Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis nach Studiengang:
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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Master Sozialethik im Gesundheitswesen: Wintersemester 2025)
14
Philosophische Ethik
Herzberg
2 st. - 3 LP
Do 10.35 – 12.10
In dieser Einführungsvorlesung werden Grundlagen der Metaethik und der Handlungstheorie sowie Grundansätze der normativen Ethik (Aristoteles, Thomas von Aquin, Kant, Utilitarismus, W.D. Ross) behandelt.
Literatur
Begleitend zur Vorlesung gibt es ein ausführliches Skript. Einführende Literatur: Ricken, F.: Allgemeine Ethik, Stuttgart 5.Aufl. 2013. Düwell, M. / Hübenthal, Chr. / Werner, Micha H. (Hg.), Handbuch Ethik, Stuttgart 2002. Horn, Chr.: Einführung in die Moralphilosophie, Freiburg / München 2.Aufl. 2019. Horster, D.: Texte zur Ethik, Stuttgart 2012. Rhonheimer, M.: Die Perspektive der Moral. Philosophische Grundlagen der Tugendethik, Berlin 2001. Hinweise auf Spezialliteratur ergehen in der Vorlesung.
Leistungsnachweis
Magisterstudiengang Katholische Theologie (Modul M12): Kommissionsprüfung (20 Min.) vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission
Masterstudiengang Sozialethik im Gesundheitswesen (Modul S1a): Die erfolgreiche Teilnahme wird durch ein Gespräch über Inhalte der Vorlesung (15 Min.) nachgewiesen
15
Kolloquium zur Vorlesung "Philosophische Ethik"
Herzberg
1 st. - 1.5 (nur PO) LP
Termine nach Vereinbarung
Die Veranstaltung dient dazu, Fragen aus der Vorlesung zu vertiefen und zu diskutieren.
Literatur
Siehe die Angaben zur Vorlesung.
Leistungsnachweis
Mündliche Mitarbeit
16
Was vor allem prägt die Gesellschaft, in der wir leben?
Emunds
2 st. - 3 LP
Do 08.45 – 10.20
Wie Menschen handeln, führen wir dies zumeist auf ihre Entscheidung zurück oder wir sehen in ihrem Handeln einen Ausdruck ihres Charakters. Aber unser Handeln wird auch stark durch die Milieus geprägt, in denen wir uns bewegen, und durch die Gesellschaft, in der wir leben. Was also ist das Soziale, das unser Handeln prägt, wie lässt es sich fassen?
In Philosophie und Sozialwissenschaften sind vor allem seit dem späten 19. Jahrhundert Theorien entstanden, die zu klären versuchen, was vor allem moderne Gesellschaften prägt. In der Vorlesung erarbeiten wir uns für einige besonders wichtige Gesellschaftsbilder, die in den letzten 150 Jahren entstanden sind, ein Verständnis.
Literatur
Wolfgang Bonß/Oliver Dimbath/Andrea Maurer/Helga Pelizäus/Michael Schmid (2021): Gesellschaftstheorie. Eine Einführung (utb 5459), Bielefeld: Transcript.
Heike Delitz (2021): Gesellschaftstheorien, Wiesbaden: Springer VS.
Markus Gamper/Annett Kupfer (2024): Klassismus (utb 5927), Bielefeld: Transcript
Anja Hartmann (2022): Zusammenleben in Gemeinschaft und Gesellschaft. Eine soziologische Einführung, München: Kohlhammer.
Rahel Jaeggi/Robin Celikates (2017): Sozialphilosophie. Eine Einführung, München: Beck.
Hans Joas/Wolfgang Knöbl (2013): Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen, Frankfurt/M.: Suhrkamp.
Detlef Pollack (2025): Große Versprechen. Die westliche Moderne in Zeiten der globalen Krise, München: Beck.
Wolfgang Ludwig Schneider (2008/2009): Grundlagen der soziologischen Theorie (Bände 1 und 2), 3. Aufl., Wiesbaden.
