Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Wintersemester 2026)

Bachelorstudiengang Kirchliche Praxis

B0 - Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

 

200

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Quirin

Fächer: Einführung / Schlüsselqualifikationen

Ü G B0 - 1 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Die Übung vermittelt grundlegende Kenntnisse zum wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Theologie.

Hierzu werden Methoden der Literaturrecherche in Bibliotheken (insb. Bibliothek Sankt Georgen) und Datenbanken vorgestellt und eingeübt. Darüber hinaus wird die Erarbeitung von wissenschaftlichen Texten in Hinblick auf die Erstellung von Seminararbeiten, Hausaufgaben u.Ä., insbesondere deren formale Struktur sowie die richtige wissenschaftliche Zitation gemeinsam besprochen und durch Übungen erlernt.

Literatur

s. Moodle

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme (Präsenz und Mitarbeit) in den Präsenzphasen und digitalen Kontaktzeiten, erfolgreiche Bearbeitung der semesterbegleitenden Hausaufgaben (insgesamt ca. 10.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) (unbenotet)


- Hausaufgabe 1: Korrektur formaler Fehler einer wissenschaftlichen Hausarbeit

- Hausaufgabe 2: Schreiben einer kurzen wissenschaftlichen Hausarbeit mit Fokus auf formale Standards wissenschaftlichen Arbeitens

B1 - Credo

 

201

Credo

Bödefeld / Vechtel

Fächer: Dogmatik

Ü G B1 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung steht die Frage nach dem christlichen Glauben, die anknüpfend an das Apostolische Glaubensbekenntnis und seinen drei Hauptteilen - der Glaube an Gott, der Glaube an Jesus Christus und der Glaube an das Wirken von Gottes Geist in der Kirche - behandelt werden soll. In Kooperation mit dem Berufungscampus wird ein glaubensbiographischer und erfahrungsbezogener Zugang zu den Themenstellungen des Glaubensbekenntnisses gewählt: Dabei wird die persönliche Glaubensbiographie in den Blick genommen, die Frage nach dem Glauben in der modernen Gesellschaft und nach Glaubensorten und -angeboten in säkularen Kontexten reflektiert, aber auch die Frage nach Gottes Kommunikation mit dem Menschen und der menschlichen Antwort behandelt.

Der Kurs findet in jeweils drei Einheiten in der Präsenzphase statt. Semesterbegleitend erfolgt eine Lektüre von drei Abschnitten des Markusevangeliums sowie eine kurze schriftliche Reflexion auf eine Leitfrage der Lektüre. Zusätzlich wird semesterbegleitend ein Online-Treffen angeboten.

Leistungsnachweis

Hausaufgabe in Form einer persönlichen Reflexion von 1-2 Seiten (Abgabe vor der 2. Präsenzphase).

B3 - Glauben als Handeln

 

202

Glauben als Handeln angesichts gesellschaftspolitischer Herausforderungen

Greiner-Bär / Koller / Mandry

Fächer: Exegese des Neuen Testaments / Moraltheologie / Christliche Gesellschaftsethik

ProS G B3 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Die Zahl von Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen, ist unvorstellbar groß und steigt weiter an. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR spricht von rund 115 Millionen Menschen weltweit, die durch Krieg, Verfolgung, Menschrechtsverletzungen und andere Gewalt vertrieben wurden und aktuell auf der Flucht sind. Ein Teil dieser Menschen sucht Schutz und Lebensmöglichkeiten in den Mitgliedsländern der Europäischen Union. Der Umgang mit diesen Fluchtbewegungen und mit den betroffenen Menschen zählt zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen, die viele vorrangig als Bedrohung sehen und auf die vor allem mit Abschottungsbemühungen („Festung Europa“) reagiert wird. Zugleich setzen sich Organisationen und viele Menschen in Europa für die Lebensrettung im Mittelmeer, für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine und Syrien oder für die Rechte von Asylsuchenden ein. Zu diesen Engagierten zählen auch viele Christ:innen in Deutschland, die darin zumeist von ihren Kirchen unterstützt werden.

Ihre christliche Beteiligung an der tatkräftigen Unterstützung von Migrant:innen sowie an politischen Diskussionen über Flucht, Migration, die „Sicherung der EU-Außengrenzen" und die Integration von Migrant:innen sehen Christ:innen oft als praktisch-ethische Konsequenz ihres Glaubens: als Ausdruck von „Glauben als Handeln“. Im Proseminar werden das Asylrecht und die Grenzpolitik der EU in den Blick genommen, um hinsichtlich dieser politischen Herausforderung und in Rückbindung an exegetische und bibeltheologische Impulse (theologisch-)ethische Positionen zu entwickeln. Durch die Pflichtlektüre im Selbststudium und die Besprechung dieser Fachliteratur in Videokonferenzen lernen die Teilnehmer:innen die Perspektiven von Exegese, Moraltheologie und Sozialethik und deren Wahrnehmung des Themas Flucht und Asyl kennen. Im Anschluss daran arbeiten sie selbstständig in aktuellen Zeitungsbeiträgen zu diesem Themenfeld verschiedene ethische Fragestellungen und Einschätzungen heraus. Das Ziel ist es, ethische Positionen zu identifizieren und kritisch zu unterscheiden sowie die Relevanz biblischer Perspektiven zu erkennen.

