Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Wintersemester 2022)

Einführung / Schlüsselqualifikationen

 

1

Einführung in das Studium der Philosophie und Theologie

Brusky

Ü G M0
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05

 

In der Übung sollen Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt, eingeübt und vertieft, Methoden der Literaturrecherche in Bibliotheken (Sankt Georgen & Goethe Universität) und darüber hinaus eingeübt sowie und weitere theologie- und philosophiespezifische Fähigkeiten erworben werden. Die Vorbereitung von und Feedback zu Referaten, die Erarbeitung von wissenschaftlichen Texten sowie Prüfungsvorbereitungen und das modularisierte Studium werden des Weiteren behandelt. Aus der Übung soll die Fähigkeit zur Selbstevaluation hervorgehen, ob der Besuch weiterer einführender Kurse zeitnah notwendig ist. Außerdem soll für das Studium in Sankt Georgen notwendiges Werkzeug (Lernplattformen etc.) vorgestellt sowie Methoden des Zeitmanagements und Lerntechniken vorgeschlagen werden.

Literatur

Wird in der Übung angegeben bzw. ausgegeben.

Mögliche Auswahl:

Jung, Martin, Einführung in die Theologie, Darmstadt 2004.

Lammers, Katharina; von Stosch, Klaus, Arbeitstechniken Theologie, Paderborn 2014.

Raffelt, Albert, Theologie studieren. Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, Freiburg 72008.

Stubenrauch, Bertram, Theologie studieren, Stuttgart 2018.

 

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung. Erwerb durch aktive Beteiligung, Hausaufgaben, Referat.

 

2

Einführung in die gute wissenschaftliche Praxis

R. Beck

Anmeldung bitte an: beck@iwm.sankt-georgen.de

Ü A
1 st.

Vorbesprechung:
Do 27.10.2022, 16.00
Do 20.10.2022, 16.00
Weitere Termine an zwei Samstagen nach Vereinbarung

 

In diesem Seminar gewinnen Studierende einen Überblick über grundlegende Normen und Werte der Wissenschaft, sowie über Definitionen von „guter wissenschaftlicher Praxis“ und „wissenschaftlichem Fehlverhalten“. Darüber hinaus werden konkrete hochschulinterne und rechtliche Maßnahmen zur Verhinderung von „wissenschaftlichem Fehlverhalten“ kennen gelernt. Anhand der Diskussion von zentralen Konfliktsituationen, die während des Studiums oder der wissenschaftlichen Arbeit auftreten können, wird den Teilnehmenden Raum gegeben, eigene Überzeugungen und Haltungen beim Studieren und wissenschaftlichen Arbeiten zu reflektieren. Als Seminarziel sollen die Teilnehmenden ethische Kompetenzen zum Treffen angemessener Entscheidungen im Studien- und Forschungsalltag erwerben.

Literatur

Wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung Bedingungen: - Die vorbereitende Lektüre der Basisliteratur (Textsammlung über Moodle) - Die Bearbeitung von Übungsaufgaben zum richtigen Zitieren - Die regelmäßige, aktive Teilnahme an der Diskussion während der Sitzungen

Philosophie

 

13

Naturphilosophie

Mutschler

V G P5
2 st. - 3 LP

Mo 15.15 – 17.50
Di 08.45 – 10.20
Termine:
24.10.2022, 25.10.2022, 07.11.2022, 21.11.2022, 05.12.2022, 19.12.2022, 20.12.2022, 09.01.2023, 23.01.2023, 06.02.2023

 

Die verbreitete Meinung lautet: Die Biologie weiss über das Lebendige Bescheid und alles andere sind willkürliche Spekulationen. Es wird sich aber zeigen, dass es so einfach nicht ist, denn die Biologie objektiviert das Lebendige und weiss deshalb nichts von seinem intrinsischen Wert, seiner Moralrelevanz, zur Ästhetik. Zudem ist das Teleologieproblem – entgegen einem verbreiteten Vorurteil – keineswegs gelöst. Dann aber stellt sich erneut die Frage: Wie verhält sich die Teleologie zur Theologie?

Literatur

Auswwahl:

- Dawkins, Richard: Das egoistische Gen, Berlin 1978

- Dupré, John: Processes of Life. Essays in the Philosophy of Biology, New York 2012

- Engels, Eva-Maria: Die Teleologie des Lebendigen, Berlin 1982

- Habermas, Jürgen: Zwischen Naturalismus und Religion, Frankfurt 2005

- Losch, Andreas (Ed.): What is Life? Cambridge 2017

- Müller, Klaus: Gott erkennen. Das Abenteuer der Gottesbeweise, Regensburg 2001

- Mutschler, Hans-Dieter: Halbierte Wirklichkeit. Warum der Materialismus die Welt nicht erklärt, Darmstadt 2014

- Nagel, Thomas: Mind and Kosmos. Why the Materialist Neo-Darwinian Conception of Nature Is almost Certainly False, Oxford 2012

- Rehmann-Sutter, Christoph: Leben beschreiben. Über Handlungszusammenhänge in der Biologie, Würzburg 1996

- Wilson, Edward O.: Sociobiology: the new Synthesis, Cambridge Mass. 1977

Eine umfangreichere Literaturliste wird in Georgius zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis

Kommissionsprüfung zusammen mit Philosophischer Anthropologie Voraussetzung: erfolgreiche Teilnahme an den Kolloquien Naturphilosophie und Philosophische Anthropologie

 

14

Kolloquium zur Vorlesung „Naturphilosophie“

Mutschler

Koll G P5
1 st. - 2 LP

Di 08.45 – 10.20
Termine:
08.11.2022, 22.11.2022, 06.12.2022, 10.01.2023, 24.01.2023, 07.02.2023

 

siehe unter Vorlesung Naturphilosophie

Literatur

siehe unter Vorlesung Naturphilosophie

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (unbenotet)

 

16

Emmanuel Lévinas. Die Spur des Unendlichen

Schroffner

HS P12 M15 M23
2 st. - 6 LP (P12) / 4 LP (M15 M23)

Mo 16.15 – 17.50

 

Die Lehrveranstaltung ist als Lektüreseminar konzipiert. Sie will mit Hilfe ausgewählter Texte zentrale Themen des Denkens von Emmanuel Levinas (1906-95) erschließen und an geeigneter Stelle mit theologischen Fragestellungen ins Gespräch bringen. Ausgehend von Die Thora mehr lieben als Gott (1955) sollen anhand einiger Passagen aus den beiden Hauptwerken Totalität und Unendlichkeit (1961) und Jenseits des Seins oder anders als Sein geschieht (1974), aber auch unter Einbeziehung kleinerer philosophischer Schriften, wichtiger Begriffe wie Angesicht des Anderen / Alterität, Unendliches / Transzendenz / Illeität, Zeit / Diachronie, Sagen / Gesagtes, Spur und Zeugnis in ihrem größeren Bedeutungszusammenhang vorgestellt und diskutiert werden. Neben explizit philosophischen Texten wird an einzelnen Stellen auch auf Talmud-Auslegungen oder auf Texte über das Judentum verwiesen. Eine kritische Konfrontation mit Karl Rahners (1904-84) Verständnis von Geheimnis sowie mit seinen Überlegungen zur Einheit von Gottes- und Nächstenliebe soll das Seminar abrunden, indem Herausforderungen für die christliche Theologie benannt und mögliche Brücken aufgezeigt werden.

Literatur

Bernhard Casper: Angesichts des Anderen. Emmanuel Levinas – Elemente seines Denkens, Paderborn 2009.

Cathrine Chalier: La trace de l’infini. Emmanuel Levinas et la source hébraïque, Paris 2002.

Norbert Fischer / Jakob Sirovátka (Hg.): Die Gottesfrage in der Philosophie von Emmanuel Levinas, Hamburg 2013.

Michael L. Morgan.: Discovering Levinas, Cambridge 2007.

Michael Purcell: Mystery and method: the other in Rahner and Levinas (MaST 15), Milwaukee; WI 1998.

Werner Stegmaier: Emmanuel Levinas zur Einführung, Hamburg 32019.

Magdalene Thomassen: Traces de Dieu dans la philosophie d‘Emmanuel Levinas, Paris 2017.

 

Die Texte für die jeweiligen Seminarsitzungen werden in deutscher Übersetzung via Moodle zur Verfügung gestellt. Weitere Literaturhinweise werden zu Beginn der Lehrveranstaltung gegeben.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

17

Metaphysik

Wiertz

V G M7
2 st. - 4.5 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Lange Zeit galten Ontologie und Metaphysik als obsolet und immer noch kursiert die Rede vom postmetaphysischen Zeitalter. Näher an der Wahrheit dürfte aber H.L. Ollig SJ Diagnos von 2009 sein, dass"die These von dem absehbaren oder bereits eingetretenen Ende der Metaphysik ... heute nicht mehr univosono vertreten wird." Aber um was geht es überhaupt in der Metaphysik? Gemäß der üblichen Bestimmung beschäftigt sich Metaphysik mit den allgemeinsten und grundlegenden Strukturen der Wirklichkeit. Daher ist die Metaphysik auch relevant für die Frage nach Gott als der alles bestimmenden Wirklichkeit und umgekehrt. In der Vorlesung soll in einem ersten Schritt die Legitimität und Unverzichtbarkeit von Metaphysik auch unter den Bedingungen der Moderne verteidigt werden. In einem zweiten Schritt wird eine bestimmte Richtung der Metaphysik, der sogenannte neoaristotelische Ansatz, vorgestellt und werden zentrale theologierelevante Fragen und Begriffe der Metaphysik erörtert. Auf dieser Grundlage wird in einem letzten Schritt für die Unverzichtbarkeit der Metaphysik für eine rationale Darlegung und Rechtfertigung der christlichen Gotteslehre argunmentiert, was am Beispiel der Diskussion der Trinitätslehre in der analytischen Religionsphilosophie/Theologie illustriert wird.

Literatur

J.W. Carroll/N. Markosian: An Introduction to Metaphysics, Cambridge 2010.

 

D. Chalmers/D. Manley/R. Wasserman (Hg.), Metametaphysics, Oxford 2009.

 

F. Correira/B. Schnieder (Hg.), Metaphysical Grounding. Understanding the Structure of Reality, Cambridge 2012.

 

C. Kanzian: Ding – Substanz – Person. Eine Alltagsontologie, Frankfurt/M. 2009.

 

C. Kanzian: Wie Dinge sind. Noch eine Alltagsontologie. Berlin/Boston 2016.

 

C. Kanzian: Alltagsontologie. Eine metaontologische Grundlegung, Innsbruck 2020.

 

M. Loux: Metaphysics. A Contemporary Introduction, London 2006.

 

E.J. Lowe: The Possibility of Metaphysics. Substance, Identity and Time, Oxford 2001.

 

T. McCall/M.C. Rea (Hg.): Philosophical & Theological Essays on the Trinity, Oxford 2009.

 

U. Meixner: Einführung in die Ontologie, Darmstadt 2011.

 

S. Mumford: Metaphysics. A Very Short Introduction, Oxford 2012.

 

D.S. Oderberg: Real Essentialism, New YOrk, London 2007.

 

C. Rapp: Metaphysik. Eine Einführung, München 2016.

 

L. Rudder-Baker: The Metaphysics of Everyday Life. An Essay in Practical Realism, Cambridge 2009.

 

E. Runggaldier/C. Kanzian: Grundprobleme der Analytischen Ontologie, Paderborn 1998.

 

T. Schärtl/B.P. Göcke (Hg.), Realismus und Antirealismus in der Theologie. Sonderheft, ZTP 1/144 (2022).

 

B. Schnieder: Substanzen und (ihre) Eigenschaften. Eine Studie zur analytischen Ontologie, Berlin 2004.

 

M. Schrenk (Hg.): Handbuch Metaphysik, Stuttgart 2017.

 

T.E. Tahko: Contemporary Aristotelian Metaphysics, Cambridge 2012.

 

T.E. Tahko: An Introduction to Metametaphysics, Cambridge 2015.

 

S. Wendel/M. Breul: Vernünftig glauben - begründet hoffen. Praktische Metaphysik als Denkform rationaler Theologie, Freiburg/Br. 2020.

