Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

Wintersemester 2000/01
Inhaltsübersicht:

Grundkurs

Philosophische Fächer

Theologische Fächer

Biblische Theologie
Historische Theologie
Systematische Theologie
Praktische Theologie

Sprachen

Studienbegleitende Veranstaltungen

Besondere Veranstaltungen



Hinweis: Die erläuternden Kurztexte
der einzelnen Veranstaltungen stammen von den Professoren und Dozenten.
Wo ein erläuternder Text fehlt, wurde dieser dem AStA nicht zugänglich
gemacht.


Zeichenerklärung:

V = Vorlesung Koll = Kolloquium Ü = Übung
ProS = Proseminar HS = Hauptseminar OS = Oberseminar
L = Lektüre;
D = Diplomstudiengang: Wahl- und Pflichtveranstaltungen im Grund- und Hauptstudium
A = Aufbaustudium, für Lizentianden und Doktoranden
K = Kontaktstudium, auch für Gasthörer empfohlen
 


GRUNDKURS

 

01 Einführung in die christliche Theologie

Gertler
V
Koll D, 2st, Di 10:35

Zielgruppe: StudienanfängerInnen im Diplomstudiengang
Scheinerwerb: Teilnahmeschein, der als Zulassungsbedingung zum Vordiplom erforderlich ist
Methode: Vorlesung und Kolloquium

In dem Kurs wird in das christliche Nachdenken über Gott, über Jesus Christus, über den Menschen, über das Volk Gottes und seine Schriften eingeführt (Propädeutik). Wir beginnen dabei mit unseren gegenwärtigen Fragen nach Gott und Welt und gehen dann zurück zum Ursprung der christlichen Theologie in Jesu Leben, Sterben und Auferstehen. Wir kehren dann wieder zur Gegenwart zurück. Dabei soll ein erster Überblick über das Ganze der christlichen Theologie und ihrer Grundfragen erreicht werden.
Für diejenigen, die eine Bescheinigung der erfolgreichen Teilnahme wünschen, steht am Ende der Veranstaltung ein Test.

 

 

PHILOSOPHISCHE FÄCHER

 

02 Gotteserfahrung im Denken

Splett
V DAK 3st Mo Di 08:45

Zielgruppe: Diplomstudiengang
Scheinerwerb: Religionsphilosophie
Literatur: J. Splett, Gotteserfahrung im Denken; Denken vor Gott; B. Weissmahr, Philosophische Gotteslehre

Auch das Reden von Gott muß erfahrungsgesättigt sein, doch Erfahrung gibt es nicht ungedeutet. Die Rechtfertigung religiöser, genauer: theologischer Deutung bezieht sich zunächst auf das religiöse Zeugnis als solches, also auf spezifisch religiöse Erfahrungen. Hier kommt die unvergleichliche Qualität des "Heiligen" zur Sprache, doch u. U. weniger seine jeden betreffende Allgemeingültigkeit. Dafür ist bei einer fundamental-anthropologischen Besinnung anzusetzen: bei der Sinnfrage, konkretisiert im Blick auf Ermöglichung und Maß der Mitmenschlichkeit: in der Gewissenserfahrung. Von dort aus sollen die bleibende Bedeutung der klassischen Gottesbeweise, die Rede von Gott als Ursprung und Ziel, von seiner Nähe und Ferne und der Sinn von "Analogie" im Gott-Welt-Verhältnis verständlich gemacht werden. Eigens müssen wir das Gespräch mit den unterschiedlichen Gestalten des Atheismus aufnehmen, und dies nicht zuletzt angesichts der unbeantwortbaren Frage Ijobs. Methode: Vorlesung mir Rückfragemöglichkeit.

 

03 Kolloquium zur Vorlesung

Splett
Koll DAK, 1st, Di 09:35

Zielgruppe: Hörer und Hörerinnen der Vorlesung

Im Kolloquium ist Raum für ausführlichere Nachfragen und Diskussion, Zusätze und Ergänzungen über das in der Vorlesung Gebotene hinaus.

 

04 Naturphilosophie

Seidel / Bauberger
V DK, 3st, Fr 08:45-11:20

Literatur: Leicht Lesbares zur Vorbereitung:
Goodsell, D.: Labor Zelle. Berlin 1994. Winnacker, E.-L.: Das Genom: Möglichkeiten und Grenzen der Genforschung. Frankfurt 1996. Poeppel. E., Edingshaus , A.-L.: Geheimnisvoller Kosmos Gehirn. München 1994.

Wichtige Lehrbücher:
Sober, E.: Philosophy of Biology, Boulder 1993. Koltermann, R.: Grundzüge der modernen Naturphilosophie, Frankfurt 1994. Alberts, B. et al.: Molekularbiologie der Zelle, Weinheim 1995. Campbell, N.A.: Biologie, Heidelberg 1997. Kandel, E.R. et al. (Hrsg.): Neurowissenschaften: eine Einführung, Heidelberg 1996. Singer, W. (Hrsg.): Gehirn und Bewusstsein, Heidelberg 1994.

Die Biowissenschaften als Teil der Gegenwartskultur verändern das Weltverständnis und die Welt selbst tiefgreifend. Ein intellektuell verantwortbares Wirklichkeitsverständnis kann dazu beitragen, szientistischen Einseitigkeiten ebenso gegenzusteuern wie den Irrationalismen ökologisch-holistischer Naturverklärung.

Die Vorlesung soll zur Reflexion biologischer Befunde beitragen sowie transdisziplinäres Denken und fächerübergreifende Dialogfähigkeit fördern. Das aber setzt eine gewisse Sachkenntnis voraus: Wer z.B. über Gentechnik oder über das sog. "Leib-Seele-Problem" mitreden will, sollte u. a. wissen, was ein Gen ist oder wie ein Neuron funktioniert.

Die Vorlesung hat die biologischen Grundlagen von Leben und Erleben zum Thema. Sie soll anhand der Stichwörter Molekül, Gen, Zelle, Organismus, Neuron, Gehirn (1.) Grundwissen auffrischen, das vermutlich jeder einmal gymnasial erworben hat (oder erworben haben sollte); (2.) weiterführende Informationen liefern, die geeignet sind, (3.) in Fragen philosophisch-theologischer Art einzumünden und zum eigenen Weiterdenken anzuregen.

 

05 Theologie in der griechischen Antike (Philosophiegeschichte)

Bordt
V DK, 2st, Di 16:15, Mi 08:45

Termine: 17./18.10; 07./08./28./29.11; 12./13.12.2000; 16./17./30./31.01.2001
Zielgruppe: Diplomstudiengang
Schein: Philosophiegeschichte Antike

Literatur: Sowohl für Hesiod als auch für die Vorsokratiker gibt es gute und preiswerte Übersetzungen mit Einführungen bei Reclam (Hesiods Theogonie (Reclamnr. 9763) und Werke und Tage (9445) sind von O. Schönberger übersetzt. Die Vorsokratikerfragmente in der Ausgabe von Jaap Mansfeld in 2 Bänden (7965 und 7966)). Für Platons Politea sei die Übersetzung von Rufner (bei dtv) empfohlen, die Nomoi sind von Franz Susemihl übersetzt (2-sprachig als insel-taschenbuch Nr. 1409). Die beste Übersetzung von Aristoteles´ Metaphysik ist von Hermann Bonitz (von Ursula Wolf herausgegeben bei rororo). Auf die Sekundärliteratur wird in der Vorlesung eingegangen.

Der Sinn einer Vorlesung über die antike Philosophiegeschichte kann es nicht sein, kursorisch die gesamte in Frage stehende Epoche zu behandeln - es gibt sehr gute Philosophiegeschichten (beispielweise die von Wolfgang Röd), in denen sich jeder, der Interesse hat, einen guten Überblick verschaffen kann. Wir werden uns in der Vorlesung nur mit einem, allerdings auch zentralen Thema der antiken Philosophiegeschichte beschäftigen, mit der Entwicklung der Theologie in der griechischen Antike von den Anfängen bis einschließlich Aristoteles. Was uns in der Vorlesungsreihe interessieren wird, ist die Auseinandersetzung mit den Antworten, die die griechischen Philosophen auf die Frage gegeben haben, wie man vernünftigerweise über Gott oder über Götter denken sollte. Nach einer generellen Einführung in das Gebiet der Antiken Philosophie (am 17.10.) wird zunächst der Ausgangspunkt der theologischen Reflexion skizziert, d. h. das, was man in der neuen Forschung als griechische 'Polis-Religion' bezeichnet; wir werden uns mit der griechischen Götterwelt (u.a. anhand von Homer), dem Mythos und den Funktionen der Kulte und Rituale beschäftigen (18.11). Der erste griechische Theologe ist Hesiod. Dessen Theogonie und seine Werke und Tage erhalten für die Tradition prägende Deutungen dessen, wer Gott ist: Gott ist Garant einer Ordnung, und diese Ordnung differenziert sich in die Ordnung des Kosmos und die Soziale Ordnung (7.11. und 8. 11.). Inwiefern man gerechtfertigt der Auffassung sein kann, daß Philosophen, die über die letzten Prinzipien des Kosmos und der gesamten Wirklichkeit nachdenken, über Gott nachdenken, wird uns exemplarisch anhand der Fragmente von Thales und Anaximander (28.11.), Anaxagoras (29.11.) und Parmenides (12.12) interessieren. Die Interpretation von Xenophanes wird uns in das Gebiet der Kritik an den traditionellen Gottesvorstellungen führen (13.12.). Inwiefern wir Platons Philosophie als Theologie verstehen können oder sollten, wird die Leitfrage der Interpretation von einigen Passagen der Politea und der Nomoi X am 16.1. und 17. 1. sein. Die Vorlesung schließt mit Überlegungen zu Aristoteles´ Theologie in Metaphysik (, wobei wir fragen werden, inwiefern bei Aristoteles von Theologie und inwiefern von Metaphysik gesprochen werden muß (30.1. und 31.1.).

