Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Sommersemester 2018)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1 Einführung in das Studium der Philosophie und Theologie

Felician Gilgenbach / N.N.

Anmeldung bitte bis zum 08.04.2018 per E-Mail an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

Ü M00 P00
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Die Übung dient der theoretischen und praktischen Einführung in grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen in Theologie und Philosophie (u. a.: Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitation, Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten, Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis).

Außerdem findet eine Einführung in wichtige philosophische und theologische Themenkomplexe und Fragestellungen statt.

 

Literatur

Auf wichtige Literatur wird in der ersten Sitzung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis (unbenotet) kann erworben werden bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: - Anwesenheit bei und aktive Mitarbeit in den Sitzungen - fristgerechte Anfertigung von Hausaufgaben - ein mediengestütztes Referat inkl. Handout (M0) oder ein Essay von ca. 5 Seiten (P0)

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 08.04.2018 per E-Mail an:

gilgenbach@sankt-georgen.de

 

3 Rhetorik des Gesprächs (Rhetorik II)

Haag

Anmeldung bitte bis zum 06.04.2018 per E-Mail an Herrn Haag: haag-benjamin@web.de

Ü M23 P00
2 st. - 2 LP

Fr 13.04.2018, 14.00 – 19.00

Sa 14.04.2018, 09.30 – 18.00

Fr 27.04.2018, 14.00 – 19.00

Sa 28.04.2018, 09.30 – 18.00

 

Ziele dieses Seminars sind

 

- die Erweiterung eigener Gesprächskompetenzen (Verständlichkeit, strukturiertes Argumentieren, analytisches Zuhören, erkundendes Fragen, strukturiertes Moderieren) in unterschiedlichen Gesprächsformen (Klärungsgespräch; Pro-Contra-Diskussion; Debatte);

 

- das Wissen um Elemente, Typen und Strukturen emanzipativer Argumentation sowie deren Anwendung in verschiedenen kommunikativen Kontexten,

 

- die Belebung einer Gesprächskultur, die rhetorisches "Klären" und "Streiten" als notwendige Schlüsselkompetenzen in Wissenschaft und Gesellschaft versteht.

 

Schwerpunkte:

 

- Funktionen, Elemente und Formen von Argumentation im Gespräch;

- aktives und analytisches Zuhören;

- Aufbau von Statements;

- Gesprächsformen wie Klärungsgespräch, Pro-Contra-Diskussion, Debatte unterscheiden, strukturieren und moderieren.

 

Methoden:

 

Theoretische Impulse, Übungen mit Auswertung und Analyse

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden

Philosophie

 

10 Sein und Erkennen. Einführung in die Geschichte der Philosophie vom 5. bis zum 15. Jahrhundert

Berndt

V G M05 P01
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung will einige Grundlinien abendländischen Denkens im Zeitraum der zehn Jahrhunderte aufzeigen, indem sie ausgewählte Themen aus dem Spektrum von “Sein” und “Erkennen” thematisiert: z.B. Gott, der Mensch, das Gute, die Natur, Wahrheit, Irrtum. Dazu bedienen wir uns der geschichtlichen Repräsentanten der Philosophie: z.B. des Anicius Boethius, des Johannes Scotus Eriugena, Anselms von Canterbury, der Viktoriner, der Chartreser, Hildegards von Bingen, des Thomas von Aquin, des Nikolaus Cusanus. Es soll versucht werden, die individuelle Ausprägung des Denkens in den Institutionen der abendländischen Kultur zu lokalisieren: artes liberales, die Schulen, die Universitäten. Außerdem wollen wir diese Einführung als Auseinandersetzung mit den Quellen verhandeln.

Literatur

Literatur wird von Fall zu Fall angegeben werden. Eine Gesamtbibliographie wird unter Moodle eingestellt werden.

Bibliographische Erstanreger:

Alain de Libera, Denken im Mittelalter, München 2003.

Theo Kobusch: Die Philosophie des Hoch- und Spätmittelalters, München 2011.

 

Leistungsnachweis

M 5 Geschichte der Philosophie+Sprachphilosophie: Klausur P 1 Geschichte der Philosophie: mdl. Prüfung

Hinweise

Keine.

 

11 Peter Abaelard: Dialog eines Juden, eines Christen und eines Philosophen

Berndt

ProS G M15 P 1 M23
2 st. - 4 LP

Do 14.30 – 16.00

 

 

Peter Abaelard (+1142) war nicht nur einer der bedeutendsten Sprachphilosophen des Mittelalters, mit seinem Dialog der drei Religionsvertreter nimmt er vielmehr einen besonderen Platz in den mittelalterlichen Bemühungen um die Begegnung mit dem Islam ein. Literarisch setzt der Dialog dabei die antike, durch Augustinus christianisierte Gesprächskultur fort.

 

Das Werk liegt in einer neuen lat.-dt. Ausgabe vor. Wegen des erheblichen Umfangs werden wir im Seminar nur wichtige Passagen daraus studieren und diskutieren können. Zu Beginn des Semesters wird die Textauswahl feststehen und unter Moodle verfügbar sein, so daß jeder Teilnehmer über das vollständige Dossier verfügt.

 

Zu Beginn jeder Sitzung wird in einem hinführenden Referat die jeweilige Passage erschlossen, so daß anschließend eine Diskussion der philosophischen Positionen möglich ist.

 

Literatur

Peter Abailard, Gespräch eines Philosophen, eines Juden und eines Christen. Lateinisch und deutsch. Herausgegeben und übertragen von Hans-Wolfgang Krautz. Frankfurt: Insel 1995.

 

Dort weitere Literatur.

 

Leistungsnachweis

Die regelmäßige aktive Teilnahme an den Sitzungen vorausgesetzt, umfaßt der Leistungsnachweis ein mdl. Referat sowie die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit.

Hinweise

Keine.

 

12 Philosophiegeschichte Neuzeit I

Wiertz

V G M19 P 2
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.20

bis zum 23.05.2018

 

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Philosophiegeschichte der (frühen) Neuzeit von Francis Bacon bis David Hume. Es werden die wichtigsten Thesen und Argumente einige zentraler Gestalten dieser Epoche vorgestellt und deren Hintergrund beleuchtet.

 

 

 

Literatur

E. CORETH / H. SCHÖNDORF: Philosophie im 17. und 18. Jahrhundert, Stuttgart 2000.

A. KENNY: Geschichte der abendländischen Philosophie III: Neuzeit, Darmstadt 2014.

W. RÖD: Philosophie der Neuzeit I, München 1978.

W. RÖD: Philosophie der Neuzeit II, München 2004.

 

Leistungsnachweis

B A Phil: “Philosophiegeschichte Neuzeit I” ist gemeinsam mit “Philosophiegeschichte der Neuzeit II” Bestandteil der Kommissionsprüfung "Philosophiegeschichte Neuzeit" in P 2. Mag Theol: “Philosophiegeschichte Neuzeit I” ist gemeinsam mit “Philosophiegeschichte der Neuzeit II” Bestandteil der Prüfung "Philosophiegeschichte Neuzeit", mit der der Leistungsnachweis Philosophiegeschichte in M 19 erworben werden kann.

 

13 Philosophiegeschichte der Neuzeit II

Hanke

V G M19 P 2
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.20

ab dem 30.05.2018

 

Diese Vorlesung behandelt die so genannte „klassische deutsche Philosophie“ (ca. 1780 bis 1850). An ihrem Anfang steht Immanuel Kant. Er revolutioniert Erkenntnistheorie und Metaphysik, Ethik und Religionsphilosophie. In verschiedenen Stufen der Reaktion auf ihn und aufeinander folgen Fichte, Schelling, Hölderlin und die Romantiker, Hegel und noch einmal Schelling.

 

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Charakteristik der Epoche und das Werk der genannten Autoren. In systematischer Absicht geht es dabei vor allem um die Frage einer Grundlegung der Philosophie anhand der Verhältnisbestimmung von Subjektivität und Objektivität.

 

Literatur

a) Überblicke:

 

JAESCHKE, Walter, ARNDT, Andreas, Die Klassische Deutsche Philosophie nach Kant. Systeme der reinen Vernunft und ihre Kritik 1785-1845, München: Beck 2012 [749 Seiten].

 

JAESCHKE, Walter, ARNDT, Andreas, Die Philosophie der Neuzeit 3. Teil 2: Klassische Deutsche Philosophie von Fichte bis Hegel (Geschichte der Philosophie Band IX, 2, herausgegeben von Wolfgang Röd). München: Beck 2013 [Kurzfassung des zuvor genannten Buches: 320 Seiten].

 

FORSTER, Michael N., GJESDAL, Kristin (edd.), The Oxford Handbook of German Philosophy in the Nineteenth Century, Oxford University Press 2015.

 

PINKARD, Terry, German Philosophy 1760-1860. The Legacy of Idealism, Cambridge: Cambridge University Press 2010.

 

SANDKÜHLER, Hans Jörg (Hg.), Handbuch Deutscher Idealismus, Stuttgart, Weimar: Metzler 2005.

 

b) Einführungen zu Kant und Hegel:

 

GERHARDT, Volker, Immanuel Kant. Vernunft und Leben, Stuttgart: Reclam 2002. (9,00 Euro)

 

EMUNDTS, Dina, HORSTMANN, Rolf-Peter, Hegel. Eine Einführung, Stuttgart: Reclam 2002. (3,60 Euro)

 

BERTRAM, Georg W., Hegels „Phänomenologie des Geistes“. Ein systematischer Kommentar, Stuttgart: Reclam 2017. (14,80 Euro)

 

Leistungsnachweis

Kommissionsprüfung zusammen mit Lehrveranstaltung 12 (Wiertz, Philosophiegeschichte der Neuzeit I)

 

14 Geschichte der Philosophie: Philosophie des 19./20. Jahrhunderts

Disse

V G M19 P 2
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Philosophie des 19./20. Jahrhunderts bzw. die Philosophie der Moderne wird mit Blick auf vier philosophische Themen dargestellt, die diese Epoche besonders prägen:

 

Freiheit, Intersubjektivität, Naturwissenschaften als Paradigma und Endlichkeit.Von Kant bis Foucault werden eine Auswahl grundlegender Ansätze zu diesen Themen behandelt.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: P1, wahlweise mündliche Prüfung (15 min) oder Kommissionsprüfung zusammen mit Philososphiegeschichte der Neuzeit (20 min). Magister Theologie M 19: Mündliche Prüfung (15 min).

 

15 Schelling, Über das Wesen der menschlichen Freiheit

Hanke

ProS M23 P 2 M15
2 st. - 4 LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775-1854) spielt eine wichtige Rolle in der philosophischen Entwicklung, die auf Immanuel Kant folgt. Seine eigene Philosophie hat er sein Leben lang immer wieder aus- und umgebaut. Die „Philosophischen Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit“ von 1809, kurz „Freiheitsschrift“ genannt, markieren dabei einen wichtigen Wendepunkt.

 

Die Freiheitsschrift ist inhaltlich interessant, weil Schelling darin untersucht, wie sich menschliche Freiheit in der Geschichte verwirklicht. Dabei spürt er auch den Abgründen der menschlichen Freiheit, dem Bösen, nach. Woher kommt das Böse? Zur Beantwortung dieser Frage reflektiert Schelling auch auf Bilder und Konzepte, die ursprünglich in der Theologie beheimatet sind. Insbesondere behandelt er das Theodizee-Problem: wie kann ein guter und liebevoller Gott mit der Wirklichkeit des Bösen zusammengedacht werden?

 

Literatur

Primäre Grundlage des Seminars ist diese Ausgabe:

 

SCHELLING, Friedrich Wilhelm Joseph, Über das Wesen der menschlichen Freiheit und die damit zusammenhängenden Gegenstände, herausgegeben von Thomas BUCHHEIM, Meiner: Hamburg 2. Auflage 2011.

 

Empfohlene Sekundärliteratur:

 

HÖFFE, Otfried, PIEPER, Annemarie (Hgg.), Klassiker Auslegen: Schelling, Über das Wesen der menschlichen Freiheit, Berlin 1995.

 

EGLOFF, Lisa, Das Böse als Vollzug menschlicher Freiheit. Die Neuausrichtung idealistischer Systemphilosophie in Schellings Freiheitsschrift, Berlin, Boston 2016.

 

BAUMGARTNER, Hans Michael, JACOBS, Wilhelm G. (Hgg.), Schellings Weg zur Freiheitsschrift. Legende und Wirklichkeit, Stuttgart-Bad Cannstatt 1992.

 

BUCHHEIM, Thomas, HERMANNI, Friedrich (Hgg.), „Alle Persönlichkeit ruht auf einem dunkeln Grunde“. Schellings Philosophie der Personalität, Berlin 2004.

 

HERMANNI, Friedrich, Die letzte Entlastung. Vollendung und Scheitern des abendländischen Theodizeeprojekts in Schellings Philosophie, Wien 1994.

 

STOFFERS, Johannes, Die Befreiung vom Bösen und der Aufstieg zum Absoluten. Fichte, Schelling und der Gedanke göttlicher Gnade, Berlin u.a. 2011.

 

Leistungsnachweis

Die Studierenden lesen jede Woche einen Textabschnitt, zu dem die Seminarleitung vorab zwei Fragen gestellt hat. Diese Fragen sind auf ca. einer Seite zu beantworten. Mit Hilfe der Online-Plattform Moodle sind diese Antworten vor der folgenden Seminarsitzung (bis Dienstag, 16 Uhr) bei der Seminarleitung einzureichen. Diese Papers fügen sich während des Semesters sukzessive zu einer Hausarbeit zusammen, die einen kleinen Kommentar zu Schellings Freiheitsschrift darstellen wird. Nach Ende der Vorlesungszeit ist keine weitere Leistung zu erbringen.

 

16 Sprachphilosophie, analytisch und hermeneutisch

Watzka

V G M05 P 3
2 st. - 3 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Sprachphilosophie ist eine relativ junge philosophische Disziplin. Ihren Aufstieg zur Grundlagenphilosophie bzw. Ersten Philosophie verdankt sie der Einsicht, dass die Sprache mehr ist als ein Medium der Kommunikation. Gedanken werden in der Sprache erzeugt, nicht nur übertragen. Die moderne Sprachphilosophie begann als Kritik an der Bewusstseinsphilosophie bzw. am Mentalismus, die davon ausgingen, dass unser Geist über innere Bedeutungsträger verfügt, mittels derer er äußere Gegenstände und Sachverhalte repräsentieren kann. Die „Verstoßung der Gedanken aus dem Bewusstsein“ (M. Dummett) führte zur Anerkennung eines Bereichs geteilter Bedeutungen und deren Bindung an die Praxis sprachlicher Verständigung. Die „Wende zur Sprache“ (R. Rorty) war keine Affäre, die auf die analytische Philosophie beschränkt blieb, sie wurde zeitgleich in der so genannten kontinentalen, hermeneutischen Philosophie vollzogen. – In der Vorlesung werden einige Stationen dieser Geschichte exemplarisch behandelt (Frege, Wittgenstein I und II, Austin, Searle, Brandom, Heidegger, Ricoeur). Ein Augenmerk ist auf die Frage gerichtet, ob es nicht doch möglich ist, Begriffe zu haben und denken zu können, ohne eine Sprache zu beherrschen und Gedanken ausdrücken und mitteilen zu können.

Literatur

Ernst Tugendhat, Ursula Wolf, Logisch-semantische Propädeutik, Stuttgart: Reclam 1983

 

Heinrich Watzka, Sprachphilosophie, Stuttgart: Kohlhammer 2014 (Grundkurs Philosophie Band 11)

 

Charles Taylor, Das sprachbegabte Tier. Grundzüge des menschlichen Sprachvermögens, Berlin: Suhrkamp 2017

 

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P3): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Erkenntnistheorie. Magisterstudium Theologie (M5): Mündliche Prüfung (20 Min.) vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission über eine Epoche der Philosophiegeschichte (Antike oder Mittelalter) und ein Gebiet der systematischen Philosophie (Erkenntnistheorie oder Sprachphilosophie). Die Prüfungskommission, die zeitgleich prüft, weist unmittelbar vor der Prüfung die Prüfer zu. Voraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme an der Übung „Logik“.

 

17 Philosophische Erkenntnistheorie

Wiertz

V G M05 P 3
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.00

 

Die menschliche Fähigkeit zur Erkenntnis von Wahrheit wurde und wird in der Philosophie und anderen Disziplinen immer wieder in Frage gestellt. Dagegen soll in dieser Vorlesung dafür argumentiert werden, dass wir prinzipiell fähig sind u.a. durch die Reflexion auf epistemische Gründe den Wahrheitswert von Propositionen zutreffend zu bestimmen.

Dafür muss allerdings geklärt werden, was unter “Wissen” und “Wahrheit” zu verstehen ist, was einen guten epistemischen Grund auszeichnet und warum relativistische und skeptizistische Positionen trotz ihrer prima facie-Plausibilität nicht überzeugen können. Da Erkenntnis nicht ein rein individuelle sondern auch ein soziales Phänomen ist, wird auch ein Einblick in die neuere soziale Erkenntnistheorie gegeben.

Literatur

Bernecker, S.; Pritchard, D. (Hg.), The Routledge Companion to Epistemology, New York 2014.

 

BonJour, L., Epistemology. Classic Problems and Contemporary Responses, Lanham 2002.

 

Greco, E.; Sosa, E. (Hg.), The Blackwell Guide to Epistemology, Malden, Oxford 1998.

 

Engel, P., Truth, Montreal, Kingston 2002.

 

Ernst, G., Einführung in die Erkenntnistheorie, Darmstadt 2007.

 

Grundmann, T., Analytische Einführung in die Erkentnistheorie, Berlin 2007.

 

Hawthorne. J (Hg.)., Epistemology (Philosophical Perspectives 19), Malden, Oxford 2006.

 

N. Kompa; s. Schmoranzer (Hg.); Grundkurs Erkenntnistheorie, Münster 2014.

 

Moser, P.K. (Hg.), Empirical Knowledge. Readings in Contemporary Epistemology, Lanham, London 19962.

 

Moser, P. (Hg.), The Oxford Handbook of Epistemology, Oxford 2005.

