Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (Sommersemester 2026)

Bachelorstudiengang Kirchliche Praxis

B2 - Erinnern – Offenbarung und Tradition

 

200

Mit Exodus durch die Bibel

Peetz

Fächer: Exegese des Alten Testaments

ProS G B2 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 09.-11.04. und 16.-18.07.2026.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Das Buch Exodus gehört zu den wichtigsten und grundlegendsten Büchern der Bibel überhaupt. Es enthält Texte, die für Judentum und Christentum bis heute von elementarer Bedeutung sind. Dazu gehören zum Beispiel der Dekalog und die Anordnung zur Pessachfeier, die sogenannte Meerwundererzählung, oder auch die Texte zum Bau des Zeltheiligtums, die die Basis für die jüdische Schechina-Theologie bilden.

Der erste Hauptteil des Buches Exodus, Ex 1-15, erzählt von der Befreiung der Kinder Israels aus dem „Sklavenhaus“ aus Ägypten durch Gott. An diese Befreiungstat erinnert nicht nur das Buch Exodus, auch viele andere Texte des Alten und Neuen Testaments nehmen auf das Exodus-Motiv Bezug oder spielen darauf an.

Wie kaum ein anderes biblisches Motiv hat der Exodus eine starke Rezeption in der politischen Geschichte erfahren. Bis heute ist das Buch Exodus, das von der Befreiung aus der Unterdrückung, von Migration, Flucht und Vertreibung erzählt, hochaktuell.


Abgesehen von einer Einleitung und einem Ausblick umfasst die Lehrveranstaltung drei Hauptkapitel: Das erste Hauptkapitel vermittelt Basiswissen zur Bibel, d.h. es führt in die biblischen Schriften, in die Hermeneutik des Erinnerns sowie in die Geschichte des antiken Israels ein. Das zweite Hauptkapitel behandelt das biblische Buch Exodus, untersucht seinen Aufbau, erörtert zentrale Inhalte und reflektiert seine möglichen zeitgeschichtlichen Entstehungskontexte. Das dritte Hauptkapitel untersucht, wie das Exodus-Motiv in anderen biblischen Schriften aufgenommen und transformiert worden ist. Dabei soll deutlich werden, dass das Exodus-Motiv sich wie ein roter Faden durch die Bibel zieht. Ein Ausblick erörtert beispielhaft die Wirkung des Exodus-Motivs in der politischen Geschichte und reflektiert seine bleibende Relevanz bis heute.

Literatur

Melanie Peetz, Das biblische Israel. Geschichte – Archäologie – Geographie. Verlag Herder: Freiburg, Basel, Wien (2)2021.

Konrad Schmid, Die Bibel. Entstehung, Geschichte, Auslegung. C.H. Beck Verlag: 2021.

Weitere Literatur wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme (Präsenz und Mitarbeit) in den Präsenzphasen und digitalen Kontaktzeiten.

Modulabschluss:

Hausaufgaben (insgesamt 7-8 Seiten / 14.000-16.000 Zeichen, inkl. Leerzeichen)

 

201

Kirche in Geschichte und Gegenwart

Ansorge / Steiner

Fächer: Kirchengeschichte / Dogmatik

ProS G B2 - 4.5 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 09.-11.04. und 16.-18.07.2026.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Im Verlauf der Kirchengeschichte wurden Inhalte des christlichen Glaubens unterschiedlich akzentuiert. Auch das Verhältnis von Staat und Kirche wurde in Spätantike, Mittelalter und Neuzeit anders bestimmt. Diese Zusammenhänge werden im Rahmen der Lehrveranstaltung in ihren Eigentümlichkeiten und kontextuellen Bezogenheiten vorgestellt und diskutiert. Neben der Geschichtlichkeit von Dogmen werden auch die theologischen Grundlagen thematisiert, die zur Entstehung des Glaubensbekenntnisses beitrugen.

Literatur

Dirk Ansorge, Kleine Geschichte der christlichen Theologie. Epochen, Denker, Weichenstellungen, Regensburg, 2. Aufl. 2021.

