Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis nach Studiengang:
Magister Theologie | Bachelor Kirchliche Praxis | Philosophisches Orientierungsjahr | Master Sozialethik im Gesundheitswesen | Postgraduale Studiengänge | Fachübergreifende Veranstaltungen
Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Wintersemester 2026)
Bachelorstudiengang Kirchliche Praxis
200
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Quirin
Fächer: Einführung / Schlüsselqualifikationen
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Die Übung vermittelt grundlegende Kenntnisse zum wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Theologie.
Hierzu werden Methoden der Literaturrecherche in Bibliotheken (insb. Bibliothek Sankt Georgen) und Datenbanken vorgestellt und eingeübt. Darüber hinaus wird die Erarbeitung von wissenschaftlichen Texten in Hinblick auf die Erstellung von Seminararbeiten, Hausaufgaben u.Ä., insbesondere deren formale Struktur sowie die richtige wissenschaftliche Zitation gemeinsam besprochen und durch Übungen erlernt.
Literatur
s. Moodle
Leistungsnachweis
Aktive Teilnahme (Präsenz und Mitarbeit) in den Präsenzphasen und digitalen Kontaktzeiten, erfolgreiche Bearbeitung der semesterbegleitenden Hausaufgaben (insgesamt ca. 10.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) (unbenotet)
- Hausaufgabe 1: Korrektur formaler Fehler einer wissenschaftlichen Hausarbeit
- Hausaufgabe 2: Schreiben einer kurzen wissenschaftlichen Hausarbeit mit Fokus auf formale Standards wissenschaftlichen Arbeitens
201
Credo
Bödefeld / Vechtel
Fächer: Dogmatik
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Leistungsnachweis
Angaben folgen demnächst.
202
Glauben als Handeln angesichts gesellschaftspolitischer Herausforderungen
Greiner-Bär / Koller / Mandry
Fächer: Exegese des Neuen Testaments / Moraltheologie / Christliche Gesellschaftsethik
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Die Zahl von Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen, ist unvorstellbar groß und steigt weiter an. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR spricht von rund 115 Millionen Menschen weltweit, die durch Krieg, Verfolgung, Menschrechtsverletzungen und andere Gewalt vertrieben wurden und aktuell auf der Flucht sind. Ein Teil dieser Menschen sucht Schutz und Lebensmöglichkeiten in den Mitgliedsländern der Europäischen Union. Der Umgang mit diesen Fluchtbewegungen und mit den betroffenen Menschen zählt zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen, die viele vorrangig als Bedrohung sehen und auf die vor allem mit Abschottungsbemühungen („Festung Europa“) reagiert wird. Zugleich setzen sich Organisationen und viele Menschen in Europa für die Lebensrettung im Mittelmeer, für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine und Syrien oder für die Rechte von Asylsuchenden ein. Zu diesen Engagierten zählen auch viele Christ:innen in Deutschland, die darin zumeist von ihren Kirchen unterstützt werden.
Ihre christliche Beteiligung an der tatkräftigen Unterstützung von Migrant:innen sowie an politischen Diskussionen über Flucht, Migration, die „Sicherung der EU-Außengrenzen" und die Integration von Migrant:innen sehen Christ:innen oft als praktisch-ethische Konsequenz ihres Glaubens: als Ausdruck von „Glauben als Handeln“. Im Proseminar werden das Asylrecht und die Grenzpolitik der EU in den Blick genommen, um hinsichtlich dieser politischen Herausforderung und in Rückbindung an exegetische und bibeltheologische Impulse (theologisch-)ethische Positionen zu entwickeln. Durch die Pflichtlektüre im Selbststudium und die Besprechung dieser Fachliteratur in Videokonferenzen lernen die Teilnehmer:innen die Perspektiven von Exegese, Moraltheologie und Sozialethik und deren Wahrnehmung des Themas Flucht und Asyl kennen. Im Anschluss daran arbeiten sie selbstständig in aktuellen Zeitungsbeiträgen zu diesem Themenfeld verschiedene ethische Fragestellungen und Einschätzungen heraus. Das Ziel ist es, ethische Positionen zu identifizieren und kritisch zu unterscheiden sowie die Relevanz biblischer Perspektiven zu erkennen.
