Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Sommersemester 2020)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

2 Rhetorik des Gesprächs (Rhetorik II)

Haag

Anmeldung bitte bis 20.04.2020 an Herrn Haag: haag@sankt-georgen.de

Ü P0 M23
2st (für P0) / 1st (für M23) st. - 2 LP (für P0) / 1.5 LP (für M23)

Fr 24.04.2020, 14.00 – 19.00
Sa 25.04.2020, 09.30 – 18.00
Fr 15.05.2020, 14.00 – 19.00
Sa 16.05.2020, 09.30 – 18.00

 

Ziele dieses Seminars sind:

- die Erweiterung eigener Gesprächskompetenzen (Verständlichkeit, strukturiertes Argumentieren, analytisches Zuhören, erkundendes Fragen, strukturiertes Moderieren) in unterschiedlichen Gesprächsformen (Klärungsgespräch; Pro-Contra-Diskussion; Debatte);

- das Wissen um Elemente, Typen und Strukturen emanzipativer Argumentation sowie deren Anwendung in verschiedenen kommunikativen Kontexten,

- die Belebung einer Gesprächskultur, die rhetorisches "Klären" und "Streiten" als notwendige Schlüsselkompetenzen in Wissenschaft und Gesellschaft versteht.

 

Schwerpunkte:

- Funktionen, Elemente und Formen von Argumentation im Gespräch;

- aktives und analytisches Zuhören;

- Aufbau von Statements;

- Gesprächsformen wie Klärungsgespräch, Pro-Contra-Diskussion, Debatte unterscheiden, strukturieren und moderieren.

 

Methoden:

Theoretische Impulse, Übungen mit Auswertung und Analyse

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme und kleine Präsentationen kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden.

Hinweise

Für Studierende im Magisterstudiengang Theologie ist die Veranstaltung 1stündig; es ist nur die Teilnahme am ersten Block (24./25.04.2020) verpflichtend.

 

3 Einführung in die Argumentationstheorie und das wissenschaftliche Lesen und Schreiben

Felician Gilgenbach

Anmeldung bitte per E-Mail an: gilgenbach@sankt-georgen.de

Ü G P0
2 st. - 2 LP

Di 14.30 - 16.05

 

Die Übung bietet eine Einführung in die Argumentationstheorie sowie in wichtige philosophische Argumentationsmuster.

Die Teilnehmenden sollen u.a. lernen, philosophische Argumente zu rekonstruieren, zu beschreiben und zu bewerten, wichtige Argumentationsmuster der theoretischen und praktischen Philosophie zu erläutern, anzuwenden und zu kritisieren sowie Möglichkeiten und Grenzen des philosophischen Erkenntnisfortschrittes zu beurteilen.

 

Literatur

H. Tetens, Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung. 3. Aufl. München 2010.

 

G. Damschen/D. Schönecker, Selbst philosophieren. Ein Methodenbuch. Berlin 2012.

 

T. Schönwälder-Kuntze, Philosophische Methoden zur Einführung. Hamburg 2015.

 

J. Pfister, Werkzeuge des Philosophierens. Stuttgart 2013.

 

J. Kopperschmidt, Argumentationstheorie zur Einführung. Hamburg 2000.

 

M. Bruce/S. Barbone (Hrsg.), Die 100 wichtigsten philosophischen Argumente. Studienausgabe. 4. Aufl. Darmstadt 2015.

Leistungsnachweis

Durch schriftliche Hausaufgaben, ein Referat sowie einen Essay (5 Seiten) kann ein Leistungsnachweis (unbenotet) erworben werden.

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 15.4.2020 an gilgenbach@sankt-georgen.de

 

4 Einführung in die europäische Kulturgeschichte

Fauth

Koll A

Di 14.30 - 16.05

 

In dieser Veranstaltung sollen in lockerer Form in einem geschichtlichen Durchgang einige wesentliche Personen und Ideen der europäischen Kultur vorgestellt werden.

Die Veranstaltung wendet sich in erster Linie an Aufbaustudierende, die aus außereuropäischen Kulturen kommen.

Leistungsnachweis

Philosophie

 

10 Anselm von Canterbury

Westermann

ProS P1M15 M23
2 st. - 4 LP

Fr 10.35 – 12.10
13.10 – 14.45
Termine: 24.04.2020, 08.05.2020, 22.05.2020, 05.06.2020, 19.06.2020, 03.07.2020, 17.07.2020

 

Das als Lektürekurs konzipierte Seminar bietet eine Einführung in die philosophisch-theologischen Schriften des Anselm von Canterbury (1033-1109). Gegliedert ist es in zwei Teile. Im ersten werden wir uns zunächst mit Anselms „Monologion“ und in Folge mit seinem „Proslogion“ sowie verschiedenen modallogischen Rekonstruktionen des ontologischen Gottesbeweises befassen. Der zweite Seminarteil thematisiert mit „De veritate“, „De libertate arbitrii“ und „Cur deus homo“ einige der in Dialogform verfassten Schriften Anselms. Neben den spezifischen Inhalten (Wahrheits- und Freiheitsbegriff, Inkarnation) wird es dabei auch um zentrale Begriffe und Techniken einer hermeneutisch reflektierten Dialogauslegung gehen.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden alle im Seminar zu behandelnden Primärtexte in einem Moodlekurs zur Verfügung gestellt.

 

Literatur

- Rolf Schönberger, Anselm von Canterbury, München 2004 (zur Einführung empfohlen).

- John Hick/Arthur C. McGill (Hg.), The Many-Faced Argument. Studies on the Ontological Argument for the Existence of God, 2009 (EA 1967).

- Eileen Sweeney, „Anselm und der Dialog. Distanz und Versöhnung“, in: Klaus Jacobi (Hg.), Gespräche lesen. Philosophische Dialoge im Mittelalter, Tübingen 1999, 101-124.

 

Leistungsnachweis

wissenschaftliche Hausarbeit

 

11 Philosophiegeschichte der Neuzeit

Hanke

V G P2 M19
2 st. - 3 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Die Neuzeit ist durch ein eigenes „Epochenbewusstsein“ (R. Koselleck) gekennzeichnet: dem Selbstbewusstsein, nach dem Zusammenbruch überlieferter Gewissheiten einen Neuaufbruch im menschlichen Weltverhältnis zu wagen. Wer wir Menschen sind und wie wir zusammenleben, was wir wissen können, tun sollen, hoffen dürfen, um diese Fragen geht es in den philosophischen Entwürfen dieser Epoche. Ihre Antworten sind für das, was wir heute von uns selbst denken und wie wir unsere Welt gestalten (sollten), immer noch prägend.

 

Die Vorlesung besteht aus zwei Teilen:

 

Teil I präsentiert die Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts als einen Diskussionszusammenhang, der die Länder des nordwestlichen Europas (insbesondere Frankreich, England, Schottland, die Niederlande sowie die deutschsprachigen Länder) miteinander verbindet – und zwar mittels ganz unterschiedlicher Medien, neben Traktaten z.B. Meditationen und nicht zuletzt Briefwechsel. Descartes, Hobbes, Spinoza, Leibniz und Hume gehören zu den bekanntesten Namen, es werden aber auch bisher weniger bekannte Philosophinnen und Philosophen zur Sprache kommen wie Elisabeth von der Pfalz und die Gruppe der „Platoniker von Cambridge“, zu denen u.a. Ralph Cudworth und Anne Conway zählen.

 

Teil II fokussiert auf die so genannte „klassische deutsche Philosophie“ (ca. 1780 bis 1850), die von Kant ihren Ausgang nimmt, der daher zunächst im Mittelpunkt stehen wird. In verschiedenen Stufen der Reaktion auf ihn und aufeinander treten Jacobi, Fichte, Schelling, Hölderlin und die frühromantischen Zirkel, Hegel und noch einmal Schelling auf. Da sich 2019 der 200. Todestag Jacobis jährte und im Jahr 2020 Hegel und Hölderlin ihren 250. Geburtstag feiern würden, sollen neben Kant besonders sie in den Blick genommen werden.

 

Literatur

a) für Teil 1:

 

CLARKE, Desmond M., WILSON, Catherine (ed.), The Oxford Handbook of Philosophy in Early Modern Europe, Oxford University Press 2011.

 

RUTHERFORD, Donald (ed.), The Cambridge Companion to Early Modern Philosophy, Cambridge University Press 2006.

 

RÖD, Wolfgang, Die Philosophie der Neuzeit 1: Von Francis Bacon bis Spinoza (Geschichte der Philosophie Band VII, herausgegeben von Wolfgang Röd). München: Beck 2. Aufl. 1999.

 

RÖD, Wolfgang, Die Philosophie der Neuzeit 2: Von Newton bis Rousseau (Geschichte der Philosophie Band VIII, herausgegeben von Wolfgang Röd). München: Beck 1984.

 

HAGENGRUBER, Ruth (Hg.), Von Diana zu Minerva. Philosophierende Aristokratinnen des 17. und 18. Jahrhunderts, Berlin 2011.

 

 

b) für Teil 2:

 

GERHARDT, Volker, Immanuel Kant. Vernunft und Leben, Stuttgart: Reclam 2002.

 

SANDKAULEN, Birgit, Jacobis Philosophie. Über den Widerspruch zwischen System und Freiheit, Hamburg: Meiner 2019.

 

JAESCHKE, Walter, ARNDT, Andreas, Die Klassische Deutsche Philosophie nach Kant. Systeme der reinen Vernunft und ihre Kritik 1785-1845, München: Beck 2012 [749 Seiten]. – Kurzfassung: DIES., Die Philosophie der Neuzeit 3. Teil 2: Klassische Deutsche Philosophie von Fichte bis Hegel (Geschichte der Philosophie Band IX.2, herausgegeben von Wolfgang Röd). München: Beck 2013 [320 Seiten].

 

FORSTER, Michael N., GJESDAL, Kristin (ed.), The Oxford Handbook of German Philosophy in the Nineteenth Century, Oxford University Press 2015.

 

SANDKÜHLER, Hans Jörg (Hg.), Handbuch Deutscher Idealismus, Stuttgart, Weimar: Metzler 2005.

 

EMUNDTS, Dina, HORSTMANN, Rolf-Peter, Hegel. Eine Einführung, Stuttgart: Reclam 2002.

 

Leistungsnachweis

Mündliche Prüfung (15 Minuten) oder Mündliche Kommissionsprüfung zusammen mit LV 12 von Prof. Disse (20 Minuten)

 

12 Geschichte der Philosophie: Philosophie des 19./20. Jahrhunderts

Disse

V G P2 M19
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Philosophie des 19./20. Jahrhunderts bzw. die Philosophie der Moderne wird mit Blick auf vier philosophische Themen dargestellt, die diese Epoche besonders prägen:

Freiheit, Intersubjektivität, Naturwissenschaften als Paradigma und Endlichkeit.Von Kant bis Foucault werden eine Auswahl grundlegender Ansätze zu diesen Themen behandelt.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie, Modul P2: Kommissionsprüfung zusammen mit Philosophiegeschichte der Neuzeit (20 min) Magister Theologie, Modul M 19: Mündliche Prüfung (15 min)

 

13 John Lockes Toleranzbriefe

Wiertz

HS G P2M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 16.15 – 17.50

 

Toleranz gilt als einer der zentralen ethischen und politischen Werte in einer liberalen pluralen Gesellschaft und entzieht sich zugleich einer allgemein akzeptierten erschöpfenden präzisen philosophischen Analyse. Eine wichtige Station in der Geschichte des liberalen Toleranzbegriffs stellt John Lockes erster Toleranzbrief dar (dem noch drei weitere als Antwort auf John Proasts Einwände folgten), in dem er grundlegende Argumente für die staatliche Tolerierung verschiedener religiöser Bekenntnisse formuliert. Dabei ist Lockes Toleranzbrief alles andere als ein philosophisches Glasperlenspiel, sondern wurde vor dem Hintergrund konkreter politischer Einschränkungen religiöser Tolerierung verfasst (die Aufhebung des Toleranzediktes von Nantes durch Ludwig XIV. und die Besteigung des englischen Throns durch den Katholiken Jakob II).

Literatur

John Locke: Ein Brief über Toleranz (Englisch - Deutsch); ed. u. übers. J. Ebbinghaus, Hamburg 1996.

 

John Locke: Second Treatise of Government and A Letter oncerning Toleration; ed. M. Godlie, Oxford 2016.

 

W. Baumgartner, Naturrecht und Toleranz. Untersuchungen zur Erkenntnistheorie und politischen Philosophie bei John Locke, Würzburg 1979.

 

W. Euchner, John Locke zur Einführung, Hamburg 1996.

 

E. Feser, Locke, Oxford 2007.

 

R. Forst, Toleranz im Konflikt. Geschichte, Gehalt und Gegenwart eines umstrittenen Begriffs, Frankfurt/Main 2003.

 

J. Horton; S. Mendus (Hgg.), John Locke. A Letter Concerning Toleration, London, Nw York 2004.

 

J. Marshall, John Locke. Resistance, Religion and Responsibility, Cambridge 1994.

 

J. Marshall, John Locke, Toleration and Early Enlightenment Culture, Cambridge 2006.

 

A. Tuckness, Locke and the Legislative Point of View. Toleration, Contested Principles, and the Law, Princeton 2002.

 

R. Vernon, THe Career of Toleration. JOhn Locke, Jonas Proast, and After, Montreal 1997.

Leistungsnachweis

Mit der regelmäßigen Teilnahme, der Lektüre der im Seminar behandelten Texte und der schriftlichen Beantwortung von Fragen und einer kurzen schriftlichen Seminararbeit können Leistungsnachweise erworben werden für: Bachelorstudium Philosophie: P 1 (Klassikerlektüre Neuzeit) Magisterstudium Theologie: M 15 und M 23.

 

14 Analytische Sprachphilosophie

Watzka

V G P3 M5
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Die moderne Sprachphilosophie begann als Kritik an der Bewusstseinsphilosophie und am Mentalismus, wonach der Geist über bedeutungstragende innere Vehikel des Denkens verfügt, mittels derer er äußere Gegenstände oder Sachverhalte repräsentieren kann. Die "Verstoßung der Gedanken aus dem Bewusstsein" (Michael Dummett) führte zu der Auszeichnung eines Bereichs geteilter Bedeutungen und deren Bindung an die Institution einer gemeinsamen Sprache. Gedanken werden durch die Sprache nicht nur übertragen, sondern auch erzeugt. Im Zentrum der zu einer Grundlagendisziplin aufgerückten Sprachphilosophie steht die Bedeutungstheorie, die vom Vorrang des Satzes vor den Wortbedeutungen und dem Zusammenhang von Bedeutung und Wahrheit ausgeht.

 

Die Wende zur Sprache (linguistic turn) war keine Episode, die auf die analytische Richtung beschränkt blieb. Die hermeneutische Variante der Sprachphilosophie (Heidegger, Gadamer, Ricoeur) rückt nicht Termini bzw. Sätze, vielmehr Texte, Sprachen und symbolisch strukturierte Weltbilder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Den Gedanken der Sinntotalität modifizierend hat die hermeneutische Sprachphilosophie neben der Texthermeneutik und der historischen Hermeneutik auch eine ontologische Hermeneutik bzw. Hermeneutik der menschlichen Existenz ausgebildet, die in vielfacher Weise die Anthropologie und Theologie des 20. Jahrhunderts beeinflusst hat.

 

In der Vorlesung wird es darum gehen, die neuere Geschichte des Fachs Revue passieren zu lassen und These zu verteidigen, dass nur Wesen, die sich an diskursiven Praktiken des Behauptens und Begründens beteiligen und in diesem Sinn Sprache haben, über begriffliche Gehalte verfügen, d.h. im anspruchsvollen Sinn denken.

Literatur

Charles Taylor, Das sprachbegabte Tier. Gründzüge des menschlichen Sprachvermögens, Berlin: Suhrkamp 2017

 

Gerald Posser / Matthias Flatscher, Sprachphilosophie. Eine Einführung (UTB 4126), Facultas: Wien 2016

 

Nikola Kompa (Hg.), Handbuch Sprachphilosophie, Stuttgart: Metzler 2015

 

Heinrich Watzka, Sprachphilosophie (Grundkurs Philosophie Band 11), Stuttgart: Kohlhammer 2014

 

 

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P 3): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Erkenntnistheorie. Magisterstudium Theologie (M 5): Mündliche Prüfung (20 Min.) vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission über eine Epoche der Philosophiegeschichte (Antike oder Mittelalter) und ein Gebiet der systematischen Philosophie (Erkenntnistheorie oder Sprachphilosophie). Die Prüfungskommission, die zeitgleich prüft, weist unmittelbar vor der Prüfung die Prüfer zu. Voraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme an der Übung „Logik“.

 

15 Einführung in die Aussagen- und Prädikatenlogik

Watzka

Ü P3 M5
1 st. - 2 LP (für P3) / 1.5 LP (für M5)

Mi 08.45 – 09.30

 

Die auf Aristoteles zurückgehende und in der scholastischen Theologie und Philosophie perfektionierte Syllogistik lässt sich zwanglos in die moderne Aussagen- und Prädikatenlogik integrieren, deren Merkmal die vollständige Formalisierbarkeit ist. Ziel der Übung ist die Vermittlung der Grundlagen der Formalisierung. Einfachere Schemata werden auf konkrete Textbeispiele angewandt und auf ihre Relevanz für das tatsächliche Argumentieren in Philosophie und Theologie hin durchsichtig gemacht.

Literatur

Winfried Löffler, Einführung in die Logik, Stuttgart: Kohlhammer 2008 (Grundkurs Philosophie Band 18)

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P 3): Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und das korrekte Lösen von Testaufgaben kann ein unbenoteter Leistungsnachweis in Logik I erworben werden. Magisterstudium Theologie (M 5): Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und das korrekte Lösen von Testaufgaben kann ein unbenoteter Leistungsnachweis in Logik erworben werden.

 

16 Erkenntnistheorie

Wiertz

V G P3 M5
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die menschliche Fähigkeit zur Erkenntnis von Wahrheit wurde und wird in der Philosophie und anderen Disziplinen immer wieder in Frage gestellt. Dagegen soll in dieser Vorlesung dafür argumentiert werden, dass wir prinzipiell fähig sind u.a. durch die Reflexion auf epistemische Gründe den Wahrheitswert von Propositionen zutreffend zu bestimmen.

Dafür muss allerdings geklärt werden, was unter “Wissen” und “Wahrheit” zu verstehen ist, was einen guten epistemischen Grund auszeichnet und warum relativistische und skeptizistische Positionen trotz ihrer prima facie-Plausibilität nicht überzeugen können. Da Erkenntnis nicht ein rein individuelle sondern auch ein soziales Phänomen ist, wird auch ein Einblick in die neuere soziale Erkenntnistheorie gegeben.

 

Literatur

Bernecker, S.; Pritchard, D. (Hg.), The Routledge Companion to Epistemology, New York 2014.

BonJour, L., Epistemology. Classic Problems and Contemporary Responses, Lanham 2002.

Greco, E.; Sosa, E. (Hg.), The Blackwell Guide to Epistemology, Malden, Oxford 1998.

Engel, P., Truth, Montreal, Kingston 2002.

Ernst, G., Einführung in die Erkenntnistheorie, Darmstadt 2007.

