Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Wintersemester 2021)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1

Einführung in das Studium der Philosophie und Theologie

Brusky

Ü M0 Ph
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 16.05

 

In der Übung sollen Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt, eingeübt und vertieft, Methoden der Literaturrecherche in Bibliotheken (u.a. Sankt Georgen) und darüber hinaus eingeübt sowie und weitere theologie- und philosophiespezifische Fähigkeiten erworben werden. Die Vorbereitung von und Feedback zu Referaten, die Erarbeitung von wissenschaftlichen Texten sowie Prüfungsvorbereitungen werden des Weiteren behandelt. Aus der Übung soll die Fähigkeit zur Selbstevaluation hervorgehen, ob der Besuch weiterer einführender Kurse zeitnah notwendig ist. Außerdem soll für das Studium in Sankt Georgen notwendiges Werkzeug (Lernplattformen etc.) vorgestellt sowie Methoden des Zeitmanagements und Lerntechniken vorgeschlagen werden.

Literatur

Wird in der Übung angegeben bzw. ausgegeben.

Mögliche Auswahl:

Lammers, Katharina; von Stosch, Klaus, Arbeitstechniken Theologie, Paderborn 2014.

Raffelt, Albert, Theologie studieren. Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, Freiburg 72008.

Jung, Martin, Einführung in die Theologie, Darmstadt 2004.

Stubenrauch, Bertram, Theologie studieren, Stuttgart 2018.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Philosophie

 

13

Einführung in die Metaphysik

Wiertz

Die Teilnahme steht nur Studierenden des Bachelorstudiengangs Philosophie offen und ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Bitte Anmeldung bis 30.08.2021 an: wiertz@sankt-georgen.de

V/Koll P4 Ph
3 st. - 5 LP

Termine werden noch bekannt gegeben

 

Genauere Angaben erfolgen nach der Anmeldung zur Vorlesung.

Literatur

s.o.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

20

Philosophische Ästhetik

Kühnlein

V G P7 M19
2 st. - 3 LP (für P7) / 4.5 LP (für M19)

Mi 16.15 – 17.50

 

Die hier anzuzeigende Vorlesung versteht sich als eine Einführung in die philosophischen Kunsttheorien der Moderne vornehmlich des 19. und 20. Jahrhunderts. Anhand von einschlägigen Begriffen und Kategorisierungen ("Genie", "Geschmack", "Ende der Kunst", "ästhetische Existenz", "Wahrheit", aber auch "Hässlichkeit" und "Schrecken" u.a.) sollen die philosophisch relevanten Diskurse nachgezeichnet und ihre jeweilige systematische Bedeutung epochen- und sachübergreifend herausgearbeitet werden. Behandelt werden u.a. Baumgarten, Kant, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, Benjamin, Heidegger, Bohrer, Adorno und Danto.

Literatur

Eine ausführliche Literaturliste sowie eine Übersicht über die inhaltlichen Schwerpunkte werden zu Beginn der Vorlesung veröffentlicht.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

21

Wissenschaftstheorie I

Wiertz

V G P7 M19
1 st. - 1.5 LP (für P7) / 4.5 LP (für M19). zusammen mit Wissenschaftstheorie II

Fr 10.35 – 12.10

 

In Zusammenhang der Corona-Pandemie zeigt sich die wichtige Rolle der (Natur)Wissenschaften in unserem Alltag, aber es zeigen sich auch verbreitete Vorbehalte gegenüber den Wissenschaften und Missverständnisse (natur)wissenschaft-licher Praxis. Diese Vorbehalte und Missverstädnisse hängen mit der verbretieten Unkenntnis naturwissenschaftlicher Praxis aber auch grundlegender wissenschaftstheoretischer Überlegungen zusammen und mit einer Trennung zwischen sogenannter Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft.

Nicht erst seit P. Snows berühmter Vorlesung in Cambridge zu den "zwei Kulturen" wird immer wieder das Verhältnis zwischen einer eher literarisch und einer eher naturwissenschaftlich geprägten Kultur bzw. von Geistes- und Naturwissenschaften thematisiert und meistens auch problematisiert - oft unter Rückgriff auf Gegensatzpaare wie Verstehen und Erklären oder Objektivität und Subjektivität. In der Vorlesung soll daher nicht nur in die Hermeneutik und die Wissenschaftstheorie eingeführt werden, sondern es sollen auch Unterschiede und Berührungspunkte zwischen den beiden erörtert werden.

Literatur

A. Bühler (Hg.), Hermeneutik. Basistexte zur Einführung in die wissenschaftstheoretischen Grundlagen von Verstehen und Interpretation, Heidelberg 2008.

M. Carrier, Wissenschaftstheorie zur Einführung, Hamburg 2006.

H.G. Gadamer, Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik, Tübingen 1990.

J. Grondin, Einführung in die philosophische Hermeneutik, Darmstadt 2001.

P. Kitcher, Advancement of Science: Science Without Legend, Objectivity Without Illusions, Oxford 1995.

K. Lambert; G.G. Brittan, An Introduction to the Philosophy of Science, Atascadero 1987.

L.C. Madonna (Hg.), Naturalistische Hermeneutik. Ein neues Paradigma des Verstehens und Interpretierens, Würzburg 2013.

S. Psillos, Causation and Explanation, Montreal 2002.

P. Ricoeur, Hermeneutics. Writings and Lectures 2, Cambridge 2013.

O.R. Scholz, Verstehen und Rationalität, Frankfurt/Main 2001.

P. Tepe,Kognitive Hermeneutik. Textinterpretation ist als Erfahrungswissenschaft möglich,Würzburg 2007.

H. Tetens, Wissenschaftstheorie. Eine Einführung, München 2013.

G.H. v. Wright, Erklären und Verstehen, Berlin 2000.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

22

Wissenschaftstheorie II

Wiertz

V G P7 M19
1 st. - 1.5 LP (für P7) / 4.5 LP (für M19). zusammen mit Wissenschaftstheorie I

Fr 10.35 – 12.10

 

siehe Angaben zu Wissenschaftstheorie I

Literatur

siehe angaben zu Wissenschaftstheorie I

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

23

Logik II

Meixner

Ü G P7
2 st. - 3 LP

Di 15.02.2022

Mi 16.02.2022

Do 17.02.2022

jeweils 08.45 – 10.20

           10.35 – 12.10

           14.30 – 16.05

           16.15 – 17.50

 

Thema der Lehrveranstaltung ist die axiomatische Darstellung von Aussagen- und Prädikatenlogik – im Zusammenhang damit: die Erklärung der Begriffe der Beweisbarkeit und Entscheidbarkeit – und im Anschluss daran die Einführung in die Modallogik. Abschließend werden verschiedene Deutungen der Modallogik betrachtet: die alethisch/ontische, die epistemische und die deontische.

 

 

Literatur

Der Lernstoff wird zur Verfügung gestellt.

Literaturhinweise werden im Rahmen der Veranstaltung gegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

63

Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3 Ph
2 st. - 3 LP

Mo 16.15 – 17.50

 

Das Kolloquium möchte zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Hierzu sind auch zahlreiche philosophische Fragen anzusprechen; nicht zuletzt geht es um die Verhältnisbestimmung von Philosophie und Theologie. Dazu werden wir Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

 

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung sehr empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Einleitung in die Heilige Schrift

 

30

Biblische Einleitungswissenschaften I

Eckstein

V G M1
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Die alttestamentlichen Bücher erzählen die Geschichte des Volkes Israel, angefangen von seiner Entstehung, über seine „Staatswerdung“, bis hin zu seiner Exilierung und schließlich seiner Neuetablierung in nachexilischer Zeit.

 

Die Lehrveranstaltung reflektiert, diskutiert und hinterfragt die biblischen Darstellungen vor dem Hintergrund archäologischer Funde und außerbiblischer Textquellen. Dabei geht es einerseits um eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit biblischen Texten, andererseits darum, für die Eigenart biblischer Literatur zu sensibilisieren.

 

Nach einem Überblick zur Heiligen Schrift, der sich mit Aufbau und Hermeneutik des jüdischen wie des christlichen Bibelkanons befasst, wenden wir uns in chronologischer Abfolge den einzelnen Epochen der Geschichte Israels zu.

Literatur

Lehrbuch:

Das biblische Israel. Geschichte – Archäologie – Geographie, 2. überarbeitete Auflage, Freiburg 2021.

 

Hilfsmittel:

Manfred Weippert u.a., Historisches Textbuch zum Alten Testament (= HTAT), GAT 10, Göttingen 2010.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

31

Methoden biblischer Exegese

Eckstein

ProS M1
1 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.00

 

Diese Übung bietet die Gelegenheit, gemeinsam die im Proseminar vorgestellte Methode anzuwenden. Dies geschieht anhand ausgewählter Textbeispiele. Das Ziel besteht darin, die Möglichkeiten und Grenzen der Methoden und Zugänge durch die eigene Praxis zu reflektieren und so zu einem kompetenten Umgang mit der Heiligen Schrift und mit exegetischer Literatur zu finden. Außerdem gibt es Hilfestellungen für die im Proseminar selbstständig zu erbringenden Studienleistungen.

Literatur

s. Proseminar „Methoden biblischer Exegese“

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die Teilnahme ist freiwillig.

 

32

Übung zum Proseminar „Methoden biblischer Exegese“

Eckstein

Ü M1
1 st.

Mi 17.05 – 17.50

 

Das Proseminar führt in die Methoden ein, die der Auslegung der Heiligen Schrift dienen. In jeder Sitzung wird eine Methode vorgestellt. Diese wird anschließend in der gemeinsamen Übung oder im eigenständigen Selbststudium eingeübt, und zwar anhand eines alttestamentlichen oder eines neutestamentlichen Textbeispiels. Die in diesem Prozess gesammelten Erkenntnisse werden in der darauffolgenden Sitzung zusammengeführt und diskutiert. Das Ziel besteht darin, die verschiedenen Methoden der historisch-kritischen und literaturwissenschaftlichen Exegese kennenzulernen, sie aktiv und eigenständig auf biblische Texte anwenden zu können, exegetische Literatur kritisch rezipieren zu können sowie biblische Auslegungen anderer Personen einordnen, hinterfragen und theologisch verantwortungsvoll verarbeiten zu können. Diese Kompetenzen wiederum bilden die Grundlage und Voraussetzung für alle weiteren exegetischen Lehrveranstaltungen, für einen fundierten Rückgriff auf die Heilige Schrift in den anderen theologischen Fachdisziplinen, für eine bibelorientierte Homiletik und eine fundierte Bibelpastoral.

Literatur

Wird gestellt. Ergänzend zum Selbststudium:

 

Hieke, Thomas; Schöning, Benedict (2017): Methoden alttestamentlicher Exegese. Darmstadt: WBG (Theologie kompakt).

 

Becker, Uwe (2008): Exegese des Alten Testaments. 2. Aufl. Tübingen: Mohr Siebeck (UTB, 2664).

 

Steck, Odil Hannes (1999): Exegese des Alten Testaments. 14. Aufl. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener.

 

Utzschneider, Helmut; Nitsche Stefan Ark (2014): Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. 4. Aufl. Gütersloh: Gütersloher.

 

Ebner, Martin; Heininger, Martin (2015): Exegese des Neuen Testaments. 3. Aufl. Paderborn: Schöningh (UTB).

