Wirtschaftsethische Perspektiven des Menschenrechts auf Nahrung
Veröffentlicht am 02.05.11 um 08:43 Uhr
Kommentar von Bernhard Emunds
Das weltweite Angebot an Nahrungsmitteln dürfte in Zukunft durch den Klimawandel und die Flächenkonkurrenz (auch wegen des Biosprits) negativ beeinflusst werden. Die globale Nachfrage nach Nahrungsmitteln wird wohl durch Bevölkerungswachstum und durch die proteinreichere Ernährung der Menschen in Schwellenländern weiter steigen. Auch wenn erhebliche Produktivitätssteigerungen möglich sind, begründen diese Prognosen die Erwartung längerfristig steigender Nahrungsmittelpreise und vielfach auch die Empfehlung, zum Ausgleich regionaler Überschüsse und Defizite den internationalen Agrarhandel massiv auszuweiten. Allerdings wird auch in der Landwirtschaft - abgesehen vom Eigenbedarf - nur für kaufkräftige Nachfrage produziert. Deshalb ist die Verwirklichung des Menschenrechts auf Nahrung nicht nur eine Frage der globalen Mengen, sondern auch der Ausstattung mit Kaufkraft und damit der Einkommensverteilung.
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