Wissenschaftliches Netzwerk (DFG).
Schuld ErTragen. Die Kirche und ihre Schuld


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Vorarbeiten

Schuld als Herausforderung für Theologie und Kirche (Fachtagung)

Von 30. Mai bis 1. Juni 2014 fand die Tagung "Schuld als Herausforderung für Theologie und Kirche“ in Münster statt, an der bereits fünf Netzwerkmitglieder mit eigenen Beiträgen beteiligt waren. Die Tagung galt als Vorbereitung für das gemeinsame Netzwerk und stand unter der Leitung von Julia Enxing.

Die Ergebnisse der Tagung sind im Sammelband „Schuld –
Theologische Erkundungen eines unbequemen Phänomens“
(hg. v. Julia Enxing, Ostfildern 2015) publiziert,
der in der zweiten Auflage vorliegt.

 




Pressekommentare zur Konferenz
"Schuld als Herausforderung für Theologie und Kirche" (31.05.-01.06.2014):

 

 

Workshops während der Förderphase

ContritioSchuld und Scham, 14.–15. Dezember 2015, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Programm
Schuld und Scham, 14.–15. Dezember 2015, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Programm In der traditionellen Bußtheologie wird die Phase der contritio cordis als eine innere Zerknirschung verstanden, die durchaus mit einer (Selbst-)Demütigung einhergehen mag, in der der/die Sünder*in über die begangene sündhafte Tat Scham zu empfinden beginnt. Sie geht schließlich in die Empfindung der Reue über, die den/die Büßende*n zum Schuldbekenntnis (confessio) und schließlich zur sühnenden bzw. wiedergutmachenden Handlung (satisfacio) führt. Die Schuld-Scham der contritio cordis wird also als der Motor des Versöhnungs- und Vergebungsprozesses gesehen. Diese Sicht kann in der neueren Forschung von zwei Seiten her angefragt werden: Zum einen zeigen Untersuchungen von Täter*innen eine erstaunliche Resistenz gegenüber Schuld-Scham. Zum anderen wird Scham zu eng gefasst, wenn sie allein als Schuld- und damit Täter*innen-Scham wahrgenommen wird. Vielmehr ist aus aktuellen sozialwissenschaftlichen und sozialpsychologischen Untersuchungen auch von der Scham der Opfer, der Kranken, der ökonomisch Armen und der psychisch wie physisch Versehrten die Rede. Scham wird weiterhin als anthropologisches Phänomen verstanden, als Grenzmarkierung für innerste Intimität und Persönlichkeitsschutz. Damit aber rückt zunächst die Scham der Anderen stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit als die Schuld-Scham der Täter*innen. Für die Reflexion von Versöhnungsprozessen innerhalb wie außerhalb der Kirche spielt dieses erweiterte Verständnis der Scham auf die contritio eine große Rolle: Kann man in dieser Perspektive Versöhnung auch als einen Prozess verstehen, in dem die Beteiligten „scham-sensibel“ und somit erst fähig zur contritio werden, indem sie die eigenen Verletzungen in Verbindung mit denen der Anderen überhaupt erst erkennen? In diesem Zusammenhang wird weiterhin wichtig, was in der neueren Forschung zum Phänomen der Scham über das sog. „Fremdschämen“ herausgearbeitet werden kann. Offenbar können Menschen sich leichter für Andere oder an Stelle Anderer schämen als stellvertretend Schuld zu empfinden. Es gilt, zum einen die versöhnungsrelevanten Aspekte dieser Beobachtung spezifisch zu erarbeiten wie auch die Möglichkeiten ihres Missbrauchs in moralisierender Rhetorik zu thematisieren und zu entlarven. Zum anderen soll über die sozial-inklusivierende Funktion der Scham die Bildwelt der christlichen Soteriologie in den Blick genommen werden, in der der leidende Christus sowohl als Repräsentant von Opfer- als auch von Täter-Scham fungiert. Von hier aus wird schließlich gefragt werden, ob der Rede von der Schuld der Kirche eventuell maßgebliche Anteile eines Verständnisses von Scham (der Kirche) zugrunde liegen. Struktur des Workshops: Der Sozialwissenschaflter und Schamforscher Stephan Marks (Freiburg) hat mit einem öffentlichen Vortrag zum Thema „Die anthropologische Relevanz der Scham“ das Arbeitstreffen eröffnet. Im Anschluss replizierte Ulrike Link-Wieczorek aus ihrer Forschungsperspektive auf das Thema und entwickelt Fragen zur Relevanz der Rede von der Scham der Kirche. Katharina von Kellenbach diskutierte die Bedeutung der Contritio cordis für die Versöhnungsarbeit mit Nazitäter*innen. Dominik Gautier ging der Frage nach einer Christologie als „Anleitung zum ‚Fremdschämen‘“ nach.