 

Söding, Thomas; Münch, Christian (2005): Kleine Methodenlehre zum Neuen Testament. Freiburg im Breisgau: Herder.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Zu jeder Sitzung, auch zur ersten, ist eine beliebige Ausgabe der Heiligen Schrift mitzubringen.

Exegese des Alten Testaments

 

34

Schöpfung und Schechinah

Böhler

V G M6
1 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

in der ersten Semesterhälfte (bis zum 06.12.2021)

 

Die einstündige biblische Vorlesung zu M6 "Mensch und Schöpfung" wird zuerst den priesterschriftlichen Schöpfungsbericht Gen 1 auslegen, für den der Sabbat und der Gottesdienst im heiligen Zelt (Ex 39 - 40) das Ziel der Schöpfung sind. Im neutestamentlichen Teil wird dieselbe Bewegung von der Erschaffung der Welt bis zum Zelten Gottes in seiner Schöpfung in der Auslegung des Johannesprologs nachvollzogen. Gott erschafft die Welt um in ihr Wohnung zu nehmen (Schechinah).

Literatur

Zu Gen 1: vRad, Theologie des AT I, 149-178; 245-292; Seebass, Urgeschichte; Jacob, Genesis.

Zu Joh 1: Wucherpfennig, Tora und Evangelium. Beobachtungen zum Johannesprolog. StZ 221/7 (2003) 486-494; Böhler, Abraham und seine Kinder im Johannesprolog, in Böhler u.a. Hrsg: L'Ecrit et l'Esprit, OBO 214, 15-29.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

35

Genesis: Jakob

Böhler

V G M16
2 st. - 4 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Was die moderne Exegese den „Jakobszyklus“ nennt, heißt in der Bibel „Toledot Jizchaq“ (Familiengeschichte Isaaks: Gen 25,19-35,29). „Zwei Knaben von entgegengesetztem Sinne balgen sich schon unter dem Herzen der Mutter. Sie treten ans Licht: der ältere lebhaft und mächtig, der jüngere zart und klug; jener wird des Vaters, dieser der Mutter Liebling. Der Streit um den Vorrang, der schon bei der Geburt beginnt, setzt sich immer fort. Esau ist ruhig und gleichgültig über die Erstgeburt, die ihm das Schicksal zugeteilt, Jakob vergisst nicht, dass ihn sein Bruder zurückgedrängt. Aufmerksam auf jede Gelegenheit, den erwünschten Vorteil zu gewinnen, handelt er seinem Bruder das Recht der Erstgeburt ab und bevorteilt ihn um des Vaters Segen. Esau ergrimmt und schwört dem Bruder den Tod. Jakob entflieht, um in dem Lande seiner Vorfahren sein Glück zu versuchen. … Auch in diesem Glauben tritt Jakob seinen Zug an, und wenn er durch List und Betrug unsere Neigung nicht erworben hat, so gewinnt er sie durch die dauernde und unverbrüchliche Liebe zu Rahel, um die er selbst aus dem Stegreife wirbt. … er sollte viele Söhne um sich sehen, aber auch durch sie und ihre Mütter manches Herzeleid erleben“ (Goethe, Dichtung und Wahrheit IV). Ziel der Vorlesung ist es, die Erzählungen von Jakob-Israel nicht nur als Perle der Weltliteratur, sondern auch als Offenbarungszeugnis sprachlich, literarisch und theologisch zu analysieren, um mit ihnen nachzuvollziehen, wie in Liebe und Eifersucht, Verliebtheit und Hass, Idealismus und Verschlagenheit Gott sich mitteilt und im souveränen Zusammenspiel mit der menschlichen Freiheit (und ihren allzu häufigen Ausrutschern, ja Entgleisungen) alles zu dem von Ihm gewollten Ende führt.

Literatur

Die Bibel (Gen 25-35); Thomas Mann, Joseph und seine Brüder (Bd. 1), Seebass, Genesis; B. Jacob, Das erste Buch der Tora; weitere Literatur wird angegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

36

Hebräische Lektüre

Böhler

L G M6 M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Literatur

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Exegese des Neuen Testaments

 

37

Gericht und Gerechtigkeit im Johannesevangelium

Wucherpfennig

Anmeldung bitte bis 30.09.2021 an: wucherpfennig@sankt-georgen.de

HS G M16
2 st. - 4 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Das griechische Wort für Gerechtigkeit kommt im Johannesevangelium nur zweimal an einer Stelle vor (16,8 und 10). Im Unterschied zu den synoptischen Evangelien fehlt auch ein formeller Prozess Jesu vor dem jüdischen Sanhedrin. Einige neuere Arbeiten verstehen das Johannesevangelium allerdings als Ganzes als einen gerichtlichen Prozess auf unterschiedlichen Ebenen. Das Seminar folgt diesen Arbeiten (s. unter Literatur)und geht diesem Verständnis nach.

Literatur

Lange, Benjamin, Der Richter und seine Ankläger. Eine narratologische Untersuchung der Rechtsstreit- und Prozessmotivik im Johannesevangelium, WUNT II / 501, Tübingen 2019.

Parsenios, George L., Rhetoric and Drama in the Johannine Lawsuit Motif, WUNT 258, Tübingen 2010.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Das Seminar ist ein Ergänzungsangebot, da die Zahl der Teilnehmer*innen in dem Seminar-Angebot als gemeinsame Lehrveranstaltung mit der Uni Kassel, in Kooperation mit Frau Prof.in Müllner und Prof. Prüller-Jagenteufel ("Gerechtigkeit als Leitperspektive biblischer Ethik") auf 15 begrenzt ist. Deshalb wird eine Anmeldung bis zum 30.09.2021 erbeten unter wucherpfennig@sankt-georgen.de.

 

38

Gerechtigkeit als Leitperspektive biblischer Ethik

Wucherpfennig / Müllner

Gemeinsame Lehrveranstaltung mit Prof.in Dr. Ilse Müllner, Institut für Katholische Theologie, Universität Kassel


→ Anmeldung bitte bis 30.09.2021 an: wucherpfennig@sankt-georgen.de

HS G M16
2 st. - 4 LP

Di 10.15 – 11.45

Termine:

26.10.2021, 02.11.2021, 09.11.2021, 30.11.2021, 07.12.2021, 14.12.2021 Blockveranstaltung (Exkursion):

Fr 04.02.2022 – Sa 05.02.2022

Genauer Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben

 

(gem. m. Prof. Dr. Ilse Müllner Katholische Theologie / Altes Testament, Uni Kassel)

Ressourcen sind zwischen Menschengruppen ungleich verteilt. Diese Erfahrung haben auch schon die Menschen in der Antike gemacht, und sie schlägt sich in der Bibel nieder. Überschuldung, Sklaverei, asymmetrische Geschlechterverhältnisse bis hin zur Gewalt – auf diesem Hintergrund entwickeln die biblischen Schriften ihre Ethik, für die Gerechtigkeit einen zentralen Wert darstellt. Ob Rechtstexte, Erzählungen, prophetische Schriften, Psalmen oder Briefliteratur: Die Kategorie der Gerechtigkeit gibt den Schriften des Alten und Neuen Testaments eine gemeinsame Perspektive.

Das Seminar findet in Kooperation zwischen dem IKTh der Universität Kassel und der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen statt. Es verbindet zudem einerseits die alt- und neutestamentliche Perspektive und andererseits die bibelwissenschaftliche mit der moraltheologischen Herangehensweise. Dazu wird bei den Zoom-Veranstaltungen und beim Blockseminar der Ethiker Prof. Dr. Gunter Prüller-Jagenteufel (Universität Wien) unser Gast sein. Das Seminar findet zunächst im Wochenrhythmus statt (per Zoom, weil wir die beiden Standorte Kassel und Frankfurt/Sankt Georgen verbinden).

Die Blockveranstaltung ist – sofern es die Corona-Situation zulässt – im Tagungshaus Flensunger Hof (https://www.flensungerhof.de/). Für Unterbringung und Verpflegung fällt ein Eigenanteil von 30 EUR pro Person an.

 

Literatur

Zur Einführung (weitere Literatur folgt im Seminar)

Fischer, Stefan: Art.: Gerechtigkeit/Gerechter/gerecht (AT). In: Alkier, Stefan/Bauks, Michaela/Koenen, Klaus (Hg.), WiBiLex. Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/19316/), 2015 (letzter Zugriff: 2021-08-23).

Rose, Christian, Art. Gerechtigkeit Gottes (NT). In: Alker, Stefan/Bauks, Michaela/Koenen, Klaus (Hg.), Wibilex. Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/59496), 2011 (letzter Zugriff: 2021-08-24).

Rosenberger, Michael: Frei zu leben. Allgemeine Moraltheologie, Münster 2018, 132-145 (d.h. Kapitel 4: Gerechtigkeit als klassisches Substrat naturrechtlichen und vertragstheoretischen Denkens).

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 15 begrenzt. Melden Sie sich bitte bei Interesse bis 30. September unter: wucherpfennig@sankt-georgen.de

 

39

Griechische Lektüre von Texten zu Bergpredigt und Feldrede

Wucherpfennig

L G M16
1st (60 Minuten) st.

nach Vereinbarung

 

Gegenstand der griechischen Lektüre ist die Übersetzung von Passagen der Bergpredigt und der Feldrede und verwandter ethischer Texte im Neuen Testament.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

40

Matthäusevangelium / Bergpredigt

Wucherpfennig

OS A G - 4 LP

Di 16.15 – 17.50

Termine:

19.10.2021, 09.11.2021, 23.11.2021, 07.12.2021, 11.01.2022, 25.01.2022, 08.02.2022

Gemeinsamer Oberseminartag mit den Universitäten Gießen, Mainz und Frankfurt am Sa 29.01.2022, 10.00 – 16.00

 

Das Forschungskolloquium / Oberseminar dient dem Vorstellen eigener Arbeitsprojekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Anregungen zu exegetischer Literatur.

 

Darüber hinaus widmet sich das Oberseminar dem Studium zum Thema Gerechtigkeit im Matthäusevangelium.

Literatur

Wird noch angegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende im postgradualen Studium. Es ist darüber hinaus offen für alle, die mehr an biblischer Theologie und am Neuen Testament interessiert sind als im normalen Magister-Theologie-Studium vorausgesetzt, z. B. für Studierende, die eine Magister-Arbeit im Neuen Testament schreiben.

Kirchengeschichte

 

50

Einführung in die Alte Kirchengeschichte

J. Arnold

V/Koll G M2
1 st. - 1.5 LP

Fr 10.35 – 12.10

bis zum 19.11.2021

 

In der Vorlesung werden folgende Themen-Bereiche behandelt:

 

(I) Christen und Nichtchristen in den ersten Jahrhunderten (Frühe Kirche und Judentum: Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen / frühe Kirche und pagane Umwelt: unterschiedliches Religionsverständnis und Inkulturation);

 

(II) Frühe Kirche und weltliche Herrschaft (Kaiserliche Religionspolitik; Christentum als Minderheitsreligion, als religio licita, als Staatsreligion);

 

(III) Zentrale Aspekte der Theologiegeschichte der ersten Jahrhunderte (Die frühe Kirche und ihr Verhältnis zur Heterodoxie; das Erste Konzil von Nikaia).

Literatur

- Ernst Dassmann, Kirchengeschichte I: Ausbreitung, Leben und Lehre der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten, 3. durchges. Auflage, Stuttgart u.a. 2012.

- Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, 3. Auflage, München 2016.

