Arbeit in Deutschland - und weltweit
In kapitalistischen Marktwirtschaften ist das Verhältnis von Arbeit und Kapital eine Grundfrage sozialethischer Reflexion. Diese ist in den letzten Jahren dringlicher geworden, weil der Zwang zum Verkauf der eigenen Arbeitskraft wieder verschärft wurde ("Kommodifizierung"). Zu den Ursachen gehört die Intensivierung des Wettbewerbs auf den Gütermärkten, mit dem für die Unternehmen eine Zunahme von Risiken einhergeht, die sie soweit wie möglich abzuwälzen ? auch an die Beschäftigten weiterzugeben ? suchen. Hinzu kommen in vielen Ländern, auch in Deutschland, grundlegende sozialstaatliche Veränderungen, vor allem der Wechsel zu "Workfare" bzw. "Aktivierungsstrategien".
Mit der Kommodifizierung der Erwerbsarbeit steigen aber auch die Risiken, denen die Haus- und Familienarbeit als unentgeltliches, vorrangig den Frauen zugewiesenes Komplement der Erwerbsarbeit ausgesetzt ist.
Nicht nur in deutschen Unternehmen, sondern weltweit wird die Arbeit der abhängig Beschäftigten fast ausschließlich als Kostenfaktor wahrgenommen und nicht als gleichberechtigter Beitrag zu einer produktiven Kooperation oder als Tätigkeit einer Person, die Träger von Rechten ist und z.B. Anspruch auf Mitbestimmung hat.
Einen Literaturüberblick zum Thema "Arbeit" erhalten Sie hier.
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