 

06 Boëthius: Trost der Philosophie

Splett
HS DAK, 2st, Mo 14:30

Zielgruppe: Interessenten
Scheinerwerb: Religionsphilosophie, Anthropologie oder Philosophiegeschichte(Antike)
Literatur: Text, dt.: Reclam, lat.-dt.: Insel-Tb

Ein Grundbuch des abendländischen Denkens, aus nicht bloß persönlicher Krise heraus verfaßt (um 524 im Warten auf die Hinrichtung), von einem Christen, doch rein philosophisch, wollen wir miteinander - in Auswahl - lesen und diskutieren.

 

07 Religion als Gegenstand der Philosophie

Ollig
HS D, 2st, Blockseminar

Fr 15:00 - 18:00 Uhr
Sa 09:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr
Termine: 17./18. u. 24./25.11.2000

Das Thema 'Religion' gehört gegenwärtig zwar nicht zu den bevorzugten Themen philosophischer Reflexion. Immerhin gibt es wie in anderen philosophischen Disziplinen so auch im Bereich der Religionsphilosophie derzeit eine Reihe von Ansätzen, die in diesem Hauptseminar vorgestellt und diskutiert werden. Zielgruppe des Seminars sind Hörer der ersten vier Semester. Durch eine schriftliche Arbeit kann ein Schein in neuester Philosophiegeschichte erworben werden.

 

08 Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Ollig
ProS D, 1st, n.V.

Literatur: A. Raffelt: Proseminar, Freiburg 1992

Das Proseminar dient der Aneignung des für das Studium unumgänglichen wissenschaftlichen Handwerkszeugs. Daher ist die Teilnahme am Proseminar auch Vorraussetzung für die Teilnahme an einem Hauptseminar. Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen des wissenschaftlichen Arbeitens soll das Proseminar auch die ersten Schritte in die Philosophie inhaltlich unterstützen und ergänzen. Durch regelmäßige Teilnahme und eine Proseminararbeit kann der Proseminarschein erworben werden.

 

THEOLOGISCHE FÄCHER

 

BIBLISCHE THEOLOGIE


Einleitungswissenschaften

20 Einleitung in das Neue Testament I: Die Umwelt des NT

Engel
V DK, 2st, Do 08:45

Literatur: Für einen Teil des Stoffes dient Hans-Josef Klauck, Die religiöse Umwelt des Urchristentums I+II, Stuttgart: Kohlhammer 1995/96, als Lehrbuch. Zu den übrigen Teilen wird brauchbare neuere Literatur jeweils in den Vorlesungen angegeben. Das früher verwendete Lehrbuch (Eduard Lohse, Umwelt des NT [NTD Ergänzungsbd.1], Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 11971 " 91994) bedarf vieler Ergänzungen aus der neueren Diskussion.

Schein: Der in der Vorlesung behandelte Stoff kann in die Fachabschlußprüfung "Einleitung in die Hl. Schrift" eingebracht oder gesondert als Einzelprüfung (sbL: ENT I) oder als Teil des sbL "ENT I+II" geprüft werden.

Die Vorlesung soll in einem ersten Abschnitt die politische und wirtschaftliche Geschichte Palästinas von der Zeit Alexanders des Großen bis zum Bar-Kochba-Aufstand und die Geographie des Raumes, in dem die Kirche sich zunächst ausbreitete, vergegenwärtigen.
Sodann werden einige zum Verständnis des Judentums zur Zeit Jesu wichtige Institutionen und Verhältnisse behandelt: Tempel und Synagoge, Diaspora, jüdische Schriftauslegung und Lebensgestaltung nach der Tora, Religionsparteien zur Zeit Jesu und der Entstehung des NT (Sadduzäer, Pharisäer, Zeloten, Qumran-Essener; Anfänge des rabbinischen Judentums).
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Auseinandersetzung des Judentums mit dem Hellenismus und der Frage, ob oder wie weit synkretistische Strömungen (Mysterienkulte; Gnosis) Einfluß auf das sich entfaltende und über die Grenzen des Judentums hinauswachsende Christentum gewonnen haben.
Absicht der Vorlesung ist es, den geschichtlichen Hintergrund des Lebens und Wirkens Jesu und der Verfasser des NT (was ihnen "selbstverständlich" war) so zu erhellen, daß sowohl die Verwurzelung in ihrer Zeit als auch ihre Eigenart erkennbar werden.
In den letzten Wochen des Semesters soll, bereits auf den Stoff des Sommersemesters vorgreifend, in Art und Aufbau der synoptischen Jesus-Überlieferung (Mk, Mt, Lk) und in die verschiedenen Schritte eines methodisch gesicherten Zugangs eingeführt werden.

 

21 Einführung in die Exegese des Neuen Testaments

Engel
ProS D, 1st, Mo 11:25 - 12:25

Schein: Bei regelmäßiger, aktiver Beteiligung und Anfertigung einer kurzen Übungsarbeit kann ein Teilnahmeschein ausgestellt werden, der an anderen Theologischen Fakultäten Zulassungsbedingung zu exegetischen Hauptseminaren und Prüfungen ist. In der DPO von Sankt Georgen ist dieser Teilnahmeschein jedoch nicht verpflichtend.

Literatur: Die Interpretation der Bibel in der Kirche. Das Dokument der Päpstlichen Bibelkommission vom 23.4.1993 mit einer kommentierenden Einführung von L. Ruppert und einer Würdigung durch H.-J. Klauck (Stuttgarter Bibelstudien 161), Stuttgart: Kath. Bibelwerk 1995 (ein Exemplar des unkommentierten Textes dieses Dokuments kann den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt werden); Wilhelm Egger, Methodenlehre zum Neuen Testament. Einführung in linguistische und historisch-kritische Methoden. Freiburg-Basel-Wien: Herder 1987 u.ö. Außerdem wird herangezogen: H. Zimmermann, Neutestamentliche Methodenlehre. Darstellung der historisch-kritischen Methode, neubearb. v. K. Kliesch. Stuttgart: Kath. Bibelwerk 1982, und K. Berger, Formgeschichte des Neuen Testaments. Heidelberg: Quelle & Meyer 1984.

"Exegetische Methoden" sind einzuübende "Wege" zur Erschließung eines Textes - ganz gleich, ob es sich um einen antiken oder modernen, philosophischen, theologischen oder einen anderen Text handelt. Im exegetischen Proseminar soll die Fertigkeit des Umgangs mit dem "Handwerkszeug" (Text-, Literar-, Form-, Stil-, Gattungs-, Redaktionskritik, Strukturanalysen, u.ä.) so eingeübt werden, daß die Voraussetzungen für die "Kunst" des Verstehens und Auslegens gegeben sind. Zugleich ist die Mitarbeit im Proseminar praktische Vertiefung der Vorlesungen zur Einleitung in die Hl. Schrift. Anfängerkenntnisse des Griechischen sind nützlich und erwünscht.

 

Exegese des Alten Testaments

22 Das Buch Exodus (Kap. 1-15)

Jüngling
V DAK, 2st, Mi Do 10:35

Zielgruppe: Studierende der theologischen Semester
Scheinerwerb: sbL oder Fachabschlußexamen

Literatur: Fischer, G., Jahwe unser Gott. Sprache, Aufbau und Erzähltechnik in der Berufung des Mose (Ex 3-4, Freiburg Schw./ Göttingen 1989 (OBO 91).Schmidt, L. Beobachtungen zu der Plagenerzählung in Exodus VII, 14 - XI,10, Leiden 1990 (Studia Biblica 4). Davies, Gordon F., Israel in Egypt. Reading Exodus 1-2, Sheffield (JSOT Suppl. 135). Blum, E., Studien zur Komposition des Pentateuch, Berlin/NewYork 1990 (BZAW 189). Propp, William H.C., Exodus 1-18 (Anchor Bible 2) New York/London 1999. Schmidt, Werner H., Exodus (7,26 - 11,10) Neukirchen-Vluyn 1999. Jakob, Benno, Das Buch Exodus, Stuttgart 1997.

"Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich herausgeführt hat aus Ägypten, aus dem Sklavenhaus." Diese Worte stellen die Präambel des Dekalogs dar (Ex 20,2). In der Forschung werden sie kurz als die Variante, die Herausführungsformel bezeichnet. Die Hinaufführungsformel genauso wie ihre Variante, die Herausführungsformel, findet sich bereits gestreut im gesamten Alten Testament. Die mit diesen Formeln signalisierten "Exodus-Ereignisse" werden in den Kapiteln 1-15 des Buches Exodus erzählerisch entfaltet. Die breite Streuung der Anspielungen auf die Ereignisse im Alten Testament erweist diese als ein theologisches Datum ersten Ranges. Die Exodus-Ereignisse sind das Grunddatum, dem sich Israel seiner ganzen Existenz nach verdankt. Der Befreiung Israels zum aufrechten Gang (vgl. Lev 26,13) soll die konzentrierte exegetische Aufmerksamkeit gelten.

 

23 Die Psalmen

Jüngling
V DAK, 1st, Di 15:15

Literatur: Delitzsch, Franz, Die Psalmen, Leipzig 51894.
Ravasi, Gianfranco, Il libro dei Salmi, Volume II (51-100), Bologna 1983.
Alonso, Schökel, Luis - Carniti, Cecilia, I Salmi, Roma 1992 (Spanisches Orginal 1991), Band I ( Ps 1-72). Tate, Marvin E., Psalms 51-100 (WBD), Dallas/Tx. 1990. Seybold, K., Die Psalmen (HAT 1/15), Tübingen 1996. Girard, Marc, Les Psaumes redécouverts. De la structure au sens, Vol II 51-100, Québec 1994.

Es handelt sich um ein freies Angebot für Hörerinnen und Hörer aller Stufen und Semester. Die Vorlesung liegt außerhalb aller normalen und vorgeschriebenen Zyklen. Sie läuft schon mehrere Jahre. Es geht um die exegetische, theologische und spirituelle Einführung in den Psalter, das zentrale Gebet der Kirche. Im Laufe der Zeit werden alle Psalmen durchgesprochen. Die Reihenfolge ist die des Psalters, und daran wird eisern festgehalten. Im Wintersemester wird mit Psalm 56 begonnen. Die Vorlesung ist manchmal eher kursorisch, manchmal eher breit angelegt, es kann auch Exkurse zu Sonderthemen geben.

 

24 Hebräische Lektüre

Böhler
L DA, 1st, n.V.