- Andreas Weckwerth, Leitfaden Studium Alte Kirchengeschichte. Praktische Einführung in den Umgang mit spätantiken kirchenhistorischen Quellen, Bonn/Mainz 2015.

(https://www.blogs.uni-mainz.de/fb01-akg/files/2010/12/Leitfaden-Studium-Alte-Kirchengeschichte.pdf)

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

52

Methoden der Kirchengeschichte: Die Christen und der Staat

König

ProS M2
2 st. - 3 LP

Mi 13.30 – 15.05

 

Das Proseminar richtet sich an Studierende zu Beginn ihres Studiums und vermittelt grundlegende wissenschaftliche Methoden der kirchenhistorischen Arbeit.

Zunächst stehen Bedeutung und Ziel des Faches „Kirchengeschichte“ (bzw. „Historische Theologie“ oder auch „Christentumsgeschichte“) im Kontext der theologischen Disziplinen im Blickfeld. Darüber hinaus geht es um die Problematik von Epochengrenzen sowie um verschiedene Möglichkeiten eines Zugangs zum kirchenhistorischen Stoff. Anhand der Thematik „Die Christen und der Staat“ werden exemplarisch Quellen unterschiedlicher Gattungen (z. B. Briefe, Urkunden, Predigten, Geschichtswerke, Inschriften, aber auch Gemälde, Karikaturen oder Graffiti) von der Antike bis zur Gegenwart erschlossen, wobei die vier Methodenschritte Heuristik, Kritik, Interpretation und Darstellung Berücksichtigung finden.

Dies ermöglicht zum einen ein tieferes Verständnis der kirchenhistorischen Entwicklungslinien und zeigt zum anderen die bleibende Bedeutung kirchengeschichtlicher Fragestellungen für die Gegenwart auf.

Das Proseminar "Methoden der Kirchengeschichte" übernimmt zu Beginn des Studiums einen großen Anteil der propädeutischen Ausbildung, d. h. des "Handwerkszeugs" eines Kirchenhistorikers/einer Kirchenhistorikerin. Insofern nimmt die Propädeutik in der Veranstaltung größeren Raum ein und wird dabei vom Thema des Proseminars her entwickelt.

Literatur

Bischof, Franz Xaver/Bremer, Thomas/Collet, Giancarlo/Fürst, Alfons: Einführung in die Geschichte des Christentums, Freiburg/Br. 2012.

Eder, Manfred: Kirchengeschichte. 2000 Jahre im Überblick, Ostfildern 2014.

Markschies, Christoph: Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995.

Möller, Lenelotte/Ammerich, Hans: Einführung in das Studium der Kirchengeschichte, Darmstadt 2014.

 

Sowie die Artikel "Kirchengeschichte" aus den einschlägigen Lexika (LThK 3. Aufl., RGG 4. Aufl., TRE).

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

53

Gregor der Große in der Darstellung des Johannes Diaconus

J. Arnold / König

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Mi 16.15 – 17.50

 

Im Auftrag des zwischen 872 und 882 regierenden Papstes Johannes VIII. verfasste der römische Kleriker Johannes Diaconus bzw. Johannes Hymmonides (ca. 825-880) in den Jahren 873–75 eine Biographie Gregors des Großen in vier Büchern. Als Quellen konnte er nicht nur die kürzeren Gregor-Biographien eines angelsächsischen Autors und des langobardischen Geschichtsschreibers Paulus Diaconus (ca. 725–800) nutzen, sondern auch Briefe von und an Gregor, die ihm im römischen Archiv zugänglich waren.

 

Die Gregor-Biographie des Johannes Diaconus ist bisher nicht ins Deutsche übersetzt worden. Im Seminar werden einerseits Arbeits-Übersetzungen ausgewählter Abschnitte zur Verfügung gestellt werden. Andererseits sollen einzelne Auszüge gemeinsam direkt aus dem Lateinischen übersetzt und analysiert werden. Methodisch wird zu fragen sein, welche Auswahl der Biograph aus dem ihm vorliegenden Material vornahm, inwiefern er seine Vorlagen modifizierte und welche Schwerpunkte er dabei setzte.

 

Inhaltlich sollen – ausgehend von der Biographie, aber auch über sie hinausgehend – Themen wie die folgenden behandelt werden: Johannes Diaconus und sein Auftrag, eine Vita Gregors zu verfassen / Kindheit, Jugend und Aussehen (?) Gregors des Großen / Papst Gregor als Politiker und Diplomat / Das komplexe Verhältnis zu Konstantinopel / Die Mission der Angelsachsen / Die Liturgie in Rom zur Zeit Gregors und der „Gregorianische“ Choral / Gregor als Prediger / Gregor als Seelsorger / Soziales Handeln und tätige Nächstenliebe / Gregor als Reformer? / Gregors Verbindungen zu Frauen / Krankheit und ihre theologische Deutung bei Gregor / Die „Mystik Gregors“ / Gregor der Große und das Ende der Welt

 

 

Literatur

Zur Einführung:

 

Eich, Peter: Gregor der Große. Bischof zwischen Antike und Mittelalter, Paderborn 2016.

 

Fiedrowicz, Michael, Das Kirchenverständnis Gregors des Grossen: eine Untersuchung seiner exegetischen und homiletischen Werke, Freiburg 1995.

 

Floryszak, Silke: Die Regula Pastoralis Gregors des Großen, Tübingen 2005.

 

Greschat, Katharina, Die "Moralia in Job" Gregors des Grossen: ein christologisch-ekklesiologischer Kommentar, Tübingen 2005.

 

Kessler, Stephan Ch., Gregor der Große als Exeget: eine theologische Interpretation der Ezechielhomilien, Innsbruck 1995.

 

Weitere Literatur wird im Verlauf des Seminars angegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Notwendige Voraussetzung für die Teilnahme sind solide Lateinkenntnisse.

Fundamentaltheologie

 

60

Theologische Erkenntnislehre

Löffler

V G M3 Ph
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung geht der Frage nach, wie die Theologie zu ihrer Erkenntnis kommt. Dazu gilt es einerseits zu klären, in welchem Verhältnis Offenbarung, Glaube und Vernunft zueinander stehen, und andererseits aufzuzeigen, wie die kirchlichen Bezeugungsinstanzen des Wortes Gottes (Heilige Schrift, Tradition, Lehramt, Theologie, Glaubenssinn der Gläubigen etc.) Gottes (v)ergangenes Offenbarungswort so vermitteln, dass es auch heute noch authentisch vernommen und im Glauben angenommen werden kann.

Literatur

WOLFGANG BEINERT, Theologische Erkenntnislehre, in: Ders. (Hg.), Glaubenszugänge. Lehrbuch der katholischen Dogmatik, Bd.1. Paderborn 1995, 47-187.

WOLFGANG BEINERT, Kann man dem Glauben trauen? Grundlagen theologischer Erkenntnis. Regensburg 2004.

CHRISTOPH BÖTTIGHEIMER, Lehrbuch der Fundamentaltheologie. Freiburg 2009, 21-164.

HELMUT GABEL, Inspiriert und inspirierend - die Bibel. Würzburg 2011.

DONATH HERCSIK, Die Grundlagen unseres Glaubens. Eine theologische Prinzipienlehre. Münster 2005.

HANS-JOACHIM HÖHN, Praxis des Evangeliums, Partituren des Glaubens. Wege theologischer Erkenntnis. Würzburg 2015.

PETER HÜNERMANN, Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube - Überlieferung - Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen. Münster 2003.

WALTER KERN ET AL. (Hg.), Handbuch der Fundamentaltheologie, Bd. 4 (Traktat Theologische Erkenntnislehre). Tübingen – Basel (2. Aufl.) 2000.

WALTER KERN & FRANZ-JOSEF NIEMANN, Theologische Erkenntnislehre. Düsseldorf 1981.

BERNHARD KÖRNER, Orte des Glaubens - loci theologici. Würzburg 2014.

THOMAS SCHÄRTL, Glaubens-Überzeugung. Philosophische Bemerkungen zu einer Erkenntnistheorie des christlichen Glaubens. Münster 2007.

MICHAEL SEEWALD, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln. Freiburg 2018.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

61

Kontinuitäten – Brüche – Übergänge: Theologie in Glaubens- und Lebenswenden

Löffler / Vechtel

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Seminartag 1:

Sa 11.12.2021, 09.00 – 15.00

Tagung:

Do 06.01.2022, 18.00 – Sa 08.01.2022, 13.00

Seminartag 2:

Sa 29.01.2022, 09.00 – 15.00

 

Das „Ignatianische Jahr“ 2021/22 erinnert an die dramatische Wende im Leben des hl. Ignatius von Loyola vor 500 Jahren. In seiner Verwundung und der langwierigen Genesung bahnt sich eine grundlegende Neuorientierung im Leben des baskischen Adeligen an. Die Verletzung markiert eine Zäsur; der Glaubensweg wird zu einer Umwertung der ritterlichen Werte.

Der Blick auf Ignatius und auf andere Christen, deren Leben eine Konversion erfahren hat, lässt nach der biographischen Bedingtheit des Glaubens fragen: Welche Veränderungen im Menschen impliziert das Christwerden? Was bedeutet eine „zweite Bekehrung“?

Das Verständnis des Glaubens als Bruch ermöglicht es, den Ereignischarakter des Glaubens und die Transzendenz Gottes in der Biographie eines Menschen fassbar zu machen. Zugleich jedoch droht ein solches Verständnis, Kontinuitäten zu übersehen, die Glaubensentscheidung zum Dezisionismus zu überhöhen oder gar ein fundamentalistisches und gewaltaffines Glaubensverständnis zu begünstigen. Wie also verhalten sich also Umbruch, Neuorientierung und biographische Kontinuität zueinander?

Die biographische Bedingtheit christlichen Glaubens hat nicht zuletzt eine interreligiöse Dimension. Einzelne Christinnen und Christen wenden sich aus ganz unterschiedlichen Anlässen einer zweiten religiösen Tradition zu und erfahren dies als eine „Bekehrung“ im Sinne einer tieferen Hinwendung zu Gott. Andere wiederum deuten eine solche Hinwendung als eine Abkehr vom rechten Weg oder gar von Gott. Auch in interreligiöser Perspektive also stellt sich die Frage nach dem Verständnis von Bekehrung wie auch danach, was christliche Identität im Letzten ausmacht.

 

Literatur

Wird beim Vorbereitungstreffen bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Das Seminar besteht aus folgenden Einheiten:

- kurze Vorbesprechung am 8. November 2021 um 13.15 Uhr,

- eintägiges Einführungstreffen 11. Dezember 2021 (3 x 90 min),

- Teilnahme an der Tagung: 6.-8. Januar 2022,

- eintägiges Reflexionstreffen am 29. Januar 2022 (3 x 90 min).

 

62

Online Course on the Theology of Christian-Muslim Dialogue

(in Englisch)

 

Specker / Villagrán / Quast-Neulinger

in Kooperation mit den Universitäten Innsbruck und Loyola Andalucía

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Do 15.00 – 18.00

Termine:

04.11.2021, 11.11.2021, 18.11.2021, 25.11.2021, 02.12.2021, 09.12.2021, 16.12.2021

Nachbesprechung:

Do 13.01.2022, ab 15.00

 

The course is an European learning experience: it is offered in collaboration of three universities: Granada/ Andalucia Loyola, Innsbruck and Frankfurt/ Sankt Georgen. In addition it involves other European universities like Bobolanum/ Warszawa and also includes an exchange with Beirut/ Lebanon. Thus an European (and Mediterranean-) wide perspective on the topic of christian-muslim relations in the different countries is guaranteed. .

