Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Sommersemester 2021)

Philosophie

 

12

Philosophiegeschichte der Gegenwart (19./20. Jahrhundert)

Disse

V G P2 M19
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Philosophie des 19./20. Jahrhunderts bzw. die Philosophie der Moderne wird mit Blick auf vier philosophische Themen dargestellt, die diese Epoche besonders prägen:

Freiheit, Intersubjektivität, Naturwissenschaften als Paradigma und Endlichkeit.Von Kant bis Foucault werden eine Auswahl grundlegender Ansätze zu diesen Themen behandelt.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Exegese des Alten Testaments

 

31

Das Volk Gottes aus Israel und den Völkern

Böhler

V G M10
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Nach theoretischen Vorbemerkungen über den Bibelkanon als ganzen gehen wir die Heilige Schrift der Reihe nach durch, von der Genesis über Jesaja und Tobit zum Evangelium und den Paulusbriefen, um zu sehen, wie Gott sich ein besonderes Volk, Israel, auserwählt um sich schließlich durch Israel ein Gottesvolk aus allen Nationen, die Catholica, zu schaffen.

Literatur

D. Böhler, Der Kanon als hermeneutische Vorgabe biblischer Theologie, TheoPhil 77 (2002) 161-178; G. Lohfink, Braucht Gott die Kirche?, Freiburg 1998; D. Böhler, Zentrale Texte des Alten Testaments, Lehrbrief 6, Theologie im Fernkurs, Würzburg 2021.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

32

Der Prophet Micha

Böhler

V G M16
2 st. - 4 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Das „Buch“ Micha stellt das Handeln Gottes an Israel als Offenbarung Gottes vor der ganzen Welt dar. Indem Gott Zion in Leiden und Untergang gibt, dann aber wunderbar wieder zum Leben erweckt und erhöht, zeigt er allen Völkern der Welt, wo der wahre Gott wohnt. Durch dieses Handeln an Israel, wird er einst, wenn Zion erhöht sein wird, alle an sich ziehen und durch das auserwählte Volk sich ein Volk aus allen Völkern erwerben.

Die Vorlesung will in einer Auslegung des Michabüchleins in seiner kanonisch gewordenen Endgestalt dessen Theologie von „Israel und den Völkern“, von „Offenbarung durch Passion und Erhöhung“ herausarbeiten.

Literatur

E. Zenger, Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart 7. Aufl., 2008, 553-558; R. Kessler, Micha, HThKAT, Freiburg i. Br. 1999; J.L. Mays, Micah. A Commentary (OTL), Philadelphia 1976; H.W. Wolff, Dodekapropheton 4. Micha (BK AT XIV 4), Neukirchen-Vluyn 1982.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

33

Hebräische Lektüre (Micha)

Böhler

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Literatur

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

34

Alttestamentliches Oberseminar

Böhler

OS A
1 st. - 4 LP

nach Vereinbarung

 

Die Arbeiten der teilnehmenden Doktoranden werden besprochen.

Literatur

Teilnahmebestätigung

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Dogmatik

 

53

Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte

Ansorge

V G M3
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Theologie als vernunftgeleitete Reflexion über Gott und sein Heilswirken vollzieht sich nicht voraussetzungslos, sondern immer in Auseinandersetzung mit Begriffsformen und Problemkonstellationen einer jeweiligen Zeit. Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die großen Epochen der Theologiegeschichte, indem sie deren grundlegende Fragestellungen und Antwortversuche im Rahmen ihrer jeweiligen Zeit vorstellt und diskutiert.

Literatur

Dirk Ansorge, Kleine Geschichte der christlichen Theologie. Epochen, Denker, Weichenstellungen, Regensburg, 2. Aufl. 2021.

Alister E. McGrath, Der Weg der christlichen Theologie. Eine Einführung, München 1997.

Wolfgang Pauly (Hg.), Geschichte der christlichen Theologie, Darmstadt 2008.

Michael Schneider, Geschichte der Theologie von der Neuzeit bis zur Gegenwart. Skizzen zu grundlegenden Fragen und Ansätzen in der katholischen Dogmatik, Köln 2011.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

54

Tutorial in English: Magisterial epochs and turning points of Christian Theology

Ansorge

V G M3
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Theology is a reflection on God and his salvific work directed by human reason. It does not take place unaffected by cultural circumstances, but always with regard to conceptual constellations of a respective time. The lecture provides an overview of the history of Christian theology and presents its magisterial turning points. It presents and discusses fundamental theological questions and answers within the framework of their respective times.

Literatur

Dirk Ansorge, Kleine Geschichte der christlichen Theologie. Epochen, Denker, Weichenstellungen, 2nd edition, Regensburg 2021.

