Hier finden sie eine Übersicht häufig gestellter Fragen:
1. Welche Voraussetzungen muß ich für die Aufnahme in das ergänzende Studienprogramm mitbringen?
Wichtig sind zwei Rahmenbedinungen: Das Programm setzt einige Studiensemester bzw. ein abgeschlossenes Studium der Theologie voraus und hat nur ergänzenden Charakter. Es ersetzt kein Voluntariat und auch nicht ein publizistisches Studium. Es eröffnet aber sehr wohl Zugang zu den Medien und vermittelt Kenntnisse für die Öffentlichkeitsarbeit. Das Programm soll Studierenden und Absolventen der Theologie eine erweiterte Qualifikation vermitteln, die die Nutzung der Medien und der Methoden der Öffentlichkeitsarbeit im kirchlichen Bereich ermöglicht sowie auf eine Ausbildung für eine journalistische Tätigkeit bzw. für die Arbeitsfelder Werbung und Öffentlichkeitsarbeit vorbereitet.
2. Wie kann ich mich für Öffentlichkeits- und Pressearbeit in einer kirchlichen Einrichtung oder einem Verband qualifizieren?
Das studienbegleitende Programm bietet Ihnen an der Hochschule Sankt Georgen die notwendigen Grundlagen und Einführungen. Sie lernen, Presseberichte zu schreiben, Kurzbeiträge für den Hörfunk zu produzieren und auch eine Reportage zu verfassen. Je nach Schwerpunkt können Sie aus den Kursprogrammen journalistischer Ausbildungsinstitutionen und anderer Anbieter das auswählen, was Sie für Ihre Aufgabe qualifizieren soll. So ist es z.B. möglich, mit der Medienabteilung des Erzbistums Köln ein Zertifikat für Öffentlichkeitsarbeit zu erwerben.
3. Kann ich Journalismus, Werbung bzw. Öffentlichkeit zu meinem Brotberuf machen?
Das studienbegleitende Programm an der Hochschule Sankt Georgen bietet Ihnen den Zugang zu einer Ausbildung. Sie können leichter eine Aufnahme in ein Volontariat finden, das eine tarifvertraglich gesicherte Ausbildung bietet. Die kirchliche Presse bietet in Zusammenarbeit mit dem Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses ebenfalls eine Volontärsausbildung. Das studienbegleitende Programm vermittelt die Voraussetzungen, sich für einen Volontariatsplatz zu qualifizieren. Da der Zugang zu Ausbildungsplätzen in Deutschland nicht einheitlich geregelt ist, in der Regel jedoch eigene Arbeitsproben verlangt werden, bietet das Abschlußzertifikat der Hochschule die ausreichende Voraussetzung, um einen Volontärsplatz oder einen anderen Ausbildungsplatz zu erlangen. Es ist auch möglich, sich auf eine freiberufliche Tätigkeit im Journalismus bzw. der Öffentlichkeitsarbeit vorzubereiten. Hier bietet das studienbegleitende Programm eine gute Startposition. Zudem ermöglicht es, während bzw. nach dem Studium freiberuflich für Redaktionen und Presseabteilungen zu arbeiten und auf diese Weise zu lernen, wie man mit theologischen Kenntnissen in den Medien Geld verdient.
4. Wie sehen die Studieninhalte des Programms aus?
Das Programm ist so ausgerichtet, daß es vor allem die Fragen, die im Zusammenhang mit der Artikulation des Religiösen und der Darstellung der Kiche stehen, in der Öffentlichkeit aufgreift. Wegen des begrenzten Umfanges ist es deshalb nicht möglich, Inhalte anderer geisteswissenschaftlicher Studienfächer auf die Darstellungen in den Medien durchzudenken und umzusetzen. Im Programm selbst werden im Laufe von vier Semestern Themen angeboten, die sich mit der Analyse der Moderne, der Symboldimension der Religionen, der Konstruktion von Öffentlichkeit und der öffentlichen Präsenz von Institutionen und Gruppen sowie mit der spirituellen Dimension von Medien beschäftigen. Weiter werden eine Hörfunkwerkstatt sowie eine Reportagewerkstatt angeboten. In der Einführung wird die Medienwelt in ihrer Erscheinungsform, ihren organisatorischen und wirtschaftlichen Strukturen und ihren Zugängen für hauptberufliche und freiberufliche Tätigkeit erläutert. Weiter finden jeweils vor den inhaltlichen Seminaren Tutorien statt. Es stehen Tutoren für acht verpflichtende Gespräche zur Verfügung. In den Tutorien werden die Erfahrungen von Praktika und Kursen ausgewertet sowie eigene Medienbeiträge durchgesprochen. Auf diese Weise kann innerhalb des auf vier Semester angelegten Programms eine gewisse Praxis im Schreiben von Beiträgen und Artikeln und/oder Kurzbeiträgen für das private Radio erworben
werden. Weiter ist es möglich, Werbeunterlagen, Ausschreibungstexte u.a. zu entwickeln.
5. Wer sind die Verantwortlichen?
Die Verantwortlichen für die Durchführung des Programms sind:
Dr. Eckhard Bieger S.J., Tel. 0173 3183343 Beauftragter der Katholischen Kirche beim ZDF
Ulrich Fischer, Beauftragter der Katholischen Kirche bei Sat 1 und für den hessischen Privatsender FFH Weitere Tutoren können vor Ort selbst gesucht oder vermittelt werden.