1 Course Overview:

The theological framework for the dialogue will be reviewed, enriched by interdisciplinary and comparative perspectives. The course´s core will be a theology of Christian-Muslim dialogue at the intersection of practical and systematic reflections. The program will take advantage of the academic experience of the different faculties of theology, philosophy and religious studies of the Kircher Network by presenting the practice of dialogue in the different contexts in Europe and the Near East.

2 Target audience:

The course will aim at graduate theology and philosophy students (master and doctoral ) students with no prior in-depth knowledge on the topic of Christian-Muslim Dialogue.

3 Language:

The course will be in English. The final papers could be written in English, French, German and Spanish.

4 Structure of the Course:

The course is divided in 7 (+ one concluding session) sessions of 3 hours each between 4th november until 13th of january.

 

Literatur

- Ahmed, Shahab (2016): What is Islam? The Importance of Being Islamic. Princeton: Princeton University Press.

- Becker, Karl J. y Morali, Ilaria (eds.), Catholic Engagement with World Religions: A Comprehensive Study, Orbis, Maryknoll: NY 2010.

- Borrmans, Maurice, Guidelines for Dialogue between Christian and Muslims, Pontifical Council for Interreligious Dialogue. Paulist Press, NY, 1990. pp.132

- Cesari, Jocelyne (2014) (ed.) The Oxford Handbook of European Islam. Oxford: Oxford University Press.

- Commission of the Bishops Conferences of the European Community, Islam, Christianity and Europe: religious dimension of intercultural dialogue, 2008.

- Crone, Patricia, God’s Rule: Government and Islam, New York: Columbia University Press, 2004.

- Fitzgerald, Michael (2017) Praise the Name of the Lord. Meditations on the Names of God in the Qur’an and the Bible. Collegeville, MN: Liturgical Press.

- Goddard, Hugh (2000): A History of Christian-Muslim Relations. Edinburgh: Edinburgh University Press.

- Griffith, Sidney (2008): The Church in the Shadow of the Mosque. Princeton: Princeton University Press.

- Mayer, Ann Elizabeth, Islam and Human Rights: Tradition and Politics, Boulder, CO: Westview Press 1991.

- Moyaert, Marianne: Fragile Identities. Towards a Theology of interreligious Hospitality. NY 2011.

- Pratt, Douglas: Christian Engagement with Islam. Ecumenical Journeys since 1910. Brill 2017.

- Renard, John: Islam and Christianity. California Press 2011.

- Sabra, George, Christian-Muslim dialogue in the Middle East: Tradition and the Exigences of Context. Beirut: theologica Review, 1978.

- Siddiqui, Mona (2014) Christians, Muslims & Jesus. New Haven: Yale University Press.

- Thomas, David (2017) (ed.) Routledge Handbook on Christian-Muslim Relations. Abingdon-on-Thames: Routledge.

- Thomas, David et al. (Ed.): Christian Muslim Relations. A Bibliographical History. Leiden: Brill. (ongoing series)

- Voll, John, Islam: Continuity and Change in the Modern World, Syracuse, NY: Syracuse University Press 1994.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Dogmatik

 

61

Kontinuitäten – Brüche – Übergänge: Theologie in Glaubens- und Lebenswenden

Vechtel / Löffler

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Seminartag 1:

Sa 11.12.2021, 09.00 – 15.00

Tagung: Do 06.01.2022, 18.00 – Sa 08.01.2022, 13.00

Seminartag 2:

Sa 29.01.2022, 09.00 – 15.00

 

Das „Ignatianische Jahr“ 2021/22 erinnert an die dramatische Wende im Leben des hl. Ignatius von Loyola vor 500 Jahren. In seiner Verwundung und der langwierigen Genesung bahnt sich eine grundlegende Neuorientierung im Leben des baskischen Adeligen an. Die Verletzung markiert eine Zäsur; der Glaubensweg wird zu einer Umwertung der ritterlichen Werte.

 

Der Blick auf Ignatius und auf andere Christen, deren Leben eine Konversion erfahren hat, lässt nach der biographischen Bedingtheit des Glaubens fragen: Welche Veränderungen im Menschen impliziert das Christwerden? Was bedeutet eine „zweite Bekehrung“?

 

Das Verständnis des Glaubens als Bruch ermöglicht es, den Ereignischarakter des Glaubens und die Transzendenz Gottes in der Biographie eines Menschen fassbar zu machen. Zugleich jedoch droht ein solches Verständnis, Kontinuitäten zu übersehen, die Glaubensentscheidung zum Dezisionismus zu überhöhen oder gar ein fundamentalistisches und gewaltaffines Glaubensverständnis zu begünstigen. Wie also verhalten sich also Umbruch, Neuorientierung und biographische Kontinuität zueinander?

 

Die biographische Bedingtheit christlichen Glaubens hat nicht zuletzt eine interreligiöse Dimension. Einzelne Christinnen und Christen wenden sich aus ganz unterschiedlichen Anlässen einer zweiten religiösen Tradition zu und erfahren dies als eine „Bekehrung“ im Sinne einer tieferen Hinwendung zu Gott. Andere wiederum deuten eine solche Hinwendung als eine Abkehr vom rechten Weg oder gar von Gott. Auch in interreligiöser Perspektive also stellt sich die Frage nach dem Verständnis von Bekehrung wie auch danach, was christliche Identität im Letzten ausmacht.

Literatur

wird beim Vorbereitungstreffen bekannt gegeben

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Das Seminar besteht aus folgenden Einheiten:

 

- kurze Vorbesprechung am 08.11., 13.15 Uhr,

 

- eintägiges Einführungstreffen 11. Dezember 2021 (3 x 90 min),

 

- Teilnahme an der Tagung: 6.-8. Januar 2022,

 

- eintägiges Reflexionstreffen am 29. Januar 2022 (3 x 90 min).

 

63

Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3 Ph
2 st. - 3 LP

Mo 16.15 – 17.50

 

Das Kolloquium möchte zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Dies soll die Grundlage für alle weiteren philosophischen und theologischen Spezialfragen im Studium bilden. Dazu werden wir Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

 

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung sehr empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

64

Theologische Anthropologie I

Ansorge

V G M6
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10

in der zweiten Semesterhälfte

(ab dem 15.12.2021)

 

An der Schwelle zum 21. steht die Menschheit am Beginn des "Anthropozäns": Menschen beeinflussen nicht nur nachhaltig die außermenschliche Natur, sondern greifen auch in die menschliche Natur selbst ein. Eine "theologische Anthropologie" muss dazu Stellung nehmen. Sie befasst sich dazu im Wesentlichen mit Themen, die früher unter dem Stichwort "Gnadenlehre" erörtert wurden. Nicht nur geht es dabei um die Beziehung zwischen Gott und Mensch sowie deren Gefährdung durch die Sünde. Darüber hinaus muss sich die theologische Anthropologie mit philosophischen und naturwissenschaftlichen Menschenbildern und deren praktischen Implikationen auseinandersetzen.

Literatur

Benedikt Paul Göcke, Designobjekt Mensch. Die Agenda des Transhumanismus auf dem Prüfstand, Freiburg - Basel - Wien 2018.

Yuval Noaḥ Harari, 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert, München 2019.

Erwin Dirscherl, Grundriss theologischer Anthropologie. Die Entschiedenheit des Menschen angesichts des Anderen, Regensburg 2006.

Gerhard Ludwig Müller, Katholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg - Basel - Wien 1995, 105-154.

Johannes Paul II., Wer ist der Mensch? Skizzen zur Anthropologie, München 2011.

Gerhard Sauter, Das verborgene Leben. Eine theologische Anthropologie, Gütersloh 2011.

Thomas Pröpper, Theologische Anthropologie, 2 Bde., Freiburg - Basel - Wien 2011.

Jürgen van Oorschot, Der Mensch als Thema theologischer Anthropologie. Beiträge in interdisziplinärer Perspektive, Neukirchen-Vluyn 2010.

Christian Thies, Einführung in die philosophische Anthropologie (2004), 2. Aufl., Darmstadt 2009.

Erwin Dirscherl (Hrsg.), In Beziehung leben. Theologische Anthropologie, Freiburg - Basel - Wien 2008.

Wolfgang Schoberth, Einführung in die theologische Anthropologie, Darmstadt 2006.

Otto-Hermann Pesch, Frei sein aus Gnade. Theologische Anthropologie, Freiburg - Basel - Wien 1983.

Wolfhart Pannenberg, Anthropologie in theologischer Perspektive, Göttingen 1983.

Ulrich H.J. Körtner, "Lasset uns Menschen machen". Christliche Anthropologie im biotechnologischen Zeitalter, München 2005.

Edith Stein, Was ist der Mensch? Theologische Anthropologie (Gesamtausgabe, Bd. 15), Freiburg - Basel - Wien 2005.

José Comblin, Das Bild vom Menschen (Bibliothek Theologie der Befreiung), Düsseldorf 1987.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

65

Schöpfungstheologie I

Ansorge

V G M6
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Als Papst Franziskus 2015 seine Enzyklika "Laudato Si'" veröffentlichte, war von einer "Generation Greta" noch keine Rede. Inzwischen ist die Ökologie zu einem Lackmustext politischer Programme geworden. Auch theologisch ist "Schöpfung" kein Randthema. Als umfassende, biblisch begründete Interpretation der Welt hat sich die Schöpfungstheologie nicht nur mit ökologischen Herausforderungen, sondern auch mit alternativen Weltdeutungen auseinander zu setzen. Hierzu zählen in erster Linie die Naturwissenschaften, aber auch naturalistische Philosophien und materialistische Anthropologien. Einer Auseinandersetzung mit der Evolutionstheorie kann die Schöpfungstheologie ebenso wenig ausweichen wie Fragen nach dem Verhältnis von Zeit und Ewigkeit. Angesichts des Leidens in der Welt schließlich stellt sich der Schöpfungstheologie die Theodizeefrage.

Literatur

Klaus Krämer / Klaus Vellguth (Hrsg.), Schöpfung. Miteinander leben im gemeinsamen Haus, Freiburg u.a. 2017.

Papst Franziskus, Enzyklika "Laudato si'" über die Sorge für das gemeinsame Haus, Vatikan 2015.

Hermann Stinglhammer, Einführung in die Schöpfungstheologie, Darmstadt 2011.

Alexius J. Bucher (Hrsg.), Evolution im Diskurs. Grenzgespräche zwischen Naturwissenschaft, Philosophie und Theologie, Regensburg 1998.

Konrad Schmid, Schöpfung (Themen der Theologie 4), Tübingen 2012.

Renold Blank, Gott und seine Schöpfung, Zürich 2011.

Ulrich Lüke (Hrsg.), Evolution der Offenbarung – Offenbarung der Evolution (QD 249), Freiburg – Basel – Wien 2012.

Gregor Predel, Schöpfungslehre (Gegenwärtig – glauben – denken, Bd. 4), Paderborn 2015.

Hans Kessler, Evolution und Schöpfung in neuer Sicht, Kevelaer, 3. Aufl. 2010.

Petra Kolmer (Hrsg.), Gott und Natur. Philosophische Positionen zum aktuellen Streit um die Evolutionstheorie, München 2011.

