte. Übungsmaterial, das über die u.g. Hilfsmittel hinausgeht, wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt und weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch) während des Kurses genannt.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

114 Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Do 10.35 – 12.10

 

Die kursorische Lektüre von Senecas Epistulae morales wird in diesem Semester fortgesetzt, um nach dem zuletzt gelesenen Sklavenbrief (Ep. 47) weitere Themenschwerpunkte wie beispielsweise "Freundschaft" aufzugreifen. Die Einzelheiten werden voraussichtlich in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.

Literatur

Textvorlagen (m. sprachlichen Hilfen) werden in den jeweiligen Sitzungen ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hebräisch

 

115 Hebräisch I

Casagrande

Anmeldung bitte an Herrn Casagrande: casagrande@sankt-georgen.de

SK G
3 st. - keine

Mo 13.30 – 15.55

 

Der Kurs dient als umfassende Einführung in das Bibelhebräisch. Es werden die Schrift- und Lautlehre, Grundlagen der hebräischen Syntax, zentrale Formen der Pronomen und Partikel, sowie die Flexion des starken und schwachen Verbs im Qal/Grundstamm behandelt. Ziel ist es, den Studierenden die Anfertigung einer Arbeitsübersetzung vereinfachter Prosatexte mit Hilfsmitteln zu ermöglichen und die Argumentation wissenschaftlicher Kommentare zum Alten Testament/Hebräischer Bibel ansatzweise zu verstehen. Dazu dient das Erlernen zentraler Formtabellen und eines Grundwortschatzes.

Dies bildet gleichzeitig die Voraussetzung zur vertiefenden Beschäftigung mit der hebräischen Grammatik, den Substantiven mit veränderbaren Vokalen und den Stammesmodifikationen der Verbformen in Hebräisch II, was die Lektüre und Übersetzung der wissenschaftlichen Standardausgaben des hebräischen Textes ermöglichen soll.

Der dreistündige Kurs wird stets aus einer Einführung in die zu behandelnden Lektionen, Zeit zu Rückfragen und Übungen (in Gruppenarbeit) bestehen.

Literatur

Lambdin, Thomas O., Lehrbuch Bibel-Hebräisch, hg. v. Heinrich von Siebenthal, 8. Aufl. Gießen 2016 [bitte aktuelle Auflage]

Siebenthal, Heinrich von, Bibel-Hebräisch. Lösungs- und Begleitband zum Lehrbuch von Thomas O. Lambdin, 6. Aufl. Gießen 2015 [bitte aktuelle Auflage]

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Sanskrit

 

120 Sanskrit

Hühne

SK G
2 st.

Mi 16.15 – 17.50

 

Ausgehend von der Sprache, und da zunächst von der in unserem kulturellen Umfeld doch weitgehend unbekannten Schreibung der Devanāgarī („Götterstadtschrift“) sollen in der Einstiegsphase Schrift und Aussprache des „Kulturträgers“ Sanskrit behandelt werden, dessen sprachliche Ausstrahlung von den altindischen über die mittelindischen (Pali als Sprache Buddhas u.a.) bis in die neuindischen Sprachen (Hindi u.a.) der Gegenwart hinein wirkt; parallel dazu werden zentrale Begriffe der indischen Kultur aus Literatur, Religion und Philosophie vorgestellt, um die ununterbrochene Tradierung und Wirkung einflussreicher Gedankenströme vom Brahmanismus der Veden über den Hinduismus der großen Epen und Puranas und den Buddhismus der Buddhareden und Sutren bis hin zu modernen Denkern aufzuzeigen, die dann auch im Europa der Neuzeit euphorisch aufgenommen wurden – Herder, Forster, Goethe, Schlegel, W.v. Humboldt oder philosophische Systeme wie das des Yoga, um nur einige Beispiele zu nennen – und das nicht zuletzt im Zuge der Entdeckung sprachlicher Verwandtschaftsverhältnisse des Sanskrit und zahlreicher anderer indischer Sprachen mit den europäischen.

Nach dem Erlernen der Devanagari in Schrift und Aussprache und dem Kennenlernen grundlegender Sandhi-Regeln sowie erster Konjugations- und Deklinationsschemata soll es um die sukzessive Vertiefung dieser Phänomene gehen, um erste Lektürefrüchte ernten zu können, wozu sich besonders gut die für die indische Kultur typischen prägnanten Sinnsprüche eignen, von denen Otto Böhtlingk nicht ohne Grund über 7500 gesammelt hat.

Literatur

Grundlage des Unterrichts könnte - je nach vereinbarter Vorgehensweise bzw. Interessenlage - folgendes Lehrbuch sein: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0), und zwar von Lektion 4 (S. 25) an. Weitere Materialien werden während der Sitzungen genannt bzw. in Kopieform ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Italienisch

 

121 Italienisch für Anfänger*innen und Fortgeschrittene

Burger

Anmeldung bitte an Frau Burger: CBurgerPiovera@gmx.de

SK G
2 st.

Vorbesprechung:
Fr 18.10.2019, 10.20
weitere Termine nach
Vereinbarung

 

.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Spanisch

 

122 Spanisch für Anfänger*innen und Fortgeschrittene

Arenas

Anmeldung bitte an Frau Arenas: a3arenas@gmx.de

SK G
2 st.

nach Vereinbarung

 

.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Französisch

 

123 Französisch Grund-und Aufbaukurse

Bruchet Collins

Anmeldung bitte an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

nach Vereinbarung

 

.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

124 Französisch Konversationskurs

Bruchet Collins

Anmeldung bitte an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

Mi 13.30 – 15.05

 

.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Deutsch

 

125 Vertiefung der Deutschkenntnisse für das Studium der Theologie und Philosophie

Hopf

Anmeldung bitte bis 08.10.2019 an Frau Muth: muth@sankt-georgen.de

SK G
2 st.

