Letzte Aktualisierung:  16. Februar 2001

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

Sommersemester 2001
 

Inhaltsübersicht:
 

Philosophische Fächer

Theologische Fächer

Biblische Theologie
Historische Theologie
Systematische Theologie
Praktische Theologie
Sprachen

Studienbegleitende Veranstaltungen

Besondere Veranstaltungen


 

Hinweis: Die erläuternden Kurztexte der einzelnen Veranstaltungen stammen von den Professoren und Dozenten. Wo ein erläuternder Text fehlt, wurde dieser dem AStA nicht zugänglich gemacht.
 

Zeichenerklärung:
 

V = Vorlesung Koll = Kolloquium Ü = Übung
ProS = Proseminar HS = Hauptseminar OS = Oberseminar
L = Lektüre;
D = Diplomstudiengang: Wahl- und Pflichtveranstaltungen im Grund- und Hauptstudium
A = Aufbaustudium, für Lizentianden und Doktoranden
K = Kontaktstudium, auch für Gasthörer empfohlen

 
 
PHILOSOPHISCHE FÄCHER
 
01 Sozialphilosophie

Hengsbach

VDK 3st Mi Fr 10:35 Do 09:35

Literatur: Hengsbach, Friedhelm: Die andern im Blick. Christliche Gesellschaftsethik in den Zeiten der Globalisierung, Darmstadt 2001; ders.: Vorlesungsskript Sozialphilosophie SS 99, Literaturhinweise (Manuskript und Diskette in der Bibliothek verfügbar). (1) In der Vorlesung soll die Sozialphilosophie als normative Handlungstheorie vorgestellt werden. Zunächst werden die Dimensionen des Handelns erläutert und als Verknüpfung von Handlungssituationen, Handlungssubjekten und Handlungsorientierungen reflektiert. Dieser Ansatz wird entfaltet, indem systemtheoretische und spieltheoretische Reflexionen einbezogen werden. Normative Deutungsmuster werden den Ethiken der Kooperation, des guten Lebens, der Gerechtigkeit und der Solidarität entnommen. Der Anschlußfähigkeit postmoderner Ethiken an die Ethik kommunikativen Handelns wird ein besonderes Gewicht beigemessen.

(2) Die Relevanz der grundsätzlichen Reflexionen soll in den Handlungsfeldern der Wirtschaft, der Partnerbeziehungen und des Staates getestet werden. Vorgesehen sind Diagnosen erstens der Strukturen und Lebensstile in der Arbeitswelt, zweitens der veränderten faktischen und normativen Einstellungsmuster im Geschlechterverhältnis, wie sie seit und nach der neuen Frauenbewegung bemerkenswert sind, drittens der veränderten Rangfolge, die dem Staat und der Zivilgesellschaft, der Verfassung und einer sogenannten Leitkultur zugewiesen werden. Akzente und Schwerpunkte des zweiten Teils lassen sich unter Beteiligung der Teilnehmer(innen) der Vorlesung anders gestalten.


02 Metaphysik

Ollig

3st V D K Mo Mi Fr 09:35

Scheinerwerb: Durch eine mündliche Prüfung kann ein Metaphysikschein erworben werden.

Literatur: K.Gloy: Bewusstseinstheorien, Freiburg 1998; Ch.Rapp: Persistenz, Identität, Substantialität, Freiburg 1993; E. Runggaldier / Ch. Kanzian. Grundprobleme der Analytischen Ontologie, Paderborn 1998, H. Schmidinger: Metaphysik. Ein Grundkurs, Stuttgart 2000; Th. Zoglauer: Geist und Gehirn, Göttingen 1998.

Der Metaphysik geht es um die Klärung der Grundlagen unseres Wirklichkeitsverständnisses. Im ersten Teil der Vorlesung sollen einige geschichtliche Stationen dieses Klärungsprozesses behandelt werden. Im zweiten Teil sollen anhand der Begriffe Substanz und Subjekt die Schwierigkeiten, aber auch die Chancen eines solchen Klärungsprozesses verdeutlicht werden.

03 Philosophieren nach Hegel. Themen und Gestalten

Splett

V DK 2st Mo 8:45 Di 9:35

Scheinerwerb: Philosophiegeschichte ModerneLiteratur: Kohlhammer Grundkurs Philosophie 9, 10;Rowohlt Bildmonographien In einer Auswahl von Denkern - Kierkegaard, Nietzsche, Feuerbach (Marx), Dilthey, Husserl, Sartre (Camus), Jaspers, Heidegger, Wittgenstein, Levinas - sollen Aspekte des Denkens in der jüngeren Vergangenheit vermittelt werden.

Für das Semesterexamen sind zwei Namen (nicht einer Schule) für nähere Rückfragen zu benennen.


04 Formen der Boethius-Rezeption im Mittelalter

Berndt / Stammberger

HS DA 2st Do 14:00

Scheinerwerb: Es kann ein Schein in Philosophiegeschichte des Mittelalters erworben werden.Zur Vorbereitung kann M.T. Clanchy, Abaelard, Darmstadt 2000, mit Gewinn gelesen werden. Weitere Literatur sowie Quellentexte (vgl. die Textsammlung von H.-U. Wöhler) werden in der 1. Sitzung angegeben. Anicius Manlius Severinus Boethius (+ 522) war zweifellos eine der hauptsächlichen Quellen des philosophischen Mittelalters, da er sich wesentlich als Übersetzer antiker Autoren (Aristoteles, Platon, Porphyrius) ins Lateinische betätigte. Von Boethius her war den Autoren des 11. bis 13. Jahrhunderts ein ungelöstes Kernproblem jedes Denkens aufgegeben: die Universalienfrage, die eine Herausforderung an Metaphysik und Logik darstellt.

Ausgehend von Roscelin von Compiègne und seinem Schüler Peter Abaelard über Hugo von St. Viktor und den Chartrensern, vor allem Gilbert Porreta und Johannes von Salisbury, bis hin zu Thomas von Aquin hat sich das Hochmittelalter an der Frage abgearbeitet, ob denn Allgemeinbegriffe metaphysisch relevant sind oder nur logisch. Im Seminar wollen wir anhand einschlägiger Texte im Spiegel ihrer Fragestellungen die individuellen Lösungsansätze studieren.


