Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Wintersemester 2016)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1 Einführung in das Studium der Philosophie

Felician Gilgenbach

Ü P00
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.20

 

Das Proseminar dient der Einführung in grundlegende Methoden und Arbeitsweisen des Philosophiestudiums.

Literatur

Auf Literatur wird in der Veranstaltung hingewiesen.

Leistungsnachweis

BA Phil P 0: Durch aktive Teilnahme, das Bearbeiten von Aufgaben und ein Referat kann ein Leistungsnachweis erworben werden.

 

2 Einführung in das Studium der Theologie

Remmel

Ü M00
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.20

 

Die Lehrveranstaltung dient der methodischen und thematischen Einführung in das Theologiestudium und soll dazu führen, relevante Studientechniken zu erarbeiten und einzuüben: angefangen bei der Literaturrecherche und der Bibliotheksbenutzung über die korrekte Zitation, die Abfassung wissenschaftlicher Texte und die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens bis hin zu Vortrags- und Präsentationstechniken. Zudem wird ein Überblick über den theologischen Fächerkanon vermittelt.

Literatur

• Raffelt, Theologie studieren. Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, 7. Auflage, Freiburg i. Br 2008 (Herder). • K. Lammers / K. v. Stosch, Arbeitstechniken Theologie, Paderborn 2014 (Schöningh). • K. Hilpert / S. Leimgruber, Theologie im Durchblick. Ein Grundkurs, Freiburg i. Br. 2008 (Herder). • J. Werbick, Theologische Methodenlehre, Freiburg i. Br. 2015 (Herder)

Leistungsnachweis

Mag Theol M 0: Ein unbenoteter Leistungsnachweis kann durch regelmäßige Teilnahme und eine kurze Präsentation erworben werden.

 

3 Rhetorik der Rede (Rhetorik I)

Haag

Anmeldung bitte bis zum 21.10.2016 per E-Mail an haag-benjamin@web.de

Ü M23 P00
2 st. - 2 LP

Fr 28.10.2016, 14.00 – 19.00 Sa 29.10.2016, 09.30 – 18.00 Fr 11.11.2016, 14.00 – 19.00 Sa 12.11.2016, 09.30 – 18.00

 

In diesem Seminar wird die Fähigkeit zum freien Sprechen anhand von Konzept- und Vortragstechniken eingeübt, die Sie bei der Vorbereitung und Durchführung von Referaten und (Kurz-)Vorträgen unterstützen. Ziel ist es, beim Referieren nach Stichwortkonzept frei zu sprechen und überzeugend zu präsentieren - in lebendigem Kontakt zum Thema und zur jeweiligen Zuhörerschaft. Schwerpunkte: Sprechdenken und Hörverstehen als kommunikative Basiskompetenzen - Phasen der Referats- und Vortragsvorbereitung - - Konzepttechniken - Visualisierungshilfen / Medieneinsatz Methoden: Theoretische Impulse, praktische Übungen in Einzel- und Teamarbeit, Erfahrungsaustausch, gegenseitiges, z.T. audio- und videogestütztes Feedback

Leistungsnachweis

Bachelorstudium (P0): Durch aktive Teilnahme und kleine Präsentationen kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden.

 

4 Einführung in die gute wissenschaftliche Praxis

R. Beck

Anmeldung bitte per E-Mail an beck@iwm.sankt-georgen.de

Ü A
1 st.

Vorbesprechung: Do 20.10.2016, 16.15, S4 Weitere Termine an zwei Samstagen nach Vereinbarung

 

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Leistungsnachweis

Philosophie

 

10 Philosophiegeschichte der Antike

Herzberg

V G M05 P01
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.45

 

Die Vorlesung behandelt die zentralen Theorien und Begriffe der wichtigsten Philosophen dieser für die abendländische Philosophie im Ganzen prägenden Epoche (Vorsokratiker, Sophistik, Sokrates, Platon, Aristoteles, Stoa, Epikur, Neuplatonismus). Diese Vorlesung ist zugleich als eine Einführung in die Philosophie überhaupt konzipiert: Daher geht es nicht nur um eine korrekte Darstellung bzw. Rekonstruktion dessen, was ein bestimmter Philosoph gelehrt und wie er es begründet hat (schon dieser erste Schritt ist oftmals schwierig), sondern darüber hinaus auch um eine genuin philosophische Auseinandersetzung mit den Lehren eines Philosophen: Ist die aus dem Text erhobene These überzeugend? Wie ist die zugehörige Begründung zu bewerten?

Literatur

Überblicksliteratur: Gill, M. L./Pellegrin, P. (Hg.): A Companion to Ancient Philosophy, Oxford 2008. Horn, C./Rapp, C. (Hg.): Wörterbuch der antiken Philosophie, München 2.Aufl. 2008. Horn, C.: Philosophie der Antike. Von den Vorsokratikern bis Augustinus, München 2013. Ricken, F.: Philosophie der Antike, Stuttgart 4.Aufl. 2007. Ricken, F. (Hg.): Philosophen der Antike, 2 Bde., Stuttgart 1996. Wichtige Handbücher: Long, A.A. (Hg.): Handbuch Frühe Griechische Philosophie, Stuttgart 2001. Kirk, G.S./Raven, J.E./Schofield, M. (Hg.): Die vorsokratischen Philosophen: Einführung, Texte und Kommentare, Stuttgart 2001. Horn, C./Müller, J./Söder, J. (Hg.): Platon Handbuch, Stuttgart 2009. Schäfer, C. (Hg.): Platon-Lexikon, Darmstadt 2.Aufl. 2014 Rapp, C./Corcilius, K. (Hg.): Aristoteles Handbuch, Stuttgart 2011. Höffe, O. (Hg.): Aristoteles-Lexikon, Stuttgart 2005. Long, A.A./Sedley, D. (Hg.): Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, Stuttgart 2006.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 5): Kommissionprüfung (20 min) zusammen mit einem Stoff der systematischen Philosophie oder eine Klausur zusammen mit einem Stoff der systematischen Philosophie B A Phil (P 1): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Philosophiegeschichte des Mittelalters oder mündliche Prüfung allein (15 min)

 

11 Philosophiegeschichte der Neuzeit I

Wiertz

V G M19 P01
1 st. - 1.5 LP

Mi 14.30 – 16.00 in der ersten Semesterhälfte (bis zum 07.12.2016)

 

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Philosophiegeschichte der (frühen) Neuzeit von Francis Bacon bis David Hume. Es werden die wichtigsten Thesen und Argumente einige zentraler Gestalten dieser Epoche vorgestellt und deren Hintergrund beleuchtet.

Literatur

E. CORETH / H. SCHÖNDORF: Philosophie im 17. und 18. Jahrhundert, Stuttgart 2000. A. KENNY: Geschichte der abendländischen Philosophie III: Neuzeit, Darmstadt 2014. W. RÖD: Philosophie der Neuzeit I, München 1978. W. RÖD: Philosophie der Neuzeit II, München 2004.

Leistungsnachweis

B A Phil: “Philosophiegeschichte Neuzeit I” ist gemeinsam mit “Philosophiegeschichte der Neuzeit II” Bestandteil der Kommissionsprüfung "Philosophiegeschichte Neuzeit" in P 1. Mag Theol: “Philosophiegeschichte Neuzeit I” ist gemeinsam mit “Philosophiegeschichte der Neuzeit II” Bestandteil der Prüfung "Philosophiegeschichte Neuzeit", mit der der Leistungsnachweis Philosophiegeschichte in M 19 erworben werden kann.

 

12 Philosophiegeschichte der Neuzeit II

Hanke

V G M19 P01
1 st. - 1.5 LP

Mi 14.30 – 16.00 in der zweiten Semesterhälfte (ab dem 14.12.2016)

 

Diese Vorlesung behandelt die so genannte „klassische deutsche Philosophie“ (ca. 1780 bis 1850). An ihrem Anfang steht Immanuel Kant. Er revolutioniert Erkenntnistheorie und Metaphysik, Ethik und Religionsphilosophie. In verschiedenen Stufen der Reaktion auf ihn und aufeinander folgen Fichte, Schelling, Hölderlin und die Romantiker, Hegel und noch einmal Schelling. Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Charakteristik der Epoche und das Werk der genannten Autoren. In systematischer Absicht geht es dabei vor allem um die Frage einer Grundlegung der Philosophie anhand der Verhältnisbestimmung von Subjektivität und Objektivität.

Literatur

JAESCHKE, Walter, ARNDT, Andreas, Die Klassische Deutsche Philosophie nach Kant. Systeme der reinen Vernunft und ihre Kritik 1785-1845, München: Beck 2012 [749 Seiten]. JAESCHKE, Walter, ARNDT, Andreas, Die Philosophie der Neuzeit 3. Teil 2: Klassische Deutsche Philosophie von Fichte bis Hegel (Geschichte der Philosophie Band IX, 2, herausgegeben von Wolfgang Röd). München: Beck 2013 [Kurzfassung des zuvor genannten Buches: 320 Seiten]. FRISCHMANN, Bärbel, MILLÁN-ZAIBERT, Elizabeth (Hgg.), Das neue Licht der Frühromantik. Innovation und Aktualität frühromantischer Philosophie, Paderborn: Schöningh 2009. PINKARD, Terry, German Philosophy 1760-1860. The Legacy of Idealism, New York: Cambridge University Press 2010. SANDKÜHLER, Hans Jörg (Hg.), Handbuch Deutscher Idealismus, Stuttgart, Weimar: Metzler 2005.

Leistungsnachweis

Kommissionsprüfung zusammen mit Lehrveranstaltung 11 (Wiertz, Philosophiegeschichte der Neuzeit I)

 

13 Erkenntnistheorie und Grundlagen der Wissenschaftstheorie

Wiertz

V G M05 P02
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die menschliche Fähigkeit zur Erkenntnis von Wahrheit wurde und wird in der Philosophie und anderen Disziplinen immer wieder in Frage gestellt. Dagegen soll in dieser Vorlesung dafür argumentiert werden, dass wir prinzipiell fähig sind u.a. durch die Reflexion auf epistemische Gründe den Wahrheitswert von Propositionen zutreffend zu bestimmen. Dafür muss allerdings geklärt werden, was unter “Wissen” und “Wahrheit” zu verstehen ist, was einen guten epistemischen Grund auszeichnet und warum relativistische und skeptizistische Positionen trotz ihrer prima facie-Plausibilität nicht überzeugen können.

Literatur

BonJour, L., Epistemology. Classic Problems and Contemporary Responses, Lanham 2002. Greco, E.; Sosa, E. (Hg.), The Blackwell Guide to Epistemology, Malden, Oxford 1998. Engel, P., Truth, Montreal, Kingston 2002. Ernst, G., Einführung in die Erkenntnistheorie, Darmstadt 2007. Grundmann, T., Analytische Einführung in die Erkentnistheorie, Berlin 2007. Hawthorne. J (Hg.)., Epistemology (Philosophical Perspectives 19), Malden, Oxford 2006. N. Kompa; s. Schmoranzer (Hg.); Grundkurs Erkenntnistheorie, Münster 2014. Moser, P.K. (Hg.), Empirical Knowledge. Readings in Contemporary Epistemology, Lanham, London 19962. Moser, P. (Hg.), The Oxford Handbook of Epistemology, Oxford 2005. Porter, S.L., Restoring the Foundations of Epistemic Justification. A Direct Realist und Conceptualist Theory of Foundationalism, Lanham 2006. Steup, M.; Sosa, E. (Hg.), Contemporary Debates in Epistemology, Malden, Oxford 2005.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Das Fach Erkenntnistheorie ist gemeinsam mit der antiken Philosophiegeschichte Bestandteil einer Kommissionsprüfung oder einer Klausur in M 5. B A Phil: Für den Bestandteil in Modul P 2 wird zusätzlich der Lektürekurs zur Vorlesung Erkenntnistheorie benötigt. (Für Studierende im Diplomstudiengang ist für die Prüfungsvorbereitung auch die Bearbeitung der Literatur obligatorisch, die in der bei Frau Schweikart-Paul bzw. im Downloadbereich erhältlichen Liste genannt ist.)

 

14 Lektürekurs zur Vorlesung "Erkenntnistheorie und Grundlagen der Wissenschaftstheorie"

Felician Gilgenbach

L G P02
1 st. - 2 LP

14täglich Do 10.35 – 12.10 Termine: 20.10.2016, 03.11.2016, 17.11.2016, 01.12.2016, 15.12.2016, 12.01.2017, 26.01.2017

 

Es werden ausgewählte Texte zu zentralen Fragestellungen der Erkenntnistheorie gelesen.

Literatur

Die Literatur wird in der Veranstaltung bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

B A Phil P2: Durch die Lektüre der Texte, regelmäßige aktive Teilnahme und die Anfertigung von Essays kann ein Leistungsnachweis erworben werden.

 

15 Grundfragen der Metaphysik

Watzka

V G M07 P03
2 st. - 3 (BA Phil.) / 4.5 (Mag. Theol.) LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Metaphysik, auch „Erste Philosophie“ oder „Weisheit“ genannt, versteht sich seit ihren Anfängen nicht als Untersuchung dieser oder jener Gattung des Seienden, vielmehr als Untersuchung des „Seienden als Seienden“ (tò ón he ón, ens inquantum ens), was bei Aristoteles die Untersuchung der Prinzipien und höchsten Ursachen des Seienden mit einschließt. Metaphysik war stets beides: Theorie von den allgemeinsten Wesensmerkmalen des Seienden (Ontologie) und Theorie vom ausgezeichnet Seienden (Theologie). Ebenso alt wie die Metaphysik ist ihre Bestreitung als wissenschaftlicher Disziplin. Ihre engagiertesten Anhänger hat sie gegenwärtig im Lager der analytischen Philosophie, wobei unter „Metaphysik“ heute in erster Linie „kategoriale Ontologie“ verstanden wird, d.h. Theorie der grundlegenden Kategorien dessen, was existiert (Konkretes, Abstraktes, Einzelding, Universalien, Tropen, Teil und Ganzes, Ursache, Wirkung, Ereignis, …). Auffällig ist, dass gewisse Fragen nicht mehr gestellt werden, z.B. „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“, „Was bedeutet es überhaupt, zu existieren?“, „Was ist der Sinn von Sein?“ – Die Vorlesung bietet eine Einführung in die heute diskutierten Fragen der kategorialen Ontologie, aber auch den Versuch, an Fragestellungen anzuknüpfen, die sich mit denen einer philosophischen Theologie überschneiden.

Literatur

Christof Rapp, Metaphysik. Eine Einführung, München: Beck 2016 Wolfgang Detel: Grundkurs Philosophie, Band 2: Metaphysik und Naturphilosophie, Stuttgart: Reclam 3. Aufl. 2014 Ludger Honnefelder u.a. (Hrsg.): Metaphysik und Ontologie, Paderborn: Schöningh, 2001 Heinrich Schmidinger: Metaphysik. Ein Grundkurs, Stuttgart: Kohlhammer 3. Aufl. 2010 Christian Kanzian: Ding - Substanz – Person. Eine Alltagsontologie, Frankfurt [i.e.Heusenstamm] [u.a.]: Ontos-Verlag 2009 Uwe Meixner: Einführung in die Ontologie, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2. Aufl. 2011 Stephen Mumford: Metaphysics. A Very Short Introduction, Oxford: Oxford Univ. Press 2012 Alyssa Ney: Metaphysics. An Introduction, London [u.a.]: Routledge 2014 Michael Rea: Metaphysics. The Basics, London [u.a.]: Routledge 2014

Leistungsnachweis

B A Phil (P3): wahlweise Kommissionsprüfung zusammen mit Philosophische Theologie (20 min) oder Einzelprüfung (15 min). Die regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit am vorlesungsbegleitenden Kolloquium ist Bestandteil des Leistungsnachweises! Mag Theol (M 7): Kommissionsprüfung (20 Min.), zusammen mit Fundamentaltheologie

 

16 Kolloquium zur Vorlesung "Grundfragen der Metaphysik"

Watzka

Koll P03
1 st. - 2 LP

Mi 08.45 – 09.30

 

Das Kolloquium dient einer Vertiefung der in der Vorlesung behandelten Themen anhand ausgewählter Textabschnitte klassischer Autoren von Aristoteles bis Martin Heidegger. Darüber hinaus soll es den Teilnehmern auch Gelegenheit bieten, über die Themen der Vorlesung und die sich daran anschließenden Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Literatur

Ein Reader (Zusammenstellung der ausgewählten Textabschnitte) wird zu Beginn der ersten Sitzung zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis

B A Phil: Die ständige (aktive) Teilnahme an diesem Kolloquium ist Bestandteil des Leistungsnachweises im Teilmodul „Metaphysik“ (Modul P3, 5 LP).

 

17 Naturphilosophie

Mutschler

V G M19 P04
2 st. - 3 (BA Phil.) / 4.5 (Mag. Theol.) LP

Di 08.45 – 10.20 14.30 – 16.00 Termine: 25.10.2016, 08.11.2016, 15.11.2016, 06.12.2016, 20.12.2016, 31.01.2017, 07.02.2017

 

Die Vorlesung versucht, eine qualitative Philosophie der Natur zu entwickeln, die über die Naturwissenschaft hinausgeht, ohne ihr zu widersprechen, aber so, dass sie metaphysisch anschlussfähig ist an die Theologie.