Markus Schroer (2022): Soziologische Theorien. Von den Klassikern bis zur Gegenwart (utb 8695), 2. Aufl., Paderborn: Brill Fink.
Leistungsnachweis
M12: Zu dieser Vorlesung sowie zu den Vorlesungen Philosophische Ethik und Allgemeine Moraltheologie findet eine Kommissionsprüfung (20 Min.) vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission statt.
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Kolloquium zur Vorlesung "Was vor allem prägt die Gesellschaft, in der wir leben?"
Emunds
1 st. - 1.5 (nur PO) LP
Termine nach Vereinbarung
Vgl. die Angaben zur Vorlesung
Literatur
Vgl. die Angaben zur Vorlesung
Leistungsnachweis
61
Allgemeine Moraltheologie
Koller
3st (M12) / 2st (S1a) st. - 4.5 LP (M12) / 3 LP (S1a)
Mi 08.45 – 10.20 (V)
13.30 – 14.15 (Koll; nur M12)
VORLESUNG: Verantwortung ist ein ethischer Grundanspruch an das Handeln – auch an das christliche Handeln. Sie ist ein wichtiger Begriff der theologischen Ethik und dieser Lehrveranstaltung im Modul M12 „Christliches Handeln in der Verantwortung für die Welt“. Aber welche Rolle spielt „Verantwortung“ für die Konzeption der theologischen Ethik? Kann „Verantwortung“ eine Begründungsbasis für die theologische Ethik sein? Und was ist „theologische Ethik“ bzw. „Moraltheologie“ überhaupt? Solche Fragen nach den Grundlagen der theologischen Ethik behandelt die Allgemeine Moraltheologie bzw. Fundamentalethik. Dabei spielen die Konzepte von Freiheit und Autonomie eine zentrale Rolle. In der Vorlesung wird deren Bedeutung für die Konzeption der Moraltheologie vorgestellt. Auf dieser Grundlage wird diskutiert, wie das Verhältnis von Glaube und Vernunft zu bestimmen ist, worin die besondere ethische Kompetenz der Kirche liegt und worin die Quellen moraltheologischer Erkenntnis liegen. Zudem werden sowohl Normtheorien als auch die Schlüsselbegriffe Gewissen, Schuld und Sünde bearbeitet.
KOLLOQUIUM: Im Kolloquium werden Texte bzw. Textauszüge der Pflichtlektüre besprochen sowie Fragen zu den präsentierten Vorlesungsinhalten geklärt. Das Ziel ist es vor allem, Thesen und Argumentationsstrukturen der behandelten Texte / Textpassagen genau identifizieren und kritisch einordnen zu können sowie die Präzision im Begriffsverständnis zu festigen.
Literatur
- Breitsameter, Christof, Schuld und Vergebung. Eine theologische Neukonturierung, Freiburg i. Br. u.a. 2022.
- Demmer, Klaus, Moraltheologische Methodenlehre, Freiburg i. Br. u.a. 1989.
- Ernst, Stephan, Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.
- Klöcker, Katharina / Laubach, Thomas (Hg.), Ethisches Argumentieren. Reichweite und Grenzen zentraler Denkfiguren, Freiburg i. Br. u.a. 2023.
- Mandry, Christof / Meyer-Ahlen, Stefan (Hg.), Ermutigung zur Verantwortung. FS für Josef Römelt, Münster 2022.
- Merks, Karl-Wilhelm, Theologische Fundamentalethik, Freiburg i. Br. u.a. 2020.
- Pfleiderer, Georg / Evers, Dirk (Hg.), Sünde, Schuld, Scham und personale Integrität. Zur neuen Debatte um die theologische Anthropologie, Leipzig 2020.
- Römelt, Josef, Christliche Ethik in moderner Gesellschaft. Grundlagen, Freiburg i. Br. u.a. 2008.
- Rosenberger, Michael, Frei zu leben. Allgemeine Moraltheologie, Münster 2018.