Grundmann, T., Analytische Einführung in die Erkenntnistheorie, Berlin 2007.

Hawthorne. J (Hg.)., Epistemology (Philosophical Perspectives 19), Malden, Oxford 2006.

N. Kompa; S. Schmoranzer (Hg.); Grundkurs Erkenntnistheorie, Münster 2014.

Moser, P.K. (Hg.), Empirical Knowledge. Readings in Contemporary Epistemology, Lanham, London 19962.

Moser, P. (Hg.), The Oxford Handbook of Epistemology, Oxford 2005.

Porter, S.L., Restoring the Foundations of Epistemic Justification. A Direct Realist und Conceptualist Theory of Foundationalism, Lanham 2006.

Steup, M.; Sosa, E. (Hg.), Contemporary Debates in Epistemology, Malden, Oxford 2005.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Das Fach Erkenntnistheorie ist Bestandteil der Kommissionsprüfung M 5. B A Phil: Für den Bestandteil Erkenntnistheorie in Modul P 3 wird zusätzlich der Lektürekurs zur Vorlesung Erkenntnistheorie benötigt.

 

17 Lektürekurs zur Vorlesung „Erkenntnistheorie“

Wahlberg

Anmeldung bitte bis 22.05.2020 an: ake.wahlberg@sankt-georgen.de

L G P3
1 st. - 2 LP

Mi 14.30 – 16.05
in der zweiten Semesterhälfte (ab dem 03.06.2020)

 

Anhand klassischer Texte der analytischen Erkenntnistheorie werden grundlegende epistemologische Begriffe und Problemstellungen erläutert.

Literatur

Die Texte werden in Moodle eingestellt.

Leistungsnachweis

Durch das selbständige Erarbeiten sämtlicher Texte sowie die aktive Teilnahme an den Sitzungen kann ein unbenoteter Leistungsnachweis erworben werden. Die erfolgreiche Teilnahme ist​ Voraussetzung für den Modulabschluss P3.

Hinweise

Der Kurs findet in der zweiten Semesterhälfte statt. Anmeldung bis spätestens 22.05.2020 an ake.wahlberg@sankt-georgen.de.

 

18 Philosophische Theologie

Wiertz

V G P4 M14
2 st. - 3 LP (für P4) / 4.5 LP (für M14)

Mo 14.30 – 16.00

 

Der theistische Gottesbegriff hat in der Geschichte der philosophischen Reflexion auf den Gottesbegriff eine wichtige Rolle gespielt und ist auch für die philosophische Auseinandersetzung mit der Vielfalt der Religionen bedeutsam.

 

Die Vorlesung soll mit dem theistischen Gottesbegriff und dessen philosophischer Bedeutung und Schwierigkeit bekanntmachen. Dazu wird nach der Möglichkeit von Aussagen über ein transzendentes Wesen gefragt, wesentliche Eigenschaften des theistischen Gottes behandelt, verschiedene Positionen zum Verhältnis zwischen religiösem Glauben und Vernunft vorgestellt und Argumente für und gegen die Wahrheit der Überzeugung von der Existenz des theistischen Gottes behandelt.

Literatur

- Beckermann, A., Glaube, Berlin 2013.

 

- Craig, W.L. (Hg.), Philosophy of Religion. A Reader and Guide, Edinburgh 2002.

 

- Kreiner, A., Das wahre Antlitz Gottes - oder was wir meinen, wenn wir Gott sagen, Freiburg 2006

 

- Löffler, W., Einführung in die Religionsphilosophie, Darmstadt 2006.

 

- Murray, M.J.; Rea, M., An Introduction to the Philosophy of Religion, Cambridge 2008.

 

- Oppy, G. (Hg.), The Routledge Handbook of Contemporary Philosophy of Religion, New York 2015.

 

- Perry, J., Dialog über das Gute, das Böse und die Existenz Gottes, Stuttgart 2012.

 

- Perry, J., Dialog über personale Identität und Unsterblichkeit, Stuttgart 2013.

 

- Ricken, F., Religionsphilosophie, Stuttgart 2003.

 

- Sans, G., Philosophische Gotteslehre. Eine Einführung, Stuttgart 2018.

 

- Schellenberg, J.L., Prolegomena to a Philosophy of Religion. Ithaca 2005.

 

- Schellenberg, J.L., The Wisdom to Doubt: A Justification of Religious Skepticism. Ithaca 2007.

 

- Schellenberg, J.L., The Will to Imagine: A Justification of Skeptical Religion. Ithaca 2009.

 

- Swinburne, R., Glaube und Vernunft, Würzburg 2009.

 

- Tetens, H., Gott denken: Ein Versuch über rationale Theologie, Stuttgart 2015.

 

- Zagzebski, L., The Philosophy of Religion. An Historical Introduction, Malden/MASS, Oxford 2007

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Mündliche Kommissionsprüfung (20 Min.) gemeinsam mit Metaphysik (P 4). Die Teilnahme am Lektürekurs zur Vorlesung Philosophische Theologie ist verpflichtend. Magisterstudiengang Theologie: Kommissionsprüfung (20 Min) mit Fundamentaltheologie (Theologie der Religionen; Weltkirche und Mission) (Bestandteil von M 14).

 

19 Lektürekurs zur Vorlesung „Philosophische Theologie“

Wahlberg

Anmeldung bitte bis 22.05.2020 an: ake.wahlberg@sankt-georgen.de

L G P4
1 st. - 2 LP

Mi 14.30 – 16.05
in der ersten Semesterhälfte (bis zum 27.05.2020)

 

In Anlehnung an die Vorlesung „Philosophische Theologie“ werden Argumente für und gegen die Existenz Gottes sowie für und gegen die Rationalität des christlichen Glaubens erörtert und diskutiert.

Literatur

Die Texte werden in Moodle eingestellt.

Leistungsnachweis

Durch das selbständige Erarbeiten sämtlicher Texte sowie die aktive Teilnahme an den Sitzungen kann ein unbenoteter Leistungsnachweis erworben werden. Die erfolgreiche Teilnahme ist​ Voraussetzung für den Modulabschluss P4.

Hinweise

Der Kurs findet in der ersten Semesterhälfte statt. Anmeldung bis spätestens 20.04.2020 an ake.wahlberg@sankt-georgen.de.

 

20 Politische Ethik

Hofmann

V G P10 M20
2 st. - 3 LP (für P10) / 4.5 LP (für M20)

Do 14.30 – 16.05

 

Viele Themen der angewandten Ethik sind in hohem Maß Themen der Politik. Man denke beispielsweise an bioethische Fragen wie jene nach dem assistierten Suizid (2015 kontrovers diskutiert und seit dem BVerfG-Urteil von März 2020 neu zu regeln) oder an medizinethische Fragen wie jene nach der Finanzierung nicht-invasiver Methoden der Pränataldiagnostik durch die gesetzlichen Krankenkassen (2019 neu geregelt). PhilosophInnen und TheologInnen müssen in diesen Debatten ebenso selbstverständlich Stellung beziehen wie kirchliche Gremien. Dies wirft sehr elementare Fragen auf: jene nach den verschiedenen Konzeptionen „öffentlicher Vernunft“, jene nach dem Verhältnis von Moral und Recht sowie Moral und Politik und auch jene nach dem politischen Öffentlichkeitsanspruch der Kirche in ethischen Fragen. Die Vorlesung zur politischen Ethik wird in die genannten Grundfragen einführen und einschlägige Positionen präsentieren und diskutieren. Der zweite Teil der Vorlesung ist zeitgenössischen Gerechtigkeitstheorien gewidmet (Rawls, Walzer, Egalitarismus). Im dritten Teil werden ausgewählte Themen der politischen Ethik behandelt, nicht zuletzt Themen der Friedensethik.

Literatur

Bock, Veronika u.a. (Hg.), Christliche Friedensethik vor den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, Münster 2015.

Kühnlein, Michael (Hg.), Das Politische und das Vorpolitische. Über die Wertgrundlagen der Demokratie, Baden-Baden 2014.

Kühnlein, Michael (Hg.), Kommunitarismus und Religion, Berlin 2010.

Meyer, Thomas, Was ist Demokratie? Eine diskursive Einführung, Wiesbaden 2009.

Meyer, Thomas, Was ist Politik? 3. akt. u. ergänzte Aufl., Wiesbaden 2010.

Rawls, John, Politischer Liberalismus, Frankfurt a.M. 1998.

Schaupp, Walter, Gerechtigkeit im Horizont des Guten, Freiburg i.Ue. – Freiburg i.Br. 2003.

Werkner, Ines-Jacqueline / Ebeling, Klaus (Hg.), Handbuch Friedensethik, Wiesbaden 2017.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 20: Bestandteil der Schlussprüfung; BA Phil. P 10: Mündliche Prüfung (15 Min.)

 

21 Kolloquium zur Vorlesung "Politische Ethik"

Hofmann

Koll G P10 M20
1 st. - 1.5 (nur für P10) LP

Do 16.15 – 17.00

 

Das Kolloquium dient der Vertiefung der in der genannten Vorlesung besprochenen Themen. Es bietet die Möglichkeit, einige der hierfür wichtigen Grundlagentexte (v. a. Texte der Pflichtlektüre) zu diskutieren. Für Studierende des Magisterstudiengangs Theologie besteht keine Teilnahmepflicht. Allerdings ermöglicht die regelmäßige und aktive Teilnahme die kontinuierliche Aneignung der prüfungsrelevanten Stoffe der Vorlesung. Im Bachelorstudiengang Philosophie wird das Kolloquium für Modul P 10 angeboten. Im Rahmen dieses Moduls besteht Teilnahmepflicht. Die Anmeldung erfolgt in der ersten Sitzung.

Literatur

Der Lektüreplan des Semesters wird in der ersten Sitzung ausgegeben. Die Texte werden über Moodle erhältlich sein.

Leistungsnachweis

Da es sich um ein „Kolloquium zur Vorlesung“ handelt, besteht keine Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

22 Theorien der Gegenwartskunst

Watzka

HS G P12 M15
2 st. - 6 LP (für P12) / 4 LP (für M15 M23)

Mi 16.15 – 17.45

 

„Ästhetik“ als Name für die philosophische Reflexion auf die schönen Künste hat sich zwar erst im 18. Jahrhundert eingebürgert, der Sache nach ist diese Reflexion so alt wie die Philosophie. Kunst stellt sich dabei als etwas Wandelbares und durch und durch Kontingentes heraus. Hegels Diktum vom „Ende der Kunst“ befruchtet bis heute die Debatte über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Künste. Damit es Kunst gibt, genügt es nämlich nicht, dass es Maler und Dichter, Musiker und Tänzer gibt. Damit es ästhetisches Empfinden gibt, genügt es nicht, dass wir Vergnügen daran finden, dieses oder jenes zu sehen oder zu hören. Die Entstehung und Identifizierung von etwas als eines Kunstwerks setzt einen komplizierten Prozess von Unterscheidungen, Überblendungen, Denk- und Sehweisen voraus. Das Spezifische der modernen Kunst besteht darin, dass sie einerseits radikal autonom sein will und andererseits unser Leben verändern will. Sie wirft dabei Fragen auf, die auch für die Philosophie von größter Bedeutung sind und von ihr aufgegriffen werden müssen. Das soll im Seminar exemplarisch an ausgewählten neueren Beiträgen zur Kunstphilosophie geschehen.

 

ZEITPLAN:

 

29.04.: Einführung durch den Seminarleiter

 

06.05.: Hegels Erben (Robert B. Pippin, Kunst als Philosophie. Hegel und die moderne Bildkunst. Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2011)

 

13.05.: Kunst und Wahrheit I (Martin Heidegger, Der Ursprung des Kunstwerkes 1935)

 

20.05.: Kunst und Wahrheit II (Theodor W. Adorno, Vorlesungen zur Ästhetik 1958/59)

 

27.05.: Unter dem Vorzeichen des Erhabenen (Jean-François Lyotard, Das Erhabene und die Avantgarde 1989)

 

03.06.: Was macht ein Objekt zum Kunstwerk? (Arthur C. Danto, Die Verklärung des Gewöhnlichen 1984)

 

10.06.: Ästhetik als Regime der Identifizierung der Künste (Jacques Rancière, Das Unbehagen in der Ästhetik 2013)

 

17.06.: Das Spiel der Erscheinungen (Martin Seel, Ästhetik des Erscheinens 2003)

 

24.06.: Kunst als Feld der Kraftentfaltung (Christoph Menke, Die Kraft der Kunst 2013)

 

01.07.: Kunst als Reflexionsform menschlicher Praxis (Georg W. Bertram, Kunst als menschliche Praxis 2014)

 

08.07.: Gibt es ein Denken in den Künsten? (Dieter Mersch, Epistemologien des Ästhetischen 2018)

 

15.07.: Kritik des gegenwärtigen Schönheitskults (Byung-Chul Han, Die Errettung des Schönen 2015)

 

Literatur

Adorno, Theodor W., Nachgelassene Schriften. Abteilung IV: Vorlesungen - Band 3: Ästhetik (1958/59), Berlin: Suhrkamp 2017

 

Bertram, Georg W., Kunst als menschliche Praxis. Eine Ästhetik, Berlin: Suhrkamp 2014

 

Danto, Arthur C., Die Verklärung des Gewöhnlichen. Eine Philosophie der Kunst, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1984

 

Han, Byung-Chul, Die Errettung des Schönen, Frankfurt a.M.: Fischer 2015

 

Heidegger, Martin, Der Ursprung des Kunstwerkes. Mit der „Einführung“ von Hans-Georg Gadamer und der ersten Fassung des Textes (1935), hg. v. Friedrich-Wilhelm von Herrmann, Frankfurt a.M.: Klostermann 2012

 

Lyotard, Jean-François, Das Inhumane. Plaudereien über die Zeit, hg. v. Peter Engelmann, Wien: Passagen 1989

 

Lyotard, Jean-François, Philosophie und Malerei im Zeitalter ihres Experimentierens, Berlin: Merve 1986

 

Menke, Christoph, Die Kraft der Kunst, Berlin: Suhrkamp 2013

 

Mersch, Dieter, Epistemologien des Ästhetischen, Berlin: Diaphanes 2018

 

Pippin, Robert B., Kunst als Philosophie. Hegel und die moderne Bildkunst. Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2011, Berlin: Suhrkamp 2012

 

Rancière, Jacques, Das Unbehagen in der Ästhetik, Wien: Passagen 2016

 

Rancière, Jacques, Aisthesis. Vierzehn Szenen, Wien: Passagen 2013

 

Seel, Martin, Ästhetik des Erscheinens, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2003

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P12): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen eines einführenden Referats über einen der angegebenen Autoren sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar erworben werden. Magisterstudium Theologie (M15 oder M 23): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen eines einführenden Referats über einen der angegebenen Autoren sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie erworben werden.

Hinweise

Anmeldung per Email (watzka@sankt-georgen.de) oder Telefon (069 6061250) bis zum 20. April ist unbedingt erforderlich, da die Referate vor Beginn des Seminars vergeben werden müssen.

 

24 Personen. Philosophische Streifzüge durch das, was wir sind

von Heereman

V/Koll G
2 st.

Mo 19.00 – 20.30

 

Alles ist dem Menschen verständlicher als er sich selbst. Ein Wunder ist das nicht, denn der Mensch weist Dimensionen auf, die nicht zueinander zu passen scheinen: einerseits geistig, andererseits körperlich; einerseits frei, andererseits tausendfach determiniert; vielfach bedingt, aber von unbedingter Würde; endlich, aber mit einem unendlichen Horizont; ein Ich nur deshalb, weil er jemandes Du ist. Immer sind diese Spannungspole seiner Existenz auch existenzielle Herausforderungen. So erklärt sich die Versuchung, die Wirklichkeit um wesentliche Dimensionen zu verkürzen. Dabei gibt es glückendes Personsein nur im vieldimensionalen Ganzen. In Vortrag und Diskussion wollen wir uns dem nähern, was wir sind. Dabei stehen folgende Themen im Mittelpunkt: Raum, Leib, Sprache, Zeit, Freiheit, Gewissen, Tod, Liebe, Gottesbezug.

Leistungsnachweis

Hinweise

Eine Kooperation der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen und der Jörg-Splett-Gesellschaft für christliches Denken e.V.

 

96 Ästhetik von Raum und Zeit in der bildenden Kunst

Scholz

Anmeldung bitte an Herrn Dr. Scholz: s.scholz@dom-frankfurt.de

Ü G P13 M22
2 st. - 3 LP

Mi 14.00 – 17.00
Termine: 15.04.2020, 29.04.2020, 06.05.2020, 27.05.2020, 10.06.2020, 17.06.2020, 08.07.2020

 

Raum und Zeit liegen allem menschlichen Erkennen und Erleben als ihr Ermöglichungsgrund voraus.

Sie erst eröffnen Geschichte.

Die Übungen möchten in der Auseinandersetzung mit philosophischen und theologischen Texten

im Kontext der Begehung von sakralen, profanen und öffentlichen Räumen und in der Begegnung mit Kunst

ein Gespür für die räumliche und zeitlichliche Dimension menschlicher Existenz schärfen.

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (unbenotet)

 

110 Einführung in Pädagogik und Psychologie

Wagener

Anmeldung bitte an: wagener@sankt-georgen.de

L/Ü G P13 M15
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Wer heute Pädagogik sagt, der denkt vielleicht an Kleinkindererziehung und Familienerziehung, an Schul-, Freizeit-, Religions- und Sozialpädagogik, an Jugend- und Sozialarbeit sowie an Erwachsenenbildung und Gerontagogik (also: Weiterbil-dung älterer Menschen, Alterspädagogik).

All das ließe sich beliebig ergänzen. Denn die pädagogischen Anforderungen und Situationen sind scheinbar unüberschaubar differenziert. Doch trotz dieser Differenziertheit geht es um etwas Gemeinsames, um das „Pädagogische“, um den roten Faden, der die verschiedenen Situationen durchzieht und es möglich macht, sie unter eine gemeinsame Perspektive zu stellen. Wer dies versucht, steht im Feld pädagogischer Theoriebildung und pädagogischer Grundbegriffe.

Da Theologie und Philosophie zu den Geburtshelfern der Pädagogik zählten, verwundert es nicht, wenn sich die pädagogische Disziplin über lange Zeit als Geisteswissenschaft verstand. Pädagogische Vorgänge, so lautete die Grundüberzeugung der geisteswissenschaftlichen Pädagogik, lassen sich nicht „von außen“ beschreiben und erklären, sondern „von innen“ her verstehen. Später kam der empirische Gedanke dazu, pädagogische Phänomene wurden empirisch „vermessen“, was den geisteswissenschaftlichen Pädagogen schlicht vermessen schien. Ging es zunächst um die Grenzlinien zwischen Verstehen und Erklären, zwischen Hermeneutik und Empirie, so ging es in der Folgezeit um Differenzen zwischen positivistischen und kritischen Wissenschaftsverständnis. Schließlich stößt die Pädagogik auf die Widerspruchslage von Mündigkeitsanspruch und faktischer Fremdbestimmung. Beide Aspekte bilden die spannungsreiche Hintergrundfolie pädagogischer Theorieentwicklung.