Alister E. McGrath, Der Weg der christlichen Theologie. Eine Einführung, München 1997.

Wolfgang Pauly (Hg.), Geschichte der christlichen Theologie, Darmstadt 2008.

Leistungsnachweis

Semesterbegleitende Hausaufgabe (B2)

B5 - Große Feiern des Christentums – anthropologisch/sakramental

 

202

Große Feiern des Christentums – anthropologisch/sakramental

J. Arnold / Beck / Bieringer / Vechtel

Fächer: Kirchengeschichte / Dogmatik / Liturgiewissenschaft / Pastoraltheologie

ProS G B5 - 6 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 09.-11.04. und 16.-18.07.2026.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Der christliche Glaube drückt sich nicht zuletzt in der gemeinsamen Feier der Gläubigen aus. Einerseits werden durch die jährlich wiederkehrenden Feste heilsbedeutsame Ereignisse des Lebens Jesu vergegenwärtigt, andererseits soll durch die kirchliche Feier von Lebenswenden, aber auch durch die Feier des Alltags, die Nähe Gottes im Leben des/der einzelnen erfahrbar werden.


In der Lehrveranstaltung werden speziell die Feier der (Erwachsenen-)Taufe (mit Katechumenat) sowie das Oster- und das Weihnachtsfest aus kirchengeschichtlicher und pastoraltheologischer bzw. dogmatischer und liturgiewissenschaftlicher Perspektive in den Blick genommen.

Literatur

Literatur wird im Laufe der Lehrveranstaltung angegeben.

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme (Präsenz und Mitarbeit) in den Präsenzphasen und digitalen Kontaktzeiten.


Modulabschluss:

Zwei Essays zu je 2–3 Seiten (5.000-8.000 Zeichen), von denen das erste im Verlauf des Semesters einzureichen ist, das zweite während der auf das Semester folgenden vorlesungsfreien Zeit.

B14 - Religiöse Kommunikation

 

203

Bibliodrama in religiöser Kommunikation

Dörnemann

Fächer: Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik

ProS G B14 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 09.-11.04. und 16.-18.07.2026.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Das Bibliodrama ist eine kreative religionspädagogische Methode szenisch und darstellerisch mit biblischen Texten umzugehen, übersetzt die Botschaft der Bibel in die Gegenwart des „Hier und Jetzt“ und öffnet sie auf konkrete Glaubens- und Lebenserfahrungen. Die Einführung in Theorie und Praxis des Bibliodramas möchte Studierende ermutigen, diese Form leibbezogener Bibelarbeit und des Einbezugs medialer Räumlichkeit für die "Kirchliche Praxis in säkularer Gesellschaft" kennenzulernen und zu erproben.

Literatur

Literatur zur Einführung:

WiReLex-Artikel Bibliodrama: www.bibelwissenschaft.de/stichwort/200277/

Dörnemann, Holger, Der leere Raum im Bibliodrama. Religionspädagogik räumlich gelebter Religion, Berlin 2013.

Langer, Heidemarie, Bibliodrama, Erfahrungsbezogene Begegnung mit biblischen Texten, in: Ehebrecht Zumsande, Jens/Leinhäupl, Andreas (Hg.), Handbuch Bibel-Pastoral. Zugänge – Methoden – Praxisimpulse, Ostfildern 2018, 246-251.

Die o.g. Bücher sind in der Bibliothek vorhanden.

Leistungsnachweis

Ein qualifizierter Leistungsnachweis setzt die aktive Teilnahme an den Modulveranstaltungen sowie die Fertigstellung einer Hausarbeit zur Reflexion bibliodramatischer Szenen im Umfang von 16.000-20.000 Zeichen voraus.