Literatur
Empfohlene Einstiegslektüre:
- Sachverständigenrat für Integration und Migration, Fakten zu Flucht und Asyl (Fassung vom 21.07.2026); www.svr-migration.de/wp-content/uploads/2025/07/SVR-Kurz_und_buendig_Asyl_2026.pdf (Download am 29.07.2026).
- Brockhues, Annabell, GEAS-Reform. Europa verschärft seine Asylpolitik, in: Deutschlandfunk, 12.06.2026; www.deutschlandfunk.de/geas-reform-2026-asylpolitik-eu-migration-100.html (Download am 29.07.2026).
- Heimbrock, Hans Günter, Art. Migration, in: WiReLex - Das wissenschaftlich-religionspädagogische Lexikon im Internet, 42025; https:// doi.org/10.23768/wirelex.100319 (Download am 29.07.2026).
Die Pflichtlektüre wird rechtzeitig (zu Beginn der Lehrveranstaltung bzw. am Beginn der zugehörigen Arbeitsphase) über die Lernplattform „Moodle“ zur Verfügung gestellt.
Leistungsnachweis
Teilnahme an den Präsenz- und Online-Terminen; studierendes Lesen der Pflichtlektüre und Ausarbeiten der begleitenden Aufgaben; Bearbeitung von Zeitungsartikeln, benotetes Online-Prüfungskolloquium in Kleingruppen von ca. 3 Studierenden auch mit Bezug auf die bearbeiteten Zeitungsartikel (Prüfungskommission; 20 Minuten).
(Die Aufgabenstellung und die Möglichkeiten zur Vorbereitung des Prüfungskolloquiums werden während des Semesters erläutert.)
203
Glauben als Handeln aus der Taufberufung
Kießling / Meckel / Zimnik
Fächer: Pastoraltheologie / Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik / Kirchenrecht
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Leistungsnachweis
Angaben folgen demnächst.
204
Sprache – Rationalität – Wirklichkeit
Herzberg
Fächer: Philosophie
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Es gehört wesentlich zum Selbstverständnis des christlichen Glaubens, sich vor dem Forum der Vernunft verantworten zu können (vgl. 1 Petr 3,15). Um dies zu erfüllen, ist die Glaubensreflexion auf die Philosophie verwiesen. Das Proseminar hat das Ziel, mit den grundlegenden philosophischen Begriffen und Theorien vertraut zu machen, die für eine solche Reflexion unverzichtbar sind. Ausgehend von dem besonderen Weltzugang, den uns die menschliche Sprache eröffnet, werden wir uns mit den Grundlagen der Sprachphilosophie, der Erkenntnistheorie und der Metaphysik beschäftigen: Was ist menschliche Sprache? Wie beziehen wir uns mit ihr auf die Wirklichkeit? Welche Funktionen hat sie? Was ist Wissen? Können wir überhaupt über transzendenten Sachverhalte Wissen erwerben? Was ist Wirklichkeit? Was gibt es überhaupt? Können wir Gottes Existenz beweisen und was können wir noch von Gott wissen? Was für eine Realität ist Gott? Wie können wir uns überhaupt mit menschlichen Worten auf Gott beziehen?
Literatur
Begleitend zum Proseminar gibt es ein ausführliches Skript. Dort finden sich Literaturhinweise.
Zum Nachschlagen empfohlen:
Brugger, W. / Schöndorf, H. (Hg.): Philosophisches Wörterbuch, Freiburg i.Br. 2010.
Jordan, St. / Nimtz, Chr. (Hg.): Grundbegriffe der Philosophie, Stuttgart 7.Aufl. 2025.
Leistungsnachweis
Modulklausur
205
Theologische Erkenntnislehre
Löffler
Fächer: Fundamentaltheologie
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Diese Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in die Grundlagen der theologischen Erkenntnisgewinnung. Im Zentrum stehen die formalen Methoden und die materialen Erkenntnisquellen (loci theologici), die für eine sach- und zeitgemäße theologische Urteilsbildung maßgeblich sind. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Faktum, dass die theologische Überzeugungsbildung grundsätzlich unter einem epistemischen Vorbehalt steht, da zu Gott und Gottes geschichtlicher Selbstoffenbarung (mit ihrem Höhepunkt in Jesus von Nazaret) kein direkter, sondern – über die kirchlich überlieferten Glaubenszeugnisse – nur ein indirekter Zugang möglich ist. Daraus ergeben sich dann wiederum interessante Fragen, die zu behandeln sein werden, etwa: Kann religiöser Glaube unter dieser Voraussetzung dennoch eine tiefere Erkenntnis der Wirklichkeit erschließen? Können bestehende Lehrtraditionen sich irgendwann als überaltert (oder gar als falsch) herausstellen und durch neue abgelöst werden? Wie lässt sich der Anspruch der Kirche erklären und begründen, unfehlbar lehren zu können, wenn alle Gotteserkenntnis nur vorläufig sein kann?