 

D. Wiggins, Sameness and Substance Renewed, Cambridge 2001.

Leistungsnachweis

Teil der Kommissionsprüfung in M 7. Teil der Modulprüfung P 4.

 

43

Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Das Kolloquium soll zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Hierzu sind auch zahlreiche philosophische Fragen anzusprechen; nicht zuletzt geht es um die Verhältnisbestimmung von Philosophie und Theologie. Dazu werden wir Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

 

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung sehr empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Durch semesterbegleitende Hausaufgaben und aktive Mitarbeit kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium erworben werden.

Einleitung in die Heilige Schrift

 

20

Biblische Einleitungswissenschaften I

Peetz

V G M1
2 st. - 3 LP

Do 10.35 – 12.10

 

Die alttestamentlichen Bücher erzählen die Geschichte des Volkes Israel, angefangen von seiner Entstehung, über seine „Staatswerdung“, bis hin zu seiner Exilierung und schließlich seiner Neuetablierung in nachexilischer Zeit.

 

Die Lehrveranstaltung reflektiert, diskutiert und hinterfragt die biblischen Darstellungen vor dem Hintergrund archäologischer Funde und außerbiblischer Textquellen. Dabei geht es einerseits um eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit biblischen Texten, andererseits darum, für die Eigenart biblischer Literatur zu sensibilisieren.

 

Nach einem Überblick zur Heiligen Schrift, der sich mit Aufbau und Hermeneutik des jüdischen wie des christlichen Bibelkanons befasst, wenden wir uns in chronologischer Abfolge den einzelnen Epochen der Geschichte Israels zu.

Literatur

Lehrbuch:

Das biblische Israel. Geschichte – Archäologie – Geographie, 2. überarbeitete Auflage, Freiburg 2021.

 

Hilfsmittel:

Manfred Weippert u.a., Historisches Textbuch zum Alten Testament (= HTAT), GAT 10, Göttingen 2010.

 

Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

21

Methoden biblischer Exegese

Roth

ProS M1
1 st. - 3 LP

Do 16.15 – 17.00

 

Das Proseminar führt in die Methoden der biblischen Exegese, also der Auslegung der Heiligen Schrift, ein. In jeder Sitzung wird eine Methode vorgestellt. Diese wird in der anschließend angebotenen freiwilligen Übung oder im eigenständigen Selbststudium eingeübt, und zwar anhand eines alttestamentlichen oder eines neutestamentlichen Textbeispiels. Die dabei gesammelten Erkenntnisse werden in der folgenden Sitzung zusammengetragen und diskutiert. Das Proseminar verfolgt das Ziel, die verschiedenen Methoden der historisch-kritischen Exegese und weitere mögliche Formen der Exegese kennenzulernen, diese eigenständig auf biblische Texte anwenden, exegetische Literatur kritisch rezipieren sowie biblische Auslegungen anderer Personen einordnen, hinterfragen und theologisch verantwortungsvoll verarbeiten zu können. Diese Kompetenzen bilden die Grundlage und Voraussetzung für alle weiteren exegetischen Lehrveranstaltungen, für einen fundierten Rückgriff auf die Heilige Schrift in den weiteren theologischen Fachdisziplinen, für eine bibelorientierte Homiletik sowie eine fundierte Bibelpastoral.

Literatur

Hieke, Thomas/Schöning, Benedict, Methoden alttestamentlicher Exegese. Darmstadt 2017.

Becker, Uwe, Exegese des Alten Testaments. 5. überarbeitete Auflage. Tübingen 2021.

Kreuzer, Siegfried/Vieweger, Dieter u.a., Proseminar Altes Testament. Ein Arbeitsbuch. 3. Auflage. Stuttgart 2019.

Utzschneider, Helmut/Nitsche, Stefan Ark, Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments. 4., vollständig überarbeitete und ergänzte Auflage. Gütersloh 2014.

Ebner, Martin/Heininger, Martin, Exegese des Neuen Testaments. 3. Auflage. Paderborn 2015.

Söding, Thomas; Münch, Christian, Kleine Methodenlehre zum Neuen Testament. Freiburg 2005.

Weitere Literatur wird im Proseminar bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Hausaufgaben Für den Leistungsnachweis ist jede Woche die jeweils erlernte Methode eigenständig auf einen ausgewählten Bibeltext anzuwenden. Diese Hausaufgabe ist in schriftlicher Form über die Lernplattform Moodle einzureichen. Aus diesen Aufgaben ergibt sich der Leistungsnachweis: Bestanden oder nicht bestanden. Durch die semesterbegleitenden Aufgaben wird der unbenotete Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben. Bei Proseminaren gilt eine Anwesenheitspflicht.

Hinweise

Zu jeder Sitzung, also auch zur ersten, ist eine beliebige Ausgabe der Heiligen Schrift (Komplettausgabe) mitzubringen.

 

22

Übung zum Proseminar „Methoden biblischer Exegese“

Roth

Ü M1
1 st.

Do 17.05 – 17.50

 

Die Übung, deren Teilnahme freiwillig ist, gibt den Studierenden die Möglichkeit, gemeinsam die zuvor im Proseminar vorgestellte Methode anhand ausgewählter Textbeispiele anzuwenden. Das Ziel hierbei ist, sowohl Möglichkeiten als auch Grenzen der Methoden und Zugänge anhand der eigenen Praxis reflektieren zu können. Dadurch werden die Studierenden zu einem kompetenten Umgang mit der Heiligen Schrift sowie mit exegetischer Literatur angeleitet. In der Übung erhalten die Studierenden Hilfestellungen und Ratschläge für die Studienleistungen, die im Proseminar selbstständig erbracht werden sollen.

Literatur

siehe Nr. 21 Proseminar „Methoden biblischer Exegese“

Leistungsnachweis

Exegese des Alten Testaments

 

24

David (1Sam 23 -  2Sam 1)

Böhler


 

HS M16
2 st. - 4 LP

Di 10.35 – 12.10

 

Die Figur Davids ist neben Mose und Abraham die wichtigste im AT. Da sich der Messias als "Sohn Davids" versteht, ist das Davidbild der Bibel auch von höchster christologischer Bedeutung. Sehr kunstvoll werden die Charaktere von David und Saul, Jonatan und anderen Figuren dargestellt: Liebe, Hass, Eifersucht - und Davids einzigartige Gottesbeziehung. Die Samuelbücher zählen zur besten Erzählprosa der Bibel und sind sozusagen das Prosa-Pendant zu den poetischen Psalmen. Das Seminar gleicht den Psalmenübungen. Die Teilnehmer bereiten für jede Sitzung einen Text aus 1 Sam vor (Gliederung und Strukturierung). Es gibt keine Seminararbeit.

Literatur

Walter Dietrich, 1 Sam, BK, Neukirchen-Vluyn 2003-2017.

Schim'on Bar-Efrat, Das Erste Buch Samuel, Stuttgart 2007.

Leistungsnachweis

benotete Seminarbestätigung zu M 16 "Narrativa"

Hinweise

Hebraicum erforderlich.

Wer das Hebraicum gerade macht, kann auch schon zugelassen werden.

Exegese des Neuen Testaments

 

26

Gott in der Bibel

Wucherpfennig

V G M7
2 st. - 3 LP

Di 08.45 – 10.20

 

Die Vorlesung leistet einen biblischen Beitrag zur Gotteslehre in Modul 7. Der Inhalt der Vorlesung folgt den folgenden vier Thesen, die auch in der Modulprüfung vorausgesetzt werden:

 

1) Die Bibel kennt verschiedene Bezeichnungen für Gott als Gegenüber des christlichen Glaubens. Unter ihnen zeichnet sich der Name Gottes besonders aus. Die Bedeutung und innerbiblische Interpretation seines Namens verweist auf Gottes dynamisches Sein. Gleichzeitig steht Gottes Name für ein Wesen, das die Zuordnung zu einem Geschlecht transzendiert.

 

2) Gott ist in der Bibel eine den gesamten biblischen Kanon umfassende Erzählfigur (gegen Markion). Als Erzählfigur trägt Gott anthropomorphe Züge, die gewöhnlich im Dienst der Interaktion mit seiner Schöpfung stehen. Die Frage, ob Gott einen Körper hat und wie dieser beschaffen ist, bleibt in den biblischen Schriften offen.

 

3) In der Sinai-Offenbarung beschreiben fünf Eigenschaften Gottes Wesen (Ex 34,6), unter denen Gottes Allmacht nicht genannt ist. Gottes Handeln begrenzt die Unheilssphäre menschlicher Schuld, setzt aber keine zeitliche Grenze für seine Liebe (Ex 34,7). Diese Offenbarung von Gottes Wesen wird in der jüdischen Bibel, in der neutestamentlichen Charakterisierung Jesu und im Koran unterschiedlich rezipiert.

 

4) Das Neue Testament spricht von Jesus als Kyrios, als Weisheit und Logos Gottes. Damit führt es biblische und frühjüdische Ansätze zu einer strukturierten Unterscheidung in Gott weiter. Die Offenbarung des Johannes entwickelt daraus erste Ansätze eines trinitarischen Sprechens von Gott: Der war, der ist und der kommen wird, das Lamm, und der siebenfältige Geist bilden eine trinär strukturierte Einheit in Gott.

 

Zur Begründung der Thesen werden alt- und neutestamentliche Texte mit der Vielfalt exegetischer Methodik untersucht und dargestellt.

Für das Verstehen des Zusammenhangs des Moduls zur Gotteslehre mit den anderen beteiligten Stoffen aus Philosophie, Fundamentaltheologie und Dogmatik empfiehlt sich ein semesterbegleitender Arbeitskreis wie auch das Führen eines Lerntagebuchs.

Literatur

Richard Bauckham, Who Is God? Key Moments of Biblical Revelation, Acadia Studies in Bible and Theology

Grand Rapids: Baker Academic, 2020.

 

Reinhard Feldmeier/Hermann Spieckermann, Der Gott der Lebendigen: eine biblische Gotteslehre, Tübingen: Mohr Siebeck, 2011.

 

Frankemölle, Hubert, Gott glauben - jüdisch, christlich, muslimisch, Freiburg/Basel/Wien: Herder 2021.

 

Mark Sameth, The Name: A History of the Dual-Gendered Hebrew

Name for God, Eugene, OR: Wipf & Stock, 2020.

 

Wagner, Andreas, Gottes Körper: Zur alttestamentlichen Vorstellung der Menschengestaltigkeit Gottes, Gütersloh: Gütersloher Verl.-Haus, 2010.

 

 

 

 

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 7: Mündliche Kommissionsprüfung mit je 2 Prüfern aus den Modulfächern Exegese, Dogmatik, Fundamentaltheologie, Philosophie.

 

27

Fußwaschung und Abschiedsreden (Joh 13-15)

Wucherpfennig

V G M16
2 st. - 4 LP

Fr 08.45 – 10.20

 

Die Kapitel Joh 13-15 umfassen das Mahl und die erste und zweite Abschiedsrede Jesu. Das Mahl, das Liebesgebot, der Abschied Jesu und sein bevorstehender Tod sind zentrale Themen dieses Abschnitts im Evangelium.

In der Liturgie werden die Abschiedsreden Jesu nach Johannes an den Wochentagen in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten gelesen, in einigen monastischen Traditionen auch zusammenhängend am Abend des Gründonnerstags.

Die Vorlesung widmet sich der Auslegung dieser Reden Jesu. Dabei wird der Text mit literaturwissenschaftlichen Methoden ausgelegt.

Literatur

(in Auswahl)

G. M. Behler, Les Paroles d’Adieux du Seigneur (S. Jean), Lectio Divina 27, Paris 1960.

 

Johannes Beutler, Habt keine Angst. Die erste johanneische Abschiedsrede (Joh 14), SBS 116, Stuttgart 1984.

 

Ders., Das Johannesevangelium: Kommentar, 2., durchgesehene Auflage, Freiburg/Basel/Wien: Herder 2016

 

George L. Parsenios, Departure and Consolation. The Johannine Farewell Discourses in Light of Greco-Roman-Literature, SNT 117, Leiden u.a. 2005.

 

Hans-Ulrich Weidemann, Der Tod Jesu im Johannesevangelium: die erste Abschiedsrede als Schlüsseltext für den Passions- und Osterbericht, BZNW 122, Berlin 2004.

Leistungsnachweis

Teil von Modul 16 Exegese NT: Johanneische Schriften.

