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Norbert Jacoby: pístis di´agápēs energouménē (Gal 5,6b): Versuch einer Interpretation

Paulus fordert bekanntlich immer wieder einerseits zum Glauben, andererseits zu Liebeswerken auf. Den Zusammenhang zwischen Glauben und Werken formuliert er an keiner Stelle so ausdrücklich wie in dem häufig diskutierten Vers Gal 5,6. Auf der Basis einer präzisen Sprach- und Kontextanalyse versucht der hier gegebene Interpretationsvorschlag von der in der Gegenwart meist wenig reflektierten Voraussetzung einer Ein-Ursachenlehre abzusehen und mit Hilfe antiker hermeneutischer Prinzipien eine angemessene sola-fides-Konzeption wieder neu zu denken. Abschließend folgt ein kurzer Ausblick auf weniger deutliche paulinische und andere neutestamentliche Belege.


In his epistles Paul again and again presses on the one hand for faith, on the other hand for works of charity. Only Gal 5:6 explicitly connects works with faith. First of all the paper analyses the language and context of this frequently discussed verse. Subsequently a new interpretation is offered by giving up today’s wide-spread presupposition that only one single reason causes the events of our world. Instead philosophical principles of the antiquity are brought up to give a new insight into the idea of sola fides. A short view of other less distinct biblical passages concludes the essay.


(Seite 407-418)

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