Literatur
Christoph Böttigheimer, Lehrbuch der Fundamentaltheologie. Vierte, überarbeitete Auflage, Freiburg 2022, 143-208 (Kapitel "Theologische Prinzipien- und Erkenntnislehre").
Hans-Joachim Höhn, Praxis des Evangeliums, Partituren des Glaubens. Wege theologischer Erkenntnis, Würzburg 2015.
Peter Hünermann, Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube - Überlieferung - Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen, Münster 2003.
Michael Seewald, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln, Freiburg 2018.
Leistungsnachweis
Modulklausur
206
Theologische Gotteslehre
Knorn
Fächer: Dogmatik
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Wenn wir über Gott reflektieren, bewegen wir uns an den Grenzen des menschlichen Denkens. Er ist unverfügbar und wird in biblischen Zeugnissen doch als personal und ganz nahe beschrieben. Der Kurs führt in die vielfältigen Möglichkeiten ein, im christlichen Glauben von Gott zu sprechen. Die Grundaussagen, dass Gott trinitarisch ist und Mensch wird, werden ebenso diskutiert wie das Verhältnis von Gottes Handeln und der menschlichen Freiheit.
Literatur
G*tt. Mehr als eine Frage (Herder-Korrespondenz Spezial), Freiburg 2022.
Gisbert Greshake, Der dreieine Gott. Eine trinitarische Theologie, Freiburg ²1997.
Julia Knop (Hg.), Die Gottesfrage zwischen Umbruch und Abbruch. Theologie und Pastoral unter säkularen Bedingungen (QD 297), Freiburg 2019.
Karlheinz Ruhstorfer (Hg.), Gotteslehre (UTB 3896), Paderborn 2014.
Leistungsnachweis
Modulklausur
207
Philosophische Anthropologie
Herzberg
Fächer: Philosophie
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Gegenstand dieser philosophischen Lehrveranstaltung ist die grundsätzliche Frage: "Was ist der Mensch?". Im Einzelnen werden folgende Fragen behandelt: (1) Was genau bedeutet die Rede von der "menschlichen Natur" oder vom "Wesen des Menschen"? (2) Was heißt es, sein eigenes Leben führen zu können? (3) Was bedeutet es, einen anderen Menschen lieben zu können? (5) Welche Bedeutung hat der Tod für das menschliche Leben und sein Gelingen?
Literatur
Es wird ein ausführliches Skript zur Verfügung gestellt sowie Audios zu den einzelnen Abschnitten.
Leistungsnachweis
Mündliche Kommissionsprüfung
208
Theologische Anthropologie
Ansorge
Fächer: Dogmatik
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Leistungsnachweis
Angaben folgen demnächst.
209
Psalmen
Böhler
Fächer: Exegese des Alten Testaments
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Athanasius von Alexandrien berichtet im Brief an Marcellinus (PG 27,12ff) ein Wüstenvater habe einst zu ihm gesagt: „Ja, in den übrigen Büchern der hl. Schrift, hörst du nur das Gesetz, das anordnet, was du tun sollst und was du nicht tun darfst. Du vernimmst die Prophezeiungen, so dass du lediglich weißt, dass der Heiland kommen wird. … Wer dagegen den Psalter liest, erfährt nicht nur diese Dinge; er lernt in ihm außerdem noch die Regungen seiner eigenen Seele kennen und bekommt über sie Aufschluss. … So wird ein jeder die Erfahrung machen, dass diese göttlichen Gesänge für uns und die Regungen und Befindlichkeiten unserer Seele wie geschaffen sind“. Oder kürzer Rainer Maria Rilke: "... habe schließlich die Psalmen gelesen, eines der wenigen Bücher, in denen man sich restlos unterbringt".