Hinweise

Die Prüfung setzt die Kenntnis der griechischen Texte voraus. Daher empfiehlt sich die Teilnahme am Lektürekurs.

 

28

Griechische Texte im Johannesevangelium (begleitend zur Vorlesung)

Wucherpfennig

L G M16
1 st.

Termine nach Vereinbarung

 

Im Lektürekurs werden die griechischen Texte, die in der VL Fußwaschung und Abschiedsreden Joh 13-15 behandelt werden übersetzt. Da die Vertrautheit mit dem griechischen Text Voraussetzung der Prüfung ist, empfiehlt sich die Teilnahme am Lektürekurs.

Leistungsnachweis

Teilnahmenachweis.

Hinweise

Terminabsprache: Nach der ersten Vorlesung am 21.10. um 10.20 im Hörsaal.

 

29

Forschungskollegium / Oberseminar

Wucherpfennig

OS G

Forschungskollegium:
14täglich
Termine nach Absprache

Gemeinsame Oberseminar-Block-veranstaltung mit der Biblischen Theologie der Universität Kassel (Prof. Ilse Müllner)
Do 19.01.2023
Fr 20.01.2023

Gemeinsamer Oberseminartag mit den Universitäten Gießen und Mainz:
Sa 03.12.2022, 10.00 – 16.00

 

Titel: Die Tora in ihrer Bedeutung für die christliche Ethik

Wie immer dient das Forschungskolloquium zuallererst der Vorstellung und Diskussion aktueller Qualifikationsarbeiten und Projekte. Als thematischen Schwerpunkt werden wir in diesem Wintersemester die Tora in ihrer Bedeutung für die christliche Ethik behandeln. Dabei geht es vor allem um die innerbiblische Entwicklung des Begriffs Tora in seiner Bandbreite von elterlicher/priesterlicher/prophetischer Weisung, einzelnen Geboten und Gesetzen, der schriftlichen Mose-Tora bis hin zur unterschiedlichen Rede von „dem Gesetz“ im Neuen Testament. Wir werden sowohl an alt- als auch an neutestamentlichen Texten arbeiten und dazu mit dem alttestamentlichen Forschungskollegium aus Kassel von Prof. Dr. Ilse Müllner zusammenarbeiten (19./20.01.). Eine interdisziplinäre Tagung zur Tora mit international anerkannten Wissenschaftler*innen in Frankfurt am 18. Und 19.03. 2023 schließt das Forschungskolloquium ab. Weitere Termine folgen in Absprache im Oktober nach Beginn der Lehrveranstaltungen.

 

Literatur

Literatur zur Einführung

 

Krauter, Stefan, Art.: Gesetz / Tora (NT). In: WiBiLex. Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet 2013. www.bibelwissenschaft.de/stichwort/48920/

Oswald, Wolfgang, Art.: Tora (AT). In: WiBiLex. Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet 2016. www.bibelwissenschaft.de/stichwort/200199/

 

Leistungsnachweis

Nach Absprache kann ein Seminarschein in Exegese Neues Testament in M 16 erlangt werden.

Kirchengeschichte

 

30

Einführung in die Alte Kirchengeschichte

J. Arnold

V G M2
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.20
bis 16.11.2022

 

In der Vorlesung werden folgende Themen-Bereiche behandelt:

 

(I) Christen und Nichtchristen in den ersten Jahrhunderten (Frühe Kirche und Judentum: Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen / frühe Kirche und pagane Umwelt: unterschiedliches Religionsverständnis und Inkulturation);

 

(II) Frühe Kirche und weltliche Herrschaft (Kaiserliche Religionspolitik; Christentum als Minderheitsreligion, als religio licita, als Staatsreligion);

 

(III) Zentrale Aspekte der Theologiegeschichte der ersten Jahrhunderte (Die frühe Kirche und ihr Verhältnis zur Heterodoxie; das Erste Konzil von Nikaia).

 

Literatur

Ernst Dassmann, Kirchengeschichte I: Ausbreitung, Leben und Lehre der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten, 3. durchges. Auflage, Stuttgart u.a. 2012.

 

Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, 3. Auflage, München 2016.

 

Andreas Weckwerth, Leitfaden Studium Alte Kirchengeschichte. Praktische Einführung in den Umgang mit spätantiken kirchenhistorischen Quellen, Bonn/Mainz 2015.

(https://www.blogs.uni-mainz.de/fb01-akg/files/2010/12/Leitfaden-Studium-Alte-Kirchengeschichte.pdf)

 

Leistungsnachweis

M2 Mündliche Prüfung (20 Minuten), zusammen mit Einführung in die Mittlere/Neue Kirchengeschichte.

 

32

Methoden der Kirchengeschichte: Die Hagiographie

Sorrentino

ProS M2
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.50

 

Das Proseminar „Methoden der Kirchengeschichte“ richtet sich an Studierende am Anfang ihres Studiums. Es gehört zu den propädeutischen Veranstaltungen im Fach Kirchengeschichte und verfolgt das Ziel, den Teilnehmenden das für die kirchenhistorische Arbeit nötige Instrumentarium zu vermitteln.

Zu Beginn werden Gegenstand und Ziele des Fachs Kirchengeschichte innerhalb der theologischen Disziplinen betrachtet und seine Untersuchungsmethoden vorgestellt.

Das spezifische Thema „Hagiographie“ bietet sodann die Möglichkeit, diese Methoden anhand konkreter Beispiele einzuüben. Unter dem Begriff „Hagiographie“ versteht man einerseits die schriftlichen und nicht-schriftlichen Werke, die dem Leben und den Taten von Heiligen gewidmet sind, und andererseits die Disziplin, die diese wissenschaftlich erforscht. Die Vermittlung des Lebens der Heiligen ist ein epochenübergreifendes Phänomen, das in der Antike entsteht, seine Blütezeit im Mittelalter erlebt und mit wichtigen Neuerungen in der Neuzeit bis heute fortgesetzt wird. Die Viten der Heiligen werden nicht nur durch literarische Texte erzählt, sondern auch durch viele andere Mittel (z. B. Inschriften, Bilder, Denkmäler, Kalender usw.) verbreitet.

Dank der Vielfalt und dem Umfang des hagiographischen Materials ist es besonders faszinierend, sich mit den wichtigsten Methodenschritten der kirchenhistorischen Arbeit (Auffindung, Prüfung und Interpretation der Quellen, Darstellung der Resultate hinsichtlich einer gewählten Fragestellung) konkret zu beschäftigen.

Anhand dieses Themas kann man des Weiteren die bedeutendsten Etappen der Geschichte der Kirche und des Christentums nachverfolgen und darüber hinaus die zentralen Fragestellungen behandeln, mit denen sich Kirchenhistoriker*innen auseinandersetzen.

Literatur

Markschies, Christoph: Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995.

Möller, Lenelotte/Ammerich, Hans: Einführung in das Studium der Kirchengeschichte, Darmstadt 2014.

von der Nahmer, Dieter: Die lateinische Heiligenvita. Eine Einführung in die lateinische Hagiographie, Darmstadt 1994.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

33

Origenes, Gegen Kelsos

J. Arnold

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Do 16.15 – 17.50

 

Origenes (ca. 185–253 n. Chr.) setzt sich in seinem großen apologetischen Spätwerk Contra Celsum mit dem Alethes Logos des philosophisch gebildeten Heiden Celsus auseinander. Dieser hatte versucht, sowohl Judentum als auch Christentum argumentativ sowie mit Mitteln der Satire und Polemik ad absurdum zu führen und die ‚Einsichtigeren‘ unter den Christen zur Vernunft ‒ genauer: zur platonischen Philosophie ‒ und zur Loyalität gegenüber dem Kaiser zu bringen. Origenes greift jeden Einwand des paganen Autors auf, um ihn seinerseits mit Hilfe philosophischer und religionsgeschichtlicher Argumente sowie allegorischer Bibelinterpretation zu widerlegen.

Der Alethes Logos ist das älteste in größerem Umfang erhaltene Werk eines paganen Autors, das explizit und ausführlich auf das frühe Christentum eingeht, Contra Celsum ein Beispiel für die Auseinandersetzung eines christlichen Theologen des 3. Jahrhunderts, der selbst vom Platonismus beeinflusst ist, mit der paganen Philosophie seiner Zeit.

 

Literatur

Einführend zum ‚Alethes Logos‘ des Celsus:

 

Die ‚Wahre Lehre‘ des Kelsos. Übersetzt und erklärt von Horacio E. Lona (Kommentar zu frühchristlichen Apologeten. Ergänzungsband 1), Freiburg u. a. 2005.

 

Johannes Arnold, Der ‚Wahre Logos‘ des Kelsos. Eine Strukturanalyse (Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsband 39), Münster 2016.

 

Celsus in his World. Philosophy, Polemic, and Religion in the Second Century. Hg. v. James Carleton Paget und Simon Gathercole, Cambridge 2022.

 

 

Einführend zu Origenesʼ ‚Contra Celsum‘:

 

Origenes, Contra Celsum. Gegen Celsus. Griechisch-deutsch. Eingeleitet und kommentiert von Michael Fiedrowicz. Übersetzt von Claudia Barthold. 5 Teilbände (Fontes christiani 50/1-5), Freiburg i. Br. 2011/12 (v. a. die Einleitung, Teilband 1, S. 9-122; ebd. 136-179: Bibliographie).

 

Discorsi di verità. Paganesimo, giudaismo e cristianesimo a confronto nel Contro Celso di Origene. Atti del II Convegno del Gruppo Italiano di Ricerca su ‚Origene e la Tradizione Alessandrina‘. Hg. v. Lorenzo Perrone, Rom 1998.

 

Leistungsnachweis

Durch das wöchentliche Einreichen schriftlicher Aufgaben (Übersetzung, Textanalyse, Beantwortung von Fragen zu Primär- und Sekundärliteratur), regelmäßige mündliche Mitarbeit und Anfertigung einer Seminararbeit kann ein Leistungsnachweis für ein Hauptseminar in Alter Kirchengeschichte erworben werden.

Hinweise

Grundkenntnisse des Altgriechischen werden vorausgesetzt.

 

Um Anmeldung wird gebeten unter arnold@sankt-georgen.de

 

Fundamentaltheologie

 

40

Theologische Erkenntnislehre

Löffler

V G M3
2 st. - 3 LP

Fr 10.35 – 12.10

 

Die Vorlesung geht der Frage nach, wie die Theologie zu ihrer Erkenntnis kommt. Dazu gilt es einerseits zu klären, in welchem Verhältnis Offenbarung, Glaube und Vernunft zueinander stehen, und andererseits aufzuzeigen, wie die kirchlichen Bezeugungsinstanzen des Wortes Gottes (Heilige Schrift, Tradition, Lehramt, Theologie, Glaubenssinn der Gläubigen etc.) Gottes (v)ergangenes Offenbarungswort so vermitteln, dass es auch heute noch authentisch vernommen und im Glauben angenommen werden kann.

Literatur

WOLFGANG BEINERT, Theologische Erkenntnislehre, in: Ders. (Hg.), Glaubenszugänge. Lehrbuch der katholischen Dogmatik, Bd.1. Paderborn 1995, 47-187.

WOLFGANG BEINERT, Kann man dem Glauben trauen? Grundlagen theologischer Erkenntnis. Regensburg 2004.

CHRISTOPH BÖTTIGHEIMER, Lehrbuch der Fundamentaltheologie. Freiburg 2009, 21-164.

HELMUT GABEL, Inspiriert und inspirierend - die Bibel. Würzburg 2011.

DONATH HERCSIK, Die Grundlagen unseres Glaubens. Eine theologische Prinzipienlehre. Münster 2005.

HANS-JOACHIM HÖHN, Praxis des Evangeliums, Partituren des Glaubens. Wege theologischer Erkenntnis. Würzburg 2015.

PETER HÜNERMANN, Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube - Überlieferung - Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen. Münster 2003.

WALTER KERN ET AL. (Hg.), Handbuch der Fundamentaltheologie, Bd. 4 (Traktat Theologische Erkenntnislehre). Tübingen – Basel (2. Aufl.) 2000.

WALTER KERN & FRANZ-JOSEF NIEMANN, Theologische Erkenntnislehre. Düsseldorf 1981.

