Akademie zu Ehren des hl. Thomas von Aquin am 24. Januar 2024

Am 24.01.2024 fand die Akademie zu Ehren des heiligen Thomas von Aquin statt. Nach der Eucharistiefeier in der Campuskirche, welcher der Bischof von Limburg, Dr. Georg Bätzing, gemeinsam mit Provinzial P. Dr. Bernhard Bürgler SJ, sowie dem Bischof von Hildesheim, Dr. Heiner Wilmer SCJ und dem Limburger Weihbischof Dr. Thomas Löhr vorstand, begrüßte Rektor Prof. Thomas Meckel die Anwesenden sowie die Zuhörer im Livestream in der voll besetzten Aula der Hochschule.

Seine Eröffnung verband er mit einem Rück- und Ausblick. Im vergangenen Jahr hielt Prof. P. Heinrich Watzka SJ seine Abschiedsvorlesung, Prof. Andreas Bieringer und Prof. P. Bernhard Knorn SJ hielten ihre Antrittsvorlesungen. Dr. Helmut Föller wurde vom Großkanzler der Hochschule zum Honorarprofessor ernannt. Im Bereich der Forschung konnten zwei Institute neu gegründet werden: das Frankfurter Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (FIBOR) unter der Leitung von Prof. Klaus Kießling und das Institut für theologische Begründung des Kirchenrechts, kirchliche Rechtsgeschichte und Religionsrecht unter der Leitung von Prof. Thomas Meckel. Eine der kommenden Veranstaltungen wird die Tagung des Alois-Kardinal-Grillmeier-Instituts zum Thema „Was ist Berufung?“ vom 19.-21. April 2024 sein.

Der Rektor berichtete, dass die Anzahl der Studierenden im Vergleich zum vergangenen Semester gestiegen ist. Der berufsbegleitende Bachelorstudiengang „Kirchliche Praxis in säkularer Gesellschaft“ ist in diesem Semester mit 36 Studierenden erfolgreich gestartet. Zudem bietet die Hochschule seit dem Wintersemester ein Philosophisches Orientierungsjahr an. Im Bereich der Präventionsmaßnahmen konnte im vergangenen Jahr das Mantelschutzkonzept für die Prävention von verschiedenen Formen von Gewalt verabschiedet werden. Dazu fand ein Präventionstag mit allen BewohnerInnen des Campus, den MitarbeiterInnen der verschiedenen Einrichtungen Sankt Georgens und den Studierenden statt. Prof. Meckel machte auf die Ringvorlesung „Zeit des Zorns“, die am Mittwoch, dem 31.01. endet, und wies mit Blick auf das kommende Semester auf die Sankt Georgener Abendgespräche hin, die im Sommersemester wieder stattfinden werden.

Provinzial P. Dr. Bernhard Bürgler SJ betonte in seinem Grußwort die gesellschaftliche Relevanz der Hochschule. Im Gegensatz zu früher falle es der Kirche nicht mehr so leicht, in Dialog mit der Gesellschaft zu treten. In diese Lücke stoße die Hochschule Sankt Georgen, indem sie die Aktualität des christlichen Glaubens und die Freude am Evangelium vermittle.

Die ASTA-Vorsitzende Elisabeth Rauch dankte in Ihrem Grußwort für die hervorragenden Bedingungen, die die Studierenden in Sankt Georgen haben. Sie würden von einem fruchtbaren Boden profitieren und könnten nur den Schatz erahnen, den die Dozenten schon gehoben haben.

Ihren Festvortrag hielt Prof.in Ilse Müllner von der Universität Kassel zum Thema „Ihr sollt die Fremden lieben, denn auch Ihr seid in Ägypten Fremde gewesen.“ (Dtn 10,19). Empathie und Emotion in der biblischen Ethik.“ Empathie mit Figuren, in diesem Fall das Volk Israel, hinge nicht von der Ähnlichkeit zu ihnen ab, sondern mit den Erfahrungsmöglichkeiten, ob man sich mit ihnen identifizieren könne. Das sei ein Mitgehen, aber eben nicht bis zum letzten Schritt. So wird die Erzählung für den zukünftigen Leser keine Geschichte, sondern eine Erinnerung. Es ergebe sich ein „ethischer Imperativ“: Statt Ägypten zu werden, solle man Empathie pflegen. Diese Empathie bestehe aus dem Nachempfinden mit dem Volk Israel und der „Imitatio Dei“.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom „Jerusalem Duo“ mit Hila Orfek an der Harfe  und Andre Tsirlin am Saxophon. Abgerundet wurde der Abend im Anschluss an den gut besuchten Festakt mit einem Empfang im Atrium der Hochschule.

 

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