 

Porter, S.L., Restoring the Foundations of Epistemic Justification. A Direct Realist und Conceptualist Theory of Foundationalism, Lanham 2006.

 

Steup, M.; Sosa, E. (Hg.), Contemporary Debates in Epistemology, Malden, Oxford 2005.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Das Fach Erkenntnistheorie ist gemeinsam mit der antiken Philosophiegeschichte Bestandteil einer Kommissionsprüfung oder einer Klausur in M 5. B A Phil: Für den Bestandteil in Modul P 3 wird zusätzlich der Lektürekurs zur Vorlesung Erkenntnistheorie benötigt.

 

18 Jay F. Rosenberg, "Drei Gespräche über Wissen" (Lektürekurs zur Vorlesung "Philosophische Erkenntnistheorie")

Felician Gilgenbach

Anmeldung bitte bis zum 08.04.2018 an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

L G P 3
1 st. - 2 LP

Mo 10.35 – 12.10

ab dem 04.06.2018

 

Die Lektüre bietet eine erste Orientierung bezüglich der großen Fragen der Erkenntnistheorie. Rosenberg wählt die in der philosophischen Tradition beliebte Form des Dialogs. Er lässt mehrere Gesprächspartner locker und gut verständlich, aber auch kontrovers miteinander diskutieren, ohne dabei die nötige begriffliche und argumentative Präzision zu vernachlässigen.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen die Fragen nach dem Begriff des Wissens sowie nach den Möglichkeiten und den Grenzen unseres Wissens.

 

 

Literatur

Jay F. Rosenberg: Drei Gespräche über Wissen. Stuttgart : Reclam, 2013.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis kann erworben werden bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: - Lektüre des Textes - fristgerechte Anfertigung von Hausaufgaben - regelmäßige aktive Teilnahme - fristgerechte Anfertigung eines Essays (ca. 5 Seiten).

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 08.04.2018 per E-Mail an:

gilgenbach@sankt-georgen.de

 

19 Einführung in die Aussagen- und Prädikatenlogik

Watzka

Ü M05 P 3
1 st. - 2 (für P3) / 1.5 (für M5) LP

Mi 08.45 – 09.30

 

Wer argumentiert, bedient sich (oft intuitiv und unbewusst) logischer Schlussregeln. Aber auch unser gewöhnliches Denken und Sprechen setzt elementare Regeln der Logik voraus.

 

Die Logik ist die Lehre vom gültigen Schließen. Die Übung bietet eine Einführung in die elementare Aussagen- und Prädikatenlogik. Die Aussagenlogik umfasst nur solche Regeln, die auf ganze Sätze, deren Verknüpfung und Verneinung zutreffen. Die Prädikatenlogik berücksichtigt darüber hinaus die Binnenstruktur der Sätze als auch die Quantoren. So lassen sich Existenz- und Allaussagen formulieren. Andere Zweige der Logik wie die Modallogik, die Zeitlogik und die deontische Logik sind Erweiterungen der Aussagen- und Prädikatenlogik. Sie können in der Übung nicht behandelt werden.

 

Die auf Aristoteles zurückgehende und in der scholastischen Philosophie und Theologie perfektionierte Syllogistik lässt sich zwanglos in die moderne Aussagen- und Prädikatenlogik integrieren, deren Merkmal die vollständige Formalisierbarkeit ist. Ziel der Übung ist die Vermittlung der Grundlagen der Formalisierung. Einfachere Schemata werden auf konkrete Textbeispiele angewandt und auf ihre Relevanz für das tatsächliche Argumentieren in Philosophie und Theologie hin durchsichtig gemacht.

Literatur

Wilhelm Büttemeyer: Logik zur Einführung, Hamburg: Junius 2014

 

Jörg Hardy, Christoph Schamberger: Logik der Philosophie. Einführung in die Logik und Argumentationstheorie, Göttingen: Vandenhoek und Ruprecht 2012

 

Winfried Löffler: Einführung in die Logik, Stuttgart: Kohlhammer 2008

 

Sven Rosenkranz: Einführung in die Logik, Stuttgart: Metzler 2006

 

Niko Strobach: Einführung in die Logik, Darmstadt: Wissenschaftl. Buchgesellschaft 2005

 

Thomas Zoglauer: Einführung in die formale Logik für Philosophen, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 1997

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und das korrekte Lösen von Testaufgaben kann ein unbenoteter Leistungsnachweis in Logik I (P 3) erworben werden. Magisterstudium Theologie: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und das korrekte Lösung von Testaufgaben kann ein unbenoteter Leistungsnachweis in Logik (M 5) erworben werden.

 

20 Philosophische Theologie

Wiertz

V G M14 P 4
2 st. - 3 (für P4) / 4.5 (für M14) LP

Mo 14.30 – 16.00

 

Der theistische Gottesbegriff hat in der Geschichte der philosophischen Reflexion auf den Gottesbegriff eine wichtige Rolle gespielt und ist auch für die philosophische Auseinandersetzung mit der Vielfalt der Religionen bedeutsam.

Die Vorlesung soll mit dem theistischen Gottesbegriff und dessen philosophischer Bedeutung und Schwierigkeit bekanntmachen. Dazu wird nach der Möglichkeit von Aussagen über ein transzendentes Wesen gefragt, wesentliche Eigenschaften des theistischen Gottes behandelt, verschiedene Positionen zum Verhältnis zwischen religiösem Glauben und Vernunft vorgestellt und Argumente für und gegen die Wahrheit der Überzeugung von der Existenz des theistischen Gottes behandelt.

Literatur

- Beckermann, A., Glaube, Berlin 2013.

- Craig, W.L. (Hg.), Philosophy of Religion. A Reader and Guide, Edinburgh 2002.

- Kreiner, A., Das wahre Antlitz Gottes - oder was wir meinen, wenn wir Gott sagen, Freiburg 2006

- Löffler, W., Einführung in die Religionsphilosophie, Darmstadt 2006.

- Murray, M.J.; Rea, M., An Introduction to the Philosophy of Religion, Cambridge 2008.

- Oppy, G. (Hg.), The Routledge Handbook of Contemporary Philosophy of Religion, New York 2015.

- Perry, J., Dialog über das Gute, das Böse und die Existenz Gottes, Stuttgart 2012.

- Perry, J., Dialog über personale Identität und Unsterblichkeit, Stuttgart 2013.

- Ricken, F., Religionsphilosophie, Stuttgart 2003.

- Swinburne, R., Glaube und Vernunft, Würzburg 2009.

- Tetens, H., Gott denken: Ein Versuch über rationale Theologie, Stuttgart 2015.

- Zagzebski, L., The Philosophy of Religion. An Historical Introduction, Malden/MASS, Oxford 2007

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Mündliche Kommissionsprüfung (20 Min.) gemeinsam mit Metaphysik (P4). Die Teilnahme am Lektürekurs zur Vorlesung Philosophische Theologie ist verpflichtend. Magisterstudium Theologie: Kommissionsprüfung (20 Min) mit Fundamentaltheologie (Theologie der Religionen; Weltkirche und Mission).

 

21 Holm Tetens, "Gott denken" (Lektürekurs zur Vorlesung "Philosophische Theologie")

Felician Gilgenbach

Anmeldung bitte bis zum 08.04.2018 an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

L G P 4
1 st. - 2 LP

Mo 10.35 – 12.10

bis zum 28.05.2018

 

Im Lektürekurs wird das Büchlein von Holm Tetens "Gott denken. Ein Versuch über rationale Theologie" gelesen. Das Buch ist der Versuch, den Glauben an die Existenz Gottes und an ein jenseitiges Leben als die im Vergleich mit dem Naturalismus plausiblere metaphysische Theorie zu erweisen.

 

Tetens Fazit: Es wird erst dann um die Philosophie "besser bestellt sein als gegenwärtig, wenn Philosophen mindestens so gründlich, so hartnäckig und so scharfsinnig über den Satz ›Wir Menschen sind Geschöpfe des gerechten und gnädigen Gottes, der vorbehaltlos unser Heil will‹ und seine Konsequenzen nachdenken, wie Philosophen zurzeit pausenlos über den Satz und seine Konsequenzen nachzudenken bereit sind: ›Wir Menschen sind nichts anderes als ein Stück hochkompliziert organisierter Materie in einer rein materiellen Welt‹."

Literatur

Holm Tetens, Gott denken. Ein Versuch über rationale Theologie, Stuttgart 2015.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis wird erworben bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: - Lektüre der jeweils angegebenen Abschnitte des Buches (zu Hause) - fristgerechte Anfertigung von Hausaufgaben - regelmäßige aktive Teilnahme - fristgerechte Anfertigung eines Essays (ca. 5 Seiten)

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum 08.04.2018 per E-Mail an: gilgenbach@sankt-georgen.de

 

22 Politische Ethik

Schuster

V G M20 P 10
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Die öffentlichen Debatten der letzten Jahre um strittige Themen der Bioethik haben auch die Frage aufgeworfen, welche Rolle ethische Positionen der Kirchen im säkularen Staat spielen können und welche nicht. Diese Frage ist während der 90ziger Jahre vor allem in USA intensiv diskutiert worden, doch inzwischen ist diese Debatte auch hierzulande angekommen.

Damit ist u.a. auch das spannungsreiche Verhältnis von Politik und Moral wie auch das von Recht und Moral unmittelbar tangiert. Deshalb ist einer angemessenen Verhältnisbestimmung beider Bereiche besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Um eine Lösung des Pluralismusproblems zu finden, ist die Trennung von Fragen der Gerechtigkeit von Fragen des guten Lebens vorgeschlagen worden. Moralische Reflexion im engeren Sinne solle sich auf jene Fragen beschränken, die die gerechte Kooperation von Bürgern, Institutionen und Staaten zum Gegenstand haben. Von Seiten des Kommunitarismus wird die sachliche Berechtigung dieser Trennung bestritten.

Literatur

Kühnlein, Michael (Hg.), Das Politische und das Vorpolitische. Über die Wertgrundlagen der Demokratie, Baden-Baden 2014.

Kühnlein, Michael (Hg.), Kommunitarismus und Religion, Berlin 2010.

Meyer, Thomas, Was ist Demokratie? Eine diskursive Einführung, Wiesbaden 2009.

Meyer, Thomas, Was ist Politik? 3. akt. u. ergänzte Aufl., Wiesbaden 2010.

Rawls, John, Eine Theorie der Gerechtigkeit, Frankfurt a.M. 1975 [1971].

Rawls, John, Politischer Liberalismus, Frankfurt a.M. 1998.

Schaupp, Walter, Gerechtigkeit im Horizont des Guten, Freiburg i.Ue. – Freiburg i.Br. 2003.

Sutor, Bernhard, Politische Ethik. Gesamtdarstellung auf der Basis der Christlichen Gesellschaftslehre, Paderborn u.a. 1991.

Leistungsnachweis

Die Politische Ethik ist Bestandteil der Schlussprüfung M20

 

23 Kolloquium zur Vorlesung "Politische Ethik"

Schuster

Koll G M20 P 10
1 st. - 1.5 (nur für P10) LP

Di 10.35 – 11.20

 

Die Lehrveranstaltung dient der Klärung von Fragen der Studierenden zu den Inhalten der zugehörigen Vorlesung.

Einige Klassiker aus dem Bereich der Politischen Philosophie sollen anhand von Textbeispielen diskutiert werden

Literatur

Literatur: siehe Vorlesung

 

Texte zur Politischen Philosophie (Reclam)

Hrsg.: Ackeren, Marcel van. Mitarbeit: Robaszkiewicz, Lena

358 S.

Leistungsnachweis

Dieses „Kolloquium zur Vorlesung“ ist eine freiwillige Ergänzung zur Vorlesung – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

24 Naturrechtsethik

Herzberg

HS G M23 P 12 M15
2 st. - 6 (für P12) / 4 (für M15 und M23) LP

Mo 16.15 – 17.45

 

Gegenstand dieses Seminars ist die klassische Naturrechtsethik, wie sie sich aus dem Werk des Hl. Thomas von Aquin rekonstruieren lässt. Nach einer einführenden Beschäftigung mit den Grundlagen des Naturrechts in der Antike (Aristoteles, Stoa) steht die genaue Lektüre des berühmten lex-Traktats des Thomas von Aquin (STh I-II 90-108) im Mittelpunkt. Wir werden uns aber auch mit der Rezeption dieses Lehrstücks im 20.Jh. beschäftigen, hier v.a. mit der "New Natural Law Theory" (Grisez, Finnis, Boyle).

Literatur

Einführende Literatur:

Bormann, Franz-Josef: Natur als Horizont sittlicher Praxis. Zur handlungstheoretischen Interpretation der Lehre vom natürlichen Sittengesetz bei Thomas von Aquin, Stuttgart/Berlin/Köln 1999.

Flannery, Kevin L.: Acts amid Precepts. The Aristotelian Logical Structure of Thomas Aquinas's Moral Theory, Washington 2001.

Jensen, Steven J.: Good and Evil Actions. A Journey through Saint Thomas Aquinas, Washington 2010.

Jensen, Steven J.: Knowing the Natural Law. From Precepts and Inclinations to Deriving Oughts, Washington 2015.

Kluxen, Wolfgang: Philosophische Ethik bei Thomas von Aquin, 2.Aufl., Hamburg 1980.

Kluxen, Wolfgang: Lex naturalis bei Thomas von Aquin, Wiesbaden 2001.

Korff, Wilhelm: Der Rückgriff auf die Natur. Eine Rekonstruktion der thomanischen Lehre vom natürlichen Gesetz, in: Philosophisches Jahrbuch 94 (1987) 285-296.

McInerny, Ralph: Ethica Thomistica. The Moral Philosophy of Thomas Aquinas, Washington 1997.

McInerny, Ralph: Aquinas on Human Action, Washington 2013.

Pope, Stephen (Hg.): The Ethics of Aquinas, Washington 2002.

Rhonheimer, Martin: Natur als Grundlage der Moral, Innsbruck 1987.

Rhonheimer, Martin: Die Perspektive der Moral. Philosophische Grundlagen der Tugendethik, Berlin 2001.

 

 

 

 

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P10): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen einer Textpräsentation sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar erworben werden. Magisterstudium Theologie (M15 oder M 23): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen einer Textpräsentation sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie erworben werden.

 

25 Zwischen Regularitätstheorie und Neoaristotelismus: Neuere philosophische Theorien zu Naturgesetzen

Wiertz

Anmeldung bitte bis zum 21.03.2018 per E-Mail an Herrn Prof. Wiertz: wiertz@sankt-georgen.de

HS G M15 P 12 M23
2 st. - 6 (für P12) / 4 (für M15 und M23) LP

Fr 13.04.2018, 15.00 – 18.00

Sa 14.04.2018, 09.30 – 17.00

Fr 18.05.2018, 15.00 – 18.00

Sa 19.05.2018, 09.30 – 17.00

 

Die Erkenntnis von Naturgesetzen bzw. deren präzise Formulierung ist ein wesentlicher Bestandteil der wissenschaftlichen Erforschung der Natur. Nach einem klassischen Modell beinhaltet jede wissenschaftliche Erklärung notwendig den Bezug auf mindestens ein Naturgesetz. Diese prominente Rolle gilt als ein Charakteristikum der neuzeitlich-modernen Naturwissenschaften.

Allerdings ist umstritten, was Naturgesetze sind bzw. ob es überhaupt solche gibt. Noch nicht einmal über die historische Entwicklung des modernen Naturgesetzbegriffs herrscht Einigkeit.

In dem Blockseminar werden am ersten Wochenende wichtige historische Stationen der Entwicklung des Naturgesetzbegriffes (einschließlich differerierender Darstellungen und Bewertungen dieser Stationen) betracht, während am zweiten Wochenende die Beschäftigung mit den wichtigsten zeitgenössischen wissenschaftstheoretischen und metaphysishen Positionen in der philosophischen Diskussion um Naturgesetze im Mittelpunkt stehen.

Literatur

David M. Armstrong: What is a Law of Nature, Cambridge 1983.

Andreas Bartels, Manfred Stöckler, Wissenschaftstheorie: Ein Studienbuch, Paderborn 2007

John W. Carroll, Laws of Nature, Cambridge 1994.

Martin Curd/J.A. Cover, Philosophy of Science: The Central Issues, 2nded. 2012.

Brian Ellis, The Philosophy of Nature. A Guide to the New Essentialism, Montreal 2002.

Michael Hampe: Eine kleine Geschichte des Naturgesetzbegriffs, Frankfurt/Main 2007.

Michael Hampe (Hg.): Naturgesetze, Paderborn 2005.

Rom Harré, Laws of Nature, London 1993.

Marc Lange, Laws and Lawmakers, Oxford 2009.

David Lewis, Papers in Metaphysics and Epistemology, Cambridge 1999.

David Lewis, Philosophical Papers. Volumes I and II, Oxford 1983/86.

David Lewis Counterfactuals, Oxford 1983.

Anna Marmodoro (Hg.), The Metaphysics of Powers, London 2010.

Stephen Mumford (Hg.), Laws in Nature, London, New York 2004.

Stephen Mumford; Matthew Tugby (Hg.), Metaphysics and Science, Oxford 2013.

John T. Roberts, The Law-Governed Universe, Oxford 2008.

Barbara Vetter; Stephan Schmid (Hg.), Dispositionen. Texte aus der zeitgenössischen Debatte, Berlin 2014.

Philosophia Naturalis 2/37 (2000): Was sind und warum gelten Naturgesetze?

Leistungsnachweis

Magisterstudiengang M 15/M 23: Hauptseminar Philosophie Bachelorstudiengang: Hauptseminar für P 12: entweder als Ergänzung zu einem Leistungsnachweis in P 7 (Wissenschaft udn Kuns) oder P 9 (Natur und Kultur).

Hinweise

Die Anmeldefrist für das Hauptseminar ist am 21.3. abgelaufen.

 

26 Einführung in Pädagogik und Psychologie

Wagener

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn DDr. Wagener: wagener@sankt-georgen.de

L/Ü G M15 P 13
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.00

 

In pädagogisch und psychologisch relevanten Fragen gibt es in der Regel nicht eine einzige anerkannte Position, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher, oft sogar auch entgegengesetzter Ansichten, die alle mit mehr oder weniger guten Gründen vorgetragen werden. Es genügt also nicht, sich einfach einer Ansicht anzuschließen. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Vorstellungen zu prüfen und durch Abwägen der Argumente zu einem eigenen Urteil zu gelangen.