BERNHARD KÖRNER, Orte des Glaubens - loci theologici. Würzburg 2014.

THOMAS SCHÄRTL, Glaubens-Überzeugung. Philosophische Bemerkungen zu einer Erkenntnistheorie des christlichen Glaubens. Münster 2007.

MICHAEL SEEWALD, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln. Freiburg 2018.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

41

Religionskritik

Specker

V G M7
1 st. - 3 LP

Di 10.35 – 12.10
ab 13.12.2022

 

Was so eingängig über die Lippen geht, ist auf den zweiten Blick eine paradoxe Formulierung: Der eine Gott - wenn es wirklich nur einen Gott gibt, braucht er eigentlich nicht mit dem Artikel näher bestimmt und damit unterscheidend hervorgehoben zu werden. Doch zugleich zieht der eine Gott auch Differenzen ein. So unterscheidet der Bezug auf den einen Gott die theistischen Religionen von nicht-theistischen Religionen oder einem säkularen Humanismus. Und auch innerhalb der theistischen Religionen verbindet der Bezug auf den einen Gott diese genauso wie er sie trennt, hat die Besonderheit des Gottesverständnisses doch einen großen Anteil am jeweiligen Spezifikum von Christentum, Judentum und Islam. Schließlich ist der eine Gott auch der Kernpunkt ernsthafter Religionskritik, die sich nicht allein auf moralische Verfehlungen und rein historische Ausprägungen stützt. Dabei kann die Religionskritik sowohl affirmativ Bezug auf den einen Gott nehmen und ihn als kritischen Bezugspunkte gegen unaufgeklärte religiöse Gottesvorstellungen wenden als auch die Vorstellung des einen Gottes selbst als gewaltaffin und hinderlich zur Entwicklung individueller Autonomie kritisch in den Blick nehmen. Der Begriff des Monotheismus verbindet also die Themenfelder der Gotteslehre, der Religionskritik und der interreligiösen Beziehungen. Zugleich macht er im Blick auf das Vorlesungsthema der Religionskritik deutlich, dass und wie Religionskritik zwischen einer außerreligiösen, einer innerreligiösen und einer interreligiösen Perspektive changiert. Diesen Überlagerungen und Verflechtungen im Verständnis des Monotheismus möchte die Vorlesung nachgehen und den Monotheismusbegriff als Kind der Aufklärung in seinem verbindenden, profilierenden und zugleich auch verengenden Potential differenziert in den Blick bringen.

Literatur

Zum (Hin-)Einlesen:

Croitoru, Joseph: Die Deutschen und der Orient. Faszination, Verachtung und die Widersprüche der Aufklärung. München 2018.

Miggelbrink, Ralf: Der eine Gott. Christlicher Monotheismus des Bundes und der Schöpfung. Münster 2006.

Weinrich, Michael: Religionskritik. Stuttgart 22012.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

42

Offenbarung zwischen Normativität und Geschichtlichkeit

Löffler

HS G M15 M23
2 st. - 4 LP

Mo 14.30 – 16.05

 

Offenbarung ist ein zentraler Begriff der christlichen Theologie. Allerdings ist nicht wirklich klar, was genau, in formaler wie in inhaltlicher Hinsicht, unter diesem Begriff zu verstehen ist. Die beiden letzten Konzile im Vatikan haben Offenbarung – wenn auch mit erheblichen Akzentverschiebungen – als „göttliche Selbstmitteilung“ verstanden und Offenbarung damit grundsätzlich als ein von „außen“ (Gott) her kommendes Geschehen konzipiert. Mittlerweile wird – unter Aufgriff von Einsichten der Subjektphilosophie des deutschen Idealismus – auch katholischerseits verstärkt darüber diskutiert, ob Offenbarung nicht doch eher oder gar ausschließlich vom "Innen" (autonomen Bewusstsein) des Menschen her zu denken wäre, um damit nicht nur die Freiheit des Menschen im "Offenbarungsgeschehen" restlos wahren, sondern auch fragwürdige interventionistische Offenbarungsvorstellungen vermeiden zu können.

 

Im zweiten Fall scheint Offenbarung inhaltlich un(ter)bestimmt zu sein, im ersten Fall überbestimmt. Denn wie lässt sich die reale Begegnung von Absolutem und Endlichem denken, die sich gänzlich vom Projektions- und Anthropomorphismusverdacht freisprechen kann? Geschieht Offenbarung nicht immer auch durch den, der sie empfängt, wie Levinas meint? Wie kann der Mensch sicher sein, den propositionalen Gehalt des von Gott Mitgeteilten adäquat erfasst zu haben? Ist die in der Hl. Schrift bezeugte Polyphonie nicht gerade ein "Beweis" für eine solche Unmöglichkeit?

 

Im Hauptseminar wollen wir diesem Fragekomplex nachgehen und klären, wie katholischerseits theologisch verantwortet von Offenbarung gesprochen werden kann. Dabei wird auch das Verhältnis von Offenbarung und Hl. Schrift sowie das Verhältnis von Offenbarung und Dogma zu beleuchten sein.

 

Literatur

Bernhard Nitsche / Matthias Remenyi (Hg.), Problemfall Offenbarung. Grund – Konzepte – Erkennbarkeit, Freiburg 2022.

Karl Lehmann / Ralf Rothenbusch (Hg.), Gottes Wort in Menschenwort. Die eine Bibel als Fundament der Theologie (QD 266), Freiburg 2014.

Michael Seewald, Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln, Freiburg 2018.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Dogmatik

 

43

Einführung in den christlichen Glauben

Knorn

Koll P14 M3
2 st. - 3 LP

Di 16.15 – 17.50

 

Das Kolloquium soll zu einem grundlegenden Verstehen des christlichen Glaubens befähigen: worum es eigentlich geht. Dies soll die Grundlage für alle weiteren philosophischen und theologischen Spezialfragen im Studium bilden. Dazu werden wir Joseph Ratzingers berühmte „Einführung in das Christentum“ lesen und besprechen. Am Leitfaden des Apostolischen Glaubensbekenntnisses behandelt er die Grundlagen, den Begriff und die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens. Wir werden auch diskutieren, inwiefern der vor einem halben Jahrhundert gewählte Zugang Ratzingers heute noch trägt: Wie können wir heute über das sprechen, was der christliche Glaube eigentlich ist?

Literatur

Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum, München 1968.

 

Da das gesamte Buch im Kurs durchgearbeitet wird, wird die Anschaffung sehr empfohlen (beliebige Ausgabe). Es kann z.B. antiquarisch kostengünstig erworben werden.

Weitere Literatur wird im Kurs angegeben und auf Moodle bereitgestellt.

Leistungsnachweis

Durch semesterbegleitende Hausaufgaben und aktive Mitarbeit kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium erworben werden.

 

45

Sakramententheologie

Ansorge

V G M11
1 st. - 1.5 LP

Di 10.35 – 12.10
bis 06.12.2022

 

Das Zweite Vatikanische Konzil begreift die Kirche als ein "Quasi-Sakrament", aus dem sich die einzelnen Sakramente wie Taufe, Firmung, Eucharistie usw. entfalten. Auf dieser Grundlage baut inzwischen jede katholisch-theologische Reflexion über die einzelnen Sakramente der Kirche auf.

Mit Ausnahme der Eucharistie stellt die Vorlesung die Theologie der Sakramente nach katholischem Verständnis dar. Vorausgeschickt werden Überlegungen zum Begriff des "Sakramentalen" und des "Sakraments", wie er sich symboltheoretisch herleiten und religionsgeschichtlich verstehen lässt.

Literatur

Eva-Maria Faber, Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 2011.

Krzysztof Gasecki, Das Profil des Geistes in den Sakramenten. Pneumatologische Grundlagen der Sakramentenlehre. Darstellung und Reflexionen ausgewählter katholischer Entwürfe (MBTh 66), Münster 2009.

Franz Courth, Die Sakramente. Ein Lehrbuch für Studium und Praxis, Freiburg u.a. 1995.

Alexandre Ganoczy, Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 3. Aufl. 1991.

Günter Koch, Sakramentenlehre - Das Heil aus den Sakramenten, in: Wolfgang Beinert (Hg.), Glaubenszugänge, Bd. 3, Paderborn u.a. 1995, 309-523.

Gerhard Ludwig Müller, Katholische Dogmatik, Freiburg u.a. 1995, 628-768.

H. Ottmar Meuffels, Kommunikative Sakramententheologie, Freiburg u.a. 1995.

Franz-Josef Nocke, Allgemeine/Spezielle Sakramentenlehre, in: Theodor Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik, Bd. 2, Düsseldorf 1992, 188-225. 226-376.

Franz-Josef Nocke, Sakramententheologie. Ein Handbuch, Düsseldorf 1997.

Herbert Vorgrimler, Sakramententheologie (Leitfaden Theologie) Düsseldorf, 3. Aufl. 1992.

Theodor Schneider, Zeichen der Nähe Gottes. Grundriss der Sakramententheologie (Welt der Theologie), Mainz 7. Aufl. 1998.

Norbert Scholl, Sakramente - Anspruch und Gestalt, Regensburg 1995.

Benedetto Testa, Die Sakramente der Kirche (AMATECTA. Lehrbücher zur katholischen Theologie 9), Paderborn 1997.

Louis-Marie Chauvet, Symbol und Sakrament. Eine sakramentale Relecture der christlichen Existenz, Regensburg 2015.

Martin Stuflesser (Hrsg.), Fundamentaltheologie des Sakramentalen. Eine Auseinandersetzung mit Louis-Marie Chauvets "Symbol und Sakrament", Regensburg 2015.

Hans Boersma / Matthew Levering (Hrsg.), The Oxford Handbook of Sacramental Theology, Oxford 2015.

Erwin Dirscherl / Markus Weißer (Hrsg.), Wirksame Zeichen und Werkzeuge des Heils? Aktuelle Anfragen an die traditionelle Sakramententheologie (Quaestiones disputatae 321), Freiburg/Br. 2022.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

46

Schöpfungstheologie II

Specker

V G M18
1 st. - 1.5 LP

Di 08.45 – 10.20
bis 06.12.2022

 

In dieser Vorlesung geht es um das Ganze. Bringt die Lehre von der Schöpfung doch alles was ist, in seiner unauflöslichen Beziehung zu dem von ihm grundsätzlich unterschiedenen Gott als Geschaffenes in den Blick. In diesem Blick kommen christliche und islamische Theologie überein – und zeigen damit sofort, dass das Ganze niemals in einem Standpunkt allein sich abbilden lässt. So steht die Schöpfungslehre in besonderer Weise für Einheit und Vielfalt: In ihrem Gegenstand – der geschaffenen Wirklichkeit, die in ihrer bunten und divergierenden Unterschiedlichkeit gewürdigt werden muss und doch zugleich niemals in eine vollkommene Unvergleichlichkeit auseinanderfallen darf. In ihren theologischen Konzepten, die die Einheit von Welt und Menschheit in immer neuen Anwegen denken und dabei zugleich die unterschiedlichen Perspektiven aus Natur- und Geisteswissenschaften einbeziehen müssen. Und in ihren interreligiösen Bezügen, in denen Christentum und Islam in besonderer Nähe und mit sich vielfältig überschneidenden Traditionen, aber auch mit unterschiedlichen Interpretationshorizonten deutlich werden. „Nirgends sind Christentum und Islam einander so nahe wie beim Thema der Schöpfung“ (Heine, 108) und zugleich erlaubt gerade die Nähe den tieferen Blick auf den Unterschied, denn „die Wahrnehmung von Unterschieden ist der Königsweg zur Begegnung mit anderen und dafür, sich ernsthaft miteinander zu befassen“ (Heine, 17).

Die Vorlesung wird im Sinne einer „katholischen Theologie im Angesicht des Islam“ den eigenständigen koranischen und systematisch-theologischen Horizont der Schöpfungslehre umreißen und von ihm her einige spezifische Akzente der christlichen Schöpfungslehre erläutern: Nach grundlegenden Überlegungen zum Zugang zum Koran stehen zunächst drei systematische Themen einer koranischen Schöpfungstheologie im Mittelpunkt. Das Verständnis der Welt als Zeichen (āya), das Verständnis des Menschen als Stellvertreter Gottes (ḫalīfa) und die natürliche Ausrichtung des Menschen auf die Gottesverehrung (fiṭra). Sodann beschäftigt sich die Vorlesung ausführlich mit islamischen Auseinandersetzungen mit der Evolutionstheorie, da an ihr das Verhältnis von Glauben und Wissen exemplarisch deutlich wird. Schließlich nimmt die Vorlesung das Thema der Ökologie als Begegnungspunkt von Christentum und Islam in den Blick.