Zielgruppe: Studierende mit Hebräischkenntnissen
Scheinerwerb: Auf Wunsch Teilnahmeschein

Im Blick auf die exegetische Hauptvorlesung von P. Jüngling über Exodus 1-15 lesen wir ausgewählte Stücke aus diesem Komplex. Der Lesekurs baut auf das Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnisse der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird erwartet.

 

25 Doktorandenseminar

Engel / Jüngling / Böhler
OS / Koll A, 2st, 14tgl. Mi 19:30-21:00

Termine: 15. / 29. Nov.; 13. Dez. 2000; 10. / 17. Jan.; 07. Feb. 2001.

Die Professoren und Dozenten der Exegese des AT der beiden Mainzer Theologischen Fakultäten und Sankt Georgens halten zusammen mit ihren Assistenten, Wissenschaftlichen Mitarbeitern und Doktoranden (auch besonders interessierte Studierende aus dem Grund- und Hauptstudium sind willkommen), in jedem Semester ein Oberseminar. Dabei wechseln Semester, in denen die Doktoranden über den Stand ihrer Dissertationen berichten und ihre Thesen der Diskussion aussetzen und Dozenten ihre jüngsten Forschungen vorstellen, mit Semestern, in denen zu einem Thema oder einem Textbereich gearbeitet wird. Jeweils am Ende eines Semesters werden die Termine, Themen und Referenten für das folgende Semester vereinbart.

Teilnehmer im Aufbaustudium können bei Übernahme eines Referates und entsprechender aktiver Mitgestaltung des Oberseminars einen sbL für das Aufbaustudium erwerben.

 

Exegese des Neuen Testaments

26 Jesus zur Rechten Gottes in der Sicht des lukanischen Doppelwerkes

Baumert
V DK 2st Mi Do 08:45

Scheinerwerb: Ex NT Synoptiker
Literatur: Kommentare zu Lk und Apg in den Kommentarreihen
Klemens Stock, Jesus - die Güte Gottes, Lukasevangelium, Innsbruck: Tyrolia ²1989.Heinz Giesen, Herrschaft Gottes - heute und morgen (Biblische Untersuchungen 26) Regensburg: Pustet 1995.

Wir sind gewohnt, das Neue Testament auf den irdischen Jesus hin zu befragen. Ansatzpunkt dieser Vorlesung wird jedoch die Frage nach dem erhöhten Herrn sein. Schauen wir in das lukanische Doppelwerk, so ist naturgemäß vor allem in der Apg von ihm die Rede. Was geschieht in der sogenannten "Himmelfahrt" Jesu? Wie zeichnet Lukas den "zur Rechten Gottes Erhöhten" in seiner Beziehung zu seinen Jüngern und der jungen Kirche? Welche Rolle spielt dabei der Ausblick auf die (nahe?) "Wiederkunft"? Unter dieser Rücksicht werden wir zentrale Abschnitte der Apg eingehend - sprachlich und theologisch - untersuchen.

Und welche Ansätze gibt es dazu im Evangelium des Lukas? Wie spiegelt sich hier die "Eschato-logie" in der "Proto-logie" wieder, d. h. in der Frage nach dem Ursprung Jesu? Was sagt das Lukasevangelium über die Zeit nach Jesu Tod und Auferstehung, die der künftigen Gemeinde und über seine Wiederkunft?

Die Vorlesung wird so aufgebaut, daß wir mit dem Evangelium beginnen.

 

27 Jesus in Samaria und Galiläa (Joh 4)

Beutler
HS DAK, 2 st, Blockseminar, Fr 14:30 - 18:10,
Sa18:30 - 12:15
Termine: 20./21.10; 17./18.11.2000; 19./20.01.2001.
Zielgruppe: Diplomstudiengang Theologie, Angebot auch für Aufbaustudentinnen und -studenten
Scheinerwerb: Seminarschein in Exegese NT, Joh. Schriften.

Literatur: Botha, J. E., Jesus and the Samaritan Woman: A Speech Act Reading of John 4:1-42 (NT.S 65), Leiden 1991. Link, Andrea, Was redest du mit ihr? Eine Studie zur Exegese-, Redaktions- und Theologiegeschichte von Joh 4,1-42 (BU 24), Regensburg 1992. Okure, Teresa, The Johannine Approach to Mission: A Contextual Study of John 4:1-42 (WUNT 2 31), Tübingen 1988.

Das Seminar wird als Blockveranstaltung durchgeführt. In der ersten Einheit wird vom Veranstalter in die Fragestellung eingeführt, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten mit ihm den ausgewählten Text sprachlich durch. Die Themen werden verteilt, und methodische Hilfen zur Bearbeitung der einzelnen Textabschnitte angeboten.

In der zweiten und dritten Einheit werden dann kurze Referate vorgetragen. Sie behandeln die einzelnen Textabschnitte entweder vorwiegend diachron (etwa mit Hilfe der Arbeit von Andrea Link) oder synchron, etwa im Anschluss an die Arbeiten von Teresa Okure oder J. E. Botha. Der Gesamtaufbau des Kapitels steht dabei stärker im Vordergrund als Einzelfragen: Welches ist die Funktion dieses Kapitels im Gesamtaufbau des Johannesevangeliums, welches seine "Botschaft", auch über die Entstehungssituation hinaus? Was bedeutet dabei Jesu Hinwendung zu Frauen, zu Samaritern und Galiläern.

 

28 Neutestamentliches Doktorandenkolloquium

Baumert
Koll
A, 2 st, 14tgl. n.V.

  HISTORISCHE THEOLOGIE

 

Kirchengeschichte einschließlich Patrologie 

30 Von der spätantiken Reichskirche zur abendländischen Christenheit. Die Germanen- und Slawenmission im frühen Mittelalter

Schatz
V DAK, 2st, Mo Mi 10:35

Scheinerwerb: Kirchengeschichte (Mittelalter)
Literatur: A. Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900 (Stuttgart 1990).

Die Zeit von den Barbareneinbrüchen des 5./6. Jh.s (im Deutschen meist euphemistisch "Völkerwanderung" genannt) bis zu den Reformbewegungen und Neuorientierungen des Hochmittelalters seit dem 11. Jh. ist einerseits kulturell und auch religiös die Zeit einer "Re-Archaisierung", die auch Praxis und Verständnis des christlichen Glaubens tiefgreifend in Mitleidenschaft zieht - und die Zeit der wachsenden Entfremdung zwischen West- und Ostkirche. Es sind Entwicklungen, die im Positiven wie im Negativen Kirche und Frömmigkeit nachhaltig geprägt haben.

 

31 Der früheste Blick aus der Mitte auf das Ganze des Glaubens:

Textstudium zu Irenäus, Adv. haer.

Sieben
HS
DA, 2st Di 14:30

In diesem Semester steht die Lektüre von Irenaeus, Adversus haereses (180/5) auf dem Programm. Die Bedeutung des genannten Werkes kann kaum überschätzt werden, denn es spiegelt wie kein anderes die sowohl inhaltlichen als auch formalen Grundentscheidungen wieder, die für die spätere christliche Theologie charakteristisch sind. Der Anlass dazu war die für das junge Christentum tödliche Herausforderung durch die Gnosis, d. h. die damals verbreitete synkretistische Religionsbewegung, die ein elitäres Wissen um göttliche Geheimnisse als Mittelpunkt ihrer Lehre hatte und den geistlichen Kern des Menschen als einen Teil der göttlichen Substanz begriff. Die Auseinandersetzung mit diesem dualistischen System brachte die entscheidenden inhaltlichen Klärungen (Einheit Gottes, Einheit Christi, Einheit der Heilsgeschichte) und noch wichtiger formale Grundsatzentscheidungen (Zuordnung von Altem und Neuem Testament, Rolle der Bibel in einer christlichen Theologie, Bindung der Bibel an die Kirche usw.)

Wir lesen das umfangreiche Werk in Auszügen, und zwar in deutscher Übersetzung. Lateinkenntnisse sind natürlich sehr nützlich.

 

32 Cyprian von Karthago: Leben und Hauptwerk

Podskalsky
HS
DA, 2st, Mo 16:15

Zielgruppe: Diplom- und Aufbaustudiengang
Schein: SbL in Alter Kirchengeschichte
Literatur: M. Bévenot, Cyprian von Karthago, in: TRE

Anhand der biographischen Schriften (Teile des Diakons Pontius, Acta proconsularia, Ad Donatum, Briefe) wird die Gestalt des Bischofs Cyprian herausgearbeitet, um dann sein Hauptwerk "De ecclesiae unitate" zu behandeln, das für die Ekklesiologie bis heute eine wichtige Quelle darstellt, insbesondere, was das Verhältnis von Lokal- und Universalkirche betrifft. Lateinkenntnisse sind bei den Teilnehmern erwünscht.

 

33 Bernhard von Clairvaux - Einführung in sein Denken

Berndt
HS DA, 2st, Mi 14:30

Bernhard von Clairvaux zählt sicherlich zu den am meisten bekannten Persönlichkeiten des Mittelalters. Sein Wirken und sein Einfluß sind unübersehbar. Er hat nicht nur die Reform des monastischen Lebens in der Welt des 12. Jahrhunderts propagiert, sondern war auch rastlos unterwegs in den politischen Händeln seiner Zeit. Sein darüber hinaus bekanntes schriftliches Werk wurde erst kürzlich vollständig ins Deutsche übertragen.
Das Seminar will das Denken Bernhards, in seinen philosophischen und theologischen Aspekten, nahebringen. In Frage stehen vor allem seine Schriftauslegung, Grundzüge seiner Spiritualität, Formen seiner Predigt und seine Briefe.
Zur Vorbereitung wird die Monographie von P. Dinzelbacher empfohlen: Bernhard von Clairvaux, Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft, 1998.
Ein Schein in Hist. Theologie bzw. in Philosophiegeschichte (Mittelalter) kann erworben werden aufgrund von aktiver Mitarbeit im Seminar und einer Seminararbeit.