Literatur

Hans-Dieter Mutschler: Naturphilosophie. Kohlhammer-Verlag Stuttgart 2002

Leistungsnachweis

B A Phil (P 4) Mag Theol (M 19): 15 minütige mündliche Prüfung

 

18 Kolloquium zur Vorlesung "Naturphilosophie"

Saudek

Koll G P04
1 st. - 2 LP

Termine: Do 27.10.2016, 16.15 – 17.45 Fr 28.10.2016, 08.45 – 10.20 Do 24.11.2016, 16.15 – 17.45 Fr 25.11.2016, 08.45 – 10.20 Do 19.01.2017, 16.15 – 17.45 Fr 20.01.2017, 08.45 – 10.20

 

Jeder der drei Blöcke dieser Lehrveranstaltung widmet sich einem von drei Kernthemen der Naturphilosophie: Zeit, Raum und Kausalität. Zu jedem Thema wird eine Einführung in die Grundbegriffe und in einige der wichtigsten Argumente gegeben, welche dann im Plenum diskutiert werden: 1. Zeit: Substantivalismus und Relationismus; die A- und B-Theorie der Zeit und das McTaggart'sche Argument; Zeit in Relativitätstheorie und Kosmologie; globale und lokale Zeit. 2. Raum: das Problem des absoluten Raumes in der Leibniz-Clarke Debatte; das Problem des leeren Raumes, der Ortsbewegung und der Beschleunigung; das Kontinuitätsproblem. 3. Kausalität: Humeanischer und dispositionalistischer Kausalitätsbegriff; Problem des Determinismus vs. Indeterminismus; kausale Relata (Dinge, Ereignisse, Sachverhalte ...?) und ihre logischen Beziehungen untereinander; logische und zeitliche Priorität in der Verursachung.

Literatur

Aristoteles, Physikvorlesung, übersetzt von Hans Wagner (Werke in deutscher Übersetzung Band 11), Akademie-Verlag, 5. Auflage (1995). Dainton, B. Time and Space, 2nd edn, Durham: Acumen (2010). Hausmann, D. Causal Asymmetries, Cambridge University Press (1998). Mumford, S., Anjum, R. L. Getting Causes from Powers, Oxford University Press (2011). Pannenberg, W. ‘Eternity, time and space’, Zygon (2005) 40(1), 97-106. Reichenbach, H. Philosophie der Raum-Zeit-Lehre, hg. von A. Kamlah und M. Reichenbach, Braunschweig: Vieweg (1977).

Leistungsnachweis

B A Phil (P 4): aktive Teilnahme am Kolloquium.

 

19 In welcher Gesellschaft leben wir? Einführung in die sozio-kulturelle Analyse und die normative Sozialtheorie

Hainz

V G M12 P05
2 st. - 3 LP

14täglich Do 15.15 – 17.45 Fr 08.45 – 09.30 Termine: 20./21.10.2016, 03./04.11.2016, 17./18.11.2016, 01./02.12.2016, 15./16.12.2016, 12./13.01.2017, 26./27.01.2017

 

Wie wir uns selbst, unsere Handlungsmöglichkeiten und die Art der Beziehungen zu anderen Menschen verstehen, hängt auch ab von unserer Vorstellung der Gesellschaft, in der wir leben, und des Platzes, den wir in ihr einnehmen: Ist Gesellschaft nur nachträgliches Resultat eines nutzenorientierten Verhaltens rationaler Akteure oder ein symbolisch vermittelter Zusammenhang, den Individuen jeweils interpretativ handelnd mitaufbauen? Ist sie ein System, das die an ihr Teilhabenden mit je unterschiedlichen Handlungsanforderungen ihrer Teilsysteme konfrontiert, sie aber als Individuen „außen vor lässt“? Verordnet Gesellschaft ihren Mitgliedern je einen festen Platz in ihrem sozialen Gefüge oder macht sie sie zu Akteuren ihres „eigenen Lebens“? Was sind treibende Kräfte gesellschaftlichen Wandels? Wie weit reicht der Einfluss von Gesellschaft und wie lässt sich „Globalisierung“ soziologisch denken? Diskutiert werden ausgewählte Gesellschaftsanalysen namhafter Soziologen (u.a. Herbert Blumer, George H. Mead, Jürgen Habermas, Niklas Luhmann, Pierre Bourdieu, Ulrich Beck, Shmuel N. Eisenstadt, Manuel Castells), die jeweils unterschiedlichen philosophischen und soziologischen Paradigmen zuzuordnen und je eigene Akzente setzen. Zu fragen wird sein nach der problemerschließenden Kraft, dem theoretischen Gehalt und den normativen Implikationen ihrer Aussagen

Literatur

JOAS, Hans, KNÖBL, Wolfgang (42013): Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen, Frankfurt am Main: Suhrkamp. MOREL, Julius, BAUER, Eva, MELEGY, Tamás, NIEDENZU, Heinz-Jürgen, PREGLAU, Max, STAUBMANN, Helmut (82007): Soziologische Theorie, München: Oldenbourg SCHNEIDER, Wolfgang Ludwig (2009): Grundlagen der soziologischen Theorie, 3 Bde, Wiesbaden: VS-Verlag. VESTER, Heinz-Günter (2009/10): Kompendium der Soziologie (3 Bände), Wiesbaden: VS-Verlag.

Leistungsnachweis

B A Phil (P 4) Mag Theol (M 12): Mündliche Prüfung

 

20 Lektürekurs zur Vorlesung "In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Einführung in die sozio-kulturelle Analyse und die normative Sozialtheorie"

Hainz

L G M12 P05
1 st. - 2 LP

14 täglich Fr 09.35 – 11.20 Termine: 21.10.2016, 04.11.2016, 18.11.2016, 02.12.2016, 16.12.2016, 13.01.2017, 27.01.2017

 

Im Lektürekurs können einerseits Fragen diskutiert und geklärt werden, die in der Vorlesung offen geblieben sind. Andererseits wird der Vorlesungsstoff durch die Diskussion ausgewählter Texte vertieft. Diese sind von allen Teilnehmern/-innen vor jeder Sitzung zu lesen.

Literatur

vgl. Vorlesung

Leistungsnachweis

 

21 Philosophische Ethik

Herzberg

V G M12 P05
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung ist eine Einführung in die Grundlagen der allgemeinen normativen Ethik mit einem Schwerpunkt in der Normenbegründung. Es werden die klassischen Ansätze normativer Ethik (Aristoteles, Kant, Utilitarismus) anhand der einschlägigen Primärtexte genauer vorgestellt und diskutiert.

Literatur

Allgemeine Literatur: Düwell, M./Hübenthal, Chr./Werner, M.H.: Handbuch Ethik, Stuttgart/Weimar 2002. Frankena, W.K.: Analytische Ethik. Eine Einführung, 2.Aufl. 1975. Höffe, O.: Lebenskunst und Moral, oder: Macht Tugend glücklich?, München 2007. Lutz-Bachmann, M.: Ethik, Stuttgart 2013 (Grundkurs Philosophie Bd. 7). Quante, M.: Einführung in die Allgemeine Ethik, Darmstadt 2003. Ricken, F.: Allgemeine Ethik, Stuttgart 5.Aufl. 2012. Tugendhat, E.: Vorlesungen über Ethik, Frankfurt a.M. 1993.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 12): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Allgemeiner Moraltheologie und Sozialphilosophie B A Phil (P 5): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Sozialphilosophie (oder Einzelprüfung) und Teilnahme am Kolloquium zur Vorlesung. Um die von der Prüfungsordnung verlangte Zahl an Leistungspunkten zu erlangen, ist die Teilnahme am vorlesungsbegleitenden Lektürekurs verpflichtend.

 

23 Philosophie des Geistes

Meixner

V G M19 P08
2 st. - 3.5 (BA Phil.) / 4.5 (Mag. Theol.) LP

Mo 08.45 – 10.20 10.35 – 12.10 14.30 – 16.00 16.15 – 17.45 Termine: 31.10.2016, 28.11.2016, 23.01.2017

 

Die Vorlesung führt ein in die Grundbegriffe, Grundprobleme und Grundpositionen der (sog.) Philosophie des Geistes, d. h.: der Phänomenologie, Erkenntnistheorie und Ontologie des Mentalen. Die folgenden Großthemen werden ausführlich zur Sprache kommen: (1) Die Fülle menschlicher mentaler Phänomene (Klassifikationen und übergreifende Strukturen), (2) die Kontroverse um den Erkenntniszugang zu den menschlichen mentalen Phänomenen (Sprache-über und Wissen-von, Außenzugang vs. Innenzugang), (3) die Kontroverse um die Ontologie der menschlichen mentalen Phänomene (Reduktionismus, vs. Irreduktionismus, Physikalismus vs. Dualismus und Idealismus).

Literatur

Zur fakultativen vertiefenden Lektüre bei einigen Themen der Vorlesung: The Oxford Handbook of Philosophy of Mind (Herausgeber: Brian McLaughlin et al.; Verlag: Clarendon Press), A Companion to the Philosophy of Mind (Herausgeber: Samuel Guttenplan; Verlag: Blackwell).

Leistungsnachweis

B A Phil (P 8), Mag Theol (M 19): Mündliche Prüfung

 

25 Geschichtsphilosophie

Kühnlein

V G P08
1 st. - 2 LP

Mi 10.35 – 11.20

 

Die Vorlesung beschäftigt sich mit dem Begriff der Geschichte in den Philosophien der Neuzeit. Beginnend mit der Aufklärung (u.a. Kant und Hegel) spannt sich der erzählerische Bogen über den Historismus des 19. Jahrhunderts (u.a. Vico und Dilthey) bis hin zur Kritik des Posthistorie im 20. Jahrhundert (u.a Horkheimer, Adorno, Foucault). Ziel der Vorlesung ist es, eine Reflexionstypologie zu erarbeiten, die den Studierenden eine systematische Orientierung im philosophischen Begriffsfeld Geschichte erlaubt. Abgestimmt auf Modelle (z.B. Fortschritts- und Verfallsszenarien) und Methoden (Hermeneutik) wird dabei die wechselvolle Geschichte der Geschichtsphilosophie - die Herausbildung als wissenschaftliche Disziplin, aber auch das proklamierte Ende ihrer großen Erzählungen (Lyotard) - gedanklich nachvollzogen.

Literatur

Eine detaillierte Literaturliste sowie die Programmübersicht wird zu Beginn der Vorlesung ausgegeben.

Leistungsnachweis

B A Phil (P 8): Portfolio zusammen mit Kultur- /Technikphilosophie und Philosophie des Geistes

 

26 Ethik der Medizin und des Gesundheitswesens

Koller

V G P10
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Medizinethik ist zweifellos ein zentrales Feld der Angewandten Ethik. Denn ethische Fragen der Medizin stellen sich heute vielfach und betreffen längst nicht nur die ÄrztInnen: Als zumindest potenzielle PatientInnen sind alle von der ethischen Gestaltung der Beziehung zwischen Arzt/Ärztin und PatientIn betroffen. Öffentlich zeigen Diskussionen wie jene um die Sterbehilfe oder um das Finanzierungsproblem im Gesundheitswesen, wie sehr die Gesellschaft herausgefordert ist. Nicht zuletzt beschäftigen sich Ethikkomitees, Ethikkommissionen und andere institutionalisierte Gruppen mit der Frage einer ethischen Entscheidung in konkreten Fällen. Die Vorlesung stellt ausgewählte Themenfelder vor: insbesondere Sterbehilfe, Hirntodkriterium und Organtransplantation, PatientInnenverfügung, medizinisches Enhancement, Forschung am Menschen, Ressourcenverteilung im Gesundheitswesen. Es wird gezeigt, worin die explizit ethischen Probleme liegen und welche ethischen Aspekte für Begründungen bzw. Beurteilungen bedeutsam sind.

Literatur

Maio, Giovanni, Mittelpunkt Mensch: Ethik in der Medizin. Ein Lehrbuch, Stuttgart 2012. Wiesing, Urban (Hg.), Ethik in der Medizin. Ein Studienbuch, 4. erweit. u. vollständig durchges. Aufl., Stuttgart 2012. Schöne-Seifert, Bettina, Grundlagen der Medizinethik, Stuttgart 2007. Auf weitere Literatur zu den einzelnen Teilthemen wird in der Lehrveranstaltung hingewiesen.

Leistungsnachweis

B A Phil (P 10): Mündliche Prüfung (Fallbesprechung)

 

27 Kolloquium zur Vorlesung "Ethik der Medizin und des Gesundheitswesens"

Koller

Koll G P10
1 st. - 1.5 LP

14täglich Di 14.30 – 16.00 Termine: 25.10.2016, 08.11.2016, 22.11.2016, 06.12.2016, 20.12.2016, 17.01.2017, 31.01.2017

 

Ein zentraler Bereich der Medizinethik ist die ethische Urteilsfindung. Im Kolloquium werden konkrete Praxisfälle zu Themenbereichen der Vorlesung besprochen. Das Ziel ist es, die eigene medizin-ethische Argumentationsfähigkeit zu entwickeln. Die Studierenden üben anhand von Falldiskussionen, medizin-ethische Probleme zu identifizieren, Kriterien für eine verantwortungsvolle Beurteilung anzuwenden und eine eigene begründete Entscheidung zu entwickeln.

Literatur

Bebeau, Muriel J., Developing a Well-Reasoned Response to a Moral Problem in Scientific Research, in: dies. u.a., Moral Reasoning in Scientific Research. Cases für Teaching and Assessment, Bloomington (o.V.) 1995, 13-20. Neitzke, Dörries / Vollmann, Simon (Hg.), Klinische Ethikberatung. Ein Praxisbuch für Krankenhäuser und Einrichtungen der Altenpflege, 2. überarb. u. erweit. Aufl., Stuttgart 2010. weitere Literatur: siehe Vorlesung

Leistungsnachweis

Dieses „Kolloquium zur Vorlesung“ ist eine Ergänzung zur Vorlesung – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

28 Platon: Politeia (Der Staat), Lektüre und Interpretation ausgewählter Abschnitte

Watzka

ProS M15 P01 M23
2 st. - 4 LP

Di 16.15 – 17.45

 

Der Dialog Politeia – auch unter den Titeln "Der Staat", "Res publica", "Republik" bekannt – ist eines der wirkungsreichsten Texte der Philosophiegeschichte. „Hätte Platon allein die Politeia geschrieben oder von seinem Oeuvre nur sie hinterlassen, wäre er trotzdem zu einem Klassiker fast aller philosophischen Disziplinen geworden.“ (O. Höffe) Der Dialog enthält die erste politische Utopie des Abendlands, eine Staatsphilosophie mit der Kernidee der Philosophenherrschaft, eine Religionskritik und Theologie, eine Erziehungstheorie, eine Erkenntnistheorie und die Ideenlehre, die Lehre von den drei Seelenteilen und den vier Kardinaltugenden. Platons bekannteste Gleichnisse von der Sonne, der Linie und der Höhle finden sich in diesem Buch. Ausgehend von der Leitfrage nach der Gerechtigkeit kritisiert Platon traditionelle (chauvinistische) Auffassungen, entwickelt seine eigene Konzeption auf zwei Ebenen (die gerechte Seele, der gerechte Staat) und weist den Zynikern nach, dass es kein gutes (glückliches) Leben ohne die Gerechtigkeit gibt.

Literatur

Platon: Der Staat (Politeia), übersetzt und herausgegeben von Karl Vretska, Stuttgart: Reclam 1982 Simon Blackburn: Über Platon. Der Staat, München: dtv 2007 Michael Erler: Platon, München: Beck 2006 Otfried Höffe (Hg): Platon Politeia (Klassiker auslegen 7), Berlin: Akademie-Verlag, 3. Aufl. 2011 Karlheinz Hülser: Platon für Anfänger. Der Staat. Eine Lese-Einführung, München: dtv 2005 Franz von Kutschera: Platons Philosophie II, Die mittleren Dialoge, Paderborn: Mentis 2002

Leistungsnachweis

B A Phil (P 1): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller ausgewählten Textabschnitte und die Beantwortung von Fragen, die vor jeder Sitzung schriftlich einzureichen sind, kann ein Nachweis über ein Proseminar (P1, Klassikerlektüre) erworben werden. Mag Theol (M 15 und 23): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller ausgewählten Textabschnitte, die Beantwortung von Fragen, die vor jeder Sitzung schriftlich einzureichen sind, sowie das Verfassen einer kleinen Hausarbeit (4-5 Seiten) kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie (M15 oder M23) erworben werden.