 

204

Einführung in Psychologie und Pädagogik

Strunk

Fächer: Humanwissenschaften

ProS G B14 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 09.-11.04. und 16.-18.07.2026.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

„In der Seelsorge sollen nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet und angewendet werden, so dass auch die Laien zu einem reineren und reiferen Glaubensleben kommen.“ (GS 62) Die Botschaft des Zweiten Vatikanischen Konzils scheint klar: Eine Theologie, die den Menschen ihrer Zeit gerecht werden, Glaubensleben fördern und Glaubensvermittlung zeitgemäß betreiben will, tut gut daran, insbesondere mit den Human- und Sozialwissenschaften dieser Zeit in Dialog zu treten. Dieses Unterfangen ist spannend wie spannungsreich: gerade dann, wenn sich Paradigmen und Inhalte der beteiligten Wissenschaften, z. B. der Psychologie oder der Pädagogik, für die Theologie als nicht unmittelbar anschlussfähig bzw. deckungsgleich erweisen. Gleichwohl ist es im Interesse einer echten Begegnung, insbesondere in einer säkularen Gesellschaft, unabdingbar, dass alle teilnehmenden Disziplinen hier als eigenständige Dialogpartner vorkommen und vom je anderen nicht nur das wahrgenommen wird, was auf den ersten Blick „brauchbar“ erscheint.

Diese Einsicht liegt dem Proseminar zugrunde, das Theologietreibenden die Möglichkeit bieten will, anhand ausgewählter Fragestellungen zentrale Perspektiven, Inhalte und Methoden von Psychologie und Pädagogik kennenzulernen: Wie funktioniert Lernen? Warum sind wir nur manchmal motiviert? Was macht Macht? Woher kann ich wissen, wie ein Gegenüber ist? Sind „starke“ Persönlichkeiten „machbar“? Ungebunden und frei – ein erstrebenswerter Zustand? Hält der Glaube gesund? Bildung in Zeiten von KI …


Ein besonderer Schwerpunkt wird innerhalb der Lehrveranstaltung auf der Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch liegen.

Eigens hingewiesen sei darauf, dass auch psychische Erkrankungen und Phänomene wie z. B. Suizidalität zur Sprache kommen (können).

 

Literatur

Mit Beginn der Lehrveranstaltung wird ein Reader zur Verfügung gestellt.

 

Leistungsnachweis

Die Lehrveranstaltung sieht längere Phasen des Selbststudiums anhand des bereitgestellten Readers und digitale/präsentische Kontaktzeiten vor, in denen die selbst erarbeiteten Inhalte gemeinsam vertieft werden. Erfolgreich nimmt teil, wer sich aktiv in die Präsenzphasen bzw. digitalen Kontaktzeiten einbringt (Präsenz und Mitarbeit) sowie eine Arbeit (16.000-20.000 Zeichen) anfertigt, die exemplarisch psychologische und pädagogische Einsichten mit kirchlicher Praxis vernetzt.

 

B16 - Kirchenentwicklung in Gegenwartskultur

 

205

Kirchenentwicklung in Gegenwartskultur

Bieringer / Honemann / Kraus / Platen

Fächer: Liturgiewissenschaft / Kirchenrecht / Exegese / Pastoraltheologie

Se G B16 - 12 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 09.-11.04. und 16.-18.07.2026.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Die Lehrveranstaltung erschließt Liturgie als Motor und Prüfstein von Kirchenentwicklung. Ausgangspunkt sind aktuelle Transformationsprozesse vor Ort (Pfarreizusammenlegungen, neue Orte, veränderte Räume) und die Frage, wie sich Gottesdienstkultur dabei wandelt. Im Fokus stehen Kriterien gelingender liturgischer Praxis zwischen Tradition, Inkulturation und spätmoderner Lebenswelt. Anhand ausgewählter Beispiele werden Optionen und Grenzen liturgischer Innovation diskutiert.

Literatur

Dominik Abel, Jenseits des Kirchturmdenkens. Liturgie und Kirchenentwicklung zwischen Tradition, Inkulturation und Gegenwart (Praktische Theologie heute 211), Stuttgart  2026.

