Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Sommersemester 2021)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1

Einführung in das Studium der Philosophie und Theologie

Reiners

Ü G M0
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05
Do 08.45 - 10.20

 

Die Veranstaltung dient der theoretischen und praktischen Einführung in grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen der Theologie und Philosophie (u. a.: Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitation, Anfertigung wissenschaftlicher Texte, Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis). Die Grundlagen werden anhand einiger zentraler philosophischer und theologischer Themenkomplexe und Fragestellungen erprobt.

Literatur

Literatur wird in der ersten Sitzung vorgestellt.

Leistungsnachweis

Bedingungen für den Erwerb eines unbenoteten Leistungsnachweises: (1) Aktive Mitarbeit, (2) Hausaufgaben, (3) ein mediengestütztes Referat inkl. Handout bzw. ein Essay

 

2

Rhetorik des Gesprächs (Rhetorik II)

Haag

Ü P0 M23
2st (für P0) / 1st (für M23) st. - 2 LP (für P0) / 1.5 LP (für M23)

Fr 16.04.2021, 14.00 – 19.00
Sa 17.04.2021, 09.30 – 18.00
Fr 07.05.2021, 14.00 – 19.00
Sa 08.05.2021, 09.30 – 18.00

 

Ziele dieses Seminars sind:

- die Erweiterung eigener Gesprächskompetenzen (Verständlichkeit, strukturiertes Argumentieren, analytisches Zuhören, erkundendes Fragen, strukturiertes Moderieren) in unterschiedlichen Gesprächsformen (Klärungsgespräch; Pro-Contra-Diskussion; Debatte);

- das Wissen um Elemente, Typen und Strukturen emanzipativer Argumentation sowie deren Anwendung in verschiedenen kommunikativen Kontexten,

- die Belebung einer Gesprächskultur, die rhetorisches "Klären" und "Streiten" als notwendige Schlüsselkompetenzen in Wissenschaft und Gesellschaft versteht.

 

Schwerpunkte:

- Funktionen, Elemente und Formen von Argumentation im Gespräch;

- aktives und analytisches Zuhören;

- Aufbau von Statements;

- Gesprächsformen wie Klärungsgespräch, Pro-Contra-Diskussion, Debatte unterscheiden, strukturieren und moderieren.

 

Methoden:

Theoretische Impulse, Übungen mit Auswertung und Analyse

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme und kleine Präsentationen kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden.

Hinweise

Für Studierende im Magisterstudiengang Theologie (M23) ist die Veranstaltung 1stündig; es ist nur die Teilnahme am ersten Block (16./17.04.2021) verpflichtend.

 

3

Einführung in die Argumentationstheorie und das wissenschaftliche Lesen und Schreiben

Felician Gilgenbach

Ü G P0
2 st. - 2 LP

Mi 16.15 – 17.50

 

Die Übung bietet eine Einführung in die Argumentationstheorie sowie in wichtige philosophische Argumentationsmuster.

Die Teilnehmenden sollen u.a. lernen, philosophische Argumente zu rekonstruieren, zu beschreiben und zu bewerten, wichtige Argumentationsmuster der theoretischen und praktischen Philosophie zu erläutern, anzuwenden und zu kritisieren sowie Möglichkeiten und Grenzen des philosophischen Erkenntnisfortschrittes zu beurteilen.

Literatur

H. Tetens, Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung. 3. Aufl. München 2010.

 

G. Damschen/D. Schönecker, Selbst philosophieren. Ein Methodenbuch. Berlin 2012.

 

T. Schönwälder-Kuntze, Philosophische Methoden zur Einführung. Hamburg 2015.

 

J. Pfister, Werkzeuge des Philosophierens. Stuttgart 2013.

 

J. Kopperschmidt, Argumentationstheorie zur Einführung. Hamburg 2000.

 

M. Bruce/S. Barbone (Hrsg.), Die 100 wichtigsten philosophischen Argumente. Studienausgabe. 4. Aufl. Darmstadt 2015.

Leistungsnachweis

Durch schriftliche Hausaufgaben, ein Referat sowie einen Essay (5 Seiten) kann ein Leistungsnachweis (unbenotet) erworben werden.

 

4

Einführung in die europäische Kulturgeschichte

Fauth

Koll A
2 st.

Di 14.30 – 16.05
Beginn: 20.04.2021

 

In dieser Veranstaltung sollen in lockerer Form in einem geschichtlichen Durchgang einige wesentliche Personen und Ideen der europäischen Kultur vorgestellt werden.

Die Veranstaltung wendet sich in erster Linie an Aufbaustudierende, die aus außereuropäischen Kulturen kommen.

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung

Philosophie

 

10

Platon, Politeia

Herzberg

ProS G P1M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 16.15 – 17.50
Mi 14.30 - 16.05

 

Platons "Politeia" ist ein Klassiker der abendländischen Philosophie. Unter der Leitfrage "Was ist Gerechtigkeit?" behandelt Platon Grundfragen nach dem guten Leben, nach der richtigen Verfassung, nach den ersten Prinzipien der Wirklichkeit, nach der menschlichen Seele, der richtigen Erziehung und der Dichtung. Wir werden den Text so genau wie möglich studieren und Thesen und Argumente analysieren.

Literatur

Textgrundlage:

Platon. Sämtliche Werke Bd.2: Lysis, Symposion, Phaidon, Kleitophon, Politeia, Phaidros. Übers. v. Friedrich Schleiermacher. Hrsg. v. Ursula Wolf, Reinbek bei Hamburg 34.Aufl. 2013.

 

Der Staat / Politeia: Griechisch - Deutsch (Sammlung Tusculum) (Deutsch). Hrsg. Thomas Szlezák, übers. Rüdiger Rufener, 2011.

 

Einführende Literatur:

Alexander Becker, Platons "Politeia". Ein systematischer Kommentar, Stuttgart 2017.

Michael Bordt, Platon, Freiburg i.Br. 1999.

Otfried Höffe (Hrsg.), Platons Politeia, Berlin 2011.

 

Weitere Literatur in der Lehrveranstaltung.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Durch ein Kurzreferat (Einführung in den zu lesenden Abschnitt) und eine Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Proseminar Klassikerlektüre (P 1) erworben werden. Magisterstudium Theologie: Durch ein Kurzreferat (Einführung in den zu lesenden Textabschnitt) und eine Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie (M15 oder 23) erworben werden.

 

11

Philosophiegeschichte der Neuzeit

Kühnlein

V G P2 M19
2 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.50

 

Die Philosophie der Neuzeit (ca. 1400-1800) ist durch zahlreiche Umwälzungen geprägt. Durch den Aufstieg der modernen Naturwissenschaften etablierte sich ein neues Methodenbewusstsein, dass die Vorstellungen von theoretischer Erkenntnis, politischer Ordnung und moralischer Emanzipation von Grund auf revolutionierte. Dieser langsame Transformationsprozess in die moderne Immanenz wird in der Vorlesung typologisch nachvollzogen. Erkenntnistheoretisch beschäftigt sich die Vorlesung mit dem Empirismus und dem Rationalismus; politisch mit den Vertragstheorien, den neuen Philosophien der Toleranz und dem Utilitarismus; im letzten Abschnitt der Vorlesung werden die neuzeitlichen Revisionen in ihren Auswirkungen auf das Verhältnis von Moral und Religion diskutiert (Theodizee und christlicher Existenzialismus).

Leistungsnachweis

Bachelor Philosophie (P2): Kommissionsprüfung zusammen mit Philosophiegeschichte der Gegenwart Magiser Theologie (M19): Mündliche Prüfung

 

12

Philosophiegeschichte der Gegenwart (19./20. Jahrhundert)

Disse

V G P2 M19
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Philosophie des 19./20. Jahrhunderts bzw. die Philosophie der Moderne wird mit Blick auf vier philosophische Themen dargestellt, die diese Epoche besonders prägen:

Freiheit, Intersubjektivität, Naturwissenschaften als Paradigma und Endlichkeit.Von Kant bis Foucault werden eine Auswahl grundlegender Ansätze zu diesen Themen behandelt.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie, Modul P2: Kommissionsprüfung zusammen mit Philosophiegeschichte der Neuzeit (20 min) Magister Theologie, Modul M 19: Mündliche Prüfung (15 min)

 

13

Analytische Sprachphilosophie

Watzka

V G P3 M5
2 st. - 3 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

„Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache“, schreibt Ludwig Wittgenstein, einer der Gründerväter der analytischen Sprachphilosophie, die sich konsequenterweise als kritische Philosophie oder philosophische Kritik versteht. Anders ausgedrückt, die Philosophie der Sprache kämpft gegen die Mythen, die mit ihrem Gebrauch einhergehen. An der Wiege der philosophischen Mythenbildung steht eine primitive Bedeutungstheorie, wonach die Bedeutung des Wortes der Gegenstand ist, für den das Wort steht, so die Diagnose Wittgensteins. Wörter vertreten Gegenstände. Der Gegenstand, für den das Wort steht, ist seine Bedeutung.

 

Mit dieser Gleichsetzung fangen die Schwierigkeiten an. Was sind das für Gegenstände, für die unsere Wörter stehen? Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts glaubten die meisten Philosophen, dass Wörter Bedeutung haben, weil sie für innere Repräsentationen äußerer Dinge in unserem Geist stehen. Bevor der Mensch sprechen kann, muss er ein Denker sein. Denken geht sprachfrei vor sich. Die Annahme der Existenz mentaler Repräsentationen verbindet alle klassischen Denker mit den Vertreterinnen und Vertreter der modernen Kognitionswissenschaft. Es macht keinen Unterschied, ob sich die mentalen Repräsentationen in der Seele, im Bewusstsein, im Gehirn oder auf dem Rechner materialisieren.

 

Der Mythos des Mentalismus ist so verheerend, weil er unser Menschsein verzerrt und ein einseitiges Bild unserer Intentionalität entwirft. Das Sündenregister des Mentalismus ist lang: Denken ist ein innerer Monolog, sprachfreie Wesen können denken, Begriffe sind mentale Repräsentationen, die Sprache ist ein Mittel der Informationsübertragung, Bedeutungen supervenieren über Sprecherintentionen.

 

Philosophische Mythen lassen sich nicht direkt widerlegen, man denke an den Platonismus, den Spinozismus, die starke künstliche Intelligenz (KI). Die beste Art der Kritik besteht darin, ihnen ein gewandeltes Bild des Verhältnisses von Denken und Reden, Sprechen und Handeln, Individuum und Gemeinschaft, Wort und Begriff, Ausdrücken und Repräsentieren entgegenzusetzen. Die analytische Sprachphilosophie hatte und hat dem Mentalismus etwas entgegenzusetzen. In der Vorlesung werden wir wichtige Stationen der „Vertreibung der Gedanken aus dem Bewusstsein“ (M. Dummett) und ihrer Beheimatung in der Sprache (L. Wittgenstein) Revue passieren lassen.

Literatur

Charles Taylor, Das sprachbegabte Tier. Grundzüge des menschlichen Sprachvermögens, Berlin 2017

 

Gerald Posser / Matthias Flatscher, Sprachphilosophie. Eine Einführung (UTB 4126), Wien 2016

 

Nikola Kompa (Hg.), Handbuch Sprachphilosophie, Stuttgart 2015

 

Heinrich Watzka, Sprachphilosophie (Grundkurs Philosophie Band 11), Stuttgart 2014

 

Jonas Pfister (Hg.), Texte zur Sprachphilosophie, Stuttgart 2011

 

John R. Searle, Sprechakte [Speech Acts, dt.], Frankfurt am Main 1983

 

Robert B. Brandom, Begründen und Begreifen [Articulating Reasons, dt.], Frankfurt am Main 2001

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P 3): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Erkenntnistheorie. Magisterstudium Theologie (M 5): Mündliche Prüfung (20 Min.) vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission über eine Epoche der Philosophiegeschichte (Antike oder Mittelalter) und ein Gebiet der systematischen Philosophie (Erkenntnistheorie oder Sprachphilosophie). Die Prüfungskommission, die zeitgleich prüft, weist unmittelbar vor der Prüfung die Prüfer zu. Voraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme an der Übung „Logik“.

 

14

Erkenntnistheorie

Wiertz

V G P3 M5
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die menschliche Fähigkeit zur Erkenntnis von Wahrheit wurde und wird in der Philosophie und anderen Disziplinen immer wieder in Frage gestellt. Dagegen soll in dieser Vorlesung dafür argumentiert werden, dass wir prinzipiell fähig sind u.a. durch die Reflexion auf epistemische Gründe den Wahrheitswert von Propositionen zutreffend zu bestimmen.

Dafür muss allerdings geklärt werden, was unter “Wissen” und “Wahrheit” zu verstehen ist, was einen guten epistemischen Grund auszeichnet und warum relativistische und skeptizistische Positionen trotz ihrer prima facie-Plausibilität nicht überzeugen können. Da Erkenntnis nicht ein rein individuelle sondern auch ein soziales Phänomen ist, wird auch ein Einblick in die neuere soziale Erkenntnistheorie gegeben.

Literatur

Bernecker, S.; Pritchard, D. (Hg.), The Routledge Companion to Epistemology, New York 2014.

BonJour, L., Epistemology. Classic Problems and Contemporary Responses, Lanham 2002.

Greco, E.; Sosa, E. (Hg.), The Blackwell Guide to Epistemology, Malden, Oxford 1998.

Engel, P., Truth, Montreal, Kingston 2002.

Ernst, G., Einführung in die Erkenntnistheorie, Darmstadt 2007.

M. Grajner; G. Melchior (Hg.), Handbuch Erkenntnistheorie, Stuttgart 2019.

Grundmann, T., Analytische Einführung in die Erkenntnistheorie, Berlin 2007.

Hawthorne. J (Hg.)., Epistemology (Philosophical Perspectives 19), Malden, Oxford 2006.

N. Kompa; S. Schmoranzer (Hg.); Grundkurs Erkenntnistheorie, Münster 2014.

Moser, P.K. (Hg.), Empirical Knowledge. Readings in Contemporary Epistemology, Lanham, London 19962.

Moser, P. (Hg.), The Oxford Handbook of Epistemology, Oxford 2005.

Steup, M.; Sosa, E. (Hg.), Contemporary Debates in Epistemology, Malden, Oxford 2005.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Das Fach Erkenntnistheorie ist Bestandteil der Kommissionsprüfung M 5. B A Phil: Für den Bestandteil Erkenntnistheorie in Modul P 3 wird zusätzlich der Lektürekurs zur Vorlesung Erkenntnistheorie benötigt.

 

15

Lektürekurs zur Vorlesung „Erkenntnistheorie“

Wahlberg

L P3
1 st. - 2 LP

Di 08.45 – 10.20
(ab dem 01.06.2021)

 

Anhand klassischer Texte der analytischen Erkenntnistheorie werden grundlegende epistemologische Begriffe und Problemstellungen erläutert.

Literatur

Die Texte werden in Moodle eingestellt.

Leistungsnachweis

Durch das selbständige Erarbeiten sämtlicher Texte sowie die aktive Teilnahme an den Sitzungen kann ein unbenoteter Leistungsnachweis erworben werden. Die erfolgreiche Teilnahme ist Voraussetzung für den Modulabschluss P3.

Hinweise

Der Kurs findet in der zweiten Semesterhälfte statt.

 

16

Einführung in die formale Logik

Watzka

Ü P3 M5
1 st. - 2 LP (für P3) / 1.5 LP (für M5)

Mi 10.25 – 11.10

 

Wer argumentiert, bedient sich (oft intuitiv und unbewusst) logischer Schlussregeln. Aber auch unser gewöhnliches Denken und Sprechen setzt elementare Regeln der Logik voraus.

 

Die Übung bietet eine Einführung in die elementare Aussagen- und Prädikatenlogik. Die Aussagenlogik umfasst solche Regeln, die auf ganze Sätze, deren Verknüpfung und Verneinung zutreffen. Die Prädikatenlogik berücksichtigt darüber hinaus die Binnenstruktur der Sätze als auch die Quantoren. So lassen sich Existenz- und Allaussagen formulieren. Andere Zweige der Logik wie die Modallogik, die Zeitlogik und die deontische Logik sind Erweiterungen der Aussagen- und Prädikatenlogik. Sie können in der Übung aus Zeitgründen nicht behandelt werden.

 

Die auf Aristoteles zurückgehende und in der scholastischen Philosophie und Theologie perfektionierte Syllogistik lässt sich zwanglos in die moderne Aussagen- und Prädikatenlogik integrieren, deren Merkmal die vollständige Formalisierbarkeit ist.

 

Ziel der Übung ist die Vermittlung der Grundlagen der Formalisierung. Einfachere Schemata werden auf konkrete Textbeispiele angewandt und auf ihre Relevanz für das tatsächliche Argumentieren in Philosophie und Theologie hin durchsichtig gemacht.

Literatur

Wilhelm Büttemeyer, Logik zur Einführung, Hamburg 2014

 

Jörg Hardy / Christoph Schamberger, Logik der Philosophie. Einführung in die Logik und Argumentationstheorie, Göttingen 2012

 

Winfried Löffler, Einführung in die Logik, Stuttgart 2008

 

Holm Tetens, Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung, München 2006

 

Sven Rosenkranz: Einführung in die Logik, Stuttgart 2006

 

Niko Strobach, Einführung in die Logik, Darmstadt 2005

 

Thomas Zoglauer, Einführung in die formale Logik für Philosophen, Göttingen 1997

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und das korrekte Lösen von Testaufgaben kann ein unbenoteter Leistungsnachweis in Logik I (P 3) erworben werden. Magisterstudium Theologie: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und das korrekte Lösung von Testaufgaben kann ein unbenoteter Leistungsnachweis in Logik (M 5) erworben werden.

 

17

Philosophische Theologie

Wiertz

V G P4
2 st. - 3 LP

Mo 14.30 – 16.05
16.15 - 17.50

 

Der theistische Gottesbegriff hat in der Geschichte der philosophischen Reflexion auf den Gottesbegriff eine wichtige Rolle gespielt und ist auch für die philosophische Auseinandersetzung mit der Vielfalt der Religionen bedeutsam.

 

Die Vorlesung soll mit dem theistischen Gottesbegriff und dessen philosophischer Bedeutung und Schwierigkeit bekanntmachen. Dazu wird nach der Möglichkeit von Aussagen über ein transzendentes Wesen gefragt, wesentliche Eigenschaften des theistischen Gottes behandelt, verschiedene Positionen zum Verhältnis zwischen religiösem Glauben und Vernunft vorgestellt und Argumente für und gegen die Wahrheit der Überzeugung von der Existenz des theistischen Gottes behandelt.

Literatur

- Beckermann, A., Glaube, Berlin 2013.

 

- Craig, W.L. (Hg.), Philosophy of Religion. A Reader and Guide, Edinburgh 2002.

 

- Kreiner, A., Das wahre Antlitz Gottes - oder was wir meinen, wenn wir Gott sagen, Freiburg 2006

 

- Löffler, W., Einführung in die Religionsphilosophie, Darmstadt 2006.

 

- Murray, M.J.; Rea, M., An Introduction to the Philosophy of Religion, Cambridge 2008.

 

- Oppy, G. (Hg.), The Routledge Handbook of Contemporary Philosophy of Religion, New York 2015.