 

29 Hegel: Wissenschaft der Logik

Hanke

ProS M15 P01 M23
2 st. - 4 LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Hegel hat ein philosophisches System entworfen, mit dem er die Struktur der Wirklichkeit und unser menschliches Leben und Zusammenleben in dieser Wirklichkeit durchdenken und verstehen wollte. Seine "Wissenschaft der Logik" sollte die Grundlegung dieses Systems sein. Er hat sie erstmals in den Jahren 1812 bis 1816 veröffentlicht: wir befinden uns also im Jahr ihres 200. Jubiläums. Ungefähr ein Drittel von ihr hat er kurz vor seinem Tod im Jahr 1831 noch einmal überarbeitet. Leider verwendet Hegel eine eigene, komplizierte Ausdrucksweise. Aufgabe dieses Lektüreseminars ist es, ihre harte Schale zu knacken und in den systematischen Kern vorzudringen, der von bleibendem philosophischen Wert sein könnte. Denn Hegel verhandelt in diesem Buch wichtige Fragen wie die nach den Verhältnissen von Quantität und Qualität, von Endlichkeit und Unendlichkeit, von Schein und Sein, von Notwendigkeit und Freiheit, von Subjektivität und Objektivität, von Allgemeinem und Besonderen, die Fragen von Zweck, Leben, Wahrheit und nach dem, wie Alles miteinander zusammenhängt. Im Verlauf des Seminars werden wichtige Abschnitte aus der "Wissenschaft der Logik" gelesen und diskutiert werden. Die jeweiligen Textausschnitte (aus der historisch-kritischen Hegel-Ausgabe des Meiner-Verlags) werden im Seminar zur Verfügung gestellt werden.

Literatur

EMUNDTS, Dina, HORSTMANN, Rolf-Peter, Hegel. Eine Einführung, Stuttgart 2002. BURBIDGE, John W., The Logic of Hegel’s Logic. An Introduction, Peterborough u.a. 2006. KOCH, Anton Friedrich, SCHICK, Friedrike (Hgg.), Klassiker auslegen: Wissenschaft der Logik, Berlin 2002. KOCH, Anton Friedrich, SCHICK, Friedrike, VIEWEG, Klaus, WIRSING, Claudia (Hgg.), Hegel – 200 Jahre Wissenschaft der Logik, Hamburg 2014.

Leistungsnachweis

B A Phil (P 1), Mag Theol (M 15 und 23): Jede Woche ist ein Textabschnitt zu lesen, zu dem die Seminarleitung eine oder zwei Fragen mitgegeben hat. Diese Fragen sind auf einem einseitigen Paper zu beantworten, das vor der folgenden Seminarsitzung bei der Seminarleitung einzureichen ist und von ihr bewertet wird. Diese Papers fügen sich während des Semesters sukzessive zu einer Hausarbeit zusammen. Nach Ende der Vorlesungszeit ist keine weitere Leistung zu erbringen.

 

30 Grundlagentexte der zeitgenössischen sozialen Erkenntnistheorie

Wiertz

Anmeldung bitte bis zum 01.11.2016 per E-Mail an wiertz@sankt-georgen.de

HS G M15 P06 M23 P07
2 st. - 6 (BA Phil.) / 4 (Mag. Theol.) LP

Fr 16.12.2016, 15.00 – 18.00 Sa 17.12.2016, 09.30 – 18.00 Fr 27.01.2017, 15.00 – 18.00 Sa 28.01.2017, 09.30 – 18.00 (zweiter Block im Erbacher Hof, Mainz)

 

Lange Zeit war der Fokus der neuzeitlich-modernen philosophischen Erkenntnistheorie auf das individuelle Erkenntnissubjekt gerichtet. Dass der Mensch ein soziales Wesen ist, spielte keine Rolle bzw. wurde unter den Stichworten "Vorurteil" oder "Leichtgläubigkeit" negativ als Hindernis für die Wahrheitserkenntnis berücksichtigt. In den letzten dreißig Jahren hat sich dies gerade im englischsprachigen Bereich geändert und unter der Bezeichnung "Social Epistemology" wird die erkenntnistheoretische Relevanz der Sozialnatur des Menschen verhandelt. In dem Seminar soll anhand einiger Texte und der Teilnahe an einer Tagung ein erster Einblick in die Themen und Diskussionen der Sozialen Erkenntnistheorie gegeben werden.

Literatur

Folgende Texte werden im Seminar behandelt und sind zu lesen: W.P. Alston: Belief-forming Practices and the Social. In: F.F. Schmitt (Hg.), Socializing Epistemology. The Social Dimensions of Knowledge, Boston: Rowman & Littlefield 1994, 29-51. H. Collins; R. Evans: Rethinking Expertise, Chicago, London: Chicago UP 2007, 1. Kapitel (13-44. J. Lackey: Testimony. Acquiring Knowledge from Others. In: A.I. Goldman; D. Whitcomb (Hg.), Social Epistemology. Essential Readings, Oxford: Oxford UP 2011, 71-91. M. Solomon: A More Social Epistemology. In: F.F. Schmitt (Hg.), Socializing Epistemology. The Social Dimensions of Knowledge, Boston: Rowman & Littlefield 1994, 217-233. E. Sosa: The Epistemology of Disagreement. In: A. Haddock; A. Millar; D. Pritchard (Hg.), Social Epistemology, Oxford: Oxford UP 2010, 278-297. L. Zagzebski: Epistemic Authority. A Theory of Trust, Authority, and Autonomy in Belief, Oxford: Oxford UP 2012, Kap. 5 (Trust and Epistemic Authority). Als Vorbereitung auf das Seminar ist neben den genannten Texten folgende Einführung zu lesen: O.R. Scholz: Soziale Erkenntnistheorie. In: N. Kompa; S. Schomranzer (Hg.), Grundkurs Erkenntnistheorie, Münster: Mentis 2014, 259-271.

Leistungsnachweis

B A Phil (P 6, 7 und 8), Mag Theol (M 15 und 23): Durch die Teilnahme an den beiden Wochenenden, die Lektüre der aufgeführten Texte, die Beteiligung an der Diskussion und eine schriftliche Arbeit kann ein Leistungsnachweis über ein Hauptseminar erworben werden.

 

31 Was ist "angewandte Ethik"?

Herzberg

L G P09
2 st. - 4.5 LP

Do 14.30 – 16.00

 

Wie wird man einer ethischen Situation mit ihren verschiedenen moralisch relevanten Merkmalen gerecht? Wie sind Prinzipien oder allgemeine normative Gesichtspunkte zu spezifizieren und mit einer konkreten Situation zu vermitteln? Wir befassen uns in diesem Lektürekurs nicht mit einer bestimmten Bereichsethik, sondern mit der grundsätzlichen Frage, was angewandte Ethik überhaupt ist. Worin genau liegt das Spezifikum der angewandten Ethik gegenüber der allgemeinen Ethik? Worin besteht die „Anwendung“? Liegt sie darin, dass sich aus allgemeinen Prinzipien, die in der normativen Ethik formuliert und gerechtfertigt werden, zusammen mit empirischen Randbedingungen konkrete moralische Verpflichtungen ableiten lassen? Oder sollte das Verhältnis zwischen konkreten moralischen Urteilen und abstrakten Prinzipien kohärentistisch verstanden werden? Oder sollte man ganz auf Prinzipien verzichten und sich auf die Wahrnehmung der konkreten Situation konzentrieren? Wie ist in diesem Zusammenhang die Annahme von „Prinzipien mittlerer Reichweite“ zu beurteilen? Wir werden uns anhand grundlegender Texte die verschiedenen konzeptionellen Vorschläge erarbeiten, die bisher in die Debatte um das Selbstverständnis, die Aufgaben und die Methoden der angewandten Ethik eingebracht wurden (Deduktivismus, Principlism, Kohärentismus, Kasuistik usw.).

Literatur

Überblicksliteratur: Nida-Rümelin, J. (Hg.): Angewandte Ethik: Die Bereichsethiken und ihre theoretische Fundierung. Ein Handbuch, Stuttgart 1996. Stoecker, R./Neuhäuser, Chr./Raters, M.-L. (Hg): Handbuch Angewandte Ethik, Stuttgart 2011. Zu Selbstverständnis und Methoden der angewandten Ethik: Ach, J.S./Runtenberg, Chr.: Bioethik: Disziplin und Diskurs: zur Selbstaufklärung angewandter Ethik, Frankfurt a.M. 2002. Beauchamp, T.L./Childress, J.F.: Principles of Biomedical Ethics, New York 6.Aufl. 2009, Kap. 10. Gesang, B. (Hg.): Biomedizinische Ethik. Aufgaben, Methoden, Selbstverständnis, Paderborn 2002. Jonsen, A./Toulmin, St.: The Abuse of Casuistry. A History of Moral Reasoning, Berkeley 1988. Rauprich, O./Steger, F. (Hg.): Prinzipienethik in der Biomedizin, Frankfurt a.M. 2005.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Ein Nachweis über diesen in P 9 obligatorischen Lektürekurs kann erworben werden durch regelmäßige Teilnahme, Lektüre aller Texte, Übernahme eines einführenden Referats sowie durch das Verfassen von drei Essays.

 

32 Liebe und Moral

Herzberg

HS G M15 P09 M23
2 st. - 6 (BA Phil.) / 4 (Mag. Theol.) LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Spätestens seit Bernard Williams berühmten Aufsatz "Persons, Character and Morality" (1976), in dem Williams die kantische Unparteilichkeitsmoral einer Kritik unterzieht, ist das Verhältnis zwischen Liebe und Moral zu einer zentralen Fragestellung der Ethik geworden. Wie ist, so lautet eine oft gestellte Frage, die radikale Parteilichkeit der Liebe, die sich in der affektiv begründeten Bevorzugung der geliebten Person vor anderen Personen oder in einem besonderen Wohltun für die geliebte Person manifestieren kann, mit den Unparteilichkeitsforderungen von universalistischen Prinzipienethiken, deontologischer wie utilitaristischer, zu vereinbaren? Wir werden uns in diesem Seminar anhand grundlegender Texte mit der Frage befassen, welche Möglichkeiten es gibt, die Beziehung zwischen Liebe und Moral zu denken.

Literatur

Literatur: Frankfurt, H.G.: Gründe der Liebe, Frankfurt a.M. 2005. Honneth, A./Rössler, B. (Hg.): Von Person zu Person. Zur Moralität persönlicher Beziehungen, Frankfurt a.M. 2008. Lamb, R.E. (Hg.): Love Analyzed, Boulder 1997. Pieper, J.: Über die Liebe, München 1972. Williams, B.: Moralischer Zufall. Philosophische Aufsätze 1973-1980, Königstein/Ts. 1984.

Leistungsnachweis

B A Phil (P9): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen eines einführenden Referats sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar erworben werden. Mag Theol (M15 oder M 23): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen eines einführenden Referats sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie erworben werden.

 

34 Nikolaus von Kues; Anselm von Canterbury

Splett

V/Koll G
2 st.

Mo 14.00 – 15.30 Beginn: 31.10.2016

 

Literatur

.

Leistungsnachweis

 

35 Repetitorium Philosophie: Vorlesungsbezogene Vertiefung von Themen der Systematischen Philosophie (Themen nach Absprache)

Fauth

Ü G
2 st.

Erste Sitzung: Di 25.10.2016, 13.30 Weitere Termine nach Vereinbarung (Di zwischen 13.00 und 16.00)

 

Das philosophische Repetitorium soll Studierenden Gelegenheit bieten, offene Fragen zur systematischen Philosophie zu besprechen. Themenauswahl und Arbeitsweise sollen sich aus den Fragen der Studierenden ergeben. Die Festlegung erfolgt in der ersten Sitzung am 25.10.2016

Leistungsnachweis

Einleitung in die Heilige Schrift

 

40 Biblische Einleitungswissenschaften I

Peetz

V G M01
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

In dieser Vorlesung beschäftigen wir uns mit zwei grundlegenden Größen, mit „Geschichte“ und „Literatur“: Die alttestamentlichen Bücher erzählen die Geschichte des Volkes Israel mit seinem Gott, angefangen von seiner Entstehung, über seine „Staatswerdung“, bis hin zu seiner Exilierung und schließlich seiner Neuetablierung in nachexilischer Zeit. Die Lehrveranstaltung will die biblischen Darstellungen vor dem Hintergrund archäologischer Funde reflektieren, diskutieren und hinterfragen. Dabei geht es einerseits um eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit biblischen Texten, andererseits darum, für die Eigenart biblischer Literatur zu sensibilisieren. Nach einem Überblick zur Heiligen Schrift, der sich mit Aufbau und Hermeneutik des jüdischen wie christlichen Bibelkanons befasst, wenden wir uns in chronologischer Abfolge den einzelnen Epochen der Geschichte Israels zu und behandeln dabei einen Teil der Bücher des Alten Testaments (Pentateuch, Geschichtsbücher, Propheten) im Hinblick auf ihre Struktur, ihren Inhalt, ihre literarische Eigenart und ihre Entstehung.

Literatur

Lehrbuch: Erich Zenger u.a., Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart (8) 2012. Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 1): Leistungsnachweis durch mündliche Prüfung, M 1 Biblische Einleitungswissenschaften (Diplomstudium: sbL Einleitungswissenschaften EAT II)

 

41 Einführung in die Exegese der Heiligen Schrift

Portalatin

ProS G M01
1 st. - 3 LP

Mo 16.15 – 17.00

 

Das Proseminar führt in die exegetischen Methoden der Auslegung der Heilige Schrift ein. Verschiedene Methoden mit historischen, linguistischen oder literarischen Schwerpunkten werden präsentiert und diskutiert, und die Exegese wird in ihrer theologischen Dimension dargestellt. Die Texte zur Bearbeitung werden vor allem aus dem Neuen Testament erwählt. Das Ziel ist dass, die Studierenden sich mit dem Instrumentarium und Kompetenzen der wissenschaftlichen Bibellektüre für das theologische Studium vertraut machen. Teilnahme an jeder Sitzung, die Lektüre der angegebenen Seiten und Hausaufgaben sind obligatorisch.

Literatur

1. Text: Griechisches Neues Testament: Novum Testamentum Graece. 28. Auflage. Nestle-Aland. Stuttgart 2012. (Es gibt auch eine Griechisch – Deutsch Ausgabe) 2. Lehrbuch: Thomas Söding / Christian Münch. Kleine Methodenlehre zum Neuen Testament. Freiburg, Basel, Wien 2005. 3. Weitere Literatur: Wilhelm Egger / Peter Wick. Methodenlehre zum Neuen Testament: Biblische Texte Selbständig Auslegen. Freiburg i.B. 2011.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 1): Drei Hausaufgaben (mit Vorankündigung) werden bewertet und eine Abschlussarbeit zur Exegese eines biblischen Textes mit mehreren Methoden.

 

42 Übungen zum Proseminar "Einführung in die Exegese der Heiligen Schrift"

Portalatin

Ü G M01
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die Studierenden werden die Gelegenheit haben, die entsprechenden diskutierten exegetischen Methoden im Proseminar mit dem Leiter des Proseminars zu üben. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend empfiehlt sich aber sehr, denn sie wird zu einer besseren Entwicklung der biblischen Kompetenzen beitragen.

Literatur

Siehe Literatur zum Proseminar.

Leistungsnachweis

Der Erwerb eines Nachweises über die Teilnahme ist möglich.

Exegese des Alten Testaments

 

43 Psalmen

Böhler

Ü M11
1 st. - 3 LP

Mo 14.30 – 16.00 in der ersten Semesterhälfte (bis zum 12.12.2016)

 

Athanasius von Alexandrien berichtet im Brief an Marcellinus (PG 27,12ff) ein Wüstenvater habe einst zu ihm gesagt: „Ja, in den übrigen Büchern der hl. Schrift, hörst du nur das Gesetz, das anordnet, was du tun sollst und was du nicht tun darfst. Du vernimmst die Prophezeiungen, so dass du lediglich weißt, dass der Heiland kommen wird. … Wer dagegen den Psalter liest, erfährt nicht nur diese Dinge; er lernt in ihm außerdem noch die Regungen seiner eigenen Seele kennen und bekommt über sie Aufschluss. … So wird ein jeder die Erfahrung machen, dass diese göttlichen Gesänge für uns und die Regungen und Befindlichkeiten unserer Seele wie geschaffen sind“. Oder kürzer Rainer Maria Rilke: "... habe schließlich die Psalmen gelesen, eines der wenigen Bücher, in denen man sich restlos unterbringt". Der Psalter ist das hauptsächliche Meditationsbuch Israels und das wichtigste Gebetbuch der Kirche. Kein Buch wird häufiger im NT zitiert. Es war Jesu Lieblingsbuch. Ziel der Veranstaltung ist es, durch Übungen (Hausaufgaben) und interaktiven Unterricht Psalterexegese und Psalmenexegese zu verbinden, d.h. die einzelnen Gedichte im Detail zu analysieren und zugleich eine Idee von dem Drama zu bekommen, das sich im Gesamtbuch zwischen Ps 1 und Ps 150 abspielt. Die Veranstaltung ist ein einstündiger Bestandteil des Moduls 11, wird aber ein halbes Semester lang doppelstündig durchgeführt. Es werden wöchentlich Übungsaufgaben gestellt. Aus diesen Übungen ergibt sich wesentlich der Leistungsnachweis. Mit dem Übungscharakter verbunden ist offensichtlich eine Anwesenheitspflicht, wie sie sonst nur bei Seminaren gilt.

