"Zwischen Dogma und Erfahrung, Erkundungen zum Grund des Glaubens" von Dirk Ansorge und Bernhard Knorn (Hg.)

Die Glaubwürdigkeit von Argumenten im religiösen Bereich wird häufig auf persönliche Authentizität zurückgeführt. Damit erhalten sowohl die unmittelbare Erfahrung als auch die unvertretbare, subjektive Individualität der einzelnen Glaubenden eine religiöse Normativität. Diese Position trifft auf ein christliches Glaubensverständnis, in dem der Glaube auf einer allgemeinen, geschichtlich ergangenen Offenbarung und auf deren kirchlicher Überlieferung beruht.

Wenn man den Glauben auf ein in textlicher Gestalt überliefertes Zeugnis gründen möchte, ist der Graben der Geschichte zu überbrücken. Aber auch der Bezug auf Erfahrung ist problematisch, weil er unweigerlich dem Verdacht einer Subjektivität ausgesetzt ist, die den Anspruch auf allgemeine Verbindlichkeit nur schwierig einlösen kann.

Die mit diesen Überlegungen angedeuteten Spannungen zwischen geschichtlicher Autorität und Erfahrung, zwischen Text und Ereignis existieren nicht nur im Christentum, sondern auch in anderen Religionen. So erörtern Beiträge dieses Bandes diese Fragen zunächst in katholisch-theologischer Perspektive. Die weiteren Beiträge bilden ein ökumenisches und interreligiöses Gespräch zwischen katholischen und evangelischen, jüdischen, islamischen und buddhistischen Ansätzen zum Thema.

Mit Beiträgen von Dirk Ansorge, Thomas Böhm, Hans-Joachim Höhn, Bernhard Knorn, Alexander Löffler, Ömer Özsoy, Karsten Schmidt, Tobias Specker, Susanne Talabardon, Klaus Vechtel, Saskia Wendel und Peter Zimmerling.

Reihe: Frankfurter Theologische Studien
Band: 80
Verlag: Aschendorff Verlag
Auflage: 1. Auflage
Umfang: 238 Seiten
ET: 07.10.2021
ISBN: 978-3-402-16074-9
Preis: 45,00 €

"Psalmen 1-50" von Dieter Böhler

Der Band vervollständigt die schon erschienenen Teilbände II (Psalmen 51–100) und III (Psalmen 101–150) des Psalmenkommentars der viel zu früh verstorbenen Bibelwissenschaftler Frank-Lothar Hossfeld (1942–2015) und Erich Zenger (1939–2010). Band I (Ps 1–50) folgt demselben exegetischen Programm der „Psalmen- und Psalterexegese“ wie die beiden vorangegangenen Bände: Die Psalmen werden sowohl in ihrer individuellen Gestalt als auch im Zusammenhang des gesamten Psalters erschlossen. Kommentiert werden in diesem Band unter anderem die für das Gesamtverständnis des Psalters so bedeutenden Eröffnungspsalmen 1 und 2 mit den Themen Tora und Messias sowie frömmigkeits- und theologiegeschichtlich so wirkmächtige Psalmen wie der Hymnus Ps 8 („Was ist der Mensch“), das individuelle Vertrauenslied Ps 16 („Du überlässt mein Leben nicht der Totenwelt“), die Meditation auf Gottes Tora in Ps 19 („Die Himmel erzählen“), das Vertrauensgebet Ps 23 („Der Herr mein Hirt“), der messianische Psalm zur Hochzeit des Königs Ps 45 sowie die zahlreichen Gebete der Klage, der Sehnsucht und des Gottvertrauens. Neben der Auslegung des Masoretischen Textes werden die Septuaginta sowie die Rezeption bei den Kirchenvätern und in der Liturgie eigens beleuchtet.

Der Kommentar bietet zugleich eine Einführung in die Entstehung, den Aufbau und die Theologie des gesamten Psalters. Dabei greift er die Auslegungen der Bände II und III auf und integriert sie in ein Gesamtverständnis, das die Abfolge der einzelnen Psalmen als eine Erzählung versteht, die – vor allem durch die Überschriften markiert – als „geistliches Tagebuch Davids“ (Erich Zenger) in Korrelation zur Davidgeschichte in den Samuelbüchern zu lesen ist. Nach dem Ende des davidischen Königtums (Ps 89) werden in den Psalmenbüchern IV (Ps 90–106) und V (Ps 107–150) eine theokratische und eine messianische Perspektive theologisch miteinander verschränkt.