 

- Perry, J., Dialog über das Gute, das Böse und die Existenz Gottes, Stuttgart 2012.

 

- Perry, J., Dialog über personale Identität und Unsterblichkeit, Stuttgart 2013.

 

- Ricken, F., Religionsphilosophie, Stuttgart 2003.

 

- Sans, G., Philosophische Gotteslehre. Eine Einführung, Stuttgart 2018.

 

- Schellenberg, J.L., Prolegomena to a Philosophy of Religion. Ithaca 2005.

 

- Schellenberg, J.L., The Wisdom to Doubt: A Justification of Religious Skepticism. Ithaca 2007.

 

- Schellenberg, J.L., The Will to Imagine: A Justification of Skeptical Religion. Ithaca 2009.

 

- Swinburne, R., Glaube und Vernunft, Würzburg 2009.

 

- Tetens, H., Gott denken: Ein Versuch über rationale Theologie, Stuttgart 2015.

 

- Wiertz, O.J. (Hg.), Logische Brillanz - Ruchlose Denkungsart? Möglichkeiten und Grenzen der Diskussion des Problems des Übels in der analytischen Religionsphilosophie, Münster 2021.

 

- Zagzebski, L., The Philosophy of Religion. An Historical Introduction, Malden/MASS, Oxford 2007

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Mündliche Kommissionsprüfung (20 Min.) gemeinsam mit Metaphysik (P 4). Die Teilnahme am Lektürekurs zur Vorlesung Philosophische Theologie ist verpflichtend.

 

18

Lektürekurs zur Vorlesung „Philosophische Theologie“

Wahlberg

L P4
1 st. - 2 LP

Di 08.45 – 10.20
(bis zum 18.05.2021)

 

In Anlehnung an die Vorlesung „Philosophische Theologie“ werden Argumente für und gegen die Existenz Gottes sowie für und gegen die Rationalität des christlichen Glaubens erörtert und diskutiert.

Literatur

Die Texte werden in Moodle eingestellt.

Leistungsnachweis

Durch das selbständige Erarbeiten sämtlicher Texte sowie die aktive Teilnahme an den Sitzungen kann ein unbenoteter Leistungsnachweis erworben werden. Die erfolgreiche Teilnahme ist Voraussetzung für den Modulabschluss P4.

Hinweise

Der Kurs findet in der ersten Semesterhälfte statt.

 

19

Religionsphilosophie

Wiertz

V G P8 M19
2 st. - 3 (für P8) / 4.5 (für M19) LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Im Gegensatz zur Vorlesung in philosophischer Theologie steht im Mittelpunkt der Religionsphilosophie Religion als ein menschlich-kulturelles Phänomen. Da allerdings der Religionsbegriff alles andere als klar und unumstritten ist, bildet die Diskussion um den Religionsbegriff ein wesentliches Element der Vorlesung.

 

Weiterhin wird in die Entstehungsgeschichte des Faches Religionsphilosophie eingeführt, verbunden mit dem Bestimmung des Verhältnisses zu Theologie, philosophischer Gotteslehre und Religionswissenschaft.

 

Ein zweites wesentliches Thema der Vorlesung ist die Bedeutung von Religion in der Moderne.In diesem Zusammenhang werden die sog. Säkularisierungthese und die Rede von einem postsäkularen Zeitalter diskutiert.

 

Schließlich werden die mögliche Rolle von Religion in politisch-öffentlichen Diskursen und die Frage nach einer intrinsischen Verbindung von Religion mit Gewalt diskutiert.

Literatur

Assmann, J., Exodus, Die Revolution der Alten Welt, München 2015

 

- Beck, U., Der eigene Gott. Von der Friedensfähigkeit und dem Gewaltpotential der Religionen, Frankfurt/Main 2008.

 

- Breul, M., Religion in der politischen Öffentlichkeit. zum Verhältnis von religiösen Überzeugungen und öffentlicher Rechtfertigung, Paderborn 2015.

 

- P.B. Clarke; P. Byrne, Religion Defined and Explained, Basingstoke 1993.

 

- Creel, R., Religion and Doubt. Toward a Faith of your Own, Upper Saddle Rive 1998.

 

- Habermas, J., Zwischen Naturalismus und Religion. Philosophische Aufsätze, Frankfurt/Main 2005.

 

- Joas, H., Die Macht des Heiligen. Eine Alternative zur Geschichte von der Entzauberung, Berlin 2017.

 

- Lauterbach, J., "Gefühle mit der Autorität unbedingten Ernstes" Eine Studie zur religiösen Erfahrung in Auseinandersetzung mit Jügern Habermas und Hermann Schmitz, Freiburg, München 2016.

 

- Lewis, T.A., Why Philosophy Matters for the Study of Religion and Vice Versa, Oxford 2015.

 

- Nye, M., Religion. The Basics, London, New York 2008.

 

- Schilbrack, K., Philosophy and the Study of Religions. A Manifesto, Malden, Oxford 2014.

 

- Schmidt, T.M.; Pitschmann, A. (Hg.), Religion und Säkularisierung. Ein interdisziplinäres Handbuch, Stuttgart, Weimar 2014.

 

- Sloterdijk, P., Gottes Eifer. Vom Kampf der drei Monotheismen, Frankfurt/Main 2007.

 

- Ders., Im Schatten des Sinai. Fußnote über Ursprünge und Wandlungen totaler Mitgliedschaften, Berlin 2013.

 

- Splett, J., Die Rede vom Heiligen. Über ein religionsphilosophisches Grundwort, Freiburg, München 1985.

 

- Tworuschka, U., Religionswissenschaft. Wegbereiter und Klassiker, Köln 2011.

 

U. Willems u.a. (Hg.), Moderne und Religion. Kontroversen um Modernität und Säkularisierung, Bielefeld 2013.

Leistungsnachweis

Bachlorstudiengang Philosophie: Der Stoff der Vorlesung ist Bestandteil der Modulklausur in P8 gemeinsam mit Philosophie der religiösen Vielfalt und "Religious Philosophies". Magisterstudiengang Theologie: Die Vorlesung ist möglicher Prüfungsstoff im Rahmen der Magister-Abschlussprüfung

 

20

Philosophie der religiösen Vielfalt

Wiertz

V G P8 M19
2 st. - 3 (für P8) / 4.5 (für M19) LP

Mi 09.35 – 11.10

 

In der Öffentlichkeit taucht das Thema religiöser Verschiedenheit vor allem im Zusammenhang mit gewalttätigen Auseinandersetzungen und politischen Konflikten auf. Aber auch für das religionsphilosophische Nachdenken stellt religiöse Verschiedenheit ein wichtiges Thema dar, wie in den letzten Jahren immer deutlicher wurde.

 

In der Vorlesung steht im Mittelpunkt die Auswirkung der religiösen Verschiedenheit auf die Rationalität religiöser Glaubensbekenntnisse und deren Anspruch auf Wahrheit. Dabei werden solche Fragen behandelt, wie "Können heutzutage noch exklusive Wahrheitsansprüche erhoben werden oder erfordert religiöse Vielfalt nicht eine grundlegendes Neukonzeption religiöser Wahrheit?" und "Wie gehen prominente religionsphilosophische Richtungen, wie etwa die Reformierte Epistemologie, mit der Tatsache sich widersprechender religiöser Wahrheitsansprüche um?" Aber auch solche Fragen wie nach der Rationalität des Anspruchs einer einzigen Religion auf exklusvie Heilsvermittlung oder nach dem Zusammenhang zwischen religiösen Wahrheitsansprüchen und Toleranz/Intoleranz sollen untersucht werden.

 

Die Behandlung solcher Fragen setzt allerdings eine prinzipielle philosophische Klärung der Auswirkung von erkannten Meinungsverschiedenheiten unter epistemisch Gleichbereichtigten (peer disagreement) auf die Rationalität eigener Überzeugungen voraus und eine philosophische Analyse des Begriffs der Toleranz.

 

Literatur

- D. Basinger, Religious Diversity. A Philosophical Assessment, Aldershot 2002.

 

- R. Feldman; T.A. Warfield (Hg.), Disagreement, Oxford 2010.

 

- S. Gäb (Hg.), Religion und Pluralität, Stuttgart 2020.

 

- P. Geister; G. Hallonsten (Hg.), Faithful Interpretations. Truth and Islam in Catholic Theology of Religions, Washington/DC 2021.

 

- P.J. Griffiths, Problems of Religious Diversity, Malden, Oxford 2001.

 

- D.M. Grube; W. Van Herck (Hg.), Philosophical Perspectives on Religious Diversity. Bivalent Truth, Tolerance and Personhood, Abingdon 2018

 

 

- J. Hick, Religion. Die menschlichen Antworten auf die Fragen nach Leben und Tod 1996.

 

- P. Jonkers; O.J. Wiertz (Hg.), Religious Truth and Identity in an Age of Plurality, Abingdon, New York 2020.

 

- J. Kim, Reformed Epistemology and the Problem of Religious Diversity. Proper function, epistemic disagreement, and christian exlusivism , Eugene 2011.

 

- J. Kraft, The Epistemology of Religious Disagreement. A Better Understanding, New York 2012.

 

- C. Meister (Hg.), THe Oxford Handbook of Religious Diversity, Oxford, New York 2011.

 

- M. Nussbaum, Die neue religiöse Intoleranz: Ein Ausweg aus der Politik der Angst, Darmstadt 2014.

 

- P.L. Quinn; K. Meeker, The Philosophical Challenge of Religious Diversity, Oxford, New York 2000.

 

- A. Renusch, Der eigene Glaube und der Glaube der anderen. Philosophische Herausforderungen religiöser Vielfalt, München 2014.

Leistungsnachweis

Bachelorsstudium: Modulklausur zusammen mit Religionsphilosophie und "Religious Philosophies" (P8). Magistertudium: Möglicher Prüfungsstoff in Philosophie für die Abschlussprüfung (M 19)

 

21

Religious Philosophies (Östliche Philosophien)

Gantke

V G P8 M19
2 st. - 3 (für P8) / 4.5 (für M19) LP

Do 14.30 – 16.05

 

Im ersten Teil der Veranstaltung wird eine grundsätzliche Einführung in die "östlichen Philosophien", insbesondere in die philosophischen Strömungen von Hinduismus, Buddhismus und Taoismus geboten. Im zweiten Teil wird eine problemorientierte Auseinandersetzung mit der "Philosophie der Nondualität" (Absolutes Nichts, Nishitani) und der "Philosophie der Person" (Integraler Yoga, Aurobindo) stattfinden. Schließlich werden im dritten Teil Vermittlungsversuche zwischen westlicher und östlicher Geistigkeit (Hans Waldenfels, Michael von Brück, Raimondo Panikkar) thematisiert und diskutiert.

 

Literatur

Völker, Fabian: Philosophie der Nondualität. Freiburg/München, 2020

Rager, Günter: Sri Aurobindo- Philosophie der Person. Freiburg, 2018

Gantke, Wolfgang: Aurobindos Philosophie interkulturell gelesen. Nordhausen, 2007

Waldenfels, Hans: Absolutes Nichts. Zur Grundlegung des Dialogs zwischen Buddhismus und Christentum. Freiburg, 1976

Nishitani, Keiji: Was ist Religion? Frankfurt/Main, 1982

 

Leistungsnachweis

Bachelor Philosophie (P8): Modulklausur zusammen mit Religionsphilosophie und Philosophie der religiösen Vielfalt Magister Theologie (M19): Teil der Schlussprüfung

 

22

Warum überhaupt moralisch sein?

Herzberg

HS G P12M15 M23
2 st. - 6 LP (für P12) / 4 LP (für M15 M23)

Mi 14.30 – 16.05
Di 16.15 - 17.50

 

Die Frage, warum man überhaupt moralisch sein soll, ist so alt wie die philosophische Ethik selbst. Es handelt sich um eine Grenzfrage, insofern sie die Frage nach der Normenbegründung (warum eine bestimmte Handlungsweise moralisch richtig ist) als beantwortet voraussetzt. Aber sie stellt sich uns auch im Alltag, besonders dann, wenn die Forderungen der Moral unserem Selbstinteresse entgegenstehen. Wir werden uns im Seminar zunächst mit der Frage selbst und dann mit verschiedenen Ansätzen zu ihrer Beantwortung (religiöse, wertphilosophische, kontraktualistische, eudaimonistische etc.) intensiv beschäftigen.

Literatur

Kurt Bayertz (Hrsg.), Warum moralisch sein? Paderborn 2.Aufl. 2006.

Kurt Bayertz, Warum überhaupt moralisch sein? München 2004.

Friedo Ricken, Warum moralisch sein? Stuttgart 2010.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P12): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen eines einführenden Referats sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar erworben werden. Magisterstudium Theologie (M15 oder M 23): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen eines einführenden Referats sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie erworben werden.

 

23

Wie verhalten sich Personen zu ihrem Körper? Die Frage der personalen Identität in der neueren Philosophie des Geistes

Watzka

HS G P12M15 M23
2 st. - 6 LP (für P12) / 4 LP (für M15 M23)

Mi 14.30 – 16.05

 

Die Frage, in welcher Beziehung Personen zu dem Körper stehen, der ihr Körper ist, wird in der analytischen Metaphysik für gewöhnlich im Kontext der Frage der diachronen Identität von Personen diskutiert, d.h. der Frage, unter welchen Bedingungen eine bestimmte Person, z.B. Paula, zum Zeitpunkt t1 identisch ist mit Paula zum Zeitpunkt t2. Gefragt wird nach den semantischen und metaphysischen Kriterien der diachronen Identität, d.h. was personale Identität bedeutet, und worin sie metaphysisch besteht.

 

Anhänger der Substanzontologie, z.B. Aristoteles, Thomas von Aquin, Descartes, hätten die Frage nicht verstanden bzw. hätten darauf verwiesen, dass menschliche Personen Musterbeispiele von Substanzen seien, d.h. Entitäten, die bei wechselnden Eigenschaften mit sich identisch bleiben (persistieren, sagen heutige Metaphysiker). Es spielt dabei keine Rolle, ob die Substanz das menschliche Lebewesen oder eine cartesische Seele ist.

 

Dass die Frage der diachronen Identität von Personen zu einer spannenden Frage avancieren konnte, verdanken wir John Locke, der im berühmten 27. Kapitel des ersten Buchs des „Versuchs über den menschlichen Verstand“ [An essay concerning human understanding] die Frage der Identität der Person von der Frage der Identität des menschlichen Lebewesens und der Existenz einer (immateriellen) Substanz, d.h. der Seele, entkoppelte. Locke selber hat ein psychologisches Kriterium der personalen Identität vorgeschlagen. Das Kriterium der Identität ist die Erinnerung. Die Mehrheit der modernen Autoren ist ihm darin gefolgt, mit zwei Einschränkungen: (1) Erinnerung ist kein hinreichendes Kriterium, wir benötigen stattdessen robuste psychologische Kontinuität (D. Parfit), (2) das Organ, das psychologische Kontinuität konstituiert, ist das (menschliche) Gehirn.

 

An dieser Stelle wird die Debatte bunt und aufregend. Was ist, wenn wir Gehirne oder Gehirnhälften tauschen, in einer Nährlösung aufbewahren (Gehirne im Tank) oder deren Inhalt auf einer Festplatte speichern? Lassen sich Personen verdoppeln?

 

Im Seminar werden wir die Haupakteure der Debatte, vornehmlich die „Neo-Lockeaner“ und ihre Gegner, die „Animalisten“, lesen und ihre Argumente gewichten. Um nicht ganz den Boden unter den Füßen zu verlieren, sollen auch Vertreter des Leib-Seele-Dualismus und des aristotelischen Hylemorphismus zu Wort kommen.

Literatur

Harald W. Noonan, Personal Identity, London 2003

 

Lynne Rudder Baker, Persons and Bodies. A Constitution View, Cambridge 2000

 

Eric Olson, The Human Animal. Personal Identity Without Psychology, New York/ Oxford 1999

 

Sydney Shoemaker / Richard Swinburne, Personal Identity, Oxford 1984

 

Derek Parfit, Reasons and Persons, Oxford 1986

 

Patricia Wallusch / Heinrich Watzka (Hg.), Verkörpert existieren. Ein Beitrag zur Metaphysik menschlicher Personen aus dualistischer Perspektive, Münster 2013

 

Godehard Brüntrup / Matthias Rugel / Maria Schwartz (Hg.), Auferstehung des Leibes - Unsterblichkeit der Seele, Stuttgart 2010

Leistungsnachweis

Bachelorstudiengang Philosophie (P12): Durch Referat und Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar erworben werden, das verpflichtender Bestandteil des Aufbaumoduls "Natur und Kultur" (P9) ist. Magisterstudiengang Theologie (M15 oder M23): Durch Referat und Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie erworben werden. Sollte sich zeigen, dass sich die Zahl der Teilnehmer*innen im einstelligen Bereich bewegt, würden wir keine Referate verteilen, sondern ausgewählte Texte gemeinsam lesen. Um rechtzeitig planen zu können, erbitte ich eine persönliche Anmeldung bis zum 31. März per email an watzka@sankt-georgen.de

Hinweise

Da der größere Teil der Literatur nur in englischer Sprache vorliegt, ist die Fähigkeit, englische Texte zu lesen, eine unverzichtbare Voraussetzung für die Teilnahme.

 

24

Die Donut-Ökonomie: Ökonomisches Denken vor der Herausforderung der ökologisch-sozialen Transformation

Emunds

entfällt im SoSe 2021

L/Ü G P13
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

entfällt im SoSe 2021

Leistungsnachweis

 

25

Die Objektivität der Moral. Zur Realismusdebatte in der Metaethik

Herzberg

OS G
1 st.

nach Vereinbarung

 

Wir studieren intensiv zwei Abhandlungen zum moralischen Realismus: "Praktische Gründe und die Realität der Moral" von Christoph Halbig und "Die Objektivität der Moral" von Gerhard Ernst.

Literatur

Gerhard Ernst, Die Objektivität der Moral, Paderborn 2008.

Christoph Halbig, Praktische Gründe und die Realität der Moral, Frankfurt a.M. 2007.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende, die aktiv an allen Sitzungen teilnehmen, können auf der Grundlage einer Präsentation einen Leistungsnachweis erwerben (4 LP).

Hinweise

Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung bis 12.04.2021 (herzberg@sankt-georgen.de).

 

26

Gott als die Liebe denken. Religionsphilosophische Denkwege im Anschluss an Jörg Splett

von Heereman

V/Koll G
2 st.

Mo 19.00 – 20.30

 

Über zweitausend Jahre war Gott der herausragende Gegenstand aller Philosophie. In Platons Nomoi heißt es, allein das Göttliche sei „allen seligen Ernstes wert“. Seit etwa zwei Jahrhunderten gilt dies für weite Teile der Philosophie nicht mehr. Und von Theologen ist immer wieder das Pascal-Wort zu hören, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs sei eben ganz anders als der Gott der Philosophen. Aber stimmt das? Jörg Splett verdanken wir eine philosophische Gotteslehre, die in immer neuen Anläufen und Ausgriffen Perspektiven erschließt, auf denen sich eine „Gotteserfahrung im Denken“ einstellen kann. Dies geschieht durch Reflexion auf unsere Grunderfahrung, also nicht auf explizit religiöse Erlebnisse, sondern auf jene Erfahrungen, die wir miteinander teilen, weil wir Menschen sind: Erfahrungen von Sinn, Widersinn, Gewissen, Liebe, Schmerz, Heimat(-losigkeit), Schuld, Vergebung Sterblichkeit. Der Anspruch dieses Denkunternehmens lautet: Schon philosophisch lässt sich zeigen, dass Gottes Göttlichkeit im Letzten darin besteht, dass er die Liebe ist.