Literatur

E. Zenger, Psalmen; L. Alonso Schökel, Salmi; B. Weber, Werkbuch Psalmen.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 11): Durch semesterbegleitende schriftliche Übungen wird der benotete Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erworben werden.

 

44 Kult und Gottesdienst

Böhler

HS M16
2 st. - 4 LP

Di 10.35 – 12.10

 

“Ohne den Zusammenhang mit dem alttestamentlichen Erbe ist die christliche Liturgie schlechterdings nicht zu verstehen“ (Papst Benedikt XVI.). Nach dem NT ist die Messe/Göttl. Liturgie aus dem israelitischen Paschaopfer bzw. der Mincha am Jerusalemer Tempel entstanden. Wir studieren im Hauptseminar den Bau des Heiligtums mit Lade, Leuchter und Altären, das Opfer von Brot und Wein, Olivenöllämpchen und Weihrauch mit dem Lamm, das dreistufige Priestertum, den Pontifikalornat , den liturgischen Kalender, Reinheitsvorschriften etc. (Ex 25-40; Lev 1-7; 23), alles was zur Liturgie gehört, die Gott seinem Volk gegeben hat, in dessen Mitte er wohnen will.

Literatur

Chr. Dohmen, Exodus 19-40 (HThK) Benno Jacob, Das Buch Exodus

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 16): benoteter Leistungsnachweis (Hauptseminar). Die Sitzungen werden mit einer (kleinen) Hausaufgabe vorbereitet. Am Ende steht eine ebenso kleine (achtseitige) Seminararbeit.

 

45 Hebräische Lektüre

Böhler

L G
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

 

46 Oberseminar Altes Testament

Böhler

OS A

nach Vereinbarung

 

Die Arbeiten der teilnehmenden Doktoranden und Lizentianden werden besprochen.

Literatur

Teilnahmebestätigung

Leistungsnachweis

Exegese des Neuen Testaments

 

47 Gott im Neuen Testament

Wucherpfennig

V G M07
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Wie sieht Gott aus, wie hört sich seine Stimme an? Wo wohnt er? Diese Fragen sind mit rationalem Denken schwer vereinbar: Gott gilt als unsichtbar und spricht zum Menschen über ihre innere Stimme. Für das Neue Testament ist das nicht so klar: Jesus hat Gottes Reich verkündet, er hat Gott gesehen und hört seine Stimme. Die Vorlesung beschäftigt sich mit den Vorstellungen von Gott im Neuen Testament, in seiner jüdischen Vorgeschichte (im AT und in der Septuaginta) und in seiner griechisch-römischen Umwelt.

Literatur

Reinhard Feldmeier / Hermann Spieckermann, Der Gott der Lebendigen, Tübingen 2011. Hans-Josef Klauck, Monotheismus und Christologie, Freiburg, Basel, Wien 1992. Christoph Markschies, Gottes Körper, München 2016.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 7) Gotteslehre: Neues Testament durch mündliche Prüfung zusammen mit Dogmatik

 

48 Johannesbriefe

Weidemann

V G M16
2 st. - 4 LP

14täglich Fr 08.45 – 10.20 10.35 – 12.10 Termine: 21.10.2016, 04.11.2016, 18.11.2016, 02.12.2016, 16.12.2016, 13.01.2017, 27.01.2017

 

Die drei Johannesbriefe zeichnen sich durch eine eigentümliche Ambivalenz aus: Auf der einen Seite finden sich Aussagen, mit denen nachfolgende Generationen das Wesen des christlichen Glaubens quasi auf den Punkt gebracht sahen. Die berühmteste davon lautet: „Gott ist Liebe“ (1Joh 4,8.16), ein Satz, der auch für Ludwig Feuerbach „der höchste des Christentums“ ist. Laut Johannes Beutler SJ bietet der erste Johannesbrief „geradezu eine Summe christlicher Lehre“. Dazu gehört auch, dass in keiner anderen frühchristlichen Schrift so tief über das Verhältnis von Christusglaube und der Liebe zum „Bruder“ reflektiert wurde. Doch stehen diese Reflexionen im 1. Johannesbrief in unlösbarem Zusammenhang mit der hochpolemischen Ausgrenzung von Gegnern, die der Verfasser als „Antichristen“ verunglimpft und denen er ein „Fortschreiten“ in der Christologie vorwirft (2Joh 10). Brisant ist dies, weil diese Gegner „von uns ausgingen“ (1Joh 2,19), also aus der eigenen Gruppe und derselben Tradition stammen. Zu erkennen ist aber noch ein zweiter Diskurs, nämlich um die Frage, ob Christen nach der Taufe überhaupt sündigen können und was das für Folgen hätte. Hier fällt dem Verfasser die Grenzziehung nicht so leicht wie im Falle der Christologie, die widersprüchlichen Aussagen zu diesem Thema bilden ein bis heute ungelöstes Rätsel des 1. Johannesbriefes. In der Vorlesung werden die drei Johannesbriefe im Hinblick auf die genannten Diskurse ausgelegt, und zwar unter Hinzuziehung zentraler Passagen aus dem Johannesevangelium und anderer frühchristlichen Schriften. Neben der Einzelauslegung beschäftigt uns v. a. die aus 2/3Joh rekonstruierbare Sozialgestalt der Trägerkreise dieser Briefe und die Frage nach den Verflechtungen mit anderen Ausprägungen des Christentums um die Jahrhundertwende, z. B. mit paulinisch geprägten Gemeinden.

Literatur

Für einen ersten Überblick konsultiere man das entsprechende Kapitel einer der neueren „Einleitungen in das Neue Testament“, z.B. von BROER/WEIDEMANN oder von EBNER/SCHREIBER. Alle Einleitungsfragen der Johannesbriefe werden umfassend behandelt von H.-J. KLAUCK, Die Johannesbriefe (EdF 276), Darmstadt 21995. Wichtige Kommentare (Auswahl): J. BEUTLER, Die Johannesbriefe (RNT), Regensburg 2000. H.-J. KLAUCK, Der erste Johannesbrief (EKK XXIII/1), Neukirchen u.a. 1991; Der zweite und dritte Johannesbrief (EKK XXIII/2), Neukirchen u.a. 1992. J. M. LIEU, I, II & III John. A Commentary (NTL), Louisville-London 2008. R. SCHNACKENBURG, Die Johannesbriefe (HThKNT XIII/3), Freiburg u.a. 61979. U. SCHNELLE, Die Johannesbriefe (ThHKNT 17), Leipzig 2010. F. VOUGA, Die Briefe des Johannes (HNT 15/3), Tübingen 1990. Zur johanneischen Theologie- und Literaturgeschichte insgesamt: J. BECKER, Johanneisches Christentum, Seine Geschichte und Theologie im Überblick, Tübingen 2004

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 16): Kommissionsprüfung zusammen mit Exegese AT.

 

49 Griechische Lektüre: Texte aus der johanneischen Literatur

Wucherpfennig / Hühne

L G M16
1 st.

Di 09.35 – 10.20

 

Das Johannesevangelium und die Johannesbriefe gehören scheinbar zu den leichteren griechischen Texten im Neuen Testament. Der Lektürekurs bietet sich also auch für Einsteiger in die griechische Lektüre an. Der Kurs soll die Vielfalt des johanneischen Griechisch zeigen, daher bietet er auch Fortgeschrittenen einige Hilfe. Er kann auch die Vorlesung zu den Johannesbriefen ergänzen.

Leistungsnachweis

 

50 Neutestamentliches Oberseminar

Wucherpfennig

OS A G

nach Vereinbarung

 

Das Oberseminar kombiniert die Arbeit an griechischen Texten im Umfeld des Neuen Testaments (in Zusammenarbeit mit Hühne) und das Vorstellen von Problemen und Themen der jeweiligen Abschlussarbeiten. 14. 1. Gemeinsamer Oberseminartag Frankfurt (Goethe-Uni und Sankt Georgen), Gießen und Mainz, in Mainz. Weitere Termine und genauere Angaben folgen.

Leistungsnachweis

Kirchengeschichte

 

60 Einführung in die Alte Kirchengeschichte

J. Arnold

V G M02
1 st. - 1.5 LP

Fr 10.35 – 12.10 (bis zum 18.11.2016)

 

In der Vorlesung werden folgende Themen-Bereiche behandelt: (I) Christen und Nichtchristen in den ersten Jahrhunderten (Frühe Kirche und Judentum: Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen / frühe Kirche und pagane Umwelt: unterschiedliches Religionsverständnis und Inkulturation) (II) Frühe Kirche und weltliche Herrschaft (Kaiserliche Religionspolitik; Christentum als Minderheitsreligion, als religio licita, als Staatsreligion) (III) Zentrale Aspekte der Theologiegeschichte der ersten Jahrhunderte (Die frühe Kirche und ihr Verhältnis zur Heterodoxie; das Erste Konzil von Nikaia)

Literatur

Ernst Dassmann, Kirchengeschichte I: Ausbreitung, Leben und Lehre der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten, Stuttgart u.a. 2000.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 2): Mündliche Prüfung (20 Minuten), zusammen mit Einführung in die Mittlere/Neue Kirchengeschichte.

 

61 Einführung in die Mittlere und Neuere Kirchengeschichte

Schmerbauch

V G M02
1 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10 (ab dem 25.11.2016)

 

Die Vorlesung umfasst die grundlegenden Entwicklungslinien mit den wichtigsten gesellschaftspolitischen und theologiegeschichtlichen Ereignissen der Kirchengeschichte vom Frühmittelalter bis zur neuesten Zeit (ca.500-ca.2000). Jede der insgesamt zehn Vorlesungseinheiten konzentriert sich auf ein kompaktes Thema der jeweiligen Epoche. Die Christianisierung Europas im Früh- und Hochmittelalter vom 5. bis zum 9. Jahrhundert wird im Kontext der kirchenpolitischen Ereignisse unter den Merowingern und den Karolingern vorgestellt, zusammen mit den verschiedenen Ausprägungsformen des Lebens der Christen in Europa (Missionstätigkeit und frühes Mönchtum, das Entstehen kirchlicher Strukturen). Die Genese der Kirchengeschichte unter den großen Herrschergeschlechtern der Ottonen, Salier und Stauffer vom 10. bis ins 13. Jahrhundert wird im Kontext des Verhältnisses zwischen Papst und Kaiser sowie den geistigen und weltlichen Bewegungen der (hoch-) mittelalterlichen Kirche in den Blick genommen (das Reichskirchensystem, die kirchlichen Reform- und Armutsbewegungen, die Papstkonzilien, die Kreuzzüge). Die bedeutenden Ereignisse der Katholischen Kirche des Spätmittelalters vom 13. bis zum 15. Jahrhundert (das Abendländische Schisma, die Reformkonzilien) werden tiefer diskutiert. Der Reformation und ihre Auswirkungen im Zeitalter der Konfessionen im 16. und 17. Jahrhundert (die Durchsetzung der Reformation, die Gegenreformation, der Dreißigjährige Krieg) wird aufgrund des aktuellen Reformations-Jubiläumsjahres 2017 eine breitere Analyse zuteil, ebenso ausreichend betrachtet werden die Grundthemen der Kirchengeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts (das Zeitalter der Aufklärung, die Säkularisation, das 1. Vatikanum). Für die neueste Zeit sind die wichtigsten kirchengeschichtlichen Entwicklungen im 20. Jahrhundert zu analysieren: die Kirche im Zweiten Deutschen Kaiserreich 1871-1918, die Weimarer Zeit 1918-1933, das Dritte Reich 1933-1945, die Nachkriegszeit und die Teilung Deutschlands 1945-1989. Die Betrachtung der gegenwärtigen kirchengeschichtlichen Situation (bis zum Pontifikat Benedikts XVI., die voranschreitende Entchristianisierung Deutschlands und Europas) bildet den Endpunkt gegenwärtig erfahrbarer Kirchengeschichte. Abschließend soll in der letzten Vorlesungseinheit die heutige institutionelle Verfasstheit der Kirchengeschichte im Jurisdiktionsgebiet der Deutschen Bischofskonferenz (an Universitäten, Bistümern, Forschungsinstituten, Archive und Bibliotheken) vorgestellt werden. Die Vorlesung wird auch tiefere Kenntnisse über die wichtigsten historischen Quellen des Christentums vermitteln, aus denen sich unser Wissen über die Kirchengeschichte bis heute begründen lässt.

Literatur

Zur Mittleren und Neueren Kirchengeschichte gibt es zahlreiche wissenschaftliche Publikationen. Als ein geeignetes Einführungswerk in 2000 Jahre Kirchengeschichte für Studenten empfiehlt sich: Manfred Eder, Kirchengeschichte: 2000 Jahre im Überblick, Düsseldorf 2008. Weitere Literatur wird in den Vorlesungseinheiten zu den einzelnen thematischen Schwerpunkten bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 2): Kommissionsprüfung (20 Min.) zusammen mit Alte Kirchengeschichte

 

63 Sulpicius Severus, Vita sancti Martini

J. Arnold

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 14.30 – 16.00

 

Aus Anlass des vermutlich 1700. Geburtstags des hl. Martin von Tours (316 [?]‒397) soll in diesem Seminar die älteste und einflussreichste hagiographische Darstellung seines Lebens einer genauen Analyse unterzogen werden: die um 396 n. Chr. entstandene Vita Sancti Martini des aus aquitanischem Adel stammenden Sulpicius Severus. Anhand des nicht sehr umfangreichen lateinischen Textes, seiner Übersetzungen und durchaus umfangreicher Sekundärliteratur sollen folgende Themen behandelt werden: 0. Zur Einführung: Die Erzählung von der Mantelteilung ‒ und was Sulpicius Severus damit sagen will 1. „Heilige Kindheit“: antike christliche Kindheitsgeschichten im Vergleich (Martin, Antonius u. a. und das Vorbild der Kindheitsgeschichte Jesu) 2. Ein heiliger Soldat? Zur Bewertung des Militärdienstes im frühen Christentum; zur Vorstellung vom miles christianus 3. Martin, Hilarius und die Auseinandersetzungen um den Arianismus 4. Martin als Wundertäter: Zum Wunderverständnis des Sulpicius Severus im Kontrast zur Gnadenlehre des Augustinus 5. Ungewollt Bischof: Scheu vor dem Amt und Amtsführung des historischen Martin von Tours. Grundsätzlich: das antike Bischofsamt als geistliche und politische Aufgabe, göttlicher Auftrag und ‒ manchmal ‒ Karriereziel 6. Martin von Tours und das gallische Mönchtum im 4. und 5. Jahrhundert 7. Tempelzerstörungen und Gottesurteile: Der Konflikt zwischen Christentum und paganer Religiosität nach der Vita Sancti Martini vor dem Hintergrund der Entwicklung des Christentums zur Staatsreligion 8. Bischof Martin bei Kaiser Maximus: zum Verhältnis von Kirche und Staat nach Sulpicius Severus (und Zeitgenossen) 9. Askese ‒ aber nicht zu viel. Martin von Tours und die Häresie der Priszillianer 10. Dämonen, Teufel und die Apokatastatislehre in der Vita Sancti Martini 11. Das geistliche Leben Martins von Tours nach Sulpicius Severus 12. Zur ‚Wahrheit‘ der Vita Sancti Martini 13. Zur Rezeption der Martins-Schriften des Sulpicius Severus Weitere Themen, die ggf. in Seminararbeiten bearbeitet werden können: 14. Ein Heiliger, der nicht Märtyrer war: zum Wandel der antiken Vorstellungen von Heiligkeit 15. Martin von Tours und Paulinus von Nola

Literatur

Anzuschaffende Textausgabe: Sulpicius Severus, Vita sancti Martini. Das Leben des heiligen Martin. Lateinisch/Deutsch, Stuttgart (Reclam) 2010 (Kosten: 4,- Euro) Detailliertester Kommentar (nicht anzuschaffen, aber zu nutzen): Jacques Fontaine, Sulpice Sévère. Vie de saint Martin, Bd. 2 und 3: Commentaire (Sources chrétiennes 134/135), Paris 1968/69 Weitere Lit. wird in den ersten Seminarsitzungen angegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol M 15 und 23: Durch wöchentliche vorbereitende Lektüre eines Textabschnitts (deutsch und [!] lateinisch), kontinuierliche Beteiligung an der Besprechung der Texte, Kurzreferat zu einem Spezialthema und Verfassen einer Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in (Alter) Kirchengeschichte erworben werden.

Fundamentaltheologie

 

70 Theologische Erkenntnislehre

Löffler

V G M03
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Nach christlicher Auffassung hat sich Gott mehrfach im Laufe der Geschichte kundgetan, sich endgültig und abschließend aber in Jesus Christus gezeigt, um die Menschen in seine Heilsgemeinschaft zu führen. Im Glauben nimmt der Mensch diese Einladung an und überantwortet sich dem offenbarenden Gott. Weil nun der heutige Mensch Gottes ergangenem Offenbarungswort nur noch geschichtlich - und das heißt: kirchlich - vermittelt begegnen kann, ist er auf "Orte" (loci theologici) angewiesen, die dieses Wort authentisch bezeugen (Heilige Schrift, Tradition, Lehramt, Theologie, Glaubenssinn der Gläubigen). Die Vorlesung wird zunächst klären, was man aus christlicher Sicht unter „Offenbarung“ und „Glaube“ versteht und im Anschluss daran aufzeigen, wie die genannten Bezeugungsinstanzen Gottes Offenbarungswort so vermitteln, dass es auch heute noch authentisch vernommen und im Glauben angenommen werden kann.

