"Mehr Markt" macht nicht gesund. Gesellschaftliche Risiken und solidarische Sicherung entsprechen einander
Friedhelm Hengsbach SJ
In einer Marktwirtschaft gelten für Gesundheit dieselben Gesetzmäßigkeiten wie für Waren. Gesundheit wird nur gekauft, wenn ihr Wert für den Patienten höher ist als ihr Preis. Ideologen sehen darin eine Entwürdigung des Menschen. Gesundheit , so sagen sie, sei keine Ware; für die Gesundheit dürfe nicht gelten, was für Blumentöpfe, Apfelsinen oder Aluminiumschrott gilt. Gegen Naturgesetze gibt es solchen Widerspruch nicht. Wenn ein Mensch aus dem Fenster springt, dann fällt er mit einer Beschleunigung von 9,81 m/sec und damit genau so schnell wie ein Blumentopf - ohne dass die evangelische Soziallehre das je als entwürdigend angeprangert hätte.
Dieser Text ist eine auf das Gut "Gesundheit" übertragene Äußerung des renommierten Finanz- und Wirtschaftswissenschaftlers Wolfram Engels, der sich 1986 in der Wirtschaftswoche gegen die, wie er meinte, unzulässige Vorstellung wandte, dass die Arbeit etwas Besonderes und nicht als eine Ware wie jede andere zu betrachten sei.
Aktuelles
07.02.12
PHOENIX: Zukunft Arbeitsmarkt - Viel Arbeit, wenig Geld?
02.02.12
Recht und Moral - eine produktive Spannung
23.01.12
Call for Papers zum Forum Sozialethik 2012
16.01.12
Hildesheim: Friedhelm Hengsbach SJ spricht über Gerechtigkeit
09.01.12
Vortrag von Friedhelm Hengsbach zur INBAS Fachtagung in Offenbach online
