Kirche im Einsatz für Gerechtigkeit
Vorlesung von Bernhard Emunds
In der Vorlesung geht es zum einen um die theologische Grundlegung, das besondere Profil und die Methodik des Faches ?Christliche Gesellschaftsethik?. Zum anderen werden ausgewählte Dokumente der kirchlichen Sozialverkündigung untersucht und die darin angeschnittenen Themen durch sozialwissenschaftliche Analysen und sozialethische Reflexionen vertieft. In diesem Teil der Vorlesung sind Abschnitte zu ?Erwerbsarbeit?, ?Finanz- und Wirtschaftskrise? sowie ?Klimawandel? geplant. Auch Aussagen der neuen Enzyklika ?Caritas in Veritate? werden an mehreren Stellen der Vorlesung vorgestellt und untersucht.
Leistungsnachweis:
SbL Christl. Gesellschaftsethik: Dokumente kirchlicher Sozialverkündigung
Literatur:
- Arno ANZENBACHER, Christliche Sozialethik. Einführung und Prinzipien, Paderborn u. a. 1998.
- Marianne HEIMBACH-STEINS (Hg.), Christliche Sozialethik. Ein Lehrbuch, Regensburg 2004/2005 (zwei Bände).
- Dies., "Nicht mehr Mann und Frau", Sozialethische Studien zu Geschlechterverhältnis und Geschlechtergerechtigkeit, Regensburg 2009.
- Friedhelm HENGSBACH, Die andern im Blick. Eine christliche Gesellschaftsethik in den Zeiten der Globalisierung, Darmstadt 2001.
- Hans-Joachim HÖHN, Ökologische Sozialethik. Grundlagen und Perspektiven, Paderborn u.a. 2001.
- Sabine PLONZ, Arbeit, Soziale Marktwirtschaft und Geschlecht. Studienbuch Feministische Sozialethik, Neukirchen 2006.
Lernmaterialien:
Stichwortlisten und weitere relevante Materialen zur Vorlesung sind auf der Lernplattform Moodle zu finden. Den nötigen Zugangsschlüssel erhalten alle Studierenden auf Anfrage.
Übersicht über den Prüfungsstoff
Ordoliberalismus und Solidarismus: Alte Konflikte und neue Herausforderungen der normativen Ökonomie
Kolloquium mit Friedhelm Hengsbach und Bernhard Emunds
Das Kolloquium wird in diesem Semester vorwiegend als gemeinsamer Lektürekurs gestaltet sein: Alle Teilnehmer lesen die gleichen Texte von ordoliberalen und solidaristischen Autoren aus den 50er und 60er Jahren sowie Sekundärliteratur zu beiden. Jeder Teilnehmer übernimmt es, einen größeren Textabschnitt aus der gemeinsamen Lektüre vorzustellen. In der letzten Sitzung des Kolloquiums wird die Diskussion über aktuelle Konsequenzen aus den damaligen Kontroversen im Mittelpunkt stehen. Einen Teil der Diskussionen bei dem Kolloquium werden Dr. Hermann-Josef Große Kracht und Prof. Dr. Helge Peukert, ausgewiesene Kenner einerseits des Solidarismus und andererseits des Ordoliberalismus, bereichern.
Zeiten:
Mi 07.10.2009, 09.00 ? 18.00
Fr 12.01.2010, 09.00 ? 18.00
Fr 05.02.2010, 09.00 ? 18.00
weitere Termine nach Vereinbarung
Leistungsnachweis:
bei Bedarf Teilnahmeschein
Literatur:
- Patrick BOARMANN (Hg.), Der Christ und die soziale Marktwirtschaft, Stuttgart/Köln 1955 (darin insbesondere der Beitrag von Oswald von Nell- Breuning).
- Clemens DÖLKEN, Katholische Sozialtheorie und liberale Ökonomik, Tübingen 1992.
- Walter EUCKEN, Grundsätze der Wirtschaftspolitik, Hamburg 1959. Nils GOLDSCHMIDT und Michael WOHLGEMUTH (Hg.), Grundtexte zur Freiburger Tradition der Ordnungsökonomik, Tübingen 2008.
- Dies. (Hg.), Die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft. Sozialethische und ordnungsökonomische Grundlagen, Tübingen 2004.
- Heinz GROSSEKETTLER, Die Wirtschaftsordnung als Gestaltungsaufgabe, Münster/Westf. 1997.
- Hermann-Josef GROSSE KRACHT u.a. (Hg.): Das System des Solidarismus. Zur Auseinandersetzung mit dem Werk von Heinrich Pesch SJ, Münster/Westf. 2007.
- Walter KERBER, Wettbewerb und Wirtschaftsordnung in sozialethischer Sicht, in: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 11 (1970), 21-43.
- Edgar NAWROTH, Die Sozial- und Wirtschaftsphilosophie des Neoliberalismus, Heidelberg 1961.
- Joachim STARBATTY, Ordoliberalismus, in: Ottmar Issing (Hg.), Geschichte der Nationalökonomie, 3. Aufl., München 1994, 239-254.
Aktuelles
02.09.10
Einladung: Sparen wir uns kaputt?
23.08.10
Misereor Petition zu gerechtem und ökologischem Wirtschaften
05.08.10
NDR Info: Markus Demele kommentiert die Philanthropie von Warren Buffet
02.08.10
Neue Texte von Friedhelm Hengsbach online
15.07.10
Rheinischer Merkur: Bürgerarbeit - neue Form der Ausgrenzung