Literatur

WOLFGANG BEINERT, Theologische Erkenntnislehre, in: Ders. (Hg.), Glaubenszugänge. Lehrbuch der katholischen Dogmatik, Bd.1. Paderborn 1995, 47-187. WOLFGANG BEINERT, Kann man dem Glauben trauen? Grundlagen theologischer Erkenntnis. Regensburg 2004. CHRISTOPH BÖTTIGHEIMER, Lehrbuch der Fundamentaltheologie. Freiburg 2009, 21-164. HELMUT GABEL, Inspiriert und inspirierend - die Bibel. Würzburg 2011. DONATH HERCSIK, Die Grundlagen unseres Glaubens. Eine theologische Prinzipienlehre. Münster 2005. HANS-JOACHIM HÖHN, Praxis des Evangeliums, Partituren des Glaubens. Wege theologischer Erkenntnis. Würzburg 2015. PETER HÜNERMANN, Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube - Überlieferung - Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen. Münster 2003. WALTER KERN ET AL. (Hg.), Handbuch der Fundamentaltheologie, Bd. 4 (Traktat Theologische Erkenntnislehre). Tübingen – Basel (2. Aufl.) 2000. WALTER KERN & FRANZ-JOSEF NIEMANN, Theologische Erkenntnislehre. Düsseldorf 1981. BERNHARD KÖRNER, Orte des Glaubens - loci theologici. Würzburg 2014. THOMAS SCHÄRTL, Glaubens-Überzeugung. Philosophische Bemerkungen zu einer Erkenntnistheorie des christlichen Glaubens. Münster 2007.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 3): mündliche Einzelprüfung (15 min) (Diplomstudiengang: sbL Fundamentaltheologie oder Teil des Diplomprüfungsstoffs [Thesen 4-7].)

 

71 Offenbarungs- und Religionskritik

Specker

V/Koll G M07
1 st. - 3 LP

Mo 16.15 – 17.00

 

„Um die Religionskritik ist es zu leise geworden“, konnte der Züricher Religionsphilosoph und evangelische Theologe Ingolf Dalferth noch 2007 schreiben. Dies hat sich in den letzten Jahren zweifellos geändert, wenn auch die Qualität der Kritik nicht immer der Lautstärke ihres Vortrags entspricht. Religion ist (wieder) ein umstrittenes Thema: Angefragt wird ihre praktische Umsetzung genauso wie ihr theoretisches Fundament. Oftmals aus Anlass von Gewalterfahrungen gestellt und im Hinblick auf den Islam formuliert, werden dabei auch grundlegende Fragen der Religionskritik diskutiert: So kommt der Monotheismus (Assmann/Sloterdijk), genauso in den Blick wie die kritische Frage nach einem personalen Gott (Dawkins) oder nach der Rationalität von Offenbarungsansprüchen (Beckermann). In der öffentlichen Debatte gewinnt in diesem Kontext zudem ein emphatisch-affirmativer Bezug auf die Aufklärung eine identitätsstiftende Funktion. Insofern lohnt es sich, die Grundlagen der Offenbarungs- und Religionskritik aktuell und neu zu betrachten – nicht zuletzt auch mit dem Ziel, die in der Religion selbst verankerte Religionskritik zur Sprache zu bringen. Die Vorlesung wird sich deshalb exemplarischen Vertretern der aufklärerischen Religionskritik zuwenden sowie mit einem Blick auf den Grenzgänger der Religionskritik – Nietzsche – enden. Die Vorlesung wird die Offenbarungs- und Religionskritik zudem „im Angesicht des Islam“ diskutieren. Dies bedeutet, nach der Grundkonstellation von Vernunft und Offenbarung im islamischen Glauben, nach der Parallele zwischen islamischer und aufklärerischer Religionskonzeption und nach Formen einer interreligiösen Religionskritik zu fragen. So ergibt sich – in Grundzügen - ein Gespräch zu dritt zwischen christlicher Theologie, islamischem Denken und neuzeitlicher Religionskritik.

Literatur

Einführende Literatur: Herder Korrespondenz Spezial (2014): Gottlos? Von Zweiflern und Religionskritikern. Weinrich, Michael: Religionskritik. Stuttgart 22012. Wielandt, Rotraud: Islam – die vernünftigere Religion? Vorstellungen heutiger Muslime zum Verhältnis ihres Glaubens zur Rationalität. In: Theologie und Philosophie 86 (2011) 73-94. Rudolph, Ulrich: Islamische Philosophie. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 22008. Schieder, Rolf (Hg.): Die Gewalt des einen Gottes: Die Monotheismusdebatte zwischen Jan Assmann, Micha Brumlik, Rolf Schieder, Peter Sloterdijk und anderen. Darmstadt 2014.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 7): Leistungsnachweis durch Kommissionsprüfung zusammen mit "Metaphysik". (Diplomstudium Theologie: sbL Fundamentaltheologie oder Teil des Prüfungsstoffs der Diplomabschlussprüfung [Thesen 1-3].)

 

73 "Grammatik des Glaubens": Komm und geh Missionsverständnis nach Papst Franziskus

Sievernich / Csiszar

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Do 16.15 – 17.45 Beginn: 27.10.2016 Am 10.11.2016 keine Sitzung. Am 08.12.2016 von 16.15 - 19.00

 

In seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag 2015 definierte Papst Franziskus die Mission der Kirche als Teil der „Grammatik“ des Glaubens. Sie ist unumgänglich und hat eine klare Logik: „komm“ und „geh“, denn Leidenschaft für Christus bedeutet zugleich Leidenschaft für den Menschen. Mit Papst Franziskus erleben wir die Entwicklung des kirchlichen Missionsverständnisses in einer intensiven Doppelbewegung: hin zu Christus und zu den Menschen. In diesem Seminar erschließen wir Schritt für Schritt, was Mission als Grammatik des Glaubens im von Papst Franziskus intendierten Sinne bedeutet und welche Ansätze er in Evangelii Gaudium und in seinen Ansprachen und Botschaften zur Mission formuliert. Darauf aufbauend wird das Anwendungspotenzial seiner Prinzipien im Lichte von Amoris Laetitia für die Familie, im Lichte von Laudato Si für die Umwelt, angesichts seiner apostolischen Reisen für die konkreten Ortskirchen, sowie im Lichte des missionarischen Strukturwandels der Kirche für die Dynamik des Volkes Gottes untersucht. Zwei Gastreferenten konnten wir für das Seminar gewinnen: Dr. Ladislav Nemet SVD, Bischof von Zrenjanin (Serbien), Präsident der Internationalen Bischofskonferenz der Heiligen Kyrill und Method für die Länder Serbien, Kosovo, Montenegro und Mazedonien sowie Dr. Birgit Weiler aus der Ordensgemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern, Dozentin an der Jesuitenuniversität in Lima (Peru) und theologische Beraterin in Sachen Gerechtigkeit und Solidarität der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz (CELAM). Dank ihres Mitwirkens kommt es zum Austausch über die Relevanz des Missionsverständnisses nach Franziskus in zwei verschiedenen Ortskirchen (Peru und Serbien) und in zwei verschiedenen Ordensgemeinschaften.

Literatur

Lehramtliche Texte: Evangelii Gaudium, Amoris Laetitia, Laudato Si, Ansprachen des Papstes (Eine Auswahl der themenrelevanten Ansprachen und Botschaften wird in elektronischem Format den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Quelle für diese Texte: https://w2.vatican.va/content/francesco/de.html) D. Deckers, Papst Franziskus: Wider die Trägheit des Herzens, eine Biografie, München 2014.
 M. Eckholt, An die Peripherie gehen. In den Spuren des armen Jesus – Vom Zweiten Vatikanum zu Papst Franziskus, Ostfildern 2015.
 W. Kasper, Papst Franziskus: die Revolution der Zärtlichkeit, Stuttgart 2015.
 Papst Franziskus, Predigten aus den Morgenmessen in Santa Marta, Freiburg-Basel-Wien, 2013. V. Resing (Hg.), Europa wach auf: Die Straßburger Reden des Papstes, Freiburg 2014.
 A. Riccardi, Franziskus – Papst der Überraschungen: Krise und Zukunft der Kirche, Würzburg 2014.
 Ch. Schönborn / M. Sievernich (Hg.): Berufung und Sendung der Familie, Freiburg 2015.
 M. Sievernich, Papst Franziskus. Texte, die ihn prägten, Darmstadt 2015.
 H. Waldenfels, Sein Name ist Franziskus, Paderborn 2014.
 P. M. Zulehner, Auslaufmodell, Ostfildern 2015.
 M. Delegado, Auf dem Weg zu einer pastoralen und missionarischen »Konversion«. Überlegungen zu Evangelii Gaudium. In: ZMR 98 (2014), 142-147.
 M. Luber, Missionstheologische Überlegungen zum Verhältnis von interreligiösem Dialog und Verkündigung im Anschluss an Evangelii Gaudium. In: ZMR 99 (2015), 46-54.
 H. Schönemann, Evangelisierung im neuen Pontifikat – Kontinuitäten und Diskontinuitäten. In: ZMR 98/2014 (1-2), 7-25.
 M. Sievernich, Alte Missionierung und neue Evangelisierung, in: Wort und Antwort (Dominikanische Zeitschrift für Glauben und Gesellschaft) 55 (2014) 149-155.
 M. Sievernich, Mission seit dem Konzil - Entwicklungen und Schwerpunkte, in: Martin Üffing (Hg.): Mission seit dem Konzil (Studia Instituti missiologici SVD 98). Sankt Augustin 2013, 19-38.
 M. Sievernich, Neue Evangelisierung im neuen Pontifikat. In: ZMR 98 (2014), 3-6.
 H. Waldenfels, Evangelii gaudium. In: ZMR 99 (2015), 55-66.
 H. Waldenfels, Papst Franziskus und seine geistlichen Quellen. Jesuitische Inspiration für die Neue Evangelisierung. In: ZMR 98 (2014), 26-37.


Leistungsnachweis

Mag Theol (M 15 und 23): Leistungsnachweis über ein Seminar in Praktischer Theologie

Dogmatik

 

74 Einführung in den christlichen Glauben

Vechtel / Remmel

Koll M03
2 st. - 3 LP

wahlweise Mo 08.45 – 10.20 oder Mi 16.15 – 17.45

 

Ist der Glaube an Gott nur das schädliche Nebenprodukt einer evolutionären Entwicklung? Kann man an Gott glauben angesichts des erschreckenden Ausmaßes von Leid in der Welt? Lohnt es sich, Gott um etwas zu bitten? Hatte Jesus als der Sohn Gottes (k)einen leiblichen Vater? Wieso ist die Kirche heilig? Diese und andere Fragen werden an den christlichen Glauben gestellt und sollen in der „Einführung in den christlichen Glauben“ zur Sprache kommen. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt die "Einführung" Grundlagen des christlichen Glaubens: den Begriff des Glaubens selbst sowie die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Dabei will die "Einführung" zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen - vor aller notwendigen philosophischen und theologischen Spezialisierung. Ein Leitfaden für ein solches Verstehen bietet Joseph Ratzingers „Einführung in das Christentum“. Wir werden ausgewählte Kapitel aus diesem Buch und andere Texte lesen und besprechen, die auf der Internetplattform „Moodle“ eingestellt werden. Um vertiefende Gespräche in kleinerer Runde zu ermöglichen, wird die Veranstaltung jeweils Montags und Mittwochs in zwei inhaltsgleichen Einheiten durchgeführt.

Literatur

Literatur: Joseph Ratzinger, Einführung in das Christentum, München 1968 (verschiedene Auflagen); Medard Kehl, Hinführung zum christlichen Glauben, Mainz 1984 (verschiedene Auflagen); Klaus von Stosch, Einführung in die Systematische Theologie, Paderborn u.a. ²2009.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 3): Durch semesterbegleitende Hausaufgaben und aktive Mitarbeit kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium "Einführung in den christlichen Glauben" erworben werden.

 

75 Trinitarische Gotteslehre I

Vechtel

V G M07
2 st. - 4.5 LP

Mi 08.45 – 10.20

 

Die Frage nach Gott ist die Grundfrage der Theologie. Im Mittelpunkt des christlichen Glaubens steht jedoch das Bekenntnis zu dem Gott, der sich in seiner Offenbarung als der eine Gott in drei Personen erwiesen hat. Die dogmatische Theologie steht vor der Aufgabe, den trinitarischen Gottesglauben als „konkreten Monotheismus“ und als Auslegung der biblischen Offenbarungsgeschichte zu begründen. Dabei soll der trinitarische Gottesglaube als eine mögliche Antwort auf die Gottesfrage des Menschen ausgewiesen werden. Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung stehen Überlegungen zur Erkennbarkeit Gottes, zur biblischen und theologiegeschichtlichen Begründung trinitätstheologischer Aussagen, zum Verhältnis des trinitarischen Gottes zur Welt und zur Geschichte, zur Vereinbarkeit des monotheistischen Glaubens mit dem Bekenntnis zu den drei göttlichen Personen (Wesenseinheit und trinitarischer Personbegriff).

Literatur

Literatur: Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd.1, Göttingen 1988. Karlheinz Ruhstorfer (Hg.), Gotteslehre. Theologie studieren – Modul 7, Paderborn 2014. Matthias Haudel, Gotteslehre, Paderborn 2015. Walter Kasper, Der Gott Jesu Christi, Mainz 1982.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 7): Gemeinsame Prüfung mit Exegese NT. (Diplomstudium: Stoff der Fachabschlussprüfung in Systematischer Theologie oder SbL in Dogmatik)

 

76 Schöpfungstheologie II

Specker

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Do 10.35 – 11.20

 

In dieser Vorlesung geht es um das Ganze. Bringt die Lehre von der Schöpfung doch alles was ist, in seiner unauflöslichen Beziehung zu dem von ihm grundsätzlich unterschiedenen Gott als Geschaffenes in den Blick. In diesem Blick kommen christliche und islamische Theologie überein – und zeigen damit sofort, dass das Ganze niemals in einem Standpunkt allein sich abbilden lässt. So steht die Schöpfungslehre in besonderer Weise für Einheit und Vielfalt: In ihrem Gegenstand – der geschaffenen Wirklichkeit, die in ihrer bunten und divergierenden Unterschiedlichkeit gewürdigt werden muss und doch zugleich niemals in eine vollkommene Unvergleichlichkeit auseinanderfallen darf. In ihren theologischen Konzepten, die die Einheit von Welt und Menschheit in immer neuen Anwegen denken und dabei zugleich die unterschiedlichen Perspektiven aus Natur- und Geisteswissenschaften einbeziehen müssen. Und in ihren interreligiösen Bezügen, in denen Christentum und Islam in besonderer Nähe und mit sich vielfältig überschneidenden Traditionen, aber auch mit unterschiedlichen Interpretationshorizonten deutlich werden. „Nirgends sind Christentum und Islam einander so nahe wie beim Thema der Schöpfung“ (Heine, 108) und zugleich erlaubt gerade die Nähe den tieferen Blick auf den Unterschied, denn „die Wahrnehmung von Unterschieden ist der Königsweg zur Begegnung mit anderen und dafür, sich ernsthaft miteinander zu befassen“ (Heine, 17). Die Vorlesung wird im Sinne einer „katholischen Theologie im Angesicht des Islam“ den eigenständigen koranischen und systematisch-theologischen Horizont der Schöpfungslehre umreißen und von ihm her einige spezifische Akzente der christlichen Schöpfungslehre erläutern. Thematisch werden auch Fragen nach dem Zeit- und Geschichtsverständnis mit einbezogen sowie die oft stereotyp verhandelte Frage nach der Ebenbildlichkeit des Menschen als Spezifikum des biblischen Menschenbildes in Auseinandersetzung mit einer koranischen ḫalīfa-Theologie diskutiert. Schließlich sollen auch Fragen zur Evolutionstheorie und zur Ökologie im Kontext des christlich-islamischen Dialogs angesprochen werden.

Literatur

Literatur zur ersten Information: Dirk Ansorge/ Hamideh Mohagheghi: Ursprung und Ziel: Gott als Schöpfer und Richter. In Meißner, Volker (u.a.): Handbuch christlich-islamischer Dialog. Grundlagen – Themen – Praxis – Akteure. Freiburg 2014, 93-106. Medard Kehl: Christlicher und muslimischer Schöpfungsglaube. In: Ders.: Und Gott sah, dass es gut war. Eine Theologie der Schöpfung. Freiburg 2006, 346-357. Susanne Heine/ Ömer Özsoy/ Christoph Schwöbel/ Abdulla Takim (Hg.): Christen und Muslime im Gespräch. Eine Verständigung über Kernthemen der Theologie. Gütersloh 2014, v.a. 82-108.

