Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Sommersemester 2019)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1 Einführung in das Studium der Philosophie und Theologie

Felician Gilgenbach

Anmeldung bitte bis zum 07.04.2019 per E-Mail an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

Ü G P0 M0
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Die Übung dient der theoretischen und praktischen Einführung in grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen in Theologie und Philosophie (u.a.: Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitation, Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten, Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis).

Außerdem findet eine Einführung in philosophische und theologische Themenkomplexe und Fragestellungen statt.

Literatur

Auf wichtige Literatur wird in der ersten Sitzung hingewiesen.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis (unbenotet) kann erworben werden bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: • Anwesenheit bei und aktive Mitarbeit in den Sitzungen • Anfertigung der Hausaufgaben • ein mediengestütztes Referat inkl. Handout (M0) oder ein Essay von ca. 5 Seiten (P0/ M0)

 

2 Wissenschaftliches Lesen und Schreiben

Haines

Anmeldung bitte bis zum 08.04.2019 per E-Mail an Frau Haines: maria.haines@druckferitg.de

Ü G P0
2 st. - 2 LP

Di 14.30 – 16.05

 

In der Übung werden allgemeine Grundlagen zu den Schlüsselkompetenzen „Wissenschaftliches Lesen und Schreiben“ vermittelt. Neben dem Erwerb von Lesestrategien und Schreibtechniken sollen die Studierenden die Fähigkeit erwerben, studienrelevante Textgattungen lesend zu identifizieren bzw. eigenständig schriftlich zu erstellen. Dazu wird der theoretisch vermittelte Lernstoff in Übungen und Gruppenarbeit vertieft sowie in gemeinsamer Erörterung verfestigt.

Literatur

Literaturangaben werden im Kurs vorgenommen und mit den Teilnehmenden besprochen.

Leistungsnachweis

Anwesenheitspflicht

 

3 Rhetorik des Gesprächs (Rhetorik II)

Haag

Anmeldung bitte bis zum 10.06.2019 per E-Mail an Herrn Haag: haag-benjamin@web.de

Ü P0 M23
2 st. - 2 LP

Fr 14.06.2019, 14.00 – 19.00
Sa 15.06.2019, 09.30 – 18.00

Fr 28.06.2019, 14.00 – 19.00
Sa 29.06.2019, 09.30 – 18.00
Fr 05.07.2019, 14.00 – 19.00
Sa 06.07.2019, 09.30 – 18.00

 

Ziele dieses Seminars sind:

- die Erweiterung eigener Gesprächskompetenzen (Verständlichkeit, strukturiertes Argumentieren, analytisches Zuhören, erkundendes Fragen, strukturiertes Moderieren) in unterschiedlichen Gesprächsformen (Klärungsgespräch; Pro-Contra-Diskussion; Debatte);

- das Wissen um Elemente, Typen und Strukturen emanzipativer Argumentation sowie deren Anwendung in verschiedenen kommunikativen Kontexten,

- die Belebung einer Gesprächskultur, die rhetorisches "Klären" und "Streiten" als notwendige Schlüsselkompetenzen in Wissenschaft und Gesellschaft versteht.

 

Schwerpunkte:

- Funktionen, Elemente und Formen von Argumentation im Gespräch;

- aktives und analytisches Zuhören;

- Aufbau von Statements;

- Gesprächsformen wie Klärungsgespräch, Pro-Contra-Diskussion, Debatte unterscheiden, strukturieren und moderieren.

 

Methoden:

Theoretische Impulse, Übungen mit Auswertung und Analyse

Leistungsnachweis

Durch aktive Teilnahme kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden

Philosophie

 

10 Aristoteles, Nikomachische Ethik

Herzberg

ProS G P1M15 M23
2 st. - 4 LP

Do 16.15 – 17.50

 

Aristoteles' "Nikomachische Ethik" zählt nicht nur zu den Hauptschriften des Corpus Aristotelicum, sondern auch zu den Klassikern der philosophischen Ethik überhaupt. Ausgehend von einer teleologischen Theorie menschlichen Handelns (jedes menschliche Tätigsein strebt nach einem Gut, d.h. einem Ziel) entfaltet Aristoteles formal wie inhaltlich den Begriff menschlichen Glücks (eudaimonia) als dem letzten oder höchsten Gut (telos teleiotaton; to ariston). Ein konstitutiver Teil des Glücks ist die Tugend (aretê), sowohl in Form der verschiedenen dianoetischen als auch ethischen Tugenden. Wir werden den Text so genau wie möglich studieren, um uns zum einen mit Aristoteles' Konzeption von Ethik vertraut zu machen. Zum anderen wollen wir uns darin einüben, einen antiken Text philosophisch zu lesen, d.h. im Hinblick auf ein Sachproblem und mit kritischem Blick auf die Qualität der Argumentation.

Literatur

Textgrundlage:

Aristoteles, Nikomachische Ethik. Übersetzt und herausgegeben von Ursula Wolf, Reinbek bei Hamburg 2006.

 

Einführung:

Höffe, Otfried, Aristoteles, München 4.Aufl. 2014.

Rapp, Christof, Aristoteles zur Einführung, Hamburg 4.Aufl. 2012.

 

Hilfsmittel:

Höffe, Otfried (Hg.), Aristoteles-Lexikon, Stuttgart 2005.

 

Kommentare:

Broadie, Sarah/Rowe, Christopher, Aristotle, Nicomachean Ethics. Translation, Introduction, Commentary, Oxford 2002.

Wolf, Ursula, Aristoteles' Nikomachische Ethik, Darmstadt 3.Aufl. 2014.

 

Forschungsliteratur:

Achtenberg, Deborah, Cognition of Value in Aristotle's Ethics, Albany 2002.

Broadie, Sarah, Ethics with Aristotle, New York/Oxford 1991.

Brüllmann, Philipp, Die Theorie des Guten in Aristoteles' Nikomachischer Ethik, Berlin/New York 2011.

Cooper, John, Reason and Human Good in Aristotle, Cambridge 1975.

Karbowski, Joseph, Aristotle's Method in Ethics. Philosophy in Practice, Cambridge 2019.

Kraut, Richard, Aristotle on the Human Good, Princeton 1989.

Richardson Lear, Gabriel, Happy Lives and the Highest Good, Princeton 2004.

Lienemann, Beatrice, Aristoteles' Konzeption der Zurechnung, Berlin/New York 2018.

Scott, Dominic, Levels of Argument. A Comparative Study of Plato's Republic and Aristotle's Nicomachean Ethics, Oxford 2015.

 

 

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen einer einführenden Textpräsentation und Abfassen einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Proseminar (P1, Klassikerlektüre) erworben werden. Magisterstudium Theologie: Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen einer einführenden Textpräsentation und Abfassen einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie (M15, M 23) erworben werden.

 

11 Philosophiegeschichte der Neuzeit

Hanke

V G P2 M19
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Die Neuzeit ist durch ein eigenes „Epochenbewusstsein“ (R. Koselleck) gekennzeichnet: dem Selbstbewusstsein, nach dem Zusammenbruch überlieferter Gewissheiten einen Neuaufbruch im menschlichen Weltverhältnis zu wagen. Wer wir Menschen sind und wie wir zusammenleben, was wir wissen können, tun sollen, hoffen dürfen, um diese Fragen geht es in den philosophischen Entwürfen dieser Epoche. Ihre Antworten sind für das, was wir heute von uns selbst denken und wie wir unsere Welt gestalten (sollten), immer noch prägend.

 

Die Vorlesung besteht aus zwei Teilen:

 

Teil I präsentiert die Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts als einen Diskussionszusammenhang, der die Länder des nordwestlichen Europas (insbesondere Frankreich, England, Schottland, die Niederlande sowie die deutschsprachigen Länder) miteinander verbindet. Descartes, Hobbes, Spinoza, Leibniz und Hume gehören zu den bekanntesten Namen, es werden aber auch weniger bekannte Philosophinnen und Philosophen zur Sprache kommen.

 

Teil II fokussiert auf die so genannte „klassische deutsche Philosophie“ (ca. 1780 bis 1850), die von Kant ihren Ausgang nimmt. In verschiedenen Stufen der Reaktion auf ihn und aufeinander folgen Fichte, Schelling, Hölderlin und die frühromantischen Zirkel, Hegel und noch einmal Schelling.

 

Literatur

Für Teil I:

CLARKE, Desmond M., WILSON, Catherine (ed.), The Oxford Handbook of Philosophy in Early Modern Europe, Oxford University Press 2011.

RUTHERFORD, Donald (ed.), The Cambridge Companion to Early Modern Philosophy, Cambridge University Press 2006.

RÖD, Wolfgang, Die Philosophie der Neuzeit 1: Von Francis Bacon bis Spinoza (Geschichte der Philosophie Band VII, herausgegeben von Wolfgang Röd). München: Beck 2. Aufl. 1999.

RÖD, Wolfgang, Die Philosophie der Neuzeit 2: Von Newton bis Rousseau (Geschichte der Philosophie Band VIII, herausgegeben von Wolfgang Röd). München: Beck 1984.

Für Teil II:

GERHARDT, Volker, Immanuel Kant. Vernunft und Leben, Stuttgart: Reclam 2002.

RECKI, Birgit, Die Vernunft, ihre Natur, ihr Gefühl und der Fortschritt. Aufsätze zu Immanuel Kant, Paderborn: mentis 2006.

JAESCHKE, Walter, ARNDT, Andreas, Die Klassische Deutsche Philosophie nach Kant. Systeme der reinen Vernunft und ihre Kritik 1785-1845, München: Beck 2012 [749 Seiten]. – Kurzfassung: DIES., Die Philosophie der Neuzeit 3. Teil 2: Klassische Deutsche Philosophie von Fichte bis Hegel (Geschichte der Philosophie Band IX.2, herausgegeben von Wolfgang Röd). München: Beck 2013 [320 Seiten].

FORSTER, Michael N., GJESDAL, Kristin (ed.), The Oxford Handbook of German Philosophy in the Nineteenth Century, Oxford University Press 2015.

SANDKÜHLER, Hans Jörg (Hg.), Handbuch Deutscher Idealismus, Stuttgart, Weimar: Metzler 2005.

EMUNDTS, Dina, HORSTMANN, Rolf-Peter, Hegel. Eine Einführung, Stuttgart: Reclam 2002.

Leistungsnachweis

15-minütige mündliche Prüfung zu dieser Vorlesung oder ggf. 20-minütige Kommissionsprüfung zusammen mit Lehrveranstaltung 12 (Prof. Disse, Geschichte der Philosophie des 19./20. Jahrhunderts)

 

12 Geschichte der Philosophie des 19./20. Jahrhunderts

Disse

V G P2 M19
2 st. - 3 LP

Fr 26.04.2019, 14.00 – 18.00
Sa 27.04.2019, 09.00 – 12.30, 13.30 – 17.00
Fr 07.06.2019, 14.00 – 18.00
Sa 08.06.2019, 09.00 – 12.30, 13.30 – 17.00

 

Die Philosophie des 19./20. Jahrhunderts bzw. die Philosophie der Moderne wird mit Blick auf vier philosophische Themen dargestellt, die diese Epoche besonders prägen:

Freiheit, Intersubjektivität, Naturwissenschaften als Paradigma und Endlichkeit.Von Kant bis Foucault werden eine Auswahl grundlegender Ansätze zu diesen Themen behandelt.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: P1, wahlweise mündliche Prüfung (15 min) oder Kommissionsprüfung zusammen mit Philosophiegeschichte der Neuzeit (20 min). Magister Theologie M 19: Mündliche Prüfung (15 min).

 

13 Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, transzendentale Analytik

Watzka

ProS G P2M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 14.30 – 16.05

 

Mit seiner "Kritik der reinen Vernunft" (1. Auflage 1781, 2. Auflage 1787) verknüpft Kant das Projekt einer Erneuerung der Metaphysik mit einer Fundamentalkritik des menschlichen Erkenntnisvermögens (Vernunft, Verstand, Urteilskraft, Sinnlichkeit), wobei das Originelle seines Beitrags darin besteht, dass die Reform der Metaphysik nur um den Preis der Kritik, d.h. der Begrenzung unserer Wissensansprüche zu haben ist. Kant wäre als „Alleszermalmer“ (Moses Mendelssohn) der traditionellen Metaphysik missverstanden, geht es ihm doch um eine Sicherung von deren Inhalten (Gott, Freiheit, Unsterblichkeit) unter spezifisch modernen Bedingungen. Insbesondere die Unterscheidung von 'Ding für uns' und 'Ding an sich' ist geeignet, die Ansprüche einer im Gewand des Naturalismus und Szientismus auftretenden Metaphysik zu begrenzen und einen Gesichtspunkt zu benennen, unter dem die Freiheit des Subjekts widerspruchsfrei zu denken, wenngleich nicht zu beweisen ist.

Das Ziel des Seminars ist, durch Lektüre und Diskussion in zentrale Theoriestücke und Argumente der Kritik der reinen Vernunft einzuführen. Textgrundlage ist die 2. Auflage von 1787.

Literatur

A) Quellentext:

 

Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, Werkausgabe Band III und IV, hg. v. Wilhelm Weischedel, Frankfurt am Main: Suhrkamp 101988 (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 55,1-2)

 

Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, 2. Auflage von 1787, hg. v. Ingeborg Heidemann, Stuttgart: Reclam 1966

 

 

B) Einführungen und Kommentare:

 

Hans Michael Baumgartner, Kants „Kritik der reinen Vernunft“. Anleitung zur Lektüre, Freiburg (Breisgau): Alber 2. Aufl. 1988

 

Otfried Höffe, Kants Kritik der reinen Vernunft. Die Grundlegung der modernen Philosophie, München: Beck 4. Aufl. 2004

 

Georg Mohr (Hg.), Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, Klassiker auslegen Bd. 17/18, Berlin : Akademie-Verlag 1998

 

Georg Mohr, Kants Grundlegung der kritischen Philosophie: Werkkommentar und Stellenkommentar zur Kritik der reinen Vernunft, zu den Prolegomena und zu den Fortschritten der Metaphysik, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2004 (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 1518,3)

 

Holm Tetens, Kants “Kritik der reinen Vernunft”. Ein systematischer Kommentar, Stuttgart: Reclam 2006

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Durch ein Kurzreferat (Einführung in einen Lektüreabschnitt der Kritik der reinen Vernunft) und eine Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Proseminar Klassikerlektüre (P 2) erworben werden. Magisterstudium Theologie: Durch ein Kurzreferat (Einführung in einen Lektüreabschnitt der Kritik der reinen Vernunft) und eine Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie (M15 oder 23) erworben werden.

 

14 Sprachphilosophie, analytisch und hermeneutisch

Watzka

V G P3 M5
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Die Sprache ist das nicht hintergehbare Medium der Reflexion. Dies hat die Philosophie lange Zeit nicht davon abgehalten, dem systematischen Nachdenken über die Sprache eine nachgeordnete Bedeutung beizulegen. Sprachphilosophie als selbständige philosophische Disziplin ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts, wobei die so genannte Wende zur Sprache (linguistic turn) keine Affäre war, die auf die analytische Philosophie beschränkt blieb, auch Denker wie Heidegger oder Ricoeur haben sie vollzogen.

 

Was macht Sprache aber zu einem bemerkenswerten und lohnenden Gegenstand der Philosophie? Die moderne Sprachphilosophie begann als Kritik an der Bewusstseinsphilosophie und am Mentalismus, wonach der Geist über bedeutungstragende innere Vehikel des Denkens verfügt, mittels derer er äußere Gegenstände oder Sachverhalte repräsentieren kann. Die ´Verstoßung der Gedanken aus dem Bewusstsein´ (Michael Dummett) führte zu der Auszeichnung eines Bereichs geteilter Bedeutungen und deren Bindung an die Institution einer gemeinsamen Sprache. Gedanken werden durch die Sprache nicht nur übertragen, sondern auch erzeugt. Im Zentrum der zu einer Grundlagendisziplin aufgerückten Sprachphilosophie steht die Bedeutungstheorie, die vom Vorrang des Satzes vor den Wortbedeutungen und dem Zusammenhang von Bedeutung und Wahrheit ausgeht.

 

Die Wende zur Sprache (linguistic turn) war keine Episode, die auf die analytische Richtung beschränkt blieb. Die hermeneutische Variante der Sprachphilosophie (Heidegger, Gadamer, Ricoeur) rückt indessen nicht Termini bzw. Sätze, vielmehr ganze Texte, Sprachen und die in Sprachen verkörperten Weltbilder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Den Gedanken der Sinntotalität modifizierend hat die hermeneutische Sprachphilosophie neben der Texthermeneutik und der historischen Hermeneutik auch eine ontologische Hermeneutik bzw. Hermeneutik der menschlichen Existenz ausgebildet, die in vielfacher Weise die Anthropologie und Theologie des 20. Jahrhunderts beeinflusst hat.

 

In der Vorlesung wird es darum gehen, die neuere Geschichte des Fachs Revue passieren zu lassen und These zu verteidigen, dass nur Wesen, die sich an diskursiven Praktiken des Behauptens und Begründens beteiligen und in diesem Sinn Sprache haben, über begriffliche Gehalte verfügen, d.h. im anspruchsvollen Sinn denken.