Der Psalter ist das im Neuen Testament wie im übrigen damaligen Judentum meist zitierte und gebrauchte Buch. Ihm kommt nicht zuletzt im jüdisch-christlichen Dialog eine einzigartige Bedeutung zu.

"Imago Dei" von Theresia Hainthaler, Alexey Morozov, Franz Mali, Gregor Emmenegger

„Imago Dei“ – Gottebenbildlichkeit war 2019 das Thema der 9. Patrologentagung in L’viv, Ukraine, mit orthodoxen und katholischen Wissenschaftlern aus 12 europäischen Ländern. Gott hat den Menschen als sein Bild, ihm ähnlich geschaffen (Gen 1,26–27). Haben Intellekt, Vernunft oder Wille des Menschen, sein Körper oder seine Seele, Mann oder Frau, Anteil daran, Ebenbild Gottes zu sein? Wie kommt der Mensch zu dieser verheißenen Gottesebenbildlichkeit, was steht ihr entgegen?  Kirchenväter der lateinischen, griechischen und syrischen Tradition haben sich mit solchen Fragen befasst.

Die Tagungen, die 2001 auf Initiative von Kardinal Schönborn und Ysabel de Andia ihren Anfang nahmen, werden seit 2006 von Theresia Hainthaler alle zwei bis drei Jahre in einer europäischen Stadt organisiert. Sie bringen orthodoxe und katholische Wissenschaftler aus europäischen Ländern zusammen und dienen so dem wissenschaftlichen Austausch, der Vertiefung der Beziehungen und dem ökumenischen Dialog zwischen Ost und West. Aus Sankt Georgen haben an diesen Tagungen bisher auch Stephan Kessler, Johannes Arnold und Oliver Wiertz teilgenommen.

  • Softcover: 460 Seiten
  • ISBN:  978-3-7022-3881-0
  • Größe und/oder Gewicht : 22,5 x 15,0 cm
  • Verlag: Verlagsgruppe Patmos, Ostfildern
  • 1. Auflage 2021
  • Preis: 48,00 Euro

"Grundwissen Psychologie, Lehrbuch für Theologie und Seelsorge" von Klaus Kießling, Agnes Engel, Theresia Strunk, Hermann-Josef Wagener

Theologie und Seelsorge widmen sich Menschen auf der Suche nach Gott. Im Erleben von Menschen, im Sprechen mit und im Nachdenken über Menschen wird Gott erfahrbar. So fragen Seelsorgerinnen und Seelsorger, Theologinnen und Theologen sowie andere Interessierte auch nach Erkenntnissen der Psychologie.

Dieses Lehrbuch bietet ihnen einen Überblick über die vielfältigen Disziplinen der Psychologie, erläutert in verständlicher Sprache ihre Hauptbegriffe, stellt kompakt zentrale Modelle und Ergebnisse vor. Zugleich entdecken Leserinnen und Leser Verbindungen zwischen Psychologie und Theologie – dank exemplarischer Praxisbezüge und der Entfaltung pastoralpsychologischer Fragestellungen. Zahlreiche Literaturhinweise regen zum Weiterlesen an.

Dieses Werk macht grundlegendes psychologisches Wissen für Theologie und Seelsorge zugänglich, fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit und inspiriert pastorale Entwicklungen.

  • Hardcover: 608 Seiten
  • ISBN-EAN:  978-3-7867-3098-9
  • Größe und/oder Gewicht : 14 x 22 cm
  • Verlag: Verlagsgruppe Patmos, Ostfildern
  • 1. Auflage 2021
  • Preis: 55,00 Euro

"Gottes Wort und menschliche Sprache" von Tobias Specker

Christliche Offenbarungstheologie und islamische Positionen zur Unnachahmlichkeit des Koran

  • Eine Wort-Gottes-Theologie in interreligiöser Perspektive
  • Grundlinien eines christlichen Zugangs zum Koran
  • Koranhermeneutik und Literaturwissenschaft

Gottes Wort steht im Mittelpunkt des christlichen wie des islamischen Glaubens. Damit sind Offenbarung und Sprache in beiden Religionen eng aufeinander bezogen. Tobias Specker bringt islamische und christliche Theologie, Literaturwissenschaft und phänomenologische Philosophie miteinander ins Gespräch. In klassischen und gegenwärtigen Ansätzen untersucht er den Topos der Unnachahmlichkeit des Koran, der eine zentrale Rolle in der Begründung des islamischen Glaubens spielt. Aus der Analyse arabisch-christlicher Positionen und aktuellen Ansätzen hermeneutischer Theologie wird ein dialogbereiter und differenzbewusster christlicher Zugang zum Koran entwickelt – und damit eine Theologie des Wortes Gottes im interreligiösen Kontext.