Literatur

Empfohlene Einstiegslektüre:

- Sachverständigenrat für Integration und Migration, Fakten zu Flucht und Asyl (Fassung vom 21.07.2026); www.svr-migration.de/wp-content/uploads/2025/07/SVR-Kurz_und_buendig_Asyl_2026.pdf (Download am 29.07.2026).

- Brockhues, Annabell, GEAS-Reform. Europa verschärft seine Asylpolitik, in: Deutschlandfunk, 12.06.2026; www.deutschlandfunk.de/geas-reform-2026-asylpolitik-eu-migration-100.html (Download am 29.07.2026).

- Heimbrock, Hans Günter, Art. Migration, in: WiReLex - Das wissenschaftlich-religionspädagogische Lexikon im Internet, 42025; https:// doi.org/10.23768/wirelex.100319 (Download am 29.07.2026).

Die Pflichtlektüre wird rechtzeitig (zu Beginn der Lehrveranstaltung bzw. am Beginn der zugehörigen Arbeitsphase) über die Lernplattform „Moodle“ zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis

Teilnahme an den Präsenz- und Online-Terminen; studierendes Lesen der Pflichtlektüre und Ausarbeiten der begleitenden Aufgaben; Bearbeitung von Zeitungsartikeln, benotetes Online-Prüfungskolloquium in Kleingruppen von ca. 3 Studierenden auch mit Bezug auf die bearbeiteten Zeitungsartikel (Prüfungskommission; 20 Minuten).

(Die Aufgabenstellung und die Möglichkeiten zur Vorbereitung des Prüfungskolloquiums werden während des Semesters erläutert.)

 

203

Glauben als Handeln aus der Taufberufung

Kießling / Meckel / Zimnik

Fächer: Pastoraltheologie / Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik / Kirchenrecht

ProS G B3 - 4.5 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Zu den wichtigsten Grundbestimmungen des christlichen Lebens gehört für das Selbstverständnis der katholischen Kirche ihre sakramentale Struktur. Im Zentrum steht dabei das Sakrament der Taufe. Es umschreibt nicht bloß eine Liturgie und einen Ritus am Beginn eines christlich gestalteten Lebensweges oder nur Initiation in die Gemeinschaft der Christ*innen. Die Taufe begründet auch das christliche Selbstverständnis als der besonderen Taufwürde aller Christ*innen, die mit der Taufe zu Priester*innen, König*innen und Prophet*innen berufen sind und miteinander im Bewusstsein dieses gemeinsamen Priestertums aller Getauften das Volk Gottes bilden.

In der Lehrveranstaltung wird aus pastoraltheologischer, religionspädagogischer und kirchenrechtlicher Perspektive nach den Konsequenzen gefragt, die sich für die konkrete Gestaltung kirchlichen Lebens aus dem Bewusstsein für diese Taufwürde ergeben können. Neben dem theologischen Verständnis der Taufe und ihrer konkreten Praxis geht es also auch darum, welche Auswirkungen die Taufe auf das Leben der Kirche als Volk Gottes entwickeln kann.

Deshalb ist ein Praxiselement Bestandteil des Proseminars, in dem alle Studierenden Kontakt mit einem selbstgewählten kirchlichen Praxisort aufnehmen, um in einem Gespräch/Interview die dortigen Erfahrungen zu erheben. Die Auswahl der möglichen Praxisorte wird jeweils mit einem der drei Dozent*innen abgesprochen. Die Studierenden erstellen nach dem Interview ein eigenes kleines Video mit ihrer Präsentation des Praxisortes und ihrer dort erhobenen Erfahrungen.

Neben den zwei Präsenzeinheiten wird den Teilnehmer*innen ein Reader digital (über Moodle) zur Verfügung gestellt, in dem sie einführende Texte mit begleitenden Aufgaben finden. Außerdem wird hier weiterführende Literatur für optionale Vertiefungen zur Verfügung gestellt.

Im Verlauf des Semesters gibt es drei digitale Gesprächstermine mit jeweils einem Dozenten, um die Artikel und ihre Bearbeitung zu besprechen.

Literatur

Religionspädagogik:

- Strunk, Theresia, Damit Taufe Zukunft gibt. Zur tauftheologischen Fundierung christlichen Lebens und Handelns, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 43 (2025) 29–54.

- Scheidler, Monika, Die große Versuchung. Zum Unterschied zwischen Katechese und Religionsunterricht, in: Glauben lehren? Zur Zukunft des Religionsunterrichts (Herder Korrespondenz Spezial, Oktober 2013), 31–36.

- Kießling, Klaus, Entwicklung, in: Burkard Porzelt & Alexander Schimmel (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015, 21–27.

Pastoraltheologie:

- Buchauszug: Kittler, Johannes, Die Würde des Menschen feiern. Taufe-Firmung-Eucharistie, Würzburg 2023, 61-98.

- Buchauszug: Fuchs, Ottmar, Sakramente - immer gratis, nie umsonst, Würzburg 2015, 49-71.

Kirchenrecht:

- Meckel, Thomas, Die Herde am Laufen halten: Lebendige Hirtensorge mit dem Kirchenrecht: Menschendiener - Gottesdiener: Anstöße - Ermutigungen – Reflexionen, hg. v. H. Hallermann, Würzburg 2010 (WTh 4), 181-211.

- Meckel, Thomas, Art. Codex Iuris Canonici – Katholisch: Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht [= LKRR] Bd. 1, 504-509.

- Meckel, Thomas, Art. Kirchenrecht – Katholisch: LKRR Bd. 2, 859-861.

- Hallermann, Heribert, Art. Taufe – Katholisch: LKR Bd. 4, 384-388.