Literatur

Gerald Posser / Matthias Flatscher, Sprachphilosophie. Eine Einführung (UTB 4126), Facultas: Wien 2016

 

Heinrich Watzka, Sprachphilosophie (Grundkurs Philosophie Band 11), Stuttgart: Kohlhammer 2014

 

Charles Taylor, Das sprachbegabte Tier. Gründzüge des menschlichen Sprachvermögens, Berlun: Suhrkamp 2017

 

Nikola Kompa (Hg.), Handbuch Sprachphilosophie, Stuttgart: Metzler 2015

 

Jonas Pfister (Hg.), Texte zur Sprachphilosophie, Stuttgart: Reclam 2011

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P3): Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Erkenntnistheorie. Magisterstudium Theologie (M5): Mündliche Prüfung (20 Min.) vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission über eine Epoche der Philosophiegeschichte (Antike oder Mittelalter) und ein Gebiet der systematischen Philosophie (Erkenntnistheorie oder Sprachphilosophie). Die Prüfungskommission, die zeitgleich prüft, weist unmittelbar vor der Prüfung die Prüfer zu. Voraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme an der Übung „Logik“.

 

15 Einführung in die Aussagen- und Prädikatenlogik

Watzka

Ü G P3
1 st. - 2 LP

Di 08.45 – 10.20
in der ersten Semesterhälfte (bis zum 28.05.2019)

 

Die auf Aristoteles zurückgehende und in der scholastischen Philosophie und Theologie perfektionierte Syllogistik lässt sich zwanglos in die moderne Aussagen- und Prädikatenlogik integrieren, deren Merkmal die vollständige Formalisierbarkeit ist. Ziel der Übung ist die Vermittlung der Grundlagen der Formalisierung. Einfachere Schemata werden auf konkrete Textbeispiele angewandt und auf ihre Relevanz für das tatsächliche Argumentieren in Philosophie und Theologie hin durchsichtig gemacht.

Literatur

Wilhelm Büttemeyer: Logik zur Einführung, Hamburg: Junius 2014

 

Jörg Hardy, Christoph Schamberger: Logik der Philosophie. Einführung in die Logik und Argumentationstheorie, Göttingen: Vandenhoek und Ruprecht 2012

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und das korrekte Lösen von Testaufgaben kann ein unbenoteter Leistungsnachweis in Logik I (P 3) erworben werden.

Hinweise

Studierende der Theologie, die keine Angst vor der Formalisierung von Argumenten haben, können ihren Leistungsnachweis zu M 5 auch durch die Teilnahme dieser Übung ewerben.

 

16 Logisch-semantische Propädeutik für Theologinnen und Theologen

Watzka

Ü G M5
1 st. - 1.5 LP

Di 08.45 – 10.20
in der zweiten Semesterhälfte (ab dem 04.06.2019)

 

Die wichtigsten Werkzeuge der Philosophie sind das Argumentieren und das Analysieren. Auch Theologinnen und Theologen legen Wert darauf, dass ihre Begriffe geklärt und ihre Behauptungen gut begründet sind. Das Argumentieren lässt sich lernen, es gibt dafür Regeln und Anwendungsbeispiele. Ein probates Mittel ist seit Frege und Russell die Formalisierung. Die Übung verzichtet weitgehend auf dieses Mittel und setzt auf ganz auf Beispiele. Bestimmte Argumentationsmuster lassen sich auch untechnisch, d.h. ohne formale Darstellungsmittel der Logik verdeutlichen und rechtfertigen. – Wie argumentiert man gut? Welche Argumentationsmuster gibt es? Wie erkennt man Fehlschlüsse? Wie lässt sich ein Argument rekonstruieren? Wie analysiert man Begriffe? In der Übung werden zu diesen Fragen Hilfen angeboten.

Literatur

Jonas Pfister, Werkzeuge des Philosophierens, Stuttgart: Reclam 2013

 

Holm Tetens, Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung, München: Beck 2004

Leistungsnachweis

Magisterstudium Theologie: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und das korrekte Lösen von Testaufgaben kann ein unbenoteter Leistungsnachweis in Logik (M 5) erworben werden.

Hinweise

Studierende der Theologie, die keine Angst vor der Formalisierung von Argumenten haben, können ihren Leistungsnachweis zu M 5 auch durch die Teilnahme an der Übung Nr. 15 "Einführung in die Aussagen- und Prädikatenlogik" (in der ersten Semesterhälfte, bis zum 28.05.2019) erwerben.

 

17 Erkenntnistheorie

Wiertz

V G P3 M5
2 st. - 3 LP

Mo 16.15 – 17.50

 

Die menschliche Fähigkeit zur Erkenntnis von Wahrheit wurde und wird in der Philosophie und anderen Disziplinen immer wieder in Frage gestellt. Dagegen soll in dieser Vorlesung dafür argumentiert werden, dass wir prinzipiell fähig sind u.a. durch die Reflexion auf epistemische Gründe den Wahrheitswert von Propositionen zutreffend zu bestimmen.

Dafür muss allerdings geklärt werden, was unter “Wissen” und “Wahrheit” zu verstehen ist, was einen guten epistemischen Grund auszeichnet und warum relativistische und skeptizistische Positionen trotz ihrer prima facie-Plausibilität nicht überzeugen können. Da Erkenntnis nicht ein rein individuelle sondern auch ein soziales Phänomen ist, wird auch ein Einblick in die neuere soziale Erkenntnistheorie gegeben.

Literatur

Bernecker, S.; Pritchard, D. (Hg.), The Routledge Companion to Epistemology, New York 2014.

BonJour, L., Epistemology. Classic Problems and Contemporary Responses, Lanham 2002.

Greco, E.; Sosa, E. (Hg.), The Blackwell Guide to Epistemology, Malden, Oxford 1998.

Engel, P., Truth, Montreal, Kingston 2002.

Ernst, G., Einführung in die Erkenntnistheorie, Darmstadt 2007.

Grundmann, T., Analytische Einführung in die Erkenntnistheorie, Berlin 2007.

Hawthorne. J (Hg.)., Epistemology (Philosophical Perspectives 19), Malden, Oxford 2006.

N. Kompa; s. Schmoranzer (Hg.); Grundkurs Erkenntnistheorie, Münster 2014.

Moser, P.K. (Hg.), Empirical Knowledge. Readings in Contemporary Epistemology, Lanham, London 19962.

Moser, P. (Hg.), The Oxford Handbook of Epistemology, Oxford 2005.

Porter, S.L., Restoring the Foundations of Epistemic Justification. A Direct Realist und Conceptualist Theory of Foundationalism, Lanham 2006.

Steup, M.; Sosa, E. (Hg.), Contemporary Debates in Epistemology, Malden, Oxford 2005.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Das Fach Erkenntnistheorie ist Bestandteil der Kommissionsprüfung M 5. B A Phil: Für den Bestandteil in Modul P 3 wird zusätzlich der Lektürekurs zur Vorlesung Erkenntnistheorie benötigt.

 

18 Lektürekurs zur Vorlesung Erkenntnistheorie

Felician Gilgenbach

Anmeldung bitte bis zum 24.05.2019 per E-Mail an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

L G P3
1 st. - 2 LP

Mi 09.35 – 11.10
in der zweiten Semesterhälfte (ab 05.06.2019)

 

Im Kurs wird das Büchlein von Jay F. Rosenberg „Drei Gespräche über Wissen“ gelesen. Die Lektüre bietet eine erste Orientierung bezüglich der großen Fragen der Erkenntnistheorie. Rosenberg wählt die in der philosophischen Tradition beliebte Form des Dialogs. Er lässt mehrere Gesprächspartner locker und gut verständlich, aber auch kontrovers miteinander diskutieren, ohne dabei die nötige begriffliche und argumentative Präzision zu vernachlässigen.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen die Fragen nach dem Begriff des Wissens sowie nach den Möglichkeiten und den Grenzen unseres Wissens.

Literatur

Jay F. ROSENBERG: Drei Gespräche über Wissen. Stuttgart : Reclam, 2013.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis wird erworben bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: • gründliche Lektüre des Textes (zu Hause) • fristgerechte Anfertigung von Hausaufgaben • Anwesenheit bei und aktive mündliche Mitarbeit in den Sitzungen • fristgerechte Anfertigung eines Essays (ca. 5 Seiten).

Hinweise

Der Kurs findet in der zweiten Semesterhälfte statt (ab dem 5.6.2019). Anmeldung bitte bis zum 24.5.2019 per E-Mail an: gilgenbach@sankt-georgen.de

 

19 Philosophische Theologie

Wiertz

V G P4
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Der theistische Gottesbegriff hat in der Geschichte der philosophischen Reflexion auf den Gottesbegriff eine wichtige Rolle gespielt und ist auch für die philosophische Auseinandersetzung mit der Vielfalt der Religionen bedeutsam.

 

Die Vorlesung soll mit dem theistischen Gottesbegriff und dessen philosophischer Bedeutung und Schwierigkeit bekanntmachen. Dazu wird nach der Möglichkeit von Aussagen über ein transzendentes Wesen gefragt, wesentliche Eigenschaften des theistischen Gottes behandelt, verschiedene Positionen zum Verhältnis zwischen religiösem Glauben und Vernunft vorgestellt und Argumente für und gegen die Wahrheit der Überzeugung von der Existenz des theistischen Gottes behandelt.

Literatur

- Beckermann, A., Glaube, Berlin 2013.

 

- Craig, W.L. (Hg.), Philosophy of Religion. A Reader and Guide, Edinburgh 2002.

 

- Kreiner, A., Das wahre Antlitz Gottes - oder was wir meinen, wenn wir Gott sagen, Freiburg 2006

 

- Löffler, W., Einführung in die Religionsphilosophie, Darmstadt 2006.

 

- Murray, M.J.; Rea, M., An Introduction to the Philosophy of Religion, Cambridge 2008.

 

- Oppy, G. (Hg.), The Routledge Handbook of Contemporary Philosophy of Religion, New York 2015.

 

- Perry, J., Dialog über das Gute, das Böse und die Existenz Gottes, Stuttgart 2012.

 

- Perry, J., Dialog über personale Identität und Unsterblichkeit, Stuttgart 2013.

 

- Ricken, F., Religionsphilosophie, Stuttgart 2003.

 

- Sans, G., Philosophische Gotteslehre. Eine Einführung, Stuttgart 2018.

 

- Schellenberg, J.L., Prolegomena to a Philosophy of Religion. Ithaca 2005.

 

- Schellenberg, J.L., The Wisdom to Doubt: A Justification of Religious Skepticism. Ithaca 2007.

 

- Schellenberg, J.L., The Will to Imagine: A Justification of Skeptical Religion. Ithaca 2009.

 

- Swinburne, R., Glaube und Vernunft, Würzburg 2009.

 

- Tetens, H., Gott denken: Ein Versuch über rationale Theologie, Stuttgart 2015.

 

- Zagzebski, L., The Philosophy of Religion. An Historical Introduction, Malden/MASS, Oxford 2007

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Mündliche Kommissionsprüfung (20 Min.) gemeinsam mit Metaphysik. Die Teilnahme am Lektürekurs zur Vorlesung Philosophische Theologie ist verpflichtend.

 

20 Lektürekurs zur Vorlesung Philosophische Theologie

Felician Gilgenbach

Anmeldung bitte bis zum 07.04.2019 per E-Mail an Herrn Gilgenbach: gilgenbach@sankt-georgen.de

L G P4
1 st. - 2 LP

Mi 09.35 – 11.10
in der ersten Semesterhälfte (bis zum 29.05.2019)

 

Im Lektürekurs wird das Büchlein von Holm Tetens „Gott denken. Ein Versuch über rationale Theologie“ gelesen. Das Buch ist der Versuch, den Glauben an die Existenz Gottes und an ein jenseitiges Leben als die im Vergleich mit dem Naturalismus plausiblere metaphysische Theorie zu erweisen.

Tetens Fazit: Es wird erst dann um die Philosophie „besser bestellt sein als gegenwärtig, wenn Philosophen mindestens so gründlich, so hartnäckig und so scharfsinnig über den Satz ‚Wir Menschen sind Geschöpfe des gerechten und gnädigen Gottes, der vorbehaltlos unser Heil will‘ und seine Konsequenzen nachdenken, wie Philosophen zurzeit pausenlos über den Satz und seine Konsequenzen nachzudenken bereit sind: ‚Wir Menschen sind nichts anderes als ein Stück hochkompliziert organisierter Materie in einer rein materiellen Welt‘.“

Literatur

Holm TETENS: Gott denken : Ein Versuch über rationale Theologie. Stuttgart : Reclam, 2015.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis (unbenotet) wird erworben bei Erfüllung der folgenden Bedingungen: • gründliche Lektüre der jeweils angegebenen Abschnitte des Buches (zu Hause) • schriftliche Beantwortung von Fragen zu den gelesenen Abschnitten vor jeder Sitzung • Anwesenheit bei und aktive mündliche Mitarbeit in den Sitzungen • Halten eines Kurzreferats (inkl. Handout)

Hinweise

Der Kurs findet in der ersten Semesterhälfte statt (bis zum 29.5.2019). Anmeldung bitte bis zum 9.4.2019 an gilgenbach@sankt-georgen.de

 

21 Religionsphilosophie

Wiertz

V/Koll G P8 M19
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

Im Gegensatz zur Vorlesung in philosophischer Theologie steht im Mittelpunkt der Religionsphilosophie Religion als ein menschlich-kulturelles Phänomen. Da allerdings der Religionsbegriff alles andere als klar und unumstritten ist, bildet die Diskussion um den Religionsbegriff ein wesentliches Element der Vorlesung.

 

Weiterhin wird in die Entstehungsgeschichte des Faches Religionsphilosophie eingeführt, verbunden mit dem Bestimmung des Verhältnisses zu Theologie, philosophischer Gotteslehre und Religionswissenschaft.

 

Ein zweites wesentliches Thema der Vorlesung ist die Bedeutung von Religion in der Moderne.In diesem Zusammenhang werden die sog. Säkularisierungthese und die Rede von einem postsäkularen Zeitalter diskutiert.

 

Schließlich werden die mögliche Rolle von Religino in politisch-öffentlichen Diskursen und die Frage nach einer intrinsischen Verbindung von Religion mit Gewalt diskutiert.

Literatur

- Assmann, J., Exodus, Die Revolution der Alten Welt, München 2015

 

- Beck, U., Der eigene Gott. Von der Friedensfähigkeit und dem Gewaltpotential der Religionen, Frankfurt/Main 2008.

 

- Breul, M., Religion in der politischen Öffentlichkeit. zum Verhältnis von religiösen Überzeugungen und öffentlicher Rechtfertigung, Paderborn 2015.

 

- Creel, R., Religion and Doubt. Toward a Faith of your Own, Upper Saddle Rive 1998.

 

- Habermas, J., Zwischen Naturalismus und Religion. Philosophische Aufsätze, Frankfurt/Main 2005.

 

- Joas, H., Die Macht des Heiligen. Eine Alternative zur Geschichte von der Entzauberung, Berlin 2017.

 

- Lauterbach, J., "Gefühle mit der Autorität unbedingten Ernstes" Eine Studie zur religiösen Erfahrung in Auseinandersetzung mit Jügern Habermas und Hermann Schmitz, Freiburg, München 2016.

 

- Lewis, T.A., Why Philosophy Matters for the Study of Religion and Vice Versa, Oxford 2015.

 

- Nye, M., Religion. The Basics, London, New York 2008.

 

- Schilbrack, K., Philosophy and the Study of Religions. A Manifesto, Malden, Oxford 2014.

 

- Schmidt, T.M.; Pitschmann, A. (Hg.), Religion und Säkularisierung. Ein interdisziplinäres Handbuch, Stuttgart, Weimar 2014.

 

- Sloterdijk, P., Gottes Eifer. Vom Kampf der drei Monotheismen, Frankfurt/Main 2007.

 

- Ders., Im Schatten des Sinai. Fußnote über Ursprünge und Wandlungen totaler Mitgliedschaften, Berlin 2013.

 

- Splett, J., Die Rede vom Heiligen. Über ein religionsphilosophisches Grundwort, Freiburg, München 1985.

Leistungsnachweis

Bachlorstudiengang Philosophie: Der Stoff der Vorlesung ist Bestandteil der Modulklausur in P8 gemeinsam mit Philosophie der religiösen Vielfalt und Östliche Philosophie. Magisterstudiengang Theologie: Die Vorlesung ist möglicher Prüfungsstoff im Rahmen der Magister-Abschlussprüfung

 

22 Philosophie der religiösen Vielfalt

Wiertz

V G P8 M19
2 st. - 3 LP

Mi 14.30 – 16.05

 

In der Öffentlichkeit taucht das Thema religiöser Verschiedenheit vor allem im Zusammenhang mit gewalttätigen Auseinandersetzungen und politischen Konflikten auf. Aber auch für das religionsphilosophische Nachdenken stellt religiöse Verschiedenheit ein wichtiges Thema dar, wie in den letzten Jahren immer deutlicher wurde.

 

In der Vorlesung steht im Mittelpunkt die Auswirkung der religiösen Verschiedenheit auf die Rationalität religiöser Glaubensbekenntnisse und deren Anspruch auf Wahrheit. Dabei werden solche Fragen behandelt, wie "Können heutzutage noch exklusive Wahrheitsansprüche erhoben werden oder erfordert religiöse Vielfalt nicht eine grundlegendes Neukonzeption religiöser Wahrheit?" und "Wie gehen prominente religionsphilosophische Richtungen, wie etwa die Reformierte Epistemologie, mit der Tatsache sich widersprechender religiöser Wahrheitsansprüche um?" Aber auch solche Fragen wie nach der Rationalität des Anspruchs einer einzigen Religion auf exklusvie Heilsvermittlung oder nach dem Zusammenhang zwischen religiösen Wahrheitsansprüchen undToleranz/Intoleranz sollen untersucht werden.