 

34 Entwürfe der Sakramententheologie in der Geschichte (12.-19. Jhd.)

Berndt
HS
DA, 2st, Do 16:15

Theorie und Praxis der Sakramente zählen von je her zu den Kernstücken christlichen Lebens. Im 20. Jahrhundert haben sich die theologischen und kirchlichen Verwerfungen deshalb ja auch vor allem in diesem Bereich abgespielt. Das Seminar unternimmt es, begleitend zu den großen dogmatischen Hauptvorlesungen, modellhafte Entwürfe der Sakramentenlehre aus der Theologiegeschichte vorzustellen und miteinander zu vergleichen. Insbesonders werden Hugo von Sankt Viktor, Thomas von Aquin, Martin Luther und M.J. Scheeben studiert: Auf welchen patristischen Quellen beruhen sie? Welches Modell von Schriftauslegung liegt ihnen zugrunde? Welche philosophischen Grundoptionen setzen sie um? Welche Theologie vertreten sie?

Ein Schein in Hist. oder Syst. Theologie kann erworben werden aufgrund aktiver Mitarbeit im Seminar und einer entsprechenden Arbeit.

 

35 Einführung in die Lateinische Paläographie (Mediävistik I)

Berndt / Stammberger / Krüger
HS A, 2st, n.V.
(in Zusammenarbeit mit Dr. Staub, Darmstadt)

Teilnahme nach Voranmeldung unter 069/6061-292; Mi - Fr
Blockseminar: Termine Fr. 27.10.; 17.11.; 8.12. 2000; 12.1. 2001.
15.00-18.00 Uhr
Sa. 18.11.; 9.12.2000; 13.1.2001.
9.00-12.00 Uhr und Exkursion

Wer die großen Mittelalterausstellungen der vergangenen Jahre besucht hat, konnte immer wieder auch herrlich ausgestattete Manuskripte wie das Lorscher Evangeliar bewundern. Neben diesen Prachthandschriften fand er aber auch schmucklose Bücher. Gerade in diesen Bänden aber sind wahre Schätze verborgen, die als Quelle der Philosophie-, Theologie- und Kirchengeschichte von höchstem Wert sind.
Das Seminar will einen Überblick geben über die Schriftentwicklung des lateinischen Mittelalters und schließt die Einübung in das Lesen von Handschriften vom 5.-15. Jahrhundert ein. Exkursionen soll zum Kontakt mit den Manuskripten selbst führen.
Die Veranstaltung bildet eine Einheit mit dem Seminar "Einführung in die Mediävistik II: Kodikologie (materielle Buchkunde)". Die Seminararbeiten in diesem Wintersemester bestehen in Schriftbeschreibung und Transkription von Fragmenten der Michelstädter Kirchenbibliothek.

 

36 Theorie und Praxis von Textausgaben mittelalterlicher Autoren (Mediävistik III)

Berndt
HS
A, 2st, n.V.

Persönliche Anmeldung erforderlich!

Dieses Hauptseminar wird, ausgehend von Fragen aus laufenden Editionsprojekten, die praktischen und theoretischen Probleme erörtern, die sich bei der Erstellung eines mittelalterlichen Textes aus dem Bereich von Philosophie und Theologie ergeben: Was ist ein Text? Welche Aspekte des Werkes sind bedingt durch seine handschriftliche Überlieferung? Welche Form von Ausgabe wähle ich (kritisch oder diplomatisch)?

Teilnehmen kann jeder, der gerade eine solche Textausgabe vorbereitet. Vorherige Rücksprache mit dem Dozenten ist jedoch erforderlich. Ein Seminarschein in Historischer Theologie kann erteilt werden; dieser gilt aber ausschließlich für ein Aufbaustudium.

Die erforderliche Literatur steht im Hugo von Sankt Viktor-Institut bereit.

  SYSTEMATISCHE THEOLOGIE

 

Fundamentaltheologie und Dogmatik

40 Theologie des Wortes Gottes

Knauer
V
DAK, 3st, Mo Mi Do 10:35

Zielgruppe: Ab 5. Semester.
Schein: Fundamentaltheologie ist Stoff der Diplomprüfung.

Die christliche Botschaft beansprucht, "Wort Gottes" zu sein. Sie muß deshalb erläutern können, wer "Gott" ist: Er ist "ohne wen nichts ist". Aber dann ist die Rede von "Wort Gottes" nicht mehr banal selbstverständlich. Erst der Inhalt der christlichen Botschaft (Dreifaltigkeit Gottes, Menschwerdung des Sohnes, Sendung des Heiligen Geistes) macht wirklich verstehbar, wie diese Botschaft beanspruchen kann, die den Menschen aus der Macht der Angst um sich selbst befreiende Selbstmitteilung Gottes in mitmenschlichem Wort zu sein.

Die Vorlesung bietet einen Gesamtentwurf der (Fundamental)-Theologie; als Lehrbuch liegt vor: P. Knauer, Der Glaube kommt vom Hören - Ökumenische Fundamentaltheologie, 6. neubearbeitete und erweiterte Aufl. 1991 (beim Autor erhältlich). Es sei empfohlen, diese Vorlesung innerhalb des Theologiestudiums möglichst früh zu hören.

 

41 Die Lehre von Gott und seiner Offenbarung

Kunz
V
DAK, 2st, Di Do 09:35

Zielgruppe: Studierende der theologischen Semester
Scheinerwerb: Systematische Theologie/Dogmatik (im Aufbaustudium)
Literatur: Theodor Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik, Bd. 1, Düsseldorf 1992, 51-119.

Die Vorlesung behandelt die Fragen: Wer ist Gott, der sich in Jesus Christus offenbart hat? (Frage nach dem "Wesen" Gottes, den Eigenschaften und Verhaltensweisen Gottes). Wie offenbart er sich, und wie wird er erkannt? (Frage nach dem Verhältnis von Offenbarung und Geschichte, Offenbarung und menschlicher Erfahrung, usw.). Diese Themen sollen in Auseinandersetzung mit heutigen Anfragen und im Gespräch mit relevanten Antworten neuerer Theologie angegangen werden.

 

42 Jesus Christus und der dreieine Gott - dogmengeschichtlich

Löser
V DAK, 3st, Mo Mi Fr 09:35

Zielgruppe: Studierende im Hauptstudium und andere Interessenten
Scheinerwerb: Der Stoff der Vorlesung erscheint in einigen Thesen der Diplom-Abschlußprüfung. Aufbaustudenten können einen Dogmatik-Schein erwerben
Literatur: Es steht ein Skript zur Verfügung, in dem zusammenfassende und monographische Literatur erwähnt wird.

Die die Christologie und die Trinitätstheologie integrierende Lehrveranstaltung umfaßt zwei Semester - das WS 2000/2001 sowie das SS 2001. Im ersten der beiden Semester wird ein Durchgang durch die dogmengeschichtliche Lehrtradition im Bereich der Christologie und der Trinitätstheologie geboten. In zwei der drei Wochenstunden wird diese Lehrtradition vorgestellt, die dritte macht wird jeweils mit einem bedeutenden Autor exemplarisch bekannt.

Die Lehrveranstaltung dürfte innerhalb des Sankt Georgener Curriculums die ausführlichste und umfassendste Einführung in die Dogmengeschichte überhaupt sein.

 

43 Zur christlichen Theologie des Judentums

Sander
V
DAK, 1st 14tgl., Mo 17:00 Di 10:35

Termine: 30./31.10; 13./14./27./28.11.;11./12.12.2000 15./16./22./23.01.2001
Literatur: Zum Anschaffen: Arnulf H. Baumann, Was jeder vom Judentum wissen muss, Gütersloh (Siebenstern-Taschenbuch), 8. überarbeitete Auflage 1997
Zum Lesen: Gilbert S. Rosenthal, Walter Homolka, Das Judentum hat viele Gesichter. Die religiösen Strömungen der Gegenwart, Darmstadt 1999. Pnina Navé Levinson, "Die religiösen Richtungen im heutigen Judentum", in: Bibel heute, Heft 126: "Jüdische Richtungen damals und heute", 2/1996, S. 140-143. Günter Stemberger, Einleitung in Talmud und Midrasch, München (C.H. Beck Taschenbuch) 1992. Martin Buber, Zwei Glaubensweisen, Heidelberg 1994. Gershom Scholem, Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft), 1996. Elisabeth Moltmann-Wendel, "Ein Altar weiblicher Heilschau" (über christliche Kabbala), in: Dies., Wenn Gott und Körper sich begegnen. Feministische Perspektiven zur Leiblichkeit, Gütersloh (Siebenstern-Taschenbuch) 1991, S. 88-107. Clemens Thoma, Das Messiasprojekt. Theologie jüdisch-christlicher Begegnung, Augsburg 1994. Außerdem: Die Pessach-Haggada (Die Bibliothek von Sankt Georgen bietet einige Ausgaben)

Wer zur Vorbereitung übers Judentum online stöbern will, schaue mal auf die Linkliste:

http://mitglied.tripod.de/DrUlrichSander/Judentum.html

Die Vorlesung ist ein Experiment: Meine Voraussetzung ist: Israel-Theologie ist ein notwendiger, ein integraler Bestandteil der Selbstverständigung christlichen Glaubens, die wir Dogmatik nennen. Mein Verständnis dieser Voraussetzung ist: Theologie des Judentums ist etwas anderes als eine Theologie des Alten/Ersten Testaments. Sie kann auch nicht begriffen werden als eine von christlicher Theologie vorgenommene "Platzanweisung" für das Judentum. Meine These lautet statt dessen: (1) Israel-Theologie als Bestandteil christlicher Dogmatik bedarf einer Kenntnis der theologischen Selbstverständnisse des Judentums heute und seiner Geschichte und hat (2) die Aufgabe, die Bedeutung dieser jüdischen Selbstverständnisse für Christinnen und Christen zu erheben. Entsprechend geht es in der Vorlesung (1) um die Kenntnisnahme jüdischer Selbstverständnisse (Plural!) und (2) um die theologische Reflexion auf deren Relevanz für die Selbstverständigung christlichen Glaubens.

 

44 Ausgewählte Werke der Kirchenmusik in ihren dogmatischen Aussagen

Schneider / Hermann
V
DAK, 2st, Mo 10:35

Zielgruppe: Studierende der theologischen Fachsemester, Aufbaustudenten, TeilnehmerInnen des Kontaktstudiums.
Scheinerwerb: Dogmatik (Aufbaustudium)
Literatur: Es erscheint zur Vorlesung ein Buch der Dozenten .