- Schockenhoff, Eberhard, Grundlegung der Ethik. Ein theologischer Entwurf. 2., überarb. Aufl., Freiburg i. Br. u.a. 2014.
- Schockenhoff, Eberhard, Theologie der Freiheit, Freiburg i. Br. 2007.
Weitere Literaturhinweise erhalten die Teilnehmer:innen in der Vorlesung.
Leistungsnachweis
- Leistungsnachweis für das Magister-/Magistra-Studium Katholische Theologie: Kommissionsprüfung (20 Min.) vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission (Moraltheologie, Philosophische Ethik und Sozialphilosophie)
- Leistungsnachweis für das Modul 1a im Masterstudiengang Sozialethik im Gesundheitswesen: Die erfolgreiche Lehrveranstaltungsteilnahme wird durch ein Gespräch über Vorlesungsinhalte (15 Min.) nachgewiesen.
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Theologie und Ethik in der ökologischen Krise
Emunds
2 st. - 4 LP (M15 M23 Ph) / 3 LP (S3)
Do 16.15 – 17.50
Im Mittelpunkt des Hauptseminars stehen die systematisch-theologischen und fundamentalethischen Herausforderungen, die mit der ökologischen Krise verbunden sind. Was bedeutet es für Ethik und Theologie, dass die Menschheit in der Lage ist und gegenwärtig darauf zuzusteuern scheint, die eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören und damit ihre Geschichte zu beenden? In der Gegenwart, da sich viele bewusst werden, dass die Erde im Anthropozän angekommen und eine ökologische Katastrophe kaum noch abzuwenden ist, gibt es deutliche Anzeichen für eine grundlegende Veränderung des Verhältnisses von Menschen zur außermenschlichen Natur. Viele Vertreter:innen der Philosophie sowie der Natur-, Sozial- und Kulturwissenschaften arbeiten an Korrekturen des dominanten menschlichen Natur- und Selbstverständnisses. Was bedeuten diese Suchbewegungen für unser Verständnis von Schöpfung und Erlösung, von Inkarnation und Endzeit? Wie können in der Ethik die Pflichten von Menschen gegenüber nicht-menschlichen Lebewesen und wie kann deren Verhältnis zu zwischenmenschlichen Pflichten bestimmt werden? In welchem Sinne ist es sinnvoll, (einigen) Tieren Agency zu unterstellen? Welche Konsequenzen hat das ggf. für die Ethik, insbesondere für eine ethische Orientierung der ökologischen Transformation?
Zum Abschluss des Hauptseminars wird die ökologische Krise auch sozialethisch reflektiert - v.a. mit Blick auf die Herausforderung der Demokratie durch den dringenden Bedarf tiefgreifender Reformen.
Das Hauptseminar wird im Wesentlichen als Lektürekurs stattfinden, wobei jede:r Studierende für die Inhalte mindestens eines Textes als resource person fungieren wird.
Literatur
Dierker, Farina (2022): Gottes "Mit/Leidenschaft" im Werden der Welt. Zur Relevanz prozesstheologischer Ansätze für ein neues Denken über Gott und Schöpfung, Ostfildern.
Enxing, Julia (2022): Und Gott sah, dass es schlecht war. Warum uns der christliche Glaube verpflichtet, die Schöpfung zu bewahren, München.
Hanusch Frederic/Leggewie, Claus/Erik Meyer, Erik (2021): Planetar denken. Ein Einstieg, Bielefeld.
Heidenreich, Felix (2023): Nachhaltigkeit und Demokratie. Eine politische Theorie, Berlin.
Heidenreich, Felix (2023): Die Zukunft der Demokratie, Ditzingen.
Hetzel, Andreas (2024): Vielfalt achten. Eine Ethik der Biodiversität. Bielefeld.
Hoff, Gregor Maria/Knop, Julia (Hg.) (2024): Konstruierte Schöpfung. Ein theologisches Motiv auf dem Prüfstand (QD 334), Freiburg/Br.–Basel–Wien.