 

Die Behandlung solcher religionsphilosophischer Fragen setzt allerdings eine prinzipielle philosophische Klärung der Auswirkung von erkannten Meinungsverschiedenheiten auf die Rationalität eigener Überzeugungen voraus und eine Analyse des wichtigen Begriffs der Toleranz.

 

 

 

 

Literatur

Literatur

 

 

- D. Basinger, Religious Diversity. A PHilosophical Assessment, Aldershot 2002.

 

- R. Feldman; T.A. Warfield (Hg.), Disagreement, Oxford 2010.

 

- P.J. Griffiths, Problems of Religious Diversity, Malden, Oxford 2001.

 

- J. Hick, Religion. Die menschlichen Antworten auf die Fragen nach Leben und Tod 1996.

 

- J. Kim, Reformed Epistemology and the Problem of Religious Diversity. Proper function, epistemic disagreement, and christian exlusivism , Eugene 2011.

 

- J. Kraft, The Epistemology of Religious Disagreement. A Better Understanding, New York 2012.

 

- C. Meister (Hg.), THe Oxford Handbook of Religious Diversity, Oxford, New York 2011.

 

- M. Nussbaum, Die neue religiöse Intoleranz: Ein Ausweg aus der Politik der Angst, Darmstadt 2014.

 

- P.L. Quinn; K. Meeker, The Philosophical Challenge of Religious Diversity, Oxford, New York 2000.

 

- A. Renusch, Der eigene Glaube und der Glaube der anderen. Philosophische Herausforderungen religiöser Vielfalt, München 2014.

Leistungsnachweis

Bachelorsstudium: Modulklausur zusammen mit Religionsphilosophie und Östlicher Philosophie (P8). Magistertudium: Möglicher Prüfungsstoff in Philosophie für die Abschlussprüfung (M 19)

 

23 Religious Philosophies (Östliche Philosophien)

Gantke

V G P8 M19
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 12.00
Termine:
25.04.2019, 09.05.2019, 23.05.2019, 06.06.2019, 13.06.2019, 27.06.2019, 11.07.2019

 

In dieser Vorlesung zur „Östlichen Philosophie“ soll zunächst eine Einführung in die asiatischen Religionen Hinduismus, Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus geboten werden, wobei der Schwerpunkt auf die reflektierten philosophischen Strömungen gelegt wird und die volksreligiös-magischen Ausprägungen weitgehend ausgeklammert bleiben, obwohl es hier zuweilen fließende Übergänge gibt. Im Zentrum derVeranstaltung werden neo-hinduistische und neo-buddhistische Ansätze stehen und hier insbesondere als ausgewählte „Philosophen“ Aurobindo Ghose (Integraler Yoga)und Keiji Nishitani (Kyoto-Schule).

Folgende Grundfragen werden u.a. in der Vorlesung gestellt: Was berechtigt uns eigentlich, von „Östlicher Philosophie“ zu sprechen? Ist diese „Östliche Philosophie“ ohne Religion denkbar und wo verlaufen die Grenzen zwischen Philosophie und Religion? Welches mitgebrachte westlich-christliche Vorverständnis von Religion und Philosophie kann das Verstehen von „Östlicher Philosophie“ erleichtern helfen? Wie lauten die Antworten der vier genannten Religionen auf die letztlich philosophischen Grundfragen nach dem Verhältnis von Gut und Böse, Freiheit und Schicksal, Transzendenz und Immanenz, Leid und Erlösung, Ordnung und Chaos, Gott und Mensch? Wo gibt es Differenzen, wo Übereinstimmungen zum christlichen Menschenbild?

Literatur

- Nishitani, Keiji: Was ist Religion? Frankfurt a. Main, 1982;

- Waldenfels, Hans: Absolutes Nichts. Zur Grundlegung des Dialogs zwischen Buddhismus und Christentum. Freiburg, 1976;

- Sri Aurobindo: The Life Divine, Pondicherry, 1970;

- Gantke, Wolfgang: Aurobindos Philosophie interkulturell gelesen, Nordhausen, 2007;

- Panikkar, Raimon: Gottes Schweigen. Die Antwort des Buddha für unsere Zeit, München, 1992.

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie: Modulklausur (P8) Magisterstudium Theologie: Möglicher Teil der Schlussprüfung (M19)

 

24 Die Güter der Erde sollen dem Wohl aller Menschen dienen. Wirtschaftsethik in der Tradition der Katholischen Soziallehre

Emunds

V G P10M13 P11
2 st. - 3 (für P10 und P11) / 4.5 (für M13) LP

Do 14.30 – 16.05

 

Was sagt die Kirche eigentlich zu Unternehmertum, zu prekärer Arbeit, zur kapitalistischen Marktwirtschaft, ...? Mit Fragen wie diesen werden katholische Theolog*innen in ihrem pastoralen Dienst oder bei zwanglosen Gesprächen im Alltag immer wieder einmal konfrontiert. Viele Menschen haben vor Augen, dass sich die Päpste schon `mal kritisch zum Wirtschaftssystem geäußert haben, wissen, dass es so etwas wie Katholische Soziallehre gab (oder gibt). Ältere verbinden auch mit dem Namen Oswald von Nell-Breuning etwas. Stimmt, da war doch was!

Aber was genau war denn da? Was haben die Päpste denn nun zum Wirtschaften gesagt? Was war Nell-Breunings Sicht auf die Wirtschaft? Inwiefern kann man heute nicht mehr Katholische Soziallehre im Sinne einer essentialistischen Naturrechtsethik betreiben und welche Impulse kann der Rekurs auf die Katholische Soziallehre heutigen Debatten dennoch geben? Diesen Fragen ist die Vorlesung gewidmet.

Literatur

* Aaken, Dominik van/Schreeck, Philipp (Hg.): Theorien der Wirtschafts- und Unternehmensethik, 2015.

* Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik, 1998.

* Emunds, Bernhard: Politische Wirtschaftsethik globaler Finanzmärkte, 2014. (Grundlegungskapitel 1 und 3).

* Ethik und Gesellschaft: Heft 2010/1 "Wem gehört die ›Soziale Marktwirtschaft‹?" (Beiträge von Große Kracht und Emunds; im Internet).

* Ethik und Gesellschaft: Sonderheft 2011 "Arbeit – Eigentum – Kapital. Zur Kapitalismuskritik der großen Sozialenzykliken" (Beiträge von Ebner, Große Kracht, Schäfers, Möhring-Hesse, Emunds; im Internet).

* Frambach,Hans A./Eissrich, Daniel: Der dritte Weg der Päpste. Die Wirtschaftsideen des Vatikans, 2016.

* Gabriel, Ingeborg u.a. (Hg.): Eine Wirtschaft, die Leben fördert. Wirtschafts- und unternehmensethische Reflexionen im Anschluss an Papst Franziskus, 2017.

Leistungsnachweis

Mag Theol - M13: Falls in Pastoraltheologie/Religionspädagogik eine zu benotende Hausarbeit geschrieben wird, kann in Christlicher Gesellschaftsethik ein unbenotetes Prüfungsgespräch zu einem Fallbeispiel durchgeführt werden. Andernfalls muss in Christlicher Gesellschaftsethik eine benotete mündliche Prüfung abgelegt werden. BA Phil - P11: Mündliche Kommissionsprüfung mit einer Vorlesung in Medizinischer Ethik oder einer Vorlesung in einem anderen Bereich angewandter Ethik: Debatte zu einem Fallbeispiel P10 (dann statt Vorlesung "Politische Ethik"): mündliche Prüfung

 

25 Kolloquium zur Vorlesung "Die Güter der Erde sollen dem Wohl aller Menschen dienen. Wirtschaftsethik in der Tradition der Katholischen Soziallehre"

Hagedorn

Koll G P10M13 P11
1 st. - 1.5 (für P10 und P11) LP

Do 13.30 – 14.15

 

Im Kolloquium werden die Themen der Vorlesung durch Lektüre und Diskussion vertieft.

Leistungsnachweis

Das Kolloquium ist für Studierende im Bachelorstudiengang Philosophie Pflicht. Die Inhalte des Kolloquiums werden gemeinsam mit denen der Vorlesung in der mündlichen Prüfung geprüft.

 

26 Die Moralphilosophie Philippa Foots

Herzberg

HS G P12M15 M23
2 st. - 6 (für P12) / 4 (für M15 und M23) LP

Mi 16.15 – 17.50

 

Es sind zwei Themen, die im Zentrum des Denkens der britischen Moralphilosophin Philippa Foot (1920-2010) stehen: (1) Die Widerlegung des moralischen Subjektivismus oder Non-Kognitivismus (wer ein moralisches Urteil fällt, äußert primär oder einzig Gefühle oder will solche hervorrufen etc.). (2) Die Lösung des Problems der Rationalität moralischen Handelns (Können moralische Gründe zum Handeln motivieren?). Wir werden uns anhand wichtiger Aufsätze (z.B. "Beruht der moralische Subjektivismus auf einem Irrtum?") sowie anhand ihres Buch "Die Natur des Guten" (Natural Goodness von 2001) die Grundlagen ihres moralphilosophischen Ansatzes erarbeiten und diese kritisch diskutieren. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Begriff der "aristotelischen Notwendigkeiten"; damit wird sie zum Bezugspunkt des gegenwärtigen Aristotelischen Naturalismus.

Literatur

Textgrundlage:

Foot, Philippa, Die Wirklichkeit des Guten. Moralphilosophische Aufsätze, Frankfurt a.M. 1997.

Foot, Philippa, Die Natur des Guten, Frankfurt a.M. 2001.

 

Literatur:

Hähnel, Martin (Hg.), Aristotelischer Naturalismus, Stuttgart 2017.

Hoffmann, Thomas/Reuter, Michael (Hg.), Natürlich gut. Aufsätze zur Philosophie von Philippa Foot, Berlin/New York 2010.

Hursthouse, Rosalind/Lawrence, Gavin (ed.), Virtues and Reasons. Philippa Foot and Moral Theory, Oxford 1998.

 

Leistungsnachweis

Bachelorstudium Philosophie (P12): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen eines einführenden Referats sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar erworben werden. Magisterstudium Theologie (M15 oder M 23): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen eines einführenden Referats sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie erworben werden.

 

27 Die Rückkehr des Dualismus

Grube

Anmeldung bitte bis zum 18.04.2019 per E-Mail an fr. Dr. Benedikt Grube OP: benedikt.grube@dominikaner.org

HS P12M15 M23
2 st. - 6 (für P12) / 4 (für M15 und M23) LP

Fr 26.04.2019, 15.00 – 18.15
Sa 27.04.2019, 09.00 – 12.15, 13.45 – 17.00
Fr 21.06.2019,15.00 – 18.15
Sa 22.06.2019, 09.00 – 12.15, 13.45 – 17.00

 

Die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als eigenständige philosophische Disziplin etablierende Philosophie des Geistes war lange Zeit dominiert vom Projekt des Materialismus (bzw. Physikalismus), dem Versuch, mentale Zustände und Eigenschaften mit bestimmten materiellen (physischen) Zuständen und Eigenschaften zu identifizieren. Trotz aller Anstrengungen und gegenteiligen Versicherungen blieb dieses Projekt immer unvollständig, nicht zuletzt aufgrund einiger wirkmächtiger Einwände, denen zufolge materialistische Modelle prinzipiell an der Existenz bewusster Erlebnisse und Empfindungen scheitern. Angesichts der Hartnäckigkeit dieser Einwände beschreiten einige Philosophen in den letzten Jahrzehnten ältere Wege aufs Neue und erwägen, wie sich der Geist zur materiellen Natur verhalten könnte, wenn er nicht auf diese reduziert werden kann.

Wir werden einige dieser Entwicklungslinien nachzeichnen und uns im ersten Teil des Seminars zunächst die wichtigsten Einwände gegen den Materialismus genau ansehen und einige aktuelle materialistische Antwortversuche kennenlernen, um uns dann im zweiten Teil neueren nicht-materialistischen Ansätzen zuzuwenden, die sich hinter Bezeichnungen wie Emergenz, Panpsychismus, Neutraler Monismus oder Eigenschaftsdualismus verbergen.

Literatur

Textgrundlage

1. Reader mit Originaltexten, wird zum Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt,

2. Auszüge aus: Saul Kripke, Name und Notwendigkeit, Frankfurt: Suhrkamp 41993 (bitte anzuschaffen, das Buch gehört ins Regal eines jeden Philosophen).

 

Hintergrundlektüre:

Godehard Brüntrup, Philosophie des Geistes. Eine Einführung in das Leib-Seele-Problem, Stuttgart: Kohlhammer 2018

Ansgar Beckermann: Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes, Berlin: de Gruyter, 32008

David Chalmers, The Conscious Mind. In Search of a Fundamental Theory, Oxford: Oxford University Press 1996.

Robert Koons & George Bealer (Hg.): The Waning of Materialism, Oxford: Oxford University Press 2010

Leistungsnachweis

Bedingungen für einen Leistungsnachweis sind ein Kurzreferat (10-15 min), die Verpflichtung zur vorbereitenden Lektüre mind. zweier zusätzlicher Texte, aktive Beteiligung an der Diskussion, sowie eine schriftliche Hausarbeit oder Ausarbeitung des gehaltenen Referats, die benotet wird. Weitere Hinweise hierzu bei der Anmeldung.

Hinweise

Zwar ist die Mehrzahl der behandelnden Texte in deutscher Übersetzung verfügbar, einige der Texte des zweiten Teils der Veranstaltung jedoch nicht. Auch ist der Großteil der relevanten Sekundärliteratur englisch. Daher sind Englischkenntnisse sehr wünschenswert. Anderenfalls müssten im Einzelfall Referat und Lektüreverpflichtungen sorgfältig ausgewählt werden.

 

28 Einführung ins ökonomische Denken

Emunds

L/Ü G P13
2 st. - 3 LP

Termine:
12.04.2019, 26.04.2019, 17.05.2019, 21.06.2019, 12.07.2019, 19.07.2019

 

In dem Lektürekurs wird in sechs vierstündigen Sitzungen ein Verständnis dreier zentraler Paradigmen der Volkswirtschaftslehre erarbeitet: des neoklassischen "Mainstreams", des (Post-)Keynesianismus und der (marxistischen) Politischen Ökonomie. Hauptgrundlage ist das Buch "Ökonomie der internationalen Entwicklung" von Johannes Jäger und Elisabeth Springler, dessen Lektüre einerseits etwas gekürzt und andererseits an einzelnen Stellen durch andere Darstellungen ergänzt wird. Die zu lesenden Texte werden in Moodle bereitgestellt.

Interessent*innen melden sich bitte unter nbi@sankt-georgen.de an, damit wir schon bei der ersten Sitzung (am 12.4.) mit solchen Auszügen aus dem genannten Buch arbeiten können, die zuvor von allen Teilnehmer*innen gelesen wurden.

Literatur

Johannes Jäger und Elisabeth Springler: Ökonomie der internationalen Entwicklung. Eine kritische Einführung in die Volkswirtschaftslehre, Wien - Berlin: Mandelbaum-Verlag 2012.

Michael Heine und Hansjörg Herr: Volkswirtschaftslehre. Paradigmenorientierte Einführung in die Mikro- und Makroökonomie, 4. Aufl., München: Oldenbourg 2013.

Leistungsnachweis

Für einen unbenoteten Leistungsnachweis (in Modul P 13) bedarf es der durch Lektüre vorbereiteten Teilnahme an mindestens fünf der sechs Termine.

 

31 J. Splett, Philosophie für die Theologie

Splett

V/Koll G
2 st.

Mo 14.00 – 15.35

 

Es wird über Gegenwartsfragen diskutiert.

Literatur

J. Splett, Philosophie für die Theologie, Heiligenkreuz: Be&Be 2016

Leistungsnachweis

Hinweise

Gasthörer melden sich bitte vor Kursbeginn im Studierendensekretariat oder online an.

 

32 Bernard Williams: Ethik und die Grenzen der Philosophie

Herzberg / Wiertz

OS A G - 4 LP
 

Der britische Philosoph Bernard Williams (1929-2003) legt in seinem Hauptwerk "Ethics and the Limits of Philosophy" (1985) den Entwurf seiner Moralphilosophie vor. Wir werden den Text genau studieren und diskutieren.

Literatur

Bernard Williams, Ethics and the Limits of Philosophy, London/New York 2006.

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende, die aktiv an allen Sitzungen teilnehmen, können auf der Grundlage einer Präsentation eines Textabschnitts einen Leistungsnachweis erwerben.

Hinweise

Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung, entweder bei Oliver Wiertz (wiertz@sankt-georgen.de) oder Stephan Herzberg (herzberg@sankt-georgen.de). Anmeldung bis spätestens 15.04.2019.