Leistungsnachweis

Voraussetzung für den Modulabschluss: Präsentation des Praxiselements (unbenotet); mündliche Kommissionsprüfung (20 Minuten).

B4 - Gottes Wirklichkeit reflektieren

 

204

Sprache – Rationalität – Wirklichkeit

Herzberg

Fächer: Philosophie

ProS G B4 - 2 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Es gehört wesentlich zum Selbstverständnis des christlichen Glaubens, sich vor dem Forum der Vernunft verantworten zu können (vgl. 1 Petr 3,15). Um dies zu erfüllen, ist die Glaubensreflexion auf die Philosophie verwiesen. Das Proseminar hat das Ziel, mit den grundlegenden philosophischen Begriffen und Theorien vertraut zu machen, die für eine solche Reflexion unverzichtbar sind. Ausgehend von dem besonderen Weltzugang, den uns die menschliche Sprache eröffnet, werden wir uns mit den Grundlagen der Sprachphilosophie, der Erkenntnistheorie und der Metaphysik beschäftigen: Was ist menschliche Sprache? Wie beziehen wir uns mit ihr auf die Wirklichkeit? Welche Funktionen hat sie? Was ist Wissen? Können wir überhaupt über transzendenten Sachverhalte Wissen erwerben? Was ist Wirklichkeit? Was gibt es überhaupt? Können wir Gottes Existenz beweisen und was können wir noch von Gott wissen? Was für eine Realität ist Gott? Wie können wir uns überhaupt mit menschlichen Worten auf Gott beziehen?

Literatur

Begleitend zum Proseminar gibt es ein ausführliches Skript. Dort finden sich Literaturhinweise.



Zum Nachschlagen empfohlen:


Brugger, W. / Schöndorf, H. (Hg.): Philosophisches Wörterbuch, Freiburg i.Br. 2010.


Jordan, St. / Nimtz, Chr. (Hg.): Grundbegriffe der Philosophie, Stuttgart 7.Aufl. 2025.

Leistungsnachweis

Modulklausur

 

205

Theologische Erkenntnislehre

Löffler

Fächer: Fundamentaltheologie

ProS G B4 - 2 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Diese Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in die Grundlagen der theologischen Erkenntnisgewinnung. Im Zentrum stehen die formalen Methoden und die materialen Erkenntnisquellen (loci theologici), die für eine sach- und zeitgemäße theologische Urteilsbildung maßgeblich sind. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Faktum, dass die theologische Überzeugungsbildung grundsätzlich unter einem epistemischen Vorbehalt steht, da zu Gott und Gottes geschichtlicher Selbstoffenbarung (mit ihrem Höhepunkt in Jesus von Nazaret) kein direkter, sondern – über die kirchlich überlieferten Glaubenszeugnisse – nur ein indirekter Zugang möglich ist. Daraus ergeben sich dann wiederum interessante Fragen, die zu behandeln sein werden, etwa: Kann religiöser Glaube unter dieser Voraussetzung dennoch eine tiefere Erkenntnis der Wirklichkeit erschließen? Können bestehende Lehrtraditionen sich irgendwann als überaltert (oder gar als falsch) herausstellen und durch neue abgelöst werden? Wie lässt sich der Anspruch der Kirche erklären und begründen, unfehlbar lehren zu können, wenn alle Gotteserkenntnis nur vorläufig sein kann?

Literatur

Christoph Böttigheimer, Lehrbuch der Fundamentaltheologie. Vierte, überarbeitete Auflage, Freiburg 2022, 143-208 (Kapitel "Theologische Prinzipien- und Erkenntnislehre").

Hans-Joachim Höhn, Praxis des Evangeliums, Partituren des Glaubens. Wege theologischer Erkenntnis, Würzburg 2015.

Peter Hünermann, Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube - Überlieferung - Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen, Münster 2003.

Michael Seewald, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln, Freiburg 2018.

Leistungsnachweis

Modulklausur

 

206

Theologische Gotteslehre

Knorn

Fächer: Dogmatik

ProS G B4 - 2 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Wenn wir über Gott reflektieren, bewegen wir uns an den Grenzen des menschlichen Denkens. Er ist unverfügbar und wird in biblischen Zeugnissen doch als personal und ganz nahe beschrieben. Der Kurs führt in die vielfältigen Möglichkeiten ein, im christlichen Glauben von Gott zu sprechen. Die Grundaussagen, dass Gott trinitarisch ist und Mensch wird, werden ebenso diskutiert wie das Verhältnis von Gottes Handeln und der menschlichen Freiheit.

Literatur

G*tt. Mehr als eine Frage (Herder-Korrespondenz Spezial), Freiburg 2022.

Gisbert Greshake, Der dreieine Gott. Eine trinitarische Theologie, Freiburg ²1997.

Julia Knop (Hg.), Die Gottesfrage zwischen Umbruch und Abbruch. Theologie und Pastoral unter säkularen Bedingungen (QD 297), Freiburg 2019.

Karlheinz Ruhstorfer (Hg.), Gotteslehre (UTB 3896), Paderborn 2014.

Leistungsnachweis

Modulklausur

B6 - Was ist menschliche Existenz?