Der Psalter ist das hauptsächliche Meditationsbuch Israels und das wichtigste Gebetbuch der Kirche. Kein Buch wird häufiger im NT zitiert. Es war Jesu Lieblingsbuch.
Ziel der Veranstaltung ist es, durch Übungen (Hausaufgaben) und interaktiven Unterricht Psalterexegese und Psalmenexegese zu verbinden, d.h. die einzelnen Gedichte im Detail zu analysieren und zugleich eine Idee von dem Drama zu bekommen, das sich im Gesamtbuch zwischen Ps 1 und Ps 150 abspielt.
Es werden für jede Sitzung Übungsaufgaben gestellt.
Literatur
D. Böhler, Psalmen 1-50; F.L. Hossfeld/E. Zenger, Psalmen; L. Alonso Schökel, Salmi; B. Weber, Werkbuch Psalmen.
Leistungsnachweis
Ergibt sich aus den Übungen.
210
Nachfolge Christi – Christliche Lebensstile und Berufungen
Krips / Vechtel
Fächer: Kirchengeschichte / Dogmatik
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Leistungsnachweis
Angaben folgen demnächst.
211
Der eine Gott und die vielen Götter
Löffler / Peetz / Specker / Wahlberg
Fächer: Philosophie / Fundamentaltheologie / Dogmatik / Exegese
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Die Erfahrung religiöser (und überhaupt weltanschaulicher) Vielfalt ist ein selbstverständlicher Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. Diese Erfahrung gibt Philosophie und Theologie zu denken: Aus philosophischer Perspektive stellt sich die Frage, wie sich die unterschiedlichen Wahrheitsansprüche der verschiedenen Religionen zueinander verhalten, was die Vielfalt der scheinbar unvereinbaren religiösen Geltungsansprüche der Religionen für die Vernünftigkeit religiösen Glaubens bedeutet und wie sich die für eine weltanschaulich plurale Gesellschaft zentralen Begriffe des Dialogs und der Toleranz genauer philosophisch bestimmen lassen. Aus religionsgeschichtlicher Perspektive ist die Pluralität der JHWH-Verehrung in der Perserzeit sowie die Entstehung des Monotheismus im antiken Judentum nachzuzeichnen und zu reflektieren. In bibelwissenschaftlicher und exegetischer Hinsicht wird die in der Hebräischen Bibel bezeugte Vielfalt an Gottesbildern wahrzunehmen und in ihrer Bedeutung zu analysieren sein. In systematisch-theologischer Hinsicht stellt sich die Aufgabe, die Gottes- und Letztwirklichkeitsverständnisse von Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus in ein adäquates Verhältnis zum trinitarischen Gottesverständnis des Christentums zu setzen. Dabei gilt es auch die interne Vielfalt der anderen Religionen wahr- und ernstzunehmen.
Literatur
Wird über Moodle bereitgestellt.
Leistungsnachweis
Aktive Teilnahme an den präsentischen und digitalen Kontaktzeiten. Verfassen einer Seminararbeit (ca. 30.000 Zeichen) bei einem oder einer Lehrenden nach Wahl durch die Studierenden.
212
Gerechtigkeit und gutes Leben
Böhler / Jünger / Koller
Fächer: Exegese des Alten Testaments / Moraltheologie / Christliche Gesellschaftsethik
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Der Klimawandel, die Vernichtung von Lebensraum und natürlichen Ressourcen sowie die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden bedeuten ökologische Krisen und Herausforderungen, die in beträchtlichem Maße vom Menschen verursacht sind. Unüberhörbar ist der internationale Ruf nach dem notwendigen und sozial-ökologisch gestalteten Wandel des menschlichen Umgangs mit Natur und Umwelt, damit ein gutes Leben allen auf dieser Welt – Menschen und nichtmenschlichen Geschöpfen, gegenwärtigen und künftigen Generationen – möglich ist und sowohl Chancen als auch Lasten im Umgang mit der Umwelt gerecht verteilt werden.
Das Seminar widmet sich diesem umweltethischen Feld in drei Perspektiven. Es werden Fragen nach einem gerechten und gelingenden Leben im Blick auf biblische Texte, sozialethische Analysen und moraltheologische Reflexionen bearbeitet. Im Fokus stehen die Auslegung von biblischen Texten zum Verhältnis von Mensch – Mitwelt – Gott, ethische Konzepte der Gerechtigkeit angesichts der ökologischen Krise sowie Haltungen und Leitbilder nachhaltiger Lebensführung aus Freiheit und Verantwortung.