05 L. Feuerbach: Philosophie der Zukunft

Splett

HS DAK 2st Mo 14:30

Scheinerwerb: Durch Erstellen einer Seminararbeit kann ein Schein in Philosophiegeschichte (Moderne) oder Religionsphilosophie erworben werden.

Literatur: A. Raffelt: Proseminar Theologie, Freiburg 1992

Vielleicht übertrieben, aber nicht falsch ist die Diagnose, Religionsdenken außerhalb wie innerhalb des Christentums sei heute, wissentlich oder unwissentlich, tiefreichend von Feuerbach bestimmt. Statt des Hauptwerks über das Christentum soll die Programmschrift von 1843 gelesen und diskutiert werden.

06 Ästhetik-Konzepte

Ollig

HS DK 2st Blockseminar Fr 15:00-18:00, Sa 09:00-12:00 und 14:00-17:00
Temine: 18./19.05 und 08./09.06. 2001

Scheinerwerb: Durch eine schriftliche Arbeit kann ein Schein in neuester Philosophiegeschichte erworben werden. Derzeit steht das Ästhetische im öffentlichen Bewusstsein hoch im Kurs. Das Seminar will anhand einiger repräsentativer Ansätze deutlich machen, unter welchen Gesichtspunkten die deutsche Gegenwartsphilosophie das Phänomen des Ästhetischen thematisiert. Am ersten Wochenende sollen Texte von Gadamer, Patzig, Koppe und Welsch, am zweiten Wochenende zentrale Abschnitte von Seels "Ästhetik des Erscheinens" behandelt. Die Liste der in dem Seminar zu behandelnden Textpartien wird am Ende des WS 2000/2001 durch Aushang bekannt gegeben.

07 Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Ollig

ProS D 1st n.V.

Literatur: A. Raffelt: Proseminar Theologie, Freiburg 1992 Das Proseminar dient der Aneignung des für das Studium unumgänglichen wissenschaftlichen Rüstzeugs. Daher ist die Teilnahme an dem Proseminar auch Voraussetzung für die Teilnahme an einem philosophischen Hauptseminar. Durch eine Proseminararbeit kann ein Proseminarschein erworben werden.
THEOLOGISCHE FÄCHER
 
 

BIBLISCHE THEOLOGIE

 
20 Einleitung in das Neue Testament II: Methoden der Exegese. Die Bücher des NT

Engel

V DK Do Fr 08:45

Schein: Der Stoff der Vorlesung mit den entsprechenden Abschnitten im Lehrbuch bildet die Grundlage für eine Einzelprüfung (sbL ENT II; oder zusammen mit dem Stoff des WS 98/99: sbL ENT I+II) oder für den entsprechenden Anteil der Fachabschlußprüfung Einleitung in die Heilige Schrift.

Literatur: Als Lehrbuch wird noch verwendet: Udo Schnelle, Einleitung in das Neue Testament (UTB für Wissenschaft; Uni-Tb 1830), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 31999. - Auf dem Stand der Wissenschaft nur bis zu ihrem Erscheinungsdatum sind die umfassenden Einleitungswerke von A. Wikenhauser-J. Schmid (1973), Ph. Vielhauer (1975), Werner G. Kümmel (1976). - Vgl. auch die Hinweise in den Vorlesungen und in den »Stichworten«.

Auf dem Hintergrund der Ausführungen im Wintersemester zur Umwelt des NT (ENT I) werden die einzelnen Bücher des Neuen Testaments (mit exemplarischer Erläuterung der verwendeten exegetischen Methoden) auf ihre literarische Form und Gattungszugehörigkeit, ihre Quellen und vermutliche Entstehungssituation, ihre Aussageabsicht und theologische Grundlinien hin untersucht. Die Vorlesung möchte beitragen zu einer neuen und tieferen Kenntnis der auch theologisch recht verschiedenen Schriften des Neuen Testaments, die ja die Ur-Kunde des christlichen Glaubens darstellen.

21 Jesaja 56-66

Jüngling

DAK 2st Di Mi 10.35 Uhr

Scheinerwerb: Für den Scheinerwerb gibt es zwei Möglichkeiten: Es kann ein studienbegleitender Leistungsnachweis über den gesamten Semesterstoff erworben werden und der halbe Semesterstoff kann in das Fachabschlussexamen Exegese des Alten Testaments eingebracht werden.

Literatur:
Fischer, Wo ist Jahwe? Das Volksklagelied Jes 63,7-64,11 als Ausdruck des Ringens um eine gebrochene Beziehung (SBB 19), Stuttgart 1989.
G. Polan, In the ways of justice toward salvation, New York 1986.
K. Koenen, Ethik und Eschatologie im Tritojesajabuch (WMANT 62) Neukirchen-Vluyn 1990.
O. H. Steck, Studien zu Tritojesaja (BZAW 203), Berlin 1991.
W. Lau, Schriftgelehrte Prophetie in Jes 56-66. Eine Untersuchung zu den literarischen Bezügen in den letzten elf Kapiteln des Jesajabuches (BZAW 225), Berlin 1994.
P.A. Smith, Rhetoric and Redaction in Trito-Isaiah 56-66 (VTS 62), Leiden 1995.
L. Ruszkowski, Volk und Gemeinde im Wandel. Eine Untersuchung zu Jes 56-66 (FRLANT 191) Göttingen 2000.

Der letzte Teil des Buches Jesaja enthält theologisch außerordentlich wichtige Texte. Diese dokumentieren verschiedene Konzepte zur Rekonstituierung des Gottesvolkes in der nachexilischen Zeit (partikulär vs. universal) und ganz überraschende Formulierungen des Glaubens an Gott. Imposant das Dringen auf die Verwirklichung von Recht und Gerechtigkeit, denn Gottes Rettung steht unmittelbar bevor (vgl. Jes 56,1).

