ORF: Demografischer Wandel und die Solidarität der Generationen

Veröffentlicht am 07.02.11 um 08:27 Uhr

Ein Radiobeitrag zu Generationengerchtigkeit mit Friedhelm Hengsbach online

 Im Gespräch mit Ilse Junkermann, der evangelischen Landesbischöfin von Mitteldeutschland, hält Friedhelm Hengsbach mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, dass die sozialen Lasten in reichen Industriestaaten wie Deutschland oder Österreich ungleich verteilt seien. Die Jugend müsse die Staatsverschuldung sowie den demographischen Wandel tragen. Das habe Auswirkungen auf die Motivation der jungen Generation, der schon jetzt prophezeit werde, dereinst keine oder nur eine geringe staatliche Pension beziehen zu können.

Einen Ausweg sehen der Katholik und die Protestantin auf Basis der Erkenntnis, dass Menschen in einem Merkmal wie Arbeit oder Bildung gleich sind, nicht aber in ihrer Identität. Die Gesellschaft müsse moralische Gleichheit sowie Menschenwürde gewährleisten. Solidarität sei dabei die Steuerungsform: Wenn man sich miteinander verbunden fühle, sei man bereit, für andere etwas zu leisten. "Für die gesellschaftlichen Risiken ist der Einzelne nicht verantwortlich, er kann sie aber durch Solidarität wieder ausgleichen."