 

Literatur

Dirk Ansorge/ Hamideh Mohagheghi: Ursprung und Ziel: Gott als Schöpfer und Richter. In Meißner, Volker (u.a.): Handbuch christlich-islamischer Dialog. Grundlagen – Themen – Praxis – Akteure. Freiburg 2014, 93-106.

Susanne Heine/ Ömer Özsoy/ Christoph Schwöbel/ Abdulla Takim (Hg.): Christen und Muslime im Gespräch. Eine Verständigung über Kernthemen der Theologie. Gütersloh 2014, v.a. 82-108.

Medard Kehl: Christlicher und muslimischer Schöpfungsglaube. In: Ders.: Und Gott sah, dass es gut war. Eine Theologie der Schöpfung. Freiburg 2006, 346-357.

Mira Sievers: Schöpfung zwischen Koran und Kalām. Ansätze einer Koranischen Theologie. (Frankfurter Schriften zum Islam. Islam im Diskurs. Band 8). Berlin 2019.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

48

Christologie II

Ansorge

V G M18
2 st. - 3 LP

Mi 09.35 – 11.20

 

Christliche Theologie ist der Versuch, den Glauben an Jesus von Nazareth als universalen Heilsbringer vernunftgeleitet zu explizieren. Rationalität aber begegnet nie kontextfrei und ungeschichtlich. Auf der Grundlage der patristischen und mittelalterlichen Christologie skizziert die Vorlesung deshalb verschiedene neuere Zugänge zu Person und Werk Jesu und sucht deren Eigenheiten in der Vielfalt kultureller Zugänge zu profilieren.

Literatur

Jens Herzer / Anne Käfer / Jörg Frey (Hrsg.), Die Rede von Jesus Christus als Glaubensaussage. Zwischen Bibelwissenschaft und Dogmatik (UTB 4903), Tübingen 2018.

Jürgen Werbick, Gott-menschlich. Elementare Christologie, Freiburg 2016.

Klaus von Stosch (Hrsg.), Streit um Jesus. Muslimische und christliche Annäherungen (Beiträge zur komparativen Theologie 21), Paderborn 2016.

Francesca Aran Murphy (Hrsg.), The Oxford handbook of Christology, Oxford 2015.

Helmut Hoping, Einführung in die Christologie, 3. Aufl. Darmstadt 2014.

Christian Danz, Grundprobleme der Christologie, Tübingen 2013.

Bernhard Nitsche, Christologie, Paderborn 2012.

Ralf K. Wüstenberg, Christologie. Wie man heute theologisch von Jesus sprechen kann, Gütersloh 2009.

Karl-Heinz Menke, Jesus ist Gott der Sohn. Denkformen und Brennpunkte der Christologie, Regensburg 2008.

Karl-Heinz Menke, Inkarnation. Das Ende aller Wege Gottes, Regensburg 2021.

Karlheinz Ruhstorfer (Hrsg.), Christologie (UTB 4942), Paderborn 2018.

Georg Kraus, Jesus Christus - der Heilsmittler. Lehrbuch zur Christologie, Frankfurt am Main 2005.

Christoph Schönborn, Gott sandte seinen Sohn. Christologie, Paderborn 2002.

Peter Hünermann, Jesus Christus, Gottes Wort in der Zeit. Eine systematische Christologie, Münster 1997.

Josef Wohlmuth, Jesu Weg - unser Weg. Kleine mystagogische Christologie (Würzburg 1992), kommentierte Neuaufl. Paderborn 2018.

Klaus Dorn (Hrsg.), Jesus Christus. Geschichte - Überlieferung - Glaube (UTB 4928), Paderborn 2018.

Christian Danz / Georg Essen (Hg.), Dogmatische Christologie in der Moderne. Problemkonstellationen gegenwärtiger Forschung (Ratio fidei 70), Regensburg 2019.

Helmut Hoping, Jesus aus Galiläa - Messias und Gottes Sohn, Freiburg u.a. 2019.

Walter Homolka / Magnus Striet, Christologie auf dem Prüfstand. Jesus der Jude – Christus der Erlöser, Freiburg u.a. 2019.

Reinhold Bernhardt, Jesus Christus - Repräsentant Gottes. Christologie im Kontext der Religionstheologie, Zürich 2021.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

49

Contemporary English and American Theologians: Positions and Debates

(Online, in Englisch)

Ansorge

HS M15 M23
2 st. - 4 LP

Di 14.00 – 16.05
bis 20.12.2022

 

Worldwide, theological debates are characterised by increasing international networking. Nevertheless, there is often a persisting lack of knowledge about theological debates in the different language spheres. The seminar aims to make known authoritative theological positions and disputes in the Anglophone sphere of the Catholic Church. Theological schools such as "Radical Orthodoxy", "Postliberal Theology" or "Postmodern Theology" will be presented and examined. Other topics of the course are "Theology and Spirituality", "Feminism, Gender and Theology" and "Postcolonial Biblical Interpretation". The corresponding theological approaches will be discussed based on texts by its authoritative representatives.

Literatur

The Modern Theologians Reader: Ed. by David F. Ford and Mike Higton, Malden (MA): Wiley-Blackwell 2011, 450 pages (ISBN: 978-1-405-17110-6).

It is highly recommended to purchase the book (Paperback 35 Euro). However, scans will be available at each meeting.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

 

50

Oberseminar für Studierende im Lizentiats- und Doktoratsstudium

Ansorge / Vechtel

persönliche Einladung erforderlich

OS A
1 st. - 4 LP

Termine werden noch bekannt gegeben

 

Das Oberseminar richtet sich an Lizenzianden und Lizenziandinnen sowie an Doktoranden und Doktorandinnen der Systematischen Theologie, vorzugsweise der Dogmatik. Gemeinsam werden aktuelle Texte der katholischen Glaubenslehre erarbeitet. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Es erfolgt eine gesonderte Einladung.

Literatur

(wird jeweils zur einzelnen Sitzung gesondert bekannt gegeben)

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Moraltheologie

 

51

Bloß ein Problem hysterischer Feminist:innen? Verständnis, Phänomene und moraltheologische Relevanz des Sexismus

Koller

HS P12 M15 M23
2 st. - 4 LP (M15 M23) / 6 LP (P12)

Di 16.15 – 17.50

 

Die Reaktionen auf das Thema „Sexismus“ reichen von Abwehr, Pathologisierung von Sexismuskritiker:innen als hysterisch und der Verteidigung eines sogenannten positiven Sexismus bis zur Anprangerung von Sexismus in allen Handlungs- und Gesellschaftsbereichen sowie der Verteidigung der Ächtung eines mutmaßlich sexistischen Mannes, Gedichtes oder Gemäldes. Wie auch die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellte Pilotstudie „Sexismus im Alltag“ zeigt, ist Sexismus in unserer Gesellschaft ein weitgehend bekannter, aber unterbestimmter Begriff, mit dem häufig eher eine Polarisierung mit entsprechender Emotionalisierung als eine fruchtbare Diskussion verbunden wird. Im Hauptseminar wird der Begriff des Sexismus sowie ein fundiertes Verständnis auf der Basis von Geschlechtertheorien und -forschungen erarbeitet. An exemplarischen Handlungsfeldern und Phänomenen wird diskutiert und präzisiert, welche Relevanz Intersektionalität in diesem Themenfeld hat und was die entscheidenden ethischen Fragen, Maßstäbe, Beurteilungen und Begründungen sind. Dabei wird ausgelotet, was die explizit theologisch-ethische Perspektive bringt und was die Moraltheologie selber durch die Auseinandersetzung mit dem Sexismus gewinnt. Methodisch wird das Seminars mit Referaten, Diskussionen, Textarbeiten, Alltags- und Medienbeobachtung und anderem mehr gestaltet.

 

Literatur

Becker, Ruth / Kortendiek, Beate (Hg.), Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie, 3. erweit. u. durchges. Aufl., Wiesbaden 2010 (Geschlecht & Gesellschaft, 35).

Hark, Sabine / Villa, Paula-Irene (Hg.), Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen, Bielefeld 2015.

Heimbach-Steins, Marianne / Könemann, Judith / Suchhart-Kroll, Verena (Hg.), Gender (Studies) in der Theologie. Begründungen und Perspektiven, Münster 2021 (Münsterische Beiträge zur Theologie – Neue Folge, 4).

Horlacher, Stefan / Jansen, Bettina / Schwanebeck, Wieland (Hg.), Männlichkeit. Ein interdisziplinäres Handbuch, Stuttgart 2016.

Klöcker, Katharina / Laubach, Thomas / Sautermeister, Jochen (Hg.), Gender – Herausforderung für die christliche Ethik, Freiburg i. Br. 2017 (Jahrbuch für Moraltheologie, 1).

Kortendiek, Beate / Riegraf, Birgit / Sabisch, Katja, Handbuch interdisziplinäre Geschlechterforschung, Wiesbaden 2019 (Geschlecht und Gesellschaft, 65).

Meuser, Michael, Geschlecht und Männlichkeit. Soziologische Theorie und kulturelle Deutungsmuster, 3. Aufl., Wiesbaden 2010.

Nida-Rümelin, Julian / Weidenfeld, Nathalie, Erotischer Humanismus. Zur Philosophie der Geschlechterbeziehung, München 2022.

Wippermann, Carsten, Sexismus im Alltag. Wahrnehmungen und Haltungen der deutschen Bevölkerung. Sozialwissenschaftliche bevölkerungsrepräsentative Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hg. v. BMFSFJ, 4. Aufl., Berlin 2022.

Auf weitere Literatur wird in der Lehrveranstaltung hingewiesen.

 

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Pastoraltheologie

 

61

Existentielle Krisen in pastoraltheologischer Reflexion

Hoyer

V G M21
2 st. - 4.5 LP

Mo 08.45 – 12.10
Termine:
24.10.2022, 07.11.2022, 21.11.2022, 05.12.2022, 19.12.2022, 09.01.2023, 23.01.2023

 

Krieg, Klima, Kirche - Wir leben in Krisen. Dazu kommen persönliche Krisen, mit denen Menschen umgehen müssen. In der Vorlesung gehen wir an Orte der Krisenbewältigung und reflektieren mit Seelsorgerinnen, Künstlern und miteinander Krisenphänome, den patoraltheologisch fundierten Umgang und das Angebot der Katholischen Kirche. Empfohlen wird eine Beteiligung an der Online Gesprächsreihe "Tote begraben - Trauernde trösten", die bereits am 5.10.2022 startet: trauerseelsorge.bistumlimburg.de/beitrag/tote-begraben-trauernde-troesten-3/

Literatur

Bordt, Michael, Was in Krisen zählt: Wie Leben gelingen kann, 2009.

www.feinschwarz.net

Leistungsnachweis

Themen der Hausarbeit: - Fragestellungen aus dem Bereich der Trauer-, Klinik- und Schulseelsorge, - Problemstellungen aus dem Bereich der Caritas Die Arbeit sollte qualitativ empirisch angelegt werden. Es wird gebeten, bis 15.10.2022 mit der Dozentin wegen der Themenwahl Kontakt aufzunehmen unter: birgit.hoyer@erzbistumberlin.de

Hinweise

Die Vorlesung findet montags von 8.45 bis 12.10 Uhr an verschiedenen Orten statt. Wir starten am 24.10.2022 um 8.45 im Zentrum für Trauerseelsorge, Butzbacher Str. 45, 60389 Frankfurt am Main. Die weiteren Termine sind:

07.11.22; 21.11.22; 5.12.22; 19.12.22; 09.01.23; 23.01.23

Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

 

63

Religionsdidaktik in Praxis und Theorie

Kießling / Sehr

Anmeldung bitte so bald wie möglich, spätestens jedoch bis 16.09.2022, an sehr@sankt-georgen.de

Ü M21
3 st. - 4.5 LP

Fr 21.10.2022, 14.00 – 19.00
Fr 04.11.2022, 14.00 – 19.00
Sa 05.11.2022, 09.00 – 16.00
Fr 11.11.2022, 14.00 – 19.00
Sa 19.11.2022, 09.00 – 16.00
Fr 09.12.2022, 14.00 – 19.00
Fr 10.02.2023, 14.00 – 19.00

 

Religionsdidaktik versteht sich als religionspädagogische Theorie der Vermittlung und der Inszenierung insbesondere im schulischen Religionsunterricht, in dem es um das Arrangement von Methoden, Medien und Inhalten, aber auch um Ziele geht.