 

94 Ein Gang durch die europäische Kunstgeschichte in Frankfurter Sammlungen

Mann

Anmeldung bitte bis zum 08.04.2019 per E-Mail an Herrn Dr. Mann: Stephan.Mann@goch.de

Ü G P13 M22
2 st. - 3 LP

Do 13.30 – 15.30
Termine: 11.04.2019, 25.04.2019, 02.05.2019, 23.05.2019, 06.06.2019, 27.06.2019, 18.07.2019

 

Im unmittelbaren Dialog mit den Kunstwerken werden wir versuchen, einen roten Faden durch die europäische Kunstgeschichte zu legen. Frankfurt beherbergt Sammlungen von internationaler Bedeutung, so im Städel Museum, Liebieghaus oder im Museum für Moderne Kunst. Wir werden an ausgewählten Beispielen die Geschichte der Kunst von der frühen italienischen Malerei, über Meisterwerke der Renaissance, des Barock bis hin zu den Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts nachzeichnen.

Begleitend zur Malerei werden wir die Architektur wie auch den Skulpturenschmuck des Frankfurter Doms studieren sowie uns mit den aktuellen Sanierungsmaßnahmen am Nordportal beschäftigen. Mit einem Gang durch die Ernst May - Siedlung im Norden Frankfurts sehen wir, wie sich die Ideen des Bauhauses in Frankfurt manifestierten und wie im Kirchenbau der 60er Jahre in der Nordweststadt Tendenzen aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgenommen wurden.

Beschließen werden wir das Seminar mit einem Atelierbesuch und einer Diskussion um die Situation der Kunst unserer Tage im Spannungsfeld zwischen Kunstmarkt, Raumnot und kreativem Lebensentwurf.

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung

 

110 Einführung in Pädagogik und Psychologie

Wagener

Anmeldung bitte bis zum 06.04.2019 per E-Mail an Herrn Dr. Wagener: wagener@sankt-georgen.de

L/Ü G P13
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05
Beginn: 16.04.2019

 

In pädagogisch und psychologisch relevanten Fragen gibt es in der Regel nicht eine einzige anerkannte Position, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher, oft sogar auch entgegengesetzter Ansichten, die alle mit mehr oder weniger guten Gründen vorgetragen werden. Insofern genügt es also nicht, sich einfach einer Ansicht an-zuschließen. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Vorstellungen zu prüfen und durch Abwägen der Argumente zu einem eigenen Urteil zu gelangen.

Dazu werden wir uns nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Pädagogik auch mit den (geisteswissenschaftlichen, kritisch-rationalen und konstruktivistischen) Richtungen der Erziehungswissenschaft beschäftigen. Wir werden die Methoden der Erziehungswissenschaft (klassische Hermeneutik, empirische Methode, methodischer Ansatz der Kritischen Erziehungswissenschaft) kennenlernen. Ferner stellt sich die Frage, ob und warum der Mensch auf (religiöse) Erziehung angewiesen ist?

Im Anschluss daran wenden wir uns der Allgemeinen Psychologie zu, wie sie Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen und Denken, Emotionen und Motivationen sowie Sprechen verstehen. Unabdingbar ist die Beschäftigung mit der Entwicklungspsychologie, der Persönlichkeits- und Tiefenpsychologie sowie der Bindungstheorie und der Religionspsychologie.

 

Literatur

Literatur (zum Einstieg) – (siehe auch Semesterapparat):

 

Veronika Brandstätter und Jürgen H. Otto (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psychologie – Motivation und Emotion, Göttingen 2009.

 

Erik H. Erikson, Kindheit und Gesellschaft, Stuttgart 11., veränd. Auflage 1992.

 

Joachim Funke und Peter A. Frensch (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psychologie – Kognition, Göttingen 2006.

 

Bernhard Grom, Religionspsychologie, München 3., vollständig überarbeitete Auflage 2007.

 

H. Gudjons, Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn 2008.

Marcus Hasselhorn, Andreas Gold, Pädagogische Psychologie.

 

Erfolgreiches Lernen und Lehren, Stuttgart 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2013.

 

S. Heine, Grundlagen der Religionspsychologie, Göttingen 2005.

 

K. Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis, Freiburg Schweiz 2002.

 

H.-Chr. Koller, Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft. Eine Einführung, 2009.

 

Ingrid Scharlau, Jean Piaget zur Einführung, Hamburg 3., überarbeitete Auflage 2013.

 

Wolfgang Schneider und Marcus Hasselhorn (Hrsg.), Handbuch der Pädagogischen Psychologie, Göttingen 2008.

Leistungsnachweis

Es kann ein Leistungsnachweis (aktive Teilnahme und benotete Präsentation für Theologiestudierende bzw. aktive Teilnahme und unbenotete Präsentation für Philosophiestudierende) erworben werden.

Einleitung in die Heilige Schrift

 

40 Biblische Einleitungswissenschaften II

Peetz

V G M1
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung rekonstruiert auf der Basis biblischer und außerbiblischer Quellen die Geschichte des Frühjudentums. Es handelt sich hierbei um die Epochen des hellenistischen und römischen Zeitalters von Alexander dem Großen (333 v.Chr.) bis zum Bar-Kochba-Aufstand (135n.Chr.). Diese Geschichte stellt den Referenz- und Zeitrahmen der Entstehung der Spätschriften des Alten Testaments sowie der neutestamentlichen Schriften dar. Vor dem Hintergrund dieser Geschichte wird die Vorlesung in einem zweiten Schritt die vier neutestamentlichen Evangelien untersuchen hinsichtlich ihrer literarischen Form und Gattungszugehörigkeit, ihrer Quellen und vermutlichen Entstehungssituationen, ihrer Aussageabsichten und theologischen Grundlinien.

Literatur

Lehrbuch:

Peetz, Melanie, Das biblische Israel. Geschichte – Archäologie – Geographie (Verlag Herder), Freiburg 2018.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Mag Theol (M 1): Mündl. Prüfung Einleitungswissenschaften I und II als gemeinsame Prüfung (eine Teilung des Stoffes ist auf Wunsch der Studierenden möglich)

Exegese des Alten Testaments

 

41 Das Volk Gottes aus Israel und den Völkern

Böhler

V G M10
2 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20

 

Nach theoretischen Vorbemerkungen über den Bibelkanon als ganzen gehen wir die Heilige Schrift der Reihe nach durch, von der Genesis über Jesaja und Tobit zum Evangelium und den Paulusbriefen, um zu sehen, wie Gott sich ein besonderes Volk, Israel, auserwählt um sich schließlich durch Israel ein Gottesvolk aus allen Nationen, die Catholica, zu schaffen.

Literatur

D. Böhler, Der Kanon als hermeneutische Vorgabe biblischer Theologie, TheoPhil 77 (2002) 161-178; G. Lohfink, Braucht Gott die Kirche?, Freiburg 1998

Leistungsnachweis

M10: Leistungsnachweis durch Kommissionsprüfung.

 

42 Jesaja

Böhler

V G M16
2 st. - 4 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Die kanonischen Prophetenbücher sind keine Privatschriften einzelner Personen, sondern literarische und theologische Werke, in denen Israel meist mehrere Prophetenaktivitäten

zusammenfasst. Das ist ganz offensichtlich beim Zwölfprophetenbuch. Das gilt aber ebenso für das Buch Jeremia, das wenigstens in den Kapp. 36-45 ein Werk Baruchs integriert (die altkirchliche Tradition schloss dem Buch Jeremia auch noch das griechische Baruchbuch und die Klagelieder an). Und das ist unübersehbar auch beim Jesajabuch der Fall, das sozusagen eine literarische Kathedrale darstellt, die romanisch begonnen, frühgotisch weitergeführt, spätgotisch beendet und dann noch barock bearbeitet wurde – in klar von einander abhebbaren Teilen, die doch auch ein Ganzes bilden wollen. Im vorderen Teil agiert ein Prophet des 8. Jh. v. Chr., der einen Namen hat: Jesaja. Er hat die Bedrängnis durch die Assyrer erlebt, d.h. Samarias Fall (722/21) und die Belagerung Jerusalems (701). Sein Buchteil wird abgeschlossen mit einer aus 2Kön 18-20 entliehenen Erzählung, die von der assyrischen Bedrohung, der Juda entkommt, zur babylonischen überleitet, der Juda zum Opfer fallen wird (Jes 36-39 = 2Kön 18-20). In Jes 40-55 spricht ein namenloser Prophet 160 Jahre später. Behelfsmäßig nennt man ihn den „Zweiten Jesaja“ (Deuterojesaja). Seine Texte werden wir vor allem studieren. Der Prophet sieht bereits das Ende des babylonischen Exils. Der Gott Israels wird sich in Israels Heimführung als das offenbaren, was Er ist: der alleinige Gott. Alle anderen Völker, auch die mächtigsten Reiche, haben nur selbstgemachte Götzen. Wenn der Gott des schwächsten aller Völker gezeigt haben wird, dass Er und nur Er die Geschichte regiert, werden die Nationen erkennen, dass bei diesem unbedeutendsten von allen Völkern der wahre Gott wohnt, der sich am liebsten dort zeigt, wo es, menschlich gesehen, am unwahrscheinlichsten erscheint. Deuterojesaja (Jes 40-55) deutet die Konsequenz dieser monotheistischen Offenbarung nur an, die nach dem Exil „Tritojesaja“ (Jes 56-66) entfalten wird: Eines Tages werden Angehörige aller Völker zum Gott dieses kleinen Volkes pilgern und Israels Glaube wird universal.

Literatur

H.-W. Jüngling, Das Buch Jesaja, in: Zenger, Einleitung, 7. Aufl., 2008, 427-451.

Leistungsnachweis

M 16: Kommissionsprüfung mit Neuem Testament

 

43 Hebräische Lektüre

Böhler

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

Mo 13.45 - 14.30

 

Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart.

Leistungsnachweis

Teilnahmebestätigung

 

44 Exegetisches Oberseminar

Böhler

OS A
1 st.

nach Vereinbarung

 

Die Arbeiten der teilnehmenden Doktoranden werden besprochen.

Literatur

Teilnahmebestätigung

Leistungsnachweis

Exegese des Neuen Testaments

 

45 Identität und Sexualität bei Paulus

Wucherpfennig

V G M16
2 st. - 4 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Welche Konturen hat eine menschengerechte, katholische Sexualethik? Eine heutige Sexualethik kann sich nicht unmittelbar aus dem Neuen Testament ableiten, wenn man dieses nicht fundamentalistisch missverstehen will. Das Neue Testament bleibt dennoch eine wichtige Quelle christlicher Ethik. Dies gilt vor allem für Paulus und seine Briefe, die in lehramtlichen Aussagen zur Bewertung von Sexualität und ihren heutigen Gestaltungsformen vielfach herangezogen werden. Die Vorlesungen bemühen sich um das Verstehen ausgewählter Abschnitte der Paulusbriefe und stellen sie dazu in den Zusammenhang mit Aussagen zur Sexualität im Frühjudentum und im antiken Christentum.

Literatur

Daniel Boyarin, A radical Jew. Paul and the politics of identity, Berkeley 1997.

Stephan Goertz (Hg.), 'Wer bin ich ihn zu verurteilen'. Homosexualität und katholische Kirche, Freiburg 2015, darin u.a.: Michael Theobald, Paulus und die Gleichgeschlechtlichkeit. Plädoyer für einen vernünftigen Umgang mit der Schrift, 53-88.

Thomas K. Hubbard, A Companion to Greek and Roman Sexualities, Malden, Oxford 2014.

William Loader, Making Sense of Sex. Attitudes towards Sexualität in Early Jewish and Christian Literature, Grand Rapids 2013.

Holger Thiedemann, Die Erfahrung des Fleisches. Paulus und die Last der Lust, Stuttgart 1998.

Leistungsnachweis

M 16: Exegese NT - Paulusbriefe. Mündliche Prüfung zusammen mit Exegese AT.

 

46 Griechische Lektüre

Wucherpfennig / Hühne

L G M16
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lektürekurs gibt eine Einführung in das Lesen und Verstehen der griechischen Paulusbriefe. Dazu werden ausgewählte Abschnitte gelesen.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Nachweis

Hinweise

Termin nach Absprache.

Kirchengeschichte

 

50 Mittelalterliche Ekklesiologien

Berndt

V G M10
2 st. - 3 LP

Mo 10.35 – 12.10

 

 

Diese Vorlesung findet statt im Kontext des Moduls 10 Ekklesiologie.

Thema der Vorlesung ist ein Überblick über die institutionelle, religiöse und intellektuelle Selbstwerdung der Kirche im Mittelalter.

Die Abgrenzung zwischen Herrschaft und Kirche ist ständige Herausforderung in dem Zeitraum vom 10. bis zum 15. Jahrhundert.

Diese Vorlesung gliedert sich in drei Abschnitte:

"Die Kirche in der Welt",

"Innerkirchliche Verhältnisbestimmungen" und

"Theologische Konzeptionen von der Kirche".

Weithin exemplarisch arbeitend, sollen verschiedene Konzeptionen von Kirche in dieser Zeit vorgestellt werden.

Literatur

Gert Melville: Die Welt der mittelalterlichen Klöster. Geschichte und Lebensformen, München 2012.

Funktionsräume, Wahrnehmungsräume, Gefühlsräume. Mittelalterliche Lebensformen zwischen Klos-ter und Hof, hg. von Christina Lutter (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Ge-schichtsforschung 59), München 2011.

 

Leistungsnachweis

 

51 Kirche unterm Hakenkreuz

Steiner

Anmeldung bitte per E-Mail an P. Dr. Steiner SJ: steiner@sankt-georgen.de

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 16.15 – 17.50

 

Das Verhältnis von katholischer Kirche, ihrer Bischöfe, Kleriker und Mitglieder zur nationalsozialistischen Diktatur zwischen 1933 und 1945 ist nach wie vor eines der umstrittensten Themenfelder der zeitgeschichtlichen Forschung. Dabei bewegen sich die Pole der Kontroversen immer noch zwischen Anpassung oder Widerstand und Kollaboration oder Distanz. Nicht zu vergessen ist dabei die Auseinandersetzung um Pius XII. und den Holocaust. Ziel des Seminars ist es, sich mit diesem kontroversen Themenfeld anhand von Quellen zu befassen.

Literatur

Eine Literaturliste wird bei der ersten Sitzung ausgegeben.

Leistungsnachweis

Bedingungen für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind: Mündliche Mitarbeit, Referat und Seminararbeit.

Hinweise

Bitte um Anmeldung an: Steiner@sankt-georgen.de

 

52 Konziliengeschichte

J. Arnold

V/Koll G M17
2 st. - 4.5 LP

Mi 09.35 – 11.10

 

Die von der katholischen Kirche als ‚ökumenisch‘ (im Sinn von ‚allgemein‘) bezeichneten Konzilien vom Ersten Nicaenum bis zum Zweiten Vaticanum sind Kristallisationspunkte der Kirchen- und Theologiegeschichte; sie spiegeln die Wandlungen im Verhältnis zwischen Kirche und Staat ebenso wie die Entwicklung innerkirchlicher Strukturen und die Ausbreitung des christlichen Glaubens. So unterscheiden sich die kaiserlichen Reichskonzilien, die Generalversammlungen der mittelalterlichen Christenheit und die Bischofskonzilien der katholischen Konfessionskirche in der Neuzeit in Struktur, Zusammensetzung und Thematik. Der Blick auf die Geschichte der Konzilien kann einen Überblick über die Geschichte der Kirche insgesamt vermitteln.

 

Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf denjenigen Konzilien, die sich als richtungsweisend für den Glauben, die Struktur und das Leben der Kirche erwiesen. Nach einer Einführung, in der u.a. die Frage nach einer angemessenen Definition des ‚ökumenischen Konzils‘ zu behandeln sein wird, sollen exemplarisch behandelt werden: die ersten ökumenischen Konzilien von Nikaia I (325) bis Nikaia II (787), das IV. Laterankonzil (1215), die spätmittelalterlichen Konzilien von Konstanz (1414-18) und Basel (1431-49), das Konzil von Trient (1545-63) sowie Vaticanum I (1869/70) und Vaticanum II (1962-65).

Literatur

KLAUS SCHATZ, Allgemeine Konzilien - Brennpunkte der Kirchengeschichte, 2. Auflage, Paderborn (UTB Schöningh) 2008.

 

Literatur zu Einzelthemen wird im Verlauf der Vorlesung angegeben.

Leistungsnachweis

Durch eine mündliche Prüfung kann erworben werden: a) im Diplomstudiengang Theologie der sbL Kirchengeschichte Überblick; b) im Magisterstudiengang Theologie der Leistungsnachweis für M 17 ("Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte"). Voraussetzung für die Prüfungsanmeldung ist im Magisterstudiengang die durchgehende aktive Teilnahme an der Übung zur Vorlesung und die Anfertigung eines Essays!

 

53 Übung zur Vorlesung "Konziliengeschichte": Griechische und lateinische Texte zur Konziliengeschichte

J. Arnold / Hühne

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Prof. Arnold: arnold@sankt-georgen.de

Ü G M17
1 st. - 1.5 LP

Mi 13.30 – 14.15

 

Durch die gemeinsame Übersetzung von altgriechischen und lateinischen Konzilstexte sowie von Texten über Konzilien mit jeweils anschließender Diskussion dient die Übung der Vertiefung des Stoffes der Vorlesung "Konziliengeschichte" und der gezielten Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.

 

Literatur

siehe bei Vorlesung "Konziliengeschichte"

Leistungsnachweis

Durchgehende aktive Teilnahme an der Übung sowie die Anfertigung eines Essays sind Voraussetzungen für die Anmeldung zur mündlichen Prüfung in M 17.