Dazu werden wir uns nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Pädagogik auch mit den (geisteswissenschaftlichen, kritisch-rationalen und konstruktivistischen) Richtungen der Erziehungswissenschaft beschäftigen. Wir werden die Methoden der Erziehungswissenschaft (klassische Hermeneutik, empirische Methode, methodischer Ansatz der Kritischen Erziehungswissenschaft) kennenlernen. Schließlich stellt sich die Frage, ob und warum der Mensch auf (religiöse) Erziehung angewiesen ist?

Im Anschluss daran wenden wir uns der Allgemeinen Psychologie zu, wie sie Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen und Denken, Emotionen und Motivationen sowie Sprechen verstehen. Unabdingbar ist die Beschäftigung mit der Entwicklungspsychologie (anhand von Piaget und Erikson), der Persönlichkeits-, Sozial- und Tiefenpsychologie. Abschließend thematisieren wir die Religionspsychologie.

Literatur

Veronika Brandstätter und Jürgen H. Otto (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psychologie – Motivation und Emotion, Göttingen 2009.

 

Erik H. Erikson, Kindheit und Gesellschaft, Stuttgart 11., veränd. Auflage 1992.

 

Joachim Funke und Peter A. Frensch (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psychologie – Kognition, Göttingen 2006.

 

Bernhard Grom, Religionspsychologie, München 3., vollständig überarbeitete Auflage 2007.

 

H. Gudjons, Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn 2008.

 

Marcus Hasselhorn, Andreas Gold, Pädagogische Psychologie. Erfolgreiches Lernen und Lehren, Stuttgart 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2013.

 

S. Heine, Grundlagen der Religionspsychologie, Göttingen 2005.

 

K. Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis, Freiburg Schweiz 2002.

 

H.-Chr. Koller, Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft. Eine Einführung, 2009.

 

Ingrid Scharlau, Jean Piaget zur Einführung, Hamburg 3., überarbeitete Auflage 2013.

 

Wolfgang Schneider und Marcus Hasselhorn (Hrsg.), Handbuch der Pädagogischen Psychologie, Göttingen 2008.

Leistungsnachweis

Es kann ein Leistungsnachweis (aktive Teilnahme und benotete Präsentation für Theologiestudierende bzw. aktive Teilnahme und unbenotete Präsentation für Phi-losophiestudierende) erworben werden.

 

27 Einführung in die Mediävistik

Berndt

L/Ü G P 13
2 st. - 3 LP

Vorbesprechung am

Di 10.04.2018, 10.30 Uhr

weitere Termine nach

Vereinbarung

 

Die Vorbesprechung am 10. 4. dient der Terminfindung und einer grundlegenden Information.

 

Leistungsnachweis

Die regelmäßige und aktive Teilnahme vorausgesetzt, wird der Leistungsnachweis durch einen Essay im Umfang von bis zu 5 Seiten erbracht.

Hinweise

Keine.

 

28 Repetitorium Philosophie: Vorlesungsbezogene Vertiefung von Themen der Systematischen Philosophie (Themen nach Absprache)

Fauth

R G

Erste Sitzung:

Di 17.04.2018, 14.30

Weitere Termine nach

Vereinbarung (Di zwischen 14.30 und 17.30)

 

Das philosophische Repetitorium soll Studierenden Gelegenheit bieten, offene Fragen zur systematischen Philosophie zu besprechen.

Themenauswahl und Arbeitsweise sollen sich aus den Fragen der Studierenden ergeben. Die Festlegung erfolgt in der ersten Sitzung am 17.04.2018

Leistungsnachweis

 

30 Linda Zagzebski, Divine Motivation Theory

Herzberg / Wiertz

OS A - 4 LP

nach Vereinbarung

 

Im Mittelpunkt dieses Oberseminars steht die intensive Lektüre dieses für den Grenzbereich von Philosophischer Theologie und Ethik wichtigen Werks.

 

Literatur

Linda Zagzebski, Divine Motivation Theory, Cambridge 2004.

Leistungsnachweis

Nach vorheriger Absprache kann ein Leistungsnachweis im Rahmen des Aufbaustudiums (Dr. theol.; PhD) erworben werden.

Hinweise

Teilnahme nur noch vorheriger Anmeldung bei Prof. Dr. Dr. Oliver Wiertz oder Prof. Dr. Stephan Herzberg.

Die Termine werden auf Anfrage bekanntgegeben.

 

105 „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ Ein roter Faden durch die europäische Kunstgeschichte. Eine Übung vor Originalen in Frankfurter Museen, Kirchen, Galerien und Künstlerateliers

Mann

Anmeldung bitte bis 05.04.2018 per E-Mail an Herrn Dr. Mann: Stephan.Mann@goch.de

Ü G M22 P 13
2 st. - 3 LP

Do 13.30 – 15.30

Termine: 12.04.2018,

26.04.2018, 03.05.2018,

24.05.2018, 07.06.2018,

21.06.2018 und 05.07.2018

 

Die Übung richtet sich an alle Studierenden die tiefer in die Geschichte der europäischen Kunst und ihre gesellschaftlichen Bedingungen eindringen möchten.

Vor den Originalen aus 9 Jahrhunderten versuchen wir einen roten Faden durch die Geschichte der Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart zu spinnen. Ausgangspunkt unserer Gespräche ist stets die Kunstbetrachtung vor Ort.

 

Vor den bedeutendsten Werken der Malerei im Frankfurter Städel geht es um die Entwicklung der Malerei und Skulptur in ihrer Wechselbeziehung zur Theologie und Geschichte in ihrer Entstehungszeit. Schließlich diskutieren wir im MMK vor Werken von Beuys, Warhol u.a. den Kunstbegriff der Gegenwart.

Parallel hierzu werden wir die Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart durch ausgesuchte Besuche in Frankfurter Kirchen wie dem Dom oder des Karmeliterklosters sowie Bauten des 20. Jahrhunderts nachzeichnen.

 

Um das Verständnis für das künstlerische Schaffen zu vertiefen, wird die Übung mit Besuchen in Frankfurter Künstlerateliers abschließen.

Leistungsnachweis

Hinweise

1. Treffen: 12.4.2018, 13.30 Uhr – 15.30 Uhr, Städel, Schaumainkai 63.

Einleitung in die Heilige Schrift

 

40 Biblische Einleitungswissenschaften II

Hölscher

V G M01
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung gibt zunächst einen Einblick in die neutestamentliche Zeitgeschichte und religiöse Umwelt des Neuen Testaments. Dabei werden die Entwicklungen von der Zeit Alexanders des Großen bis zum Bar-Kochba-Aufstand in den Blick genommen. Vor diesem Hintergrund werden in einem zweiten Schritt die vier neutestamentlichen Evangelien vorgestellt. Dabei stehen Aufbau, Gliederung und erzählerische Konzeption der Evangelien ebenso im Zentrum wie ihre Entstehungsbedingungen, die zu Grunde liegenden Quellen und wichtige theologische Grundlinien.

Literatur

I. Broer/H.-U. Weidemann, Einleitung in das Neue Testament, Würzburg 42016.

 

M. Ebner/S. Schreiber (Hrsg.), Einleitung in das Neue Testament (KStTh 6), Stuttgart 22013.

 

B. Kollmann, Einführung in die neutestamentliche Zeitgeschichte (Einführung Theologie), Darmstadt 32014.

 

K.-W. Niebuhr (Hrsg.), Grundinformation Neues Testament. Eine bibelkundlich-theologische Einführung (UTB 2108), Göttingen 42011.

 

U. Schnelle, Einleitung in das Neue Testament (UTB 1830), Göttingen 82013.

 

J. Schröter/J. K. Zangenberg (Hrsg.), Texte zur Umwelt des Neuen Testaments (UTB 3663), Tübingen 32013.

Leistungsnachweis

Mag Theol. M 1: Mdl. Prüfung (wie bei Frau Prof. Peetz)

 

41 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift II

Peetz

V G M14
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Der Vorlesungszyklus zur religionswissenschaftlichen Umwelt der Bibel umfasst zwei Lehrveranstaltungen, die den Einfluss der jeweiligen geistigen und religiösen Strömungen auf die biblische Literatur aufzeigen und reflektieren wollen: Inwieweit und inwiefern waren die biblischen Autoren von Kultur und Religion ihrer Umwelt beeinflusst und welche Auswirkungen haben diese Einflüsse auf die Entstehung des Juden- und Christentums? Anhand der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den „benachbarten“ Religionen soll das Spezifische des Juden- und Christentums herausgearbeitet und schließlich auch reflektiert werden, in welchem Beziehungsverhältnis das Judentum zum Christentum selbst steht.

 

Die zweite in diesem Sommersemester stattfindende Lehrveranstaltung „religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift II“ untersucht schwerpunktmäßig die religiösen und kulturellen Transformationsprozesse der Antike, die für die Entstehung des heutigen Juden- und Christentums maßgeblich geworden sind. Das heißt es geht um das spannende Beziehungsverhältnis von Juden, Griechen, Römern und Christen in Anpassung und Abgrenzung von einander: Wie sieht das Frühjudentum zur Zeit Jesu aus und welche Relevanz hat es für die neutestamentlichen Schriften? Welche Rolle spielen hellenistisch- römische Strömungen für das Frühjudentum und für das Neue Testament und wie genau sieht die wechselseitige Beeinflussung aus? Mit Fragen dieser und ähnlicher Art werden wir uns in dieser Lehrveranstaltung beschäftigen, insbesondere auf der Grundlage biblischer und außerbiblischer Textzeugnissen.

Nach einer kurzen Einführung in die Welt der Antike zur Zeit Jesu und des Neuen Testaments behandelt die Vorlesung vor allem drei Themenfelder:

 

I Das Frühjudentum zu Zeit Jesu (z.B. jüdische Religionsparteien, Qumran, Tempel und Synagoge)

II Der hellenistisch- römische Kontext des Neuen Testaments (z.B. Hellenistisch- römische Götterwelt, Kaiserkult, Mysterienkulte, Gnosis)

III Die Briefliteratur des Neuen Testamentes

Literatur

wird in der Vorlesung bekannt gegeben

Leistungsnachweis

Magisterstudiengang: mündliche Prüfung, M14 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift

Exegese des Alten Testaments

 

42 Psalmen

Rothenbusch

Ü G M09
1 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

bis zum 07.06.2018

 

Athanasius von Alexandrien berichtet im Brief an Marcellinus (PG 27,12ff) ein Wüstenvater habe einst zu ihm gesagt: „Ja, in den übrigen Büchern der hl. Schrift, hörst du nur das Gesetz, das anordnet, was du tun sollst und was du nicht tun darfst. Du vernimmst die Prophezeiungen, so dass du lediglich weißt, dass der Heiland kommen wird. … Wer dagegen den Psalter liest, erfährt nicht nur diese Dinge; er lernt in ihm außerdem noch die Regungen seiner eigenen Seele kennen und bekommt über sie Aufschluss. … So wird ein jeder die Erfahrung machen, dass diese göttlichen Gesänge für uns und die Regungen und Befindlichkeiten unserer Seele wie geschaffen sind“. Oder kürzer Rainer Maria Rilke: "... habe schließlich die Psalmen gelesen, eines der wenigen Bücher, in denen man sich restlos unterbringt".

 

Der Psalter ist das hauptsächliche Meditationsbuch Israels und das wichtigste Gebetbuch der Kirche. Kein Buch wird häufiger im NT zitiert. Es war Jesu Lieblingsbuch.

 

Ziel der Veranstaltung ist es, durch Übungen (Hausaufgaben) und interaktiven Unterricht Psalterexegese und Psalmenexegese zu verbinden, d.h. die einzelnen Gedichte im Detail zu analysieren und zugleich eine Idee von dem Drama zu bekommen, das sich im Gesamtbuch zwischen Ps 1 und Ps 150 abspielt.

 

Die Veranstaltung ist ein einstündiger Bestandteil des Moduls 11, wird aber ein halbes Semester lang doppelstündig durchgeführt. Es werden wöchentlich Übungsaufgaben gestellt.

 

Aus diesen Übungen ergibt sich wesentlich der Leistungsnachweis. Mit dem Übungscharakter verbunden ist offensichtlich eine Anwesenheitspflicht, wie sie sonst nur bei Seminaren gilt.

Literatur

wird noch bekannt gegeben

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 9): Durch semesterbegleitende schriftliche Übungen wird der nicht benotete Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erworben werden.

 

43 Hohelied

Peetz

V G M16
2 st. - 4 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Das Hohelied hat in der Antike die Rabbinen ebenso fasziniert wie die Kirchenväter. Im hohen Mittelalter gibt es eindrucksvolle Kommentare zu dieser biblischen Schrift. Mystiker und Mystikerinnen aller Zeiten leihen sich ihre Worte beim Hohenlied. Bis heute fesselt diese Sammlung lyrischer Liebeslieder die Leser durch ihre Bilder voller Sinnlichkeit und Erotik.

In der Vorlesung steht die literaturwissenschaftliche Analyse dieser hebräischen Liebeslyrik im Vordergrund sowie die Frage nach der Emotionalität des Textes. Dabei soll zugleich den religiösen Sinndimensionen des Hoheliedes nachgegangen werden.

 

Literatur

Peetz, Melanie, Emotionen im Hohelied. Eine literaturwissenschaftliche Analyse hebräischer Liebeslyrik unter Berücksichtigung geistlich-allegorischer Auslegungsversuche (HBS 81), Freiburg u.a. 2015.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

 

Leistungsnachweis

Magistertstudium M 16: Teil der mündlichen Kommissionsprüfung, Exegese eines prophetischen oder sapientialen Texts

 

44 Hebräische Lektüre

Peetz

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs zum Buch Hohelied baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

Exegese des Neuen Testaments

 

45 Jesus Christus im Neuen Testament

Wucherpfennig

V G M08
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Wer ist Jesus Christus? Auf diese Frage bieten die Schriften des Neuen Testaments keine fertigen Lösungen, sondern jede einzelne sucht nach neuen Antworten und Ausdrücken. In der Person Jesu konzentriert sich die vielfältige Gottesbeziehung Israels, daher bilden das Alte Testament und die Schriften des zeitgenössischen Judentums einen ersten Bezugspunkt für das Verständnis Jesu. Gleichzeitig finden die Christen in der hellenistisch-römischen Umwelt Anknüpfungspunkte, um die Person Jesu zu verstehen.

 

In dieser Vorlesung lernen Sie, unser "Altes Testament", die Bibel der ersten Christen, als erstes Zeugnis für den Christus des Neuen Testaments zu lesen. Das Neue Testament sollen Sie dann als Zeugnis der vielfältigen Entwicklung der ersten gemeindlichen Verkündigung von Jesus verstehen lernen. Es ist Teil der frühjüdischen und frühchristlichen Literaturgeschichte. Dazu beginnen wir mit den ältesten neutestamentlichen Zeugnissen vom Sterben Jesu, fragen in einem zweiten Schritt nach der Bedeutung seiner Auferstehungund nähern uns von da aus dem irdischen Wirken Jesu an.

Literatur

(in Auswahl)

Alois Grillmeier, Jesus der Christus im Glauben der Kirche, Band 1: Von der Apostolischen Zeit bis zum Konzil von Chalkedon (451). Mit einem Nachtrag aktualisiert, Freiburg 2004.

Martin Karrer, Jesus Christus im Neuen Testament, NTD, Erg. 11, Göttingen 1998.

Philippe Lefebvre, Livres de Samuel et récits de résurrection. Le messie ressuscité 'selon les Écritures', Paris 2004.

Stefan Schreiber, Die Anfänge der Christologie. Deutungen Jesu im Neuen Testament, Neukirchen-Vluyn 2015.

Angelika Strotmann, Der historische Jesus: eine Einführung, Paderborn 2012

 

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 8: Exegese NT durch Klausur zusammen mit Christologie I und Eschatologie

Hinweise

Diplom Theologie: SbL in Synoptiker (nach Absprache)

 

46 Hebräerbrief

Portalatin

V G M16
2 st. - 4 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Der Hebräerbrief ist, mit dem Römerbrief, eine der beiden längsten Briefe des Neuen Testaments, und im heutigen biblischen Kanon eröffnet der Römerbrief das Corpus Paulinum und der Hebräerbrief schließt es ab. Die Theologie des Hebräerbriefes "ergänzt" nicht nur die paulinische Theologie, sondern sie steht auch als eine der wichtigsten theologischen Säulen der ersten Kirche für die Lehre über den Glauben und das Hohepriestertum Christi, daher auch ein christlich verstandenes Priestertum. Außerdem gehört der Hebräerbrief sprachlich und rhetorisch zu den besten Schriften Neuen Testament. In dieser Vorlesung führen wir die Exegese von ausgewählten Texten des Briefes durch, mit Akzenten auf seine literarische Struktur, seine semantische Konstruktion von Zeit und Raum, seine Inter-Texte im Alten Testament, seine möglichen Verbindungen mit der mittel-platonischen Philosophie, und seine theologische Bedeutung für die Christologie und Ekklesiologie heute.

Literatur

Text: Novum Testamentum Graece (Nestle-Aland). Auf. 28. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 2013.