Leistungsnachweis

Mag Theol M 18: Teil der Schlussprüfung

 

77 Trinitarische Gotteslehre II

Vechtel

V/Koll G M18
1 st. - 1.5 LP

Do 11.25 – 12.10

 

Als Teil der 3. Studienphase im Studiengang Magister Theologie wird in der Lehrveranstaltung eine vertiefende Auseinandersetzung mit der trinitarischen Gotteslehre erfolgen. Dabei soll nach dem spezifischen Beitrag gefragt werden, den der trinitarische Gottesglaube und die christliche Trinitätslehre zu aktuellen Fragestellungen der Gotteslehre leisten. Im Blick auf das Gott-Welt-Verhältnis stehen die Herausforderungen durch panentheistische, monistische und prozessontologische Gottesvorstellungen im Vordergrund. Die Frage nach dem Handeln Gottes in der Welt wird im Blick auf aktuelle religionsphilosophische Diskussionen sowie die Konzeption eines offenen Theismus skizziert. Schließlich hat sich der trinitarische Gottesglaube im Dialog mit den monotheistischen Weltreligionen Judentum und Islam als spezifisch christliche Form des Monotheismus zu bewähren. In diesem Zusammenhang ist vertiefend auf die Fragen von Wesenseinheit und personaler Verschiedenheit in Gott einzugehen.

Literatur

Julia Enxing, Gott im Werden. Die Prozesstheologie Charles Hartshornes, Regensburg 2013. Johannes Grössl, Die Freiheit des Menschen als Risiko Gottes. Der offene Theismus als Konzeption der Vereinbarkeit von göttlicher Allwissenheit und menschlicher Freiheit, Münster 2015. Frank Meier-Hamidi/Klaus Müller (Hg.), Persönlich und alles zugleich. Theorien des All-Einheit und christliche Gotteslehre, Regensburg 2010. Klaus Müller/Magnus Striet (Hg.), Dogma und Denkform. Strittiges in der Grundlegung von Offenbarungsbegriff und Gottesgedanke, Regensburg 2005. Bernhard Nitsche, Gott und Freiheit. Skizzen zur trinitarischen Gotteslehre, Regensburg 2008. Wolfhart Pannenberg, Systematische Theologie Bd.1, Göttingen 1988. Karlheinz Ruhstorfer (Hg.), Das Ewige im Fluss der Zeit. Der Gott, den wir brauchen (QD 280), Freiburg 2016. Elmar Salmann, Neuzeit und Offenbarung. Studien zur trinitarischen Analogik des Christentums, Rom 1986. Michael Schulz, Sein und Trinität. Systematische Erörterungen zur Religionsphilosophie Hegels im ontologiegeschichtlichen Rückblick auf J. Duns Scotus und I. Kant und die Hegel-Rezeption in Seinsauslegung und Trinitätstheologie bei W. Pannenberg, E. Jüngel, K. Rahner und H.U.v. Balthasar, St. Ottilien 1997. Roman Siebenrock/Christoph Amor, Handeln Gottes. Beiträge zur aktuellen Debatte (QD Bd. 262), Freiburg 2014. Magnus Striet (Hg.), Monotheismus Israels und christlicher Trinitätsglaube (QD 210), Freiburg 2004. Muna Tatari/Klaus von Stosch (Hg.),Trinität – Anstoß für das islamisch christliche Gespräch, Paderborn 2013.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 18): Der Stoff der Vorlesung gehört zur Abschlussprüfung im Magister Theologie.

 

79 1517 - 2017: Theologie der Reformatoren, katholische Kirche und Ökumene heute

Ansorge

HS A G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 16.15 – 17.45

 

Im Seminar werden anhand ausgewählter Texte Grundanliegen der Theologie der Reformatoren erarbeitet, vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Theologie interpretiert und in ihrer Bedeutung für den aktuellen ökumenischen Dialog bewertet.

Literatur

Beutel, Albrecht (Hg.), Luther-Handbuch, Tübingen 2005. Bornkamm, Heinrich, Das Jahrhundert der Reformation. Gestalten und Kräfte, Frankfurt a.M. 1983. Decot, Rolf, Kleine Geschichte der Reformation in Deutschland, Freiburg im Breisgau u.a. 2005. Decot, Rolf, Geschichte der Reformation in Deutschland, Freiburg im Breisgau u.a. 2015. Kaufmann, Thomas, Luthers Juden, Stuttgart 2014. Köpf, Ulrich, Martin Luther. Der Reformator und sein Werk, Stuttgart 2015. Leppin, Volker, Das Zeitalter der Reformation. Eine Welt im Übergang, Darmstadt 2009. Leppin, Volker, Martin Luther (Gestalten des Mittelalters und der Renaissance), Darmstadt, 2. Aufl. 2010. Lohse, Bernhard, Martin Luther. Eine Einführung in sein Leben und sein Werk, München, 2. Aufl. 1983. Lohse, Bernhard, Luthers Theologie in ihrer historischen Entwicklung und in ihrem systematischen Zusammenhang, Göttingen 1995. Maurer, Ernstpeter, Luther, Freiburg u.a. 2005. Oberman, Heiko A., Luther. Mensch zwischen Gott und Teufel. Berlin, 2. Aufl. 1983. Pesch, Otto Hermann, Hinführung zu Luther, Mainz, 3. Aufl 2004. Schilling, Heinz, Martin Luther. Rebell in einer Zeit des Umbruchs, München 2012.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 15 und 23): Durch ein Referat und eine Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Dogmatik erworben werden.

 

80 Oberseminar für Studierende im postgradualen Studium

Ansorge / Vechtel

OS A

nach Vereinbarung

 

Im Oberseminar werden Projekte von Lizenzianden, Doktoranden und Habilitanden vorgestellt und diskutiert.

Literatur

(wird jeweils vor einer Sitzung bekannt gegeben)

Leistungsnachweis

(entfällt)

Pastoraltheologie

 

73 „Grammatik des Glaubens": Komm und geh Missionsverständnis nach Papst Franziskus

Sievernich / Csiszar

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Do 16.15 – 17.45 Beginn: 27.10.2016 Am 10.11.2016 keine Sitzung. Am 08.12.2016 von 16.15 - 19.00

 

In seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag 2015 definierte Papst Franziskus die Mission der Kirche als Teil der „Grammatik“ des Glaubens. Sie ist unumgänglich und hat eine klare Logik: „komm“ und „geh“, denn Leidenschaft für Christus bedeutet zugleich Leidenschaft für den Menschen. Mit Papst Franziskus erleben wir die Entwicklung des kirchlichen Missionsverständnisses in einer intensiven Doppelbewegung: hin zu Christus und zu den Menschen. In diesem Seminar erschließen wir Schritt für Schritt, was Mission als Grammatik des Glaubens im von Papst Franziskus intendierten Sinne bedeutet und welche Ansätze er in Evangelii Gaudium und in seinen Ansprachen und Botschaften zur Mission formuliert. Darauf aufbauend wird das Anwendungspotenzial seiner Prinzipien im Lichte von Amoris Laetitia für die Familie, im Lichte von Laudato Si für die Umwelt, angesichts seiner apostolischen Reisen für die konkreten Ortskirchen, sowie im Lichte des missionarischen Strukturwandels der Kirche für die Dynamik des Volkes Gottes untersucht. Zwei Gastreferenten konnten wir für das Seminar gewinnen: Dr. Ladislav Nemet SVD, Bischof von Zrenjanin (Serbien), Präsident der Internationalen Bischofskonferenz der Heiligen Kyrill und Method für die Länder Serbien, Kosovo, Montenegro und Mazedonien sowie Dr. Birgit Weiler aus der Ordensgemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern, Dozentin an der Jesuitenuniversität in Lima (Peru) und theologische Beraterin in Sachen Gerechtigkeit und Solidarität der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz (CELAM). Dank ihres Mitwirkens kommt es zum Austausch über die Relevanz des Missionsverständnisses nach Franziskus in zwei verschiedenen Ortskirchen (Peru und Serbien) und in zwei verschiedenen Ordensgemeinschaften.

Literatur

Lehramtliche Texte: Evangelii Gaudium, Amoris Laetitia, Laudato Si, Ansprachen des Papstes (Eine Auswahl der themenrelevanten Ansprachen und Botschaften wird in elektronischem Format den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Quelle für diese Texte: https://w2.vatican.va/content/francesco/de.html) D. Deckers, Papst Franziskus: Wider die Trägheit des Herzens, eine Biografie, München 2014.
 M. Eckholt, An die Peripherie gehen. In den Spuren des armen Jesus – Vom Zweiten Vatikanum zu Papst Franziskus, Ostfildern 2015.
 W. Kasper, Papst Franziskus: die Revolution der Zärtlichkeit, Stuttgart 2015.
 Papst Franziskus, Predigten aus den Morgenmessen in Santa Marta, Freiburg-Basel-Wien, 2013. V. Resing (Hg.), Europa wach auf: Die Straßburger Reden des Papstes, Freiburg 2014.
 A. Riccardi, Franziskus – Papst der Überraschungen: Krise und Zukunft der Kirche, Würzburg 2014.
 Ch. Schönborn / M. Sievernich (Hg.): Berufung und Sendung der Familie, Freiburg 2015.
 M. Sievernich, Papst Franziskus. Texte, die ihn prägten, Darmstadt 2015.
 H. Waldenfels, Sein Name ist Franziskus, Paderborn 2014.
 P. M. Zulehner, Auslaufmodell, Ostfildern 2015.
 M. Delegado, Auf dem Weg zu einer pastoralen und missionarischen »Konversion«. Überlegungen zu Evangelii Gaudium. In: ZMR 98 (2014), 142-147.
 M. Luber, Missionstheologische Überlegungen zum Verhältnis von interreligiösem Dialog und Verkündigung im Anschluss an Evangelii Gaudium. In: ZMR 99 (2015), 46-54.
 H. Schönemann, Evangelisierung im neuen Pontifikat – Kontinuitäten und Diskontinuitäten. In: ZMR 98/2014 (1-2), 7-25.
 M. Sievernich, Alte Missionierung und neue Evangelisierung, in: Wort und Antwort (Dominikanische Zeitschrift für Glauben und Gesellschaft) 55 (2014) 149-155.
 M. Sievernich, Mission seit dem Konzil - Entwicklungen und Schwerpunkte, in: Martin Üffing (Hg.): Mission seit dem Konzil (Studia Instituti missiologici SVD 98). Sankt Augustin 2013, 19-38.
 M. Sievernich, Neue Evangelisierung im neuen Pontifikat. In: ZMR 98 (2014), 3-6.
 H. Waldenfels, Evangelii gaudium. In: ZMR 99 (2015), 55-66.
 H. Waldenfels, Papst Franziskus und seine geistlichen Quellen. Jesuitische Inspiration für die Neue Evangelisierung. In: ZMR 98 (2014), 26-37.


Leistungsnachweis

Mag Theol (M 15 und 23): Seminar in Praktischer Theologie

 

90 Pastoral der Initiationssakramente (Taufe u. Firmung)

Hoyer / W. Beck

V G M11
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Thema der Veranstaltung sind zunächst die Möglichkeiten des Glaubens unter den Bedingungen der postmodernen Moderne. Auf der Basis dieser Überlegungen wird zusammen mit GesprächspartnerInnen aus der pastoralen Praxis der Frage nachgegangen, wie Kinder und Jugendliche mit den Sakramenten Taufe und Firmung in diese Möglichkeiten eingeführt werden können. Die Thematik erfordert eine aktive Mitarbeit in der Veranstaltung. Um Anmeldung bis 7.10.2016 bei beck@sankt-georgen.de und hoyer@sankt-georgen.de wird gebeten.

Literatur

Wolfgang Beck, Christian Hennecke, Think about das Sakrament der Buße mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen neu entdecken, München 2008. Ottmar Fuchs, Der zerrissene Gott. Das trinitarische Gottesbild in den Brüchen der Welt, Ostfildern 2014. Eberhard Jüngel, Gott als Geheimnis der Welt. Zur Begründung der Theologie des Gekreuzigten im Streit zwischen Theismus und Atheismus, Tübingen 1977. Jesaja Langenbacher, Firmung als Initiation in Gemeinschaft, Münster 2010. Regina Sommer, Kindertaufe - Elternverständis und theologische Deutung, Stuttgart 2009. Christoph Müller, Taufe als Lebensperspektive, Stuttgart 2010.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 11): Kommissionsprüfung (20 Min.), zusammen mit Liturgiewissenschaft und Kirchenrecht. Im WS 2016/17 wird in der Pastoraltheologie als Alternative zur Kommissionsprüfung angeboten, den Leistungsnachweis durch eine kurze Hausarbeit über eine Fragestellung im Themenkomplex bzw. ein Tauf- oder Firmkonzept mit Präsentation in der Lehrveranstaltung zu erwerben.

 

91 Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion

W. Beck

V G M21
2 st. - 4.5 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung geht grundlegenden menschlichen Erfahrungen als Daseinsrisiken nach: Krisen in Krankheits-, Schuld- und Trauererfahrungen. Ausgehend von der zentralen pastoraltheologischen Ausrichtung auf die Biographie als theologiegenerativer Ort werden einzelne pastorale Handlungsfelder in den Blick genommen. Dazu gehören auch der gesellschaftliche Umgang mit Krisenerfahrungen, ihre Kommunikation und kirchlich-pastorale Reaktionen.

Literatur

Fuchs, Ottmar: Der zerrissene Gott. Das trinitarische Gottesbild in den Brüchen der Welt, Ostfildern 2014. Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015. Haslinger, Herbert (Hg.): Praktische Theologie. Handbuch (Bd.1: Grundlegungen; Bd. 2: Durchführungen), Mainz 1999/2000. Hoff, Gregor Maria (Hg.): Zwischen Ersatzreligion und neuen Heilserwartungen: Umdeutungen von Gesundheit und Krankheit, Freiburg-München 2010. Luther, Henning: Religion und Alltag. Bausteine zur einer Praktischen Theologie des Subjekts, Stuttgart 2014.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 21): Von den Studierenden ist als Leistungsnachweis eine Hausarbeit zu erstellen. Die Hausarbeit hat den formalen Ansprüchen zu entsprechen, die zu Beginn des Semesters vorgestellt werden (siehe Angaben auf einem Merkblatt). Die Entscheidung für die Themen erfolgt nach eigenen Interessen und in Absprache mit dem Dozenten.

 

92 Oberseminar für Studierende, die Magister-, Diplom-, Lizentiats- oder Promotionsarbeiten erstellen

W. Beck

Anmeldung bitte bis zum 21.10.2016 per E-Mail an beck@sankt-georgen.de

Koll

nach Vereinbarung

 

Das Oberseminar Pastoraltheologie wird mit einer Doodle-Terminfindung unter den Studierenden mit einem Dissertations-, Lizentiats- oder Masterprojekt zu Beginn des Wintersemesters abgestimmt und findet als Blockveranstaltung statt.

Leistungsnachweis

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

93 Die Kunst der Religionsdidaktik

Fröhling

Anmeldung bitte bis zum 07.10.2016 per E-Mail an froehling@sankt-georgen.de

Ü M21
2 st. - 4.5 LP

verpflichtende Vorbesprechung: Fr 14.10.2016, 15.00 – 18.00 Weitere Termine: Sa 29.10.2016, 09.00 – 18.00 Fr 18.11.2016, 14.00 – 20.00 Sa 19.11.2016, 09.00 – 16.00 Fr 20.01.2017, 14.00 – 20.00 Sa 21.01.2017, 09.00 – 18.00

 

Religionspädagogik lässt sich als Theorie religiöser Praxis unter der besonderen Berücksichtigung von lehren, lernen und bilden verstehen. Der Gegenstand einer solchen Religionspädagogik ist Religion, wobei dabei – nach Bernhard DRESSLER – zweierlei Propria zu unterscheiden und aufeinander zu beziehen sind: zum einen Religion als „jede kulturelle Praxis, mit der [sich] Menschen zum Unverfügbaren ins Verhältnis setzen“ (DRESSLER 2014), und zum anderen Religion als bestimmte religiöse Praxis. Theologie als Religionspädagogik reflektiert damit zum einen in inhaltlicher Weise auf religiöse Praxis, in der gelehrt und gelernt wird. Zugleich reflektiert sie aber auch jedes Lehren, Lernen und Bilden unter einer formalen Perspektive. Dabei können kulturelle Praktiken (wie Lehren und Lernen) untersucht werden, in denen sich Menschen zum Unverfügbaren verhalten. Dadurch wird nicht jedes Verhalten religiös und damit diffus. Zugleich wird in dieser Konzeption von Religionspädagogik die interdisziplinäre Gleichwürdigkeit mit der Pädagogik gesichert, die sie im Namen trägt. Religionsdidaktik als ein Bereich der Religionspädagogik ist die Theorie der Vermittlung und der Inszenierung insbesondere im schulischen Religionsunterricht, in dem es um das Arrangement von Methoden, Medien und Inhalten, aber auch um Ziele geht. Die Theorie der Praxis ist von Praxis zu unterscheiden, aber zugleich auf sie bezogen – aber in einer bestimmten Weise. Schleiermacher spricht darum davon, dass „alle Vorschriften der praktischen Theologie nur allgemeine Ausdrücke [sein] können, in denen die Art und Weise ihrer Anwendung auf einzelne Fälle nicht schon mit bestimmt ist, d.h. sie sind Kunstregeln.“ Das Seminar kann also keine Handlungskonzepte vorlegen, die nur noch angewendet werden müssen, sondern umgekehrt wird mit den impliziten Handlungskonzepten der Studierenden gearbeitet. Aus diesem Grund haben Feedback-Verfahren eine zentrale Bedeutung im Seminar. So sind Lehr-Lernsituationen vorgesehen, die die Wirkung der eigenen Äußerungen und Tätigkeiten auf andere erfahr- und kommunizierbar machen. Intention des Seminars ist es, den Studierenden erste Erfahrung im Lehren zu ermöglichen und zu einer experimentellen Haltung gegenüber einer Lehrtätigkeit zu ermutigen. Wie jede Kunst gehört zur Kunst der Religionsdidaktik eigene Erfahrung, Übung und Reflexion. Alles drei wird im Seminar vorkommen. Darum ist die Unterrichtsbeobachtung und das Unterrichten selbst integraler Bestandteil des Seminars. Die Tätigkeiten in der Schule werden in Zweier-Teams durchgeführt, jeweils in Zusammenarbeit mit den begleitenden Lehrern und Lehrerinnen. Es sind drei Blöcke für die Seminartermine festgelegt. Zwischen erstem und zweitem Block werden die Hospitationen stattfinden. Zwischen zweitem und drittem Block wird der eigene Unterricht gehalten. Neben den Blockterminen sind weitere individuelle Termine an Frankfurter und Offenbacher Schulen einzuplanen. Die Zeit des Seminars erstreckt sich ausschließlich auf das Wintersemester.