Frau Dr. Hermann ist Musikkritikerin, auch durch zahlreiche Veröffentlichungen ausgewiesen. In der Vorlesung werden jeweils einzelne Werke aus der Geschichte der Kirchenmusik (auch mit Tonträgern) vorgestellt und theologisch ausgewertet. Zum Beispiel: Haydn (Schöpfung), Brahms (Requiem), Bach (H-Moll Messe und Weihnachtsoratorium), Händel (Messias) und Komponisten der Moderne.

 

45 Aktuelle Themen aus der Schöpfungstheologie

Kehl
HS
DA, 2st, Do 14:30

Zielgruppe: Studierende im Diplomstudiengang und Aufbaustudenten
Scheinerwerb: Dogmatik
Literatur: Als "Basis-Information": Th. Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik Bd. 1, Schöpfungslehre, Düsseldorf 1992, 120 - 238.

Gemeinsame Lektüre von Texten verschiedener Autoren zu aktuellen Fragen der Schöpfungstheologie, z. B. aus philosophischer, naturwissenschaftlicher, ökologischer Sicht, oder aus der Differenz von katholischer und evangelischer Schöpfungstheologie u.a., um einen Einblick in die gegenwärtige Diskussionslage zu gewinnen. Die Texte werden jeweils vorher verteilt und können anhand bestimmter Leitfragen schriftlich beantwortet werden (2-3 Seiten), was insgesamt dann ein Referat bzw. eine Seminararbeit ersetzen kann.

 

46 Grundzüge ignatianischer Spiritualität

Switek
HS
DAK, 2st, Fr 14:00

Scheinerwerb: Seminarschein in Dogmatik

Die in ihrem Wesen eine christliche Spiritualität ist in ihrer Konkretheit bei den verschiedenen Ordensgemeinschaft sehr vielgestaltig. In unserem Seminar sollen einige Grundzüge der ignatianischen Spiritualität dargestellt und auf ihre historischen und theologischen Hintergründe hin untersucht werden, z. B. Gottes größere Ehre, das ignatianische Christusbild, Gottes Willen suchen, Geistliche Unterscheidung, Gott suchen/finden in allen Dingen, Fühlen in/mit der Kirche, Papstgehorsam usw.

 

47 Zum Vorverständnis christlicher Theologie

Knauer
Ü/HS
DAK, 2st, Do 14:00

Zielgruppe: Grundstudium Theologie; Aufbaustudierende.
Schein: Ein Seminarschein in Systematischer Theologie kann nur von denen erworben werden, die ihre Fachabschlußprüfung in Systematischer Theologie nicht in Sankt Georgen abgelegt haben oder ablegen werden; denn der Stoff des Seminars ist auch Gegenstand unserer Fachabschlußprüfung.

Zum Lehrbuch "Der Glaube kommt vom Hören - Ökumenische Fundamentaltheologie", 6. Aufl. 1991, werden von den Teilnehmern gewünschte und vorbereitete Sachfragen unter wechselnder Gesprächsleitung methodisch geordnet besprochen. Zu jeder Sitzung sind schriftliche Aufgaben durchzuführen; z. B. sind ausgewählte Fragen in möglichst knapper und eigenständiger Form zu beantworten und mit kritischer Beurteilung der Lösung zu versehen; später werden vor allem Thesenreihen entwickelt oder thematische Kurzaufsätze geschrieben. Am Schluß ist ein Vergleich mit einem anderen fundamentaltheologischen Entwurf zu erstellen.

Die Meldung zur Teilnahme verpflichtet zur Regelmäßigkeit und zur Erstellung der schriftlichen Hausaufgaben; man sollte sich auf wöchentlich ca. 4 bis 6 Stunden Heimarbeit einstellen.

 

48 Doktorandenkolloquium

Löser
Koll
A, 1st, n. V.

 

49 Doktorandenkolloquium

Schneider
Koll
A, 1st, n. V.

 

Moraltheologie

60 Allgemeine Moraltheologie

Schuster
V DAK, 2st, Di Mi 08:45

Scheinerwerb: Prüfungsstoff für die Diplomprüfung

Literatur: Wolfgang Göbel, Okzidentale Zeit. Die Subjektgeltung des Menschen im Praktischen nach der Entfaltungslogik unserer Geschichte (= Studien zur theologischen Ethik 70) Freiburg i. Ue. - Freiburg i. Br. 1996. Bruno Schüller, Die Begründung sittlicher Urteile. Typen ethischer Argumentation in der Moraltheologie, Düsseldorf ²1980.

Seit fast drei Jahrzehnten gibt es innerhalb der Moraltheologie einen Grundlagenstreit um das Proprium einer christlichen Ethik. Die unterschiedlichen Positionen "Autonome Moral im christlichen Kontext" und "Glaubensethik" stehen aufgrund der erreichten Differenzierungen und Klärungen im Verlauf der Debatte längst nicht mehr unversöhnt gegeneinander. Im Gefolge der Diskussionen sind die Fragen nach den Quellen einer theologischen Ethik präzisiert und einer weiteren Klärung zugeführt worden: Eigenart und Bedeutung der sittlichen Botschaft des AT (u.a. Dekalog) und NT (Bergpredigt, Ethos des Corpus Paulinum etc.), die Naturrechtstradition katholischer Moralphilosophie und -theologie, die lehramtliche Moral- und Sozialverkündigung der Kirche. Weitere zentrale Themen der Vorlesung sind: Das Gewissen - sein Verständnis in Tradition und Gegenwart. Gibt es Grenzen der Gewissensfreiheit? Schuld und Sünde. Ist es sinnvoll, von Strukturen der Sünde zu sprechen?

 

61 Gewissen und Überich - Genese, Bildung und Funktion des christlichen Gewissens

Niemann / Reichel
HS
DAK, 2st, Blockseminar: Fr 13:30-16:30, Sa 09:30-12:30

Termine: 27./28.10.; 10./11.11.; 17./18.11.2000
Scheinerwerb: Nach bestimmter Leistung (Referat und "Zusammenfassung") kann ein Schein in spezieller Moraltheologie (medizinischer Ethik) erworben werden.
Literatur: Übersichtsreferat: "Gewissen" in Virt, Günter; Rotter, Hans, Neues Lexikon der christlichen Moral, Tyrolia-Verlag Innsbruck-Wien 1990 1278-286.

In Rahmen der "Individualisierung" (z. B. Zunahme der "Singleexistenz") heutigen Lebens in Deutschland ist die Frage nach dem persönlichen Gewissen und der fortschreitenden Gewissensbildung wichtig geworden. Insbesondere soll im angekündigten Seminar der Frage der tiefenpsychologischen Dimension des Gewissens (unbewußte Prägung des Gewissens, Bedeutung des Überichs und des ES bei der Genese und Bildung des Gewissens etc.) nachgegangen werden. Ferner stellen sich Fragen nach dem Zusammenhang zwischen Identität, sozialen und entwicklungspsychologischen Bedingungen einerseits und einem personal-rationalen-freiheitlichen strukturierten Gewissen andererseits.

Auch wenn z. B. die Verantwortung vor dem eigen Gewissen Vorrang hat vor Gehorsam gegenüber Autorität, Gemeinschaft und Institution, ist die Urteilsfähigkeit des Gewissens (iudicium ultimo-practicum) abhängig von z. B. Informiertheit, Erfahrung, Vorstellungsmöglichkeit und der Fähigkeit zum Schlußfolgern (z. B. im Rahmen der Güterabwägung). Das Gewissen kann schließlich nur "richtig urteilen", wenn Austausch mit Anderen, wechselseitige Korrektur und Bestärken stattfinden können. Dabei könnte eine eigene fallbezogene Gesprächsform innerhalb bestimmter Berufsgruppen hilfreich sein.

Die Frage der Verbindlichkeit auch des irrigen Gewissens bedarf weiterer Überlegungen: Die Komplexivität vieler Handlungssituationen in der heutigen Welt macht es häufig sehr schwer, sich sämtlicher Aspekte, Informationen und Gründe für eine hier und jetzt zu treffende Entscheidung zu vergewissern. - Verdrängung, Täuschung, Unkenntnisse und Unsicherheiten sind nur einige möglichen Ursachen für irrige Gewissensurteile. Daher sollten Qualitäten der ethischen Gesinnung und die sachliche Angemessenheit streng auseinander gehalten werden. Die Tatsache, daß sich das individuelle Gewissen täuschen kann, verpflichtet zu verstärkter Wachheit und Sorgfalt des Menschen im Rahmen einer redlichen Selbstkritik (Metanoia, Umkehr). Dabei sollten die seitens der Autorität von Kirche und Staat vorgetragenen Normen mit einbezogen werden. - Konflikte zwischen einzelnen Gewissensträgern und Gewissensurteilen sind dabei nicht zu vermeiden. In diesem Zusammenhang wäre die Frage nach Toleranz und Fairness zu stellen.

Diese Zusammenhänge werden sich im Duktus der Referate zeigen.

 

62 Aktuelle Fragen der Biomedizin

Schuster
HS DAK, 2st, Mo 14:30

Scheinerwerb: SbL in spezieller Moral (medizinische Ethik); Seminarschein in systematischer Theologie

Literatur: Albin Eser (Hg.), Biomedizin und Menschenrechte. Die Menschenrechtskonvention des Europarates zur Biomedizin - Dokumentation und Kommentare, Frankfurt/M. 1999.

Die Menschenrechtskonvention des Europarates zur Biomedizin hat eine breite Diskussion in Fachkreisen zu Themen wie Embryonenforschung, medizinische Forschung an nicht einwilligungsfähigen Personen, Präimplantationsdiagnostik, gezielte Eingriffe in die menschliche Keimbahn, Klonen von Menschen etc. ausgelöst. Anhand des Textes der Konvention und der unterschiedlichen Stellungnahmen zu den strittigen Fragen soll durch Referate und Diskussion das Fundament zu einer ethischen Urteilsfindung gelegt werden.

 

63 Kolloquium für Aufbaustudierende

Schuster
Koll
A, 1st, n.V.