 

Referenzbuch: Backhaus, Knut. Der Hebräerbrief. Regensburg: Friedrich Pustet Verlag, 2009. Regensburger Neues Testament.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung gegeben werden.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 16: Teil der mündlichen Kommissions-Prüfung (Exegese zu Corpus Paulinum) Diplom Theologie: sbL Briefe

 

47 Griechische Lektüre: Hebräerbrief

Wucherpfennig / Hühne

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Im Lektürekurs werden begleitend zur Vorlesung von Dr. Portalatin ausgewählte Abschnitte aus dem Hebräerbrief gelesen. Der Hebräerbrief ist eine rhetorisch, philosophisch und theologische gebildete Rede, oder ein Brief aus dem letzten Viertel des 1. Jhdt.s n. Chr. Sprachlich gehört der Hebr zu den wertvollsten und philologisch ausgefeiltesten Schriften des Neuen Testaments. Unter der Verwendung der Septuaginta legt der Verfasser die soteriologische Bedeutung Christi dar: "Christus, der wahre Hohepriester, bahnt sich durch seinen Tod den Weg in das ewige Heiligtum im Himmel. Er empfängt selbst die Initiation für diesen Kult und macht die Christen fähig, ihm, dem Vorläufer (6,20) zu folgen und selbst zu Geweihten dieses Kults zu werden. Die Segenskraft des Ganges Jesu vom Kreuz bis in das himmlische Heiligtum ist ein für allemal ausreichend; (...) alle Gläubigen können Christi Weg betreten und dadurch ihrerseits die Initiation für das Heiligtum empfangen, d.h. sie können 'herzutreten' (im kultischen Sinn), können 'sich Gott nahen'. Die Kirche besteht also aus denen, die dank dem Wegebahner Jesus Christus herzutreten dürfen zu dem himmlischen Heiligtum..." (Dibelius).

Literatur

Griechiches Neues Testament: Nestle/Aland, Greek New Testament. Sonst: S. Literaturverzeichnis zur Vorlesung.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist bei kontinuierlicher Teilnahme und Vorbereitung möglich.

Kirchengeschichte

 

50 Grundvollzüge der Kirche in den ersten Jahrhunderten

J. Arnold

V G M09
2 st. - 3 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Die christliche Identität entfaltet sich ausgehend vom Osterereignis und seiner Verkündigung, von seiner liturgischen Vergegenwärtigung und seiner Umsetzung in eine entsprechende Lebenspraxis. Die Vorlesung, die sich mit der Entstehung und Entwicklung des kirchlichen Lebens in den ersten Jahrhunderten befasst, hat dementsprechend folgende Schwerpunkte:

 

● Frühkirchliche Theologie und Verkündigung

(die Frage nach der Wahrheit in Auseinandersetzung mit Judentum, Philosophie, heidnischen Religionen, Häresien).

● Bekehrung - Katechumenat - Taufe; frühe Formen des christlichen Gebets und Gottesdienstes.

● Die Praxis christlicher Nächstenliebe in den ersten Jahrhunderten

(die Sorge für den Mitchristen; die Sorge für den Mitmenschen).

● Der Aufbau von Gemeindestrukturen (Ämter und Dienste; christliche Gemeinden im Römischen Recht).

 

 

 

Literatur

Ernst Dassmann, Kirchengeschichte I. Ausbreitung, Leben und Lehre der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten (Kohlhammer Studienbücher Theologie; Bd. 10), 3. Auflage, Stuttgart 2012.

 

Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, 3. Auflage, München 2017.

 

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Mündliche Prüfung (im Rahmen von M 9) Diplomstudium: SbL Alte Kirchengeschichte

 

51 Grundzüge der Geschichte der Bibelauslegung von der Alten Kirche bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil

Berndt

V G M17
2 st. - 4.5 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Diese Überblicksvorlesung will in die Geschichte der Kirche einführen, die seit ihrer Gründung kontinuierlich die eine Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments auslegt. Diese Geschichte der kirchlichen Bibelauslegung rückt infolge der vielfältigen Forschungen der vergangenen Jahrzehnte mehr und mehr in das Zentrum der Historischen Theologie, denn die Geschichte der Kirche und des Christentums in Europa sind zu einem maßgeblichen Teil unter der genannten Rücksicht zu verstehen. Dabei kommt die Geschichte des Bibeltextes ebenso zur Sprache wie die Rezeption im Rahmen der unterschiedlichen Lebensordnungen, die sich in der Kirche entwickelt haben. Insbesondere jedoch werden die Methoden der Exegese vorgestellt, so daß in der Zusammenschau mit den jeweils zeitgenössischen theologisch-politischen Herausforderungen an die Kirche (Liturgie, Institutionen und Recht der Kirche) und die Christen (theologische Argumentation, geistliche Lesung) die Auslegung einer biblischen Passage verständlich wird.

 

Literatur

Rainer Berndt/Matthias M. Tischler: “Bibel”, in Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von Gert Melville und Martial Staub, Darmstadt 2008, 3. Aufl. 2017, Band 1, S. 337-340; Präsenz und Verwendung der Heiligen Schrift im christlichen Frühmittelalter: exegetische Literatur und liturgische Texte, hg. von Patrizia Carmassi (Wolfenbütteler Mittelalter-Studien 20), Wiesbaden 2008.

 

Leistungsnachweis

mündliche Prüfung, M 17 Vertiefung Kirchengeschichte

 

52 Übung zur Vorlesung "Grundzüge der Geschichte der Bibelauslegung"

Berndt

Ü G M17
1 st. - 1.5 LP

Fr 10.35 – 11.20

 

Die Übung wird begleitend zur Vorlesung angeboten. Thematisch sollen jeweils offene Fragen aus der Vorlesung erläutert werden anhand konkreter Beispiele.

Literatur

Wird jeweils mitgeteilt.

Leistungsnachweis

Regelmäßige Teilnahme und ein Essay zum Abschluß des Semesters im Umfang von bis zu 5 Seiten.

 

53 Conversio ad Deum - Bekehrungen in 2000 Jahren Kirchengeschichte

J. Arnold / Steiner

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 16.15 – 17.45

 

Bekehrungen spielten – und spielen immer noch! – in der Kirchengeschichte eine große Rolle, seien es Bekehrungen einzelner oder ganzer Personengruppen und Völker. Im pagan-antiken Raum, in dem die Hinwendung zu neuen Kulten keine Abkehr von den bisher gepflegten verlangt, stellt Bekehrung im religiösen Sinn ein jüdisch-christliches Spezifikum dar: Hinwendung zu dem einen Gott bedeutet Absage an alle anderen. Bekehrung – aufgrund von menschlicher Entscheidung oder Ergriffensein durch Gott – ereignet sich aber auch innerhalb von Judentum und Christentum: als Hinwendung zu besonderen Formen des Bekenntnisses (confessio) oder zu einer vertieften oder radikaleren Gottesbeziehung, nicht selten mit der Folge von Spaltungen. Auch Apostasie vom christlichen Glauben als „negative Bekehrung“ kann kirchengeschichtlich relevant sein.

 

Die Bedeutung von Bekehrungen für die Kirchengeschichte soll anhand einzelner Biographien erarbeitet werden. Vorgesehen sind u.a.: Paulus, Priscillian, Julian Apostata, Augustinus, die Angelsachen, Bernhard von Clairvaux, Martin Luther, Christina von Schweden und John Henry Newman.

 

Literatur

- Artikel zu „Bekehrung“ und „Konversion“ in einschlägigen Lexika wie LThK³, TRE und Reallexikon für Antike und Christentum.

- Rambo, Lewis R. (Hg.), The Oxford handbook of religious conversion, Oxford 2014.

 

- Aland, Kurt, Über den Glaubenswechsel in der Geschichte des Christentums, Berlin 1961.

- Bardy, Gustave, Menschen werden Christen: das Drama der Bekehrung in den ersten Jahrhunderten. Hg. v. Josef Blank, Freiburg 1988.

- Erikson, Erik H., Der junge Mann Luther: eine psychoanalytische und historische Studie, München 1958.

- Lotz-Heumann, Ute, Konversion und Konfession in der Frühen Neuzeit, Gütersloh 2007.

- Newman, John Henry, Apologia pro vita sua: Geschichte meiner religiösen Überzeugungen. Hg. v. Matthias Laros, Mainz 1951.

- Niewöhner, Friedrich u.a. (Hgg.) Konversionen im Mittelalter und in der Frühneuzeit, Hildesheim 1999.

- Nock, Arthur Darby, Conversion: the old and the new in religion from Alexander the Great to Augustine of Hippo, London 1965.

- Ruhstorfer, Karlheinz, Konversionen: eine Archäologie der Bestimmung des Menschen bei Foucault, Nietzsche, Augustinus und Paulus, Paderborn 2004.

- Schwanke, Johannes, John Henry Newmans Konversion: sein Weg zur katholischen Kirche aus protestantischer Perspektive, Berlin 2011.

 

Weitere Literatur wird in den Seminarsitzungen angegeben.

 

 

Leistungsnachweis

Magisterstudiengang: M 15 und M 23 Diplomstudiengang: SbL in Alter, Mittlerer oder Neuerer Kirchengeschichte. Durch - wöchentliche Lektüre zur Vorbereitung der Seminarsitzungen, - ein Referat zu einem Spezialthema, - kontinuierliche Beteiligung an der Diskussion und - Verfassen einer Seminararbeit kann ein Leistungsnachweis in Kirchengeschichte erworben werden.

Hinweise

Gebeten wird um Anmeldung per Mail (arnold@sankt-georgen.de)

 

Die Themen der ersten Referate können schon vorab vereinbart werden.

 

Fundamentaltheologie

 

60 Theologie der Religionen

Löffler

V G M14
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Einstellung der Kirche zu den anderen religiösen Traditionen im Laufe ihrer 2000jährigen Geschichte und stellt exemplarische Ansätze einer zeitgenössischen christlichen Theologie der Religionen bzw. des religiösen Pluralismus vor. Besondere Beachtung wird dabei die Israel- und Religionstheologie des Zweiten Vatikanischen Konzils finden.

Literatur

ANDREAS RENZ, Die katholische Kirche und der interreligiöse Dialog. 50 Jahre "Nostra aetate". Vorgeschichte, Kommentar, Rezeption. Stuttgart 2014.

KARL JOSEF BECKER & ILARIA MORALI (Hg.), Catholic Engagement with World Religions. A Comprehensive Study. Maryknoll 2010.

JACQUES DUPUIS, Unterwegs zu einer christlichen Theologie des religiösen Pluralismus. Innsbruck 2010.

EKKEHARD WOHLLEBEN, Die Kirchen und die Religionen. Perspektiven einer ökumenischen Religionstheologie. Göttingen 2004.

 

Leistungsnachweis

Mag. Theol.: Leistungsnachweis durch Kommissionsprüfung (20 min, zusammen mit "Philosophische Gotteslehre" und "Weltkirche und Mission") Dipl. Theol.: Teil der Schlussprüfung (Thesen 42 und 43)

 

61 Weltkirche und Mission

Csiszar

V G M14
2 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.45

Beginn: 19.04.2018

 

Mission als Kommunikation des Evangeliums ist die Aufgabe der Kirche, die sie von Anfang an auf der ganzen Welt in den verschiedensten Formen wahrnimmt. Diese Aufgabe gilt auch unter den heutigen Bedingungen der globalisierten Moderne. Nach der postkolonialen Skepsis ist der Missionsbegriff wieder in den theologischen und interdisziplinären Diskurs zurückgekehrt.

 

Die Vorlesung Weltkirche und Mission (Modul 14) befasst sich exemplarisch mit den Epochen und Räumen missionarischen Handelns und diskutiert ausführlich die Entwicklung des Missionsbegriffes nach dem II. Vatikanum bis in unseren Tagen hinein. Dabei werden die wichtigsten Texte des Lehramtes zum Thema Mission thematisiert und die aktuellsten Themen der Mission im weltkirchlichen Kontext, Mission und Gesundheit, Mission und Bildung, Mission und Migration, Theologie Interkulturell sowie neue evangelikale Bewegungen weltweit. Im Rahmen der Vorlesung ist die fundierte Fachexpertise zu den weltkirchlichen Themen auch durch Gastdozenten (Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des IWM) gesichert.

Literatur

M. Sievernich, Neue Evangelisierung im neuen Pontifikat. In: ZMR 98 (2014), 3-6.


 

M. Sievernich, Mission seit dem Konzil - Entwicklungen und Schwerpunkte, in: Martin Üffing (Hg.): Mission seit dem Konzil (Studia Instituti missiologici SVD 98). Sankt Augustin 2013, 19-38.


 

M. Sievernich, Die christliche Mission in Geschichte und Gegenwart, Darmstadt 2009.


 

M. Sievernich, Alte Missionierung und neue Evangelisierung, in: Wort und Antwort (Dominikanische Zeitschrift für Glauben und Gesellschaft) 55 (2014) 149-155.


 

Lehramtliche Texte: Evangelii Gaudium, Redemptoris Missio, Evangelii Nuntiandi, Ad gentes. Diese Texte werden den Studierenden on-line zur Verfügung gestellt

 

K. Csiszar, Den Missionsbegriff mit dem Lehramt integral (neu) denken, in: Verbum SVD 57 (2016) 3-4, S. 292–309 (Online-Zugang: www.steyler.eu/media/missionswissenschaft/docs/Csiszar292-309.pdf)

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 14 - Schriftliche Modulprüfung

Hinweise

Vorlesungsbeginn: 19.04.2018

Weiterführende Bibliografie (wird bei der ersten Vorlesung zur Verfügung gestellt)

 

62 Meditation - theologische, psychologische und interreligiöse Perspektiven

Löffler / Mertesacker

Anmeldungen bitte bis zum 01.04.2018 per E-Mail an P. Dr. Löffler: aloeffler@sankt-georgen.de

HS A M23
2 st. - 4 LP

Fr 13.04.2018, 15.00 – 18.00

Sa 14.04.2018, 09.00 – 12.00

Fr 27.04.2018, 15.00 – 18.00

Sa 28.04.2018, 09.00 – 12.00

Fr 04.05.2018, 15.00 – 18.00

Sa 05.05.2018, 09.00 – 12.00

 

Meditation verbindet als Handlungspraxis verschiedene Religionen und wird in einem weltanschaulich neutralen Rahmen als Heilbehandlungsmethode und Prävention gegen verschiedene Erkrankungen eingesetzt. Das Hauptseminar ist dreigliedrig gestaltet. Das erste Wochenende stellt im Sinne einer Einführung verschiedene christliche wie außerchristliche Meditationsformen vor und geht dabei u. a. der Frage nach, ob und inwiefern objektlose Meditation auch Gebet sein kann. Das zweite Wochenende widmet sich psychologischen Themen und nimmt dabei erstens die neurobiologischen Korrelate von Meditation in den Blick und zweitens die Auswirkungen von Meditation auf das körperliche und psychische Wohlbefinden. Das dritte Wochenende befasst sich schließlich mit dem Phänomen der religiösen Mehrfachpraxis und untersucht, warum Christinnen und Christen östliche Meditationsformen wie Zen oder Yoga praktizieren und welche Auswirkungen sich daraus für die christliche Glaubensidentität ergeben.

Das Seminar richtet sich an Magisterstudierende der mittleren und höheren Semester (vorzüglich in der Vertiefungsphase) sowie an Aufbaustudierende im pastoralpsychologischen Studienprogramm. Die Bereitschaft zur intensiven inhaltlichen Auseinandersetzung mit psychologischen und theologischen Texten (inklusive Referat) ist ebenso vorausgesetzt wie die Bereitschaft zu einer respektvollen Diskussion der Inhalte und der Reflexion des eigenen Standpunktes. (Bitte "Hinweise" beachten)

 

Literatur

Wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben bzw. ab dem 1. April 2018 in Moodle zugänglich gemacht.

Leistungsnachweis

Durch ein Referat und eine Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Fundamentaltheologie erworben werden.

Hinweise

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich bis zum 1. April 2018 an Dr. Alexander Löffler SJ (loeffler@sankt-georgen.de). Die vorherige Anmeldung ist Voraussetzung für die Teilnahme, da schon für die Sitzung am ersten Wochenende Literatur zu erarbeiten ist.

 

Dogmatik

 

63 Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte

Ansorge

V G M03
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.20

 

Theologie als vernunftgeleitete Reflexion über Gott und sein Heilswirken vollzieht sich nicht voraussetzungslos, sondern immer in Auseinandersetzung mit Begriffsformen und Problemkonstellationen einer jeweiligen Zeit. Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die großen Epochen der Theologiegeschichte, indem sie deren grundlegende und richtungsweisende Fragestellungen und Antwortversuche im Rahmen ihrer jeweiligen Zeit vorstellt und diskutiert.

Literatur

Dirk Ansorge, Kleine Geschichte der christlichen Theologie. Epochen, Denker, Weichenstellungen, Regensburg 2017.

Alister E. McGrath, Der Weg der christlichen Theologie. Eine Einführung, München 1997.

Wolfgang Pauly (Hg.), Geschichte der christlichen Theologie, Darmstadt 2008.

Wolfgang Beinert, Das Christentum, Freiburg 2000.

Michael Schneider, Geschichte der Theologie von der Neuzeit bis zur Gegenwart. Skizzen zu grundlegenden Fragen und Ansätzen in der katholischen Dogmatik, Köln 2011.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: mündliche Prüfung M3 (Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte)

 

64 Grundlagen und Entwicklungslinien der Christologie bis in die Gegenwart (Christologie I)

Ansorge

V G M08
1 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 11.20

 

Nicht zuletzt im Zusammenspiel der Religionen ist für den christlichen Glauben ebenso grundlegend wie unterscheidend der Glaube an Jesus Christus als den Mensch gewordenen Gottessohn, der zum Heil der Menschen gestorben und von Gott auferweckt worden ist. Doch schon diese kurze Formel ist derartig inhaltsreich, dass sie nach einer Auslegung verlangt. Im Grunde lässt sich christliche Theologie insgesamt als Versuch deuten, den Glauben an Jesus von Nazareth als universalen Heilsbringer vernunftgeleitet zu explizieren. Die Vorlesung skizziert verschiedene Zugänge zu Person und Werk Jesu und sucht deren Eigenheiten zu profilieren.

Literatur

Jens Herzer / Anne Käfer (Hg.), Die Rede von Jesus Christus als Glaubensaussage, Tübingen 2018.

Jürgen Werbick, Gott-menschlich. Elementare Christologie, Freiburg 2016.

Klaus von Stosch (Hg.), Streit um Jesus. Muslimische und christliche Annäherungen, Paderborn 2016.

Sabine Pemsel-Maier, Gott und Jesus Christus. Orientierungswissen Christologie, Stuttgart 2016.

Francesca Aran Murphy (Hg.), The Oxford handbook of Christology, Oxford 2015.

Helmut Hoping, Einführung in die Christologie, 3. Aufl. Darmstadt 2014.

Christian Danz, Grundprobleme der Christologie, Tübingen 2013.