Es ist die Intention des Seminars, den Studierenden erste Erfahrungen im Lehren zu ermöglichen und zu einer experimentellen Haltung gegenüber einer Lehrtätigkeit zu ermutigen. Wie zu jeder Kunst, so gehört auch zur Religionsdidaktik eigene Erfahrung, Übung und Reflexion. Dafür bietet diese Veranstaltung Zeit und Raum, Unterrichtsbeobachtung und eigenes Unterrichten bilden dabei integrale Bestandteile.

Im Mittelpunkt stehen die impliziten Handlungskonzepte der Studierenden. Sie bilden das Potenzial, das es zu entfalten gilt. Aus diesem Grund kommt Feedback-Verfahren eine zentrale Bedeutung zu. Es sind Lehr-Lern-Situationen vorgesehen, die die Wirkung der eigenen Äußerungen und Tätigkeiten auf andere erfahrbar und kommunizierbar machen.

Die schulpraktischen Tätigkeiten werden meist in Zweier-Teams durchgeführt, jeweils in Zusammenarbeit mit den begleitenden Lehrerinnen und Lehrern. Hierfür sind individuelle Termine an Frankfurter und Offenbacher Schulen einzuplanen.

In Sankt Georgen findet die Veranstaltung an drei Halbtagsterminen und zwei Blöcken statt. Zwischen dem ersten und dem zweiten Block sind die Hospitationen (8 Stunden) platziert. Danach üben sich die Studierenden in den selbst geplanten Unterrichtsstunden (3-4 Stunden). Die Zeit der Übung erstreckt sich ausschließlich auf das Wintersemester.

Alle Anerkennungsfragen müssen bis zur Anmeldung zur Übung abschließend geklärt sein.

 

Literatur

Rolf ARNOLD (2011): Wie man ein Kind erzieht, ohne es zu tyrannisieren. 29 Regeln für eine kluge Erziehung, Heidelberg.

Rudolf DREIKURS (2003): Psychologie im Klassenzimmer, Stuttgart.

Harriet GANDLAU (2011): Wie Religion unterrichten? Grundlagen und Bausteine für einen qualifizierten Unterricht. Ein Werkbuch für Ausbildungslehrer/innen und Berufsanfänger/innen, München.

Christian GRÜNING (2109): Garantiert erfolgreich lernen. Wie Sie Ihre Lese- und Lernfähigkeit steigern, München.

Andreas GRUSCHKA (2002): Didaktik. Das Kreuz mit der Vermittlung, Wetzlar.

Frieder HARZ (2010): Kinder & Religion. Was Erwachsene wissen sollten, Seelze.

Rüdiger KALDEWEY; Frank W. NIEHL (2012): Grundwissen Religion. Begleitbuch für Religionsunterricht und Studium, München.

Georg HILGER; Stephan LEIMGRUBER; Hans-Georg ZIEBERTZ; Matthias BAHR (Hg.) (2003): Religionsdidaktik. Ein Leitfaden für Studium, Ausbildung und Beruf, München.

Reinhold MILLER (2017): Als Lehrer souverän sein. Von der Hilflosigkeit zur Autonomie, Weinheim.

Burkard PORZELT; Alexander SCHIMMEL (Hg.) (2015): Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn.

Hans SCHMID (2012): Die Kunst des Unterrichtens. Ein praktischer Leitfaden für den Religionsunterricht, München.

Bernd SCHRÖDER (2012): Religionspädagogik, Tübingen.

Klaus W. VOPEL (2018) Power-Pausen. Leichter lernen durch Bewegung, Salzhausen.

Todd WHITAKER (2009): Was gute Lehrer anders machen. 14 Dinge, auf die es wirklich ankommt, Weinheim.

Leistungsnachweis

aktive Mitarbeit, Reflexion der Hospitationsphase und Erstellung einer Unterrichtssimulation (67%) sowie eigener Entwurf einer Unterrichtsstunde mit schriftlicher Reflexion (33%)

Hinweise

Alle Anerkennungsfragen müssen bis zur Anmeldung zur Übung abschließend geklärt sein.

 

64

Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

Diese Veranstaltung richtet sich ausschließlich an die Aufbaustudierenden in den Fächern Pastoralpsychologie und Spiritualität sowie Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik.

OS A
2 st. - 4 LP

Fr 04.11.2022, 14.00 – 21.00
Sa 05.11.2022, 09.00 – 16.00
Fr 03.02.2023, 14.00 – 21.00
Sa 04.02.2023, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (1972a, 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (1972a, 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972a, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972b, 104–112.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Engel, Agnes, Strunk, Theresia & Wagener, Hermann-Josef, Grundwissen Psychologie. Lehrbuch für Theologie und Seelsorge, Ostfildern 2021.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik oder in Pastoralpsychologie und Spiritualität anstreben. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 17. Oktober 2022 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

65

Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 25.11.2022, 10.30 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 17. Oktober 2022 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Pastoralpsychologie und Spiritualität

 

64

Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess II

Kießling

Diese Veranstaltung richtet sich ausschließlich an die Aufbaustudierenden in den Fächern Pastoralpsychologie und Spiritualität sowie Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik.

OS A
2 st. - 4 LP

Fr 04.11.2022, 14.00 – 21.00
Sa 05.11.2022, 09.00 – 16.00
Fr 03.02.2023, 14.00 – 21.00
Sa 04.02.2023, 09.00 – 16.00

 

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber […] haben alle Einzelwirklichkeiten […] ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen […] durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offenlässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht.

Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen […] als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (1972a, 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (1972a, 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern.

Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, sodass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugutekommt?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind,

(2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen,

(3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972a, 89–103.

Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972b, 104–112.

für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Engel, Agnes, Strunk, Theresia & Wagener, Hermann-Josef, Grundwissen Psychologie. Lehrbuch für Theologie und Seelsorge, Ostfildern 2021.

für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238–342.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat, ein Doktorat oder einen PhD-Abschluss (Doctor of Philosophy) in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik oder in Pastoralpsychologie und Spiritualität anstreben. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 17. Oktober 2022 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

65

Post-Doc-Forschungskolloquium Praktische Theologie

Kießling

Koll A
1 st.

Fr 25.11.2022, 10.30 – 16.00
weitere Termine nach Vereinbarung

 

Diese Lehrveranstaltung versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Diskurs unter Praktischen Theolog*innen in der Post-Doc-Phase. Das Angebot richtet sich zum einen an Habilitand*innen in Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie in Pastoralpsychologie und Spiritualität, zum anderen an Forscher*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion jenseits des Oberseminars zur praktisch-theologischen Theoriebildung am fachlichen Austausch interessiert sind, ohne damit weitere Qualifizierungsabsichten zu verbinden.

Literatur

Aigner, Maria Elisabeth, Bucher, Rainer, Hable, Ingrid & Ruckenbauer, Hans-Walter (Hrsg.), Räume des Aufatmens. Pastoralpsychologie im Risiko der Anerkennung. Festschrift zu Ehren von Karl Heinz Ladenhauf (Werkstatt Theologie. Praxisorientierte Studien und Diskurse; Bd. 17), Wien – Berlin 2010.

Dinter, Astrid, Heimbrock, Hans-Günter & Söderblom, Kerstin (Hrsg.), Einführung in die Empirische Theologie. Gelebte Religion erforschen, Göttingen 2007.

Porzelt, Burkard & Schimmel, Alexander (Hrsg.), Strukturbegriffe der Religionspädagogik, Bad Heilbrunn 2015.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann bei Bedarf erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 17. Oktober 2022 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

 

68

C.G. Jung-Lektürekurs: „Antwort auf Hiob“

Verst

Anmeldung bitte bis spätestens 31.10.2022 an: 

verst@sankt-georgen.de

L A G
1 st.

Fr 11.11.2022, 14.00 – 18.00
Mo 21.11.2022, 17.00 – 20.00
Mo 05.12.2022, 17.00 – 20.00
Fr 16.12.2022, 16.00 – 20.00

 

C. G. Jung hat sich gegen Ende seines Lebens weniger als Psychotherapeut denn als Religionspsychologe verstanden. Sein Alterswerk „Antwort auf Hiob“ (1952) ist ein Musterbeispiel für die Anwendung tiefenpsychologischer Erkenntnisse auf das Verständnis religiöser Phänomene.

„Antwort auf Hiob“ liefert einen wichtigen Beitrag zur Frage der Theodizee: Kann Gott ein Liebender sein angesichts des Leidens und des Bösen in der Welt? Jung zeichnet ein neues Bild dieser Beziehung, in der die tradierten christlichen

Vorstellungen von „Gut und Böse“ neu gefasst werden im Schattenaspekt eines „deus absconditus“, im Motiv der Gotteswandelbarkeit und in der These, dass, wie der Mensch Gott, so auch Gott den Menschen benötige.

Der Lektürekurs richtet sich vorrangig an Aufbaustudierende der Pastoralpsychologie, optional auch an Magister-Studierende der Theologie. Der Kurs findet in Kooperation mit der C.G. Jung-Gesellschaft Frankfurt a.M. statt.

Literatur

C. G. Jung, Antwort auf Hiob, in: Zur Psychologie westlicher und östlicher Religion, Gesammelte Werke 11, Düsseldorf: Walter 22006, S. 363-471 (= §§ 553-758).

oder:

C. G. Jung, Antwort auf Hiob, in: Lorenz Jung (Hg.), C. G. Jung-Taschenbuch-Ausgabe; Bd. 2 (35171). München: dtv 2004.

 

Leistungsnachweis

Aufbaustudierende am Institut für Pastoralpsychologie und Spiritualität können bei aktiver Teilnahme an diesem Lektürekurs eine Bescheinigung erwerben und diese im Rahmen des Studienprogramms „Pastoralpsychologie und Spiritualität“ geltend machen.

Hinweise

Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 31.10.2022 erforderlich.

 

69

Supervision als diakonischer Prozess

Kießling

OS A
2 st. - 4 LP

Termine und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden

 

Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht.

Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das einzelne Supervisand*innen schriftlich oder mündlich einbringen, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft.

Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleg*innen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz.

Dabei stellen sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess?

 

Zu den Teilnahmebedingungen gehören

(1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie,

(2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisand*innen einzulassen,

(3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie

(4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar.

Literatur

Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3–29.

Binder, Désirée, Hasenkamp, Andreas & Kreitzscheck, Dagmar, Supervision in der Seelsorge. Ein Modell integrativer Pastoralpsychologie, Stuttgart 2021.

Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006.

Kempen, Martin, Coaching als abduktiver Prozess vor dem bleibenden Geheimnis. Die Theorie U aus pastoralpsychologischer Perspektive (Pastoral Care and Spiritual Healing – Spiritualität interkulturell; Bd. 5), Münster 2016.

Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69–112.

Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007.

Schlechtriemen, Michael, Personzentrierte Supervision – Kongruenz in der Arbeitswelt, in: Christiane Burbach (Hrsg.), Handbuch Personzentrierte Seelsorge und Beratung, Göttingen 2019, 378–384.

Themenhefte Personzentriertes Coaching: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Hefte 1 und 2.

Themenheft Personzentrierte Supervision in der Praxis: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 48 (2017) Heft 1.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis für Pastoralpsychologie und Spiritualität kann erworben werden.

Hinweise

Dieses Oberseminar richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums in Pastoralpsychologie und Spiritualität ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche Anmeldung ist bis spätestens 17. Oktober 2022 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.