Joseph Ratzinger, Gottes Projekt. Nachdenken über Schöpfung und Kirche, Regensburg 2009, 12-92.

Franz Gruber, Im Haus des Lebens. Eine Theologie der Schöpfung, Regensburg 2001.

Alex Stock, Poetische Dogmatik: Schöpfungslehre, Bd. 1: Himmel und Erde, Paderborn 2010; Bd. 2: Menschen, Paderborn 2013.

Christina Link, Schöpfung. Ein theologischer Entwurf im Gegenüber von Naturwissenschaft und Ökologie, Neukirchen 2012.

Jürgen Moltmann, Gott in der Schöpfung. Ökologische Schöpfungslehre, München 1985.

Medard Kehl, Schöpfung. Warum es uns gibt, Freiburg – Basel – Wien 2010.

Medard Kehl / Dirk Ansorge, Und Gott sah, dass es gut war. Eine Theologie der Schöpfung, Freiburg – Basel – Wien, 3. Aufl. 2018.

Lars Klinnert (Hrsg.), Zufall Mensch? Das Bild des Menschen im Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, Darmstadt 2007.

Peter Neuner (Hrsg.), Naturalisierung des Geistes – Sprachlosigkeit der Theologie? Die Mind-Brain-Debatte und das christliche Menschenbild (QD 205), Freiburg – Basel – Wien 2003.

Stephan Otto Horn u.a. (Hrsg.), Schöpfung und Evolution. Eine Tagung mit Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo, 2007.

Bernd Janowski (Hrsg.), Schöpfungsglaube vor der Herausforderung des Kreationismus, Neukirchen 2010.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

66

Pivotal topics of Christian Theology

(in Englisch)

Ansorge

V/Koll A G
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Theology is a reflection on God and his salvific work guided by human reason. It does not take place unaffected by cultural circumstances, but always with regards to conceptual constellations of a respective time. Presenting and discussing important texts of Christian theology, the tutorial provides an overview of the history of Christian theology and focusses on its magisterial turning points. It presents and discusses pivotal topics of theology within the framework of their respective times.

Literatur

Alister E. McGrath, Christian Theology. An Introduction, Blackwell: Hoboken (NJ) 1994.

Alister E. McGrath, Historical Theology. An Introduction to the History of Christian Thought, Blackwell: Hoboken (NJ), 2nd ed. 2012.

John M. Frame, A History of Western Philosophy and Theology, Phillipsburg (NJ) 2015.

Jonathan Hill, The History of Christian Thought, Oxford 2003.

Tony Lane, A Concise History of Christian Thought, Baker-Academic 2006.

William C. Placher / Derek E. Nelson, A History of Christian Theology, Westminster, 2nd ed. 2013.

Diarmaid MacCulloch, Christianity: The First Three Thousand Years, London: Penguin, 2010.

David F. Ford / Mike Higton (Eds.), The Modern Theologians Reader, Blackwell 2011.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

67

Oberseminar für Studierende im Lizentiats- und Doktoratsstudium

Ansorge / Vechtel

persönliche Einladung erforderlich

OS A
1 st. - 4 LP

Termine werden noch bekannt gegeben

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

(wird jeweils zur einzelnen Sitzung gesondert bekannt gegeben)

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Moraltheologie

 

68

Moraltheologische Fragen einer Theologischen Anthropologie

Koller

V G M6
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Christ*innen sehen sich in den Auftrag gestellt, als Ebenbild Gottes in dieser Welt zu handeln. Doch was heißt das konkret? Antworten auf diese Frage werden auf der Grundlage des Schlüsselkonzepts „Menschenwürde“ mit Blick auf Einzelprobleme aus zwei Bereichen der Moraltheologie erschlossen: Einerseits wird die Lebensethik in den Blick genommen. Denn medizinische Entscheidungssituationen am Beginn und Ende des Lebens führen gegenwärtig unausweichlich zur Frage: Was dürfen wir tun? Kriterien und Begründungen für ethisch gerechtfertigtes Handeln werden für ausgewählte Fragen (z.B. künstliche Befruchtung, Schwangerschaftsabbruch, Sterbehilfe) aufgezeigt. Andererseits werden Grundzüge der Sexualethik behandelt. Der Sexualität wird in der gegenwärtigen Gesellschaft eine große Bedeutung für erfülltes Leben beigemessen. Von der kirchlichen Sexualmoral erwarten sich aber viele nichts Positives; die Morallehre der Kirche im Bereich der Sexualität trifft häufig auf Unverständnis und Ablehnung. Auch in der katholischen Kirche ist seit längerer Zeit die Frage einer Weiterentwicklung der Sexualmoral in Diskussion. Mit Themen wie Gender, Homosexualität und verantwortete Elternschaft werden aktuelle Fragen ausgewählt und moraltheologische Begründungswege aufgezeigt.

Literatur

Bormann, Franz-Josef (Hg.), Lebensbeendende Handlungen. Ethik, Medizin und Recht. Zur Grenze von „Töten“ und „Sterbenlassen“, Berlin – Boston 2017.

Breitsameter, Christof / Goertz, Stephan, Vom Vorrang der Liebe. Zeitenwende für die katholische Sexualmoral, Freiburg i. Br. u.a. 2020.

Ernst, Stephan, Am Anfang und Ende des Lebens. Grundfragen medizinischer Ethik, Freiburg i. Br. u.a. 2020.

Fraling, Bernhard, Sexualethik. Ein Versuch aus christlicher Sicht, Paderborn u.a. 1995.

Goertz, Stephan / Witting, Caroline (Hg.), Amoris laetitia – Wendepunkt für die Moraltheologie?, Freiburg i. Br. u.a. 2016.

Hilpert, Konrad (Hg.), Zukunftshorizonte katholischer Sexualethik, Freiburg i. Br. u.a. 2011 (QD 241).

Schockenhoff, Eberhard, Die Kunst zu lieben. Unterwegs zu einer neuen Sexualethik, Freiburg i. Br. u.a. 2021.

Schockenhoff, Eberhard, Ethik des Lebens. Grundlagen und neue Herausforderungen, Freiburg i. Br. u.a. ²2013.

Themenheft „Kinder, Kinder. Ethische Konflikte am Lebensanfang“. Herder Korrespondenz Spezial 1/2017.

Weitere Literaturhinweise zu den einzelnen Teilthemen werden in der Vorlesung gegeben.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

69

Allgemeine Moraltheologie

Koller

V G M12 S1a
2 st. - 4.5 LP (für M12) / 3 LP (für S1a)

Do 08.45 – 10.20

 

Die Allgemeine Moraltheologie beschäftigt sich mit den Grundlagen der theologischen Ethik. Dabei spielen die Konzepte von Freiheit und Autonomie eine zentrale Rolle. In der Vorlesung wird deren Bedeutung für die Konzeption der Moraltheologie vorgestellt. Auf dieser Grundlage werden Kernfragen behandelt: Wie ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft zu bestimmen? Worin liegt die besondere ethische Kompetenz der Kirche? Was sind die Quellen moraltheologischer Erkenntnis? Zudem werden sowohl Normtheorien als auch die Schlüsselbegriffe Gewissen, Schuld und Sünde bearbeitet.

Literatur

Demmer, Klaus, Moraltheologische Methodenlehre, Freiburg i. Br. u.a. 1989.

Ernst, Stephan, Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

Merks, Karl-Wilhelm, Theologische Fundamentalethik, Freiburg i. Br. u.a. 2020.

Römelt, Josef, Christliche Ethik in moderner Gesellschaft. Grundlagen, Freiburg i. Br. u.a. 2008.

Rosenberger, Michael, Frei zu leben. Allgemeine Moraltheologie, Münster 2018.

Schockenhoff, Eberhard, Grundlegung der Ethik. Ein theologischer Entwurf. 2., überarb. Aufl., Freiburg i. Br. u.a. 2014.

Schockenhoff, Eberhard, Theologie der Freiheit, Freiburg i. Br. 2007.

Weitere Literaturhinweise werden in der Vorlesung gegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

70

Kolloquium zur Vorlesung "Allgemeine Moraltheologie"

Koller

Koll M12
1 st. - 0 LP

Do 13.30 – 14.15

 

Das Kolloquium ist eine Vertiefung zur zugehörigen Vorlesung und bietet die Möglichkeit, ausgewählte Grundlagentexte (v.a. Texte der Pflichtlektüre) zu diskutieren. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend, aber empfohlen.

Literatur

Die Literatur wird beim ersten Termin vorgestellt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Pastoraltheologie

 

80

Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion

W. Beck

V G M21
2 st. - 4.5 LP

Mi 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung geht grundlegenden menschlichen Erfahrungen als Daseinsrisiken nach: Krisen in Krankheits-, Schuld-, Trauer- und Unsicherheitserfahrungen. Ausgehend von der zentralen pastoraltheologischen Ausrichtung auf die Biographie als theologiegenerativer Ort werden einzelne pastorale Handlungsfelder in den Blick genommen.

Literatur

• Schäfer, Julia, Tod und Trauer in der modernen Gesellschaft. Perspektiven einer alternativen Trauer- und Bestattungskultur, Stuttgart 2011.

 

• Fangerau, Heiner / Labisch, Alfons, Post und Corona. Pandemien in Geschichte, Gegenwart und Zukunft, Freiburg/B. 2020.

 

• Gmelch, Michael, Refugees welcome. Eine Herausforderung für Christen, Würzburg 2016.

 

• Luther, Henning, Religion und Alltag. Bausteine zur einer Praktischen Theologie des Subjekts, Stuttgart 2014.

 

• Gross-Dinter, Ursula / Feuser, Florian / Ramos Méndez-Sahlender, Carmen (Hg.), Zum Umgang mit Migration. Zwischen Empörungsmodus und Lösungsorientierung, Bielefeld 2017.

 

• Eckholt, Margit, Gast eines Anderen werden. Glaubensanalyse mit Michel de Certeau in Zeiten interkultureller und interreligiöser Begegnungen, Ostfildern 2020.

 

• Enxing, Julia (Hg.), Schuld. Theologische Erkundungen eines unbequemen Phänomens, Ostfildern2 2015.

 

• Krämer, Klaus / Vellguth, Klaus (Hg.), Migration und Flucht. Zwischen Heimatlosigkeit und Gastfreundschaft, Freiburg i.B. 2018.

 

• Krämer, Klaus / Vellguth, Klaus (Hg.), Religion und Gewalt. Konflikt- und Friedenspotential, Freiburg/B. 2018.

 

• Krieger, Walter / Sieberer, Balthasar (Hg.), Migration und Integration: Pastorale Herausforderungen und Chancen, Linz 2013.

 

• Wittwer, Héctor, Der Tod. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, Stuttgart 2014.

 

• Znoj, Hansjörg: Trauer und Trauerbewältigung, Psychologische Konzepte im Wandel, Stuttgart 2012.

 

• Ströbele, Christian / Gharaibeh, Mohammad / Middelbeck-Varwick, Anja / Dziri, Amir (Hg.): Migration, Flucht, Vertreibung. Orte islamischer und christlicher Theologie, Regensburg 2018.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

81

Leben in Ruinen? - Konzepte der Kirchennachnutzung in pastoraltheologischer Reflexion

W. Beck

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Vorbesprechung und Abendveranstaltung:

Mi 27.10.2021, 18.00 – 21.30 Fr 03.12.2021, 14.30 – 17.00 Sa 04.12.2021, 10.00 – 16.00 Fr 21.01.2022, 14.30 – 17.45 Sa 22.01.2022, 10.00 – 16.00

 

Die großen Kirchen in Deutschland stehen aufgrund ihrer abnehmenden Mitgliederzahlen und wirtschaftlicher Herausforderungen vor einem grundlegenden Strukturwandel. Dazu gehört in den meisten Diözesen auch die Reduzierung ihres Immobilienbestandes, auch der Kirchengebäude.