22 Die Psalmen

Jüngling

DAK 1st Di 15:15 Uhr

Literatur: Delitzsch, Franz, Die Psalmen, Leipzig 51894.
Ravasi, Gianfranco, Il libro dei Salmi, Volume II (51-100), Blogna 1983.
Alonso Schökel, Luis - Carniti, Cecilia, I Salmi, Roma 1992 (Spanisches Original 1991), Band I ( Ps 1-72).
Tate, Marvin E., Psalms 51-100 (WBD vo), Dallas/Tx. 1990.
Seybold, K., Die Psalmen (HAT 1/15), Tübingen 1996.
Girard, Marc, Les Psaumes redécouverts. De la structure au sens, Vol II 51-100, Québec 1994.
Hossfeld, F.-L. - Zenger, E., Psalmen 51-100 (HThK AT), Freiburg/Basel/Wien 2000.
Es handelt sich um ein freies Angebot für Hörerinnen und Hörer aller Stufen und Semester. Die Vorlesung liegt außerhalb aller normalen und vorgeschriebenen Zyklen. Sie läuft schon mehrere Jahre. Es geht um die exegetische, theologische und spirituelle Einführung in den Psalter, das zentrale Gebet der Kirche. Im Laufe der Zeit werden alle Psalmen durchgesprochen. Die Reihenfolge ist die des Psalters, und daran wird eisern festgehalten. Im Sommersemester wird mit Ps 59 begonnen. Die Vorlesung ist manchmal eher kursorisch, manchmal eher breit angelegt, es kann auch Exkurse zu Sonderthemen geben.

23 Doktorandenseminar
zusammen mit dem alttestamentlichen Seminar für Doktoranden der Evang. Und Kath. Theol. Fakultäten der Universitäten Mainz

Engel / Jüngling / Böhler

2st 14tgl Mi 19:30-21:00

Die Professoren und Dozenten der Exegese des AT der beiden Mainzer Theologischen Fakultäten und Sankt Georgens halten zusammen mit ihren Assistenten, Wissenschaftlichen Mitarbeitern und Doktoranden (auch besonders interessierte Studierende aus dem Grund- und Hauptstudium sind willkommen), in jedem Semester ein Oberseminar. Dabei wechseln Semester, in denen die Doktoranden über den Stand ihrer Dissertationen berichten und ihre Thesen der Diskussion aussetzen und Dozenten ihre jüngsten Forschungen vorstellen, mit Semestern, in denen zu einem Thema oder einem Textbereich gearbeitet wird. Jeweils am Ende eines Semesters werden die Termine, Themen und Referenten für das folgende Semester vereinbart.

Teilnehmer im Aufbaustudium können bei Übernahme eines Referates und entsprechender aktiver Mitgestaltung des Oberseminars einen sbL für das Aufbaustudium erwerben.


24 Der erste Brief des Apostels an die Korinther

Müller

V DA 2st Mi 14:30


25 Auferstehung und Auftrag Jesu nach Mt 28

Beutler

HS DA 2st Blockveranstaltung:Fr 04.05. 14:00-18:00 und Sa 05.05.01 08:45-12:15 ab 01.06.01 freitags 10:35

Literatur: Frankemölle, H., Matthäus. Kommentar 2, Düsseldorf: Patmos 1997.
Gundry, R. H.., Matthew: A Commentary on His Handbook for a Mixed Church under Persecution, Grand Rapids, MI: Eerdmans 21994.
Sand, A., Das Evangelium nach Matthäus (Regensburger Neues Testament), Regensburg: Pustet 1986.
Verweyen, H., Hrsg., Osterglaube ohne Auferstehung? Diskussion mit Gerd Lüdemann (Quaestiones Disputatae 155), Freiburg u.a.: Herder 1995.
In charakteristischer Weise verbindet Matthäus in seinem Auferstehungskapitel Auferstehung und Auftrag Jesu. Die Auftragsworte ziehen sich durch alle Szenen, in denen sich Jesus direkt oder indirekt kundtut. Inhaltlich steigern sie sich bis zu dem "Missionsbefehl" von V. 18-20, mit dem das Evangelium schließt. In dem angekündigten Hauptseminar soll dieser Dynamik nachgegangen werden. Dabei tauchen auch Grundsatzfragen auf: In welcher Weise kann von einer "Auferstehung" Jesu gesprochen werden? Welche Rolle spielen die Frauen in dem untersuchten Kapitel? Welche die "Juden"? Wie verhalten sich "Mission" und interreligiöser Dialog? - Das Seminar beginnt als Blockseminar und wird ab 1. Juni innerhalb des regulären Stundenplans zuende geführt. Schein: Exegese NT (Syn).

26 Neutestamentliches Doktorandenkolloquium

Baumert

Koll A 14tgl. n.V.

 
HISTORISCHE THEOLOGIE
 
 

Kirchengeschichte einschließlich Patrologie
 
 


30 Katholische Kirche, Liberalismus und Demokratie von der Französischen Revolution bis zum Ende des Kommunismus

Schatz

V D A K 2st Mo 10:35

Literatur:
Eine zusammenfassende Gesamtdarstellung dieses Themas für die ganze Epoche existiert nicht. Die beste problemgeschichtliche Darstellung für das 19. Jahrhundert ist noch immer:
H. MAIER, Revolution und Kirche. Zur Frühgeschichte der christlichen Demokratie, 5. Aufl. (Freiburg 1988).
Ansonsten wird zur Erarbeitung des allgemeinen kirchengeschichtlichen Rahmens empfohlen:
K. SCHATZ, Kirchengeschichte der Neuzeit II (Düsseldorf 1989).
Spezialliteratur zu den einzelnen Themen wird in der Vorlesung genannt werden.
In dieser Vorlesung geht es um das Verhältnis von katholischer Kirche zur politischen Demokratie und den "liberalen Freiheiten", bzw. den Menschenrechten, um damit zum sich immer mehr säkularisierenden Staat der Moderne in den zwei Jahrhunderten zwischen den beiden "Revolutionen", die diese Geschichte einrahmen: der Französischen und der anti-kommunistischen. Es ist ein spannender Teilaspekt des Verhältnisses der Kirche zur "Moderne", wobei Einstellung zur Aufklärung, Ekklesiologie (Ringen um Wesen und Struktur der Kirche, vor allem ihre Freiheit vom Staat), geschichtliche Verflechtung in Staat und Gesellschaft und politische Macht- und Interessenkämpfe engstens miteinander verflochten sind. Zweifellos ist es die Geschichte fundamentaler Wandlungen nicht nur in Politik und Strategie der Kirche, sondern auch in den kirchlichen Prinzipien (man denke nur an die Einstellung zur Religionsfreiheit). Wie sind diese Wandlungen zu verstehen ? Ist es nur die Geschichte ständiger kirchlicher Rückzugsgefechte und schließlich verschleierter Kapitulationen? Oder ist es die Geschichte eines freilich konfliktreichen Dialogs, in welchem auch der Katholizismus kritisch-positive Beiträge zum modernen demokratischen Rechtsstaat leistete?