Alister E. McGrath, Christian Theology. An Introduction, Blackwell: Hoboken (NJ) 1994.

Alister E. McGrath, Historical Theology. An Introduction to the History of Christian Thought, Blackwell: Hoboken (NJ), 2nd ed. 2012.

John M. Frame, A History of Western Philosophy and Theology, Phillipsburg (NJ) 2015.

Jonathan Hill, The History of Christian Thought, Oxford 2003.

Tony Lane, A Concise History of Christian Thought, Baker-Academic 2006.

William C. Placher / Derek E. Nelson, A History of Christian Theology, Westminster, 2nd ed. 2013.

Diarmaid MacCulloch, Christianity: The First Three Thousand Years, London: Penguin, 2010.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

55

Ekklesiologie I (Die Lehre von der Kirche)

Ansorge

V G M10
2 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10

 

In der Kraft des Heiligen Geistes geeint, versteht sich die Kirche als hervorgegangen aus der Initiative des dreifaltigen Gottes. Die Menschwerdung des göttlichen Sohnes verdeutlicht, dass Gott das Heil der Menschen in konkreter geschichtlicher Vermittlung wirkt. Hieraus resultiert der sakramentale Charakter der Kirche, die durch Zeugnis, Gottesdienst und Nächstenliebe den Heilswillen Gottes in der Geschichte real werden lässt. Die Vorlesung erläutert die biblischen Grundlagen des katholischen Kirchenverständnisses, zeichnet dessen Entwicklung in der Geschichte nach und diskutiert ökumenische Perspektiven der Gegenwart.

Literatur

Karlheinz Menke, Sakramentalität. Wesen und Wunde des Katholizismus, Regensburg 2012.

Walter Kasper, Katholische Kirche. Wesen – Wirklichkeit – Sendung, Freiburg – Basel – Wien 2011.

Jürgen Werbick, Kirche. Ein ekklesiologischer Entwurf für Studium und Praxis, Freiburg – Basel – Wien 1994.

Georg Kraus, Die Kirche - Gemeinschaft des Heils. Ekklesiologie im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, Regensburg 2012.

Gregor Maria Hoff, Ekklesiologie. Gegenwärtig - Glauben - Denken, Paderborn 2011.

Walter Simonis, Die Kirche Christi. Ekklesiologie, Düsseldorf 2005.

Miroslav Volf, Trinität und Gemeinschaft. Eine ökumenische Ekklesiologie, Mainz/Neukirchen-Vluyn 1996.

Jürgen Moltmann, Kirche in der Kraft des Geistes. Ein Beitrag zur messianischen Ekklesiologie, München 1975.

Ralf Miggelbrink, Einführung in die Lehre von der Kirche, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003.

Medard Kehl, Die Kirche. Eine katholische Ekklesiologie, 4. Auflage, Würzburg 1993.

Michael Böhnke, Kirche in der Glaubenskrise. Eine pneumatologische Skizze zur Ekklesiologie und zugleich eine theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Freiburg u.a. 2013.

Alex Stock, Poetische Dogmatik. Ekklesiologie, 2 Bde., Paderborn 2014-1016.

Joseph Schumacher, Die Kirche Christi, ihre Genese und ihr Anspruch, Aachen 2015.

Sven Grosse, Ich glaube an die Eine Kirche. Eine ökumenische Ekklesiologie, Paderborn 2015.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

57

Oberseminar für Lizenziand*innen und Doktorand*innen

Ansorge / Vechtel

OS A - 4 LP

Termine nach Vereinbarung

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

(wird jeweils zur einzelnen Sitzung gesondert bekannt gegeben)

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Pastoraltheologie

 

70

Grundriss Pastoraltheologie

W. Beck

V/Koll G M4
1 st. - 1.5 LP

Mi 08.45 – 10.20
Termine:
14.04.2021, 21.04.2021, 28.04.2021, 05.05.2021, 12.05.2021, 19.05.2021, 26.05.2021

 

 

In der Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" hat sich die katholische Kirche lehramtlich zu einer Verschiebung ihres eigenen Schwerpunktes verpflichtet: sie verortet sich nicht mehr bloß als Religionsgemeinschaft im Gegenüber zur Welt, sondern überwindet mit dem Modus der Pastoralgemeinschaft (Hans-Joachim Sander) die verschiedenen Ansätze einer Kontrastidentität. Sie wird Weltkirche im eigentlichen Sinn und findet in ihrem Außen nicht nur ihre GesprächspartnerInnen oder VerkündigungsadressatInnen, sondern vor allem auch sich selbst und ihre eigene Identität. Mit diesem Überschreiten eines konfessionalistisch verengten Kirchenbildes erfolgt eine umfassende Entgrenzung, in der kirchliche und religiöse Praktiken des Volkes Gottes immer wieder pastoraltheologisch zu reflektieren sind. Hier liegen die Grundlagen universitärer Pastoraltheologie, denen in der Vorlesung als Einführung nachgegangen werden soll

Literatur

- Bucher, Rainer: Theologie im Risiko der Gegenwart. Studien zur kenotischen Existenz der Pastoraltheologie zwischen Universität, Kirche und Gesellschaft, Stuttgart 2010.

