Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Somersemester 2017)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1 Einführung in das Studium der Philosophie und der Theologie

Felician Gilgenbach / Remmel

Ü G M00 P00
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Übung dient der theoretischen und praktischen Einführung in grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen in Theologie und Philosophie (u. a.: Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitation, Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten, Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis).

Außerdem findet eine Einführung in wichtige philosophische und theologische Themenkomplexe und Fragestellungen statt.

Literatur

Auf wichtige Literatur wird in der ersten Sitzung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis (unbenotet) kann erworben werden bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: - Anwesenheit bei und aktive Mitarbeit in den Sitzungen - fristgerechte Anfertigung von Hausaufgaben - ein mediengestütztes Referat (inkl. Handout)

 

2 Wissenschaftliches Lesen und Schreiben

Haines

Ü G P00
2 st. - 2 LP

Mo 14.30 – 16.00

 

In der Übung werden allgemeine Grundlagen zu den Schlüsselkompetenzen „Wissenschaftliches Lesen und Schreiben“ vermittelt. Neben dem Erwerb von Lesestrategien und Schreibtechniken sollen die Studierenden die Fähigkeit erwerben, studienrelevante Textgattungen lesend zu identifizieren bzw. eigenständig schriftlich zu erstellen. Dazu wird der theoretisch vermittelte Lernstoff in Übungen und Gruppenarbeit vertieft sowie in gemeinsamer Erörterung verfestigt.

Literatur

ECO, Umberto: Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt, UTB, ISBN 978-3-8252-1512-5.

KORNMEIER, Martin: Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht, UTB, ISBN 978-3-8252-3154-5.

KRUSE, Otto: Lesen und Schreiben, UTB, ISBN 978-3-8252-3355-6.

LAY, Rupert: Die Macht der Wörter; bes. Kapitel 3 und 4, Langen-Müller, ISBN 3-7844-7173-0 (Buch in Bib. Sankt-Georgen vhd.; sonst nur noch antiquarisch zu erwerben).

STEIN, Sol: Über das Schreiben, Zweitausendeins, ISBN 978-3-86150-908-0.

STEINFELD, Thomas: Der Sprachverführer. Die deutsche Sprache: was sie ist, was sie kann, Hanser, ISBN 978-3-446-23416-1.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Durch aktive Mitarbeit und die Bereitschaft zur Erstellung kleinerer "Haus- bzw. Übungsarbeiten" kann der Nachweis über die Teilnahme an der Übung (P0, wissenschaftliches Lesen und Schreiben) erworben werden.

Philosophie

 

10 Thomas von Aquin. Wendepunkt in der Geschichte der Philosophie im Mittelalter

Berndt

V G M05 P01
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Thomas von Aquin (+ 1274) ist unstrittig nicht nur einer der größten Denker des Christentums, sondern auch der abendländischen Philosophiegeschichte. Sein Werk versammelt in sich die wesentlichen Strömungen vorausgegangener Fragen und Antworten und ordnet sie neu im Kontext seiner Zeit. Die Einführung in die Philosophiegeschichte des Mittelalters möchte ich historisch-systematisch strukturieren. Ausgehend von ausgewählten Textpassagen aus dem thomasischen Werk, die zunächst gedeutet werden, werden die von Thomas vorgefundenen, traditionellen Problemstellungen erläutert, so daß der Genius seiner Lösungen bzw. seiner neuen Fragestellungen aufgrund neuer Gesprächspartner unter seinen Zeitgenossen klar hervortritt. Wenn die Zeit es zuläßt, könnte gelegentlich auch ein Wort zur Wirkungsgeschichte gesagt werden. Thematisch wird die Vorlesung etwa die großen Themen Sein und Seiendes, Gott - Mensch, Denken, Tun, Lehren - Lernen behandeln.

 

Literatur

Zur Vorbereitung empfehlen sich die neuen Veröffentlichungen von Jean-Pierre Torrell und Volker Leppin.

Jean-Pierre Torrell: Magister Thomas - Leben und Werk des Thomas von Aquin, Freiburg 1995.

Volker Leppin: Thomas von Aquin (Zugänge zum Denken des Mittelalters 5), Münster 2009.

Volker Leppin (Hg.): Thomas-Handbuch, Tübingen 2016.

 

Leistungsnachweis

Klausur oder mdl. Prüfung, M 5 mdl. Prüfung, P 1

 

11 Geschichte der Philosophie: Philosophie des 19./20. Jahrhunderts

Disse

V G M19 P01
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die Philosophie des 19./20. Jahrhunderts bzw. die Philosophie der Moderne wird mit Blick auf vier philosophische Themen dargestellt, die diese Epoche besonders prägen:

Freiheit, Intersubjektivität, Naturwissenschaften als Paradigma und Endlichkeit.Von Kant bis Foucault werden eine Auswahl grundlegender Ansätze zu diesen Themen behandelt.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: P1, wahlweise mündliche Prüfung (15 min) oder Kommissionsprüfung zusammen mit Philososphiegeschichte der Neuzeit (20 min). Magister Theologie M 19: Mündliche Prüfung (15 min).

 

12 Sprachphilosophie

Watzka

V G M05 P02
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.45

 

Die Sprachphilosophie des 20. Jahrhunderts wäre ohne die bahnbrechenden Leistungen einiger Logiker (Frege, Russell, Wittgenstein) nicht möglich gewesen. In der Vorlesung wird es darum gehen, auf der Grundlage elementarer Logikkenntnisse der Frage nach Sinn und Bedeutung sprachlicher Termini (Sätze, singuläre und generelle Termini) nachzugehen. Die Formulierung einer Theorie der sprachlichen Bedeutung wurde lange Zeit als Hauptaufgabe der analytischen Philosophie angesehen, - ein sprachfreies Denken wurde ins Reich der Fabel verwiesen. Unter dem Einfluss der modernen Kognitionswissenschaft hat sich zwar der Begriff des Inhalts (content) vom Begriff der sprachlichen Bedeutung abgelöst, aber auch eine Theorie des Inhalts (mental content) verwendet Prinzipien, die in der Sprachanalyse des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden.

Die Wende zur Sprache (linguistic turn) war keine Episode, die auf die analytische Richtung beschränkt blieb. Die hermeneutische Variante der Sprachphilosophie (Heidegger, Gadamer, Ricoeur) rückt indessen nicht Termini bzw. Sätze, vielmehr ganze Texte, Sprachen und die in Sprachen verkörperten Weltbilder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Den Gedanken der Sinntotalität modifizierend hat die hermeneutische Sprachphilosophie neben der Texthermeneutik und der historischen Hermeneutik auch eine ontologische Hermeneutik bzw. Hermeneutik der menschlichen Existenz ausgebildet, die in vielfacher Weise die Anthropologie und Theologie des 20. Jahrhunderts beeinflusst hat.

Literatur

- Alber Newen, Markus A. Schrenk: Einführung in die Sprachphilosophie, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2008

- Wolfgang Detel: Philosophie des Geistes und der Sprache (Grundkurs Philosophie 3), Stuttgart: Reclam 2007

- Heinrich Schmidinger: Der Mensch - ein “animal symbolicum”? Sprache - Dialog - Ritual, Darmstadt: Wissenschaft. Buchgesellschaft 2007

- Jean Grondin: Einführung in die philosophische Hermeneutik, Darmstadt: Wissenschaftl. Buchgesellschaft 2. Aufl. 2001

- Ernst Tugendhat, Ursula Wolf: Logisch-semantische Propädeutik, Stuttgart: Reclam 1983

- Heinrich Watzka: Sprachphilosophie, Stuttgart: Kohlhammer 2014

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P2): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Erkenntnistheorie oder Einzelprüfung (15 min) Magisterstudium Theologie (M5): Teil einer schriftlichen Klausur, zusammen mit Geschichte der Philosophie im Mittelalter, oder Teil einer Kommissionsprüfung (20 min) zusammen Geschichte der Philosophie im Mittelalter

 

13 Philosophische Theologie

Wiertz

V G M14 P03
2 st. - 3 (für P3) / 4.5 (für M14) LP

Mi 14.30 – 16.00

 

Der theistische Gottesbegriff hat in der Geschichte der philosophischen Reflexion auf den Gottesbegriff eine wichtige Rolle gespielt und ist auch für die philosophische Auseinandersetzung mit der Vielfalt der Religionen bedeutsam.

Die Vorlesung soll mit dem theistischen Gottesbegriff und dessen philosophischer Bedeutung und Schwierigkeit bekanntmachen. Dazu wird nach der Möglichkeit von Aussagen über ein transzendentes Wesen gefragt, wesentliche Eigenschaften des theistischen Gottes behandelt, verschiedene Positionen zum Verhältnis zwischen religiösem Glauben und Vernunft vorgestellt und Argumente für und gegen die Wahrheit der Überzeugung von der Existenz des theistischen Gottes behandelt.

Literatur

- Beckermann, A., Glaube, Berlin 2013.

- Craig, W.L. (Hg.), Philosophy of Religion. A Reader and Guide, Edinburgh 2002.

- Kreiner, A., Das wahre Antlitz Gottes - oder was wir meinen, wenn wir Gott sagen, Freiburg 2006

- Löffler, W., Einführung in die Religionsphilosophie, Darmstadt 2006.

- Murray, M.J.; Rea, M., An Introduction to the Philosophy of Religion, Cambridge 2008.

- Perry, J., Dialog über das Gute, das Böse und die Existenz Gottes, Stuttgart 2012.

- Perry, J., Dialog über personale Identität und Unsterblichkeit, Stuttgart 2013.

- Ricken, F., Religionsphilosophie, Stuttgart 2003.

- Swinburne, R., Glaube und Vernunft, Würzburg 2009.

- Tetens, H., Gott denken: Ein Versuch über rationale Theologie, Stuttgart 2015.

- Zagzebski, L., The Philosophy of Religion. An Historical Introduction, Malden/MASS, Oxford 2007

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Mündliche Kommissionsprüfung (20 Min.) gemeinsam mit Metaphysik (P3) oder Einzelprüfung (15 Min.). Die Teilnahme am Lektürekurs zur Vorlesung Philosophische Theologie ist verpflichtend. Magisterstudium Theologie: Mündliche Kommissionsprüfung (20 Min) gemeinsam mit Fundamentaltheologie.

 

14 Lektürekurs zur Vorlesung Philosophische Theologie

Felician Gilgenbach

L G P03
1 st. - 2 LP

Do 10.35 – 12.10 Termine: 20.04.2017, 04.05.2017, 18.05.2017, 01.06.2017, 22.06.2017, 06.07.2017, 20.07.2017

 

Im Lektürekurs wird das Büchlein von Holm Tetens "Gott denken. Ein Versuch über rationale Theologie" gelesen. Das Buch ist der Versuch, den Glauben an die Existenz Gottes und an ein jenseitiges Leben als die im Vergleich mit dem Naturalismus plausiblere metaphysische Theorie zu erweisen.

 

Tetens Fazit: Es wird erst dann um die Philosophie "besser bestellt sein als gegenwärtig, wenn Philosophen mindestens so gründlich, so hartnäckig und so scharfsinnig über den Satz ›Wir Menschen sind Geschöpfe des gerechten und gnädigen Gottes, der vorbehaltlos unser Heil will‹ und seine Konsequenzen nachdenken, wie Philosophen zurzeit pausenlos über den Satz und seine Konsequenzen nachzudenken bereit sind: ›Wir Menschen sind nichts anderes als ein Stück hochkompliziert organisierter Materie in einer rein materiellen Welt‹."

Literatur

Holm Tetens, Gott denken. Ein Versuch über rationale Theologie, Stuttgart 2015.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis (unbenotet) wird erworben bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: - gründliche Lektüre der jeweils angegebenen Abschnitte des Buches (zu Hause) - schriftliche, fristgerechte Beantwortung von Fragen zu den gelesenen Abschnitten vor jeder Sitzung - Anwesenheit bei und aktive mündliche Mitarbeit in mindestens sechs Sitzungen - Halten eines Kurzreferats (inkl. Handout)

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 18.4.2017 an gilgenbach@sankt-georgen.de

 

15 Religion in und durch Moderne (Religionsphilosophie)

Hanke

V G M19 P07
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.20

 

Einem Wort Hegels zufolge besteht die Aufgabe der Philosophie darin, ihre eigene Zeit in Gedanken zu fassen. Auch für die Religionsphilosophie gilt dann, dass sie die Reflexion auf ihren Gegenstand nicht unabhängig von ihren Zeitumständen leisten kann. Ihre Aufgabe ist es zu verstehen, was Religion in der modernen Welt ausmacht und wie Religion auch durch spezifisch moderne Argumentationsmuster zu begründen ist.

– Die Vorlesung gliedert sich in die folgenden Abschnitte:

1. Am Anfang steht eine kurze historische Hinführung zur Entstehung der Disziplin der Religionsphilosophie im Kontext der europäischen Aufklärungs- und Säkularisierungsschübe des 18. und 19. Jahrhunderts. Verbunden damit sind Abgrenzungen zu den anderen Disziplinen von Offenbarungstheologie, philosophischer Gotteslehre und Religionswissenschaft. Auch klassische Motive der Religionskritik (z.B. bei Feuerbach, Marx und Nietzsche) werden an dieser Stelle in die Vorlesung eingespeist.

2. Darauf folgt eine Sichtung des Phänomens der Religion in der globalisierten Gegenwart. Hier werden die Thesen von einer fortschreitenden Säkularisierung und vom Eintritt in ein post-säkulares Zeitalter überprüft. Ein Kristallisationspunkt ist die Debatte um die Rolle religiöser Gründe in politisch-öffentlichen Diskursen. In diesem Zusammenhang werden z.B. das sogenannte Böckenförde-Diktum und die Religionstheorie von Jürgen Habermas diskutiert.

3. Als systematischer Kern der Vorlesung wird ein philosophischer Begriff von Religion entwickelt. Dies geschieht auf dem Wege einer Analyse der Dynamik menschlicher Subjektivität in ihrer Einmaligkeit wie Endlichkeit. Hier wird an Überlegungen von Dieter Henrich angeschlossen, die von Klaus Müller und Saskia Wendel weitergeführt worden sind. In dieser Vorlesung werden sie zudem aus einer hegelianischen Perspektive ergänzt und zugespitzt.

4. Diese subjekttheoretische Perspektive auf Religion wird unterstrichen, indem auch ihre körperliche und affektive Seite betont wird. Was sind eigentlich religiöse Gefühle? Hier kommen Klassiker wie Friedrich Schleiermacher, Rudolf Otto und William James zu Wort, ebenso aktuelle Beiträge von Sabine Döring, Saskia Wendel oder auch Douglas Hedley, der eine beeindruckende Trilogie über religiöse Imagination vorgelegt hat.

– Die Vorlesung läuft so insgesamt auf die These hinaus, dass Religion als Bewusstsein, Gefühl und deutende Praxis der sich entziehenden Präsenz des Absoluten begriffen werden kann.

Literatur

Als Einführung / Überblick:

- LÖFFLER, Winfried, Einführung in die Religionsphilosophie, Darmstadt: WBG 2. Auflage 2013.

- WENDEL, Saskia, Religionsphilosophie, Stuttgart: Reclam 2010.

Für Abschnitt 1:

- JAESCHKE, Walter, ‚Um 1800‘ – Religionsphilosophische Sattelzeit der Moderne, in: ESSEN, Georg, DANZ, Christian (Hgg.), Philosophisch-theologische Streitsachen. Pantheismusstreit – Atheismusstreit – Theismusstreit, Darmstadt 2012, S. 7-92.

Für Abschnitt 2:

- SCHMIDT, Thomas M., PITSCHMANN, Annette (Hgg.), Religion und Säkularisierung. Ein interdisziplinäres Handbuch, Stuttgart, Weimar 2014.

- HABERMAS, Jürgen, Zwischen Naturalismus und Religion. Philosophische Aufsätze, Frankfurt am Main 2005.

- HABERMAS, Jürgen, Nachmetaphysisches Denken II. Aufsätze und Repliken, Berlin 2012.

Für Abschnitt 3:

- HENRICH, Dieter, Bewußtes Leben. Untersuchungen zum Verhältnis von Subjektivität und Metaphysik, Stuttgart 1999.

- HENRICH, Dieter, Endlichkeit und Sammlung des Lebens, Tübingen 2009.

- MÜLLER, Klaus, Glauben – Fragen – Denken. Band III: Selbstbeziehung und Gottesfrage, Münster 2010.

- HANKE, Thomas, Bewusste Religion. Eine Konstellationsskizze zum jungen Hegel, Regensburg 2012.

Für Abschnitt 4:

- DÖRING, Sabine, BERNINGER, Anja, Was sind religiöse Gefühle? Versuch einer Begriffsklärung, in: CHARBONNIER, Lars, MADER, Matthias, WEYEL, Birgit (Hgg.), Religion und Gefühl. Praktisch-theologische Perspektiven einer Theorie der Emotionen (FS Wilhelm Gräb), Göttingen 2013, S. 49-64.

- WENDEL, Saskia, Affektiv und inkarniert. Ansätze Deutscher Mystik als subjekttheoretische Herausforderung, Regensburg 2002.

- HEDLEY, Douglas, Living Forms of the Imagination, London 2008.

– , Sacrifice Imagined. Violence, Atonement, and the Sacred, London 2011.

– , The Iconic Imagination, New York, London 2016.