Fundamentaltheologie

 

60 Offenbarungs- und Religionskritik II

Löffler

V G M19
1 st. - 3 LP

Mo 08.45 – 10.20
in der ersten Semesterhälfte (bis zum 27.05.2019)

 

Die Vorlesung bietet eine Vertiefung im Bereich der Offenbarungs- und Religionskritik anhand von drei ausgewählten Schwerpunkten: a) Atheistische Religionskritik (Feuerbach, Marx, Freud, Nietzsche), b) Theologische Religionskritik (Barth, Bonhoeffer, Tillich) und c) Interreligiöse Religionskritik (am Beispiel der Herausforderung des Christentums durch den Buddhismus).

Literatur

Die einschlägige Literatur wird in der Vorlesung bekanntgegeben. Einen guten Überblick über die drei Schwerpunkte bieten:

a) Hans Küng, Existiert Gott? München 1978, 221-469;

b) Hans-Joachim Kraus, Theologische Religionskritik. Neukirchen-Vluyn 1982.

c) Franco Sottocornola & Maria De Giorgi, A Christian-Catholic Appraisal of Buddhism, in: Karl Josef Becker & Ilaria Morali (Hg.), Catholic Engagement with World Religions. A Comprehensive Study. Maryknoll 2010, 443-458.

Leistungsnachweis

Bestandteil der Magister-Schlussprüfung

Hinweise

Die Vorlesung findet doppelstündig in der ersten Semesterhälfte statt.

 

61 Kolloquium zur Vorlesung "Offenbarungs- und Religionskritik II"

Löffler

Koll G M19
1 st.

nach Vereinbarung

 

Das Kolloquium bietet die Möglichkeit, die Inhalte der Vorlesung zu vertiefen und zu diskutieren.

Leistungsnachweis

Hinweise

Termine nach Vereinbarung.

Dogmatik

 

62 Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte

Ansorge

V G M3
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.10

 

Theologie als vernunftgeleitete Reflexion über Gott und sein Heilswirken vollzieht sich nicht voraussetzungslos, sondern immer in Auseinandersetzung mit Begriffsformen und Problemkonstellationen einer jeweiligen Zeit. Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die großen Epochen der Theologiegeschichte, indem sie deren grundlegende und richtungsweisende Fragestellungen und Antwortversuche im Rahmen ihrer jeweiligen Zeit vorstellt und diskutiert.

Literatur

Dirk Ansorge, Kleine Geschichte der christlichen Theologie. Epochen, Denker, Weichenstellungen, Regensburg 2017.

Alister E. McGrath, Der Weg der christlichen Theologie. Eine Einführung, München 1997.

Wolfgang Pauly (Hg.), Geschichte der christlichen Theologie, Darmstadt 2008.

Wolfgang Beinert, Das Christentum, Freiburg 2000.

Michael Schneider, Geschichte der Theologie von der Neuzeit bis zur Gegenwart. Skizzen zu grundlegenden Fragen und Ansätzen in der katholischen Dogmatik, Köln 2011.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: mündliche Prüfung M3 (Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte)

 

63 Ekklesiologie I

Knorn

V G M10
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung bietet eine systematische Einführung in die Lehre von der Kirche aus katholischer Perspektive mit ökumenischer Ausrichtung. Ein wichtiger Bezugspunkt ist die Ekklesiologie des Zweiten Vatikanischen Konzils. Immer wieder wird auch dogmengeschichtlich auf die Entwicklung bestimmter Themen zurückgefragt und der Dialog mit neueren theologischen Ansätzen gesucht.

 

Thematisch werden zunächst Grundfragen zur Legitimation der Kirche behandelt. Ein weiterer Teil stellt verschiedene Modelle zur theologischen Beschreibung der Kirche vor und klärt die Sendung sowie das Ziel der Kirche. Zuletzt wird auf Fragen nach der Begründung der Institutionalität und der amtlichen Struktur der Kirche eingegangen.

Literatur

Sven Grosse: Ich glaube an die Eine Kirche. Eine ökumenische Ekklesiologie, Paderborn 2015.

Gregor Maria Hoff: Ekklesiologie (Gegenwärtig Glauben Denken), Paderborn 2011.

Walter Kasper: Katholische Kirche. Wesen – Wirklichkeit – Sendung, Freiburg 2011.

 

Spezielle Literatur sowie Quellentexte zur jeweiligen Thematik werden auf Moodle angegeben.

Leistungsnachweis

M10: Mündliche Kommissionsprüfung

 

64 Maria 2.0 – theologische Themen und Fragestellungen rund um die Mariologie

Vechtel

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Do 16.15 – 17.50

 

Das Anliegen dieses Seminars besteht nicht darin, die Marienfrömmigkeit zu „steigern“ oder zu „verbessern“, sondern ist theologisch: Wenn auch die Mariologie in den letzten Jahrzehnten nicht im Zentrum der theologischen Aufmerksamkeit stand, so sammeln sich in ihr doch viele wichtige Themen der Theologie (Christologie, theologische Anthropologie, Ekklesiologie bis hin zu ökumenischen u. schöpfungstheologischen Fragestellungen). Ausgehend von der Mariologie sollen wie durch eine Art „Brennglas“ hindurch einige der großen theologischen und dogmatischen Themen angeschaut und behandelt werden: Wie „marianisch“ muss die Christologie sein? Welche Rolle spielt Maria für das Verständnis des erbsündlich bestimmten Menschseins? Ist Maria „Mutter der Kirche“ und sogar „Vermittlerin“ von Gnade? Ist Maria „kirchentrennend“ oder gibt es einen Konsens mit der evangelischen Kirche bezüglich der Mariologie? Kann man ausgehend von der Mariologie eine „Theologie der Religionen“ betreiben? Wie lässt sich das Phänomen der Marienerscheinungen im 20. Jhdt. verstehen und bewerten?

Diesen und anderen Fragen soll im Seminar nachgegangen werden, um zu einer begründeten Stellungnahme zur Rolle Marias für die dogmatische Theologie, den christlichen Glauben und das Leben der Kirche zu kommen. Die Funktion eines Leitfadens wird dabei Gisbert Greshakes große Studie „Maria – Ecclesia. Perspektiven einer marianisch grundierten Theologie und Kirchenpraxis “ einnehmen: Wir werden einige Abschnitte aus diesem Werk, aber auch eine Reihe anderer Texte lesen, um uns den oben genannten Fragestellungen in Gruppenarbeit und gemeinsamer Diskussion anzunähern (die Texte werden in Moodle eingestellt werden).

 

Literatur

Literatur (vorläufig):

Wolfgang Beinert (Hg.), Handbuch der Marienkunde (2 Bände); Regensburg 1996.

Margit Eckholt, Frau aus dem Volk. Mit Maria Räume des Glaubens öffnen, Innsbruck (Tyrolia) 2015.

Christiane Eilrich, Gott zur Welt bringen: Maria: Von den Möglichkeiten und Grenzen einer protestantischen Verehrung der Mutter Gottes, Regensburg 2011.

Andreas Fuchs, Mariologie und "Wunderglaube": Ein kritischer Beitrag zur spiritualitätstheologischen Valenz der Mariophanie im Kontext humanwissenschaftlicher Fragestellungen, Regensburg 2009.

Bruno Forte, Maria – Mutter und Schwester des Glaubens, Zürich 1990.

Gisbert Greshake, Maria – Ecclesia. Perspektiven einer marianisch grundierten Theologie und Kirchenpraxis, Regensburg 2014.

Gruppe von Dombes, Maria in Gottes Heilsplan und in der Gemeinschaft der Heiligen, Frankfurt – Paderborn 1999.

Pia Gyger, Maria – Tochter der Erde, Königin des Alls, Düsseldorf 2005.

Kongregation für die Glaubenslehre, Die Botschaft von Fatima, Bonn 2000.

Michael Langer (Hg.), Weil Gott nicht nur zu Mose sprach ... Frauen nehmen Stellung, Innsbruck u.a. 1996.

Gerhard Lohfink u. Ludwig Weimer, Maria – nicht ohne Israel, Freiburg 2008.

Karl-Heinz Menke, Fleisch geworden aus Maria, Regensburg 1999.

Gerhard Ludwig Müller, Maria – die Frau im Heilsplan Gottes, Regensburg 2002.

Josef Pfammater u. Eduard Christen (Hg.), Was willst Du von mir Frau? Freiburg/Schweiz 1995.

Karl Rahner, Sämtliche Werke Bd. 9. Maria, Mutter des Herrn, Freiburg 2004.

Karl Rahner, Visionen und Prophezeiungen. Zur Mystik und Transzendenzerfahrung, Freiburg 1989.

Joseph Kardinal Ratzinger u. Hans Urs von Balthasar, Maria. Kirche im Ursprung, Einsiedeln 1997.

Joseph Ratzinger, Die Tochter Zion, Einsiedeln 1977.

Walter Schöpsdau (Hg.), Mariologie und Feminismus, Göttingen 1985.

Thomas A. Seidel u. Ulrich Schacht (Hg.), Maria. Evangelisch, Leipzig 2014.

Klaus Vechtel, Maria. Gott suchen und finden, Würzburg 2017.

Hans Ulrich Weidemann (Hg.), „Der Name der Jungfrau war Maria“ (Lk1,27). Neue exegetische Perspektiven auf die Mutter Jesu, Stuttgart 2018.

Knut Wenzel, Die Wucht des Undarstellbaren. Bildkulturen des Christentums, Freiburg 2019.

 

Leistungsnachweis

Regelmäßige Teilnahme, vorbereitende Lektüre (ca. 20 Seiten), aktive Mitarbeit. Für einen benoteten Leistungsnachweis (M15; M23) werden - in Absprache mit der Seminarleitung - die Vorbereitung einer Seminarsitzung und deren Moderation sowie die Abfassung einer Hausarbeit erwartet.

 

65 Oberseminar für LizentiandInnen und DoktorandInnen

Ansorge / Vechtel

OS A

Termine werden noch
bekannt gegeben

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

(wird jeweils zur Sitzung bekanntgegeben)

Leistungsnachweis

(nach Absprache)

Moraltheologie

 

66 Einführung in die Theologische Ethik

Koller

ProS M3
2 st. - 4.5 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Das Proseminar ist eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Moraltheologie und der Christlichen Gesellschaftsethik. Es dient der Einführung in beide Fächer. Am Beispiel der Umweltethik werden die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fächer herausgearbeitet, aber auch wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik) vorgestellt. Das Proseminar endet mit Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Literatur

Ach, Johannes S. / Borchers, Dagmar (Hg.): Handbuch Tierethik. Grundlagen – Kontexte – Perspektiven, Stuttgart 2018.

Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik. Einführung und Prinzipien, Paderborn 1997.

Bode, Philipp: Einführung in die Tierethik, Wien u.a. 2018.

Ekardt, Felix: Jahrhundertaufgabe Energiewende. Ein Handbuch, Berlin 2014.

Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

Lienkamp, Andreas: Klimawandel und Gerechtigkeit. Eine Ethik der Nachhaltigkeit in christlicher Perspektive, Paderborn 2009.

Ott, Konrad u.a. (Hg.): Handbuch Umweltethik, Stuttgart 2016.

Roser, Dominic / Seidel, Christian: Ethik des Klimawandels. Eine Einführung, Darmstadt (2. Aufl.) 2015.

Vogt, Markus: Prinzip Nachhaltigkeit. Ein Entwurf aus theologisch-ethischer Perspektive, München 2009.

Die Literatur für die Basislektüre und für die Referate wird beim ersten Proseminartermin bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Vorbereitung und aktive Teilnahme an den Proseminarsitzungen, Übernahme eines Referats und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

 

67 Übung zum Proseminar "Einführung in die Theologische Ethik"

Koller

Ü M3
1 st.

Do 16.15 – 17.00

 

Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars

Literatur

Vgl. die Literaturangaben zum Proseminar

Leistungsnachweis

Diese „Übung zum Proseminar“ dient der Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

68 Religion, Moral und Öffentlichkeit. Ethische und systematisch-theologische Aspekte ihres Verhältnisses (Interdisziplinäres Blockseminar an der JLU Gießen und der PTH Sankt Georgen)

Koller / Kreutzer

Anmeldung bitte bis zum 06.04.2019 per E-Mail an Frau JProf. Koller: koller@sankt-georgen.de

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

1. Termin:
Mo 08.04.2019, 14.30 – 16.05 im S5
(in Sankt Georgen)

2. Termin:
Sa 27.04.2019, 09.00 – 19.00
(in Sankt Georgen)
3. Termin:
Sa 08.06.2019, 09.00 – 20.00
(in Gießen)

 

Der christliche Glaube motiviert Christ*innen, sich für politische Themen wie Gerechtigkeit, Frieden, Schöpfungsverantwortung, Lebensschutz und Migrant*innen einzusetzen. Aus dem gleichen Antrieb heraus beteiligen sich die Kirchen als Akteurinnen der Zivilgesellschaft in der politischen Öffentlichkeit an der Meinungsbildung zur sozialen und moralischen Gestaltung der Gesellschaft. Indem sich religiöse Institutionen wie die Kirchen in der demokratischen Öffentlichkeit beteiligen, stellt sich die Frage, ob explizit kirchliche Beiträge oder gar religiöse Argumente in modernen demokratischen Gesellschaften überhaupt einen Sinn oder eine Funktion haben. Braucht die politische Öffentlichkeit den ethischen Diskursbeitrag der Religion und der Theologie? Das Problem der Bedeutung von kirchlichen Beiträgen oder gar von theologischen Argumenten betrifft das heftig diskutierte Thema, ob der öffentlich-politische Beitrag von Religion in säkularen und pluralistischen Gesellschaften überhaupt legitim bzw. bedeutsam ist. In theologischer Perspektive wird thematisiert, ob die Kirchen und die Theologie notwendigerweise in der demokratischen Öffentlichkeit agieren müssen. Das systematisch-theologische Konzept der „Öffentlichen Theologie“, das eine eindeutig bejahende Antwort betont, begründet, dass Theologie und Kirche öffentlich werden müssen und umgekehrt die Öffentlichkeit wesentlich für die Theologie ist.

Im Hauptseminar wird zunächst das Verhältnis von Religion und Öffentlichkeit betrachtet. Auf dieser Grundlage wird das Verhältnis von Religion, Moral und Öffentlichkeit anhand von aktuellen Beispielfelder konkretisiert und diskutiert: Bioethik, Sonntagsschutz, Blasphemie, Kirche im Missbrauchsskandal.

Die Lehrveranstaltung wird als Blockseminar an der Universität Gießen und der Hochschule Sankt Georgen durchgeführt. Es wird von den Teilnehmer*innen durch Referate, gemeinsame Lektüre sowie Diskussion gemeinsam gestaltet. Zudem ist Zeit zum „interuniversitären Austausch“ zwischen den Teilnehmer*innen sowie für das Kennenlernen der jeweiligen Studienorte eingeplant.

Literatur

Arens, Edmund / Hoping, Helmut (Hg.), Wieviel Theologie verträgt die Öffentlichkeit?, Freiburg i.B. – Basel – Wien 2000 (QD 183).

Habermas, Jürgen, Vorpolitische Grundlagen des demokratischen Rechtsstaates?, in: Ders., Zwischen Naturalismus und Religion. Philosophische Aufsätze, Frankfurt a. M. 2005, 106-118.

Höhn, Hans-Joachim, Gewinnwarnung. Religion – nach ihrer Wiederkehr, Paderborn 2015.

Könemann, Judith / Wendel, Saskia (Hg.), Religion, Öffentlichkeit, Moderne. Transdisziplinäre Perspektiven, Bielefeld 2016.

Platzer, Johann / Elisabeth Zissler (Hg.), Bioethik und Religion. Theologische Ethik im öffentlichen Diskurs (FS Walter Schaupp), Baden-Baden 2014.

Sander, Hans-Joachim, Wenn moralischer Anspruch schamlos wird. Von der Unverschämtheit im sexuellen Missbrauch und in der kirchlichen Schuldkultur, in: StZ 144 (2019) H2, 83-92.

Sautermeister, Jochen, „Kirche als Moralagentur?“ (H. Joas). Theologisch-ethische Überlegungen zur moralischen und politischen Relevanz von Kirche in der Gesellschaft, in: MThZ 68 (2017), 292-305.

Die Artikel für die vorbereitende Pflichtlektüre und die Literaturgrundlage für die Referate werden in der Lehrveranstaltung bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Die Anforderungen für den Erwerb eines Leistungsnachweises über ein Hauptseminar aus Moraltheologie (Systematische Theologie) sind: aktive Teilnahme an allen Terminen inklusive Vorbereitung der Seminarsitzungen, Übernahme eines Referats, Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

Hinweise

Vorbesprechung am 08.04.2019, 14.30 - 16.05 Uhr im S5

Christliche Gesellschaftsethik

 

24 Die Güter der Erde sollen dem Wohl aller Menschen dienen. Wirtschaftsethik in der Tradition der Katholischen Soziallehre

Emunds

V G P10M13 P11
2 st. - 4.5 (für M13) / 3 (für P10 und P11) LP

Do 14.30 – 16.05

 

Was sagt die Kirche eigentlich zu Unternehmertum, zu prekärer Arbeit, zur kapitalistischen Marktwirtschaft, ...? Mit Fragen wie diesen werden katholische Theolog*innen in ihrem pastoralen Dienst oder bei zwanglosen Gesprächen im Alltag immer wieder einmal konfrontiert. Viele Menschen haben vor Augen, dass sich die Päpste schon `mal kritisch zum Wirtschaftssystem geäußert haben, wissen, dass es so etwas wie Katholische Soziallehre gab (oder gibt). Ältere verbinden auch mit dem Namen Oswald von Nell-Breuning etwas. Stimmt, da war doch was!