In der Regel gibt es in pädagogisch und auch psychologisch relevanten Fragen nicht eine einzige anerkannte Position, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher, oft sogar auch entgegengesetzter Ansichten, die alle mit mehr oder weniger guten Gründen vorgetragen werden. Insofern genügt es also nicht, sich einfach einer Ansicht anzuschließen. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Vorstellungen zu prüfen und durch Abwägen der Argumente zu einem eigenen Urteil zu gelangen.

Dazu werden wir uns nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Pädagogik auch mit den (geisteswissenschaftlichen, kritisch-rationalen und konstruktivisti-schen) Richtungen der Erziehungswissenschaft beschäftigen. Wir werden die Methoden der Erziehungswissenschaft (klassische Hermeneutik, empirische Methode, methodischer Ansatz der Kritischen Erziehungswissenschaft) kennenlernen. Ferner stellt sich die Frage, ob und warum der Mensch auf (religiöse) Erziehung angewiesen ist?

Im Anschluss daran wenden wir uns der Pädagogischen Psychologie mit ihrem Hauptthema „Lernen und Lehren“ und der Allgemeinen Psychologie (Wahrneh-mung, Gedächtnis, Denken und Sprechen, Emotionen und Motivationen) zu. Unabdingbar ist die Beschäftigung mit der Entwicklungspsychologie, der Persönlich-keits- und Tiefenpsychologie sowie der Bindungstheorie, der Sozial- und Religionspsychologie.

 

Literatur

Zum Einstieg (siehe auch Semesterapparat):

 

Veronika Brandstätter und Jürgen H. Otto (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psy-chologie – Motivation und Emotion, Göttingen 2009.

 

Andreas Dörpinghaus, Ina K. Uphoff, Grundbegriffe der Pädagogik, Darmstadt 2011.

 

Erik H. Erikson, Kindheit und Gesellschaft, Stuttgart 11., veränd. Auflage 1992.

 

Martin Fromm, Einführung in die Pädagogik: Grundfragen, Zugänge, Leistungs-möglichkeiten, Münster 2015.

 

Joachim Funke und Peter A. Frensch (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psycholo-gie – Kognition, Göttingen 2006.

 

Bernhard Grom, Religionspsychologie, München 3., vollständig überarbeitete Auf-lage 2007.

 

H. Gudjons, Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn 2008.

 

Marcus Hasselhorn, Andreas Gold, Pädagogische Psychologie. Erfolgreiches Ler-nen und Lehren, Stuttgart 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2013.

 

S. Heine, Grundlagen der Religionspsychologie, Göttingen 2005.

 

K. Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis, Freiburg Schweiz 2002.

 

H.-Chr. Koller, Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft. Eine Einführung, 2009.

 

Ludwig A. Pongratz, Pädagogische Theorie für kritische Köpfe: Einführung in die Pädagogik, Darmstadt 2019.

 

Ingrid Scharlau, Jean Piaget zur Einführung, Hamburg 3., überarbeitete Auflage 2013.

 

Wolfgang Schneider und Marcus Hasselhorn (Hrsg.), Handbuch der Pädagogischen Psychologie, Göttingen 2008.

 

Leistungsnachweis

Für Philosophiestudierende: Aktive Teilnahme und unbenotete Präsentation Für Theologiestudierende: Aktive Teilnahme und benotete Präsentation

Einleitung in die Heilige Schrift

 

30 Biblische Einleitungswissenschaften II

Peetz

V G M1
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung rekonstruiert auf der Basis biblischer und außerbiblischer Quellen die Geschichte des Frühjudentums. Es handelt sich hierbei um die Epochen des hellenistischen und römischen Zeitalters von Alexander dem Großen (333 v.Chr.) bis zum Bar-Kochba-Aufstand (135 n.Chr.). Diese Geschichte stellt den Referenz- und Zeitrahmen der Entstehung der Spätschriften des Alten Testaments sowie der neutestamentlichen Schriften dar. Vor dem Hintergrund dieser Geschichte wird die Vorlesung in einem zweiten Schritt die vier neutestamentlichen Evangelien untersuchen hinsichtlich ihrer literarischen Form und Gattungszugehörigkeit, ihrer Quellen und vermutlichen Entstehungssituationen, ihrer Aussageabsichten und theologischen Grundlinien.

Literatur

Lehrbuch:

Peetz, Melanie, Das biblische Israel. Geschichte – Archäologie – Geographie (Verlag Herder), Freiburg 2018.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 1): Mündl. Prüfung Einleitungswissenschaften I und II als gemeinsame Prüfung (eine Teilung des Stoffes ist auf Wunsch der Studierenden möglich)

 

31 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift II

Peetz

V G M14
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Der Vorlesungszyklus zur religionswissenschaftlichen Umwelt der Bibel umfasst zwei Lehrveranstaltungen, die den Einfluss der jeweiligen geistigen und religiösen Strömungen auf die biblische Literatur aufzeigen und reflektieren wollen: Inwieweit und inwiefern waren die biblischen Autoren von Kultur und Religion ihrer Umwelt beeinflusst und welche Auswirkungen haben diese Einflüsse auf die Entstehung des Juden- und Christentums? Anhand der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den „benachbarten“ Religionen soll das Spezifische des Juden- und Christentums herausgearbeitet und schließlich auch reflektiert werden, in welchem Beziehungsverhältnis das Judentum zum Christentum selbst steht.

 

Die zweite in diesem Sommersemester stattfindende Lehrveranstaltung „religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift II“ untersucht schwerpunktmäßig die religiösen und kulturellen Transformationsprozesse der Antike, die für die Entstehung des heutigen Juden- und Christentums maßgeblich geworden sind. Das heißt es geht um das spannende Beziehungsverhältnis von Juden, Griechen, Römern und Christen in Anpassung und Abgrenzung von einander: Wie sieht das Frühjudentum zur Zeit Jesu aus und welche Relevanz hat es für die neutestamentlichen Schriften? Welche Rolle spielen hellenistisch- römische Strömungen für das Frühjudentum und für das Neue Testament und wie genau sieht die wechselseitige Beeinflussung aus? Mit Fragen dieser und ähnlicher Art werden wir uns in dieser Lehrveranstaltung beschäftigen, insbesondere auf der Grundlage biblischer und außerbiblischer Textzeugnissen.

Literatur

wird in der Vorlesung bekannt gegeben

 

Leistungsnachweis

Magisterstudiengang: mündliche Prüfung, M14 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift

 

32 Gender and Diversity in Biblical Studies Leitung: Prof. Dr. Melanie Peetz Prof. Dr. Elisabeth Schüssler Fiorenza (Havard Divinity School) Prof. Dr. Renate Jost (Augustana-Hochschule Neuendettelsau) Prof. Dr. Ute Eva Eisen (Universität Gießen)

Peetz

Ü G

Do 14.05.2020
14.00 Vortrag
15.00 – 18.00 Workshop

 

Online-Workshop: Gender und Diversität/Intersektionalität in Biblischen Studien.

14. Mai, 14-18 Uhr

 

 

Dieser Workshop ist eine Kooperationsveranstaltung der Harvard University, Mass./USA, der Augustana Hochschule Neuendettelsau, der Universitäten Würzburg und Gießen sowie der Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt am Main

 

Im Mittelpunkt stehen intersektionale und diversitätsorientierte Zugänge zu biblischen Texten.

 

Die Neutestamentlerin Prof.in Dr. h.c. mult. Elisabeth Schüssler-Fiorenza von der Harvard-University, als Feministische Theologin der ersten Stunde bekannt, legt in ihren Studien zu biblischen Texten Perspektiven auf das Verhältnis von Macht und Diversität frei. In diesem Workshop werden wir mit ihr einen ihrer Texte diskutieren, um an diesen anknüpfend den Ansatz intersektionaler Bibelauslegung zu vertiefen.

Die Bibelwissenschaftlerinnen Prof.in Dr. Ute E. Eisen, Prof.in Dr. Renate Jost, Prof.in Dr. Melanie Peetz und PD Dr. Heidrun Mader haben ebenfalls Forschungsschwerpunkte im Bereich der Intersektionalitätsdebatte im Blick auf biblische Studien. Alle vier Exegetinnen bieten in diesem Workshop konkrete Arbeit an biblischen Texten an.

Prof.in Dr. Ilona Nord bearbeitet Fragen von Diversität, Intersektionalität und Inklusion im Rahmen der Religionspädagogik. Sie stellt die Bedeutung dieser Ansätze für das Verständnis von Theologie und Religionspädagogik in den Mittelpunkt. PD Dr. Gotlind Ulshöfer, Lehrbeauftragte im Masterstudiengang Diversitätsmanagement, Religion und Bildung an der Universität Würzburg, wird die ethischen Implikationen einer intersektional orientierten Bibelauslegung einbringen.

Nicht zuletzt wird insgesamt auch deutlich werden, welches Potential eine solche Exegese für Kirche und Gesellschaft heute hat.

 

Im Workshop werden kurze Vorträge der Lehrenden und angeleitete Diskussionsrunden, die die studentische Beteiligung an der Debatte stark machen, die wichtigsten Formate sein. Eine Ertragssicherung im interaktiven Format schließt die Veranstaltung ab.

 

Anmeldung bis spätestens 1. Mai 2020 an peetz@sankt-georgen.de

 

Voraussetzung: vorausgesetzt wird die Lektüre und Aufarbeitung vorab bereitgestellter Materialien (voraussichtlich zwei bis drei Artikel)

 

Literatur

Literaturhinweise werden nach der Anmeldung bekannt gegeben

 

Leistungsnachweis

Exegese des Alten Testaments

 

33 Die Psalmen

Böhler

Ü M9
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20
in der ersten Semesterhälfte (bis zum 04.06.2020)

 

Athanasius von Alexandrien berichtet im Brief an Marcellinus (PG 27,12ff) ein Wüstenvater habe einst zu ihm gesagt: „Ja, in den übrigen Büchern der hl. Schrift, hörst du nur das Gesetz, das anordnet, was du tun sollst und was du nicht tun darfst. Du vernimmst die Prophezeiungen, so dass du lediglich weißt, dass der Heiland kommen wird. … Wer dagegen den Psalter liest, erfährt nicht nur diese Dinge; er lernt in ihm außerdem noch die Regungen seiner eigenen Seele kennen und bekommt über sie Aufschluss. … So wird ein jeder die Erfahrung machen, dass diese göttlichen Gesänge für uns und die Regungen und Befindlichkeiten unserer Seele wie geschaffen sind“. Oder kürzer Rainer Maria Rilke: "... habe schließlich die Psalmen gelesen, eines der wenigen Bücher, in denen man sich restlos unterbringt".

Der Psalter ist das hauptsächliche Meditationsbuch Israels und das wichtigste Gebetbuch der Kirche. Kein Buch wird häufiger im NT zitiert. Es war Jesu Lieblingsbuch.

Ziel der Veranstaltung ist es, durch Übungen (Hausaufgaben) und interaktiven Unterricht Psalterexegese und Psalmenexegese zu verbinden, d.h. die einzelnen Gedichte im Detail zu analysieren und zugleich eine Idee von dem Drama zu bekommen, das sich im Gesamtbuch zwischen Ps 1 und Ps 150 abspielt.

Die Veranstaltung ist ein einstündiger Bestandteil des Moduls 9, wird aber ein halbes Semester lang doppelstündig durchgeführt. Es werden wöchentlich Übungsaufgaben gestellt.

Aus diesen Übungen ergibt sich wesentlich der Leistungsnachweis: Bestanden oder nicht bestanden. Mit dem Übungscharakter verbunden ist offensichtlich eine Anwesenheitspflicht, wie sie sonst nur bei Seminaren gilt.

Literatur

F.L. Hossfeld/E. Zenger, Psalmen; L. Alonso Schökel, Salmi; B. Weber, Werkbuch Psalmen.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 9): Durch semesterbegleitende schriftliche Übungen wird der unbenotete Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erworben werden.

 

34 Kohelet

Böhler

V G M16
2 st. - 4 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Was ist Glück? Kann Leben als cursus ad mortem überhaupt glücken? Wenn ja, wie ist das Glück zu finden in all dem Unglück und Missglücken? Der Philosoph Kohelet geht der Frage in Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen hellenistischen Philosophie nach und gibt eine genuin israelitische Antwort. Der Kirchenvater Hieronymus (Koheletkommentar = Commentarius in Ecclesiasten, CCL 72, I 1) sieht in den drei salomonischen Büchern des hebräischen Kanons (Spr, Koh, Hld) einen Parallel- oder gar Gegenentwurf zum hellenistischen Bildungsprogramm: Griechische Philosophie lehrt zuerst Ethik (wie man leben soll), dann Physik (wie die Welt ist), dann Theologie (Gotteserkenntnis). Ebenso lehren die salomonischen Sprichwörter zuerst den jugendlichen Menschen (Spr 1,4.8.10) „de officiis per sententias“, in Kohelet den erwachsenen gewordenen (Koh 11,9) „ne quidquam in mundi rebus putet esse perpetuum, sed caduca et brevia universa quae cernimus“, bevor im Hohenlied der Gipfel dieses geistlich-sittlichen Weges erreicht wird: die Begegnung mit dem Bräutigam. Damit der letzte Schritt gelingen kann, ist für den Erwachsenen der mittlere, den Kohelet lehrt, der entscheidende: desillusioniert erkennen, was diese Welt gibt und was nicht und woher das wahre Glück kommt.

Literatur

N. Lohfink, Kohelet (NEB); L. Schwienhorst-Schönberger, Kohelet (HThKAT); E. Birnbaum, L. Schwienhorst-Schönberger, Das Buch Kohelet (NSK).

Leistungsnachweis

Magisterstudium M 16: Teil der mündlichen Kommissionsprüfung, Exegese eines prophetischen oder sapientialen Texts

 

35 Hebräische Lektüre

Böhler

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Literatur

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

 

36 Exegetisches Oberseminar

Böhler

OS A
1 st. - 4 LP

nach Vereinbarung

 

Die Arbeiten der teilnehmenden Doktoranden werden besprochen.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

Exegese des Neuen Testaments

 

37 Vom Reich Gottes erzählen: Narrative Christologie und Eschatologie in der Bibel

Wucherpfennig

V G M8
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung geht Leben und Hoffnungen der ersten Nachfolger Jesu nach, wie sie in den ältesten Evangelien Ausdruck gefunden haben. Das Reich Gottes ist Hoffnung für die Armen. Arme sind in der Welt der Bibel besonders von den Mächten des Todes bedroht. Die Auferstehung ist das Zeichen, dass Gottes Macht stärker ist als der Tod. So ist es schon im "Alten Testament", der Bibel Jesu und der ersten Männer und Frauen, die ihm gefolgt sind.

Messias ist am Anfang nicht ein Titel einer einzelnen Person, sondern Ausdruck für Gottes Nähe zu den Armen. Sie drückt sich in Gottes Gesalbten aus, die ihnen diese Frohe Botschaft verkünden (vgl. Jes 61,1-3). Die ältesten Evangelien lassen Jesus und sein Wirken als einen solchen Gesalbten erkennen.

Literatur

Stefan Schreiber, Die Anfänge der Christologie. Deutungen Jesu im Neuen Testament, Neukirchen-Vluyn 2015.

Luise Schottroff, Wolfgang Stegemann, Jesus von Nazareth Hoffnung der Armen, Stuttgart, Berlin, Köln 1978.

Martin Hengel, Anna Maria Schwemer, Jesus und das Judentum, Tübingen 2007.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 8 Jesus Christus und Gottesherrschaft - Modulklausur zusammen mit Christologie 1 und Eschatologie.

Hinweise

Sobald Präsenzveranstaltungen wieder möglich sind, gibt es ein freiwilliges Lektüreangebot zum griechischen Text der Evangelien.

 

38 Der Leib in Philosophie und Theologie

Wucherpfennig

Das Hauptseminar entfällt im SoSe 2020 und findet stattdessen im WiSe 2020/21 statt.

HS G M16
2 st. - 4 LP

Fr 24.04.2020 bis So 26.04.2020 an der Universität Innsbruck
Do 21.05.2020 bis Sa 23.05.2020 in Sankt Georgen

 

Ursprünglich als Kooperationsveranstaltung mit Innsbruck geplant. Wird verschoben.

Leistungsnachweis

Veranstaltung wird verschoben!

 

39 Griechische Lektüre

Wucherpfennig / Hühe

L G
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die Lektüre soll, auch in Absprache mit den TeilnehmerInnen, anspruchsvollere Texte wie Platons Gleichnisse in der Politeia oder die Salomonische Weisheit in der Septuaginta zum Gegenstand haben.

Die Einzelheiten werden in der ersten Sitzung vereinbart (s.u.).

Literatur

Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Veranstaltung ausgeteilt, ebenso dazugehörige Literatur.

Leistungsnachweis

Teilhahme-Nachweis

Hinweise

Zeit und Ort nach Vereinbarung (s. Vorbesprechung/Ankündigung im Hochschulgebäude oder per Mail/Tel. zu erfragen).

 

40 Neutestamentliches Oberseminar Gießen – Mainz – Frankfurt

Wucherpfennig

Blockveranstaltung, Termin wird noch bekanntgegeben

OS A

Sa 16.05.2020

 

Oberseminar für Doktoranden. Geplant: 16. Mai 10.00 bis 16.00 Uhr in Mainz.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis für Studierende in der Abschlussphase des Mag Theol und Studierende im postgradualen Bereich.

Kirchengeschichte

 

50 Grundvollzüge der Kirche in den ersten Jahrhunderten

J. Arnold

V G M9
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05

 

 

Die christliche Identität entfaltet sich ausgehend vom Osterereignis und seiner Verkündigung, von seiner liturgischen Vergegenwärtigung und seiner Umsetzung in eine entsprechende Lebenspraxis. Die Vorlesung, die sich mit der Entstehung und Entwicklung des kirchlichen Lebens in den ersten Jahrhunderten befasst, hat dementsprechend folgende Schwerpunkte:

 

● Frühkirchliche Theologie und Verkündigung

(die Frage nach der Wahrheit in Auseinandersetzung mit Judentum, Philosophie, heidnischen Religionen, Häresien)

● Frühe Formen des christlichen Gebets und Gottesdienstes; Anfänge des sakramentalen Lebens in der Alten Kirche (Bekehrung – Katechumenat – Taufe; Eucharistie; altkirchliche Bußpraxis)

● Die Praxis christlicher Nächstenliebe in den ersten Jahrhunderten

(die Sorge für den Mitchristen; die Sorge für den Mitmenschen)

● Der Aufbau von Gemeindestrukturen (Ämter und Dienste; christliche Gemeinden im Römischen Recht)

 

 

Literatur

 

Für einen ersten Überblick:

 

Ernst Dassmann, Kirchengeschichte I. Ausbreitung, Leben und Lehre der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten (Kohlhammer Studienbücher Theologie; Bd. 10), 3. Auflage, Stuttgart 2012.

 

Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, 3. Auflage, München 2017.

 

Adolf Martin Ritter, Alte Kirche (Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen; Bd. 1), 12., neu bearbeitete Auflage, Göttingen 2019.

 

Weitere Literatur wird im Laufe der Vorlesung angegeben.