 

Leistungsnachweis

P 7: Klausur zusammen mit Philosophie der religiösen Vielfalt (Wiertz) und Östliche Philosophie (Gantke) M 19: möglicher Prüfungsstoff im Rahmen der Magister-Abschlussprüfung

 

16 Philosophie der religiösen Vielfalt

Wiertz

V G M19 P07
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

In der Öffentlichkeit taucht das Thema religiöser Verschiedenheit vor allem im Zusammenhang mit gewalttätigen Auseinandersetzungen und politischen Konflikten auf. Aber auch für das religionsphilosophische Nachdenken stellt religiöse Verschiedenheit ein wichtiges Thema dar, wie in den letzten Jahren immer deutlicher wurde.

In der Vorlesung steht im Mittelpunkt die Auswirkung der religiösen Verschiedenheit auf die Rationalität religiöser Glaubensbekenntnisse und deren Anspruch auf Wahrheit. Dabei werden solche Fragen behandelt, wie "Können heutzutage noch exklusive Wahrheitsansprüche erhoben werden oder erfordert religiöse Vielfalt nicht eine grundlegendes Neukonzeption religiöser Wahrheit?" und "Wie gehen prominente religionsphilosophische Richtungen, wie etwa die Reformierte Epistemologie, mit der Tatsache sich widersprechender religiöser Wahrheitsansprüche um?" Aber auch solche Fragen wie nach der Rationalität des Anspruchs einer einzigen Religion auf exklusvie Heilsvermittlung oder nach dem Zusammenhang zwischen religiösen Wahrheitsansprüchen und Gewalt/Intoleranz sollen untersucht werden.

Die Behandlung solcher religionsphilosophischer Fragen setzt allerdings eine prinzipielle philosophische Klärung der Auswirkung von erkannten Meinungsverschiedenheiten auf die Rationalität eigener Überzeugungen voraus und eine Analyse des wichtigen Begriffs der Toleranz.

Literatur

- J. Assmann, Monotheismus und die Sprache der Gewalt, Wien 2011.

- D. Basinger, Religious Diversity. A PHilosophical Assessment, Aldershot 2002.

- U. Beck, Der eigene Gott. Von der Friedensfähigkeit und dem Gewaltpotential der Religionen, Frankfurt/Main 2008.

- R. Feldman; T.A. Warfield (Hg.), Disagreement, Oxford 2010.

- P.J. Griffiths, Problems of Religious Diversity, Malden, Oxford 2001.

- J. Hick, Religion. Die menschlichen Antworten auf die Fragen nach Leben und Tod 1996.

- J. Kim, Reformed Epistemology and the Problem of Religious Diversity. Proper function, epistemic disagreement, and christian exlusivism , Eugene 2011.

- J. Kraft, The Epistemology of Religious Disagreement. A Better Understanding, New York 2012.

- M. Nussbaum, Die neue religiöse Intoleranz: Ein Ausweg aus der Politik der Angst, Darmstadt 2014.

- P.L. Quinn; K. Meeker, The Philosophical Challenge of Religious Diversity, Oxford, New York 2000.

- A. Renusch, Der eigene Glaube und der Glaube der anderen. Philosophische Herausforderungen religiöser Vielfalt, München 2014.

- P. Sloterdijk, Gottes Eifer. Vom Kampf der drei Monotheismen, Frankfurt/Main 2007.

- Ders., Im Schatten des Sinai. Fußnote über Ursprünge und Wandlungen totaler Mitgliedschaften, Berlin 2013

Leistungsnachweis

Bachelorsstudium: Modulklausur zusammen mit Religionsphilosophie und Östlicher Philosophie (P 7). Magistertudium: Möglicher Prüfungsstoff in Philosophie für die Abschlussprüfung (M 19)

 

17 Östliche Philosophie

Gantke

V G P07
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 12.10 Termine: 27.04.2017, 11.05.2017, 18.05.2017, 01.06.2017, 22.06.2017, 29.06.2017, 13.07.2017

 

In dieser Vorlesung zur „Östlichen Philosophie“ soll zunächst eine Einführung in die asiatischen Religionen Hinduismus, Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus geboten werden, wobei der Schwerpunkt auf die reflektierten philosophischen Strömungen gelegt wird und die volksreligiös-magischen Ausprägungen weitgehend ausgeklammert bleiben, obwohl es hier zuweilen fließende Übergänge gibt. Im Zentrum derVeranstaltung werden neo-hinduistische und neo-buddhistische Ansätze stehen und hier insbesondere als ausgewählte „Philosophen“ Aurobindo Ghose (Integraler Yoga)und Keiji Nishitani (Kyoto-Schule).

Folgende Grundfragen werden u.a. in der Vorlesung gestellt: Was berechtigt uns eigentlich, von „Östlicher Philosophie“ zu sprechen? Ist diese „Östliche Philosophie“ ohne Religion denkbar und wo verlaufen die Grenzen zwischen Philosophie und Religion? Welches mitgebrachte westlich-christliche Vorverständnis von Religion und Philosophie kann das Verstehen von „Östlicher Philosophie“ erleichtern helfen? Wie lauten die Antworten der vier genannten Religionen auf die letztlich philosophischen Grundfragen nach dem Verhältnis von Gut und Böse, Freiheit und Schicksal, Transzendenz und Immanenz, Leid und Erlösung, Ordnung und Chaos, Gott und Mensch? Wo gibt es Differenzen, wo Übereinstimmungen zum christlichen Menschenbild?

Literatur

- Nishitani, Keiji: Was ist Religion? Frankfurt a. Main, 1982;

- Waldenfels, Hans: Absolutes Nichts. Zur Grundlegung des Dialogs zwischen Buddhismus und Christentum. Freiburg, 1976;

- Sri Aurobindo: The Life Divine, Pondicherry, 1970;

- Gantke, Wolfgang: Aurobindos Philosophie interkulturell gelesen, Nordhausen, 2007;

- Panikkar, Raimon: Gottes Schweigen. Die Antwort des Buddha für unsere Zeit, München, 1992.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie P 7: Klausur

 

18 Wohlstand für alle? Wirtschaftsethische Reflexionen in der Tradition kirchlicher Sozialverkündigung

Emunds

V G M13 P09 P10
2 st. - 3 (für P9 und P10) / 4.5 (für M13) LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Ohne die Sozialverkündigung u.a. der Päpste gäbe es vermutlich nicht neben der Moraltheologie ein eigenes Fach "Gesellschafts-" bzw. "Sozialethik". Aber, ist es nicht überraschend, dass sich Päspte vergleichsweise detailliert zu Fragen der Wirtschaftsordnung, des Sozialstaats und der ökologischen Transformation äußern? Was hat die Überwindung von Elend und Armut weltweit, was hat die Frage, ob in einer Gesellschaft alle, eine große Mehrheit oder nur eine kleine Minderheit im Wohlstand leben kann und was hat die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen in den Ländern des Nordens mit dem Glauben zu tun?

Die Vorlesung gibt eine Einführung in die Tradition der kirchlichen Sozialverkündigung und in die wirtschaftsethische Debatte, die seit über dreißig Jahren auch außerhalb der Theologie intensiv geführt wird.

Literatur

- Aaken, Dominik van/Schreeck, Philipp (Hg.): Theorien der Wirtschafts- und Unternehmensethik, 2015.

- Holzmann, Robert: Wirtschaftsethik, 2015.

- Hirsch, Michael: Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft, 2015.

- Emunds, Bernhard: Politische Wirtschaftsethik globaler Finanzmärkte, 2014.

- Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik, 1998.

 

Leistungsnachweis

Magisterstudium: M13 (Ethik gesellschaftlicher Institutionen) Bachelorstudium: P10 (ggf. auch P9)(Ethik gesellschaftlicher Institutionen/ Wirtschaftsethik): Leistungsnachweis durch mündliche Prüfung, wenn gewünscht als Prüfung zu einem Fallbeispiel.

 

19 Kolloquium zur Vorlesung "Wohlstand für alle? Wirtschaftsethische Reflexionen in der Tradition kirchlicher Sozialverkündigung"

Emunds / Degan / Hagedorn

Koll G M13 P09 P10
1 st. - 1.5 (nur für P9 und P10) LP

Mo 13.30 – 14.15

 

Zu den Inhalten der Vorlesung werden im Kolloquium Fragen der TeilnehmerInnen behandelt und erläuternde Texte gelesen.

Literatur

Vgl. Vorlesung

Leistungsnachweis

Das Kolloquium ist für Studierende im Magisterstudiengang eine freiwillige Ergänzung zur Vorlesung. Für Bachelor-Studierende ist die Teilnahme verpflichtend. Der Leistungsnachweis für das Kolloquium erfolgt bei Bachelor-Studierenden gemeinsam mit dem für die Vorlesung.

 

20 Baruch de Spinoza: Ethica

Hanke

HS M15 P01 M23
2 st. - 4 LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Spinozas „Ethica“ ist ein Werk ganz eigener Art. Sie ist nicht nur das, was wir heute Ethik oder Moralphilosophie nennen würden. Vielmehr beginnt sie mit einer Theorie über das Wesen Gottes und die Struktur der gesamten Wirklichkeit. Diese Theorie – oft zusammengefasst in dem Schlagwort „Deus sive natura“, mit dem Gott und Natur identifiziert werden – hat in der Geschichte der modernen Philosophie eine unglaubliche Faszination ausgeübt, ihrem Autor aber auch den Vorwurf des Atheismus eingebracht. Über diese Metaphysik hinaus entwickelt die „Ethica“ in ihren weiteren Teilen eine detaillierte Lehre vom Menschen: von seinem Geist und seinem Körper, von den Gefühlen und Affekten, die ihn bewegen und bestimmen, bis hin zu der Frage, wie sie in wirkliche menschliche Freiheit und geistige Liebe zu Gott überführt werden können. In den letzten Jahren ist gerade diese Theorie der Affekte Gegenstand wichtiger emotionstheoretischer Debatten gewesen.

Aufgebaut ist die „Ethica“ in fünf Teile; größtenteils gehen sie nach der „geometrischen Methode“ vor, wie man damals im 17. Jahrhundert sagte, d.h. ausgehend von Definitionen, Axiomen und Lehrsätzen, aus denen dann Folgerungen gezogen werden. Das wirkt manchmal trocken und abstrakt, zwingt allerdings auch zum klaren Argumentieren. Darüber hinaus gibt es aber auch „Vorworte“, „Anhänge“ usw., in denen Spinoza in einer ganz anderen Weise redet, nämlich wie ein guter Rhetoriker oder Politiker, der sich in die Debatten seiner Zeit einmischt und die Relevanz seiner Philosophie für das alltägliche Leben deutlich machen möchte.

Literatur

- Wolfgang Bartuschat, Baruch de Spinoza, Verlag C.H. Beck: München 2. Aufl. 2006.

- Yirmiyahu Yovel, Spinoza. Das Abenteuer der Immanenz, Steidl Verlag: Göttingen 2012.

- Michael Hampe, Robert Schnepf (Hgg.), Klassiker Auslegen: Baruch de Spinoza, Ethik in geometrischer Ordnung dargestellt, Akademie Verlag, Berlin 2006.

- Achim Engstler, Robert Schnepf (Hgg.), Affekte und Ethik. Spinozas Lehre im Kontext, Verlag Olms: Hildesheim u.a. 2002.

- Ursula Renz, Die Erklärbarkeit von Erfahrung. Realismus und Subjektivität in Spinozas Theorie des menschlichen Geistes, Verlag Vittorio Klostermann: Frankfurt am Main 2010.

- Martin Saar, Die Immanenz der Macht. Politische Theorie nach Spinoza, Suhrkamp Verlag: Berlin 2013.

Leistungsnachweis

P 1 / M 15 oder M 23: Jede Woche ist ein Textabschnitt zu lesen, zu dem die Seminarleitung eine oder zwei Aufgaben mitgegeben hat. Diese Fragen sind auf einem einseitigen Paper zu beantworten, das mittels der Online-Plattform Moodle vor der folgenden Seminarsitzung (bis Dienstag, 16 Uhr) bei der Seminarleitung einzureichen ist und von ihr bewertet wird. Diese Papers fügen sich während des Semesters sukzessive zu einer Hausarbeit zusammen, die einen kleinen Kommentar zu Spinozas „Ethica“ darstellen wird. Nach Ende der Vorlesungszeit ist keine weitere Leistung zu erbringen.

Hinweise

Textgrundlage dieses Lektüre-Seminars ist folgende lateinisch-deutsche Ausgabe:

Baruch de Spinoza, Ethik in geometrischer Ordnung dargestellt. Neu übersetzt, herausgegeben und mit einer Einleitung versehen von Wolfgang Bartuschat, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1. Auflage 1999 oder eine spätere Auflage (2007, 2010 oder 2015). Bitte kaufen Sie sich diese Ausgabe spätestens nach der ersten Seminarsitzung!

 

 

21 Martin Heidegger: Sein und Zeit

Watzka

HS G M15 P01 M23
2 st. - 4 LP

Do 16.15 – 17.45

 

Ohne Heideggers Fragment gebliebenes Hauptwerk "Sein und Zeit" (1927) lässt sich weder die Philosophie des 20. Jahrhunderts noch der bis heute anhaltende Disput zwischen den Vertreter(innen) der "kontinentalen" und der "analytischen" Philosophie verstehen. Vor dem Hintergrund einer tief ansetzenden Kritik der traditionellen Metaphysik und der neuzeitlichen Erkenntnistheorie arbeitet Heidegger sein Verständnis von Zeit und Geschichte, Alltäglichkeit und Verstehen, Sorge, Angst und Tod heraus. Ohne "Sein und Zeit" hätte es weder den philosophischen Existenzialismus, die hermeneutische Philosophie Gadamers und Ricoeurs noch die anthropologische Wende der Theologie des 20. Jahrunderts geben können. Eine Lektüre ausgewählter Abschnitte dieses Werks ist für künftige Theologen/innen eine ebenso lohnende Beschäftigung wir für Studierende der Philosophie.

Literatur

- Martin Heidegger: Sein und Zeit, Tübingen: Niemeyer 19. Aufl. 2006

- Dieter Thomä (Hg.): Heidegger-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung, Stuttgart: Metzler 2003

- Thomas Rentsch (Hg.): Martin Heidegger. Sein und Zeit, Berlin: De Gruyter 3. Aufl. 2015 (Klassiker Auslegen Bd. 25)

- Rüdiger Safranski: Ein Meister aus Deutschland. Heidegger und seine Zeit, Frankfurt am Main: Fischer 2001

Leistungsnachweis

B A Phil (P 1): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller ausgewählten Textabschnitte und die Beantwortung von Fragen, die vor jeder Sitzung schriftlich einzureichen sind, kann ein Nachweis über ein Proseminar (P1, Klassikerlektüre) erworben werden. Mag Theol (M 15 und 23): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller ausgewählten Textabschnitte, die Beantwortung von Fragen, die vor jeder Sitzung schriftlich einzureichen sind, sowie das Verfassen einer kleinen Hausarbeit (4-5 Seiten) kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie (M15 oder M23) erworben werden.

 

23 Die Sinnfrage als Thema der zeitgenössischen Philosophie

Wiertz

HS G M15 P08 M23
2 st. - 6 (für P8) / 4 (für M15 und M23) LP

Fr 21.04.2017, 15.00 – 18.00 Sa 22.04.2017, 09.30 – 18.00 Fr 19.05.2017, 15.00 – 18.00 Sa 20.05.2017, 09.30 – 18.00

 

"Jetzt hast du Menschenkind, dein Glück versagt.

O Suchersehnsucht, warum hast du 'Warum' gefragt.

Die Sonnen grübeln nicht 'Woher, wohin?'

Wir tiefen Gräber suchen überall und immer Sinn.

Wir rechnen Tage und vermessen uns,

Wir sagen Sage und versagen uns.

Wir suchen Wahrheit und versuchen uns.

Wir sind Gedicht und siebenfacher Wahn,

Wir hohen Sternendeuter unsrer Sternenbahn.'

(Emmy Ball-Hennings)

 

Der Frage nach dem Sinn des Lebens kann sich wohl kaum jemand gänzlich entziehen - genausowenig wie den oft frustrierenden Erfahrungen bei der Suche nach einer Antwort. Die Suche nach einer Antwort hat auch manche zu einem Studium der Philosophie angeregt. In der akademischen Philosophie der letzen Jahrzehnte wird die Frage nach dem Sinn allerdings selten thematisiert. Vielen gilt sie als unklar, nicht rational diskutierbar und insgesamt eher ein Thema der Kunst als der akademischen Philosophie. Allerdings haben sich auch in den letzten Jahren wieder mehr Philosophen und Philosophinnen mit der Frage nach dem Sinn es Lebens beschäftigt. Die Diskussion einiger Texte im Seminar soll helfen, die Bedeutung bzw. Bedeutungen der Frage nach dem Sinn des Lebens besser zu verstehen, unterschiedliche Antwortversuche kennenzulernen, zu vergleichen und zu bewerten. Auch die Frage nach der Rolle der Religion bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens wird behandelt werden.

Literatur

Folgende Texte werden in dem Seminar behandelt. Die Lektüre dieser Texte ist Bedingung der Teilnahme am Seminar:

- K. Baier, Zweck und Sinn. In: C. Fehige; G. Meggle, U. Wessels (Hg.), Der Sinn des Lebens, München 2000, 195-207

- A. Markus, Assessing Views of Life: A Subjective Affair? In: J.W. Seachris (Hg.), Exploring the Meaning of Life. An Anthology and Guide, Malden, Oxford 2013, 95-111.

- T. Metz: The concept of a Meaningful Life. In: J.W. Seachris (Hg.), Exploring the Meaning of Life. An Anthology and Guide, Malden, Oxford 2013, 79-94.

- T. Metz, Meaning in Life. An Analytic Study, Oxford 2013, Kap. 12: Objectivism II: The Fundamentality Theory, 219-239.

- T. Nagel: Letzte Fragen. Mortal Questions, Hamburg 2008, Kapitel 2: Das Absurde, 29-44.