31 Gab es Ende des 2. Jahrhunderts schon eine Trinitätslehre? Textstudium zu Meliton von Sardes, Hippolyt und Tertullian

Sieben

HS DK 2st Mo 16:15

Scheinerwerb: Es kann ein Schein in Kirchengeschichte (Altertum) oder Dogmatik erworben werden. Der Glaube an den dreifaltigen Gott gehört zum Urgestein des christlichen Bekenntnisses und ist auch für heutige christliche Theologie das innerste und erste Glaubensgeheimnis. Die Trinitätslehre stellt den Versuch dar, diese Mitte des christlichen Glaubens in Begriffe zu fassen, gegen Missdeutungen zu verteidigen und im Zusammenhang darzustellen. Das geplante Seminar befasst sich mit den ersten expliziten systematischen Darlegungen der Trinitätslehre in der Alten Kirche. Näher untersucht werden sollen die seit neuestem in deutscher Übersetzung vorliegende Schrift "Gegen Noët" (aus der Wende vom 2. zum 3. Jh.) des griechisch schreibenden Hippolyt und grössere Teile aus dem für die spätere Entwicklung der Christologie und Trinitätslehre wichtigen Werk "Gegen Praxeas" (aus dem Jahre 213) des lateinisch schreibenden Tertullian. Zur Einleitung lesen wir Auszüge aus der Paschahomilie (160/170) des Meliton von Sardes. Griechisch- und Lateinkenntnisse sind von grossem Nutzen, aber nicht Bedingung für die Teilnahme.

32 Evagrios Pontikos, Hundert Kapitel über das geistliche Leben (Praktiker oder der Mönch; Text: Sources chrét. 170; dt. Übers. )

Podskalsky

HS D K 2st Mo 16:15

Literatur: G. BUNGE, Evagrios Pontikos, Praktikos, Köln 1989; Lex-Art. Über E.P.

Scheinerwerb: Möglicher Scheinerwerb für Diplom- und Aufbaustudenten in alter Kirchengeschichte, bei regelmäßiger, aktiver Teilnahme und schriftlichem Referat.

Evagrios Pontikos (ca. 345 in Ibora/Pontos - 399 Kellia/Ägypten), der "Vater der christlichen geistlichen Literatur", hat als erster eine systematische geistliche Lehre aufgestellt, eine Mischung aus eigener monastischer Erfahrung und philosophisch-theol. Spekulation alexandrinischer Prägung. Diese Lehre besteht aus drei Stufen: der PRAKTIKE (Reinigung von Leidenschaften / Acht-Laster-Lehre), der PHYSIKE(indirekte Gotteserkenntnis aus der geschaffenen Natur) und THEOLOKE (unmittelbare Gotteserkenntnis /-erfahrung der hl. Dreifaltigkeit). Das Seminar will eine Einführung in die erste Stufe geben, die auch bei allen späteren Systemen grundlegend geblieben ist.

33 Liturgische Theorie und Praxis im 12. und 13. Jahrhundert. Ausgewähle Beispiele

Berndt

HS DAK 2st Mi 16:15

Scheinerwerb: Es kann ein Schein in Kirchengeschichte des Mittelalters erworben werden bei aktiver Teilnahme am Seminar sowie einer schriftlichen Arbeit.

Zur Hinführung werden als hilfreiche Lektüre die einschlägigen Artikel aus dem Lexikon des Mittelalters empfohlen: Liturgie, Sakramentar, Antiphonale, Graduale, Pontifikale, Johannes Beleth, Amalar von Metz, Wilhelm Durand, Feste, Feiern.

Die Geschichte der Kirche und des Christentums durch die Jahrhunderte hindurch kann auch verstanden werden als die Geschichte des christlichen Kultes. Im engeren Sinne sind damit zunächst sicherlich die sich wandelnden Formen kirchlichen Feierns gemeint (z.B. Sakramente, Kirchweihe, Königsweihe etc.). Darüber hinaus aber hat das abendländische Christentum die Lebensvollzüge der Menschen weithin geprägt, insofern die Liturgie z.B. die Zeiten und Orte sowie die Formen des Feierns bestimmte.

Im Seminar wollen wir, ausgehend von einigen zentralen liturgischen Büchern des Mittelalters (Sakramentar, Antiphonale, Pontifikale) und einigen der maßgeblichen theoretischen liturgischen Handbücher des 12. und 13. Jahrhunderts (Amalar von Metz, Johannes Beleth, Wilhelm Durand), die Zubereitung von Ort und Zeit für den Gottesdienst inmitten der damaligen Gesellschaft studieren.

Während der Seminarzeit wird eine Kinderbetreuung angeboten. Eine Unkostenbeteiligung wird erbeten. InteressentInnen wenden sich bitte an Frau Crüwell (Tel. 230).


34 Mediävistik II: Einführung in die Buchkunde (Geschichte des Buches, Bibliothekskunde, Geistesgeschichte)

Berndt / Krüger

HS AK 2st Fr 15:00-18:00 Sa 9:00-12:00

Termine n. V.


 
 
SYSTEMATISCHE THEOLOGIE
 

Fundamentaltheologie und Dogmatik
 


40 Theologie der Schöpfung

Kehl / Andrade / Mutschler

V D A K 3st Mo Mi Fr 09:35

Scheinerwerb: Für Aufbaustudenten möglich. Ansonsten Stoff des Diplomexamens.

Literatur: "Schöpfungslehre", in Th. Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik, Bd. 1, Düsseldorf 1995, S. 120-238.

In diesem Semester wird der Traktat über die Schöpfung neu konzipiert, um als Grundlage einer Veröffentlichung zu dienen. Ausgehend von aktuellen Herausforderungen des christlichen Schöpfungsglaubens werden die Antworten der Theologie unter bibeltheologischer, dogmengeschichtlicher und systematischer Perspektive behandelt. Frau Prof. Barbara Andrade (Mexiko) wird den Teil über die Erbsünde lesen, Herr Dr. Hans-Dieter Mutschler den Teil über die Beziehung von Schöpfungsglauben und Naturwissenschaften.

41 Die Heils- und Offenbarungsgegenwart des dreieinen Gottes in Jesus Christus II (dogmatischer Teil)

Löser

V D K 2st Di Do 09:35

Die Vorlesung gehört zum Dreijahreszyklus der Dogmatik. Sie enthält Prüfungsstoff, der für das dogmatische Abschlussexamen vorzubereiten ist.