 

207

Philosophische Anthropologie

Herzberg

Fächer: Philosophie

Se G B6 - 2.5 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Gegenstand dieser philosophischen Lehrveranstaltung ist die grundsätzliche Frage: "Was ist der Mensch?". Im Einzelnen werden folgende Fragen behandelt: (1) Was genau bedeutet die Rede von der "menschlichen Natur" oder vom "Wesen des Menschen"? (2) Was heißt es, sein eigenes Leben führen zu können? (3) Was bedeutet es, einen anderen Menschen lieben zu können? (5) Welche Bedeutung hat der Tod für das menschliche Leben und sein Gelingen?

Literatur

Es wird ein ausführliches Skript zur Verfügung gestellt sowie Audios zu den einzelnen Abschnitten.

Leistungsnachweis

Mündliche Kommissionsprüfung

 

208

Theologische Anthropologie

Ansorge

Fächer: Dogmatik

Se G B6 - 2.5 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

B7 - Theologie christlicher Lebensstile und Berufungen

 

209

Psalmen

Böhler

Fächer: Exegese des Alten Testaments

Ü G B7 - 1.5 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 


Athanasius von Alexandrien berichtet im Brief an Marcellinus (PG 27,12ff) ein Wüstenvater habe einst zu ihm gesagt: „Ja, in den übrigen Büchern der hl. Schrift, hörst du nur das Gesetz, das anordnet, was du tun sollst und was du nicht tun darfst. Du vernimmst die Prophezeiungen, so dass du lediglich weißt, dass der Heiland kommen wird. … Wer dagegen den Psalter liest, erfährt nicht nur diese Dinge; er lernt in ihm außerdem noch die Regungen seiner eigenen Seele kennen und bekommt über sie Aufschluss. … So wird ein jeder die Erfahrung machen, dass diese göttlichen Gesänge für uns und die Regungen und Befindlichkeiten unserer Seele wie geschaffen sind“. Oder kürzer Rainer Maria Rilke: "... habe schließlich die Psalmen gelesen, eines der wenigen Bücher, in denen man sich restlos unterbringt".

Der Psalter ist das hauptsächliche Meditationsbuch Israels und das wichtigste Gebetbuch der Kirche. Kein Buch wird häufiger im NT zitiert. Es war Jesu Lieblingsbuch.

Ziel der Veranstaltung ist es, durch Übungen (Hausaufgaben) und interaktiven Unterricht Psalterexegese und Psalmenexegese zu verbinden, d.h. die einzelnen Gedichte im Detail zu analysieren und zugleich eine Idee von dem Drama zu bekommen, das sich im Gesamtbuch zwischen Ps 1 und Ps 150 abspielt.

Es werden für jede Sitzung Übungsaufgaben gestellt.

Literatur

D. Böhler, Psalmen 1-50; F.L. Hossfeld/E. Zenger, Psalmen; L. Alonso Schökel, Salmi; B. Weber, Werkbuch Psalmen.

Leistungsnachweis

Ergibt sich aus den Übungen.

 

210

Nachfolge Christi – Christliche Lebensstile und Berufungen

Krips / Vechtel

Fächer: Kirchengeschichte / Dogmatik

Se G B7 - 4.5 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Im Mittelpunkt der kirchengeschichtlichen und dogmatischen Einheiten des Moduls stehen christliche Lebens- und Spiritualitätsformen, wie sie sich im Laufe der Frömmigkeitsgeschichte entwickelt haben. In Verbindung mit der exegetischen Übung zu den Psalmen wird aus historischer und systematischer Sichtweise nach der Bedeutung des Betens für den christlichen Glauben gefragt. Zu den christlichen Lebensformen gehören auch ein Überblick zur Geschichte des Ordensleben sowie die Entwicklung christliche Lebensstile mit Blick auf die Möglichkeiten in der heutigen Kirche. Systematisch wird das Verständnis christlicher Berufung im Rahmen einer pluralen gesellschaftlichen Situation analysiert.

Literatur

Karl Suso Frank, Geschichte des christlichen Mönchtums, Darmstadt 62010.

Andreas Merkt (Hg.), Das frühe christliche Mönchtum. Quellen und Dokumente von den Anfängen bis Benedikt, Darmstadt 2008.

Michael Rosenberger, Im Geheimnis geborgen. Einführung in die Theologie des Gebets, Würzburg 2012.

Georg Schwaiger, Orden und Klöster. Das christliche Mönchtum in der Geschichte, München 2002.

Christoph Theobald, Hören, wer ich sein kann. Einübungen, Ostfildern 2018.

Leistungsnachweis

Semesterbegleitende Hausaufgaben (Analyse von mehreren Quellen).

B9 - Der eine Gott und die vielen Götter

 

211

Der eine Gott und die vielen Götter

Löffler / Peetz / Specker / Wahlberg

Fächer: Philosophie / Fundamentaltheologie / Dogmatik / Exegese

Se G B9 - 9 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Die Erfahrung religiöser (und überhaupt weltanschaulicher) Vielfalt ist ein selbstverständlicher Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. Diese Erfahrung gibt Philosophie und Theologie zu denken: Aus philosophischer Perspektive stellt sich die Frage, wie sich die unterschiedlichen Wahrheitsansprüche der verschiedenen Religionen zueinander verhalten, was die Vielfalt der scheinbar unvereinbaren religiösen Geltungsansprüche der Religionen für die Vernünftigkeit religiösen Glaubens bedeutet und wie sich die für eine weltanschaulich plurale Gesellschaft zentralen Begriffe des Dialogs und der Toleranz genauer philosophisch bestimmen lassen. Aus religionsgeschichtlicher Perspektive ist die Pluralität der JHWH-Verehrung in der Perserzeit sowie die Entstehung des Monotheismus im antiken Judentum nachzuzeichnen und zu reflektieren. In bibelwissenschaftlicher und exegetischer Hinsicht wird die in der Hebräischen Bibel bezeugte Vielfalt an Gottesbildern wahrzunehmen und in ihrer Bedeutung zu analysieren sein. In systematisch-theologischer Hinsicht stellt sich die Aufgabe, die Gottes- und Letztwirklichkeitsverständnisse von Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus in ein adäquates Verhältnis zum trinitarischen Gottesverständnis des Christentums zu setzen. Dabei gilt es auch die interne Vielfalt der anderen Religionen wahr- und ernstzunehmen. 