Literatur

Jörg Splett, Gotteserfahrung im Denken. Zur philosophischen Rechtfertigung des Redens von Gott, München 52005 (1973)

Ders., Denken vor Gott. Philosophie als Wahrheits-Liebe, München 22018 (1996).

Ders., Philosophie für die Theologie, Heiligenkreuz 2016.

Franziskus v. Heereman, „Liebensollendürfen. Prinzipien der Philosophie Jörg Spletts.“ In: Sascha Müller, Franziskus v. Heereman (Hg.). Mitlieben. Jörg Splett zum 80. Geburtstag. München (Utz) 2016, 53-74.

Ders., „Das Absolute trinitarisch denken." In: Eulenfisch Nr. 24 (2020), 26-33.

Leistungsnachweis

Hinweise

Eine Kooperation der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen und der Jörg-Splett-Gesellschaft für christliches Denken e.V.

 

62

Kooperieren zum Wohle aller

- Impulse einer katholischen Wirtschaftsethik

Emunds

V G P10M13 P11
2 st. - 3 LP (für P10 P11) / 4.5 LP (für M13)

Do 10.35 – 12.10

 

Die "Gemeinwidmung der Erdengüter" kann man als Ausgangspunkt einer christlichen Wirtschaftsethik begreifen: Alle wirtschaftlichen Güter - nicht nur die Ressourcen der Natur, die sich noch keiner angeeignet hat - und die Kooperation selbst, deren es zur Produktion oder Bereitstellung der Güter bedarf, soll darauf ausgerichtet werden, dass die Lebensmöglichkeiten a l l e r Menschen gemehrt werden - und eben nicht nur das Einkommen weniger.

 

Nach einer Einführung, in der es um Glauben, Handeln und Ethik in den heutigen Gesellschaften des Westens geht, wird in der Vorlesung ein Ansatz der Wirtschaftsethik vorgestellt und dann vor allem aufgezeigt, wie sich Orientierungen der katholischen Sozialtradition (insbesondere päpstliche Sozialverkündigung, Reflexionen Nell-Breunings und anderer "Solidaristen") in diesen Ansatz integrieren lassen. Neben Grundlegungsimpulsen der eigenen Sozialtradition wird es dabei um die beiden wichtigsten traditionellen "Lehrstücke" gehen: um die Eigentumsethik und die Lehre vom gerechten Lohn. Für beide wird die Geschichte in der kirchlichen Sozialverkündigung skizziert und nach Anregungen für Antworten auf heutige Problemlagen gesucht.

Literatur

* Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik, Paderborn 1998.

 

* Brenner, Andreas: WirtschaftsEthik. Das Lehr- und Lesebuch, Würzburg 2018.

 

* Bundesverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (Hg.): Texte zur katholischen Soziallehre, 9. Aufl., Köln 2007.

 

* Emunds, Bernhard: Politische Wirtschaftsethik globaler Finanzmärkte, 2014. (Grundlegungskapitel 1 und 3).

 

* Jähnichen, Traugott/Wiemeyer, Joachim: Wirtschaftsethik 4.0. Der digitale Wandel als wirtschaftsethische Herausforderung (Ethik - Grundlagen und Handlungsfelder 15), Stuttgart 2020.

 

* Kubon-Gilke, Gisela/Maier-Rigaud, Remi: Utopien und Sozialpolitik. Über die Orientierungsfunktion von Gesellschaftsmodellen, Marburg 2020

 

* Nell-Breuning, Oswald von: Gerechtigkeit und Freiheit. Grundzüge katholischer Soziallehre, 2. Aufl., München 1985.

Leistungsnachweis

Mag Theol M13: Gemeinsame Kommissionsprüfung mit Religionspädagogik. BA Phil P11: Mündliche Kommissionsprüfung mit einer Vorlesung in Medizinischer Ethik oder einer Vorlesung in einem anderen Bereich angewandter Ethik: Debatte zu einem Fallbeispiel. BA Phil P10 (dann statt Vorlesung "Politische Ethik"): mündliche Prüfung.

 

63

Kolloquium zur Vorlesung "Kooperieren zum Wohle aller - Impulse einer katholischen Wirtschaftsethik"

Degan / Reiners

Koll G P10M13 P11
1 st. - 1.5 (nur für P10 P11) LP

Do 16.15 – 17.50
Termine:
22.04.2021, 06.05.2021, 20.05.2021, 27.05.2021, 10.06.2021, 24.06.2021, 08.07.2021

 

Vor- und Nachbereitung der Vorlesung „Kooperieren zum Wohle aller - Impulse einer katholischen Wirtschaftsethik“ anhand von einschlägigen Texten

Literatur

Vgl. die Angaben zur Vorlesung

Leistungsnachweis

Vgl. die Angaben zur Vorlesung

 

86

Komponieren für eine Kirche im Wandel? – Beispiele und Reflexionen zur Kirchenmusik im 21. Jahrhundert

Föller

Ü G P13 M22
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Bereits vor dem II. Vatikanum geriet im katholischen wie im evangelischen Bereich die vermeintlich erstarrte kirchenmusikalische Szene in Bewegung. Einerseits wuchs die Vorstellung und das Bedürfnis, durch „passende“ Lieder und Gesänge dem sich veränderndem „Lebensgefühl“ und einer „differenzierten“ Glaubenshaltung auch musikalisch Ausdruck zu verleihen: das Neue Geistliche Lied, das noch in den 70er Jahren den heftigen Widerstand der musikalischen Fachwelt hervorrief, gehört heute zum festen Bestand im ökumenischen Liedrepertoire.

Andererseits stellte die sogenannte zeitgenössische E-Musik im kirchlichen Raum hohe Ansprüche an Ausführende wie Zuhörende, sodass die notwendige pastorale Akzeptanz bzw. liturgische Rezeption häufig nicht oder nur bedingt gegeben war.

Im fünften Jahrzehnt nach dem Konzil stellt sich nunmehr die Frage, in welche Richtung und auf welches Ziel hin sich künftige Kirchenmusik entwickeln wird. In der Übung sollen anhand einschlägiger Literatur diverse Strömungen und Tendenzen der Kirchenmusik des 21. Jahrhunderts zur Diskussion gestellt und Lösungsvorschläge aufgezeigt werden.

 

Literatur

Wolfgang Hochstein und Christoph Krummacher (Hg.), Geschichte der Kirchenmusik 4 (Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und die Herausforderungen der Gegenwart), Laaber 2014.

Musica sacra (Zeitschrift des Allgemeinen Cäcilienverbandes), Jahrgänge 130-140, Regensburg 2010-2021.

Corinna Dahlgrün, Die Botschaft des Evangeliums und die Sprache der Töne. Theologische Überlegungen zur Musik im Gottesdienst, in: Liturgisches Jahrbuch 56 (2006).

Wolfgang Bretschneider, Dem Sprachlosen eine Stimme geben, in: Albert Gerhards (Hg.), Kirchenmusik im 20. Jahrhundert. Erbe und Auftrag, Münster 2005.

 

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein (unbenotet)

 

87

Natur

Künstlerische Positionen zur Verhältnisbestimmung von Natur - Kultur - Technik

Scholz

Ü G P13 M22
2 st. - 3 LP

Mi 14.30 – 17.30
Termine:
14.04.2021, 28.04.2021, 12.05.2021, 26.05.2021, 09.06.2021, 23.06.2021, 07.07.2021

 

Menschen verändern durch Technik ihren Planeten derart, daß nur Technik sie vor dem Untergang retten kann. Diese selbstgeschaffene Dystopie stellt den Menschen radikal in Frage, ob seine Kulturen ihn zur Hybris verleiten, ein der Natur enthobenes Wesen zu sein, dessen dieselbe Natur sich entledigt, um als Natur zu überleben. Zunehmend wird in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts darüber reflektiert. Kunstbetrachtung, verknüpft mit philosophischen und theologischen Positionen, vertieft die Thematik und regt anthropologisch zu einer Standortbestimmung des einzelnen an, wie er sich selbst verstehen will im Kontext von Natur, Kultur und Technik.

Leistungsnachweis

Die Teilnahmebescheinigung wird erworben durch regelmäßige Teilnahme und ggf. schriftliche Ausarbeitungen im Falle einer rein digitalen Veranstaltung.

Einleitung in die Heilige Schrift

 

30

Biblische Einleitungswissenschaft II

Peetz

V G M1
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung rekonstruiert auf der Basis biblischer und außerbiblischer Quellen die Geschichte des Frühjudentums. Es handelt sich hierbei um die Epochen des hellenistischen und römischen Zeitalters von Alexander dem Großen (333 v.Chr.) bis zum Bar-Kochba-Aufstand (135 n.Chr.). Diese Geschichte stellt den Referenz- und Zeitrahmen der Entstehung der Spätschriften des Alten Testaments sowie der neutestamentlichen Schriften dar. Vor dem Hintergrund dieser Geschichte wird die Vorlesung in einem zweiten Schritt die vier neutestamentlichen Evangelien untersuchen hinsichtlich ihrer literarischen Form und Gattungszugehörigkeit, ihrer Quellen und vermutlichen Entstehungssituationen, ihrer Aussageabsichten und theologischen Grundlinien.

Literatur

Lehrbuch:

Peetz, Melanie, Das biblische Israel. Geschichte – Archäologie – Geographie (Verlag Herder), Freiburg 2018.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 1): Mündl. Prüfung Einleitungswissenschaften I und II als gemeinsame Prüfung (eine Teilung des Stoffes ist auf Wunsch der Studierenden möglich)

Exegese des Alten Testaments

 

31

Das Volk Gottes aus Israel und den Völkern

Böhler

V G M10
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Nach theoretischen Vorbemerkungen über den Bibelkanon als ganzen gehen wir die Heilige Schrift der Reihe nach durch, von der Genesis über Jesaja und Tobit zum Evangelium und den Paulusbriefen, um zu sehen, wie Gott sich ein besonderes Volk, Israel, auserwählt um sich schließlich durch Israel ein Gottesvolk aus allen Nationen, die Catholica, zu schaffen.

Literatur

D. Böhler, Der Kanon als hermeneutische Vorgabe biblischer Theologie, TheoPhil 77 (2002) 161-178; G. Lohfink, Braucht Gott die Kirche?, Freiburg 1998; D. Böhler, Zentrale Texte des Alten Testaments, Lehrbrief 6, Theologie im Fernkurs, Würzburg 2021.

Leistungsnachweis

M10: Leistungsnachweis durch Kommissionsprüfung.

 

32

Der Prophet Micha

Böhler

V G M16
2 st. - 4 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Das „Buch“ Micha stellt das Handeln Gottes an Israel als Offenbarung Gottes vor der ganzen Welt dar. Indem Gott Zion in Leiden und Untergang gibt, dann aber wunderbar wieder zum Leben erweckt und erhöht, zeigt er allen Völkern der Welt, wo der wahre Gott wohnt. Durch dieses Handeln an Israel, wird er einst, wenn Zion erhöht sein wird, alle an sich ziehen und durch das auserwählte Volk sich ein Volk aus allen Völkern erwerben.

Die Vorlesung will in einer Auslegung des Michabüchleins in seiner kanonisch gewordenen Endgestalt dessen Theologie von „Israel und den Völkern“, von „Offenbarung durch Passion und Erhöhung“ herausarbeiten.

Literatur

E. Zenger, Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart 7. Aufl., 2008, 553-558; R. Kessler, Micha, HThKAT, Freiburg i. Br. 1999; J.L. Mays, Micah. A Commentary (OTL), Philadelphia 1976; H.W. Wolff, Dodekapropheton 4. Micha (BK AT XIV 4), Neukirchen-Vluyn 1982.

Leistungsnachweis

M 16: Kommissionsprüfung

 

33

Hebräische Lektüre (Micha)

Böhler

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Literatur

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

 

34

Alttestamentliches Oberseminar

Böhler

OS A
1 st. - 4 LP

nach Vereinbarung

 

Die Arbeiten der teilnehmenden Doktoranden werden besprochen.

Literatur

Teilnahmebestätigung

Leistungsnachweis

Exegese des Neuen Testaments

 

35

Ethische Texte in den Briefen des Apostels Paulus

Wucherpfennig

V G M16
2 st. - 4 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Was sollen wir tun?, ist eine ethische Grundfrage. Wer trennscharfe, eindeutige und unmittelbar einleuchtende Handlungsanweisungen auf diese Frage sucht, hat mit Paulus zum falschen Autor gegriffen. Paulus schreibt oft widersprüchlich und verstörend für heutiges Verstehen. Als pharisäisch und hellenistisch gebildeter Jude und als "Seelsorger" seiner Gemeinden haben ihn die Fragen christlichen Handelns allerdings leidenschaftlich beschäftigt. Seine Briefe belegen, wie die ersten Gemeinden in der Tora und in ihrer hellenistisch-römischen Umwelt nach Orientierungen für ihr solidarisches Handeln suchen. Sie sind daher vergleichbar mit einem frühchristlichen ethischen Laboratorium.

Einer der wichtigsten sozialen Orte für ihre ethische Reflexion war die Versammlung bei der Eucharistiefeier. Als Erinnerung an das letzte Mahl Jesu war sie gleichzeitg auch ein wichtiger inhaltlicher Impuls für verantwortungsbewusstes Handeln.

Die Vorlesung im kommenden Semester gliedert sich in 3 Teile. Der erste untersucht die sozialgeschichtlichen Bedingungen der paulinischen Gemeinden und ihrer Versammlungen. Ein zweiter Abschnitt geht ethischen Fragen im historischen Kontext um Paulus nach. Der dritte Abschnitt versteht die Paulusbriefe als Quelle für biblische Perspektiven zu aktuellen ethischen Fragen (Kommunitarismus oder Liberalismus und Ökologie).

Literatur

In Auswahl (genauere Angaben bei der Vorlesung)

 

Bultmann, Rudolf, Das Problem der Ethik bei Paulus, in: Ders. Exegetica, Tübingen 1967, 36-54.

Finsterbusch, Karin, Die Thora als Lebensweisung für Heidenchristen. Studien zur Bedeutung der Thora für die paulinische Ethik, StUNT 20, Göttingen 1996.

Hays, Richard, The Moral Vision of the New Testament. Community, Cross, New Creation. A contemporary Introduction to New Testament Ethics, Edinburgh 1998.

Horrell, David G., The Making of Christian Morality. Reading Paul in Ancient and Modern Contexts, Grand Rapids, MI, 2019.

Schmeller, Thomas, Hierachie und Egalität. Eine sozialgeschichtliche Untersuchung paulinischer Gemeinden und griechisch-römischer Vereine, SBS 162, Stuttgart 1995.

Schmeller, Thomas, Neutestamentliches Gruppenethos, in: Beutler, J. (Hg.), Der neue Mensch in Christus. Hellenistische Anthropologie und Ethik im Neuen Testament, QD 190, Freiburg i. Br. 2001, 120-134.

Schottroff, Luise, "Wir richten die Tora auf" (Röm 3,31 und 1 Kor 5,1-13). Freiheit und Recht bei Paulus, in: Hardmeier, C., Kessler, R., Ruwe, A. (Hg.), Freiheit und Recht (FS Crüsemann), Gütersloh 2003, 429-450.

Schottroff, Luise, Der erste Brief an die Gemeinde in Korinth, ThKNT 7, Stuttgart 2013.

Söding, Thomas, Das Liebesgebot bei Paulus. Die Mahnung zur Agape im Rahmen der paulinischen Ethik, NTA 26, Münster 1995.

Theobald, Michael, Studien zum Römerbrief, WUNT 136, Tübingen 2001.

Zimmermann, Ruben, Die Logik der Liebe. Die 'implizite Ethik der Paulusbriefe am Beispiel des 1. Korintherbriefs, BThS 162, Neukirchen-Vluyn 2016.

 

Leistungsnachweis

Mag. Theol. Modul 16: Paulusbriefe (Teil der Kommissionsprüfung mit Exegese AT)

 

36

Griechische Lektüre

Wucherpfennig

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Gegenstand der griechischen Lektüre ist die Übersetzung der Passagen der Paulusbriefe, die in der Vorlesung "ethische Texte in den Briefen des Paulus" behandelt werden.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis möglich.

 

37

Narrative Ethik im Neuen Testament

Wucherpfennig

OS A G - 4 LP

Do 16.15 – 17.50
Termine:
22.04.2021, 06.05.2021, 20.05.2021, 10.06.2021, 24.06.2021, 08.07.2021
Gemeinsamer Oberseminartag mit den Universitäten Gießen, Mainz und Frankfurt am Sa 12.06.2021, 10.00 – 16.00

 

Das Oberseminar dient zum einen dem Vorstellen eigener Arbeitsprojekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Anregungen zu exegetischer Literatur.

 

Darüber hinaus folgt das Oberseminar folgendem Thema: Biblische Ethik ist in weiten Teilen eine implizite Ethik in Erzähltexten, die mithilfe narratologischer Methoden untersucht werden können. Wie sich über Erzählungen Handlungsorientierungen und Werturteile vermitteln, soll anhand von Theorien und Modellen und an konkreten Texten studiert werden.

Literatur

Über die Literatur wird jeweils zu den Seminarsitzungen informiert.

Leistungsnachweis

In Absprache kann ein Leistungsnachweis für ein Seminar in Exegese Neues Testament erworben werden, der im weiterführenden Studium des postgradualen Programms oder in Modul 16 im Magister Theologie-Studium eingebracht werden kann.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende im postgradualen Studium. Es ist darüber hinaus offen für alle, die mehr an biblischer Theologie und am Neuen Testament interessiert sind als im normalen Magister-Theologie-Studium vorausgesetzt.

Kirchengeschichte

 

40

Kirchenbilder in Mittelalter und Neuzeit

Steiner

V G M10
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Die Frage nach Macht, ihrer Kontrolle und einem transparenten Umgang mit ihr stellt sich nicht erst nach den Erfahrungen der letzten Jahre und in den Debatten des Synodalen Weges. Es ist eine Frage, die die Kirche seit ihren Ursprüngen beschäftig. Ziel der Vorlesung ist es, der Frage nach der Macht in der Kirche und ihrer Begründung vom Hochmittelalter bis zum II. Vatikanum nachzugehen. Ein besonderer Schwerpunkt bildet dabei das Verhältnis von Papst und Konzil und dem Ringen dieser beiden Institutionen um Macht und Kontrolle.

Literatur

Giuseppe, Alberigo (Hg.), Geschichte der Konzilien. Vom Nicaenum bis zum Vaticanum II, Wiesbaden 1998.

Yves Congar, Die Lehre von der Kirche, 2 Bde., Freiburg/Br. 1971 (HDG 3c-d).

Wolfgang Klausnitzer, Das Papstamt im Disput zwischen Lutheranern und Katholiken, Innsbruck 1987 (Innsbrucker theologische Studien 20).