 

Leistungsnachweis

Voraussetzung: Aktive Teilnahme (Präsenz und Mitarbeit) in den Präsenzphasen und digitalen Kontaktzeiten sowie Besuch eines Best-Practice-Beispiels Abschluss: Klausur (90 Minuten)

B18 - Methoden beruflichen Handelns

 

206

Erwachsenenbildung

Reinders

Fächer: Methoden berufliches Handeln

ProS G B18 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 09.-11.04. und 16.-18.07.2026.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Erwachsenenbildung in Trägerschaft der Kirche versteht sich als „kulturelle Diakonie“. Denn sie ist ein Handlungsfeld, in dem Menschen für ihren Lebensweg zu Autonomie, zu Selbstständigkeit und zu einem verantworteten Glauben finden. In einer säkularen Gesellschaft bietet Erwachsenenbildung die Chance zum Gespräch mit Menschen außerhalb der pastoralen Strukturen.

Damit wird sie zum Test- und Übungsfeld für inhaltliche Fragen, die in der kirchlichen Praxis nach Antworten suchen, aber auch für organisatorische und formale, etwa der Finanzierung und der Nachhaltigkeit der Prozesse.

Kirchliche Erwachsenenbildung stellt sich in ihren Praxisfeldern aktuellen gesellschaftlichen Anfragen wie denjenigen der digitalen Kultur. Sie will angesichts antidemokratischer Strömungen Orientierung schaffen und Gesprächsräume öffnen. Im Modul werden die Gegenwarts- und Zukunftsperspektiven der kirchlichen Erwachsenenbildung ebenso beleuchtet wie ihr Beitrag zur Kirchenentwicklung.

Literatur

Arnold, Rolf, Systemische Erwachsenenbildung. Die transformierende Kraft des begleiteten Selbstlernens (= systhemia – Systemische Pädagogik, 10), Bielefeld 2019

Evangelische Kirche in Deutschland (Hrsg.): Entscheiden jenseits vertrauter Horizonte. Zukunftsszenarien für evangelische Bildung und Kirche, Leipzig 2026

Grillmeyer, Siegfried/Kallbach, Kai/Pfrang, Claudia/Stammler, Martin (Hg.), Die katholische Kirche und die radikale Rechte, Würzburg 2023

Weiß, Andreas G., Kirche braucht Bildung. Ein Plädoyer, Freiburg 2024

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme (Präsenz und Mitarbeit) in der Lehrveranstaltung (unbenotet)

Modulabschluss: Eine wissenschaftliche Hausarbeit in einer Lehrveranstaltung des Wahlpflichtbereichs des Moduls B18 (ca. 30.000 Zeichen); Studierende wählen die Lehrveranstaltung, zu deren Themengebiet die Arbeit verfasst wird. Die Wahl des Themas erfolgt in Absprache mit dem/der Lehrenden und dem Modulkoordinator.

 

207

Glaubenskurse

Aldinger

Fächer: Methoden berufliches Handeln

ProS G B18 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 09.-11.04. und 16.-18.07.2026.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Wie gelingt es Kirchengemeinden und Gruppen, Räume für das gemeinschaftliche und persönliche Entdecken und Vertiefen des christlichen Glaubens zu eröffnen? Welche Wege und Formen bieten sich an, damit Menschen Geschmack und Kraft für ihr Leben aus dem Evangelium entdecken? Diesen Fragen geht das Proseminar „Glaubenskurse“ nach, indem ganz praktisch verschiedene Methoden und Materialien der bunten Landschaft von Glaubenskursen ausprobiert und reflektiert werden. Am Ende der Veranstaltung können die Studierenden Methoden und Materialien von Glaubenswegen und – kursen kritisch unterscheiden und im Sinne einer Bildung zur spirituellen Autonomie und Mündigkeit, unter den Vorzeichen pluraler Sinnsuche und mit Blick auf die Bedarfe und Lebenskontexte der Menschen anwenden.

