Das Ende aller Utopien - außer der technischen?
7. Symposion
der Stiftung Hochschule Sankt Georgen
am 12. und 13. Oktober 2006
Sankt Georgener Hochschulschriften, Bd. 7
Auch die philosophische Zeitdiagnose kennt Konjunkturen. Noch vor zwanzig Jahren wurde - u.a. in Anschluss an Jürgen Habermas´ Buch "Die Neue Unübersichtlichkeit" - intensiv darüber diskutiert, ob alle Utopien einer politischen Verbesserung der menschlichen Lebensverhältnisse erschöpft sind. Heute dagegen hat es den Anschein, als habe die Unübersichtlichkeit einer neuen Eindeutigkeit Platz gemacht.
Sind Utopien künftiger Handlungsmöglichkeiten aus dem Diskurs der Eliten in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft vielleicht gar nicht verschwunden, sondern haben sich auf andere Handlungsfelder verschoben? An die neuen Lebenswissenschaften, die Rationalität des Markts und das Leitbild einer Wissensgesellschaft knüpfen sich nicht weniger utopische Erwartungen als einst an revolutionäre Politik oder an sozialstaatliche Reformpolitik. Da das Ansehen der Politik im Abnehmen begriffen ist, wird heute die Verbesserung menschlicher Lebensmöglichkeiten offenbar vorwiegend als eine technisch-instrumentelle, von Experten zu leistende Aufgabe verstanden.
Das 7. Symposion der Stiftung Sankt Georgen möchte der Ambivalenz dieser neuen Utopien nachgehen und die Frage nach der künftigen Funktion der Religion stellen. Schließlich waren Utopien als säkularisierte Paradieseshoffnungen aus den monotheistischen Hochreligionen einmal ausgewandert.
| Donnerstag, 12. Oktober 2006 | ||
| 13.45 Uhr | Begrüßung | |
| 14.00 Uhr | Dr. Heinrich Watzka S.J., Frankfurt am Main
"Neue Eindeutigkeit" statt "Neuer Unübersichtlichkeit" Einführungsvortrag |
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| 15.15 Uhr | Prof. DDr. Thomas Fuchs, Heidelberg
Der utopische Gehalt der neuen Lebenswissenschaften Anfragen: Prof. Dr. Josef Schuster S.J. |
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| 17.00 Uhr | Prof. Dr. Manfed E. Streit, Jena
Steuerung der gesellschaftlichen Entwicklung durch den Wettbewerb Anfragen: PD Dr. Bernhard Emunds |
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| Freitag, 13. Oktober 2006 | ||
| 09.00 Uhr | Prof. Dr. Gernot Böhme, Darmstadt
Leitbild "Wissensgesellschaft" Anfragen: Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach S.J. |
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| 10.30 Uhr | PD Dr. Martin Endreß
Religion - sozialer Kitt oder Verankerung sozialer Utopien? Anfragen: Prof. Dr. Hans-Ludwig Ollig S.J. |
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| 11.45 Uhr | Abschlussdiskussion
Einführung: Prof. Dr. Josef Schuster S.J. und Dr. Heinrich Watzka S.J. |
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Veranstaltungsort:
Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen
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Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen
Symposion "Ende aller Utopien - außer der technischen?"
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