Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Wintersemester 2017)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1 Einführung in das Studium der Philosophie und Theologie

Felician Gilgenbach / Remmel

Ü G M00 P00
2 st. - 3 LP

Do 13.30 – 15.00

 

Die Übung dient der theoretischen und praktischen Einführung in grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen in Theologie und Philosophie (u. a.: Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitation, Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten, Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis).

Außerdem findet eine Einführung in wichtige philosophische und theologische Themenkomplexe und Fragestellungen statt.

Literatur

Auf wichtige Literatur wird in der ersten Sitzung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis (unbenotet) kann erworben werden bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: - Anwesenheit bei und aktive Mitarbeit in den Sitzungen - fristgerechte Anfertigung von Hausaufgaben - ein mediengestütztes Referat inkl. Handout (M0) oder ein Essay von ca. 5 Seiten (P0)

 

2 Rhetorik der Rede (Rhetorik I)

Haag

Anmeldung bitte bis zum 20.10.2017 per E-Mail an Herrn Haag: haag-benjamin@web.de

Ü M23 P00
2 st. - 2 LP

Fr 27.10.2017, 16.00 – 20.00

Sa 28.10.2017, 09.30 – 18.00

Fr 17.11.2017, 14.00 – 19.00

Sa 18.11.2017, 09.30 – 18.00

Fr 24.11.2017, 14.00 – 19.00

Sa 25.11.2017, 09.30 – 18.00

 

In diesem Seminar wird die Fähigkeit zum freien Sprechen anhand von Konzept- und Vortragstechniken eingeübt, die Sie bei der Vorbereitung und Durchführung von Referaten und (Kurz-)Vorträgen unterstützen. Ziel ist es, beim Referieren nach Stichwortkonzept frei zu sprechen und überzeugend zu präsentieren - in lebendigem Kontakt zum Thema und zur jeweiligen Zuhörerschaft.

 

Schwerpunkte:

 

Sprechdenken und Hörverstehen als kommunikative Basiskompetenzen - Phasen der Referats- und Vortragsvorbereitung - - Konzepttechniken - Visualisierungshilfen / Medieneinsatz

 

Methoden:

 

Theoretische Impulse, praktische Übungen in Einzel- und Teamarbeit, Erfahrungsaustausch, gegenseitiges, z.T. audio- und videogestütztes Feedback

Leistungsnachweis

Bachelorstudium (P0): Durch aktive Teilnahme und kleine Präsentationen kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden.

 

3 Einführung in die gute wissenschaftliche Praxis

R. Beck

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Dr. Beck: beck@iwm.sankt-georgen.de

Ü A
1 st.

Vorbesprechung:

Fr 27.10.2017, 16.00

Weitere Termine an zwei Samstagen nach Vereinbarung

 

In diesem Seminar gewinnen Studierende einen Überblick über grundlegende Normen und Werte der Wissenschaft, sowie über Definitionen von „guter wissenschaftlicher Praxis“ und „wissenschaftlichem Fehlverhalten“. Darüber hinaus werden konkrete hochschulinterne und rechtliche Maßnahmen zur Verhinderung von „wissenschaftlichem Fehlverhalten“ kennen gelernt. Anhand der Diskussion von zentralen Konfliktsituationen, die während des Studiums oder der wissenschaftlichen Arbeit auftreten können, wird den Teilnehmenden Raum gegeben, eigene Überzeugungen und Haltungen beim Studieren und wissenschaftlichen Arbeiten zu reflektieren. Als Seminarziel sollen die Teilnehmenden ethische Kompetenzen zum Treffen angemessener Entscheidungen im Studien- und Forschungsalltag erwerben.

Literatur

Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

In Absprache mit dem Leiter für postgraduale Studien oder dem Moderator / der Moderatorin für das Studium von Lizenziat, Promotion und PhD erforderlich.

Philosophie

 

10 Philosophiegeschichte der Antike

Herzberg

V G M05
2 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.45

 

In der Vorlesung werden die zentralen Begriffe und Lehrstücke dieser für die abendländische Philosophie im Ganzen prägenden Epoche behandelt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Klassischen Zeitalter (Sokrates, Platon, Aristoteles). Diese Vorlesung ist zugleich als eine Einführung in die Philosophie überhaupt konzipiert: Daher geht es nicht nur um eine korrekte Darstellung bzw. Rekonstruktion dessen, was ein bestimmter Philosoph gelehrt und wie er es begründet hat (schon dieser erste Schritt ist oftmals schwierig), sondern auch um eine genuin philosophische Auseinandersetzung mit den Lehren eines Philosophen.

Literatur

Überblicksliteratur:

 

Gill, M. L./Pellegrin, P. (Hg.): A Companion to Ancient Philosophy, Oxford 2008.

 

Horn, C./Rapp, C. (Hg.): Wörterbuch der antiken Philosophie, München 2.Aufl. 2008.

 

Horn, C.: Philosophie der Antike. Von den Vorsokratikern bis Augustinus, München 2013.

 

Ricken, F.: Philosophie der Antike, Stuttgart 4.Aufl. 2007.

 

Ricken, F. (Hg.): Philosophen der Antike, 2 Bde., Stuttgart 1996.

 

 

Wichtige Handbücher:

 

Horn, C./Müller, J./Söder, J. (Hg.): Platon Handbuch, Stuttgart 2009.

 

Schäfer, C. (Hg.): Platon-Lexikon, Darmstadt 2.Aufl. 2014

 

Rapp, C./Corcilius, K. (Hg.): Aristoteles Handbuch, Stuttgart 2011.

 

Höffe, O. (Hg.): Aristoteles-Lexikon, Stuttgart 2005.

 

Long, A.A./Sedley, D. (Hg.): Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, Stuttgart 2006.

 

 

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 5): Kommissionprüfung (20 min) zusammen mit einem Stoff der systematischen Philosophie oder eine Klausur zusammen mit einem Stoff der systematischen Philosophie B A Phil (P 1): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Philosophiegeschichte des Mittelalters oder mündliche Prüfung allein (15 min)

 

11 Plotin über das Eine, die Seele und den Geist. Enneaden VI 9, I 1, V 5

Watzka

ProS G M15
2 st. - 4 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Plotin (204 - 270 n. Chr.) ist nach Platon und Aristoteles der bedeutendste und wirkungsmächtige Denker der Antike. Der von ihm begründete Neuplatonismus dominierte die letzte Epoche der antiken Philosophie und blieb einflussreich bis zur Wiederentdeckung der Schriften des Aristoteles im Hochmittelalter. Plotin verstand sich als Exeget Platons. Im Unterschied zu den modernen Platoninterpreten erblickt er hinter den Dialogen und Briefen ein System, das in einer Prinzipienmetaphysik gipfelt, die alles Denkbare und Seiende auf ein Prinzip, das überseiend göttlich Eine, zurückführt. Plotin kennt aber auch eine Philosophie des Geistes, die dem Geist nicht nur eine besondere Stellung in der Wirklichkeit zuerkennt, sondern ihn als die Fülle des Seins thematisiert. Das selbstbewusste Denken (der Geist) ist aber nicht das Absolute wie bei Hegel. Die Transzendenz des Einen nicht nur über das Seiende, sondern auch über das Denken motiviert in Plotins Philosophie den Übergang vom diskursiven Denken zum mystischen Einigungserlebnis. Plotin ist nicht nur der Vollender der griechischen Metaphysik, er ist der Begründer einer genuin philosophischen Mystik.

Das Seminar bietet einen Querschnitt durch das Denken Plotins. Es werden drei seiner "Enneaden" (der von Porphyrios in sechs Neunergruppen aufgespaltene schriftliche Nachlass Plotins) gelesen, die Enneaden V 5 ("Dass die geistig erkennbaren Gegenstände nicht außerhalb des Geistes sind, und über das Gute"), VI 9 ("Über das Gute oder das Eine") und I 1 ("Über die Frage, was das Lebewesen und was der Mensch ist").

Literatur

Jens Halfwassen, Plotin und der Neuplatonismus, München: Beck 2004

 

Dominic O´Meara, Plotinus. An Introduction to the Enneads, Oxford:Clarendon Press 2005

 

Susanne Möbuß, Plotin. Eine Einführung, Wiesbaden: Panorama 2005

 

Plotin. Ausgewählte Schriften, herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Christian Tornau, Stuttgart: Reclam 2001

Leistungsnachweis

BA phil.: Durch regelmäßige aktive Teilnahme, gründliche Lektüre und Präsentation der Argumentationsstruktur eines Abschnitts kann ein Leistungsnachweis über ein Proseminar (P1, Klassikerlektüre) erworben werden. Mag Theol: Durch gründliche Lektüre und Präsentation der Argumentationsstruktur eines Abschnitts sowie das Verfassen einer Hausarbeit (8-10 Seiten) kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie (M15 oder M23) erworben werden.

Hinweise

Anmeldung erbeten bis 18.10.2017 unter watzka@sankt-georgen.de

 

12 Philosophiegeschichte Neuzeit I

Wiertz

V G M19
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.20

in der ersten Semesterhälfte

(bis zum 06.12.2017)

 

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Philosophiegeschichte der (frühen) Neuzeit von Francis Bacon bis David Hume. Es werden die wichtigsten Thesen und Argumente einige zentraler Gestalten dieser Epoche vorgestellt und deren Hintergrund beleuchtet.

Leistungsnachweis

Literatur

E. CORETH / H. SCHÖNDORF: Philosophie im 17. und 18. Jahrhundert, Stuttgart 2000.

A. KENNY: Geschichte der abendländischen Philosophie III: Neuzeit, Darmstadt 2014.

W. RÖD: Philosophie der Neuzeit I, München 1978.

W. RÖD: Philosophie der Neuzeit II, München 2004.

Leistungsnachweis

B A Phil: “Philosophiegeschichte Neuzeit I” ist gemeinsam mit “Philosophiegeschichte der Neuzeit II” Bestandteil der Kommissionsprüfung "Philosophiegeschichte Neuzeit" in P 2. Mag Theol: “Philosophiegeschichte Neuzeit I” ist gemeinsam mit “Philosophiegeschichte der Neuzeit II” Bestandteil der Prüfung "Philosophiegeschichte Neuzeit", mit der der Leistungsnachweis Philosophiegeschichte in M 19 erworben werden kann.

 

13 Philosophiegeschichte der Neuzeit II

Hanke

V G M19
1 st. - 1.5 LP

Sa 09.12.2017, 09.00 – 12.00 und 14.30 – 17.30

Fr 19.01.2018, 16.00 – 19.00

Sa 20.01.2018, 09.00 – 12.00

 

Diese Vorlesung behandelt die so genannte „klassische deutsche Philosophie“ (ca. 1780 bis 1850). An ihrem Anfang steht Immanuel Kant. Er revolutioniert Erkenntnistheorie und Metaphysik, Ethik und Religionsphilosophie. In verschiedenen Stufen der Reaktion auf ihn und aufeinander folgen Fichte, Schelling, Hölderlin und die Romantiker, Hegel und noch einmal Schelling.

 

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Charakteristik der Epoche und das Werk der genannten Autoren. In systematischer Absicht geht es dabei vor allem um die Frage einer Grundlegung der Philosophie anhand der Verhältnisbestimmung von Subjektivität und Objektivität.

 

Literatur

Überblicke über die Epoche:

 

JAESCHKE, Walter, ARNDT, Andreas, Die Klassische Deutsche Philosophie nach Kant. Systeme der reinen Vernunft und ihre Kritik 1785-1845, München: Beck 2012 [749 Seiten].

 

JAESCHKE, Walter, ARNDT, Andreas, Die Philosophie der Neuzeit 3. Teil 2: Klassische Deutsche Philosophie von Fichte bis Hegel (Geschichte der Philosophie Band IX, 2, herausgegeben von Wolfgang Röd). München: Beck 2013 [Kurzfassung des zuvor genannten Buches: 320 Seiten].

 

FORSTER, Michael N., GJESDAL, Kristin (edd.), The Oxford Handbook of German Philosophy in the Nineteenth Century, Oxford University Press 2015.

 

PINKARD, Terry, German Philosophy 1760-1860. The Legacy of Idealism, New York: Cambridge University Press 2010.

 

SANDKÜHLER, Hans Jörg (Hg.), Handbuch Deutscher Idealismus, Stuttgart, Weimar: Metzler 2005.

Leistungsnachweis

Kommissionsprüfung zusammen mit Lehrveranstaltung 12 (Wiertz, Philosophiegeschichte der Neuzeit I)

Hinweise

Aufgrund äußerer Gründe findet diese Lehrveranstaltung in zwei Wochenend-Blöcken statt. Methodisch wird es daher eine Mischung aus klassischer Vorlesung mit PowerPoint-Präsentation und der Besprechung von Textabschnitten geben, die in Vorbereitung auf den jeweiligen Block zu lesen sind. Diese Textabschnitte sind ebenso prüfungsrelevant wie die „gehörte“ Vorlesung. Im 2. Stock der Bibliothek werden zu Beginn des Semesters entsprechende Kopiervorlagen ausgelegt sein. Da die Texte allesamt bei Reclam erschienen und daher relativ günstig sind, kann natürlich auch die Anschaffung des jeweiligen Buches empfohlen werden.

 

Lektüre zur Vorbereitung auf den ersten Block:

 

GERHARDT, Volker, Immanuel Kant. Vernunft und Leben, Stuttgart: Reclam 2002, S. 121-146 und 206-217.

 

Lektüre zur Vorbereitung auf den zweiten Block:

 

EMUNDTS, Dina, HORSTMANN, Rolf-Peter, Hegel. Eine Einführung, Stuttgart: Reclam 2002, S. 9-19 und 32-37.

 

BERTRAM, Georg W., Hegels „Phänomenologie des Geistes“. Ein systematischer Kommentar, Stuttgart: Reclam 2017, S. 7-26.

 

 

14 Willard van Orman Quine: Unterwegs zur Wahrheit

Wiertz

ProS G M15
2 st. - 4 LP

Di 14.30 – 16.00

 

Willard van Orman Quine zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Philosophen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein philosophisches Werk ist der Versuch einer inhaltlich und methodologisch konsequent naturalistischen Philosophiekonzeption.

Das zu besprechende Buch stellt einen Einführung in die Philosophie Quines wie in philosophische Grundsatzfragen dar.

Literatur

W.V.O. Quine, Unterwegs zur Wahrheit. Konzise Einleitung in die Philosophie, Paderborn: Schöningh 1995.

G. Keil. Quine zur Einführung, Hamurg 2002.

D. Koppelberg, Die Aufhebung der analytischen Philosophie: Quine als Synthese von Carnap und Neurath, Frankfurt/Main 1987.

L.E. Hahn; P.A. Schilpp (eds.)The Philosophy of W. V. Quine, Volume 18 (Library of Living Philosophers) 1999

Leistungsnachweis

BA Phil und Mag Theol: Durch die aktive Teilnahme am Seminar einschließlich der vorbereitenden Lektüre des Textes und der schriftlichen Beantwortung der Fragen zu jeder Seminarsitzung, und eine Seminararbeit kann ein Leistungsnachweis in P2 bzw. in M15/M23 erworben werden.

Hinweise

Die Vorbesprechung für das Seminar findet am 16. Oktober um 14.00 in S 3 statt und die erste Sitzung des Haupt- bzw. Proseminars am 24. Oktober.

 

 

15 Erkenntnistheorie und Grundlagen der Wissenschaftstheorie

Wiertz

V G M05
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Die menschliche Fähigkeit zur Erkenntnis von Wahrheit wurde und wird in der Philosophie und anderen Disziplinen immer wieder in Frage gestellt. Dagegen soll in dieser Vorlesung dafür argumentiert werden, dass wir prinzipiell fähig sind u.a. durch die Reflexion auf epistemische Gründe den Wahrheitswert von Propositionen zutreffend zu bestimmen.

Dafür muss allerdings geklärt werden, was unter “Wissen” und “Wahrheit” zu verstehen ist, was einen guten epistemischen Grund auszeichnet und warum relativistische und skeptizistische Positionen trotz ihrer prima facie-Plausibilität nicht überzeugen können. Da Erkenntnis nicht ein rein individuelle sondern auch ein soziales Phänomen ist, wird auch ein Einblick in die neuere soziale Erkenntnistheorie gegeben.

Literatur

BonJour, L., Epistemology. Classic Problems and Contemporary Responses, Lanham 2002.

 

Greco, E.; Sosa, E. (Hg.), The Blackwell Guide to Epistemology, Malden, Oxford 1998.

 

Engel, P., Truth, Montreal, Kingston 2002.

 

Ernst, G., Einführung in die Erkenntnistheorie, Darmstadt 2007.

 

Grundmann, T., Analytische Einführung in die Erkentnistheorie, Berlin 2007.

 

Hawthorne. J (Hg.)., Epistemology (Philosophical Perspectives 19), Malden, Oxford 2006.

 

N. Kompa; s. Schmoranzer (Hg.); Grundkurs Erkenntnistheorie, Münster 2014.

 

Moser, P.K. (Hg.), Empirical Knowledge. Readings in Contemporary Epistemology, Lanham, London 19962.

 

Moser, P. (Hg.), The Oxford Handbook of Epistemology, Oxford 2005.

 

Porter, S.L., Restoring the Foundations of Epistemic Justification. A Direct Realist und Conceptualist Theory of Foundationalism, Lanham 2006.

 

Steup, M.; Sosa, E. (Hg.), Contemporary Debates in Epistemology, Malden, Oxford 2005.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Das Fach Erkenntnistheorie ist gemeinsam mit der antiken Philosophiegeschichte Bestandteil einer Kommissionsprüfung oder einer Klausur in M 5. B A Phil: Für den Bestandteil in Modul P 3 wird zusätzlich der Lektürekurs zur Vorlesung Erkenntnistheorie benötigt. Für Studierende im Diplomstudiengang ist für die Prüfungsvorbereitung auch die Bearbeitung der Literatur obligatorisch, die in der bei Frau Schweikart-Paul bzw. im Downloadbereich erhältlichen Liste genannt ist.

 

16 Lektürekurs zur Vorlesung "Erkenntnistheorie und Grundlagen der Wissenschaftstheorie"

Felician Gilgenbach

L G
1 st. - 2 LP

Di 10.35 – 12.10

Termine: 24.10.2017,

07.11.2017, 14.11.2017, 21.11.2017, 05.12.2017, 19.12.2017,

16.01.2018, 30.01.2018

 

Die Lektüre bietet eine erste Orientierung bezüglich der großen Fragen der Erkenntnistheorie. Rosenberg wählt die in der philosophischen Tradition beliebte Form des Dialogs. Er lässt mehrere Gesprächspartner locker und gut verständlich, aber auch kontrovers miteinander diskutieren, ohne dabei die nötige begriffliche und argumentative Präzision zu vernachlässigen.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen die Fragen nach den Möglichkeiten, der Verlässlichkeit und den Grenzen unseres Wissens.

Literatur

Jay F. Rosenberg: Drei Gespräche über Wissen. Stuttgart : Reclam, 2013.

Leistungsnachweis

Durch die Lektüre der Texte, regelmäßige aktive Teilnahme und die Anfertigung von Essays kann ein Leistungsnachweis erworben werden.

 

17 Grundfragen der Metaphysik

Watzka

V G
2 st. - 3 LP

Mo 14.30 – 16.00

 

Metaphysik, auch „Erste Philosophie“ oder „Weisheit“ genannt, versteht sich seit ihren Anfängen nicht als Untersuchung dieser oder jener Gattung des Seienden, vielmehr als Untersuchung des „Seienden als Seienden“ (tò ón he ón, ens inquantum ens), was bei Aristoteles die Untersuchung der Prinzipien und höchsten Ursachen des Seienden mit einschließt. Metaphysik war stets beides: Theorie von den allgemeinsten Wesensmerkmalen des Seienden (Ontologie) und Theorie vom ausgezeichnet Seienden (Theologie).