Bernhard Nitsche, Christologie, Paderborn 2012.

Ralf K. Wüstenberg, Christologie. Wie man heute theologisch von Jesus sprechen kann, Gütersloh 2009.

Karl-Heinz Menke, Jesus ist Gott der Sohn. Denkformen und Brennpunkte der Christologie, Regensburg 2008.

Karlheinz Ruhstorfer, Christologie, Paderborn 2008.

Georg Kraus, Jesus Christus - der Heilsmittler. Lehrbuch zur Christologie, Frankfurt am Main 2005.

Christoph Schönborn, Gott sandte seinen Sohn. Christologie, Paderborn 2002.

Josef Wohlmuth, Jesu Weg - unser Weg. Kleine mystagogische Christologie (Würzburg 1992), kommentierte Neuaufl. Paderborn 2018.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M8 Teil der Modulklausur zusammen mit Eschatologie und Exegese NT

 

65 Eschatologie

Vechtel

V G M08
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

In der katholischen Eschatologie der letzten fünfzig Jahre hat ein wichtiger Perspektivenwechsel stattgefunden: Die Eschatologie informiert nicht über zukünftige Ereignisse und „letzte Dinge“ aus einer Zuschauerperspektive hinaus. Gegenstand der Eschatologie ist vielmehr das Ende im Sinne der Vollendung der Schöpfung, des Menschen und der Geschichte. Ausgangspunkt der Eschatologie ist das jetzt schon in Jesus Christus realisierte Heil, die mit Christus anbrechende Gottesherrschaft. Eschatologische Aussagen „prolongieren“ gewissermaßen die Aussagen der Christologie auf das Geschehen einer endgültigen Vollendung hin. Aus diesem Grund ist die Eschatologie Bestandteil von Modul 8 „Jesus Christus und die Gottesherrschaft“. Trotz des Perspektivenwechsels werden viele Fragenstellungen und Themen der Eschatologie kontrovers diskutiert: Kann man überhaupt etwas über das Jenseits „wissen“, wie es bestimmte säkulare Hoffnungskonzepte behaupten? Müssen die biblischen Aussagen über das Ende der Welt nicht völlig uminterpretiert werden? Ist die Seele des Menschen Subjekt der Unsterblichkeit? Vollzieht sich die Vollendung des Menschen im Tod oder an einem anderen „Zeitpunkt“, am „Jüngsten Tag“? Kann Gott den Sündern im Gericht vergeben ohne das Einverständnis der Opfer? Diese und andere Fragen werden in der Vorlesung behandelt. In diesem Zusammenhang werden unterschiedliche Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert. Für einen theologisch begründeten Umgang mit eschatologischen Themen sollen Kriterien erarbeitet und eine Auskunftsfähigkeit zu eschatologischen Fragen ermöglicht werden.

Literatur

Medard Kehl, Dein Reich komme: Eschatologie als Rechenschaft über unsere Hoffnung, Würzburg 2003.

Hans Kessler, Was kommt nach dem Tod? Kevelaer 2014.

Gerhard Lohfink, Am Ende das Nichts? Über Auferstehung und ewiges Leben, Freiburg 2018.

Johanna Rahner, Einführung in die christliche Eschatologie, Freiburg im Breisgau 2010.

Matthias Remenyi, Auferstehung denken: Anwege, Grenzen und Modelle personaleschatologischer Theoriebildung, Freiburg 2016.

Leistungsnachweis

Mag Theol: M 8 Teil der Modulklausur zusammen mit Christologie I und Exegese NT.

 

66 Theologie des geistlichen Lebens

Vechtel

V G M09
2 st. - 4.5 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Darf Theologie spirituell bzw. fromm sein oder hört sie dann auf Wissenschaft zu sein? Umgekehrt: Wie theologisch darf Spiritualität bzw. Frömmigkeit sein? Ist die Theologie mit ihrem kritischen Bewusstsein nicht für das geistliche Leben hinderlich? Eine Theologie des geistlichen Lebens kann und will nicht die christliche Frömmigkeit und Spiritualität ersetzen. Sie will auch nicht primär erbaulich sein („fromme Soße“). Eine Theologie des geistlichen Lebens versteht sich vielmehr als methodisch reflektierte und systematische Vergewisserung des spirituellen Lebensvollzuges im christlichen Glauben. Dabei geht die Theologie des geistlichen Lebens davon aus, dass Spiritualität und Theologie einander gegenseitig bedürfen. Eine christliche Spiritualität als menschlicher Vollzug sucht das Verstehen. Umgekehrt bedarf die Theologie der Spiritualität: Wenn Gottes Selbstmitteilung im Glauben und der konkreten Nachfolge durch Menschen vergegenwärtigt und bezeugt wird, dann ist die christliche Spiritualität ein theologischer Erkenntnisort. Die Lehrveranstaltung will diese Bedeutung des geistlichen Lebens für die Theologie reflektieren, wobei theologiegeschichtliche Grundformen von Spiritualität und Nachfolge, die theologische Bedeutung von Gebet, Berufung und Wahl einer Lebensform sowie das Weltengagement christlicher Spiritualität behandelt werden.

Literatur

Erste einführende Literatur:

Christoph Benke, Kleine Geschichte der christlichen Spiritualität, Freiburg 2007.

Simon Peng-Keller, Einführung in die Theologie der Spiritualität, Darmstadt 2010.

Josef Weismayer, Leben aus dem Geist Jesu. Grundzüge christlicher Spiritualität, Kevelaer 2007.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Kommissionsprüfung in M 9

 

67 Karl Rahners Grundkurs des Glaubens: Christologie und Ekklesiologie

Vechtel

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 16.15 – 17.45

 

„Ja, sehen Sie, man hat mit Jesus in Wahrheit doch nur etwas zu tun, wenn man ihm um den Hals fällt und in der Tiefe seiner eigenen Existenz realisiert, dass so etwas auch heute möglich ist.“ (K. Rahner, Was heißt Jesus lieben?, Freiburg 1982, S.27). Man mag erstaunt sein, dass ein Theologe und Wissenschaftler, der nicht gerade für seine Emotionalität bekannt war, die Bedeutung einer persönlichen Beziehung des heutigen Menschen zur Person Jesu Christi auf solche Art und Weise ausdrückt und ihr eine Priorität vor aller fachwissenschaftlichen Reflexion einräumt. Um allerdings das liebend-personale Verhältnis von Menschen zur Person Jesu Christi theologisch zu rechtfertigen, bedarf es für Rahner der ganzen Anstrengung theologisch-systematischen Denkens im Gespräch mit der historisch-kritischen Exegese, der Philosophie bis hin zu den Naturwissenschaften.

Im vergangenen Wintersemester haben wir bereits die ersten fünf „Gänge“ des Grundkurses im Rahmen eines Hauptseminars gelesen und besprochen. Dabei sind wir bis zu den ersten Seiten der Christologie Rahners gekommen. Weil unter den Studierenden ein großes Interesse vorhanden war, die Lektüre des „Grundkurses“ fortzusetzen, soll in diesem Semester insbesondere die Christologie und Ekklesiologie in Rahners Grundkurs Thema eines Hauptseminars sein. Diese Thematik kann auch im Sinne einer vertiefenden Begleitung der Vorlesungen in Christologie I und Ekklesiologie II verstanden werden. Da die Christologie und Ekklesiologie des „Grundkurses“ recht eigenständige Themen darstellen, ist eine Teilnahme möglich, auch wenn man das Seminar im vergangenen Semester nicht besucht hat. Als einleitende Lektüre seien in diesem Fall die (gut les- und verstehbaren) Seiten 78-146 in: Michael Schulz, Karl Rahner begegnen, Augsburg 1999, empfohlen.

Das Seminar möchte die Erschließung eines klassischen (anspruchsvollen!) theologischen Textes einüben. Darüber hinaus will das Seminar eine Hilfestellung leisten, Rahners Grundideen im Blick auf seine Christologie und Ekklesiologie zu erfassen. Dabei sollen auch kritische und anders akzentuierte Entwürfe mit einbezogen werden, um den Teilnehmenden zu ermöglichen, eine selbstständige Position zur Frage nach einem theologischen Verständnis der Person Jesu Christi und seiner Kirche einzunehmen.

Literatur

Karl Rahner, Sämtliche Werke Bd.26. Grundkurs des Glaubens. Studien zum Begriff des Christentums, Freiburg 1999.

Andreas Battlog u.a., Der Denkweg Karl Rahners, Mainz 2003.

John O´Donnell, Karl Rahner. Life in the Spirit, Roma 2004.

Michael Schulz, Karl Rahner begegnen (Zeugen des Glaubens), Augsburg 1999.

Karl-Heinz Weger, Karl Rahner. Eine Einführung in sein theologisches Denken, Freiburg 1978.

Herbert Vorgrimler, Karl Rahner verstehen. Eine Einführung in sein Leben und Denken, Freiburg 1985.

Leistungsnachweis

Für jede Woche werden Textpassagen aus dem Grundkurs des Glaubens vorbereitend gelesen. Zur Sicherung des gemeinsamen Verständnisses fertigen alle Teilnehmenden eine 1 bis 2 seitige Zusammenfassung an. Das Gesamt der Zusammenfassung bildet die Hausarbeit. Regelmäßige Teilnahme und mündliche Mitarbeit gehören zum Erwerb eines Leistungsnachweises dazu.

 

68 Theologische Anthropologie II

Ansorge

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Fr 11.25 – 12.10

 

Die Vorlesung "Theologische Anthropologie II" vertieft Themen, die sich im Zusammenhang mit der Frage nach dem Verhältnis von Freiheit und Gnade, Gott und Mensch, Sünde und Vergebung stellen. Dabei ist weiterhin die Auseinandersetzung mit philosophischen Anthropologien grundlegend, um die christliche Rede vom Menschen plausibel erscheinen zu lassen - vor sich selbst und vor anderen.

Literatur

Aaron Langenfeld / Magnus Lerch, Theologische Anthropologie (Grundwissen Theologie 4757), Paderborn 2017.

Erwin Dirscherl, Grundriss theologischer Anthropologie. Die Entschiedenheit des Menschen angesichts des Anderen, Regensburg 2006.

Gerhard Sauter, Das verborgene Leben. Eine theologische Anthropologie, Gütersloh 2011.

Thomas Pröpper, Theologische Anthropologie, 2 Bde., Freiburg - Basel - Wien 2011.

Stephan Herbrechter, Posthumanismus. Eine kritische Einführung, Darmstadt 2009.

Christian Thies, Einführung in die philosophische Anthropologie (2004), 2. Aufl., Darmstadt 2009.

Erwin Dirscherl (Hrsg.), In Beziehung leben. Theologische Anthropologie, Freiburg - Basel - Wien 2008.

Wolfgang Schoberth, Einführung in die theologische Anthropologie, Darmstadt 2006.

Otto-Hermann Pesch, Frei sein aus Gnade. Theologische Anthropologie, Freiburg - Basel - Wien 1983.

Wolfhart Pannenberg, Anthropologie in theologischer Perspektive, Göttingen 1983.

José Comblin, Das Bild vom Menschen (Bibliothek Theologie der Befreiung), Düsseldorf 1987.

Leistungsnachweis

Mag. Theol.: Teil der Schlussprüfung M18 (Theologische Anthropologie II) Diplomstudium: Schlussprüfung (Kommission)

 

69 Ekklesiologie II

Knorn SJ

V G M18
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.00

 

Nicht zuletzt die pastoralen und theologischen Impulse von Papst Franziskus, die eine Erneuerung der Kirche angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anstoßen sollen, haben ekklesiologische Diskussionen angefacht. Ausgewählte aktuelle Streitfragen werden in der Vorlesung theologisch reflektiert. Dazu werden ausgehend vom Kirchenverständnis des II. Vaticanums (Vorlesung Ekklesiologie I) klassische Positionen sowie Neuansätze der Ekklesiologie eingeführt und diskutiert. Die Studierenden sollen damit in den aktuellen Auseinandersetzungen eine begründete und ausgewogene Position vertreten lernen.

Literatur

Grundlegende Lehrbücher:

 

Grosse, Sven: Ich glaube an die Eine Kirche. Eine ökumenische Ekklesiologie, Paderborn 2015.

Hoff, Gregor Maria: Ekklesiologie (Gegenwärtig Glauben Denken), Paderborn 2011.

Kasper, Walter: Katholische Kirche. Wesen – Wirklichkeit – Sendung, Freiburg i.Br. 2011.

Ormerod, Neil: Re-Visioning the Church. An Experiment in Systematic-Historical Ecclesiology, Minneapolis 2014.

Werbick, Jürgen: Grundfragen der Ekklesiologie, Freiburg i.Br. 2009.

 

Spezielle Literatur zu den einzelnen Teilen der Vorlesung wird auf "Moodle" eingestellt.

Leistungsnachweis

Teil der Schlussprüfung (Kommissionsprüfung) im Studiengang Mag. Theol.

 

70 Eucharistie

Vechtel

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Mi 08.45 – 10.20

 

Die Feier der Eucharistie ist für das II. Vatikanische Konzil „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (LG 11). Entspricht diese Aussage der kirchlichen Realität? Die katholische Kirche versteht sich selbst „gleichsam als Sakrament“ (LG1) für die Vereinigung von Gott und Mensch und der Menschen untereinander bzw. als „Volk Gottes“. Wie kann der Feier der Eucharistie eine konstitutive Bedeutung für das Wesen der Kirche und für die Sammlung des Volkes Gottes zugeschrieben werden? Der klassische Substanzbegriff hat im Laufe der Geschichte einen erheblichen Bedeutungswandel durchgemacht. Wie lässt sich angesichts dieser Tatsache die Realpräsenz Christi in den eucharistischen Gaben und die Lehre von der Transsubstantiation verstehen? Welche neueren Deutungsmodelle gibt es? Ist die Eucharistie ein Opfer? Ist das Opfer ein Mahl? Diesen Fragen soll in Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen ökumenischen Gespräch nachgegangen werden.

Literatur

Alexander Gerken, Theologie der Eucharistie, München 1973.

Cesare Giraudo, In unum Corporis. Trattato mistagogico sull’ eucaristia, Milano 2011.

Veronika Hoffmann, Christus – die Gabe. Zugänge zur Eucharistie, Freiburg 2016.

Helmut Hoping, Mein Leib für Euch gegeben: Geschichte und Theologie der Eucharistie, Freiburg 2011.

Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd.3, Göttingen 1993, 314–369.

Jan-Heiner Tück, Gabe der Gegenwart, Theologie und Dichtung der Eucharistie bei Thomas von Aquin, Freiburg 2009.

Ein ausführliches Literaturverzeichnis folgt in der Vorlesung

 

Leistungsnachweis

Die Lehrveranstaltung gehört zu M 18 und ist der Teil Abschlussprüfung "Magister Theologie".

 

71 Oberseminar für LizentiandInnen und DoktorandInnen

Ansorge / Vechtel

OS A - 4 LP

Termine werden noch

bekannt gegeben

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Bislang sind vorgesehen: 2.5. (Mi.), 6.6. (Mi.) und 4.7. (Mi.), jeweils von 16:15 bis 17:45 Uhr. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

Literatur wird mit Blick auf die jeweils diskutierten Themen bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis kann nach gesonderter Absprache erworben werden.

Moraltheologie

 

22 Politische Ethik

Schuster

V G M20
2 st. - 4.5 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Die öffentlichen Debatten der letzten Jahre um strittige Themen der Bioethik haben auch die Frage aufgeworfen, welche Rolle ethische Positionen der Kirchen im säkularen Staat spielen können und welche nicht. Diese Frage ist während der 90ziger Jahre vor allem in USA intensiv diskutiert worden, doch inzwischen ist diese Debatte auch hierzulande angekommen.

Damit ist u.a. auch das spannungsreiche Verhältnis von Politik und Moral wie auch das von Recht und Moral unmittelbar tangiert. Deshalb ist einer angemessenen Verhältnisbestimmung beider Bereiche besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Um eine Lösung des Pluralismusproblems zu finden, ist die Trennung von Fragen der Gerechtigkeit von Fragen des guten Lebens vorgeschlagen worden. Moralische Reflexion im engeren Sinne solle sich auf jene Fragen beschränken, die die gerechte Kooperation von Bürgern, Institutionen und Staaten zum Gegenstand haben. Von Seiten des Kommunitarismus wird die sachliche Berechtigung dieser Trennung bestritten.

 

Literatur

Kühnlein, Michael (Hg.), Das Politische und das Vorpolitische. Über die Wertgrundlagen der Demokratie, Baden-Baden 2014.

Kühnlein, Michael (Hg.), Kommunitarismus und Religion, Berlin 2010.

Meyer, Thomas, Was ist Demokratie? Eine diskursive Einführung, Wiesbaden 2009.

Meyer, Thomas, Was ist Politik? 3. akt. u. ergänzte Aufl., Wiesbaden 2010.

Rawls, John, Eine Theorie der Gerechtigkeit, Frankfurt a.M. 1975 [1971].

Rawls, John, Politischer Liberalismus, Frankfurt a.M. 1998.

Schaupp, Walter, Gerechtigkeit im Horizont des Guten, Freiburg i.Ue. – Freiburg i.Br. 2003.

Sutor, Bernhard, Politische Ethik. Gesamtdarstellung auf der Basis der Christlichen Gesellschaftslehre, Paderborn u.a. 1991.

Leistungsnachweis

Die Politische Ethik ist Bestandteil der Schlussprüfung M20

 

23 Kolloquium zur Vorlesung "Politische Ethik"

Schuster

Koll G M20
1 st.

Di 10.35 – 11.20

 

Die Lehrveranstaltung dient der Klärung von Fragen der Studierenden zu den Inhalten der zugehörigen Vorlesung.