 

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Mündliche Prüfung im Rahmen von M 9 (gemeinsam mit den Fächern Dogmatik [Vorlesung „Theologie des geistlichen Lebens“] und Liturgiewissenschaft [Vorlesung „Sakramentliche Feiern und Tagzeitenliturgie“]). Voraussetzung für die Zulassung zur Kommissionsprüfung ist die erfolgreiche Teilnahme an der Übung Exegese AT („Psalmen“). Diplomstudium: SbL Alte Kirchengeschichte

 

51 Kirchenreformen

J. Arnold

V G M17
2 st. - 4.5 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Dass „die Kirche stets reformbedürftig“ (ecclesia semper reformanda) ist, war nicht erst die Überzeugung der Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils (s. LG 8,3). ‚Selbstkritik‘ innerhalb der Kirche ist bereits in den Paulusbriefen feststellbar und ‚Reformversuche‘ lassen sich schon aus den Briefen der Apostolischen Väter ableiten. Die Vorlesung hat das Ziel, in einem Durchgang durch die Kirchengeschichte aufzuzeigen, welchen Wandlungen das Verständnis des Begriffs ‚Re-form‘ innerhalb der Kirche(n) unterlag und welche Gegebenheiten jeweils aufgrund welcher Entwicklungen als reformbedürftig angesehen wurden. Als Beispiele behandelt werden sollen etwa: Selbstkritik im Neuen Testament und ihre Verwendung in der antiken antichristlichen Polemik (Celsus, Porphyrius, Julian Apostata) – Innerkirchliche Kritik an Gemeinden und Amtsträgern in (außerkanonischer) christlicher Literatur des 1. bis 5. Jahrhunderts (1. Klemensbrief; Didache; Hieronymus, Sulpicius Severus ...) – Versuche einer Kirchenreform im 4. und 5. Jahrhundert (z.B. ‚Entweltlichung‘ durch Enthaltsamkeit der Amtsträger; ‚Mönchsbischöfe‘; freiwillige Armut; verstärkte Armenfürsorge; Priszillianer; Donatisten) – ‚Karolingische Reform‘ – Klosterreformen des 10. und 11. Jahrhunderts (Cluny; Gorze) – Die zisterziensische Erneuerung – Gregorianische Reform (Reformpapsttum; Investiturstreit) – Die Armutsbewegung (Waldenser; Katharer/Albigenser; Bettelorden) – Die ‚Reformkonzilien‘ des 15. Jahrhunderts (Pisa 1409, Konstanz 1414–1418, Pavia-Siena 1423/24, Basel 1431–1437 bzw. 1449) – Devotio moderna – Reformversuche des 16. Jahrhunderts vor Trient (Luther; Hadrian VI; J. Gropper) – Zu weiteren Entwicklungen der Reformation (Luther; Zwingli; Calvin ...) – Das Konzil von Trient und seine Folgen – Josephinismus – Kirchliche Erneuerung nach der Säkularisation – Reformkatholizismus ab 1900 – Reformansätze vor Vaticanum II (Renouveau catholique; Liturgische Bewegung; Nouvelle théologie) – Vaticanum II als Reformkonzil – Nachkonziliare Reformbemühungen kirchlicher Gruppen und der Päpste (Paul VI; Johannes Paul II; Benedikt XVI; Franziskus).

 

Literatur

- R. BÄUMER (Hg.), Reformatio Ecclesiae. Beiträge zu kirchlichen Reformbemühungen von der Alten Kirche bis zur Neuzeit, Paderborn u.a. 1980.

 

- A. MERKT/G. WASSILOWSKY/G. WURST (Hgg.), Reformen in der Kirche. Historische Perspektiven (Quaestiones disputatae; Bd. 260), Freiburg u.a. 2014.

 

- S. KOPP (Hg.), Kirche im Wandel: Ekklesiale Identität und Reform (Quaestiones disputatae; Bd. 306), Freiburg u.a. 2020.

 

- K. KRIPS, S. MOKRY, K. UNTERBURGER (Hgg.), Aufbruch in der Zeit: Kirchenreform und europäischer Katholizismus (Münchener Kirchenhistorische Studien. Neue Folge; Bd. 10), München 2020.

 

Weitere Literatur wird im Laufe der Vorlesung angegeben.

 

 

Leistungsnachweis

Mündliche Prüfung (M17). Voraussetzung für die Prüfungsanmeldung ist die Teilnahme an mindestens einer der beiden Exkursionen im Rahmen der Übung zur Vorlesung und das Verfassen eines (nicht benoteten) Essays.

 

53 Die Lebenswelt der Zisterzienser. Eine historische Spurensuche nach Kontinuitäten, Transformationen und Brüchen

Werz

Anmeldung bitte an Herrn Dr. Werz: werz@em.uni-frankfurt.de

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 16.15 – 17.45

 

Das Leben der in Zisterzienserklöstern und -stiften Lebenden beschränkte sich weder im Mittelalter noch heute ausschließlich auf Frömmigkeit und Bildung, sondern war stets und intensiv im sozialen, kirchlichen, wirtschaftlichen, künstlerischen und politischen Leben und Handeln der jeweiligen Zeit und des konkreten Raumes verwoben. Diesen verschiedenen Bereichen monastischen Lebens sowie deren theologischen und spirituellen Grundlagen wird sich das kirchenhistorische Seminar widmen. Die vielfältige Lebenswelt der Zisterzienser soll anhand von Quellen und Sekundärliteratur zum einen thematisch erörtert und zum anderen auf Kontinuitäten, Transformationen und/oder Brüche im Laufe der Ordensgeschichte analysiert werden. Die Exkursion ins ehemalige Zisterzienserkloster Eberbach wird das zuvor erworbene Wissen an einem Ort, an dem der Orden aus Cîteaux Jahrhundert lang wirkte, vertiefen.

 

Literatur

Joachim Werz (Hg.), Die Lebenswelt der Zisterzienser. Neue Studien zur Geschichte eines europäischen Ordens, Regensburg 2020.

 

Georg Renal, Sub Regula S. Benedicti. Eine Geschichte der Söhne und Töchter Benedikts von den Anfängen bis zur Gegenwart, Köln – Weimar – Wien 2018.

 

Georg Mölich, Norbert Nußbaum, Harald Wolter-von dem Knesebeck (Hgg.), Die Zisterzienser im Mittelalter, Köln – Weimar – Wien 2017.

 

Gabriele Uelsberg e.a. (Hgg.), Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Darmstadt 2017.

 

Joachim Werz (Hg.), Die Zisterzienser. Konzeptionen klösterlichen Lebens, Regensburg 2016.

 

Jörg Oberste, Die Zisterzienser, Stuttgart 2014.

Jens Rüffer, Die Zisterzienser und ihre Klöster. Leben und bauen für Gott, Stuttgart 2008.

 

Marianne Sammer, Bernhard von Clairvaux begegnen, Trier 2006.

 

Immo Eberl, Die Zisterzienser. Geschichte eines europäischen Ordens, Stuttgart 2002.

 

Jean Leqlerq, Bernhard von Clairvaux. Ein Mönch prägt seine Zeit, München 2001.

 

Hermann M. Herzog (Hg.), Ecclesiastica officia. Gebräuchebuch der Zisterzienser aus dem 12. Jahrhundert, Langwaden 2003.

 

Jens Rüffer, Orbis Cisterciensis. Zur Geschichte der monastischen ästhetischen Kultur im 12. Jahrhundert (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser 6), Berlin 1999.

 

Peter Dinzelbacher (Hg.), Kulturgeschichte der christlichen Orden in Einzeldarstellungen, Stuttgart 1997.

 

Joachim Wollasch, Cluny – “Licht der Welt”. Aufstieg und Niedergang der klösterlichen Gemeinschaft, Zürich 1996.

 

Ambrosius Schneider (Hg.), Die Cistercienser. Geschichte,

eist, Kunst, Köln3 1986.

 

Kaspar Elm (Hg.), Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit, Köln 1980.

 

Joseph Lortz (Hg.), Bernhard von Clairvaux. Mönch und Mystiker. Internationaler Bernhardskongress Main 1953, VIEG 6, Wiesbaden 1955.

 

 

Leistungsnachweis

Seminararbeit im Umfang von 15-20 Seiten (Times New Roman, 12pt, 1,5 Zeilenabstand).

Hinweise

Halten Sie – wenn möglich – den Nachmittag des 9. Juni 2020 in Ihrem Kalender für die Exkursion nach Kloster Eberbach frei.

 

54 Patristisches Oberseminar

J. Arnold

Auf persönliche Einladung durch den Dozenten.

OS A
1 st. - 4 LP
 

Vorstellung und Diskussion aktueller Lizenziats- und Dissertationsprojekte.

Literatur

Wird in den einzelnen Sitzungen angegeben.

Leistungsnachweis

Regelmäßige Teilnahme kann bescheinigt werden.

Fundamentaltheologie

 

60 Theologie der Religionen

Löffler

V G M14
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Haltung der Kirche zu den anderen Religionen im Laufe ihrer 2000jährigen Geschichte und stellt exemplarische Ansätze einer zeitgenössischen christlichen Theologie der Religionen bzw. des religiösen Pluralismus vor. Besondere Beachtung wird dabei die Israel- und Religionstheologie des Zweiten Vatikanischen Konzils finden.

Literatur

ANDREAS RENZ, Die katholische Kirche und der interreligiöse Dialog. 50 Jahre "Nostra aetate". Vorgeschichte, Kommentar, Rezeption. Stuttgart 2014.

KARL JOSEF BECKER & ILARIA MORALI (Hg.), Catholic Engagement with World Religions. A Comprehensive Study. Maryknoll 2010.

JACQUES DUPUIS, Unterwegs zu einer christlichen Theologie des religiösen Pluralismus. Innsbruck 2010.

EKKEHARD WOHLLEBEN, Die Kirchen und die Religionen. Perspektiven einer ökumenischen Religionstheologie. Göttingen 2004.

Leistungsnachweis

Mag. Theol.: Leistungsnachweis durch Kommissionsprüfung (20 min, zusammen mit "Philosophische Gotteslehre" und "Weltkirche und Mission") Dipl. Theol.: Teil der Schlussprüfung (Thesen 42 und 43)

 

61 Christliche Mission in Geschichte und Gegenwart – Epochen, Konzeptionen, Grundbegriffe

Luber

V G M14
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10
Beginn: 23.04.2020

 

Das missionarische Engagement der Kirchen hat im Verlauf der Christentumsgeschichte verschiedene Gestaltnahmen hervorgebracht, die mit Neuformulierungen theologischer Begründungsmodelle korrelieren. Sozio-politische Entwicklungen, kulturelle Neuorientierungen und veränderte Praxiskonstellationen in regional-historischen Zusammenhängen fanden Widerhall in der missionstheologischen Entwicklung. Im Rahmen eines missionsgeschichtlichen Abrisses werden zentrale missiologische Konzeptionen in ihren kontextuellen Realisierungen schwerpunktmäßig vorgestellt. Ihre Diskussion mündet in den Entwurf einer Missionstheologie, die den biblischen Verkündigungsauftrag und gegenwärtigen Anfragen an christliche Mission in Idee und Praxis gleichermaßen ernst nimmt.

 

Literatur

- Michael Sievernich, Die christliche Mission. Geschichte und Gegenwart

- David Jacobus Bosch, Transforming Mission. Paradigm Shifts in Theology of Mission

- Fenella Cannell (Hg.), The Anthropology of Christianity (Einleitung)

- Wolfgang Reinhard, Die Unterwerfung der Welt. Globalgeschichte der europäischen Expansion 1415–2015

- Robert Schreiter, The New Catholicity. Theology between the Global and the Local

Leistungsnachweis

Kommissionsprüfung

 

70 Glaube zwischen Dogma und Erfahrung

Löffler / Knorn

Anmeldung bitte bis 01.05.2020 an einen der Kursleiter zur Vereinbarung einer Vorbesprechung: knorn@sankt-georgen.de loeffler@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Tagung des Grillmeier-Instituts vom 08.-10.10.2020
Einführungstreffen im Juni und Reflexionstreffen im Oktober nach Vereinbarung

 

Der christliche Glaube wächst in einem spannenden Zusammenspiel von überlieferten Texten und Glaubensinhalten, kirchlichen Gemeinschaften in ihrer Geschichte und persönlicher Erfahrung. Die Glaubwürdigkeit religiös fundierter Argumente wird heute häufig auf persönliche Authentizität zurückgeführt. Damit erhalten sowohl die unmittelbare Erfahrung als auch die unvertretbare Individualität der einzelnen Glaubenden faktisch eine religiöse Normativität. Diese Position trifft auf ein christliches Offenbarungs- und Überlieferungsverständnis, dem der Rückbezug auf fundierende Texte sowie die geschichtliche Verortung und Entfaltung des Glaubens konstitutiv eingeschrieben sind. Was sind demnach die normativen Quellen des christlichen Glaubens und der ihn reflektierenden systematischen Theologie? Und welche Normativität kommt geschichtlicher Offenbarung und Texten einerseits und der religiösen Erfahrung andererseits in Judentum, Islam und Buddhismus zu?

Die mit diesen Überlegungen angedeuteten Spannungen im Christentum und in interreligiöser Perspektive werden im Rahmen der ersten wissenschaftlichen Tagung des Frankfurter Alois Kardinal Grillmeier-Instituts in der Hochschule Sankt Georgen diskutiert. Das Hauptseminar wird als begleitendes Blockseminar angeboten.

Literatur

Wird beim Vorbereitungstreffen bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Erwerb eines Leistungsnachweises über ein Hauptseminar in Fundamentaltheologie oder Dogmatik: Aktive Teilnahme an allen Terminen, Protokoll einer Tagungseinheit (60 bzw. 90 min), Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit bei einem der Fachvertreter Fundamentaltheologie/Dogmatik (Ansorge, Knorn, Löffler, Specker, Vechtel).

Hinweise

Das Seminar besteht aus folgenden Einheiten:

- kurze Vorbesprechung am Mi, 6. Mai 2020, 13.15 Uhr,

- eintägiges Einführungstreffen im Juni 2020 (3 x 90 min),

- Teilnahme an der Tagung: 8.–10. Oktober 2020,

- eintägiges Reflexionstreffen im Oktober 2020 (3 x 90 min).

Dogmatik

 

62 Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte

Ansorge

V G M3
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Theologie als vernunftgeleitete Reflexion über Gott und sein Heilswirken vollzieht sich nicht voraussetzungslos, sondern immer in Auseinandersetzung mit Begriffsformen und Problemkonstellationen einer jeweiligen Zeit. Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die großen Epochen der Theologiegeschichte, indem sie deren grundlegende Fragestellungen und Antwortversuche im Rahmen ihrer jeweiligen Zeit vorstellt und diskutiert.

Literatur

Dirk Ansorge, Kleine Geschichte der christlichen Theologie. Epochen, Denker, Weichenstellungen, Regensburg 2017.

Alister E. McGrath, Der Weg der christlichen Theologie. Eine Einführung, München 1997.

Wolfgang Pauly (Hg.), Geschichte der christlichen Theologie, Darmstadt 2008.

Wolfgang Beinert, Das Christentum, Freiburg 2000.

Michael Schneider, Geschichte der Theologie von der Neuzeit bis zur Gegenwart. Skizzen zu grundlegenden Fragen und Ansätzen in der katholischen Dogmatik, Köln 2011.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: mündliche Prüfung M3 (Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte)

 

63 Tutorial in English: Magisterial epochs and turning points of Christian Theology

Ansorge

Die Veranstaltung entfällt im SoSe 2020 und findet stattdessen im WiSe 2020/21 statt.

V G M3
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Theology is a reflection on God and his salvific work guided by human reason. It does not take place unaffected by cultural circumstances, but always in regards to conceptual constellations of a respective time. The lecture provides an overview of the history of Christian theology and presents its magisterial turning points. It presents and discusses fundamental theological questions and answers within the framework of their respective times.

Literatur

Dirk Ansorge, Kleine Geschichte der christlichen Theologie. Epochen, Denker, Weichenstellungen, Regensburg 2017.

Alister E. McGrath, Christian Theology. An Introduction, Blackwell: Hoboken (NJ) 1994.

Alister E. McGrath, Historical Theology. An Introduction to the History of Christian Thought, Blackwell: Hoboken (NJ), 2nd ed. 2012.

John M. Frame, A History of Western Philosophy and Theology, Phillipsburg (NJ) 2015.

Jonathan Hill, The History of Christian Thought, Oxford 2003.

Tony Lane, A Concise History of Christian Thought, Baker-Academic 2006.

William C. Placher / Derek E. Nelson, A History of Christian Theology, Westminster, 2nd ed. 2013.

Diarmaid MacCulloch, Christianity: The First Three Thousand Years, London: Penguin, 2010.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: oral examination M3 (Magisterial epochs and turning points of Christian Theology)

 

64 Christologie I

Ansorge

V G M8
1 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.10
Termine: 22.04.2020, 29.04.2020, 06.05.2020, 13.05.2020, 27.05.2020, 03.06.2020, 10.06.2020

 

In der Vielfalt der Religionen gewinnt das Christentum sein eigentümliches Profil in der Deutung der Person Jesu: Ist der Nazarener tatsächlich Gottes Mensch gewordener Sohn, der für die Sünden der Menschen am Kreuz gestorben ist und von seinem Vater auferweckt wurde - oder ist er es nicht? Die Vorlesung skizziert unterschiedliche Zugänge zu Jesus von Nazareth in Geschichte und Gegenwart und benennt Schwerpunkte des Christusglaubens in der Vielfalt der Kulturen.

Literatur

Danz, Christian / Essen, Georg (Hg.), Dogmatische Christologie in der Moderne. Problemkonstellationen gegenwärtiger Forschung, Regensburg 2019.

Herzer, Jens / Käfer, Anne / Frey, Jörg (Hg.), Die Rede von Jesus Christus als Glaubensaussage. Der zweite Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses im Gespräch zwischen Bibelwissenschaft und Dogmatik, Tübingen 2018.

Hoping, Helmut, Einführung in die Christologie, Darmstadt 2004.

Hoping, Helmut, Jesus aus Galiläa - Messias und Gottes Sohn, Freiburg - Basel - Wien 2019.

Hünermann, Peter, Jesus Christus, Gottes Wort in der Zeit. Eine systematische Christologie, Münster 1997.

Kasper, Walter, Jesus der Christus, Mainz 1974.

Kraus, Georg, Jesus Christus - der Heilsmittler. Lehrbuch zur Christologie, Frankfurt am Main 2005.

Menke, Karl-Heinz, Jesus ist Gott der Sohn. Denkformen und Brennpunkte der Christologie, Regensburg 2008.

Moltmann, Jürgen, Der Weg Jesu Christi. Christologie in messianischen Dimensionen, München 1989.

Nitsche, Bernhard, Christologie, Paderborn 2012.

Ruhstorfer, Karlheinz (Hg.), Christologie, Paderborn 2018.

Ruhstorfer, Karlheinz, Christologie (gegenwärtig - glauben - denken 1), Paderborn 2008.

Schönborn, Christoph, Gott sandte seinen Sohn. Christologie (AMATECA 7), Paderborn 2002.

Sobrino, Jon, Christologie der Befreiung, Mainz 1998.

Werbick, Jürgen, Gott-menschlich. Elementare Christologie, Freiburg, Basel, Wien 2016.

Wohlmuth, Josef / Bruckmann, Florian / Dausner, René, Jesu Weg – Unser Weg. Kommentierte Neuausgabe der „kleinen mystagogischen Christologie“, Paderborn 2018.