Die Gestaltung dieses Prozesses gehört für Theolog*innen zu einem wichtigen pastoralen Handlungsfeld und wird Fragen hinsichtlich des kirchlichen Selbstverständnisses auf und ist damit Gegenstand pastoraltheologischer Reflexionen.

Das Seminar beginnt mit einer Abendveranstaltung am 27.10.2021 in der Aula des Hochschulgebäudes und wird von einer Ausstellung der Wüstenrot-Stiftung zu einer Vielzahl von Beispielen kirchlicher Nachnutzungen begleitet.

Das Seminar findet als Blockseminar statt und wird auch konkrete Beispiele pastoraler Entwicklung von Nachnutzungskonzepten in Frankfurt nachgehen.

Literatur

• Gerhard, Albert / Wildt, Kim de (Hg.), Der sakrale Ort im Wandel, Würzburg 2015.

• Gigl, Maximilian, Sakralbauten. Bedeutung und Funktion in säkularer Gesellschaft, Freiburg/B. 2020.

• Sigrist, Christoph (Hg.), Kirchen. Macht. Raum. Beiträge zu einer kontroversen Debatte, Zürich 2010.

• Erne, Thomas / Schüz, Peter (Hg.), Die Religion des Raumes und die Räumlichkeit der Religion, Göttingen 2010.

• Büchse, Angelika / Fendrich, Herbert / Reichling, Philipp / Zahner, Walter (Hg.), Kirchen – Nutzung und Umnutzung. Kulturgeschichtliche, theologische und praktische Reflexionen, Münster 2012.

• Kopp, Stefan, Der liturgische Raum in der westlichen Tradition. Fragen und Standpunkte am Beginn des 21. Jahrhunderts, Berlin 2011.

• Keller, Manfred / Vogel, Kerstin, Erweiterte Nutzung von Kirchen – Modell mit Zukunft, Berlin – Münster 2008.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

82

Oberseminar Pastoraltheologie für Studierende im Lizentiatsstudium, Promotionsstudium oder mit dem Projekt für eine Magisterarbeit

W. Beck

OS A - 4 LP

Termine werden im Semester festgelegt

 

Das Oberseminar ist für Studierende konzipiert, die in den Fächern Pastoraltheologie oder Homiletik eine Magister-, Lizentiats- oder Dissertationsarbeit erstellen.

Das Oberseminar wird als Forschungskolloquium in Kooperation mit den praktisch-theologischen Lehrstühlen der KH-Mainz durchgeführt.

Im Rahmen des Seminars werden aktuelle Arbeiten und Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

83

Religionsdidaktik in Praxis und Theorie

Kießling / Sehr

Anmeldung bitte so bald wie möglich, spätestens jedoch bis 17.09.2021, an sehr@sankt-georgen.de

Ü M21
3 st. - 4.5 LP

Fr 22.10.2021, 14.00 – 17.00

Fr 29.10.2021, 14.00 – 19.00

Sa 30.10.2021, 09.00 – 17.00

Fr 19.11.2021, 14.00 – 19.00

Sa 20.11.2021, 09.00 – 17.00

Fr 10.12.2021, 14.00 – 19.00

Fr 11.02.2022, 14.00 – 19.00

 

Religionsdidaktik versteht sich als religionspädagogische Theorie der Vermittlung und der Inszenierung insbesondere im schulischen Religionsunterricht, in dem es um das Arrangement von Methoden, Medien und Inhalten, aber auch um Ziele geht.

Es ist die Intention des Seminars, den Studierenden erste Erfahrungen im Lehren zu ermöglichen und zu einer experimentellen Haltung gegenüber einer Lehrtätigkeit zu ermutigen. Wie zu jeder Kunst, so gehört auch zur Religionsdidaktik eigene Erfahrung, Übung und Reflexion. Dafür bietet diese Veranstaltung Zeit und Raum, Unterrichtsbeobachtung und eigenes Unterrichten bilden dabei integrale Bestandteile.

Im Mittelpunkt stehen die impliziten Handlungskonzepte der Studierenden. Sie bilden das Potenzial, das es zu entfalten gilt. Aus diesem Grund kommt Feedback-Verfahren eine zentrale Bedeutung zu. Es sind Lehr-Lern-Situationen vorgesehen, die die Wirkung der eigenen Äußerungen und Tätigkeiten auf andere erfahrbar und kommunizierbar machen.

Die schulpraktischen Tätigkeiten werden meist in Zweier-Teams durchgeführt, jeweils in Zusammenarbeit mit den begleitenden Lehrerinnen und Lehrern. Hierfür sind individuelle Termine an Frankfurter und Offenbacher Schulen einzuplanen.

In Sankt Georgen findet die Veranstaltung an drei Halbtagsterminen und zwei Blöcken statt. Zwischen dem ersten und dem zweiten Block sind die Hospitationen (8 Stunden) platziert. Danach üben sich die Studierenden in den selbst geplanten Unterrichtsstunden (3-4 Stunden). Die Zeit der Übung erstreckt sich ausschließlich auf das Wintersemester. Alle Anerkennungsfragen müssen bis zur Anmeldung zur Übung abschließend geklärt sein.

 

Literatur

Rolf ARNOLD (2011): Wie man ein Kind erzieht, ohne es zu tyrannisieren. 29 Regeln für eine kluge Erziehung, Heidelberg.

Rudolf DREIKURS (2003): Psychologie im Klassenzimmer, Stuttgart.

Harriet GANDLAU (2011): Wie Religion unterrichten? Grundlagen und Bausteine für einen qualifizierten Unterricht. Ein Werkbuch für Ausbildungslehrer/innen und Berufsanfänger/innen, München.

Christian GRÜNING (2109): Garantiert erfolgreich lernen. Wie Sie Ihre Lese- und Lernfähigkeit steigern, München.

Andreas GRUSCHKA (2002): Didaktik. Das Kreuz mit der Vermittlung, Wetzlar.

Frieder HARZ (2010): Kinder & Religion. Was Erwachsene wissen sollten, Seelze.

Rüdiger KALDEWEY; Frank W. NIEHL (2012): Grundwissen Religion. Begleitbuch für Religionsunterricht und Studium, München.

Georg HILGER; Stephan LEIMGRUBER; Hans-Georg ZIEBERTZ; Matthias BAHR (Hg.) (2003): Religionsdidaktik. Ein Leitfaden für Studium, Ausbildung und Beruf, München.

Reinhold MILLER (2017): Als Lehrer souverän sein. Von der Hilflosigkeit zur Autonomie, Weinheim.

Burkard PORZELT; Alexander SCHIMMEL (Hg.) (2015): Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn.

Hans SCHMID (2012): Die Kunst des Unterrichtens. Ein praktischer Leitfaden für den Religionsunterricht, München.

Bernd SCHRÖDER (2012): Religionspädagogik, Tübingen.

Klaus W. VOPEL (2018) Power-Pausen. Leichter lernen durch Bewegung, Salzhausen.

Todd WHITAKER (2009): Was gute Lehrer anders machen. 14 Dinge, auf die es wirklich ankommt, Weinheim.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

84

Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess III

Kießling

OS A
2 st. - 4 LP

Fr 12.11.2021, 14.00 – 21.00

Sa 13.11.2021, 09.00 – 16.00

Fr 04.02.2022, 14.00 – 21.00

Sa 05.02.2022, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, S. 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (ebd., S. 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2021 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

85

Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 19.11.2021, 10.30 – 16.00

weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2021 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

84

Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess III

Kießling

OS A
2 st. - 4 LP

Fr 12.11.2021, 14.00 – 21.00

Sa 13.11.2021, 09.00 – 16.00

Fr 04.02.2022, 14.00 – 21.00

Sa 05.02.2022, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, S. 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (ebd., S. 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2021 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

85

Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 19.11.2021, 10.30 – 16.00

weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2021 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

87

Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

OS A
2 st. - 4 LP

Termine und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das einzelne Supervisand*innen schriftlich oder mündlich einbringen, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleg*innen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei stellen sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisand*innen einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3–29.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69–112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Themenhefte Personzentriertes Coaching: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Themenheft Personzentrierte Supervision in der Praxis: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 48 (2017) Heft 1.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Dieses Oberseminar richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 15. Oktober 2021 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Homiletik

 

88

Homiletik I (Einführung)

W. Beck

HS M11
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05

 

In bemerkenswerter Breite ist Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ auf die Bedeutung der Homilie im Leben der Kirche und die Notwendigkeit einer angemessenen Predigtvorbereitung eingegangen: „Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht. Diese Sorge entspricht nicht einer opportunistischen oder diplomatischen Haltung, sondern ist zutiefst religiös und pastoral.“ (Art. 154/120).

 

Bei der Annäherung an die Homiletik als „ars praedicandi“ und einem ersten Erstellen von Predigtskizzen und -entwürfen gilt es, die Predigt als pastoralen Ernstfall einer Konfrontation von Existenz und Wort Gottes wahrzunehmen und damit das wichtigste Instrument kirchlicher Verkündigung einzuüben, das in Bedeutung und Wirkung in katholischen Kontexten oft unterschätzt wird.

 

In einem ersten Schritt erfolgt eine Einübung in die Erstellung einer Gemeindepredigt nach Rolf Zerfaß mit dem Erstellen eines Predigttextes.

 

Insbesondere der Weg vom Predigttext zum Predigen in Form der Freien Predigt liegt im Fokus des Seminars.

 

 

Literatur

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

- Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

- Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

- Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

- Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

- Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

89

Homiletik I (Einführung)

Hoyer

HS M11
2 st. - 3 LP

Fr 22.10.2021, 14.00 – 18.00

Sa 23.10.2021, 09.00 – 16.00

Fr 28.01.2022, 14.00 – 18.00

Sa 29.01.2022, 09.00 – 16.00

 

„Was mich unablässig bewegt, ist die Frage, was das Christentum oder auch wer Christus heute für uns eigentlich ist. Die Zeit, in der man das den Menschen durch Worte – seien es theologische oder fromme Worte – sagen könnte, ist vorüber, ebenso die Zeit der Innerlichkeit und des Gewissens, und d.h. eben die Zeit der Religion überhaupt. Wir gehen einer völlig religionslosen Zeit entgegen; die Menschen können einfach, so wie sie nun einmal sind, nicht mehr religiös sein.“(30.04.1944) Das schreibt Dietrich Bonhoeffer 1944 aus dem Konzentrationslager. Er ist überzeugt, „daß man erst in der vollen Diesseitigkeit des Lebens glauben lernt […], nämlich in der Fülle der Aufgaben, Fragen, Erfolge und Mißerfolge, Erfahrungen und Ratlosigkeiten […], ich denke, das ist Glaube, […] und so wird man ein Mensch, ein Christ.“ (21.7.1944)

 

Corona ist eine Krise, die Krisen verstärkt. Wann, wenn nicht jetzt ist über den Wandel der Anforderungen an Predigt, Sprache, Liturgien nachzudenken. Die Schätze der christlichen Tradition sind zu betrachten und zu übergeben in die Kontexte der Gegenwart. „Es geht darum, die Botschaft des biblischen Textes mit einer menschlichen Situation zu verbinden, mit etwas aus ihrem Leben, mit einer Erfahrung, die das Licht des Wortes Gottes braucht,“ schreibt Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ Art. 154/120 zur Homilie.