 

Christliche Gesellschaftsethik

64 Solidarität und Gerechtigkeit im Schatten der "Globalisierung"

Hengsbach
V
DK, 2st, Mittwoch 14.30-16:00

Zielgruppe: Studierende der Theologie
Scheinerwerb: Christliche Gesellschaftsethik, Dokumente kirchlicher Sozialverkündigung

Literatur: Anzenbacher, Arno: Christliche Sozialethik. Einführung und Prinzipien, Paderborn u.a. 1998; Möhring-Hesse, Matthias: Theozentrik, Sittlichkeit und Moralität christlicher Glaubenspraxis, Studien zur theologischen Ethik 75, Freiburg 1997; Hengsbach, Friedhelm: Dokumente kirchlicher Sozialverkündigung (MS), Frankfurt am Main 1999. Hengsbach, Friedhelm: Globalisierung. Eine ethische Reflexion, Aus Politik und Zeitgeschichte 2000. Hengsbach, Friedhelm: Eine christliche Gesellschaftsethik, Darmstadt 2001.

Im gemeinsamen Wirtschafts- und Sozialwort von 1997 bekräftigen die Kirchen: "Solidarität und Gerechtigkeit gehören zum Herzstück einer biblischen und christlichen Ethik". Wolfgang Clement, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, empfiehlt im April 2000 in einer programmatischen Rede, "unsere Gerechtigkeitsideale zu überdenken und sie an den Realitäten der neuen Weltwirtschaft abzumessen".

Mit den Stichworten Globalisierung, Solidarität, Gerechtigkeit soll das Spielfeld der gesellschaftsethischen Reflexion abgesteckt sein. Ich will in vier Schritten die Methodik einer christlichen Gesellschaftsethik als normativer Handlungstheorie vorstellen. Ausgangspunkt ist die Hypothese: "Glauben ist Handeln". Dieses Handeln ist als ein quasi-dialogisches Verhältnis von konkreten Situationen und Subjekten zu verstehen, die durch Handlungsorientierungen miteinander verknüpft werden. Anschließend geht es um die Vermittlung von sozialwissenschaftlicher Analyse und sozialethischer Reflexion. Danach werden zwei Ethikkonzepte der "Orientierungen des guten Lebens" und des "moralischen Standpunkts" erläutert. Schließlich soll die theologische Dimension der christlichen Gesellschaftsethik bestimmt werden.

Diese Methodik wird an den Handlungsfeldern der Weltwirtschaft, der globalen Finanzmärkte, der internationalen Institutionen, der Weltgesellschaft sowie der globalen Umweltvereinbarungen veranschaulicht.

 

65 "In God we trust". Theologie und Ökonomie des Geldes

Hengsbach / Emunds
HS
D A, 2st, Mi 16:15

Literatur: M. Heine/H.Herr: Volkswirtschaftslehre. Paradigmenorientierte Einführung in die Mikro- und Makroökonomie, München/Wien 1999. C. Deutschmann: Die Verheißung des absoluten Reichtums. Zur religiösen Natur des Kapitalismus, Frankfurt/M. 1999. T. Ruster: Der verwechselbare Gott. Theologie nach der Entflechtung von Christentum und Religion (Quaestiones Disputatae 181), Freiburg/Br. 2000. R. Kramer: Ethik des Geldes. Eine theologische und ökonomische Verhältnisbestimmung (Sozialwissenschaftliche Schriften 31), Berlin 1994.

Scheinerwerb: Christliche Gesellschaftsethik, Aktuelle Fragen

Nicht erst seit dem Ausbruch des Börsenfiebers zieht Geld die Menschen in seinen Bann: Geld regiert die Welt. Geld stinkt nicht. Geld macht nicht glücklich - aber es beruhigt. In diesen Redewendungen kommt eine Ambivalenz des Geldes zum Ausdruck, die sich auch in seiner theologischen Bewertung spiegelt. Neben einer ideologiekritischen Tradition, nach der die Gesellschaft einer impliziten "Theologie des Geldes" huldigt, gibt es auch den Strang wirtschaftsethischer Reflexion, die einerseits die Vorteile der Geldwirtschaft betont, andererseits den Umgang mit Geld auf das Gemeinwohl verpflichtet.

Das Seminar ist den vielfältigen Funktionen, Bedeutungen und theologischen Wertungen des Geldes gewidmet. Nach einem Besuch im Geldmuseum der Bundesbank soll ein erster Teil in die "Ökonomie des Geldes" einführen. Themen sind die Bedeutung des Geldes in der Wirtschaftstheorie, die Geldschöpfung der Banken, der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation sowie der Einfluß der Finanzspekulation auf die Realwirtschaft. Der zweite Teil ist der soziologischen Intuition einer (quasi)religiösen Bedeutung des Geldes gewidmet, die anhand verschiedener soziologischer Interpretationen des Geldes rekonstruiert werden soll. Hier wird Geld nicht nur als generalisiertes Kommunikationsmedium des Wirtschaftssystems angesehen (N. Luhmann), sondern auch die theologische Herkunft des kapitalistischen Geistes behauptet (M. Weber), ja der Kapitalismus selbst als "essentiell religiöse Erfahrung" gedeutet (W. Benjamin). Im dritten Teil schließlich geht es um eine theologisch-ethische Bewertung der Geldwirtschaft. Nach einer Untersuchung biblischer Sichtweisen des Geldes werden Ansätze einer theologischen Geldreflexion untersucht. In deren Mittelpunkt steht entweder die Kritik am pseudoreligiösen Charakter des Kapitalismus oder das Bemühen um eine wirtschaftsethische Orientierung in der Geldwirtschaft.

 

66 Kolloquium zu aktuellen Fragen

Hengsbach
Koll
A, 2st, n.V.

Zielgruppe: Doktoranden, Aufbaustudierende und Studierende des Hauptstudiums, die besonders interessiert sind.

Das Kolloquium ist der gesellschaftsethischen Reflexion eines Themas gewidmet, das in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit aktuell besonders diskutiert wird. Die Veranstaltung findet während des Wintersemesters an zwei Abendterminen statt und wird während eines Wochenendes an der Hochschule Sankt Georgen vertieft. Thema und Termine werden zu Beginn der Lehrveranstaltungen bekannt gemacht. Anmeldungen werden im Nell-Breuning Institut angenommen.


PRAKTISCHE THEOLOGIE

Pastoraltheologie

70 Sakramentenpastoral im Wandel (Taufe, Firmung, Ehe, Versöhnung)

Sievernich
V
DAK, 2st, Fr 10:35

Zielgruppe: Theologische Fachsemester
Scheinerwerb: SbL Pastoraltheologie (Sakramente)

Literatur: M. N. Ebertz, Kirche im Gegenwind. Zum Umbruch der religiösen Landschaft, Freiburg 1997. P. M. Zulehner, Pastoraltheologie Bd. 3 (Übergänge, Pastoral zu den Lebenswenden), Düsseldorf 1990. P. M. Zulehner u.a. (Hg.), Zeichen des Lebens. Sakramente im Leben der Kirchen - Rituale im Leben der Menschen, Ostfildern 2000.

Auf dem Hintergrund des gegenwärtigen kulturellen Wandels, der bei aller interkulturellen Ungleichzeitigkeit auch das Christentum und seine kirchliche Sozialgestalt im deutschsprachigen Raum in "Mitleidenschaft" zieht, wird exemplarisch anhand der Initiationssakramente Taufe und Firmung sowie des Ehe- und Bußsakraments eine Sakramentenpastoral entworfen, welche die christliche Tradition im Kontext der zeitgenössischen Lebenswelt reflektiert und sich dabei an den Leitmotiven der "Mystagogie" und der "Inkulturation" orientiert.

 

71 Kasuistisches Seminar: Gruppengespräche zur Klärung von "Problemfällen" in der Seelsorgepraxis

Niemann
OS
AK, 2st, Di 14tgl. semesterübergreifend

Persönliche Anmeldung erforderlich!

Teilnehmer: Mindestzahl 3, maximal 8 Teilnehmer (für Seelsorgerinnen und Seelsorger mit Praxiserfahrung -auch für Studierende mit Praxiserfahrung)
Scheinerwerb: nach 20 Std. Teilnahme: Schein (Aufbaustudium)
Literatur: u.a.: Faulkes, S. H., Praxis der Gruppen - Analytischen Psychotherapie, Ernst Reinhard Verlag München Basel 1978.

Der Kurs ist gedacht für alle, die in der Seelsorge stehen (für Pfarrer, Kapläne, Pastoralreferenten, -referentinnen, Gemeindereferenten und -referentinnen) und diejenigen die täglich mit sog. Problemfällen oder "schwierigen" Menschen umgehen müssen. Jeder weiß, wie schwer es ist, solchen Menschen nicht nur Friede und Liebe zu verkünden, sondern auch mit ihnen in glaubwürdiger, christlicher Weise zusammenzuleben. Oft müssen z. B. Pfarrer oder Patoralreferenten in Pfarrgemeinderat, Kirchenchor, Altenclub etc. zwischen Zerstrittenen auch vermitteln oder "Frieden bringen."
Durch Erfahrungsaustausch und Klärung der Beziehungsmuster kann es möglich werden, Distanz zu gewinnen, Konflikte aufzuarbeiten und mögliche Aggressionen, Haß oder Neid abzubauen.

Alle Teilnehmer werden gebeten, eigene einfache Situationen aus dem sie belastenden Alltag einzubringen. - Strikte Diskretion ist notwendig.
Voraussetzung: Vorherige Anmeldung und kurze telefonische Rücksprache. Das Seminar läuft semesterübergreifend.

72 Kolloquium für Lizentianden und Doktoranden

Sievernich
Koll
A, 1st, n.V.

 

Religionspädagogik

73 Entwicklungspsychologische Grundlagen und methodische Gestaltungsmöglichkeiten von Religionsunterricht, Gemeindekatechese und Jugendarbeit

Grom
V
DK, 2st, 14tgl. Mo 16:15-17:45 Di 10:35-12:10

Termine: 23./24.10; 06./07./20./21.11; 04./05./18./19.12.2000; 08./09.01.2001

Literatur: Grom, B., Religionspädagogische Psychologie des Kleinkind-, Schul- und Jugendalters, Düsseldorf 2000 (Neufassung). Grom, B., Methoden für Religionsunterricht, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, Düsselsorf 1996.