Literatur

Hans SCHMID (2012): Die Kunst des Unterrichtens. Ein praktischer Leitfaden für den Religionsunterricht, München. Bernhard DRESSLER (2014): Religions-Pädagogik. Bestandsaufnahme und Perspektiven einer theologischen Disziplin; in: ThLZ 11/2014, 1257-1274. Bernd SCHRÖDER (2012): Religionspädagogik, Tübingen. Andreas GRUSCHKA (2002): Didaktik. Das Kreuz mit der Vermittlung, Wetzlar. Georg HILGER; Stephan LEIMGRUBER; Hans-Georg ZIEBERTZ; Matthias BAHR (Hg.) (22003): Religionsdidaktik. Ein Leitfaden für Studium, Ausbildung und Beruf, München.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 21): Modalitäten für den Leistungsnachweis werden in der Vorbesprechung bekannt gegeben.

 

94 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

OS A
2 st.

Sa 29.10.2016, 09.00 – 16.00 Fr 03.02.2017, 14.00 – 21.00 Sa 04.02.2017, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber … haben alle Einzelwirklichkeiten … ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen … durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht. Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen … als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern. Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt? Zu den Teilnahmebedingungen gehören (1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind, (2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen, (3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie (4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89 – 103. Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104 – 112. Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67 – 87. für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117 – 278. für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238 – 342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

 

95 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 09.12.2016, 10.00 – 16.00 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theologinnen und Theologen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitandinnen und Habilitanden in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscherinnen und Forscher, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010. Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007. Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

94 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

OS A
2 st.

Sa 29.10.2016, 09.00 – 16.00 Fr 03.02.2017, 14.00 – 21.00 Sa 04.02.2017, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber … haben alle Einzelwirklichkeiten … ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen … durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht. Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen … als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern. Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt? Zu den Teilnahmebedingungen gehören (1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind, (2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen, (3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie (4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89 – 103. Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104 – 112. Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67 – 87. für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117 – 278. für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238 – 342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

 

95 Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 09.12.2016, 10.00 – 16.00 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theologinnen und Theologen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitandinnen und Habilitanden in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscherinnen und Forscher, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien 2010. Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007. Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

 

96 Erfahrungsfeld Seelsorge für Menschen mit Behinderung

Beuers

Anmeldung bitte per E-Mail an froehling@sankt-georgen.de

HS
2 st.

Verpflichtende Vorbesprechung: Fr 03.02.2017, 13.30 – 14.15, S2 Weitere Termine: Fr 24.03.2017 bis So 26.03.2017, jeweils ganztägig im Vincenzstift Aulhausen

 

Seelsorge mit Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen fordert alle in dieser Pastoral Tätigen in besonderer Weise und mit ihrer ganzen Person. Zusätzlich zur praktisch-theologischen Basisqualifikation und der Fähigkeit zur Kommunikation und Kooperation benötigen sie oft eine spezielle Kompetenz, um ihr pastoral-seelsorgerliches Handeln im jeweiligen meist hoch spezialisierten Arbeitsfeld des Sozial- und Gesundheitswesens heilsam zu gestalten und dazu beizutragen, dass Leben und Glauben in Einrichtungen der Behindertenhilfe wie in den Pfarrgemeinden unbehindert geteilt werden kann. In diesem Kompaktseminar vom Freitag, den 24. März 2017 bis Sonntag, 26. März 2017 im St. Vincenzsstift Aulhausen/Rüdesheim soll es um eine „Felderkundung“ gehen. Die unmittelbare Begegnung mit Menschen mit geistiger Behinderung in Alltag und Gottesdienst ist ebenso Bestandteil des Seminars wie die Klärung von Grundlagen einer inklusiven Pastoral, die z.B. Menschen mit (geistiger) Behinderung eine eigene Spiritualität zugesteht und Teilhabechancen eröffnen will. Die TeilnehmerInnen erfahren, dass Behinderung sich in diesen Kontexten zunächst als eine Schwierigkeit nicht-behinderter Menschen zeigt; sie werden darauf aufmerksam, dass die Pastoral mit Menschen mit Behinderung oft zum Fokus wird, der oft zeitlich früher als in anderen Tätigkeitsfeldern Schwierigkeiten und Chancen in der Entwicklung heutiger Pastoral erkennen lässt.

Literatur

Christoph Beuers: Menschen mit Behinderung, in: Handbuch Praktische Theologie. Durchführungen. Bd 2, Mainz: 1999, S.152-163. Christliche Spiritualität gemeinsam leben und lernen, Praxisbuch zur inklusiven Arbeit in Diakonie und Gemeinde. Hrsg. v. Evangelische Landeskirche Württemberg, Stuttgart: 2007 Bert Roebben: Religion und Verletzbarkeit. Standort und Herausforderung einer integrativen Religionspädagogik, in: Agnes Wuckelt, Annebelle Pithan u. Christoph Beuers. „Was mein Sehnen sucht…“ – Spiritualität und Alltag. Münster: 2009. (Forum für Heil- und Religionspädagogik, Bd 5.) S.37-56. Christoph Beuers, Jochen Straub: Vom Rand die Mitte sehen. Kevelaer 2013.

Leistungsnachweis

 

97 Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

Ü A
2 st.

Termin und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht. Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das eine Supervisandin, ein Supervisand schriftlich oder mündlich einbringt, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft. Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz. Dabei erheben sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess? Zu den Teilnahmebedingungen gehören (1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie, (2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisandinnen und Supervisanden einzulassen, (3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie (4) die Teilnahme an der gesamten Übung.

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3 – 29. Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006. Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69 – 112. Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007. Themenhefte Personzentriertes Coaching, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis für Pastoralpsychologie und Spiritualität kann erworben werden – zwar nicht im Rahmen der Übung als solcher, jedoch auf der Basis einer zu vereinbarenden schriftlichen Arbeit.

Homiletik

 

98 Homiletik I

W. Beck

HS M11
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 16.00

 

In bemerkenswerter Breite ist Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ auf die Bedeutung der Homilie im Leben der Kirche und die Notwendigkeit einer angemessenen Predigtvorbereitung eingegangen: „Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht. Diese Sorge entspricht nicht einer opportunistischen oder diplomatischen Haltung, sondern ist zutiefst religiös und pastoral.“ (Art. 154/120). Bei der Annäherung an die Homiletik als „ars praedicandi“ und einem ersten Erstellen von Predigtskizzen und -entwürfen gilt es, die Predigt als pastoralen Ernstfall einer Konfrontation von Existenz und Wort Gottes wahrzunehmen und damit das wichtigste Instrument kirchlicher Verkündigung einzuüben, das in Bedeutung und Wirkung in katholischen Kontexten oft unterschätzt wird. In einem ersten Schritt erfolgt eine Einübung in die Erstellung einer Gemeindepredigt nach Rolf Zerfaß mit dem Erstellen eines Predigttextes. Insbesondere der Weg vom Predigttext zum Predigen in Form der Freien Predigt liegt im Fokus des Seminars.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014. Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011. Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008. Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008. Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33. Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010. Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005. Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005. Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001. Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011. Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987. Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 11): Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Hausarbeit, die aus dem Text einer Gemeindepredigt mit jeweiliger bibeltheologischer Texterarbeitung besteht, kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie / Grundkurs Homiletik erworben werden. (Diplomstudium: Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Hausarbeit, die aus dem Text einer Gemeindepredigt mit jeweiliger bibeltheologischer Texterarbeitung besteht, kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie / Grundkurs Homiletik erworben werden.)

 

99 Homiletik I

W. Beck / Hoyer

Anmeldung bitte bis zum 17.10.2016 per E-Mail an beck@sankt-georgen.de

HS M11
2 st. - 3 LP

Fr 28.10.2016, 15.00 – 20.00 Sa 29.10.2016, 09.00 – 18.00 Fr 27.01.2017, 15.00 – 20.00 Sa 28.01.2017, 09.00 – 18.00

 

Homiletik I (M11) als Blockseminar Termine: 28./29.10.2016 und 27./28.01.2017 Orte: 28.10.2016 Hochschulgebäude (S1) 29.10.2016 Caritasverband Frankfurt e.V. Quartiersmanagement Unterliederbach, Siedlung Engelsruhe, Engelsruhe 67 a, 65929 Frankfurt am Main 27./28.1.2017 Ort wird noch bekanntgegeben In bemerkenswerter Breite ist Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ auf die Bedeutung der Homilie im Leben der Kirche und die Notwendigkeit einer angemessenen Predigtvorbereitung eingegangen: „Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht. Diese Sorge entspricht nicht einer oder diplomatischen Haltung, sondern ist zutiefst religiös und pastoral.“ (Art. 154/120). Bei der Annäherung an die Homiletik als „ars praedicandi“ und einem ersten Erstellen von Predigtskizzen und -entwürfen gilt es, die Predigt als pastoralen Ernstfall einer Konfrontation von Existenz und Wort Gottes wahrzunehmen und damit das wichtigste Instrument kirchlicher Verkündigung einzuüben, das in Bedeutung und Wirkung in katholischen Kontexten oft unterschätzt wird. Am ersten Tag des Blockseminars erfolgt eine Einführung in die Theorie der Predigt und in die Erstellung eines Predigttextes. Am zweiten Tag begibt sich das Seminar in konkrete Lebenskontexte im Quartiersmanagement Unterliederbach. Im zweiten Teil des Seminars werden die Predigten gehalten, die in der Zwischenzeit erarbeitet wurden. Anmeldung zum Blockseminar direkt bei Dr. Birgit Hoyer: birgit.hoyer@fau.de

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014. Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011. Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008. Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008. Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33. Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010. Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005. Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005. Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001. Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011. Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987. Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 11): Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Hausarbeit, die aus dem Text einer Gemeindepredigt mit jeweiliger bibeltheologischer Texterarbeitung besteht, kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie / Grundkurs Homiletik erworben werden. (Diplomstudium: Durch aktive und vollständige Teilnahme am Seminar mit eigenen Predigtübungen und durch das Erstellen einer Hausarbeit, die aus dem Text einer Gemeindepredigt mit jeweiliger bibeltheologischer Texterarbeitung besteht, kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Pastoraltheologie / Grundkurs Homiletik erworben werden.)

 

100 Homiletik II

W. Beck

Anmeldung bitte bis zum 17.10.2016 per E-Mail an beck@sankt-georgen.de

Ü M22
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.00

 

Ziel der Übung ist die Ausarbeitung einer Predigt für eine Hl. Messe sonntags in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die ÜbungsteilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. In einem zweiten Durchgang haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre ggf. modifizierte Predigt noch einmal zur Diskussion zu stellen. Den Abschluss bildet das Predigen in einem Sonntagsgottesdienst.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014. Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011. Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008. Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008. Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33. Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010. Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005. Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005. Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001. Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987. Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 22): Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung "Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten"erworben werden. (Diplomstudium: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erworben werden.)

Kirchenrecht

 

107 Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung

Meckel

V G M11
1 st. - 1.5 LP

Di 10.35 – 12.10 in der ersten Semesterhälfte (bis zum 13.12.2016) bis zum 20.12.2016

 

Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt in Art. 1 der Dogmatischen Konstitution über die Kirche “Lumen Gentium“, dass die Kirche nicht nur Sakramente hat, sondern selbst Sakrament ist. Im Horizont der grundlegenden Sakramentalität der Kirche haben alle Einzelsakramente wie auch die Kirche als Ganze zugleich eine rechtliche Dimension. Dem Kirchenrecht geht es um die Gültigkeit und Erlaubtheit der Sakramente aber auch um die Fruchtbarkeit ihrer Feier und ihres Empfangs. Deshalb kommt im Sinne der actuosa participatio auch die ganze Gemeinschaft der Gläubigen in den Blick, wenn es um die Vorbereitung und die Feier der Sakramente geht. Es wird auch die ekklesiologische Dimension der Sakramente, insbesondere der Taufe und der Weihe in den Blick genommen. Das Recht der Sakramente ist ein großes Feld der kirchlichen Praxis und damit auch der kirchlichen Rechtspraxis. Daher wird in der Vorlesung der Stoff auch mit Fällen aus der Praxis der Kirche erarbeitet. Die Vorlesung nimmt die rechtliche Regelung der Initiationssakramente Taufe, Firmung und der Eucharistie in den Blick, widmet sich sodann den Sakramenten der Buße und Krankensalbung und schließlich dem Weihesakrament.

Literatur

Einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Ecclesia a sacramentis. Theologische Erwägungen zum Sakramentenrecht, hg. v. R. Ahlers – L. Gerosa – L. Müller, Paderborn 1992; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1086-1242; Riedel-Spangenberger, Ilona, Die Sakramente der Initiation in der kirchlichen Rechtsordnung, hg. v. H. Hallermann, Paderborn – München – Wien – Zürich 2009 (KStKR 10). Weitere Literaturangaben erfolgen in der Vorlesung.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M11) Sakramentenrecht: Leistungsnachweis durch eine Kommissionsprüfung zusammen mit Liturgiewissenschaft. (Diplomstudium: Teil des FA Kirchenrecht. Wenn man - wie es in Sankt Georgen üblich ist - die Möglichkeit, im Fach Kirchenrecht einen sbL zu erwerben, durch die Übungen im Eherecht ausschöpft, kommt dieser Stoff nur für den FA in Frage. Andernfalls kann auch ein sbL erworben werden, aber nur zusammen mit dem Stoff einer der anderen einstündigen Lehrveranstaltungen im Fach Kirchenrecht.) Lizentiat/Doktorat: Es kann ein sbL erworben werden, aber nur zusammen mit dem Stoff einer der anderen einstündigen Lehrveranstaltungen im Fach Kirchenrecht.

 

108 Benedikt XVI. und Franziskus – Zwei Päpste als Gesetzgeber der Kirche

Meckel

Anmeldung bitte per E-Mail an meckel@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 16.15 – 17.45

 

Von Summorum Pontificum bis Mitis Iudex - Das Seminar spannt den weiten Bogen der päpstlichen Gesetzgebung auf, mit der Benedikt XVI. und Franziskus in den letzten Jahren die kirchliche Rechtsordnung reformiert haben. Die Themen des Seminars sind daher so vielfältig wie die Themen beider Pontifikate und ihrer Gesetzgebung: Fragen der Liturgie, des Dialogs mit den Anglikanern und der Pius-Bruderschaft, der Römischen Kurie, des Eherechts und seiner Prozesse und des Sakramentenrechts bis hin zum Jahr der Barmherzigkeit mit seinem Fokus auf dem Bußsakrament und dem Ablasswesen der Kirche. Die Themen werden in der ersten Sitzung in ihrer Schwerpunktsetzung mit den TeilnehmerInnen festgelegt.

Literatur

Eine Bibliographie wird im Seminar verteilt.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 15 und 23): Durch aktive Teilnahme und Vorbereitung aller Sitzungen und einer Seminararbeit kann ein Leistungsnachweis über ein Hauptseminar im Kirchenrecht erworben werden.