 

 

"Normativität als Metaphysik, Brandom und die Performanz der Philosophiegeschichte" von Thomas Hanke

Der Neopragmatist Robert Brandom hat seit der Jahrtausendwende verstärkt auf Positionen aus der Philosophiegeschichte zurückgegriffen, um seine anti-naturalistische, metaphysische Agenda voranzutreiben. Mittels einer detaillierten Rekonstruktion klärt diese Arbeit über die Strategie auf, die er durch seine selektive Lektüre von Kant und Hegel verfolgt.

Im Ausgang von der Analyse der Normativität unserer Sprach- und Erkenntnispraxis wird eine Theorie entwickelt, der zufolge nicht nur unsere subjektiven Behauptungen, sondern auch die objektive Welt, auf die wir Bezug nehmen, begrifflich gegliedert ist. Maßgeblich für diese Theorie ist eine Interpretation von Kants transzendentaler Deduktion der reinen Verstandesbegriffe, auf der die Hegel-Lektüre aufruht.

Im Verlauf der Arbeit werden mehrere Varianten unterschieden, in welcher Weise Positionen aus der Philosophiegeschichte eine Rolle in aktuellen systematischen Debatten spielen können. Deshalb werden weitere Fallstudien zu Hegel sowie zu Anselm von Canterbury durchgeführt. So zeigt sich Schritt für Schritt, dass der Einsatz philosophiegeschichtlicher Positionen als performativer Akt zu verstehen ist, der im Vollzug seine anti-reduktionistische Grundhaltung offenbart. 

  • Verlag De Gruyter
  • 1. Auflage 2020
  • Gebunden
  • 320 Seiten
  • ISBN: 9783110707472
  • Preis: 99,05 Euro

"Das biblische Israel" von Melanie Peetz, überarbeitete Neuausgabe des Lehrbuchs

Das erfolgreich eingeführte Lehrbuch behandelt übersichtlich gestaltet und leicht zugänglich die Geschichte Israels von der Zeit seiner Entstehung im 2. Jahrtausend vor Christus bis zum sogenannten Bar-Kochba-Aufstand der Jahre 132-135 nach Christus. Die einzelnen Epochen dieser Geschichte werden auf der Grundlage biblischer und außerbiblischer Textzeugnisse sowie mit Hilfe der Erkenntnisse der Archäologie historisch-kritisch rekonstruiert. Kurzeinführungen, Zeittafeln, Karten- und Bildmaterial sowie Übungsaufgaben helfen bei der Vorbereitung universitärer Prüfungen. Das Lehrbuch eignet sich für Studierende in den ersten Semestern der Theologie und Judaistik sowie für Heilig-Land-Reisende, die sich ein fundiertes Wissen von der Geschichte Israels und von den Orten und Landschaften der Bibel aneignen möchten.


Die zweite Auflage wurde durchgehend überarbeitet, erweitert und aktualisiert sowie um die neueste Literatur ergänzt.

  • Verlag Herder
  • 1. Auflage 2021
  • Gebunden
  • 328 Seiten
  • ISBN: 978-3-451-38984-9
  • Preis: 29,00 Euro

 

Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht Band 4 (S-Z) von Thomas Meckel / Heribert Hallermann / Michael Droege / Heinrich de Wall (Hg.)