Es gibt ein Vorlesungsskript. Im übrigen wird im Verlauf der Vorlesung auf aktuelle Literatur verwiesen.

Im vergangenen Wintersemester fand die erste Hälfte der auf zwei Semester konzipierten Vorlesung zur Christologie / Trinitätstheologie statt. Es wurde an den langen Weg des theologischen Bemühens um die Erkenntnis Jesu Christi und des dreieinen Gottes von den Anfängen der christlichen Kirche bis zur Gegenwart erinnert. In dem bevorstehenden Sommersemester steht die systematische Darstellung der Christologie und der Trinitätstheologie an. Kennzeichnend für dieses Konzept, das dabei verwirklicht werden soll, ist die Integration der Christologie und der Trinitätstheologie. Beide Bereiche gibt es nur miteinander; denn sie sind letztlich Teilbereiche eines Ganzen. Gegenüber früheren Versuchen zur selben Thematik wird sich der jetzt intendierte Versuch dadurch auszeichnen, dass hier und da neue Akzente gesetzt werden, die aus der Aufmerksamkeit für den jüdisch-christlichen Dialog stammen.


42 Vorherbestimmung durch Gott? Zum Zusammenhang von Gottesverständnis und Prädestinationslehre

Kunz

HS D K 2st Do 16:15

Literatur zur Einführung: Artikel: Prädestination" in LThK3 , Bd. 8 (1999) 467-475.
Hat Gott einige Menschen von vornherein zum ewigen Heil vorherbestimmt, andere aber nicht erwählt oder gar ausdrücklich verworfen? Diese Frage bewegt spätestens seit Augustinus die abendländische Theologie und hat sehr viele Menschen beunruhigt.

Ist eine Prädestinationslehre mit der christlichen Botschaft von der Liebe Gottes vereinbar? Zu welchem Maße haben (philosophische) Vorentscheidungen im Gottesverständnis die Lehre von der Vorherbestimmung beeinflusst? Diesen Fragen soll im Seminar nachgegangen werden, indem einige einflussreiche Autoren der Theologiegeschichte untersucht werden (etwa Augustinus, Thomas von Aquin, Martin Luther, Calvin, Karl Barth, Hans Urs von Balthasar).


43 Christliche Meditation in Geschichte und Gegenwart

Switek

HS DAK 2st Mo 10:35

Meditation stößt heute in zunehmendem Maß auf Interesse. Dabei handelt es sich allerdings häufig um Methoden, die ihren Ursprung in östlichen Religionen haben. Um so dringlicher ist es, sich auf die reiche, aber oft in Vergessenheit geratene christliche Meditationstradition zu besinnen. Im Verlauf des Seminars sollen Formen der christlichen Meditation in der Geschichte (u.a. frühes Mönchtum, Guigo der Kartäuser [Lectio - Meditatio - Oratio - Contemplatio], Devotio moderna, Ignatius von Loyola, Jesusgebet) wie in der Gegenwart (u.a. H.U. v. Balthasar, J.B. Lotz, H. Enomiya-Lassalle, Fr. Jalics) behandelt werden.


44 Einheit der Christen - Dokumente der evangelisch-lutherischen und römisch-katholischen Kommissionen

Knauer

HS DA 2st Dp 14:00

Die Dokumente sollen daraufhin untersucht werden, was sie zur Überwindung bisheriger gegenseitiger Missverständnisse beitragen und welchen ökumenischen Fortschritt sie ermöglichen. Mit welchem Vorverständnis arbeiten die Dokumente? Wie kann man ihre Ergebnisse weiter bekannt machen?

Es soll vor allem um die folgenden Texte gehen: Das geistliche Amt in der Kirche (1981), Kirchengemeinschaft in Wort und Sakrament (1984), Einheit vor uns (1985), Kirche und Rechtfertigung - Das Verständnis der Kirche im Licht der Rechtfertigungslehre (1994), Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre (1999), Die Kirche als Gemeinschaft der Heiligen (2000). Vgl. auch die beiden Bände "Dokumente wachsender Übereinstimmung" (1931-1982 und 1982-1990).


45 Offene Fragen in der gegenwärtigen Dogmatik

Schneider

HS DA 2st Mo 16:15

In der Vorlesung werden nach einer Einführung ausgewählte Fragen der gegenwärtigen Dogmatik bedacht, die in ihrer Beantwortung recht umstritten, wenn nicht gar "offen" bleiben. Von den Studierenden, die am Seminar teilnehmen, wird erwartet, dass sie jede Seminarstunde vor- und ausarbeiten. Erste Absprache: 30.4. 2001, 16:15 Uhr.


46 Doktorandenkolloquium

Löser

Koll A 1st


47 Doktorandenkolloquium

Schneider

Koll A 1st


 

Moraltheologie
 


60 Medizinische Ethik: Normenfindung angesichts technisch-medizinschen Fortschritts

Schuster / Niemann

V DAK 2st Do 10:35

Scheinerwerb: SbL + Fachabschluß in Spezieller Moraltheologie

Literatur: Tom L. Beauchamp/James F. Childress, Principles of Biomedical Ethics, New York - Oxford 41994.
Günter Rager (Hg.), Beginn, Personalität und Würde des Menschen, Freiburg - München 1997.
Eberhard Schockenhoff, Ethik des Lebens, Mainz ³2000.

Themen wie das Klonen von Menschen zu therapeutischen Zwecken oder die genetische Manipulation des Menschen zu einem neuen Design beherrschen die Schlagzeilen wie die Feuilletons der Zeitungen. Medizinische Ethik scheint Hochkonjunktur zu haben. Die Konsistenz der ethischen Argumente weist allerdings in vielen Beiträgen große Lücken auf bzw. sie beschränkt sich auf Appelle. Neben den aktuellen Fragen soll der Begründung moralischer Wertungen und Forderungen besondere Aufmerksamkeit gelten.

Folgende Themen werden u.a. in den jeweiligen Doppelstunden behandelt: bio-medizinische Prinzipienlehre, die Frage des Klonens, Möglichkeiten und Grenzen der Organtransplantation, Probleme am Lebensanfang, Abtreibung, Früheuthanasie, Gentechnik, Probleme der Gesundheitsreform, AIDS, Arzt-Patient-Verhältnis, Sucht, Euthanasie etc.