Wüstenberg, Ralf K., Christologie. Wie man heute theologisch von Jesus sprechen kann, Gütersloh 2009.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M8 Jesus Christus und Gottesherrschaft: Teil der Modulklausur.

 

65 Eschatologie

Vechtel

V G M8
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

In der katholischen Eschatologie der letzten fünfzig Jahre hat ein wichtiger Perspektivenwechsel stattgefunden: Die Eschatologie informiert nicht über zukünftige Ereignisse und „letzte Dinge“ aus einer Zuschauerperspektive hinaus. Gegenstand der Eschatologie ist vielmehr das Ende im Sinne der Vollendung der Schöpfung, des Menschen und der Geschichte. Ausgangspunkt der Eschatologie ist das jetzt schon in Jesus Christus realisierte Heil, die mit Christus anbrechende Gottesherrschaft. Eschatologische Aussagen „prolongieren“ gewissermaßen die Aussagen der Christologie auf das Geschehen einer endgültigen Vollendung hin. Aus diesem Grund ist die Eschatologie Bestandteil von Modul 8 „Jesus Christus und die Gottesherrschaft“. Trotz des Perspektivenwechsels werden viele Fragenstellungen und Themen der Eschatologie kontrovers diskutiert: Kann man überhaupt etwas über das Jenseits „wissen“, wie es bestimmte säkulare Hoffnungskonzepte behaupten? Müssen die biblischen Aussagen über das Ende der Welt nicht völlig uminterpretiert werden? Ist die Seele des Menschen Subjekt der Unsterblichkeit? Vollzieht sich die Vollendung des Menschen im Tod oder an einem anderen „Zeitpunkt“, am „Jüngsten Tag“? Kann Gott den Sündern im Gericht vergeben ohne das Einverständnis der Opfer? Diese und andere Fragen werden in der Vorlesung behandelt. In diesem Zusammenhang werden unterschiedliche Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert. Für einen theologisch begründeten Umgang mit eschatologischen Themen sollen Kriterien erarbeitet und eine Auskunftsfähigkeit zu eschatologischen Fragen ermöglicht werden.

Literatur

Medard Kehl, Dein Reich komme: Eschatologie als Rechenschaft über unsere Hoffnung, Würzburg 2003.

Hans Kessler, Was kommt nach dem Tod? Kevelaer 2014.

Markus Knapp, Weltbeziehung und Gottesbeziehung. Das Christentum in der säkularen Moderne – eine anerkennungstheoretische Erschließung, Freiburg 2020.

Gerhard Lohfink, Am Ende das Nichts? Über Auferstehung und ewiges Leben, Freiburg 2018.

Johanna Rahner, Einführung in die christliche Eschatologie, Freiburg im Breisgau 2010.

Matthias Remenyi, Auferstehung denken: Anwege, Grenzen und Modelle personaleschatologischer Theoriebildung, Freiburg 2016.

Leistungsnachweis

Teil der Modulklausur zusammen mit Christologie I und Exegese NT

 

66 Theologie des geistlichen Lebens

Vechtel

V G M9
2 st. - 4.5 LP

Mo 16.15 – 17.50

 

Darf Theologie spirituell bzw. fromm sein oder hört sie dann auf Wissenschaft zu sein? Umgekehrt: Wie theologisch darf Spiritualität bzw. Frömmigkeit sein? Ist die Theologie mit ihrem kritischen Bewusstsein nicht für das geistliche Leben hinderlich? Eine Theologie des geistlichen Lebens kann und will nicht die christliche Frömmigkeit und Spiritualität ersetzen. Sie will auch nicht primär erbaulich sein („fromme Soße“). Eine Theologie des geistlichen Lebens versteht sich vielmehr als methodisch reflektierte und systematische Vergewisserung des spirituellen Lebensvollzuges im christlichen Glauben. Dabei geht die Theologie des geistlichen Lebens davon aus, dass Spiritualität und Theologie einander gegenseitig bedürfen. Eine christliche Spiritualität als menschlicher Vollzug sucht das Verstehen. Umgekehrt bedarf die Theologie der Spiritualität: Wenn Gottes Selbstmitteilung im Glauben und der konkreten Nachfolge durch Menschen vergegenwärtigt und bezeugt wird, dann ist die christliche Spiritualität ein theologischer Erkenntnisort. Die Lehrveranstaltung will diese Bedeutung des geistlichen Lebens für die Theologie reflektieren, wobei theologiegeschichtliche Grundformen von Spiritualität und Nachfolge, die theologische Bedeutung von Gebet, Berufung und Wahl einer Lebensform sowie das Weltengagement christlicher Spiritualität behandelt werden.

Literatur

Erste einführende Literatur:

Christoph Benke, In der Nachfolge Jesu. Geschichte der christlichen Spiritualität, Freiburg 2018.

Simon Peng-Keller, Einführung in die Theologie der Spiritualität, Darmstadt 2010.

Josef Weismayer, Leben aus dem Geist Jesu. Grundzüge christlicher Spiritualität, Kevelaer 2007.

 

Leistungsnachweis

Mündliche Kommissionsprüfung zusammen mit Kirchengeschichte und Liturgie

 

67 Theologische Anthropologie II

Specker

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Do 08.45 – 10.20
in der zweiten Semesterhälfte (ab dem 28.05.2020)

 

„Einem Menschen begegnen, heißt, von einem Rätsel wachgehalten zu werden.“ (Emmanuel Levinas) Die Vorlesung bietet einerseits einen systematischen Zugriff auf die theologische Anthropologie, andererseits wird sie Themen vertiefen, die im Rahmen der Vorlesung „Theologische Anthropologie I“ nur angerissen werden konnten. Systematisch verfolgt die Vorlesung das Motiv der Unverfügbarkeit menschlicher Existenz, das sich in der Erfahrung von Andersheit und in der grundlegend sozialen Struktur menschlichen Lebens ausformt. Thematisch vertieft die Vorlesung die theologischen Motive von Sünde und Gnade, beschäftigt sich mit dem Thema von Körper- und Leiblichkeit, widmet sich dem menschlichen Leben in der Beziehung der Geschlechter sowie im Verhältnis von Mensch und Tier und schließt mit einem Blick auf den interreligiösen Kontext.

Literatur

Dirscherl, Erwin: Grundriss Theologischer Anthropologie: Die Entschiedenheit des Menschen angesichts des Anderen. Regensburg 2006.

Jüngel, Eberhard: Der Gott entsprechende Mensch. Bemerkungen zur Gottebenbildlichkeit des Menschen als Grundfigur theologischer Anthropologie. In: Ders.: Entsprechungen. Gott, Wahrheit, Mensch (Theologische Erörterungen II). Tübingen 2002, 290-317.

Langenfeld, Aaron/ Lerch, Magnus: Theologische Anthropologie. Paderborn 2018.

Rosa, Hartmut: Unverfügbarkeit. Wien/ Salzburg 42019.

Schoberth, Wolfgang: Einführung in die theologische Anthropologie. Darmstadt 2006.

 

Leistungsnachweis

Kommissionsprüfung

Hinweise

Beginn ab 28.05.2020

 

68 Ekklesiologie II

Knorn

V G M18
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Nicht zuletzt die pastoralen und theologischen Impulse von Papst Franziskus, die eine Erneuerung der Kirche angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anstoßen sollen, haben ekklesiologische Diskussionen angefacht. Ausgewählte aktuelle Streitfragen werden in der Vorlesung theologisch reflektiert. Dazu werden ausgehend vom Kirchenverständnis des II. Vaticanums (Vorlesung Ekklesiologie I) klassische Positionen sowie Neuansätze der Ekklesiologie eingeführt und diskutiert. Die Studierenden sollen damit in den aktuellen Auseinandersetzungen eine begründete und ausgewogene Position vertreten lernen. Die Vorlesung legt außerdem einen Schwerpunkt auf Fragen der Ökumene sowie das Kennenlernen anderer Konfessionen und Kirchen.

Literatur

Grundlegende Lehrbücher:

 

Sven Grosse, Ich glaube an die Eine Kirche. Eine ökumenische Ekklesiologie, Paderborn 2015.

Gregor Maria Hoff, Ekklesiologie (Gegenwärtig Glauben Denken), Paderborn 2011.

Walter Kasper, Katholische Kirche. Wesen – Wirklichkeit – Sendung, Freiburg i.Br. 2011.

Neil Ormerod, Re-Visioning the Church. An Experiment in Systematic-Historical Ecclesiology, Minneapolis 2014.

Jürgen Werbick, Grundfragen der Ekklesiologie, Freiburg i.Br. 2009.

 

Spezielle Literatur zu den einzelnen Teilen der Vorlesung wird auf "Moodle" eingestellt.

Leistungsnachweis

Teil der Schlussprüfung (Kommissionsprüfung) im Studiengang Mag. Theol.

 

69 Eucharistie

Vechtel

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Mi 08.45 – 09.30

 

Die Feier der Eucharistie ist für das II. Vatikanische Konzil „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (LG 11). Entspricht diese Aussage der kirchlichen Realität? Die katholische Kirche versteht sich selbst „gleichsam als Sakrament“ (LG1) für die Vereinigung von Gott und Mensch und der Menschen untereinander bzw. als „Volk Gottes“. Wie kann der Feier der Eucharistie eine konstitutive Bedeutung für das Wesen der Kirche und für die Sammlung des Volkes Gottes zugeschrieben werden? Der klassische Substanzbegriff hat im Laufe der Geschichte einen erheblichen Bedeutungswandel durchgemacht. Wie lässt sich angesichts dieser Tatsache die Realpräsenz Christi in den eucharistischen Gaben und die Lehre von der Transsubstantiation verstehen? Welche neueren Deutungsmodelle gibt es? Ist die Eucharistie ein Opfer? Ist das Opfer ein Mahl? Diesen Fragen soll in Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen ökumenischen Gespräch nachgegangen werden.

Literatur

Alexander Gerken, Theologie der Eucharistie, München 1973.

Cesare Giraudo, In unum Corporis. Trattato mistagogico sull’ eucaristia, Milano 2011.

Veronika Hoffmann, Christus – die Gabe. Zugänge zur Eucharistie, Freiburg 2016.

Helmut Hoping, Mein Leib für Euch gegeben: Geschichte und Theologie der Eucharistie, Freiburg 2011.

Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd.3, Göttingen 1993, 314–369.

Jan-Heiner Tück, Gabe der Gegenwart, Theologie und Dichtung der Eucharistie bei Thomas von Aquin, Freiburg 2009.

Ein ausführliches Literaturverzeichnis folgt in der Vorlesung

 

Leistungsnachweis

Die Vorlesung ist Teil der Magisterabschlussprüfung in M 18

 

70 Glaube zwischen Dogma und Erfahrung

Knorn / Löffler

Anmeldung bitte bis 01.05.2020 an einen der Kursleiter zur Vereinbarung einer Vorbesprechung: knorn@sankt-georgen.de loeffler@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Tagung des Grillmeier-Instituts vom 08.-10.10.2020
Einführungstreffen im Juni und Reflexionstreffen im Oktober nach Vereinbarung

 

Der christliche Glaube wächst in einem spannenden Zusammenspiel von überlieferten Texten und Glaubensinhalten, kirchlichen Gemeinschaften in ihrer Geschichte und persönlicher Erfahrung. Die Glaubwürdigkeit religiös fundierter Argumente wird heute häufig auf persönliche Authentizität zurückgeführt. Damit erhalten sowohl die unmittelbare Erfahrung als auch die unvertretbare Individualität der einzelnen Glaubenden faktisch eine religiöse Normativität. Diese Position trifft auf ein christliches Offenbarungs- und Überlieferungsverständnis, dem der Rückbezug auf fundierende Texte sowie die geschichtliche Verortung und Entfaltung des Glaubens konstitutiv eingeschrieben sind. Was sind demnach die normativen Quellen des christlichen Glaubens und der ihn reflektierenden systematischen Theologie? Und welche Normativität kommt geschichtlicher Offenbarung und Texten einerseits und der religiösen Erfahrung andererseits in Judentum, Islam und Buddhismus zu?

Die mit diesen Überlegungen angedeuteten Spannungen im Christentum und in interreligiöser Perspektive werden im Rahmen der ersten wissenschaftlichen Tagung des Frankfurter Alois Kardinal Grillmeier-Instituts in der Hochschule Sankt Georgen diskutiert. Das Hauptseminar wird als begleitendes Blockseminar angeboten.

Literatur

Wird beim Vorbereitungstreffen bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Erwerb eines Leistungsnachweises über ein Hauptseminar in Fundamentaltheologie oder Dogmatik: Aktive Teilnahme an allen Terminen, Protokoll einer Tagungseinheit (60 bzw. 90 min), Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit bei einem der Fachvertreter Fundamentaltheologie/Dogmatik (Ansorge, Knorn, Löffler, Specker, Vechtel).

Hinweise

Das Seminar besteht aus folgenden Einheiten:

- kurze Vorbesprechung am Mi, 6. Mai 2020, 13.15 Uhr,

- eintägiges Einführungstreffen im Juni 2020 (3 x 90 min),

- Teilnahme an der Tagung: 8.–10. Oktober 2020,

- eintägiges Reflexionstreffen im Oktober 2020 (3 x 90 min).

 

71 Kontrolle kirchlicher (Voll-)Macht? Dogmatische, kirchenrechtliche und sozialethische Aspekte

Ansorge / Emunds / Meckel

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 14.30 13.30 – 16.05
Termine:
20.05.2020, 27.05.2020, 10.06.2020, 17.06.2020, 24.06.2020, 01.07.2020, 08.07.2020

 

Aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der katholischen Kirche - sexualisierte Gewalt, synodaler Weg, Strukturreformen der Gemeindepastoral und globale Herausforderungen - stellen mit erhöhter Dringlichkeit die Frage, wie sich die Kirche versteht, wozu sie dient und wie sie in ihren Ämtern und Diensten strukturiert ist bzw. sein sollte. Im Rahmen eines interdisziplinären Seminars werden dogmatische, kirchenrechtliche und sozialethische Aspekte dieser Frage vorgestellt und diskutiert.

Literatur

Kehl, Medard, Kirche als Institution. Zur theologischen Begründung des institutionellen Charakters der Kirche in der neueren deutschsprachigen katholischen Ekklesiologie (FTS 22), Frankfurt am Main 1976.

Kraus, Georg, Die Kirche, Gemeinschaft des Heils. Ekklesiologie im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, Regensburg 2012.

Böhnke, Michael, Kirche in der Glaubenskrise. Eine pneumatologische Skizze zur Ekklesiologie und zugleich eine theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Freiburg u.a. 2013.

Ruster, Thomas, Balance of powers. Für eine neue Gestalt des kirchlichen Amtes, Regensburg 2019.

Röttig, Paul F., Organisationskultur der katholischen Kirche. Kulturwandel als notwendiges Kriterium der Kirche in der sich verändernden Welt von heute (Studien zur Theologie und Praxis der Seelsorge 99), Würzburg 2017.

Demel, Sabine, Frauen und kirchliches Amt. Grundlagen - Grenzen - Möglichkeiten, Freiburg - Basel - Wien 2012.

Meier, Dominicus Michael, Verwaltungsgerichte für die Kirche in Deutschland? Von der Gemeinsamen Synode 1975 zum Codex Iuris Canonici 1983 (BzMK 28), Essen 2001.

Hallermann, Heribert, Pfarrei und pfarrliche Seelsorge. Ein kirchenrechtliches Handbuch für Studium und Praxis (KStKR 4), Paderborn – München –Wien – Zürich 2004.

Platen, Peter, Die Ausübung kirchlicher Leitungsgewalt durch Laien. Rechtssystematische Überlegungen aus der Perspektive des „Handelns durch andere“ (Beihefte zum Münsterschen Kommentar 47), Essen 2007.

Meckel, Thomas, Konzil und Codex – Zur Hermeneutik der Kirchenrechtswissenschaft am Beispiel der christifideles laici (KStKR 18), Paderborn – München – Wien – Zürich 2017.

Steinkamp, Hermann, Die sanfte Macht der Hirten. Die Bedeutung Michel Foucaults für die praktische Theologie, Mainz 1999.

Hahn, Judith, Grundlegung der Kirchenrechtssoziologie. Zur Realität des Rechts in der römisch-katholischen Kirche, Wiesbaden 2019.

Hermanns, Manfred, Kirche als soziale Organisation. Zwischen Partizipation und Herrschaft, Düsseldorf 1979.

Emunds, Bernhard / Goertz, Stephan, Kirchliches Vermögen unter christlichem Anspruch (Katholizismus im Umbruch 11), Freiburg u.a. (im Erscheinen)

Leistungsnachweis

aktive Mitarbeit, Gestaltung einer Seminar-Sitzung, Abfassung einer Seminar-Arbeit

 

72 Oberseminar für Lizentiand*innen und Doktorand*innen

Ansorge / Vechtel

OS A - 4 LP

Termine werden noch bekannt gegeben

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

(wird jeweils zur einzelnen Sitzung gesondert bekannt gegeben)

Leistungsnachweis

(nach Absprache)

Moraltheologie

 

20 Politische Ethik

Hofmann

V G P10 M20
2 st. - 4.5 LP (für M20) / 3 LP (für P10)

Do 14.30 – 16.05

 

Viele Themen der angewandten Ethik sind in hohem Maß Themen der Politik. Man denke beispielsweise an bioethische Fragen wie jene nach dem assistierten Suizid (2015 kontrovers diskutiert und seit dem BVerfG-Urteil von März 2020 neu zu regeln) oder an medizinethische Fragen wie jene nach der Finanzierung nicht-invasiver Methoden der Pränataldiagnostik durch die gesetzlichen Krankenkassen (2019 neu geregelt). PhilosophInnen und TheologInnen müssen in diesen Debatten ebenso selbstverständlich Stellung beziehen wie kirchliche Gremien. Dies wirft sehr elementare Fragen auf: jene nach den verschiedenen Konzeptionen „öffentlicher Vernunft“, jene nach dem Verhältnis von Moral und Recht sowie Moral und Politik und auch jene nach dem politischen Öffentlichkeitsanspruch der Kirche in ethischen Fragen. Die Vorlesung zur politischen Ethik wird in die genannten Grundfragen einführen und einschlägige Positionen präsentieren und diskutieren. Der zweite Teil der Vorlesung ist zeitgenössischen Gerechtigkeitstheorien gewidmet (Rawls, Walzer, Egalitarismus). Im dritten Teil werden ausgewählte Themen der politischen Ethik behandelt, nicht zuletzt Themen der Friedensethik.

Literatur

Bock, Veronika u.a. (Hg.), Christliche Friedensethik vor den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, Münster 2015.

Kühnlein, Michael (Hg.), Das Politische und das Vorpolitische. Über die Wertgrundlagen der Demokratie, Baden-Baden 2014.

Kühnlein, Michael (Hg.), Kommunitarismus und Religion, Berlin 2010.

Meyer, Thomas, Was ist Demokratie? Eine diskursive Einführung, Wiesbaden 2009.

Meyer, Thomas, Was ist Politik? 3. akt. u. ergänzte Aufl., Wiesbaden 2010.

Rawls, John, Politischer Liberalismus, Frankfurt a.M. 1998.

Schaupp, Walter, Gerechtigkeit im Horizont des Guten, Freiburg i.Ue. – Freiburg i.Br. 2003.