Wolfgang Klausnitzer, Der Primat des Bischofs von Rom, Freiburg/Br. 2004.

Peter Neuner (Hg.), Ekklesiologie, 2 Bde., Graz 1994-1995 Texte zur Theologie 5).

Francis Oakley, The Conciliarist Tradition. Constitutionalism in the Catholic Church 1300-1870, Oxford 2003.

Klaus Schatz, Allgemeine Konzilien. Brennpunkte der Kirchengeschichte, Paderborn 2008².

Klaus Schatz, Der päpstliche Primat. Seine Geschichte von den Ursprüngen bis zur Gegenwart, Würzburg 1990.

Bernward Schmidt /Hubert Wolf (Hg.), Ekklesiologische Alternativen? Monarchischer Papat und Formen kollegialer Kirchenleitung (15.-20. Jahrhundert), Münster 2012.

Bernward Schmidt, Die Konzilien und der Papst. Von Pisa (1409) bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65), Freiburg/Br. 2013.

Herman-Josef Sieben, Die katholische Konzilsidee von der Reformation bis zur Aufklärung, Paderborn 1988.

Herman-Josef Sieben, Die Konzilsidee des lateinischen Mittelaleters 847-1378, Paderborn 1984.

Herman-Josef Sieben, Katholische Konzilsidee im 19. und 20. Jahrhundert, Paderborn 1993.

Herman-Josef Sieben, Traktate und Theorien zum Konzil. Vom Beginn des großen Schismas bis zum Vorabend der Reformation, Frankfurt am Main 1983 (Frankfurter theologische Studien 30).

Herman-Josef Sieben, Vom Apostelkonzil zum Ersten Vaticanum. Studien zur Geschichte der Konzilsidee, Paderborn 1996.

Herman-Josef Sieben, Die Partikularsynode. Studien zur Geschichte der Konzilsidee, Frankfurt am Main 1990.

Josef Wohlmuth (Hg.), Dekrete der ökumenischen Konzilien / Conciliorum Oecumenicorum Decreta, 3 Bde., Paderborn 1998-2002.

Leistungsnachweis

M 10 Mdl. Kommissionsprüfung

 

41

Frauen in der frühen Kirche

J. Arnold / Hainthaler

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Zwischen 2016 und 2019 wurde das Diakonat der Frau in der frühen Kirche durch eine von Papst Franziskus eingesetzte Kommission wissenschaftlich untersucht – ohne eindeutiges Ergebnis. Wie im April 2020 bekanntgegeben wurde, berät inzwischen eine neue, ebenfalls von Papst Franziskus eingerichtete Studienkommission über das gleiche Thema. Status und Aufgaben von Frauen in den christlichen Gemeinden der ersten Jahrhunderte spielen in den aktuellen Diskussionen über die Möglichkeit der Zulassung von Frauen zu kirchlichen Ämtern eine nicht unwichtige Rolle.

 

Das Seminar „Frauen in der frühen Kirche“ hat das Ziel, anhand ausgewählter Beispiele eine Bestandsaufnahme in Bezug auf Rechte, Pflichten und Entfaltungsmöglichkeiten von Christinnen in der Antike zu bieten. Vorgestellt werden sollen Persönlichkeiten wie die ‚Paulus-Schülerin‘ und Erzmärtyrerin Thekla, die Märtyrerin Perpetua, die montanistische Prophetin Priska, die geweihte Jungfrau Makrina die Jüngere, die Apostolin Georgiens Nino, die Sarazenenfürstin Mavia, die Witwe und Hieronymus-Schülerin Marcella, die Rekluse Pelagia, die Pilgerin Egeria, Augustins Mutter Monika, die adlige Diakonin Olympias von Konstantinopel, die Kaiserin Theodora sowie die fränkische Königin und spätere Diakonin und Nonne Radegundis.

 

Zu fragen ist jeweils nach der Historizität der Überlieferung, nach der Einordnung der einzelnen Persönlichkeit ins historische Umfeld, nach der Art der Darstellung (welche Werte werden betont?), nach der jeweiligen Selbsterfahrung als Frau und der Nachwirkung im Leben der Kirche und in der Theologie.

 

Literatur

Zur Einführung

 

Ahearne-Kroll, S. P. (Hg.), Women and gender in ancient religions: Interdisciplinary approaches, Tübingen 2010.

 

Albrecht, R., Das Leben der heiligen Makrina auf dem Hintergrund der Thekla-Traditionen. Studien zu den Ursprüngen des weiblichen Mönchtums im 4. Jahrhundert in Kleinasien, Göttingen 1986.

 

Aspegren, K., The Male Woman. A Feminine Ideal in the Early Church, ed. R. Kieffer, Uppsala 1990 (Rezension: ZKG 104 [1993] 89-91 [A. Jensen])

 

Biernath, A., Mißverstandene Gleichheit: die Frau in der frühen Kirche zwischen Charisma und Amt, Stuttgart 2005.

 

Børresen, K. E. / Prinzivalli, E. (Hg.), Christliche Autoren der Antike, Stuttgart 2016.

 

Eisen, U. E., Amtsträgerinnen im frühen Christentum. Epigraphische und literarische Studien, Göttingen 1996.

 

Eisen, U. E., Doing gender – doing religion: Fallstudien zur Intersektionalität im frühen Judentum, Christentum und Islam, Tübingen 2013.

 

Hainthaler, Th., Diakonat der Frau, in: M. Eckholt/U. Link-Wieczorek/D. Sattler/A. Strübind (Hg.), Frauen in kirchlichen Ämtern. Reformbewegungen in der Ökumene, Freiburg i.B., S. 232–246.

 

Hofmann, J., Frauen, die die Kirche prägten. Lebensbilder aus den ersten sechs Jahrhunderten, St. Ottilien 1998.

 

Jensen, A., Frauen im frühen Christentum, Bern 2002.

 

Jensen, A., Gottes selbstbewußte Töchter. Frauenemanzipation im frühen Christentum?, Freiburg 1992.

 

Lehtipuu, O. / Petersen, S. (Hg.), Antike christliche Apokryphen. Marginalisierte Texte des frühen Christentums, Stuttgart 2020.

 

Mayer, Cornelius, Würde und Rolle der Frau in der Spätantike. Beiträge des II. Würzburger Augustinus-Studientages am 3. Juli 2004, Würzburg 2007.

 

Nürnberg, R., "Non decet neque necessarium est, ut mulieres doceant". Überlegungen zum altkirchlichen Lehrverbot für Frauen, in: Jahrbuch für Antike und Christentum 31 (1988) 57-73.

 

Petrey, T. G. (Hg.), Re-making the world, Christianity and categories. Essays in honor of Karen L. King, Tübingen 2019.

 

Sawyer, D. F., Women and religion in the first Christian centuries, London 1996.

 

Thraede, K., Art. Frau, in: Reallexikon für Antike und Christentum 8 (1972) 197–269.

 

Vogt, K., „Männlichwerden“ - Aspekte einer urchristlichen Anthropologie, in: Concilium 21 (1985) 434–442.

 

Winkler, D. W. (Hg.), Diakonat der Frau. Befunde aus biblischer, patristischer, ostkirchlicher, liturgischer und systematisch-theologischer Perspektive, Wien 2010.

 

Literatur zu einzelnen Persönlichkeiten wird im Laufe des Seminars angegeben.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 15 und 23: Durch wöchentliche vorbereitende Übersetzung eines Textabschnitts aus dem Griechischen oder Lateinischen und Bearbeitung ausgewählter Fragen, kontinuierliche Beteiligung an der Besprechung der Texte, Übernahme eines Referats und Verfassen einer Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in (Alter) Kirchengeschichte/Patrologie erworben werden.

Hinweise

Solide Griechisch- und Lateinkenntnisse werden im Hinblick auf die Diskussion der Quellen vorausgesetzt.

 

42

Kirche im Angesicht von Pandemien

Steiner

V G M17
2 st. - 4.5 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Immer wieder sahen sich Kirche und Theologie mit Pandemien und Seuchen konfrontiert. Die Vorlesung geht zunächst den Ursprüngen der Seuchen nach, um dann Reaktionen der kirchlichen Hierarchie, Folgen für die Arbeit der Kirche und einige Auswirkungen auf die Frömmigkeit zu skizzieren. Dabei werden auch verschiedene langfristige Folgen in den Blick genommen wie beispielsweise in Folge der Großen Pest 1347-1353 das gesunkene intellektuelle und sittliche Niveau des Klerus. Zwar können Krisenzeiten ein Anstoß für Transformationen sein, normalerweise beschleunigen und radikalisieren sie aber nur Prozesse, die unterschwellig schon seit längerem im Gang sind.

Literatur

Klaus Bergdolt, Die Pest. Geschichte des Schwarzen Todes, München 2011².

Klaus Bergdolt (Hg.), Die Pest 1348 in Italien. Fünfzig zeitgenössische Quellen, Heidelberg 1989.

Klaus Bergdolt, Der Schwarze Tod in Europa. Die Große Pest und das Ende des Mittelalters, München 1994.

Jean-Noël Biraben, Les hommes et la peste en France et dans les pays européens et méditeranéens, 2 Bde, Paris 1975-76.

Heinrich Dormeier, Die Flucht vor der Pest als religiöses Problem, in: Klaus Schreiner (Hg.), Laienfrömmigkeit im späten Mittelalter (Schriften des Historischen Kollegs 20), München 1992, 331-397.

Wolfgang Uwe Eckart /Robert Jütte, Medizingeschichte. Eine Einführung, Köln 2014².

Thilo Esser, Pest, Heilsangst und Frömmigkeit. Studien zur Bewältigung der Pest am Ausgang des Mittelalters (MThA 58), Altenberge 1999.

Thilo Esser, Die Pest – Strafe Gottes oder Naturphänomen? Eine frömmigkeitsgeschichtliche Untersuchung zu Pesttraktaten des 15. Jahrhunderts, in: ZKG 108 (1997), 32-57.

Kurt Flasch, Giovanni Boccaccio. Poesie nach der Pest (excerpta classica 19), Mainz 1992.

František Graus, Pest – Geissler – Judenmorde, (VMPIG 86) Göttingen 1987.

John Henderson, Florence under Siege. Surviving Plague in an Early Modern City, New Haven u.a. 2019.

David Herlihy, Der schwarze Tod und die Verwandlung Europas, Berlin 2007².

Kay Peter Jankrift, Krankheit und Heilkunde im Mittelalter, Darmstadt 2012².

Stefan Leenen (Hg.), Pest! Eine Spurensuche, Darmstadt 2019.

William H. McNeill, Plagues and Peoples, Oxford 1977.

Mischa Meier, Die sogenannte Justiniansche Pest und ihre Folgen, in: Mischa Meier (Hg.), Pest. Die Geschichte eines Menschheitstraumas, Stuttgart 2005, 86-107.

Mischa Meier (Hg.), Pest. Die Geschichte eines Menschheitstraumas, Stuttgart 2005.

Klaus Militzer, Bruderschaften als Ausdruck der Volksfrömmigkeit und des Wegs zu Gott und in das Paradies, in: Mirabilia 2 (2002), 124-138.

David Nirenberg, Anti-Judaismus. Eine andere Geschichte des westlichen Denkens, München 2015.

Volker Reinhardt, Die Macht der Seuche. Wie die Große Pest die Welt veränderte 1347-1353, München 2021.

Jacques Ruffié / Jean-Charles Sourina, Die Seuchen in der Geschichte der Menschheit, München 1992.

Paul Slack, Die Pest, Stuttgart 2015.

Niccolo Steiner, Kirche im Angesicht des Schwarzen Todes 1347-1353, in: MThZ 71 (2020), 310-328.

Manfred Vasold, Pest, Not und schwere Plagen. Seuchen und Epidemien vom Mittelalter bis heute, München 1991.

Bernd Ingolf Zaddach, Die Folgen des Schwarzen Todes (1347–1351) für den Klerus Mitteleuropas (Forschungen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 17), Stuttgart 1971.

Philip Ziegler, The Black Death, London 1972.

 

Leistungsnachweis

Voraussetzung: Übung zur Vorlesung - aktive Mitarbeit und Essay Abschluss: Kommissionsprüfung

 

43

Übung zur Vorlesung "Kirche im Angesicht von Pandemien"

König

Ü M17
1 st. - 1.5 LP

Mi 16.15 – 17.50
Termine:
21.04.2021, 05.05.2021, 19.05.2021, 02.06.2021, 16.06.2021, 30.06.2021, 14.07.2021

 

Lektüre antiker, mittelalterlicher und neuzeitlicher Quellen zum Thema "Kirche im Angesicht von Pandemien".

Im Blickpunkt stehen zunächst die Beschreibungen der so genannten "Attischen Seuche" während des Peleponnesischen Krieges im 5. vorchristlichen Jh. durch den griechischen Geschichtsschreiber Thukydides. Mit Cyprians Schrift "De mortalitate" ist für uns erstmals eine christliche Stimme greifbar, die sich zu einer Epidemie äußert: der "Cyprianischen Pest" im 3. Jh. Päpstliche Strategien zur religiösen und sozialen Bewältigung des Epidemiegeschehens begegnen uns exemplarisch im Wirken der Päpste Gregor der Große (+604) und Franziskus. Erhellend ist der Blick in die "Legenda Aurea" des Jacobus von Voragine, der Erzählungen über Heilige, u. a. die Pestheiligen Rochus und Sebastian, für das Mittelalter wirkkräftig aufbereitet. Giovanni Boccaccios Novellensammlung "Decamerone" zeigt die Krise des Spätmittelalters auf, die durch den Pestausbruch 1348 verschärft wird. In der Neuzeit sind es insbesondere die sozial-caritativen Orden des 19. Jahrhunderts, die sich - teils bis heute - für die Opfer von Epidemien einsetzen. In Albert Camus' berühmtem Roman "La peste" von 1947 dient die Pestepidemie als Symbol für die rasante Ausbreitung nationalistischer Ideologie, konkret für die Besatzung Frankreichs durch Nazi-Deutschland 1940-1944. Unser Blick gilt schließlich der Thematik HIV/AIDS, in der sich sowohl (kirchen)historische als auch systematisch- und praktisch-theologische Perspektiven und Fragestellungen bündeln.

Nach Möglichkeit findet an einem der Termine eine Exkursion zur Frankfurter Aidshilfe statt (je nach Pandemielage alternativ ein digitaler Austausch mit einem Mitarbeiter der Aidshilfe).

Literatur

Primärliteratur:

Thukydides: Geschichte des Peleponnesischen Krieges, griech.-dt., hg. von Georg Peter Landmann, 2 Bde., Darmstadt 1993.

Cyprian von Karthago: Über die Sterblichkeit (BKV 1, Bd. 34). (online verfügbar unter: bkv.unifr.ch/works/99/versions/112/divisions/48859)

Gregor von Tours: Zehn Bücher Geschichten / Historia ecclesiasticae Francorum libri X, übers. von Werner Giesebrecht, bearb. von Rudolf Buchner, 9. Aufl., Darmstadt 2000.

Jacobus de Voragine: Legenda Aurea / Goldene Legende, lat.-dt. (FC Sonderausgabe).

Giovanni Boccaccio: Poesie nach der Pest. Der Anfang des "Decameron", ital.-dt., übers. von Kurt Flasch, Mainz 1992.

Albert Camus: La Peste, Paris 1947.

Philipp Roth: Nemesis, Reinbeck 2012.

 

Sekundärliteratur:

Jörg Ernesti: Vertraute Zeichen und heilige Nüchternheit. Papst Franziskus in der Corona-Krise, in: Ders. / Martin Lintner (Hg.): Die Corona-Krise: Strafe Gottes oder Chance? / La crisi da Coronavirus: punizione divina o opportunità?, Brixen 2021, 61-73.

Mark Honigsbaum: Das Jahrhundert der Pandemien, übers. von Monika Niehaus und Susanne Warmuth, München 2021.

Hartmut Leppin: Gregor der Große. Die heilsame Seuche, in: Mischa Meier (Hg.): Pest. Geschichte eines Menschheitstraumas, Stuttgart 2005, 108-116.

Jürgen Strothmann: Der 'Schwarze Tod' - Politische Folgen und die 'Krise' des Spätmittelalters, in: Mischa Meier (Hg.): Pest. Geschichte eines Menschheitstraumas, Stuttgart 2005, 179-200.

Joachim Piepke: "Das Virus ist in unseren Leib eingedrungen". AIDS als Anfrage an das Gottes-, Menschen- und Selbstbild der Kirche, in: Thomas Herkert / Norbert Kößmeier (Hg.): Der Leib Christi hat AIDS. Eine Epidemie als Herausforderung für die Kirche, Freiburg/Br. 2004, 45-76.

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme an allen Sitzungen (und ggf. an der Exkursion) mit vorbereitender Lektüre der Texte sowie Abfassung und Abgabe eines wissenschaftlichen Essays (3-4 Seiten).

 

44

Patristisches Oberseminar

J. Arnold

auf persönliche Einladung durch den Dozenten

OS A
1 st. - 4 LP

nach Vereinbarung

 

Das patristische Oberseminar dient der Vorbereitung der für Oktober geplanten Fahrt nach Frankreich auf den Spuren des frühen Christentums in Gallien.

Literatur

Wird zu den einzelnen Seminarsitzungen angegeben bzw. zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis

Hinweise

Teilnahme auf Einladung des Dozenten.

Fundamentaltheologie

 

50

Offenbarungs- und Religionskritik II

Löffler

V G M19
1 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10
(bis zum 28.05.2021)

 

Die Vorlesung bietet eine Vertiefung im Bereich der Offenbarungs- und Religionskritik anhand von drei ausgewählten Schwerpunkten: a) Atheistische Religionskritik (Feuerbach, Marx, Nietzsche), b) Theologische Religionskritik (Barth, Tillich) und c) Interreligiöse Religionskritik (am Beispiel der Herausforderung des christlichen Glaubens durch den Buddhismus).

Literatur

Die einschlägige Literatur wird in der Vorlesung bekanntgegeben. Einen guten Überblick über die drei Schwerpunkte bieten:

a) Hans Küng, Existiert Gott? München 1978, 221-469;

b) Hans-Joachim Kraus, Theologische Religionskritik. Neukirchen-Vluyn 1982.

c) Franco Sottocornola / Maria De Giorgi, A Christian-Catholic Appraisal of Buddhism, in: Karl Josef Becker / Ilaria Morali (Hg.), Catholic Engagement with World Religions. A Comprehensive Study. Maryknoll 2010, 443-458.

Leistungsnachweis

Bestandteil der Magister-Schlussprüfung

Hinweise

Die Vorlesung findet doppelstündig in der ersten Semesterhälfte statt.

 

51

Kolloquium zur Vorlesung "Offenbarungs- und Religionskritik II"

Löffler

Koll G M19
1 st.

nach Vereinbarung

 

Das Kolloquium bietet die Möglichkeit, die Inhalte der Vorlesung zu vertiefen und zu diskutieren.

Leistungsnachweis

Hinweise

Termine nach Vereinbarung.

 

52

Political Pentecostalism: understanding the phenomenon – theological underpinnings – pastoral implications.