Kompetenzen:

• Die Studierenden lernen pastorale und religionspädagogische Tätigkeitsfelder und Methoden des beruflichen Alltags kennen und können diese in der beruflichen Praxis anwenden.

• Die Studierenden konzipieren eigene Angebote für Menschen in individueller Glaubenssuche.

• Die Studierenden können Methoden und Materialien von Glaubenswegen und – kursen kritisch unterscheiden und einschätzen und im Sinne einer Bildung zur spirituellen Autonomie und Mündigkeit, unter den Vorzeichen pluraler Sinnsuche und mit Blick auf die Bedarfe und Lebenskontexte der Menschen formatieren.

Literatur

• Die Deutschen Bischöfe, Missbrauch geistlicher Autorität. Zum Umgang mit Geistlichem Missbrauch, Bonn 2023

• Müller, Hadwig: Theologie aus Beziehung. Missionstheologische und pastoraltheologische Beiträge, Ostfildern 2020

• Papst Franziskus, Evangelii Gaudium – Apostolisches Schreiben über die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heute (VAS 194), Bonn 2013

• Schönemann, Hubertus, Deutschland Missionsland!? Vom Senden und Empfangen. In: KAMP Kompakt 4, Erfurt 2017

• Sellmann, Matthias: Was fehlt, wenn Christen fehlen, Echter Verlag 2020

Leistungsnachweis

• Aktive Teilnahme (Präsenz und Mitarbeit) an den gemeinsamen Seminarterminen

• Erarbeitung, praktisch-theologische Reflektion und Präsentation eines eigenen oder eines vorhandenen Glaubenskurs-Formats (nicht benotet)

• Eine wissenschaftliche Hausarbeit in einer Lehrveranstaltung des Wahlpflichtbereichs (ca. 30.000 Zeichen); Studierende wählen die Lehrveranstaltung, zu deren Themengebiet die Arbeit verfasst wird. Die Wahl des Themas erfolgt in Absprache mit dem/der Lehrenden und dem/der Modulkoordinator/in.

 

208

Führen mit Verantwortung

Denger

Fächer: Methoden berufliches Handeln

ProS G B18 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 09.-11.04. und 16.-18.07.2026.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Gute Führung macht den Unterschied. Dies gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch im kirchlichen Bereich. In diesem Seminar geht es um die Reflexion der Frage, woran sich Führungskräfte ausrichten sollten, wenn es darum geht, Menschen verantwortungsbewusst zu führen. Der Schwerpunkt liegt auf Zugängen der praktischen Theologie. Daneben geht es um die Komplexität des Führungshandelns an sich: Wie können Führungskräfte mit den unterschiedlichen Erwartungen umgehen, die zum Beispiel die Gesamtorganisation oder die Mitarbeitenden an sie stellen?

Literatur

- Jürgens, Benedikt/Sellmann, Matthias (Hrsg.): Wer entscheidet, wer was entscheidet? Zum Reformbedarf kirchlicher Führungspraxis. Freiburg 2020.

- Müller-Weissner, Ulrich: Chef sein im Haus des Herrn Führen und Leiten in der Kirche - eine Praxishilfe. Gütersloh 2003.

- Jullien, François: Vortrag vor Managern über Wirksamkeit und Effizienz in China und im Westen (Übersetzt von Ronald Voullié). Berlin 2006.

- Kühl, Stefan: Führung managen. Eine sehr kurze Einführung. Wiesbaden 2025.

- Schuster, Norbert: Führen und Leiten als spirituelle und theologische Kompetenz. Freiburg 2007.

Leistungsnachweis

Teilnahme an den Online-Treffen und aktive Mitarbeit. Schriftliche Reflexion der Lerninhalte und Ausarbeitung einer schriftlichen Abschlussaufgabe (unbenotet).

Eine wissenschaftliche Hausarbeit in einer Lehrveranstaltung des Wahlpflichtbereichs (ca. 30.000 Zeichen); Studierende wählen die Lehrveranstaltung, zu deren Themengebiet die Arbeit verfasst wird. Die Wahl des Themas erfolgt in Absprache mit dem/der Lehrenden und dem/der Modulkoordinator/in.

