Aktuelles

Fachtagung „Zukunft ohne Geist. Zur pneumatologischen Dimension futurischer Eschatologie“

Bei der Fachtagung „Zukunft ohne Geist. Zur pneumatologischen Dimension futurischer Eschatologie“ vom 11.-13. Juni an der Universität Luzern, organisiert von Prof. Dr. Ursula Schumacher (Lehrstuhl für Dogmatik, Universität Bern in Kooperation mit dem Johann-Adam-Möhler-Institut Paderborn), hat Prof. Dr. Klaus Vechtel SJ einen Vortrag gehalten zum Thema „Pneumatologische Akzente in Hans Urs von Balthasars Eschatologie“.

 

 

 

 

 

 

 


Studientag „Imagination und Text. Ästhetische und spirituelle Lesarten heiliger Schriften“

Zusammen mit dem Prof. Dr. Malte Dominik Krüger (Marburg, Professur für Systematische Theologie und Religionsphilosophie/Direktor des Rudolf-Bultmann-Instituts für Hermeneutik) und Prof. Dr. Tobias Specker SJ (Sankt Georgen, Katholische Theologie im Angesicht des Islam) hat der Karl Rahner-Stiftungslehrstuhl für Theologie der Spiritualität den Studientag „Imagination und Text. Ästhetische und spirituelle Lesarten heiliger Schriften“ erfolgreich durchgeführt. Der Vortrag von Prof. Dr. Klaus Vechtel SJ behandelte das Thema „Theologia affectus'. Imagination als Übersetzungsvorgang in der ignatianischen Spiritualität". Ein ausführlicher Programmablauf findet sich hier. Eine Veröffentlichung der Tagungsbeiträge ist geplant. Es gibt zudem bereits einen kurzen Bericht von PD Dr. Raid Al-Daghistani (PIIT, Universität Paderborn / TEOF, Universität Ljubljana). 

 

 

 

 


Tagung 100 Jahre Geist und Leben: Spiritualität in gesellschaftlichen, kirchlichen und theologischen Umbrüchen


Eine Tagung zum 100-jährigen Bestehen von „Geist & Leben“, der Zeitschrift der Jesuiten für Spiritualität, fand vom 17.-19. April 2026 zum Thema „Spiritualität in gesellschaftlichen, kirchlichen und theologischen Umbrüchen“ in Sankt Georgen statt.

Die Tagung wurde mitorganisiert und -durchgeführt vom Karl Rahner-Stiftungslehrstuhl für Theologie der Spiritualität.

Hier geht es zu einem kurzen Tagungsbericht von Prof. Dr. Klaus Vechtel SJ.

 

 


Vortrag von Prof. Dr. Isabella Bruckner: „Schönheit des Glaubens oder gebrochene Transzendenz: Überlegungen im Anschluss an Rahners Theologie des Symbols“

Am 4.2.26 war Prof. Dr. Isabella Bruckner vom Päpstlichen Athenaeum Sant’Anselmo in Rom als Referentin zu Gast in Sankt Georgen. Ihr beeindruckender Vortrag widmete sich dem Thema „Schönheit des Glaubens oder gebrochene Transzendenz: Überlegungen im Anschluss an Rahners Theologie des Symbols“ und war einerseits als Beitrag der systematischen Theologie Teil der interdisziplinären Ringvorlesung des laufenden Wintersemesters unter dem Thema „Rettet Schönheit die Welt? Ästhetik in Diskursen der Gegenwart“, andererseits aber auch eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe Rahner Lectures, die erstmals in Sankt Georgen stattfand.

Bruckner, die am Päpstlichen Athenaeum Sant’Anselmo einen Lehrstuhl für Christliches Denken und spirituelle Praxis innehat, thematisierte eingangs kritisch gegenwartskulturelle narzisstische Ausformungen kommerzialisierter Ästhetisierung. Im Laufe ihres Vortrags zeigte sie insbesondere im Rekurs auf Karl Rahner SJ und Michel de Certeau SJ eindrücklich auf, wie eine christliche Ästhetik des Symbolischen in der Dimension des Sakramentalen eine radikale, mitunter gegenkulturelle Alternative zu dem zuvor beschriebenen Ästhetikverständnis darstellt. Das tut sie dadurch, dass sie einer selbstdarstellenden, materiell-akkumulierenden Ästhetikkonzeption sowohl das Einfache, Alltägliche und Banale – in den Zeichen Brot, Wein und Wasser -, mit dem johanneischen „Ecce Agnus Dei“ auch das Gebrochene, eben nicht Vollkommene oder menschlich Perfektionierte, als auch sogar das Fehlende – den abwesenden Leib des getöteten Jesus Christus im Topos des leeren Grabes – entgegensetzt und ins Zentrum rückt. Mit ihr verschiebt sich der Begriff von Schönheit auf eine umfassendere, tiefere, transzendente Ebene und wird hineinnehmend für Menschen in der Erfahrung ihrer eigenen Gebrochenheit.

Eine an Bruckners Kurzvorlesung anschließende Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Klaus Vechtel SJ und Leopold Kohlbrenner von studentischer Seite mit Raum für Reaktionen und Fragen aus dem Plenum vertiefte diese Überlegungen und führte sie – auch kritisch – in verschiedene Richtungen weiter.