Hoppe, Katharina/Lemke, Thomas (2023): Neue Materialismen zur Einführung, Hamburg.
Jax, Aurica/Wendel, Saskia (Hg.) (2020): Envisioning the Cosmic Body of Christ. Embodiment, Plurality, and Incarnation, Abingdon – New York.
Keller, Catherine (2013): Über das Geheimnis. Gott erkennen im Werden der Welt. Eine Prozesstheologie, Freiburg/Br.
Knapp, Markus (2023): Gott – Natur – Mensch. Eine theologische Standortbestimmung angesichts der Klimakrise, München.
Körtner, Ulrich H. J. (2024): Vergängliche Schöpfung. Schöpfungsglaube und Gottvertrauen in der Klimakrise, Leipzig.
Latour, Bruno (2018): Das terrestrische Manifest, Berlin.
McFague, Sallie (1998): The body of God. An ecological theology, Minneapolis.
Müller-Salo, Johannes (2020): Klima, Sprache und Moral. Eine philosophische Kritik, Ditzingen.
Noller, Jörg (2023): Ethik des Anthropozäns. Überlegungen zur dritten Natur, Basel.
Taxacher, Gregor (2012): Apokalypse ist jetzt. Vom Schweigen der Theologie im Angesicht der Endzeit, Gütersloh.
Thomas, Günter (2025): Nicht alles gut. Schöpfungstheologische Interventionen, Leipzig.
Leistungsnachweis
Hausaufgaben in Form von Essays zu den gemeinsam gelesenen Texten (Gesamtumfang aller Essays ca. 30.000 Zeichen)
75
Führen mit Verantwortung
Denger
2 st. - 4 LP (A M15 M23) / 3 LP (S4d)
verpflichtende Vorbesprechung:
Fr 24.10.2025, 13.00 – 14.00 (online)
Fr 21.11.2025, 14.00 – 19.00
Sa 22.11.2025, 09.00 – 16.30
Fr 23.01.2026, 14.00 – 19.00
Sa 24.01.2026, 09.00 – 16.30
Wie kann Führung so gestaltet werden, dass sie der Organisation, den Mitarbeitenden und dem Wohl der Gesellschaft dient? Welche neuen Führungsmodelle werden aktuell im wirtschaftlichen Kontext und im kirchlichen Bereich diskutiert und erprobt? In diesem Seminar steht die Auseinandersetzung mit der grundlegenden Frage im Mittelpunkt, an welchen Maßstäben sich Führungskräfte orientieren sollten, wenn sie eine Organisation und die Menschen darin in verantwortungsvoller Weise leiten wollen.
Gemeinsam soll die Komplexität des Führungshandelns reflektiert werden: Wie können Führungskräfte den oftmals widersprüchlichen Erwartungen begegnen? Welche Kompetenzen sind in welchen Situationen besonders wichtig (situative Führung)? Dabei soll auch besprochen werden, worin sich gute Führung in der Kirche im Vergleich zu anderen Organisationen unterscheiden könnte.
Literatur
o Dessoy, Valentin / Hahmann, Ursula / Lames, Gundo (Hrsg.): Macht und Kirche. Würzburg 2021.
o Jürgens, Benedikt/Sellmann, Matthias (Hrsg.): Wer entscheidet, wer was entscheidet? Zum Reformbedarf kirchlicher Führungspraxis. Freiburg 2020
o Jullien, François: Vortrag vor Managern über Wirksamkeit und Effizienz in China und im Westen (Übersetzt von Ronald Voullié). Berlin 2006.
o Kühl, Stefan: Führung managen. Eine sehr kurze Einführung. Wiesbaden 2025.
o Schiersmann, Christiane/ Thiel, Heinz-Ulrich: Organisationsentwicklung: Prinzipien und Strategien von Veränderungsprozessen. Wiesbaden 2010.