61 Menschenrechte: eine "Magna Charta" für die Menschheit?

Schuster / Rhode

HS DA 2st Mo 14:30


62 Kolloquium für Studierende im Aufbaustudium

Schuster

Koll A 1st n. V.


 
 Christliche Gesellschaftsethik
 

63 Kirchen an die Börse? Die Ökonomisierung des kirchlichen Dienstes

Hengsbach / Crüwell

HS DA 2st Mi 16:15
 

Scheinerwerb: Christliche Gesellschaftsethik, Aktuelle Fragen

Literatur: Adalbert Evers, Thomas Olk (Hrsg.) Wohlfahrtspluralismus, 1996; Oswald v. Nell-Breuning in Stimmen der Zeit 1977,357ff.; Basina Kloos "Große Träger machen mobil" in Neue Caritas 7/2000, S.8-11; Reinhard Richardi "Gefahren beim Verlassen des "Dritten Weges" in Neue Caritas 4/2000, S.33-37; Wolfgang Klug "Sind die Wohlfahrtsverbände finanziell am Ende?" in ZMV 1998, S. 158-162; Norbert Feldhoff "Der Dritte Weg ist keine Sackgasse" in Neue Caritas 18/2000, S. 37-42; Thomas Schmidt "Caritas zwischen Kundenorientierung und Barmherzigkeit" in Jahrbuch des Deutschen Caritasverbandes 1999, S. 61-70; BVerfGE 70,138ff.

Die "katholische Kirche trifft eine historische Entscheidung und geht an die Börse", so titelte die taz am 28.3.2000. Wird das, was dort satirisch gemeint ist, bald Realität?

Auf der Suche nach einer Verbindung von christlicher Nächstenliebe und marktwirtschaftlicher Effizienz spielen kirchliche Wohlfahrtsträger bereits mit dem Gedanken, Kapitalgesellschaften zu gründen und börsenfähig zu werden. Die Aktivitäten der Trierer-Caritas-Träger-Gesellschaft und des Deutschen Ordens zeigen, dass solche ehrgeizigen Pläne nicht immer glücken. Dabei galt der Deutsche Orden als vorbildlich, weil er marode kirchliche Wohlfahrtseinrichtungen durch moderne Management-Methoden sanieren wollte.

Die marktorientierten Vorstöße kirchlicher Wohlfahrtsträger sind eine Reaktion auf die tiefgreifenden Umbrüche im Bereich der sozialen Sicherung und der Wohlfahrt. Der Sozialstaat droht zu erodieren. Die Kriterien der Wirtschaftlichkeit finden Eingang in die Sozialgesetzgebung.

Das Seminar beschäftigt sich mit den kirchlichen Wohlfahrtsträgern im Spannungsfeld zwischen Staat, Kirche und Markt. Erstens soll deren historische Herkunft und Entwicklung untersucht werden. Außerdem werden philosophische und politische Grundlagen des Sozialstaats aufgezeigt und das Profil der sogenannten frei-gemeinnützigen Wohlfahrtsverbände beleuchtet. Zweitens soll die Eigenart des kirchlichen Dienstes gemäß der Grundordnung im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse von 1993 charakterisiert werden. Drittens sollen die sozio-ökonomischen Herausforderungen aufgezeigt werden, denen die kirchlichen Wohlfahrtsträger gegenüberstehen. Viertens werden Antworten und Reaktionen der kirchlichen Wohlfahrtsträger auf diese Herausforderungen geprüft. Dabei kommen Vertreter aus unterschiedlichen Praxisbereichen persönlich zu Wort. Im Rahmen dieser "Praxiseinheit" werden wir ebenfalls der Frage nachgehen, ob die Trierer-Caritas-Träger-Gesellschaft und der Deutsche Orden diese drastischen Entwicklungen auch dann genommen hätten, wären sie tatsächlich börsennotierte Gesellschaften gewesen.

Eine seminarbegleitende Kinderbetreuung wird organisiert. Wer daran Interesse hat, melde sich bitte vorher bei uns (-230/-409).


64 Kolloquium zu aktuellen Fragen

Hengsbach

KollA 2st n. V.


 
PRAKTISCHE THEOLOGIE
 
 

Pastoraltheologie
 
 
 


70 Zu Theorie und Praxis einer Kulturpersonal in der Gemeinde

Mennekes

HS DA 2st Di 16:15

Scheinerwerb: Es kann ein Schein in Pastoraltheologie erworben werden.Literatur: Die umfangreiche Literaturlage wird zu Beginn des Semesters vorgestellt, erörtert und zugänglich gemacht. Die traditionelle Gemeindestruktur der deutschen Kirchen befindet sich in einem Erosionsprozeß; nicht, dass es um die Auflösung bestehender Strukturen geht; es geht um einen sozialen Wandel; vor allem in den Großstädten ist ein Trend zu einer Art City-Pastoral zu vermerken. Es ist ein Ergebnis des sog. Auswahlchristentums; viele ChristInnen suchen sich Gemeinden ihrer Wahl: Das schärft die Frage nach dem "Image" einer Gemeinde und nach den Prinzipien ihres Wirkens. Dies verankert solche christlichen Zentren immer mehr in den sozialen Strukturen der Gesellschaft und ihren kulturellen Aktivitäten; die Kirche begreift sich vor allem in solchen Suchbewegungen mehr und mehr als Subjekt der Kultur: Religion im Ensemble von Literatur, Musik, Wissenschaft, Kunst, Philosophie...

Mehr als tausend Gemeinden haben sich einer Untersuchung zufolge dem künstlerisch-kulturellen Ansatz verschrieben. Sie machen Ausstellungen, veranstalten Konzerte, Lesungen, Filmabende... Solche Ansätze werden auf ökumenischer Basis vorgestellt, reflektiert und theologisch gewürdigt. Sie reichen von kulturell-inhaltlichen Ansätzen bis zur Verschmelzung von Kunst und Glaube in der gemeindlichen Subjektivität.


71 Teufel und / oder Engel: Visionen, Auditionen und Prophezeiungen im Anspruch von "Privatoffenbarungen" und im Rahmen heutiger praktischer Theologie

Niemann

HS DAK 2st Do 16:15

Scheinerwerb: Es kann ein sbL-Schein in spezieller Moraltheologie und in Pastoralmedizin - nach entsprechenden Leistungen - erworben werden.