Einige Klassiker aus dem Bereich der Politischen Philosophie sollen anhand von Textbeispielen diskutiert werden

Literatur

Literatur: siehe Vorlesung

 

Texte zur Politischen Philosophie (Reclam)

Hrsg.: Ackeren, Marcel van. Mitarbeit: Robaszkiewicz, Lena

358 S.

Leistungsnachweis

Dieses „Kolloquium zur Vorlesung“ ist eine freiwillige Ergänzung zur Vorlesung – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

80 Einführung in die Theologische Ethik

Emunds

ProS M03
2 st. - 4.5 LP

Mo 14.30 – 16.00

 

Das Proseminar ist eine gemeinsame Veranstaltung der Moraltheologie und der Christlichen Gesellschaftsethik. Es dient der Einführung in beide Fächer. Am Beispiel der Umweltethik werden die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fächer herausgearbeitet, aber auch wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik)vorgestellt. Das Seminar endet mit Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Literatur

Edenhofer, Ottmar, und Michael Jakob: Klimapolitik. Ziele, Konflikte, Lösungen, München 2017.

Lienkamp, Andreas: Klimawandel und Gerechtigkeit. Eine Ethik der Nachhaltigkeit in christlicher Perspektive, Paderborn 2009.

Ott, Konrad: Umweltethik zur Einführung, Hamburg 2010.

Roser, Dominic, und Christain Seidel: Ethik des Klimawandels. Eine Einführung, Darmstadt (2. Aufl.) 2015.

Schmitz, Friederike: Tierethik - kurz + verständlich, Münster/Westf. 2017.

Vogt, Markus: Prinzip Nachhaltigkeit. Ein Entwurf aus theologisch-ethischer Perspektive, München 2009.

Leistungsnachweis

Vorbereitung und Teilnahme an den Seminarsitzungen, Übernahme eines Referats und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

 

81 Übung zum Proseminar "Einführung in die Theologische Ehtik"

Emunds

Ü M03
1 st.

Mo 16.15 – 17.00

 

Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars

Leistungsnachweis

Christliche Gesellschaftsethik

 

80 Einführung in die Theologische Ethik

Emunds

ProS M03
2 st. - 4.5 LP

Mo 14.30 – 16.00

 

Das Proseminar ist eine gemeinsame Veranstaltung der Moraltheologie und der Christlichen Gesellschaftsethik. Es dient der Einführung in beide Fächer. Am Beispiel der Umweltethik werden die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fächer herausgearbeitet, aber auch wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik)vorgestellt. Das Seminar endet mit Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Literatur

Edenhofer, Ottmar, und Michael Jakob: Klimapolitik. Ziele, Konflikte, Lösungen, München 2017.

Lienkamp, Andreas: Klimawandel und Gerechtigkeit. Eine Ethik der Nachhaltigkeit in christlicher Perspektive, Paderborn 2009.

Ott, Konrad: Umweltethik zur Einführung, Hamburg 2010.

Roser, Dominic, und Christain Seidel: Ethik des Klimawandels. Eine Einführung, Darmstadt (2. Aufl.) 2015.

Schmitz, Friederike: Tierethik - kurz + verständlich, Münster/Westf. 2017.

Vogt, Markus: Prinzip Nachhaltigkeit. Ein Entwurf aus theologisch-ethischer Perspektive, München 2009.

Leistungsnachweis

Vorbereitung und Teilnahme an den Seminarsitzungen, Übernahme eines Referats und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

 

81 Übung zum Proseminar "Einführung in die Theologische Ethik"

Emunds

Ü M03
1 st.

Mo 16.15 – 17.00

 

Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars

Leistungsnachweis

 

82 Politische Theologien

Emunds

V G M20
1 st. - 1.5 LP

Mi 16.15 – 17.45

bis zum 23.05.2018

 

Wie kann die politische Dimension, die der christliche Glaube unter den Bedingungen moderner Gesellschaften hat, theologisch begriffen werden? Die Vorlesung (erste Semesterhälfte bis 23. Mai) bietet eine Einführung in nachkonziliare politische Theologien. Nach einem Blick auf Gaudium et Spes werden die Metzsche Politische Theologie, die Befreiungstheologie und die Feministische Theologie vorgestellt. Nach diesen drei "Klassikern" sind die letzten beiden der sechs Doppelstunden zeitgenössischen deutschsprachigen Theologen gewidmet, die sich intensiv mit der politischen Dimension des christlichen Glaubens auseinandersetzen (Hajo Sander, Thomas Ruster, Alois Halbmayr und Ansgar Kreutzer).

Literatur

Einen schönen Einstieg in die drei "klassischen" Strömungen der poliitischen Theologie und in die aktuelle internationale Debatte bietet das - zwar etwas populärwissenschaftlich orientierte, aber fundierte - Buch von Johnson: Elizabeth A. Johnson: Der lebendige Gott. Eine Neuentdeckung, Freiburg/Br. 2016.

Leistungsnachweis

→ Der Stoff der Vorlesung geht in die Schlussprüfung ein.

 

83 Ethik der Migration

Emunds

L G M20
1 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.45

ab dem 30.05.2018

 

Der Lektürekurs "Ethik der Migration" (zweite Semesterhälfte, ab 30.5.) bietet einen Überblick über die philosophisch- und theologisch-ethische Debatte über Migration, Staatsbürgerschaft und Integration. Er besteht aus Veranstaltungsphasen, in denen sich die TeilnehmerInnen gemeinsam mit einem kurzen Text auseinandersetzen, und aus vorlesungsähnlichen Elementen.

Literatur

Benhabib, Seyla: Die Rechte der Anderen. Ausländer, Migranten, Bürger, Ffm 2008.

Cassee, Andreas, und Anna Goppel (Hg.): Migration und Ethik, Münster/Westf. 2012.

Heimbach-Steins, Marianne: Grenzverläufe gesellschaftlicher Gerechtigkeit. Migration - Zugehörigkeit - Beteiligung, Paderborn 2016.

Heimbach-Steins, Marianne (Hg.): Begrenzt verantwortlich? Sozialethische Positionen in der Flüchtlingskrise, Freiburg/Br. u.a. 2016.

Lesch, Walter: Kein Recht auf ein besseres Leben? Christlich-ethische Orientierung in der Flüchtlingspolitik, Freiburg/Br. 2016.

Mandry, Christof: Menschen und Grenzen. Neuerscheinungen zur Ethik der Migration, in Theologische Revue 2017, 3–22.

David Miller: Fremde in unserer Mitte. Politische Philosophie der Einwanderung, Berlin 2017.

Leistungsnachweis

→ Der Stoff des Lektürekurses geht in die Schlussprüfung ein.

 

84 Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds / Mandry

Koll A G
1 st.
 

In dem gemeinsamen Kolloquium mit Prof. Dr. Christof Mandry setzen wir uns in diesem Semester mit der Philosophin Judith Butler auseinander. Wir lesen gemeinsam und diskutieren ihr Buch "Kritk der ethischen Gewalt. Adorno-Vorlesungen 2002".

Termine:

6. Juli 2018 in Sankt Georgen

13. Juli an der Goethe-Universität

Anmeldung bitte durch eine Mail an nbi@sankt-georgen.de

Literatur

Butler, Judith: Kritik der ethischen Gewalt. Adorno-Vorlesungen 2002, Frankfurt am Main (1. erw. Auflage) 2007.

Redecker, Eva von: Zur Aktualität von Judith Butler. Einleitung in ihr Werk, Wiesbaden 2011.

Villa, Paula-Irene: Judith Butler. Eine Einführung (2. Aufl.), Ffm - New York 2012.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende, die das Kolloquium gemeinsam mit dem Oberseminar "Aktuelle Studien" belegen, können einen Seminar-SbL (2 SWS, 3 LP) erwerben.

 

85 Aktuelle Studien zur Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds / Kruip, Möhring-Hesse

OS A G
1 st. - 4 LP
 

Aufbaustudierende präsentieren Ergebnisse ihrer Forschung. Termine werden noch bekannt gegeben. Anmeldung bitte durch eine Mail an nbi@sankt-georgen.de.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende, die das Oberseminar gemeinsam mit dem Kolloquium "Aktuelle Themen" belegen, können einen Seminar-SbL (2 SWS, 3 LP) erwerben.

Pastoraltheologie

 

90 Grundriss Pastoraltheologie

W. Beck

V G M04
1 st. - 1.5 LP

Do 08.45 – 10.20

Termine: 12.04.2018,

19.04.2018, 26.04.2018,

17.05.2018, 24.05.2018,

07.06.2018 und 14.06.2018

 

In der Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" hat sich die katholische Kirche lehramtlich zu einer Verschiebung ihres eigenen Schwerpunktes verpflichtet: sie verortet sich nicht mehr bloß als Religionsgemeinschaft im Gegenüber zur Welt, sondern überwindet mit dem Modus der Pastoralgemeinschaft (Hans-Joachim Sander) die verschiedenen Ansätze einer Kontrastidentität. Sie wird Weltkirche im eigentlichen Sinn und findet in ihrem Außen nicht nur ihre GesprächspartnerInnen oder VerkündigungsadressatInnen, sondern vor allem auch sich selbst und ihre eigene Identität. Mit diesem Überschreiten eines konfessionalistisch verengten Kirchenbildes erfolgt eine umfassende Entgrenzung, in der kirchliche und religiöse Praktiken immer wieder pastoraltheologisch zu reflektieren sind. Hier liegen die Grundlagen universitärer Pastoraltheologie, denen in der Vorlesung als Einführung nachgegangen werden soll.

Die Termine finden in der ersten Hälfte des Semesters statt (vgl. genaue Terminangaben im Vorlesungsverzeichnis).

Literatur

- Bucher, Rainer: Theologie im Risiko der Gegenwart. Studien zur kenotischen Existenz der Pastoraltheologie zwischen Universität, Kirche und Gesellschaft, Stuttgart 2010.

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Grundlegungen (Handbuch 1), Mainz 1999.

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Durchführungen (Handbuch 2), Mainz 2000.

- Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015.

- Sander, Hans-Joachim: Theologischer Kommentar zur Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute. Gaudium et spes, in: Hünermann, Peter / Hilberath, Bernd Jochen (Hg.): Herders Theologischer Kommentar zum Zweiten Vatikanischen Konzil, Bd. 4, Freiburg i.B. 2005, 581-869.

Leistungsnachweis

Magisterstudium Theologie, M4: zwei Essays, die semesterbegleitend zu erstellen sind. Die zwei Essays werden nicht benotet. Ihre erfolgreiche (!) Erstellung ist jedoch Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur als Leistungsnachweis für das Modul.

 

92 Pastoralliturgische Exkursion mit dem Besuch einer Kirchengemeinde, die sich in ihrer liturgischen Gestaltung um den Dialog mit zeitgenössischer Kunst bemüht

W. Beck / Bieringer

Anmeldung bitte bis zum 02.07.2018 per E-Mail an Herrn JProf. Beck: beck@sankt-georgen.de

Ü G

Vorbereitungstreffen:

Fr 06.07.2018, 10.35-12.10

Exkursion:

So 08.07.2018, 08.00-15.00

 

Was ist gute, gelungene Liturgie? Darüber können Theolog*innen gut und gerne streiten. Dabei steht im Hintergrund, dass ein liturgisches Geschehen sowohl als Abbild himmlischen Geschehens, wie auch als Dienst an den Menschen und ihrem Weg der Gottessuche zu denken ist – ohne dies als Konkurrenz oder Widerspruch zu sehen.

 

Ziel der Exkursion ist eine Pfarrei und Gottesdienstgemeinde am Stadtrand von Aschaffenburg, die sich vor allem auch Bezügen zu zeitgenössischer Kunst und gegenwärtigem Kulturbewusstsein verpflichtet weiß. Damit stellt sie ein regional profiliertes Liturgieangebot dar. Ob das Ergebnis des sonntäglichen Gemeindegottesdienstes dabei überzeugen kann, soll in Gesprächen mit den Verantwortlichen vor Ort und miteinander erörtert und diskutiert werden.

 

Die Exkursion ist ein Angebot für Studierende, die liturgische Ansätze in ungewohnter Form entdecken wollen.

Literatur

Böntert, Stefan: Normativität und Freiheit im Gottesdienst. Versuche einer Verhältnisbestimmung im Kontext der Gegenwart, in: Knapp, Markus / Söding, Thomas (Hg.): Glauben in Gemeinschaft. Autorität und Rezeption in der Kirche, Freiburg i.B. 2014, 150-164

Leistungsnachweis

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

93 Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

Kießling / Fröhling

ProS M04
1 st. - 1.5 LP

Fr 10.35 – 12.10

Termine Gruppe Kießling:

13.04.2018, 11.05.2018,

18.05.2018, 25.05.2018,

01.06.2018 und 08.06.2018

Termine Gruppe Fröhling:

13.04.2018, 04.05.2018,

11.05.2018, 18.05.2018,

01.06.2018 und 08.06.2018

 

Die Lehrveranstaltung will mit zentralen Fragen zeitgenössischer Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik vertraut machen. Angesichts der Breite des damit gegebenen inhaltlichen Spektrums konzentriert sich das Seminar auf das Kindesalter – unter Verweis auf Mk 10,15: „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind …“

Zu den Seminarthemen gehören:

● Religionspädagogik: Verortung im Fächerkanon Praktischer Theologie

● Kindertheologie: Entwicklung in Stufen und / oder in Mustern

● Katechetik: Wege der Initiation

● Didaktik: Religionsunterricht in der Grundschule

Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer lernen Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik kennen und entwickeln in der Auseinandersetzung damit ihre je eigene Position.

Literatur

Boschki, Reinhold, Kießling, Klaus, Kohler-Spiegel, Helga, Scheidler, Monika & Schreijäck, Thomas (Hrsg.), Religionspädagogische Grundoptionen. Elemente gelingender Glaubenskommunikation, Freiburg i.Br. 2008.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Günter, Andreas, Kießling, Klaus & Pruchniewicz, Stephan, Machen Unterschiede Unterschiede? Konfessioneller Religionsunterricht in gemischten Lerngruppen. Ansichten – Einsichten – Aussichten, Göttingen 2018.

Leistungsnachweis

aktive Teilnahme und Präsentation im Proseminar als Voraussetzung für die Klausur in M4

Hinweise

verpflichtende Vorbesprechung zur Koordination der beiden Proseminare sowie Beginn: Freitag, 13. April 2018, 10.35 – 12.10 Uhr.

 

94 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

OS A
2 st. - 4 LP

Fr 08.06.2018, 15.00 – 21.00

Sa 09.06.2018, 09.00 – 16.00

weitere Termine nach

Vereinbarung

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber … haben alle Einzelwirklichkeiten … ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen … durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen … als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89 – 103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104 – 112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67 – 87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117 – 278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238 – 342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 13. April 2018 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

95 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 15.06.2018, 10.30 – 16.00

weitere Termine nach

Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theologinnen und Theologen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitandinnen und Habilitanden in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscherinnen und Forscher, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 13. April 2018 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

62 Meditation - theologische, psychologische und interreligiöse Perspektiven

Löffler / Mertesacker

Anmeldung bitte bis zum 1. April 2018 an aloeffler@sankt-georgen.de

HS A M23
2 st. - 4 LP

Fr 13.04.2018, 15.00 – 18.00

Sa 14.04.2018, 09.00 – 12.00

Fr 27.04.2018, 15.00 – 18.00

Sa 28.04.2018, 09.00 – 12.00

Fr 04.05.2018, 15.00 – 18.00

Sa 05.05.2018, 09.00 – 12.00

 

Meditation verbindet als Handlungspraxis verschiedene Religionen und wird in einem weltanschaulich neutralen Rahmen als Heilbehandlungsmethode und Prävention gegen verschiedene Erkrankungen eingesetzt. Das Hauptseminar ist dreigliedrig gestaltet. Das erste Wochenende stellt im Sinne einer Einführung verschiedene christliche wie außerchristliche Meditationsformen vor und geht dabei u. a. der Frage nach, ob und inwiefern objektlose Meditation auch Gebet sein kann. Das zweite Wochenende widmet sich psychologischen Themen und nimmt dabei erstens die neurobiologischen Korrelate von Meditation in den Blick und zweitens die Auswirkungen von Meditation auf das körperliche und psychische Wohlbefinden. Das dritte Wochenende befasst sich schließlich mit dem Phänomen der religiösen Mehrfachpraxis und untersucht, warum Christinnen und Christen östliche Meditationsformen wie Zen oder Yoga praktizieren und welche Auswirkungen sich daraus für die christliche Glaubensidentität ergeben.

Das Seminar richtet sich an Magisterstudierende der mittleren und höheren Semester (vorzüglich in der Vertiefungsphase) sowie an Aufbaustudierende im pastoralpsychologischen Studienprogramm. Die Bereitschaft zur intensiven inhaltlichen Auseinandersetzung mit psychologischen und theologischen Texten (inklusive Referat) ist ebenso vorausgesetzt wie die Bereitschaft zu einer respektvollen Diskussion der Inhalte und der Reflexion des eigenen Standpunktes. (Bitte "Hinweise" beachten)

 

Literatur

Wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben bzw. ab dem 1. April 2018 in Moodle zugänglich gemacht.

Leistungsnachweis

Durch ein Referat und eine Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoralpsychologie und Spiritualität erworben werden.

Hinweise

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich bis zum 1. April 2018 an Dr. Alexander Löffler SJ (loeffler@sankt-georgen.de). Die vorherige Anmeldung ist Voraussetzung für die Teilnahme, da schon für die Sitzung am ersten Wochenende Literatur zu erarbeiten ist.

 

 

94 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

OS A
2 st. - 4 LP

Fr 08.06.2018, 15.00 – 21.00

Sa 09.06.2018, 09.00 – 16.00

weitere Termine nach

Vereinbarung

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber … haben alle Einzelwirklichkeiten … ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen … durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen … als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89 – 103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104 – 112.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67 – 87.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117 – 278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238 – 342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 13. April 2018 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben.

 

95 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 15.06.2018, 10.30 – 16.00

weitere Termine nach

Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theologinnen und Theologen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitandinnen und Habilitanden in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscherinnen und Forscher, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 13. April 2018 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

96 Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

Ü A
2 st.

Fr 13.04.2018, 15.00 – 18.00

Sa 14.04.2018, 09.00 – 12.00

Fr 27.04.2018, 15.00 – 18.00

Sa 28.04.2018, 09.00 – 12.00

Fr 04.05.2018, 15.00 – 18.00

Sa 05.05.2018, 09.00 – 12.00

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das eine Supervisandin, ein Supervisand schriftlich oder mündlich einbringt, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei erheben sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisandinnen und Supervisanden einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme an der gesamten Übung.