Werkner, Ines-Jacqueline / Ebeling, Klaus (Hg.), Handbuch Friedensethik, Wiesbaden 2017.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 20: Bestandteil der Schlussprüfung; BA Phil. P 10: Mündliche Prüfung (15 Min.)

 

21 Kolloquium zur Vorlesung „Politische Ethik"

Hofmann

Koll G P10 M20
1 st. - 1.5 (nur für P10) LP

Do 16.15 – 17.00

 

Das Kolloquium dient der Vertiefung der in der genannten Vorlesung besprochenen Themen. Es bietet die Möglichkeit, einige der hierfür wichtigen Grundlagentexte (v. a. Texte der Pflichtlektüre) zu diskutieren. Für Studierende des Magisterstudiengangs Theologie besteht keine Teilnahmepflicht. Allerdings ermöglicht die regelmäßige und aktive Teilnahme die kontinuierliche Aneignung der prüfungsrelevanten Stoffe der Vorlesung. Im Bachelorstudiengang Philosophie wird das Kolloquium für Modul P 10 angeboten. Im Rahmen dieses Moduls besteht Teilnahmepflicht. Die Anmeldung erfolgt in der ersten Sitzung.

Literatur

Der Lektüreplan des Semesters wird in der ersten Sitzung ausgegeben. Die Texte werden über Moodle erhältlich sein.

Leistungsnachweis

Da es sich um ein „Kolloquium zur Vorlesung“ handelt, besteht keine Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

73 Einführung in die Theologische Ethik

Koller

ProS M3
2 st. - 4.5 LP

Do 15.15 - 16.50

 

Das Proseminar ist eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Moraltheologie und der Christlichen Gesellschaftsethik. Es dient der Einführung in beide Fächer. Am Beispiel der Umweltethik werden die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fächer herausgearbeitet, aber auch wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik) vorgestellt. Das Proseminar endet mit Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Literatur

Ach, Johannes S. / Borchers, Dagmar (Hg.): Handbuch Tierethik. Grundlagen – Kontexte – Perspektiven, Stuttgart 2018.

Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik. Einführung und Prinzipien, Paderborn 1997.

Bode, Philipp: Einführung in die Tierethik, Wien u.a. 2018.

Ekardt, Felix: Jahrhundertaufgabe Energiewende. Ein Handbuch, Berlin 2014.

Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

Lienkamp, Andreas: Klimawandel und Gerechtigkeit. Eine Ethik der Nachhaltigkeit in christlicher Perspektive, Paderborn 2009.

Ott, Konrad u.a. (Hg.): Handbuch Umweltethik, Stuttgart 2016.

Roser, Dominic / Seidel, Christian: Ethik des Klimawandels. Eine Einführung, Darmstadt (2. Aufl.) 2015.

Vogt, Markus: Prinzip Nachhaltigkeit. Ein Entwurf aus theologisch-ethischer Perspektive, München 2009.

Die Literatur für die Basislektüre und für die Referate wird beim ersten Proseminartermin bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Vorbereitung und aktive Teilnahme an den Proseminarsitzungen, Übernahme eines Referats und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

 

74 Übung zum Proseminar "Einführung in die Theologische Ethik"

Koller

Ü M3
1 st.

Do 17.00 - 17.45

 

Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars

Literatur

Siehe die Literaturangaben zum Proseminar.

Leistungsnachweis

Diese „Übung zum Proseminar“ dient der Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

Christliche Gesellschaftsethik

 

71 Kontrolle kirchlicher (Voll-)Macht? Dogmatische, kirchenrechtliche und sozialethische Aspekte

Emunds / Ansorge / Meckel

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 14.30 13.30 – 16.05
Termine:
20.05.2020, 27.05.2020, 10.06.2020, 17.06.2020, 24.06.2020, 01.07.2020, 08.07.2020

 

Aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der katholischen Kirche - sexualisierte Gewalt, Synodaler Weg, Strukturreformen der Gemeindepastoral und globale Herausforderungen - stellen mit erhöhter Dringlichkeit die Frage, wie sich die Kirche versteht, wozu sie dient und wie sie in ihren Ämtern und Diensten strukturiert ist bzw. sein sollte. Im Rahmen eines interdisziplinären Seminars werden dogmatische, kirchenrechtliche und sozialethische Aspekte dieser Frage vorgestellt und diskutiert.

Da aufgrund der Corona-Krise das weitere Vorgehen noch unklar ist, bitten wir alle Interessent*innen, sich in Moodle für diesen Kurs einzuschreiben. Bitte schreiben Sie sich auf der entsprechenden Moodle-Seite im Fach D o g m a t i k ein!

Literatur

Böhnke, Michael, Kirche in der Glaubenskrise. Eine pneumatologische Skizze zur Ekklesiologie und zugleich eine theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Freiburg u.a. 2013.

 

Demel, Sabine, Frauen und kirchliches Amt. Grundlagen - Grenzen - Möglichkeiten, Freiburg u.a. 2012.

 

Emunds, Bernhard / Goertz, Stephan, Kirchliches Vermögen unter christlichem Anspruch (Katholizismus im Umbruch 11), Freiburg u.a. (im Erscheinen).

 

Hahn, Judith, Grundlegung der Kirchenrechtssoziologie. Zur Realität des Rechts in der römisch-katholischen Kirche, Wiesbaden 2019.

 

Hallermann, Heribert, Pfarrei und pfarrliche Seelsorge. Ein kirchenrechtliches Handbuch für Studium und Praxis (KStKR 4), Paderborn u.a. 2004.

 

Hermanns, Manfred, Kirche als soziale Organisation. Zwischen Partizipation und Herrschaft, Düsseldorf 1979.

 

Kehl, Medard, Kirche als Institution. Zur theologischen Begründung des institutionellen Charakters der Kirche in der neueren deutschsprachigen katholischen Ekklesiologie (FTS 22), Frankfurt am Main 1976.

 

Meckel, Thomas, Konzil und Codex – Zur Hermeneutik der Kirchenrechtswissenschaft am Beispiel der christifideles laici (KStKR 18), Paderborn – München – Wien – Zürich 2017.

 

Meier, Dominicus Michael, Verwaltungsgerichte für die Kirche in Deutschland? Von der Gemeinsamen Synode 1975 zum Codex Iuris Canonici 1983 (BzMK 28), Essen 2001.

 

Platen, Peter, Die Ausübung kirchlicher Leitungsgewalt durch Laien. Rechtssystematische Überlegungen aus der Perspektive des „Handelns durch andere“ (Beihefte zum Münsterschen Kommentar 47), Essen 2007.

 

Röttig, Paul F., Organisationskultur der katholischen Kirche. Kulturwandel als notwendiges Kriterium der Kirche in der sich verändernden Welt von heute (Studien zur Theologie und Praxis der Seelsorge 99), Würzburg 2017.

 

Ruster, Thomas, Balance of powers. Für eine neue Gestalt des kirchlichen Amtes, Regensburg 2019.

 

Steinkamp, Hermann, Die sanfte Macht der Hirten. Die Bedeutung Michel Foucaults für die praktische Theologie, Mainz 1999.

Leistungsnachweis

Hausarbeit

 

73 Einführung in die Theologische Ethik

Koller

ProS M3
2 st. - 4.5 LP

Do 15.15 - 16.50

 

Das Proseminar ist eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Moraltheologie und der Christlichen Gesellschaftsethik. Es dient der Einführung in beide Fächer. Am Beispiel der Umweltethik werden die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fächer herausgearbeitet, aber auch wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik) vorgestellt. Das Proseminar endet mit Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Literatur

Ach, Johannes S. / Borchers, Dagmar (Hg.): Handbuch Tierethik. Grundlagen – Kontexte – Perspektiven, Stuttgart 2018.

Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik. Einführung und Prinzipien, Paderborn 1997.

Bode, Philipp: Einführung in die Tierethik, Wien u.a. 2018.

Ekardt, Felix: Jahrhundertaufgabe Energiewende. Ein Handbuch, Berlin 2014.

Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

Lienkamp, Andreas: Klimawandel und Gerechtigkeit. Eine Ethik der Nachhaltigkeit in christlicher Perspektive, Paderborn 2009.

Ott, Konrad u.a. (Hg.): Handbuch Umweltethik, Stuttgart 2016.

Roser, Dominic / Seidel, Christian: Ethik des Klimawandels. Eine Einführung, Darmstadt (2. Aufl.) 2015.

Vogt, Markus: Prinzip Nachhaltigkeit. Ein Entwurf aus theologisch-ethischer Perspektive, München 2009.

Die Literatur für die Basislektüre und für die Referate wird beim ersten Proseminartermin bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Vorbereitung und aktive Teilnahme an den Proseminarsitzungen, Übernahme eines Referats und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

 

74 Übung zum Proseminar "Einführung in die Theologische Ethik"

Koller

Ü M3
1 st.

Do 17.00 - 17.45

 

Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars

Literatur

Siehe die Literaturangaben zum Proseminar.

Leistungsnachweis

Diese „Übung zum Proseminar“ dient der Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

75 Politische Theologien

Emunds

V G M20
1 st. - 1.5 LP

Di 14.30 – 16.05
in der ersten Semesterhälfte (bis zum 26.05.2020)

 

Mit dem Shutdown werden uns Aspekte unseres Lebens bewusst, die sonst, weil selbstverständlich, im Alltag kaum sichtbar sind. So auch die Ordnung der Gesellschaft. In der Moderne ist den Menschen jedoch bewusst geworden, dass sie diese Ordnung bewusst gestalten, also auch im Sinne guter Lebens- und Entfaltungschancen aller verbessern können. Unter diesen Bedingungen hat der Glaube eine politische Dimension.

In der Vorlesung geht es um nachkonzilare Theologien, die diese politische Dimension des Glaubens für ihren jeweiligen Kontext zu entfalten suchen. Nach einem Blick auf die Politische Theologie von Johann Baptist Metz und auf die Feministische Theologie sollen einige neuere theologische Ansätze vorgestellt werden, darunter Hajo Sander, Thomas Ruster und Ansgar Kreutzer. In den Fokus kommen dabei auch theologische Reflexionen der Geldgesellschaft (Ruster) und der menschlichen Arbeit (Kreutzer) sowie eine politische Theologie, die angesichts der ökologischen Krise apokalyptische Denktraditionen revitalisieren möchte (Gregor Taxacher).

Die Vorlesung ist für die ersten Semesterhälfte geplant. Für den 19. Mai war sogar vorgesehen, dass Ansgar Kreutzer eine Gastvorlesung hält, in der er seinen Ansatz und Chancen einer Theologie der Arbeit vorstellt. Aktuell ist noch nicht klar, w i e die Lehrveranstaltung durchgeführt werden kann. Wichtig: Alle Interessent*innen melden sich bitte bis zum 20. April 2020 in Moodle für die Lehrveranstaltung an! Dort werden dann weitere Informationen eingestellt.

Literatur

Martina Fornet Ponse: Gott - Macht - Ohnmacht. Die Gottesrede unter den Bedingungen von Macht und Ohnmacht bei Hans-Joachim Sander, Elizabeth A. Johnson und Jon Sobrino, Aachen 2016.

Hans-Gerd Janßen u.a. (Hg.): Theologie in gefährdeter Zeit. Stichworte von nahen und fernen Weggefährten für Johann Baptist Metz zum 90. Geburtstag, 2. Aufl., Münster/W. 2019.

Elizabeth A. Johnson: Der lebendige Gott. Eine Neuentdeckung, Freiburg u.a. 2016.

Ansgar Kreutzer: Politische Theologie für heute. Aktualisierungen und Konkretionen eines theologischen Programms, Freiburg u.a. 2017.

Johann-Baptist Metz: Glaube in Geschichte und Gesellschaft. Studien zu einer praktischen Fundamentaltheologie (Gesammelte Schriften 3/1), Freiburg u.a. 2016 (1. Aufl.: 1977).

Thomas Ruster: Der verwechselbare Gott. Theologie nach der Entflechtung von Christentum und Religion (Quaestiones disputatae 181), 6. Aufl., Freiburg u.a. 2003.

Hans-Joachim Sander, Glaubensräume - Topologische Dogmatik, Bd. 1: Glaubensräumen nachgehen, Ostfildern 2019.

Hans-Joachim Sander, Einführung in die Gotteslehre, Darmstadt 2006.

Dorothee Sölle: Lieben und arbeiten. Eine Theologie der Schöpfung, 4. Aufl., Stuttgart 1987.

Gregor Taxacher: Apokalypse ist jetzt. Vom Schweigen der Theologie im Angesicht der Endzeit, Gütersloh 2012.

Gregor Taxacher: Apokalyptische Vernunft. Das biblische Geschichtsdenken und seine Konsequenzen, Darmstadt 2010.

Leistungsnachweis

Der Stoff der Vorlesung geht in die Schlussprüfung ein.

 

76 Ethik der Migration

Emunds / Reiners

L/Ü G M20
1 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05
in der zweiten Semesterhälfte (ab dem 09.06.2020)

 

Der Lektürekurs bietet einen Überblick über die philosophisch- und theologisch-ethische Debatte zur Migration. Behandelt werden vier, in der aktuellen Debatte viel zitierte, philosophische Positionen (Hannah Arendt, Joseph H. Carens, David Miller und Sheila Benhabib) sowie zwei theologische Positionen (Marianne Heimbach-Steins und voraussichtlich Tisha M. Rajendra).

Der Lektürekurs ist für die zweite Semesterhälfte geplant. Wie er stattfindet, muss z.Zt. noch geklärt werden.

Wichtig: Alle Interessent*innen melden sich bitte bis zum 15. Mai 2020 in Moodle für die Lehrveranstaltung an! Dort werden dann weitere Informationen eingestellt.

Literatur

Arendt, Hannah: Es gibt nur ein einziges Menschenrecht, in: Die Wandlung 4 (1949) Herbstheft, 754-770 (auch im Internet).

 

Benhabib, Seyla: Die Rechte der Anderen. Ausländer, Migranten, Bürger, Ffm 2008.

 

Cassee, Andreas, und Anna Goppel (Hg.): Migration und Ethik, Münster/Westf. 2012.

 

Dietrich, Frank (Hg.): Ethik der Migration. Philosophische Schlüsseltexte (stw 2215), Berlin 2017.

 

Heimbach-Steins, Marianne: Grenzverläufe gesellschaftlicher Gerechtigkeit. Migration - Zugehörigkeit - Beteiligung, Paderborn 2016.

 

David Miller: Fremde in unserer Mitte. Politische Philosophie der Einwanderung, Berlin 2017.

 

Tisha M. Rajendra: Migrants and citizens. Justice and responsibility in the ethics of immigration, Grand Rapids/Mich. 2017.

Leistungsnachweis

Kurzpaper zu den sechs Texten des Lektürekurses und Referat/Kurzpaper zu einem aktuellen Migrationsthema

 

77 Aktuelle Studien zur Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

Interessent*innen wenden sich bitte an: nbi@sankt-georgen.de

Koll A G
1 st. - 2 LP
 

Im Doktorandenkolloquium stellen Aufbaustudierende den Stand ihrer Qualifizierungsarbeiten zur Diskussion. Eine ganztägige Sitzung, die wieder gemeinsam mit Doktoranden der Sozialethik aus Mainz (Prof. Gerhard Kruip) und Tübingen (Prof. Matthias Möhring-Hesse) stattfinden soll, ist für den 17. Juli 2020 in Mainz vorgesehen. Weitere Termine nach Absprache.

Leistungsnachweis

Gemeinsam mit dem Oberseminar "Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik" können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

 

78 Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik (Thematik und Termine werden noch bekannt gegeben)

Emunds / Hengsbach / Mandry

Interessent*innen wenden sich bitte an: nbi@sankt-georgen.de

OS A G
1 st. - 2 LP
 

Das Oberseminar findet auch in diesem Semester wieder gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Moraltheologie und Sozialethik der Goethe-Universität statt. Im Mittelpunkt steht dieses Mal das Buch "Kapitalismus - Ein Gespräch über kritische Theorie" von Nancy Fraser und Rahel Jaeggi. Zwei ganztägige Treffen sind für den 8. und den 15. Juni vorgesehen.

Geplant ist, dass alle Teilnehmer*innen am Oberseminar das ganze Buch lesen und jede(r) einen Abschnitt übernimmt, den sie/er mithilfe eines Handouts vorstellt. Neben der Lektüre, der Klärung von Verständnisfragen und Einordnungen soll viel Zeit bleiben für die Diskussion.

Literatur

Nancy Fraser, Rahel Jaeggi: Kapitalismus - Ein Gespräch über kritische Theorie (stw 2307), Berlin 2020.

Rahel Jaeggi: Kritik von Lebensformen (stw 1987), Berlin 2014.

Nancy Fraser: Die halbierte Gerechtigkeit. Schlüsselbegriffe des postindustriellen Sozialstaats (es 1743), Ffm 2006.

Leistungsnachweis

Gemeinsam mit dem Doktorandenkolloquium "Aktuelle Studien der Christlichen Gesellschaftsethik" können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

Pastoraltheologie

 

80 Grundriss der Pastoraltheologie

W. Beck

V G M4
1 st. - 1.5 LP

Di 08.45 – 10.20 in der ersten Semesterhälfte (bis zum 26.05.2020)

 

In der Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" hat sich die katholische Kirche lehramtlich zu einer Verschiebung ihres eigenen Schwerpunktes verpflichtet: sie verortet sich nicht mehr bloß als Religionsgemeinschaft im Gegenüber zur Welt, sondern überwindet mit dem Modus der Pastoralgemeinschaft (Hans-Joachim Sander) die verschiedenen Ansätze einer Kontrastidentität. Sie wird Weltkirche im eigentlichen Sinn und findet in ihrem Außen nicht nur ihre GesprächspartnerInnen oder VerkündigungsadressatInnen, sondern vor allem auch sich selbst und ihre eigene Identität. Mit diesem Überschreiten eines konfessionalistisch verengten Kirchenbildes erfolgt eine umfassende Entgrenzung, in der kirchliche und religiöse Praktiken immer wieder pastoraltheologisch zu reflektieren sind. Hier liegen die Grundlagen universitärer Pastoraltheologie, denen in der Vorlesung als Einführung nachgegangen werden soll.

 

Die Termine finden in der ersten Hälfte des Semesters statt (vgl. genaue Terminangaben im Vorlesungsverzeichnis).

Literatur

- Bucher, Rainer: Theologie im Risiko der Gegenwart. Studien zur kenotischen Existenz der Pastoraltheologie zwischen Universität, Kirche und Gesellschaft, Stuttgart 2010.

 

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Grundlegungen (Handbuch 1), Mainz 1999.

 

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Durchführungen (Handbuch 2), Mainz 2000.

 

- Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015.

 

- Sander, Hans-Joachim, Glaubensräume. Topologische Dogmatik 1, Ostfildern 2019.

- Sander, Hans-Joachim: Theologischer Kommentar zur Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute. Gaudium et spes, in: Hünermann, Peter / Hilberath, Bernd Jochen (Hg.): Herders Theologischer Kommentar zum Zweiten Vatikanischen Konzil, Bd. 4, Freiburg i.B. 2005, 581-869.