Literatur: Das "Maß" an dem und mit dem gemessen werden soll, ist das Standardwerk von Karl Rahner: "Visionen und Prophezeiungen."
Zur Mystik der Transzendenzerfahrung. Herausgeber: Josef Sudbrack, Herder: Freiburg, Basel, Wien 1989

Weitere Literatur: Schallenberg, Gerd: Visionäre Erlebnisse: Visionen und Auditionen in der Gegenwart. Eine psychodynamische und psychopathologische Untersuchung. Mit einem Vorwort von Herbert Haag. Pattloch Verlag Augsburg 1990.Beginn: Vorbesprechung und Verteilung der ersten Referate: Donnerstag, 26. April 2001

Ort: Hörsaal 6

Die Idee zu diesem Seminar ist entstanden aus einem seit 4 Jahren laufenden Forschungsprojekt am Sekten-Info Essen: "Menschen mit außergewöhnlichen Erfahrungen."

Das sind Menschen mit Visionen, Auditionen (z.B. die Erscheinungen in Lourdes und Fatima, Medjugorje, Heroldsbach und Marpingen), religiös erlebten Ekstasen und anderen esoterischen (?) Erlebnissen z.B. Spukerfahrungen, Gläserrücken, Tarot, Vodoo, schreibendes Tischchen etc.

Die Phänomene sollen beschrieben, analysiert und - soweit möglich - wissenschaftlich erklärt werden.

Ferner sollen Tradition und Theologie im Bezug auf den Stellenwert von Privatoffenbarungen im Gesamt des Glaubenslebens befragt werden.


72 Gruppengespräche zur Klärung von "Problemfällen" in der Seelsorgepraxis

Niemann

OS AK 2st 14tgl.

Teilnehmer: Mindestzahl 3, maximal 8 Teilnehmer (für Seelsorger mit Praxiserfahrung) Jeder Teilnehmer wird gebeten, eigene einfache Situationen aus dem ihn belastenden Alltag einzubringen - strikte Diskretion ist notwendig.

Voraussetzung: Vorherige Anmeldung und kurze telefonische Rücksprache. - Das Seminar läuft semesterübergreifend.

Persönliche Anmeldung erforderlich!

Übung: zur Klärung von schwierigen und belastenden Beziehungsmustern.

Der Kurs ist gedacht für alle, die in der Seelsorge stehen (für Pfarrer, Kapläne, Pastoralreferenten, -referentinnen, Gemeindereferenten und -referentinnen) und die täglich mit sog. Problemfällen oder "schwierigen" Menschen umgehen müssen. Jeder weiß, wie schwer es ist, solchen Menschen nicht nur Friede und Liebe zu verkünden, sondern auch mit ihnen in glaubwürdiger Weise zusammenzuleben. Oft müssen z.B. Pfarrer oder Pastoralreferenten in Pfarrgemeinderat, Kirchenchor, Altenklub etc. zwischen Zerstrittenen auch vermitteln oder "Frieden bringen".

Auch Studierende im Grundstudium und im Aufbaustudium, welche "in der Praxis" sind und dort Beziehungskonflikte durchstehen müssen (z.B. Berufssschule, schwierige "Nebenjobs" etc.) sind eingeladen.

Durch Erfahrungsaustausch und Klärung der Beziehungsmuster kann es möglich werden, Distanz zu gewinnen, Konflikte aufzuarbeiten und mögliche Aggressionen, Hass oder Neid abzubauen.


 
 Religionspädagogik
 

74 Verantwortlich leben und glauben. Herausforderung heutiger religiöser Persönlichkeitsbildung

Frielingsdorf / Eckart

HS DA Blockseminar: Fr 13:45 - 17:45, Termine: 27.04.; 18.05.; 08./22.06; 06.07.2001

Scheinerwerb: Seminarschein in Religionspädagogik

Literatur: Ulrich Beck: Eigenes Leben. Ausflüge in die unbekannte Gesellschaft, in der wir leben. München 1997.
James W. Fowler: Stufen des Glaubens. Die Psychologie der menschlichen Entwicklung und die Suche nach Sinn, Gütersloh 2000.
Helm Stierlin: Ich und die anderen. Psychotherapie in einer sich wandelnden Gesellschaft, Stuttgart 1994.

Seit Mitte der sechziger Jahre ist in unserer Gesellschaft ein neuerlicher Individualisierungsschub beobachtbar. Das Individuum erlebt sich heute als Schnittpunkt differierender gesellschaftlicher Teilsysteme, die es für die Gestaltung seines Lebenslaufes handhabbar machen muss. Dieser Wandel wirkt sich auch auf die religiöse Persönlichkeitsentwicklung aus.

In diesem Seminar werden für eine zeitgemäße religiöse Persönlichkeitsbildung Beiträge unterschiedlicher Disziplinen wie (Religions-) Soziologie, Psychologie und Religionspädagogik theoretisch und praktisch miteinander ins Gespräch gebracht.


75 Mein Leben in Beziehung

Frielingsdorf / Lanfermann

OS AK Blockveranstaltung Mo-Sa

Termin: 23. - 28.04.01

Ort: Hofheim


76 Krankmachende und heilende Gottesbilder

Frielingsdorf / Lanfermann

OS AK Blockveranstaltung Mo-Sa

Termin: 18. - 23.06.01

Ort: Hofheim


 
 Homiletik
 

80 Zur Predigt der Gottesknechtslieder im Buch Jesaja

Mennekes / Busse

HS D 2st Di 14:30


81 Stimmbildung und Sprecherziehung (Grundkurs)

Föller

Ü DK 2st Mi 14:30 - 16:00

Fr 11:30 - 13:00


82 Stimmbildung und Sprecherziehung (Aufbaukurs)

Föller

Ü DK 2st Mi 16:15


83 Homiletische Übungen mit Predigten in Frankfurter Gemeinden

Mennekes / Gertler / Busse

Ü D 2st n. V.


 
 Liturgiewissenschaft
 

90 "Vom Gregorianischen Choral bis zum Neuen Geistlichen Lied ..." Kirchenmusik zwischen liturgischen Anspruch und gottesdienstlicher Praxis

Föller

Ü DK 2st Di 16:15


91 "In Wahrheit haben wir verlernt still zu werden" (Guardini). Über die Erfahrung mit der Kunst

Mann

Ü DK 2st freitags 14:00 1. Termin 27.04.01
weitere Termine n. V.