Liturgiewissenschaft

 

73

Eucharistie – Die Feier der Messe

Bieringer

V G M11
2 st. - 3 LP

Mi 16.15 – 17.50

 

Am Beginn der Vorlesung steht ein historisch-genetischer Überblick über die zentralen Entwicklungslinien der Messfeier. Anhand einzelner Etappen der „äußerlichen“ Erneuerung wird gezeigt, wie sich das „innere“ Verständnis der Feier im Lauf der Kirchengeschichte immer wieder geändert hat. Im zweiten Abschnitt der Vorlesung stehen die einzelnen Teile des aktuellen Messritus im Mittelpunkt: Neben historischen und liturgietheologischen Gesichtspunkten wird aus pastoralliturgischer Perspektive nach der sachgerechten Gestaltung gefragt. Der liturgietheologische Fokus der Vorlesung liegt auf dem Eucharistiegebet, in dem sich das ganze Verständnis der Feier bündelt.

Literatur

Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn u.a. ²2009, 150–226.

Reinhard Meßner, Einige Probleme des eucharistischen Hochgebets, in: ders. u.a. (Hgg.), Bewahren und Erneuern. Studien zur Messliturgie (FS H.B. Meyer = Innsbrucker Theologische Studien 42), Innsbruck 1995, 174–201.

Hans Bernhard Meyer, Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral (Gottesdienst der Kirche 4), Regensburg 1989.

Leistungsnachweis

Mündl. Prüfung vor einer zweiköpfigen Prüfungskommission. Vgl. Modulhandbuch

 

74

Kirchenjahr – Feiern im Rhythmus des Jahres

Bieringer

V G M22
2 st. - 3 LP

Do 08.45 – 10.20

 

Das Christentum strukturiert die Zeit und prägt damit bis heute unseren Lebensrhythmus: von der Siebentagewoche bis hin zur Einteilung des Jahres in Festzyklen mit Fastenzeiten und Feiertagen. Die Liturgie der Kirche knüpft dafür an natürliche (Tag, Jahr) wie an soziale (Woche) Zeitrhythmen an, um sie für eine religiöse Sinngebung zu öffnen. So werden anthropologische Grundgegebenheiten mit der Botschaft des Glaubens verknüpft. Auch wenn heute die Bedeutung der kirchlichen Zeitorganisation vielschichtigen Wandlungsprozessen unterworfen ist, kann die kulturelle Prägung des Abendlandes durch diese Verbindung nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Die Vorlesung nimmt ihren Ausgang bei der anthropologischen und kulturellen Fragestellung nach Mensch und Zeit. Im weiteren Verlauf kommt die Entfaltung des Pascha-Mysteriums auf der Ebene der Woche (der Sonntag als christlicher Ur-Feiertag) und des Jahres in den Blick, wobei historische, systematische und pastorale Gesichtspunkte zu betrachten sind. Im Mittelpunkt stehen die beiden großen Festkreise des Herrenjahres (Osterfestkreis, Weihnachtsfestkreis). Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Heiligenfesten und Ideenfesten.

Literatur

Hansjörg Auf der Maur, Feiern im Rhythmus der Zeit I: Herrenfeste in Woche und Jahr (Gottesdienst der Kirche 5), Regensburg 1983.

Thomas J. Talley, The Origins of the Liturgical Year, Collegeville 2. Aufl. 1991.

Hansjörg Auf der Maur, Feste und Gedenktage der Heiligen, in: Feiern im Rhythmus der Zeit II/1 (Gottesdienst der Kirche 6/1), Regensburg 1994.

Adolf Adam, Das Kirchenjahr mitfeiern, Freiburg 1989 5. Aufl. 1991.

Karl-Heinrich Bieritz, Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart (Neu bearbeitet und erweitert von Christian Albrecht), München 9. Aufl. 2014.

Leistungsnachweis

Mag. Theol. M 22: Mündliche Prüfung

 

77

Oberseminar „Aktuelle Fragen der Liturgiewissenschaft“

Bieringer

OS G
1 st. - 4 LP

Termine nach Vereinbarung

 

Im liturgiewiss. Oberseminar werden aktuelle Arbeiten und Themen aus den Bereichen Liturgiewissenschaft, Hymnologie und christliche Kunst gemeinsam diskutiert und besprochen. Es besteht ausreichend Raum und Zeit, eigene Forschungs- bzw. Qualifizierungsarbeiten vorzustellen und zu besprechen.

Literatur

Alexander Deeg / David Plüss, Liturgik, Gütersloh 2021.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Kirchenrecht

 

78

Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung

Meckel

V G M11
1 st. - 1.5 LP

Mi 09.35 – 11.20
bis 07.12.2022

 

Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt in Art. 1 der Dogmatischen Konstitution über die Kirche “Lumen Gentium“, dass die Kirche nicht nur Sakramente hat, sondern selbst Sakrament ist. Im Horizont der grundlegenden Sakramentalität der Kirche haben alle Einzelsakramente wie auch die Kirche als Ganze zugleich eine rechtliche Dimension. Dem Kirchenrecht geht es um die Gültigkeit und Erlaubtheit der Sakramente, aber auch um die Fruchtbarkeit ihrer Feier und ihres Empfangs. Deshalb kommt im Sinne der actuosa participatio auch die ganze Gemeinschaft der Gläubigen in den Blick, wenn es um die Vorbereitung und die Feier der Sakramente geht. Es wird die ekklesiologische Dimension der Sakramente in den Blick genommen. Das Recht der Sakramente ist ein großes Feld der kirchlichen Praxis und damit auch der kirchlichen Rechtspraxis. Daher wird in der Vorlesung der Stoff auch mit Fällen aus der Praxis der Kirche erarbeitet.

Literatur

Einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, Bde. 1-4, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall, Paderborn 2019-2021; einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, 3 Bde., hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Ecclesia a sacramentis. Theologische Erwägungen zum Sakramentenrecht, hg. v. R. Ahlers – L. Gerosa – L. Müller, Paderborn 1992; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1086-1242; Riedel-Spangenberger, Ilona, Die Sakramente der Initiation in der kirchlichen Rechtsordnung, hg. v. H. Hallermann, Paderborn – München – Wien – Zürich 2009 (KStKR 10). Weitere Literaturangaben erfolgen in der Vorlesung.

Leistungsnachweis

Magisterstudium: M11 (Sakramentenrecht), Leistungsnachweis durch eine Kommissionsprüfung. Lizentiat/Doktorat: Es kann ein sbL erworben werden, aber nur zusammen mit dem Stoff einer der anderen einstündigen Lehrveranstaltungen im Fach Kirchenrecht.

 

79

Kolloquium zur Vorlesung „Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung“

Krähe

Koll G M11
1 st.

Mi 13.30 – 14.15

 

Das Kolloquium bietet den Teilnehmern der Vorlesung „Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung“ die Möglichkeit, Fragen zum Vorlesungsstoff zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Es dient somit einer Vertiefung der in der Vorlesung behandelten Themen sowie einer gezielten Prüfungsvorbereitung.

Literatur

Vgl. Vorlesung „Die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Krankensalbung, Buße und Weihe in der kirchlichen Rechtsordnung“.

Leistungsnachweis

 

80

Was Gott verbunden hat… – Das katholische Ehe- und Eheprozessrecht

Meckel / Krähe

Ü G M22
2 st. - 3 LP

Di 14.30 – 16.05

 

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen… Die Übung führt in die grundlegenden Fragen des Ehe- und Eheprozessrechts der katholischen Kirche ein. Wann ist eine Ehe aus kirchenrechtlicher Sicht gültig geschlossen? Auf welchen Säulen fußt das Eherecht der katholischen Kirche? Unter welchen Bedingungen ist eine konfessionsverschiedene oder religionsverschiedene Eheschließung möglich? Gibt es eine sogenannte ökumenische Trauung? Warum und wie werden Ehen für nichtig erklärt oder aufgelöst? Die Übung führt durch die Beantwortung der oben beispielhaft genannten und weiterer Fragen in die Grundlagen des katholischen Eherechts, insbesondere in die rechtlichen Regelungen zu den Ehehindernissen, zum Ehekonsens und zur kanonischen Formpflicht sowie in das Eheprozessrecht ein. Anhand der Lösung und Besprechung von eherechtlichen Themen und Fällen wird neben der theoretischen auch in die praktische Anwendung des Eherechts eingeführt.

Literatur

Einschlägige Artikel im Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, hg. v. H. Hallermann – T. Meckel – M. Droege – H. de Wall, 4 Bde., Paderborn 2019-2021; Althaus, Rüdiger – Prader, Joseph – Reinhardt, Heinrich J.F., Das kirchliche Eherecht in der seelsorgerischen Praxis, Essen 5. Auflage 2014; Aymans, Winfried – Mörsdorf, Klaus, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici Bd. 3 Verkündigungsdienst und Heiligungsdienst, Paderborn – München – Wien – Zürich 2007, 325-534; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. S. Haering – W. Rees – H. Schmitz, Regensburg 3. Auflage 2015, 1243-1432; Lüdicke, Klaus, “Dignitas Connubii“. Die Eheprozessordnung der katholischen Kirche. Text und Kommentar, Essen 2005; ders., Die Nichtigerklärung der Ehe - Materielles Recht, Essen 2012; Müller, Ludger, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex iuris canonici. Das kirchliche Ehenichtigkeitsverfahren nach der Reform von 2015. Ergänzungsband, Paderborn 2017; Reinhardt, Heinrich J. F., Die kirchliche Trauung, Essen 4. Auflage 2020; Sebott, Reinhold, Das neue kirchliche Eherecht, Frankfurt 3. Auflage 2005.

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird erworben durch die Teilnahme an und die Mitarbeit in den Sitzungen der Übung und die erfolgreiche Bearbeitung von Leistungsnachweisen. Magisterstudium: M 22 (Das kirchliche Eherecht); Lizentiat/Doktorat: sbL Kirchenrecht (Eherecht).

 

81

Aktuelle kirchenrechtliche und religionsrechtliche Arbeiten

Meckel

Auf persönliche Einladung durch den Dozenten.

OS A
2 st. - 4 LP
 

Das Oberseminar besteht aus zwei Teilen. Zum einen dient es der gemeinsamen Diskussion und Besprechung aktueller kirchenrechtlicher und religionsrechtlicher Themen und Arbeiten und zum anderen der vertieften Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur des Kirchenrechts, der kirchlichen Rechtsgeschichte und des Religionsrechts.

Leistungsnachweis

Postgraduale Studierende können durch mündliche Präsentation und schriftliche Hausarbeit einen Leistungsnachweis erwerben.

Hinweise

Teilnahme auf Einladung des Dozenten.

Griechisch

 

90

Griechisch I

Hühne

SK G
5 st.

Mo 08.45 – 10.20
Do 13.30 – 16.05

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil I dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen.

Literatur

Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt:

Bibelgriechisch leicht gemacht - Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, hrsg. v. D. Häußer/W. Haubeck, Gießen: Brunnen Verlag, 1. Aufl., 2019 (ISBN 978-3-7655-9356-7).

Weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) wird in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle-Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen.

Leistungsnachweis

Hinweise

Es wird zwar eine kleine Einführung in das Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben geben, dennoch wird dringend empfohlen, sich damit vor Beginn des Sprachkurses (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, um sofort zur Aussprache übergehen zu können.

 

91

Griechisch Ib

Hühne

SK G
3 st.

Mo 15.15 – 17.50

 

Dieser Sprachkurs setzt den im Sommer begonnenen Anfängerkurs Griechisch Ia fort (Lehrbuch ab Lektion 14) und kann entweder in dem vierwöchigen Griechisch II Intensivkurs direkt nach dem Wintersemester oder semesterbegleitend als Griechisch II im kommenden Sommersemester abgeschlossen werden.

Literatur

s. Griechisch 1 (Bitte dringend die Neuauflage mit veränderter ISBN beachten!)

Leistungsnachweis

Hinweise

Dieser Kurs wird wohl nicht stattfinden, da Griechisch Ia nicht zustande gekommen ist.

 

92

Griechisch Lektüre

Hühne

SK G
1 st.

Fr 10.35 – 11.20

 

Die thematische Lektüre soll verschiedene sprachlich-stilistische Formen des Griechischen bewußt machen, angefangen von einem sog. "Übersetzungsgriechisch" über eine hier "Rezensionsgriechisch" genannte Ausprägung der ersten nachchristlichen Jahrhunderte bis hin zu einem literarischen hellenistischen Griechisch.