Di 18.30 – 20.05

 

- Studienspezifische Inhalte wie z.B. das Lesen und Verfassen von wissenschaftlichen Texten oder die Präsentation von Seminararbeiten.

- Wiederholung und Vertiefung der Grammatik.

Die genauen Inhalte werden zwischen den Teilnehmenden und dem Dozenten abgesprochen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Medien und öffentliche Kommunikation

 

132 Seminar 1: Texte und journalistisches Arbeiten

W. Beck / Hipp / Prange

Ü G P13 M23

Fr 08.11.2019, 15.00 – 18.00
(ab 19.00 Abendveranstaltung im Haus am Dom)
Sa 09.11.2019, 09.00 – 17.00

 

Übersicht journalistischer Darstellungsformen mit praktischen Übungen

Literatur

Walther von La Roche: Einführung in den praktischen Journalismus

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die zweitägige Veranstaltung baut aufeinander auf. Präsenz nur an einem Tag nicht empfehlenswert.

 

134 Seminar 3: Videowerkstatt

U. Fischer

Ü G P13 M23

Mo 23.03.2020, 09.00 – 18.00
Di 24.03.2020, 09.00 – 18.00

 

Seminar 3: (SELFIE-)VIDEOS

Medienformate mit Videoaufnahmen garantieren im Internet eine deutlich höhere Abrufquote und Resonanz. Auch auf den Websites und social media Accounts der Diözesen und kirchlichen Einrichtungen nimmt der Videocontent in schnellem Tempo zu.

Ziel des Workshops ist es den Teilnehmern*innen die Attraktivität einer (eigenen) Botschaft in bewegten Bildern vor Augen zu führen und sie zu befähigen, sich selbst oder andere in entsprechend erfolgreiche Szenen zu setzen oder zu inszenieren.

Die Reflektion klassischer Fernsehprogramme - am Beispiel der Katholischen Kirche - dient dabei zunächst der Grunderfahrung quasi normativer Formate für sowohl TV-Sendungen als auch WebVideos, die auf andere Bereiche (Theologie, Philosophie, Politik, etc.) in gleicher oder ähnlicher Weise umzusetzen ist.

Neben dem theoretischen Teil zu Beginn folgt die Praxis mit Selbsterfahrung vor der Kamera. Das Seminar vermittelt in Form einer Videowerkstatt Tipps und Tricks für kurze, dokumentarische Videosequenzen und die Selbstdarstellung in (Selfie-)Videos mit Smartphones und/oder semiprofessioneller TV-Technik.

Kooperation mit der Arbeitsstelle „Katholische Fernseharbeit“ der Deutschen Bischofskonferenz.

 

Literatur

Angaben nach Bedarf im Seminar

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 15.03.2020 per E-Mail an ulrich.fischer@gmx.de

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

140 Teil I: Einführung in den Islam und die christlich-islamischen Beziehungen

Specker / Eschraghi

V/Koll G P13 M23
2 st. - 3

Fr 16.00 – 19.00
Termine:
25.10.2019, 08.11.2019, 22.11.2019, 29.11.2019, 13.12.2019, 24.01.2020, 07.02.2020

 

Das erste Modul der Vorlesung dient der Einführung in die Religion des Islam. Hierzu werden ausführlich grundlegende Begriffe geklärt und anhand dieser das Grundwissen über den Islam vermittelt. In den Blick kommen die grundlegenden Quellen, die konfessionelle Gliederung, die Bedeutung des Rechtssystems und die prägende Volksreligiösität.

Der zweite Teil der Vorlesung beginnt, in die Entstehungsgeschichte des Islam einzuführen. Hierzu werden insbesondere die wichtigsten Quellen für deren Erforschung und die damit verbundenen Problemstellungen von Authentizität, Chronologie und Gewichtung diskutiert. Dabei handelt es sich zunächst um die Berichte über das Leben des Propheten Mohammed: Die wichtigsten Werke der „Prophetenbiographie“ (sīra) werden vorgestellt, und deren literarischer Charakter, aber auch Probleme der Überlieferungsgeschichte thematisiert. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung der Prophetenbiographie für Lehre und Praxis des Islam bzw. der Muslime.

Termine:

25.10., 08.11., 22.11., 29.11., 13.12., 24.01., 07.02.

 

Literatur

Einführende Werke zur Religion des Islam und ihrer Geschichte, zur Person Mohammeds sowie zum Koran sind sehr zahlreich. Als erste Orientierung können z.B. die folgenden Werke dienen. Weiterführende Literatur wird im Verlauf der Vorlesung vorgestellt.

Brunner, Rainer (Hg.): Der Islam. Einheit und Vielfalt einer Weltreligion. Stuttgart 2016.

Halm, Heinz: Der Islam. Geschichte und Gegenwart (Beck’sche Reihe), 9. Aufl. 2014.

Schimmel, Annemarie: Die Religion des Islam. Eine Einführung (Reclams Universalbibliothek), div. Auflagen

Schöller, Marco: Mohammed (Suhrkamp Basisbiographien), 2008.

Sinai, Nicolai: Die Heilige Schrift des Islam. Die wichtigsten Fakten zum Islam (Herder Spektrum), 2012.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

141 Tutorium zum Studienprogramm „Islam und christlich-muslimische Begegnung

Specker / Güzelmansur

T G P13 M23

Do 19.12.2019, 18.00 – 19.30
Do 23.01.2020, 18.00 – 19.30
Do 06.02.2020, 18.00 – 19.30

 

Das Tutorium dient der Vorstellung und Begleitung der Praxisprojekte. Aktuelle Fragen des Dialogs können darüberhinaus besprochen werden.

 

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.