Leistungsnachweis

Magisterstudium Theologie, M4: zwei Essays, die semesterbegleitend zu erstellen sind. Die zwei Essays werden nicht benotet. Ihre erfolgreiche (!) Erstellung ist jedoch Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur als Leistungsnachweis für das Modul. Aufgabenstellung und Hinweise zu den Essays werden zu Beginn der Vorlesung vorgestellt.

Hinweise

Die Vorlesung beginnt aus sechs Terminen á 1,5 Stunden.

Aufgrund der Corona-Krise wird die genaue Terminplanung zu Beginn des Semesters mitgeteilt.

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

82 Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.04.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

ProS M4
1 st. - 1.5 LP

Fr 10.35 – 12.10
Termine: 17.04.2020, 24.04.2020, 15.05.2020, 22.05.2020, 29.05.2020, 05.06.2020, 12.06.2020

 

Die Lehrveranstaltung will mit zentralen Fragen zeitgenössischer Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik vertraut machen. Angesichts der Breite des damit gegebenen inhaltlichen Spektrums konzentriert sich das Seminar auf das Kindesalter – unter Verweis auf Mk 10,15: „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind …“

Zu den Seminarthemen gehören:

● Religionspädagogik: Verortung im Fächerkanon Praktischer Theologie

● Kindertheologie: Entwicklung in Stufen und / oder in Mustern

● Katechetik: Wege der Initiation

● Didaktik: Religionsunterricht in der Grundschule

Seminarteilnehmer*innen lernen Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik kennen und entwickeln in der Auseinandersetzung damit ihre je eigene Position.

Literatur

Boschki, Reinhold, Kießling, Klaus, Kohler-Spiegel, Helga, Scheidler, Monika & Schreijäck, Thomas (Hrsg.), Religionspädagogische Grundoptionen. Elemente gelingender Glaubenskommunikation, Freiburg i.Br. 2008.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Günter, Andreas, Kießling, Klaus & Pruchniewicz, Stephan, Machen Unterschiede Unterschiede? Konfessioneller Religionsunterricht in gemischten Lerngruppen. Ansichten – Einsichten – Aussichten, Göttingen 2018.

Themenheft „Sakramente“: Katechetische Blätter 145 (2020) Heft 2.

Leistungsnachweis

aktive Teilnahme und Präsentation im Proseminar als Voraussetzung für die Klausur in M4

Hinweise

● Anmeldung bitte bis spätestens 15. April 2020 bei kiessling@sankt-georgen.de

● Beginn am Freitag, 24. April 2020, 10.35 Uhr

 

83 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess III

Kießling

Anmeldung bitte per E-Mail bis spätestens 15. April 2020 an kiessling@sankt-georgen.de

OS A
2 st.

Fr 15.05.2020, 14.00 – 21.00
Sa 16.05.2020, 09.00 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. April 2020 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

84 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.04.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

Koll A
1 st.

Fr 19.06.2020, 10.30 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. April 2020 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

83 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess III

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.04.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

OS A
2 st.

Fr 15.05.2020, 14.00 – 21.00
Sa 16.05.2020, 09.00 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. April 2020 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

84 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.04.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

Koll A
1 st.

Fr 19.06.2020, 10.30 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. April 2020 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

86 Pastoralpsychologische Basistexte

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.04.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

L A
2 st.

Fr 24.04.2020, 10.30 – 16.00
Fr 12.06.2020, 10.30 – 16.00
Fr 03.07.2020, 10.30 – 16.00

 

Die Auseinandersetzung mit pastoralpsychologischen Basistexten dient der Erschließung zentraler Anliegen, die sich mit dieser praktisch-theologischen Disziplin verbinden, und ihrer Verortung im Kanon der Wissenschaften. Der Lektürekurs versteht sich zugleich als Forum zur Diskussion pastoralpsychologischer Grundfragen unter postgradual Studierenden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Baumgartner, Isidor (Hrsg.), Handbuch der Pastoralpsychologie, Regensburg 1990.

Kießling, Klaus (Hrsg.), In der Schwebe des Lebendigen. Zum theologischen Ort der Pastoralpsychologie, Ostfildern 2012.

Klessmann, Michael, Pastoralpsychologie. Ein Lehrbuch, Neukirchen-Vluyn ²2004.

Wolfteich, Claire E. & Dillen, Annemie (Eds.), Catholic Approaches in Practical Theology. International und Interdisciplinary Perspectives (Bibliotheca Ephemeridum Theologicarum Lovaniensium; Vol. 286), Leuven – Paris – Bristol (CT) 2016.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende am Institut für Pastoralpsychologie und Spiritualität können sich für ihre aktive Teilnahme an diesem Lektürekurs eine Bescheinigung ausstellen lassen und diese im Rahmen des Erwerbs eines Zertifikats zum Studienprogramm „Pastoralpsychologie und Spiritualität“ geltend machen. Dieser Kurs fungiert zugleich als Baustein des Curriculums „Beratende Seelsorge“ der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie (DGfP).

Hinweise

Diese Übung richtet sich an Aufbaustudierende der Pastoralpsychologie. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. April 2020 erforderlich.

 

87 Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 15.04.2020 an: kiessling@sankt-georgen.de

Ü A
2 st.

Termine und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das einzelne Supervisand*innen schriftlich oder mündlich einbringen, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleg*innen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei erheben sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisand*innen einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme an der gesamten Übung.

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3–29.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69–112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Themenhefte Personzentriertes Coaching: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Themenheft Personzentrierte Supervision in der Praxis: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 48 (2017) Heft 1.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis für Pastoralpsychologie und Spiritualität kann erworben werden – zwar nicht im Rahmen der Übung als solcher, jedoch auf der Basis einer zu vereinbarenden schriftlichen Arbeit.

Hinweise

Diese Übung richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. April 2020 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

88 Lehren und Lernen nach der Themenzentrierten Interaktion

Gaus

Anmeldung bitte an Herrn Prof. Gaus: ralf.gaus@ksh-m.de

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 22.09.2020, 14.00 bis Fr 25.09.2020, 12.00

 

Das Seminar soll ermöglichen, die themenzentrierte Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn als Planungs-, Prozess- und Reflexionshilfe für religiöses Lernen im gemeinsamen Arbeiten kennen zu lernen. Im Bereich des RU und der Gemeindearbeit sollen Möglichkeiten und Grenzen von TZI in der Praxis entdeckt und erprobt werden.

Inhaltlicher Schwerpunkt sind Fragen des religiösen Lernens, z.B. was lebendiges Lernen im religiösen Bereich fördert, was es behindert, welche Haltungen und welche Wege sich bei dieser Art von gemeinsamem Arbeiten eröffnen. Indem immer wieder die inhaltliche Ebene, die Person der einzelnen Teilnehmenden, die Gruppe in ihrer Dynamik und Einflüsse von außen miteinander in Beziehung gesetzt werden, können Kontakt und Bewegung entstehen, können Sachlichkeit und Menschlichkeit versöhnt werden, kann Lernen lebendig werden.

Literatur

Farau, A./ Cohn, R.: Gelebte Geschichte der Psychotherapie. Zwei Perspektiven, Stuttgart 1984.

Langmaack, B.: Einführung in die themenzentrierte Interaktion (TZI). Das Leiten von Lern- und Arbeitsgruppen erklärt und praktisch angewandt, Weinheim – Basel 52011.

Lott, F.: Religionsunterricht als Themenzentrierte Interaktion, Ostfildern 2001.

Scharer, M.: Begegnungen Raum schaffen, Mainz 1995

Eine ausführliche Literaturliste erhalten Sie im Seminar.

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung; benoteter Leistungsnachweis (Hauptseminar in Praktischer Theologie) bei Erstellen einer Seminararbeit. Die genaue Themenabsprache erfolgt in der Veranstaltung.

Homiletik

 

90 Homiletische Übungen mit Probepredigten am Wochenende (Homiletik II)

W. Beck / Prätsch

Anmeldungen bitte bis 09.04.2020 an: beck@sankt-georgen.de

Ü M21
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Ziel des Seminars ist die Ausarbeitung einer Predigt für einen Gottesdienst in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die TeilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. Den Abschluss bildet das praktische Predigen. Das Seminar erfolgt in Kooperation mit Marc Prätsch als Dozenten der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt/M.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

 

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

 

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

 

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

 

 

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

 

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

 

 

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Durch kontinuierliche Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung "Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten" erworben werden.

Liturgiewissenschaft

 

93 Grundlegung der Liturgiewissenschaft

Bieringer

Ü M4
1 st. - 1.5 LP

Fr 08.45 - 10.20
Termine:
17.04.2020, 08.45 – 10.20
08.05.2020, 08.45 – 13.00 (Exkursion)
29.05.2020, 08.45 – 10.20
26.06.2020, 08.45 – 10.20
03.07.2020, 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung führt in das Fach „Liturgiewissenschaft“ ein, klärt den Begriff „Liturgie“ und erörtert die verschiedenen Themen und Fragestellung der Disziplin. Anhand konkreter Feiern, Orte und Quellen werden im Anschluss die drei Grundausrichtungen der Liturgiewissenschaft (historisch, systematisch, pastoral-praktisch) vorgestellt. Im Zentrum steht ein „anthropologischer Zugang“, der sowohl grundlegende Kategorien religiöser Rituale (Versammlung und Fest, Vergegenwärtigung der Heilsgeschichte, Ritus und Symbol) berücksichtigt als auch den ästhetisch-sinnlichen Vollzug (Zeit und Ewigkeit, Raum und Bewegung, Klang und Stille) in den Vordergrund rückt.

Literatur

- Jürgen Bärsch, Kleine Geschichte des christlichen Gottesdienstes, Regenburg ²2017.

- Albert Gerhards/Benedikt Kranemann, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Darmstadt ³2013.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009.

- Karl-Heinrich Bieritz, Liturgik, Berlin 2004.

Leistungsnachweis

M4: unbenotete Übungen, Teilnahme an der Exkursion und abschließende Modulklausur

Hinweise

ACHTUNG! Einschreibung auf der Moodle-Lernplattform unbedingt erfoderlich

 

94 Sakramentliche Feiern und Tagzeitenliturgie

Bieringer

V G M9
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.50

 

Die Vorlesung besteht aus zwei Teilen

I. Sakramentliche Feiern: Zunächst werden die grundlegenden Begriffe „Mysterium“ und „Sakrament“ geklärt. Danach folgen ausgewählte liturgischen Feiern an biographischen Wende- und Krisenpunkten (Buße, Ehe, Ordination, Krankensalbung, Begräbnisliturgie), die unter den Aspekten Geschichte, Theologie und gegenwärtige Formen bearbeitet werden. Im Mittelpunkt stehen aktuelle liturgiepastorale Fragestellung, die im Kontext von sakramentlichen Feiern diskutiert werden.

II. Tagzeitenliturgie: Im Fokus stehen zentrale Stationen der historischen Entwicklung, gegenwärtige Formen sowie Zukunftsperspektiven der Tagzeitenliturgie. Besondere Berücksichtigung finden dabei anthropologische und theologische Grundfragen dieser Gottesdienstform, wie sie seit den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils gestellt werden. Erörtert wird zudem die Frage, wie die erneuerte Tagzeitenliturgie im Leben der Kirche besser verankert werden könnte.

Literatur

Sakramentliche Feiern

- Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft, Bd. 7,2: Sakramentliche Feiern I/2, Regensburg 1992; darin: Reinhard Meßner, Feiern der Umkehr und Versöhnung, 9–240; Reiner Kaczynski, Feier der Krankensalbung, 241–343.

- Bruno Kleinheyer u.a., Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft, Bd. 8: Sakramentliche Feiern II, Regensburg 1984.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009, 366–389.

 

Tagzeitenliturgie

- Albert Gerhards, „Benedicam Dominum in omni tempore“. Geschichtlicher Überblick zum Stundengebet, in: Martin Klöckener/Heinrich Rennings (Hg.), Lebendiges Stundengebet. Vertiefung und Hilfe, Freiburg i. Br. 1989, 3–33.

- Angelus A. Häußling, Tagzeitenliturgie in Geschichte und Gegenwart. Historische und theologische Studien (LQF 100), Münster 2012.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009, 227–301.

- Liborius Olaf Lumma, Liturgie im Rhythmus des Tages. Eine kurze Einführung in Geschichte und Praxis des Stundengebets, Regensburg 2011.

- Robert F. Taft, The Liturgy of the Hours in East and West. The Origins of the Divine Office and Its Meaning for Today, Collegeville ²1993.

Leistungsnachweis

M9: Kommissionsprüfung

Hinweise

Einschreibung auf der Moodle-Lernplattform unbedingt erforderlich!

 

96 Ästhetik von Raum und Zeit in der bildenden Kunst

Scholz

Anmeldung bitte an Herrn Dr. Scholz: s.scholz@dom-frankfurt.de

Ü G P13 M22
2 st. - 3 LP

Mi 14.00 – 17.00
Termine: 15.04.2020, 29.04.2020, 06.05.2020, 27.05.2020, 10.06.2020, 17.06.2020, 08.07.2020

 

Raum und Zeit liegen allem menschlichen Erkennen und Erleben als ihr Ermöglichungsgrund voraus.

Sie erst eröffnen Geschichte.

Die Übungen möchten in der Auseinandersetzung mit philosophischen und theologischen Texten

im Kontext der Begehung von sakralen, profanen und öffentlichen Räumen und in der Begegnung mit Kunst

ein Gespür für die räumliche und zeitlichliche Dimension menschlicher Existenz schärfen.

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (unbenotet)

Kirchenrecht

 

71 Kontrolle kirchlicher (Voll-)Macht? Dogmatische, kirchenrechtliche und sozialethische Aspekte

Meckel / Ansorge / Emunds

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 14.30 13.30 – 16.05
Termine:
20.05.2020, 27.05.2020, 10.06.2020, 17.06.2020, 24.06.2020, 01.07.2020, 08.07.2020

 

Aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der katholischen Kirche - sexualisierte Gewalt, synodaler Weg, Strukturreformen der Gemeindepastoral und globale Herausforderungen - stellen mit erhöhter Dringlichkeit die Frage, wie sich die Kirche versteht, wozu sie dient und wie sie in ihren Ämtern und Diensten strukturiert ist bzw. sein sollte. Im Rahmen eines interdisziplinären Seminars werden dogmatische, kirchenrechtliche und sozialethische Aspekte dieser Frage vorgestellt und diskutiert.

 

 

Literatur

Kehl, Medard, Kirche als Institution. Zur theologischen Begründung des institutionellen Charakters der Kirche in der neueren deutschsprachigen katholischen Ekklesiologie (FTS 22), Frankfurt am Main 1976.

 

Böhnke, Michael, Kirche in der Glaubenskrise. Eine pneumatologische Skizze zur Ekklesiologie und zugleich eine theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Freiburg u.a. 2013.

 

Ruster, Thomas, Balance of powers. Für eine neue Gestalt des kirchlichen Amtes, Regensburg 2019.

 

Röttig, Paul F., Organisationskultur der katholischen Kirche. Kulturwandel als notwendiges Kriterium der Kirche in der sich verändernden Welt von heute (Studien zur Theologie und Praxis der Seelsorge 99), Würzburg 2017.

 

Demel, Sabine, Frauen und kirchliches Amt. Grundlagen - Grenzen - Möglichkeiten, Freiburg - Basel - Wien 2012.

 

Meier, Dominicus Michael, Verwaltungsgerichte für die Kirche in Deutschland? Von der Gemeinsamen Synode 1975 zum Codex Iuris Canonici 1983 (BzMK 28), Essen 2001.

 

Hallermann, Heribert, Pfarrei und pfarrliche Seelsorge. Ein kirchenrechtliches Handbuch für Studium und Praxis (KStKR 4), Paderborn – München –Wien – Zürich 2004.

 

Platen, Peter, Die Ausübung kirchlicher Leitungsgewalt durch Laien. Rechtssystematische Überlegungen aus der Perspektive des „Handelns durch andere“ (Beihefte zum Münsterschen Kommentar 47), Essen 2007.

 

Meckel, Thomas, Konzil und Codex – Zur Hermeneutik der Kirchenrechtswissenschaft am Beispiel der christifideles laici (KStKR 18), Paderborn – München – Wien – Zürich 2017.

 

Steinkamp, Hermann, Die sanfte Macht der Hirten. Die Bedeutung Michel Foucaults für die praktische Theologie, Mainz 1999.

 

Hahn, Judith, Grundlegung der Kirchenrechtssoziologie. Zur Realität des Rechts in der römisch-katholischen Kirche, Wiesbaden 2019.

 

Hermanns, Manfred, Kirche als soziale Organisation. Zwischen Partizipation und Herrschaft, Düsseldorf 1979.

 

Emunds, Bernhard / Goertz, Stephan, Kirchliches Vermögen unter christlichem Anspruch (Katholizismus im Umbruch 11), Freiburg u.a. (im Erscheinen)

Leistungsnachweis

Hausarbeit

 

99 Theologische Grundlegung und Einführung in die Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft

Meckel

Ü G M4
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10
in der ersten Semesterhälfte (bis zum 27.05.2020)
Beginn: 13.05.2020

 

Was ist Kirchenrecht? Benötigt die Kirche Kirchenrecht? In welchem Verhältnis steht die Kirchenrechtswissenschaft zu anderen theologischen Disziplinen? Welche Rechtsquellen zieht die Kirchenrechtswissenschaft heran? Wie werden kirchenrechtliche Normen begründet? Mit welchen Grundbegriffen arbeitet das Kirchenrecht? Welche Hermeneutik und Methodik ist bei der Auslegung der Rechtsquellen zu beachten? Die Übung beantwortet diese Fragen und führt in die theologische Grundlegung des Kirchenrechts sowie in die Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft ein. Die Anwendung kirchenrechtlicher Normen wird anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis verdeutlicht, sodass zugleich die Relevanz der kirchlichen Rechtsordnung für das Handeln der Kirche deutlich wird.

Literatur

Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015; Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht (LKRR) Bd. 1, hg. v. H. Hallermann - T. Meckel - M. Droege - H. de Wall, Paderborn - München - Wien - Zürich 2019; Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004 [LKStKR]; Krämer, Peter, Braucht die Kirche eine rechtliche Ordnung? Anthropologische Voraussetzungen und theologische Grundlagen des kirchlichen Rechts: TrThZ 2002, 212-225; Meckel, Thomas, Konzil und Codex – Zur Hermeneutik der Kirchenrechtswissenschaft am Beispiel der christifideles laici, Paderborn – München – Wien – Zürich 2017 (KStKR 18); Meckel, Thomas, Art. Communio, Katholisch: LKRR Bd. 1 (2019), 518-520; Meckel, Thomas, Art. Amt, Katholisch: LKRR Bd. 1 (2019), 108-111; Meckel, Thomas, Art. Dienst, Katholisch: LKRR Bd. 1 (2019), 618f.; Meckel, Thomas, Art. Erlaubtheit, Katholisch: LKRR Bd. 1 (2019), 858f.; Pack, Heinz, Methodik der Rechtfindung im staatlichen und kanonischen Recht, Essen 2004 (Beihefte zum Münsterischen Kommentar 38); Riedel-Spangenberger, Ilona, Hermeneutik des Kirchenrechts: LKStKR Bd. 2, 235f.; Riedel-Spangenberger, Ilona, Kirchenrecht II. kath.: LKStKR Bd. 2, 503-505; Witsch, Norbert, Methode, kanonistische: LKStKR Bd. 2, 787f.