Literatur

Wird über Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme an den präsentischen und digitalen Kontaktzeiten. Verfassen einer Seminararbeit (ca. 30.000 Zeichen) bei einem oder einer Lehrenden nach Wahl durch die Studierenden.

B12 - Gerechtigkeit und gutes Leben

 

212

Gerechtigkeit und gutes Leben

Böhler / Jünger / Koller

Fächer: Exegese des Alten Testaments / Moraltheologie / Christliche Gesellschaftsethik

Se G B12 - 9 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Der Klimawandel, die Vernichtung von Lebensraum und natürlichen Ressourcen sowie die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden bedeuten ökologische Krisen und Herausforderungen, die in beträchtlichem Maße vom Menschen verursacht sind. Unüberhörbar ist der internationale Ruf nach dem notwendigen und sozial-ökologisch gestalteten Wandel des menschlichen Umgangs mit Natur und Umwelt, damit ein gutes Leben allen auf dieser Welt – Menschen und nichtmenschlichen Geschöpfen, gegenwärtigen und künftigen Generationen – möglich ist und sowohl Chancen als auch Lasten im Umgang mit der Umwelt gerecht verteilt werden.  

Das Seminar widmet sich diesem umweltethischen Feld in drei Perspektiven. Es werden Fragen nach einem gerechten und gelingenden Leben im Blick auf biblische Texte, sozialethische Analysen und moraltheologische Reflexionen bearbeitet. Im Fokus stehen die Auslegung von biblischen Texten zum Verhältnis von Mensch – Mitwelt – Gott, ethische Konzepte der Gerechtigkeit angesichts der ökologischen Krise sowie Haltungen und Leitbilder nachhaltiger Lebensführung aus Freiheit und Verantwortung.  

Die Lehrveranstaltung zielt darauf, dass die Teilnehmenden lernen, mit Methoden der biblischen Exegese, Sozialethik und Moraltheologie umweltethisch relevante Sachverhalte im Hinblick auf die ethischen Grundkategorien „Gerechtigkeit“ und „gutes Leben“ zu analysieren, zu verstehen und zu beurteilen. 

Literatur

Empfohlene Einstiegslektüre: 

  • UmweltBundesamt, Zu erwartende Klimaänderungen bis 2100, Stand 17.07.2026; www.uba.de/n12776de (Download am 04.08.2026).  

Die Pflichtlektüre wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. 

Leistungsnachweis

Voraussetzungen: Aktive Teilnahme (Präsenz und Mitarbeit) in den Präsenzphasen und digitalen Kontaktzeiten & Lektüre sowie Kurzaufgaben in den Schwerpunktphasen. 

Benoteter Abschluss: Portfolio gemäß Modulhandbuch: Lerntagebuch mit fünf Aufgabenstellungen (insgesamt 30.000-40.000 Zeichen). 

B17 - Rituelle Praxis in Kirche und Gesellschaft

 

213

Rituelle Praxis in Kirche und Gesellschaft

Ansorge / Bieringer / Hoyer / Meckel

Fächer: Pastoraltheologie / Liturgiewissenschaft / Kirchenrecht / Dogmatik

Se G B17 - 12 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Liturgiewissenschaft

Die Liturgie der Kirche begegnet in unterschiedlichen Feierformen. Die Lehrveranstaltung setzt bei den sakramentlichen Feiern an und erschließt sie in ihrer theologischen Bedeutung, ihrer geschichtlichen Entwicklung und ihrer konkreten Feiergestalt. Einen Schwerpunkt bilden dabei Taufe und Eucharistie. Daneben werden das Stundengebet und andere Wortgottesdienste als eigenständige Formen liturgischen Feierns untersucht. An ausgewählten Benediktionen wird schließlich danach gefragt, wie Liturgie konkrete Lebenssituationen und biographische Übergänge aufgreifen und deuten kann. Dabei geht es nicht allein um die Kenntnis liturgischer Formen und ihrer Entstehungsgeschichte, sondern auch um die Frage, was liturgisches Handeln auszeichnet und welche Bedeutung unterschiedliche Formen der Liturgie unter den Bedingungen einer säkularen Gesellschaft gewinnen können.

Literatur:

Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, 2., überarb. Aufl., Paderborn 2009.

Alexander Deeg/David Plüss, Liturgik (Lehrbuch Praktische Theologie 5), Gütersloh 2021.


Pastoraltheologie

Ausgehend von der Taufpastoral werden gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Bedeutung für sakramntenpastorale Handlungsfelder und seelsorgliche Rollenbilder untersucht. Im Horizont einer Theologie der Erfahrung werden Rituale hinsichtlich ihrer Anlässe, Orte, Akteur:innen, Adressat:innen und Partizipierenden reflektiert. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie rituelle Räume pastoral gestaltet werden können, in denen menschliche Erfahrungen zur Sprache kommen und die Gegenwart Gottes in Ereignissen des Menschlichen erfahren werden kann.