Die Lehrveranstaltung zielt darauf, dass die Teilnehmenden lernen, mit Methoden der biblischen Exegese, Sozialethik und Moraltheologie umweltethisch relevante Sachverhalte im Hinblick auf die ethischen Grundkategorien „Gerechtigkeit“ und „gutes Leben“ zu analysieren, zu verstehen und zu beurteilen.
Literatur
Empfohlene Einstiegslektüre:
- Ott, Konrad / Dierks, Jan / Voget-Kleschin, Lieske, Einleitung, in: dies. (Hgg.), Handbuch Umweltethik, Stuttgart 2016, 1–18; content.e-bookshelf.de/media/reading/L-7956720-44034966d2.pdf (Download am 04.08.2026).
- UmweltBundesamt, Zu erwartende Klimaänderungen bis 2100, Stand 17.07.2026; www.uba.de/n12776de (Download am 04.08.2026).
- Vogt, Markus, Christliche Umweltethik, in: Umweltethik 4 (2023) 2, 10–14; Permanent DOI: doi.org/10.13109/reun.2023.4.2.10.
Die Pflichtlektüre wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
Leistungsnachweis
Voraussetzungen: Aktive Teilnahme (Präsenz und Mitarbeit) in den Präsenzphasen und digitalen Kontaktzeiten & Lektüre sowie Kurzaufgaben in den Schwerpunktphasen.
Benoteter Abschluss: Portfolio gemäß Modulhandbuch: Lerntagebuch mit fünf Aufgabenstellungen (insgesamt 30.000-40.000 Zeichen).
213
Rituelle Praxis in Kirche und Gesellschaft
Ansorge / Bieringer / Hoyer / Meckel
Fächer: Pastoraltheologie / Liturgiewissenschaft / Kirchenrecht / Dogmatik
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Leistungsnachweis
Angaben folgen demnächst.
214
Religionsdidaktik
Verst
Fächer: Methoden berufliches Handeln
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Das Proseminar erschließt eine personzentrierte Religionsdidaktik. Sie versteht religiöses Lernen als einen Prozess, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern die ganze Person mit ihren Erfahrungen und Fragen einbezieht. Lernsituationen werden aus verschiedenen lebensweltlichen Perspektiven betrachtet und wissenschaftlich reflektiert. Grundlage dieses didaktischen Konzepts sind – im Anschluss an Carl R. Rogers – Empathie, bedingungslose positive Wertschätzung und Kongruenz sowie das Vertrauen in die Entwicklungspotenziale der Lernenden.
Ziel des Seminars ist es, anhand eigener Fallbeispiele theologische und psychologische Kriterien für die personzentrierte Gestaltung religiöser Lernprozesse zu erarbeiten.
Literatur
- Altmeyer, Stefan / Grümme, Bernhard / Kohler-Spiegel, Helga u.a. (Hg.), Religion subjektorientiert erschließen, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2022 (= Jahrbuch der Religionspädagogik; Bd. 38).
- Büttner, Gerhard / Dieterich, Veit-Jakobus, Entwicklungspsychologie in der Religionspädagogik, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2013 (= UTB 3851).
- Englert, Rudolf, Geht Religion auch ohne Theologie?, Freiburg/Br.: Herder 2020.
- Fermor, Gotthard / Knauth, Thorsten / Möller, Rainer / Obermann, Andreas (Hg.), Dialog und Transformation. Pluralistische Religionspädagogik im Diskurs, Münster: Waxmann 2022.
- Katechetische Blätter — Zeitschrift für religiöses Lernen in Schule und Gemeinde. RELIGION, 144. Jg., Heft 2, März/April 2019.
- Rogers, Carl R., Entwicklung der Persönlichkeit. Psychotherapie aus der Sicht eines Therapeuten. Aus dem Amerikanischen von Jacqueline Giere. Mit einem Vorwort von Reinhard Tausch, Stuttgart: Klett-Cotta 232021.
- Tausch, Reinhard / Tausch, Anne-Marie, Erziehungspsychologie. Begegnung von Person zu Person, Göttingen: Hogrefe 111998.
