Gott oder Göttliches? Menschliche Transzendenzbezüge und ihre systematische Reflexion im Blick auf die religiösen Transformationsprozesse der Gegenwart

Projektbeginn: Februar 2016
Projektende: Februar 2018
Projektmitglieder: Bose, Rana
Kießling, Klaus
Mertesacker, Jakob
Wagener, Hermann-Josef
Verst, Ludger

Projektbeschreibung


Unter dem Titel „Gott oder Göttliches? Menschliche Transzendenzbezüge und ihre systematische Reflexion im Blick auf die religiösen Transformationsprozesse der Gegenwart“ arbeiten im Institut für Pastoralpsychologie und Spiritualität Professor Klaus Kießling, Dr. Hermann-Josef Wagener und Jakob Mertesacker in einem Kooperationsprojekt mit Professor Bernhard Nitsche (Religionsphilosophie) und seinem Team an der Universität Münster an der Entwicklung und empirischen Fundierung eines Modelles, das eine Sprache zur Verfügung stellen soll, um die Transzendenzbezüge der Gegenwart treffend zu beschreiben.

Dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt zu den anthropologischen Grundlagen und gegenwärtigen Formen von Religiosität liegt die Vermutung zugrunde, dass die gängigen Bezeichnungen Pantheismus, Theismus und Panentheismus angesichts der heute gegebenen Pluralisierung religiöser Phänomene nicht mehr genug analytische Schärfe besitzen. Der Beitrag aus Sankt Georgen besteht darin, das Modell von Bernhard Nitsche, das verschiedene Gottesvorstellungen bereitstellt, um die verschiedenen Gotteszugänge im Modell der religiösen Formenkreise von Hermann-Josef Wagener (vgl. Wagener 2012) zu bereichern und diesen Zusammenhang empirisch zu überprüfen. Die Herausforderung besteht darin, ein Forschungsdesign zu entwickeln, das durch die Kombination von statistisch-quantitativen mit hermeneutisch-qualitativen Erhebungs- und Auswertungsmethoden sowohl eine Vergleichbarkeit der befragten Individuen als auch die für eine bereichernde religionspsychologische Forschung benötigte hermeneutische Tiefe erreicht. Im interdisziplinären Arbeiten zwischen Philosophie, Theologie und Psychologie gilt es, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, um sowohl die theoretische als auch die empirische Forschungshypothese angemessen formulieren zu können. Dazu leistet die Mehrfachqualifikation der Frankfurter Mitarbeiter in Psychologie und Theologie einen substanziellen Beitrag.

Bei Fragen und Anregungen zu unserer Forschung können Sie sich gerne an Jakob Mertesacker oder die anderen Projektmitglieder wenden.

Die Zusatzmaterialien zu unserem Artikel in Wege zum Menschen (69(1) 2017) erhalten Sie hier.

Den Link zur Projektseite an der Uni Münster finden Sie hier.