Im Sommersemester ist die Hochschule Sankt Georgen wieder Gastgeberin und Gesprächspartnerin für interessierte Schülerinnen und Schüler. Geplant sind etwa die Mitgestaltung des nächsten UNESCO-Projekttages der Humboldtschule Bad Homburg am 4. Mai, ein Besuch von Firmlingen der Pfarrei Maria Himmelfahrt im Taunus am 13. Mai sowie Tage der offenen Tür im Rahmen der nächsten MainStudy vom 3. bis 6. Juli 2023. Auch darüber hinaus können Besuche von Einzelpersonen oder Gruppen vereinbart werden (Kontakt: Prof. Johannes Arnold, arnold(at)sankt-georgen.de)
Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler der Humboldtschule Bad Homburg schreiben über ihren Besuch in Sankt Georgen am 19. Januar 2023
Melanie: Ein Besuch in Sankt Georgen ist allen Schulklassen weiterzuempfehlen. Nicht nur für Christen lohnt sich der Besuch, sondern auch atheistische Schüler gewinnen einen hohen Mehrwert aus den Stunden in Sankt Georgen. Die Zeit, die wir in Sankt Georgen verbrachten, vermittelte uns nicht nur einen Einblick in die Studiengänge, sondern auch die Beweggründe für ein theologisch orientiertes Leben. Wir standen die ganze Zeit lang in Kontakt zu den Menschen, die in und mit Georgen zu tun haben, seien dies die Studenten, welche uns das Gelände zeigten, oder die Professoren, die mit uns zu Mittag aßen. Wir erlangten Eindrücke, wie das Leben in Sankt Georgen aussehen kann, sowohl das Leben der dort lebenden Jesuiten als auch das der außerhalb wohnenden Studierenden.
Etwas, das ich besonders aus unserem Besuch in Sankt Georgen mitnehmen werde, ist, wie ausgeglichen die Menschen dort wirkten. Jede Person, mit der wir sprachen, schien sich ihrer Berufung sicher zu sein oder fühlte sich in Sankt Georgen gut genug aufgehoben, um sich die Freiheit zu nehmen, sich auf die Suche nach ihrer Berufung zu machen.
Das Mittagessen mit den Professoren bot mir den größten Einblick in das dortige Leben, welches mir bisher am fremdesten war. Aus dem Besuch in Sankt Georgen gehe ich inspiriert hinaus. Dieser Exkurs war eine bereichernde Erfahrung, da ich mir zuvor nie das Leben in einer Ordensgemeinschaft vorstellen konnte. Zuvor wirkte es fremd und realitätsfern. Der Besuch in Sankt Georgen änderte dies. Obwohl ich fest entschlossen bin, nicht Theologie an der Hochschule Sankt Georgen zu studieren, war es eine Bereicherung, diese vielen Menschen und Denkweisen kennengelernt zu haben.
Moritz: Es war beeindruckend zu sehen, dass einige Menschen in Sankt Georgen versuchen, auf spirituelle Art zu sich selbst zu finden, und dadurch ihre eigenen Wünsche fürs Leben kennenzulernen.
Natalia: Mir hat der Ausflug nach Sankt Georgen sehr gut gefallen, da er eine schöne Abwechslung vom eher stressigen Alltag dargestellt hat. Die Stimmung in St. Georgen war sehr entspannt, ruhig, und es gab viele freundliche Menschen, deren Geschichten uns vorgestellt wurden, und die uns erklärt haben, weswegen sie die Hochschule besuchen. Auch das gemeinsame Mittagessen, bei dem man sich in kleineren Gruppen mit den Leuten unterhalten konnte und auch Fragen stellen konnte, hat mit gut gefallen.
Samuel: Auch als jemand, der nicht Theologie studieren möchte, hat mir die Exkursion nach Sankt Georgen sehr gefallen. Uns wurde ermöglicht, sowohl den Alltag eines Jesuiten als auch das Theologie-Studium kennenzulernen. Vor allem das direkte Gespräch mit einem Jesuiten hat mir eine neue Weltanschauung gezeigt, da es für eine außenstehende Person schwer ist, sich in solch eine Lebensweise hinein zu versetzen. Generell herrschte eine sehr offene und herzliche Atmosphäre, und auch in der Zukunftswerkstatt fühlte man sich sehr willkommen.
Annika: Mit unserem evangelischen Religionskurs haben wir Sankt Georgen für einen Tag besuchen und miterleben dürfen. Nach einer Campustour, bei der wir von hilfsbereiten und aufgeschlossenen Studenten geführt wurden, haben wir noch an Vorlesungen sowohl zu herkömmlicheren als auch ungewöhnlichen Studiengängen teilgenommen. Das Spektrum des Angebots war deutlich breiter, als ich es erwartet hatte, der Campus war modern und ansprechend. Mir hat vor allem die Kirche gefallen, die sowohl symbolisch als auch rein optisch sehr faszinierend und eindrucksvoll war. Wir hatten auch die Möglichkeit, an einer Mediation teilzunehmen sowie mit einem Jesuiten zu sprechen, der aus den Stationen seines Lebens berichtete und sehr bedacht auf unsere Fragen einging. Besonders positiv ist mir die Diversität der Studierenden und Residierenden aufgefallen, entgegen der Clichés, die bis heute vor allem der katholischen Kirche gegenüber existieren. Denjenigen, die für eine Zeit ihres Lebens in Sankt Georgen wohnen, ist es freigestellt, wie regelmäßig sie beispielsweise an Gottesdiensten teilnehmen, und auch im Allgemeinen wird viel Wert auf Autonomie, Freiheit und Weltoffenheit gelegt.