Ebenso alt wie die Metaphysik ist ihre Bestreitung als wissenschaftlicher Disziplin. Ihre engagiertesten Anhänger hat sie gegenwärtig im Lager der analytischen Philosophie, wobei unter „Metaphysik“ heute in erster Linie „kategoriale Ontologie“ verstanden wird, d.h. Theorie der grundlegenden Kategorien dessen, was existiert (Konkretes, Abstraktes, Einzelding, Universalien, Tropen, Teil und Ganzes, Ursache, Wirkung, Ereignis, …). Auffällig ist, dass gewisse Fragen nicht mehr gestellt werden, z.B. „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“, „Was bedeutet es überhaupt, zu existieren?“, „Was ist der Sinn von Sein?“

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die heute diskutierten Fragen der kategorialen Ontologie, aber auch den Versuch, an Fragestellungen anzuknüpfen, die sich mit denen einer philosophischen Theologie überschneiden. Ein Schwerpunkt bildet die Lehre vom Seins-Akt des Thomas von Aquin.

Literatur

Christof Rapp, Metaphysik. Eine Einführung, München: Beck 2016

 

Ludger Honnefelder u.a. (Hrsg.): Metaphysik und Ontologie, Paderborn: Schöningh, 2001

 

Heinrich Schmidinger: Metaphysik. Ein Grundkurs, Stuttgart: Kohlhammer 3. Aufl. 2010

 

Michael J. Loux: Metaphysics. A Contemporary Introduction, New York: Routledge 2006

Leistungsnachweis

BA Phil (P4) (= altes Modulhandbuch P3): Kommissionsprüfung zusammen mit Philosophischer Theologie (20 min). Die regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am vorlesungsbegleitenden Kolloquium ist Bestandteil des Leistungsnachweises!

Hinweise

Vorlesungsbeginn am 16.10.2017, 14:30 Uhr!

 

18 Kolloquium zur Vorlesung "Grundfragen der Metaphysik"

Watzka

Koll G
1 st. - 2 LP

Mo 16.15 – 17.00

 

Das Kolloquium dient einer Vertiefung der in der Vorlesung behandelten Themen anhand ausgewählter Textabschnitte klassischer Autoren von Aristoteles bis Martin Heidegger. Darüber hinaus soll es den Teilnehmern auch Gelegenheit bieten, über die Themen der Vorlesung und die sich daran anschließenden Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Literatur

Ein Reader (Zusammenstellung der ausgewählten Textabschnitte) wird zu Beginn der ersten Sitzung zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis

B A Phil: Die ständige (aktive) Teilnahme an diesem Kolloquium ist Bestandteil des Leistungsnachweises im Modulbestandteil „Metaphysik“ (Modul P4 [= altes Modulhandbuch P3], 5 LP).

Hinweise

Beginn am 23.10.2017, 16:15 Uhr

 

19 Geist, Freiheit, Liebe, Tod. Grundzüge einer philosophischen Anthropologie

Herzberg

V G M06
2 st. - 3 (für P5) / 4.5 (für M6) LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Platon lässt Sokrates in seinem Dialog 'Phaidros' sagen, es sei unsinnig, sich mit etwas anderem zu beschäftigen, solange man sich selbst nicht erkannt hat, also weiß, wer oder was man ist. Die grundlegende Frage, "wer wir eigentlich sind, insofern wir Menschen sind" (G. Haeffner), lässt sich nicht durch den Blick in ein Lexikon beantworten, sondern nur in einer Reflexion derjenigen Vollzüge, die den Menschen als Menschen auszeichnen. Angesichts der Unausschöpfbarkeit des menschlichen Seins werden die folgenden Themen im Sinne von 'anthropologischen Miniaturen' behandelt: (1) Selbstverständnis und Aufgabe einer philosophischen Anthropologie. (2) Der Mensch als 'Geist in Leib'. (3) Der Begriff der menschlichen Freiheit im Zusammenhang mit dem Streit zwischen Kompatibilismus und Inkompatibilismus. (4) Die Liebe im menschlichen Daseinsvollzug. (5) Sterblichkeit und Tod.

Literatur

Zur Einführung:

 

Haeffner, G.: Philosophische Anthropologie (Grundkurs Philosophie 1), 4. Aufl. Stuttgart 2005.

 

Bohlken, E./Thies, Chr. (Hg.): Handbuch Anthropologie. Der Mensch zwischen Natur, Kultur und Technik, Stuttgart 2009.

 

Pieper, J.: Über die Liebe, München 2014.

 

Williams, B.: Probleme des Selbst, Stuttgart 2001.

 

Genauere Literaturhinweise erfolgen in der Vorlesung.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M6 Philosophische Anthropologie, Leistungsnachweis durch Modulklausur BA Phil: P5 Philosophische Anthropologie (= altes Modulhandbuch P4), mündliche Prüfung, allein oder zusammen mit Naturphilosophie. Um die von der Prüfungsordnung verlangte Zahl an Leistungspunkten zu erlangen, ist die Teilnahme am vorlesungsbegleitenden Kolloquium verpflichtend.

 

20 Kolloquium zur Vorlesung "Geist, Freiheit, Liebe, Tod. Grundzüge einer philosophischen Anthropologie"

Hamadi

Koll G
1 st. - 2 LP

Termine: 17.10.2017,

07.11.2017, 21.11.2017,

05.12.2017, 19.12.2017,

16.01.2018, 30.10.2018

 

In diesem Kolloquium werden begleitend verschiedene Texte zu den vier Titelthemen – Geist, Freiheit, Liebe, Tod – der Vorlesung über die philosophische Anthropologie gelesen.

 

Literatur

Bernard Williams, Die Sache Makropulos: Reflexionen über die Langeweile der Unsterblichkeit, in: Ders., Probleme des Selbst. Philosophische Aufsätze 1956-1972, Stuttgart 1978, S. 133-162.

Hermann Schmitz, System der Philosophie, Band II, 1. Teil: Der Leib, Bonn 1965, S. 55-63.

Harry G. Frankfurt, Willensfreiheit und der Begriff der Person, in: Ders., M. Betzler, B. Guckes (Hrsg.), Freiheit und Selbstbestimmung. Ausgewählte Texte, Berlin 2001, S. 65-83.

J. David Vellemann, Liebe als ein moralisches Gefühl, in: A. Honneth, B. Rössler (Hrsg.), Von Person zu Person. Zur Moralität persönlicher Beziehungen, Frankfurt 2008, S. 60-104.

Aristoteles, NE VIII-2-6. Textgrundlage: Aristoteles, Nikomachische Ethik, übers. und hrsg. v. Ursula Wolf, Reinbeck 2006.

Leistungsnachweis

BA Phil: P 5 Verpflichtende und aktive Teilnahme für Studierende des Bachelor Philosophie Studiengangs.

 

21 Gesellschaftsbilder

Emunds

V G M12
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

In der Gegenwart ist es plausibel, vom Individuum her zu denken, auch in der Theologie. Aber unser Selbstverständnis ist u.a. durch gesellschaftliche Entwicklungen geprägt - und hängt eng mit unserem Verständnis von Gesellschaft zusammen. Ist die Gesellschaft primär ein Kooperationssystem, in dem – an sich nicht aufeinander angewiesene – Einzelne individuelle Vorteile realisieren können? Oder sind die Einzelnen verletzlich, auf Kommunikation und Kooperation angewiesen, so dass sie erst in diesem Miteinander ihre Identität gewinnen? Welchen Einfluss haben wir auf das gesellschaftliche System - oder: haben wir überhaupt einen Einfluss? Welche Chancen haben wir, in politischen oder ökonomischen Interaktionen von gängigen Handlungserwartungen abzuweichen? Im Mittelpunkt der sozialphilosophischen Vorlesung stehen G e s e l l s c h a f t s t h e o r i e n, die verschiedene Bilder von unserer Gesellschaft entwerfen.

Literatur

PREYER, Gerhard: Soziologische Theorie der Gegenwartsgesellschaft II. Lebenswelt - System - Gesellschaft, Wiesbaden: Springer 2017 (i.Ersch.).

MOREL, Julius u.a.: Soziologische Theorie. Abriss der Ansätze ihrer Hauptvertreter, Berlin: De Gruyter 2015.

KAHLERT, Heike/WEINBACH, Christine: Zeitgenössische Gesellschaftstheorien und Genderforschung, 2. Aufl., Wiesbaden: Springer 2015.

SCHNEIDER, Wolfgang Ludwig (2009) Grundlagen der soziologischen Theorie, 3 Bde, Wiesbaden: VS-Verlag.

JOAS, Hans, KNÖBL, Wolfgang (2004): Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen, Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Bestandteil der Kommissionsprüfung, M12 (Sozialphilosophie) BA Phil: Bestandteil der Kommissionsprüfung, P6 (Sozialphilosophie) (= altes Modulhandbuch P5), oder Einzelprüfung. Um die von der Prüfungsordnung verlangte Zahl an Leistungspunkten zu erlangen, ist die Teilnahme am vorlesungsbegleitenden Kolloquium verpflichtend.

 

23 Philosophische Ethik

Herzberg

V G M12
2 st. - 3 LP

Mi 14.30 – 16.00

 

Die Vorlesung führt in die Grundlagen der allgemeinen normativen Ethik ein mit einem Schwerpunkt in der Normenbegründung. Es werden die klassischen Ansätze normativer Ethik behandelt: Eudaimonistische Ethik, klassische Naturrechtsethik, deontologische Ethik, Utilitarismus, moderne Tugendethik. Die Positionen werden anhand der einschlägigen Primärtexte genauer vorgestellt und diskutiert.

Literatur

Einführende Literatur:

 

Düwell, M./Hübenthal, Chr./Werner, M.H.: Handbuch Ethik, Stuttgart/Weimar 2002.

 

Frankena, W.K.: Analytische Ethik. Eine Einführung, 2.Aufl. 1975.

 

Horster, D. (Hg.): Texte zur Ethik, Stuttgart 2012.

 

Lutz-Bachmann, M.: Ethik, Stuttgart 2013 (Grundkurs Philosophie Bd. 7).

 

Rhonheimer, M.: Die Perspektive der Moral. Philosophische Grundlagen der Tugendethik, Berlin 2001.

 

Ricken, F.: Allgemeine Ethik, Stuttgart 5.Aufl. 2012.

 

Tugendhat, E.: Vorlesungen über Ethik, Frankfurt a.M. 1993.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 12): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Allgemeiner Moraltheologie und Sozialphilosophie BA Phil (P6) (= altes Modulhandbuch P5): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Sozialphilosophie und Teilnahme am Kolloquium zur Vorlesung. Um die von der Prüfungsordnung verlangte Zahl an Leistungspunkten zu erlangen, ist die Teilnahme am vorlesungsbegleitenden Lektürekurs verpflichtend.

 

24 Lektürekurs zur Vorlesung "Philosophische Ethik"

Wahlberg

L G
1 st. - 2 LP

Di 16.15 – 17.45

Termine: 24.10.2017,

14.11.2017, 28.11.2017,

12.12.2017, 09.01.2018,

23.01.2018, 06.02.2018

 

Literatur

Horster, D. (Hg.): Texte zur Ethik, Stuttgart 2012

(Von den Teilnehmenden selbst zu beschaffen vor der ersten Sitzung)

 

Leistungsnachweis

BA Phil: Die Teilnahme ist für den Leistungsnachweis in Philosophischer Ethik (P6) verpflichtend.

Hinweise

Anmeldung bis spätestens 16.10.2017 an ake.wahlberg@sankt-georgen.de

 

25 Philosophische Ästhetik

Watzka

V G M19
2 st. - 3 (für P/) / 4.5 (für M19) LP

Di 10.35 – 12.10

 

Obwohl das Wort „Ästhetik“ dem griechischen „aisthetike episteme“ nachgebildet ist und wörtlich „Wissenschaft von der aisthesis“, d.h. Wissenschaft des Sinnes, des Empfindens heißt, beschäftigt sich die Ästhetik seit ihrer Etablierung als philosophischer Disziplin im 18. Jahrhundert nicht allgemein mit der sinnlichen Wahrnehmung, sondern mit Erfahrungsweisen, die in den Bereich der Kunst und des Schönen führen. Hegel kritisiert an dieser Namensgebung zu Recht, das sie auf eine Epoche zurückgeht, in der man „Kunstwerke mit Rücksicht auf die Empfindungen betrachtete, welche sie hervorbringen sollten“. Für die Antike und das Mittelalter waren das Schöne und die Kunst keine ästhetischen Phänomene. Hegel schlägt vor, es bei dem Namen zu belassen, sich aber ansonsten bewusst zu sein, dass man es in der „Philosophischen Ästhetik“ mit einer Überschneidung mehrerer Fragestellungen zu tun hat, den Fragestellungen (I.) einer Ontologie des Schönen, das uns innerhalb wie außerhalb der Kunst begegnet, (II.) einer Philosophie der Kunst und der nicht nur schönen Künste, (III.) einer Theorie von Erfahrungsweisen, die man mit Werken der Kunst, aber nicht ausschließlich mit diesen, machen kann.

Die Vorlesung legt ihren Schwerpunkt im ersten (kürzeren) Teil auf die klassische Fragestellung einer Ontologie des Schönen, im zweiten (ausführlicheren) auf die Theorien Kants und Hegels und ihren Nachfolgern in der heutigen Debatte.

Literatur

Juliane Rebentisch: Theorien der Gegenwartskunst zur Einführung, Hamburg. Junius 3. Aufl. 2015

 

Stefan Majetschak: Ästhetik zur Einführung, Hamburg: Junius 2007

 

Stefan Majetschak (Hg.): Klassiker der Kunstphilosophie. Von Platon bis Lyotard, München. Beck 2005

 

Maria E. Reicher: Einführung in die philosophische Ästhetik, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2005

Leistungsnachweis

BA Phil: P7 (altes Modulhandbuch P6) Philosophische Ästhetik, Klausur zusammen mit Wissenschaftstheorie I und II Magisterstudium Theologie: M19 Philosophische Grundlagenfragen der Philosophie und Theologie, Bestandteil der mündlichen Schlussprüfung

Hinweise

Vorlesungsbeginn am 17.10.2017, 10:35 Uhr!

 

26 Hermeneutik und Wissenschaftstheorie

Wiertz

V G M19
2 st. - 3 (für P7) / 4.5 (für M19) LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Nicht erst seit P. Snows berühmter Vorlesung in Cambridge zu den "zwei Kulturen" wird immer wieder das Verhältnis zwischen einer eher literarisch und einer eher naturwissenschaftlich geprägten Kultur bzw. von Geistes- und Naturwissenschaften thematisiert und meistens auch problematisiert - oft unter Rückgriff auf solche angebliche Gegensatzpaare wie Verstehen und Erklären oder Objektivität und Subjektivität. In der Vorlesung soll daher nicht nur in die Hermeneutik und die Wissenschaftstheorie eingeführt werden, sondern es sollen auch Unterschiede und Berührungspunkte zwischen den beiden erörtert werden.

 

Literatur

A. Bühler (Hg.), Hermeneutik. Basistexte zur Einführung in die wissenschaftstheoretischen Grundlagen von Verstehen und Interpretation, Heidelberg 2008.

 

M. Carrier, Wissenschaftstheorie zur Einführung, Hamburg 2006.

 

J.H. Fetzer, Philosophy of Science, New York 1993.

 

H.G. Gadamer, Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik, Tübingen 1990.

 

J. Grondin, Einführung in die philosophische Hermeneutik, Darmstadt 2001.

 

K. Lambert; G.G. Brittan, An Introduction to the Philosophy of Science, Atascadero 1987.

 

S. Psillos, Causation and Explanation, Montreal 2002.

 

P. Ricoeur, Hermeneutics. Writings and Lectures 2, Cambridge 2013.

 

O.R. Scholz, Verstehen und Rationalität, Frankfurt/Main 2001.

 

H. Tetens, Wissenschaftstheorie. Eine Einführung, München 2013.

 

G.H. v. Wright, Erklären und Verstehen, Berlin 2000.

Leistungsnachweis

BA Phil: Die Vorlesung deckt die Stoffe "Wissenschaftstheorie I und II" ab, die Bestandteil der Kommissionsklausur in P 7 sind. Mag Theol: Die Vorlesung kann als Grundlage für eine Themenfestlegung zum Stoff "Grundlagenfragen Philosophie und Theologie" (M 19) in die Schlussprüfung benutzt werden.

 

27 Logik II

Benasso

Ü
2 st. - 3 LP

Fr 24.11.2017, 14.00 – 18.00

Sa 25.11.2017, 09.00 – 12.00 und 14.00 – 18.00

Fr 26.01.2018, 14.00 – 18.00

Sa 27.01.2018, 09.00 – 12.00 und 14.00 – 18.00

 

Ziel dieser Lehrveranstaltung ist die Festigung der Kenntnisse zur Aussagen- und Prädikatenlogik, sowie die Vermittlung von Erweiterungen der Prädikatenlogik auf epistemische, deontologische und modallogische Systeme mit dem Ziel, die formale Darstellbarkeit und den logischen Gehalt von modalen, normativen, doxastischen Sätze untersuchen zu können. Ein besonderes Augenmerk wird auf die modallogische Rekonstruktion ontologischer Argumente gelegt.

Literatur

Wird noch bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

BA Phil: P 7 (altes Modulhandbuch P6) Übungsblätter und schriftliche Abschlussprüfung.

 

28 Was ist "angewandte Ethik"?

Herzberg

L G
2 st. - 4.5 LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Wie wird man einer ethischen Situation mit ihren verschiedenen moralisch relevanten Gesichtspunkten gerecht? Wie sind Prinzipien oder allgemeine normative Gesichtspunkte zu spezifizieren und mit einer konkreten Situation zu vermitteln?

Wir befassen uns in diesem Lektürekurs nicht mit einer bestimmten Bereichsethik, sondern mit der grundsätzlichen Frage, was angewandte Ethik überhaupt ist. Worin genau liegt das Spezifikum der angewandten Ethik gegenüber der allgemeinen Ethik? Worin besteht die „Anwendung“? Liegt sie darin, dass sich aus allgemeinen Prinzipien, die in der normativen Ethik formuliert und gerechtfertigt werden, zusammen mit empirischen Randbedingungen konkrete moralische Verpflichtungen ableiten lassen? Oder sollte das Verhältnis zwischen konkreten moralischen Urteilen und abstrakten Prinzipien kohärentistisch verstanden werden? Oder sollte man ganz auf Prinzipien verzichten und sich auf die Wahrnehmung der konkreten Situation konzentrieren? Wie ist in diesem Zusammenhang die Annahme von „Prinzipien mittlerer Reichweite“ zu beurteilen?

Wir werden uns anhand grundlegender Texte die verschiedenen konzeptionellen Vorschläge erarbeiten, die bisher in die Debatte um das Selbstverständnis, die Aufgaben und die Methoden der angewandten Ethik eingebracht wurden (Deduktivismus, Principlism, Kohärentismus, Kasuistik usw.).

Literatur

Überblicksliteratur:

 

Nida-Rümelin, J. (Hg.): Angewandte Ethik: Die Bereichsethiken und ihre theoretische Fundierung. Ein Handbuch, Stuttgart 1996.

 

Stoecker, R./Neuhäuser, Chr./Raters, M.-L. (Hg): Handbuch Angewandte Ethik, Stuttgart 2011.

 

 

Zu Selbstverständnis und Methoden der angewandten Ethik:

 

Ach, J.S./Runtenberg, Chr.: Bioethik: Disziplin und Diskurs: zur Selbstaufklärung angewandter Ethik, Frankfurt a.M. 2002.

 

Beauchamp, T.L./Childress, J.F.: Principles of Biomedical Ethics, New York 6.Aufl. 2009, Kap. 10.

 

Gesang, B. (Hg.): Biomedizinische Ethik. Aufgaben, Methoden, Selbstverständnis, Paderborn 2002.

 

Jonsen, A./Toulmin, St.: The Abuse of Casuistry. A History of Moral Reasoning, Berkeley 1988.