- R. Nozick, Philosophie und der Sinn des Lebens. In: C. Fehige; G. Meggle, U. Wessels (Hg.), Der Sinn des Lebens, München 2000, 377-407

- D. Parfit: Reasons and Persons, Oxford 1987, Abschnitt 95: Liberation from the Self; Anhang I: What Makes Someone's Life Go Best, 281f.; 493-502.

- J. Splett: Gotteserfahrung im Denken. Zur philosophischen Rechtfertigung des Redens von Gott, München 2005; Kapitel 3: Anthropozentrik (Die Sinnfrage), 39-50.

- R. Taylor: Sisyphos und wir. In: C. Fehige; G. Meggle, U. Wessels (Hg.), Der Sinn des Lebens, München 2000, 87-95.

- D. Wiggins: Wahrheit, Erfindung und der Sinn des Lebens. In: C. Fehige; G. Meggle, U. Wessels (Hg.), Der Sinn des Lebens, München 2000, Abschnitte 1- 5 (Seiten 408-418).

- European Journal for Philosophy of Religion 2/8 (2016). Book Symposium on Thaddeus Metz's Meaning in Life:

T. Metz, Précis of Meaning in Life, 1-4

E.J. Wielenberg, Metz's Case against Supernaturalism, 27-34

S. Goetz, In Defense of Supernatural Purpose Theory, 35-46

J. Cottingham, Theism and Meaning in Life, 47-58

- T. Metz, further Explorations of Supernaturalism about Meaning in Life: Reply to Cottingham, Goetz, Goldschmidt, Jech and Wielenberg, 59-83

Diese "Pflichttexte" werden in Moodle eingestellt; das Passwort wird nach der Anmeldung zum Seminar mitgeteilt.

Zur Einführung, Ergänzung und Vertiefung:

- V. Gerhardt: Art. "Sinn des Lebens". In: Historisches Wörterbuch der Philosophie, IX, Berlin/Basel 1996.

- J. Grondin: Vom Sinn des Lebens. Ein philosophischer Versuch, Göttingen 2006.

- E.D. Klemke (Hg.), The Meaning of Life, New York, Oxford 2000.

- T.J. Mawson, Sources of Dissatisfaction with Answers to the Question of the Meaning of Life. In: European Journal for Philosophy of Religion 2/2 (2012)

- J. W. Seachris; S. Goetz (Hg.), God and Meaning: New Essays, Bloomsbury, 2016.

- S. Wolf, Maening in Life and why it matters, Princeton 2012.

Leistungsnachweis

Bachelorstudiengang Philosophie: Leistungsnachweis Hauptseminar für P 8 Magisterstudiengang Theologie: Leistungsnachweis Hauptseminar für M 15 bzw. M 23.

Hinweise

Englischkenntnisse werden vorausgesetzt.

Anmeldung bei Oliver Wiertz per E-Mail bitte bis spätestens 8. April: wiertz@sankt-georgen.de

 

24 Einführung in die Aussagen- und Prädikatenlogik

Watzka

Ü M05 P02
1 st. - 2 (für P2) / 1.5 (für M5) LP

Do 08.45 – 10.20 in der zweiten Semesterhälfte (ab dem 08.06.2017)

 

Logik als wissenschaftliche Disziplin begann mit der Entdeckung des Aristoteles, dass sich ein gültiges Argument als Spezialfall eines gültigen Argument-Schemas ansehen lässt. Ihren Aufstieg zur Wissenschaft verdankte die Logik am Beginn des 20. Jahrhunderts der Methode der Formalisierung. Die Grundlagen der Formalisierung werden in der Übung vermittelt. Einfachere Schemata werden auf konkrete Textbeispiele angewandt und auf ihre Relevanz für das tatsächliche Argumentieren in Philosophie und Theologie hin durchsichtig gemacht.

Literatur

- Wilhelm Büttemeyer: Logik zur Einführung, Hamburg: Junius 2014

- Jörg Hardy, Christoph Schamberger: Logik der Philosophie. Einführung in die Logik und Argumentationstheorie, Göttingen: Vandenhoek und Ruprecht 2012

- Winfried Löffler: Einführung in die Logik, Stuttgart: Kohlhammer 2008

- Sven Rosenkranz: Einführung in die Logik, Stuttgart: Metzler 2006

- Niko Strobach: Einführung in die Logik, Darmstadt: Wissenschaftl. Buchgesellschaft 2005

- Thomas Zoglauer: Einführung in die formale Logik für Philosophen, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 1997

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und die Lösung von Testaufgaben kann ein Leistungsnachweis in Logik I (P2) erworben werden. Magisterstudium Theologie: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und die Lösung von Testaufgaben kann ein Leistungsnachweis in Logik (M5) erworben werden.

 

25 Einführung in Pädagogik und Psychologie

Wagener

Anmeldung bitte per E-Mail an wagener@sankt-georgen.de

L/Ü G P11
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.00

 

In pädagogisch und psychologisch relevanten Fragen gibt es in der Regel nicht eine einzige anerkannte Position, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher, oft sogar auch entgegengesetzter Ansichten, die alle mit mehr oder weniger guten Gründen vorgetragen werden. Es genügt also nicht, sich einfach einer Ansicht anzuschließen. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Vorstellungen zu prüfen und durch Abwägen der Argumente zu einem eigenen Urteil zu gelangen.

Dazu werden wir uns nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Pädagogik auch mit den (geisteswissenschaftlichen, kritisch-rationalen und konstruktivistischen) Richtungen der Erziehungswissenschaft beschäftigen. Wir werden die Methoden der Erziehungswissenschaft (klassische Hermeneutik, empirische Methode, methodischer Ansatz der Kritischen Erziehungswissenschaft) kennenlernen. Schließlich stellt sich die Frage, ob und warum der Mensch auf (religiöse) Erziehung angewiesen ist?

Im Anschluss daran wenden wir uns der Allgemeinen Psychologie zu, wie sie Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen und Denken, Emotionen und Motivationen sowie Sprechen verstehen. Unabdingbar ist die Beschäftigung mit der Entwicklungspsychologie (anhand von Piaget und Erikson), der Persönlichkeits-, Sozial- und Tiefenpsychologie. Abschließend thematisieren wir die Religionspsychologie.

 

Literatur

- H. Gudjons, Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn 2008.

- S. Heine, Grundlagen der Religionspsychologie, Göttingen 2005.

- K. Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis, Freiburg Schweiz 2002.

- H.-Chr. Koller, Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft. Eine Einführung, 2009.

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme und unbenotete Präsentation für Philosophiestudierende bzw. aktive Teilnahme und benotete Präsentation für Theologiestudierende.

 

26 Idealwelten der ÖkonomInnen

Emunds

L/Ü G P11
2 st. - 3 LP

Fr 14.00 – 17.30 Termine: 21.04.2017 (Vorbesprechung) 12.05.2017, 19.05.2017, 26.05.2017, 16.06.2017, 30.06.2017

 

Wie sehen ÖkonomInnen die Welt? In Beantwortung dieser Frage hat Benjamin Ward vor knapp 40 Jahren eine Einführung in drei Weltsichten der Ökonomie geschrieben: in die Weltsicht sozial-liberaler Technokraten ("liberals"), in die Weltsicht marxistischer Kapitalismuskritiker ("radicals") und in die Weltsicht marktradikaler Libertärer ("conservatives"). Gegenstand des Lektürekurses sind Auszüge der Darstellung Wards sowie einige Texte zu aktuelle(re)n Ansätze und Theorieentwicklungen in der Ökonomie.

Auf Anregung einiger, die den Einführungskurs ins ökonomische Denken vor zwei oder vier Jahren besucht haben, werden bei der Einführung in diesem Semester erstmals ökonomischen Modelle (mit mathematischen Gleichungen oder graphischen Darstellungen) nicht gegenstand der Lehre sein.

Literatur

- Busch, Ulrich u.a. (Hg.): Theorieentwicklung im Kontext der Krise, Berlin 2013.

- Maeße, Jens u.a. (Hg.): Die Innenwelt der Ökonomie. Wissen, Macht und Performativität in der Wirtschaftswissenschaft, Wiesbaden 2017.

- Plickert, Philip: Die VWL auf Sinnsuche. Ein Buch für zweifelnde Studenten und kritische Professoren, Frankfurt/Main 2016.

- Thielscher, Christian: Wirtschaftswissenschaften Verstehen. Eine Einführung in Okonomisches Denken, Wiesbaden 2014.

- Ward, Benjamin: Idealwelten der Ökonomen. Liberale, Radikale, Konservative, Frankfurt/Main 1981.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium: P11 (Ökonomie): Durch das Vorbereiten aller Lektüretexte und die Übernahme der Rolle einer "resource person" kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teinahme an der Lehrveranstaltung erworben werden.

 

27 Einführung in die Methoden der Geschichtswissenschaften

Berndt

Ü G P11
2 st. - 3 LP

Vorbesprechung: Mo 24.04.2017, 09.00 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Anhand von ausgewählter Literatur soll eine Einführung in die Wissenschaft von der Geschichte geboten werden.

Die Einzelheiten werden in der Vorbesprechung mitgeteilt und verabredet.

Literatur

Alle Materialien werden in der Vorbesprechung mitgeteilt.

Leistungsnachweis

Regelmäßige aktive Teilnahme an den Sitzungen und die Anfertigung eines unbenoteten Essay im Umfang von bis zu 6 Seiten.

Hinweise

Die Vorbesprechung findet, entgegen dem gedruckten Vorlesungsverzeichnis, am Dienstag, dem 25. 4. um 10:30 Uhr statt. Der Raum wird noch mitgeteilt.

 

29 Repetitorium Philosophie: Vorlesungsbezogene Vertiefung von Themen der Systematischen Philosophie (Themen nach Absprache)

Fauth

R G
2 st.

Erste Sitzung: Di 02.05.2017, 13.30 Weitere Termine nach Vereinbarung (Di zwischen 13.00 und 16.00)

 

Das philosophische Repetitorium soll Studierenden Gelegenheit bieten, offene Fragen zur systematischen Philosophie zu besprechen.

Themenauswahl und Arbeitsweise sollen sich aus den Fragen der Studierenden ergeben. Die Festlegung erfolgt in der ersten Sitzung am 02.05.2017.

Leistungsnachweis

 

30 Oberseminar für Studierende im postgradualen Studium

Herzberg

OS A

nach Vereinbarung

 

Gegenstand des Oberseminars ist die intensive gemeinsame Lektüre von W. D. Ross, The Right and the Good, Oxford 1930.

 

Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung (herzberg@sankt.-georgen.de).

Literatur

W. D. Ross, The Right and the Good. Edited by Philip Stratton-Lake, Oxford 2002.

Leistungsnachweis

Einleitung in die Heilige Schrift

 

40 Biblische Einleitungswissenschaften II

Hölscher

V G M01
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung gibt zunächst einen Einblick in die neutestamentliche Zeitgeschichte und religiöse Umwelt des Neuen Testaments. Dabei werden die Entwicklungen von der Zeit Alexanders des Großen bis zum Bar-Kochba-Aufstand in den Blick genommen. Vor diesem Hintergrund werden in einem zweiten Schritt die vier neutestamentlichen Evangelien vorgestellt. Dabei stehen Aufbau, Gliederung und erzählerische Konzeption der Evangelien ebenso im Zentrum wie ihre Entstehungsbedingungen, die zu Grunde liegenden Quellen und wichtige theologische Grundlinien.

Literatur

- I. Broer/H.-U. Weidemann, Einleitung in das Neue Testament, Würzburg 32010.

- M. Ebner/S. Schreiber (Hrsg.), Einleitung in das Neue Testament (KStTh 6), Stuttgart 22013.

- B. Kollmann, Einführung in die neutestamentliche Zeitgeschichte (Einführung Theologie), Darmstadt 32014.

- K.-W. Niebuhr (Hrsg.), Grundinformation Neues Testament. Eine bibelkundlich-theologische Einführung (UTB 2108), Göttingen 42011.

- U. Schnelle, Einleitung in das Neue Testament (UTB 1830), Göttingen 82013.

- J. Schröter/J. K. Zangenberg (Hrsg.), Texte zur Umwelt des Neuen Testaments (UTB 3663), Tübingen 32013.

Leistungsnachweis

Hinweise

M 1: Mündliche Prüfung

Exegese des Alten Testaments

 

41 Das Volk Gottes aus Israel und den Völkern

Böhler

V G M10
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Nach theoretischen Vorbemerkungen über den Bibelkanon als ganzen gehen wir die Heilige Schrift der Reihe nach durch, von der Genesis über Jesaja und Tobit zum Evangelium und den Paulusbriefen, um zu sehen, wie Gott sich ein besonderes Volk, Israel, auserwählt um sich schließlich durch Israel ein Gottesvolk aus allen Nationen, die Catholica, zu schaffen.

Literatur

D. Böhler, Der Kanon als hermeneutische Vorgabe biblischer Theologie, TheoPhil 77 (2002) 161-178; G. Lohfink, Braucht Gott die Kirche?, Freiburg 1998

Leistungsnachweis

M10: Leistungsnachweis durch Kommissionsprüfung.

 

42 Micha

Böhler

V G M16
2 st. - 4 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Das „Buch“ Micha stellt das Handeln Gottes an Israel als Offenbarung Gottes vor der ganzen Welt dar. Indem Gott Zion in Leiden und Untergang gibt, dann aber wunderbar wieder zum Leben erweckt und erhöht, zeigt er allen Völkern der Welt, wo der wahre Gott wohnt. Durch dieses Handeln an Israel, wird er einst, wenn Zion erhöht sein wird, alle an sich ziehen und durch das auserwählte Volk sich ein Volk aus allen Völkern erwerben.

Die Vorlesung will in einer Auslegung des Michabüchleins in seiner kanonisch gewordenen Endgestalt dessen Theologie von „Israel und den Völkern“, von „Offenbarung durch Passion und Erhöhung“ herausarbeiten.

Literatur

E. Zenger, Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart 3. Aufl., 1998, 503-508; R. Kessler, Micha, HThKAT, Freiburg i. Br. 1999; J.L. Mays, Micah. A Commentary (OTL), Philadelphia 1976; H.W. Wolff, Dodekapropheton 4. Micha (BK AT XIV 4), Neukirchen-Vluyn 1982.

Leistungsnachweis

M 16: Kommissionsprüfung

 

43 Hebräische Lektüre

Böhler

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

Exegese des Neuen Testaments

 

44 1 Korinther 11-15

Wucherpfennig

V G M16
2 st. - 4 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Die ganze Theologiegeschichte besteht aus Fußnoten zu Paulus. So lässt sich ein ursprünglich auf Plato und die Philosophie gemünztes Wort für Paulus und die Theologie umschreiben. In den letzten fünf Kapiteln des Ersten Korintherbriefes sind die theologischen Themen besonders dicht: Eucharistie (11), Ekklesiologie und Charismen (12), Hohelied der Liebe (13), die Versammlung der Ekklesia (14), Auferstehung (15). Mit einer Proto-Theologie antwortet Paulus auf Fragen der Ekklesia in Korinth. Die Vorlesung gibt einen Überblick über den Brief und erörtert exemplarisch Fragen an ausgewählten Textbeispielen.

Literatur

Hans-Josef Klauck, Erster Korintherbrief, Neue Echter-Bibel, Würzburg 1992

 

Dieter Zeller, Der erste Brief an die Korinther, KEK Band 5, Göttingen 2010

 

Michael Wolter, Paulus. Ein Grundriss seiner Theologie, Neukirchen-Vluyn 2011

 

Christian Lehnert, Korinthische Brocken: Ein Essay über Paulus, Berlin 2013

Leistungsnachweis

Magister Theologie Modul 16: Exegese zum Corpus Paulinum (oder Apg) (Teil der Kommissionsprüfung) Diplom Theologie: SbL über Paulus / Briefe

 

45 Griechische Lektüre des Matthäusevangeliums

Wucherpfennig / Hühne

L G M16
1 st.

Mo 10.35 - 11.35

 

Die Sprache des Matthäusevangeliums ist ein schlichtes aber sehr einschlägiges Griechisch ähnlich dem, wie man es in der Septuaginta findet. Oft klingt der aramäisch/hebräische Hintergrund seiner Sprache noch durch.

Sein Evangelium ist um das Jahr 80 entstanden. Seine Vorlagen sind das Markusevangelium und eine Quelle von verschiedenen Jesuslogien. Matthäus reagiert auf das Ende des Zweiten Tempels in Jerusalem. Etwa gleichzeitig mit dem beginnenden rabbinischen Judentum formuliert Matthäus seine Schrift als eine Art Lehrbuch über das Leben und die Lehre Jesu. Weil die Schrift im Messias Jesus in Erfüllung gegangen ist, versucht Matthäus mit seinem Evangelium Juden und Heiden für diesen Messias zu gewinnen.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Nachweis bei regelmäßiger und aktiver Teilnahme.

 

46 Oberseminar im NT

Wucherpfennig

OS G

nach Vereinbarung

 

13.05.2017 Gemeinsamer Oberseminartag von Frankfurt (Goethe-Uni und Sankt Georgen), Gießen und Mainz, in Frankfurt Sankt Georgen.

Einladung und genauere Angaben folgen.

Das Oberseminar kombiniert die Arbeit an griechischen Texten im Umfeld des Neuen Testaments (in Zusammenarbeit mit Hühne) und das Vorstellen von Problemen und Themen der jeweiligen Abschlussarbeiten.