Aber was genau war denn da? Was haben die Päpste denn nun zum Wirtschaften gesagt? Was war Nell-Breunings Sicht auf die Wirtschaft? Inwiefern kann man heute nicht mehr Katholische Soziallehre im Sinne einer essentialistischen Naturrechtsethik betreiben und welche Impulse kann der Rekurs auf die Katholische Soziallehre heutigen Debatten dennoch geben? Diesen Fragen ist die Vorlesung gewidmet.

Literatur

* Aaken, Dominik van/Schreeck, Philipp (Hg.): Theorien der Wirtschafts- und Unternehmensethik, 2015.

* Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik, 1998.

* Emunds, Bernhard: Politische Wirtschaftsethik globaler Finanzmärkte, 2014. (Grundlegungskapitel 1 und 3).

* Ethik und Gesellschaft: Heft 2010/1 "Wem gehört die ›Soziale Marktwirtschaft‹?" (Beiträge von Große Kracht und Emunds; im Internet).

* Ethik und Gesellschaft: Sonderheft 2011 "Arbeit – Eigentum – Kapital. Zur Kapitalismuskritik der großen Sozialenzykliken" (Beiträge von Ebner, Große Kracht, Schäfers, Möhring-Hesse, Emunds; im Internet).

* Frambach,Hans A./Eissrich, Daniel: Der dritte Weg der Päpste. Die Wirtschaftsideen des Vatikans, 2016.

* Gabriel, Ingeborg u.a. (Hg.): Eine Wirtschaft, die Leben fördert. Wirtschafts- und unternehmensethische Reflexionen im Anschluss an Papst Franziskus, 2017.

Leistungsnachweis

Mag Theol M13: Falls in Pastoraltheologie/Religionspädagogik eine zu benotende Hausarbeit geschrieben wird, kann in Christlicher Gesellschaftsethik ein unbenotetes Prüfungsgespräch zu einem Fallbeispiel durchgeführt werden. Andernfalls muss in Christlicher Gesellschaftsethik eine benotete mündliche Prüfung abgelegt werden. BA Phil P11: Mündliche Kommissionsprüfung mit einer Vorlesung in Medizinischer Ethik oder einer Vorlesung in einem anderen Bereich angewandter Ethik: Debatte zu einem Fallbeispiel P10 (dann statt Vorlesung "Politische Ethik"): mündliche Prüfung

 

66 Einführung in die Theologische Ethik

Koller

ProS M3
2 st. - 4.5 LP

Do 14.30 – 16.05

 

Das Proseminar ist eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Moraltheologie und der Christlichen Gesellschaftsethik. Es dient der Einführung in beide Fächer. Am Beispiel der Umweltethik werden die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fächer herausgearbeitet, aber auch wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik) vorgestellt. Das Proseminar endet mit Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Literatur

Ach, Johannes S. / Borchers, Dagmar (Hg.): Handbuch Tierethik. Grundlagen – Kontexte – Perspektiven, Stuttgart 2018.

Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik. Einführung und Prinzipien, Paderborn 1997.

Bode, Philipp: Einführung in die Tierethik, Wien u.a. 2018.

Ekardt, Felix: Jahrhundertaufgabe Energiewende. Ein Handbuch, Berlin 2014.

Ernst, Stephan: Grundfragen theologischer Ethik. Eine Einführung, München 2009.

Lienkamp, Andreas: Klimawandel und Gerechtigkeit. Eine Ethik der Nachhaltigkeit in christlicher Perspektive, Paderborn 2009.

Ott, Konrad u.a. (Hg.): Handbuch Umweltethik, Stuttgart 2016.

Roser, Dominic / Seidel, Christian: Ethik des Klimawandels. Eine Einführung, Darmstadt (2. Aufl.) 2015.

Vogt, Markus: Prinzip Nachhaltigkeit. Ein Entwurf aus theologisch-ethischer Perspektive, München 2009.

Die Literatur für die Basislektüre und für die Referate wird beim ersten Proseminartermin bekanntgegeben.

Leistungsnachweis

Vorbereitung und aktive Teilnahme an den Proseminarsitzungen, Übernahme eines Referats und Verfassen einer wissenschaftlichen Seminararbeit

 

67 Übung zum Proseminar "Einführung in die Theologische Ethik"

Koller

Ü M3
1 st.

Do 16.15 – 17.00

 

Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars

Literatur

Vgl. die Literaturangaben zum Proseminar.

Leistungsnachweis

Diese „Übung zum Proseminar“ dient der Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars – ohne Möglichkeit zum Erwerb eines eigenständigen Leistungsnachweises.

 

69 Aktuelle Studien der Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

Koll A G
1 st. - 1.5 LP
 

Das Doktorandenkolloquium findet gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhard Kruip (Mainz) und Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse (Tübingen) statt. Termine werden noch bekannt gegeben. Interessent*innen wenden sich bitte an nbi@sankt-georgen.de.

Leistungsnachweis

Gemeinsam mit dem Oberseminar "Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik" können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

 

70 Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik

Emunds

OS A G
1 st. - 1.5 LP
 

Die Veranstaltung findet zusammen mit dem Lehrstuhl Moraltheologie/Sozialethik der Goethe-Universität (Prof. Dr. Christof Mandry) an zwei noch festzulegenden Blockterminen statt. Themen und Termine werden noch bekanntgegeben. Interessent*innen melden sich bitte unter nbi@sankt-georgen.de

Leistungsnachweis

Gemeinsam mit dem Doktorandenkolloquium "Aktuelle Studien der Christlichen Gesellschaftsethik" können Aufbaustudierende einen SbL erwerben.

Pastoraltheologie

 

80 Grundriss Pastoraltheologie

W. Beck

V G M4
1 st. - 1.5 LP

Di 08.45 – 10.20
Termine:
09.04.2019, 16.04.2019, 30.04.2019, 07.05.2019, 14.05.2019, 21.05.2019, 28.05.2019

 

In der Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" hat sich die katholische Kirche lehramtlich zu einer Verschiebung ihres eigenen Schwerpunktes verpflichtet: sie verortet sich nicht mehr bloß als Religionsgemeinschaft im Gegenüber zur Welt, sondern überwindet mit dem Modus der Pastoralgemeinschaft (Hans-Joachim Sander) die verschiedenen Ansätze einer Kontrastidentität. Sie wird Weltkirche im eigentlichen Sinn und findet in ihrem Außen nicht nur ihre GesprächspartnerInnen oder VerkündigungsadressatInnen, sondern vor allem auch sich selbst und ihre eigene Identität. Mit diesem Überschreiten eines konfessionalistisch verengten Kirchenbildes erfolgt eine umfassende Entgrenzung, in der kirchliche und religiöse Praktiken immer wieder pastoraltheologisch zu reflektieren sind. Hier liegen die Grundlagen universitärer Pastoraltheologie, denen in der Vorlesung als Einführung nachgegangen werden soll.

Die Termine finden in der ersten Hälfte des Semesters statt (vgl. genaue Terminangaben im Vorlesungsverzeichnis).

Literatur

- Bucher, Rainer: Theologie im Risiko der Gegenwart. Studien zur kenotischen Existenz der Pastoraltheologie zwischen Universität, Kirche und Gesellschaft, Stuttgart 2010.

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Grundlegungen (Handbuch 1), Mainz 1999.

- Haslinger, Herbert: Praktische Theologie. Durchführungen (Handbuch 2), Mainz 2000.

- Haslinger, Herbert: Pastoraltheologie, Paderborn 2015.

- Sander, Hans-Joachim: Theologischer Kommentar zur Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute. Gaudium et spes, in: Hünermann, Peter / Hilberath, Bernd Jochen (Hg.): Herders Theologischer Kommentar zum Zweiten Vatikanischen Konzil, Bd. 4, Freiburg i.B. 2005, 581-869.

Leistungsnachweis

Magisterstudium Theologie, M4: zwei Essays, die semesterbegleitend zu erstellen sind. Die zwei Essays werden nicht benotet. Ihre erfolgreiche (!) Erstellung ist jedoch Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur als Leistungsnachweis für das Modul. Aufgabenstellung und Hinweise zu den Essays werden zu Beginn der Vorlesung vorgestellt.

 

81 Christliche Sozialformen

Hoyer

V G M13
1 st. - 1.5 LP

Fr 12.07.2019, 08.45 – 12.30, 13.30 – 17.15
Sa 13.07.2019, 08.45 – 12.30

 

Die katholische Kirche befindet sich einerseits als Sozialform des Christentums weltweit in einer existenzbedrohenden Krise, andererseits sind Pfarreien durch die kulturellen, religiösen und sozialen Transformationen kritisch angefragt. Zukunftsfähige und verantwortliche cristliche Sozialformen orientieren sich am Ziel des sozialer Zusammenhalts in einer menschenwürdigen Gesellschaft. Der soziale Zusammenhalt wird durch Wohnumfeld, Familie, Nachbarschaft, Bildung, Kultur, Gesundheit, Wirtschaft, Politik bestimmt. Dabei haben Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände Zugänge zu vielen Lebenswelten und können hierüber das Miteinander im Quartier stärken. Es geht um bezahlbaren Wohnraum, niedrigschwellige soziale Infrastruktur, Versorgungssicherheit im Quartier als förderliches Umfeld für stabile Nachbarschaften und somit eine lebendige Bürgergesellschaft,die allen Bevölkerungsgruppen Teilhabe ermöglicht. Im Gespräch mit gesellschaftlichen und kirchlichen Akteur*innen werden in der Vorlesung christliche Sozialformen weiter und neu gedacht.

 

Für den Leistungsnachweis ist dieser Entwicklungsprozess auf der Grundlage des untenstehenden Leitfadens "Kirche findet Stadt" zu dokumentieren und zu reflektieren.

 

! Bitte melden Sie sich bis 15. Mai für die Veranstaltung unter Angabe, ob Sie einen benoteten oder unbenoteten Leistungsnachweis erbringen möchten, an: hoyer@sankt-georgen.de

 

Die Veranstaltung findet am Fr 12.7. von 08.45 – 12.30 und von 13.30 – 17.15 und Sa 13.7. von 08.45 – 12.30 statt.

 

! Die Veranstaltungsorte werden noch bekanntgegeben.

 

Literatur

www.kirche-findet-stadt.de/pdf/downloads/kfs/KfS_Leitfaden_2018.pdf

 

Weiterführende Literatur:

 

Literatur

 

- Bucher, Rainer, Gemeinde nach dem Scheitern der Gemeindetheologie. Perspektiven einer zentralen Sozialform der Kirche, in: Matthias Sellmann (Hg.), Gemeinde ohne Zukunft? Theologische Debatte und praktische Modelle, Freiburg i. Br. 2013, 19-54.

- Bucher, Rainer, Jenseits der Idylle. Wie weiter mit den Gemeinden?, in: Bucher, Rainer (Hg., Die Provokation der Krise. Zwölf Fragen und Antworten zur Lage der Kirche, Würzburg 2005,106-130.

- Feiter, Reinhard; Müller Hadwig (Hg.), Was wird jetzt aus uns, Herr Bischof? Ermutigende Erfahrungen der Gemeindebildung in Poitiers, Ostfildern 2009, 5. Aufl. 2012.

- Feiter, Reinhard, Von der Pfarrei zur Pfarrgemeinde zum „größeren pastoralen Raum“. Pastoraltheologische Überlegungen zur Zukunft der Pfarrei in der Stadt, in: Werner Freitag (Hg.), Die Pfarre in der Stadt. Siedlungskern – Bürgerkirche – Urbanes Zentrum (Städteforschungen A/82), Köln-Weimar-Wien 2011, 245-263.

- Hoyer, Birgit, Seelsorge auf dem Land,Räume verletzbarer Theologie, Stuttgart 2011.

- Sellmann, Matthias (Hg.), Gemeinde ohne Zukunft? Theologische Debatte und praktische Modelle, Freiburg i. Br. 2013.

- Unfried, Andreas u.a., XXL Pfarrei. Monster oder Werk des Heiligen Geistes, Würzburg 2012.

Leistungsnachweis

In Pastoraltheologie und Religionspädagogik wird zusammen ein Leistungsnachweis erbracht. Dies kann eine unbenotete Präsentation sein, wenn in Christlicher Gesellschaftsethik eine benotete mündliche Prüfung abgelegt wird. Wenn in Pastoraltheologie oder Religionspädagogik eine zu benotende Hausarbeit geschrieben wird, kann in Christlicher Gesellschaftsethik ein unbenotetes Prüfungsgespräch zu einem Fallbeispiel durchgeführt werden. Das Erbringen der unbenoteten Leistung ist jeweils Voraussetzung zu dem benoteten Leistungsnachweis.

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

84 Empirische Forschung in der Praktischen Theologie

Hark / Wagener

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Dr. Hark (hark@sankt-georgen.de) oder Herrn Dr. Dr. Wagener (wagener@sankt-georgen.de)

Ü G M13
3 st. - 4.5 LP

Di 16.15 – 17.50 (Wagener)
Do 10.35 – 12.10 (Hark)
Di wöchentlich, Beginn: 16.04.2019
Termine Do: 11.04.2019, 25.04.2019, 02.05.2019, 06.06.2019, 27.06.2019,
04.07.2019, 18.07.2019

 

Diese Lehrveranstaltung (Übung) zielt darauf ab, dass Studierende empirische Untersuchungen kritisch lesen und deren Grenzen würdigen können.

Konkret heißt das: Wir werden empirische Studien lesen und dabei qualitative und quantitative Methoden empirischer Forschung sowie die beschreibende und schließende Statistik kennenlernen. Die Statistik versucht Gesetzmäßiges in Massenerscheinungen herauszufinden und gibt Hilfen zur Entscheidung bei der Auswertung empirischer Daten. Ferner machen wir uns mit Interviewtechniken und statistischen Tests vertraut. Insgesamt versuchen wir, praktisch-theologische Fragestellungen daraufhin zu prüfen, welche empirischen Zugänge dem entsprechenden Inhalt angemessen sind. Dabei lernen wir die Praktische Theologie als konzeptionelle und als empirische Wissenschaft sowie die Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie kennen und verstehen.

 

Literatur

Literatur (zum Einstieg): siehe auch Semesterapparat

 

Günter Clauß, Falk-Rüdiger Finze, Lothar Partzsch, Statistik. Für Soziologen, Pädagogen, Psychologen und Mediziner. Grundlagen, Frankfurt am Main 5. korrigierte Auflage 2004.

 

Inghard Langer, Das persönliche Gespräch als Weg in der psychologischen Forschung, Köln 2000.

 

Markus Pospeschill, Statistische Methoden. Strukturen, Grundalgen, anwendungen in Psychologie und Sozialwissenschaften, München 2006.

 

Björn Rasch, Malte Freise, Wilhelm Hofmann, Ewald Naumann, Quantitative Methoden 1. Einführung in die Statistik für Psychologen und Sozialwissenschaftler, Berlin 4., überarbeitete Auflage 2014.

 

Dies., Quantitative Methoden 2. Einführung in die Statistik für Psychologen und Sozialwissenschaftler, Berlin 4., überarbeitete Auflage 2014.

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme und drei unbenotete Hausarbeiten im Bereich der Theorie zur Interdisziplinarität (bei Dr. Hark, 1 SWS) und Aktive Teilnahme und benotete Präsentation in Empirischer Forschung in der Praktischen Theologie (bei Dr. Dr. Wagener, 2 SWS), falls nicht Präsentation in Pastoraltheologie bei Dr. Hoyer erfolgt(e).

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

87 Seelsorgliches Gespräch

Schlör

HS A
2 st.

Mo 16.09.2019 bis
Do 19.09.2019
jew. ganztägig

 

Im Gespräch mit Menschen, in Begleitungs- Entscheidungs- oder schwierigen Situationen, in Seelsorge, Gruppen und Gremien spielt die Person, die die zwischenmenschliche Kommunikation gestaltet eine wichtige Rolle. In dem Seminar wollen wir Wahrnehmungen, Haltungen, Fähigkeiten reflektieren, ausprobieren und wissenschaftlich überprüfen. Dabei orientieren wir uns am personzentrierten Ansatz von Carl R. Rogers und seinen Auswirkungen in der Seelsorge. Ein weiterer wesentlicher Teil werden "Gespräche im hier und jetzt" also Gespräche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander sein, um personzentrierte Grundhaltungen zu erlernen. Es kann mit Videokamera gearbeitet werden. Ein weiterer Focus wird auf nonverbaler Kommunikation liegen.

 

Dieser Kurs ist ein Baustein des Curriculums „Beratende Seelsorge“ der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie (DGfP).