 

Rauprich, O./Steger, F. (Hg.): Prinzipienethik in der Biomedizin, Frankfurt a.M. 2005.

Leistungsnachweis

BA Phil: Ein Nachweis über diesen in P10 obligatorischen Lektürekurs kann erworben werden durch regelmäßige Teilnahme, Lektüre aller Texte sowie durch das Verfassen von drei Essays. (altes Modulhandbuch P9)

Hinweise

Anmeldung bitte bis spätestens 16.10.2017 an herzberg@sankt-georgen.de

 

29 Wahrheit - Toleranz - Dialog. Religiöse Vielfalt und religiöse Wahrheitsansprüche

Wiertz

HS G M15 M23
2 st. - 6 (für P12) / 4 (für M15 u. M23) LP

Fr 10.11.2017, 15.00 – 18.00

Do 18.01.2018

Fr 19.01.2018

 

Spätestens seit dem letzten Präsidentschaftswahlkampf in den USA sind das „postfaktischen Zeitalter“ und „alternative Wahrheiten“ in aller Munde. Ist die Rede von der einen Wahrheit und von Wahrheit als Entsprechung zur Wirklichkeit noch zeitgemäß oder sollte man nicht besser auf sie verzichten und anstatt des Beharrens auf Wahrheit und das „Reizklima des Recht-haben-Müssens“ (Martin Walser) den Abschied vom metaphysischen Ideal der Wahrheit als Schritt zu mehr Humanität und Toleranz feiern und auf eine entspannt-ironische Kultur der Konversation (Richard Rorty) setzen?

Aber man sollte nicht vergessen, dass das „Erkennen und Verstehen unserer Identität“ untrennbar mit unserem Bemühen um Wahrheitserkenntnis verbunden ist (Harry Frankfurt).

Nicht zuletzt auf dem Gebiet der Religion sind Wahrheitsansprüche ein heikles Thema, denn es wird oft angenommen, dass die miteinander inkompatiblen Wahrheitsansprüche der Religionen religiöse Gewalt motivieren oder wenigstens legitimieren. Daher wird immer wieder vorgeschlagen, gerade die Religionen sollten auf exklusive Wahrheitsansprüche verzichten.

Zur sachgemäßen Behandlung dieser wichtigen Fragen ist es notwendig, zuerst sich über einen präzisen Begriff der Wahrheit zu verständigen und zu schauen, welche Rolle ein solcher Begriff in den verschiedenen Bereichen des individuellen und sozialen Lebens spielt.

Das Seminar soll zum einen einen Einblick in zeitgenössische philosophische Wahrheitstheorien geben und zum anderen in Diskussionen um den Wahrheitsbegriff in Medienwissenschaft und den Naturwissenschaften und im Christentum, Islam und Judentum einführen.

Literatur

P. Boghossian, Angst vor der Wahrheit: Ein Plädoyer gegen Relativismus und Konstruktivismus, Berlin 2013.

 

M. David, Art. "The Correspondence theory of truth". In: Stanford Encyclopedia of Philosophy; plato.stanford.edu/entries/truth-correspondence/

 

M.Enders; J. Szaif(Hg.),Die Geschichte des philosophischen Begriffs der Wahrheit, Berlin 2006.

 

M. Glanzberg, Art. "Truth". In: Stanford Encyclopedia of Philosophy; plato.stanford.edu/entries/truth/

 

A. Kreiner, Ende der Wahrheit?, Freiburg 1992.

 

T.M. Mosteller, Theories of Truth: An Introduction.London 2014

 

B. Williams, Wahrheit und Wahrhaftigkeit, Berlin 2013.

Leistungsnachweis

BA Phil: P 12 (als Ergänzung der Kommissionsprüfung in P 9) Mag Theol: M 15/23

Hinweise

Anmeldung bis spätestens 1.11.2017 per E-Mail bei Oliver J. Wiertz (wiertz@sankt-georgen.de)

 

30 Wie religiös ist unsere Gesellschaft? Klassische und zeitgenössische Schlüsseltexte der Religionssoziologie

Hainz

HS G M15 M23
2 st. - 6 (für P12) / 4 (für M15 u. M23) LP

Di 14.30 – 17.45

Termine: 17.10.2017,

07.11.2017,

28.11.2017, 05.12.2017,

09.01.2018, 23.01.2018, 06.02.2018

 

Einführend wird erläutert, welchen Zugang die Religionssoziologie zu ihrem Gegenstand hat, was sie unter „Religion“ versteht, welche Grundfragen sie stellt und wie sie (geistes)geschichtlich entstanden ist. Da es der Religionssoziologie (in Abgrenzung zur Kirchensoziologie) wesentlich um das wechselseitige Verhältnis von Gesellschaft und Religion geht, werden aktuelle Deutungsmuster der Gegenwartsgesellschaft herausgearbeitet, um die zeitgenössische Perspektive auf religiöse Akteure und Institutionen sichtbar zu machen. Folgende Themen und Autoren werden im Laufe des Seminar behandelt: Max Weber („Einleitung“ und „Zwischenkapitel“ seiner „Wirtschaftsethik der Weltreligionen“); Hans Joas („Die Soziologie und das Heilige“); (geistes)geschichtlicher Entstehungshintergrund und wechselnde Operationalisierungen des Säkularisierungsparadigmas (José Casanova, Bryan R. Wilson, Steve Bruce, Peter L. Berger, Pippa Norris/Ronald Inglehart, Detlef Pollack, Gert Pickel); Thomas Luckmanns Privatisierungsthese und ihre Kritik durch José Casanova; die Konzeption des „religiösen Feldes“ bei Pierre Bourdieu; die historisch-komparative Religionstheorie David Martins und ihre Anwendung auf Polen und Ostdeutschland; Religion und Geschlechterordnungen (Kornelia Sammet u.a.); „Wie man Atheist wird“ (Callum G. Brown); Religionen und Entwicklung (Johannes Müller S.J.); „Die religiöse Brisanz des Christentums. Das religionssoziologische Ouevre Franz-Xaver Kaufmanns“ (Norbert Mette).

 

Vier der behandelten Texte sind nur in englischer Sprache zugänglich. Englisch-Kenntnisse sind also zur sinnvollen Teilnahme am Seminar unerlässlich!

 

Literatur

BOURDIEU, Pierre. 2009. Religion. Schriften zur Kultursoziologie 5. Konstanz

 

BROWN, Callum G. 2017. Becoming Atheist. Humanism and the Secular West. London/New York

 

CASANOVA, José. 1994. Public Religions in the Modern World. Chicago/London

 

GABRIEL, Karl/REUTER, Hans-R. (Hrsg.). 22010. Religion und Gesellschaft: Texte zur Religionssoziologie. Paderborn

 

JOAS, Hans. 1999. Die Soziologie und das Heilige. Schlüsseltexte der Religionssoziologie, in:

Merkur 53, 990-998

 

KNOBLAUCH, Hubert. 1999. Religionssoziologie. Berlin/New York

 

KRECH, Volkhard. 1999. Religionssoziologie. Bielefeld

 

METTE, Norbert Mette. 2017. Die religiöse Brisanz des Christentums. Das religionssoziologische Œuvre Franz-Xaver Kaufmanns, in: Stimmen der Zeit 142: 507-517

 

PICKEL, Gert. 2011. Religionssoziologie. Eine Einführung in zentrale Themenbereiche. Wiesbaden

 

ROMMELSPACHER, Birgit. 2017. Wie christliche ist unsere Gesellschaft. Das Christentum im Zeitalter von Säkularitiät. Bielefeld

 

SAMMET, Kornelia/BENTHAUS-APEL, Friederike/GÄRTNER, Christel (Hrsg.). 2017. Religion und Geschlechterordnungen, Wiesbaden

 

STOLZ, Jörg u.a. 2014. Religion und Spiritualität in der Schweiz: Vier Gestalten des (Un-)Glaubens. Zürich

 

WEBER, Max (1989 [11920]): Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen, in: Max-Weber- Gesamtausgabe Band I/19. Tübingen

Leistungsnachweis

Mag Theol: M15/23 Mindestteilnahme an elf der 14 Doppelstunden. Lektüre aller behandelten Texte. Schriftliche Beantwortung (per E-mail) einer Frage zum jeweiligen Text (acht von zwölf Texten). Mündliche Präsentation eines Textes (15 Minuten, Handout von 1-2 Seiten). Seminararbeit von mindestens sieben und maximal zehn Seiten.

 

32 Anselm von Canterbury, Proslogion

Splett

V/Koll G
2 st.

Mo 14.00 – 15.30

 

Gemeinsame Lektüre und Diskussion

Literatur

Anselm v. Canterbury, Proslogion – Anrede. Reclam Nr. 18336

Leistungsnachweis

 

34 Oberseminar für Studierende im postgradualen Studium

Herzberg / Wiertz

OS A

nach Vereinbarung

 

Gegenstand dieses Oberseminars ist die Frage, wie das Verhältnis zwischen Moral und Gott gedacht werden kann. Wir studieren gemeinsam das berühmte Werk "Finite and Infinite Goods" von Robert M. Adams.

Literatur

Adams, R. M.: Finite and Infinite Goods. A Framework for Ethics, Oxford 2002.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende, die aktiv am Oberseminar teilnehmen, können auf der Grundlage einer Präsentation eines Textabschnitts einen Leistungsnachweis (1 SWS, 1,5 LP) erwerben.

Hinweise

Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung, entweder bei Oliver Wiertz (wiertz@sankt-georgen.de) oder Stephan Herzberg (herzberg@sankt-georgen.de). Anmeldung bis spätestens 16.10.2017.

 

71 Klassische Texte aus der Geschichte christlich-islamischer Beziehungen

Specker / Sievers

in Kooperation mit den Islamisch-theologischen Studien, Goethe-Universität Anmeldung bitte per E-Mail an JProf. Specker: specker@sankt-georgen.de

L G M23
2 st. - 3 LP

Ort und Termin werden noch bekanntgegeben

 

Grundlegende theologische Quellen christlich-islamischer Beziehungen

Dienstag (ab zweiter Woche) 18-20

Goethe Universität (Campus Bockenheim) Neue Mensa 120

Zusammen mit: Mira Sievers, M.A.

 

Islam und Christentum sind alles andere als zwei in sich geschlossene Glaubenssysteme, die unberührt nebeneinander existieren. Sie verbindet eine verwickelte Geschichte der gegenseitigen Beeinflussung, des Widerspruchs und auch der Übernahme von Vorstellungen des Anderen. Die spekulative islamische Theologie (kalām) erarbeitet ihre Themen und Argumentationsweisen auch und zentral in Auseinandersetzung mit der christlichen Theologie griechischer, syrischer und arabischer Sprache. Und die Theologie der orientalischen Kirchen bewegt sich nicht nur sprachlich im gemeinsamen Horizont mit dem Islam, sondern übernimmt ebenfalls Denkformen und Fragestellungen. Der polemische Grundton darf also nicht mit einer oberflächlichen Gegnerschaft verwechselt werden. Jede Seite wäre ohne die andere letztlich undenkbar. Die Form der kontroversen Begegnung ist dabei literarisch wie thematisch vielfältig: Der Islamwissenschaftler Gabriel Said Reynolds unterscheidet einen „kalām-minded approach“ von einer „historical/scriptural“ orientierten Annäherung und ergänzt diese Opposition durch die Gattung des „missionary/apologetic letter“. Diskutiert werden die Ursprünge des Christentums, zentrale Gestalten der beiden Religionen, vor allem aber Lehren wie die Einheit Gottes, die Menschwerdung oder die Auffassung von Bibel und Koran.

Der Lektürekurs möchte mit einigen wichtigen Texten der formativen und klassischen Periode vertraut machen, indem wichtige Passagen nachvollzogen und diskutiert werden.

 

Die Kenntnis des Arabischen ist hilfreich, die Texte liegen aber auch in französischer oder englischer Übersetzung vor.

 

Literatur

Literaturauswahl

I. Christliche Autoren und Disputationen:

 

Awad, Najib George. Orthodoxy in Arabic terms a study of Theodore Abu Qurrah's theology in its Islamic context. Boston [u.a.]: de Gruyter, 2015.

Husseini, Sara Leila. Early Christian-Muslim Debate on the Unity of God Three Christian Scholars and Their Engagement with Islamic Thought (9th Century C.E.). Boston: Brill, 2014.

Khoury, Adel Theodor und Reinhold Glei. Johannes Damaskenos und Theodor Abū Qurra. Schriften zum Islam. Kommentierte griechisch-deutsche Textausgabe. Würzburg [u.a.]: Echter, 1995.

Khoury, Paul. Paul d'Antioche: évêque melkite de Sidon (XIIe s.). texte établi, trad. et introd. par Paul Khoury. Beyrouth : Impr. Catholique, 1964.

Lexutt, Athina und Detlef Metz. Christentum - Islam: ein Quellenkompendium (8.-21. Jh.). Köln: Bohlau, 2009.

Putman, Hans. L' église et l'Islam sous Timothée I (780-823): étude sur l'église nestorienne au temps des premiers Abbāsides, avec éd. et trad. du dialogue entre Timothée et al-Mahdi. Beyrouth: Dar el-Machreq, 1974.

Reynolds, Gabriel Said. A Muslim Theologian in a Sectarian Milieu: ʿAbd Al-Jabbār and the Critique of Christian Origins. Leiden: Brill, 2004.

Samir, Khalil Samir und Paul Nwyia. “Une correspondance chrétienne entre Ibn al-Munaǧǧim, Ḥunain Ibn Isḥāq et Qusṭā Ibn Lūqā.” In: Patrologia Orientalis 40 (1979-81), 522-723.

Tartar, Georges. Dialogue islamo-chrétien sous le calife Al-Maʾmûn (813-834). Les épitres d'Al-Hashimî et d'Al-Kindî. Paris: Nouvelles éditions latines, 1985.

 

Taylor, David G. “The Disputation between a Muslim and a Monk of Bēt Ḥālē: Syrian Text and Annotated English Translation.” In: Griffith, Sidney H. und Sven Grebenstein (Hg.): Christsein in der islamischen Welt. Festschrift für Martin Tamcke zum 60. Geburtstag. Wiesbaden 2015, 187-242.

 

II. Muslimische Autoren:

 

Thomas, David. Christian Doctrines in Islamic Theology. Leiden: Brill, 2008.

Thomas, David. Early Muslim polemic against Christianity: Abū ʿĪsā al-Warrāq’s “Against the Incarnation”. Cambridge [u.a.]: Cambridge Univ. Press, 2002.

Ebied, Rifaat. The Polemical Works of ʿAlī Al-Ṭabarī. Leiden: Brill, 2016.

 

 

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 23 - Hausarbeit. Vorbereitung der Sitzungen durch Lektüre der Texte

Hinweise

Das Seminar findet an der Goethe- Universität in Zusammenarbeit mit den Islamischen Studien statt.

Es bietet also auch eine Möglichkeit zur persönlichen interreligiösen Begegnung.

 

80 Erwerbsarbeit zwischen Subjektivierung, Digitalisierung und Sorgepflichten

Emunds / Hengsbach

Anmeldung bitte bis zum 01.10.2017 per E-Mail an nbi@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 6 (für P12) / 4 (für M15 u. M23) LP

Di 14.30 – 16.00 und 16.15 - 17.45

Termine: 24.10.2017,

14.11.2017, 12.12.2017

19.12.2017, 16.01.2018,

30.01.2018

Vorbesprechung:

Mo 16.10.2017, 13.30

 

ArbeitnehmerInnen sind heute zumeist als mitdenkende Personen gefragt, die eigenständig auf – vielfach ja auch unerwartete – Anforderungen reagieren sollen; das gilt zunehmend auch bei einfacheren Jobs. Viele Erwerbstätige müssen sogar Mitplanende sein. Man stellt ihnen Aufgaben, aber darüber, wie sie diese erfüllen, können und sollen sie selbst entscheiden. Für diese Entwicklung steht der Begriff „Subjektivierung“ der Arbeit. Mit dieser Subjektivierung verbunden ist bei nicht wenigen ArbeitnehmerInnen eine Flexibilisierung ihrer Arbeitszeit und – durch die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) – zunehmend auch ihres Arbeitsortes. So wird es immer schwerer, den privaten Bereich den Anforderungen der Erwerbsarbeit zu entziehen.

Mit dieser Flexibilisierung und mit der zunehmenden Erwerbspartizipation der Frauen, der keine im gleichen Maße steigende Partizipation der Männer an der Erwerbsarbeit entspricht, wird es immer schwieriger, die notwendige Sorgearbeit gerecht – und für alle Beteiligten gut – zu organisieren. Viele Erwerbstätige, vor allem viele Frauen müssen tagtäglich mit einer Vielzahl aufreibender Ansprüche an ihre Zeit, ihre Aufmerksamkeit und ihre Leistungsfähigkeit jonglieren.

In diese Konstellation hinein scheint eine neue Welle der Digitalisierung der Unternehmen Fahrt aufzunehmen. Natürlich sollte man nicht allen „Industrie 4.0“-Verheißungen Glauben schenken. Trotzdem hat diese Entwicklung das Potenzial, die Arbeitswelt (und damit das Leben hierzulande) noch einmal gründlich durcheinander zu wirbeln. Wird Erwerbsarbeit in Zukunft überflüssig oder eine Aufgabe (und Chance) allein einiger weniger Hochqualifizierter? Bedarf es nicht jetzt endlich der Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens? Oder haben Erwerbstätige in Zukunft dank neuer IKT immer Dienst bzw. Rufbereitschaft? Tritt mit der Ausbreitung der Plattformökonomie die prekäre Selbständigkeit an die Stelle des Arbeitnehmerstatus?

In dem Hautseminar geht es um die Analyse dieser Entwicklungen (und verbreiteter Prognosen), um deren Beurteilung aus einer christlich-sozialethischen Perspektive und um Reformoptionen für eine sich wandelnde Arbeitswelt.

Literatur

Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Weissbuch Arbeiten 4.0. Arbeit weiterdenken, Berlin 2017.

Jürgens, Kerstin u.a. (Hg.): Arbeit transformieren! Denkanstöße der Kommission „Arbeit der Zukunft“, Bielefeld 2017.

Sachverständigenkommission zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam gestalten. Gutachten für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, Berlin 2017.

Emunds, Bernhard: Art. Arbeit – Sozialethik, in: Staatslexikon der Görres-Gesellschaft, 8. Aufl., Bd. 1, Freiburg/Br. 2017, 283-293 (Einführung in die Sozialethik der Arbeit).

Diefenbacher Hans, u.a.: Zwischen den Arbeitswelten. Der Übergang in die Postwachstumsgesellschaft, Frankfurt/M. 2016.

Hirsch-Kreinsen, Hartmut u.a. (Hg.): Digitalisierung industrieller Arbeit. Die Vision Industrie 4.0 und ihre sozialen Herausforderungen, Baden-Baden 2015.

Sachverständigengruppe Weltwirtschaft und Sozialethik: Wen kümmert die Sorgearbeit? Gerechte Arbeitsplätze in Privathauhalten, hg. von der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2015.

Hirsch-Kreinsen, Hartmut u.a. (Hg.): Lexikon der Arbeits- und Industriesoziologie, Berlin 2013.

Böhle, Fritz u.a. (Hg.): Handbuch Arbeitssoziologie, Wiesbaden 2010.

Leistungsnachweis

Voraussetzungen für den Erwerb eines Nachweises über das Hauptseminar sind: regelmäßiger Besuch, Lesen und Bearbeiten der jeweiligen Basislektüre, Mitarbeit im Seminar sowie das Verfassen einer Seminararbeit. Mag Theol: Hauptseminar (Christliche Gesellschaftsethik; Systematische Theologie) in M15 oder M 23 BA Phil: Hauptseminar zur Angewandten Ethik (P10 bzw. P11 [= altes Modulhandbuch P9 bzw. P10]) oder im Wahlpflichtbereich Religion und Theologie (P14) (= altes Modulhandbuch P12).

