Einen Synagogengottesdienst aus nächster Nähe mitzuerleben - diese Gelegenheit nutzten Studierende verschiedener Semester am Samstag, dem 7. Februar. Unter der Leitung von Br. Dr. Johannes Roth OFM besuchte die Gruppe die orthodoxe Westend-Synagoge in Frankfurt. Bereits vor der Liturgie wurden sie von den Gemeindemitgliedern mit dem Gruß „Schabbat Schalom“ willkommen geheißen. 
In den folgenden knapp drei Stunden erhielten sie einen Einblick in die Abläufe und Traditionen der jüdischen Liturgie. An diesem Tag wurde unter anderem der Abschnitt mit den Zehn Geboten aus der Tora vorgetragen.
Da in dieser Synagoge eine Trennung nach Geschlechtern erfolgt, durften die Damen oben auf der Empore Platz nehmen, während die Herren unten schon gleich zu Beginn von den Betern willkommen geheißen wurden. Der Gabbai bzw. Schammes der Synagoge – eine Art Küster und Zeremoniar – war so freundlich, uns Besucher durch den Gottesdienst zu führen und uns beim Bedienen der Gebetsbücher zu helfen. Sehr eindrücklich war auch der Gesang des Chasan – des Kantors – und als die Gemeinde dann das Schma Jisrael anstimmte, trauten sich einige der Studenten sogar, mit in dieses Bekenntnis einzustimmen, das Juden und Christen sich teilen. Wir danken der Jüdischen Gemeinde im Westend sehr für die nette und zuvorkommende Behandlung und die Gastfreundschaft, die sie uns haben zuteil werden lassen.
Text: Selina Schneider und Florian Fascher
Bild: privat