- Verst, Ludger, Tiefentheologie. Von einem Gott, der zu Grunde geht. Texte zu Religion und Psychologie. Mit einem Vorwort von Klaus Kießling. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2025.
- Verst, Ludger, Abschied vom leeren Himmel? Entwicklungspsychologische Einblicke in den Religionsunterricht, in: Transformationen — Pastoralpsychologische Werkstattberichte, 21. Jg., Heft 35, August 2021, 70-95.
- Verst, Ludger, »Schule macht stark«. Lernen personzentriert gestalten, in: Religionsunterricht heute — Zeitschrift des Dezernats Bildung im Bischöflichen Ordinariat Mainz, 47. Jg., Heft 1, Juni 2019, 50-52.
Leistungsnachweis
Regelmäßige und aktive Mitarbeit, Ausführung eines Arbeits- bzw. Projektauftrags, Reflexion des persönlichen Lernweges in Form eines seminarbegleitenden Portfolios.
215
Frühkindliche Pädagogik
Helmchen-Menke
Fächer: Methoden berufliches Handeln
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Leistungsnachweis
Angaben folgen demnächst.
216
Soziale Arbeit
Weber
Fächer: Methoden berufliches Handeln
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
Leistungsnachweis
Angaben folgen demnächst.
217
Sprecherziehung und Kantor:innenkurs
Hoppermann
Fächer: Methoden berufliches Handeln
Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.
In vielen kirchlichen Kontexten wird souveränes Auftreten vor Menschen, eine starke Präsenz in unterschiedlichen Rollenkontexten, eine gesunde Sprech- und Singstimme und die Fähigkeit zum öffentlichen Vortrag vorausgesetzt.
Das Fach Sprecherziehung führt an diese Themen heran. Dazu gehören:
- Gute Körperwahrnehmung als Voraussetzung für den Stimmgebrauch
- Kenntnis über Funktion der Stimme allgemein
- Vertrautheit mit der eigenen Stimme und ihren Registern
- Sicheres Aneignen von Texten für den Vortrag
- Beherrschen von Ausspracheregeln
- Bewusster Umgang mit verschiedenen Sprachstilen
Während der Präsenzphasen sind kurze Einheiten vorgesehen, die sich auch der Singstimme widmen.
Hier geht es um:
- Kennenlernen der eigenen Singstimme und ihrer Eigenschaften
- Singen einprägsamer Melodien
- Einführung in gottesdienstliches (solistisches) Singen
Literatur
Konkrete Übungen zur Vorbereitung werden in Moodle eingestellt
Literatur zum liturgischen Singen:
Hans-Jürgen Kaiser und Barbara Lange (Hrsg.) "Basiswissen Kirchenmusik. Ein ökumenisches Lehr- und Lernbuch in vier Bänden" (Bd.1: Theologie - Liturgiegesang), Stuttgart ³2020
Marius Schwemmer "Kleines Kirchenmusikalisches Kompendium - Ein Begleiter für die kirchenmusikalisch-liturgische Ausbildung und Praxis", Marburg 2006
Literatur zur Sprecherziehung:
Mathias Knuth (2018) "Zirkeltraining für die Stimme -Funktionale Übungen für mehr Kraft und Belastbarkeit", 2. Auflage 2022, Idstein: Schulz-Kirchner Verlag
Egon Aderhold/Edith Wolf "Sprecherzieherisches Übungsbuch", 19. Auflage 2023, Leipzig: Henschel
Anneliese Riesch (1972) "Lebendige Stimme - Stimmbildung für Sprache und Gesang", Neuauflage 2008, Mainz: Schott
Stefanie Köhler (2016) "Die Stimmkugel - Perfekte Artikulation für Sprecher und Sänger", 1. Auflage, Leipzig:Henschel
- Anneliese Riesch (1972) "Lebendige Stimme - Stimmbildung für Sprache und Gesang", Neuauflage 2008, Mainz: Schott
- Stefanie Köhler (2016) "Die Stimmkugel - Perfekte Artikulation für Sprecher und Sänger", 1. Auflage, Leipzig:Henschel
Marita Pabst-Weinschenk (Hg.) "Grundlagen der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung", 2. Auflage 2011, München: Reinhardt
Leistungsnachweis
Teilnahmebescheinigung (unbenotet) bei mindestens 80% Präsenz