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 1.10. an nbi@sankt-georgen.de

Einleitung in die Heilige Schrift

 

40 Biblische Einleitungswissenschaften I

Peetz

V G M01
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

In dieser Vorlesung beschäftigen wir uns mit zwei grundlegenden Größen, mit „Geschichte“ und „Literatur“:

Die alttestamentlichen Bücher erzählen die Geschichte des Volkes Israel mit seinem Gott, angefangen von seiner Entstehung, über seine „Staatswerdung“, bis hin zu seiner Exilierung und schließlich seiner Neuetablierung in nachexilischer Zeit.

Die Lehrveranstaltung will die biblischen Darstellungen vor dem Hintergrund archäologischer Funde reflektieren, diskutieren und hinterfragen. Dabei geht es einerseits um eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit biblischen Texten, andererseits darum, für die Eigenart biblischer Literatur zu sensibilisieren.

Nach einem Überblick zur Heiligen Schrift, der sich mit Aufbau und Hermeneutik des jüdischen wie christlichen Bibelkanons befasst, wenden wir uns in chronologischer Abfolge den einzelnen Epochen der Geschichte Israels zu und behandeln dabei einen Teil der Bücher des Alten Testaments (Pentateuch, Geschichtsbücher, Propheten) im Hinblick auf ihre Struktur, ihren Inhalt, ihre literarische Eigenart und ihre Entstehung.

 

Literatur

Lehrbücher:

Erich Zenger u.a., Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart (9) 2016.

Frevel, Christian, Geschichte Israels, Stuttgart 2016.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

 

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 1): Leistungsnachweis durch mündliche Prüfung, M 1 Biblische Einleitungswissenschaften (Diplomstudium: sbL Einleitungswissenschaften EAT II)

 

41 Einführung in die Exegese der Heiligen Schrift

Portalatin

ProS G M01
1 st. - 3 LP

Mo 16.15 – 17.00

 

Das Proseminar führt in die exegetischen Methoden der Auslegung der Heilige Schrift ein. Verschiedene Methoden mit historischen, linguistischen oder literarischen Schwerpunkten werden präsentiert und diskutiert, und die Exegese wird in ihrer theologischen Dimension dargestellt. Die Texte zur Bearbeitung werden vor allem aus dem Neuen Testament erwählt. Das Ziel ist dass, die Studierenden sich mit dem Instrumentarium und Kompetenzen der wissenschaftlichen Bibellektüre für das theologische Studium vertraut machen. Teilnahme an jeder Sitzung, die Lektüre der angegebenen Seiten und Hausaufgaben sind obligatorisch.

Literatur

1. Text: Griechisches Neues Testament: Novum Testamentum Graece. 28. Auflage. Hg. Nestle-Aland. Stuttgart 2012.

 

2. Lehrbuch: Thomas Söding / Christian Münch. Kleine Methodenlehre zum Neuen Testament. Freiburg, Basel, Wien 2005. [Kopien der notwendigen Seiten in Moodle]

 

3. Weitere Literatur:

 

Bibeltexte:

Biblia Hebraica Stuttgartensia. Ed. K. Elliger, W. Rudolph et al. Stuttgart 1966-77.

Septuaginta. Duo Volumina in uno. Ed. Alfred Rahlfs. Stuttgart 1979.

Septuaginta-Deutsch. Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung. Ed. Wolfgang Kraus, Martin Karrer et al. Stuttgart 2009.

Novum Testamentum Graece et Latine. Ed. Gianfranco Nolli. Vaticano 2001. [mit dem Text der Nova Vulgata und Variantes von Vulgata Clementina]

 

Einführungen:

Uwe Becker. Exegese des Alten Testaments. Tübingen 2005.

Helmut Utzscheneider / Stefan Art Nitsche. Arbeitsbuch. Literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments. München 2014.

W. Egger / W. Pick. Methodenlehre zum Neuen Testament. Freiburg i. Breisgau 2011.

Udo Schnelle. Einführung in die neutestamentliche Exegese. 8. Auf. Göttingen 2014.

Martin Ebner / Bernard Heiniger. Exegese des Neuen Testaments. 3 Auf. Paderborn 2015.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 1): 1. Erfüllung der Teilnahmevoraussetzungen: Anwesenheit,Lektüre,Hausaufgaben. 2. Drei Hausaufgaben werden (mit Vorankündigung) kontrolliert. 3. Abschlussarbeit: Exegese eines biblischen Textes mit mehreren Methoden (6-8 Seiten). DIESE ARBEIT WIRD NICHT ANGENOMMEN, WENN HAUSAUFGABEN NOCH FEHLEN.

 

42 Übungen zum Proseminar "Einführung in die Exegese der Heiligen Schrift"

Portalatin

Ü G M01
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die Studierenden werden die Gelegenheit haben, die entsprechenden diskutierten exegetischen Methoden im Proseminar mit dem Leiter des Proseminars zu üben. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend empfiehlt sich aber sehr, denn sie wird zu einer besseren Entwicklung der biblischen Kompetenzen beitragen.

Literatur

Siehe Literatur zum Proseminar.

Leistungsnachweis

Der Erwerb eines Nachweises über die Teilnahme ist möglich.

 

43 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift I

Peetz

V G M14
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Der Vorlesungszyklus zur „Umwelt der Heiligen Schrift“ umfasst zwei Lehrveranstaltungen, die den Einfluss der jeweiligen geistigen und religiösen Strömungen auf die biblische Literatur aufzeigen und reflektieren wollen. Wir folgen der Leitfrage: Wie stark waren die biblischen Autoren von den verschiedenen Kulturen und Religionen in ihrer Nachbarschaft (ihrer „Umwelt“) beeinflusst und welche Auswirkungen haben diese Einflüsse auf die Entstehung des biblischen Juden- und Christentums? Anhand der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den „benachbarten“ Religionen soll das Spezifische des biblischen Juden- und Christentums herausgearbeitet und schließlich auch reflektiert werden, in welchem Beziehungsverhältnis das biblische Judentum zum Christentum selbst steht.

Die erste in diesem Wintersemester 2017/18 stattfindende Lehrveranstaltung „Umwelt der Heiligen Schrift I“ gliedert sich in zwei Hauptteile: Der erste Hauptteil führt in die Geschichte und in die Literatur des Vorderen Orients ein. Wir befassen uns mit den ersten Stadtstaaten dieser Welt, die die Sumerer in Mesopotamien schufen, schlagen von dort den Bogen zu weiteren Nachbarvölkern wie den Akkadern, Babyloniern und Assyrern bis hin zu den Ägyptern. Der zweite Hauptteil der Lehrveranstaltung untersucht den Einfluss altorientalischer Vorstellungen auf die Schriften des Alten Testaments. Inwiefern greifen die biblischen Autoren Motive etwa aus dem Gilgamesch Epos, Enuma Elisch oder aus der Lehre des Amenemope auf und transformieren diese?

 

 

Literatur

Basislektüre

Arnold, Bill and Strawn, Brent, The World around the Old Testament. The People and the Places of the Ancient Near East, Grand Rapids 2016.

Erich Zenger u.a., Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart 92016.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

 

Leistungsnachweis

Mag Theol: mündliche Prüfung, M14 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift (Diplomstudium: sbL EAT I)

Exegese des Alten Testaments

 

44 Schöpfung und Schechinah

Böhler

V G M06
1 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

in der ersten Semesterhälfte

(bis zum 05.12.2017)

 

Die einstündige biblische Vorlesung zu M6 "Mensch und Schöpfung" wird zuerst den priesterschriftlichen Schöpfungsbericht Gen 1 auslegen, für den der Sabbat und der Gottesdienst im heiligen Zelt (Ex 39 - 40) das Ziel der Schöpfung sind. Im neutestamentlichen Teil wird dieselbe Bewegung von der Erschaffung der Welt bis zum Zelten Gottes in seiner Schöpfung in der Auslegung des Johannesprologs nachvollzogen. Gott erschafft die Welt um in ihr Wohnung zu nehmen (Schechinah).

Die Vorlesung wird zweistündig in der ersten Semesterhälfte gehalten (bis 5.12.)

Literatur

Zu Gen 1: vRad, Theologie des AT I, 149-178; 245-292; Seebass, Urgeschichte; Jacob, Genesis.

Zu Joh 1: Wucherpfennig, Tora und Evangelium. Beobachtungen zum Johannesprolog. StZ 221/7 (2003) 486-494; Böhler, Abraham und seine Kinder im Johannesprolog, in Böhler u.a. Hrsg: L'Ecrit et l'Esprit, OBO 214, 15-29.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Bestandteil der Modulklausur M 6 (oder gegebenenfalls mündliche Prüfung im Dezember)

 

45 Genesis: Jakob

Böhler

V G M16
2 st. - 4 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Was die moderne Exegese den „Jakobszyklus“ nennt, heißt in der Bibel „Toledot Jizchaq“ (Familiengeschichte Isaaks: Gen 25,19-35,29). „Zwei Knaben von entgegengesetztem Sinne balgen sich schon unter dem Herzen der Mutter. Sie treten ans Licht: der ältere lebhaft und mächtig, der jüngere zart und klug; jener wird des Vaters, dieser der Mutter Liebling. Der Streit um den Vorrang, der schon bei der Geburt beginnt, setzt sich immer fort. Esau ist ruhig und gleichgültig über die Erstgeburt, die ihm das Schicksal zugeteilt, Jakob vergisst nicht, dass ihn sein Bruder zurückgedrängt. Aufmerksam auf jede Gelegenheit, den erwünschten Vorteil zu gewinnen, handelt er seinem Bruder das Recht der Erstgeburt ab und bevorteilt ihn um des Vaters Segen. Esau ergrimmt und schwört dem Bruder den Tod. Jakob entflieht, um in dem Lande seiner Vorfahren sein Glück zu versuchen. … Auch in diesem Glauben tritt Jakob seinen Zug an, und wenn er durch List und Betrug unsere Neigung nicht erworben hat, so gewinnt er sie durch die dauernde und unverbrüchliche Liebe zu Rahel, um die er selbst aus dem Stegreife wirbt. … er sollte viele Söhne um sich sehen, aber auch durch sie und ihre Mütter manches Herzeleid erleben“ (Goethe, Dichtung und Wahrheit IV). Ziel der Vorlesung ist es, die Erzählungen von Jakob-Israel nicht nur als Perle der Weltliteratur, sondern auch als Offenbarungszeugnis sprachlich, literarisch und theologisch zu analysieren, um mit ihnen nachzuvollziehen, wie in Liebe und Eifersucht, Verliebtheit und Hass, Idealismus und Verschlagenheit Gott sich mitteilt und im souveränen Zusammenspiel mit der menschlichen Freiheit (und ihren allzu häufigen Ausrutschern, ja Entgleisungen) alles zu dem von Ihm gewollten Ende führt.

Literatur

Die Bibel (Gen 25-35); Thomas Mann, Joseph und seine Brüder (Bd. 1), Seebass, Genesis; B. Jacob, Das erste Buch der Tora; weitere Literatur wird angegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 16 Kommissionsprüfung

 

46 Hebräische Lektüre

Böhler

L G M06 M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

 

47 exegetisches Oberseminar

Böhler

OS A
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die Arbeiten der teilnehmenden Doktoranden werden besprochen.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

Exegese des Neuen Testaments

 

48 Die Zeichen im Johannesevangelium und heutige Erfahrungen von Beeinträchtigung

Wucherpfennig / Enke / Straub

HS G M16
2 st. - 4 LP

Do 16.15 – 17.45

 

Das Thema des Seminars geht auf eine Anregung von Jochen Straub und Christian Enke zurück, die beide im Bistum Limburg Verantwortung in der Seelsorge für die Bereiche Inklusion und Beeinträchtigung haben. Beide wirken im Seminar auch als Referenten mit.

Im Johannesevangelium finden sich sieben ausgewählte Zeichen, in denen Menschen an Grenzen und in verschiedenen Beeinträchtigungen ihres Lebens geholfen wird, von Hunger bis zu Tod. Das Seminar soll diese Zeichenhandlungen im Kontext heutiger Fragen zu Inklusion und Beeinträchtigung untersuchen.

Die Zeichen Jesu werden jeweils mit Menschen zusammen betrachtet, die bereit sind, im Seminar ein Zeugnis über ihre Erfahrung von Beeinträchtigung (Blindheit, Taubheit, Depression, Armut) zu geben. Gleichzeitig werden die Zeichenerzählungen aber auch mit sprachlicher und geschichtlicher exegetischer Methodik untersucht. Dieser erfahrungsbezogene Ansatz soll helfen, neue Aspekte in den Zeichenerzählungen zu entdecken.

Literatur

Zur Einführung (weitere Literatur wird im Seminar gegeben):

 

Christian Welck, Erzählte Zeichen: die Wundergeschichten des Johannesevangeliums literarisch untersucht; mit einem Ausblick auf Joh 21, WUNT II, 69, Tübingen 1994.

 

Urte Berjick, Perspektiven gemeinsam gelingenden Lebens. Gedanken zur Inklusion aus biblischer Sicht, Deutsches Pfarrerblatt, 2014 (im Internet: www.pfarrerverband.de/pfarrerblatt/archiv.php)

 

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 16 (Johannes / Katholische Briefe) Durch regelmäßige Teilnahme, Referat und Seminararbeit

Hinweise

Gasthörerinnen und Gasthörer sind zugelassen.

 

49 Griechische Lektüre

Wucherpfennig / Hühne

L G
1 st.

Mo 14.45 – 15.30

 

Die griechischen Lektürekurse bieten an, die Evangelien entsprechend der liturgischen Lesejahre zu lesen. In diesem Semester das Matthäusevangelium.

Literatur

Nestle-Aland oder anderes griechisches Neues Testament

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein ist möglich.

 

50 Neutestamentliches Oberseminar

Wucherpfennig

OS A

nach Vereinbarung

 

Gemeinsamer Oberseminartag mit der Goethe-Uni, Mainz und Gießen, diesmal in Gießen: Samstag, 25.11. Genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Weitere Termine nach Vereinbarung.

Leistungsnachweis

Kirchengeschichte

 

60 Einführung in die Alte Kirchengeschichte

Kessler

V G M02
1 st. - 1.5 LP

Di 10.35 – 12.10

Termine: 24.10.2017,

07.11.2017, <s>21.11.2017</s>, 28.11.2017,

05.12.2017, 19.12.2017

 

Die klassische Antike bildet den sozialen, politischen, religiös-kulturellen und nicht zuletzt auch intellektuellen Hintergrund, vor dem sich die christliche Botschaft ausbreitet. Dieser spezifische Kontext bestimmt in loyaler Anpassung an und in kritischer Absetzung von der paganen Antike die Entstehung einer christlichen Theologie und die institutionelle Ausgestaltung der Kirche. In den ersten sechs Jahrhunderten wurden viele der bis heute relevanten und geltenden Inhalte und Formen des Christentums grundgelegt: Der ntl. Kanon, die Glaubensbekenntnisse, die Ämterstruktur und die Grundgestalt des christlichen Gottesdienstes.

Anhand ausgewählter Schwerpunkte behandelt die Vorlesung diese Transformationsprozesse in der antiken Welt und analysiert Eckpunkte der altkirchlichen Entwicklung – angefangen von der apostolischen Missionspredigt über die theologische Lehrentwicklung bei den altkirchlichen Konzilien bis zur Ausgestaltung einer spätantiken Reichskirche. Die Vorlesung vermittelt kirchen- und theologiegeschichtliche Grundlagenkenntnisse und zeigt Chancen und Grenzen einer Inkulturation des Christlichen auf. Sie leistet einen Beitrag, das geschichtlich Bedingte der maßgeblichen Anfänge angemessener zu verstehen und einen verantwortlichen Transfer für die aktuellen Herausforderungen von Theologie und Kirche zu initiieren.

Literatur

Norbert Brox, Kirchengeschichte des Altertums, Düsseldorf ²1986

Karl Suso Frank, Grundzüge der Geschichte der Alten Kirche, Darmstadt ³1993.

Ernst Dassmann, Kirchengeschichte (Studienbücher der Theologie 10-11/2), Stuttgart 1991-99, ²2000.

Lexikon der antiken christlichen Literatur, S. Döpp – W. Geerlings (Hg.), Freiburg ³2002.

Karl Suso Frank, Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche, Paderborn ³2002.

Adalbert Haman, Alfons Fürst, Kleine Geschichte der Kirchenväter, Freiburg 2004.

Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen und Institutionen, München 2006.

Karen Piepenbrink, Antike und Christentum (Geschichte kompakt), Darmstadt 2007.

Paul Veyne, Als unsere Welt christlich wurde. Aufstieg einer Sekte zur Weltmacht, München 2008.

Peter Brown, Der Schatz im Himmel. Der Aufstieg des Christentums und der Untergang des Römischen Reiches, Stuttgart 2017.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 2 Kommissionsprüfung zusammen mit Mittlere/Neuere Kirchengeschichte

 

61 Einführung in die Mittlere und Neuere Kirchengeschichte

Schmerbauch

V G M02
1 st. - 3 LP

Mo 11.25 – 12.10

 

Die Kenntnis der wichtigsten Phasen und Entwicklungen der deutschen Kirchengeschichte vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart im Zeitraum von ca.500-bis ca.2000 ist eine Grundvoraussetzung für die historischen als auch für die benachbarten Fachgebiete der Theologie. Die 15 Vorlesungseinheiten werden sich jeweils auf ein zusammenhängendes Thema der jeweiligen Epoche konzentrieren. Für den Bereich der frühmittelalterlichen Kirchengeschichte spielt die Christianisierung Europas vom 5. bis zum 9. Jahrhundert unter den Merowingern und den Karolingern in ihren verschiedenen Ausprägungsformen die entscheidende Rolle (christliche Missionstätigkeit, frühes Mönchtum, Eigenkirchenwesen, kirchliche Ämter). Die Entwicklungen unter den deutschen Herrschergeschlechtern des Hochmittelalters des 10. bis 13. Jahrhunderts, Ottonen, Salier und Stauffer, werden hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Papst und Kaiser und den geistigen und weltlichen Bewegungen behandelt (Reich und Kirche, kirchliche Reform- und Armutsbewegungen, Kreuzzüge). Die Katholische Kirche im Spätmittelalter vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wird eingehend diskutiert (Abendländisches Schisma, Reformkonzilien). Das Zeitalter der Reformation und der Glaubenskriege wird im Jubiläumsjahr die entsprechende Betrachtung finden (Reformation, Gegenreformation, Dreißigjähriger Krieg). Für den Bereich der neueren Kirchengeschichte werden auch die Entwicklungen im 18. und 19. Jahrhundert bearbeitet (Aufklärung, Säkularisation, katholische Sozialbewegung, politischer Katholizismus, katholische Presse). Den Abschluss der Vorlesung werden die wichtigsten kirchengeschichtlichen Entwicklungen im 20. Jahrhundert bilden (Katholische Kirche im wilhelminischen Kaiserreich 1871-1918, Weimarer Republik 1918-1933, Drittes Reich 1933-1945, Nachkriegszeit und Teilung Deutschlands 1945-1989). Eine Betrachtung der gegenwärtigen kirchengeschichtlichen Situation setzt den Endpunkt gegenwärtig erfahrbarer Kirchengeschichte. Für die Kommissionsprüfung zusammen mit der Alten Kirchengeschichte sind neben den bereitgestellten Skripten und Präsentationen zu jeder Vorlesungseinheit auch immer die entsprechenden themenbezogenen Diskussionsbeiträge und zusätzlichen mündlichen Ausführungen v.a. zu den historischen Quellen zu lernen.

Literatur

Zur Mittleren und Neueren Kirchengeschichte gibt es zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen. Als grundlegendes Einführungswerk für Studienanfänger zusätzlich zu den Ausführungen der Vorlesung empfiehlt sich:

 

Manfred Eder, Kirchengeschichte, 2000 Jahre im Überblick, Düsseldorf 2008.