 
 Kirchenrecht
 

92 Das kirchliche Eherecht

Sebott

D 2st Do Fr 8:45

Scheinerwerb: sbL (Eherecht)

Literatur: R. Sebott, Das neue kirchliche Eherecht, Frankfurt am Main 21990.

Die Vorlesung behandelt vor allem drei Kapitel: Ehehindernisse, den Ehewillen, die Eheschließung.

93 Übung zur Vorlesung

Sebott

D 1st Do 14:00

Scheinerwerb: sbL (Eherecht)

Ich gebe sieben Fälle, die schriftlich bearbeitet, benotet und dann in der Übungsstunde besprochen werden. Auf diese Weise kann man sein Examen machen. Näheres in der ersten Stunde.


94 Kolloquium für Lizentianden und Doktoranden

Sebott

A 1st n. V.

Ich werde zu Beginn des Semesters einen Aushang über dieses Kolloquium machen.


 
SPRACHEN
 
100 Griechisch II

Streubel

3st Di 14:30 - 16:00 Do 14:00 - 14:45

Scheinerwerb: durch schriftliche und mündliche Prüfung. Zeugnis des Nachweises der Kenntnis des neutestamentlichen Griechisch.
Literatur: Joseph Dey, Schola Verbi; F. Rienecker, Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen NT.

Zielgruppe: Absolventen von Griechisch I


101 Griechisch Lektüre

Streubel

2st Do 14.45 - 16:15

Scheinerwerb: siehe Griechisch II

Literatur: Neues Testament Griechisch; zu empfehlen: F. Rienecker, Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen NT.

Zielgruppe: Teilnehmende von Griechisch II und andere Interessierte.


102 Latein II

Streubel

4st Mo 16:15 - 17:45 Di 10:35-12:10 (Neuer Termin!)

Scheinerwerb. Durch mündliche und schriftliche Prüfung. Nachweis der Kenntnis der lateinischen Sprache.

Literatur: Texte des 2. Vatikanums und einige Beispiele aus Cicero und Augustinus (Texte werden ausgegeben).

Zielgruppe: Teilnehmende von Latein I im vorhergehenden Semester


103 Latein Lektüre

Streubel

2st Mi 16:15 - 17:45

Scheinerwerb: Teilnahmeschein

Literatur: je nach Interesse Texte des 2. Vatikanums bzw. Auswahl Augustinus Confessiones VIII. Buch.

Zielgruppe. Teilnehmende von Latein II und wer einen Teilnahmeschein braucht.


105 Hebräisch II

Engel

2st Mo 13:25 Mi13:35

Die weitere Durcharbeitung des Lehrbuches von Ernst Jenni und die Lektüre alttestamentlicher hebräischer Texte soll die Teilnehmer auf das Examen Hebraicum am Ende des Sommersemesters vorbereiten.


 

STUDIENBEGLEITENDE PROGRAMME
 

Medien und öffentliche Kommunikation
 
 
 


110 Einführung in das Studienprogramm

Bieger

Donnerstag, 22. März 10 - 21.30 und Freitag, 23.3. 9 h - 12.15

An Beispielen werden Medienstrategien und die Aufgaben und Qualifikationen verschiedener Medienberufe erläutert. Das Studienprogramm wird vorgestellt. Weiter wird die Bedeutung des journalistischen "Stallgeruchs" für das berufliche Fortkommen erläutert. Direkt an die Einführung schließt sich an die: Reportagewerkstatt

Schwab

Freitag, 23.3. 14 h - 21.30, bis Samstag, 24.3., 9 - 12

Die Zeitungs - Reportage ist eine anspruchsvolle Form, den Leser an einem Geschehen teilhaben zu lassen. In der Werkstatt wird gezeigt, welche sprachlichen Mittel eingesetzt und wie eine Reportage aufgebaut werden kann. Für den Teilnahmeschein ist es erforderlich, selbst eine Reportage zu verfassen.


111 Tutorium

Bieger

Freitag, 13.30 - 15.30

Praktikumsberichte, Durchsprache von Beiträgen, Informationen über Medienkurse


112 Religiöse Kinderprogramme zwischen Katechese und Unterhaltung

Bieger

Freitag, 11. Mai 16 - 21.30 und Samstag, 12.5. 9 h - 12 h

Fernsehen für Kinder wurde bis in die achtziger Jahre als Hilfe für die Entwicklung des Kindes legitimiert. Ein Fernsehen, das seine Programme an der Verfügbarkeit über Taschengeld seiner Zielgruppe ausrichtet, fordert, dass Kinder ebenso ein Recht auf Unterhaltung haben wie Erwachsene. Kann man religiöse Bezüge unterhaltend vermitteln oder ist Unterhaltung überhaupt ein hinreichendes Kriterium, um die Qualität von Fernsehprogrammen und Filmen zu beurteilen? An Beispielen wird gezeigt, wie religiöse Inhalte und Bezüge filmisch thematisiert werden können.


113 Mit Heiligen Öffentlichkeitsarbeit machen - Die öffentliche Funktion eines Heiligen am Beispiel des hl. Nikolaus

Bieger / Exner

Mittwoch, 19. September 14 h bis Samstag, 22.9 12h
Die Abende des Mittwochs, Donnerstags und Freitags sind bis 21.30 in das Programm eingebunden.

Die Werkstatt geht von der Funktion des hl. Nikolaus aus, zeigt, wie man öffentlich Einfluss nehmen kann und setzt Legenden des Heiligen für Presse, Hörfunk und Internet um. Weiter werden Heiligenviten und Namensbedeutungen für das Internet aufbereitet. Es besteht die Möglichkeit, ein Konzept für einen Kurzfilm zu entwickeln.

Für das ergänzende Studienprogramm "Medien und öffentliche Kommunikation" wird die Werkstatt für zwei Blockveranstaltungen angerechnet, wenn ein Beitrag für das Internet, die Zeitung, den Hörfunk oder eine Filmhandlung entwickelt wird.

 

BESONDERE VERANSTALTUNGEN

 

Hochschulchor

Föller

Di 13:15 - 14:25


Hochschulorchester

Föller

n.V.


Herausgeber: AStA Sankt Georgen

Redaktion: Charlotte Langer und Michael Nolle

Dank an alle Dozenten für die unkomplizierte und reibungslose Zusammenarbeit, ebenso auch an alle korrekturlesenden Kommilitonen.