Matthias Schmidt, Studienbegleitendes Programm "Medien und öffentliche Kommunikation" Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen Offenbacher Landstraße 224 60599 Frankfurt am Main Informationen vom Studentensekreteriat: 069 6061 217 mobil: 0178 20 53 129 e-mail: medien@sankt-georgen.de
6. Was muß ich tun, um an dem Programm teilnehmen zu können?
Wer das Abschlußzeugnis erhalten will, muß an der Hochschule Sankt Georgen immatrikuliert sein oder eine Zweitimmatrikulation durchführen. Die Studiengebühr für die Zweitimmatrikulation beträgt z.Z. € 70 pro Semester. Eine Immatrikulation als Gasthörer ist möglich, wenn Sie ansonsten an keiner anderen Hochschule immatrikuliert sind.
7. Wann finden die Einführungskurse und Tutorien statt?
Der Einführungskurs wird als Blockveranstaltung an der Hochschule Sankt Georgen durchgeführt. Die Blockveranstaltungen während des Semesters sind auf den Freitagnachmittag und -abend sowie den Samstagvormittag gelegt. Durch ein kleines Projekt, das mit einer Zeitung und einem Hörfunksender abgestimmt ist, wird ein direkter Zugang in die Praxis erschlossen. An Beispielen wird die Darstellung des Religiösen sowie die Inszenierung von Symbolen aufgezeigt, und ein Überblick über die verschiedenen Medienberufe gegeben. In den Tutorien werden Möglichkeiten für Praktika aufgezeigt sowie Kurse vorgestellt. Es gibt inzwischen eine Fachzeitschrift für Journalistenausbildung „Sage und Schreibe", in der zweimonatlich die verschiedenen Seminare der Aus- und Fortbildungseinrichtungen aufgeführt sind. Weitere Informationen zum aktuellen Lehrangebot finden Sie unter dem Menüpunkt "Lehrangebot" in der linken Navigationsleiste.
8. Wie lange dauert das studienbegleitende Programm?
Das Programm ist auf vier Semester ausgelegt, es muß aber nicht in diesem Zeitrahmen bewältigt werden.
9. Müssen auch Praktika gemacht werden?
Für das Kennenlernen von Redaktionen oder Agenturen sowie für die berufliche Orientierung sind Praktika hilfreich. Es kann auch innerhalb des studienbegleitenden Programms erprobt werden, für welche Mediengattung, d.h. Presse, Hörfunk, Fernsehen, Film, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit der/die Einzelne die meiste Begabung mitbringt. Insgesamt sind vier Wochen Praktikum veranschlagt.
10. Finden die Veranstaltungen ausschließlich an der Hochschule Sankt Georgen statt?
An der Hochschule Sankt Georgen werden neben der Einführung pro Semester ein Tutorium, eine Blockveranstaltung sowie in den Semesterferien fallweise Medienseminare zu Symbolen, Kirchenjahr u.a. Themen angeboten. Zum Programm gehören weiter ein vier- bis sechswöchiges Praktikum und Medienkurse bei anderen Veranstaltern, z.B. der Christlichen Presseakademie, der Katholischen Medienakademie, Akademie für Publizistik (Hamburg), Haus Busch (Hagen), Akademie der Bayerischen Presse u.a.
11. Wie sieht es mit den Kosten und evtl. Einnahmen aus?
Das Programm ist so angelegt, daß die Studierenden direkt nach dem Einführungskurs, unterstützt durch ein Praktikum, eine freiberufliche journalistische Tätigkeit aufnehmen können und dadurch zu gewissen Einkünften kommen. Für die Zweitimmatrikulation sind, wie unter Punkt 6. bereits ausgeführt, z.Z. € 70 pro Semester zu entrichten. Für die Medienkurse, die insgesamt zehn Tage betragen und sich auch aus mehreren Einheiten zusammensetzen können, fallen Kursgebühren und Unterbringungskosten je nach Anbieter an. Von den Blockseminaren und Medienwerkstätten, die mindestens einmal im Jahr an der Hochschule Sankt Georgen während der Semesterferien angeboten werden, können drei der 10 Tage für Medienkurse angerechnet werden. Die Praktika sind in der Regel kostenfrei und können z.B. am Wohnort, bei der lokalen Zeitung bzw. beim lokalen oder regionalen Hörfunk absolviert werden.
12. Wie haben die Abschlußarbeiten auszusehen?
Die Abschlußarbeiten setzen sich einmal aus den Beiträgen für Hörfunk, Radio und evtl.Videoproduktionen und Werbetexten zusammen. Darüber hinaus müssen die Teilnahme an den Blockveranstaltungen und Medienkursen dokumentiert werden. Weiter wird erwartet, daß in Form eines Essays von etwa zehn bis max. 15 Seiten ein Sachverhalt aus den Medien unter theologischer Perspektive beleuchtet wird. Wird eine Diplomarbeit zu einem Medienthema erstellt, entfällt die Verpflichtung für einen solchen Essay.
13. Ist eine Unterbringung auf dem Campus während der Kurse möglich?
Während der Kurse, die an der Hochschule Sankt Georgen stattfinden, ist eine Unterbringung auf dem Campus möglich. Bis Ende 2010 sind jedoch Bauarbeiten auf dem Campus. Daher sind Gästezimmer nur eingeschränkt verfügbar. Wenn Sie von außerhalb kommen und übernachten möchten, melden Sie sich bitte frühzeitig. Frankfurt hat auch eine Jugendherberge. Diese liegt 2km von der Hochschule entfernt.