 

Weitere Literatur wird in den Vorlesungseinheiten zu den einzelnen thematischen Schwerpunkten bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 2 mdl. Kommissionsprüfung (20 Min.) zusammen mit Alte KG oder eine schriftliche Klausur (1,5 h)

 

62 Methoden der Kirchengeschichte

Schmerbauch

Anmeldung bitte bis zum 15.10.2017 per E-Mail an Herrn Dr. Schmerbauch: schmerbauch@sankt-georgen.de

ProS M02
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Das Proseminar für die Studienanfänger stellt die verschiedenen wissenschaftlichen Methoden der Kirchengeschichte in den Mittelpunkt. Dafür ist zunächst die Einführung in die grundlegende Bedeutung und Begrifflichkeit von historisch erfahrbarer Kirchengeschichte im christlichen Kontext bedeutungsvoll. Anschließend ist eine tiefere Quellenkunde der jeweiligen kirchenhistorischen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart für das Verständnis der kirchenhistorischen Entwicklungslinien eine wichtige Voraussetzung. Anhand der unterschiedlichen Historischen Hilfswissenschaften werden die grundlegenden wissenschaftlichen Techniken behandelt, mit denen ein Zugang zu den Quellen für das kirchenhistorische Wissen ermöglicht wird. Die historische Bedeutung von den historischen Einrichtungen Archiv, Bibliothek und Museum und die gegenwärtige Situation der deutschen Kirchenhistoriographie stellt einen abschließenden Beitrag zum Proseminar. Anhand von entsprechenden Quellen aus allen Epochen der Kirchengeschichte werden die Methoden im Proseminar angewandt und kirchenhistorisches Wissen vermittelt.

Literatur

Als gute Einführungswerke für Studienanfänger empfehlen sich:

 

Lenelotte Möller; Hans Ammerich, Einführung in das Studium der Kirchengeschichte, Darmstadt 2014.

 

Ahasver von Brandt, Werkzeug des Historikers, Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften, Stuttgart 2012.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 2 Anwesenheit (max. zweimaliges Fehlen) Aktive Teilnahme an den Sitzungen Vorbereitung auf das jeweilige Sitzungsthema durch das Lesen der Texte ggf. Übernahme einer kurzen Präsentation (ca. 15 min) Schriftliche Proseminararbeit (max. 10 Seiten).

 

63 Augustinus, Confessiones

J. Arnold

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 14.30 – 16.00

 

Die ‚Bekenntnisse‘ des Augustinus, in deren ersten neun Büchern der Bischof von Hippo auf die ersten drei Jahrzehnte seines Lebens zurückblickt, werden bis heute gern als ‚Autobiographie‘ bezeichnet. In der aktuellen Augustinus-Forschung sind allerdings erhebliche Zweifel an einem solchen Verständnis geäußert worden – nicht zuletzt, weil die Selbst-Darstellung des Augustinus in den ‚Confessiones‘ in einigen Punkten nicht mit Aussagen seiner frühesten Schriften vereinbar ist. Nach neueren Interpretationen lassen die ‚Confessiones‘ sich statt als Autobiographie als Protreptikos (Werbeschrift) verstehen (Erich Feldmann) sowie als Versuch des Augustinus, kritischen Anfragen hinsichtlich seiner Vergangenheit den Wind aus den Segeln zu nehmen (Volker Henning Drecoll), oder als theologisches Werk, in dem Augustinus anhand einer stark stilisierten Beschreibung seines eigenen Lebens den Abfall des Menschen von Gott und seine durch Gottes Gnade ermöglichte Rückkehr zu Gott darstellt (James J. Oʼ Donnell; vgl. bereits Henry Chadwick).

Literatur

Anzuschaffende Textausgabe:

 

Aurelius Augustinus, Confessiones: Lateinisch/Deutsch. Übersetzt, herausgegeben und kommentiert von Kurt Flasch. Stuttgart: Reclam 2009. ISBN 978-3-15-018676-3 (15,80 €).

 

 

Zur Einführung:

 

Feldmann, Erich, Art. Confessiones, in: Augustinus-Lexikon 1 (1986–1994) 1134–1193.

 

Frederiksen, Paula, Art. Die Confessiones (Bekenntnisse), in: Augustin Handbuch, hg. von Volker-Henning Drecoll, Tübingen 2007, 294–309.

 

 

Kommentare etc.:

 

Brachtendorf, Johannes, Augustins „Confessiones“, Darmstadt 2005.

 

Lane Fox, Robin, Augustine: conversions and confessions, London 2015 (deutsche Ausgabe: Augustinus: Bekenntnisse und Bekehrungen im Leben eines antiken Menschen, Stuttgart 2017; angekündigt für Oktober).

 

OʼDonnell, James J., Augustine. Confessions. Bd. 1: Introduction and Text; Bd. 2: Commentary on Books 1–7; Bd. 3: Commentary on Books 8–13. Indices, Oxford 1992.

 

Rigby, Paul, The Theology of Augustine's Confessions, Cambridge 2015.

 

Weitere Lit. wird in den Seminarsitzungen angegeben.

 

Leistungsnachweis

Mag Theol M 15 und 23: Durch wöchentliche vorbereitende Lektüre eines Textabschnitts (deutsch und [!] lateinisch), kontinuierliche Beteiligung an der Besprechung der Texte, Kurzreferat zu einem Spezialthema und Verfassen einer Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in (Alter) Kirchengeschichte erworben werden.

Hinweise

Grundkenntnisse der lateinischen Sprache sind dringend erwünscht.

 

Eine Anmeldung per Mail (arnold@sankt-georgen.de) ist sinnvoll. Die Referat-Themen der ersten zwei Wochen können bereits vorab vereinbart werden.

Fundamentaltheologie

 

70 Theologische Erkenntnislehre

Löffler

V G M03
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung geht der Frage nach, wie die Theologie zu ihrer Erkenntnis kommt. Dazu gilt es einerseits zu klären, in welchem Verhältnis Offenbarung, Glaube und Vernunft zueinander stehen, und andererseits aufzuzeigen, wie die kirchlichen Bezeugungsinstanzen des Wortes Gottes (Heilige Schrift, Tradition, Lehramt, Theologie, Glaubenssinn der Gläubigen etc.) Gottes (v)ergangenes Offenbarungswort so vermitteln, dass es auch heute noch authentisch vernommen und im Glauben angenommen werden kann.

Literatur

WOLFGANG BEINERT, Theologische Erkenntnislehre, in: Ders. (Hg.), Glaubenszugänge. Lehrbuch der katholischen Dogmatik, Bd.1. Paderborn 1995, 47-187.

 

WOLFGANG BEINERT, Kann man dem Glauben trauen? Grundlagen theologischer Erkenntnis. Regensburg 2004.

 

CHRISTOPH BÖTTIGHEIMER, Lehrbuch der Fundamentaltheologie. Freiburg 2009, 21-164.

 

HELMUT GABEL, Inspiriert und inspirierend - die Bibel. Würzburg 2011.

 

DONATH HERCSIK, Die Grundlagen unseres Glaubens. Eine theologische Prinzipienlehre. Münster 2005.

 

HANS-JOACHIM HÖHN, Praxis des Evangeliums, Partituren des Glaubens. Wege theologischer Erkenntnis. Würzburg 2015.

 

PETER HÜNERMANN, Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube - Überlieferung - Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen. Münster 2003.

 

WALTER KERN ET AL. (Hg.), Handbuch der Fundamentaltheologie, Bd. 4 (Traktat Theologische Erkenntnislehre). Tübingen – Basel (2. Aufl.) 2000.

 

WALTER KERN & FRANZ-JOSEF NIEMANN, Theologische Erkenntnislehre. Düsseldorf 1981.

 

BERNHARD KÖRNER, Orte des Glaubens - loci theologici. Würzburg 2014.

 

THOMAS SCHÄRTL, Glaubens-Überzeugung. Philosophische Bemerkungen zu einer Erkenntnistheorie des christlichen Glaubens. Münster 2007.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 3): Kommissionsprüfung - zusammen mit "Einführung in die Epochen der Theologiegeschichte" (20 min) (Diplomstudiengang: sbL Fundamentaltheologie oder Teil des Diplomprüfungsstoffs [Thesen 4-7].)

 

71 Klassische Texte aus der Geschichte christlich-islamischer Beziehungen

Specker / Sievers

in Kooperation mit den Islamisch-theologischen Studien, Goethe-Universität Anmeldung bitte per E-Mail an JProf. Specker: specker@sankt-georgen.de

L G M23
2 st. - 3 LP

Ort und Termin werden noch bekanntgegeben

 

Grundlegende theologische Quellen christlich-islamischer Beziehungen

Dienstag (ab zweiter Woche) 18-20

Goethe Universität (Campus Bockenheim) Neue Mensa 120

Zusammen mit: Mira Sievers, M.A.

 

Islam und Christentum sind alles andere als zwei in sich geschlossene Glaubenssysteme, die unberührt nebeneinander existieren. Sie verbindet eine verwickelte Geschichte der gegenseitigen Beeinflussung, des Widerspruchs und auch der Übernahme von Vorstellungen des Anderen. Die spekulative islamische Theologie (kalām) erarbeitet ihre Themen und Argumentationsweisen auch und zentral in Auseinandersetzung mit der christlichen Theologie griechischer, syrischer und arabischer Sprache. Und die Theologie der orientalischen Kirchen bewegt sich nicht nur sprachlich im gemeinsamen Horizont mit dem Islam, sondern übernimmt ebenfalls Denkformen und Fragestellungen. Der polemische Grundton darf also nicht mit einer oberflächlichen Gegnerschaft verwechselt werden. Jede Seite wäre ohne die andere letztlich undenkbar. Die Form der kontroversen Begegnung ist dabei literarisch wie thematisch vielfältig: Der Islamwissenschaftler Gabriel Said Reynolds unterscheidet einen „kalām-minded approach“ von einer „historical/scriptural“ orientierten Annäherung und ergänzt diese Opposition durch die Gattung des „missionary/apologetic letter“. Diskutiert werden die Ursprünge des Christentums, zentrale Gestalten der beiden Religionen, vor allem aber Lehren wie die Einheit Gottes, die Menschwerdung oder die Auffassung von Bibel und Koran.

Der Lektürekurs möchte mit einigen wichtigen Texten der formativen und klassischen Periode vertraut machen, indem wichtige Passagen nachvollzogen und diskutiert werden.

 

Die Kenntnis des Arabischen ist hilfreich, die Texte liegen aber auch in französischer oder englischer Übersetzung vor.

 

Literatur

 

Literaturauswahl

I. Christliche Autoren und Disputationen:

 

Awad, Najib George. Orthodoxy in Arabic terms a study of Theodore Abu Qurrah's theology in its Islamic context. Boston [u.a.]: de Gruyter, 2015.

Husseini, Sara Leila. Early Christian-Muslim Debate on the Unity of God Three Christian Scholars and Their Engagement with Islamic Thought (9th Century C.E.). Boston: Brill, 2014.

Khoury, Adel Theodor und Reinhold Glei. Johannes Damaskenos und Theodor Abū Qurra. Schriften zum Islam. Kommentierte griechisch-deutsche Textausgabe. Würzburg [u.a.]: Echter, 1995.

Khoury, Paul. Paul d'Antioche: évêque melkite de Sidon (XIIe s.). texte établi, trad. et introd. par Paul Khoury. Beyrouth : Impr. Catholique, 1964.

Lexutt, Athina und Detlef Metz. Christentum - Islam: ein Quellenkompendium (8.-21. Jh.). Köln: Bohlau, 2009.

Putman, Hans. L' église et l'Islam sous Timothée I (780-823): étude sur l'église nestorienne au temps des premiers Abbāsides, avec éd. et trad. du dialogue entre Timothée et al-Mahdi. Beyrouth: Dar el-Machreq, 1974.

Reynolds, Gabriel Said. A Muslim Theologian in a Sectarian Milieu: ʿAbd Al-Jabbār and the Critique of Christian Origins. Leiden: Brill, 2004.

Samir, Khalil Samir und Paul Nwyia. “Une correspondance chrétienne entre Ibn al-Munaǧǧim, Ḥunain Ibn Isḥāq et Qusṭā Ibn Lūqā.” In: Patrologia Orientalis 40 (1979-81), 522-723.

Tartar, Georges. Dialogue islamo-chrétien sous le calife Al-Maʾmûn (813-834). Les épitres d'Al-Hashimî et d'Al-Kindî. Paris: Nouvelles éditions latines, 1985.

 

Taylor, David G. “The Disputation between a Muslim and a Monk of Bēt Ḥālē: Syrian Text and Annotated English Translation.” In: Griffith, Sidney H. und Sven Grebenstein (Hg.): Christsein in der islamischen Welt. Festschrift für Martin Tamcke zum 60. Geburtstag. Wiesbaden 2015, 187-242.

 

II. Muslimische Autoren:

 

Thomas, David. Christian Doctrines in Islamic Theology. Leiden: Brill, 2008.

Thomas, David. Early Muslim polemic against Christianity: Abū ʿĪsā al-Warrāq’s “Against the Incarnation”. Cambridge [u.a.]: Cambridge Univ. Press, 2002.

Ebied, Rifaat. The Polemical Works of ʿAlī Al-Ṭabarī. Leiden: Brill, 2016.

 

 

Leistungsnachweis

Hausarbeit Vorbereitung der Sitzungen durch Lektüre der Texte

Hinweise

Das Seminar findet an der Goethe- Universität in Zusammenarbeit mit den Islamischen Studien statt.

Es bietet also auch eine Möglichkeit zur persönlichen interreligiösen Begegnung.

Dogmatik

 

72 Einführung in den christlichen Glauben

Vechtel / Remmel

Koll M03 P12
2 st. - 3 LP

wahlweise Di 08.45 – 10.20 oder Mi 14.30 – 16.00

 

Ist der Glaube an Gott nur das schädliche Nebenprodukt einer evolutionären Entwicklung? Lohnt es sich, Gott um etwas zu bitten? Hatte Jesus als der Sohn Gottes (k)einen leiblichen Vater? Wieso ist die Kirche heilig? Diese und andere Fragen werden an den christlichen Glauben gestellt und sollen in der „Einführung in den christlichen Glauben“ zur Sprache kommen.

Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt die "Einführung" Grundlagen des christlichen Glaubens: den Begriff des Glaubens selbst sowie die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Dabei will die "Einführung" zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen - vor aller notwendigen philosophischen und theologischen Spezialisierung. Ein Leitfaden für ein solches Verstehen bietet Joseph Ratzingers „Einführung in das Christentum“. Wir werden ausgewählte Kapitel aus diesem Buch und andere Texte lesen und besprechen, die auf der Internetplattform „Moodle“ eingestellt werden. Um vertiefende Gespräche in kleinerer Runde zu ermöglichen, wird die Veranstaltung jeweils Dienstags und Mittwochs in zwei inhaltsgleichen Einheiten durchgeführt.

Literatur

Literatur: Joseph Ratzinger, Einführung in das Christentum, München 1968 (verschiedene Auflagen); Medard Kehl, Hinführung zum christlichen Glauben, Mainz 1984 (verschiedene Auflagen); Klaus von Stosch, Einführung in die Systematische Theologie, Paderborn u.a. ²2009.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M3 Durch semesterbegleitende Hausaufgaben und aktive Mitarbeit kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium "Einführung in den christlichen Glauben" erworben werden.

 

73 Schöpfungstheologie I

Ansorge

V G M06
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

"Schöpfung" ist kein Randthema der Theologie. Schöpfungstheologie wurzelt vielmehr in der Trinitätstheologie und zielt auf die Eschatologie. Als umfassende, biblisch begründete Interpretation der Welt hat sich die Schöpfungstheologie nicht nur mit ökologischen Herausforderungen, sondern auch mit alternativen Weltdeutungen auseinander zu setzen. Hierzu zählen in erster Linie die Naturwissenschaften, aber auch die naturalistische Philosophie. Angesichts des Leidens ist Welt stellt sich im Rahmen der Schöpfungstheologie auch die Theodizeefrage. Und schließlich bedarf es der kritischen Reflexion des christlichen Menschenbilds mit alternativen Entwürfen der Anthropologie.

Literatur

Klaus Krämer / Klaus Vellguth (Hrsg.), Schöpfung. Miteinander leben im gemeinsamen Haus, Freiburg u.a.2017.

Papst Franziskus, Enzyklika "Laudato si" über die Sorge für das gemeinsame Haus, Vatikan 2015.

Hermann Stinglhammer, Einführung in die Schöpfungstheologie, Darmstadt 2011.

Alexius J. Bucher (Hrsg.), Evolution im Diskurs. Grenzgespräche zwischen Naturwissenschaft, Philosophie und Theologie, Regensburg 1998.

Konrad Schmid, Schöpfung (Themen der Theologie 4), Tübingen 2012.

Renold Blank, Gott und seine Schöpfung, Zürich 2011.

Ulrich Lüke (Hrsg.), Evolution der Offenbarung – Offenbarung der Evolution (QD 249), Freiburg – Basel – Wien 2012.

Gregor Predel, Schöpfungslehre (Gegenwärtig – glauben – denken, Bd. 4), Paderborn 2015.

Hans Kessler, Evolution und Schöpfung in neuer Sicht, Kevelaer, 3. Aufl. 2010.

Petra Kolmer (Hrsg.), Gott und Natur. Philosophische Positionen zum aktuellen Streit um die Evolutionstheorie, München 2011.

Joseph Ratzinger, Gottes Projekt. Nachdenken über Schöpfung und Kirche, Regensburg 2009, 12-92.

Franz Gruber, Im Haus des Lebens. Eine Theologie der Schöpfung, Regensburg 2001.

Alex Stock, Poetische Dogmatik: Schöpfungslehre, Bd. 1: Himmel und Erde, Paderborn 2010; Bd. 2: Menschen, Paderborn 2013.

Christina Link, Schöpfung. Ein theologischer Entwurf im Gegenüber von Naturwissenschaft und Ökologie, Neukirchen 2012.

Jürgen Moltmann, Gott in der Schöpfung. Ökologische Schöpfungslehre, München 1985.

Medard Kehl, Schöpfung. Warum es uns gibt, Freiburg – Basel – Wien 2010.

Medard Kehl, Und Gott sah, dass es gut war. Eine Theologie der Schöpfung, Freiburg – Basel – Wien, 2. Aufl. 2008.

Lars Klinnert (Hrsg.), Zufall Mensch? Das Bild des Menschen im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, Darmstadt 2007.

Peter Neuner (Hrsg.), Naturalisierung des Geistes – Sprachlosigkeit der Theologie? Die Mind-Brain-Debatte und das christliche Menschenbild (QD), Freiburg – Basel – Wien 2003.

Stephan Otto Horn u.a. (Hrsg.), Schöpfung und Evolution. Eine Tagung mit Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo, 2007.

Bernd Janowski (Hrsg.), Schöpfungsglaube vor der Herausforderung des Kreationismus, Neukirchen 2010.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M6 Schöpfung und Mensch: mündliche Prüfung oder als Teil der Modulklausur.

 

74 Theologische Anthropologie I

Ansorge

V G M06
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.20

in der zweiten Semesterhälfte

(ab dem 13.12.2017)

 

Die "Theologische Anthropologie" befasst sich im Wesentlichen mit Themen, die früher unter dem Stichwort "Gnadenlehre" erörtert wurden. Näherhin geht es um die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Deren Grundlage ist die Erschaffung der Welt und des Menschen. Nach biblischer Überlieferung hat der Mensch die ursprüngliche und heilvolle Beziehung zu seinem Schöpfer bereits "im Anfang" durch seinen Ungehorsam zerstört. Auf welche Weise Gott seinen ursprünglichen Heilsratschluss dennoch zu verwirklichen sucht, behandelt die "Theologische Anthropologie". Damit sind auch Themen der Christologie, der Soteriologie und der Eschatologie berührt. Zugleich muss sich eine verantwortetet theologische Anthropologie mit philosophischen und naturwissenschaftlichen Menschenbildern auseinandersetzen.