Die Herausgeber des Lexikons für Kirchen- und Religionsrecht (LKRR), dessen Redaktion am Lehrstuhl für Kirchenrecht, Religionsrecht und kirchliche Rechtsgeschichte der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen verortet ist, haben sich aufgrund der kirchlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den vergangenen Jahre, die das Kirchen- und das Religionsrecht vor große Herausforderungen und Modifikationen stellt, für die Herausgabe eines vierbändigen Lexikons entschieden, welches in über 2.600 Lemmata zuverlässige und prägnante Informationen zu den grundlegenden Fragen des internen Rechts von Kirchen und Religionsgemeinschaften und des Religionsrechts und eine der umfassendsten Darstellungen des Fachbereichs darstellt. Nach Erscheinen des ersten Bandes des LKRR im Januar 2019, des zweiten Bandes im Oktober 2019 sowie des dritten Bandes im September 2020 konnte nun bereits im Juni 2021 der vierte Band vorgelegt und das Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht somit vollendet werden. Mit der Veröffentlichung des vierten Bandes des LKRR ist auch die Online-Ausgabe des Lexikons (LKRO) vollständig verfügbar (https://referenceworks.brillonline.com/browse/lexikon-fuer-kirchen-und-religionsrecht).

Neben Fragen des staatlichen Rechts und des Kirchenrechts der katholischen und der evangelischen Kirche werden auch zentrale Inhalte des Kirchenrechts der orthodoxen Kirchen sowie des Rechts des Judentums und des Islams behandelt. Das LKRR ist einer interreligiösen und ökumenischen Perspektive verpflichtet und eröffnet dem Anwender die Möglichkeit, die verschiedenen Rechtsbereiche zu vergleichen.

Die Mitarbeit von namhaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des staatlichen Rechts, des Religionsrechts, sowie des katholischen, evangelischen, orthodoxen, jüdischen und islamischen Rechts garantiert fundierte und kompetente Informationen. Das Lexikon ist sowohl für Theologen als auch für Juristen im Studium, in der Wissenschaft, in der staatlichen und kirchlichen Verwaltung sowie in der Seelsorge und beruflichen Praxis eine verlässliche und unerlässliche Informationsquelle.

Nähere Informationen zum LKRR erhalten Sie unter „Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht (LKRR) “.

Schoeningh-Verlag

Erschienen:

Band 1: Januar 2019 (ISBN 978-3-506-78637-1)

Band 2: Oktober 2019 (ISBN 978-3-506-78638-8)

Band 3: September 2020 (ISBN 978-3-506-78639-5)

Band 4: Juni 2021 (ISBN 978-3-506-78640-1)

"Geistlicher und sexueller Machtmissbrauch in der katholischen Kirche" von Klaus Kießling

Missbrauch ist immer Missbrauch von Macht. Als sexualisierte Gewalt geschieht er an vielen Orten, auf eigene Weise in der katholischen Kirche. Dabei drängt sich in wachsendem Maße die Frage nach spezifisch geistlichem Missbrauch auf. Denn viele Betroffene schildern sexualisierte Gewalt, ohne dass sich diese für sie zwingend mit geistlichem Missbrauch verbunden hätte, während andere in ihrer spirituellen Selbstbestimmung Verletzungen und Gewalt erfahren haben, die nicht mit sexuellen Übergriffen einhergingen. Gleichwohl sind geistlicher und sexueller Machtmissbrauch oft sehr eng miteinander verwoben. In diesem Buch geht es daher um beides: um die Frage, was Machtmissbrauch zu einem geistlichen macht und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind; um sexualisierte Gewalt und die Aufgabe, den Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen weltkirchlich und weltweit zu gewährleisten. 

"Logische Brillanz - Ruchlose Denkungsart?" von Oliver J. Wiertz (Hg.)

Möglichkeiten und Grenzen der Diskussion des Problems des Übels in der analytischen Religionsphilosophie

Die Frage nach der Vereinbarkeit der Existenz eines göttlichen Wesens, das allwissend, allmächtig und moralisch vollkommen ist (die Eigenschaften des sogenannten theistischen Gottes), mit der Existenz von Übeln beschäftigt die Philosophie (und dann auch die Theologie) seit der Antike. Theodizeentwürfe (in einem weiten Sinn) versuchen auf argumentative Weise die Rationalität des Glaubens an einen vollkommenen Schöpfer unserer unvollkommenen Welt zu verteidigen bzw. offen zu halten. In der zeitgenössischen Theologie, genauso wie in der Philosophie in „kontinentaler Tradition“, gilt dieses Theodizeeprojekt fast ausnahmslos als kognitiv gescheitert, unmoralisch und religiös unangemessen. In deutlichem Kontrast dazu präsentiert sich die Lage innerhalb der „analytischen“ Religionsphilosophie. In ihr kommt in einer lebhaften und umfangreichen Diskussion das Problem des Übels vor allem als kognitives Problem für den theistischen Gottesglauben in den Blick, insofern die Existenz von Übel in der Welt den Ausgangspunkt für theismuskritische Argumente bildet, auf die wiederum Gegenargumente oder Verteidigungen antworten.

