Rerum Novarum relecture
Veröffentlicht am 09.04.11 um 15:24 Uhr
Markus Demele zur bleibenden Aktualität der ersten Sozialenzyklika
Im aktuelle ksoe Dossier "Soziallehre in Bewegung" der Katholischen Sozialakademie Österreichs fragt Markus Demele nach der bleibenden Aktualität der Enzyklika Rerum novarum bzw. nach jenen Impulsen, welche die kirchliche Auseinandersetzung mit sozialen Fragen der Gegenwart daraus gewinnen kann - sowohl im Blick auf die Gesellschaft in Österreich als auch im globalen Kontext.
"Sozialenzykliken unterscheiden sich von anderen lehramtlichen Texten zumeist durch ein höheres Maß an sozialwissenschaftlicher Analyse und haben ihren "Sitz im Leben" somit stärker als etwa christologische Texte der Päpste in der Zeit und dem Umfeld in dem sie verfasst wurden. Was mag also die erste systematische Sozialenzyklika Rerum Novarum (RN) von Leo XIII. uns heute sagen, wo doch die damals adressierten "neuen Dinge" 2011 bereits 120 Jahre alt sind. Ein Blick auf die Situation in die Rerum Novarum geschrieben ist zeigt jedoch die hohe Aktualität des dort angesprochenen Grundkonflikts zwischen Arbeit und Kapital für das kapitalistische Europa der Nachkrisenzeit. Nachfolgenden sollen die heute relevanten Kernaussagen der Enzyklika herausgearbeitet und auf Herausforderungen, aber auch bestehende Initiativen und wichtige Akteure angewendet werden..."
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