Literatur

Erwin Dirscherl, Grundriss theologischer Anthropologie. Die Entschiedenheit des Menschen angesichts des Anderen, Regensburg 2006.

Gerhard Ludwig Müller, Katholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg - Basel - Wien 1995, 105-154.

Johannes Paul II., Wer ist der Mensch? Skizzen zur Anthropologie, München 2011.

Gerhard Sauter, Das verborgene Leben. Eine theologische Anthropologie, Gütersloh 2011.

Thomas Pröpper, Theologische Anthropologie, 2 Bde., Freiburg - Basel - Wien 2011.

Jürgen van Oorschot, Der Mensch als Thema theologischer Anthropologie. Beiträge in interdisziplinärer Perspektive, Neukirchen-Vluyn 2010.

Christian Thies, Einführung in die philosophische Anthropologie (2004), 2. Aufl., Darmstadt 2009.

Erwin Dirscherl (Hrsg.), In Beziehung leben. Theologische Anthropologie, Freiburg - Basel - Wien 2008.

Wolfgang Schoberth, Einführung in die theologische Anthropologie, Darmstadt 2006.

Otto-Hermann Pesch, Frei sein aus Gnade. Theologische Anthropologie, Freiburg - Basel - Wien 1983.

Wolfhart Pannenberg, Anthropologie in theologischer Perspektive, Göttingen 1983.

Ulrich H.J. Körtner, "Lasset uns Menschen machen". Christliche Anthropologie im biotechnologischen Zeitalter, München 2005.

Edith Stein, Was ist der Mensch? Theologische Anthropologie (Gesamtausgabe, Bd. 15), Freiburg - Basel - Wien 2005.

José Comblin, Das Bild vom Menschen (Bibliothek Theologie der Befreiung), Düsseldorf 1987.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M6 Schöpfung und Mensch: mündliche Prüfung oder als Teil der Modulklausur.

 

75 Karl Rahner lesen und verstehen. Weder Katechismus noch Wissenschaft: Der Grundkurs des Glaubens

Vechtel / Specker

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 16.15 – 17.45

 

Es klingt so einfach und bescheiden: „Die in meinem Buch angezielte Aufgabe war somit einfach die: darzulegen, wie ein normaler Christ, der nicht in allen einschlägigen Disziplinen Fachmann sein kann, Recht und Sinn seines Glaubens vor sich und anderen rechtfertigen könne“ (SW, Bd. 26, 452). Doch man täusche sich nicht, klagt doch Karl Rahner recht ungeschützt: „Meine Vorlesungen gelten als zu schwer. Mein Gott, was soll ich machen. Ich kann es doch nicht ändern. Und wenn ich es noch billiger machen würde, wäre es auch nichts.“ (SW, Bd. 26, XV) Es lohnt sich also, den Grundkurs des Glaubens wieder zu lesen, beansprucht er doch, nicht einfach einzelne theologische Aussagen neu zu bedenken, sondern den inneren Zusammenhang des Christentums in den Blick zu bringen. Und dies, indem er konsequent beim reflektierten Selbstverständnis des Menschen ansetzt und ihn als Adressaten der Offenbarung ernst nimmt. Und es lohnt sich, dieses Buch, das mehr sein will als nur Wissenschaft, nämlich existenziell verankerte Vergewisserung über den „Begriff des Christentums“, intensiv zusammen zu lesen, um sich die nicht gerade eingängige Sprache und die voraussetzungsreiche Argumentation zu erschließen.

Das Seminar möchte die Erschließung eines klassischen (anspruchsvollen!) theologischen Textes einüben. Darüber hinaus will das Seminar eine Hilfestellung leisten, Rahners Grundideen zu erfassen. Die Teilnehmenden sollen dazu befähigt werden, eine selbstständige Position zum „Begriff des Christentums“, das heißt, zu dem, was den christlichen Glauben in seinem Kern ausmacht, einzunehmen. Dazu gehört auch, verantwortete Kurzformeln des Glaubens zu formulieren.

 

Literatur

Literatur: Karl Rahner, Grundkurs des Glaubens (in verschiedenen Auflagen). Einführende Literatur: Karl Rahner, Aufsatz „Grundkurs des Glaubens“, in SW Bd.26. Michael Schulz, Karl Rahner begegnen, Regensburg 1999; Klaus Vechtel, Eschatologie und Freiheit. Zur Frage der postmortalen Vollendung in der Theologie Karl Rahners Hans Urs von Balthasars (ITS Bd.89), Innsbruck–Wien 2014, S. 30–48.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M15/M23 Leistungsanforderungen: Für jede Woche werden Textpassagen aus dem Grundkurs des Glaubens vorbereitend gelesen. Zur Sicherung des gemeinsamen Verständnisses fertigen alle Teilnehmenden eine 1 bis 2 seitige Zusammenfassung an. Das Gesamt der Zusammenfassung bildet die Hausarbeit. Regelmäßige Teilnahme und mündliche Mitarbeit gehören zum Erwerb eines Leistungsnachweises dazu.

 

76 Oberseminar für Lizenzianden und Doktoranden

Ansorge / Vechtel

OS A

Termine werden gesondert

bekannt gegeben

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Bislang sind vorgesehen: 24.10. (Di.), 12.12. (Di.) und 23.1. (Di.). Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Leistungsnachweis

Moraltheologie

 

77 Moraltheologische Fragen einer Theologischen Anthropologie

Koller

V G M06
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Christ/inn/en sehen sich in den Auftrag gestellt, als Ebenbild Gottes in dieser Welt zu handeln. Doch was heißt das konkret? Antworten auf diese Frage werden auf der Grundlage des Schlüsselkonzepts „Menschenwürde“ mit Blick auf Einzelprobleme aus zwei Bereichen der Moraltheologie erschlossen: Einerseits wird die Lebensethik in den Blick genommen. Denn medizinische Entscheidungssituationen am Beginn und Ende des Lebens führen gegenwärtig unausweichlich zur Frage: Was dürfen wir tun? Kriterien und Begründungen für ethisch gerechtfertigtes Handeln werden für Fragen der künstlichen Befruchtung, des Schwangerschaftsabbruchs und der Sterbehilfe aufgezeigt. Andererseits werden Grundzüge der Sexualethik behandelt. Der Sexualität wird in der gegenwärtigen Gesellschaft eine große Bedeutung für erfülltes Leben beigemessen. Von der kirchlichen Sexualmoral erwarten sich aber viele nichts Positives; die Morallehre der Kirche im Bereich der Sexualität trifft häufig auf Unverständnis und Ablehnung. Mit Themen wie Geschlechterrollen, Homosexualität und verantwortete Elternschaft werden aktuelle Fragen ausgewählt und moraltheologische Begründungswege aufgezeigt.

Literatur

Fraling, Bernhard: Sexualethik. Ein Versuch aus christlicher Sicht, Paderborn u.a.: Schöningh 1995.

Goertz, Stephan / Witting, Caroline (Hg.): Amoris laetitia – Wendepunkt für die Moraltheologie?, Freiburg i. Br.: Herder 2016.

Hilpert, Konrad (Hg.): Zukunftshorizonte katholischer Sexualethik, Freiburg – Basel – Wien: Herder 2011 (QD 241).

Lintner, Martin: Den Eros entgiften. Plädoyer für eine tragfähige Sexualmoral und Beziehungsethik, 2. durchges. u. aktual. Aufl., Brixen – Innsbruck: Weger / Tyrolia 2012.

Römelt, Josef: Christliche Ethik in moderner Gesellschaft. Bd. 2 Lebensbereiche, Freiburg – Basel – Wien: Herder 2009.

Schockenhoff, Eberhard: Ethik des Lebens. Grundlagen und neue Herausforderungen, Freiburg – Basel – Wien: Herder ²2013.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M6 Modulklausur

 

78 Allgemeine Moraltheologie

Koller

V G M12
2 st. - 4.5 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Die Allgemeine Moraltheologie beschäftigt sich mit den Grundlagen der theologischen Ethik. Dabei spielen die Konzepte von Freiheit und Autonomie eine zentrale Rolle. In der Vorlesung wird deren Bedeutung für die Konzeption der Moraltheologie vorgestellt. Auf dieser Grundlage werden Kernfragen behandelt: Wie ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft zu bestimmen? Worin liegt die besondere ethische Kompetenz der Kirche? Was sind die Quellen moraltheologischer Erkenntnis? Zudem werden sowohl Normtheorien als auch die Schlüsselbegriffe Gewissen sowie Schuld und Sünde bearbeitet.

Literatur

Demmer, Klaus (1989): Moraltheologische Methodenlehre, Freiburg i. Br. u.a.

Ernst, Stephan (2009): Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München.

Römelt, Josef (2008): Christliche Ethik in moderner Gesellschaft. Grundlagen, Freiburg i. Br.

Schockenhoff, Eberhard (2014): Grundlegung der Ethik. Ein theologischer Entwurf. 2., überarb. Aufl., Freiburg i.Br. u.a.

Schockenhoff, Eberhard (2007): Theologie der Freiheit, Freiburg i. Br.

Weitere Literaturhinweise werden in der Vorlesung gegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 12 Kommissionsprüfung (20 Min.), zusammen mit Philosophische Ethik und Sozialphilosophie.

 

79 Kolloquium zur Vorlesung "Allgemeine Moraltheologie"

Koller

Koll M12
1 st.

Do 10.35 – 11.20

 

Das Kolloquium ist eine Vertiefung zur zugehörigen Vorlesung und bietet die Möglichkeit, ausgewählte Grundlagentexte (v.a. Texte der Pflichtlektüre) zu diskutieren. Es besteht keine Teilnahmepflicht. Die Anmeldung der TeilnehmerInnen erfolgt beim ersten Kolloquium-Termin.

Literatur

Die Literatur wird beim ersten Termin vorgestellt.

Leistungsnachweis

Dieses „Kolloquium zur Vorlesung“ ist eine freiwillige Ergänzung zur Vorlesung – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

Christliche Gesellschaftsethik

 

80 Erwerbsarbeit zwischen Subjektivierung, Digitalisierung und Sorgepflichten

Emunds / Hengsbach

Anmeldung bitte bis zum 01.10.2017 per E-Mail an nbi@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 6 (für P12) / 4 (für M15 u. M23) LP

Di 14.30 – 16.00 und 16.15 - 17.45

Termine: 24.10.2017,

14.11.2017, 12.12.2017

19.12.2017, 16.01.2018,

30.01.2018

Vorbesprechung:

Mo 16.10.2017, 13.30

 

Heute sind die Erwerbstätigen zumeist als mitdenkende Personen gefragt, die eigenständig auf – vielfach ja auch unerwartete – Anforderungen reagieren sollen; das gilt zunehmend auch bei einfacheren Jobs. Viele ArbeitnehmerInnen müssen darüber hinaus auch Mitplanende sein. Man stellt ihnen Aufgaben, aber darüber, wie sie diese erfüllen, können und sollen sie selbst entscheiden. Für diese Entwicklung steht der Begriff „Subjektivierung“ der Arbeit. Mit dieser Subjektivierung verbunden ist bei nicht wenigen Erwerbstätigen eine Flexibilisierung ihrer Arbeitszeit und – durch die Informations- und Kommunikaionstechnologie (IKT) – zunehmend auch ihres Arbeitsortes. Sich im privaten Bereich den Ansprüchen der Erwerbsarbeit zu entziehen, fällt immer schwerer.

Mit diesem Flexibiliserungstrend und mit der steigenden Erwerbspartizipation der Frauen, der keine im gleiche Maße zunehmende Partizipation der Männer an der unentgeltlichen Arbeit gegenübersteht, wird die Frage immer brisanter, wie Sorgearbeit gerecht und für alle Betroffenen gut organisiert werden kann.

Unter diesen Bedingungen scheint nun eine neuerliche Welle der Digitalisierung der Unternehmen an Fahrt zu gewinnen. Wird Erwerbsarbeit damit nun überflüssig oder allein zu einer Aufgabe (und Chance) weniger Hochqualifizierter? Muss nicht jetzt endlich ein Bedingungslosen Grundeinkommen eingeführt werden? Oder wird mit den neuen IKT in Zukunft überall und zu jeder Zeit gearbeitet werden? Tritt mit der Plattformökonomie die(prekäre) Selbständigkeit an die Stelle des Arbeitnehmerstatus? Wie kann verhindert werden, dass von den Effizienzgewinnen der neuen Technologien nur einige wenige profitieren?

In dem Hauptseminar geht es um die Analyse dieser Entwicklungem, ihre Bewertung aus einer christlich-sozialethischen Sicht und um Reformoptionen für eine Arbeitswelt im Wandel.

Literatur

Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Weissbuch Arbeiten 4.0. Arbeit weiterdenken, Berlin 2017.

Jürgens, Kerstin u.a. (Hg.): Arbeit transformieren! Denkanstöße der Kommission „Arbeit der Zukunft“, Bielefeld 2017.

Sachverständigenkommission zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam gestalten. Gutachten für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, Berlin 2017.

Emunds, Bernhard: Art. Arbeit – Sozialethik, in: Staatslexikon der Görres-Gesellschaft, 8. Aufl., Bd. 1, Freiburg/Br. 2017, 283-293 (Einführung in die Sozialethik der Arbeit).

Diefenbacher Hans, u.a.: Zwischen den Arbeitswelten. Der Übergang in die Postwachstumsgesellschaft, Frankfurt/M. 2016.

Hirsch-Kreinsen, Hartmut u.a. (Hg.): Digitalisierung industrieller Arbeit. Die Vision Industrie 4.0 und ihre sozialen Herausforderungen, Baden-Baden 2015.

Sachverständigengruppe Weltwirtschaft und Sozialethik: Wen kümmert die Sorgearbeit? Gerechte Arbeitsplätze in Privathauhalten, hg. von der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2015.

Hirsch-Kreinsen, Hartmut u.a. (Hg.): Lexikon der Arbeits- und Industriesoziologie, Berlin 2013.

Böhle, Fritz u.a. (Hg.): Handbuch Arbeitssoziologie, Wiesbaden 2010.

Leistungsnachweis

Voraussetzungen für den Erwerb eines Nachweises über das Hauptseminar sind: regelmäßiger Besuch, Lesen und Bearbeiten der jeweiligen Basislektüre, Mitarbeit im Seminar sowie das Verfassen einer Seminararbeit. BA Phil: P10 bzw. P11 (altes Modulhandbuch P9/10) Hauptseminar zur Angewandten Ethik oder im Wahlpflichtbereich Religion und Theologie (P14) Mag Theol: M15/M23 Hauptseminar (Christliche Gesellschaftsethik; Systematische Theologie)

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 1.10. an nbi@sankt-georgen.de

 

81 Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik: Leitideen sozialer Sicherung im internationalen Vergleich

Emunds / Hengsbach / Hagedorn / Wolff

Anmeldung bitte per E-Mail an nbi@sankt-georgen.de

Koll A G
1 st. - 2 LP

Mi 24.01.2018, 10.00 – 17.00

 

Die TeilnehmerInnen stellen sich wechselseitig neuere Beiträge zur vergleichenden Sozialstaatsforschung vor. Im Fokus steht die Forschung zu den leitenden Wert- und Normvorstellungen der für die jeweilige Sozialstaatsentwicklung einflussreichen gesellschaftlichen Gruppen bzw. Organisationen.

Auf diese Weise entsteht ein Bild des aktuellen Forschungsstandes in diesem Bereich - und zugleich eine Grundlage für Diskussionen im Kreis der KolloquiumsteilnehmerInnen.

Literatur

Gabriel, Karl u.a. (Hg.): Religion und Wohlfahrtsstaatlichkeit in Europa. Konstellationen - Kulturen - Konflikte, Tübingen 2013.

Weitere Literatur wird noch bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende können den Leistungsnachweis für eine Seminarveranstaltung erwerben, wenn sie zugleich das Oberseminar "Aktuelle Studien zur Christlichen Gesellschaft" besuchen und eine schriftliche Liestung erbringen.

Hinweise

Anmeldung bitte bis 10.1.2018 an nbi@sankt-georgen.de

 

82 Aktuelle Studien zur Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

OS A G
1 st. - 2 LP

nach Vereinbarung

 

Im Oberseminar stellen Aufbaustudierende neuere Ergebnisse ihrer Forschung mit Blick auf eine angezielte Qualifikationsarbeit vor.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende können den Leistungsnachweis für eine Seminarveranstaltung erwerben, wenn sie zugleich das Doktorandenkolloquium "Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaft: Leitideen sozialer Sicherung im internationalen Vergleich" am 24. Janur 2018 besuchen und eine schriftliche Leistung erbringen.

Hinweise

Anmeldung bitte bis 31.10.2017 an nbi@sankt-georgen.de

Termine werden noch bekanntgegeben.

Pastoraltheologie

 

90 Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion

W. Beck

V G M21
3 st. - 4.5 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung geht grundlegenden menschlichen Erfahrungen als Daseinsrisiken nach: Krisen in Krankheits-, Schuld-, Trauer- und Unsicherheitserfahrungen. Ausgehend von der zentralen pastoraltheologischen Ausrichtung auf die Biographie als theologiegenerativer Ort werden einzelne pastorale Handlungsfelder in den Blick genommen. Dazu gehören kollektiv-kirchliche Krisen auch der gesellschaftliche Umgang mit Krisenerfahrungen, ihre Kommunikation und kirchlich-pastorale Reaktionen

Literatur

Fuchs, Ottmar: Der zerrissene Gott. Das trinitarische Gottesbild in den Brüchen der Welt, Ostfildern 2014.

Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015.

Haslinger, Herbert (Hg.): Praktische Theologie. Handbuch (Bd.1: Grundlegungen; Bd. 2: Durchführungen), Mainz 1999/2000.

Hoff, Gregor Maria (Hg.): Zwischen Ersatzreligion und neuen Heilserwartungen: Umdeutungen von Gesundheit und Krankheit, Freiburg-München 2010.

Kohl, Bernhard, Die Anerkennung des Verletzbaren. Eine Rekonstruktion der negativen Hermeneutik der Gottebenbildlichkeit aus den Anerkennungstheorien Judith Butlers und Axel Honneths und der Theologie Edward Schillebeeckx', Würzburg 2017.

Luther, Henning: Religion und Alltag. Bausteine zur einer Praktischen Theologie des Subjekts, Stuttgart 2014

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 21): Von den Studierenden ist als Leistungsnachweis eine Hausarbeit zu erstellen. Die Hausarbeit hat den formalen Ansprüchen zu entsprechen, die zu Beginn des Semesters vorgestellt werden (siehe Angaben auf einem Merkblatt). Die Entscheidung für die Themen erfolgt nach eigenen Interessen und in Absprache mit dem Dozenten.

 

91 Oberseminar für Studierende, die Magister-, Diplom-, Lizentiats- oder Promotionsarbeiten erstellen

W. Beck

beck@sankt-georgen.de

OS

nach Vereinbarung

 

Das Oberseminar wird in diesem Semester mit einem Schwerpunkt auf den Arbeiten des Soziologen Armin Nassehi erfolgen.

Das Oberseminar Pastoraltheologie wird mit einer Doodle-Terminfindung unter den Studierenden mit einem Dissertations-, Lizentiats- oder Masterprojekt zu Beginn des Wintersemesters abgestimmt und findet als Blockveranstaltung statt.

Literatur

Nassehi, Armin, Die letzte Stunde der Wahrheit. Kritik der komplexitätsvergessenen Vernunft, Hamburg 2017.

Nassehi, Armin, Die letzte Stunde der Wahrheit. Warum rechts und links keine Alternativen mehr sind und Gesellschaft ganz anders beschrieben werden muss, Hamburg 2015.

Nassehi, Armin (Hg.), Krisen lieben (Kursbuch 170), Hamburg 2012.