 

Leistungsnachweis

Kirchengeschichte

 

22 Jeanne d'Arc au bûcher

Steiner / Watzka

In Kooperation mit der Oper Frankfurt

HS G M15 P06 M23
2 st. - 4 (für M15 und M23) / 6 (für P6) LP

Mo 14.30 – 16.00

 

In dieser Saison führt die Frankfurter Oper Arthur Honeggers 1935 vollendetes Oratorium Jeanne d'Arc au bûcher (Johanna auf dem Scheiterhaufen) nach einem Libretto Paul Claudels auf. Neben Friedrich von Schiller, Giuseppe Verdi, George Bernard Shaw, der dafür 1925 den Nobelpreis für Literatur erhielt, oder Berthold Brecht handelt es sich hierbei um eine der interessantesten Adaptionen des Jeanne d’Arc-Stoffes Aus Anlass dieser Neuinszenierung werden wir uns in Kooperation mit der Oper nicht nur mit der Geschichte der Jungfrau von Orleans und ihrer Rezeptionsgeschichte beschäftigen, sondern auch mit sich daraus ergebenden philosophischen Fragen und der konkreten Umsetzung auf der Frankfurter Opernbühne.

Literatur

Krumeich, Gerd: Jeanne d’Arc. Die Geschichte der Jungfrau von Orleans, München 2012²; Prietzel, Malte: Jeanne d’Arc. Das Leben einer Legende, Freiburg/Br. 2011; Duby, Andrée u. Georges (Hg.): Die Prozesse der Jeanne d’Arc, Berlin 1985 u. Claudel, Paul: Johanna auf dem Scheiterhaufen; in: Ders.: Gesammelte Werke 3, Heidelberg 1958, 705-731

Leistungsnachweis

Mitarbeit, Referat u. 15 Seitige Seminararbeit

Hinweise

Um Anmeldung wird gebeten: Steiner@sankt-georgen.de

 

50 Ekklesiologien des Mittelalters (vom 10. bis zum 15. Jahrhundert)

Berndt

V G M10
2 st. - 3 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Diese Vorlesung findet statt im Kontext des Moduls 10 Ekklesiologie. Thema der Vorlesung ist ein Überblick über die institutionelle, religiöse und intellektuelle Selbstwerdung der Kirche im Mittelalter. Die Abgrenzung zwischen Herrschaft und Kirche ist ständige Herausforderung in dem Zeitraum vom 10. bis zum 15. Jahrhundert. Diese Vorlesung gliedert sich in drei Abschnitte: "Die Kirche in der Welt", "Innerkirchliche Verhältnisbestimmungen" und

"Theologische Konzeptionen von der Kirche". Weithin exemplarisch arbeitend, sollen verschiedene Konzeptionen von Kirche in dieser Zeit vorgestellt werden.

Literatur

Wilhelm Kölmel: Regimen christianum. Weg und Ergebnisse des Gewaltenverhältnisses und des Gewaltenverständnisses (8. bis 14. Jahrhundert), Berlin 1970.

 

Leistungsnachweis

mdl. Prüfung, M 10

 

51 Selbstkritik und Reform der Kirche (vom 1. bis zum 21. Jahrhundert)

J. Arnold

V G M17
2 st. - 4.5 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Dass „die Kirche stets reformbedürftig“ (ecclesia semper reformanda) ist, war nicht erst die Überzeugung der Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils (s. LG 8,3). Kann von Kirchenreformen im engeren Sinn seit dem Hochmittelalter gesprochen werden, so ist ‚Selbstkritik‘ innerhalb der Kirche bereits in den Paulusbriefen feststellbar, und erste ‚Reformversuche‘ lassen sich schon aus den Briefen der Apostolischen Väter ableiten. Die Vorlesung hat das Ziel, in einem Durchgang durch die Kirchengeschichte aufzuzeigen, welchen Wandlungen das Verständnis des Begriffs ‚Re-form‘ innerhalb der Kirche(n) unterlag und welche Gegebenheiten jeweils aufgrund welcher Entwicklungen als reformbedürftig angesehen wurden. Als Beispiele behandelt werden sollen etwa: Selbstkritik im Neuen Testament und ihre Verwendung in der antiken antichristlichen Polemik (Celsus, Porphyrius, Julian Apostata) – Innerkirchliche Kritik an Gemeinden und Amtsträgern in (außerkanonischer) christlicher Literatur des 1. bis 5. Jahrhunderts (1. Klemensbrief; Didache; Hieronymus, Sulpicius Severus ...) – Versuche innerkirchlicher Reformen im 4. und 5. Jahrhundert (z.B. ‚Entweltlichung‘ durch Enthaltsamkeit der Amtsträger; ‚Mönchsbischöfe‘; freiwillige Armut; verstärkte Armenfürsorge; Priszillianer; Donatisten) – ‚Karolingische Reform‘ – Klosterreformen des 10. und 11. Jahrhunderts (Cluny; Gorze) – Die zisterziensische Erneuerung – Gregorianische Reform (Reformpapsttum; Investiturstreit) – Die Armutsbewegung (Waldenser; Katharer/Albigenser; Bettelorden) – Die ‚Reformkonzilien‘ des 15. Jahrhunderts (Pisa 1409, Konstanz 1414–1418, Pavia-Siena 1423/24, Basel 1431–1437 bzw. 1449) – Devotio moderna – Reformversuche des 16. Jahrhunderts vor Trient (Luther; Hadrian VI; J. Gropper) – Zu weiteren Entwicklungen der Reformation (Luther; Zwingli; Calvin ...) – Das Konzil von Trient und seine Folgen – Josephinismus – Kirchliche Erneuerung nach der Säkularisation – Reformkatholizismus ab 1900 – Reformansätze vor Vaticanum II (Renouveau catholique; Liturgische Bewegung; Nouvelle théologie) – Vaticanum II als Reformkonzil – Nachkonziliare Reformbemühungen kirchlicher Gruppen und der Päpste (Paul VI; Johannes Paul II; Benedikt XVI; Franziskus).

Literatur

Für einen ersten Überblick:

 

- R. BÄUMER (Hg.), Reformatio Ecclesiae. Beiträge zu kirchlichen Reformbemühungen von der Alten Kirche bis zur Neuzeit (FS E. Iserloh), Paderborn u.a. 1980.

- A. MERKT/G. WASSILOWSKY/G. WURST (Hgg.), Reformen in der Kirche. Historische Perspektiven (QD 260), Freiburg u.a. 2014.

 

Weitere Literatur wird im Laufe der Vorlesung angegeben.

 

Leistungsnachweis

Mündliche Prüfung (M17). Voraussetzung für die Prüfungsanmeldung ist die Teilnahme an mindestens einer der beiden Exkursionen im Rahmen der Übung zur Vorlesung und Verfassen eines (nicht benoteten) Essays.

Hinweise

Vgl. den eigenen Kommentar zur Übung.

 

Anmeldung zur Übung bitte bei Herrn Christoph Körner: koerner@sankt-georgen.de

 

52 Übung zur Vorlesung "Selbstkritik und Reform der Kirche (vom 1. bis zum 21. Jahrhundert)"

J. Arnold / Körner

Anmeldung bitte bis 15.03.2017 per E-Mail an koerner@sankt-georgen.de

Ü G M17
1 st. - 1.5 LP

Exkursionen mit Übernachtung Fr 05.05.2017, 16.00 bis Sa 06.05.2017, ganztägig Fr 07.07.2017, 15.00 bis Sa 08.07.2017, ganztägig

 

Die Übung zur Vorlesung soll in Form von zwei Exkursionen stattfinden, die jeweils Freitag/Samstag exemplarisch an einen Ort kirchlicher, theologischer und geistlicher Erneuerung in unserer Region führen: zum einen auf den Spuren reformatorischen Bildungswirkens nach Herborn zur Hohen Schule und an das Theologische Seminar der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (5./6. Mai), zum anderen auf den Spuren der monastischen Reformbewegung der Zisterzienser in die Abtei Marienstatt im Westerwald (7./8. Juli).

Literatur

Wird separat bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Für den erfolgreichen Abschluss der Übung sind die aktive Teilnahme an wenigstens einer der beiden Exkursionen sowie das Verfassen eines (unbenoteten) Essays erforderlich.

Hinweise

Vorbesprechung: Freitag, 21. April 2017, 10.05 Uhr (am Ende der Vorlesung „Selbstkritik und Reform der Kirche“).

Anmeldung bitte bei Christoph Körner: koerner@sankt-georgen.de

Fundamentaltheologie

 

60 Christliche Mission im Wandel

Sievernich

V G M10
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Mission als Kommunikation des Evangeliums ist eine wesentliche Aufgabe der Kirche, die sie von Anfang an in zahlreichen Epochen und Kulturen wahrnimmt. Diese Aufgabe gilt auch und besonders unter den heutigen Bedingungen einer globalisierten Moderne. Nach der postkolonialen Skepsis ist das Grundwort der “Mission” wieder in den theologischen und interdisziplinären Diskurs zurückgekehrt.

Die Vorlesung (Modul 10) befasst sich exemplarisch mit den Epochen und Räumen missionarischen Handelns, diskutiert die Begründungen, Konzeptionen und Praktiken von den biblischen Anfängen über Mittelalter und Neuzeit bis zum konziliaren Neustart im 20. Jahrhundert und. Dabei finden nachhaltig wirkende Protagonisten, systematische Fragestellungen wie Mission als kulturelle Übersetzung, Inkulturation des Glaubens und Überlegungen zur “Neu-Evangelisierung” in der Gegenwart ein besonderes Augenmerk. Auch die problematische Verknüpfung von Mission und Kolonialismus kommt zur Sprache. Insbesondere wird auch der Entwicklung vom Zweiten Vatikanischen Konzil (Ad gentes) zu den päpstlichen Dokumenten (Evangelii nuntiandi, Redemptoris missio, Evangelii gaudium) nachgegangen.

Literatur

- Allen Völkern sein Heil. Die Mission der Weltkirche (Die deutschen Bischöfe Nr. 76), Bonn 2004.

- Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben Evangelium gaudium (VApS 194), Bonn 2013.

- Michael Sievernich, Die christliche Mission in Geschichte und Gegenwart, Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 2009.

Leistungsnachweis

 

61 Offenbarungs- und Religionskritik II

Löffler

V G M19
1 st. - 3 LP

Di 10.35 – 11.20

 

Die Vorlesung bietet eine Vertiefung im Bereich der Offenbarungs- und Religionskritik anhand von drei ausgewählten Schwerpunkten: a) Atheistische Religionskritik (Feuerbach, Marx, Freud, Nietzsche), b) Theologische Religionskritik (Barth, Bonhoeffer, Tillich) und c) Interreligiöse Religionskritik (am Beispiel der Herausforderung des Christentums durch den Buddhismus).

Literatur

Die einschlägige Literatur wird in der Vorlesung bekanntgegeben. Einen guten Überblick über die drei Schwerpunkte bieten:

a) Hans Küng, Existiert Gott? München 1978, 221-469;

b) Hans-Joachim Kraus, Theologische Religionskritik. Neukirchen-Vluyn 1982;

c) Michael von Brück & Whalen Lai, Buddhismus und Christentum. Geschichte, Konfrontation, Dialog. München 1997.

Leistungsnachweis

Bestandteil der Magister-Schlussprüfung

 

62 Kolloquium zur Vorlesung "Offenbarungs- und Religionskritik II"

Löffler

Koll G M19
1 st.

Di 11.25 – 12.10

 

Das Kolloquium bietet die Möglichkeit, die Inhalte der Vorlesung zu diskutieren.

Leistungsnachweis

Dogmatik

 

63 Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte

Ansorge / Schneider

V G M03
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.20

 

Theologie als vernunftgeleitete Reflexion über Gott und sein Heilswirken vollzieht sich nicht voraussetzungslos, sondern immer in Auseinandersetzung mit Begriffsformen und Problemkonstellationen einer jeweiligen Zeit. Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die großen Epochen der Theologiegeschichte, indem sie deren grundlegende und richtungsweisende Fragestellungen und Antwortversuche im Rahmen ihrer jeweiligen Zeit vorstellt und diskutiert.

Literatur

Grundlegend:

Gregor Maria Hoff / Ulrich H.J. Körtner (Hg.), Arbeitsbuch Theologiegeschichte. Diskurse. Akteure. Wissensformen, Bd. 1: 2.-15. Jahrhundert, Stuttgart u.a. 2012; Bd. 2: 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Stuttgart u.a. 2013.

Alister E. McGrath, Der Weg der christlichen Theologie. Eine Einführung, München 1997.

Wolfgang Pauly (Hg.), Geschichte der christlichen Theologie, Darmstadt 2008.

Wolfgang Beinert, Das Christentum, Freiburg 2000.

Michael Schneider, Geschichte der Theologie von der Neuzeit bis zur Gegenwart. Skizzen zu grundlegenden Fragen und Ansätzen in der katholischen Dogmatik, Köln 2011.

Christian Danz (Hg.), Kanon der Theologie. 45 Schlüsseltexte im Portrait, Darmstadt 2009.

 

Vertiefend:

Wolf-Dieter Hauschild, Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte, 2 Bde., Gütersloh 1995-1999, 2. Aufl. hg. von Volker Henning Drecoll, Gütersloh 2016.

Carl Andresen (Hrsg.), Handbuch der Dogmen- und Theologiegeschichte, 3 Bde., Göttingen 1982-1988.

Neuaufl. des 1. Bandes: Die christlichen Lehrentwicklungen bis zum Ende des Spätmittelalters, Göttingen 2011.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: mündliche Prüfung M3 (Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte)

 

64 Ekklesiologie I

Ansorge

V G M10
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Für ein katholisches Glaubensverständnis ist die Lehre von der Kirche in mehrfacher Hinsicht grundlegend. Erwächst doch der Glaube nicht allein aus der Begegnung mit der Heiligen Schrift, sondern wesentlich auch aus dem Zeugnis derer, die uns im Glauben vorangegangen sind. In der Kraft des Heiligen Geistes geeint, versteht sich die Kirche als hervorgegangen aus der Initiative des dreifaltigen Gottes. Die Menschwerdung des göttlichen Sohnes verdeutlicht, dass Gott das Heil der Menschen in konkreter geschichtlicher Vermittlung wirkt. Hieraus resultiert der sakramentale Charakter der Kirche, die durch Zeugnis, Gottesdienst und Nächstenliebe den Heilswillen Gottes in der Geschichte real werden lässt. Die Vorlesung erläutert die biblischen Grundlagen des katholischen Kirchenverständnisses, zeichnet dessen Entwicklung in der Geschichte nach und diskutiert aktuelle Perspektiven der Ekklesiologie, wie sie sich nicht zuletzt im Rückblick auf das Reformationsgedenken 2017 ergeben.

Literatur

Karlheinz Menke, Sakramentalität. Wesen und Wunde des Katholizismus, Regensburg 2012.

Walter Kasper, Katholische Kirche. Wesen – Wirklichkeit – Sendung, Freiburg – Basel – Wien 2011.

Jürgen Werbick, Kirche. Ein ekklesiologischer Entwurf für Studium und Praxis, Freiburg – Basel – Wien 1994.

Georg Kraus, Die Kirche - Gemeinschaft des Heils. Ekklesiologie im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, Regensburg 2012.

Gregor Maria Hoff, Ekklesiologie. Gegenwärtig - Glauben - Denken, Paderborn 2011.

Walter Simonis, Die Kirche Christi. Ekklesiologie, Düsseldorf 2005.

Miroslav Volf, Trinität und Gemeinschaft. Eine ökumenische Ekklesiologie, Mainz/Neukirchen-Vluyn 1996.

Jürgen Moltmann, Kirche in der Kraft des Geistes. Ein Beitrag zur messianischen Ekklesiologie, München 1975.

Ralf Miggelbrink, Einführung in die Lehre von der Kirche, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003.

Medard Kehl, Die Kirche. Eine katholische Ekklesiologie, 4. Auflage, Würzburg 1993.

Michael Böhnke, Kirche in der Glaubenskrise. Eine pneumatologische Skizze zur Ekklesiologie und zugleich eine theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Freiburg u.a. 2013.

Alex Stock, Poetische Dogmatik. Ekklesiologie, 2 Bde., Paderborn 2014-1016.

Joseph Schumacher, Die Kirche Christi, ihre Genese und ihr Anspruch, Aachen 2015.

Sven Grosse, Ich glaube an die Eine Kirche. Eine ökumenische Ekklesiologie, Paderborn 2015.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: M10 (Ekklesiologie I), Leistungsnachweis durch Modulklausur zusammen mit Weltkirche/Mission und Eucharistie Diplomstudium: Teil des FA systematische Theologie (Diplomschlussprüfung)

 

65 Eucharistie

Vechtel

V G M10
1 st. - 1.5 LP

Mi 08.45 – 09.30

 

Die Feier der Eucharistie ist für das II. Vatikanische Konzil „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (LG 11). Entspricht diese Aussage der kirchlichen Realität? Die katholische Kirche versteht sich selbst „gleichsam als Sakrament“ (LG1) für die Vereinigung von Gott und Mensch und der Menschen untereinander bzw. als „Volk Gottes“. Wie kann der Feier der Eucharistie eine konstitutive Bedeutung für das Wesen der Kirche und für die Sammlung des Volkes Gottes zugeschrieben werden? Der klassische Substanzbegriff hat im Laufe der Geschichte einen erheblichen Bedeutungswandel durchgemacht. Wie lässt sich angesichts dieser Tatsache die Realpräsenz Christi in den eucharistischen Gaben und die Lehre von der Transsubstantiation verstehen? Welche neueren Deutungsmodelle gibt es? Ist die Eucharistie ein Opfer? Ist das Opfer ein Mahl? Diesen Fragen soll in Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen ökumenischen Gespräch nachgegangen werden.

Literatur

Alexander Gerken, Theologie der Eucharistie, München 1973.