 

Teilnahmebedingungen:

- Interesse an psychologischer und theologischer Auseinandersetzung mit den Inhalten des Kurses

- Bereitschaft zu ersten eigenen Erfahrungen mit den Inhalten und zu ihrer praktischen Einübung im Rahmen des Seminars

- Teilnahme am gesamten Kurs

Literatur

Burbach C. (Hrsg.), Personzentrierte Seelsorge. 2018

Rogers, C.R., Entwicklung der Persönlichkeit, 1961

Leistungsnachweis

Hausarbeit

Hinweise

Mo. 16.9.2019 bis Do 19.9.2019

Mo 13.00 Uhr – 21 Uhr, Di, Mi 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr Do. 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Homiletik

 

89 Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten (Homiletik II)

W. Beck / Prätsch

Anmeldung bitte bis zum 07.04.2019 per E-Mail an Herrn JProf. Beck: beck@sankt-georgen.de

Ü G M21
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05

 

Ziel des Seminars ist die Ausarbeitung einer Predigt für einen Gottesdienst in einer der Innenstadtkirchen Frankfurts. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellen die TeilnehmerInnen ihre Predigt im Seminar vor, die auf der Grundlage einer exegetisch-bibeltheologischen Beschäftigung mit einer Perikope erstellt wird. Sie wird nach Form und Inhalt mit Hilfe von Kameratechnik besprochen. Den Abschluss bildet das praktische Predigen. Das Seminar erfolgt in Kooperation mit Marc Prätsch als Dozenten der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt/M.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth / Pock, Johann / Wustmanns, Hildegard (Hg.), Wie heute predigen? Einblicke in die Predigtwerkstatt, Würzburg 2014.

 

Engemann, Winfried, Einführung in die Homiletik, Tübingen² 2011.

 

Grözinger, Albrecht, Homiletik. Lehrbuch Praktische Theologie, Gütersloh 2008.

 

Herbst, Michael / Schneider, Matthias, ...wir predigen nicht uns selbst. Ein Arbeitsbuch für Predigt und Gottesdienst, Neukirchen-Vluyn8 2008.

 

Karle, Isolde, Das Evangelium kommunizieren, in: Charbonnier, Lars / Merzyn, Konrad / Meyer, Peter (Hg.), Homiletik. Aktuelle Konzepte und ihre Umsetzung, Göttingen 2012, 19-33.

 

Lehnert, Volker A., Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten. Kleine praktische Homiletik, Neukirchen-Vluyn³ 2010.

 

- Nicol, Martin / Deeg, Alexander: Im Wechselschritt zur Kanzel. Praxisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005.

- Nicol, Martin: Einander ins Bild setzen. Dramaturgische Homiletik, Göttingen² 2005.

- Schneider, Wolf: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil, München19 2001.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.1, Spruchpredigt, Düsseldorf 1987.

- Zerfass, Rolf, Grundkurs Predigt, Bd.2, Textpredigt, Düsseldorf 1992.

Leistungsnachweis

Mag Theol: Durch kontinuierliche Teilnahme an den Übungen, dem Erstellen eines Predigttextes und dem Präsentieren im gottesdienstlichen Kontext kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung "Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten" erworben werden.

Liturgiewissenschaft

 

92 Grundlegung der Liturgiewissenschaft

Bieringer

V G M4
1 st. - 1.5 LP

Fr 26.04.2019, 10.00 – 11.35 im H2
Fr 03.05.2019, 09.00 – 12.00 (Exkursion)
Fr 07.06.2019, 09.00 – 12.00 im S1
Fr 14.06.2019, 10.00 – 11.35 im H2

 

Die Vorlesung führt in das Fach „Liturgiewissenschaft“ ein, klärt den Begriff „Liturgie“ und erörtert die verschiedenen Themen und Fragestellung der Disziplin. Anhand konkreter Feiern, Orte und Quellen werden im Anschluss die drei Grundausrichtungen der Liturgiewissenschaft (historisch, systematisch, pastoral-praktisch) vorgestellt. Im Zentrum steht ein „anthropologischer Zugang“, der sowohl grundlegende Kategorien religiöser Rituale (Versammlung und Fest, Vergegenwärtigung der Heilsgeschichte, Ritus und Symbol) berücksichtigt als auch den ästhetisch-sinnlichen Vollzug (Zeit und Ewigkeit, Raum und Bewegung, Klang und Stille) in den Vordergrund rückt.

Literatur

- Jürgen Bärsch, Kleine Geschichte des christlichen Gottesdienstes, Regenburg ²2017.

- Albert Gerhards/Benedikt Kranemann, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Darmstadt ³2013.

- Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009.

- Karl-Heinrich Bieritz, Liturgik, Berlin 2004.

Leistungsnachweis

M4: unbenotete Übungen, Teilnahme an der Exkursion und abschließende Modulklausur

Hinweise

Exkursion am 3. Mai in den Frankfurter Dom

 

94 Ein Gang durch die europäische Kunstgeschichte in Frankfurter Sammlungen

Mann

Anmeldung bitte bis zum 08.04.2019 per E-Mail an Herrn Dr. Mann: Stephan.Mann@goch.de

Ü G P13 M22
2 st. - 3 LP

Do 13.30 – 15.30
Termine: 11.04.2019, 25.04.2019, 02.05.2019, 23.05.2019, 06.06.2019, 27.06.2019, 18.07.2019

 

Im unmittelbaren Dialog mit den Kunstwerken werden wir versuchen, einen roten Faden durch die europäische Kunstgeschichte zu legen. Frankfurt beherbergt Sammlungen von internationaler Bedeutung, so im Städel Museum, Liebieghaus oder im Museum für Moderne Kunst. Wir werden an ausgewählten Beispielen die Geschichte der Kunst von der frühen italienischen Malerei, über Meisterwerke der Renaissance, des Barock bis hin zu den Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts nachzeichnen.

Begleitend zur Malerei werden wir die Architektur wie auch den Skulpturenschmuck des Frankfurter Doms studieren sowie uns mit den aktuellen Sanierungsmaßnahmen am Nordportal beschäftigen. Mit einem Gang durch die Ernst May - Siedlung im Norden Frankfurts sehen wir, wie sich die Ideen des Bauhauses in Frankfurt manifestierten und wie im Kirchenbau der 60er Jahre in der Nordweststadt Tendenzen aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgenommen wurden.

Beschließen werden wir das Seminar mit einem Atelierbesuch und einer Diskussion um die Situation der Kunst unserer Tage im Spannungsfeld zwischen Kunstmarkt, Raumnot und kreativem Lebensentwurf.

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung

Hinweise

1. Treffen: 11. April 2019 - 13.30 Uhr - Treffenpunkt: Städel Museum, Schaumainkai 63

Europäische Malerei I: Von van Eyck bis Adam Elsheimer

weitere Termine finden Sie auf Moodle

 

Kirchenrecht

 

97 Theologische Grundlegung und Einführung in die Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft

Meckel

Ü G M4
1 st. - 1.5 LP

Mi 16.15 – 17.50
in der ersten Semesterhälfte
(bis zum 12.06.2019)

 

Was ist Kirchenrecht? Benötigt die Kirche Kirchenrecht? In welchem Verhältnis steht die Kirchenrechtswissenschaft zu anderen theologischen Disziplinen? Welche Rechtsquellen zieht die Kirchenrechtswissenschaft heran? Wie werden kirchenrechtliche Normen begründet? Mit welchen Grundbegriffen arbeitet das Kirchenrecht? Welche Hermeneutik und Methodik ist bei der Auslegung der Rechtsquellen zu beachten? Die Übung beantwortet diese Fragen und führt in die theologische Grundlegung des Kirchenrechts sowie in die Hermeneutik und Methodik der Kirchenrechtswissenschaft ein. Die Anwendung kirchenrechtlicher Normen wird anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis verdeutlicht, sodass zugleich die Relevanz der kirchlichen Rechtsordnung für das Handeln der Kirche deutlich wird.

Literatur

Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015; Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht (LKRR) Bd. 1, hg. v. H. Hallermann - T. Meckel - M. Droege - H. de Wall, Paderborn - München - Wien - Zürich 2019; Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004 [LKStKR]; Krämer, Peter, Braucht die Kirche eine rechtliche Ordnung? Anthropologische Voraussetzungen und theologische Grundlagen des kirchlichen Rechts: TrThZ 2002, 212-225; Meckel, Thomas, Konzil und Codex – Zur Hermeneutik der Kirchenrechtswissenschaft am Beispiel der christifideles laici, Paderborn – München – Wien – Zürich 2017 (KStKR 18); Meckel, Thomas, Art. Communio, Katholisch: LKRR Bd. 1 (2019), 518-520; Meckel, Thomas, Art. Amt, Katholisch: LKRR Bd. 1 (2019), 108-111; Meckel, Thomas, Art. Dienst, Katholisch: LKRR Bd. 1 (2019), 618f.; Meckel, Thomas, Art. Erlaubtheit, Katholisch: LKRR Bd. 1 (2019), 858f.; Pack, Heinz, Methodik der Rechtfindung im staatlichen und kanonischen Recht, Essen 2004 (Beihefte zum Münsterischen Kommentar 38); Riedel-Spangenberger, Ilona, Hermeneutik des Kirchenrechts: LKStKR Bd. 2, 235f.; Riedel-Spangenberger, Ilona, Kirchenrecht II. kath.: LKStKR Bd. 2, 503-505; Witsch, Norbert, Methode, kanonistische: LKStKR Bd. 2, 787f.

Leistungsnachweis

Studienleistung: Hausaufgaben M 4 Klausur

 

98 Das Verfassungsrecht (Volk Gottes) und das Verkündigungsrecht der Kirche

Meckel

V G M10
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.10

 

Die Tria-Munera-Lehre, die Lehre von den drei Diensten Christi des Verkündigens, Heiligens und Leitens steht für die Gliederung der Bücher II bis IV des CIC/1983 Pate. Diese Vorlesung wendet sich dem munus regendi, dem Leitungsdienst, sowie dem munus docendi, dem Verkündigungsdienst der Kirche, und damit den Büchern II und III des CIC/1983 zu. Das zweite Buch des CIC/1983 wird mit der Überschrift „Volk Gottes“ versehen. Damit rezipiert der CIC/1983 einen der zentralen ekklesiologischen Bildbegriffe und gibt mit dieser Überschrift gleichsam das verfassungsrechtliche Programm bzw. Panorama vor. Die Vorlesung widmet sich der Rezeption der Ekklesiologie des II. Vatikanischen Konzils im CIC/1983 und damit der Frage nach der organischen Struktur der Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen sowie der Frage nach der hierarchischen Struktur der Kirche auf den drei verfassungsrechtlichen Ebenen der Gesamtkirche, der Teilkirche und der Pfarrei. In diesem Kontext werden die verschiedenen Ämter und Dienste der Kirche erläutert. Ferner sind von der Verfassungsstruktur der Kirche die Vereinigungsstrukturen zu unterscheiden.

Neben diesem ersten Teil der Vorlesung zum munus regendi der Kirche widmet sich die Vorlesung in ihrem zweiten Teil dem munus docendi. Im Rahmen des Verkündigungsdienstes der Kirche stellen sich insbesondere die Fragen der Verbindlichkeitsgrade lehramtlicher Äußerungen und dem von den Gläubigen erwarteten Gehorsam, der rechtlichen Regelung des Predigtdienstes, der Katechese und des Religionsunterrichts.

 

Literatur

Hallermann, Heribert, Pfarrei und pfarrliche Seelsorge. Ein kirchenrechtliches Handbuch für Studium und Praxis, Paderborn – München – Wien – Zürich 2004 (KStKR 4); Hallermann, Heribert, Ratlos – oder gut beraten? Die Beratung des Diözesanbischofs, Paderborn – München – Wien – Zürich 2010 (KStKR 11); Krämer, Peter, Wer sind die Träger des kirchlichen Verkündigungsdienstes?: Communio in Ecclesiae Mysterio (FS W. Aymans), hg. v. K. Th. Geringer – H. Schmitz, St. Ottilien 2001, 247-267; Meckel, Thomas, Die Herde am Laufen halten. Lebendige Hirtensorge mit dem Kirchenrecht: Menschendiener – Gottesdiener. Anstöße – Ermutigungen – Reflexionen, hg. v. H. Hallermann, Würzburg 2010 (WTh 4), 181-211; Meckel, Thomas, Religionsunterricht im Recht. Perspektiven des katholischen Kirchenrechts und des deutschen Staatskirchenrechts, Paderborn – München – Wien – Zürich 2011 (KStKR 14); Meckel, Thomas, Die Tria-Munera-Lehre in Konzil und Codex: Ius canonicum in communione christifidelium. Festschrift zum 65. Geburtstag von Heribert Hallermann, hg. v. M. Graulich – T. Meckel – M. Pulte, Paderborn – München – Wien – Zürich 2016 (KStKR 23), 115-148; Meckel, Thomas Konzil und Codex – Zur Hermeneutik der Kirchenrechtswissenschaft am Beispiel der christifideles laici, Paderborn – München – Wien – Zürich 2017 (KStKR 18); Ohly, Christoph, Der Dienst am Wort Gottes. Eine rechtssystematische Studie zur Gestalt von Predigt und Katechese im Kanonischen Recht, St. Ottilien 2008 (Münchener Theologische Studien III. Kanonistische Abteilung 63); Riedel-Spangenberger, Ilona, Die Communio als Strukturprinzip der Kirche und ihre Rezeption im CIC/1983: TrThZ 97 (1988), 217-238; Leitungsstrukturen der katholischen Kirche. Kirchenrechtliche Grundlagen und Reformbedarf, hg. v. I. Riedel-Spangenberger, Freiburg – Basel – Wien 2001 (QD 198); Rechtskultur in der Diözese. Grundlagen und Perspektiven, hg. v. I. Riedel-Spangenberger, Freiburg 2006 (QD 219); Witsch, Norbert, Synodalität auf Ebene der Diözese. Die Bestimmungen des universalkirchlichen Rechts der Lateinischen Kirche, Paderborn – München – Wien – Zürich 2004 (KStKR 1).

Leistungsnachweis

M 10 Mdl. Kommissionsprüfung

 

99 Kolloquium zur Vorlesung „Das Verfassungsrecht (Volk Gottes) und das Verkündigungsrecht der Kirche“

Meckel

Koll G M10
1 st.

nach Vereinbarung

 

Das Kolloquium gibt die Möglichkeit, den Stoff der Vorlesung "Das Verfassungsrecht (Volk Gottes) und das Verkündigungsrecht der Kirche" für die Prüfungsvorbereitung zu repetieren und damit zusätzlichen Raum für Fragen und Diskussion.

 

Es findet vsl. mittwochs 13.45h-14.30h statt. Zeit und Ort der ersten Sitzung und der folgenden Sitzungen werden in der Vorlesung (Mi. 9.35-11.10h) bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

 

100 Leitung, Vollmacht, Ämter und Dienste – Zwischen römischer Reform und teilkirchlichen Initiativen

Meckel

Anmeldung bitte bis zum 26.04.2019 per E-Mail an Herrn Prof. Meckel: meckel@sankt-georgen.de

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

30.09.-02.10.2019
in Schloss Hirschberg

Vorbesprechung und weitere Blocktermine nach Vereinbarung

 

Strukturreformen in der katholischen Kirche werden seit Jahren aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln wissenschaftlich und praktisch diskutiert. Papst Franziskus hat seit 2013 universalkirchliche Reformen angestoßen, die z.T. schon rechtlich umgesetzt worden sind. Die demographische Entwicklung fordert auf der Ebene der Teilkirche für die Kirche vor Ort Anpassungen der Strukturen an die Lebenswirklichkeit der Menschen. Dazu gehört auch die Vergewisserung über das, was die Begriffe Leitung, Vollmacht, Amt und Dienst ausmachen. Die Begriffe werden in der Theologie und Kanonistik unterschiedlich verwendet. Daher geht es um eine Klärung, weil alle Reformen in der Kirche eines multidisziplinären Ansatzes bedürfen, um wirklich Perspektiven zu eröffnen, die theologisch und kirchenrechtlich tragfähig sein können.

 

Anmeldung bitte bis zum 26.04.2019 per E-Mail an meckel@sankt-georgen.de. Nach Anmeldeschluss wird ein Vorbesprechungstermin vereinbart.

 

Teilnahme an der wissenschaftlichen Fachtagung „Leitung, Vollmacht, Ämter und Dienste – Zwischen römischer Reform und teilkirchlichen Initiativen“ (30.09.2019, 14.00 Uhr – 02.10.2019, 13.00 Uhr in Schloss Hirschberg, Beilngries/Altmühltal). Auf der Tagung gibt es speziell auf die Studierenden hin konzipierte Elemente.

 

Literatur

Hallermann, Heribert, Mehr als Strukturen. Chancen für Vielfalt und Kooperation: Lebendige Kirche in neuen Strukturen. Herausforderungen und Chancen, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – S. Pfannkuche – M. Pulte, Würzburg 2015 (WTh 11), 31-79; Leitungsstrukturen der katholischen Kirche. Kirchenrechtliche Grundlagen und Reformbedarf, hg. v. I. Riedel-Spangenberger, Freiburg 2002 (QD 198); Platen, Peter, Die Ausübung kirchlicher Leitungsgewalt durch Laien. Rechtssystematische Überlegungen aus der Perspektive des „Handelns durch andere“, Essen 2007 (Beihefte zum Münsterischen Kommentar 47); Rees, Wilhelm, Mitverantwortung von Laien und Leitung einer Pfarrgemeinde. Kirchenrechtliche Anmerkungen in Zeiten eines akuten Priestermangels: Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils in Theologie und Kirchenrecht heute (FS K. Lüdicke), hg. v. D. J. Meier – P. Platen – H. J. F. Reinhardt – F. Sanders, Essen 2008 (Beihefte zum Münsterischen Kommentar 55), 505-537; Gemeindeleitung durch Laien? Internationale Erfahrungen und Erkenntnisse, hg. v. T. Schüller, Regensburg 2011.

