PHILOSOPHISCH -THEOLOGISCHE HOCHSCHULE SANKT GEORGEN FRANKFURT AM MAIN |
Aufführungen am 26., 27.,28. Januar jeweils 20.00 Uhr
SCHAUSPIEL
IN DREI AKTEN
VON
HENRIK
IBSEN
(1828-1906)
Aus
dem Norwegischen übertragen von Richard Linder
DRAMATIS PERSONAE
| Advokat
Helmer
Nora, seine Frau Doktor Rank Frau Linde Rechtsanwalt Krogstad Helene, Hausmädchen bei Helmers |
Markus Riedel
Melanie Kuhmichel Matthias Leukel Annekatrin Warnke Rüdiger Guckelsberger Martina Schuster |
Regie & Dramaturgie: Gundel-Maria Busse
| Organisation
& Bühnenaufbau
Künstlerische
Gestaltung der Bühnenwand
Maske, Frisuren
Video |
Christoph Konjer
Frank Kribber Michael Pauly Andreas Sistig Dejan Pantic Gundel-Maria Busse Thomas Hutsch Druckreif GmbH Kirsten Dominik Brast Marcus Surges Thomas Vogel ]an Patrick Roth David Hüser Christoph Konjer Jürgen Pelzer Daniel Dere |
Die gesamte Gruppe
der Mitwirkenden
So wird das Theaterstück
vorbereitet
N U R EIN "STÜCK"?
"Nora", das Schauspiel von Henrik Ibsen, einem der großen Naturalisten der Weltliteratur, wurde am 21. Dezember 1879 in Kopenhagen uraufgeführt und am 3. März 1880 als deutsche Erstaufführung im Münchner Residenztheater gespielt.Zum Inhalt: Die Ehefrau des egoistischen Karrieristen Torvald Helmer, seine "Puppe", sein "Singvögelchen", diese "Nora" also, ausgestattet mit den alltäglichen Schwächen, die Menschen haben, erhebt sich, wächst über sich selbst hinaus und zerstört das "Puppenheim". Zuvor hat ihr Helmer in eitler Selbstbespiegelung jede moralische Reife abgesprochen.
Mit den Mitteln des Naturalismus, ausgereizt bis hin zum Requisit, steht alles, was gesagt und getan wird, in unmittelbarer Beziehung zueinander und gipfelt in einem schonungslos ehrlichen Dialog zwischen dei Ehepartnern.
Es geht um Lüge und Unrecht, Fehler und Schwächen, Freiheit und Wahrheit. Sie alle sind Teil des Lebens. Und sie sind Teil von Ibsens meisterhafter, naturalistischer Dramatik.
Dabei geht es nicht nur um jene Dinge, die wir sehen, sondern in nahezu gleicher Gewichtung um das, was wir hören. Und spätestens dann, wenn der Prozess der Identifikation einsetzt, wenn das Einstehen für den anderen nicht "Wunder" bleibt, sondern
Wirklichkeit wird, ganz gleich unter welchen Umständen, ist die Absicht eines Henrik Ibsen und / oder Gerhart Hauptmann erreicht: Ihr "Spiegel" macht betroffen.Übrigens hat Ibsen eine ihm abgenötigte Änderung, nach der Nora um der Kinder willen bleibt und auf ihre Selbstfindung verzichtet, nie akzeptiert, "weil die Wirkung des Stücks durch diesen Schluß nur abgeschwächt wird." Im Original lässt er ja auch schon eine
gewisse Hoffnung: "Wir müßten uns beide so ändern, daß ein Zusammenleben zwischen uns eine Ehe werden könnte", sagt Nora. Sie verspricht nichts. Sie braucht Zeit, um zu sich selbst zu finden.Sie ist ein Mensch. Sie hat ein Recht darauf. Wie wir alle. Das darf uns zum Nachdenken bringen. Noch dazu in einer Zeit, die für derlei nicht allzu viel Raum lässt. Wir Menschen sind so geschaffen, dass wir auch "Pflichten gegen uns selbst" haben (sollten). Und "volle
Freiheit gegeneinander". Dann muss Ethik kein Fremdwort sein ...Möge "Nora" ein wenig zu dieser Erkenntnis beitragen.
Gundel-Maria Busse
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Idylle nach dem Weihnachtseinkauf
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Nora
Rechtsanwalt Krogstad
als Erpresser
Doktor Rank, "Freund
des Hauses"
Helene und Nora
Torvald der Selbstgerechte