Schein: Mit dem (noch anzugebenden) Stoff der Vorlesung kann man zwei Arten von Prüfungen ablegen: 1. Für einen Studienbegleitenden Leistungsnachweis (sbL, der Stoff deckt die Thesen 1-4 ab). 2. Für einen Fachabschluss (bei Prof. Frielingsdorf und Grom über die Thesen 1-8).

Thematik und Methode: Wie der Titel andeutet, soll religiöse Erziehung, gleich, ob wir sie im schulischen Religionsunterricht, in der Gemeindekatechese oder in der Jugendarbeit versuchen, unter der Rücksicht betrachtet werden, wie sie (1) erfahrungsbezogen, entwicklungsgerecht und (2) auch mit Methoden, die den Inhalten und Lernzielen angemessen sind, gestaltet werden kann. Vorlesung mit Fragemöglichkeit und im zweiten, methodischen Teil auch mit einigen Übungen.

 

74 Didaktisch sehen und handeln lernen

Eberhardt
HS
D, 2st, Mo 14:30

Zielgruppe: Künftige Priester und Pastorale MitarbeiterInnen
Scheinerwerb: SbL Religionspädagogik (RU)

Literatur: B.Jendorff, Fachpraktikum Religion (München/Stuttgart 1994). H.Schmid, Die Kunst des Unterrichtens (München1997). F.W. Niehl/A. Thömmes, 212 Methoden für den Religionsunterricht (München 1998).

Unterrichten muß man lernen - und man kann es auch lernen, und zwar am besten durch "learning by doing" und in einer Gruppe. - In diesem Seminar soll in die Didaktik und Methode des RU eingeführt werden - schrittweise, vom Sehen zum Handeln voranschreitend, in einer überschaubaren Arbeitsgruppe. Das soll an zwei Lernorten geschehen: zunächst im Seminar in der Hochschule, später, d.h. im Laufe des Semesters an mehreren Vormittagen, in Frankfurter Schulen (Orte und Termine werden in Kleingruppen verabredet).

Was soll geübt werden?

- das Beobachten von Unterricht (mit Hilfe von Video-Mitschnitt)
- das Vorbereiten von Unterricht (Didaktische Analyse)
- das Kennenlernen heutiger Schulwirklichkeit (durch Kleingruppenhospitation)
- das Erarbeiten von Unterrichtssequenzen für eine konkrete Lerngruppe
- das erste eigene Unterrichten im Sinn von "Microteaching" (d.h. jedes Mitglied einer   Hospitationsgruppe übernimmt je eine Unterrichtsphase).
- Das Auswerten von Unterricht in der Arbeitsgruppe.

Außerdem werden die TeilnehmerInnen mit den Standardwerken heutiger Religionsdidaktik bekannt gemacht.

 

75 Unterschiedliche therapeutische Schulen

Frielingsdorf / Lanfermann
OS
A, Blockseminar: Do Fr Sa 10:00-17:30

Termine: 02.11.; 15./16.12.2000
Zielgruppe: Aufbaustudierende
Scheinerwerb: Pastoralpsychologie
Literatur: wird jeweils angegeben

In diesem Oberseminar werden zehn wichtige therapeutische Schulen vorgestellt, z. B. Freud, Jung, Satir, etc. Nach einer theoretischen Einführung wird ein Videofilm gezeigt, in dem die jeweilige Therapieschule und das Leben der GründerInnen vorgestellt wird. Es folgt eine kritische Auswertung des Videofilm, in dem auch eine 20minütige Therapiesitzung in der entsprechenden Methode gezeigt wird.

 

76 "Wenn der Mund schweigt, schreien die Organe". Grundzüge einer Psychosomatischen Medizin für Pastoralpsychologen

Niemann
Ü
A, Blockveranstaltung: samstags 10:00-16:00

Termine: 20./27.01. und 03.02.2001
Persönliche Anmeldung erforderlich!
Zielgruppe: Studierende, welche das Lizentiat in Pastoralpsychologie anstreben und für Studierende, welche sich beim Dozenten (nach Rücksprache) persönlich angemeldet haben.
Scheinerwerb: Schein für Oberseminar in Pastoralpsychologie

Literatur: Bräutigam, W., Christian, P., Psychosomatische Medizin, Thieme-Verlag Stuttgart - New York 1986. Hoffmann, S.O., Hochapfel, G., Neurosenlehre, Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin, Schathauer-Verlag Stuttgart - New York 1999. Uexküll, Th.v., Psychosomatische Medizin, Urban&Schwarzenberg München - Wien - Baltimore 1996.

Die Lehrveranstaltung findet in der psychosomatischen Klinik "Hohe Mark" (Chefärzte: Prof. Dr. Barocka und Dr. Grabe) mit entsprechenden Patientenvorstellungen statt. Damit soll die Theorie der Leib-Seele-Geistverfaßtheit des Menschen durch die Praxis und durch die Klinik der psychotherapeutischen Medizin und der Psychiatrie (Diagnose, Therapie und Prognose) erklärt werden. Ferner werden in Konfrontation mit kranken Menschen Übertragungs- und Gegenübertragungsmechanismen angesprochen werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können auch Fragen an die jeweiligen Patienten und Patientinnen stellen.

Strikte Diskretion (im Rahmen des ärztlichen Berufsgeheimnisses) ist erforderlich.

Nebenbemerkung:
In einer Mittagspause wird für alle ein Essen angeboten werden. Eine Fahrskizze wie die "Hohe Mark" zu erreichen ist, wird noch nachgeliefert. Es wird empfohlen, Fahrgemeinschaften von Sankt Georgen aus zu bilden.

 

77 Geistliche Begleitung und Leitung (Kurs 8)

Frielingsdorf / Lanfermann
OS
A Blockseminar, Mo-Sa, Termin: 13.-18.11.2000

Ort: Bildungshaus Johannisberg
Zielgruppe: Aufbaustudierende
Scheinerwerb: in Pastoralpsychologie
Literatur: wird jeweils angegeben

In diesem Kurs geht es vor allem um die Selbsteinschätzung der BegleiterInnen, um die Ziele und Prioritäten in der geistlichen Begleitung. Weitere Themen sind Abgrenzung der geistlichen Begleitung von Therapie und seelsorglichem Gespräch. Weiter geht es um Abwehrmechanismen und die Übertragung und Gegenübertragung in der geistlichen Begleitung an Hand von Rollenspielen und Fallbeispielen, die die TeilnehmerInnen aus ihrer Praxis einbringen.

 

78 Studientage für Aufbaustudierende der Pastoralpsychologie

Frielingsdorf / Lanfermann
Koll
A, Fr Sa 10:00-18:00

Termine: 01./02.12.2000

 

Homiletik

80 Visionen vom Ende. Literatur und Bilder zur Apokalypse

Mennekes
V
DAK, 1st, Di 14:30

Aus Anlaß des Jahrtausendwechsels wird in der Vorlesung die "Offenbarung" in Bildern nachgezeichnet: von den Anfängen in der spanischen, fränkischen und deutschen Buchmalerei bis zur Apokalypse von Albrecht Dürer; neben den Bibelillustrationen des 19. Jahrhunderts feiert das Thema in unserem Jahrhundert eine Wiederentdeckung und Aktualisierung: Die Maler L. Meidner, M. Beckmann und A. Boeckl sind dafür beredte Beispiele. In der Vorlesung werden die einzelnen Zyklen vorgestellt und in ihrer jeweiligen Aktualität ergründet.

 

81 Die Predigt der Apokalypse

Mennekes
V
DA, 1st, Di 15:15

Schein: Homiletik (Fachabschluß)

 

82 Lese-, Sprech- und Vortragsübungen zur Apokalypse

Mennekes
Ü
DK, 2st, Di 16:15

 

83 Stimmbildung und Sprecherziehung (Grundkurs)

Föller
Ü
DK, 2st, Mi 15:15-16:00; 16:15-17:45

Fr 14:00-15:30; 15:40-16:25

 

84 Homiletische Übungen mit Predigten in Frankfurter Gemeinden

Mennekes / Busse / Gertler / Sievernich
Ü
D, 2st, n.V.

 

Liturgiewissenschaft

90 Herrenjahr und Stundenliturgie

Schneider
V
DAK, 2st, Mi 18:00

Zielgruppe: Studierende der theologischen Fachsemester, Aufbaustudenten, TeilnehmerInnen des Kontaktstudiums.
Scheinerwerb: Liturgiewissenschaft
Literatur: Skriptum liegt in der Bibliothek aus; dort auch die erforderlichen Literaturangaben.

Die beiden Themen der Vorlesung werden im Semester nacheinander behandelt. Außer der Darstellung der geschichtlichen Ausfaltung des Herrenjahres und der Stundenliturgie werden auch theologische und praktische Hilfen für das Verständnis und ihre Mitfeier vorgelegt.

 

91 Vom Wort zur Musik - Musikalische Rhetorik von den Anfängen bis zur wortgebundenen Musik Johann Sebastian Bachs

Föller
Ü
DK, 2st, Di 16:15

 

Kirchenrecht

92 Sakramentenrecht: Das Recht von Taufe, Firmung, Eucharistie und Ordination

Sebott
V
D, 1st, Do 11:35

Scheinerwerb: These 5 im FA, sbL (zusammen mit der Vorlesung "Staatskirchenrecht")

In der Vorlesung soll versucht werden, die Praxis und Theorie der (entsprechenden) Sakramente so darzustellen, daß sie verständlich werden.

 

93 Staatskirchenrecht

Rhode
V
DK 1st Fr. 08:45

Scheinerwerb: SbL zusammen mit der Vorlesung über Sakramentenrecht; oder als Teil des FA Kirchenrecht. Die Vorlesung deckt die Thesen 6 und 7 des Thesenzettels für das Fach Kirchenrecht ab.

Literatur: Axel von Campenhausen, Staatskirchenrecht, 3. Aufl., München 1996; Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland, hrsg. v. Joseph Listl und Dietrich Pirson, 2. Aufl., 2 Bände, Berlin 1994-1995.