Das vorliegende Buch ist der erste deutschsprachige Sammelband, der einen Überblick über den aktuellen Stand der Diskussion des Problems des Übels in der analytischen Religionsphilosophie gibt.

Er erschließt zum einen Standardpositionen und -diskussionen der analytischen Behandlung des Problems des Übels einem deutschsprachigen Publikum und vereinigt zum anderen in einem Buch VertreterInnen sowohl des (meistens analytisch) geprägten Theodizeeprojektes mit (meistens nichtanalytischen) Kritikern bzw. Alternativen. 

  • Gebunden : 604 Seiten
  • ISBN: 978-3-402-11838-2
  • Verlag : Aschendorff
  • Erschienen: 2020
  • Preis : 76,00 Euro

"Ethischer Realismus" von Stephan Herzberg

Zum Ethik-Konzept Josef Piepers

Josef Pieper ist mit seinen Abhandlungen über die Tugenden weltbekannt geworden. Er steht wie kein anderer für eine Revitalisierung der Tugendlehre in der deutschsprachigen Ethik des 20. Jahrhunderts. Doch was für eine Konzeption von Ethik steht hinter seinen Tugendbüchern? Wie ist sein „Ethischer Realismus" vor dem Hintergrund der heutigen Debatten genauer zu charakterisieren? Die vorliegende Abhandlung arbeitet das Ethik-Konzept Josef Piepers genauer heraus und bringt einige zentrale Annahmen wieder neu ins Gespräch mit der Gegenwartsphilosophie.

  • Taschenbuch : 53 Seiten
  • ISBN-10 : 3402247011
  • ISBN-13 : 978-3402247013
  • Größe und/oder Gewicht : 1.5 x 1.2 x 15.4 cm
  • Verlag : Aschendorff (21. April 2020)
  • 2. durchges. Auflage, 29.10.2020

"Sexualität bei Paulus" von Ansgar Wucherpfennig

Plädoyer für eine zeitgemäße Geschlechtergerechtigkeit

Paulus wird oft als Begründer einer leibfeindlichen, homophoben und engen Sexualmoral betrachtet. Aus seinen Briefen ergibt sich aber keine kohärente Lehre zur Sexualität. Der Band zeigt, dass Paulus die Tora als Weisung für ein gerechtes Leben gelesen hat, und wie die Schöpfungstheologie und der Dekalog in der Lesart der jüdisch-hellenistischen Diaspora seine Vorstellungen beeinflusst haben. Daraus hat er Grundeinstellungen gewonnen, die heute nicht einzufordern, sondern als patriarchal zu kritisieren sind. Deutlich wird, dass sie in Spannung zu Paulus‘ Selbstverständnis stehen, der die Botschaft von Gottes Gerechtigkeit bis an die Grenzen der Welt bringen soll. 

Verlag: Herder

ISBN: 978-3-451-38689-3

Preis: € 24,00 (Print-Ausgabe)

€ 24,00 (eBook)

Erschienen: 2020

Sammelband zum Transhumanismus erschienen

Stephan Herzberg / Heinrich Watzka (Hg.), Transhumanismus. Über die Grenzen technischer Selbstverbesserung. Berlin: de Gruyter 2020 (Humanprojekt Interdisziplinäre Anthropologie Band 17)

Die Vorträge des im November 2018 veranstalteten Symposions der Stiftung Hochschule Sankt Georgen über den Transhumanismus, erweitert um drei Originalbeiträge und eine ausführliche Einleitung, sind jetzt als Buch in der von de Gruyter verlegten Reihe „Humanprojekt“ erschienen. Der Transhumanismus versteht sich als kulturelle Bewegung und als interdisziplinärer Forschungsansatz mit dem Ziel der umfassenden Verbesserung des Menschen, d.h. seiner kognitiven, emotionalen und moralischen Fähigkeiten, mit technischen Mitteln. Primäres Ziel der Publikation ist eine Kritik des Transhumanismus, d.h. seiner impliziten Metaphysik, Anthropologie und Ethik. Die Autorinnen und Autoren versprechen sich von der kritischen Durchleuchtung transhumanistischer Positionen eine aufklärerische Wirkung auf eine technikbegeisterte Öffentlichkeit.