Cesare Giraudo, In unum Corporis. Trattato mistagogico sull’ eucaristia, Milano 2011.

Veronika Hoffmann, Christus – die Gabe. Zugänge zur Eucharistie, Freiburg 2016.

Helmut Hoping, Mein Leib für Euch gegeben: Geschichte und Theologie der Eucharistie, Freiburg 2011.

Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd.3, Göttingen 1993, 314–369.

Jan-Heiner Tück, Gabe der Gegenwart, Theologie und Dichtung der Eucharistie bei Thomas von Aquin, Freiburg 2009.

Ein ausführliches Literaturverzeichnis folgt in der Vorlesung

 

Leistungsnachweis

Klausur zusammen mit Ekklesiologie I und Weltkirche/Mission in M 10

 

67 Oberseminar für Studierende im postgradualen Studium

Ansorge / Vechtel

OS A

nach Vereinbarung

 

Im Oberseminar werden Projekte von Lizenzianden, Doktoranden und Habilitanden vorgestellt und diskutiert.

Literatur

(wird jeweils vor einer Sitzung bekannt gegeben)

Leistungsnachweis

(entfällt)

Hinweise

Es erfolgt eine persönliche Einladung, der auch die Termine der Sitzungen zu entnehmen sind.

Das Seminar wird gemeinsam mit Pater Prof. Dr. Klaus Vechtel durchgeführt.

Moraltheologie

 

68 Einführung in die Theologische Ethik

Emunds

ProS M03
2 st. - 4.5 LP

Mi 14.30 – 16.00

 

Das Proseminar dient der Einführung in beide theologisch-ethischen Fächer, in die Moraltheologie und die Christlichen Gesellschaftsethik. Am Beispiel der Umweltethik werden die individual- und die sozialethische Perspektive verdeutlicht und deren wechselseitige Bezogenheit herausgearbeitet. Behandelt werden zudem wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik) sowie Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Jede Seminarsitzung wird von allen TeilnehmerInnen durch die Lektüre eines Basistextes vorbereitet. Darüber hinaus übernimmt jede(r) TeilnehmerIn bei einer der Seminarsitzungen ein Referat, dessen Thema sich auch als Gegenstand der verpflichtenden Seminararbeit eignet.

Literatur

- Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik. Einführung und Prinzipien, Paderborn 1997.

- Ekardt, Felix: Jahrhundertaufgabe Energiewende. Ein Handbuch, Berlin 2014.

- Ekardt, Felix: Theorie der Nachhaltigkeit. Ethische, rechtliche, politische und transformative Zugänge - am Beispiel von Klimawandel, Ressourcenknappheit und Welthandel, Baden-Baden 2016.

- Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

- Ott, Konrad u.a. (Hg.): Handbuch Umweltethik, Stuttgart 2016.

- Roser, Dominic/Seidel, Christian: Ethik des Klimawandels. Eine Einführung, 2. Aufl., Darmstadt 2015.

- Vogt, Markus, Prinzip Nachhaltigkeit. Ein Entwurf aus theologisch-ethischer Perspektive, München 2009.

Leistungsnachweis

Vorbereitung und Teilnahme an den Seminarsitzungen, Übernahme eines Referats und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

 

69 Übung zum Proseminar "Einführung in die Theologische Ehtik"

Emunds

Ü G M03
1 st.

Mo 16.15 – 17.00

 

Die Übung ist mit dem Proseminar verbunden und dient der Vorbereitung jeweils der kommenden sowie der Nachbereitung der vorangegangenen Proseminarsitzung - letzteres vor allem durch die Lektüre einschlägiger Texte. Hinzu kommen - je nach Bedarfsanzeige der Teilnehmenden - propädeutische Hinweise.

Literatur

Vgl. die Literaturangaben zum Proseminar

Leistungsnachweis

Diese „Übung zum Proseminar“ ist eine freiwillige Ergänzung zum Proseminar – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

70 Katholische Sexualmoral in der modernen Gesellschaft: Beziehung – Sexualität – Gender

Koller

Anmeldung bitte bis 17.04.2017 per E-Mail an koller@sankt-georgen.de

HS M15 P12 M23
2 st. - 4 LP

Mo 16.15 – 17.45

 

In unserer Gesellschaft messen viele Menschen der Sexualität eine große Bedeutung für ein gutes Leben bei. Dass die Kirche davon viel versteht, wird aber vielfach bezweifelt. Viele Menschen – auch Katholikinnen und Katholiken – sehen die Normen der katholischen Lehre zur Sexualmoral als falsch, lebensfeindlich oder zumindest als bedeutungslos für die Lebensführung an. Dabei ist aber unübersehbar, dass die Kirche beansprucht, im Bereich der Sexualmoral Entscheidendes zu lehren und mit den sexualethischen Normierungen Eckpfeiler eines gelungenen Umgangs mit der Sexualität zu verkünden.

Um den Menschen in Fragen der Sexualität Orientierung geben zu können, ist die kirchliche Morallehre herausgefordert, den veränderten Rahmen einer modernen Gesellschaft, die neuen Rollenbilder und die aktuellen humanwissenschaftlichen Erkenntnisse zu beachten. In der Moraltheologie gibt es daher das Anliegen, die Sexualmoral und ihre Argumentation neu zu bedenken. Das wird auch im Seminar versucht: Woher kommt die starke Gleichsetzung von „christlicher Moral“ mit den Sexualnormen? Was sind die Gründe für die fehlende Plausibilität und Glaubwürdigkeit der Sexualmoral in der modernen Gesellschaft? Gibt es Zukunftsperspektiven und Chancen, dass die Sexualmoral in Öffentlichkeit und Kirche als gelungene Orientierung wahrgenommen wird? In der Lehrveranstaltung erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Sexualethik als Teil der Beziehungsethik sowie mit exemplarischen Herausforderungen der Sexualität in der modernen Gesellschaft.

Literatur

- Arnold Angenendt, Ehe, Liebe und Sexualität im Christentum. Von den Anfängen bis heute, Münster 2015.

- Konrad Hilpert, Ehe, Partnerschaft, Sexualität. Vor der Sexualmoral zur Beziehungsethik, Darmstadt 2015.

- Konrad Hilpert (Hg.), Zukunftshorizonte katholischer Sexualethik, Freiburg i. Br. 2011 (QD 241).

- Konrad Hilpert / Bernhard Laux (Hg.), Leitbild am Ende? Der Streit um Ehe und Familie, Freiburg i.Br. 2014.

- Rüdiger Lautmann, Soziologie der Sexualität. Erotischer Körper, intimes Handeln und Sexualkultur, Weinheim/München 2002.

- Martin Lintner, Den Eros entgiften. Plädoyer für eine tragfähige Sexualmoral und Beziehungsethik, Brixen 2011.

Leistungsnachweis

Die Anforderungen für den Erwerb eines Leistungsnachweises über ein Hauptseminar aus Moraltheologie (Systematische Theologie) sind: aktive Teilnahme, Referat, Seminararbeit.

Christliche Gesellschaftsethik

 

18 Wohlstand für alle? Wirtschaftsethische Reflexionen in der Tradition kirchlicher Sozialverkündigung

Emunds

V G M13 P09 P10
2 st. - 4.5 (für M13) / 3 (für P9 und P10)) LP

Mo 10.35 – 12.10

 

In der heutigen Gesellschaft müssen Menschen höchst divergierenden Anforderungen gerecht werden. So müssen sie im wirtschaftlichen Handlungsbereich Handlungsweisen wählen, die wirtschaftlich effizient bzw. einkommensmaxmierend zu sein scheinen. Welchen Platz haben da noch ethische Erwägungen? Wie können Menschen im Bereich der Wirtschaft so handeln, dass sie dem, worum es ihnen in ihrem Leben geht, entsprechen - oder zumindest ihm nicht widersprechen.

Die Vorlesung gibt eine Einführung in die seit gut dreißig Jahren auch außerhalb der Theologie lebhaft geführte wirtschaftsethische Debatte - und folgt dabei Perspektiven, die auf die 125-jährige Tradition katholischer Sozialverkündigung zurückgehen.

Literatur

- Aaken, Dominik van/Schreeck, Philipp (Hg.): Theorien der Wirtschafts- und Unternehmensethik, 2015.

- Holzmann, Robert: Wirtschaftsethik, 2015.

- Hirsch, Michael: Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft, 2015.

- Emunds, Bernhard: Politische Wirtschaftsethik globaler Finanzmärkte, 2014.

- Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik, 1998.

 

Leistungsnachweis

Magisterstudium: M13 (Ethik gesellschaftlicher Institutionen) Bachelorstudium: P10 (ggf. auch P9)(Ethik gesellschaftlicher Institutionen/ Wirtschaftsethik): Leistungsnachweis durch mündliche Prüfung, wenn gewünscht als Prüfung zu einem Fallbeispiel.

 

19 Kolloquium zur Vorlesung "Wohlstand für alle? Wirtschaftsethische Reflexionen in der Tradition kirchlicher Sozialverkündigung"

Emunds / Degan / Hagedorn

Koll G M13 P09 P10
1 st. - 1.5 (nur für P9 und P10) LP

Mo 13.30 – 14.15

 

Zu den Inhalten der Vorlesung werden im Kolloquium Fragen der TeilnehmerInnen behandelt und erläuternde Texte gelesen.

Literatur

Vgl. Angaben zur Vorlesung

Leistungsnachweis

Die Teilnahme an dem Kolloquium ist für Bachelor-Studierende verpflichtend. Der Leistungsnachweis für das Kolloquium erfolgt dann gemeinsam mit dem für die Vorlesung. Für Studierende im Magisterstudiengang ist das Kolloquium eine freiwillige Ergänzung zur Vorlesung.

 

68 Einführung in die Theologische Ethik

Emunds

ProS M03
3 st. - 4.5 LP

Mi 14.30 – 16.00

 

Das Proseminar dient der Einführung in beide theologisch-ethischen Fächer, in die Moraltheologie und die Christlichen Gesellschaftsethik. Am Beispiel der Umweltethik werden die individual- und die sozialethische Perspektive verdeutlicht und deren wechselseitige Bezogenheit herausgearbeitet. Behandelt werden zudem wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik) sowie Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Jede Seminarsitzung wird von allen TeilnehmerInnen durch die Lektüre eines Basistextes vorbereitet. Darüber hinaus übernimmt jede(r) TeilnehmerIn bei einer der Seminarsitzungen ein Referat, dessen Thema sich auch als Gegenstand der verpflichtenden Seminararbeit eignet.

Literatur

- Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik. Einführung und Prinzipien, Paderborn 1997.

- Ekardt, Felix: Jahrhundertaufgabe Energiewende. Ein Handbuch, Berlin 2014.

- Ekardt, Felix: Theorie der Nachhaltigkeit. Ethische, rechtliche, politische und transformative Zugänge - am Beispiel von Klimawandel, Ressourcenknappheit und Welthandel, Baden-Baden 2016.

- Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

- Ott, Konrad u.a. (Hg.): Handbuch Umweltethik, Stuttgart 2016.

- Roser, Dominic/Seidel, Christian: Ethik des Klimawandels. Eine Einführung, 2. Aufl., Darmstadt 2015.

- Vogt, Markus, Prinzip Nachhaltigkeit. Ein Entwurf aus theologisch-ethischer Perspektive, München 2009.

Leistungsnachweis

Vorbereitung und Teilnahme an den Seminarsitzungen, Übernahme eines Referats und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

 

69 Übung zum Proseminar "Einführung in die Theologische Ehtik"

Emunds

Ü M03
1 st.

Mo 16.15 – 17.00

 

Die Übung ist mit dem Proseminar verbunden und dient der Vorbereitung jeweils der kommenden sowie der Nachbereitung der vorangegangenen Proseminarsitzung - letzteres vor allem durch die Lektüre einschlägiger Texte. Hinzu kommen - je nach Bedarfsanzeige der Teilnehmenden - propädeutische Hinweise.

Literatur

Vgl. die Literaturangaben zum Proseminar.

Leistungsnachweis

Diese „Übung zum Proseminar“ ist eine freiwillige Ergänzung zum Proseminar – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

71 Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

Anmeldung bitte per Mail an nbi@sankt-georgen.de

Koll A G
1 st. - 1.5 LP

nach Vereinbarung

 

Das Kolloquium "Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik" (wieder gemeinsam mit Prof. Dr. Christof Mandry, Goethe-Universität) ist in diesem Semester der Lektüre des französischen Demokratietheoretikers und -historikers Pierre Rosanvallon gewidmet, dessen Schriften aktuell in Deutschland lebhaft rezipiert werden. Bei den Treffen des Kolloquiums werden wir Auszüge seines Buchs „Die Gesellschaft der Gleichen“ (2011, dt. 2013), eines Beitrags zur aktuellen Gerechtigkeitsdebatte, sowie seines Buch „Die gute Regierung“ (2015, dt. 2016), einer Studie zur Krise und Zukunft der Demokratie, analysieren, einordnen und mit Blick auf Schlussfolgerungen für die Christliche Gesellschaftsethik diskutieren.

Wir werden uns an zwei Freitag-Vormittagen jeweils für vier Stunden (9.00 bis 13.00 Uhr)in Sankt Georgen treffen: 2.6. und 21.7.

Literatur

- Pierre Rosanvallon: Die Gesellschaft der Gleichen, Hamburg: Hamburger Edition 2011.

- Pierre Rosanvallon: Die gute Regierung, Hamburg: Hamburger Edition 2015.

- Zeitschrift für Politische Theorie 7 (2016), Heft 1 (Themenschwerpunktheft zu Pierre Rosanvallon), Open Access im Internet.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende, die das Kolloquium gemeinsam mit dem Institutsaustausch (einmal im Monat mittwochs vormittags) und dem Oberseminar "Aktuelle Forschungen" besuchen, können mit einer schriftlichen Leistung einen Seminar-SbL (2 SWS, 3 LP) erwerben.

 

72 Aktuelle Studien zur Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

Anmeldung bitte per Mail an nbi@sankt-georgen.de

OS A
1 st. - 1.5 LP

nach Vereinbarung

 

In dem Oberseminar stellen Studierende ihre Qualifikationsarbeiten (Bachelor, Magister, Lizentiat, Promotion) zur Diskussion. Termine werden noch bekanntgegeben. Interessenten wenden sich bitte per Mail an nbi@sankt-georgen.de

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende, die das Oberseminar gemeinsam mit dem Institutsaustausch (einmal im Monat mittwochs vormittags) und mit dem Kolloquium "Aktuelle Themen" (dieses Mal zu Pierre Rosanvallon) besuchen, können mit einer schriftlichen Leistung einen Seminar-SbL (2 SWS, 3 LP) erwerben.

Pastoraltheologie

 

80 Die Lust am Risiko. Zur Selbstfindung der Theologie im Außen. Grundriss Pastoraltheologie

W. Beck

V G M04
1 st. - 1.5 LP

Do 08.45 – 10.20 in der ersten Semesterhälfte (bis zum 01.06.2017)

 

In der Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" hat sich die katholische Kirche lehramtlich zu einer Verschiebung ihres eigenen Schwerpunktes verpflichtet: sie verortet sich nicht mehr bloß als Religionsgemeinschaft im Gegenüber zur Welt, sondern überwindet mit dem Modus der Pastoralgemeinschaft (Hans-Joachim Sander) die verschiedenen Ansätze einer Kontrastidentität. Sie wird Weltkirche im eigentlichen Sinn und findet in ihrem Außen nicht nur ihre GesprächspartnerInnen oder VerkündigungsadressatInnen, sondern vor allem auch sich selbst und ihre eigene Identität. Mit diesem Überschreiten eines konfessionalistisch verengten Kirchenbildes erfolgt eine umfassende Entgrenzung, in der kirchliche und religiöse Praktiken immer wieder pastoraltheologisch zu reflektieren sind. Hier liegen die Grundlagen universitärer Pastoraltheologie, denen in der Vorlesung als Einführung nachgegangen werden soll.

Die Termine finden in der ersten Hälfte des Semesters statt: 20.04. / 27.04. / 04.05. / 11.05. / 18.05. / 01.06. / 08.06.2017 jeweils 8.45-10.20 Uhr

Literatur

- Bucher, Rainer: Theologie im Risiko der Gegenwart. Studien zur kenotischen Existenz der Pastoraltheologie zwischen Universität, Kirche und Gesellschaft, Stuttgart 2010.

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Grundlegungen (Handbuch 1), Mainz 1999.

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Durchführungen (Handbuch 2), Mainz 2000.

- Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015.

- Sander, Hans-Joachim: Theologischer Kommentar zur Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute. Gaudium et spes, in: Hünermann, Peter / Hilberath, Bernd Jochen (Hg.): Herders Theologischer Kommentar zum Zweiten Vatikanischen Konzil, Bd. 4, Freiburg i.B. 2005, 581-869.

Leistungsnachweis

Magisterstudium Theologie, M4: zwei Essays, die semesterbegleitend zu erstellen sind.

 

81 Christliche Gemeinde im Wandel

Hoyer

V G M13
1 st. - 1.5 LP

Fr 12.05.2017, 14.00 – 20.00 Sa 13.05.2017, 09.00 – 17.00 Geänderter Termin:
Fr 19.05.2017, 14.00 – 20.00
Sa 20.05.2017, 09.00 - 17.00

Sa 15.07.2017, 09.00 – 16.00

 

Christliche Gemeinden sind seit jeher einem ständigen Wandel unterworfen. Die intensive Institutionalisierung der katholischen Kirche in Deutschland birgt Vor- und Nachteile für die Organisation von Pastoral. Mit der Methode des forschenden Lernens werden in der Veranstaltung aktuelle gemeindliche Konzepte am Beispiel der Pfarrei St. Johannes Ap.in Unterliederbach erkundet und die dahinter stehenden Theorien reflektiert. Im Idealfall werden weiterführende Ansätze entwickelt. Für die Präsentation gehen Sie in Interviews Forschungsfragen nach, die zusammen mit Verantwortlichen der Gemeinde er- und bearbeitet werden. Zusätzlich begleitet wird Ihre empirische Arbeit durch Herrn Dr. Wagener in der Einführung in empirische Methoden.