 

209

Schulpastoral

Weißenberger

Fächer: Methoden berufliches Handeln

ProS G B18 - 3 LP

Präsentische Kontaktzeiten im Zeitraum 09.-11.04. und 16.-18.07.2026.
Digitale Kontaktzeiten nach Mitteilung der/des Lehrenden.

 

Im Bereich der Pastoral und der Seelsorge der (katholischen) Kirche in besonderen Räumen außerhalb der klassischen Gemeinde sind Schulpastoral und Schulseelsorge, anders als Krankenhaus- oder Gefängnisseelsorge, ein „junges“ Betätigungsfeld kirchlichen Wirkens in der Gesellschaft. Dieses hat aber eine (Vor-) Geschichte. Biblische und historische Fundamente dieser Arbeit zu ergründen, macht sich das Seminar zur Aufgabe. Darüber hinaus möchte es die Realität von Schulpastoral und Schulseelsorge sowie ihre (dogmatische) Begründung untersuchen.

Das Seminar bewegt sich im Spannungsfeld von Schule, Kirche und Gemeinde. Inhaltlich orientiert es sich an den vier nachfolgenden Thesen, im Vorgehen an den praktisch-theologisch bewährten Schritten des Sehens, Urteilens und Handelns. Kurzfristige Änderungen und Umstellungen der Themen sind aus organisatorischen Gründen möglich.

These I: Das Wirken von Kirche als „Unterrichtende“ bis hin zu Begriffen und Inhalten heutiger Schulpastoral und Schulseelsorge sowie zum Anforderungsprofil als „Seelsorger“ kennt eine lange Geschichte.

These II: Kirchliches Handeln in der Welt geschieht auf Grund verschiedener Urkunden in Pastoral und Seelsorge.

These III: Das Wirken von Kirche in der Schule kennt rechtliche und systemische Voraussetzungen und Zusammenhänge sowie Überschneidungen und Abgrenzungen zu verwandten (Hilfs-) Strukturen und (Hilfs-) Einrichtungen der Schule.

These IV: Schulpastoral und Schulseelsorge haben kirchliche Vorgaben und werden in der Lebenswelt Schule konkret.

Sehen:

* heutige Ansätze in Schulpastoral und Schulseelsorge

* Fragen und Erwartungen zu Themenstellungen der Schulpastoral und Schulseelsorge

* geschichtlicher Hintergrund: Kirche und Schule – eine lange Entwicklung

* Entwicklungen der Begriffe und der Idee von Schulpastoral und Schulseelsorge und Begriffsklärung von „Pastoral“ und „Seelsorge“

Urteilen:

* Urkunden kirchlichen Handelns in der Welt

* Urkunden partikularkirchlicher Gültigkeit

* Urkunden Handlungsanweisungen der Bischofskonferenz

* (Schul-) Rechtliche Grundlagen des Handelns der Kirchen in der Schule

* Systemische Grundlegung kirchlichen Handelns in der Schule

* Systemische Abgrenzung von Schulpastoral und Schulseelsorge zu Religionsunterricht, Gemeindearbeit, Katechese, Schulsozialarbeit, Schulpsychologische und Therapeutische Dienste

Handeln:

* Konkretion von Schulpastoral und Schulseelsorge

* Konkretion als Organisation, Interkonfessionalität und Interreligiosität

* Konkretion in den vier Grundvollzügen

Leistungsnachweis

Aktive Teilnahme in der Lehrveranstaltung (unbenotet)

Modulabschluss: Eine wissenschaftliche Hausarbeit in einer Lehrveranstaltung des Wahlpflichtbereichs des Moduls B18 (ca. 30.000 Zeichen); Studierende wählen die Lehrveranstaltung, zu deren Themengebiet die Arbeit verfasst wird. Die Wahl des Themas erfolgt in Absprache mit dem/der Lehrenden und dem Modulkoordinator.