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Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen
Startseite Campus Ausstellungen Ringvorlesung 2011
 
 

 

[procedere]
Ästhetische Dimensionen des Heiligen

26.01.2011
Professor Dr. Friedhelm Mennekes SJ, Frankfurt
Kirche als Gestaltungsraum –
von Oratorien und Laboratorien aller Art
Moderation: Hochschulrektor Professor Dr. Heinrich Watzka SJ
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02.02.2011
Dr. Ing. Hannes Eckert, KIT, Karlsruhe
Die Religion ist eine Baustelle –
Brüche und Kontinuitäten architektonischer Art
Moderation: Dipl.-Theol. Viera Pirker
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09.02.2011
Professor Dr. Albert Gerhards,Bonn
Ist die Liturgie ein Drama?
Ein Abend über den kleinen Unterschied
Moderation: Dr. Britta Müller-Schauenburg
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16.02.2011
Professor Dr. Dr. Michael Eckert, Tübingen
Religiöse Erfahrung und ästhetische Erfahrung –
über Häresie und Orthodoxie der Formlosigkeit
Moderation: Professor Dr. Friedhelm Mennekes SJ
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Beginn: 19:00 Uhr

An den Vortrag schließt sich eine offene Diskussion an.

Ende: ca. 20:30 Uhr

 

 

Kunst und Religion wurzeln in der Sehnsucht des Menschen nach Gestaltung seiner ureigensten Empfindungen. Nach langen gemeinsamen Wegen existiert heute kaum mehr eine lebendige Begegnung: Beide Bereiche leben weitgehend getrennt voneinander. Doch die Religion benötigt die Kunst – umgekehrt nicht mehr.

  • Welche Möglichkeiten der Begegnung von Glaube und Kunst können heute überhaupt beschritten werden?
  • Welche Gestalt braucht ein Kirchenraum heute?
  • Was vermittelt die Feier der Liturgie?
  • Welche Erfahrungen sind möglich in einer ästhetisch präsenten und religiös sprachlosen Zeit?

Die Ringvorlesung lotet verschiedene Gestaltungsräume aus auf der Suche nach neuen Dynamiken. Räume und darin Erfahrbares werden von den Standpunkten der Ausstellungspraxis im religiösen Raum, seiner Architektur, der Liturgie und der fundamentalen Frage nach religiöser Erfahrung beleuchtet. 

Gefördert durch den Freundeskreis Sankt Georgen e.V.

Die einzelnen Vortragsabende sind
über das Pädagogische Zentrum der Bistümer im Lande Hessen
als Lehrerfortbildung mit 5 Punkten akkreditiert.

Der Abend mit Dr. Hannes Eckert (02.02.2011) ist zudem über die Hessische Architektenkammer als Fortbildung mit 2 Punkten akkreditiert.


 

 

26.01.2011 Friedhelm Mennekes SJ: Kirche als Gestaltungsraum

Der erste Abend befasst sich mit den Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Kunst im kirchlichen Raum und von Kirche unter den Voraussetzungen moderner Kunst. Wie weit dürfen beiden Seiten gehen? Wie entstehen „Grenzen des Erlaubten“, und was geschieht an diesen? Der Vortrag fragt nach dem Begriff „Raum“ als einem theologisch fundamentalen Begriff, und nach dem Verhältnis einer gläubigen Lebenshaltung zu Experimenten der ästhetischen Moderne.

02.02.2011 Hannes Eckert: Die Religion ist eine Baustelle

Der zweite Abend fokussiert den Kirchenbau und die Architektur. Was macht eine „nachkonziliare“ Rundsitzordnung, was Stufen (oder ihr Fehlen), was machen heiztechnisch begründete Glastüren mit einem Raum, in dem gebetet wird?  Wie gehen Architekten bei Renovierungsarbeiten um mit denjenigen Formen, die Zeugen sind für eine konkrete historische Vergangenheit, die wir nicht für unsere Gegenwart und schon gar nicht für unsere Zukunft halten? Der Referent vertritt eine für Zeit und ihre Spuren wachsame, reflektierte Architektur.

09.02.2011 Albert Gerhards: Ist die Liturgie ein Drama?

Der dritte Abend der Reihe setzt den Schwerpunkt auf den liturgischen Vollzug. Über wenig ist in der Kirche in der letzten Zeit so viel ernsthaft und auf hohem Niveau gestritten worden wie über die „richtige“ Liturgie. Was bedeutet hier überhaupt „äußere Form“? Die griechische Tragödie begriff ihre Funktion als Mysterienspiel – und was ist die Liturgie? Wie unterscheidet sie sich? Was geschieht, wenn wir uns über ein einziges Wort oder eine bestimmte Bewegung in der Liturgie streiten und dafür sehr gute Gründe haben?

16.02.2011 Michael Eckert: Religiöse Erfahrung und ästhetische Erfahrung

Der Abschluss der Reihe geht auf philosophische Weise dem Problem von Kunst und Kirche auf den Grund. Das Geheimnis Gottes und die bereits in der Alten Kirche betonte Negative Theologie, die in die Anbetung und zugleich in die kritische Selbstrelativierung führt, lässt jede ernsthafte (d.h. nicht auf reine Projektion beschränkte) religiöse Erfahrung zu einem „formulierten“ Prozess werden, der in vernünftiger Begrifflichkeit nur gebrochen, in Bildern aber als Grenzerfahrung reflektierbar ist. Deshalb sind die Bilder so absolut nicht „beliebig“ – gerade wenn das, was sie darstellen, unfassbar ist.

   

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