Tagung: Die Religion und Moral leiblicher Subjekte

Anton Friedrich Kochs Erste Philosophie in der Diskussion

Die „Erste Philosophie“ Anton Friedrich Kochs geht von dem unbestreitbaren Faktum aus, dass wir – als Lebewesen, die den Logos haben (Aristoteles) – denkend und sprechend Wahrheitsansprüche erheben.

Kochs Analyse der apriorischen Voraussetzungen der Bezugnahme bestätigt zum einen die Parmenideische Einsicht, dass Negativität unausweichlich zum Widerspruch führt. Aus dieser „Antinomie-These“ ergibt sich die prinzipielle Begrenztheit normativer Großtheorien in Ethik und Politik. Zum anderen zeigt Koch, dass in jeder möglichen Welt mindestens ein leibliches Subjekt existiert, das sich denkend und wahrnehmend auf die Wirklichkeit bezieht. Mit dieser „Subektivitäts-These“ stellt er sich gegen den klassischen Theismus und dessen „Mythos der Transparenz“.

Auf der gemeinsamen Tagung der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt und der Hochschule für Philosophie, München sollen sowohl die religionsphilosophischen als auch die moraltheoretischen Implikationen der Ersten Philosophie Kochs vorgestellt und aus einer antinaturalistischen Perspektive diskutiert werden.

Weitere Informationen finden Sie hier im Programmflyer.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 25.04.2022 an herzberg(at)sankt-georgen.de

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