(Lehrveranstaltung in Englisch)

Luber / Bedin-Fontana

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 16.15 – 17.50
1. Blocktag: 19.06.2021, 10.00 – 18.00
2. Tagung: 28.–30.07.2021, jeweils 13.00 – 17.00
3. Blocktag: 31.07.2021, 10.00 – 16.00

 

In this seminar we are going to explore the phenomenon of Political Pentecostalism. We'll focus on the social, civil and political engagement of evangelical, pentecostal and neocharismatic agents. Based on empirical findings we'll look on plurality of agency, organizational forms and local contexts in socio-economic setups (networks, movements, megachurches, profession oriented churches, etc). Central to our discussion are the theological foundations (dominion theology, etc.) for following new ways of world reference, for example, eschatological interpretations. The theological argumentation requires research on the genealogical background and includes comparison with the evolution of catholic positions.

Literatur

- Bibliographical studies ed. by Dr. Bedin-Fontana (provided by IWM):

+ Carranza / Perez Guadalupe: Latin America and Brasil

+ Heuser / Obadare: Dominion theology, Nigeria

+ Jayeel: Asia and Philippines

 

- Afolayan, Adeshina/Yacob-Haliso, Olajumoke/Falola, Toyin (Hg.): Pentecostalism and Politics in Africa, Cham 2018.

- Freston, Paul: Evangelical Christianity and Democracy in Latin America, Oxford; New York 2008.

- Hunt, Stephen (Hg.): Handbook of Megachurches, Leiden; Boston 2019 (Brill Handbooks on Contemporary Religion 19), open source.

- Maltese, Giovanni: Pentekostalismus, Politik und Gesellschaft in den Philippinen, Baden-Baden 2017 (Religion in der Gesellschaft 42).

- Marshall, Ruth: Political Spiritualities: The Pentecostal Revolution in Nigeria, Chicago 2009.

- Yong, Amos: In the days of Caesar: Pentecostalism and political theology, Grand Rapids, Mich 2010 (The Cadbury lectures 2009).

Leistungsnachweis

Durch ein Referat, aktive Mitarbeit und eine Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in systematischer Theologie/Missionswissenschaft erworben werden.

Hinweise

Requires active English language skills

Dogmatik

 

53

Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte

Ansorge

V G M3
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Theologie als vernunftgeleitete Reflexion über Gott und sein Heilswirken vollzieht sich nicht voraussetzungslos, sondern immer in Auseinandersetzung mit Begriffsformen und Problemkonstellationen einer jeweiligen Zeit. Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die großen Epochen der Theologiegeschichte, indem sie deren grundlegende Fragestellungen und Antwortversuche im Rahmen ihrer jeweiligen Zeit vorstellt und diskutiert.

Literatur

Dirk Ansorge, Kleine Geschichte der christlichen Theologie. Epochen, Denker, Weichenstellungen, Regensburg, 2. Aufl. 2021.

Alister E. McGrath, Der Weg der christlichen Theologie. Eine Einführung, München 1997.

Wolfgang Pauly (Hg.), Geschichte der christlichen Theologie, Darmstadt 2008.

Michael Schneider, Geschichte der Theologie von der Neuzeit bis zur Gegenwart. Skizzen zu grundlegenden Fragen und Ansätzen in der katholischen Dogmatik, Köln 2011.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: mündliche Prüfung M3 (Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte)

 

54

Tutorial in English: Magisterial epochs and turning points of Christian Theology

Ansorge

entfällt im SoSe 2021

V G M3
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

entfällt im SoSe 2021

Leistungsnachweis

 

55

Ekklesiologie I (Die Lehre von der Kirche)

Ansorge

V G M10
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

In der Kraft des Heiligen Geistes geeint, versteht sich die Kirche als hervorgegangen aus der Initiative des dreifaltigen Gottes. Die Menschwerdung des göttlichen Sohnes verdeutlicht, dass Gott das Heil der Menschen in konkreter geschichtlicher Vermittlung wirkt. Hieraus resultiert der sakramentale Charakter der Kirche, die durch Zeugnis, Gottesdienst und Nächstenliebe den Heilswillen Gottes in der Geschichte real werden lässt. Die Vorlesung erläutert die biblischen Grundlagen des katholischen Kirchenverständnisses, zeichnet dessen Entwicklung in der Geschichte nach und diskutiert ökumenische Perspektiven der Gegenwart.

Literatur

Karlheinz Menke, Sakramentalität. Wesen und Wunde des Katholizismus, Regensburg 2012.

Walter Kasper, Katholische Kirche. Wesen – Wirklichkeit – Sendung, Freiburg – Basel – Wien 2011.

Jürgen Werbick, Kirche. Ein ekklesiologischer Entwurf für Studium und Praxis, Freiburg – Basel – Wien 1994.

Georg Kraus, Die Kirche - Gemeinschaft des Heils. Ekklesiologie im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, Regensburg 2012.

Gregor Maria Hoff, Ekklesiologie. Gegenwärtig - Glauben - Denken, Paderborn 2011.

Walter Simonis, Die Kirche Christi. Ekklesiologie, Düsseldorf 2005.

Miroslav Volf, Trinität und Gemeinschaft. Eine ökumenische Ekklesiologie, Mainz/Neukirchen-Vluyn 1996.

Jürgen Moltmann, Kirche in der Kraft des Geistes. Ein Beitrag zur messianischen Ekklesiologie, München 1975.

Ralf Miggelbrink, Einführung in die Lehre von der Kirche, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003.

Medard Kehl, Die Kirche. Eine katholische Ekklesiologie, 4. Auflage, Würzburg 1993.

Michael Böhnke, Kirche in der Glaubenskrise. Eine pneumatologische Skizze zur Ekklesiologie und zugleich eine theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Freiburg u.a. 2013.

Alex Stock, Poetische Dogmatik. Ekklesiologie, 2 Bde., Paderborn 2014-1016.

Joseph Schumacher, Die Kirche Christi, ihre Genese und ihr Anspruch, Aachen 2015.

Sven Grosse, Ich glaube an die Eine Kirche. Eine ökumenische Ekklesiologie, Paderborn 2015.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Kommissionsprüfung M10

 

56

Glaube und Unglaube in systematischer Perspektive

Vechtel / Specker

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 14.30 – 16.05

 

In einer bereits vor einigen Jahren realisierten Umfrage unter Jugendlichen in Leipzig lautete die Antwort auf die Frage, ob sie eher religiös oder eher atheistisch seien: Weder noch, normal halt. Nicht die Existenz Gottes, sondern die Frage nach Gott sei fraglich geworden, folgert deshalb Magnus Lerch in der neuesten Communio-Ausgabe. Nicht allein die Rationalität, sondern die Relevanz des Glaubens ist alles andere als einsichtig. Selbst ein italienischer Theologe spricht deshalb ohne Schaum vor dem Mund von den Millenials als der „ersten ungläubigen Generation“ (Matteo). Die Optionalität und Unselbstverständlichkeit des Glaubens bekommen damit noch einmal eine neue Schärfe. Nun verschwindet mit der religiösen Indifferenz der Glaube keineswegs. Im Gegenteil: Wiederholt wurde ausgearbeitet, dass der christliche Glaube vor allem in der westlichen Welt zur Entscheidungsreligion wird. Doch eine solche Form des Entscheidungsglaubens und die damit verbundene Glaubensgewissheit ist nicht unproblematisch. Nicht nur im Christentum kann sie mit Abgrenzung, Überlegenheit und Exklusivität einhergehen. Eine solche, vor allen Dingen auf Differenzziehung ausgelegte Form des Entscheidungsglaubens hat auch Auswirkungen auf das Verhältnis von Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften zu Staat und Gesellschaft. So registriert Katja Voges von Missio, dass die Differenz von Glaube und Unglaube weltweit zunehmend Leitdifferenz oder zumindest Implikation staatlichen und gesellschaftlichen Handelns ist – oftmals zu Ungunsten von Glaubensgemeinschaften. Diese Verquickung von steigender Indifferenz und identitärer Differenzziehung stellen vor zumindest zwei grundlegende theologische Probleme:

a) Die religiöse Indifferenz, die durchaus nicht mit einer humanen Gleichgültigkeit und Egoismus einhergeht, lässt fraglich erscheinen, inwiefern der Gottesglaube tatsächlich zum erfüllten Menschsein hinzugehört. Kurz, sie hinterfragt die Verbindung von Glaube und Anthropologie.

b) Die problematischen Formen religiöser Entschiedenheit lassen fraglich erscheinen, was ein „starker Glaube“ ist, ob er eine inhärente Tendenz zu religiöser Intoleranz hat und welche Formen von Glaubensgewissheit auch zwischenmenschlich verantwortbar sind.

Ausgehend von diesen grundlegenden Befunden wird sich das Seminar mit klassischen und gegenwärtigen christlichen Glaubensverständnissen auseinandersetzen.

 

 

 

Literatur

Zum Einlesen:

Erhard Kunz, Glaubwürdigkeitserkenntnis und Glaube (Analysis fidei), Handbuch der Fundamtentaltheologie Bd. 4, Freiburg 1988, 414-449.

Lerch, Magnus: Wenn ohne Gott nichts fehlt: religiöse Indifferenz. In: Communio 50 (2021), 4-21.

 

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 15 und M 23: Seminarnachweis systematische Theologie/Dogmatik. Für jede Woche werden Texte vorbereitend gelesen. Zur Sicherung des gemeinsamen Verständnisses fertigen alle Teilnehmenden eine 1- bis 2-seitige Zusammenfassung an. Das Gesamt der Zusammenfassung bildet die Hausarbeit. Regelmäßige Teilnahme und mündliche Mitarbeit gehören zum Erwerb eines Leistungsnachweises dazu.

 

57

Oberseminar für Lizenziand*innen und Doktorand*innen

Ansorge / Vechtel

OS A - 4 LP

Termine nach Vereinbarung

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

(wird jeweils zur einzelnen Sitzung gesondert bekannt gegeben)

Leistungsnachweis

Moraltheologie

 

58

Einführung in die theologische Ethik - am Beispiel der Umweltethik

Emunds

ProS G M3
2 st. - 4.5 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Das Proseminar dient der Einführung in die beiden Fächer "Moraltheologie" und "Christliche Gesellschaftsethik". Am Beispiel der Umweltethik werden die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fächer herausgearbeitet, aber auch die wichtigsten Traditionen der philosophischen Ethik (aristotelisch-thomistische Ethik, Kantische Ethiktradition, Utilitarismus) vorgestellt. Das Proseminar endet mit Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Literatur

* Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik. Einführung und Prinzipien, Paderborn 1997.

 

* Brenner, Andreas: UmweltEthik. Ein Lehr- und Lesebuch, Würzburg 2014.

 

* Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

 

* Reder, Michael/Gösele, Andreas/Köhler, Lukas/Wallacher Johannes: Umweltethik. Eine Einführung in globaler Perspektive (Grundkurs Philosophie 21), Stuutgart 2019.

 

* Roser, Dominic / Seidel, Christian: Ethik des Klimawandels. Eine Einführung, Darmstadt (2. Aufl.) 2015.

 

* Vogt, Markus: Christliche Umweltethik. Grundlagen und zentrale Herausforderungen, Freiburg/Br. 2021.

Leistungsnachweis

Vorbereitung und aktive Teilnahme an den Proseminarsitzungen, Übernahme eines Referats und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

 

59

Übung zum Proseminar "Einführung in die theologische Ethik - am Beispiel der Umweltethik"

Emunds

Ü G M3
1 st.

Do 16.15 – 17.00

 

Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars

Literatur

Vgl. die Angaben zum Proseminar

Leistungsnachweis

Diese „Übung zum Proseminar“ dient der Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises

 

60

Friedens- und Konfliktethik: Zwischen anzustrebendem Maximum und zu wahrendem Minimum

Schrage

entfällt im SoSe 2021

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 14.30 – 17.50
Termine:
19.04.2021, 03.05.2021, 17.05.2021, 31.05.2021, 14.06.2021, 28.06.2021, 12.07.2021

 

entfällt im SoSe 2021

Leistungsnachweis

 

61

Moraltheologisches Oberseminar

Koller

OS
1 st.
 

Im Oberseminar werden die laufenden Qualifikationsarbeiten und aktuelle Fragestellungen der Moraltheologie diskutiert. Die Termine werden mit den Studierenden, die derzeit eine moraltheologische Magister-, Lizentiats- oder Doktoratsarbeit verfassen, vereinbart.

Literatur

nach Vereinbarung in der Lehrveranstaltung

Leistungsnachweis

Kein Leistungsnachweis

Christliche Gesellschaftsethik

 

58

Einführung in die theologische Ethik - am Beispiel der Umweltethik

Emunds

ProS G M3
2 st. - 4.5 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Das Proseminar dient der Einführung in die beiden Fächer "Moraltheologie" und "Christliche Gesellschaftsethik". Am Beispiel der Umweltethik werden die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fächer herausgearbeitet, aber auch die wichtigsten Traditionen der philosophischen Ethik (aristotelisch-thomistische Ethik, Kantische Ethiktradition, Utilitarismus) vorgestellt. Das Proseminar endet mit Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Literatur

* Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik. Einführung und Prinzipien, Paderborn 1997.

 

* Brenner, Andreas: UmweltEthik. Ein Lehr- und Lesebuch, Würzburg 2014.

 

* Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

 

* Reder, Michael/Gösele, Andreas/Köhler, Lukas/Wallacher Johannes: Umweltethik. Eine Einführung in globaler Perspektive (Grundkurs Philosophie 21), Stuutgart 2019.

 

* Roser, Dominic / Seidel, Christian: Ethik des Klimawandels. Eine Einführung, Darmstadt (2. Aufl.) 2015.

 

* Vogt, Markus: Christliche Umweltethik. Grundlagen und zentrale Herausforderungen, Freiburg/Br. 2021.

Leistungsnachweis

Vorbereitung und aktive Teilnahme an den Proseminarsitzungen, Übernahme eines Referats und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

 

59

Übung zum Proseminar "Einführung in die theologische Ethik - am Beispiel der Umweltethik"

Emunds

Ü G M3
1 st.

Do 16.15 – 17.00

 

Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars

Literatur

Vgl. die Angaben zum Proseminar

Leistungsnachweis

Diese „Übung zum Proseminar“ dient der Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises

 

60

Friedens- und Konfliktethik: Zwischen anzustrebendem Maximum und zu wahrendem Minimum

Schrage

entfällt im SoSe 2021

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 14.30 – 17.50
Termine:
19.04.2021, 03.05.2021, 17.05.2021, 31.05.2021, 14.06.2021, 28.06.2021, 12.07.2021

 

entfällt im SoSe 2021

Leistungsnachweis

 

62

Kooperieren zum Wohle aller - Impulse einer katholischen Wirtschaftsethik

Emunds

V G P10M13 P11
2 st. - 4.5 LP (für M13) / 3 LP (für P10 P11)

Do 10.35 – 12.10

 

Die "Gemeinwidmung der Erdengüter" kann man als Ausgangspunkt einer christlichen Wirtschaftsethik begreifen: Alle wirtschaftlichen Güter - nicht nur die Ressourcen der Natur, die sich noch keiner angeeignet hat - und die Kooperation selbst, deren es zur Produktion oder Bereitstellung der Güter bedarf, soll darauf ausgerichtet werden, dass die Lebensmöglichkeiten a l l e r Menschen gemehrt werden - und eben nicht nur das Einkommen weniger.

 

Nach einer Einführung, in der es um Glauben, Handeln und Ethik in den heutigen Gesellschaften des Westens geht, wird in der Vorlesung ein Ansatz der Wirtschaftsethik vorgestellt und dann vor allem aufgezeigt, wie sich Orientierungen der katholischen Sozialtradition (insbesondere päpstliche Sozialverkündigung, Reflexionen Nell-Breunings und anderer "Solidaristen") in diesen Ansatz integrieren lassen. Neben Grundlegungsimpulsen der eigenen Sozialtradition wird es dabei um die beiden wichtigsten traditionellen "Lehrstücke" gehen: um die Eigentumsethik und die Lehre vom gerechten Lohn. Für beide wird die Geschichte in der kirchlichen Sozialverkündigung skizziert und nach Anregungen für Antworten auf heutige Problemlagen gesucht.

Literatur

* Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik, Paderborn 1998.

 

* Brenner, Andreas: WirtschaftsEthik. Das Lehr- und Lesebuch, Würzburg 2018.

 

* Bundesverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (Hg.): Texte zur katholischen Soziallehre, 9. Aufl., Köln 2007.

 

* Emunds, Bernhard: Politische Wirtschaftsethik globaler Finanzmärkte, 2014. (Grundlegungskapitel 1 und 3).

 

* Jähnichen, Traugott/Wiemeyer, Joachim: Wirtschaftsethik 4.0. Der digitale Wandel als wirtschaftsethische Herausforderung (Ethik - Grundlagen und Handlungsfelder 15), Stuttgart 2020.

 

* Kubon-Gilke, Gisela/Maier-Rigaud, Remi: Utopien und Sozialpolitik. Über die Orientierungsfunktion von Gesellschaftsmodellen, Marburg 2020

 

* Nell-Breuning, Oswald von: Gerechtigkeit und Freiheit. Grundzüge katholischer Soziallehre, 2. Aufl., München 1985.

Leistungsnachweis

Mag Theol M13: Gemeinsame Kommissionsprüfung mit Religionspädagogik. BA Phil P11: Mündliche Kommissionsprüfung mit einer Vorlesung in Medizinischer Ethik oder einer Vorlesung in einem anderen Bereich angewandter Ethik: Debatte zu einem Fallbeispiel. BA Phil P10 (dann statt Vorlesung "Politische Ethik"): mündliche Prüfung.

 

63

Kolloquium zur Vorlesung "Kooperieren zum Wohle aller - Impulse einer katholischen Wirtschaftsethik"

Degan / Reiners

Koll G P10M13 P11
1 st. - 1.5 (nur für P10 P11) LP

Termine:
22.04.2021, 06.05.2021, 20.05.2021, 27.05.2021, 10.06.2021, 24.06.2021, 08.07.2021

 

Vor- und Nachbereitung der Vorlesung „Kooperieren zum Wohle aller - Impulse einer katholischen Wirtschaftsethik“ anhand von einschlägigen Texten

Literatur

Vgl. die Angaben zur Vorlesung

Leistungsnachweis

Vgl. die Angaben zur Vorlesung

 

64

Aktuelle Studien der Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

Koll A G
1 st. - 2 LP

Termine werden noch bekannt gegeben

 

Das Doktorandenkolloquium findet gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhard Kruip (Mainz) und Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse (Tübingen) statt. Termine werden noch bekannt gegeben. Interessent*innen wenden sich bitte an nbi@sankt-georgen.de.

Leistungsnachweis

Gemeinsam mit dem Oberseminar "Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik - Eva von Redeckers Revolution für das Leben" können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

 

65

Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik:

Eva von Redeckers "Revolution für das Leben"

Emunds / Hengsbach / Mandry

OS A G
1 st. - 2 LP

Termine:
Mo 31.05.2021
Mo 14.06.2021
jeweils ganztägig

 

In den letzten Monaten fand das kapitalimuskritische und zu weitreichenden sozialen Innovationen einladende Buch "Revolution für das Leben" der Philosophin und Publizistin Eva von Redecker viel Aufmerksamkeit. An zwei ganzen Tagen m Sommersemester (31. Mai 2021 und 14, Juni 2021) werden wir die Kapitel des Buchs uns gegenseitig vorstellen und seine Kernthesen diskutieren.