Methoden:

- Fachliche Impulse und Kurzreferate

- Lektüre und Diskussion (pastoral-)theologischer Fachtexte

- Analyse konkreter Praxisbeispiele aus Tauf- und Sakramentenpastoral

- Gruppenarbeit und kollegialer Austausch

- Reflexion eigener Erfahrungen mit Ritualen und religiöser Praxis

- Entwicklung und Reflexion pastoraler Handlungsmöglichkeiten


Kirchenrecht

Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt in Art. 1 der Dogmatischen Konstitution über die Kirche “Lumen Gentium“, dass die Kirche nicht nur Sakramente hat, sondern selbst Sakrament ist. Im Horizont der grundlegenden Sakramentalität der Kirche haben alle Einzelsakramente wie auch die Kirche als Ganze zugleich eine rechtliche Dimension, wenngleich sie sich nicht in dieser erschöpfen. Dem Kirchenrecht geht es nicht nur um die Gültigkeit und Erlaubtheit der Sakramente, sondern auch um die Fruchtbarkeit ihrer Feier und ihres Empfangs. Deshalb kommt im Sinne der actuosa participatio auch die ganze Gemeinschaft der Gläubigen in den Blick, wenn es um die Vorbereitung und die Feier der Sakramente geht. Es wird daher die ekklesiologische Dimension der Sakramente in den Blick genommen und zugleich ein Schwerpunkt auf die Initiationssakramente (Taufe, Firmung, Eucharistie) und das Sakrament der Ehe gelegt. Das Recht der Sakramente ist ein großes Feld der kirchlichen Praxis und damit auch der kirchlichen Rechtspraxis. Daher wird Veranstaltung auch mit Fällen aus der Praxis gearbeitet.

Literatur:

Einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, Bde. 1-4, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall, Paderborn 2019-2021

Ecclesia a sacramentis. Theologische Erwägungen zum Sakramentenrecht, hg. v. R. Ahlers – L. Gerosa – L. Müller, Paderborn 1992

Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1086-1242

Riedel-Spangenberger, Ilona, Die Sakramente der Initiation in der kirchlichen Rechtsordnung, hg. v. H. Hallermann, Paderborn – München – Wien – Zürich 2009 (KStKR 10).


Dogmatik

Taufe und Eucharistie waren in den ersten Jahrhunderten die beiden grundlegenden Sakramente der Kirche. Dabei lassen sich am Beispiel der Taufe bis heute gültige Kennzeichen katholischen Sakramentenverständnisses verdeutlichen – so etwa das Zusammenspiel von Materie und Form, Spender und Empfänger, subjektivem Glauben und objektiver Realität. Das den Sakramenten eigentümliche Zusammenspiel von Symbolik und Ritualität begegnet freilich auch außerhalb kirchlichen Handelns. Umso dringlicher stellt sich deshalb die Frage nach der Besonderheit sakramentalen Handelns. Um sie zu beantworten, vermittelt die Lehrveranstaltung nicht nur Grundkenntnisse in allgemeiner Symboltheorie und vergleicht die Sakramente mit außerkirchlichen Riten. Vielmehr profiliert sie darüber hinaus die christologische Dimension der Sakramente und erläutert den ekklesiologischen Rahmen, innerhalb dessen sakramentales Handeln nach katholischem Verständnis verortet ist.

Literatur:

Günter Koch, Allgemeine Sakramentenlehre, in: Wolfgang Beinert (Hrsg.), Glaubenszugänge. Lehrbuch der katholischen Dogmatik, Bd. 3, Paderborn u.a.: Schöningh-Verlag, 1995, S. 322-380.

Franz-Josef Nocke: Allgemeine Sakramentenlehre & Spezielle Sakramentenlehre, Teil I: Taufe, in: Theodor Schneider (Hrsg.), Handbuch der Dogmatik, Bd. 2, Düsseldorf: Patmos-Verlag, 1992, S. 188-259.

Literatur

siehe unter "Beschreibung der Veranstaltung"

Leistungsnachweis

Mündliche Prüfung vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission (20 Minuten)

Die Prüfungskommission, die gleichzeitig prüft, weist am Tag vor der Prüfung die Prüfer zu.

B18 - Methoden beruflichen Handelns

 

214

Religionsdidaktik

Verst

Fächer: Methoden berufliches Handeln

ProS G B18 - 4 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Das Proseminar erschließt eine personzentrierte Religionsdidaktik. Sie versteht religiöses Lernen als einen Prozess, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern die ganze Person mit ihren Erfahrungen und Fragen einbezieht. Lernsituationen werden aus verschiedenen lebensweltlichen Perspektiven betrachtet und wissenschaftlich reflektiert. Grundlage dieses didaktischen Konzepts sind – im Anschluss an Carl R. Rogers – Empathie, bedingungslose positive Wertschätzung und Kongruenz sowie das Vertrauen in die Entwicklungspotenziale der Lernenden.

Ziel des Seminars ist es, anhand eigener Fallbeispiele theologische und psychologische Kriterien für die personzentrierte Gestaltung religiöser Lernprozesse zu erarbeiten.

Literatur

-  Altmeyer, Stefan / Grümme, Bernhard / Kohler-Spiegel, Helga u.a. (Hg.), Religion subjektorientiert erschließen, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2022 (= Jahrbuch der Religionspädagogik; Bd. 38).