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3 – 29.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69 – 112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Themenhefte Personzentriertes Coaching, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Themenheft Personzentrierte Supervision in der Praxis, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 48 (2017) Heft 1.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis für Pastoralpsychologie und Spiritualität kann erworben werden – zwar nicht im Rahmen der Übung als solcher, jedoch auf der Basis einer zu vereinbarenden schriftlichen Arbeit.

Hinweise

Diese Übung richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche – schriftliche oder mündliche – Anmeldung ist bis spätestens 13. April 2018 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

97 Autogenes Training Oberstufe für Geübte und auch Neuanfänger

Hausner-Wienhold

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Hausner-Wienhold: update-seele-chw@gmx.de

Ü G

Termin und Ort in Absprache

mit den Teilnehmenden

 

Das Autogene Training wurde von I.H. Schultz, Nervenarzt und Sohn eines Theologen in Berlin ca. 1920 auf der Basis der Ignatianischen Exerzitien entwickelt.

In der Grundstufe und als medizinisches Verfahren wird eine konzentrative Selbstentspannung eingeübt die zur besseren Konzentration, zur Angst- und Stressbewältigung, Verbesserung und Harmonisierung der vegetaiven Funktionen

im Sinne von Ausgeglichenheit verhilft.

 

Die Oberstufe setzt das Erlernen der Grundstufe voraus und baut auf der dabei erreichten Versenkungsruhe auf: Der entspannten Zustand hilft zur Entwicklung von imaginären

Bildern und Vorstellungen. Emanuel Jungclausen hat dazu die Einübung des Herzensgebetes beschrieben. - In dem Oberstufen-Kurs ist dies das Lernziel.

Noch nicht in der Grundstufe Eingeübte können mit einer Kurzanleitung integriert werden und ebenfalls teilnehmen. Der Kurs geht über 6 Termine, nach Absprache

Literatur

Schultz, J.H., Das Autogene Training, Thieme Verlag 1991

Lange Dietrich, Autogenes Training, GU Verlag 2005

Abt Jungclaussen Emmanuel, Unterweisung im Herzensgebet, EOS Verlag 1999

 

Leistungsnachweis

Homiletik

 

98 Einführung in die Homiletik

Hoyer / Wolf

Anmeldung bitte bis zum 15.03.2018 per E-Mail an Frau Prof. Hoyer: hoyer@sankt-georgen.de

HS M11
2 st. - 3 LP

Fr 13.04.2018, 14.00 – 18.00

Sa 14.04.2018, 09.00 – 18.00

Fr 08.06.2018, 14.00 – 18.00

Sa 09.06.2018, 09.00 – 18.00

 

„Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht. Diese Sorge entspricht nicht einer oder diplomatischen Haltung, sondern ist zutiefst religiös und pastoral.“ Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ Art. 154/120 zur Homilie.

Nach einer theoretischen Einführung in die „ars praedicandi“ am Freitag werden wir am Samstag aktuelle Lebenssituationen in der Frankfurter Innenstadt erkunden und diese mit unseren Evangelien konfrontieren.

 

ZUR VORBEREITUNG des Seminars bitten Pfarrer Thomas Wolf und ich Sie deshalb: Formulieren Sie in einem Statement von ca. 3 min Ihre Botschaft, was Ihnen persönlich am Evangelium das Wichtigste ist. Jede/r TeilnehmerIn wird im Laufe des Samstagvormittag an einem Standort in Frankfurt seine Botschaft verkünden.

Am 8. und 9. Juni predigen Sie vor der Seminargruppe. Sie werden dabei mit einer Videokamera aufgenommen und erhalten direktes Feedback.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 

Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie/ Grundkurs Homiletik erworben werden. Die Seminararbeit (Umfang 8-10 Seiten) besteht aus drei miteinander verknüpften und aufeinander aufbauenden Teilen: 1. exegetisch / bibeltheologische Textarbeit zu ihrer Perikope 2. zeitgeschichtlicher, tagesaktueller oder (kirchen-, gesellschafts)politischer Kontext 3. Predigttext Wichtig ist, dass Sie transparent den Weg nachzeichnen, der zu Ihrer Predigt geführt hat. Welche Entscheidungen haben Sie getroffen? Was hat Sie aus Ihrer Textarbeit und angesichts der aktuellen Kontexte in der Erarbeitung Ihrer Predigt geleitet? Ein erster Entwurf der drei Teile ist bis 1.6.2018 vorzulegen. Abgabetermin für die fertige Seminararbeit ist Donnerstag, der 26. Juli 2018.

Hinweise

Anmeldung bis 30.03.2018 unter hoyer@sankt-georgen.de unbedingt erforderlich. Die TeilnehmerInnenzahl ist - wie im WS 2018/19 - auf 10 begrenzt.

 

13.04.2018,14-18 Uhr: Hochschule

14.04.2018,9-15 Uhr: Treffpunkt Dom

08.06.2018,13-18.15 Uhr: Hauskapelle der Jesuiten

09.06.2018,9-15 Uhr: Hauskapelle der Jesuiten

 

99 Homiletische Übungen (Homiletik II)

W. Beck

Anmeldungen bitte bis zum 09.04.2018 per E-Mail an Herrn JProf. Beck: beck@sankt-georgen.de

Ü G M21
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Ziel der Übung ist die Ausarbeitung einer Predigt für eine Hl. Messe an einem Sonntag in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die ÜbungsteilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. In einem zweiten Durchgang haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre ggf. modifizierte Predigt noch einmal zur Diskussion zu stellen. Den Abschluss bildet das praktische Predigen.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Durch kontinuierliche Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung "Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten" erworben werden. (Diplomstudium: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erworben werden.)

Hinweise

Anmeldung bitte bis zum Semesterbeginn per E-Mail an beck@sankt-georgen.de

Liturgiewissenschaft

 

92 Pastoralliturgische Exkursion mit dem Besuch einer Kirchengemeinde, die sich in ihrer liturgischen Gestaltung um den Dialog mit zeitgenössischer Kunst bemüht

Bieringer / W. Beck

Anmeldung bitte bis zum 02.07.2018 per E-Mail an Herrn JProf. Beck: beck@sankt-georgen.de

Ü G

Vorbereitungstreffen:

Fr 06.07.2018, 10.35-12.10

Exkursion:

So 08.07.2018, 08.00-15.00

 

Was ist gute, gelungene Liturgie? Darüber können Theolog*innen gut und gerne streiten. Dabei steht im Hintergrund, dass ein liturgisches Geschehen sowohl als Abbild himmlischen Geschehens, wie auch als Dienst an den Menschen und ihrem Weg der Gottessuche zu denken ist – ohne dies als Konkurrenz oder Widerspruch zu sehen.

Ziel der Exkursion ist eine Pfarrei und Gottesdienstgemeinde am Stadtrand von Aschaffenburg, die sich vor allem auch Bezügen zu zeitgenössischer Kunst und gegenwärtigem Kulturbewusstsein verpflichtet weiß. Damit stellt sie ein regional profiliertes Liturgieangebot dar. Ob das Ergebnis des sonntäglichen Gemeindegottesdienstes dabei überzeugen kann, soll in Gesprächen mit den Verantwortlichen vor Ort und miteinander erörtert und diskutiert werden.

Die Exkursion ist ein Angebot für Studierende, die liturgische Ansätze in ungewohnter Form entdecken wollen.

 

Literatur

Böntert, Stefan: Normativität und Freiheit im Gottesdienst. Versuche einer Verhältnisbestimmung im Kontext der Gegenwart, in: Knapp, Markus / Söding, Thomas (Hg.): Glauben in Gemeinschaft. Autorität und Rezeption in der Kirche, Freiburg i.B. 2014, 150-164

Leistungsnachweis

 

102 Grundlegung der Liturgiewissenschaft

Bieringer

V G M04
1 st. - 1.5 LP

Mi 14.30 – 16.00

bis zum 23.05.2018

 

Die Vorlesung führt in das Fach „Liturgiewissenschaft“ ein, klärt den Begriff „Liturgie“ und erörtert die verschiedenen Themen und Fragestellung der Disziplin. Anhand konkreter Feiern und Quellen werden im Anschluss die drei Grundausrichtungen der Liturgiewissenschaft (historisch, systematisch, pastoral-praktisch) vorgestellt. Im Zentrum steht ein „anthropologischer Zugang“, der sowohl grundlegende Kategorien religiöser Rituale (Versammlung und Fest, Vergegenwärtigung der Heilsgeschichte, Ritus und Symbol) berücksichtigt als auch den ästhetisch-sinnlichen Vollzug (Zeit und Ewigkeit, Raum und Bewegung, Klang und Stille) in den Vordergrund rückt.

Literatur

- Albert Gerhards/Benedikt Kranemann, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Darmstadt ³2013.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009.

- Karl-Heinrich Bieritz, Liturgik, Berlin 2004.

 

Leistungsnachweis

M4: unbenotete Übungen und abschließende Modulklausur

 

103 Sakramentliche Feiern und Tagzeitenliturgie

Bieringer

(alte Bezeichnung: Grundvollzüge der Liturgie)

V G M09
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.20

 

Die Vorlesung besteht aus zwei Teilen

I. Sakramentliche Feiern: Zunächst werden die grundlegenden Begriffe „Mysterium“ und „Sakrament“ geklärt. Danach folgen ausgewählte liturgischen Feiern an biographischen Wende- und Krisenpunkten (Buße, Ehe, Ordination, Krankensalbung, Begräbnisliturgie), die unter den Aspekten Geschichte, Theologie und gegenwärtige Formen bearbeitet werden. Im Mittelpunkt stehen aktuelle liturgiepastorale Fragestellung, die im Kontext von sakramentlichen Feiern diskutiert werden.

II. Tagzeitenliturgie: Im Fokus stehen zentrale Stationen der historischen Entwicklung, gegenwärtige Formen sowie Zukunftsperspektiven der Tagzeitenliturgie. Besondere Berücksichtigung finden dabei anthropologische und theologische Grundfragen dieser Gottesdienstform, wie sie seit den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils gestellt werden. Erörtert wird zudem die Frage, wie die erneuerte Tagzeitenliturgie im Leben der Kirche besser verankert werden könnte.

Literatur

Sakramentliche Feiern

- Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft, Bd. 7,2: Sakramentliche Feiern I/2, Regensburg 1992; darin: Reinhard Meßner, Feiern der Umkehr und Versöhnung, 9–240; Reiner Kaczynski, Feier der Krankensalbung, 241–343.

- Bruno Kleinheyer u.a., Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft, Bd. 8: Sakramentliche Feiern II, Regensburg 1984.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009, 366–389.

 

Tagzeitenliturgie

- Albert Gerhards, „Benedicam Dominum in omni tempore“. Geschichtlicher Überblick zum Stundengebet, in: Martin Klöckener/Heinrich Rennings (Hg.), Lebendiges Stundengebet. Vertiefung und Hilfe, Freiburg i. Br. 1989, 3–33.

- Angelus A. Häußling, Tagzeitenliturgie in Geschichte und Gegenwart. Historische und theologische Studien (LQF 100), Münster 2012.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009, 227–301.

- Liborius Olaf Lumma, Liturgie im Rhythmus des Tages. Eine kurze Einführung in Geschichte und Praxis des Stundengebets, Regensburg 2011.

- Robert F. Taft, The Liturgy of the Hours in East and West. The Origins of the Divine Office and Its Meaning for Today, Collegeville ²1993.

 

Leistungsnachweis

M9: Kommissionsprüfung

 

105 „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ Ein roter Faden durch die europäische Kunstgeschichte. Eine Übung vor Originalen in Frankfurter Museen, Kirchen, Galerien und Künstlerateliers

Mann

Anmeldung bitte bis 05.04.2018 per E-Mail an Herrn Dr. Mann: Stephan.Mann@goch.de

Ü G M22 P 13
2 st. - 3 LP

Do 13.30 – 15.30

Termine: 12.04.2018,

26.04.2018, 03.05.2018,

24.05.2018, 07.06.2018,

21.06.2018 und 05.07.2018

 

Die Übung richtet sich an alle Studierenden die tiefer in die Geschichte der europäischen Kunst und ihre gesellschaftlichen Bedingungen eindringen möchten.

Vor den Originalen aus 9 Jahrhunderten versuchen wir einen roten Faden durch die Geschichte der Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart zu spinnen. Ausgangspunkt unserer Gespräche ist stets die Kunstbetrachtung vor Ort.

 

Vor den bedeutendsten Werken der Malerei im Frankfurter Städel geht es um die Entwicklung der Malerei und Skulptur in ihrer Wechselbeziehung zur Theologie und Geschichte in ihrer Entstehungszeit. Schließlich diskutieren wir im MMK vor Werken von Beuys, Warhol u.a. den Kunstbegriff der Gegenwart.

Parallel hierzu werden wir die Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart durch ausgesuchte Besuche in Frankfurter Kirchen wie dem Dom oder des Karmeliterklosters sowie Bauten des 20. Jahrhunderts nachzeichnen.

 

Um das Verständnis für das künstlerische Schaffen zu vertiefen, wird die Übung mit Besuchen in Frankfurter Künstlerateliers abschließen.

Leistungsnachweis

Hinweise

1. Treffen: 12.4.2018, 13.30 Uhr – 15.30 Uhr, Städel, Schaumainkai 63.

Kirchenrecht

 

108 Theologische Grundlegung und Einführung in die Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft

Meckel

Ü G M04
1 st. - 1.5 LP

Mi 16.15 – 17.45

bis zum 23.05.2018

 

Was ist Kirchenrecht? Benötigt die Kirche Kirchenrecht? In welchem Verhältnis steht die Kirchenrechtswissenschaft zu anderen theologischen Disziplinen? Welche Rechtsquellen zieht die Kirchenrechtswissenschaft heran? Wie werden kirchenrechtliche Normen begründet? Mit welchen Grundbegriffen arbeitet das Kirchenrecht? Welche Hermeneutik und Methodik ist bei der Auslegung der Rechtsquellen zu beachten? Die Übung beantwortet diese Fragen und führt in die theologische Grundlegung des Kirchenrechts sowie in Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft ein. Die Anwendung kirchenrechtlicher Normen wird anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis verdeutlicht, sodass zugleich die Relevanz der kirchlichen Rechtsordnung für das Handeln der Kirche deutlich wird.

Literatur

Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015; Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004 [LKStKR]; Krämer, Peter, Braucht die Kirche eine rechtliche Ordnung? Anthropologische Voraussetzungen und theologische Grundlagen des kirchlichen Rechts: TrThZ 2002, 212-225; Pack, Heinz, Methodik der Rechtfindung im staatlichen und kanonischen Recht, Essen 2004 (Beihefte zum Münsterischen Kommentar 38); Riedel-Spangenberger, Ilona, Hermeneutik des Kirchenrechts: LKStKR Bd. 2, 235f.; Riedel-Spangenberger, Ilona, Kirchenrecht II. kath.: LKStKR Bd. 2, 503-505; Witsch, Norbert, Methode, kanonistische: LKStKR Bd. 2, 787f.

Leistungsnachweis

 

109 Kirche, Staat und Politik – Herausforderungen des Religionsrechts in Theorie und Praxis (mit Exkursion)

Meckel

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 14.30 – 16.00

 

Das Verhältnis von Kirche, Staat und Politik steht immer wieder vor neuen Herausforderungen, die das bewährte Verhältnis der Kooperation immer wieder neu austarieren und justieren müssen; nicht zuletzt dadurch, dass das Religionsrecht angesichts der Präsenz verschiedener Religionen in der pluralistischen Gesellschaft immer wieder Antworten auf gemeinsame und verschiedene Bedürfnisse und Fragen der Religionen im öffentlichen Raum finden muss.

Werden in einem neutralen Staat religiöse Angelegenheiten von staatlichen sauber getrennt oder vermischt? Warum kooperieren Staat und Religion bzw. Kirche auf einigen Gebieten, wie dem Religionsunterricht, den Theologischen Fakultäten, der Militärseelsorge, der Gefängnisseelsorge etc.?

Die Veranstaltung will sich neben grundsätzlichen Fragen des Verhältnisses von Staat und Religion und der Lektüre von Konkordaten und Gerichtsurteilen bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) der Behandlung von aktuell diskutierten Fragestellungen widmen. Der Aufbau Islamisch-Theologischer Fakultäten, die Einführung des islamischen Religionsunterrichts in einigen Bundesländern, die Kirchensteuer, die Besoldung einiger kirchlicher Amtsträger durch den Staat, die Frage muslimischer Feiertage werfen als immer wieder diskutierte aktuelle Themen die grundsätzliche Frage nach dem Verhältnis von Staat und Religion in der Bundesrepublik Deutschland auf. Neben den benannten speziellen Themen gestalten die Themenwünsche der Teilnehmer zu Beginn der Veranstaltung den Seminarplan mit.

Die verschiedenen Kirchen agieren traditionell als verlässliche Partner des Staates und verfügen über gewachsene Kooperations- und Gesprächsverbindungen, wie sie sich in den Katholischen Büros auf Landes- und Bundesebene zeigen, die unterschiedlichste religionsrechtliche Themen im Gespräch mit den jeweiligen Regierungen bzw. Parlamenten bearbeiten und entsprechend Stellung beziehen. Daher wird das Seminar auch in Form einer Exkursion in einem katholischen Büro einen Einblick in die Praxis nehmen.

 

Literatur

Die Konkordate und Kirchenverträge in der Bundesrepublik Deutschland 2 Bde., hg. v. J. Listl, Berlin 1987; Raccolta di concordati, hg. v. J. T. Martín de Agar, Città del Vaticano 2000; Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, hg. v. den Mitgliedern des Bundesverfassungsgerichts, Tübingen 1952ff.; Leitentscheidungen zum Religionsverfassungsrecht, hg. v. G. Neureither, Stuttgart 2015; Campenhausen, Axel von – de Wall, Heinrich, Staatskirchenrecht. Eine systematische Darstellung des Religionsverfassungsrechtes in Deutschland und Europa. Ein Studienbuch, München 4. Auflage 2006; Classen, Claus Dieter, Religionsrecht, Tübingen 2. Auflage 2015; Hermes, Christian, Konkordate im vereinigten Deutschland, Ostfildern 2008; Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Schier, Katia, Die Bestandskraft staatskirchenrechtlicher Verträge, Berlin 2009 (Staatskirchenrechtliche Abhandlungen 48); Unruh, Peter, Religionsverfassungsrecht, Baden-Baden 3. Auflage 2015.