Die Veranstaltung findet zusammen mit dem Lehrstuhl Moraltheologie/Sozialethik der Goethe-Universität (Prof. Dr. Christof Mandry) statt.

Interessent*innen melden sich bitte bis zum 17. Mai 2021 unter nbi@sankt-georgen.de

 

Leistungsnachweis

 

Gemeinsam mit dem Doktorandenkolloquium "Aktuelle Studien der Christlichen Gesellschaftsethik" können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

Literatur

Eva von Redecker: Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen, 3. Aufl., Frankfurt am Main 2020.

Leistungsnachweis

Gemeinsam mit dem Doktorandenkolloquium "Aktuelle Studien der Christlichen Gesellschaftsethik" können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

Pastoraltheologie

 

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Grundriss Pastoraltheologie

W. Beck

V/Koll G M4
1 st. - 1.5 LP

Mi 08.45 – 10.20
Termine:
14.04.2021, 21.04.2021, 28.04.2021, 05.05.2021, 12.05.2021, 19.05.2021, 26.05.2021

 

 

In der Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" hat sich die katholische Kirche lehramtlich zu einer Verschiebung ihres eigenen Schwerpunktes verpflichtet: sie verortet sich nicht mehr bloß als Religionsgemeinschaft im Gegenüber zur Welt, sondern überwindet mit dem Modus der Pastoralgemeinschaft (Hans-Joachim Sander) die verschiedenen Ansätze einer Kontrastidentität. Sie wird Weltkirche im eigentlichen Sinn und findet in ihrem Außen nicht nur ihre GesprächspartnerInnen oder VerkündigungsadressatInnen, sondern vor allem auch sich selbst und ihre eigene Identität. Mit diesem Überschreiten eines konfessionalistisch verengten Kirchenbildes erfolgt eine umfassende Entgrenzung, in der kirchliche und religiöse Praktiken des Volkes Gottes immer wieder pastoraltheologisch zu reflektieren sind. Hier liegen die Grundlagen universitärer Pastoraltheologie, denen in der Vorlesung als Einführung nachgegangen werden soll

Literatur

- Bucher, Rainer: Theologie im Risiko der Gegenwart. Studien zur kenotischen Existenz der Pastoraltheologie zwischen Universität, Kirche und Gesellschaft, Stuttgart 2010.

 

 

 

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Grundlegungen (Handbuch 1), Mainz 1999.

 

 

 

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Durchführungen (Handbuch 2), Mainz 2000.

 

 

 

- Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015.

 

 

- Sander, Hans-Joachim, Glaubensräume. Topologische Dogmatik 1, Ostfildern 2019.

 

- Sander, Hans-Joachim: Theologischer Kommentar zur Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute. Gaudium et spes, in: Hünermann, Peter / Hilberath, Bernd Jochen (Hg.): Herders Theologischer Kommentar zum Zweiten Vatikanischen Konzil, Bd. 4, Freiburg i.B. 2005, 581-869.

Leistungsnachweis

Magisterstudium Theologie, M4: zwei Essays, die semesterbegleitend zu erstellen sind. Die zwei Essays werden nicht benotet. Ihre erfolgreiche (!) Erstellung ist jedoch Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur als Leistungsnachweis für das Modul. Aufgabenstellung und Hinweise zu den Essays werden zu Beginn der Vorlesung vorgestellt.

Hinweise

Die Vorlesung beginnt aus sieben Terminen á 1,5 Stunden.

 

 

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Christliche Sozialformen im Wandel

Hoyer

Ü G M13
1 st. - 1.5 LP

Fr 09.07.2021, 14.00 – 19.00
Sa 10.07.2021, 09.00 – 18.00

 

Corona ist eine Krise, die Krisen verstärkt. Wann, wenn nicht jetzt ist über den Wandel der Anforderungen an christliche Gemeinschaften, Sprache, Dienste, Liturgien und Räume nachzudenken. Die Schätze der christlichen Tradition sind zu betrachten und zu übergeben in die Kontexte der Gegenwart. Sie bereiten diese Übung mit einer Recherche zu einem Projekt vor, in dem Sie eine sich wandelnde Kirche erkennen. Dieses Projekt präsentieren Sie in der Übung. Aus den Mosaikstücken des Wandels entwerfen wir in einem Co-Working-Space neue Formen des Christlichen.

Literatur

Bauer, Christian, Spuren in die Pastoraltheologie von morgen: Frische Ideen, nicht nur für den pastoralen Strukturwandel, in: Anzeiger für die Seelsorge (2017), 18-21.

 

Bethge, Eberhard, Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, Neuausgabe München 1985.

 

Dokumentation des Wettbewerbs: Wüstenrot Stiftung (Hrsg.), KIRCHENGEBÄUDE UND IHRE ZUKUNFT Sanierung – Umbau – Umnutzung, Ludwigsburg 2017.

 

Hose, Burkhard, Warum wir aufhören sollten, die Kirche zu retten, Münsterschwarzach 2019

 

Lehmann, Maren, Zwei oder drei. Kirche zwischen Organisation und Netzwerk, Leipzig 2018.

 

Vorhoff, Karin; Potz, Petra (Hrsg.), KIRCHE findet STADT Innovations- und Experimentierfelder für eine partnerschaftliche Entwicklung lebenswerter Quartiere, Berlin 2018.

 

Leistungsnachweis

Teilnahme und Präsentation Für Ihre Präsentation recherchieren Sie bitte im Vorfeld des Blockseminars am 9./10. Juni 2021 Gemeinde-, Gemeinschaftsmodelle, Kirchen- oder Sozialraumprojekte. Wählen Sie ein Projekt, das Sie besonders anspricht, und bereiten Sie darüber eine 10 minütige Präsentation vor.

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

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Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

Kießling / Sehr

ProS M4
1 st. - 1.5 LP

Do 10.35 – 12.10
Termine:
15.04.2021, 06.05.2021, 20.05.2021, 27.05.2021, 10.06.2021, 17.06.2021

 

Die Lehrveranstaltung will mit zentralen Fragen zeitgenössischer Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik vertraut machen. Angesichts der Breite des damit gegebenen inhaltlichen Spektrums konzentriert sich das Seminar auf das Kindesalter – unter Verweis auf Mk 10,15: „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind …“

Zu den Seminarthemen gehören:

● Religionspädagogik: Verortung im Fächerkanon Praktischer Theologie

● Kindertheologie: Entwicklung in Stufen und / oder in Mustern

● Katechetik: Wege der Initiation

● Didaktik: Religionsunterricht in der Grundschule

Seminarteilnehmer*innen lernen Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik kennen und entwickeln in der Auseinandersetzung damit ihre je eigene Position.

Literatur

Boschki, Reinhold, Kießling, Klaus, Kohler-Spiegel, Helga, Scheidler, Monika & Schreijäck, Thomas (Hrsg.), Religionspädagogische Grundoptionen. Elemente gelingender Glaubenskommunikation, Freiburg i.Br. 2008.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Günter, Andreas, Kießling, Klaus & Pruchniewicz, Stephan, Machen Unterschiede Unterschiede? Konfessioneller Religionsunterricht in gemischten Lerngruppen. Ansichten – Einsichten – Aussichten, Göttingen 2018.

 

Leistungsnachweis

Übungsleistung: Aktive Teilnahme und Präsentation im Proseminar als Voraussetzung für die Prüfungsleistung: Klausur in M4

Hinweise

Beginn am Donnerstag, 15. April 2021, 10.35 Uhr

 

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Katechetik interdisziplinär

Kießling

V M13
3 st. - 4.5 LP

Fr 09.35 – 12.10

 

Katechese versteht sich als „der kirchliche Dienst am Glauben der Menschen, der sich dem Wirken des Heiligen Geistes verdankt. Dieser Dienst besteht in der notwendigen Einführung, Vertiefung und Vergewisserung im Glauben“, wie die katholischen Bischöfe in „Katechese in veränderter Zeit“ (S. 14) formulieren. Sie umfasst sowohl die Hinführung zu den Sakramenten als auch die Begleitung in unterschiedlichen Lebenssituationen. Dabei brauchen auch Katechet*innen Unterstützung, damit sie Herzstücke des Glaubens, etwa in der Kommunionkatechese, glaubwürdig kommunizieren können, gegenüber den Kindern ebenso wie gegenüber ihren Müttern und Vätern. Der wissenschaftlichen Auseinandersetzung damit widmet sich die Katechetik, die maßgeblich zur Theorieentwicklung religiöser Bildung in christlicher Prägung beiträgt. Sie schöpft aus theologischen und anderen, insbesondere human- und sozialwissenschaftlichen Quellen, sodass sich mit der Entwicklung einer zukunftsfähigen Katechetik exemplarisch zeigen lässt, inwiefern sich Interdisziplinarität als Konstitutivum Praktischer Theologie erweist.

Literatur

Forschungsgruppe Religion und Gesellschaft, Werte – Religion – Glaubenskommunikation. Eine Evaluationsstudie zur Erstkommunionkatechese, Wiesbaden 2015.

Gronover, Matthias, Katechese als Übung. Eine Grundlegung (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 48), Münster 2012.

Kaupp, Angela, Leimgruber, Stephan & Scheidler, Monika (Hrsg.), Handbuch der Katechese. Für Studium und Praxis, Freiburg i.Br. 2011.

Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67–87.

Könemann, Judith, Sajak, Clauß Peter & Lechner, Simone, Einflussfaktoren religiöser Bildung. Eine qualitativ-empirische Studie, Wiesbaden 2017.

Päpstlicher Rat zur Förderung der Neuevangelisierung, Direktorium für die Katechese (Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls; Nr. 224), Bonn 2020.

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.), Katechese in veränderter Zeit (Die deutschen Bischöfe; Nr. 75), 3., korrigierte Auflage, Bonn 2016.

Themenheft „Erstkommunionkatechese – Analysen und Perspektiven“: Theologische Quartalschrift (ThQ) 194 (2014) Heft 1.

Themenheft „Sakramente“: Katechetische Blätter (KatBl) 145 (2020) Heft 2.

Leistungsnachweis

Kommissionsprüfung (20 Min.) Christliche Gesellschaftsethik und Religionspädagogik

 

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Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 12.04.2021 an: kiessling@sankt-georgen.de

OS A
2 st. - 4 LP

Fr 28.05.2021, 14.00 – 21.00
Sa 29.05.2021, 09.00 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, S. 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (ebd., S. 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

 

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 12. April 2021 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

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Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 12.04.2021 an: kiessling@sankt-georgen.de

Koll A
1 st.

Fr 18.06.2021, 10.30 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

 

Leistungsnachweis

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 12. April 2021 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

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Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 12.04.2021 an: kiessling@sankt-georgen.de

OS A
2 st. - 4 LP

Fr 28.05.2021, 14.00 – 21.00
Sa 29.05.2021, 09.00 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, S. 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (ebd., S. 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

 

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104–112.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117–278.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

 

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) anstreben. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 12. April 2021 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

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Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 12.04.2021 an: kiessling@sankt-georgen.de

Koll A
1 st.

Fr 18.06.2021, 10.30 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

 

Leistungsnachweis

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 12. April 2021 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

77

Verhaltenstherapie und Seelsorge

A. Engel

entfällt im SoSe 2021

HS A M15 M23
2 st. - 4 LP

Fr 11.06.2021, 14.00 – 21.00
Sa 12.06.2021, 09.00 – 16.00
Fr 09.07.2021, 14.00 – 21.00
Sa 10.07.2021, 09.00 – 16.00

 

entfällt im SoSe 2021

Leistungsnachweis

 

78

Erfahrungsfeld Seelsorge für Menschen mit Behinderung

Beuers

Bitte beachten: Im Seminar sind bereits alle Plätze belegt. Für den Fall, dass kurzfristig ein Platz frei wird und Sie sich auf die Warteliste setzen lassen möchten, schicken Sie bitte eine E-Mail an Herrn Dr. Beuers: cb@unterfremdensternen.de

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

verpflichtende Vorbesprechung:
Fr 28.05.2021,
13.30 – 14.15 in
Sankt Georgen;
Blockseminar im St. Vincenzstift Aulhausen

von Fr 24.09.2021 –
So 26.09.2021

 

Seelsorge mit Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen fordert alle in dieser Pastoral Tätigen in besonderer Weise und mit ihrer ganzen Person. Zusätzlich zur praktisch-theologischen Basisqualifikation und der Fähigkeit zur Kommunikation und Kooperation benötigen sie oft eine spezielle Kompetenz, um ihr pastoral-seelsorgerliches Handeln im jeweiligen meist hoch spezialisierten Arbeitsfeld des Sozial- und Gesundheitswesens heilsam zu gestalten und dazu beizutragen, dass Leben und Glauben in Familien, Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie in den Pfarrgemeinden unbehindert geteilt werden kann.

In diesem Kompaktseminar soll es um eine „Felderkundung“ gehen. Ausgehend von Praxisbeispielen werden pastorale Herausforderungen und Handlungsoptionen für die seelsorgerische Arbeit herausgearbeitet. Die unmittelbare Begegnung mit Menschen mit geistiger Behinderung in Alltag und Gottesdienst ist ebenso Bestandteil des Seminars wie die Klärung von Grundlagen einer inklusiven Pastoral, die z.B. Menschen mit (geistiger) Behinderung eine eigene Spiritualität zugesteht und Teilhabechancen eröffnen will. Die Teilnehmer*innen erfahren, dass Behinderung sich in diesen Kontexten zunächst als eine Schwierigkeit nicht-behinderter Menschen zeigt. Die Zusammenarbeit mit der Fachstelle Inklusion des Rheingau Taunus Kreises ist hier vorgesehen. Das Seminar weist nach, dass eine „inklusive Kirche“ keine bloße Idee, sondern schon längst im Werden und vielerorts bereits schon Wirklichkeit geworden ist. Das Evangelium und die Gottesdienste in leichter Sprache machen das ebenso wie die Bischofsworte von Bischof Dr. Georg Bätzing in leichter Sprache sichtbar. Die DBK hat eine Arbeitshilfe (Nr. 308) herausgegeben, in der die kirchliche Pastoral im Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Behinderungen beschrieben wird. Die Pfarrer Marcus Fischer und Michael Pauly bringen ihre Erfahrungen vor Ort mit Gemeindemitgliedern mit Behinderung ein. Sie berichten über das „Brückenmodell“, das kleine Wohneinheiten und die Gemeinde vor Ort mit einander verbindet. Eine Teilnahme an Gottesdiensten im St. Vincenzstift Aulhausen, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, ist ebenfalls vorgesehen.

Die Unterbringung erfolgt in Pensionen in Aulhausen. Die Mahlzeiten werden im St. Vincenzstift eingenommen. Tagungsräume befinden sich im Pfarrzentrum der Pfarrei Hl. Kreuz Rheingau in Geisenheim und im St. Vincenzstift Aulhausen.

 

Literatur

Beuers, Christoph, Menschen mit Behinderung, in: Herbert Haslinger (Hrsg.), Handbuch Praktische Theologie. Durchführungen, Bd. 2, Mainz 1999, 152–163.

Beuers, Christoph & Straub, Jochen, Ins Leben geschrieben. Partnerschaftliche Exerzitien für Menschen mit und ohne Behinderung. Kevelaer 2010.

Beuers, Christoph & Straub, Jochen, Vom Rand die Mitte sehen, Kevelaer 2013.

Beuers, Christoph & Straub, Jochen, Dir kann ich alles sagen. Ein inklusives Gebetbuch, Kevelaer 2018.

Carda-Döring, Claudia, u.a., Berührt – Alltagsgeschichten von Familien mit behinderten Kindern, Frankfurt am Main 2011.

Diözese Rottenburg-Stuttgart (Hrsg.), Unbehindert Kirche leben – Schritte zur inklusiven Kirchengemeinde. Handreichung der Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern (2015), online verfügbar unter www.kirche-am-ort.de/files/Downloads/7_MATERIAL/Kirche%20am%20Ort/Inklusion_Web.pdf.

Eiesland, Nancy L., Der behinderte Gott. Würzburg 2018.

Evangelische Landeskirche Württemberg (Hrsg.), Christliche Spiritualität gemeinsam leben und lernen. Praxisbuch zur inklusiven Arbeit in Diakonie und Gemeinde, Stuttgart: 2007.

Hajek, Jutta, Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten. Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann, München 2019.

Hepp, Peter, Die Welt in meinen Händen. Eine Welt ohne Hören und Sehen, Berlin 2005.

Kurz, Ralph & Liedke, Ulf (Hg.), Handbuch Inklusion in der Kirchengemeinde, Göttingen 2013.

Roebben, Bert, Religion und Verletzbarkeit. Standort und Herausforderung einer integrativen Religionspädagogik, in: Agnes Wuckelt, Annebelle Pithan & Christoph Beuers (Hrsg.), „Was mein Sehnen sucht …“ – Spiritualität und Alltag (Forum für Heil- und Religionspädagogik, Bd. 5), Münster 2009, 37–56.

Schütze, Elsbeth, Der Sprung ins volle Leben, Mannheim 2009.

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.), Leben und Glauben gemeinsam gestalten. Kirchliche Pastoral im Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Behinderungen (Arbeitshilfen; Nr.308), Bonn 2019.

Themenheft „Leichte Sprache“: Katechetische Blätter 142 (2017) Heft 4.

Leistungsnachweis

Eine Teilnahmebestätigung kann ausgestellt werden. Wer im Rahmen des Aufbaustudiums einen qualifizierten Leistungsnachweis erwerben möchte, vereinbart mit dem Seminarleiter wahlweise eine Hausarbeit für einen Hauptseminarnachweis oder eine mündliche Prüfung für einen sbL. Wer im Rahmen des Magisterstudiengangs (M15/M23) einen qualifizierten Leistungsnachweis erwerben möchte, muss mit dem Seminarleiter eine Hausarbeit vereinbaren.

Hinweise

Die Unterbringung erfolgt in Pensionen in Aulhausen. Die Mahlzeiten werden im St. Vincenzstift eingenommen. Tagungsräume befinden sich im Pfarrzentrum der Pfarrei Hl. Kreuz Rheingau in Geisenheim und im St. Vincenzstift Aulhausen.

 

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Grundlagen standardisierter Forschung und psychologischer Diagnostik

Kießling / Mertesacker

Anmeldung bitte bis 01.04.2021 an: mertesacker@sankt-georgen.de

OS A
2 st. - 4 LP

Fr 16.04.2021, 14.00 – 17.00
Fr 21.05.2021, 14.00 – 17.00
Fr 25.06.2021, 14.00 – 17.00
Fr 02.07.2021, 14.00 – 17.00

 

Nach der Beschäftigung mit qualitativen Forschungsmethoden im Wintersemester findet im Sommersemester eine Einführung in Statistik und psychologische Diagnostik statt – in manchen Fällen auch „quantitative Methoden“ genannt. Bei einer einsemestrigen Veranstaltung können freilich nur Grundlagen vermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt deshalb darauf, berichtete Statistiken und Parameter in Studien basal einordnen zu können.