Das in Deutschland herrschende staatskirchenrechtliche System wird in der öffentlichen Diskussion immer wieder in Frage gestellt (vgl. etwa die Themen "Kirchensteuer", "theologische Fakultäten an staatlichen Universitäten", "islamischer Religionsunterricht" usw.). Die Vorlesung zum Staatskirchenrecht geht aus von der grundsätzlichen Frage nach möglichen Systemen des Staatskirchenrechts und von der heutigen Lehre der Kirche zum Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften. Die Darstellung des geltenden Rechts setzt einen Überblick über die wechselvolle Geschichte des Verhältnisses von Staat und Kirche in Deutschland voraus und wendet sich daraufhin den einschlägigen Bestimmungen des deutschen Grundgesetzes und der Landesverfassungen zu. Auf dieser Grundlage geht die Vorlesung schließlich ausführlicher auf einzelne Sachbereiche des Staatskirchenrechts ein (z.B. Kirchensteuer, Schulrecht).

 

94 Kolloquium für Lizentianden und Doktoranden

Sebott
Koll
A, 1st, n.V.

Aushang zu Beginn des Semesters beachten!

 

SPRACHEN

 

100 Griechischkurs I

Streubel
5st, Mo 15:45-17:15,Mi 14:30-16:00, Do 13:45-14:30

Schein: erst nach dem Fortsetzungskurs im Sommersemester 2000

Literatur: J. Dey, Schola Verbi. Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung Münster, ISBN 3-402-03193-0. Ab der ersten Stunde erforderlich.

Lernziel ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch mit Hilfe des Lehrbuches. Fortsetzung im Sommersemester (Griechisch II), in dem der Hauptakzent auf der Lektüre aus dem Neuen Testament liegt. Scheinerwerb durch eine schriftliche und mündliche Prüfung, die an die Prüfungsbestimmungen des Landes Hessen für das Graecum angeglichen ist.

 

101/102 Griechischkurs II

Streubel
5st, Di 14:30-16:00, Do 14:45-15:30 (Sprachkurs), Do 15:40-17:10 (Lektüre)

Schein: Neutestamentliches Griechisch; falls erwünscht, kann ein Teilnahmeschein für die Teilnahme an der Lektüre (Do 15:40-17:10) ausgestellte werden.

Literatur: J. Dey, Schola Verbi (Fortsetzung) s. Griechisch I, Griechisches NT; F. Rienecker, Sprachlicher Schlüssel zum NT, Brunnenverlag Gießen Basell 201997.

 

103 Latein

Streubel
6st, Mo 14:00-15:30, Mi 16:15-17:45, Do 10:35-12:10

Schein: nach dem Fortsetzungskurs im Sommersemester 2001

Literatur: E. Bornemann, Lateinisches Unterrichtswerk, Neue Ausgabe B (mit Grammatikanteil) Hirschgrabenverlag, Frankfurt 1972, ISBN 3 454 701007. Ab erster Stunde erforderlich!

Lernziel ist das Erlernen der Lateinischen Sprache und Grammatik mit Hilfe des Lehrbuches im Wintersemester (Latein I). Die Fortsetzung des Kurses im Sommersemester (Latein II, 6 Wochenstunden) dient der Lektüre und der Ergänzung der Grammatikkenntnisse und führt zu einer schriftlichen und mündlichen Prüfung, die an die Prüfungsordnung des Landes Hessen für das Latinum angeglichen sind.

 

104 Latein Lektüre

Streubel
2st, Di 16:15-17:45

Schein: Teilnahmeschein

Literatur: je nach Interesse Texte des 2. Vatikanums bzw. Auswahl aus Augustinus Confessiones (VII. Buch) oder den philosophischen Ciceros

Literatur: Texte werden ausgegeben

 

105 Hebräisch I (für Anfänger)

Engel
2st, Mo Mi 14:00-15:00

In dem zweisemestrigen Kurs soll in die hebräische Wortkunde und Grammatik so weit eingeführt werden, daß im Sommersemester 2001 von den Teilnehmern leichtere Prosatexte selbständig übersetzt werden können. Ende SS 2001 kann der Kurs mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung (Hebraicum) abgeschlossen werden.

Auf Wunsch kann für die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an diesem ersten Semester des Sprachkurses auch ein Teilnahmeschein ("Einführung in die hebräische Sprache") ausgestellt werden.

Als Lehrbuch wird zugrundegelegt: Ernst Jenni, Lehrbuch der hebräischen Sprache des AT, Basel und Stuttgart 1978 u.ö.

 

106 Italienisch

del Riccio
Italienisch für Anfänger 1st n.V.

 

STUDIENBEGLEITENDE PROGRAMME

Medien und öffentliche Kommunikation

 

110 Internetwerkstatt. Theologie, Lerninhalte und Gemeinden im Netz

Bieger / Fischer
Blockveranstaltung: Fr 16:00-21:00, Sa 09:00-17:00

Termin: 10./11.11.2000

Die Internetpräsenz kirchlicher Einrichtungen steht auf der Tagesordnung. Es gibt viele Möglichkeiten, Theologie, Feste, Brauchtum und sogar Lernprogramme zu entwickeln.

Ein Zukunftsfeld für Theologen und Theologinnen. In der Blockveranstaltung werden Konzepte vorgestellt und einzelne Seiten entwickelt. Es geht also nicht um die Nutzung des Internets für Informationszwecke, sondern darum wie man das Netz für die Gemeinde, als Autor, als Autorin, als Erwachsenenbildner und für die Jugendarbeit nutzen kann.

 

111 Tutorium

Fischer Termin: Fr 10.11.2000, Zeit: 13:30-15:30

Auswertung von Praktika, Durchsprache von Beiträgen, Beratung für Praktika und Kurse

Hinweis: Die Tutorien sollen Wege in die Praxis ebnen. Die Teilnahme an vier Tutorien ist Bedingung für das Abschlußzertifikat.

 

112 Kirchenräume als Schriftauslegung, Inspirationen mittelalterlicher Künste

Bieger / Berndt
Blockveranstaltung: Termin: 04.-07.10.2000

Beginn: Mi 10:00
Ende: Sa 16:00

Die Abende sind in das Programm eingebunden!

Wie gestaltet Theologie Kultur, und warum fasziniert das Mittelalter die Menschen am Ende der Moderne. Diese Fragen werden am Beispiel der gotische Kathedrale, durchgeführt, denn diese Bauten sind Kirchenräume als Schriftauslegung. Das besondere Raumgefühl dieser Kirchen zieht immer mehr Menschen an und läßt nach dem Geheimnis dieser Bauten fragen. Nur die Forschung kann darauf eine Antwort geben. Deshalb werden in der Akademie die aktuellen Forschungsergebnisse vorgestellt sowie die relevanten Texte von Hugo und Richard von St. Victor, Gervasius von Canterbury, Rupert von Deutz, Gerhoh von Reichersberg, Suger von Saint Denis. Einige Fragen, die auch in der Kunstgeschichte offen sind, können inzwischen beantwortet werden, z.B. wie das Bildprogramm einer Kathedrale organisiert war und wie die Orte für die Reliquien mit der Liturgie verbunden wurden. Die Texte werden vom Hugo v. St. Victor - Institut zusammengestellt und zugänglich gemacht. Die Akademie gibt auch einen Einblick in den aktuellen Forschungsstand über den gregorianischen Choral.

Der Zugang zu dem Geheimnis der mittelalterlichen Räume kann durch Medien erschlossen werden. Solche Medien werden exemplarisch vorgestellt. Die Akademie dient damit auch als Unterstützung für qualitativ hochwertige Kirchenführungen und die Entwicklung von schriftlichen Kirchenführern, die die spirituell-theologische Dimension der Räume und der Kunstwerke erschließen.

Die Akademie wird sowohl für das Studienprogramm Medien als auch in Verbindung mit Seminaren im SS 2000 für Kirchengeschichte (MA) anerkannt. Im Bereich Medien zählt die Akademie für zwei Blockverantaltungen.

 

Kultur und Tourismus

 

113 Tutorium

Poensgen
n. V.

 

114 Wallfahrt - Ritual der Menschheit

Poensgen / Hefele
Blockveranstaltung: Beginn: Fr 17.11.2000, 14:00 Uhr

Weitere Termine n.V.

 

BESONDERE VERANSTALTUNGEN

Hochschulchor

Föller
Di 13:15 - 14:25

 

Hochschulorchester

Föller
n.V.

 

Praktische Psychosomatik: Leibbezogene, übende Entspannungsmethoden.

Niemann V DAK Di 16:45 - 17:45 in der Aula, bzw. im Konferenzraum

Zielgruppe: Für alle Hörer - auch für Teilnehmende am Kontaktstudium bis zu maximal 30 TeilnehmerInnen
Ziele: Wichtige Informationen über praktische und angewandte Psychosomatik. Erfahrungen mit der eigenen Leib-Seele-Einheit und Gesundheitsvorsorge.

Die Vorlesung über praktische Psychosomatik soll die bisherige Übung "Autogenes Training" ergänzen und weiterführen.

"Körperlichkeit" bzw. besser der menschliche Leib hat Konjunktur. In der Werbung, in der Freizeitindustrie, aber auch in der Wissenschaft wurde in den letzten 20 Jahren ein zunehmendes Interesse an Körperlichkeit deutlich. Parallel zu dieser Entwicklung etablieren sich immer mehr Körpertherapien. Die Fülle der verschiedenen Verfahren ist kaum zu überblicken. Die Beliebigkeit körpertherapeutischer Verfahren wird auch durch die Tatsache nicht gebremst, daß Körpertherapien bisher wissenschaftlich kaum erforscht sind. Wie läßt sich dieser Boom erklären?

Dieser eher theoretischen Frage soll anthropologisch-philosophisch-theologisch nachgegangen werden. Im Einzelnen werden verschiedene Körpertherapien vorgestellt. Ferner sollen entspannende Therapien z. B. progressive Muskelentspannung oder das katathym-imaginative "Bildern", eingeübt werden. Diese neueren körperbetonten übenden Verfahren sollen mit dem autogenen Training als Basistherapie verglichen werden.

  

Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis wird vom AStA der Hochschule herausgegeben.
Redaktion: Charlotte Langer und Melanie Peetz
Diese Seite wurde gestaltet nach einer Layoutvorlage von Markus Steinberger.

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