ARD: Friedhelm Hengsbach zum Finanzmarktkapitalismus
Veröffentlicht am 08.12.11 um 14:47 Uhr
In der Panorama Reportage "Die Akte Tengelmann" wird u.a. Friedhelm Hengsbach befragt
In der NDR-Reportage der Panorama Redaktion wurde Friedhelm Hengsbach um seine Einschätzung der Entwicklung der Discountermärkte gebeten.
Aus der Ankündigung des Senders: "Es war einmal ein Unternehmen, das die Deutschen geliebt haben. Tengelmann hat uns über Jahrzehnte mit Lebensmitteln versorgt und die Supermärkte in Deutschland populär gemacht. Ein Konzern mit freundlichen Kassiererinnen, gut bezahlten Mitarbeitern und ehrbaren Kaufmännern - eines der letzten großen Familienunternehmen. Doch im Hintergrund scheint längst ein Strategiewechsel stattzufinden: Statt traditioneller Supermärkte spülen inzwischen Partner wie der Textildiscounter KiK, die Schnäppchenbude Tedi oder das Billigkaufhaus Woolworth das große Geld in die Kassen. (...) Für die Angestellten und Aushilfen hat die Preisdrückerei oft spürbare Folgen. Unbezahlte Überstunden, Angst am Arbeitsplatz, aggressive Sparpolitik. Die beteiligten Unternehmen ficht das auch auf Nachfrage offenbar nicht an. Friedhelm Hengsbach, emeritierter Professor für christliche Gesellschaftsethik, spricht dagegen von "brutalem Finanzkapitalismus"."
Ab ca. Minute 12 des Beitrags ist das Interview mit Friedhelm Hengsbach zu sehen.