Einfache Berechnungen und Schätzungen werden im Rahmen des Seminars selbst durchgeführt. Dabei beschränken wir uns auf Methoden, die mit MS Excel durchgeführt werden können. Für die Teilnahme ist daher eine funktionierende Version von MS Excel auf dem eigenen Rechner notwendig. Selbstverständlich können auch äquivalente Programme (z.B. Open Office) verwendet werden. Im Seminar werden wir allerdings nicht auf die Eigenheiten der Programme eingehen und ausschließlich mit MS Excel rechnen. Die Verwendung eines anderen Programmes muss dementsprechend in Eigenarbeit erarbeitet werden.

Über die Echtzeit-Unterrichtszeiten sind Eigenarbeitsphasen vorgesehen, die selbstorganisiert stattfinden. Dabei geht es in diesem Semester weniger um das Erarbeiten von Texten zur Diskussion im Seminar als um das Lernen und Einüben in einfache Rechenverfahren. Dabei werden keine Kenntnisse vorausgesetzt, die über die Schulmathematik hinausgehen.

Literatur

Sehr zu empfehlen ist das Lehrbuch RASCH, FRIESE, HOFMANN, NAUMANN: Quantitative Methoden (2 Bände), Springer Verlag. Kapitel dieses Buches werden als Lehrbuchgrundlage für die ersten beiden Blocktermine dienen.

Als ausführlicheres Nachschlagewerk empfiehlt sich EID, GOLLWITZER, SCHMITT: Statistik und Forschungsmethoden, Beltz.

Weiterhin dient das Lehrbuch BÜHNER (2006): Einführung in die Test- und Fragebogenkonstruktion, Pearson, kapitelweise als Lehrbuchgrundlage für die letzten beiden Blocktermine. Eine neue Auflage dieses Buches ist gerade in Arbeit.

Alternativ dazu: MOOSBRUGGER, KELAVA: Testtheorie und Fragebogenkonstruktion, Springer.

Nicht zu empfehlen ist der „Klassiker“, nämlich BORTZ, SCHUSTER: Statistik, Springer. Das Buch ist gleichzeitig zu detailreich und an entscheidenden Stellen zu wenig nachvollziehbar.

Wenn keine Jahreszahlen angegeben sind, ist jeweils die neueste Auflage empfohlen.

Weitere Literatur wird im Seminar bekanntgegeben und findet sich in einem eingerichteten Semesterapparat.

Leistungsnachweis

Für Aufbaustudierende ist der Erwerb eines semesterbegleitenden Leistungsnachweises („sbL“) möglich. Dazu ist über die Bedingungen zur Bestätigung der Teilnahme hinaus eine schriftliche Arbeit anzufertigen. Ebenso ist die Bestätigung der Teilnahme möglich. Dazu ist die Teilnahme an allen Sitzungen sowie das Anfertigen von selbständigen Übungen notwendig. Ein einmaliges Fehlen kann durch die Anfertigung einer Ersatzleistung kompensiert werden.

 

80

Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

Anmeldung bis spätestens 12.04.2021 an: kiessling@sankt-georgen.de

OS A
2 st. - 4 LP

Termine und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das einzelne Supervisand*innen schriftlich oder mündlich einbringen, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleg*innen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei stellen sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisand*innen einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3–29.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69–112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Themenhefte Personzentriertes Coaching: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Themenheft Personzentrierte Supervision in der Praxis: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 48 (2017) Heft 1.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis für Pastoralpsychologie und Spiritualität kann erworben werden.

Hinweise

Dieses Oberseminar richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 12. April 2021 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

 

81

Pastoralpsychologische Basistexte

Kießling

Anmeldung bitte bis spätestens 31.03.2021 an: kiessling@sankt-georgen.de

L A
2 st.

Fr 23.04.2021, 14.00 – 21.00
Sa 24.04.2021, 09.00 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

Die Auseinandersetzung mit pastoralpsychologischen Basistexten dient der Erschließung zentraler Anliegen, die sich mit dieser praktisch-theologischen Disziplin verbinden, und ihrer Verortung im Kanon der Wissenschaften. Der Lektürekurs versteht sich zugleich als Forum zur Diskussion pastoralpsychologischer Grundfragen unter postgradual Studierenden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Baumgartner, Isidor (Hrsg.), Handbuch der Pastoralpsychologie, Regensburg: Pustet, 1990.

Kießling, Klaus (Hrsg.), In der Schwebe des Lebendigen. Zum theologischen Ort der Pastoralpsychologie, Ostfildern 2012.

Klessmann, Michael, Pastoralpsychologie. Ein Lehrbuch, Neukirchen-Vluyn ²2004.

Wolfteich, Claire E. & Dillen, Annemie (Eds.), Catholic Approaches in Practical Theology. International und Interdisciplinary Perspectives (Bibliotheca Ephemeridum Theologicarum Lovaniensium; Vol. 286), Leuven – Paris – Bristol (CT) 2016.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende am Institut für Pastoralpsychologie und Spiritualität können sich für ihre aktive Teilnahme an diesem Lektürekurs eine Bescheinigung ausstellen lassen und diese im Rahmen des Erwerbs eines Zertifikats zum Studienprogramm „Pastoralpsychologie und Spiritualität“ geltend machen. Dieser Kurs fungiert zugleich als Baustein des Curriculums „Beratende Seelsorge“ der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie (DGfP).

Hinweise

Dieser Kurs richtet sich an Aufbaustudierende der Pastoralpsychologie. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 12. April 2021 erforderlich.

Homiletik

 

82

Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten

W. Beck

Ü G M21
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05
Beginn: 20.04.2021

 

Ziel des Seminars ist die Ausarbeitung einer Predigt für einen Gottesdienst in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die TeilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. Den Abschluss bildet das praktische Predigen.

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

- Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

- Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

- Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

 

- Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

- Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Durch kontinuierliche Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung "Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten" erworben werden.

Liturgiewissenschaft

 

85

Grundlegung der Liturgiewissenschaft

Saberschinsky

Ü M4
1 st. - 1.5 LP

Fr 13.30 – 16.00
Termine:
23.04.2021, 28.05.2021, 11.06.2021, 09.07.2021

 

Die Vorlesung führt in das Fach „Liturgiewissenschaft“ ein, indem ein Blick nach außen (Liturgiewissenschaft im Kontext der anderen Fächer) und nach innen geworfen wird (Gottesdienst als Gegenstand der Liturgiewissenschaft und deren unterschiedlichen wissenschaftlichen Herangehensweisen daran: historisch, systematisch, pastoral-praktisch). Außerdem gilt es, anhand konkreter Grundformen des katholischen Gottesdienstes die grundlegenden Vollzüge der Liturgie zu erschließen (Versammlung und Fest, Vergegenwärtigung der Heilsgeschichte, Ritus und Symbol).

Literatur

- Albert Gerhards/Benedikt Kranemann, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Darmstadt ³2013.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009.

- Alexander Saberschinsky, Der gefeierte Glaube. Einführung in die Liturgiewissenschaft, Freiburg i.Br. 22013.

- Jürgen Bärsch, Kleine Geschichte des christlichen Gottesdienstes, Regenburg ²2017

 

Leistungsnachweis

Übungsleistung: unbenotete Übungen als Voraussetzung für die Prüfungsleistung: M 4 Modulklausur

 

86

Komponieren für eine Kirche im Wandel? – Beispiele und Reflexionen zur Kirchenmusik im 21. Jahrhundert

Föller

Ü G P13 M22
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Bereits vor dem II. Vatikanum geriet im katholischen wie im evangelischen Bereich die vermeintlich erstarrte kirchenmusikalische Szene in Bewegung. Einerseits wuchs die Vorstellung und das Bedürfnis, durch „passende“ Lieder und Gesänge dem sich veränderndem „Lebensgefühl“ und einer „differenzierten“ Glaubenshaltung auch musikalisch Ausdruck zu verleihen: das Neue Geistliche Lied, das noch in den 70er Jahren den heftigen Widerstand der musikalischen Fachwelt hervorrief, gehört heute zum festen Bestand im ökumenischen Liedrepertoire.

Andererseits stellte die sogenannte zeitgenössische E-Musik im kirchlichen Raum hohe Ansprüche an Ausführende wie Zuhörende, sodass die notwendige pastorale Akzeptanz bzw. liturgische Rezeption häufig nicht oder nur bedingt gegeben war.

Im fünften Jahrzehnt nach dem Konzil stellt sich nunmehr die Frage, in welche Richtung und auf welches Ziel hin sich künftige Kirchenmusik entwickeln wird. In der Übung sollen anhand einschlägiger Literatur diverse Strömungen und Tendenzen der Kirchenmusik des 21. Jahrhunderts zur Diskussion gestellt und Lösungsvorschläge aufgezeigt werden.

Literatur

Wolfgang Hochstein und Christoph Krummacher (Hg.), Geschichte der Kirchenmusik 4 (Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und die Herausforderungen der Gegenwart), Laaber 2014.

Musica sacra (Zeitschrift des Allgemeinen Cäcilienverbandes), Jahrgänge 130-140, Regensburg 2010-2021.

Corinna Dahlgrün, Die Botschaft des Evangeliums und die Sprache der Töne. Theologische Überlegungen zur Musik im Gottesdienst, in: Liturgisches Jahrbuch 56 (2006).

Wolfgang Bretschneider, Dem Sprachlosen eine Stimme geben, in: Albert Gerhards (Hg.), Kirchenmusik im 20. Jahrhundert. Erbe und Auftrag, Münster 2005.

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein (unbenotet)

 

87

Natur

Künstlerische Positionen zur Verhältnisbestimmung von Natur - Kultur - Technik

Scholz

Ü G P13 M22
2 st. - 3 LP

Mi 14.30 – 17.30
Termine:
14.04.2021, 28.04.2021, 12.05.2021, 26.05.2021, 09.06.2021, 23.06.2021, 07.07.2021

 

Menschen verändern durch Technik ihren Planeten derart, daß nur Technik sie vor dem Untergang retten kann. Diese selbstgeschaffene Dystopie stellt den Menschen radikal in Frage, ob seine Kulturen ihn zur Hybris verleiten, ein der Natur enthobenes Wesen zu sein, dessen dieselbe Natur sich entledigt, um als Natur zu überleben. Zunehmend wird in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts darüber reflektiert. Kunstbetrachtung, verknüpft mit philosophischen und theologischen Positionen, vertieft die Thematik und regt anthropologisch zu einer Standortbestimmung des einzelnen an, wie er sich selbst verstehen will im Kontext von Natur, Kultur und Technik.

Leistungsnachweis

Die Teilnahmebescheinigung wird erworben durch regelmäßige Teilnahme und ggf. schriftliche Ausarbeitungen im Falle einer rein digitalen Veranstaltung.

Kirchenrecht

 

90

Theologische Grundlegung und Einführung in die Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft

Meckel / Jünger

Ü G M4
1 st. - 1.5 LP

Mi 16.15 – 17.50
(bis zum 02.06.2021 09.06.2021; der Termin 02.06.2021 entfällt)

 

Was ist Kirchenrecht? Benötigt die Kirche Kirchenrecht? In welchem Verhältnis steht die Kirchenrechtswissenschaft zu anderen theologischen Disziplinen? Welche Rechtsquellen zieht die Kirchenrechtswissenschaft heran? Wie werden kirchenrechtliche Normen begründet? Mit welchen Grundbegriffen arbeitet das Kirchenrecht? Welche Hermeneutik und Methodik ist bei der Auslegung der Rechtsquellen zu beachten? Die Übung beantwortet diese Fragen und führt in die theologische Grundlegung des Kirchenrechts sowie in die Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft ein. Die Anwendung kirchenrechtlicher Normen wird anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis verdeutlicht, sodass zugleich die Relevanz der kirchlichen Rechtsordnung für das Handeln der Kirche deutlich wird.

Literatur

Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015; Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, Bde. 1-3, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall, Paderborn 2019-2020 [LKRR]; Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004 [LKStKR]; Krämer, Peter, Braucht die Kirche eine rechtliche Ordnung? Anthropologische Voraussetzungen und theologische Grundlagen des kirchlichen Rechts: TrThZ 2002, 212-225; Meckel, Thomas, Konzil und Codex – Zur Hermeneutik der Kirchenrechtswissenschaft am Beispiel der christifideles laici, Paderborn 2017 (KStKR 18); ders., Art. Amt, Katholisch: LKRR Bd. 1, 108-111; ders., Art. Communio, Katholisch: LKRR Bd. 1, 518-520; ders., Art. Dienst, Katholisch: LKRR Bd. 1, 618 f.; ders., Art. Erlaubtheit, Katholisch: LKRR Bd. 1, 858 f.; ders., Art. Hermeneutik des Kirchenrechts, Katholisch: LKKR Bd. 2, 539-541; ders., Art. Kirchenrecht, Katholisch: LKRR Bd. 2, 859-861; Pack, Heinz, Methodik der Rechtfindung im staatlichen und kanonischen Recht, Essen 2004 (Beihefte zum Münsterischen Kommentar 38); Pree, Helmuth, Art. Methodenlehre, Katholisch: LKRR Bd. 3, 212 f.

Leistungsnachweis

Studienleistung: Hausaufgaben; Prüfungsleistung: M 4 Klausur

 

91

Das Verfassungsrecht (Volk Gottes) und das Verkündigungsrecht der Kirche

Meckel

V G M10
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.10

 

Die Tria-Munera-Lehre, die Lehre von den drei Diensten Christi des Verkündigens, Heiligens und Leitens, steht für die Gliederung der Bücher II bis IV des CIC/1983 Pate. Diese Vorlesung wendet sich dem munus regendi, dem Leitungsdienst, sowie dem munus docendi, dem Verkündigungsdienst der Kirche, und damit den Büchern II und III des CIC/1983 zu. Das zweite Buch des CIC/1983 wird mit der Überschrift „Volk Gottes“ versehen. Damit rezipiert der CIC/1983 einen der zentralen ekklesiologischen Bildbegriffe und gibt mit dieser Überschrift gleichsam das verfassungsrechtliche Programm bzw. Panorama vor. Die Vorlesung widmet sich der Rezeption der Ekklesiologie des II. Vatikanischen Konzils im CIC/1983 und damit der Frage nach der organischen Struktur der Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen sowie der Frage nach der hierarchischen Struktur der Kirche auf den drei verfassungsrechtlichen Ebenen der Gesamtkirche, der Teilkirche und der Pfarrei. In diesem Kontext werden die verschiedenen Ämter und Dienste der Kirche erläutert. Ferner sind von der Verfassungsstruktur der Kirche die Vereinigungsstrukturen zu unterscheiden.

Neben diesem ersten Teil der Vorlesung zum munus regendi der Kirche widmet sich die Vorlesung in ihrem zweiten Teil dem munus docendi. Im Rahmen des Verkündigungsdienstes der Kirche stellen sich insbesondere die Fragen der Verbindlichkeitsgrade lehramtlicher Äußerungen und dem von den Gläubigen erwarteten Gehorsam, der rechtlichen Regelung des Predigtdienstes, der Katechese und des Religionsunterrichts.

Literatur

Hallermann, Heribert, Pfarrei und pfarrliche Seelsorge. Ein kirchenrechtliches Handbuch für Studium und Praxis, Paderborn – München – Wien – Zürich 2004 (KStKR 4); ders., Ratlos – oder gut beraten? Die Beratung des Diözesanbischofs, Paderborn – München – Wien – Zürich 2010 (KStKR 11); ders., Die Pfarrei weiter denken. Eine Einladung zum Sehen, Urteilen und Handeln, Münster 2020 (Kirchen- und Religionsrecht 30); Krämer, Peter, Wer sind die Träger des kirchlichen Verkündigungsdienstes?: Communio in Ecclesiae Mysterio (FS W. Aymans), hg. v. K. Th. Geringer – H. Schmitz, St. Ottilien 2001, 247-267; Meckel, Thomas, Die Herde am Laufen halten. Lebendige Hirtensorge mit dem Kirchenrecht: Menschendiener – Gottesdiener. Anstöße – Ermutigungen – Reflexionen, hg. v. H. Hallermann, Würzburg 2010 (WTh 4), 181-211; ders., Religionsunterricht im Recht. Perspektiven des katholischen Kirchenrechts und des deutschen Staatskirchenrechts, Paderborn – München – Wien – Zürich 2011 (KStKR 14); ders., Die Tria-Munera-Lehre in Konzil und Codex: Ius canonicum in communione christifidelium (FS H. Hallermann), hg. v. M. Graulich – T. Meckel – M. Pulte, Paderborn – München – Wien – Zürich 2016 (KStKR 23), 115-148; ders., Konzil und Codex – Zur Hermeneutik der Kirchenrechtswissenschaft am Beispiel der christifideles laici, Paderborn 2017 (KStKR 18); Ohly, Christoph, Der Dienst am Wort Gottes. Eine rechtssystematische Studie zur Gestalt von Predigt und Katechese im Kanonischen Recht, St. Ottilien 2008 (Münchener Theologische Studien III. Kanonistische Abteilung 63); Riedel-Spangenberger, Ilona, Die Communio als Strukturprinzip der Kirche und ihre Rezeption im CIC/1983: TrThZ 97 (1988), 217-238; Leitungsstrukturen der katholischen Kirche. Kirchenrechtliche Grundlagen und Reformbedarf, hg. v. I. Riedel-Spangenberger, Freiburg – Basel – Wien 2001 (QD 198); Rechtskultur in der Diözese. Grundlagen und Perspektiven, hg. v. I. Riedel-Spangenberger, Freiburg 2006 (QD 219); Witsch, Norbert, Synodalität auf Ebene der Diözese. Die Bestimmungen des universalkirchlichen Rechts der Lateinischen Kirche, Paderborn – München – Wien – Zürich 2004 (KStKR 1).

Leistungsnachweis

M 10 Mdl. Kommissionsprüfung

 

92

Kolloquium zur Vorlesung "Das Verfassungsrecht (Volk Gottes) und das Verkündigungsrecht der Kirche"

Jünger

Koll G
1 st.

Mi 13.30 – 14.15

 

Das Kolloquium gibt die Möglichkeit, den Stoff der Vorlesung "Das Verfassungsrecht (Volk Gottes) und das Verkündigungsrecht der Kirche" für die Prüfungsvorbereitung zu repetieren und damit zusätzlichen Raum für Fragen und Diskussion.

Leistungsnachweis

 

93

Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

OS A
2 st. - 4 LP
 

Das Oberseminar besteht aus zwei Teilen. Zum einen dient es der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten und zum anderen der vertieften Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

Literatur

Postgraduale Studierende können durch mündliche Präsentation und schriftliche Hausarbeit einen Leistungsnachweis erwerben.

Leistungsnachweis

Postgraduale Studierende können durch mündliche Präsentation und schriftliche Hausarbeit einen Leistungsnachweis erwerben

Hinweise

Teilnahme auf Einladung des Dozenten.

Humanwissenschaften

 

100

Empirische Sozialforschung

Wagener

L G M15
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Text für kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 2021

Methoden empirischer Sozialforschung (M15, L, 2 SWS, 3 LP)

Do wöchentlich 14.30 – 16.05 (Wagener)

 

Diese Lehrveranstaltung zielt darauf ab, dass Studierende empirische Untersuchungen kritisch lesen und deren Grenzen würdigen können.