 

ContritioSchuld und Kollektiv, 10.–13. April 2016, Erzabtei zu Pannonhalma/Martinsberg (Ungarn)


Programm
In der sozialgeschichtlichen Erforschung der post-totalitären Gesellschaften hat sich gezeigt, dass die meisten Staaten Osteuropas nach 1989 vor einem langwierigen Prozess der Wandlung standen, in dem sich die Länder auf ökonomischer, sozialer und politischer Ebene aus autoritär-totalitären Systemen zu freiheitlichen Demokratien transformieren sollten. Parallel zur Entwicklung demokratischer Institutionen und Strukturen hat die Wahrung von Kontinuität und Stabilität stets Bedeutung behalten. Der Wahrung des sozialen Friedens und der nationalen Einheit wurde ein höherer Stellenwert für die Stabilisierung der neuen gesellschaftlichen Ordnung zugemessen als der rückhaltlosen Aufklärung von Schuld und den Verbrechen der Vergangenheit. An dieser Stelle entsteht für unser Forschungsnetzwerk die Aufgabe, die historisch und politisch belastete „Kollektiv-Schuld-These“ neu zu deuten und zu reflektieren. Einerseits ist die Identifizierung und Zuweisung von Schuld gerade im historisch-politischen Kontext unerlässlich, andererseits muss man mit einer überpersonalen Dimension und Eigendynamik von Schuld und einem interaktiven Zusammenhang von Tun und Unterlassen des handelnden Menschen im sozialen Lebenskontext rechnen. Die These lautet hier, dass von kollektiven Handlungssubjekten auszugehen ist, die im politischen und sozialen Kontext als Akteure des gesellschaftlichen bzw. wirtschaftlichen Lebens agieren und denen Verantwortung und eventuell Schuld zuzurechnen ist. Zu fragen ist, wie sich individuelle Schuld zur Schuld von Kollektivsubjekten verhält und wie zweitere gedeutet werden kann, ohne dass sich durch die Anerkennung derselben die individuelle Schuld in eine verantwortungsdiffundierende Systemperspektive (strukturelle Sünde) auflöst. Um diesen Fragenkomplex zu klären, veranstaltet das Netzwerk einen öffentlichen Vortrag mit einer Konsultation und anschließenden Responses, gefolgt von einem zweitägigen Workshop in der Benediktinererzabtei zu Pannonhalma (Martinsberg). Als Referent hat Michael Beintker (Münster) bereits zugesagt. Als Co-Referent wird Abt Asztrik Várszegi von Pannonhalma ein praktisches und gelungenes Modell für Schuldwahrnehmung und Versöhnung vor Ort, innerhalb der Benediktinerkongregation, präsentieren (ebenfalls bereits zugesagt). Sándor Fazakas und Julia Enxing werden beide Referate kritisch korrelieren und aus ökumenischer Perspektive der Frage nach der Vermittel- und Anwendbarkeit des präsentierten Modells vor dem Hintergrund der osteuropäischen Problemkonstellation für die evangelische Kirche vor Ort bzw. für die katholische Kirche in Deutschland nachgehen.