 

109 Bis dass der Tod euch scheidet… - Das katholische Ehe- und Eheprozessrecht

Meckel

Anmeldung per E-Mail an meckel@sankt-georgen.de

Ü G M22
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.20

 

Bis dass der Tod euch scheidet… Wann ist eine Ehe aus kirchenrechtlicher Sicht gültig geschlossen? Auf welchen Säulen fußt das Eherecht der katholischen Kirche? Unter welchen Bedingungen ist eine konfessionsverschiedene oder religionsverschiedene Eheschließung möglich? Gibt es eine sogenannte ökumenische Trauung? Warum und wie werden Ehen für nichtig erklärt oder aufgelöst? Die Veranstaltung besteht aus Vorlesungs- und Übungsteilen. Sie führt im Vorlesungsteil durch die Beantwortung der oben beispielhaft genannten und weiteren Fragen in die Grundlagen des katholischen Eherechts, insbesondere in die rechtlichen Regelungen zu den Ehehindernissen, zum Ehekonsens und zur kanonischen Formpflicht sowie in das Eheprozessrecht ein. Anhand der Lösung und Besprechung von eherechtlichen Fällen, die von den Studierenden jeweils schriftlich zu lösen sind, wird in die praktische Anwendung des Eherechts eingeführt.

Literatur

Einschlägige eherechtliche Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Althaus, Rüdiger – Prader, Joseph – Reinhardt, Heinrich J.F., Das kirchliche Eherecht in der seelsorgerischen Praxis, Essen 5. Auflage 2014; Aymans, Winfried – Mörsdorf, Klaus, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici Bd. 3 Verkündigungsdienst und Heiligungsdienst, Paderborn – München – Wien – Zürich 2007, 325-534; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1243-1432; Lüdicke, Klaus, “Dignitas Connubii“. Die Eheprozessordnung der katholischen Kirche. Text und Kommentar, Essen 2005; ders., Die Nichtigerklärung der Ehe - Materielles Recht, Essen 2012; Reinhardt, Heinrich .J.F., Die kirchliche Trauung, Essen 2. Auflage 2006; Sebott, Reinhold, Das neue kirchliche Eherecht, Frankfurt 3. Auflage 2005.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 22): Der Leistungsnachweis wird erworben durch die Teilnahme an den Übungen (einschließlich des Vorlesungsteils am Anfang des Semesters) und die erfolgreiche Bearbeitung der Fälle. (Diplomstudium: Der Leistungsnachweis (sbL Eherecht) hat dieselben Wirkungen wie ein sbL aufgrund einer Einzelprüfung über das Stoffgebiet Eherecht. Die Übungen zählen also nicht als Hauptseminar. Wer im Februar 2017 den Fachabschluss Kirchenrecht erwerben möchte, kann bei der Anmeldung dazu (obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Fälle behandelt sind) bereits den durch die Eherechts-Übungen zu erwerbenden sbL als stoffvermindernd angeben; er wird daraufhin bedingungsweise zur Fachabschlussprüfung zugelassen.) Aufbaustudium: sbL Kirchenrecht (Eherecht)

 

110 Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Diskussionen und Arbeiten

Meckel

OS A

nach Vereinbarung

 

Das Oberseminar dient der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten.

Leistungsnachweis

Griechisch

 

49 Griechische Lektüre: Texte aus der johanneischen Literatur

Hühne / Wucherpfennig

SK G
1 st.

Di 09.35 – 10.20

 

Das Johannesevangelium und die Johannesbriefe gehören scheinbar zu den leichteren griechischen Texten im Neuen Testament. Der Lektürekurs bietet sich also auch für Einsteiger in die griechische Lektüre an. Der Kurs soll die Vielfalt des johanneischen Griechisch zeigen, daher bietet er auch Fortgeschrittenen einige Hilfe. Er kann auch die Vorlesung zu den Johannesbriefen ergänzen.

Leistungsnachweis

 

120 Griechisch I

Hühne

SK G
5 st.

Mi 08.45 – 09.30 Do 08.45 – 10.20 Fr 08.45 – 10.20

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil I dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt: Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. W. Stoy/K. Haag/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 10. Aufl., 2015 (ISBN 978-3-7655-9312-3)[auch ältere Aufl. sind zu benutzen]. Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

 

121 Griechisch I b

Hühne

SK G
3 st.

Do 13.30 – 14.15 14.30 – 16.00

 

Dieser Sprachkurs setzt den im Sommer begonnenen Anfängerkurs Griechisch Ia fort und kann entweder in dem vierwöchigen Griechisch II Intensivkurs direkt nach dem Wintersemester oder semesterbegleitend als Griechisch II im kommenden Sommersemester abgeschlossen werden.

Literatur

s. Griechisch I.

Leistungsnachweis

 

122 Griechisch II Intensivkurs

Hühne

SK G

4 Wochen: 27.02. – 24.03.2017 Mo – Fr 09.00 – 12.30 Prüfung: Schriftlich am 25.03.2017 Mündlich zwischen dem 27. und 31.03.2017

 

Mit diesem Intensivkurs soll es Teilnehmern, die im Wintersemester Griechisch I bzw. Griechisch Ib absolviert haben, ermöglicht werden, im Anschluss an das Wintersemester in vier Wochen die Unterrichtsgegenstände der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben und damit noch vor Beginn des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten. Der Unterricht wird voraussichtlich im Lehrbuch (s.u.) mit der Lektion 34 (Part. Präs./Fut.) beginnen. Die Übungsintensität und -methodik wird durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt, und die Lesefähigkeit soll durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Zum Lehrbuch siehe Griechisch I. Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 27. Aufl., Stuttgart: Deutsche Bibelges., 1993 od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012.

Leistungsnachweis

Zeugnis der durch schriftliche und mündliche Prüfung nachgewiesenen Kenntnis des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt.

Latein

 

123 Latein I

Hühne

SK G
6 st.

Di 14.30 – 16.00 Mi 13.30 – 15.00 Fr 10.35 – 12.10

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. Dieser erste Teil dient ausschließlich dem Spracherwerb (bes. Formenlehre und erste syntaktische Konstruktionen) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte. Übungsmaterial, das über die u.g. Hilfsmittel hinausgeht, wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt und weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch) während des Kurses genannt.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt: Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0). Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7). Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Leistungsnachweis

 

124 Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Mi 09.35 – 11.20

 

Die anstehende kursorische Lektüre von Cicero über Laktanz bis hin zu Senecas Epistulae morales lebt von der Spannung zwischen den anthropologischen Grundlagen in der Theorie und deren Auswirkungen auf die Praxis. Den Anfang soll Ciceros berühmter Abschnitt über die anthropologische Grundlegung der Kardinaltugenden in De officiis I, 11ff. bilden; anschließend erhält sein Rezipient Laktanz (Div. Inst. VII, 5f.) das Wort, und den Abschluß bildet eine Auswahl aus Senecas "Moralischen Briefen an Lucilius".

Literatur

Die zuletzt ausgeteilte Textvorlage (m. sprachlichen Hilfen) ist beim Dozenten auf Anfrage erhältlich; sie beinhaltet Cicero, De officiis I, 11ff. Weitere Textvorlagen werden in den einzelnen Sitzungen ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Hebräisch

 

125 Hebräisch I

Casagrande

SK G
3 st.

Mo 13.30 – 14.15 14.30 – 16.00

 

Der Kurs dient als umfassende Einführung in das Bibelhebräisch. Es werden die Schrift- und Lautlehre, Grundlagen der hebräischen Syntax, zentrale Formen der Pronomen und Partikel, sowie die Flexion des starken Verbs behandelt. Ziel ist es, den Studierenden die Anfertigung einer Arbeitsübersetzung vereinfachter Prosatexte mit Hilfsmitteln zu ermöglichen und die Argumentation wissenschaftlicher Kommentare zum Alten Testament ansatzweise zu verstehen. Dazu dient das Erlernen zentraler Formtabellen und eines Grundwortschatzes. Dies bildet gleichzeitig die Voraussetzung zur vertiefenden Beschäftigung mit der hebräischen Grammatik und den schwachen Verbformen in Hebräisch II, was die Lektüre und Übersetzung der wissenschaftlichen Standardausgaben des hebräischen Textes des Alten Testaments ermöglichen soll. Der dreistündige Kurs wird stets aus einer Einführung in die zu behandelnden Lektionen, Zeit zu Rückfragen und Übungen (in Gruppenarbeit) bestehen.

Literatur

Als Lehrbuch wird verwendet: Neef, Heinz-Dieter, Arbeitsbuch Hebräisch (UTB 2429), 6. Aufl. Tübingen 2015. Weitere Literatur und Lernmittel werden in der ersten Lehrveranstaltung vorgestellt.

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird in Form einer schriftlichen Klausur und einer mündlichen Prüfung nach Hebräisch II im Sommersemester 2017 erbracht.

Aramäisch

 

130 Aramäisch II

Böhler

SK G
1 st.

nach Vereinbarung

 

Nachdem im SoSe 2016 die Grundlagen der (Reichs-) Aramäischen Sprache vermittelt und Dan 3.5-7 gelesen wurden, fahren wir mit Dan 2 und 4 sowie esr 4-6 fort, um sodann noch Targumim und eventuell Qumrantexte anzusehen.

Literatur

Materialien werden ausgegeben.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

Arabisch

 

131 Arabisch Konversationskurs

Aboulenein

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Muth: muth@sankt-georgen.de

SK G
2 st.

Vorbesprechung: Mi 19.10.2016, 16.00 Geänderter Termin: Di 18.10.2016, 13.00, S5 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Kurs „Modernes Hocharabisch“ mit Schwerpunkt Konversation Nach der Einführung der Schrift des Arabischen und Erarbeitung einer Grundlage in Grammatik und Wortschatz soll der Schwerpunkt auf Konversation und Anwendung der Sprache liegen. Hierzu wird auch auf Besonderheiten der Dialekte, zum Beispiel des Syrischen, eingegangen werden. Der Kurs wird 2 SWS umfassen.

Literatur

Wird beim 1. Treffen bekanntgegeben

Leistungsnachweis

Sanskrit

 

132 Sanskrit XI

Hühne

SK G
2 st.

Di 10.35 – 12.10

 

Zur Erweiterung der grammatischen Kenntnisse wird die bekannte Anfängerlektüre "Nala und Damayanti" aus dem 3. Buch des Epos "Mahabharata" betrieben und mit Hilfe der genannten Literatur bzw. durch Auszüge aus anderen Lehrwerken vertieft. Mit dieser Methode lassen sich, neben dem Hauptziel des Spracherwerbs, auch zahlreiche Aspekte der altindischen Lebenswelt an Originalquellen erschließen. Die Lektüre wird bei Mbh. 3, 53, 4 mit dem 4. Adhyaya (schöner: Gesang) unmittelbar nach der abschließenden Rede Nalas fortgesetzt, in der er sich und seine Rolle Damayanti offenbart hat.

Literatur

Grundlage des Unterrichts ist weiterhin: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0), wobei eine kommentierte Textvorlage sowie ergänzendes Material jeweils während der Sitzungen zur Verfügung gestellt wird.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Italienisch

 

133 Italienisch für Anfänger

Burger

Anmeldung bitte bis zum 14.10.2016 per E-Mail an CBurgerPiovera@gmx.de

SK G
2 st.

Vorbesprechung: Fr 21.10.2016, 10.20, S3 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

.

Leistungsnachweis

 

134 Italienisch für Fortgeschrittene

Burger

Anmeldung bitte bis zum 14.10.2016 per E-Mail an CBurgerPiovera@gmx.de

SK G
2 st.

Vorbesprechung: Fr 21.10.2016, 10.20, S3 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

.

Leistungsnachweis

Spanisch

 

135 Spanisch für Anfänger

Arenas

Anmeldung bitte bis zum 11.10.2016 per E-Mail an a3arenas@gmx.de

SK G
2 st.

Vorbesprechung: Di 18.10.2016, 16.00, S3 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Die Spanischkurse für Anfänger sind für alle Studierenden die Spanisch für das alltägliche Leben lernen möchten. Durch mündlichen Übungen, Dialoge, Leseverständnis und grammatische Strukturen werden die Teilnehmer vorbereitet, sich sprachlich und thematisch situationsadäquat zu äußern.

Literatur

Con gusto A1 Lehr- und Arbeitsbuch. Klett. Con gusto A2 Lehr- und Arbeitsbuch. Klett. Uso de la gramática española. Para principiantes (A1,A2). Editorial Edelsa

Leistungsnachweis

 

136 Spanisch für Fortgeschrittene

Arenas

Anmeldung bitte bis zum 11.10.2016 per E-Mail an a3arenas@gmx.de

SK G
2 st.

Vorbesprechung: Di 18.10.2016, 16.00, S3 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Die Spanischkurse für Fortgeschrittene sind für alle Studierenden die sich in Spanisch zu anspruchsvollen Themen mündlich, schriftlich korrekt und situationsadäquat äußern möchten. Durch Zeitungsartikel, Kolloquiums und grammatische Strukturen werden die Studierenden imstande sein, sprachlich komplexe und thematisch anspruchsvolle authentische Texte zu verstehen und zu diskutieren.

Literatur

Con gusto B1 Lehr-und Arbeitsbuch. Klett Uso de la gramática española. Nivel intermedio. Editorial Edelsa Uso de la gramática española. Nivel avanzado. Editorial Edelsa Artículos periódicos de España y Latinoamérica Libros de escritores latinoamericanos y españoles escogidos en clase.

Leistungsnachweis

Französisch

 

137 Französisch Grundkurs

Bruchet Collins

Anmeldung bitte bis zum 12.10.2016 per E-Mail an janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

Vorbesprechung: Mi 19.10.2016, 13.30, S3 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Grundkurs : A1 oder A2 nach Bedarf

Literatur

Das Buch wird am Anfang des Kurses bekannt.

Leistungsnachweis

 

138 Französisch Aufbaukurs

Bruchet Collins

Anmeldung bitte bis zum 12.10.2016 per E-Mail an janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

Vorbesprechung: Mi 19.10.2016, 13.30, S3 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

Konversationkurs : B1-B2

Literatur

Pour rafraîchir votre français et vous entraîner à prendre la parole à partir d'articles de la presse.

Leistungsnachweis

Chinesisch

 

139 Mandarin III

Zhu

Anmeldung bitte bis zum 12.10.2016 per E-Mail an Herrn Zhu: lateinisch1@gmail.com

SK G
2 st.

Vorbesprechung: Mi 19.10.2016, 16.00, H2 Weitere Termine nach Vereinbarung

 

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Leistungsnachweis

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

160 Teil III: Islamische Theologie

Specker / Eshraghi

V G M23 P11
2 st. - 3 LP

14täglich Fr 16.00 – 19.00 Termine: 28.10.2016, 11.11.2016, 25.11.2016, 09.12.2016, 13.01.2017, 27.01.2017, 10.02.2017

 

Die Vorlesung bildet den dritten Teil des viersemestrigen Zyklus, der als ganzer – zusammen mit den anderen Voraussetzungen, vor allem dem Tutorium – auch zum Erwerb des Zertifikats „Islam und Christlich-muslimische Begegnung“ berechtigt. Studierende können jedes Semester in das viersemestrige Programm einsteigen. Die Vorlesung kann jedoch auch als einzelne belegt werden. Gasthörer sind willkommen. Die Vorlesung wird zunächst einen kurzen Überblick über die Geschichte des islamisch-theologischen Denkens geben. Dabei wird der Entwicklungsprozess dargestellt, der von einer – auch heute noch bestehenden - komplexen Vielfalt von Denkströmungen und –schulen im Verlauf einiger Jahrhunderte hin zur Herausbildung einer bzw. mehrerer konkurrierender “Orthodoxien” geführt hat. Ferner werden die zentralen Textgattungen vorgestellt, die die theologische Auseinandersetzung geprägt haben. Anschließend werden Themen erörtert, die zentrale Momente des systematisch-theologischen Diskurses erschließen. In den Blick kommen z.B. die Frage nach der Willensfreiheit, der Sünde, der Werkgerechtigkeit und dem Gottesverständnis. Leitend ist die These, dass die islamische Theologie als Reaktion auf soziale und politische Konflikte des Frühislam entstanden ist. Abschließend sollen einige Aspekte der islamischen Sicht auf das Christentum thematisiert werden. In den Blick kommen die koranischen Voraussetzungen und einige Akzentsetzungen in der Geschichte der christlich-islamischen Beziehungen.

Literatur

Lutz Berger, Islamische Theologie, Wien 2010; Tilman Nagel, Geschichte der islamischen Theologie. Von Mohammed bis zur Gegenwart, München 1994; Johann Christoph Bürgel, Allmacht und Mächtigkeit. Religion und Welt im Islam, München 1991; William Montgomery Watt, A Short History of Islam, Oxford 1996 (Reprint).

Leistungsnachweis

 

161 Tutorium zum Studienprogramm

Specker / Güzelmansur

T G M23 P11

Do 27.10.2016, 18.00 – 19.30, S2 Do 08.12.2016, 18.00 – 19.30, S2 Do 12.01.2017, 18.00 – 19.30, S2

 

Das Tutorium dient der Präsentation und Diskussion der Praxisprojekte.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 23): Teilnahme an mindestens zwei Sitzungen. Max. 15-minütiger Bericht über den Stand und die Ergebnisse des Praxisprojektes. Wenn es das Thema nahelegt, kann die Präsentation durch einen dreiseitigen Bericht ersetzt werden.