Berufsbildung - ein Anker sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Entwicklung

Die Bundeskanzlerin propagiert seit einigen Jahren die Bildungsrepublik Deutschland und gleichzeitig die Beschleunigung des wirtschaftlichen Wachstums, weil es ohne Wachstum keine zusätzlichen Arbeits- und Ausbildungsplätze gebe. Anderseits sind in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland die Veredelung des Arbeitsvermögens und insbesondere die berufliche Bildung ein Anker der globalen Wettbewerbsfähigkeit und des Exporterfolgs der deutschen Wirtschaft. Dieser Zusammenhang ist theoretisch unbestritten und scheint durch die Arbeitsmarktstatistik empirisch nahegelegt zu werden. Aber gilt er auch für die soziale Gerechtigkeit und die gesellschaftliche Entwicklung?  Lässt sich umgekehrt aus der befragten Meinung von 70% der Bevölkerung, die soziale Gerechtigkeit habe in den vergangenen Jahren abgenommen, schließen, dass die Berufsbildung ihre Ankerfunktion für die soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Entwicklung eingebüßt habe?

 

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