Konkret heißt das: Wir werden uns mit empirischen Studien beschäftigen und dabei qualitative und quantitative Methoden empirischer Forschung sowie die beschreibende und schließende Statistik kennenlernen. Die Statistik versucht Gesetzmäßiges in Massenerscheinungen herauszufinden und gibt Hilfen zur Entscheidung bei der Auswertung empirischer Daten. Wir machen uns ferner mit qualitativen Methoden (Interviewtechniken und -auswertung) und statistischen Tests vertraut. Des Weiteren versuchen wir, praktisch-theologische Fragestellungen daraufhin zu prüfen, welche empirischen Zugänge dem entsprechenden Inhalt angemessen sind.

 

 

Dr. Dr. Hermann-Josef Wagener

 

Literatur

Literatur (zum Einstieg): siehe auch Semesterapparat

 

Günter Clauß, Falk-Rüdiger Finze, Lothar Partzsch, Statistik. Für Soziologen, Pädagogen, Psychologen und Mediziner. Grundlagen, 7. Auflage, Haan-Gruiten 2017.

Udo Kuckartz, Qualitative Inhaltsanalyse. Methoden, Praxis, Computerunterstützung, Weinheim 2018.

Inghard Langer, Das persönliche Gespräch als Weg in der psychologischen Forschung, Köln 2000.

Markus Pospeschill, Statistische Methoden. Strukturen, Grundalgen, Anwendungen in Psychologie und Sozialwissenschaften, München 2006.

Björn Rasch, Malte Freise, Wilhelm Hofmann, Ewald Naumann, Quantitative Methoden 1. Einführung in die Statistik für Psychologen und Sozialwissenschaftler, Berlin 4., überarbeitete Auflage 2014.

Dies., Quantitative Methoden 2. Einführung in die Statistik für Psychologen und Sozialwissenschaftler, Berlin 4., überarbeitete Auflage 2014.

Leistungsnachweis

Leistungsnachweis: Aktive Teilnahme und benotete Präsentation.

Griechisch

 

0

Griechisch-Intensivkursin den Sommerferien

Sorrentino

Online-Anmeldung erforderlich, siehe Homepage

SK

8 Wochen:
02.08. – 24.09.2021
Mo – Fr 08.30 – 12.30
Schriftliche Prüfung: Mo 27.09.2021
Mündliche Prüfungen: Fr 01.10.2021

 

siehe unter www.sankt-georgen.de/studium/intensivkurse-latein-und-griechisch/griechisch-intensivkurs/

Literatur

Lehrbuch: „Einführung in die griechische Sprache des Neuen Testaments. Grammatik und Übungsbuch“, Molly Whittaker/Horst Holtermann/Andreas Hänni, Göttingen 2011, 8. Auflage, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

Griechisches Neues Testament: „Nestle-Aland“, ISBN 3-438-05100-1

Griechisch-Deutsches Wörterbuch: „Gemoll“, Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch, ISBN 978-3-486-00234-8 oder eine der Menge-Ausgaben bei Langenscheidt

Leistungsnachweis

Mit bestandener Abschlussprüfung hat der*die Kursteilnehmer*in den „Nachweis der für das Studium der Theologie benötigten Kenntnisse in Neutestamentlichem Griechisch“ erworben (schriftliche und mündliche Prüfung)

Hinweise

Kursgebühr für Sankt Georgener Studierende: 420 Euro

Für externe Kursteilnehmer*innen: 450 Euro

 

110

Griechisch Ia

Hühne

SK G
3 st.

Di 14.30 – 17.00

 

Ziel des auf 2 oder wahlweise 3 Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechisch der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil 1a dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. D. Häußer/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 1. Aufl., 2019 (ISBN 978-3-7655-9356-7)[Ältere Auflagen sind nicht mehr sinnvoll benutzbar].

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

111

Griechisch II

Hühne

SK G
5 st.

Mo 08.45 – 10.20
Mi 13.30 – 16.00

 

Ziel des Sprachkurses Griechisch II ist es, die Unterrichtsthemen (bes. den Aorist und die Partizipien) der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben, um mit Abschluss des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Die Übungsintensität und -methodik soll durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt und die Lesefähigkeit durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird weiterhin benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. D. Häußer/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 1. Aufl., 2019 (ISBN 978-3-7655-9356-7)[Ältere Auflagen sind nicht mehr sinnvoll benutzbar].

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt.

Leistungsnachweis

Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Griechisch (nach § 6, 1 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden.

 

112

Griechisch Lektüre

Hühne

SK G
1 st.

Mi 08.45 – 09.30

 

Die Lektüre soll, auch in Absprache mit den TeilnehmerInnen, anspruchsvollere Texte wie Platons Gleichnisse in der Politeia (Abschluss des Liniengleichnisses [Lektürebeginn: Pol. 511c2] und Übergang zum Höhlengleichnis) oder die Salomonische Weisheit der Septuaginta zum Gegenstand haben.

Die Einzelheiten werden in der ersten Sitzung vereinbart (s.u.).

Literatur

Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Veranstaltung ausgeteilt, ebenso dazugehörige Literatur.

Leistungsnachweis

Teilhahme-Nachweis

Latein

 

0

Latein-Intensivkursin den Sommerferien

Reichelt

Online-Anmeldung erforderlich, siehe Homepage

SK G

8 Wochen:
02.08. – 24.09.2021
Mo – Fr (täglich 5 Unterrichtsstunden)
Schriftliche Prüfung und mündliche Prüfungen im Anschluss an den Kurs; die Prüfungstermine werden noch bekannt gegeben

 

siehe unter www.sankt-georgen.de/studium/intensivkurse-latein-und-griechisch/latein-intensivkurs/

Leistungsnachweis

Mit bestandener Prüfung wird der „Nachweis der für das Latinum benötigten Kenntnisse der lateinischen Sprache“ erworben (schriftliche und mündliche Prüfung)

Hinweise

Kursgebühr für Sankt Georgener Studierende: 420 Euro

Für externe Kursteilnehmer*innen: 450 Euro

 

113

Latein II

Hühne

SK G
4 st.

Mo 10.35 – 12.10
Di 08.45 – 10.20

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. In diesem zweiten Teil geht es um die gezielte Einübung komplexer Strukturen der lateinischen Syntax (best. Konstruktionen, Modi, Haupt-/Nebensatzeinteilung u.a.) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte; dafür ist eines der u.g. Wörterbücher notwendig. Ferner werden mit Blick auf die abschließende Prüfung 1-2 Probeklausuren geschrieben.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Wörterbücher von Pons, Langenscheidt oder der „Stowasser“.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 6, 2 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden. Bachelorstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Philosophiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 5, 3 der Bachelorprüfungsordnung) erworben werden.

 

114

Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Di 10.35 – 12.10

 

Es bietet sich an, zunächst die bereits begonnene Thematik, d.h. den Widerstreit zwischen "utile" und "honestum" mit seinen praktischen Auswirkungen anhand von konkreten Beispielen im dritten Buch von Ciceros De officiis, fortzusetzen, oder andere thematische Lektüren, die in der ersten Sitzung vorgestellt werden, anzugehen.

Literatur

Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Veranstaltung ausgeteilt oder auf Anfrage per Mail zugesandt.

Weiterführende Literatur wird in den jeweiligen Sitzungen genannt.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Nachweis

Hinweise

In der ersten, verkürzten Sitzung sollen nur die Themen nach den Bedürfnissen und Wünschen der Teilnehmenden festgestellt bzw. erste Materialien ausgeteilt werden.

Hebräisch

 

115

Einführung ins Bibel-Hebräisch

Casagrande

SK G
2 st.

Mo 13.30 – 15.05

 

Der zweistündige Kurs führt in die hebräische Laut- und Schriftlehre ein und gibt über das Erlernen grundlegender Formen und Vokabeln einen Einblick in das biblische Hebräisch. Vereinfachte Texte werden gemeinsam gelesen und übersetzt.

Literatur

Die in den Sitzungen ausgegebenen Skripte dienen als Lerngrundlage. Weitere Lernmittel werden in der ersten Lehrveranstaltung vorgestellt.

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird durch Anwesenheit und aktive Teilnahme erbracht.

 

116

Hebräisch II

Casagrande

SK G
3 st.

Mo 15.15 – 17.45

 

Der dreistündige Kurs baut auf dem in Hebräisch I behandelten Stoff auf. Der Fokus liegt auf der Vertiefung der hebräischen Syntax und der Auseinandersetzung mit den sog. Stammesmodifikationen des Verbs, sowie der unregelmäßigen Formenbildung (Verb, Substantiv). Begleitend soll der Grundwortschatz weiter ausgebaut werden. In der Lektüre und Übersetzung hebräischer Texte aus der Biblia Hebraica wird das gewonnene Wissen angewandt und gesichert. Ziel des Kurses ist, dass die Studierenden in der Lage sind, mit üblichen Hilfsmitteln (Wörterbuch, Grammatik) begründete Übersetzungen hebräischer Texte mittleren Schwierigkeitsgrades anzufertigen und der philologischen Argumentation wissenschaftlicher Kommentare folgen zu können.

Literatur

Thomas O. Lambdin, Lehrbuch Bibel-Hebräisch, hg. v. Heinrich von Siebenthal, 8. Aufl. Gießen 2016 [bitte diese Auflage] dazu begleitend Heinrich von Siebenthal, Bibel-Hebräisch. Lösungs- und Begleitband zum Lehrbuch von Thomas O. Lambdin, 6. Aufl. Gießen 2015 [bitte diese Auflage].

Leistungsnachweis

Gemäß der Sprachprüfungsordnung besteht der Leistungsnachweis aus zwei Teilen: 1. Aus einer 3-stündigen Klausur, in der 18 Zeilen eines mittelschweren Textes aus der Biblia Hebraica zu übersetzen und 10 Formen grammatisch zu bestimmen sind (vgl. §6); 2. Aus einer 15-minütigen, mündlichen Prüfung, in der 10 Zeilen aus der Biblia Hebraica übersetz und in einem Prüfungsgespräch besprochen werden (vgl. §7). Beide Teile werden gleich gewichtet und ergeben die Gesamtnote.

Hinweise

Die Studierenden sollten eine wöchentliche Eigenarbeitszeit von ca. 8h einrechnen, um eine erfolgreiche Teilnahme am Kurs zu gewährleisten.

Sanskrit

 

123

Sanskrit

Hühne

SK G
2 st.

Mi 09.35 – 11.20

 

Anhand der schlüsselartig präparierten Textausgabe von W. Sargeant (s.u.) lassen sich Konjugations- und Deklinationsschemata gut in ihren Formen und Funktionsweisen mit einem anspruchsvollen Inhalt verbinden, der sich nicht nur in Indien der Beliebtheit und Reflexion erfreuen sollte, denn die drei Wege zum Ziel (des pflichtgemäßen Handelns, der Erkenntnis und der Gottesliebe) könnten auch in der westlichen Welt interessante Denkimpulse auslösen.

Lektürestand: Abschluss des 1. Buches und Beginn des 2.

Literatur

Sprachliche Grundlage des Unterrichts wird neben: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0) vor allem folgendes Kurzlehrbuch sein: Sabine Ziegler, Klassisches Sanskrit, Wiesbaden: Reichert, 2012 (978-3-89500-880-1).

Textgrundlage bildet: The Bhagavad Gita, transl. by W. Sargeant, Rev. Ed. by Chr. Chapple, Albany: SUNY Press, 1994.

Weitere Materialien werden während der Sitzungen genannt bzw. in Kopieform ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Bescheinigung

Italienisch

 

120

Italienisch für Anfänger*innen und Fortgeschrittene

Burger

SK G
2 st.

Vorbesprechung: Fr 16.04.2021, 10.20 Uhr

 

talienisch für Anfänger*innen:

Sprachkurs für TN ohne Vorkenntnisse oder mit geringen Vorkenntnissen.

Es wird Wert gelegt auf kommunikative Aspekte der Sprache und Einführung in die Grundlagen der Grammatik.

 

Italienisch für Fortgeschrittene:

Sprachkurs für TN mit Vorkenntnissen, die jetzt vor allem ihre mündliche Sprechfertigkeit entwickeln und Grammatik in Schwerpunkten wiederholen und verfeinern möchten.

Literatur

Für den Anfängerkurs: Linea Diretta 1A Hueber Verlag

 

Für den Fortgeschrittenenkurs: Linea Diretta 1B Hueber Verlag / Caccia ai Tesori Livello B1-C1 Loerscher Verlag

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (bei regelmäßiger Teilnahme)

Französisch

 

121

Französisch Grund-und Aufbaukurse

Bruchet Collins

SK G
2 st.

nach Vereinbarung

 

Niveau A1 und/oder A2 (nach Bedarf)

Literatur

Das Lehrbuch wird zu Beginn des Kurses bekannt gegeben

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (Voraussetzung: Regelmäßiger Teilnahme)

 

122

Französisch Konversationskurs

Bruchet Collins

SK G
2 st.

Mi 13.30 – 15.05

 

Niveau B1-B2

Literatur

Pour rafraîchir votre français et vous entraîner à prendre la parole à partir d'articles de la presse

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (Voraussetzung: Regelmäßige Teilnahme)

Deutsch

 

124

Vertiefung der Deutschkenntnisse für das Studium der Theologie und Philosophie

Hopf

SK G
2 st.

Mo 18.30 – 20.05

 

- Studienspezifische Inhalte wie z.B. das Lesen und Verfassen von wissenschaftlichen Texten oder die Präsentation von Seminararbeiten.

- Wiederholung und Vertiefung der Grammatik.

Die genauen Inhalte werden zwischen den Teilnehmenden und dem Dozenten abgesprochen.

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (bei regelmäßiger Teilnahme)

Medien und öffentliche Kommunikation

 

130

Interview-Führen

Hipp / Prange

Ü G P13 M23

Fr 16.04.2021, 14.00 – 18.00
Sa 17.04.2021, 09.00 – 18.00

 

siehe unter www.medienprogramm-stgeorgen.de/programm

Literatur

Christian Thiele, Interviews führen, erschienen in der UVK-Verlagsgesellschaft. ISBN 978-3-86764-383-2

 

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein

 

131

Seminar 4: Text 2/Theorie

(Journalistisches Schreiben)

Hipp / Prange

Ü G P13 M23

Fr 21.05.2021, 14.00 – 18.00
Sa 22.05.2021, 09.00 – 18.00

 

siehe unter www.medienprogramm-stgeorgen.de/programm

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein

 

132

Seminar 5: Publizieren im Netz 2

Neumann / Schnaubelt

Ü G P13 M23

Fr 16.09.2021, 09.00 – 18.00
Sa 17.09.2021, 09.00 – 16.00

 

Siehe unter www.medienprogramm-stgeorgen.de/programm

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein

 

133

Seminar 3: Videowerkstatt/Selfie-Videos

U. Fischer

entspricht Nr. 122 Vorl.Verz. WiSe 2020/21

Ü G P13 M23

Mo 27.09.2021, 09.00 – 18.00
Di 28.09.2021, 09.00 – 18.00

 

Medienformate mit Videoaufnahmen garantieren im Internet eine deutlich höhere Abrufquote und Resonanz. Auch auf den Websites und social media Accounts der Diözesen und kirchlichen Einrichtungen nimmt der Videocontent in schnellem Tempo zu.

Ziel des Workshops ist es den Teilnehmern*innen die Attraktivität einer (eigenen) Botschaft in bewegten Bildern vor Augen zu führen und sie zu befähigen, sich selbst oder andere in entsprechend erfolgreiche Szenen zu setzen oder zu inszenieren.

Die Reflektion klassischer Fernsehprogramme - am Beispiel der Katholischen Kirche - dient dabei zunächst der Grunderfahrung quasi normativer Formate für sowohl TV-Sendungen als auch WebVideos, die auf andere Bereiche (Theologie, Philosophie, Politik, etc.) in gleicher oder ähnlicher Weise umzusetzen ist.

Neben dem theoretischen Teil zu Beginn folgt die Praxis mit Selbsterfahrung vor der Kamera. Das Seminar vermittelt in Form einer Videowerkstatt Tipps und Tricks für kurze, dokumentarische Videosequenzen und die Selbstdarstellung in (Selfie-)Videos mit Smartphones und/oder semiprofessioneller TV-Technik.

Kooperation mit der Arbeitsstelle „Katholische Fernseharbeit“ der Deutschen Bischofskonferenz.

Literatur

Angaben nach Bedarf im Seminar

Leistungsnachweis

Teilnahmeschein für 1 von 5 Seminareinheiten. Videos können auch als Projekte des Mentoringprogramms für das Zertifikat angerechnet werden. Siehe: www.medienprogramm-stgeorgen.de/organisation.html

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

140

Islam und Islam und christlich-muslimische Begegnung

Modul IV: Christliche Perspektiven

Specker / Güzelmansur/ Eschraghi

V G P13 M23
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.00
Termine:
23.04.2021, 07.05.2021, 28.05.2021, 11.06.2021, 25.06.2021, 02.07.2021

 

Der vierte und letzte Teil des Vorlesungszyklus „Islam und christlich-muslimische Begegnung“ beschäftigt sich mit der Geschichte und Gegenwart christlicher Deutungen des Islam. Als Scharnier zu den zuvor erörterten muslimischen Perspektiven auf das Christentum dient ein Blick auf koranische Rezeption biblischer Figuren, die gerade im christlich-islamischen Dialog oft als Bindeglieder herangezogen werden. Sodann werden einige wichtige Epochen in der christlichen Bezugnahme auf den Islam dargestellt, durchaus auch mit Blick auf mögliche Inspirationen für die gegenwärtige Situation. Das Fundament für eine eigenständige Bezugnahme auf den Islam soll weiterhin durch einige ausgewählte Gestalten des 20. Jahrhunderts sowie die Darstellungen der lehramtlichen Texte gelegt werden. Die Gegenwart kommt schließlich durch eine differenzierende Auseinandersetzung mit islamkritischen Haltungen sowie einigen ausgewählten aktuellen Themen in den Blick.

 

 

Literatur

Literatur zur ersten Information:

Meißner, Volker u.a. (Hg.): Handbuch christlich-islamischer Dialog. Grundlagen - Themen - Praxis - Akteure. Freiburg u.a. 2014.

Mathias Rohe, Hava Engin u.a. (Hg.): Handbuch Christentum und Islam in Deutschland. 2 Bd. Freiburg u.a. 2014.

Samir Khalil Samir/ Michaela Koller: Muslime und Christen. Geschichte und Perspektiven einer Nachbarschaft. Augsburg 2011.

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz: Christen und Muslime in Deutschland (Arbeitshilfe 173). Bonn 2003.

 

Leistungsnachweis

Kontinuierlicher Besuch der VL. Möglichkeit zur Einzelprüfung über die VL (15 Minuten mündlich), um spezifisch für diese VL 3 CP zu erhalten. Ansonsten gelten die Bedingungen des gesamten Zertifikatstudiums (Tutorium mit Referat, Abschlussarbeit).

 

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Tutorium zum Studienprogramm "Islam und christlich-muslimische Begegnung"

Specker / Güzelmansur

T G P13 M23

Mi 18.00 – 19.30
Termine:
05.05.2021, 16.06.201, 30.06.2021

 

Das Tutorium dient der Vorstellung der Praxisprojekte und der Behandlung aktueller Fragen.

Leistungsnachweis

Im Zusammenhang des Zertifikatstudiums: Besuch von mindestens zwei der drei Tutorien und einmaliges Referat.