ConfessioSchuld und Bekenntnis, 8.-9. September 2016, PTh St. Georgen
 

Programm
Einladung zum Abendprogramm
Schuld und das Bekennen von Schuld sind über den kirchlichen Rahmen hinaus Brennpunkte politischer Legitimation und gesellschaftlicher Kohäsion. Versinnbildlichen lässt sich die politische Relevanz der Sichtbarkeit und Benennbarkeit von Schuld etwa am historisch gewordenen Kniefall Willy Brandts von Warschau am 7. November 1970. Gegenwärtig drängt sich die Thematik in der Debatte um die Titulierung der DDR als „Unrechtsstaat“ und der öffentlichen identitätskonstitutiven Distanzierung politischer Parteien zu diesem auf die Agenda gesellschaftlicher Selbstverständigungsdiskurse. Wird Schuld durch das Bekenntnis erst sichtbar oder ist das Schuldbekenntnis die öffentliche Bußpraxis infolge forensischer Schuldüberführung? Innerhalb der sozialphilosophischen Theoriebildung lassen sich dabei zwei Hauptlinien ausmachen. Angestoßen durch Hannah Arendts wegweisende Wiederaufnahme der Schuldthematik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und in sich vielerlei Hinsicht auf sie beziehend, fragt der politiktheoretische Zugang nach gesellschaftlichen Selbstheilungspotenzialen öffentlicher Schuldbekenntnis- und Vergebungspraxis. Schuldbekenntnisse und die auf sie folgenden politischen Mittel von Verzeihung bis Amnestie können als soziale Coping-Strategien gesellschaftlicher Selbstintegration begriffen werden. Diese soziale Selbstverständlichkeit, mit der persönliche Interaktionsmuster des Verzeihens auf gesellschaftliche Zusammenhänge übertragen werden, wird in der Rezeption Derridas, welche sich an phänomenologischen Grundpositionen abarbeitet, nachhaltig irritiert. Beide Zugänge haben dabei die Gefahr automatisierter Entschuldigungspraxis vor Augen: Das Bußritual kann zur Annihilation von Schuld werden. Anstatt diese totzuschweigen, redet man sie weg. Diese dem Schuldbekenntnis und der Bußpraxis inhärente Selbstgefährdung spiegelt sich ebenfalls innerhalb der theologischen Theoriedebatte. An dieser Stelle soll die interdisziplinäre Auseinandersetzung zwischen theologischen und philosophischen Perspektiven die jeweiligen Theoriediskurse weiterbringen und auf die Frage der nicht instrumentellen Operationalisierbarkeit des Tragens und Ertragens von Schuld abzielen. Für die Einführung in die Fragestellung und die interdisziplinäre Zuspitzung hat das Netzwerk Klaus-Michael Kodalle (Jena) eingeladen. Als ausgewiesener Experte wird er aus philosophisch-ethischer Sicht nach den Bedingungen von gelingendem Verzeihen fragen. Zu Kodalles öffentlichem Vortrag wird sich Magdalene L. Frettlöh (Bern), in einer Response verhalten und genuin theologische Bezüge zum Thema Verzeihen herstellen. Daran schließt ein eintägiger Workshop an: Im ersten Teil soll ausgehend vom Film „Das Wochenende“ (2013) das Verzeihliche, das Unverzeihliche und die Amnestie zwischen den Begriffen „Erinnern und Vergessen“ mit Stephan Jütte hinsichtlich ihrer sozialpolitischen und individuellen Tragweite diskutiert werden. Im zweiten Teil wird Lisa Martin noch einmal aus systematischer Sicht der Frage nach der Notwendigkeit absoluter Vergebung nachgehen. Hiervon ausgehend sollen Auswirkungen, Möglichkeiten und Aufgaben einer erneuerten kirchlichen Bußpastoral diskutiert werden.



ConfessioSchuld und Kirche, 21.-22. April 2017, PTh St. Georgen

Programm
Einladung zum Abendprogramm
Besonders dann, wenn nicht eine einzelne Person, sondern eine Institution als Kollektivsubjekt Abbitte leistet, verdringlicht sich die Frage nach der gesellschaftlichen Rezeption des Ent-Schuldigungsakts. Das Kriterium für einen gelungenen Reueakt von Zivilpersonen, nämlich ob ihre Reue authentisch vorgetragen wird, so dass die ‚confessio oris‘ auf eine wahrhafte ‚contritio cordis‘ schließen lässt, scheint im Fall institutioneller Reuepraxis nur indirekt anwendbar, weil eine Institution keine moralische Handlungsträgerin im Sinne einer Person ist, sondern durch das organisierte Handeln von Personen besteht. Institutionelle Abbittepraktiken stehen daher unter einem doppelten Verdacht: Entweder sie betonen die Schuld der verantwortlichen Personen gegenüber den institutionellen Bedingungen unter denen die Verfehlungen geschehen konnten so stark, dass die Institution als Schuldige durch die Beschuldigung einzelner Mitarbeiter*innen aus dem Blick gerät, oder sie bezieht diese Schuld ganz auf die Institution, so dass die einzelnen Akteur*innen ent-schuldigt sind. In beiden Fällen nimmt die Entschuldigung die Vergebung vorweg – entweder für die Institution oder für die Agent*innen der Institution. Die vom Netzwerk verfolgte These, dass Kirche schuldig werden kann, bietet eine Perspektive, von der aus kirchliche Schuldbekenntnisse neu in den Blick zu nehmen und zu wagen sind. Da die Bedingungen gelingenden Schuldbekennens durch die Kirche bisher wissenschaftlich-systematisch nicht untersucht worden sind, sondern allenfalls im Rahmen historiografischer Darstellungen implizit erwähnt werden, betritt die Forscher*innengruppe methodologisch Neuland. Dabei ist die Einsicht leitend, dass die Beurteilung, ob ein kirchliches Schuldbekenntnis den Versöhnungsprozess mit den Opfern der Kirche in Gang bringen kann oder ihn vielmehr erschwert, nur von Seiten der Rezipient*innen beantwortet werden kann. Deshalb will das Netzwerk verdichtete Rezeptionen eines Schuldbekenntnisses analysieren.