Nassehi, Armin, Mit dem Taxi durch die Gesellschaft. Soziologische Storys, Hamburg (2.Aufl.) 2003.

Nassehi, Armin, Soziologie. Zehn einführende Vorlesungen, Wiesbaden (2. Aufl.) 2011.

Leistungsnachweis

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

92 Die Kunst der Religionsdidaktik

Fröhling

&#8594; Anmeldung bitte bis zum 08.10.2017 per E-Mail an Herrn Dr. Fröhling: froehling@sankt-georgen.de

Ü M21
2 st. - 4.5 LP

Vorbesprechung:

Do 26.10.2017, 15.00 – 16.00

Fr 27.10.2017, 14.00 – 20.00

Sa 28.10.2017, 09.00 – 13.00

Fr 24.11.2017, 14.00 – 20.00

Sa 25.11.2017, 09.00 – 13.00

Fr 26.01.2018, 14.00 – 20.00

Sa 27.01.2018, 09.00 – 13.00

 

Religionspädagogik lässt sich als Theorie religiöser Praxis unter der besonderen Berücksichtigung von lehren, lernen und bilden verstehen. Der Gegenstand einer solchen Religionspädagogik ist Religion, wobei dabei – nach Bernhard DRESSLER – zweierlei Propria zu unterscheiden und aufeinander zu beziehen sind: zum einen Religion als „jede kulturelle Praxis, mit der [sich] Menschen zum Unverfügbaren ins Verhältnis setzen“ (DRESSLER 2014), und zum anderen Religion als bestimmte religiöse Praxis. Theologie als Religionspädagogik reflektiert damit zum einen in inhaltlicher Weise auf religiöse Praxis, in der gelehrt und gelernt wird. Zugleich reflektiert sie aber auch jedes Lehren, Lernen und Bilden unter einer formalen Perspektive. Dabei können kulturelle Praktiken (wie Lehren und Lernen) untersucht werden, in denen sich Menschen zum Unverfügbaren verhalten. Dadurch wird nicht jedes Verhalten religiös und damit diffus. Zugleich wird in dieser Konzeption von Religionspädagogik die interdisziplinäre Gleichwürdigkeit mit der Pädagogik gesichert, die sie im Namen trägt.

Religionsdidaktik als ein Bereich der Religionspädagogik ist die Theorie der Vermittlung und der Inszenierung insbesondere im schulischen Religionsunterricht, in dem es um das Arrangement von Methoden, Medien und Inhalten, aber auch um Ziele geht. Die Theorie der Praxis ist von Praxis zu unterscheiden, aber zugleich auf sie bezogen – aber in einer bestimmten Weise. Schleiermacher spricht darum davon, dass „alle Vorschriften der praktischen Theologie nur allgemeine Ausdrücke [sein] können, in denen die Art und Weise ihrer Anwendung auf einzelne Fälle nicht schon mit bestimmt ist, d.h. sie sind Kunstregeln.“ Das Seminar kann also keine Handlungskonzepte vorlegen, die nur noch angewendet werden müssen, sondern umgekehrt wird mit den impliziten Handlungskonzepten der Studierenden gearbeitet.

Aus diesem Grund haben Feedback-Verfahren eine zentrale Bedeutung im Seminar. So sind Lehr-Lernsituationen vorgesehen, die die Wirkung der eigenen Äußerungen und Tätigkeiten auf andere erfahr- und kommunizierbar machen. Intention des Seminars ist es, den Studierenden erste Erfahrung im Lehren zu ermöglichen und zu einer experimentellen Haltung gegenüber einer Lehrtätigkeit zu ermutigen. Wie jede Kunst gehört zur Kunst der Religionsdidaktik eigene Erfahrung, Übung und Reflexion. Alles drei wird im Seminar vorkommen. Darum ist die Unterrichtsbeobachtung und das Unterrichten selbst integraler Bestandteil des Seminars. Die Tätigkeiten in der Schule werden in Zweier-Teams durchgeführt, jeweils in Zusammenarbeit mit den begleitenden Lehrern und Lehrerinnen. Es sind drei Blöcke für die Seminartermine festgelegt. Zwischen erstem und zweitem Block werden die Hospitationen stattfinden. Zwischen zweitem und drittem Block wird der eigene Unterricht gehalten. Neben den Blockterminen sind weitere individuelle Termine an Frankfurter und Offenbacher Schulen einzuplanen. Die Zeit des Seminars erstreckt sich ausschließlich auf das Wintersemester.

Literatur

Hans SCHMID (2012): Die Kunst des Unterrichtens. Ein praktischer Leitfaden für den Religionsunterricht, München.

 

Bernhard DRESSLER (2014): Religions-Pädagogik. Bestandsaufnahme und Perspektiven einer theologischen Disziplin; in: ThLZ 11/2014, 1257-1274.

 

Bernd SCHRÖDER (2012): Religionspädagogik, Tübingen.

 

Andreas GRUSCHKA (2002): Didaktik. Das Kreuz mit der Vermittlung, Wetzlar.

 

Georg HILGER; Stephan LEIMGRUBER; Hans-Georg ZIEBERTZ; Matthias BAHR (Hg.) (22003): Religionsdidaktik. Ein Leitfaden für Studium, Ausbildung und Beruf, München.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 21 Wird in der Vorbesprechung bekannt gegeben

Hinweise

Eine Anmeldung bitte bis zum 8. Oktober 2017 bei Christian Fröhling (froehling@sankt-georgen.de) ist für die Planung des Seminars unerlässlich.

Verpflichtende Vorbesprechung: am 26. Oktober 2017 (15-16 Uhr)

 

 

93 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess I

Kießling

OS A
2 st.

19.01.2018, 14.00 – 21.00

20.01.2018, 09.00 – 16.00

Weitere Termine nach

Vereinbarung

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber … haben alle Einzelwirklichkeiten … ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen … durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen … als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89 – 103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104 – 112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67 – 87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117 – 278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238 – 342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 20. Oktober 2017 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

94 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 01.12.2017, 10.00 – 16.00

Weitere Termine nach

Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theologinnen und Theologen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitandinnen und Habilitanden in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscherinnen und Forscher, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 20. Oktober 2017 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

93 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess I

Kießling

OS A
2 st.

19.01.2018, 14.00 – 21.00

20.01.2018, 09.00 – 16.00

Weitere Termine nach

Vereinbarung

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber … haben alle Einzelwirklichkeiten … ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen … durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen … als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89 – 103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104 – 112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67 – 87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117 – 278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238 – 342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 20. Oktober 2017 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

94 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 01.12.2017, 10.00 – 16.00

Weitere Termine nach

Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theologinnen und Theologen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitandinnen und Habilitanden in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscherinnen und Forscher, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 20. Oktober 2017 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

95 Das Exerzitienbuch des Heiligen Ignatius von Loyola - eine spirituelle Erschließung

Hundertmark

HS A
2 st. - 4 LP

Verpflichtende

Vorbesprechung:

Fr 27.10.2017, 13.30 – 14.15

Fr 15.12.2017, 15.00 – 19.00

Sa 16.12.2017, 09.00 – 17.00

Fr 02.02.2018, 15.00 – 19.00

Sa 03.02.2018, 09.00 – 17.00

 

Schwerpunkte der Veranstaltung sind die geistliche Theologie, die spirituelle Dynamik und die Übungspraxis des Exerzitienbuches. Gearbeitet wird eng am deutschen Text, historische und textkritische Aspekte aber werden nur am Rande behandelt. Einführende Referate (15 Minuten) zur historische Einordnung, Textgestalt und Rezeptionsgeschichte des Exerzitienbuches können von interessierten Teilnehmer/innen übernommen werden.

Literatur

Peter Köster: Zur Freiheit befähigen. Kleiner Kommentar zu den Großen Exerzitien des hl. Ignatius von Loyola. Echter Verlag 2004

 

Alex Lefrank: Umwandlung in Christus. Die Dynamik des Exerzitien-Prozesses. Echter Verlag 2009

 

Ignatius: Bericht des Pilgers. Hrsg. von Peter Knauer. Echter Verlag 2015

 

Leistungsnachweis

nach Absprache mit Dr. Hundertmark möglich

Hinweise

Verpflichtende Vorbesprechung: 27.10.2017 - 13.30-14.15 Uhr.

 

Zum Seminar selbst müssen alle Teilnehmer/innen ein Exerzitienbuch als Textgrundlage mitbringen. Es können alle gängigen deutschen Übersetzungen benutzt werden (Haas, Balthasar, Knauer...).

 

96 Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt, eine Anmeldung daher erforderlich, s. kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

Ü A
2 st.

Termin und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das eine Supervisandin, ein Supervisand schriftlich oder mündlich einbringt, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei erheben sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisandinnen und Supervisanden einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme an der gesamten Übung.

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3 – 29.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69 – 112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Themenhefte Personzentriertes Coaching, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Themenheft Personzentrierte Supervision in der Praxis, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 48 (2017) Heft 1.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis für Pastoralpsychologie und Spiritualität kann erworben werden – zwar nicht im Rahmen der Übung als solcher, jedoch auf der Basis einer zu vereinbarenden schriftlichen Arbeit.

Hinweise

Diese Übung richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche – schriftliche oder mündliche – Anmeldung ist bis spätestens 20. Oktober 2017 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Homiletik

 

98 Homiletik I (Einführung)

W. Beck

Anmeldung bitte per E-Mail an JProf. Beck: beck@sankt-georgen.de

HS M11
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 16.00

 

Vielfach erscheint das Predigen im 21. Jahrhundert als kirchliche Karikatur und gesellschaftlicher Anachronismus. In postmodernem Umfeld gilt der Dialog als kommunikative Grundstruktur. Damit entstehen Herausforderungen für ein zeitgemäßes Predigen, als zentrale Form religiöser Kommunikation.

In Orientierung an den Impulsen von Papst Franziskus (Evangelii gaudium) wird in dem Seminar die Predigt in der Begegnung von Evangelium und Existenz (persönlich und gesellschaftlich) bestimmt.

 

In einem ersten Schritt erfolgt eine Einübung in die Erstellung einer Gemeindepredigt nach Rolf Zerfaß mit dem Erstellen eines Predigttextes. In einem zweiten Schritt erfolgt auch eine eigene Predigtpräsentation in der Gruppe.

 

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

- Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

- Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

- Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

- Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

- Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

- Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

 - Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Hausarbeit, die aus dem Text einer Gemeindepredigt mit jeweiliger bibeltheologischer Texterarbeitung besteht, kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie / Grundkurs Homiletik erworben werden. (Diplomstudium: Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Hausarbeit, die aus dem Text einer Gemeindepredigt mit jeweiliger bibeltheologischer Texterarbeitung besteht, kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie / Grundkurs Homiletik erworben werden.)

Hinweise

Damit für das Homiletik-I-Seminar überschaubare Lerngruppen gewährleistet werden können, gibt es ein paralleles Angebot als "Blockseminar" in Kooperation mit Frau Dr. B. Hoyer.

 

99 Homiletik I (Einführung)

Hoyer / Wolf

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Dr. Hoyer: hoyer@sankt-georgen.de

HS M11
2 st. - 3 LP

Fr 27.10.2017, 15.00 – 20.00

Sa 28.10.2017, 09.00 – 18.00

Fr 26.01.2018, 15.00 – 20.00

Sa 27.01.2018, 09.00 – 18.00

 

Homiletik I (M11) als Blockseminar

 

27.10.2017: Hochschule

28.10.2017: Dom

26./27.01.2017: Kapelle der Jesuiten

 

„Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht. Diese Sorge entspricht nicht einer oder diplomatischen Haltung, sondern ist zutiefst religiös und pastoral.“ Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ Art. 154/120 zur Homilie.

Nach einer theoretischen Einführung in die „ars praedicandi“ am Freitag werden wir am Samstag aktuelle Lebenssituationen in der Frankfurter Innenstadt erkunden und diese mit unseren Evangelien konfrontieren.

 

ZUR VORBEREITUNG des Seminars bitten Pfarrer Thomas Wolf und ich Sie deshalb: Formulieren Sie in einem Statement von ca. 5 min Ihre Botschaft, was Ihnen persönlich am Evangelium das Wichtigste ist. Jede/r TeilnehmerIn wird im Laufe des Samstagvormittag an einem Standort in Frankfurt sein Statement abgeben.

Am Samstagnachmittag werden wir die Erfahrungen des Vormittags reflektieren und die Predigten, die Sie bis zum zweiten Teil des Seminars im Januar erarbeiten, formal vorbereiten.

Am 26. und 27. Januar predigen Sie vor der Seminargruppe. Sie werden dabei mit einer Videokamera aufgenommen und erhalten direktes Feedback.

 

Anmeldung bis 18.10.2017 zum Blockseminar direkt bei Prof. Dr. Birgit Hoyer: birgit.hoyer@fau.de

 

Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt.

 

 

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 

Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

 

Leistungsnachweis

Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Hausarbeit, die aus dem Text einer Gemeindepredigt mit jeweiliger bibeltheologischer Texterarbeitung besteht, kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie / Grundkurs Homiletik erworben werden.

Hinweise

Anmeldung bis 18.10.2017 unbedingt erforderlich. Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt.

 

100 Homiletik II (Homiletische Übungen)

W. Beck

Ü M21
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Ziel der Übung ist die Ausarbeitung einer Predigt für eine Hl. Messe an einem Sonntag in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die ÜbungsteilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. In einem zweiten Durchgang haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre ggf. modifizierte Predigt noch einmal zur Diskussion zu stellen. Den Abschluss bildet das praktische Predigen.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Durch kontinuierliche Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung "Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten" erworben werden. (Diplomstudium: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erworben werden.)

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 15.10.2017 per E-Mail an beck@sankt-georgen.de

Liturgiewissenschaft

 

102 Herrenjahr und Stundenliturgie

Bieringer

V G M22
2 st. - 3 LP

Mi 14.30 - 16.00

 

Das Christentum strukturiert die Zeit und prägt damit bis heute unseren Lebensrhythmus: von der Siebentagewoche bis hin zur Einteilung des Jahres in Festzyklen mit Fastenzeiten und Feiertagen. Die Liturgie der Kirche knüpft dafür an natürliche (Tag, Jahr) wie an soziale (Woche) Zeitrhythmen an, um sie für eine religiöse Sinngebung zu öffnen. So werden anthropologische Grundgegebenheiten mit der Botschaft des Glaubens verknüpft. Auch wenn heute die Bedeutung der kirchlichen Zeitorganisation vielschichtigen Wandlungsprozessen unterworfen ist, kann die kulturelle Prägung des Abendlandes durch diese Verbindung nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Die Vorlesung nimmt ihren Ausgang bei der anthropologischen und kulturellen Fragestellung nach Mensch und Zeit. Im weiteren Verlauf kommt die Entfaltung des Pascha-Mysteriums auf der Ebene der Woche (der Sonntag als christlicher Ur-Feiertag) und des Jahres in den Blick, wobei historische, systematische und pastorale Gesichtspunkte zu betrachten sind. Im Mittelpunkt stehen die beiden großen Festkreise des Herrenjahres (Osterfestkreis, Weihnachtsfestkreis). Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Heiligenfesten und Ideenfesten.

Literatur

Hansjörg Auf der Maur, Feiern im Rhythmus der Zeit I: Herrenfeste in Woche und Jahr (Gottesdienst der Kirche 5), Regensburg 1983.

Thomas J. Talley, The Origins of the Liturgical Year, Collegeville 2. Aufl. 1991.

Hansjörg Auf der Maur, Feste und Gedenktage der Heiligen, in: Feiern im Rhythmus der Zeit II/1 (Gottesdienst der Kirche 6/1), Regensburg 1994.

Adolf Adam, Das Kirchenjahr mitfeiern, Freiburg 1989 5. Aufl. 1991.

Karl-Heinrich Bieritz, Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart (Neu bearbeitet und erweitert von Christian Albrecht), München 9. Aufl. 2014.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 22 Mündliche Prüfung

 

103 Wie erstelle ich einen Liedplan? - Liedauswahl mit dem neuen Gotteslob

Föller

Ü M22
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.45

 

Die vielfältigen Verflechtungen von musikalischen und theologischen Belangen innerhalb der Liturgie führen nicht selten zu unterschiedlichen Haltungen bzgl. der Musik- bzw. Liedauswahl im Gottesdienst. Das Diktum von der „Pluralität“ des neuen Gotteslobs bietet hierzu ein noch nie da gewesenes Spektrum an unterschiedlichsten Weisen und Gesängen zur musikalischen Gestaltung der Liturgie. Ist das Thema „Liedauswahl“ somit noch komplexer und komplizierter geworden? Die Übung möchte einen Überblick über das „neue“ Repertoire des Gotteslobs geben und bietet Lösungsvorschläge zu Fragen liturgie-musikalischer Gestaltung an. Überlegungen zur musikalischen wie textlichen Qualität werden dabei nicht weniger Berücksichtigung finden wie allgemein liturgische Kriterien zur Liedauswahl.

Literatur

Thomas Schumacher, Liedauswahl (nach Themen) leicht gemacht, München 2013

Harald Schützeichel, Die Messe – ein kirchenmusikalisches Handbuch, Düsseldorf 1991

Leistungsnachweis

Mag Theol: M22 (= M23 altes Modulhandbuch) Teilnahmeschein Kirchenmusik

Kirchenrecht

 

105 Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht?- Grundfragen des Verhältnisses von Staat und Religion

Meckel

V G M12
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.20

in der ersten Semesterhälfte

(bis zum 06.12.2017)

 

Der Religionsunterricht, die Kirchensteuer, das kirchliche Arbeitsrecht, die kirchlichen Feiertage oder religiöse Symbole im öffentlichen Raum sind immer wieder in der öffentlichen Diskussion. Das Staatskirchenrecht wird nicht selten als Relikt, als Fremdkörper vergangener Zeiten und ungerechtfertigtes Privileg der Kirchen in einem modernen freiheitlichen Staat betrachtet dessen Aufgabe es sei, seinen Bürger die Freiheit von Religion im öffentlichen Raum zu sichern. Vor dem Hintergrund der Diskussion von Einzelfragen stellen sich zugleich grundlegende Fragen: Wie gestaltet sich das rechtliche Verhältnis von Staat und Religion in Deutschland? Ist das Staatskirchenrecht auf dem Weg zu einem Religions(verfassungs)recht? Die Vorlesung behandelt Grundfragen des Verhältnisses zwischen Religion und Staat und geht auf Einzelfragen ein, wie etwa die Anstaltsseelsorge, den Religionsunterricht, die Kirchensteuer, den Kirchenaustritt, das kirchliche Dienst- und Arbeitsrecht, den Schutz der Sonn- und Feiertage etc.

Literatur

Campenhausen, Axel von – de Wall, Heinrich, Staatskirchenrecht. Eine systematische Darstellung des Religionsverfassungsrechtes in Deutschland und Europa. Ein Studienbuch, München 4. Auflage 2006; Classen, Claus Dieter, Religionsrecht, Tübingen 2. Auflage 2015; Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland, hg. v. J. Listl – D. Pirson, 2 Bde., Berlin 2. Auflage 1994-1995; Unruh, Peter, Religionsverfassungsrecht, Baden-Baden 2. Auflage 2012; Winter, Jörg, Staatskirchenrecht der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung mit kirchenrechtlichen Exkursen, Köln 2. Auflage 2008.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M12 Leistungsnachweis durch eine mündliche Prüfung über diese Vorlesung.

