Nr. 56 - Deutsche Unternehmensinvestitionen in afrikanischen Ländern

von Markus Demele

Die Studie geht der Frage nach, ob der afrikanische Kontinent künftig zu einem wichtigen Ziel deutscher Arbeitsplatzverlagerungen werden kann. Es wird untersucht, ob gesicherte Aussagen über Umfang und Qualität der vor Ort von deutschen Unternehmen angeboten Arbeitsplätze getroffen werden können. Die deutschen Auslandsdirektinvestitionen (ADI) in Afrika von 1989 bis 2006 geben Auskunft über den Umfang des investiven Engagements der Unternehmen vor Ort und erlauben erste Rückschlüsse auch auf die Beschäftigungswirkungen. Vor dem Hintergrund der Weltfinanzkrise seit 2007, können die gewonnen Daten jedoch nicht einfach extrapoliert werden. Durch Experteninterviews wird versucht, Trends und Hintergründe der Beschäftigungswirkungen deutscher Unternehmensinvestitionen in afrikanischen Ländern zu ermitteln. Der Anteil Afrikas an den gesamten deutschen ADI liegt weit unter einem Prozent. Zwar sind die ADI-Bestände Afrikas in den letzten Jahren gestiegen, ihr Anteil an den weltweit getätigten ADI hat aber abgenommen. Der Anteil der deutschen ADI in Afrika ist noch deutlicher gefallen. Die Beschäftigungswirkungen für die afrikanischen Zielländer sind im Ganzen als positiv einzuschätzen. Auch mittelfristig ist aber keine Zunahme der Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Afrika zu erwarten. Die Studie bietet verschiedene Erklärungen für das geringe investive Engagement deutscher Unternehmen in Afrika, auch im Vergleich zu anderen Ländern. Gesicherte Aussagen über die Qualität der Arbeitsbedingungen deutscher Unternehmen in Afrika sind bisher kaum zu machen.

 

Key Words: Ausländische Direktinvestitionen, Deutschland, Afrika, Beschäftigung, Entwicklungsländer, Arbeit, Privatwirtschaft

 

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