Am vergangenen Mittwoch, den 03.11.2021, fand vor zahlreich anwesenden und zugeschalteten Gästen die Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Alexander Löffler SJ mit dem Thema „Spirituelle Reichtümer teilen. Überlegungen zum Dialog der religiösen Erfahrung“ statt. Der Rektor Prof. Dr. Meckel moderierte die Antrittsvorlesung und würdigte Alexanders Löfflers Werk und Wirken für die Hochschule.
Der Fundamentaltheologe ist seit 2021 Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie an der Hochschule Sankt Georgen. Bereits seit 2010 übt er hier seine Lehrtätigkeit aus. In Innsbruck habilitierte er vergangenes Jahr mit einer Arbeit zur traditionsgebundenen religiösen Mehrfachpraxis, die unter dem Titel „Christsein mit Zen – Religiöse Zweisprachigkeit als christliche Glaubenspraxis“ veröffentlicht werden wird. Außerdem ist Prof. Löffler SJ einer der beiden Schriftleiter der Zeitschrift für Theologie und Philosophie (ZTP).
„Ist es wünschenswert, dass sich Christinnen und Christen für eine andere Religion interessieren?“ Mit dieser Grundfrage setzte sich Prof. Löffler SJ in seiner Antrittsvorlesung auseinander. Dazu erläuterte er den „Dialog der religiösen Erfahrung“. Diese Form des Dialogs verstehe sich primär nicht als ein Mitteilen von religiösen Erfahrungen, sondern als ein Teilhaben an den Erfahrungen anderer religiöser Menschen. Zentral sei es dabei, dass aus dem interreligiösen Dialog ein intrareligiöser Dialog werde. Angezielt sei die „Entdeckung des Geistes im Dialogpartner“ und die damit einhergehende Erfahrung, dass durch diese Begegnung der eigene Glauben nicht geschwächt, sondern gestärkt werde. Für einen gelingenden intra- und interreligiösen Dialog seien zudem drei Grundhaltungen notwendig: die Bereitschaft zu Verwundbarkeit, Selbstlosigkeit und identitärer Unabschließbarkeit.
Musikalisch begleitet wurde der gesamte Abend von Johanna Baarlink, die meditative Stücke aus China spielte.