Leistungsnachweis

Studienleistung: Hausaufgaben Prüfungsleistung: M 4 Klausur

 

100 Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

Teilnahme auf Einladung des Dozenten.

OS A
2 st. - 4 LP
 

Das Oberseminar besteht aus zwei Teilen. Zum einen dient es der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten und zum anderen der vertieften Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

 

Leistungsnachweis

Postgraduale Studierende können durch mündliche Präsentation und schriftliche Hausarbeit einen Leistungsnachweis erwerben.

Hinweise

Teilnahme auf Einladung des Dozenten.

Humanwissenschaften

 

110 Einführung in Pädagogik und Psychologie

Wagener

Wagener@sankt-georgen

L G P13 M15
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Wer heute Pädagogik sagt, der denkt vielleicht an Kleinkindererziehung und Familienerziehung, an Schul-, Freizeit-, Religions- und Sozialpädagogik, an Jugend- und Sozialarbeit sowie an Erwachsenenbildung und Gerontagogik (also: Weiterbil-dung älterer Menschen, Alterspädagogik).

All das ließe sich beliebig ergänzen. Denn die pädagogischen Anforderungen und Situationen sind scheinbar unüberschaubar differenziert. Doch trotz dieser Differenziertheit geht es um etwas Gemeinsames, um das „Pädagogische“, um den roten Faden, der die verschiedenen Situationen durchzieht und es möglich macht, sie unter eine gemeinsame Perspektive zu stellen. Wer dies versucht, steht im Feld pädagogischer Theoriebildung und pädagogischer Grundbegriffe.

Da Theologie und Philosophie zu den Geburtshelfern der Pädagogik zählten, verwundert es nicht, wenn sich die pädagogische Disziplin über lange Zeit als Geisteswissenschaft verstand. Pädagogische Vorgänge, so lautete die Grundüberzeugung der geisteswissenschaftlichen Pädagogik, lassen sich nicht „von außen“ beschreiben und erklären, sondern „von innen“ her verstehen. Später kam der empirische Gedanke dazu, pädagogische Phänomene wurden empirisch „vermessen“, was den geisteswissenschaftlichen Pädagogen schlicht vermessen schien. Ging es zunächst um die Grenzlinien zwischen Verstehen und Erklären, zwischen Hermeneutik und Empirie, so ging es in der Folgezeit um Differenzen zwischen positivistischen und kritischen Wissenschaftsverständnis. Schließlich stößt die Pädagogik auf die Widerspruchslage von Mündigkeitsanspruch und faktischer Fremdbestimmung. Beide Aspekte bilden die spannungsreiche Hintergrundfolie pädagogischer Theorieentwicklung.

In der Regel gibt es in pädagogisch und auch psychologisch relevanten Fragen nicht eine einzige anerkannte Position, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher, oft sogar auch entgegengesetzter Ansichten, die alle mit mehr oder weniger guten Gründen vorgetragen werden. Insofern genügt es also nicht, sich einfach einer Ansicht anzuschließen. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Vorstellungen zu prüfen und durch Abwägen der Argumente zu einem eigenen Urteil zu gelangen.

Dazu werden wir uns nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Pädagogik auch mit den (geisteswissenschaftlichen, kritisch-rationalen und konstruktivisti-schen) Richtungen der Erziehungswissenschaft beschäftigen. Wir werden die Methoden der Erziehungswissenschaft (klassische Hermeneutik, empirische Methode, methodischer Ansatz der Kritischen Erziehungswissenschaft) kennenlernen. Ferner stellt sich die Frage, ob und warum der Mensch auf (religiöse) Erziehung angewiesen ist?

Im Anschluss daran wenden wir uns der Pädagogischen Psychologie mit ihrem Hauptthema „Lernen und Lehren“ und der Allgemeinen Psychologie (Wahrneh-mung, Gedächtnis, Denken und Sprechen, Emotionen und Motivationen) zu. Unabdingbar ist die Beschäftigung mit der Entwicklungspsychologie, der Persönlich-keits- und Tiefenpsychologie sowie der Bindungstheorie, der Sozial- und Religionspsychologie.

 

Literatur

Zum Einstieg (siehe auch Semesterapparat):

 

Veronika Brandstätter und Jürgen H. Otto (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psy-chologie – Motivation und Emotion, Göttingen 2009.

 

Andreas Dörpinghaus, Ina K. Uphoff, Grundbegriffe der Pädagogik, Darmstadt 2011.

 

Erik H. Erikson, Kindheit und Gesellschaft, Stuttgart 11., veränd. Auflage 1992.

 

Martin Fromm, Einführung in die Pädagogik: Grundfragen, Zugänge, Leistungs-möglichkeiten, Münster 2015.

 

Joachim Funke und Peter A. Frensch (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psycholo-gie – Kognition, Göttingen 2006.

 

Bernhard Grom, Religionspsychologie, München 3., vollständig überarbeitete Auf-lage 2007.

 

H. Gudjons, Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn 2008.

 

Marcus Hasselhorn, Andreas Gold, Pädagogische Psychologie. Erfolgreiches Ler-nen und Lehren, Stuttgart 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2013.

 

S. Heine, Grundlagen der Religionspsychologie, Göttingen 2005.

 

K. Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis, Freiburg Schweiz 2002.

 

H.-Chr. Koller, Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft. Eine Einführung, 2009.

 

Ludwig A. Pongratz, Pädagogische Theorie für kritische Köpfe: Einführung in die Pädagogik, Darmstadt 2019.

 

Ingrid Scharlau, Jean Piaget zur Einführung, Hamburg 3., überarbeitete Auflage 2013.

 

Wolfgang Schneider und Marcus Hasselhorn (Hrsg.), Handbuch der Pädagogischen Psychologie, Göttingen 2008.

 

Leistungsnachweis

Für Theologiestudierende: Aktive Teilnahme und benotete Präsentation Für Philosophiestudierende: Aktive Teilnahme und unbenotete Präsentation

Griechisch

 

39 Griechische Lektüre

Hühne / Wucherpfennig

SK G
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die Lektüre soll, auch in Absprache mit den TeilnehmerInnen, anspruchsvollere Texte wie Platons Gleichnisse in der Politeia oder die Salomonische Weisheit in der Septuaginta zum Gegenstand haben.

Die Einzelheiten werden in der ersten Sitzung vereinbart (s.u.).

Literatur

Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Veranstaltung ausgeteilt, ebenso dazugehörige Literatur.

Leistungsnachweis

Teilhahme-Nachweis

Hinweise

Zeit und Ort nach Vereinbarung (s. Vorbesprechung/Ankündigung im Hochschulgebäude oder per Mail/Tel. zu erfragen).

 

120 Griechisch Ia

Hühne

SK G
3 st.

Di 14.30 – 16.55

 

Ziel des auf 2 oder wahlweise 3 Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechisch der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil 1a dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. D. Häußer/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 1. Aufl., 2019 (ISBN 978-3-7655-9356-7)[Ältere Auflagen sind nicht mehr sinnvoll benutzbar].

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

121 Griechisch II

Hühne

SK G
5 st.

Mi 14.30 – 16.55
Do 08.45 – 10.20

 

Ziel des Sprachkurses Griechisch II ist es, die Unterrichtsthemen (bes. den Aorist und die Partizipien) der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben, um mit Abschluss des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Die Übungsintensität und -methodik soll durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt und die Lesefähigkeit durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird weiterhin benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. D. Häußer/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 1. Aufl., 2019 (ISBN 978-3-7655-9356-7)[Ältere Auflagen sind nicht mehr sinnvoll benutzbar].

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt.

Leistungsnachweis

Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Griechisch (nach § 6, 1 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden.

Latein

 

122 Latein II

Hühne

SK G
4 st.

Di 10.35 – 12.10
Do 16.15 – 17.50

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. In diesem zweiten Teil geht es um die gezielte Einübung komplexer Strukturen der lateinischen Syntax (best. Konstruktionen, Modi, Haupt-/Nebensatzeinteilung u.a.) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte; dafür ist eines der u.g. Wörterbücher notwendig. Ferner werden mit Blick auf die abschließende Prüfung 1-2 Probeklausuren geschrieben.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Wörterbücher von Pons, Langenscheidt oder der „Stowasser“.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 6, 2 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden. Bachelorstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Philosophiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 5, 3 der Bachelorprüfungsordnung) erworben werden.

 

133 Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Mi 09.35 – 11.10

 

Es wird zunächst die bereits begonnene Thematik (Ciceros anthropologische Grundlegung der Kardinaltugenden in De officiis I, 15-17) fortgesetzt, bevor sich andere Darstellungen entweder zur Anthropologie oder zur Tugendlehre als weitere Themen anbieten.

Literatur

Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Veranstaltung ausgeteilt oder auf Anfrage per Mail zugesandt.

Weiterführende Literatur wird in den jeweiligen Sitzungen genannt.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Nachweis

Hebräisch

 

124 Einführung ins Bibel-Hebräisch

Casagrande

SK G
2 st.

Mo 13.30 – 15.05

 

Der zweistündige Kurs führt in die hebräische Laut- und Schriftlehre ein und gibt über das Erlernen grundlegender Formen und Vokabeln einen Einblick in das biblische Hebräisch. Vereinfachte Texte werden gemeinsam gelesen und übersetzt.

Literatur

Die in den Sitzungen ausgegebenen Skripte dienen als Lerngrundlage. Weitere Lernmittel werden in der ersten Lehrveranstaltung vorgestellt.

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird durch Anwesenheit und aktive Teilnahme erbracht.

 

125 Hebräisch II

Casagrande

SK G
3 st.

Mo 15.15 – 17.40

 

Der dreistündige Kurs baut auf dem in Hebräisch I behandelten Stoff auf. Der Fokus liegt auf der Vertiefung der hebräischen Syntax und der Auseinandersetzung mit den sog. Stammesmodifikationen des Verbs, sowie der unregelmäßigen Formenbildung (Verb, Substantiv). Begleitend soll der Grundwortschatz weiter ausgebaut werden. In der Lektüre und Übersetzung hebräischer Texte aus der Biblia Hebraica wird das gewonnene Wissen angewandt und gesichert. Ziel des Kurses ist, dass die Studierenden in der Lage sind, mit üblichen Hilfsmitteln (Wörterbuch, Grammatik) begründete Übersetzungen hebräischer Narrativtexte anzufertigen und der philologischen Argumentation wissenschaftlicher Kommentare folgen zu können.

Literatur

Lambdin, Thomas O., Lehrbuch Bibel-Hebräisch, hg. v. Heinrich von Siebenthal, 8. Aufl. Gießen 2016 [bitte diese Auflage] dazu begleitend Siebenthal, Heinrich von, Bibel-Hebräisch. Lösungs- und Begleitband zum Lehrbuch von Thomas O. Lambdin, 6. Aufl. Gießen 2015 [bitte diese Auflage].

 

Weitere Literatur und Lernmittel werden in der ersten Lehrveranstaltung vorgestellt.

Leistungsnachweis

Gemäß der Sprachprüfungsordnung besteht der Leistungsnachweis aus zwei Teilen: 1. Aus einer 3-stündigen Klausur, in der 18 Zeilen eines mittelschweren Textes aus der Biblia Hebraica zu übersetzen und 10 Formen grammatisch zu bestimmen sind (vgl. §6); 2. Aus einer 15-minütigen, mündlichen Prüfung, in der 10 Zeilen aus der Biblia Hebraica übersetz und in einem Prüfungsgespräch besprochen werden (vgl. §7). Beide Teile werden gleich gewichtet und ergeben die Gesamtnote.

Hinweise

Die Studierenden sollten eine wöchentliche Eigenarbeitszeit von ca. 8h einrechnen, um eine erfolgreiche Teilnahme am Kurs zu gewährleisten.

Sanskrit

 

130 Sanskrit

Hühne

SK G
2 st.

Do 10.35 – 12.10

 

Es handelt sich um einen Kurs für fortgeschrittene Anfänger mit Vorkenntnissen in Schrift und Lautgesetzen (s.u.).

 

Ausgehend von der Sprache, und da zunächst von der in unserem kulturellen Umfeld doch weitgehend unbekannten Schreibung der Devanāgarī („Götterstadtschrift“) sollen in der Einstiegsphase Schrift und Aussprache des „Kulturträgers“ Sanskrit behandelt werden, dessen sprachliche Ausstrahlung von den altindischen über die mittelindischen (Pali als Sprache Buddhas u.a.) bis in die neuindischen Sprachen (Hindi u.a.) der Gegenwart hinein wirkt; parallel dazu werden zentrale Begriffe der indischen Kultur aus Literatur, Religion und Philosophie vorgestellt, um die ununterbrochene Tradierung und Wirkung einflussreicher Gedankenströme vom Brahmanismus der Veden über den Hinduismus der großen Epen und Puranas und den Buddhismus der Buddhareden und Sutren bis hin zu modernen Denkern aufzuzeigen, die dann auch im Europa der Neuzeit euphorisch aufgenommen wurden – Herder, Forster, Goethe, Schlegel, W.v. Humboldt oder philosophische Systeme wie das des Yoga, um nur einige Beispiele zu nennen – und das nicht zuletzt im Zuge der Entdeckung sprachlicher Verwandtschaftsverhältnisse des Sanskrit und zahlreicher anderer indischer Sprachen mit den europäischen.

Nach dem Erlernen der Devanagari in Schrift und Aussprache und dem Kennenlernen der Sandhi-Regeln sowie erster Konjugations- und Deklinationsschemata soll es um die sukzessive Vertiefung dieser Phänomene gehen, um erste Lektürefrüchte ernten zu können; das soll in diesem Semester anhand des berühmten philosophischen Lehrgedichts Bhagavadgita ("Gotteslied"/"Des Erhabenen Sang") erfolgen.

Anhand der schlüsselartig präparierten Textausgabe von W. Sargeant (s.u.) lassen sich Konjugations- und Deklinationsschemata gut in ihren Formen und Funktionsweisen mit einem anspruchsvollen Inhalt verbinden, der sich nicht nur in Indien der Beliebtheit und Reflexion erfreuen sollte, denn die drei Wege zum Ziel (des pflichtgemäßen Handelns, der Erkenntnis und der Gottesliebe) könnten auch in der westlichen Welt interessante Denkimpulse auslösen.

Literatur

Sprachliche Grundlage des Unterrichts wird neben: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0) vor allem folgendes Kurzlehrbuch sein: Sabine Ziegler, Klassisches Sanskrit, Wiesbaden: Reichert, 2012 (978-3-89500-880-1).

Textgrundlage bildet: The Bhagavad Gita, transl. by W. Sargeant, Rev. Ed. by Chr. Chapple, Albany: SUNY Press, 1994.

Weitere Materialien werden während der Sitzungen genannt bzw. in Kopieform ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Bescheinigung

Hinweise

Zeit und Ort nach Vereinbarung (s. Vorbesprechung/Ankündigung im Hochschulgebäude oder per Mail/Tel. zu erfragen).

Deutsch

 

135 Vertiefung der Deutschkenntnisse für das Studium der Theologie und Philosophie

Hopf

Anmeldung bitte an: muth@sankt-georgen.de

SK G
2 st.

Mi 18.30 – 20.00

 

- Studienspezifische Inhalte wie z.B. das Lesen und Verfassen von wissenschaftlichen Texten oder die Präsentation von Seminararbeiten.

- Wiederholung und Vertiefung der Grammatik.

Die genauen Inhalte werden zwischen den Teilnehmenden und dem Dozenten abgesprochen.

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (bei regelmäßiger Teilnahme)

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

150 Islam und christlich-muslimische Begegnung II: Einführung in den Koran

Specker / Eschraghi

V G P13 M23
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.00
Termine:
24.04.2020, 08.05.2020, 15.05.2020, 29.05.2020, 12.06.2020, 26.06.2020, 03.07.2020

 

In diesem Semester steht der Koran, das Heilige Buch der Muslime, im Mittelpunkt. Der Koran gilt nach klassischer Auffassung als Gotteswort und somit als wichtigste Quelle für sämtliche Fragen der Lehre und des Rechts. Zugleich ist er selbst Gegenstand theologischer Überlegungen, etwa wenn seine Urewigkeit oder die Frage seiner “Unvergleichbarkeit” diskutiert werden.

In der Vorlesung werden der aktuelle Forschungsstand zur Genese des Korans sowie zentrale literarische und textstrukturelle Aspekte erörtert. Es erfolgt ferner ein inhaltlicher Überblick über die wichtigsten Aussagen zum Gottesbild, zur Prophetologie, zur Ethik und zum Menschenbild. Die vielfältige Tradition der muslimischen Exegese soll ebenso vorgestellt werden, wie die Bedeutung, die das Heilige Buch für Kunst, Kultur, Ästhetik und nicht zuletzt im Alltag der Gläubigen genießt.

 

Literatur

• Abū Zayd, Naṣr Ḥāmid; Sezgin, Hilal (2008): Mohammed und die Zeichen Gottes. Der Koran und die Zukunft des Islam. Freiburg: Herder.

• Bobzin, Hartmut (2015): Der Koran. München: Beck.

• Cook, Michael A. (2009): Der Koran. Eine kurze Einführung. Stuttgart: Reclam.

• Gnilka, Joachim (2010): Bibel und Koran. Was sie verbindet, was sie trennt. Freiburg: Herder.

• Khanbagi, Ramin (2014): Interkulturelle Koran-Bibliographie. Nordhausen: Traugott Bautz.

• Neuwirth, Angelika (2010): Der Koran als Text der Spätantike. Ein europäischer Zugang. Berlin: Verl. der Weltreligionen.

• Reynolds, Gabriel Said (2014): New Perspectives on the Quran. The Quran in its Historical Context (2). London: Routledge.

• Rippin, Andrew (2009): The Blackwell Companion to the Qur'an. Oxford: Wiley-Blackwell.

• Sinai, Nicolai (2012): Die heilige Schrift des Islams. Die wichtigsten Fakten zum Koran. Freiburg: Herder.

• Zirker, Hans (2012): Der Koran. Zugänge und Lesarten. Darmstadt: WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft

 

Leistungsnachweis

Im Rahmen des Zertifikatsstudiums: Zusammen mit Tutorium und Abschlussarbeit in 4 Semestern. Eine Einzelprüfung zur Anrechnung der Vorlesung (3 CP) ist als 15minütige mündliche Prüfung auf Rücksprache möglich.

Hinweise

Eine Zertifizierung und Anrechnung kann nur bei regelmäßigem Vorlesungsbesuch, d.h. bei Besuch von mindestens 6 der 7 Volesungen, erfolgen.

 

151 Tutorium zum Studienprogramm Islam und christlich-muslimische Begegnung

Specker / Güzelmansur

T G P13 M23

Do 14.05.2020, 18.00 – 19.30
Do 25.06.2020, 18.00 – 19.30
Do 09.07.2020, 18.00 – 19.30

 

Das Tutorium dient der Vorstellung und der Reflexion der von den Teilnehmenden entwickelten Praxisprojekte sowie der Diskussion aktueller Fragen.

Leistungsnachweis

In Verbindung mit der Vorlesung und der Abschlussarbeit als akademisches Zertifikat. Besuch von 2 der 3 Termine sowie eine einmalige Präsentation (pro Semester) verpflichtend.