Leistungsnachweis
Bedingung für den Erwerb einer unbenoteten Teilnahmebestätigung ist die Anwesenheit, die aktive Mitarbeit bei den beiden Blockterminen und eine Präsentation. Wer darüber hinaus nach Rücksprache mit dem Dozenten eine Hausarbeit erstellt, kann einen benoteten Leistungsnachweis erwerben.
90
Einführung in die Soziologie
Wagner
2 st. - 3 LP
Mo 16.15 – 17.50
Der Lektürekurs vermittelt eine grundständige Einführung in die Soziologie. Die Zielsetzung und Methodologie dieser Sozialwissenschaft wird rekonstruiert und aktuelle Fragen der Umwelt- und Religionssoziologie werden diskutiert
Literatur
Lexika:
Baur, Nina et al. (Hg.): Handbuch Soziologie: VS-Verlag, 2008
Fuchs-Heinirtz, Werner, er al. (Hg.): Lexikon zur Soziologie, Wiesbaden: VS-Verlag, 2010 (5. Überar. Aufl.)
Hillman, Karl-Heinz: Wörterbuch der Soziologie, Stuttgart: Kröner-Verlag, 2007 (5. Vollst. Überarb, und erw. Aufl.)
Zeitschriften:
Berliner Journal für Soziologie, Wiesbaden: VS-Verlag
Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Wiesbaden: VS-Verlag
Soziologische Revue: Besprechungen neuerer Literatur, München: Oldenbourg Verlag
Soziale Welt: Zeitschrift für sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis, Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft
Zeitschrift für Soziologie, Stuttgart: Lucius&Lucius
Einführungen in die Soziologie:
Artus, Ingrid, u.a.: Marx für SozialwissenschaftlerInnen. Eine Einführung, Springer Fachmedien, Wiesbaden, 2014
Corsten, Michael: Grundfragen der Soziologie, Konstanz, UTBbasics, 2011
Joas, Hans et al (Hg.): Lehrbuch der Soziologie, Frankfurt: Campus, 2020, 4. überarbeitete und erweiterte Auflage
Korte, Hermann/Ernst, Stefanie: Soziologie, Konstanz, UTBbasics, 2011
Kaesler, Dirk (Hg.): Klassiker der Soziologie, Bd. 1+2, München, C.H. Beck, 2006/2007
Kaesler, Dirk: Aktuelle Theorien der Soziologie, München, C.H. Beck, 2005
Münch, Richard: Soziologische Theorie, Bd 1+2+3, Frankfurt, Campus, 2004/2007
Kadritzke, Ulf: Mythos „Mitte“, Oder: Entsorgung der Klassenfrage, Bertz+Fischer, 2017
Mau, Steffen/Schöneck, Nadine: (Un-)Gerechte (Un-)Gleichheiten, Suhrkamp, 2015
Neckel, Sighard et al (Hg.): Sternstunden der Soziologie, Frankfurt, Campus, 2010
Richter, Rudolph: Soziologie für Dummies, Wiley-VCH Verlag, 2019
Rosa, Hartmut/Strecker, David/Kottmann Andrea: Soziologische Theorien, Konstanz, UTB basics, 2007
Salzborn, Samuel: Sozialwissenschaften, Junius-Verlag, 2013
Markus Schroer: Soziologische Theorien, utb, 2017
Solga, Heike et al. (Hg.): Soziale Ungleichheit, Frankfurt, Campus, 2009
Weiß, Anja: Soziologie Globaler Ungleichheiten, stw, 2017
Religionssoziologie:
Gabriel, Karl/Reuter, Hans-Richard (Hg.): Religion und Gesellschaft, Paderborn, Schöningh-UTB, 2. Auflage, 2010
Höhn, Hans-Joachim: Postsäkular, Paderborn, Schöningh, 2007
Kreutzer, Ansgar/Gruber, Franz: Im Dialog. Systematische Theologie und Religionssoziologie, Freiburg. Herder, 2013. QD 258
Pickel, Gert: Religionssoziologie, Wiesbaden, VS-Verlag, 2011
Pollak, Detlev: Religion, in: Joas, Hans et al (Hg.): Lehrbuch der Soziologie, Frankfurt: Campus, 2001, S. 335-362