Inhaltlich reichen die Textpartien von Eva und die erste Sünde bzw. ihre Bestrafung bis zu verschiedenen theologischen Antworten darauf, d.h. ausgehend von Gen 3, 1-24 werden vergleichend diverse bekannte und weniger bekannte Quellen herangezogen.

Denkbar wäre auch eine Auswahl aus Platons Mythen, insb. zu seinen Unterweltsvorstellungen, abhängig vom Interesse der Teilnehmenden (s. Vorbesprechung).

Literatur

Die Auswahl und Vorgehensweise orientieren sich hauptsächlich an folgendem Reader:

 

B.H. McLean: Hellenistic and Biblical Greek - A Graduated Reader, CUP 2014.

 

Die Textvorlagen (m. sprachlichen Hilfen) werden nach einer kurzen Einleitung zur Gesamtanlage des Kurses in der ersten Sitzung ausgeteilt.

Wer sich schon einlesen will, möge mit Gen. 3, 1-24 beginnen.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Nachweis

Hinweise

Zum genauen Termin/Ort der ersten Sitzung siehe Aushang im Hochschulgebäude oder in Moodle unter "Ankündigungen"

(ca. 1-2 Wochen vor Vorlesungsbeginn).

 

93

Griechisch II Intensivkurs

Hühne

SK G

4 Wochen:
27.02. – 24.03.2023
Mo bis Fr 09.00 – 12.30
Schriftliche Prüfung: Sa 25.03.2023
Mündliche Prüfungen: zwischen dem 27. und 31.03.2023

 

Mit diesem Intensivkurs soll es Teilnehmern, die im Wintersemester Griechisch I bzw. Griechisch Ib absolviert haben, ermöglicht werden, im Anschluss an das Wintersemester in vier Wochen die Unterrichtsgegenstände der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben und damit noch vor Beginn des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten.

Der Unterricht wird voraussichtlich im Lehrbuch (s.u.) mit der Lektion 24 (Aorist) beginnen.

Die Übungsintensität und -methodik wird durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt, und die Lesefähigkeit soll durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden.

Literatur

Zum Lehrbuch siehe Griechisch I.

Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 27. Aufl., Stuttgart: Deutsche Bibelges., 1993 od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012.

Leistungsnachweis

Zeugnis der durch schriftliche und mündliche Prüfung nachgewiesenen Kenntnis des Griechischen der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt.

Latein

 

94

Latein I

Hühne

SK G
5 st.

Mo 10.35 – 12.10
      13.30 – 14.15
Fr 08.45 – 10.20

 

Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. Dieser erste Teil dient ausschließlich dem Spracherwerb (bes. Formenlehre und erste syntaktische Konstruktionen) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte. Übungsmaterial, das über die u.g. Hilfsmittel hinausgeht, wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt und weiterführende Literatur (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch) während des Kurses genannt.

Literatur

Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt:

Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0).

Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7).

Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4).

Leistungsnachweis

 

95

Latein Lektüre

Hühne

SK G
2 st.

Do 16.15 – 17.50

 

Schwerpunkt dieser Lektüre werden nochmals ausgewählte Partien von Hobbes' "Leviathan" (bes. c. XIII) zu Themen wie "Gleichheit der Menschen", "Naturrecht", "Homo homini lupus", "Staatsbildung", "Leviathan" (nach Hiob 14) und "Souverän" sein, eventuell im Vergleich zu Ciceros "De re publica" bzw. Rousseaus "Contrat social" sein.

Denkbar wäre auch eine Spinoza-Auswahl, abhängig vom Interesse der Teilnehmenden (s. Vorbesprechung).

Literatur

Textvorlagen mit Vokabelhilfen werden in der Veranstaltung ausgeteilt oder auf Anfrage per Mail zugesandt.

Weiterführende Literatur wird in den jeweiligen Sitzungen genannt.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Nachweis

Hinweise

Zum genauen Termin/Ort der ersten Sitzung siehe Aushang im Hochschulgebäude oder in Moodle unter "Ankündigungen"

(ca. 1-2 Wochen vor Vorlesungsbeginn).

Hebräisch

 

96

Hebräisch I

Roth

SK G
3 st.

Mi 13.30 – 16.05

 

Der Sprachkurs Hebräisch besteht aus zwei Teilen: „Hebräisch I“ erfolgt im Wintersemester und „Hebräisch II“ im Sommersemester. Er dient als Einführung in das klassische biblische Hebräisch, d. h. die Sprache des TaNaCh, der hebräischen Bibel.

Im Zentrum von „Hebräisch I“ steht das starke, also das regelmäßige, Verb. Zu Beginn erfolgt eine ausführliche Einführung in die Laut- und Sprachlehre des Hebräischen. Außerdem werden im ersten Teil des Kurses die wichtigsten Nominalformen, Pronomina, Präpositionen und Partikel behandelt.

Als Lehrbuch wird das „Arbeitsbuch Hebräisch“ von Heinz-Dieter Neef verwendet. Bitte besorgen Sie sich dieses vor Semesterbeginn in der aktuellen, also der achten, Auflage (siehe Literaturangaben).

Literatur

Neef, Heinz-Dieter, Arbeitsbuch Hebräisch. Materialien, Beispiele und Übungen zum Biblisch-Hebräisch. 8., durchgesehene und erweiterte Auflage. Tübingen 2021.

Biblia Hebraica Stuttgartensia, hg. von K. Elliger und W. Rudolph, verkleinerte Ausgabe, Nr. 5219. 5., verbesserte Auflage. Stuttgart 1997.

PONS Kompaktwörterbuch Althebräisch: Althebräisch-Deutsch, hg. von F. Matheus, 10.000 Stichwörter und Wendungen. Stuttgart 2022.

Weitere Literatur wird im Sprachkurs bekannt gegeben.

 

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis wird durch eine schriftliche Klausur und eine mündliche Prüfung nach „Hebräisch II“ am Ende des Sommersemesters erbracht. Der Kurs „Hebräisch I“ kann auch als „Einführung ins Biblische Hebräisch“, das im Sommersemester angeboten wird, angerechnet werden. In diesem Fall sind maximal zwei Fehltermine zulässig. Unter Umständen sind Kompensationsaufgaben möglich.

Sanskrit

 

103

Sanskrit

Hühne

SK G
2 st.

Do 08.45 – 10.20

 

Anhand der schlüsselartig präparierten Textausgabe von W. Sargeant (s.u.) lassen sich Konjugations- und Deklinationsschemata gut in ihren Formen und Funktionsweisen mit einem anspruchsvollen Inhalt verbinden, der sich nicht nur in Indien der Beliebtheit und Reflexion erfreuen sollte, denn die drei Wege zum Ziel (des pflichtgemäßen Handelns, der Erkenntnis und der Gottesliebe) könnten auch in der westlichen Welt interessante Denkimpulse auslösen.

Lektürestand: II, 44.

Aus methodischen Gründen und damit auch Anfänger teilnehmen können, wird es systematische Wiederholungen der Formenlehre (insbesondere des Verbums und seines Systems) geben. Vorausgesetzt werden das Lesen der Devanagari-Schrift und die Sandhi-Regeln in ihren Grundzügen.

Literatur

Sprachliche Grundlage des Unterrichts wird neben: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0) vor allem folgendes Kurzlehrbuch sein: Sabine Ziegler, Klassisches Sanskrit, Wiesbaden: Reichert, 2012 (978-3-89500-880-1).

Textgrundlage bildet: The Bhagavad Gita, transl. by W. Sargeant, Rev. Ed. by Chr. Chapple, Albany: SUNY Press, 1994.

Weitere Materialien werden während der Sitzungen genannt bzw. in Kopieform ausgeteilt.

Leistungsnachweis

Teilnahme-Bescheinigung

Hinweise

Zur Vorbesprechung bzw. Terminfestlegung siehe Moodle unter "Ankündigungen"

Französisch

 

101

Französisch Grund- und Aufbaukurse

Bruchet Collins

SK G
2 st.

Termine nach Vereinbarung

 

Niveau A1 und/oder A2 (nach Bedarf)

Literatur

Das Lehrbuch wird zu Beginn des Kurses bekannt gegeben

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (Voraussetzung: Regelmäßiger Teilnahme)

 

102

Französisch Konversationskurs

Bruchet Collins

SK G
2 st.

Mi 13.30 – 15.05

 

Niveau B1-B2

Literatur

Pour rafraîchir votre français et vous entraîner à prendre la parole à partir d'articles de la presse

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung (Voraussetzung: Regelmäßige Teilnahme)

Medien und öffentliche Kommunikation

 

110

Extra-Seminar: Interview und Portrait

Prange

gesonderte Anmeldung erforderlich an: beck@sankt-georgen.de

Ü G P13 M23 - 1 LP

Fr 14.10.2022, 14.00 – 18.00
Sa 15.10.2022, 09.00 – 16.00

 

Interview: Vorbereitung, Fragetechnik, Bearbeitung: Wie Interviews gelingen können

Porträt: Die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt vorstellen. Porträt in Praxis und Theorie

 

Leistungsnachweis

Teilnahmebescheinigung

Islam und christlich-muslimische Begegnung

 

120

Modul III: Islamische Theologie

Specker / Eschraghi

V G P13 M23 S4b
2 st. - 3 LP

Fr 16.00 – 19.00
Termine:
04.11.2022, 18.11.2022, 02.12.2022, 16.12.2022, 20.01.2023
Sa 21.01.2023, 10.00 – 16.00

 

Die Vorlesung bildet den dritten Teil des viersemestrigen Zyklus, der als ganzer – zusammen mit den anderen Voraussetzungen, vor allem dem Tutorium – auch zum Erwerb des Zertifikats „Islam und Christlich-muslimische Begegnung“ berechtigt. Studierende können jedes Semester in das viersemestrige Programm einsteigen. Die Vorlesung kann jedoch auch als einzelne belegt werden. Gasthörer sind willkommen. Die Vorlesung wird zunächst einen kurzen Überblick über die Geschichte des islamisch-theologischen Denkens geben. Dabei wird der Entwicklungsprozess dargestellt, der von einer – auch heute noch bestehenden - komplexen Vielfalt von Denkströmungen und –schulen im Verlauf einiger Jahrhunderte hin zur Herausbildung einer bzw. mehrerer konkurrierender “Orthodoxien” geführt hat. Ferner werden die zentralen Textgattungen vorgestellt, die die theologische Auseinandersetzung geprägt haben. Anschließend werden Themen erörtert, die zentrale Momente des systematisch-theologischen Diskurses erschließen. In den Blick kommen z.B. die Frage nach der Willensfreiheit, der Sünde, der Werkgerechtigkeit und dem Gottesverständnis. Leitend ist die These, dass die islamische Theologie als Reaktion auf soziale und politische Konflikte des Frühislam entstanden ist. Abschließend sollen einige Aspekte der islamischen Sicht auf das Christentum thematisiert werden. In den Blick kommen die koranischen Voraussetzungen und einige Akzentsetzungen in der Geschichte der christlich-islamischen Beziehungen.

 

Literatur

Literatur:

Lutz Berger, Islamische Theologie, Wien 2010.

Mouez Khalfaoui, Jean Ehret (Hg.): Islamische Theologie in Deutschland: ein Modell für Europa und die Welt. Freiburg u.a. 2021.

Tilman Nagel, Geschichte der islamischen Theologie. Von Mohammed bis zur Gegenwart, München 1994.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.

Hinweise

Die Vorlesung besteht aus fünf Einheiten (Freitags 16-19 Uhr vom 04.11.2022-20.01.2023) und einem Präsenztag (21.01.2023).

 

121

Tutorium zum Zertifikatsprogramm „Islam und christlich-muslimische Begegnung“

Specker / Güzelmansur

T G P13 M23 - 1.5 LP (nur für Studierende. die das Abschlusszertifikat erwerben)

Do 24.11.2022, 18.00 – 19.30
Do 15.12.2022, 18.00 – 19.30
Do 26.01.2023, 18.00 – 19.30

 

Das Tutorium dient zur Vorstellung der eigenen Begegnungs- und Lektüreprojekte.

Literatur

Teilnahme an zwei von drei Terminen verpflichtend. An einem Termin ist ein 10-15 minütiges Referat über das eigene Projekt zu halten. In Ausnahmefällen kann dies durch einen Essay ersetzt werden.

Leistungsnachweis

Angaben folgen demnächst.