Am 14.01.2026 waren Schülerinnen und Schüler der Bischof-Neumann-Schule Königstein zu einem Projekttag mit dem Thema "Jesus" zu Gast in Sankt Georgen.
Am 14.01.2026 unternahm die Q2 einen Tagesausflug zu der philosophisch-theologischen Hochschule in St. Georgen. Begonnen hat der Tag mit einem Impulsreferat von Professor Bernhard Knorn über das Themenfeld der Christologie. Eindrucksvoll daran war, in wie vielen unterschiedlichen Weisen Jesus in verschiedenen Ländern dargestellt wird. So haben wir uns zum Beispiel die Frage gestellt, welche Hautfarbe Jesus hatte. Dafür haben wir uns eine Figur von einem dunkelhäutigen Jesus am Kreuz betrachtet. Außerdem haben wir uns verschiedene Bilder zur Darstellungsweiße Jesu angeschaut. Danach konnten wir uns für jeweils einen Workshop einwählen. Die einzelnen Referenten haben uns dabei folgende Themen vorgestellt: Gesalbter und Erlöser – Die jüdische Sicht auf den Messias, Jesus aus islamischer Sicht, Pilgern mit Jesu und Wer ist Christus? Wer bin ich? In dem Workshop über die jüdische Sicht auf den Messias haben wir festgestellt, dass es wesentliche Unterschiede zwischen unserem Jesus und dem von den Juden erhofften Messias gibt. Zum Beispiel hoffen sie darauf, dass der Messias den Weltfrieden wiederherstellt und den jüdischen Tempel wieder aufbauen soll. Am wichtigsten ist der jüdischen Bevölkerung aber, dass sie als Volk in einem eigenen Land vereint werden und nicht über die Welt verteilt leben. Jesus hat dies trotz seiner Tätigkeit als Wanderprediger nie getan, ist also nicht der jüdische Messias. Später haben zwar einige Menschen versucht sich für Ruhm als Messias auszugeben, aber niemand konnte die Anforderungen erfüllen. Somit warten die Juden immer noch auf ihren Messias, während der christliche Messias durch Jesus auf der Erde gelebt hat. Nach einer kurzen Besprechungsrunde im Plenum konnten wir an dem Hochschulgottesdienst teilnehmen. Ein Teil des Jahrgangs hat ein paar Tage vorher in der Schule mit Prof. Dr. Johannes Arnold, welcher den ganzen Tag gestaltet hat, den Hochschulgottesdienst geplant und durchgeführt. Auch musikalisch wurde der Gottesdienst von uns begleitet. Danach wurde uns von der dortigen Mensa ein Mittagessen gestellt. Dieses war zudem eine tolle Möglichkeit, um mit den dort arbeitenden Professoren, die mit uns gegessen haben, ins Gespräch zu kommen. Danach ging es zu Führungen, für die wir uns vorher eingewählt hatten. Den jeweiligen Gruppen wurden so den Campus und das dortige Studium, die Hochschul-Bibliothek, die liturgischen Räume (Campuskirche und Byzantinische Kapelle), der Campus als Begegnungsstätte für Christlich-Islamischen Dialog, die Kunst auf dem Campus oder die Zukunftswerkstatt vorgestellt. In dem Workshop "die Hochschulbibliothek" wurde uns diese gezeigt, und das System, wie sie dort die teils sehr wertvollen Bücher lagern und wie man diese findet, vorgestellt. Sehr interessant war, wie man sich früher in einer großen Bibliothek zurechtgefunden hat. Zum Schluss haben wir uns in einem Abschlussplenum getroffen, in welchem wir uns mit den anderen Gruppen über die Führungen ausgetauscht haben.
Ein großer Dank geht an die Hochschule St. Georgen, insbesondere an Prof. Dr. Johannes Arnold, der sich die Zeit genommen hat, diesen tollen Tag für uns zu gestalten und schlussendlich durchzuführen.
Leona Pflug
Die Hochschule Sankt Georgen bietet Schulen die Möglichkeit, gemeinsam Projekttage zu Themen aus Religion, Philosophie und Theologie auf dem Campus zu gestalten, um Jugendliche für grundlegende und aktuelle theologische und philosophische Fragestellungen zu interessieren und sie dabei zu unterstützen, in einer komplexen Welt Entscheidungen zu treffen. Neben dem Besuch von Lehrveranstaltungen und den auf dem Campus angesiedelten Institutionen (u.a. Christlich-Islamische Begegnungen- und Dokumentationsstelle CIBEDO oder "Zukunftswerkstatt" der Jesuiten) können Themen für Projekttage z.B. sein: "Die Frage nach dem gelingenden Leben", "Wissenschaft und Technik im Dienst des Menschen", "Interreligiöser Dialog", "Nahostkonflikt", "Gerechtfertigter Krieg? - Gerechter Friede?" und vieles mehr.
Der Kontakt ist über Prof. Johannes Arnold oder das Rektorat möglich.