Welche Sprache sollten Predigten heute haben, damit sie ankommen? Wen wollen Sie erreichen? Von welchem Gott, welchen Werten, welcher Moral, welchem Glauben sprechen wir?

Welche menschlichen Situationen brauchen das Licht des Wortes? Welche Worte der Botschaft Jesu, welche eigenen Worte lassen sich dafür finden?

Literatur

Bethge, Eberhard, Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, Neuausgabe München 1985.

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn 8 2008.

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

Pock, Johann / Feeser-Lichterfeld, Ulrich (Hg.), Trauerrede in postmoderner Trauerkultur, Münster 2011.

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 10 Studierende begrenzt. Das Seminar findet in der Villa Gründergeist im Gärtnerweg 62 in Frankfurt www.villa-gruendergeist.de.

Seminartermine:

22.10.2021 14.00 bis 19.00 Uhr

23.10.2021 08.30 bis 15.30 Uhr

28.01.2022 14.00 bis 19.00 Uhr

29.01.2022 08.30 bis 15.30 Uhr

Bitte schreiben Sie mir an hoyer@sankt-georgen.de, wenn Sie teilnehmen möchten. Weitere Informationen folgen.

 

90

Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten

W. Beck

Ü M21
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Ziel der Übung ist die Ausarbeitung einer Predigt für eine Hl. Messe sonntags in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die ÜbungsteilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. In einem zweiten Durchgang haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre ggf. modifizierte Predigt noch einmal zur Diskussion zu stellen. Den Abschluss bildet eine konkrete, praxisorientierte Anwendung.

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

- Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

- Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

- Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

- Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Liturgiewissenschaft

 

92

Kirchenjahr - Feiern im Rhythmus des Jahres

Bieringer

V G M22
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Das Christentum strukturiert die Zeit und prägt damit bis heute unseren Lebensrhythmus: von der Siebentagewoche bis hin zur Einteilung des Jahres in Festzyklen mit Fastenzeiten und Feiertagen. Die Liturgie der Kirche knüpft dafür an natürliche (Tag, Jahr) wie an soziale (Woche) Zeitrhythmen an, um sie für eine religiöse Sinngebung zu öffnen. So werden anthropologische Grundgegebenheiten mit der Botschaft des Glaubens verknüpft. Auch wenn heute die Bedeutung der kirchlichen Zeitorganisation vielschichtigen Wandlungsprozessen unterworfen ist, kann die kulturelle Prägung des Abendlandes durch diese Verbindung nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Die Vorlesung nimmt ihren Ausgang bei der anthropologischen und kulturellen Fragestellung nach Mensch und Zeit. Im weiteren Verlauf kommt die Entfaltung des Pascha-Mysteriums auf der Ebene der Woche (der Sonntag als christlicher Ur-Feiertag) und des Jahres in den Blick, wobei historische, systematische und pastorale Gesichtspunkte zu betrachten sind. Im Mittelpunkt stehen die beiden großen Festkreise des Herrenjahres (Osterfestkreis, Weihnachtsfestkreis). Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Heiligenfesten und Ideenfesten.

Literatur

Hansjörg Auf der Maur, Feiern im Rhythmus der Zeit I: Herrenfeste in Woche und Jahr (Gottesdienst der Kirche 5), Regensburg 1983.

Thomas J. Talley, The Origins of the Liturgical Year, Collegeville 2. Aufl. 1991.

Hansjörg Auf der Maur, Feste und Gedenktage der Heiligen, in: Feiern im Rhythmus der Zeit II/1 (Gottesdienst der Kirche 6/1), Regensburg 1994.

Adolf Adam, Das Kirchenjahr mitfeiern, Freiburg 1989 5. Aufl. 1991.

Karl-Heinrich Bieritz, Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart (Neu bearbeitet und erweitert von Christian Albrecht), München 9. Aufl. 2014.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Do 08.45 – 10.20

Kirchenrecht

 

95

Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht? – Grundfragen des Verhältnisses von Staat und Religion

Meckel

V G M12
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.10

in der ersten Semesterhälfte

(bis zum 08.12.2021)

 

Das Staatskirchenrecht wird nicht selten als Relikt, als Fremdkörper vergangener Zeiten und ungerechtfertigtes Privileg der Kirchen in einem modernen freiheitlichen Staat betrachtet, dessen Aufgabe es sei, Religion im öffentlichen Raum zu minimieren. Im Gegenteil sichert Art. 4 GG die positive und negative Religionsfreiheit und auch die individuelle und korporative sowie die private und öffentliche Religionsfreiheit. So spannt der neutrale Staat einen Rahmen nicht nur der Freiheit von Religion, sondern auch der Freiheit zur Religion auf, der Religionsausübung im öffentlichen Raum ermöglicht und gewährleistet. Die Vorlesung beantwortet die Frage, wie sich das rechtliche Verhältnis von Staat und Religion in Deutschland tatsächlich gestaltet, das auf den drei Säulen der Neutralität des Staates, der Religionsfreiheit und des Selbstbestimmungsrechts fußt. Neben den religionsrechtlichen Grundfragen werden auch Einzelfragen behandelt, wie etwa der Religionsunterricht, der Körperschaftsstatus der Religionsgemeinschaften, die Kirchensteuer und die Staatsleistungen, das kirchliche Dienst- und Arbeitsrecht, die Anstaltsseelsorge, der Schutz der Sonn- und Feiertage etc.

Literatur

Campenhausen, Axel von – de Wall, Heinrich, Staatskirchenrecht. Eine systematische Darstellung des Religionsverfassungsrechtes in Deutschland und Europa. Ein Studienbuch, München 4. Auflage 2006; Classen, Claus Dieter, Religionsrecht, Tübingen 2. Auflage 2015; Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland, hg. v. D. Pirson – W. Rüfner, 3 Bde., Berlin 3. Auflage 2020; Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall, 4 Bde., Paderborn 2019-2021; Meckel, Thomas, Religionsunterricht im Recht. Perspektiven des katholischen Kirchenrechts und des deutschen Staatskirchenrechts, Paderborn – München – Wien – Zürich 2011 (KStKR 14); Unruh, Peter, Religionsverfassungsrecht, Baden-Baden 3. Auflage 2015; Winter, Jörg, Staatskirchenrecht der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung mit kirchenrechtlichen Exkursen, Köln 2. Auflage 2008.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

96

Kolloquium zur Vorlesung „Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht? – Grundfragen des Verhältnisses von Staat und Religion“

Jünger

Koll G
1 st.

Mi 13.30 – 14.15

 

Das Kolloquium gibt die Möglichkeit, den Stoff der Vorlesung "Vom Staatskirchenrecht zum Religionsrecht? - Grundfragen des Verhältnisses von Staat und Religion" für die Prüfungsvorbereitung zu repetieren und damit zusätzlichen Raum für Fragen und Diskussion.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

97

Was Gott verbunden hat ... – Das katholische Ehe- und Eheprozessrecht

Meckel / Jünger

Ü G M22
2 st. - 3 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen… Die Übung führt in die grundlegenden Fragen des Ehe- und Eheprozessrechts der katholischen Kirche ein. Wann ist eine Ehe aus kirchenrechtlicher Sicht gültig geschlossen? Auf welchen Säulen fußt das Eherecht der katholischen Kirche? Unter welchen Bedingungen ist eine konfessionsverschiedene oder religionsverschiedene Eheschließung möglich? Gibt es eine sogenannte ökumenische Trauung? Warum und wie werden Ehen für nichtig erklärt oder aufgelöst? Die Übung führt durch die Beantwortung der oben beispielhaft genannten und weiterer Fragen in die Grundlagen des katholischen Eherechts, insbesondere in die rechtlichen Regelungen zu den Ehehindernissen, zum Ehekonsens und zur kanonischen Formpflicht sowie in das Eheprozessrecht ein. Anhand der Lösung und Besprechung von eherechtlichen Themen und Fällen wird neben der theoretischen auch in die praktische Anwendung des Eherechts eingeführt.

Literatur

Einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall, 4 Bde., Paderborn 2019-2021; Althaus, Rüdiger – Prader, Joseph – Reinhardt, Heinrich J.F., Das kirchliche Eherecht in der seelsorgerischen Praxis, Essen 5. Auflage 2014; Aymans, Winfried – Mörsdorf, Klaus, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici Bd. 3 Verkündigungsdienst und Heiligungsdienst, Paderborn – München – Wien – Zürich 2007, 325-534; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1243-1432; Lüdicke, Klaus, “Dignitas Connubii“. Die Eheprozessordnung der katholischen Kirche. Text und Kommentar, Essen 2005; ders., Die Nichtigerklärung der Ehe - Materielles Recht, Essen 2012; Müller, Ludger, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex iuris canonici. Das kirchliche Ehenichtigkeitsverfahren nach der Reform von 2015. Ergänzungsband, Paderborn 2017; Reinhardt, Heinrich J. F., Die kirchliche Trauung, Essen 4. Auflage 2020; Sebott, Reinhold, Das neue kirchliche Eherecht, Frankfurt 3. Auflage 2005.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

98

Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

OS G
2 st. - 4 LP
 

Das Oberseminar besteht aus zwei Teilen. Zum einen dient es der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten und zum anderen der vertieften Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Teilnahme auf Einladung des Dozenten.

Griechisch

 

100

Griechisch I

Hühne

SK G
5 st.

Mo 08.45 – 10.20

Mi 15.15 – 16.00

Do 10.35 – 12.10

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil I dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. D. Häußer/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 1. Aufl., 2019 (ISBN 978-3-7655-9356-7).

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

101

Griechisch Ib

Hühne

SK G
3 st.

Mi 08.45 – 11.10

 

Dieser Sprachkurs setzt den im Sommer begonnenen Anfängerkurs Griechisch Ia fort (Lehrbuch ab Lektion 14) und kann entweder in dem vierwöchigen Griechisch II Intensivkurs direkt nach dem Wintersemester oder semesterbegleitend als Griechisch II im kommenden Sommersemester abgeschlossen werden.

Literatur

s. Griechisch 1 (Bitte dringend die Neuauflage mit veränderter ISBN beachten!)

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Dieser Kurs wird wohl nicht stattfinden, da Griechisch Ia nicht zustande gekommen ist.

 

102

Griechisch Lektüre

Hühne

SK G
1 st.

Mo 13.30 – 14.15

 

Die Lektüre soll, auch in Absprache mit den TeilnehmerInnen, anspruchsvollere Texte wie Aristoteles' Politika (z.B. Fragen "Was ist ein Bürger?" oder "Welche Staatsformen gibt es?") oder die Salomonische Weisheit der Septuaginta zum Gegenstand haben.

Einzelheiten werden in der Vorbesprechung (s.u.) vereinbart.

Literatur

Die erforderlichen Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Vorbesprechung bzw. der ersten Sitzung zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

In der ersten Woche wird es eine Vorbesprechung mit den möglichen TeilnehmerInnen geben, um Termine und Themen zu vereinbaren (siehe Aushang im Hochschulgebäude ca. 1-2 Wochen vor Vorlesungsbeginn).