-  Büttner, Gerhard / Dieterich, Veit-Jakobus, Entwicklungspsychologie in der Religionspädagogik, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2013 (= UTB 3851).

-  Englert, Rudolf, Geht Religion auch ohne Theologie?, Freiburg/Br.: Herder 2020.

-  Fermor, Gotthard / Knauth, Thorsten / Möller, Rainer / Obermann, Andreas (Hg.), Dialog und Transformation. Pluralistische Religionspädagogik im Diskurs, Münster: Waxmann 2022.

-  Katechetische Blätter — Zeitschrift für religiöses Lernen in Schule und Gemeinde. RELIGION, 144. Jg., Heft 2, März/April 2019.

-  Rogers, Carl R., Entwicklung der Persönlichkeit. Psychotherapie aus der Sicht eines Therapeuten. Aus dem Amerikanischen von Jacqueline Giere. Mit einem Vorwort von Reinhard Tausch, Stuttgart: Klett-Cotta 232021.

-  Tausch, Reinhard / Tausch, Anne-Marie, Erziehungspsychologie. Begegnung von Person zu Person, Göttingen: Hogrefe 111998.

-  Verst, Ludger, Tiefentheologie. Von einem Gott, der zu Grunde geht. Texte zu Religion und Psychologie. Mit einem Vorwort von Klaus Kießling. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2025.

-  Verst, Ludger, Abschied vom leeren Himmel? Entwicklungspsychologische Einblicke in den Religionsunterricht, in: Transformationen — Pastoralpsychologische Werkstattberichte, 21. Jg., Heft 35, August 2021, 70-95.

​​-  Verst, Ludger, »Schule macht stark«. Lernen personzentriert gestalten, in: Religionsunterricht heute — Zeitschrift des Dezernats Bildung im Bischöflichen Ordinariat Mainz, 47. Jg., Heft 1, Juni 2019, 50-52.

Leistungsnachweis

Regelmäßige und aktive Mitarbeit, Ausführung eines Arbeits- bzw. Projektauftrags, Reflexion des persönlichen Lernweges in Form eines seminarbegleitenden Portfolios.

 

215

Frühkindliche Pädagogik

Helmchen-Menke

Fächer: Methoden berufliches Handeln

ProS G B18 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Die Kita als pastoraler Ort: Kindergärten und weitere Kindertageseinrichtungen (Kitas) sind Fenster in die Gesellschaft. In kaum einer anderen Institution sind Familien fast aller gesellschaftlichen Familienkulturen vertreten. Kitas sind auch Orte für pastorales Handeln. Wer als pastorale Kraft die pädagogischen Fachkräfte in ihrem Bildungsauftrag zur religiösen Bildung unterstützen möchte, braucht Fachwissen zur frühkindlichen Pädagogik. Dafür werden in der Lehrveranstaltung diese Themen erarbeitet:

* Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, am Beispiel des pastoralen Ortes Kita religionspädagogische Tätigkeitsfelder und Methoden des beruflichen für die berufliche Praxis kennen und anzuwenden.

* Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, die pastorale Relevanz des Praxisfeldes Kita in der Pastoral zu beurteilen.


Inhalte

*Grundzüge religiöser frühkindlicher Bildung

* Vorschulische Einrichtungen (Kinderkrippe, Kindergarten und weiter Kitas) und die Basics der Bildungspläne der Bundesländer zur religiösen Bildung im Elementarbereich

* Religionssensibles und interreligiöses Lernen in Kitas

* Was brauchen pädagogische Fachkräfte von pastoralen Fachkräften? Religiöse Bildung in der Kita im pastoralen und religionspädagogischen Handeln: Formen von spirituellen Angeboten und Qualifizierungsangeboten für Erwachsene (pädagogische Fachkräfte) im pädagogisch-pastoralen Feld der Kitas

* Praxisfeld des späteren Berufslebens: Kita als pastoraler Ort – Vernetzung mit der Kirchengemeinde


Die Teilnehmenden an dieser Lehrveranstaltung lernen den Bereich der religiösen Elementarpädagogik unter der Rücksicht des kirchlichen Handelns in säkularer Gesellschaft kennen und entwickeln in der Auseinandersetzung damit ihre Position zum pastoralen Handlungsfeld Kita.

Literatur

- Konferenz der Kirchenleitungen BW (Hrsg.): Kultur, Werte, Religion. Praxisbausteine zur Umsetzung des Orientierungsplans. Freiburg 2026

- Helmchen-Menke, Heike und Leinhäupl, Andreas (Hrsg.): Kita als pastoraler Ort. Rahmenbedingungen, Praxisbausteine, Perspektiven – Ein Handbuch. Ostfildern 2016

- Biesinger, Albert; Schweitzer, Friedrich u.a.: Religionspädagogik in der Kita. Kompetenzen für pädagogische Fachkräfte, Freiburg 2024

- Knoblauch, Christoph: Frühkindliche religiöse Bildung in den Bildungsplänen. Curriculare Perspektiven in der Diskussion. In: Frühe Bildung. Schwerpunkt: Bildungspläne und -programme für den Elementarbereich, Ausgabe 1/2023, S. 13-20. Kostenfrei abrufbar:econtent.hogrefe.com/doi/full/10.1026/2191-9186/a000601 

- Möller, Rainer und Sajak, Clauß Peter (Hrsg.): Religionspädagogik für Erzieherinnen. Ein ökumenisches Arbeitsbuch, Stuttgart 2020

- Helmchen-Menke, Heike: Religion in der Kita. Themenkarten für Teamarbeit, Elternabende, Seminare, München 2019

Leistungsnachweis

Kontinuierliches Durcharbeiten der Texte und Materialien, die auf der Lernplattform eingestellt werden; kontinuierliche Abgabe der (unbenoteten) Übungen, die auf der Lernplattform alle zwei Wochen eingestellt werden; aktive Teilnahme an den digitalen Kontaktzeiten.