 

 

 

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Grundlegungen (Handbuch 1), Mainz 1999.

 

 

 

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Durchführungen (Handbuch 2), Mainz 2000.

 

 

 

- Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015.

 

 

- Sander, Hans-Joachim, Glaubensräume. Topologische Dogmatik 1, Ostfildern 2019.

 

- Sander, Hans-Joachim: Theologischer Kommentar zur Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute. Gaudium et spes, in: Hünermann, Peter / Hilberath, Bernd Jochen (Hg.): Herders Theologischer Kommentar zum Zweiten Vatikanischen Konzil, Bd. 4, Freiburg i.B. 2005, 581-869.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die Vorlesung beginnt aus sieben Terminen á 1,5 Stunden.

 

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

78

Erfahrungsfeld Seelsorge für Menschen mit Behinderung

Beuers

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

verpflichtende Vorbesprechung:
Fr 28.05.2021,
13.30 – 14.15
Blockseminar im St. Vincenzstift Aulhausen von Fr 24.09.2021 –
So 26.09.2021

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Bitte beachten: Im Seminar sind bereits alle Plätze belegt. Für den Fall, dass kurzfristig ein Platz frei wird und Sie sich auf die Warteliste setzen lassen möchten, schicken Sie bitte eine E-Mail an Herrn Dr. Beuers: cb@unterfremdensternen.de

Homiletik

 

82

Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten

W. Beck

Ü G M21
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05
Beginn: 20.04.2021

 

Ziel des Seminars ist die Ausarbeitung einer Predigt für einen Gottesdienst in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die TeilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. Den Abschluss bildet das praktische Predigen.

Literatur

- Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

- Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

- Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

- Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

 

- Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

- Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

 

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

 

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

 

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

 

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Humanwissenschaften

 

100

Empirische Sozialforschung

Wagener

L G M15
2 st. - 3 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Text für kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 2021

Methoden empirischer Sozialforschung (M15, L, 2 SWS, 3 LP)

Do wöchentlich 14.30 – 16.05 (Wagener)

 

Diese Lehrveranstaltung zielt darauf ab, dass Studierende empirische Untersuchungen kritisch lesen und deren Grenzen würdigen können.

Konkret heißt das: Wir werden uns mit empirischen Studien beschäftigen und dabei qualitative und quantitative Methoden empirischer Forschung sowie die beschreibende und schließende Statistik kennenlernen. Die Statistik versucht Gesetzmäßiges in Massenerscheinungen herauszufinden und gibt Hilfen zur Entscheidung bei der Auswertung empirischer Daten. Wir machen uns ferner mit qualitativen Methoden (Interviewtechniken und -auswertung) und statistischen Tests vertraut. Des Weiteren versuchen wir, praktisch-theologische Fragestellungen daraufhin zu prüfen, welche empirischen Zugänge dem entsprechenden Inhalt angemessen sind.

 

 

Dr. Dr. Hermann-Josef Wagener

 

Literatur

Literatur (zum Einstieg): siehe auch Semesterapparat

 

Günter Clauß, Falk-Rüdiger Finze, Lothar Partzsch, Statistik. Für Soziologen, Pädagogen, Psychologen und Mediziner. Grundlagen, 7. Auflage, Haan-Gruiten 2017.

Udo Kuckartz, Qualitative Inhaltsanalyse. Methoden, Praxis, Computerunterstützung, Weinheim 2018.

Inghard Langer, Das persönliche Gespräch als Weg in der psychologischen Forschung, Köln 2000.

Markus Pospeschill, Statistische Methoden. Strukturen, Grundalgen, Anwendungen in Psychologie und Sozialwissenschaften, München 2006.

Björn Rasch, Malte Freise, Wilhelm Hofmann, Ewald Naumann, Quantitative Methoden 1. Einführung in die Statistik für Psychologen und Sozialwissenschaftler, Berlin 4., überarbeitete Auflage 2014.

Dies., Quantitative Methoden 2. Einführung in die Statistik für Psychologen und Sozialwissenschaftler, Berlin 4., überarbeitete Auflage 2014.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.