Leistungsnachweis

Lektüre und schrifltiche Arbeit.

 

110 Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

OS A
2 st. - 4 LP
 

Das Oberseminar dient in einem Teil der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten. In einem weiteren Teil werden verschiedene Themen des Kirchenrechts, des Religionsrechts und der kirchlichen Rechtsgeschichte erarbeitet und diskutiert.

Leistungsnachweis

Präsentation und Hausarbeit

Humanwissenschaften

 

26 Einführung in Pädagogik und Psychologie

Wagener

Anmeldung per E-Mail an Herrn DDr. Wagener: Wagener@sankt-georgen.de

L G M15 P 13 - Interdisziplinarität/Dialog
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.00

 

In pädagogisch und psychologisch relevanten Fragen gibt es in der Regel nicht eine einzige anerkannte Position, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher, oft sogar auch entgegengesetzter Ansichten, die alle mit mehr oder weniger guten Gründen vorgetragen werden. Es genügt also nicht, sich einfach einer Ansicht anzuschließen. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Vorstellungen zu prüfen und durch Abwägen der Argumente zu einem eigenen Urteil zu gelangen.

Dazu werden wir uns nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Pädagogik auch mit den (geisteswissenschaftlichen, kritisch-rationalen und konstruktivistischen) Richtungen der Erziehungswissenschaft beschäftigen. Wir werden die Methoden der Erziehungswissenschaft (klassische Hermeneutik, empirische Methode, methodischer Ansatz der Kritischen Erziehungswissenschaft) kennenlernen. Schließlich stellt sich die Frage, ob und warum der Mensch auf (religiöse) Erziehung angewiesen ist?

Im Anschluss daran wenden wir uns der Allgemeinen Psychologie zu, wie sie Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen und Denken, Emotionen und Motivationen sowie Sprechen verstehen. Unabdingbar ist die Beschäftigung mit der Entwicklungspsychologie (anhand von Piaget und Erikson), der Persönlichkeits-, Sozial- und Tiefenpsychologie. Abschließend thematisieren wir die Religionspsychologie.

Literatur

Veronika Brandstätter und Jürgen H. Otto (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psychologie – Motivation und Emotion, Göttingen 2009.

 

Erik H. Erikson, Kindheit und Gesellschaft, Stuttgart 11., veränd. Auflage 1992.

 

Joachim Funke und Peter A. Frensch (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psychologie – Kognition, Göttingen 2006.

 

Bernhard Grom, Religionspsychologie, München 3., vollständig überarbeitete Auflage 2007.

 

H. Gudjons, Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn 2008.

 

Marcus Hasselhorn, Andreas Gold, Pädagogische Psychologie. Erfolgreiches Lernen und Lehren, Stuttgart 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2013.

 

S. Heine, Grundlagen der Religionspsychologie, Göttingen 2005.

 

K. Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis, Freiburg Schweiz 2002.

 

H.-Chr. Koller, Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft. Eine Einführung, 2009.

 

Ingrid Scharlau, Jean Piaget zur Einführung, Hamburg 3., überarbeitete Auflage 2013.

 

Wolfgang Schneider und Marcus Hasselhorn (Hrsg.), Handbuch der Pädagogischen Psychologie, Göttingen 2008.

Leistungsnachweis

Es kann ein Leistungsnachweis (aktive Teilnahme und benotete Präsentation für Theologiestudierende bzw. aktive Teilnahme und unbenotete Präsentation für Phi-losophiestudierende) erworben werden.

Griechisch

 

47 Griechische Lektüre: Hebräerbrief

Hühne / Wucherpfennig

SK G
1 st.

nach Vereinbarung

 

Im Lektürekurs werden begleitend zur Vorlesung von Dr. Portalatin ausgewählte Abschnitte aus dem Hebräerbrief gelesen. Der Hebräerbrief ist eine rhetorisch, philosophisch und theologische gebildete Rede, oder ein Brief aus dem letzten Viertel des 1. Jhdt.s n. Chr. Sprachlich gehört der Hebr zu den wertvollsten und philologisch ausgefeiltesten Schriften des Neuen Testaments. Unter der Verwendung der Septuaginta legt der Verfasser die soteriologische Bedeutung Christi dar: "Christus, der wahre Hohepriester, bahnt sich durch seinen Tod den Weg in das ewige Heiligtum im Himmel. Er empfängt selbst die Initiation für diesen Kult und macht die Christen fähig, ihm, dem Vorläufer (6,20) zu folgen und selbst zu Geweihten dieses Kults zu werden. Die Segenskraft des Ganges Jesu vom Kreuz bis in das himmlische Heiligtum ist ein für allemal ausreichend; (...) alle Gläubigen können Christi Weg betreten und dadurch ihrerseits die Initiation für das Heiligtum empfangen, d.h. sie können 'herzutreten' (im kultischen Sinn), können 'sich Gott nahen'. Die Kirche besteht also aus denen, die dank dem Wegebahner Jesus Christus herzutreten dürfen zu dem himmlischen Heiligtum..." (Dibelius).

Literatur

Griechiches Neues Testament: Nestle/Aland, Greek New Testament. Sonst: S. Literaturverzeichnis zur Vorlesung.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist bei kontinuierlicher Teilnahme und Vorbereitung möglich.

 

120 Griechisch Ia

Hühne

SK G
3 st.

Mo 08.45 – 10.20

13.30 – 14.15

 

Ziel des auf 2 oder wahlweise 3 Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechisch der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil 1a dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. W. Stoy/K. Haag/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 5. Aufl., 2001 (ISBN 978-3-7655-9312-3).

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

121 Griechisch II

Hühne

SK G
5 st.

Di 10.35 – 12.10

Do 10.35 – 12.10

13.30 – 14.15

 

Ziel des Sprachkurses Griechisch II ist es, die Unterrichtsthemen (bes. den Aorist und die Partizipien) der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben, um mit Abschluss des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Die Übungsintensität und -methodik soll durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt und die Lesefähigkeit durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. W. Stoy/K. Haag/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 5. Aufl., 2001 (ISBN 978-3-7655-9312-3).

Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt:

Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, Stuttgart: Dt. Bibelges., 1993, 27. Aufl. od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012,

sowie ein zur Klausur zugelassenes Wörterbuch (Gemoll/Menge/Benseler).

Leistungsnachweis

Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Griechisch (nach § 6, 1 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden.

Latein

 

122 Latein II

Hühne

SK G
4 st.

Mo 16.15 – 17.45

Do 14.30 – 16.00

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. In diesem zweiten Teil geht es um die gezielte Einübung komplexer Strukturen der lateinischen Syntax (best. Konstruktionen, Modi, Haupt-/Nebensatzeinteilung u.a.) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte; dafür ist eines der u.g. Wörterbücher notwendig. Ferner werden mit Blick auf die abschließende Prüfung 1-2 Probeklausuren geschrieben.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Wörterbücher von Pons, Langenscheidt oder der „Stowasser“.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 6, 2 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden. Bachelorstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Philosophiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 5, 3 der Bachelorprüfungsordnung) erworben werden.

 

123 Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Di 08.45 – 10.20

 

Die anstehende kursorische Lektüre von Cicero über Laktanz bis hin zu Senecas Epistulae morales lebt von der Spannung zwischen den anthropologischen Grundlagen in der Theorie und deren Auswirkungen auf die Praxis.

Nach Ciceros berühmtem Abschnitt über die anthropologische Grundlegung der Kardinaltugenden (De officiis I, 11ff.) und seines Rezipienten Laktanz' Definition des Wortes "religio", die bis zu Calvin fast wörtlich rezipiert wird, soll in diesem Semester Seneca mit seinen sentenzenreichen "Epistolae morales" gelesen werden.

Literatur

Die zuletzt ausgeteilte Textvorlage (m. sprachlichen Hilfen) ist beim Dozenten auf Anfrage erhältlich; weitere werden in den folgenden Sitzungen ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Hebräisch

 

124 Einführung ins Bibel-Hebräisch

Casagrande

SK G
2 st.

Di 16.15 – 17.45

 

Der zweistündige Kurs führt in die hebräische Laut- und Schriftlehre ein und gibt über das Erlernen grundlegender Formen und Vokabeln einen Einblick in das biblische Hebräisch. Vereinfachte Texte werden gemeinsam gelesen und übersetzt.

Literatur

Die in den Sitzungen ausgegebenen Skripte dienen als Lerngrundlage. Weitere Lernmittel werden in der ersten Lehrveranstaltung vorgestellt

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird durch Anwesenheit und aktive Teilnahme erbracht.

 

125 Hebräisch II

Casagrande

SK G
3 st.

Do 14.30 – 16.45

 

Der dreistündige Kurs baut auf dem in Hebräisch I behandelten Stoff auf. Der Fokus liegt auf der Vertiefung der hebräischen Syntax und der Auseinandersetzung mit den sog. Stammesmodifikationen des Verbs, sowie der unregelmäßigen Formenbildung (Verb, Substantiv). Begleitend soll der Grundwortschatz weiter ausgebaut werden. In der Lektüre und Übersetzung hebräischer Texte aus der Biblia Hebraica wird das gewonnene Wissen angewandt und gesichert. Ziel des Kurses ist, dass die Studierenden in der Lage sind, mit üblichen Hilfsmitteln (Wörterbuch, Grammatik) begründete Übersetzungen hebräischer Narrativtexte anzufertigen und der philologischen Argumentation wissenschaftlicher Kommentare folgen zu können.

Literatur

Als Lehrbuch wird verwendet:

Lambdin, Thomas O., Lehrbuch Bibel-Hebräisch, hg. v. Heinrich von Siebenthal, 8. Aufl. Gießen 2016 [bitte aktuelle Auflage], dazu begleitend Siebenthal, Heinrich von, Bibel-Hebräisch.

 

Lösungs- und Begleitband zum Lehrbuch von Thomas O. Lambdin, 6. Aufl. Gießen 2015 [bitte aktuelle Auflage].

 

Weitere Literatur und Lernmittel werden in der ersten Lehrveranstaltung vorgestellt.

Leistungsnachweis

Gemäß der Sprachprüfungsordnung besteht der Leistungsnachweis aus zwei Teilen: 1. Aus einer 3-stündigen Klausur, in der 18 Zeilen eines mittelschweren Textes aus der Biblia Hebraica zu übersetzen und 10 Formen grammatisch zu bestimmen sind (vgl. §6); 2. Aus einer 15-minütigen, mündlichen Prüfung, in der 10 Zeilen aus der Biblia Hebraica übersetz und in einem Prüfungsgespräch besprochen werden (vgl. §7). Beide Teile werden gleich gewichtet und ergeben die Gesamtnote.

Hinweise

Die Studierenden sollten eine wöchentliche Eigenarbeitszeit von ca. 6–8h einrechnen, um eine erfolgreiche Teilnahme am Kurs zu gewährleisten.

Sanskrit

 

126 Sanskrit XIV

Hühne

SK G
2 st.

Mo 14.30 – 16.00

 

Zur Erweiterung der grammatischen Kenntnisse wird die bekannte Anfängerlektüre "Nala und Damayanti" aus dem 3. Buch des Epos "Mahabharata" betrieben und mit Hilfe der genannten Literatur bzw. durch Auszüge aus anderen Lehrwerken vertieft. Mit dieser Methode lassen sich, neben dem Hauptziel des Spracherwerbs, auch zahlreiche Aspekte der altindischen Lebenswelt an Originalquellen erschließen.

Die Lektüre wird bei Mbh. 3, 53, 5 mit dem 5. Adhyaya (schöner: Gesang) im 28. Schloka fortgesetzt,in dem es um die abschließenden Hochzeitsfeierlichkeiten der Gattenselbstwahl der Damayanti gehen wird.

Im Anschluß stünde die Lektüre ausgewählter Stücke aus den "Upanischaden" an.

Literatur

Grundlage des Unterrichts ist weiterhin: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0), wobei eine kommentierte Textvorlage sowie ergänzendes Material jeweils während der Sitzungen zur Verfügung gestellt wird.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Spanisch

 

128 Spanischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene

Arenas

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Arenas: a3arenas@gmx.de

SK G
2 st.

Di 14.30 – 16.00

(Fortgeschrittene)

Di 16.30 – 18.00 (Anfänger)

oder nach Vereinbarung

Beginn: 08.05.2018

 

Anfänger:

Die Einteilung der Gruppen erfolgt entsprechend der Niveaustufen A1 bis A2. Alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden. Sprachkompetenz im Dialog festigen.

 

Fortgeschrittene:

Die Einteilung der Gruppen erfolgt entsprechend der Niveaustufen B1, B2.

Längeren Redebeiträgen und komplexer Argumentation in der Standardsprache, sowie den Nachrichten folgen. Persönliche und formelle Briefe schreiben. Sprachkompetenz im Dialog festigen.

 

Literatur

Anfänger:

Con gusto A1 Lehr- und Arbeitsbuch 247 Seiten ISBN 978-3-12-514980-9

 

Fortgeschrittene:

Uso Gramática Española Intermedio. EDELSA 152 Seiten ISBN: 9788477117124

 

Authentische Artikel aus führenden spanischsprachigen Tageszeitungen. Buchabschnitte

Leistungsnachweis

Ohne Note

Französisch

 

129 Französisch Grund- und Aufbaukurse

Bruchet Collins

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

nach Vereinbarung

 

Grundkurs : A1 oder A2 nach Bedarf

Literatur

Das Buch wird am Anfang des Kurses bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

 

130 Französisch Konversationskurs

Bruchet Collins

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

Mi 13.30 – 15.00

 

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

Literatur

Pour rafraîchir votre français et vous entraîner à prendre la parole à partir d'articles de la presse.

Leistungsnachweis

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

150 Studienprogramm Islam und christlich-muslimische Begegnung (II. Modul)

Specker / Eschraghi

V/Koll G M23 P14
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.00

Termine: 20.04.2018,

27.04.2018, 04.05.2018,

18.05.2018, 01.06.2018,

06.07.2018 und 13.07.2018

 

Die Vorlesung stellt da zweite Modul des Vorlesungszyklus "Islam und chritslich-muslimsiche Begegnung" dar. Es widmet sich schwerpunktmäßig der Einführung in den Koran: Struktur, Aufbau, Theorien zur Entstehung, Exegese.

Literatur

• Abdel-Samad, Hamed (2016): Der Koran. Botschaft der Liebe. Botschaft des Hasses. München: Droemer.

• Abū Zayd, Naṣr Ḥāmid; Sezgin, Hilal (2008): Mohammed und die Zeichen Gottes. Der Koran und die Zukunft des Islam. Freiburg: Herder.

• Bobzin, Hartmut (2015): Der Koran. München: Beck.

• Burgmer, Christoph (Hg.) (2007): Streit um den Koran. Die Luxenberg-Debatte: Standpunkte und Hintergründe. Berlin: Schiler.

• Cook, Michael A. (2009): Der Koran. Eine kurze Einführung. Stuttgart: Reclam.

• Gnilka, Joachim (2010): Bibel und Koran. Was sie verbindet, was sie trennt. Freiburg: Herder.

• Henning, Max; Schimmel, Annemarie (1996): Der Koran. Stuttgart: Reclam.

• Khanbagi, Ramin (2014): Interkulturelle Koran-Bibliographie. Nordhausen: Traugott Bautz.

• Khorchide, Mouhanad; Abdel-Samad, Hamed (2016): Zur Freiheit gehört, den Koran zu kritisieren. Ein Streitgespräch. Freiburg: Herder.

• Kuschel, Karl-Josef (2017): Die Bibel im Koran. Grundlagen für das interreligiöse Gespräch. Ostfildern: Patmos Verlag.

• Luxenberg, Christoph (2015): Die syro-aramäische Lesart des Koran. Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache. Berlin: Schiler.

• Neuwirth, Angelika (2010): Der Koran als Text der Spätantike. Ein europäischer Zugang. Berlin: Verl. der Weltreligionen.

• Neuwirth, Angelika (2014): Koranforschung - eine politische Philologie? Bibel, Koran und Islamentstehung im Spiegel spätantiker Textpolitik und moderner Philologie. Berlin: De Gruyter.

• Neuwirth, Angelika; Sinai, Nicolai (2011): The Quran in Context. Historical and Literary Investigations into the Quranic Milieu. Leiden: Brill.

• Nöldeke, Theodor (2005): Geschichte des Qorāns. Original von 1860. Boston: Adamant.

• Paret, Rudi (2008): Mohammed und der Koran. Geschichte und Verkündigung des arabischen Propheten. Stuttgart: Kohlhammer.

• Reynolds, Gabriel Said (2014): New Perspectives on the Quran. The Quran in its Historical Context (2). London: Routledge.

• Rippin, Andrew (2009): The Blackwell Companion to the Qur'an. Oxford: Wiley-Blackwell.

• Sinai, Nicolai (2012): Die heilige Schrift des Islams. Die wichtigsten Fakten zum Koran. Freiburg: Herder.

• Wimmer, Stefan; Leimgruber, Stephan (2005): Von Adam bis Muhammad. Bibel und Koran im Vergleich. Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk.

• Zirker, Hans (2012): Der Koran. Zugänge und Lesarten. Darmstadt: WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft).

 

Leistungsnachweis

Durch Teilnahme am Gesamtprogramm inkl. Abschlussarbeit und Tutorien. Oder durch mündliche Prüfung bei ausschließlichem Vorlesungsbesuch.

 

151 Tutorium zum Studienprogramm "Islam und christlich-muslimische Begegnung"

Specker / Güzelmansur

T G M23 P14

Do 03.05.2018, 18.00 – 19.30

Do 14.06.2018, 18.00 – 19.30

Do 05.07.2018, 18.00 – 19.30

 

Vorstellung und Diskussion der Praxisprojekte.

Leistungsnachweis

Besuch von zwei Tutorien und mündlicher Vortrag bzw. Essay.