Bedingungen für den Erwerb des Leistungsnachweises:

Fristgerechte Abgabe aller zweiwöchentlich eingestellten (unbenoteten) Übungen. Die Abgaben müssen die formalen und inhaltlichen Mindestanforderungen erfüllen. Aktive Teilnahme an den digitalen Kontaktzeiten.


In einer der Lehrveranstaltungen des Wahlpflichtbereichs (Modul B18) ist eine wissenschaftliche Hausarbeit anzufertigen (ca. 30.000 Zeichen); Studierende wählen die Lehrveranstaltung, zu deren Themengebiet die Arbeit verfasst wird. Die Wahl des Themas erfolgt in Absprache mit dem/der Lehrenden und dem Modulkoordinator.

 

216

Soziale Arbeit

Weber

Fächer: Methoden berufliches Handeln

ProS G B18 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Das Proseminar vermittelt theoretische und rechtliche Grundlagen der sozialen Arbeit und gibt einen Überblick zu den Zielen, Aufgaben und Institutionen eines Feldes, dessen Bedeutung für das kirchliche Handeln immer mehr zunimmt. Ansätze und Methoden ausgewählter Bereiche (z. B. Jugendhilfe, Gemeinwesenarbeit, Altenhilfe) werden im Rahmen der Veranstaltung konkretisiert. Damit wird eine Verbindung zu zukünftigen Tätigkeitsfeldern geschaffen.

Literatur

Eine Literaturliste wird über die Lernplattform Moodle zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme in der Lehrveranstaltung und Kurzreferate.

In einer der Lehrveranstaltungen des Wahlpflichtbereichs (Modul B18) ist eine wissenschaftliche Hausarbeit im Umfang von ca. 15 Seiten anzufertigen (benotet); die Studierenden wählen die Lehrveranstaltung, zu deren Themengebiet die Arbeit verfasst wird. Die Wahl des Themas erfolgt in Absprache mit dem/der Lehrenden und dem Modulkoordinator.

 

 

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Sprecherziehung und Kantor:innenkurs

Hoppermann

Fächer: Methoden berufliches Handeln

Ü G B18 - 2 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 08.-10.10.2026 und 11.-13.02.2027.

Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

In vielen kirchlichen Kontexten wird souveränes Auftreten vor Menschen, eine starke Präsenz in unterschiedlichen Rollenkontexten, eine gesunde Sprech- und Singstimme und die Fähigkeit zum öffentlichen Vortrag vorausgesetzt.


Das Fach Sprecherziehung führt an diese Themen heran. Dazu gehören:

- Gute Körperwahrnehmung als Voraussetzung für den Stimmgebrauch

- Kenntnis über Funktion der Stimme allgemein

- Vertrautheit mit der eigenen Stimme und ihren Registern

- Sicheres Aneignen von Texten für den Vortrag

- Beherrschen von Ausspracheregeln

- Bewusster Umgang mit verschiedenen Sprachstilen


Während der Präsenzphasen sind kurze Einheiten vorgesehen, die sich auch der Singstimme widmen.

Hier geht es um:

- Kennenlernen der eigenen Singstimme und ihrer Eigenschaften

- Singen einprägsamer Melodien

- Einführung in gottesdienstliches (solistisches) Singen 


 

Literatur

Konkrete Übungen zur Vorbereitung werden in Moodle eingestellt


Literatur zum liturgischen Singen:

Hans-Jürgen Kaiser und Barbara Lange (Hrsg.) "Basiswissen Kirchenmusik. Ein ökumenisches Lehr- und Lernbuch in vier Bänden" (Bd.1: Theologie - Liturgiegesang), Stuttgart ³2020


Marius Schwemmer "Kleines Kirchenmusikalisches Kompendium - Ein Begleiter für die kirchenmusikalisch-liturgische Ausbildung und Praxis", Marburg 2006


Literatur zur Sprecherziehung:

Mathias Knuth (2018) "Zirkeltraining für die Stimme -Funktionale Übungen für mehr Kraft und Belastbarkeit", 2. Auflage 2022, Idstein: Schulz-Kirchner Verlag


Egon Aderhold/Edith Wolf "Sprecherzieherisches Übungsbuch", 19. Auflage 2023, Leipzig: Henschel


Anneliese Riesch (1972) "Lebendige Stimme - Stimmbildung für Sprache und Gesang", Neuauflage 2008, Mainz: Schott


Stefanie Köhler (2016) "Die Stimmkugel - Perfekte Artikulation für Sprecher und Sänger", 1. Auflage, Leipzig:Henschel






- Anneliese Riesch (1972) "Lebendige Stimme - Stimmbildung für Sprache und Gesang", Neuauflage 2008, Mainz: Schott


- Stefanie Köhler (2016) "Die Stimmkugel - Perfekte Artikulation für Sprecher und Sänger", 1. Auflage, Leipzig:Henschel


Marita Pabst-Weinschenk (Hg.) "Grundlagen der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung", 2. Auflage 2011, München: Reinhardt



 

 

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (unbenotet) bei mindestens 80% Präsenz