 

103

Griechisch II Intensivkurs

Hühne

SK G

4 Wochen:

07.03. – 01.04.2022

Mo bis Fr 09.00 – 12.30

Schriftliche Prüfung: 02.04.2022

Mündliche Prüfungen: zwischen dem 04. und 08.04.2022

 

Mit diesem Intensivkurs soll es Teilnehmern, die im Wintersemester Griechisch I bzw. Griechisch Ib absolviert haben, ermöglicht werden, im Anschluss an das Wintersemester in vier Wochen die Unterrichtsgegenstände der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben und damit noch vor Beginn des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Der Unterricht wird voraussichtlich im Lehrbuch (s.u.) mit der Lektion 24 (Aorist) beginnen.

Die Übungsintensität und -methodik wird durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt, und die Lesefähigkeit soll durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Zum Lehrbuch siehe Griechisch I.

Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 27. Aufl., Stuttgart: Deutsche Bibelges., 1993 od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Latein

 

104

Latein I

Hühne

SK G
6 st.

Mo 10.35 – 12.10

Di 16.15 – 17.50

Mi 16.15 – 17.50

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. Dieser erste Teil dient ausschließlich dem Spracherwerb (bes. Formenlehre und erste syntaktische Konstruktionen) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte. Übungsmaterial, das über die u.g. Hilfsmittel hinausgeht, wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt und weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch) während des Kurses genannt.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

105

Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Di 14.30 – 16.05

 

Schwerpunkt dieser Lektüre werden ausgewählte Partien von Hobbes' "Leviathan" zu Themen wie "Gleichheit der Menschen", "Naturrecht", "Homo homini lupus", "Staatsbildung", "Leviathan" (nach Hiob 14) und "Souverän" bilden, eventuell im Vergleich zu Ciceros "De re publica" bzw. Rousseaus "Contrat social" sein.

Literatur

Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Veranstaltung ausgeteilt oder auf Anfrage per Mail zugesandt.

Weiterführende Literatur wird in den jeweiligen Sitzungen genannt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

In einer Vorbesprechung sollen die Termine und Themen nach den Bedürfnissen und Wünschen der Teilnehmenden festgestellt bzw. erste Materialien ausgeteilt werden.

Siehe Aushang im Hochschulgebäude (ca. 1-2 Wochen vor Vorlesungsbeginn).

Hebräisch

 

106

Hebräisch I

A. Müller

SK G
3 st.

Mo 14.30 – 16.05

Do 13.30 – 14.15

 

Der Kurs Hebräisch I (Wintersemester) + II (Sommersemester) dient als Einführung in das klassische biblische Hebräisch, d. h. die Sprache der 5 Bücher der Tora, von Josua, Richter, Ruth, Samuel und Könige wie auch Jona u. a. Im Zentrum von Hebräisch I steht das starke (d. h. regelmäßige) Verbum, behandelt werden weiter die wichtigsten Nominalformen, Pronomina, Präpositionen und Partikel.

Literatur

„Hilfsbuch zur Grammatik des Biblischen Hebräisch“, Jan P. Lettinga (vergriffen, antiquarisch nicht mehr erhältlich, wird deshalb als Scan oder Papierkopie zur Verfügung gestellt).

„Grammatik des Biblischen Hebräisch“, Jan P. Lettinga, Heinrich von Siebenthal, Brunnen-Verlag Gießen/Immanuel-Verlag Basel 2016, ISBN-Nr. 978-3-7655-9555-4.

„Biblia Hebraica Stuttgartensia“, Karl Elliger et al. (Hgg.), Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 5., verb. Aufl. 1997, Studienausgabe (Taschenbuch), ISBN-Nr. 978-3-438-05222-3.

„Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament“ von Wilhelm Gesenius, hg. von Herbert Donner, Springer-Verlag Heidelberg, 18. Aufl. 2013, Gesamtausgabe, ISBN-Nr. 978-3-642-25680-6.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Sanskrit

 

113

Sanskrit

Hühne

SK G
2 st.

Do 08.45 – 10.20

 

Anhand der schlüsselartig präparierten Textausgabe von W. Sargeant (s.u.) lassen sich Konjugations- und Deklinationsschemata gut in ihren Formen und Funktionsweisen mit einem anspruchsvollen Inhalt verbinden, der sich nicht nur in Indien der Beliebtheit und Reflexion erfreuen sollte, denn die drei Wege zum Ziel (des pflichtgemäßen Handelns, der Erkenntnis und der Gottesliebe) könnten auch in der westlichen Welt interessante Denkimpulse auslösen.

Lektürestand: Mitte des 2. Buches.

Aus methodischen Gründen und damit auch Anfänger teilnehmen können, wird es systematische Wiederholungen der Formenlehre (insbesondere des Verbums und seines Systems) geben. Vorausgesetzt werden das Lesen der Devanagari-Schrift und die Sandhi-Regeln in ihren Grundzügen.

Literatur

Sprachliche Grundlage des Unterrichts wird neben: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0) vor allem folgendes Kurzlehrbuch sein: Sabine Ziegler, Klassisches Sanskrit, Wiesbaden: Reichert, 2012 (978-3-89500-880-1).

Textgrundlage bildet: The Bhagavad Gita, transl. by W. Sargeant, Rev. Ed. by Chr. Chapple, Albany: SUNY Press, 1994.

Weitere Materialien werden während der Sitzungen genannt bzw. in Kopieform ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Französisch

 

111

Französisch Grund- und Aufbaukurse

Bruchet Collins

SK G
2 st.

nach Vereinbarung

 

Niveau A1 und/oder A2 (nach Bedarf)

Literatur

Das Lehrbuch wird zu Beginn des Kurses bekannt gegeben

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

112

Französisch Konversationskurs

Bruchet Collins

SK G
2 st.

Mi 13.30 – 15.05

 

Niveau B1-B2

Literatur

Pour rafraîchir votre français et vous entraîner à prendre la parole à partir d'articles de la presse

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Medien und öffentliche Kommunikation

 

121

Einführung und Seminar 1: Texte und journalistisches Arbeiten

W. Beck / Hipp / Prange

Ü G P13 M23

Fr 05.11.2021, 15.00 – 18.00

ab 19.00 Uhr Abendveranstaltung im Haus am Dom

Sa 06.11.2021, 09.00 – 17.00

 

Das Seminar gehört zum Studienprogramm Medien und öffentliche Kommunikation.

Nähere Informationen dazu sind zu finden unter:

www.medienprogramm-stgeorgen.de

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

123

Seminar 3: Videowerkstatt

Fischer

Ü G P13 M23

Mo 14.03.2022, 09.00 – 18.00

Di 15.03.2022, 09.00 – 18.00

 

Medienformate mit Videoaufnahmen garantieren im Internet eine deutlich höhere Abrufquote und Resonanz. Auch auf den Websites und social media Accounts der Diözesen und kirchlichen Einrichtungen nimmt der Videocontent in schnellem Tempo zu.

Ziel des Workshops ist es den Teilnehmern*innen die Attraktivität einer (eigenen) Botschaft in bewegten Bildern vor Augen zu führen und sie zu befähigen, sich selbst oder andere in entsprechend erfolgreiche Szenen zu setzen oder zu inszenieren.

Die Reflektion klassischer Fernsehprogramme - am Beispiel der Katholischen Kirche - dient dabei zunächst der Grunderfahrung quasi normativer Formate für sowohl TV-Sendungen als auch WebVideos, die auf andere Bereiche (Theologie, Philosophie, Politik, etc.) in gleicher oder ähnlicher Weise umzusetzen ist.

Neben dem theoretischen Teil zu Beginn folgt die Praxis mit Selbsterfahrung vor der Kamera. Das Seminar vermittelt in Form einer Videowerkstatt Tipps und Tricks für kurze, dokumentarische Videosequenzen und die Selbstdarstellung in (Selfie-)Videos mit Smartphones und/oder semiprofessioneller TV-Technik.

Kooperation mit der Arbeitsstelle „Katholische Fernseharbeit“ der Deutschen Bischofskonferenz.

Literatur

Angaben nach Bedarf im Seminar

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Bitte bringen Sie zu der Videowerkstatt ihren LapTop und ihr Smartphone mit. Wenn Sie darüber hinaus über Videotechnik (Kamera / Mikrofon, etc.) verfügen bringen Sie bitte sie auch mit. In der Regel werden wir (keep it simple) Smartphones auch filmen ...

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

130

Modul I: Einführung in den Islam und die christlich-islamischen Beziehungen

Specker / Eschraghi

V G P13 M23
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.00

Termine:

05.11.2021, 19.11.2021, 03.12.2021, 10.12.2021, 14.01.2022, 28.01.2022, 04.02.2022

 

Vorlesungsgestaltung: Dr. habil. Armin Eschragi

Verantwortlich: Prof. Dr. Tobias Specker SJ

Termine: 05.11.2021, 19.11.2021, 03.12.2021,10.12.2021, 14.01.2022, 28.01.2022, 04.02.2022

 

Nach einem allgemeinen Überblick über die Religion des Islam und die Klärung grundlegender Begriffe wird die Entstehungsgeschichte des Islam im Mittelpunkt stehen. Hierzu werden insbesondere die wichtigsten Quellen für deren Erforschung und die damit verbundenen Problemstellungen von Authentizität, Chronologie und Gewichtung diskutiert. Dabei handelt es sich zum einen um die Berichte über das Leben des Propheten Mohammed: Die wichtigsten Werke der „Prophetenbiographie“ (sīra) werden vorgestellt, und deren literarischer Charakter, aber auch Probleme der Überlieferungsgeschichte thematisiert. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung der Prophetenbiographie für Lehre und Praxis des Islam bzw. der Muslime. Die zweite Hauptquelle ist der Koran. Hier wird, nach einer Vorstellung der Debatten zu seiner Entstehungsgeschichte, ein grundlegender Überblick über Inhalte, literarische und rhetorische Aspekte erfolgen, aber auch die Herangehensweise der muslimischen Theologie thematisiert.

 

Literatur

Einführende Werke zur Religion des Islam und ihrer Geschichte, zur Person Mohammeds sowie zum Koran sind sehr zahlreich. Als erste Orientierung können z.B. die folgenden Werke dienen. Weiterführende Literatur wird im Verlauf der Vorlesung vorgestellt.

 

Brunner, Rainer (Hg.): Der Islam. Einheit und Vielfalt einer Weltreligion. Stuttgart 2016.

 

Halm, Heinz: Der Islam. Geschichte und Gegenwart (Beck’sche Reihe), 9. Aufl. 2014

 

Schimmel, Annemarie: Die Religion des Islam. Eine Einführung (Reclams Universalbibliothek), div. Auflagen

 

Schöller, Marco: Mohammed (Suhrkamp Basisbiographien), 2008

 

Sinai, Nicolai: Die Heilige Schrift des Islam. Die wichtigsten Fakten zum Islam (Herder Spektrum), 2012

 

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

131

Tutorium zum Zertifikatsprogramm „Islam und christlich-muslimische Begegnung“

Specker / Güzelmansur

T G M23

Do 11.11.2021, 18.00 – 19.30

Do 09.12.2021, 18.00 – 19.30

Mi 19.01.2022, 18.00 – 19.30

 

Das Tutorium dient der Vorstellung udn Besprechung der Projekte der Teilnehmenden soqwie der besprechung aktueller Fragen.

Termine: 11.11., 9.12. und 19.01.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.