Leistungsnachweis

Aktive Mitarbeit und schriftliche Hausarbeit.

 

101 Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

OS
2 st. - 4 LP
 

Das Oberseminar besteht aus zwei Teilen. Zum einen dient es der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten und zum anderen der vertieften Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

Leistungsnachweis

Postgraduale Studierende können durch mündliche Präsentation und schriftliche Hausarbeit einen Leistungsnachweis erwerben.

Hinweise

Teilnahme auf Einladung des Dozenten.

Humanwissenschaften

 

110 Einführung in Pädagogik und Psychologie

Wagener

L G M15
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05
Beginn: 16.04.2019

 

In pädagogisch und psychologisch relevanten Fragen gibt es in der Regel nicht eine einzige anerkannte Position, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher, oft sogar auch entgegengesetzter Ansichten, die alle mit mehr oder weniger guten Gründen vorgetragen werden. Insofern genügt es also nicht, sich einfach einer Ansicht anzuschließen. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Vorstellungen zu prüfen und durch Abwägen der Argumente zu einem eigenen Urteil zu gelangen.

Dazu werden wir uns nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Pädagogik auch mit den (geisteswissenschaftlichen, kritisch-rationalen und konstruktivistischen) Richtungen der Erziehungswissenschaft beschäftigen. Wir werden die Methoden der Erziehungswissenschaft (klassische Hermeneutik, empirische Methode, methodischer Ansatz der Kritischen Erziehungswissenschaft) kennenlernen. Ferner stellt sich die Frage, ob und warum der Mensch auf (religiöse) Erziehung angewiesen ist?

Im Anschluss daran wenden wir uns der Allgemeinen Psychologie zu, wie sie Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen und Denken, Emotionen und Motivationen sowie Sprechen verstehen. Unabdingbar ist die Beschäftigung mit der Entwicklungspsychologie, der Persönlichkeits- und Tiefenpsychologie sowie der Bindungstheorie und der Religionspsychologie.

 

Literatur

Literatur (zum Einstieg) – (siehe auch Semesterapparat):

 

Veronika Brandstätter und Jürgen H. Otto (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psychologie – Motivation und Emotion, Göttingen 2009.

 

Erik H. Erikson, Kindheit und Gesellschaft, Stuttgart 11., veränd. Auflage 1992.

 

Joachim Funke und Peter A. Frensch (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psychologie – Kognition, Göttingen 2006.

 

Bernhard Grom, Religionspsychologie, München 3., vollständig überarbeitete Auflage 2007.

 

H. Gudjons, Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn 2008.

Marcus Hasselhorn, Andreas Gold, Pädagogische Psychologie. Erfolgreiches Lernen und Lehren, Stuttgart 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2013.

 

S. Heine, Grundlagen der Religionspsychologie, Göttingen 2005.

 

K. Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis, Freiburg Schweiz 2002.

 

H.-Chr. Koller, Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft. Eine Einführung, 2009.

 

Ingrid Scharlau, Jean Piaget zur Einführung, Hamburg 3., überarbeitete Auflage 2013.

 

Wolfgang Schneider und Marcus Hasselhorn (Hrsg.), Handbuch der Pädagogischen Psychologie, Göttingen 2008.

Leistungsnachweis

Es kann ein Leistungsnachweis (aktive Teilnahme und benotete Präsentation für Theologiestudierende bzw. aktive Teilnahme und unbenotete Präsentation für Philosophiestudierende) erworben werden.

Griechisch

 

46 Griechische Lektüre

Hühne / Wucherpfennig

SK G
1 st.

nach Vereinbarung

 

Der Lektürekurs gibt eine Einführung in das Lesen und Verstehen der griechischen Paulusbriefe. Dazu werden ausgewählte Abschnitte gelesen.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Nachweis

Hinweise

Termin nach Absprache.

 

53 Übung zur Vorlesung "Konziliengeschichte": Griechische und lateinische Texte zur Konziliengeschichte

Hühne / Arnold

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Prof. Arnold: arnold@sankt-georgen.de

Ü G M17
1 st. - 1.5 LP

Mi 13.30 – 14.15

 

Durch die gemeinsame Übersetzung von altgriechischen und lateinischen Konzilstexte sowie von Texten über Konzilien mit jeweils anschließender Diskussion dient die Übung der Vertiefung des Stoffes der Vorlesung "Konziliengeschichte" und der gezielten Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.

Literatur

siehe bei Vorlesung "Konziliengeschichte"

Leistungsnachweis

Durchgehende aktive Teilnahme an der Übung sowie die Anfertigung eines Essays sind Voraussetzungen für die Anmeldung zur mündlichen Prüfung in M 17.

 

120 Griechisch Ia

Hühne

SK G
3 st.

Mo 13.40 – 16.05

 

Ziel des auf 2 oder wahlweise 3 Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechisch der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil 1a dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. W. Stoy/K. Haag/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 5. Aufl., 2001 (ISBN 978-3-7655-9312-3).

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

121 Griechisch II

Hühne

SK G
5 st.

Mo 10.35 – 12.10
Di 14.30 – 16.55

 

Ziel des Sprachkurses Griechisch II ist es, die Unterrichtsthemen (bes. den Aorist und die Partizipien) der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben, um mit Abschluss des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Die Übungsintensität und -methodik soll durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt und die Lesefähigkeit durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. W. Stoy/K. Haag/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 5. Aufl., 2001 (ISBN 978-3-7655-9312-3).

Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt:

Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, Stuttgart: Dt. Bibelges., 1993, 27. Aufl. od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012,

sowie ein zur Klausur zugelassenes Wörterbuch (Gemoll/Menge/Benseler).

Leistungsnachweis

Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Griechisch (nach § 6, 1 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden.

Latein

 

53 Übung zur Vorlesung "Konziliengeschichte": Griechische und lateinische Texte zur Konziliengeschichte

Hühne / Arnold

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Prof. Arnold: arnold@sankt-georgen.de

Ü G M17
1 st. - 1.5 LP

Mi 13.30 – 14.15

 

Durch die gemeinsame Übersetzung von altgriechischen und lateinischen Konzilstexte sowie von Texten über Konzilien mit jeweils anschließender Diskussion dient die Übung der Vertiefung des Stoffes der Vorlesung "Konziliengeschichte" und der gezielten Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.

Literatur

siehe bei Vorlesung "Konziliengeschichte"

Leistungsnachweis

Durchgehende aktive Teilnahme an der Übung sowie die Anfertigung eines Essays sind Voraussetzungen für die Anmeldung zur mündlichen Prüfung in M 17.

 

122 Latein II

Hühne

SK G
4 st.

Di 09.00 – 12.15

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. In diesem zweiten Teil geht es um die gezielte Einübung komplexer Strukturen der lateinischen Syntax (best. Konstruktionen, Modi, Haupt-/Nebensatzeinteilung u.a.) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte; dafür ist eines der u.g. Wörterbücher notwendig. Ferner werden mit Blick auf die abschließende Prüfung 1-2 Probeklausuren geschrieben.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Wörterbücher von Pons, Langenscheidt oder der „Stowasser“.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 6, 2 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden. Bachelorstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Philosophiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 5, 3 der Bachelorprüfungsordnung) erworben werden.

 

123 Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Mi 14.30 – 16.05

 

Die kursorische Seneca-Lektüre wird in diesem Semester von den "Epistulae Morales" die Epistel 41 (Thema: das Göttliche) abschließen und mit Epistel 26 das Thema "Tod" aufgreifen. Ein weiterer Brief wird im Laufe des Semesters festgelegt.

Literatur

Die zuletzt ausgeteilte Textvorlage (m. sprachlichen Hilfen) ist beim Dozenten auf Anfrage erhältlich; weitere werden in den folgenden Sitzungen ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Hebräisch

 

124 Einführung ins Bibel-Hebräisch

Casagrande

SK G
2 st.

Di 10.35 – 12.10

 

Der zweistündige Kurs führt in die hebräische Laut- und Schriftlehre ein und gibt über das Erlernen grundlegender Formen und Vokabeln einen Einblick in das biblische Hebräisch. Vereinfachte Texte werden gemeinsam gelesen und übersetzt.

Literatur

Die in den Sitzungen ausgegebenen Skripte dienen als Lerngrundlage. Weitere Lernmittel werden in der ersten Lehrveranstaltung vorgestellt.

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird durch Anwesenheit und aktive Teilnahme erbracht.

 

125 Hebräisch II

Casagrande

SK G
3 st.

Mi 13.40 – 16.05

 

Der dreistündige Kurs baut auf dem in Hebräisch I behandelten Stoff auf. Der Fokus liegt auf der Vertiefung der hebräischen Syntax und der Auseinandersetzung mit den sog. Stammesmodifikationen des Verbs, sowie der unregelmäßigen Formenbildung (Verb, Substantiv). Begleitend soll der Grundwortschatz weiter ausgebaut werden. In der Lektüre und Übersetzung hebräischer Texte aus der Biblia Hebraica wird das gewonnene Wissen angewandt und gesichert. Ziel des Kurses ist, dass die Studierenden in der Lage sind, mit üblichen Hilfsmitteln (Wörterbuch, Grammatik) begründete Übersetzungen hebräischer Narrativtexte anzufertigen und der philologischen Argumentation wissenschaftlicher Kommentare folgen zu können.

Literatur

Lambdin, Thomas O., Lehrbuch Bibel-Hebräisch, hg. v. Heinrich von Siebenthal, 8. Aufl. Gießen 2016 [bitte aktuelle Auflage] dazu begleitend Siebenthal, Heinrich von, Bibel-Hebräisch. Lösungs- und Begleitband zum Lehrbuch von Thomas O. Lambdin, 6. Aufl. Gießen 2015 [bitte aktuelle Auflage].

 

Weitere Literatur und Lernmittel werden in der ersten Lehrveranstaltung vorgestellt.

Leistungsnachweis

Gemäß der Sprachprüfungsordnung besteht der Leistungsnachweis aus zwei Teilen: 1. Aus einer 3-stündigen Klausur, in der 18 Zeilen eines mittelschweren Textes aus der Biblia Hebraica zu übersetzen und 10 Formen grammatisch zu bestimmen sind (vgl. §6); 2. Aus einer 15-minütigen, mündlichen Prüfung, in der 10 Zeilen aus der Biblia Hebraica übersetz und in einem Prüfungsgespräch besprochen werden (vgl. §7). Beide Teile werden gleich gewichtet und ergeben die Gesamtnote.

Hinweise

Die Studierenden sollten eine wöchentliche Eigenarbeitszeit von ca. 8h einrechnen, um eine erfolgreiche Teilnahme am Kurs zu gewährleisten.

Sanskrit

 

126 Sanskrit XV

Hühne

SK G
2 st.

Mi 16.15 – 17.50

 

Es soll die bereits angefangene Lektüre der zentralen Textpartie der Chandogya-Upanischad VI, 8-16, das berühmte "Zwiegespräch zwischen Uddalaka Aruni und seinem Sohn Shvetaketu".

Zum Inhalt nach W. Slaje, Upanischaden - Arkanum des Veda: "Letzteres verwendet anschauliche Beispiele, die auf Alltagsbeobachtungen aus Natur und Umwelt beruhen und die zum Teil sogar einfachen Experimentalcharakter tragen. Das Beobachtete kann so durch Wiederholung des Experiments nachgeprüft werden: Eine hylozoistische Emanationslehre, wonach die ganze, sich in ihren vielfältigen Erscheinungen manifestierende Welt Produkt eines Umwandlungsprozesses dreier Emanationen aus einem einzigen, belebten Urstoff ist."

Literatur

Grundlage des Unterrichts ist weiterhin: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0), wobei eine kommentierte Textvorlage sowie ergänzendes Material jeweils während der Sitzungen zur Verfügung gestellt wird.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis ist möglich.

Italienisch

 

127 Italienisch für Anfänger*innen und Fortgeschrittene

Burger

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Burger: CBurgerPiovera@gmx.de

SK G
2 st.

Vorbesprechung:
Fr 12.04.2019, 10.20
Weitere Termine nach Vereinbarung

Anfänger*innen I:
Fr 10.45 – 12.15
Anfänger*innen II (mit Vorkenntnissen):
Fr 09.15 – 10.45
Fortgeschrittene:
Fr 12.15 – 13.45

 

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Leistungsnachweis

Spanisch

 

128 Spanisch für Anfänger*innen und Fortgeschrittene

Arenas

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Arenas: a3arenas@gmx.de

SK G
2 st.

nach Vereinbarung

Anfänger*innen: Do 12.00 - 13.35

Fortgeschrittene: Di 14.30 - 16.05

 

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Leistungsnachweis

Französisch

 

129 Französisch Grund- und Aufbaukurse

Bruchet Collins

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

nach Vereinbarung

Anfänger*innen:
Mi 15.00 - 16.30
Beginn: 17.04.2019

Mittelstufe:
Di 13.00 - 14.30
Beginn: 16.04.2019

 

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Leistungsnachweis

 

130 Französisch Konversationskurs

Bruchet Collins

Anmeldung bitte per E-Mail an Frau Bruchet Collins: janine.collins@t-online.de

SK G
2 st.

Mi 13.30 – 15.00

 

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Leistungsnachweis

Chinesisch

 

132 Mandarin – Einführung in die chinesische Sprache

Zhu

Anmeldung bitte per E-Mail an Herrn Zhu: lateinisch1@gmail.com

SK G
2 st.

Vorbesprechung:
Mi 10.04.2019, 16.05
Weitere Termine nach Vereinbarung

Do 14.00 - 15.30

 

Kurs für Anfänger zur Einführung in das moderne und das klassishce Chinesisch in Wort und Schrift.

Literatur

"Das neue praktische Chinesisch", Verlag: Chinabooks E. Wolf, 3. Auflage (2012), ISBN: 97839058 16006, Preis: 16,60 Euro (broschiert), gebraucht ab 5,95 Euro

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung bei regelmäßiger aktiver Teilnahme

Hinweise

Die Vorbesprechung findet am Mittwoch, 10.04.2019 um 16.05 Uhr im S5 statt.

Deutsch

 

131 Vertiefung der Deutschkenntnisse für das Studium der Theologie und Philosophie

Hopf

Anmeldung bitte bis zum 01.04.2019 per E-Mail an Frau Muth: muth@sankt-georgen.de

SK G
2 st.

Di 18.30 – 20.05

 

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Leistungsnachweis

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

150 Modul IV: Christliche Perspektiven

Specker / Güzelmansur

V/Koll G P13 M23
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.15
Termine:
03.05.2019, 10.05.2019, 24.05.2019, 07.06.2019, 21.06.2019, 05.07.2019,
19.07.2019

 

Der vierte und letzte Teil des Vorlesungszyklus „Islam und christlich-muslimische Begegnung“ beschäftigt sich mit der Geschichte und Gegenwart christlicher Deutungen des Islam. Als Scharnier zu den zuvor erörterten muslimischen Perspektiven auf das Christentum dient ein Blick auf koranische Rezeption biblischer Figuren, die gerade im christlich-islamischen Dialog oft als Bindeglieder herangezogen werden. Sodann werden einige wichtige Epochen in der christlichen Bezugnahme auf den Islam dargestellt, durchaus auch mit Blick auf mögliche Inspirationen für die gegenwärtige Situation. Das Fundament für eine eigenständige Bezugnahme auf den Islam soll weiterhin durch einige ausgewählte Gestalten des 20. Jahrhunderts sowie die Darstellungen der lehramtlichen Texte gelegt werden. Die Gegenwart kommt schließlich durch eine differenzierende Auseinandersetzung mit islamkritischen Haltungen sowie einigen ausgewählten aktuellen Themen in den Blick.

 

 

 

 

 

Literatur

Literatur zur ersten Information:

Ludwig Hagemann: Christentum contra Islam. Eine Geschichte gescheiterter Beziehungen. Darmstadt 1999.

Mathias Rohe, Hava Engin u.a. (Hg.): Handbuch Christentum und Islam in Deutschland. 2 Bd. Freiburg u.a. 2014.

Samir Khalil Samir/ Michaela Koller: Muslime und Christen. Geschichte und Perspektiven einer Nachbarschaft. Augsburg 2011.

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz: Christen und Muslime in Deutschland (Arbeitshilfe 173). Bonn 2003.

Leistungsnachweis

mündliche Prüfung von 15 Minuten bei einzelner Teilnahme nur an dieser Vorlesung (3 CP) im Gesamtprogramm des Zertifikatsstudiums: alle 4 VL + Tutorien + Abschlussarbeit (18 CP)

 

151 Tutorium zum Studienprogramm "Islam und christlich-muslimische Begegnung"

Specker / Güzelmansur

T G P13 M23

Do 09.05.2019, 18.00 – 19.30
Do 06.06.2019, 18.00 – 19.30
Do 04.07.2019, 18.00 – 19.30

 

Vorstellung und Besprechung der Praxisprojekte

Leistungsnachweis

Teilnahme an 2 Tutoriumssitzungen, dabei 1 Vorstellung des Projektstandes