 

Verlag de Gruyter

ISBN: 978-3-11-069095-8

Preis:   € 84,95 (Print-Ausgabe)

€ 84,95 (eBook)

 

Erschienen: 2020

Der Alethes Logos des Celsus

Der Alethes Logos des Celsus. Untersuchungen zum Werk und seinem Verfasser mit einer Wiederherstellung des griechischen Textes und Kommentar.

Von Heinrich Otto Schröder. Herausgegeben von Johannes Arnold.

Die um 200 n.Chr. verfasste anti-christliche Schrift Alethes Logos („Wahre Lehre“) des Mittelplatonikers Kelsos – das älteste in größerem Umfang überlieferte Werk eines paganen Philosophen, das speziell dem Christentum gewidmet ist – hat sich ausschließlich durch Zitate in Origenes’ Entgegnung Contra Celsum erhalten. Der Altphilologe Heinrich Otto Schröder legte im Jahr 1939 im Rahmen seiner Gießener Habilitationsschrift eine Rekonstruktion des Alethes Logos vor, die noch heute diskutiert und rezipiert wird, obwohl sie nicht publiziert wurde. Um Interessierten den Zugang zu dieser bisher nur maschinen- bzw. handschriftlich in zwei leicht variierenden Fassungen vorliegenden wissenschaftlichen Studie zu erleichtern, wurde sie editorisch bearbeitet und 80 Jahre nach ihrer Entstehung in gedruckter Form zugänglich gemacht.

 

Logos Verlag

ISBN: 978-3-8325-5156-8

Preis:   € 44,-- (Print-Ausgabe)

€ 41,50 (eBook)

€ 54,-- (eBundle Deutschland)

Erschienen: 2020

Dritter Band des Lexikons für Kirchen- und Religionsrecht erschienen

Thomas Meckel / Heribert Hallermann / Michael Droege / Heinrich de Wall (Hg.)

Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht, Band 3 (L-R)

Die Herausgeber des Lexikons für Kirchen- und Religionsrecht (LKRR), dessen Redaktion am Lehrstuhl für Kirchenrecht, Religionsrecht und kirchliche Rechtsgeschichte der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen verortet ist, haben sich aufgrund der kirchlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den vergangenen Jahre, die das Kirchen- und das Religionsrecht vor große Herausforderungen und Modifikationen stellt, für die Herausgabe eines vierbändigen Lexikons entschieden, welches in über 2.600 Lemmata zuverlässige und prägnante Informationen zu den grundlegenden Fragen des internen Rechts von Kirchen und Religionsgemeinschaften und des Religionsrechts und eine der umfassendsten Darstellungen des Fachbereichs darstellt. Nachdem im Januar 2019 der erste Band und im Oktober 2019 der zweite Band erschienen ist, ist nun bereits der dritte Band des LKRR erhältlich.

Neben Fragen des staatlichen Rechts und des Kirchenrechts der katholischen und der evangelischen Kirche werden auch zentrale Inhalte des Kirchenrechts der orthodoxen Kirchen sowie des Rechts des Judentums und des Islams behandelt. Das LKRR ist einer interreligiösen und ökumenischen Perspektive verpflichtet und eröffnet dem Anwender die Möglichkeit, die verschiedenen Rechtsbereiche zu vergleichen.

Die Mitarbeit von namhaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des staatlichen Rechts, des Religionsrechts, sowie des katholischen, evangelischen, orthodoxen, jüdischen und islamischen Rechts garantiert fundierte und kompetente Informationen. Das Lexikon ist sowohl für Theologen als auch für Juristen im Studium, in der Wissenschaft, in der staatlichen und kirchlichen Verwaltung sowie in der Seelsorge und beruflichen Praxis eine verlässliche und unerlässliche Informationsquelle.

Nähere Informationen zum LKRR erhalten Sie unter „Lexikon für Kirchen- und Religionsrecht (LKRR)“.

Schoeningh-Verlag

Erschienen: 

Band 1: Januar 2019 (ISBN 978-3-506-78637-1)

Band 2: Oktober 2019 (ISBN 978-3-506-78638-8)

Band 3: September 2020 (ISBN 978-3-506-78639-5).