 

106 Was Gott verbunden hat… - Das katholische Ehe- und Eheprozessrecht

Meckel

Ü G M22
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen… Die Ehenichtigkeitsverfahren sind keine Scheidungsverfahren, sondern fragen danach, ob eine Ehe gültig geschlossen wurde oder nichtig ist. Die Übung führt in die grundlegenden Fragen des Ehe- und Eheprozessrechts der katholischen Kirche ein. Wann ist eine Ehe aus kirchenrechtlicher Sicht gültig geschlossen? Auf welchen Säulen fußt das Eherecht der katholischen Kirche? Unter welchen Bedingungen ist eine konfessionsverschiedene oder religionsverschiedene Eheschließung möglich? Gibt es eine sogenannte ökumenische Trauung? Warum und wie werden Ehen für nichtig erklärt oder aufgelöst? Die Veranstaltung besteht aus Vorlesungs- und Übungsteilen. Sie führt im Vorlesungsteil durch die Beantwortung der oben beispielhaft genannten und weiteren Fragen in die Grundlagen des katholischen Eherechts, insbesondere in die rechtlichen Regelungen zu den Ehehindernissen, zum Ehekonsens und zur kanonischen Formpflicht sowie in das Eheprozessrecht ein. Anhand der Lösung und Besprechung von eherechtlichen Themen und Fällen wird neben der theoretischen auch in die praktische Anwendung des Eherechts eingeführt.

Literatur

Einschlägige eherechtliche Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Althaus, Rüdiger – Prader, Joseph – Reinhardt, Heinrich J.F., Das kirchliche Eherecht in der seelsorgerischen Praxis, Essen 5. Auflage 2014; Aymans, Winfried – Mörsdorf, Klaus, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici Bd. 3 Verkündigungsdienst und Heiligungsdienst, Paderborn – München – Wien – Zürich 2007, 325-534; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1243-1432; Lüdicke, Klaus, “Dignitas Connubii“. Die Eheprozessordnung der katholischen Kirche. Text und Kommentar, Essen 2005; ders., Die Nichtigerklärung der Ehe - Materielles Recht, Essen 2012; Reinhardt, Heinrich .J.F., Die kirchliche Trauung, Essen 2. Auflage 2006; Sebott, Reinhold, Das neue kirchliche Eherecht, Frankfurt 3. Auflage 2005.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 22 Der Leistungsnachweis wird erworben durch die Teilnahme an und die Mitarbeit in den Sitzungen der Übung und die erfolgreiche Bearbeitung von Hausaufgaben.

 

107 Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

Auf Einladung durch den Dozenten.

OS A

Blocktermine nach

Vereinbarung

 

Das Oberseminar dient neben der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten der vertiefenden Auseinandersetzung mit Quellen des Kirchenrechts, der kirhclichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

Leistungsnachweis

Hinweise

Teilnahme auf Einladung des Dozenten.

Humanwissenschaften

 

110 Einführung in die Soziologie

Wagner

Anmeldung bitte bis zum 20.10.2017 per E-Mail an Herrn Dr. Wagner: th.wagner@bistumlimburg.de

L M15
2 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.45

Beginn: 26.10.2017

 

Der Kurs bietet eine Einführung in zentrale Paradigmen und Begriffe der Soziologie sowie einen Einstieg in die Religionssoziologie.

Leistungsnachweis

aktive Teilnahme und Präsentation M15 und P11

Hinweise

Anmeldung bis 20.10.2017 per E-Mail an: th.wagner@bistumlimburg.de

Griechisch

 

49 Griechische Lektüre

Hühne / Wucherpfennig

SK G
1 st.

Mo 14.45 – 15.30

 

Die griechischen Lektürekurse bieten an, die Evangelien entsprechend der liturgischen Lesejahre zu lesen. In diesem Semester das Matthäusevangelium.

Literatur

Nestle-Aland oder anderes griechisches Neues Testament

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

 

120 Griechisch I

Hühne

SK G
5 st.

Mo 13.15 – 14.45

Mi 08.45 – 11.20

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil I dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. W. Stoy/K. Haag/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 10. Aufl., 2015 (ISBN 978-3-7655-9312-3)[auch ältere Aufl. sind zu benutzen].

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

121 Griechisch I b

Hühne

SK G
3 st.

Do 13.30 – 15.45

 

Dieser Sprachkurs setzt den im Sommer begonnenen Anfängerkurs Griechisch Ia fort und kann entweder in dem vierwöchigen Griechisch II Intensivkurs direkt nach dem Wintersemester oder semesterbegleitend als Griechisch II im kommenden Sommersemester abgeschlossen werden.

Literatur

s. Griechisch 1.

Leistungsnachweis

 

122 Griechisch II Intensivkurs

Hühne

SK G

4 Wochen:

19.02.-16.03.2018

Mo – Fr 09.00 – 12.30

Schriftliche Prüfung am 17.03.2018

Mündliche Prüfung zwischen dem 19. und 23.03.2018

 

Mit diesem Intensivkurs soll es Teilnehmern, die im Wintersemester Griechisch I bzw. Griechisch Ib absolviert haben, ermöglicht werden, im Anschluss an das Wintersemester in vier Wochen die Unterrichtsgegenstände der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben und damit noch vor Beginn des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Der Unterricht wird voraussichtlich im Lehrbuch (s.u.) mit der Lektion 34 (Part. Präs./Fut.) beginnen.

Die Übungsintensität und -methodik wird durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt, und die Lesefähigkeit soll durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Zum Lehrbuch siehe Griechisch I.

Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 27. Aufl., Stuttgart: Deutsche Bibelges., 1993 od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012.

Leistungsnachweis

Zeugnis der durch schriftliche und mündliche Prüfung nachgewiesenen Kenntnis des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt.

Latein

 

123 Latein I

Hühne

SK G
6 st.

Mi 13.30 – 15.00

Do 10.35 – 12.10

Fr 08.45 – 10.20

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. Dieser erste Teil dient ausschließlich dem Spracherwerb (bes. Formenlehre und erste syntaktische Konstruktionen) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte. Übungsmaterial, das über die u.g. Hilfsmittel hinausgeht, wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt und weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch) während des Kurses genannt.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Leistungsnachweis

 

124 Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Do 08.45 – 10.20

 

Die anstehende kursorische Lektüre von Cicero über Laktanz bis hin zu Senecas Epistulae morales lebt von der Spannung zwischen den anthropologischen Grundlagen in der Theorie und deren Auswirkungen auf die Praxis.

Nach Ciceros berühmtem Abschnitt über die anthropologische Grundlegung der Kardinaltugenden in De officiis I, 11ff. erhält sein Rezipient Laktanz (Div. Inst. VII, 5f. u.a.) auch in diesem Semester das Wort zur Frage, was die Philosophen zum Monotheismus meinen und woher das Wort "religio" kommt - eine These, die bis zu Calvin fast wörtlich rezipiert wird. Den Abschluß könnte eine Auswahl aus Senecas "Moralischen Briefen an Lucilius" bilden.

Literatur

Die zuletzt ausgeteilte Textvorlage (m. sprachlichen Hilfen) ist beim Dozenten auf Anfrage erhältlich. Sie beinhaltet Lactantius, Divinae Institutiones I,5,15-23 (Was die Philosophen zum Monotheismus meinen); weitere werden in den folgenden Sitzungen ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Hebräisch

 

125 Hebräisch I

Casagrande

SK G
3 st.

Mo 13.30 – 15.45

 

Der Kurs dient als umfassende Einführung in das Bibelhebräisch. Es werden die Schrift- und Lautlehre, Grundlagen der hebräischen Syntax, zentrale Formen der Pronomen und Partikel, sowie die Flexion des starken und schwachen Verbs im Qal/Grundstamm behandelt. Ziel ist es, den Studierenden die Anfertigung einer Arbeitsübersetzung vereinfachter Prosatexte mit Hilfsmitteln zu ermöglichen und die Argumentation wissenschaftlicher Kommentare zum Alten Testament/Hebräischer Bibel ansatzweise zu verstehen. Dazu dient das Erlernen zentraler Formtabellen und eines Grundwortschatzes.

Dies bildet gleichzeitig die Voraussetzung zur vertiefenden Beschäftigung mit der hebräischen Grammatik, den Substantiven mit veränderbaren Vokalen und den Stammesmodifikationen der Verbformen in Hebräisch II, was die Lektüre und Übersetzung der wissenschaftlichen Standardausgaben des hebräischen Textes ermöglichen soll.

Der dreistündige Kurs wird stets aus einer Einführung in die zu behandelnden Lektionen, Zeit zu Rückfragen und Übungen (in Gruppenarbeit) bestehen.

Literatur

Lambdin, Thomas O., Lehrbuch Bibel-Hebräisch, hg. v. Heinrich von Siebenthal, 8. Aufl. Gießen 2016 [bitte aktuelle Auflage]

 

Siebenthal, Heinrich von, Bibel-Hebräisch. Lösungs- und Begleitband zum Lehrbuch von Thomas O. Lambdin, 6. Aufl. Gießen 2015 [bitte aktuelle Auflage]

 

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird in Form einer schriftlichen Klausur und einer mündlichen Prüfung nach Hebräisch II im Sommersemester 2018 erbracht.

Sanskrit

 

126 Sanskrit XIII

Hühne

SK G
2 st.

Fr 10.35 – 12.10

 

Zur Erweiterung der grammatischen Kenntnisse wird die bekannte Anfängerlektüre "Nala und Damayanti" aus dem 3. Buch des Epos "Mahabharata" betrieben und mit Hilfe der genannten Literatur bzw. durch Auszüge aus anderen Lehrwerken vertieft. Mit dieser Methode lassen sich, neben dem Hauptziel des Spracherwerbs, auch zahlreiche Aspekte der altindischen Lebenswelt an Originalquellen erschließen.

Die Lektüre wird bei Mbh. 3, 53, 5 mit dem 5. Adhyaya (schöner: Gesang) im 3. Schloka fortgesetzt, wenn Damayantis Gattenselbstwahl (svayamvara) und damit der erste Höhepunkt im Nalopakhyana unmittelbar bevorsteht.

Literatur

Grundlage des Unterrichts ist weiterhin: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0), wobei eine kommentierte Textvorlage sowie ergänzendes Material jeweils während der Sitzungen zur Verfügung gestellt wird.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Spanisch

 

128 Spanischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene

Arenas

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Arenas: a3arenas@gmx.de

SK G
2 st.

Di 14.00 – 15.30

(Fortgeschrittene)

Di 16.30 – 18.00 (Anfänger)

bzw. nach Vereinbarung

 

Anfänger:

Die Einteilung der Gruppen erfolgt entsprechend der Niveaustufen A1 bis A2. Alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden.

Fortgeschrittene:

Die Einteilung der Gruppen erfolgt entsprechend der Niveaustufen B1, B2.

Längeren Redebeiträgen und komplexer Argumentation in der Standardsprache sowie den Nachrichten folgen. Persönliche und formelle Briefe schreiben.

 

Literatur

Anfänger:

Con gusto A1 Lehr- und Arbeitsbuch 247 Seiten ISBN 978-3-12-514980-9

Fortgeschrittene:

Uso Gramática Española Intermedio. EDELSA 152 Seiten ISBN: 9788477117124

Authentische Artikel aus führenden spanischsprachigen Tageszeitungen

 

Leistungsnachweis

Ohne Note

Französisch

 

129 Französisch Grund- und Aufbaukurse

Bruchet Collins

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

nach Vereinbarung

 

Grundkurs : A1 oder A2 nach Bedarf

Literatur

Das Buch wird am Anfang des Kurses bekannt.

Leistungsnachweis

 

130 Französisch Konversationskurs

Bruchet Collins

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

Mi 13.30 – 15.00

 

Konversationkurs : B1-B2

Literatur

Pour rafraîchir votre français et vous entraîner à prendre la parole à partir d'articles de la presse.

Leistungsnachweis

Deutsch

 

132 Vertiefung der Deutschkenntnisse für das Studium der Theologie und Philosophie

Hopf

Anmeldung bitte bis zum 10.10.2017 per E-Mail an Frau Muth: muth@sankt-georgen.de

SK G
2 st.

Di 18.30 – 20.00

 

Studienspezifische Inhalte wie z.B. das Lesen und Verfassen von wissenschaftlichen Texten oder die Präsentation von Seminararbeiten.

Die genauen Inhalte werden zwischen den Teilnehmenden und dem Dozenten abgesprochen.

Leistungsnachweis

Medien und öffentliche Kommunikation

 

140 Baustein 5: Social Media

Pelzer / Schnaubelt

(= Nr. 133 Vorl.Verz. SS 2017)

Ü G M23

Mi 06.09.2017, 09.00 – 18.00

Do 07.09.2017, 09.00 – 18.00

 

Social Media ist für viele bereits Teil ihres alltäglichen Leben, Gleichzeitig gewinnen Facebook, Twitter, Google, Instagram und Co. einen immer größeren Stellenwert im digitalen Journalismus und in der Non-Profit-Kommunikation. Das Seminar hat zum Ziel, eine strategische Nutzung von Sozialen Netzwerken zu erlernen. Im Seminar werden dazu die Kommunikationsmuster und Zielgruppen der verschiedenen Sozialen Netzwerke erläutert und deutlich gemacht, wie man diese zielgerichtet nutzen kann. Im Praxisteil wird vermittelt, wie mit den erlernten Techniken Aufmerksamkeit für Inhalte oder Medien erzeugt und Social Media-Kampagnen geplant, durchgeführt und evaluiert werden. Das Seminar hilft Ihnen Ihre eigenen Fähigkeiten und ihr digitalen Profil zu verbessern, durch die Mitarbeit in einem Social Media-Projekt (Praxis-) Erfahrungen zu sammeln und das Social Media Community Management zu erlernen.

Literatur

Literaturhinweise und weitere Informationen für Studierende: www.medienprogramm-stgeorgen.de

Leistungsnachweis

 

142 Baustein 2: Internet/Homepage

Schnaubelt / Pelzer

Ü G M23

Mi 21.02.2018, 09.00 – 18.00

Do 22.02.2018, 09.00 – 18.00

 

Der Kurs soll Ihnen helfen, eine Homepage oder einen Blog zu erstellen und zu betreiben. Dafür werden Layoutregeln, die Einbindung von Serviceleistungen und die Vernetzung in die Social Media behandelt. Auch das Urheber- und Medienrecht, speziell die Verwendung von Fotos, Videos und anderem Fremdmaterial, wird erörtert. Ziel des Kurses ist es, im Praxisteil auf der Homepage / im Blog eigene Inhalte zu publizieren und diese im Internet und Social Media zu bewerben. Zudem lernen die Teilnehmenden die Grundlagen zur redaktionellem Betreuung von Homepages / Blogs (z.B. für die Bereiche Bildung, Medien und Non-Profit-Organisationen).

Literatur

Literaturhinweise und weitere Informationen für Studierende: www.medienprogramm-stgeorgen.de

Leistungsnachweis

 

143 Baustein 3: Video-Werkstatt

U. Fischer

Ü G M23

Di 20.03.2018, 09.00 – 18.00

Mi 21.03.2018, 09.00 – 18.00

 

Seminar 3: SELFIE-VIDEOS

Medienformate mit Videoaufnahmen garantieren im Internet eine deutlich höhere Abrufquote und Resonanz. Auch auf den Websites und social media Accounts der Diözesen und kirchlichen Einrichtungen nimmt der Videocontent in schnellem Tempo zu.

Ziel des Workshops ist es den Teilnehmer die Attraktivität einer (eigenen) Botschaft in bewegten Bildern vor Augen zu führen und sie zu befähigen sich selbst oder andere in entsprechend erfolgreiche Szenen zu setzen oder zu inszenieren.

Die Reflexion klassischer Fernsehprogramme - am Beispiel der Katholischen Kirche - dient dabei zunächst der Grunderfahrung quasi normativer Formate für sowohl TV-Sendungen als auch WebVideos, die auf andere Bereiche (Theologie, Philosophie, Politik, etc.) in gleicher oder ähnlicher Weise umzusetzen ist.

Neben dem theoretischen Teil zu Beginn folgt die Praxis mit Selbsterfahrung vor der Kamera. Das Seminar vermittelt in Form einer Videowerkstatt Tipps und Tricks für kurze, dokumentarische Videosequenzen und die Selbstdarstellung in (Selfie-)Videos mit Smartphones und/oder semiprofessioneller TV-Technik.

Kooperation mit der Arbeitsstelle „Katholische Fernseharbeit“ der Deutschen Bischofskonferenz.

Literatur

Angaben nach Bedarf im Seminar

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein für 1 von 5 Seminareinheiten (vgl.: http://www.medienprogramm-stgeorgen.de/organisation.html)

Hinweise

Leitung: Ulrich Fischer (www.kirche.tv)

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

150 Teil I: Einführung in den Islam und Grundbegriffe

Specker / Eschraghi

V G M23
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.00

Termine: 20.10.2017,

03.11.2017, 17.11.2017,

01.12.2017, 15.12.2017,

19.01.2018, 02.02.2018

 

Studienprogramm: Islam und muslimisch-christliche Begegnung. Vorlesung 1: Einführung und Grundlagen.

 

Vorlesungsgestaltung: Dr. habil. Armin Eschragi, JProf. Dr. Tobias Specker SJ

Verantwortlich: JProf. Dr. Tobias Specker SJ

 

Nach einem allgemeinen Überblick über die Religion des Islam und die Klärung grundlegender Begriffe wird die Entstehungsgeschichte des Islam im Mittelpunkt stehen. Hierzu werden insbesondere die wichtigsten Quellen für deren Erforschung und die damit verbundenen Problemstellungen von Authentizität, Chronologie und Gewichtung diskutiert. Dabei handelt es sich zum einen um die Berichte über das Leben des Propheten Mohammed: Die wichtigsten Werke der „Prophetenbiographie“ (sīra) werden vorgestellt, und deren literarischer Charakter, aber auch Probleme der Überlieferungsgeschichte thematisiert. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung der Prophetenbiographie für Lehre und Praxis des Islam bzw. der Muslime. Die zweite Hauptquelle ist der Koran. Hier wird, nach einer Vorstellung der Debatten zu seiner Entstehungsgeschichte, ein grundlegender Überblick über Inhalte, literarische und rhetorische Aspekte erfolgen, aber auch die Herangehensweise der muslimischen Theologie thematisiert.

 

 

Literatur

Einführende Werke zur Religion des Islam und ihrer Geschichte, zur Person Mohammeds sowie zum Koran sind sehr zahlreich. Als erste Orientierung können z.B. die folgenden Werke dienen. Weiterführende Literatur wird im Verlauf der Vorlesung vorgestellt.

 

Brunner, Rainer (Hg.): Der Islam. Einheit und Vielfalt einer Weltreligion. Stuttgart 2016.

 

Halm, Heinz: Der Islam. Geschichte und Gegenwart (Beck’sche Reihe), 9. Aufl. 2014

 

Schimmel, Annemarie: Die Religion des Islam. Eine Einführung (Reclams Universalbibliothek), div. Auflagen

 

Schöller, Marco: Mohammed (Suhrkamp Basisbiographien), 2008

 

Sinai, Nicolai: Die Heilige Schrift des Islam. Die wichtigsten Fakten zum Islam (Herder Spektrum), 2012

 

 

 

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 23 Bei einzelner Anrechnung der Vorlesung: mündliche Prüfung von 20 Minuten Bei Teilnahme am Gesamtprogramm Besuch aller vier Modulvorlesungen (4 Semester) Besuch von mindestens 2 Tutorien im Semester Pro Semester: Vorstellung des eigenen Praxisprojektes im Tutorium oder Essay Abschussarbeit (ca. 20 Seiten)

 

151 Tutorium

Specker / Güzelmansur

T G M23

Do 02.11.2017, 18.00 – 19.30

Do 14.12.2017, 18.00 – 19.30

Do 18.01.2018, 18.00 – 19.30

 

Vorstellung und Diskussion der Praxisprojekte

Bei zeitlicher Möglichkeit: Diskussion aktueler Themen des christlich-islamsichen Dialogs

Leistungsnachweis

Bei Teilnahme am Gesamtprogramm Besuch aller vier Modulvorlesungen (4 Semester) Besuch von mindestens 2 Tutorien im Semester Pro Semester: Vorstellung des eigenen Praxisprojektes im Tutorium oder Essay Abschussarbeit (ca. 20 Seiten)