 

 


Neuerscheinung „Was ist Berufung? Theologische Sondierungen zu einem prekären Begriff“

Herausgegeben von Prof. Dr. Klaus Vechtel SJ (Karl Rahner-Stiftungslehrstuhl für Theologie der Spiritualität) und Prof. Dr. Alexander Löffler (Lehrstuhl für Fundamentaltheologie) versammelt dieses Buch theologische, religionswissenschaftliche, psychologische und soziologische Perspektiven auf den christlichen Berufungsgedanken.

Berufung – ein prekäres Konzept auf dem Prüfstand

Der Begriff der Berufung ist in Theologie und Kirche gegenwärtig weitgehenden Anfragen ausgesetzt. Werden mit der Vorstellung einer Berufung durch Gott feudale Standesstrukturen und kirchlich-männerbündische Machtansprüche untermauert sowie heteronome Maßstäbe von gelungenem Leben an Menschen herangetragen? Begünstigt ein solches Berufungsverständnis missbräuchliche Strukturen und Beziehungen? Der Tagungsband untersucht, wie angesichts solcher Anfragen theologisch verantwortet von einem berufenden Handeln Gottes am Menschen gesprochen werden kann. Dabei kommen die Frage nach der Möglichkeit eines offenbarenden Handelns Gottes, biographisch-individuelle und gemeinschaftlich-ekklesiologische Dimensionen von Berufung ebenso zu Wort wie soziologische und pastoralpsychologische Sichtweisen auf einen prekären Begriff.

Mit Beiträgen von Margareta Gruber, Isabella Guanzini, Ursula Schumacher, Hans-Joachim Höhn, Katharina Karl, Klaus Vechtel, Alexander Löffler, Helmut Zander, Markus Iff, Eva-Maria Faber, Detlef Pollack, Annette Langner-Pitschmann, Klaus Kießling, Hermann Kügler und Bernhard Nitsche

Zu einer Leseprobe geht es hier: https://media.herder.de/leseprobe/978-3-451-02348-4/index.html 


P. Klaus Vechtel SJ neuer Vorsitzender des Kuratoriums der Karl Rahner-Stiftung

Der Provinzial der Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten, P. Thomas Hollweck hat Prof. Dr. Klaus Vechtel SJ zum Vorsitzenden des Kuratoriums der Karl Rahner-Stiftung ernannt. Die Karl Rahner-Stiftung dient der Förderung der Erschließung und des Weiterwirkens des Werkes von Karl Rahner, insbesondere durch Stipendien an Doktoranden und Habilitanden namentlich in Verbindung mit dem Karl-Rahner-Archiv oder dem Karl-Rahner-Preis, sowie durch Veranstaltungen zu den verschiedenen Aspekten des Wirkens Karl Rahners, etwa durch die Karl Rahner-Lectures, die alternierend an der Hochschule für Philosophie in München und an der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen stattfinden.

Näheres zur Karl Rahner-Stiftung.


 

Eröffnung des Karl Rahner-Stiftungslehrstuhls für Theologie der Spiritualität

Am 22. Mai 2025 wurde der neue Karl Rahner-Stiftungslehrstuhl für Theologie der Spiritualität feierlich an der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main eröffnet. Der Abend begann mit einer Vernissage einer Ausstellung ausgewählter Werke von Karl Rahner in der Bibliothek der Hochschule.

 

   

 

Den Festakt eröffnete der Hochschulrektor Prof. Dr. Wolfgang Beck, der als Pastoraltheologe auch an die wichtigen pastoraltheologischen Perspektiven Karl Rahners erinnerte. Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Klaus Vechtel SJ hielt den Festvortrag zum Thema "Theologie als Mystagogie? Zum Verhältnis von Spiritualität und akademischer Theologie": Dabei versuchte er insbesondere Perspektiven Karl Rahners, der wiederum immer wieder Maß nahm an den ignatianischen Exerzitien, fruchtbar zu machen für eine heutige Theologie der Spiritualität. Im Anschluss an das bekannte Wort Rahners "Der Fromme von morgen wird ein 'Mystiker' sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird nicht mehr sein" fragte Prof. Dr. Klaus Vechtel SJ, ob und wie eine Theologie der Spiritualität als 'Erfahrungswissenschaft' verstanden werden kann.

 

  

 

Die Response hielt Prof. Dr. Christine Büchner: Sie stellte Überlegungen vor zur Frage, wie 'einfach' oder 'kompliziert' Theologie sein sollte und erinnerte dabei, dass nicht erst Theologie 'kompliziert' ist, sondern bereits die religiöse Erfahrung. Paradox ausgedrückt: Das Einfache ist das Komplizierte.

 

 

Der Festakt samt den Vorträgen wurde aufgezeichnet und kann unter diesem Link oder mit Klick auf das untere Bild abgerufen werden.

 

 


Aktuelle Publikationen:

 

Herausgeberschaft „Studien zur systematischen und spirituellen Theologie“ (mit Jan-Heiner Tück und Ursula Schumacher):

  • Tobias Müller, Der Christus hinter den Spiegeln. Phantastische Literatur als Ort christologischer Erkenntnis (StSSTh Bd.59), Würzburg 2024.
  • Jörg Nies, Gehorsam in der Gesellschaft Jesu. Theologie, Verständnis und Kritik eines beunruhigenden Gelübdes (StSSTh Bd.60), Würzburg 2024.  

 


Zurückliegend:

Tagung des Alois Kardinal Grillmeier-Instituts am 19.-21. April 2024
an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen
"Was ist Berufung? Theologische Sondierungen zu einem prekär gewordenen Begriff"

Tagungsbericht: Stil, Thomas, Was ist Berufung? Ein Tagungsbericht, in: Geist & Leben 97 (2024), 359-363.