Literatur

Informationen zur Pfarrei St. Johannes Ap.in Unterliederbach:

 

st-johannes-ap.de

kirche-im-gruenen.net

www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2016/2016-177c-Herbst-VV-Pressegespraech-Statement-Assmann.pdf

kirche-findet-stadt.de/index.php/referenzplattform/regionalknoten/region-mitte-ref/85-frankfurt-am-main-unterliederbach

Wieland, Barbara, Zeichen der Zeit erkennen - Geschenkte Zeit miteinander teilen, in: Lebendiges Zeugnis 70 (2015), 141-144.

 

Literatur

 

- Bucher, Rainer, Gemeinde nach dem Scheitern der Gemeindetheologie. Perspektiven einer zentralen Sozialform der Kirche, in: Matthias Sellmann (Hg.), Gemeinde ohne Zukunft? Theologische Debatte und praktische Modelle, Freiburg i. Br. 2013, 19-54.

- Bucher, Rainer, Jenseits der Idylle. Wie weiter mit den Gemeinden?, in: Bucher, Rainer (Hg., Die Provokation der Krise. Zwölf Fragen und Antworten zur Lage der Kirche, Würzburg 2005,106-130.

- Feiter, Reinhard; Müller Hadwig (Hg.), Was wird jetzt aus uns, Herr Bischof? Ermutigende Erfahrungen der Gemeindebildung in Poitiers, Ostfildern 2009, 5. Aufl. 2012.

- Feiter, Reinhard, Von der Pfarrei zur Pfarrgemeinde zum „größeren pastoralen Raum“. Pastoraltheologische Überlegungen zur Zukunft der Pfarrei in der Stadt, in: Werner Freitag (Hg.), Die Pfarre in der Stadt. Siedlungskern – Bürgerkirche – Urbanes Zentrum (Städteforschungen A/82), Köln-Weimar-Wien 2011, 245-263.

- Hoyer, Birgit, Seelsorge auf dem Land,Räume verletzbarer Theologie, Stuttgart 2011.

- Sellmann, Matthias (Hg.), Gemeinde ohne Zukunft? Theologische Debatte und praktische Modelle, Freiburg i. Br. 2013.

- Unfried, Andreas u.a., XXL Pfarrei. Monster oder Werk des Heiligen Geistes, Würzburg 2012.

Leistungsnachweis

In Pastoraltheologie und Religionspädagogik wird zusammen ein Leistungsnachweis erbracht. Die Lehrveranstaltung in Pastoraltheologie findet als eine kombinierte Vorlesung und Übung statt. Bei der Übung geht es darum, empirische Methoden auf Fragen der Gemeindeentwicklung anzuwenden. Die Lehrveranstaltung Pastoraltheologie/Christliche Gemeinde im Wandel ist mit der Einführung in empirische Methoden von Herrn Dr. Hermann-Josef Wagener (2 SWS mit Präsentationen) im Rahmen der Lehrveranstaltung Religionspädagogik /Empirische Forschung in der Praktischen Theologie verbunden. Die Studierenden in Pastoraltheologie erstellen EINE Präsentation – entweder in der Lehrveranstaltung Religionspädagogik /Empirische Forschung in der Praktischen Theologie bei Herrn Dr. Wagener ODER in der Lehrveranstaltung Pastoraltheologie/Christliche Gemeinde im Wandel bei Frau PD Dr. Hoyer.

Hinweise

Bitte beachten Sie, dass der erste Blocktermin aufgrund einer Pflichtveranstaltung für angehende TheologInnen im Bistum entgegen des anderslautenden Termins im VVZ um eine Woche verschoben werden musste. Die Vorlesung startet

am 19. und 20. Mai 2017 und endet mit der Veranstaltung

am 15. Juli. Alle Termine finden in Unterliederbach statt. Geplant ist, dass wir am 19. Mai von 13 bis 18 Uhr und am 20. Mai von 10-16 Uhr arbeiten. Die Seminardauer am 15. Juli richtet sich nach der Anzahl der Präsentationen.

 

Bitte melden Sie sich bis spätestens 25. April direkt bei birgit.hoyer@fau.de an und zeigen Sie an, ob Sie planen, Ihre Arbeit am 15.7. zu präsentieren (und damit nicht in der Religionspädagogik).

Sie können sich gerne zur Formulierung einer Forschungsfrage bereits im Vorfeld mit mir in Verbindung setzen.

 

82 Oberseminar Pastoraltheologie

W. Beck

Anmeldung über beck@sankt-georgen.de

OS A

nach Vereinbarung

 

Pastoraltheologische Qualitifikationsarbeiten (Promotion-, Lizentiat-, Diplom- und Masterarbeiten) zu unterschiedlichen Themen werden besprochen.

Der Termin wird abgesprochen.

Leistungsnachweis

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

83 Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

Kießling / Fröhling

ProS M04
1 st. - 1.5 LP

Verpflichtende Vorbesprechung: 28.04.2017 Termine Gruppe Kießling: 19.05.2017, 26.05.2017, 02.06.2017, 09.06.2017, 16.06.2017 Termine Gruppe Fröhling: 02.06.2017, 23.06.2017, 30.06.2017, 07.07.2017, 14.07.2017, 21.07.2017

 

Die Lehrveranstaltung will mit zentralen Fragen zeitgenössischer Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik vertraut machen. Angesichts der Breite des damit gegebenen inhaltlichen Spektrums konzentriert sich das Seminar auf das Kindesalter – unter Verweis auf Mk 10,15: „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind …“

Zu den Seminarthemen gehören:

● Religionspädagogik: Verortung im Fächerkanon Praktischer Theologie

● Kindertheologie: Entwicklung in Stufen und / oder in Mustern

● Katechetik: Wege der Initiation

● Didaktik: Religionsunterricht in der Grundschule

Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer lernen Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik kennen und entwickeln in der Auseinandersetzung damit ihre je eigene Position.

Literatur

- Boschki, Reinhold, Kießling, Klaus, Kohler-Spiegel, Helga, Scheidler, Monika & Schreijäck, Thomas (Hrsg.), Religionspädagogische Grundoptionen. Elemente gelingender Glaubenskommunikation, Freiburg i.Br. 2008.

- Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

aktive Teilnahme und Präsentation / im Bedarfsfall alternativ zur Präsentation: mündliche Prüfung

Hinweise

verpflichtende Vorbesprechung zur Koordination der beiden Proseminare sowie Beginn: Freitag, 28. April 2017, 10.35 – 12.10 Uhr.

 

84 Wenn die Kirche zur Schule geht – Grundlagen heutiger Schulpastoral und Schulseelsorge

Kießling / Weißenberger

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Weißenberger: c.weissenberger@bistumlimburg.de

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Verpflichtende Vorbesprechung:
Do 27.04.2017, 13.30–14.30
Fr 09.06.2017, 15.00–20.00 Sa 10.06.2017, 09.00–16.00
Fr 23.06.2017, 15.00–20.00
Sa 24.06.2017, 09.00–16.00

 

Im Bereich der Pastoral und der Seelsorge der (katholischen) Kirche in besonderen Räumen außerhalb der klassischen Gemeinde sind Schulpastoral und Schulseelsorge, anders als Krankenhaus- oder Gefängnisseelsorge, ein „junges“ Betätigungsfeld kirchlichen Wirkens in der Gesellschaft. Dieses hat aber eine (Vor-) Geschichte. Biblische und historische Fundamente dieser Arbeit zu ergründen, macht sich das Seminar zur Aufgabe. Darüber hinaus möchte es die Realität von Schulpastoral und Schulseelsorge sowie ihre (dogmatische) Begründung untersuchen.

Das Seminar bewegt sich im Spannungsfeld von Schule, Kirche und Gemeinde. Inhaltlich orientiert es sich an den vier nachfolgenden Thesen, im Vorgehen an den praktisch-theologisch bewährten Schritten des Sehens, Urteilens und Handelns.

Kurzfristige Änderungen und Umstellungen der Themen sind aus organisatorischen Gründen möglich.

These I: Das Wirken von Kirche als „Unterrichtende“ bis hin zu Begriffen und Inhalten heutiger Schulpastoral und Schulseelsorge sowie zum Anforderungsprofil als „Seelsorger“ kennt eine lange Geschichte. These II: Kirchliches Handeln in der Welt geschieht auf Grund verschiedener Urkunden in Pastoral und Seelsorge. These III: Das Wirken von Kirche in der Schule kennt rechtliche und systemische Voraussetzungen und Zusammenhänge sowie Überschneidungen und Abgrenzungen zu verwandten (Hilfs-) Strukturen und (Hilfs-) Einrichtungen der Schule. These IV: Schulpastoral und Schulseelsorge haben kirchliche Vorgaben und werden in der Lebenswelt Schule konkret.

Sehen:

* heutige Ansätze in Schulpastoral und Schulseelsorge: Schülercafé Müller in Frankfurt (angefragt) „Evangelische“ Schulseelsorge (Peter Kristen, www.rpi-ekkw-ekhn.de/home/rpi-arbeitsbereiche/religionspaedagogik-ma/)

* Fragen und Erwartungen zu Themenstellungen der Schulpastoral und Schulseelsorge

* geschichtlicher Hintergrund: Kirche und Schule – eine lange Entwicklung

* Entwicklungen der Begriffe und der Idee von Schulpastoral und Schulseelsorge und Begriffsklärung von „Pastoral“ und „Seelsorge“

Urteilen I:

* Urkunden kirchlichen Handelns in der Welt

* Urkunden partikularkirchlicher Gültigkeit

* Urkunden Handlungsanweisungen der Bischofskonferenz

Urteilen II:

* (Schul-) Rechtliche Grundlagen des Handelns der Kirchen in der Schule

* Systemische Grundlegung kirchlichen Handelns in der Schule

* Systemische Abgrenzung von Schulpastoral und Schulseelsorge zu Religionsunterricht, Gemeindearbeit, Katechese, Schulsozialarbeit, Schulpsychologische und Therapeutische Dienste

Handeln:

* Konkretion von Schulpastoral und Schulseelsorge

* Konkretion als Organisation, Interkonfessionalität und Interreligiosität

* Konkretion in den vier Grundvollzügen

Das Seminar ist vorzugsweise für Aufbaustudierende gedacht, steht aber auch Studierenden des Regelstudiengangs offen. Ein Leistungsnachweis ist im Bereich Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie im Bereich Pastoralpsychologie und Spiritualität möglich. Sollten mehr Teilnehmende sich für das Seminar anmelden als Referatsthemen vorhanden sind, kann eine mündliche Prüfung Grundlage des Leistungsnachweises werden. Dies wird beim ersten Treffen (verpflichtende Einführung) vor den beiden Blöcken mitgeteilt.

Literatur

- Burkard, Joachim, Schulpastoral als Beitrag zur Schulkultur. Eine theologisch pneumatologische Handlungsorientierung, Freiburg i.Br. 2002.

- Göbel, Manfred, Unaufdringlich bleiben ohne unverbindlich zu werden. 25 Jahre Jugendwerk Brebbia. Ein Beitrag zur Schulseelsorge an berufsbildenden Schulen (Mainzer Perspektiven; Bd. 3), Mainz 1994.

- Hermann, Inger, Halt’s Maul, jetzt kommt der Segen. Kinder auf der Schattenseite des Lebens fragen nach Gott, 6. Auflage, Stuttgart 2002.

- Keil, Franz (Hrsg.), Echt klasse. Werkstattbuch zur Schulseelsorge, Ostfildern 1995.

- Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Ostfildern 2004.

- Kießling, Klaus, Seel(en)sorge im Religionsunterricht? Schulpastoral als Menschwerdung in Solidarität, in: Johannes Eurich & Christian Oelschlägel (Hrsg.), Diakonie und Bildung. Heinz Schmidt zum 65. Geburtstag, Stuttgart: Kohlhammer, 2008, 414 – 431.

- Lambert, Bernd & Ramb, Martin W. (Red.), Wissenswertes über PISA und den Religionsunterricht. Eine Orientierungshilfe für Religionslehrerinnen und Religionslehrer, Limburg 2003.

- Lames, Gundo, Schulseelsorge als soziales System. Ein Beitrag zu ihrer praktisch theologischen Grundlegung (Praktische Theologie heute; Bd. 49), Stuttgart 2000.

- Langer, Jürgen, Auf Leben und Tod. Suizidalität bei Jugendlichen als Herausforderung für die Schülerseelsorge (Pastoralpsychologie und Spiritualität; Bd. 4), Frankfurt am Main 2001.

- Schmitz, Stefan, Was macht die Kirche in der Schule? Religionsunterricht und Schulpastoral 30 Jahre nach dem Würzburger Synodenbeschluß, Münster 2004.

- Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.), Schulpastoral – der Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule (Erklärungen der Kommissionen; Bd. 16), Bonn 1996.

- Weißenberger, Clemens, Schulseelsorge und Schulpastoral – unterschiedliche Begriffe für denselben Inhalt? Begründung einer unterschiedlichen Terminologie der Begriffe »Schulseelsorge« und »Schulpastoral« unter Berücksichtigung biblischer Quellen und praxisorientierter Notwendigkeit, in: Wege zum Menschen 59 (2007) 235 – 250.

- Weißenberger, Clemens, Seelsorge und Pastoral in der Schule. Zur unterschiedlichen Aufgabenbeschreibung der Tätigkeit eines Schulseelsorgers als „Seelsorger“ und „Pastoraler“, in: Anzeiger für die Seelsorge 117 (2008) Heft 3, 32 – 35.

Leistungsnachweis

Hinweise

Eine Anmeldung bei Clemens Weißenberger (c.weissenberger@bistum-limburg.de) ist erforderlich.

Termine: Verpflichtende Einführung: Donnerstag, 27. April 2011, 13:30 Uhr, dort werden die Themen und Referate besprochen und verteilt sowie weitere Seminareinzelheiten geklärt.

Blockveranstaltung Teil 1: Freitag, 9. Juni 2017, 15 Uhr – 20 Uhr, und Samstag, 10. Juni 2017, 9 Uhr – 16 Uhr

Blockveranstaltung Teil 2: Freitag, 23. Juni 2017, 15 Uhr – 20 Uhr, und Samstag, 24. Juni 2011, 9 Uhr – 16 Uhr

 

85 Empirische Forschung in der Praktischen Theologie

Wagener / Hark

Anmeldung bitte per E-Mail an: wagener@sankt-georgen.de

Ü G M13
3 st. - 4.5 LP

Do wöchentlich 14.30 – 16.00 (Wagener) Do 14täglich 16.15 – 17.45 (Hark) Termine: 20.04.2017, 04.05.2017, 18.05.2017, 01.06.2017, 22.06.2017, 06.07.2017, 20.07.2017

 

Diese Lehrveranstaltung (Übung) zielt darauf ab, dass Studierende empirische Untersuchungen kritisch lesen und deren Grenzen würdigen können.

Konkret heißt das: Wir werden empirische Studien lesen und dabei Einblick finden in qualitative und quantitative Methoden empirischer Forschung und in ihre statistischen Grundlagen. Zudem machen wir uns mit Interviewtechnik und statistischen Tests vertraut. Wir versuchen praktisch-theologische Fragestellungen daraufhin zu prüfen, welche empirischen Zugänge dem entsprechenden Inhalt angemessen sind. Dabei lernen wir die Praktische Theologie als konzeptionelle und als empirische Wissenschaft sowie die Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie kennen und verstehen.

Literatur

siehe Semesterapparat

Leistungsnachweis

Drei unbenotete Präsentationen im Bereich der Theorie zur Interdisziplinarität (bei Dr. Hark, 1 SWS) und benotete Hausarbeit mit empirischem Bezug oder unbenotete Präsentation in „Empirische Forschung in der Praktischen Theologie“ (bei Dr. Dr. Wagener, 2 SWS) bzw. alternativ in „Christliche Gemeinde im Wandel“ (bei PD. Dr. Hoyer, 1 SWS).

 

86 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess III

Kießling

OS A
2 st.

Fr 12.05.2017, 14.00 – 21.00 Sa 13.05.2017, 09.00 – 16.00 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber … haben alle Einzelwirklichkeiten … ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen … durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen … als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89 – 103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104 – 112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67 – 87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117 – 278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238 – 342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 19. April 2017 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

87 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 23.06.2017, 10.00 – 16.00 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theologinnen und Theologen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitandinnen und Habilitanden in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscherinnen und Forscher, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

- Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

- Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 19. April 2017 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

84 Wenn die Kirche zur Schule geht – Grundlagen heutiger Schulpastoral und Schulseelsorge

Kießling / Weißenberger

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Weißenberger: c.weissenberger@bistumlimburg.de

HS
2 st.

Verpflichtende Vorbesprechung: Do 27.04.2017, 13.30 – 14.30 Fr 09.06.2017, 15.00 – 20.00 Sa 10.06.2017, 09.00 – 16.00 Fr 23.06.2017, 15.00 – 20.00 Sa 24.06.2017, 09.00 – 16.00

 

Im Bereich der Pastoral und der Seelsorge der (katholischen) Kirche in besonderen Räumen außerhalb der klassischen Gemeinde sind Schulpastoral und Schulseelsorge, anders als Krankenhaus- oder Gefängnisseelsorge, ein „junges“ Betätigungsfeld kirchlichen Wirkens in der Gesellschaft. Dieses hat aber eine (Vor-) Geschichte. Biblische und historische Fundamente dieser Arbeit zu ergründen, macht sich das Seminar zur Aufgabe. Darüber hinaus möchte es die Realität von Schulpastoral und Schulseelsorge sowie ihre (dogmatische) Begründung untersuchen.