Dazu lädt das Netzwerk den Jesuitenpater Klaus Mertes ein. Dieser hat 2010 sein Wissen um sexuelle Gewalttaten durch Kleriker und Ordensleute der Öffentlichkeit mitgeteilt und somit den entscheidenden Schritt zur Aufklärung und Aufdeckung innerkirchlicher Gewalt initiiert. Er ist eingeladen, in einem öffentlichen Vortrag von seinen Erfahrungen zu berichten und seither in Gang gesetzte Prozesse und Dynamiken kritisch zu beleuchten. An diese Darstellung knüpft sich eine Response von Jutta Koslowski an, die die Ausführungen von Klaus Mertes SJ im Hinblick auf die oben skizzierten Thesen des Netzwerkes kommentiert. Im Workshop am folgenden Tag hat das Netzwerk Camen Koch eingeladen (Zürich; bereits zugesagt), eine ausgewiesene Medienwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt der Erforschung medialer Rezeption religiöser Gruppen und Phänomene. In einem Impulsreferat wird sie das Öffentlichwerden sexueller Gewalt und die Reaktionen der (Amts)Kirche unter medienwissenschaftlicher Perspektive analysieren. Es folgt ein Referat von Julia Enxing, das sich den „Ekklesiologischen Chancen und Risiken kirchlichen Schuldbekennens“ vor dem Hintergrund ihrer Forschungsarbeiten zu kirchlichen Schuldbekenntnissen annimmt. Im Gespräch mit Carmen Koch und Pater Mertes wollen die Forscher*innen anschließend eine „Kriteriologie gelingenden Schuldbekennens’“ für die Kirche herausarbeiten.

Zum Pressebericht über den Netzwerkworkshop und den öffentlichen Abendvortrag:

theologe-schmidt.de/2017/05/07/hr-info-einer-fuer-alle-wenn-vertreter-kirchlicher-institutionen-schuld-bekennen/ 

 

Satisfactio

Schuld und Sühne, 18.-21. November 2017, Boston/USA 

Der fünfte Workshop findet im Rahmen eines eigenen Panels auf der Jahreskonferenz der American Academy of Religion statt, die vom 18.-21. November 2017 in Boston tagt (https://www.aarweb.org/annual-meeting/2017-annual-meeting-nov-18-21). Dem Netzwerk ist es gelungen, im Rahmen der Roman Catholic Studies Group das Panel Sinfulness and Satisfaction: Exploring the Limits of Forgiveness and Reconciliation in a Global Context zu installieren. Chair des Panels wird Julia Enxing sein, Respondent ist Kelly Denton-Borhaug. Folgende Netzwerkmitglieder diskutieren ihre Positionen im Rahmen von Kurzvorträgen: Katharina Peetz, Dominik Gautier, Ulrike Link-Wieczorek, Jutta Koslowski.

                          

 

Satisfactio

Schuld und Würde, 7. bis 9. März 2018, Katholische Akademie St. Jakobushaus, Goslar

Programm
Einladung zum Abendprogramm
Der letzte Workshop nimmt den transformatorischen Gehalt gelingenden Schuldbekennens in den Blick: Was bedeutet es für die Kirche, im Bewusstsein ihres Schuldigseins zu leben und sich gegenseitig ihre Schuld zu bekennen? Zur Auslotung dieser Frage ist als auswärtiger Referent Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle „Theologie der Friedenskirchen“ am Fachbereich Ev. Theologie der Universität Hamburg und Professor für (Friedens-)Theologie und Ethik an der Theologischen Fakultät der Vrije Universiteit Amsterdam (VU), eingeladen. Fernando Enns ist ein durch zahlreiche Publikationen ausgewiesener Kenner des friedenstheologischen Diskurses. Er wird in einem öffentlichen Abendvortrag das friedensstiftende und transformatorische Potential zwischenkirchlicher Vergebungsbitten und -aktionen analysieren. Zwischenkirchliche Versöhnungsarbeit ist zumeist eng mit der Idee einer Heilung der Erinnerungen verbunden, die die Anerkennung eigener Schuld und die Überwindung der (gegenseitigen) Verurteilungen voraussetzt. So haben sich beispielsweise rumänische Kirchen im Rahmen des von der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) konstituierten Projektes „Healing of Memories“ dazu entschieden, an einer gemeinsamen Interpretation ihrer kirchlichen und ethnischen Geschichte zu arbeiten. Die Heilung der Erinnerungen erfordert für diese Kirchen eine gemeinsame Betrachtung der Geschichte und eine gemeinsame Betrachtung ihrer Theologie. In seiner Response wird Dominik Gautier den Vortrag von Fernando Enns aufgreifen und mit den Arbeitsergebnissen des Netzwerkes in Beziehung setzen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach einem konstruktiven Umgang mit anerkannter, formulierter und gesühnter Schuld.