Wippermann, Carsten: Milieus in Bewegung – Werte, Sinn, Religion und Ästhetik in Deutschland: Forschungsergebnisse für die pastorale und soziale Arbeit, Würzburg, Echter, 2011
Leistungsnachweis
Magisterstudiengang Theologie (M15) und Philosophisches Orientierungsjahr: aktive Teilnahme und Präsentation (15 Minuten) - benotet
Masterstudiengang Sozialethik im Gesundheitswegen (S1b): aktive Teilnahme und Präsentation (15 Minuten) - unbenotet
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Modul I: Islam und christlich-islamische Begegnung
Specker / Eschraghi
2 st. - 3 LP
Fr 16.00 – 19.15
Termine:
17.10.2025, 14.11.2025, 28.11.2025, 16.01.2026, 30.01.2026
Sa 31.01.2026, 09.30 – 17.00
Das erste Modul der Vorlesung dient der Einführung in die Religion des Islam. Hierzu werden ausführlich grundlegende Begriffe geklärt und anhand dieser das Grundwissen über den Islam vermittelt. In den Blick kommen die grundlegenden Quellen, die konfessionelle Gliederung, die Bedeutung des Rechtssystems und die prägende Volksreligiösität.
Der zweite Teil der Vorlesung beginnt, in die Entstehungsgeschichte des Islam einzuführen. Hierzu werden insbesondere die wichtigsten Quellen für deren Erforschung und die damit verbundenen Problemstellungen von Authentizität, Chronologie und Gewichtung diskutiert. Dabei handelt es sich zunächst um die Berichte über das Leben des Propheten Mohammed: Die wichtigsten Werke der „Prophetenbiographie“ (sīra) werden vorgestellt, und deren literarischer Charakter, aber auch Probleme der Überlieferungsgeschichte thematisiert. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung der Prophetenbiographie für Lehre und Praxis des Islam bzw. der Muslime.
Literatur
Einführende Werke zur Religion des Islam und ihrer Geschichte, zur Person Mohammeds sowie zum Koran sind sehr zahlreich. Als erste Orientierung können z.B. die folgenden Werke dienen. Weiterführende Literatur wird im Verlauf der Vorlesung vorgestellt.
Brunner, Rainer (Hg.): Der Islam. Einheit und Vielfalt einer Weltreligion. Stuttgart 2016.
Halm, Heinz: Der Islam. Geschichte und Gegenwart (Beck’sche Reihe), 9. Aufl. 2014.
Inam, Ahmet: Der Islam. Eine Binnenperspektive. Die Glaubensgrundlagen. Köln 2020.
Schimmel, Annemarie: Die Religion des Islam. Eine Einführung (Reclams Universalbibliothek), div. Auflagen
Schöller, Marco: Mohammed (Suhrkamp Basisbiographien), 2008
Sinai, Nicolai: Die Heilige Schrift des Islam. Die wichtigsten Fakten zum Islam (Herder Spektrum), 2012.
Tamer, Georges (Hg.): Der Islam1: Entstehung, Konfessionen, Dynastien. (Die Religionen der Menschheit / begr. von Christel Matthias Schröder. Fortgef. und hrsg. von Peter Antes). Stuttgart 2023.
Leistungsnachweis
Bei Zertifizierung nur dieser Vorlesung: Mündliche Prüfung von 15 Minuten.
Bei Absolvieren des gesamten Programms:
Keine mündliche Prüfung, dafür Teilnahme an 4 Semestern Vorlesung, 4 Semestern Tutorium mit 4 Präsentationen und Abschlussarbeit.
Hinweise
Zum Erwerb der LP ist die Vorlesung zu besuchen, mehr als ein einmaliges Fehlen ist aufgrund des Blockcharakters grundsätzlich nicht möglich.