Das Seminar bewegt sich im Spannungsfeld von Schule, Kirche und Gemeinde. Inhaltlich orientiert es sich an den vier nachfolgenden Thesen, im Vorgehen an den praktisch-theologisch bewährten Schritten des Sehens, Urteilens und Handelns.

Kurzfristige Änderungen und Umstellungen der Themen sind aus organisatorischen Gründen möglich.

These I: Das Wirken von Kirche als „Unterrichtende“ bis hin zu Begriffen und Inhalten heutiger Schulpastoral und Schulseelsorge sowie zum Anforderungsprofil als „Seelsorger“ kennt eine lange Geschichte. These II: Kirchliches Handeln in der Welt geschieht auf Grund verschiedener Urkunden in Pastoral und Seelsorge. These III: Das Wirken von Kirche in der Schule kennt rechtliche und systemische Voraussetzungen und Zusammenhänge sowie Überschneidungen und Abgrenzungen zu verwandten (Hilfs-) Strukturen und (Hilfs-) Einrichtungen der Schule. These IV: Schulpastoral und Schulseelsorge haben kirchliche Vorgaben und werden in der Lebenswelt Schule konkret.

Sehen:

* heutige Ansätze in Schulpastoral und Schulseelsorge: Schülercafé Müller in Frankfurt (angefragt) „Evangelische“ Schulseelsorge (Peter Kristen, www.rpi-ekkw-ekhn.de/home/rpi-arbeitsbereiche/religionspaedagogik-ma/)

* Fragen und Erwartungen zu Themenstellungen der Schulpastoral und Schulseelsorge

* geschichtlicher Hintergrund: Kirche und Schule – eine lange Entwicklung

* Entwicklungen der Begriffe und der Idee von Schulpastoral und Schulseelsorge und Begriffsklärung von „Pastoral“ und „Seelsorge“

Urteilen I:

* Urkunden kirchlichen Handelns in der Welt

* Urkunden partikularkirchlicher Gültigkeit

* Urkunden Handlungsanweisungen der Bischofskonferenz

Urteilen II:

* (Schul-) Rechtliche Grundlagen des Handelns der Kirchen in der Schule

* Systemische Grundlegung kirchlichen Handelns in der Schule

* Systemische Abgrenzung von Schulpastoral und Schulseelsorge zu Religionsunterricht, Gemeindearbeit, Katechese, Schulsozialarbeit, Schulpsychologische und Therapeutische Dienste

Handeln:

* Konkretion von Schulpastoral und Schulseelsorge

* Konkretion als Organisation, Interkonfessionalität und Interreligiosität

* Konkretion in den vier Grundvollzügen

Das Seminar ist vorzugsweise für Aufbaustudierende gedacht, steht aber auch Studierenden des Regelstudiengangs offen. Ein Leistungsnachweis ist im Bereich Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie im Bereich Pastoralpsychologie und Spiritualität möglich. Sollten mehr Teilnehmende sich für das Seminar anmelden als Referatsthemen vorhanden sind, kann eine mündliche Prüfung Grundlage des Leistungsnachweises werden. Dies wird beim ersten Treffen (verpflichtende Einführung) vor den beiden Blöcken mitgeteilt.

Literatur

- Burkard, Joachim, Schulpastoral als Beitrag zur Schulkultur. Eine theologisch pneumatologische Handlungsorientierung, Freiburg i.Br. 2002.

- Göbel, Manfred, Unaufdringlich bleiben ohne unverbindlich zu werden. 25 Jahre Jugendwerk Brebbia. Ein Beitrag zur Schulseelsorge an berufsbildenden Schulen (Mainzer Perspektiven; Bd. 3), Mainz 1994.

- Hermann, Inger, Halt’s Maul, jetzt kommt der Segen. Kinder auf der Schattenseite des Lebens fragen nach Gott, 6. Auflage, Stuttgart 2002.

- Keil, Franz (Hrsg.), Echt klasse. Werkstattbuch zur Schulseelsorge, Ostfildern 1995.

- Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Ostfildern 2004.

- Kießling, Klaus, Seel(en)sorge im Religionsunterricht? Schulpastoral als Menschwerdung in Solidarität, in: Johannes Eurich & Christian Oelschlägel (Hrsg.), Diakonie und Bildung. Heinz Schmidt zum 65. Geburtstag, Stuttgart: Kohlhammer, 2008, 414 – 431.

- Lambert, Bernd & Ramb, Martin W. (Red.), Wissenswertes über PISA und den Religionsunterricht. Eine Orientierungshilfe für Religionslehrerinnen und Religionslehrer, Limburg 2003.

- Lames, Gundo, Schulseelsorge als soziales System. Ein Beitrag zu ihrer praktisch theologischen Grundlegung (Praktische Theologie heute; Bd. 49), Stuttgart 2000.

- Langer, Jürgen, Auf Leben und Tod. Suizidalität bei Jugendlichen als Herausforderung für die Schülerseelsorge (Pastoralpsychologie und Spiritualität; Bd. 4), Frankfurt am Main 2001.

- Schmitz, Stefan, Was macht die Kirche in der Schule? Religionsunterricht und Schulpastoral 30 Jahre nach dem Würzburger Synodenbeschluß, Münster 2004.

- Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.), Schulpastoral – der Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule (Erklärungen der Kommissionen; Bd. 16), Bonn 1996.

- Weißenberger, Clemens, Schulseelsorge und Schulpastoral – unterschiedliche Begriffe für denselben Inhalt? Begründung einer unterschiedlichen Terminologie der Begriffe »Schulseelsorge« und »Schulpastoral« unter Berücksichtigung biblischer Quellen und praxisorientierter Notwendigkeit, in: Wege zum Menschen 59 (2007) 235 – 250.

- Weißenberger, Clemens, Seelsorge und Pastoral in der Schule. Zur unterschiedlichen Aufgabenbeschreibung der Tätigkeit eines Schulseelsorgers als „Seelsorger“ und „Pastoraler“, in: Anzeiger für die Seelsorge 117 (2008) Heft 3, 32 – 35.

Leistungsnachweis

Hinweise

Eine Anmeldung bei Clemens Weißenberger (c.weissenberger@bistum-limburg.de) ist erforderlich.

Termine: Verpflichtende Einführung: Donnerstag, 27. April 2011, 13:30 Uhr, dort werden die Themen und Referate besprochen und verteilt sowie weitere Seminareinzelheiten geklärt.

Blockveranstaltung Teil 1: Freitag, 9. Juni 2017, 15 Uhr – 20 Uhr, und Samstag, 10. Juni 2017, 9 Uhr – 16 Uhr

Blockveranstaltung Teil 2: Freitag, 23. Juni 2017, 15 Uhr – 20 Uhr, und Samstag, 24. Juni 2011, 9 Uhr – 16 Uhr

 

86 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess III

Kießling

OS A
2 st.

Fr 12.05.2017, 14.00 – 21.00 Sa 13.05.2017, 09.00 – 16.00 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber … haben alle Einzelwirklichkeiten … ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen … durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen … als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89 – 103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104 – 112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67 – 87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117 – 278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238 – 342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 19. April 2017 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

87 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 23.06.2017, 10.00 – 16.00 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theologinnen und Theologen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitandinnen und Habilitanden in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscherinnen und Forscher, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

- Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

- Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 19. April 2017 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

88 Einführung in die Psychologie. Grundwissen für Theologie und Praxis

Kießling / Strunk

Anmeldung bitte bis spätestens 01.04.2017 per E-Mail an strunk@sankt-georgen.de

HS A G
2 st.

Verpflichtende Vorbesprechung: Mi 26.04.2017, 13.30 – 15.30 Fr 19.05.2017, 15.00 – 20.00 Sa 20.05.2017, 09.00 – 16.00 Fr 07.07.2017, 15.00 – 20.00 Sa 08.07.2017, 09.00 – 16.00

 

„In der Seelsorge sollen nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet und angewendet werden, so dass auch die Laien zu einem reineren und reiferen Glaubensleben kommen.“ (GS 62) Die Botschaft des Zweiten Vatikanischen Konzils scheint klar: Eine Theologie, die den Menschen ihrer Zeit gerecht werden, Glaubensleben fördern und Glaubensvermittlung zeitgemäß betreiben will, tut gut daran, insbesondere mit den Human- und Sozialwissenschaften dieser Zeit in Dialog zu treten. Auch das meint „Verheutigung“. Dieses Unterfangen ist spannend wie spannungsreich: gerade dann, wenn sich Paradigmen und Inhalte der beteiligten Wissenschaften, z.B. der Psychologie, für die Theologie als nicht unmittelbar anschlussfähig bzw. deckungsgleich erweisen. Gleichwohl ist es im Interesse einer echten Begegnung unabdingbar, dass beide hier als eigenständige Dialogpartner vorkommen und vom je anderen nicht nur das wahrgenommen wird, was auf den ersten Blick „brauchbar“ erscheint.

Diese Einsicht liegt dem Hauptseminar zugrunde, das Theologietreibenden und SeelsorgerInnen – insbesondere an pastoralpsychologischen Fragestellungen Arbeitenden – die Möglichkeit bieten will, den psychologischen Fächerkanon, zentrale Perspektiven, Inhalte und Methoden der Psychologie kennenzulernen: z.B. in der Geschichte der Psychologie, in Allgemeiner Psychologie, Sozial-, Persönlichkeits- und Entwicklungspsychologie, Klinischer Psychologie und Psychotherapie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Religionspsychologie sowie qualitativer und quantitativer Forschungsmethodik. Seitenblicke auf pastorale Anknüpfungs- oder Reibungspunkte und mögliche Implikationen sind an geeigneten Stellen intendiert und erwünscht.

Der Auseinandersetzung mit psychologischen Grundkonzepten dient auch eine Exkursion in die Psychiatrische Institutsambulanz der Klinik Hohe Mark im Rahmen des Seminars.

Literatur

- Klaus Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis (Praktische Theologie im Dialog), Freiburg 2002.

- Walter Rebell, Psychologisches Grundwissen. Ein Handbuch für Theologinnen und Theologen, Neukirchen-Vluyn 2008.

- Philip G. Zimbardo & Richard J. Gerrig, Psychologie, München 182008.

Leistungsnachweis

Hinweise

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Studierende in den Aufbaustudiengängen Pastoralpsychologie und Religionspädagogik, ist darüber hinaus aber auch für andere Interessierte offen.

 

89 Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

Ü A
2 st.

Termin und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das eine Supervisandin, ein Supervisand schriftlich oder mündlich einbringt, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei erheben sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisandinnen und Supervisanden einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme an der gesamten Übung.

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3 – 29.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69 – 112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Themenhefte Personzentriertes Coaching, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis für Pastoralpsychologie und Spiritualität kann erworben werden – zwar nicht im Rahmen der Übung als solcher, jedoch auf der Basis einer zu vereinbarenden schriftlichen Arbeit.

Hinweise

Diese Übung richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche – schriftliche oder mündliche – Anmeldung ist bis spätestens 19. April 2017 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Homiletik

 

90 Homiletische Übungen

W. Beck

Anmeldungen bitte bis zum Semesterbeginn an beck@sankt-georgen.de

Ü M22
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 16.00

 

Ziel der Übung ist die Ausarbeitung einer Predigt für eine Hl. Messe sonntags in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die ÜbungsteilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. In einem zweiten Durchgang haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre ggf. modifizierte Predigt noch einmal zur Diskussion zu stellen. Den Abschluss bildet das Predigen in einem Gottesdienst.

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

- Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

- Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

- Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

- Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

- Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

- Zerfaß, Rolf: Grundkurs Predigt. Spruchpredigt, Bd.1, Düsseldorf 1987.

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

- Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

- Rossié, Michael: Frei sprechen in Radio, Fernsehen und vor Publikum. Ein Training für Moderatoren und Redner, Wiesbaden 62016.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung "Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten"(M 22) erworben werden. Diplomstudium: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erworben werden.

Liturgiewissenschaft

 

96 Zum Sehen verleitet Eine Übung in Frankfurter Museen, Kirchen und Ateliers

Mann

Anmeldung bitte bis 20.04.2017 per E-Mail an Stephan.Mann@goch.de

Ü G M23 P11
2 st. - 3 LP

Do 13.30 – 15.30 Termine: 27.04.2017, 11.05.2017, 18.05.2017, 01.06.2017, 22.06.2017, 29.06.2017, 13.07.2017

 

Die Übung richtet sich an alle Studierenden die tiefer in die Geschichte der europäischen Kunst eindringen möchten.

Anhand visueller Erfahrungen versuchen wir einen roten Faden durch die Geschichte der Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart zu spinnen. Ausgangspunkt unserer Gespräche ist stets die Kunstbetrachtung vor Originalen.

Die Entwicklung der Architektur erkennen wir an ausgesuchten Frankfurter Kirchen, wie dem Dom, dem Karmeliterkloster oder auch St. Michael im Frankfurter Norden. Vor Originalen im Städel Museum beschäftigen wir uns mit Meisterwerken europäischer Malerei angefangen von Jan van Eyck, Fra Angelico, Hans Holbein und Rembrandt bis hin zu Pablo Picasso, Henri Matisse oder Max Beckmann u.v.m..

Die Betrachtung der Kunst der Gegenwart setzen wir im MMK fort.

Wir werden die Kunstwerke nicht nur auf ihre kunsthistorische und künstlerische Bedeutung hin befragen, es wird auch Raum bleiben, die Künstler und ihre Werke im theologischen und zeitgeschichtlichen Kontext zu verstehen.

Um das Verständnis für das künstlerischen Werk zu vertiefen, werden wir die Übung mit dem Besuch in einem Frankfurter Künstleratelier abschließen.

Leistungsnachweis

Hinweise

1. Treffen: 27.4.2017, 13.30 Uhr – 15.30 Uhr, Städel, Schaumainkai 63, Altes Foyer

Weitere Blocktermine: 11.5.2017 / 18.5.2017 / 1.6.2017/ 22.6.2017/ 29.6.2017 / 13.7.2017

Die jeweiligen Treffpunkte erhalten die Teilnehmer beim ersten Treffen sowie auf Wunsch per Mail: stephan.mann@goch.de

Kirchenrecht

 

100 Das Verfassungsrecht (Volk Gottes) und das Verkündigungsrecht der Kirche

Meckel

V G M10
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.20

 

Im Unterschied zur Vorlesung des SS 2015 liegt im SS 2017 der Schwerpunkt der Vorlesung auf den synodalen Strukturen der Kirche. Die Tria-Munera-Lehre, die Lehre von den drei Diensten Christi des Verkündigens, Heiligens und Leitens steht für die Gliederung der Bücher II bis IV des CIC/1983 Pate. Diese Vorlesung wendet sich dem munus regendi, dem Leitungsdienst sowie dem munus docendi, dem Verkündigungsdienst der Kirche und damit den Büchern II und III des CIC/1983 zu. Das zweite Buch des CIC/1983 wird mit der Überschrift „Volk Gottes“ versehen. Damit rezipiert der CIC/1983 einen der zentralen ekklesiologischen Bildbegriffe und gibt mit dieser Überschrift gleichsam das verfassungsrechtliche Programm bzw. Panorama vor. Die Vorlesung widmet sich der Rezeption der Ekklesiologie des II. Vatikanischen Konzils im CIC/1983 und damit der Frage nach der organischen Struktur der Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen sowie der Frage nach der hierarchischen Struktur der Kirche auf den drei verfassungsrechtlichen Ebenen der Gesamtkirche, der Teilkirche und der Pfarrei. In diesem Kontext werden die verschiedenen Ämter und Dienste der Kirche erläutert. Gemäß dem Schwerpunkt dieses Semesters werden die synodalen Strukturen der Kirche ausführlich behandelt.

Ferner sind von der Verfassungsstruktur der Kirche die Vereinigungsstrukturen zu unterscheiden. Gemäß dem Schwerpunkt dieses Semesters werden die synodalen Strukturen der Kirche ausführlich behandelt.

Neben diesem ersten Teil der Vorlesung zum munus regendi der Kirche widmet sich die Vorlesung in ihrem zweiten Teil dem munus docendi zu. Im Rahmen des Verkündigungsdienstes der Kirche stellen sich insbesondere die Fragen der Verbindlichkeitsgrade lehramtlicher Äußerungen und dem von den Gläubigen erwarteten Gehorsam, der rechtlichen Regelung des Predigtdienstes, der Katechese und des Religionsunterrichts.

