Ein verspartes Europa unter Merkels Regime

Friedhelm Hengsbach SJ

Die gelb-schwarze Bun­des­kanzlerin spielt die schwäbi­sche Hausfrau, die nicht mehr Maul­taschen auf den Tisch stellt, als das Haushaltsbudget zulässt. So vernünftig die Argumentation klingt, sie ist falsch. Die Familienidylle auf die Wirtschaft zu übertragen, ist ein Fehlschluss. Das Wort ?Sparen? vertuscht die Absichten der Regierung und vernebelt die Verletzung, die dem einfachen Volk zugefügt wird. Der Staat soll die Ausgaben an rückläufige Einnahmen anpassen, teilweise kürzen oder ganz streichen. Aber nicht zum Rasenmäher greifen, sondern selektiv vor­gehen und finanzielle Prioritäten setzen. Folglich ist ?Sparen? eine Waffe im Verteilungs­kampf.

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