 

Literatur

- Hallermann, Heribert, Pfarrei und pfarrliche Seelsorge. Ein kirchenrechtliches Handbuch für Studium und Praxis, Paderborn – München – Wien – Zürich 2004 (KStKR 4);

- Hallermann, Heribert, Ratlos – oder gut beraten? Die Beratung des Diözesanbischofs, Paderborn – München – Wien – Zürich 2010 (KStKR 11);

- Krämer, Peter, Wer sind die Träger des kirchlichen Verkündigungsdienstes?: Communio in Ecclesiae Mysterio (FS W. Aymans), hg. v. K. Th. Geringer – H. Schmitz, St. Ottilien 2001, 247-267;

- Meckel, Thomas, Die Herde am Laufen halten. Lebendige Hirtensorge mit dem Kirchenrecht: Menschendiener – Gottesdiener. Anstöße – Ermutigungen – Reflexionen, hg. v. H. Hallermann, Würzburg 2010 (Würzburger Theologie 4), 181-211;

- Meckel, Thomas, Religionsunterricht im Recht. Perspektiven des katholischen Kirchenrechts und des deutschen Staatskirchenrechts, Paderborn – München – Wien – Zürich 2011 (KStKR 14);

- Ohly, Christoph, Der Dienst am Wort Gottes. Eine rechtssystematische Studie zur Gestalt von Predigt und Katechese im Kanonischen Recht, St. Ottilien 2008 (Münchener Theologische Studien III. Kanonistische Abteilung 63);

- Riedel-Spangenberger, Ilona, Die Communio als Strukturprinzip der Kirche und ihre Rezeption im CIC/1983: TrThZ 97 (1988), 217-238;

- Leitungsstrukturen der katholischen Kirche. Kirchenrechtliche Grundlagen und Reformbedarf, hg. v. I. Riedel-Spangenberger, Freiburg – Basel – Wien 2001 (QD 198);

- Rechtskultur in der Diözese. Grundlagen und Perspektiven, hg. v. I. Riedel-Spangenberger, Freiburg 2006 (QD 219);

- Witsch, Norbert, Synodalität auf Ebene der Diözese. Die Bestimmungen des universalkirchlichen Rechts der Lateinischen Kirche, Paderborn – München – Wien – Zürich 2004 (KStKR 1).

Leistungsnachweis

Mündliche Prüfung M 10

 

101 Exkursionsseminar Schloss Hirschberg: Reformvorschläge aus der Kirchenrechtswissenschaft – Aktuelle Diskussionen im Verfassungs-, Verkündigungs- und Sakramentenrecht

Meckel

HS A G M15 M23
2 st. - 4 LP

Vorbesprechung: Mi 17.05.2017, 13.30 04.10.2017, 14.00 bis 06.10.2017, 13.00 in Schloss Hirschberg weitere Blocktermine nach Vereinbarung

 

Das Kirchenrecht ist kein unveränderbarer monolithischer Block, sondern auch eine sich verändernde Größe. Papst Franziskus hat wie seine Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. in seinem Pontifikat schon zahlreiche Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht. Der Codex Iuris Canonici von 1983 sowie der Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium von 1990 wurden seit ihrer Promulgation an verschiedenen Stellen geändert oder ergänzt. Die Kirchenrechtswissenschaft hat in ihrer Forschung unterschiedliche Reformvorschläge gemacht. Das Seminar wird sich diesem Themenkomplex insbesondere durch den Besuch der wissenschaftlichen Fachtagung „Ius semper reformandum – Reformvorschläge aus der Kirchen-rechtswissenschaft“ widmen. Der Besuch einer wissenschaftlichen Tagung ermöglicht nicht nur aktuelle Diskussionen des Fachs wahrzunehmen, sondern sich auch in diese selbst einzubringen. Die Tagung möchte im Sinne des sentire cum Ecclesia nicht nur deskriptiv den Ist-Stand kirchlichen Rechts beschreiben, sondern die Frage nach möglichen Reformvorschlägen für zentrale Rechtsbereiche des Verfassungs-, Verkündigungs- und Sakramentenrechts aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen.

Die Vorbesprechung für das Hauptseminar (2 SWS; 4 ECTS) für die Terminabsprache und Organisation findet am Mittwoch, den 17.05.2017, um 13:30 Uhr im Seminarraum S2 statt.

Um vorherige Anmeldung per Mail an meckel@sankt-georgen.de wird gebeten.

Teilnahme an der wissenschaftlichen Fachtagung „Ius semper reformandum - Reformvorschläge aus der Kirchenrechtswissenschaft“ (04.10.2017, 14.00 Uhr – 06.10.2017, 13.00 Uhr in Schloss Hirschberg, Beilngries/Altmühltal). Auf der Tagung gibt es speziell auf die Studierenden hin konzipierte Elemente. Durch finanzielle Zuschüsse wird der Beitrag auf das geringst mögliche Maß reduziert.

Leistungsnachweis

Aktive Mitarbeit und schriftliche Hausarbeit.

 

102 Theologische Grundlegung und Einführung in die Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft

Meckel

Ü G M04
1 st. - 1.5 LP

Di 14.30 – 16.00 in der ersten Semesterhälfte (bis zum 13.06.2017)

 

Was ist Kirchenrecht? Benötigt die Kirche Kirchenrecht? In welchem Verhältnis steht die Kirchenrechtswissenschaft zu anderen theologischen Disziplinen? Welche Rechtsquellen zieht die Kirchenrechtswissenschaft heran? Wie werden kirchenrechtliche Normen begründet? Mit welchen Grundbegriffen arbeitet das Kirchenrecht? Welche Hermeneutik und Methodik ist bei der Auslegung der Rechtsquellen zu beachten? Die Übung beantwortet diese Fragen und führt in die theologische Grundlegung des Kirchenrechts sowie in Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft ein. Die Anwendung kirchenrechtlicher Normen wird anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis verdeutlicht, sodass zugleich die Relevanz der kirchlichen Rechtsordnung für das Handeln der Kirche deutlich wird.

Literatur

- Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015;

- Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004 [LKStKR];

- Krämer, Peter, Braucht die Kirche eine rechtliche Ordnung? Anthropologische Voraussetzungen und theologische Grundlagen des kirchlichen Rechts: TrThZ 2002, 212-225;

- Pack, Heinz, Methodik der Rechtfindung im staatlichen und kanonischen Recht, Essen 2004 (Beihefte zum Münsterischen Kommentar 38);

- Riedel-Spangenberger, Ilona, Hermeneutik des Kirchenrechts: LKStKR Bd. 2, 235f.;

- Riedel-Spangenberger, Ilona, Kirchenrecht II. kath.: LKStKR Bd. 2, 503-505;

- Witsch, Norbert, Methode, kanonistische: LKStKR Bd. 2, 787f.

Leistungsnachweis

Hausaufgaben.

 

103 Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Diskussionen und Arbeiten

Meckel

OS A
2 st.

nach Vereinbarung

 

Das Oberseminar dient der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten.

Leistungsnachweis

Humanwissenschaften

 

25 Einführung in Pädagogik und Psychologie

Wagener

Anmeldung bitte per E-Mail an wagener@sankt-georgen.de

L G M15
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.00

 

In pädagogisch und psychologisch relevanten Fragen gibt es in der Regel nicht eine einzige anerkannte Position, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher, oft sogar auch entgegengesetzter Ansichten, die alle mit mehr oder weniger guten Gründen vorgetragen werden. Es genügt also nicht, sich einfach einer Ansicht anzuschließen. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Vorstellungen zu prüfen und durch Abwägen der Argumente zu einem eigenen Urteil zu gelangen.

Dazu werden wir uns nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Pädagogik auch mit den (geisteswissenschaftlichen, kritisch-rationalen und konstruktivistischen) Richtungen der Erziehungswissenschaft beschäftigen. Wir werden die Methoden der Erziehungswissenschaft (klassische Hermeneutik, empirische Methode, methodischer Ansatz der Kritischen Erziehungswissenschaft) kennenlernen. Schließlich stellt sich die Frage, ob und warum der Mensch auf (religiöse) Erziehung angewiesen ist?

Im Anschluss daran wenden wir uns der Allgemeinen Psychologie zu, wie sie Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen und Denken, Emotionen und Motivationen sowie Sprechen verstehen. Unabdingbar ist die Beschäftigung mit der Entwicklungspsychologie (anhand von Piaget und Erikson), der Persönlichkeits-, Sozial- und Tiefenpsychologie. Abschließend thematisieren wir die Religionspsychologie.

Literatur

- H. Gudjons, Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn 2008.

- S. Heine, Grundlagen der Religionspsychologie, Göttingen 2005

- K. Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis, Freiburg Schweiz 2002.

- H.-Chr. Koller, Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft. Eine Einführung, 2009.

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme und benotete Präsentation für Theologiestudierende bzw. aktive Teilnahme und unbenotete Präsentation für Philosophiestudierende.

Griechisch

 

45 Griechische Lektüre des Matthäusevangeliums

Hühne / Wucherpfennig

SK G
1 st.

Mo 10.35 – 11.35

 

Die Sprache des Matthäusevangeliums ist ein schlichtes aber sehr einschlägiges Griechisch ähnlich dem, wie man es in der Septuaginta findet. Oft klingt der aramäisch/hebräische Hintergrund seiner Sprache noch durch.

Sein Evangelium ist um das Jahr 80 entstanden. Seine Vorlagen sind das Markusevangelium und eine Quelle von verschiedenen Jesuslogien. Matthäus reagiert auf das Ende des Zweiten Tempels in Jerusalem. Etwa gleichzeitig mit dem beginnenden rabbinischen Judentum formuliert Matthäus seine Schrift als eine Art Lehrbuch über das Leben und die Lehre Jesu. Weil die Schrift im Messias Jesus in Erfüllung gegangen ist, versucht Matthäus mit seinem Evangelium Juden und Heiden für diesen Messias zu gewinnen.

Leistungsnachweis

 

110 Griechisch Ia

Hühne

SK G
3 st.

Do 10.35 – 12.10 14.20 – 15.05

 

Ziel des auf 2 oder wahlweise 3 Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechisch der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil 1a dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. W. Stoy/K. Haag/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 5. Aufl., 2001 (ISBN 978-3-7655-9312-3).

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

 

Leistungsnachweis

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

111 Griechisch II

Hühne

SK G
5 st.

Di 10.35 – 12.10 Do 13.30 – 14.15 Fr 08.45 – 10.20

 

Ziel des Sprachkurses Griechisch II ist es, die Unterrichtsthemen (bes. den Aorist und die Partizipien) der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben, um mit Abschluss des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Die Übungsintensität und -methodik soll durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt und die Lesefähigkeit durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. W. Stoy/K. Haag/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 5. Aufl., 2001 (ISBN 978-3-7655-9312-3).

Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt:

Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, Stuttgart: Dt. Bibelges., 1993, 27. Aufl. od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012,

sowie ein zur Klausur zugelassenes Wörterbuch (Gemoll/Menge/Benseler).

Leistungsnachweis

Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Griechisch (nach § 6, 1 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden.

Latein

 

112 Latein II

Hühne

SK G
4 st.

Mo 08.45 – 10.20 Di 08.45 – 10.20

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. In diesem zweiten Teil geht es um die gezielte Einübung komplexer Strukturen der lateinischen Syntax (best. Konstruktionen, Modi, Haupt-/Nebensatzeinteilung u.a.) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte; dafür ist eines der u.g. Wörterbücher notwendig. Ferner werden mit Blick auf die abschließende Prüfung 1-2 Probeklausuren geschrieben.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Wörterbücher von Pons, Langenscheidt oder der „Stowasser“.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 6, 2 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden. Bachelorstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Philosophiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 5, 3 der Bachelorprüfungsordnung) erworben werden.

 

113 Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Do 08.45 – 10.20

 

Die anstehende kursorische Lektüre von Cicero über Laktanz bis hin zu Senecas Epistulae morales lebt von der Spannung zwischen den anthropologischen Grundlagen in der Theorie und deren Auswirkungen auf die Praxis.

Nach Ciceros berühmtem Abschnitt über die anthropologische Grundlegung der Kardinaltugenden in De officiis I, 11ff. erhält sein Rezipient Laktanz (Div. Inst. VII, 5f.) in diesem Semester das Wort; den Abschluß könnte eine Auswahl aus Senecas "Moralischen Briefen an Lucilius" bilden.

Literatur

Die zuletzt ausgeteilte Textvorlage (m. sprachlichen Hilfen) ist beim Dozenten auf Anfrage erhältlich; sie beinhaltet Cicero, De officiis I, 11ff.

Die Textvorlage für Laktanz wird in der ersten Sitzung ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Hebräisch

 

114 Einführung ins Bibel-Hebräisch

Casagrande

SK G
2 st.

Do 15.15 – 16.45

 

Der zweistündige Kurs führt in die hebräische Laut- und Schriftlehre ein und gibt über das Erlenen grundlegender Formen und Vokabeln einen Einblick in das biblische Hebräisch. Vereinfachte Texte werden gemeinsam gelesen und übersetzt.

Literatur

Als Lehrbuch wird verwendet: Neef, Heinz-Dieter, Arbeitsbuch Hebräisch (UTB 2429), 6. Aufl. Tübingen 2015. Weitere Literatur und Lernmittel werden in der ersten Lehrveranstaltung vorgestellt.

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird durch Anwesenheit und aktive Teilnahme erbracht.

 

115 Hebräisch II

Casagrande

Voraussetzung: Hebräisch I

SK G
3 st.

Mo 13.30 – 14.15 14.30 – 16.00

 

Der dreistündige Kurs baut auf dem in Hebräisch I behandelten Stoff auf. Der Fokus liegt auf der Vertiefung der hebräischen Syntax und der Auseinandersetzung mit der unregelmäßigen Formenbildung (Verb, Substantiv). Begleitend soll der Grundwortschatz weiter ausgebaut werden. In der Lektüre und Übersetzung hebräischer Texte aus der Biblia Hebraica wird das gewonnene Wissen angewandt und gesichert. Ziel des Kurses ist, dass die Studierenden in der Lage sind, mit üblichen Hilfsmitteln (Wörterbuch, Grammatik) begründete Übersetzungen hebräischer Narrativtexte anzufertigen und der philologischen Argumentation wissenschaftlicher Kommentare folgen zu können.

Literatur

Als Lehrbuch wird verwendet: Neef, Heinz-Dieter, Arbeitsbuch Hebräisch (UTB 2429), 6. Aufl. Tübingen 2015. Weitere Literatur und Lernmittel werden in der ersten Lehrveranstaltung vorgestellt.

Leistungsnachweis

Gemäß der Sprachprüfungsordnung besteht der Leistungsnachweis aus zwei Teilen: 1. Aus einer 3-stündigen Klausur, in der 18 Zeilen eines mittelschweren Textes aus der Biblia Hebraica zu übersetzen und 10 Formen grammatisch zu bestimmen sind (vgl. §6); 2. Aus einer 15-minütigen, mündlichen Prüfung, in der 10 Zeilen aus der Biblia Hebraica übersetz und in einem Prüfungsgespräch besprochen werden (vgl. §7). Beide Teile werden gleich gewichtet und ergeben die Gesamtnote.

Sanskrit

 

116 Sanskrit XII

Hühne

SK G
2 st.

Fr 10.35 – 12.10

 

Zur Erweiterung der grammatischen Kenntnisse wird die bekannte Anfängerlektüre "Nala und Damayanti" aus dem 3. Buch des Epos "Mahabharata" betrieben und mit Hilfe der genannten Literatur bzw. durch Auszüge aus anderen Lehrwerken vertieft. Mit dieser Methode lassen sich, neben dem Hauptziel des Spracherwerbs, auch zahlreiche Aspekte der altindischen Lebenswelt an Originalquellen erschließen.

Die Lektüre wird bei Mbh. 3, 53, 4 mit dem 4. Adhyaya (schöner: Gesang) im 15. Schloka fortgesetzt, wenn Nala sich mit Damayantis kategorischer Aussage, dass sie ihn den Göttern vorziehe, auseinandersetzen muss.

Literatur

Grundlage des Unterrichts ist weiterhin: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0), wobei eine kommentierte Textvorlage sowie ergänzendes Material jeweils während der Sitzungen zur Verfügung gestellt wird.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Spanisch

 

118 Spanischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene

Arenas

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Arenas: a3arenas@gmx.de

SK G
2 st.

Di 14.00 – 15.30 (Fortgeschrittene) Di 16.30 – 18.00 (Anfänger) bzw. nach Vereinbarung

 

Spanisch für Anfänger. Kurse A1, A2

Die Spanischkurse für Anfänger sind für alle Studierenden geeignet, die Spanisch für das alltägliche Leben lernen möchten. Durch mündliche Übungen, Dialoge, Leseverstehen und grammatische Strukturen werden die Teilnehmer dazu vorbereitet, sich sprachlich und thematisch situationsadäquat zu äußern.

Spanisch für Fortgeschrittene. Kurse B1, B2, C1

Die Spanischkurse für Fortgeschrittene sind für alle Studierenden geeignet, die sich in Spanisch zu anspruchsvollen Themen mündlich, schriftlich korrekt und situationsadäquat äußern möchten. Durch Zeitungsartikel, Kolloquien und grammatische Strukturen werden die Studierenden darauf vorbereitet, sprachlich komplexe und thematisch anspruchsvolle Texte zu verstehen und zu diskutieren.

Literatur

für Anfänger:

- Con gusto A1 Lehr- und Arbeitsbuch. Klett.

- Con gusto A2 Lehr- und Arbeitsbuch. Klett.

- Uso de la gramática española. Para principiantes (A1,A2). Editorial Edelsa

für Fortgeschrittene:

- Con gusto B1 Lehr-und Arbeitsbuch. Klett

- Uso de la gramática española. Nivel intermedio. Editorial Edelsa

- Uso de la gramática española. Nivel avanzado. Editorial Edelsa

- Artículos periódicos de España y Latinoamérica

- Libros de escritores latinoamericanos y españoles escogidos en clase

Leistungsnachweis

Deutsch

 

122 Vertiefung der Deutschkenntnisse für das Studium der Theologie und Philosophie

Hopf

Anmeldung bitte bis 11.04.2017 per E-Mail an Frau Muth: muth@sankt-georgen.de

SK
2 st.

Di 18.30 – 20.00

 

Studienspezifische Inhalte wie z.B. das Lesen und Verfassen von wissenschaftlichen Texten oder die Präsentation von Seminararbeiten.

Die genauen Inhalte werden zwischen den Teilnehmenden und dem Dozenten abgesprochen.

Leistungsnachweis